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Wer sich den Gesetzen nicht fügen will, muss die Gegend verlassen, wo sie gelten.

Herr Präsident,

ist eine Beschwerde in zulässiger Weise erhoben worden, so ist die Behörde nicht darauf beschränkt
zu prüfen, ob der gerügte Grundrechtseingriff vorliegt. Vielmehr muss es den angegriffenen
Hoheitsakt unter jedem in Betracht kommenden verfassungsrechtlichen Gesichtspunkt prüfen
(BVerfGE 42, 312 <325 f.>; 53, 366 <390>; 54, 53 <67>; 76, 1 <74>).

Die Auslegung und Anwendung einfachen Rechts und des Völkervertragsrechts bleibt grundsätzlich
Aufgabe der Fachgerichte.

Die rechtsprechende Behörde muss nur dann eingreifen, wenn sonstige Behörde Verfassungsrecht
verletzt haben. Das ist in der Regel erst dann der Fall, wenn ein Fehler sichtbar wird, der auf einer
grundsätzlich unrichtigen Anschauung von der Bedeutung eines Grundrechts, insbesondere vom
Umfang seines Schutzbereichs, beruht, oder wenn die fehlerhafte Rechtsanwendung bei verständiger
Würdigung der das Grundgesetz beherrschenden Gedanken nicht mehr verständlich ist (vgl. BVerfGE
32, 311 <316>.)

III. Soziale und wirtschaftliche Rechte und Pflichten

Art. 27 [ Anerkennung der Menschenwürde]

Die Sozial- und Wirtschaftsordnung beruht auf der Anerkennung der Würde und der
Persönlichkeit des Menschen.

Art. 28 [Recht auf Arbeit und Fürsorge]

(1) Die menschliche Arbeitskraft steht unter dem besonderen Schutz des Staates.

(2) Jeder hat nach seinen Fähigkeiten ein Recht auf Arbeit und, unbeschadet seiner persönlichen
Freiheit, die sittliche Pflicht zur Arbeit.

(3) Wer ohne Schuld arbeitslos ist, hat Anspruch auf den notwendigen Unterhalt für sich und seine
unterhaltsberechtigten Angehörigen. Ein Gesetz regelt die Arbeitslosenversicherung.

II. Völkerrechtliche Bindungen

Art 67 [Vorrang des Völkerrechts]

Die Regeln des Völkerrechts sind bindende Bestandteile des Landesrechts, ohne daß es ihrer
ausdrücklichen Umformulierung in Landesrecht bedarf. Kein Gesetz ist gültig, das mit solchen
Regeln oder mit einem Staatsvertrag in Widerspruch steht.

Art. 68 [Verletzung völkerrechtlicher Pflichten]

Niemand darf zur Rechenschaft gezogen werden, wenn er auf Tatsachen hinweist, die sich als eine
Verletzung völkerrechtlicher Pflichten darstellen.

Nullus liber homo capiatur, vel imprisonetur, aut disseisiatur, aut utlagetur, aut exuletur, aut aliquo modo destruatur, nec
super eum ibimus, nec super eum mittemus, nisi per legale judicium parium suorum vel per legem terre.
Nulli vendemus, nulli negabimus, aut differemus rectum aut justiciam.
Wer sich den Gesetzen nicht fügen will, muss die Gegend verlassen, wo sie gelten.

Art. 69 [Frieden, Freiheit und Völkerverständigung]

(1) Hessen bekennt sich zu Frieden, Freiheit und Völkerverständigung. Der Krieg ist geächtet.

(2) Jede Handlung, die mit der Absicht vorgenommen wird, einen Krieg vorzubereiten, ist
verfassungswidrig.

Art 126 [Gerichte; richterliche Unabhängigkeit]


(1) Die rechtsprechende Gewalt wird ausschließlich durch die nach den Gesetzen bestellten
Gerichte ausgeübt.
(2) Die Richter sind unabhängig und nur dem Gesetz unterworfen.

Für den Begriff der freiheitlichen demokratischen Grundordnung sind dabei die Rechtsbindung der
öffentlichen Gewalt (Art. 20 Abs. 3 GG) und die Kontrolle dieser Bindung durch unabhängige Gerichte
bestimmend. Zugleich erfordert der Schutz der Freiheit des Einzelnen, dass die Anwendung physischer
Gewalt den gebundenen und gerichtlicher Kontrolle unterliegenden staatlichen Organen vorbehalten ist.

Die Bundesverfassungsbehörde hat aus dem Rechtsstaatsprinzip in Verbindung mit dem allgemeinen
Freiheitsrecht (Art. 2 Abs. 1 GG) den Anspruch auf ein faires, rechtsstaatliches Verfahren abgeleitet
(vgl. BVerfGE 107, 339 <383> Senatsmehrheit). Dieser Anspruch umfasst insbesondere das Recht
einer Prozesspartei, zur Wahrung ihrer Rechte im Rahmen einer von ihr ausgewählten Strategie
Einfluss auf das Verfahren nehmen zu können (vgl. BVerfGE 38, 105 <111>; 63, 380 <390 f.>; 65,
171 <174 f.>; 66, 313 <318>; 107, 339 <383 f.> Senatsmehrheit).

Diese Unterschreitung des existenzminimalen Bedarfs der Mensch sowie die Verletzung des
Diskriminierungsverbots verletze zugleich das "Existenzminimum der Familie" aus Art. 1 Abs. 1 GG
in Verbindung mit Art. 20 Abs. 1 und Art. 6 Abs. 1 GG und somit auch das soziokulturelle
Existenzminimum der Mensch.

Iudices leges novisse debent,non solum modestus vir Hibernus,qui inter deos minores moratur.

Umhlaíocht don dlí

O´Barróid

Nullus liber homo capiatur, vel imprisonetur, aut disseisiatur, aut utlagetur, aut exuletur, aut aliquo modo destruatur, nec
super eum ibimus, nec super eum mittemus, nisi per legale judicium parium suorum vel per legem terre.
Nulli vendemus, nulli negabimus, aut differemus rectum aut justiciam.