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Atme den Stress weg, Atme dich glücklich!

1. Einführung
Gehörst du auch zu den Menschen die meinen: „Warum übers Atmen reden bzw.
Atemübungen lernen? Wir atmen doch ohnehin von selbst, wenn wir das nicht tun
würden, wären wir ja schon längst tot!“ Zu einem Teil stimmt das natürlich, der Atem
läuft ganz unbewusst ab, doch leider ist er bei den meisten Menschen zu flach und zu
schnell, was zu permanenter Hektik führt, was wiederum der Auslöser für vielerlei
Unbefindlichkeiten und Krankheiten sein kann.

2. Wie kommt es zu zu flachem, schnellem Atem und wie wirkt sich das aus?
Wenn du kleine Kinder oder Haustiere betrachtest, wirst du merken, dass sie
rhythmisch, gleichmäßig und eher in den unteren Teil des Rumpfes atmen (Bauch
und unterer Rücken). Sobald das kleine Kind aber in die Schule kommt und dort
stundenlang ruhig sitzen muss, geht diese Art der Atmung immer mehr zurück und
wird zu einer flachen, schnellen Brustatmung. Es wird immer von artgerechter
Haltung geredet.. Da wäre es ja gut mal bei den Menschenkindern anzufangen!

3. Wie wirkt sich ein zu flache Atmung aus?


Die Wissenschaft weiß inzwischen schon, dass sehr viele Krankheiten auf eine
unzureichende Atmung zurück zu führen sind. 70 % der Giftstoffe werden über die
Ausatmung ausgeschieden, die natürlich auch mangelhaft ist, wenn man zu flach
atmet. Vor allem stressbedingte Krankheiten des Herz-Kreislaufsystems, der
Verdauungs- und Entgiftungsorgane stehen in direktem Zusammenhang mit der
Atmung.

Warum ist das so?


Das hat direkt was mit dem Nervensystem zu tun. Es gibt im Nervensystem grob
gesagt 2 Hauptkomponenten bzw. Hauptnerven, und das ist noch immer gleich wie
bei unseren Vorfahren in der Steinzeit. Einer ist zuständig für Aktivität, (Flucht oder
Kampf) der heißt Sympathikus (sagen wir mal Stressnerv) und der Gegenspieler, der
Parasympathikus (Entspannungsnerv) sorgt für Ruhe, Erholung und Regeneration.
Bei den meisten Menschen gibt es ein Ungleichgewicht im Nervensystem, meist ist
der Stressnerv viel aktiver als der Gegenspieler.

Früher mal, so in der Steinzeit, wo noch um jede Ecke ein Tiger oder so gelauert hat
um uns zu fressen hat das sicher Sinn gemacht, da man ja eine ständig erhöhte
Aufmerksamkeit brauchte. Die Atmung wird flacher und hektischer, das Herz schlägt
schneller, es werden alle Reserven zur Verfügung gestellt für Flucht oder Kampf.
Auch das Denken wird konfuser, denn das brauchte man ja nicht wenn man einem
Bären gegenüber gestanden ist. Wenn man da mal nachgedacht hätte ob das jetzt ein
Braunbär oder ein Grizzly ist wäre schon alles zu spät gewesen, und der hätte einen
aufgegessen.

Das erklärt auch, warum wir manchmal im Streit Dinge sagen, die wir nicht so
meinen und die uns hinterher leid tun. Für unsere Nervensystem macht es keinen
Unterschied ob wir uns von einem Bären angegriffen fühlen, oder von einer anderen
Person.
Wie erwähnt, führt die Aktivierung des Stressnerves zu flacher Atmung und zu
erhöhtem Herzschlag, was total in Ordnung ist, wenn reale Gefahr droht. Wenn ein
Auto auf uns zufährt z. B. brauchen wir das um augenblicklich wegzuspringen. Doch
leider kann unser Unterbewusstsein nicht unterscheiden zwischen realer und
gedachter Gefahr. Auch wenn wir schlimme Dinge in Nachrichten oder Filmen
sehen, wird der Stressnerv aktiv.

Das alles wirkt auch in die entgegengesetzte Richtung: Von Kindheit an haben wir
uns schon ein zu flaches Atemmuster angewöhnt was wiederum den Stressnerv
dauern aktiv hält. Das heißt das Nervensystem, der Körper ist in ständiger
Anspannung, wir sind gehetzt und es wird kaum Zeit gegeben für Erholung. Dabei ist
Entspannung für den Körper so wichtig, wie das Kühlsystem fürs Auto. Wenn das
nicht funktioniert läuft alles heiß, und irgendwann wird das Auto kaputt..

4. Welche Art zu Atmen führt zur Herzkohärenz


Rhythmische sanfte Bauchatmung, die Ausatmung sanft und entspannt ausfließen
lassen (Zwerchfell entspannen). Wenn man nicht mit Biofeedback arbeitet, dann
bedeutet rhythmisch grob gesagt 5 Sekunden ein, 5 Sekunden aus, bisschen mehr
bisschen weniger ist ok, aber jedenfalls soll es gleichbleibend sein. Konzentration
auf Brustmitte ist noch gut und nach ca. 3 Minuten verbessert sich die
Herzratenvariabilität signifikant. Falls es nicht gleich geht mit den 5 Sekunden, dann
mit der Frequenz anfangen, die geht, und langsam darauf hinarbeiten. Am besten ist
es anfangs mit Führung zu atmen, z.B. mit der App Kardia, oder auf Youtube gibt’s
auch schon einiges. 3 x 3 Minuten täglich führen innerhalb von kurzer Zeit zu mehr
Ruhe und Gelassenheit, und in weiterer Folge gleicht sich das Nervensystem immer
mehr aus. Es spricht natürlich nichts dagegen, diese Art der Atmung so oft wie
möglich, und wenns nur für ein paar Atemzüge ist, durchzuführen. Jeder kohärente
Atemzug zählt!

5. Was ist die Herzratenvariabilität


Grob ausgedrückt ist das die Fähigkeit des Herzens sich an wechselnde Umstände
anzupassen. Dass es schneller schlägt wenn wir das brauchen, und dass es auch
wieder gut runterkommt, wenn wir entspannen können. Atmung und Herz hängen
direkt zusammen, das heißt, wenn wir die Atmung beeinflussen, wirken wir auch auf
das Herz und in weiterer Folge auf das Nervensystem ein. Im wahrsten Sinne des
Wortes kann man Stress, negative Gefühle, Unwohlsein und in weiterer Folge
Krankheiten wegatmen!

Zum Abschluss eine kurze Zusammenfassung:


3 x 3 Minuten täglich, ruhig und sanft in den Bauch für 5 Sekunden ein- und für 5
Sekunden ausatmen. Die Ausatmung richtiggehend loslassen, entspannen - den Atem
von selbst hinaus fließen lassen. Zwischendurch, immer wenn man gestresst oder
genervt ist, ein paar Atemzüge in diesem Rhythmus atmen und eine spürbare
Erleichterung stellt sich schon sehr bald ein.
Ich wünsche dir fröhliches und ruhiges Atmen!
Zum Entspannen und Auftanken! Die Basis, um dein Nervensystem
auszugleichen und dich in deinem Körper wohl zu fühlen.
Das Kohärente Atmen ist eine sanfte Form des bewussten Atmens. Es
ermöglicht dir ein effektives Entstressen in kurzer Zeit. Selbstmanagement
pur!

Es ist leicht an einem Termin erlernbar. Ich begleite dich dabei, Bauch- und
Brustatmung optimal zu verbinden und zeige dir bei Bedarf auch Übungen, die
dein Zwerchfell lockern.

Über dieses bewusste Atmen wirkst du sofort harmonisierend auf deinen


Herzschlag, den Blutkreislauf und das autonome Nervensystem ein. Nachdem
dein Herz der stärkste Impulsgeber deines Körpers ist, synchronisiert es die
anderen Rhythmen in deinem System.

Schon 5 bis 10 Minuten gleichen dein autonomes Nervensystem aus, bauen


Stresshormone ab, gleichen den Blutdruck aus und entspannen dein
Gehirn. Innere Ruhe wird spürbar.

Je öfter du kohärent atmest, desto schneller kann sich dein System


regenerieren.

Weitere Wirkungen des kohärenten Atmens:


(wissenschaftlich fundiert)

Du kannst

- dich überall schnell entspannen


- klarer denken, auch in Stress-Situationen
- mit Herausforderungen im Alltag leichter umgehen
- das Altern verlangsamen
- das Immunsystem stärken
- den Blutdruck regulieren
- dein Gehirn reinigen (Abfallstoffe werden entsorgt) = Alzheimer und
Parkinson- Vorsorge

Regelmäßiges Kohärentes Atmen öffnet auch das innere Körper-Spüren und


ermöglicht dir leichteren Zugang zu deinem unbegrenzten, intuitiven
Wissen, das nicht an Raum und Zeit gebunden ist. Das erleichtert dir
Entscheidungsfindungen und bringt dir tiefere Erkenntnis in Bezug auf
herausfordernde Situationen, weil du tiefer schauen kannst und demnach
anders handeln kannst.