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Informations-

kompetenz

bei Studierenden der Wirtschaftswissenschaften

Ergebnis- bericht einer Online- Befragung
Ergebnis-
bericht einer
Online-
Befragung

Informations-

kompetenz

bei Studierenden der Wirtschaftswissenschaften

Doreen Siegfried, Tamara Pianos

Ergebnisbericht einer Online-Befragung unter Studierenden der Wirtschaftswissenschaften an deutschen Hochschulen 2017

Eine empirische Untersuchung der ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft

Oktober 2017

Kurzzusammenfassung der studie

Die vorliegende Studie widmet sich dem Thema Informa- tionskompetenz bei Wirtschaftsstudierenden an deutschen Hochschulen. Befragt wurden insgesamt 646 Studierende aus den Fächern Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschafts- lehre, Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsingenieurwesen und anderen wirtschaftswissenschaftlichen Fächern an Universitäten, an staatlichen Fachhochschulen bzw. Hoch- schulen für Angewandte Wissenschaften, an privaten (Fach-) Hochschulen und sonstigen Hochschulen wie Fernhochschu- len oder Dualen Hochschulen.

Wesentliche Ergebnisse sind folgende:

Laut Umfrage bekommt die Mehrheit der Wirtschaftsstu- dierenden von ihrer Hochschule oder ihrem Fachbereich einen Leitfaden zum wissenschaftlichen Arbeiten zur Verfügung gestellt. Ein gutes Drittel jedoch erhält keine Leitfäden bzw. dieses Drittel weiß nichts von einem Leitfaden zum wissenschaftlichen Arbeiten.

Für knapp 90 % der befragten Wirtschaftsstudierenden ist es sehr wichtig bzw. wichtig, dass sie in Schulungen zum wissenschaftlichen Arbeiten Unterstützung be- kommen beim richtigen Zitieren. Ungefähr die glei- che Zahl von Studierenden erachtet das Identifizieren vertrauenswürdiger Quellen als wichtigen bzw. sehr wichtigen Schulungsinhalt. Als weitere wertvolle Be- standteile in Schulungskursen zum wissenschaftlichen Arbeiten nannten die Befragten Anleitungen für das un- terschiedliche Vorgehen bei der Literatursuche über Suchmaschinen und in Datenbanken (77,2 %), Recher- chekniffe in Datenbanken (76,2 %) sowie Informationen über Literaturverwaltungsprogramme (61,4 %).

Die meisten Studierenden werden von ihren Dozentin- nen und Dozenten sehr gut mit Literaturlisten ver- sorgt, die sie dann nicht eigenständig recherchieren müssen: 82 % der Studierenden gaben an, dass sie häu- fig oder gelegentlich Literaturlisten im Rahmen von Lehrveranstaltungen bekommen. Rund die Hälfte der Studierenden (47,7 %) bekommt regelmäßig derartige Literaturlisten für Seminararbeiten oder Referate. Un- gefähr ein Drittel aller Studierenden (28,3 %) erhält Listen zur Vorbereitung schriftlicher oder mündli- cher (Abschluss-) Prüfungen. Ungefähr ein Drittel aller Masterstudierenden (32 %) erhält sogar Lite- raturlisten für die Abschlussarbeit.

45,0 % der Befragten bekommen nicht nur Literaturlisten, sondern gelegentlich sogar vollständige Textsammlun- gen, die sie ebenfalls nicht recherchieren müssen. 21 % der Befragten erhalten nicht nur gelegentlich, sondern sogar häufiger komplette Textsammlungen, die sie dann nur noch durcharbeiten müssen. 33,6 % bekommen keine Textsammlungen.

Wenn die Studierenden eigenständig recherchieren müssen, dann geschieht dies primär für die Vorbereitung von Seminararbeiten und Referaten (81,3 %). Andere An- lässe sind die Recherche für Lehrveranstaltungen (47,2 %) sowie die Vorbereitung von mündlichen und schriftlichen Prüfungen (38,5 %). Von den Masterstudierenden recher- chieren 84 % für ihre Abschlussarbeit selbstständig.

Die sechs häufigsten Anlaufpunkte für die Recherche nach wirtschaftswissenschaftlicher Literatur sind für die Studierenden Google, Google Scholar, WISO, EBSCO, JSTOR und EconBiz.

Das größte Problem bei der Literaturrecherche für rund zwei Drittel der Studierenden ist es, an den Voll- text zu kommen. Ungefähr die Hälfte hat Schwierig- keiten dabei, treffsichere Suchbegriffe zu finden und die Trefferrelevanz zu beurteilen. Betrachtet man Stu- dienanfänger/innen und Studienfortgeschrittene, fällt keine Verbesserung bei der Problemeinschätzung auf. Über 60 % der fortgeschrittenen Studierenden finden es schwer, an den Volltext zu gelangen, rund die Hälfte er- achtet es als mühsam, passende Suchbegriffe zu finden; 43 % der Fortgeschrittenen und 45 % der Anfänger/innen (1. bis 3. Semester) fühlen sich beim Recherchieren un- sicher. Die einzige Verbesserung ist zu konstatieren bei der Beurteilung der Trefferrelevanz. Während es bei den Studienanfänger/inne/n noch 64 % schwierig finden, zu beurteilen, ob ein Suchergebnis für die eigene Arbeit rele- vant ist oder nicht, sind es bei den Studienfortgeschritte- nen aber immerhin noch 50 %.

5

1 Methodik

Seite 10

1.1 Untersuchungsdesign und Stichprobe Seite 10

1.2 Beschreibung der Stichprobe Seite 10

2 Ergebnisse zum

Recherchever-

halten

Seite 11

2.1

Rahmenbedingungen für wissen- schaftliches Arbeiten Seite 11

2.1.1

Verwendung von Leitfäden zum wissen­ schaftlichen Arbeiten Seite 11

2.1.2

Wesentliche Inhalte von Schulungs­ kursen zur Informationskompetenz Seite 12

2.1.3

Versorgung von Studierenden mit Literatur bzw. Literaturlisten Seite 12

2.2

Die eigenständige Recherche Seite 14

Inhaltsverzeichnis

2.2.1 Die Häufigkeit der eigenständigen Recherche im wirtschaftswissen­ schaftlichen Studium Seite 14

2.2.2 Anlässe für die eigenständige Recherche Seite 14

2.2.3 Online­Tools für die eigenständige Recherche Seite 16

2.2.4 Probleme bei der eigenständigen Recherche Seite 17

3 Zusammen- fassung und Diskussion

Seite 18

4 Literatur-

verzeichnis

Seite 19

Anhang

Seite 21

Die Bearbeitung der Mütze. Gedichte. Darmstadt, Neuwied 1978

Suchen wissen ich was suchen ich nicht wissen was suchen ich nicht wissen wie wissen was suchen ich suchen wie wissen was suchen ich wissen was suchen ich suchen wie wissen was suchen ich wissen ich suchen wie wissen was suchen ich was wissen

?
?

Ernst Jandl

Einleitung

Informationskompetenz oder die Fähigkeit, Informatio- nen unterschiedlichster Art zu recherchieren, zu evaluie- ren und weiter zu verwerten, ist in der digital geprägten Informations- und Wissensgesellschaft eine so wichtige Kernkompetenz wie Lesen und Schreiben. 1

Jedoch konstatieren verschiedene Studien zum Thema Informationskompetenz unter Studierenden erhebliche Defizite bzgl. der Recherche- und Evaluierungsfähigkei- ten (vgl. Griffiths 2005, Johnson et al. 2003, Cmor / Lip- pold 2001, Navarro-Prieto et al. 1999).

Die Befunde aus ersten empirischen Studien zeigen, dass Studierende für die wissenschaftliche Recherche über- wiegend Google verwenden, sehr unterschiedliche Such- fähigkeiten aufweisen und diese oftmals überschätzen, auch unsichere Quellen als valide einstufen und in vielen Fällen die benötigte Information nicht finden bzw. auch im Erfolgsfall den Suchprozess als schwierig bezeichnen (vgl. Adams/ Bonk 1995, Banwell/ Gannon-Leary 2000, El-Menour et al. 2000, Harrison / Hughes 2001, Har- ter, Kim 1997, Hiller 2002, Klatt et al. 2003, William/ Rowlands 2007). Eine für das digitale Zeitalter zentrale Schlüsselkompetenz wird demnach nicht beherrscht.

Die deutsche Bundesregierung initiierte im Oktober 2016 eine Bildungsoffensive für die digitale Wissensge- sellschaft. 2 Mit ihr wird eine forcierte Entwicklung der Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten im Umgang mit digitalen Ressourcen angestrebt.

Daneben verlangen die Herausforderungen des digi-

talen Wandels allerdings auch nach einer spezifisch digi-

talen Bildung. [

keit, Informationen zielgerichtet zu suchen, zu bewerten und eigene Inhalte in digitaler Form für andere Nutzer zur

Verfügung zu stellen (suchen – bewerten – verbreiten). An- stelle von Wissensvermittlung rückt die Vermittlung von Kompetenz zum selbsttätigen Lernen in den Vordergrund.

] [

standteil einer zeitgemäßen Allgemeinbildung muss bereits früh vermittelt werden. Sie umfasst auch Medienkompe- tenz als Fähigkeit, Medien kontext- und zielgruppenspezi- fisch auszuwählen, Formate und Inhalte zu bewerten und für die eigenen Arbeits- und Kommunikationsprozesse zu nutzen.“ Vgl. BMBF (2016): Bildungsoffensive für die digi- tale Wissensgesellschaft, S. 8.

Digitale Kompetenz als im besten Sinne integraler Be-

Digitale Kompetenz bedeutet die Fähig-

]

Die Kultusministerkonferenz empfiehlt in ihrem Papier „Bildung in der digitalen Welt“ von 2016 die Stärkung der Informationskompetenz unter Studierenden ganz dezidiert:

Die Hochschulen haben u. a. die Aufgabe, Studie-

rende auf Anforderungen vorzubereiten, die durch neue

Einleitung

Kommunikations- und Arbeitsformen sowie durch den ständigen Zugriff auf Informationen und Wissen geprägt sind. […] Die Möglichkeiten digitaler Instrumente können insbesondere beim forschenden Lernen genutzt werden und sich gewinnbringend im Prozess von der Entwicklung einer Fragestellung über die Methodik der Erkenntnissu- che bis zur Aufbereitung und Präsentation der Ergebnis- se auswirken. Dies gilt vor allem für die Erweiterung der forschungsbezogenen Informationskompetenz im Mas- terstudium.“ (Vgl. Strategie der Kultusministerkonferenz

„Bildung in der digitalen Welt“, 2016, S. 48, URL: https://

www.kmk.org/fileadmin/Dateien/pdf/PresseUndAktu-

elles/2016/Bildung_digitale_Welt_Webversion.pdf [Zu-

griff 17.10.2017])

Auch wenn immer wieder Defizite bemängelt werden, lie- gen bislang kaum Untersuchungen vor, die sich fachspe- zifisch mit dem Thema Informationskompetenz befasst haben. Es gibt bislang keine repräsentative Studie zum Thema Informationskompetenz bei Studierenden wirt- schaftswissenschaftlicher Fächer in Deutschland.

Die vorliegende Studie der ZBW – Leibniz-Informations- zentrum Wirtschaft in Kooperation mit INQUEST – Ins- titut für Wirtschafts- und Sozialpsychologie (Hamburg)

und mit freundlicher Unterstützung durch GESIS – Leib- niz-Institut für Sozialwissenschaften (Mannheim) unter- sucht das Rechercheverhalten und Informationsmanage- ment von Studierenden der Wirtschaftswissenschaften an deutschen Hochschulen. Dabei wurden insbesondere folgende Aspekte in den Blick genommen:

Recherchevoraussetzungen

Rechercheverhalten

Probleme und Schwierigkeiten bei der Recherche

Anforderungen an Recherche-Tools

Genutzte Datenbanken und Kataloge für die Recherche

Der Ergebnisbericht ist wie folgt gegliedert: Nach der Darstellung der Methodik der Datenerhebung und der Be- schreibung der Stichprobe in Kapitel 1 werden in Kapitel 2 die Ergebnisse zum Rechercheverhalten unter Studieren- den wirtschaftswissenschaftlicher Fächer vorgestellt. Im Einzelnen werden die Rahmenbedingungen zum wissen- schaftlichen Arbeiten dargestellt sowie die eigenständige Recherche in den Blick genommen. Der Bericht schließt mit einer Zusammenfassung und Diskussion der Erkennt- nisse in Kapitel 3.

1 Definiert wird Informationskompetenz laut der American Library Associa­ tion (ALA) wie folgt: „Information literacy is the set of integrated abilities en­ compassing the reflective discovery of information, the understanding of how information is produced and valued, and the use of information in creating new knowledge and participating ethically in communities of learning.“ Vgl. http:// www.ala.org/acrl/standards/ilframework; [Letzter Zugriff: 19.10.2017] 2 Vgl. BMBF (2016): Bildungsoffensive für die digitale Wissensgesellschaft, https://www.bmbf.de/files/Bildungsoffensive_fuer_die_digitale_Wissens­ gesellschaft.pdf [Letzter Zugriff 19.10.2017].

1 Methodik

1 Methodik

1.1 Untersuchungsdesign und Stichprobe

Für die vorliegende Grundlagenstudie zur Informations- kompetenz unter Wirtschaftsstudierenden wurde eine bundesweite Erhebung in Form eines Online-Fragebo- gens durchgeführt. Es handelte sich dabei um strukturier- te Online-Interviews mit zum Teil offenen Antwortmög- lichkeiten inklusive einer konkreten Rechercheaufgabe. Der Fokus der Stichprobenziehung war hierbei eine mög- lichst umfassende Erhebung unter Wirtschaftsstudie- renden an deutschen Universitäten und Fachhochschu- len. Das Sample besteht aus insgesamt 646 vollständigen Interviews. Die Rekrutierung der Studierenden erfolgte dabei über zwei Wege: Zum einen wurden über ein Direkt- modell 336 Studierende direkt via Panel rekrutiert. Zum anderen konnten wir über ein Multiplikatorenmodell 310 weitere Wirtschaftsstudierende gewinnen, an der Befra- gung teilzunehmen. Diese haben über Multiplikatoren die Einladung zur Befragungsteilnahme erhalten. Die Feld- zeit lief vom 2. August 2017 bis zum 10. September 2017.

1.2 Beschreibung der Stichprobe

Das Sample aus insgesamt 646 Befragten setzt sich zu- sammen aus Studierenden an Universitäten (51,9 %), aus Studierenden an staatlichen Fachhochschulen bzw. Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (39,0 %), Studierenden an Privaten (Fach-)Hochschulen (7,4 %) und sonstigen Hochschulen wie Fernhochschulen oder Dualen Hochschulen (1,7 %). Siehe Abbildung 1 zur Her- kunft der Studierenden nach Studienfächern.

Geographisch bildet das Sample gut die Grundgesamtheit der Wirtschaftsstudierenden in Deutschland ab. Jedoch ist Baden-Württemberg leicht übergewichtet, was durch eine erhöhte Response aus dem Multiplikatorenmodell zu erklären ist. Siehe Abbildung 2.

Mit Blick auf den Studienfortschritt setzt sich die vorlie- gende Stichprobe zusammen aus 68,7 % Bachelorstudie- renden, 26,0 % Masterstudierenden, 3,4 % Studierenden, die ein Diplom anstreben und 1,9 % Studierenden, die ein Staatsexamen avisieren. Von allen Befragten sind 37,0 % im ersten bis dritten Semester, 40,7 % im vierten bis sechs- ten Semester und 18,3 % im siebten bis zehnten Semester. 4,0% studieren seit mehr als zehn Semestern. Das heißt, circa zwei Drittel der Befragten sind im fortgeschrittenen Studium. Ein Blick auf das Alter der Befragten ergibt fol- gendes Bild: 40,6% der Interviewten sind unter 22 Jahre alt. 42,3 % befinden sich in einem Alter zwischen 23 und 26 Jahren, 11,8% sind zwischen 27 und 30 Jahre alt und 5,4% sind älter als 31 Jahre. 59,6 % der Befragten sind weiblich und 40,4% männlich.

Abbildung 1: Herkunft der Studierenden nach Studienfächern Anzahl der Befragten in %, Sample n= 646

Betriebswirtschaftslehre (BWL)

Angewandte BWL*

Internationale

Betriebswirtschaftslehre

Volkswirtschaftslehre / 

International Economics

Wirtschaftsinformatik / Wirtschafts-

mathematik / Wirtschaftsstatistik

Wirtschaftsingenieurwesen

Wirtschaftswissenschaften

Interdisziplinäre

Wirtschaftswissenschaften**

Sonstige wirtschafts- wissenschaftliche Fächer

20,3

17,3

4,5Sonstige wirtschafts- wissenschaftliche Fächer 20,3 17,3 11,3 9,6 16,3 12,2 7,1 1,4 * Business Management,

11,3wirtschafts- wissenschaftliche Fächer 20,3 17,3 4,5 9,6 16,3 12,2 7,1 1,4 * Business Management, Internationales

9,6wirtschafts- wissenschaftliche Fächer 20,3 17,3 4,5 11,3 16,3 12,2 7,1 1,4 * Business Management, Internationales

16,3

12,2wissenschaftliche Fächer 20,3 17,3 4,5 11,3 9,6 16,3 7,1 1,4 * Business Management, Internationales Management,

7,1wissenschaftliche Fächer 20,3 17,3 4,5 11,3 9,6 16,3 12,2 1,4 * Business Management, Internationales Management,

1,4Fächer 20,3 17,3 4,5 11,3 9,6 16,3 12,2 7,1 * Business Management, Internationales Management,

* Business Management, Internationales Management, Marketing-, Verwaltungs-, Finanz-, Sozial- management u. ä. ** Wirtschaftsrecht, Wirtschaftspsychologie, Wirt- schaftspädagogik, Wirtschaftssoziologie, Wirtschafts- chemie usw.

Abbildung 2: Herkunft der Studierenden nach Bundesland Anzahl der Befragten in %, Sample n= 646

Baden-Württemberg

Bayern

Berlin

Brandenburg

Bremen

Hamburg

Hessen

Mecklenburg-Vorpommern

Niedersachsen

Nordrhein-Westfalen

Rheinland-Pfalz

Saarland

Sachsen

Sachsen-Anhalt

Schleswig-Holstein

Thüringen

Sachsen Sachsen-Anhalt Schleswig-Holstein Thüringen 21,2 9,8 3,3 0,8 1,4 1,1 11,0 0,9 7,6 4,2 0,6 8,8

21,2

9,8 3,3 0,8 1,4 1,1 11,0 0,9 7,6
9,8
3,3
0,8
1,4
1,1
11,0
0,9
7,6
Schleswig-Holstein Thüringen 21,2 9,8 3,3 0,8 1,4 1,1 11,0 0,9 7,6 4,2 0,6 8,8 3,6 1,5
4,2 0,6 8,8 3,6 1,5 5,3
4,2
0,6
8,8
3,6
1,5
5,3

19,0

2 Ergebnisse zum Rechercheverhalten

Im Folgenden bildet der Studienbericht ab, welche Rah- menbedingungen an deutschen Hochschulen das Recher- cheverhalten von Wirtschaftsstudierenden begleiten.

2.1 Rahmenbedingungen für wissenschaftliches Arbeiten

2.1.1 Verwendung von Leitfäden zum wissenschaftlichen Arbeiten

Laut Umfrage bekommt die Mehrheit der Wirtschaftsstu- dierenden von ihrer Hochschule oder ihrem Fachbereich einen Leitfaden zum wissenschaftlichen Arbeiten zur Verfügung gestellt. Ein gutes Drittel jedoch bekommt kei- nen Leitfaden bzw. dieses Drittel weiß nichts von einem Leitfaden zum wissenschaftlichen Arbeiten. Mit Blick auf den Studienfortschritt lässt sich ein leichter Unterschied beobachten zwischen Studienanfänger/inne/n und fort- geschrittenen Studierenden. Siehe Abbildungen 3 – 5.

→ 2 Ergebnisse zum Rechercheverhalten Abbildung 3: Sample: Stichprobe gesamt Sample n=646 26,3% weiß ich
→ 2 Ergebnisse zum Rechercheverhalten
Abbildung 3: Sample: Stichprobe gesamt
Sample n=646
26,3%
weiß ich nicht
64,9 %
Ja
8,8 %
Nein
Abbildung 4: Sample: Stichprobe Studienanfänger/innen Sample n=168 33,0% weiß ich nicht 8,0 % Nein
Abbildung 4: Sample: Stichprobe
Studienanfänger/innen
Sample n=168
33,0%
weiß ich nicht
8,0 %
Nein
Abbildung 5: Sample: Stichprobe Studienfortgeschrittene Sample n=478 24,0 % weiß ich nicht 9,0 % Nein
Abbildung 5: Sample: Stichprobe
Studienfortgeschrittene
Sample n=478
24,0 %
weiß ich nicht
9,0 %
Nein

58,0 %

Ja

67,0 %

Ja

2 Ergebnisse zum Rechercheverhalten

2.1.2 Wesentliche Inhalte von Schulungskursen zur Informationskompetenz

In der vorliegenden Studie zum Rechercheverhalten und zur Informationskompetenz wurden die Wirtschaftsstu- dierenden auch gefragt, welche Aspekte ihnen in Schu- lungskursen zum wissenschaftlichen Arbeiten besonders wichtig sind. Siehe Abbildung 6.

Für knapp 90 % der befragten Wirtschaftsstudierenden ist es demnach sehr wichtig bzw. wichtig, dass sie Unter- stützung bekommen beim richtigen Zitieren. Ungefähr die gleiche Zahl von Studierenden erachtet das Identi- fizieren vertrauenswürdiger Quellen als wichtigen bzw. sehr wichtigen Schulungsinhalt. Als weitere wichtige Bestandteile in Schulungskursen zum wissenschaftli- chen Arbeiten nannten die Befragten Anleitungen für das unterschiedliche Vorgehen bei der Literatursuche über Suchmaschinen und in Datenbanken (77,2 %), Recher- chekniffe in Datenbanken (76,2 %) sowie Informationen über Literaturverwaltungsprogramme (61,4 %). Hier ist also ein großer Bedarf an Schulung und Unterstützung zu konstatieren.

2.1.3 Versorgung von Studierenden mit Literatur bzw. Literaturlisten

Die große Mehrheit der Befragten bekommt häufig oder gelegentlich im Studium fertige Literaturlisten von ihren Dozentinnen und Dozenten bzw. Professor/inn/en, muss demnach nicht immer selbst recherchieren. Hier die Er-

gebnisse im Überblick auf die Frage „Haben Sie von Ihren Dozent/inn/en und Professor/inn/en schon Literaturlis- ten bekommen?“. Siehe Abbildungen 7–12.

Die meisten Studierenden werden von ihren Dozent/inn/en sehr gut mit Literaturlisten bzw. Textsammlungen versorgt, die sie dann nicht eigenständig recherchieren müssen. 82 % der Studierenden gaben an, dass sie häufig oder gelegent- lich Literaturlisten im Rahmen von Lehrveranstaltungen bekommen. Rund die Hälfte der Studierenden (47,7 %) be- kommt regelmäßig derartige Literaturlisten für Seminar- arbeiten oder Referate. Ungefähr ein Drittel (28,3 %) er- hält Listen zur Vorbereitung schriftlicher oder mündlicher (Abschluss-)Prüfungen. Ungefähr ein Drittel aller Master- studierenden (32 %) erhält sogar Literaturlisten für die Ab- schlussarbeit.

Hinzu kommt, dass die befragten Wirtschaftsstudieren- den häufig nicht nur eine Literaturliste ausgehändigt bekommen, zu der sie die Volltexte finden müssen, son- dern auch gleich ganz bequem den kompletten Volltext als Textkopie oder als PDF dazu. 45,0 % der Befragten bekommen gelegentlich vollständige Textsammlungen. 21 % der Befragten gaben beispielsweise an, dass sie sogar häufiger komplette Textsammlungen bekommen, die sie dann nur noch durcharbeiten müssen.

Abbildung 13 (siehe S. 14) zeigt, in welchen Zusammen- hängen Literaturlisten vorgegeben werden, sortiert nach Studienfächern.

Abbildung 6: Angaben über Aspekte, die Wirtschaftsstudierenden in Schulungskursen zum wissenschaftlichen Arbeiten besonders wichtig sind Sample n=646

Informationen über richtiges Zitieren

Vertrauenswürdige Quellen identifizieren

Anleitungen für das unterschiedliche Vorgehen bei der Literatursuche über Suchmaschinen und in Datenbanken

Recherchekniffe in Datenbanken

Informationen über Literaturverwaltungs- programme

Informationen über Literaturverwaltungs- programme sehr wichtig 0% 20% 40% 60% 80% 100% 58,7 27,6 9,0

sehr wichtig

über Literaturverwaltungs- programme sehr wichtig 0% 20% 40% 60% 80% 100% 58,7 27,6 9,0 3,1 53,4
0% 20% 40% 60% 80% 100% 58,7 27,6 9,0 3,1 53,4 32,2 11,5 34,2 43,0
0%
20%
40%
60%
80%
100%
58,7
27,6
9,0
3,1
53,4
32,2
11,5
34,2
43,0
17,8
2,8
36,4
39,8
17,3
3,6
27,4
37,0
28,0
4,0
eher wichtig
eher unwichtig
völlig unwichtig
weiß nicht
1,4
2,93,6
1,52,2
1,6

Abbildung 7: Versorgung mit fertigen Literaturlisten Sample Gesamt (n=646)

15 %

mit fertigen Literaturlisten Sample Gesamt (n=646) 15 % Nein, (noch) gar nicht 32 % ja, 1–2 mal

Nein, (noch)

gar nicht

32 %

ja, 1–2 mal

53 %

Ja, schon

häufiger

Abbildung 9: Versorgung mit fertigen Literaturlisten Sample Studienfortgeschrittene (n=478)

14 %

Sample Studienfortgeschrittene (n=478) 14 % Nein, (noch) gar nicht 31  % ja, 1–2 mal 55 % Ja,

Nein, (noch)

gar nicht

31  %

ja, 1–2 mal

55 %

Ja, schon

häufiger

Abbildung 11: Versorgung mit fertigen Literaturlisten Sample Studierende an Fachhochschulen (=253)

Sample Studierende an Fachhochschulen (=253) 13 % Nein, (noch) gar nicht 30 % ja, 1–2 mal 57

13 %

Nein, (noch)

gar nicht

30 %

ja, 1–2 mal

57 %

Ja, schon

häufiger

2 Ergebnisse zum Rechercheverhalten

Abbildung 8: Versorgung mit fertigen Literaturlisten Sample Studienanfänger/innen (n=168)

18 %

Literaturlisten Sample Studienanfänger/innen (n=168) 18 % Nein, (noch) gar nicht 33 % ja, 1–2 mal 49

Nein, (noch)

gar nicht

33 %

ja, 1–2 mal

49 %

Ja, schon

häufiger

Abbildung 10: Versorgung mit fertigen Literaturlisten Sample Studierende an Universitäten (n=335)

15 %

Sample Studierende an Universitäten (n=335) 15 % Nein, (noch) gar nicht 33 % ja, 1–2 mal

Nein, (noch)

gar nicht

33 %

ja, 1–2 mal

53 %

Ja, schon

häufiger

Abbildung 12: Versorgung mit fertigen Literaturlisten Sample Studierende an privaten Hochschulen (n=58)

Sample Studierende an privaten Hochschulen (n=58) 22 % Nein, (noch) gar nicht 34 % ja, 1–2

22 %

Nein, (noch)

gar nicht

34 %

ja, 1–2 mal

43 %

Ja, schon

häufiger

2 Ergebnisse zum Rechercheverhalten

2.2 Die eigenständige Recherche

2.2.1 Die Häufigkeit der eigenständigen Recherche im wirtschaftswissenschaftlichen Studium

Auch wenn es im ersten Eindruck so aussieht als spielte die Recherche nach wissenschaftlicher Literatur gar kei- ne Rolle mehr, muss die große Mehrheit der Studierenden durchaus auch eigenständig recherchieren, d. h. ohne kon- krete Titelvorgabe. Über die Hälfte der Befragten (52,5 %) musste schon häufiger eigenständig Literatur für ein The- ma recherchieren, 28,8 % gelegentlich, d. h. ein bis zwei Mal. Nur circa ein Fünftel (18,7 %) haben bislang noch gar nicht selbstständig recherchiert. In den Abbildungen 14 und 15 sind die Ergebnisse abgebildet für die unterschied- lichen Hochschultypen und Studienabschnitte.

2.2.2 Anlässe für die eigenständige Recherche

Bei der eigenständigen Recherche suchen die befragten Wirtschaftsstudierenden primär im Zusammenhang der

Vorbereitung auf Seminararbeiten und Referate (81,3 %). Andere Anlässe sind die Recherche für Lehrveranstaltun- gen (47,2 %) sowie die Vorbereitung von mündlichen und schriftlichen Prüfungen (38,5 %). Betrachtet man nur die Masterstudierenden, so recherchieren von ihnen 86 % für Seminararbeiten oder Referate, 44 % für Lehrveranstal- tungen, 43 % für Prüfungen und im Unterschied zur Ge- samtstichprobe 84 % für die Abschlussarbeit eigenstän- dig. Siehe Abbildung 16.

Hochschultypen

hinterlässt ein relativ homogenes Bild. Siehe Abbildung 17.

Der

Vergleich

der

unterschiedlichen

2.2.3 Online­Tools für die eigenständige Recherche

Die sechs häufigsten Anlaufpunkte für die Recherche nach wirtschaftswissenschaftlicher Literatur sind für die Studie-

Abbildung 13: Übersicht darüber, in welchen Zusammenhängen Literaturlisten vorgegeben werden, sortiert nach Studienfächern Sample n=551

im Zusammenhang mit Lehrveranstaltungen

BWL / Internationale BWLSample n=551 im Zusammenhang mit Lehrveranstaltungen Angewandte BWL / Wirtschaftsingenieurwesen VWL

Angewandte BWL / Wirtschaftsingenieurwesenmit Lehrveranstaltungen BWL / Internationale BWL VWL Wirtschaftswissenschaften Interdisziplinäre

VWLBWL Angewandte BWL / Wirtschaftsingenieurwesen Wirtschaftswissenschaften Interdisziplinäre

WirtschaftswissenschaftenBWL Angewandte BWL / Wirtschaftsingenieurwesen VWL Interdisziplinäre Wirtschaftswissenschaften

Interdisziplinäre WirtschaftswissenschaftenVWL Wirtschaftswissenschaften Wirtschaftsinformatik / Wirtschaftsmathematik/

Wirtschaftsinformatik / Wirtschaftsmathematik/Interdisziplinäre Wirtschaftswissenschaften Wirtschaftsstatistik 86 81 83 80 83 73 im Zusammenhang mit

Wirtschaftsstatistik

86

81 83 80 83 73
81
83 80 83
73

im Zusammenhang mit Seminararbeiten

oder Referaten

im Zusammenhang mit

60 schriftlichen oder mündlichen
59

(Abschluss­)Prüfungen

56 45 42 43
56
45
42 43

im Zusammenhang mit Bachelor­ oder Master­

25 19 16 13 12 11
25
19
16
13
12
11

32

29

33 (Diplom­)Arbeit

23

35

13
13

2 Ergebnisse zum Rechercheverhalten

Abbildung 14: Der Anteil der Wirtschaftsstudie- renden, die im Rahmen ihres Studiums eigenstän- dig nach Fachliteratur suchen müssen, sortiert nach Hochschultyp Sample n=646

Muss gar nicht eigenständig recherchieren

Muss gelegentlich eigenständig recherchieren

Muss häufiger eigenständig recherchieren

12 % 18 % 20 % 29 % 26 % 31 %
12 %
18 %
20 %
29 %
26 %
31 %
recherchieren 12 % 18 % 20 % 29 % 26 % 31 % 59 % 56 % 49 % Private Hochschule
recherchieren 12 % 18 % 20 % 29 % 26 % 31 % 59 % 56 % 49 % Private Hochschule
recherchieren 12 % 18 % 20 % 29 % 26 % 31 % 59 % 56 % 49 % Private Hochschule

59 %

56 %

49 %

Private Hochschule18 % 20 % 29 % 26 % 31 % 59 % 56 % 49 % Fachhochschule / Hochschule für Angewandte

Fachhochschule / Hochschule für Angewandte Wissenschaften26 % 31 % 59 % 56 % 49 % Private Hochschule Universität Abbildung 15: Der Anteil der

Universitätfür Angewandte Wissenschaften Abbildung 15: Der Anteil der Wirtschaftsstudieren- den, die

Abbildung 15: Der Anteil der Wirtschaftsstudieren- den, die im Rahmen ihres Studiums eigenständig nach Fachliteratur suchen müssen, sortiert nach Studienabschnitt Sample n=646

Muss gar nicht eigenständig recherchieren

Muss gelegentlich eigenständig recherchieren

Muss häufiger eigenständig recherchieren

Master / Diplomrecherchieren Muss häufiger eigenständig recherchieren Bachelor 25 % 24 % 31 % 44 % 72 % Abbildung 16:

Bachelorhäufiger eigenständig recherchieren Master / Diplom 25 % 24 % 31 % 44 % 72 % Abbildung 16: Anlässe

25 % 24 % 31 %
25 %
24 %
31 %

44 %Master / Diplom Bachelor 25 % 24 % 31 % 72 % Abbildung 16: Anlässe für die eigenständige

72 %

Abbildung 16: Anlässe für die eigenständige Recher- che nach wirtschaftswissenschaftlicher Literatur Sample n=525

Abbildung 17: Anlässe für die eigenständige Recher- che nach wirtschaftswissenschaftlicher Literatur, nach Hochschultyp Sample n=525

Recherche für Seminar- arbeiten oder Referate

Recherche für

Lehrveranstaltungen

Recherche für

mündliche / schrift-

liche Prüfungen

Recherche für mündliche / schrift- liche Prüfungen 81,3 %   Recherche für Seminararbeiten

81,3 %

 

Recherche für

Seminararbeiten

 

47,2 %

oder Referate

38,5 % Recherche für Lehr- veranstaltungen

38,5 %

Recherche für Lehr- veranstaltungen

 

Recherche für

Bachelor-, Master-

oder Diplomarbeiten

Recherche für münd- liche/schriftliche Prüfungen

0 % 20% 40% 60 % 80 % 100%
0 %
20%
40%
60 %
80 %
100%

UniversitätPrüfungen 0 % 20% 40% 60 % 80 % 100% Fachhochschule / Hochschule für Angewandte

Fachhochschule / Hochschule für Angewandte Wissenschaftenliche/schriftliche Prüfungen 0 % 20% 40% 60 % 80 % 100% Universität Private (Fach-)Hochschule / Sonstige 15

Private (Fach-)Hochschule / SonstigePrüfungen 0 % 20% 40% 60 % 80 % 100% Universität Fachhochschule / Hochschule für Angewandte Wissenschaften 15

2 Ergebnisse zum Rechercheverhalten

renden Google, Google Scholar, WISO, EBSCO, JSTOR und EconBiz. Siehe Abbildung 18.

Ein Vergleich des Verhaltens der Studierenden an unter- schiedlichen Hochschultypen zeigt auf, dass Wirtschafts- studierende an Universitäten in der Intensität der Nut- zung bei nahezu allen genutzten Online-Recherchetools über den Werten liegen, die für Studierende an Fachhoch- schulen / Hochschulen für Angewandte Wissenschaften und Privaten Hochschulen liegen. Siehe Abbildung 19.

Abbildung 18: Nutzungshäufigkeit Recherchequellen Sample n=525 100 % 2,3 4,2 20,2 24,4 35,2 80% 14,5
Abbildung 18: Nutzungshäufigkeit Recherchequellen
Sample n=525
100 %
2,3
4,2
20,2
24,4
35,2
80%
14,5
60,2
56,2
58,9
59,6
60,4
58,9
66,1
70,1
60%
24,8
22,1
40%
69,1
17,0
20,4
15,0
18,7
18,7
27,8
19,0
20,2
17,0
20%
40,6
13,5
14,5
14,5
16,6
18,1
16,0
10,1
14,9
10,5
11,2
9,7
7,2
6,9
4,6
4,4
3,6
2,5
0%
Google
Google
WISO
EBSCO
JSTOR
EconBiz
Science
SSRN
SSCI
EconLit
RePEc
Scholar
Direct
nutze ich häufig
Nutze ich manchmal
Bislang noch nie genutzt
Kenne ich gar nicht
Abbildung 19: Nutzung von Recherchewerkzeugen von Studierenden an unterschiedlichen Hochschultypen Sample n=525 100 %
Abbildung 19: Nutzung von Recherchewerkzeugen von
Studierenden an unterschiedlichen Hochschultypen
Sample n=525
100 %
90 %
80%
70 %
60%
50%
40%
30%
20%
10 %
0 %
Google
Google Scholar
WISO
EBSCO
JSTOR
EconBiz

Private Hochschule0 % Google Google Scholar WISO EBSCO JSTOR EconBiz Fachhochschule / Hochschule für Angewandte

Fachhochschule / Hochschule für Angewandte Wissenschaften50% 40% 30% 20% 10 % 0 % Google Google Scholar WISO EBSCO JSTOR EconBiz Private Hochschule

UniversitätScholar WISO EBSCO JSTOR EconBiz Private Hochschule Fachhochschule / Hochschule für Angewandte Wissenschaften 16

2.2.4 Probleme bei der eigenständigen Recherche

Die vorliegende Studie „Informationskompetenz bei Stu- dierenden der Wirtschaftswissenschaften“ hat auch die Probleme in den Blick genommen, die bei der Recher- che von Fachinformationen bei Studierenden der Wirt- schaftswissenschaften auftreten. Das größte Problem für rund zwei Drittel der Studierenden ist es, an den Volltext zu kommen. Ungefähr die Hälfte hat Schwierigkeiten da- bei, treffsichere Suchbegriffe zu finden und die Treffer- relevanz zu beurteilen. Hier die Ergebnisse im Überblick:

Siehe Abbildung 20.

Betrachtet man Studienanfänger/innen und Studienfort- geschrittene, fällt keine Verbesserung bei der Problem- einschätzung auf. Über 60 % der fortgeschrittenen Stu- dierenden finden es schwer, an den Volltext zu gelangen, rund die Hälfte erachtet es als mühsam, passende Such- begriffe zu finden, 43 % der Fortgeschrittenen und 45 % der Anfänger/innen (1. bis 3. Semester) fühlen sich beim Recherchieren unsicher. Die einzige Verbesserung ist zu konstatieren bei der Beurteilung der Trefferrelevanz. Während es bei den Studienbeginner/inne/n noch 64 % schwierig finden, zu beurteilen, ob ein Suchergebnis für die eigene Arbeit relevant ist oder nicht, sind es bei den Studienfortgeschrittenen aber immerhin noch 50 %.

2 Ergebnisse zum Rechercheverhalten

Unterschiede sind auch festzuhalten zwischen den Stu- dierenden unterschiedlicher wirtschaftswissenschaftli- cher Fächer. Während unter den VWL-Studierenden 52 % angeben, dass sie Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Volltexten haben, sind es bei den Personen, die Ange- wandte BWL oder allgemein Wirtschaftswissenschaften studieren, fast 70 %. Auch bei der Aufgabe, passende Such- begriffe für die Recherche zu finden, geben die VWL-Stu- dierenden nur mit 41 % an, Probleme zu haben gegenüber 52 % der Studierenden der Fächer Wirtschaftsinformatik / Wirtschaftsmathematik und Wirtschaftsstatistik. Deut- lich auseinander gehen auch die Angaben zu dem Problem der Einschätzung der Trefferrelevanz. Hier haben die interdisziplinären Wirtschafts-Studierenden mit 51 % verglichen mit den Studierenden der Wirtschaftswissen- schaften allgemein (57 %) die wenigsten Schwierigkei- ten. Bei der Aussage „Beim Recherchieren fühle ich mich unsicher“ gibt es kaum fächerspezifische Unterschiede. Hier unterscheiden sich die VWL-Studierenden mit 38 % nur geringfügig von den Studierenden der Wirtschafts- wissenschaften allgemein mit 48 %. Siehe Abbildungen 21 und 22 auf Seite 18.

Abbildung 20: Übersicht über Probleme, die bei der Recherche wissenschaftlicher Fachliteratur bei Studierenden der Wirtschaftswissenschaften entstehen (bundesweit) Sample n=646

schwierig, an den Online-Volltext oder den gedruckten Artikel zu gelangen

mühsam, passende Suchbegriffe für gute Ergebnisse zu finden

schwer zu beurteilen, ob ein Treffer relevant ist oder nicht

beim Recherchieren fühle ich mich eher unsicher

oder nicht beim Recherchieren fühle ich mich eher unsicher s t i m m e v

stimme voll und ganz zu

t i m m e v o l l u n d g a n z

0%

20%

 

40%

60%

 

80%

100%

 

22,3

   

40,1

   

28,9

 

8,7

12,4

   

41,2

     

38,1

 

8,3

14,2

   

34,4

   

43,2

 

8,2

12,1

   

31,4

     

44,4

 

12,1

stimme eher zu

 
stimme eher zu   stimme eher nicht zu stimme überhaupt nicht zu  

stimme eher nicht zu

stimme eher zu   stimme eher nicht zu stimme überhaupt nicht zu  

stimme überhaupt nicht zu

 

3 Zusammenfassung und Diskussion

Abbildung 21: Übersicht über Probleme, die bei der Recherche wissenschaftlicher Fachliteratur bei Studierenden der Wirtschaftswissenschaften entstehen, sortiert nach Studienfortschritt Sample Studienanfänger / innen (n=168), Studienfortgeschrittene (n=478)

 

0

%

20%

schwierig, an On-

   

line-Volltext / ge-

druckten Artikel

zu gelangen

mühsam, passende Suchbegriffe für gute Ergebnisse zu finden

schwer zu beurtei- len, ob ein Treffer relevant ist oder nicht

beim Recherchieren fühle ich mich eher unsicher

40%

80 %

100%

Beginner/innen (1. bis 3. Semester, Bachelor / Diplom)Recherchieren fühle ich mich eher unsicher 40% 80 % 100% Fortgeschrittene Abbildung 22: Übersicht über Probleme,

FortgeschritteneBeginner/innen (1. bis 3. Semester, Bachelor / Diplom) Abbildung 22: Übersicht über Probleme, die bei der

Abbildung 22: Übersicht über Probleme, die bei der Recherche wissenschaftlicher Fachliteratur bei Studierenden der Wirtschaftswissenschaften entstehen, sortiert nach Fächern Sample n=646

schwierig, an On-

line-Volltext / ge-

druckten Artikel

zu gelangen

mühsam, passende Suchbegriffe für gute Ergebnisse zu finden

schwer zu beurtei- len, ob ein Treffer relevant ist oder nicht

beim Recherchieren fühle ich mich eher unsicher

0 %

20%

40% 60 %
40%
60 %

BWL / Internationale BWL

Angewandte BWL / Wirtschaftsingenieurwesen

VWL

Wirtschaftswissenschaften

Interdisziplinäre Wirtschaftswissenschaften

Wirtschaftsinformatik / Wirtschaftsmathematik/

Wirtschaftsstatistik

80 %

100%

3 Zusammenfassung und Diskussion

Die vorliegende Studie „Informationskompetenz bei Stu- dierenden der Wirtschaftswissenschaften“ legt nahe, dass im Studium das wissenschaftliche Arbeiten, insbesondere die Evaluierung von Information, noch intensiver geschult werden sollte. Des Weiteren sollten legale Wege zum Voll- text aufgezeigt werden. Auch wenn vielen Studierenden ein Leitfaden an die Hand gegeben wird, ist bei der selbststän- digen Recherche die Unsicherheit noch sehr groß.

Auch sollte kritisch überlegt werden, wie Studierende be- züglich Informationskompetenz besser gefordert und ge- fördert werden, insbesondere angesichts der Tatsache, dass den Studierenden in vielen Fällen vollständige Textsamm- lungen sehr bequem angereicht werden, dies nicht nur für Lehrveranstaltungen, sondern auch für Seminararbeiten, Referate sowie die Bachelor- und Masterarbeit.

Die Reaktion auf mangelnde Recherchekompetenz kann – auch in Zeiten enger Stundenpläne – nicht sein, dass Studierende immer weniger selbst recherchieren müssen. Studierende sollten im Gegenteil stärker dazu aufgefor- dert und angeleitet werden, Informationen selbst zu fin- den und vor allem Wissenschaftlichkeit, Verlässlichkeit und Relevanz selbst einschätzen zu können. Die lokalen Strukturen sind von Hochschule zu Hochschule unter- schiedlich, aber an vielen Stellen werden bereits Syner- gieeffekte bei einer Zusammenarbeit von Fakultäten und Bibliotheken erfolgreich genutzt.

4 Literaturverzeichnis

Adams, J. / Bonk, S. (1995): Electronic Information Technologies and Resources: Use by University Faculty and Faculty Preferences for Related Library Services. In:

College & Research Librar-ies, 56, H. 2, S. 119 – 131.

Banwell, L. / Gannon-Leary, P. (2000): Jubilee: Moni- toring User Information Behavior in the Electronic Age. In: OCLC Systems & Services, 16, H. 4, S. 189 – 193.

Bundesministeriums für Bildung und Forschung (2016): Bildungsoffensive für die digitale Wissensgesell- schaft. Strategie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. URL: https://www.bmbf.de/files/Bil- dungsoffensive_fuer_die_digitale_Wissensgesellschaft. pdf (Letzter Zugriff 19.10.2017)

Cmor, D. / Lippold, K. (2001): Surfing vs. searching: The Web as a research tool. Paper presented at the 21st Annu- al Conference of the Society for Teaching and Learning in Higher Education, June 14 – 16, Newfoundland.

El-Menouar, Y. / Husic, M. / Nitzsche, J. (2000): Bedarf und Nutzung medizinischer Information und Literatur:

Ergebnisse einer explorativen Studie an einem deutschen Universitätsklinikum, Deutsche Zentralbibliothek für Me- dizin, Köln.

Griffiths, J. (2005): Student searching behavior and the web: Use of academic resources and Google. In: Library Trends, 22, H. 3, S. 539 – 554.

Harrison, M.K. / Hughes, F. (2001): Supporting Resear- chers’ Information Needs: The Experience of the Man- chester Metropolitan University. In: The New Review of Academic Librarianship 7, S. 67 – 86.

Harter, S. / Kim, H. (1997): Electronic Journals and Scho- larly Communication: A Citation and Reference Study. In: The Journal of Electronic Publishing, 3, H. 2. DOI:

http://dx.doi.org/10.3998/3336451.0003.212 (Letzter Zugriff 19.10.2017)

Herring, S. (2002): Use of Electronic Resources in Scho- larly Electronic Journals: A Citation Analysis. In: College & Research Libraries, 63, H. 4, S. 334 – 340.

Hiller, S. (2002): How Different Are They? A Comparison By Academic Area Of Library Use, Priorities, and Informa- tion Needs at the University of Washington. In: Issues in Science and Technology Librarianship, 33. URL: http://www.istl.org/02-winter/article1.html (LetzterZugriff: 17.10.2017)

4 Literaturverzeichnis

Johnson, F. / Griffiths, J. R. / Hartley, R.J. (2003):

Task dimensions of user evaluations of information retrieval systems. In: Information Research, 8, H.4. URL: http://informationr.net/ir/8-4/paper157.html (Letzter Zugriff 17.10.2017)

Klatt, R. / Gavriilidis, K./Kleinsimlinghaus, K. / Feld- mann, M. (2001): Nutzung elektronischer wissenschaft- licher Information in der Hochschulausbildung: Barrieren und Potenziale der innovativen Mediennutzung im Lern- alltag der Hochschulen. Kurzfassung. Eine Studie im Auf- trag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung:

Sozialforschungsstelle Dortmund. Studie für das BMBF – Endbericht.

Kultusministerkonferenz (2016): Bildung in der digi- talen Welt. Strategie der Kultusministerkonferenz. URL:

https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/pdf/PresseUn-

dAktuelles/2016/Bildung_digitale_Welt_Webversion.pdf

(Zugriff 17.10.2017)

Williams, P. / Rowlands, I. (2007): Information Behavi- or of the Researcher of the Future: The Literature on Young People and Their Information Behavior. Hrsg. von British Library; Joint Information Systems Committee. URL:

http://citeseerx.ist.psu.edu/viewdoc/download?doi=10.1.1.

643.8970&rep=rep1&type=pdf (Letzter Zugriff 19.10.2017)

5 Anhang

Für die Umfrage wurde folgender Fragebogen verwendet:

…………………………………………………………………………………………………………………

Rechercheverhalten und Informationsmanagement von Studierenden der Wirtschaftswissen- schaften

[TEASER]

Die wichtigste neue Währung der Welt? Information!

Gerade im Rahmen eines wissenschaftlichen Studiums gilt: Welche Literatur, welche Informationen sind wirklich relevant, wie finde ich sie einfach und ver- lässlich?

Ob Sie am Anfang Ihres Studiums stehen, oder sich als Profi bezeichnen könn- ten, Informationskompetenz nimmt in ihrer Bedeutung immer mehr zu.

Wie arbeiten Sie persönlich und was könnte/ sollte man tun, um Sie in Ihrer Ar- beit noch effektiver zu unterstützen.

Nehmen Sie sich bitte ein paar Minuten Zeit für diese Umfrage – optimierte Re- chercheangebote nutzen auch Ihnen.

Danke und los geht’s!

Vorab ein paar kurze Fragen zu Ihnen bzw. Ihrem Studium

1. In welchem Studiengang befinden Sie sich?

¨ Bachelor

¨ Master

¨ Diplom

¨ PhD/ Promotion è ABBRUCH

¨ Sonstigen und zwar [NOTIEREN] …………………………………….

2. In welchem Fach bzw. in welcher Fachrichtung sind Sie überwiegend im Studium aktiv?

¨ Betriebswirtschaftslehre / BWL

¨ Angewandte BWL (z.B. Business- & internationales Management, Finanzmanagement (Bank-, Finanz-, Rechnungs-, Steuerwesen), Gesundheits-/Sozialmanagement, Immobilien-/Facility-Management, Kultur-/Event- Management, Logistik, Marketing-Management, Medien-/Kommunikations-Management, Personal-Management, Tourismusmanagement …etc.)

¨ Internationale Betriebswirtschaftslehre

¨ Volkswirtschaftslehre / Economics / International Economics

¨ Wirtschaftsinformatik / Wirtschaftsmathematik / Wirtschaftsstatistik

¨ Wirtschaftsingenieurwesen

¨ Wirtschaftswissenschaften (Kombination aus BWL / VWL)

¨ Interdisziplinäre Wirtschaftswissenschaften (Wirtschaftsrecht; Wirtschaftspsychologie, Wirt- schaftspädagogik, Wirtschaftssoziologie, Wirtschaftschemie, Wirtschaftsethik, Wirtschaftsgeographie, Wirtschafts- geschichte, Wirtschaftsphilosophie, Verkehrswirtschaftslehre etc.)

¨ Sonstige wirtschaftswissenschaftliche Fächer [NOTIEREN] …………………………………….

¨ Ich studiere etwas anderes (nichts mit Wirtschaftswissenschaften) è ABBRUCH

3. Seit wie vielen Semestern studieren Sie dieses Fach?

¨ 1 bis 3

¨ 4 bis 6

¨ 7 bis 10

¨ länger als 10 Semester

4. An welchem Hochschultyp studieren Sie?

¨ Universität

¨ Fachhochschule / Hochschule für angewandte Wissenschaften (staatl.)

¨ Private (Fach-)Hochschule

¨ Sonstiges [NOTIEREN] …………………………………….

5. Sie sind

¨ männlich

¨ weiblich

6. Ihr Alter

[

]

Jahre alt

7. In welchem Bundesland studieren Sie?

¨ Baden-Württemberg

¨ Bayern

¨ Berlin

¨ Brandenburg

¨ Bremen

¨ Hamburg

¨ Hessen

¨ Mecklenburg-Vorpommern

¨ Niedersachsen

¨ Nordrhein-Westfalen

¨ Rheinland-Pfalz

¨ Saarland

¨ Sachsen

¨ Sachsen-Anhalt

¨ Schleswig-Holstein

¨ Thüringen

Jetzt zu Ihrem Recherchebedarf für das Studium.

8. Gibt es an Ihrer Uni/Hochschuleinrichtung oder Ihrem Fachbereich einen Leitfaden zum wissenschaftlichen Arbeiten?

¨ Ja

¨ Nein

¨ Weiß ich nicht

9.

Wie wichtig sind Ihnen in Schulungs-Kursen zum „wissenschaftlichen Arbeiten mit Fach- Literatur“ folgende Aspekte?

sehr

eher

eher un-

ganz un-

wichtig

wichtig

wichtig

wichtig

Anleitungen für das unterschiedliche Vorgehen bei der Litera- tur-Suche über Suchmaschinen und in Datenbanken

¨

¨

¨

¨

Recherchekniffe in Datenbanken (z.B. wie Recherchebegriffe kombiniert werden können, wie sie abgekürzt werden können; wie man Synonyme findet etc.)

¨

¨

¨

¨

Vertrauenswürdige Quellen identifizieren

¨

¨

¨

¨

Informationen über Literaturverwaltungsprogramme

¨

¨

¨

¨

Informationen über richtiges Zitieren

¨

¨

¨

¨

10.a Haben Sie von Ihren Dozent/inn/en und Professor/inn/en schon Literatur-Listen bekom- men? (z.B. zur Vorbereitung von Lehrveranstaltungen, Prüfungen, Seminararbeiten)

¨ Ja, schon häufiger

¨ Ja, 1-2 mal (ab und zu)

¨ Nein, (noch) gar nicht à WEITER FR. 11

[WENN FR. 10a „JA, LITERATUR-LISTEN BEKOMMEN“] 10b. In welchen Zusammenhängen haben Sie Literatur-Listen vorgegeben bekommen? [Mehr- fachantworten möglich]

¨ Lehrveranstaltung vor-/nachbereiten

¨ Seminararbeit oder Referat anfertigen

¨ Schriftliche oder mündliche (Abschluss-)Prüfung anfertigen

¨ Bachelor- oder Masterarbeit anfertigen

[AN ALLE]

11. Bekommen Sie von Ihren Dozierenden die benötigte Literatur als Volltext bzw. komplette Textsammlung zur Verfügung gestellt? (z.B. Text-Kopien bzw. PDFs)

¨ Ja, schon häufiger

¨ Ja, 1-2 mal (ab und zu)

¨ Nein, (noch) gar nicht

[AN ALLE] 12a. Mussten Sie schon einmal im Rahmen Ihres Studiums eigenständig - ohne konkrete Titel- Vorgaben - nach wirtschaftswissenschaftlicher Literatur oder anderen Fachinformationen suchen?

¨ Ja, schon häufiger

¨ Ja, 1-2 mal (ab und zu)

¨ Nein, (noch) gar nicht à WEITER FR. 13

Bericht_Informationskompetenz bei Wirtschaftsstudierenden_2017_010.docx/ 27.10.2017 / sf / Seite 21

[WENN FR. 11a „JA, SELBSTÄNDIG RECHERCHIERT] 12b. In welchen Zusammenhängen haben Sie eigenständig wirtschaftswissenschaftliche Lite- ratur / Fach-Informationen recherchiert? [Mehrfachantworten möglich]

¨ Lehrveranstaltung vor-/nachbereiten

¨ Seminararbeit oder Referat anfertigen

¨ Schriftliche oder mündliche (Abschluss-)Prüfung vorbereiten/anfertigen

¨ Bachelor- oder Masterarbeit anfertigen

[AN ALLE]

13. Wenn Sie an Probleme denken, die bei der Recherche auftreten können, in welchem Maße

würden Sie persönlich den folgenden Aussagen zustimmen?

Sollten Sie mit Recherchen bislang wenig Erfahrung haben, vermuten Sie einfach, was Ihnen mehr oder weniger schwierig erscheint.

 

stimme

stimme

 

stimme voll und ganz zu

stimme

eher zu

eher nicht

zu

überhaupt

nicht zu

Beim Recherchieren fühle ich mich eher unsicher.

¨

¨

¨

¨

Es ist für mich eher mühsam, passende Suchbe- griffe für gute Ergebnisse zu finden.

¨

¨

¨

¨

Es ist für mich eher schwer zu beurteilen, ob ein Treffer relevant ist oder nicht.

¨

¨

¨

¨

 

¨

¨

¨

¨

Es erscheint mir eher schwierig, an den Online- Volltext oder den gedruckten Artikel zu gelangen.

Online- Volltext oder den gedruckten Artikel zu gelangen. [WENN FR. 12a „JA, SELBSTÄNDIG RECHERCHIERT] Jetzt

[WENN FR. 12a „JA, SELBSTÄNDIG RECHERCHIERT] Jetzt interessiert, welche Datenbanken bzw. Recherchequellen Sie benutzen.

 

14.

Welche Recherchequellen nutzen Sie am häufigsten? Nennen Sie 1-2, dort wo Sie wirtschaftswissenschaftliche Literatur/-Infos zumeist suchen.

 

[

]

[

]

[WENN FR. 12a „JA, SELBSTÄNDIG RECHERCHIERT]

 

15.

Wie häufig nutzen Sie die folgenden Quellen?

häufig

manchmal

(noch)

kenne ich

nie

gar nicht

EBSCO (z.B. Business Source Premier o.ä.)

¨

¨

¨

¨

EconBiz

¨

¨

¨

¨

WISO

¨

¨

¨

¨

 

häufig

manchmal

(noch)

kenne ich

nie

gar nicht

JSTOR

¨

¨

¨

¨

RePEc

¨

¨

¨

¨

Web of Science / Social Sciences Citation Index (SSCI)

¨

¨

¨

¨

Social Science Research Network (SSRN)

¨

¨

¨

¨

EconLit

¨

¨

¨

¨

ScienceDirect

¨

¨

¨

¨

Google

¨

¨

¨

¨

Google Scholar

¨

¨

¨

¨

[WENN BEI FR, 15 „ECONBIZ “HÄUFIG oder MANCHMAL oder NIE“ GENUTZT]

16. Wissen Sie, welche Institution EconBiz zur Verfügung stellt?

¨ Ja, à nämlich [NOTIEREN] [

¨ Nein

]

Nun zu Ihren Wünschen zur Darstellung der Trefferliste.

[AN ALLE]

17. Eine Trefferliste wird ja üblicherweise nach Relevanz sortiert. Dabei können unterschiedli- che Kriterien die Relevanzreihenfolge der Treffer bestimmen. Welche zwei Kriterien sind Ihnen am wichtigsten?

¨ Treffer, bei denen Ihre Suchbegriffe im Titel, in Keywords oder im Abstract (der Zusammen- fassung) vorkommen, stehen oben.

¨ Aktuelle Treffer stehen oben.

¨ Häufig geklickte Treffer stehen oben.

¨ Häufig zitierte Treffer stehen oben.

¨ Treffer von Autor/inn/en mit hoher Reputation stehen oben.

¨ Treffer aus wichtigen Zeitschriften, Verlagen und Institutionen stehen oben.

¨ Sonstiges

[AN ALLE]

18. Es kann ja die Möglichkeit geben, umfangreiche Trefferlisten nachträglich zu filtern und somit die Ergebnisse zu reduzieren. Welche drei Kriterien sind Ihnen am wichtigsten (um nur bestimmte Treffer anzuzeigen)?

¨ Nur Lehrbücher/Einführungsliteratur

¨ Nur „Peer-Reviewed“ Journals

¨ Nur hochgerankte Zeitschriften

¨ Nur Treffer, die mit normiertem Vokabular beschrieben wurden (z. B. mit dem Standard- Thesaurus Wirtschaft)

¨ Publikationsdatum / Erscheinungsjahr

¨ Sprache

¨ Art der Publikation (Buch, Aufsatz, Workingpaper etc.)

¨ Fachsystematiken (BWL, VWL, Wirtschaftszweige, Länder)

¨ Sonstiges

[AN ALLE]

19. Bitte beurteilen Sie folgende Service-Funktionen, die Datenbanken anbieten könnten, um

die Suche nach den richtigen Informationen zu vereinfachen. Einige davon werden schon angeboten, andere noch nicht. Wie interessant und nützlich ist jede davon für Sie persönlich?

sehr gut;

würde ich

auf jeden

Fall nutzen

uninteressant;

würde ich

nicht nutzen

weiß

nicht

/

egal

Personalisierungsfunktion (In einem persönlichen, passwortgeschütz- ten Bereich der Datenbank können Sie z.B. bisherige Suchanfragen, erfolgreiche Suchergebnisse, Favoriten etc. abspeichern.)

Nachträgliche Filterfunktion von Trefferlisten nach bestimmten Krite- rien (z. B. Schlagwörter, Erscheinungsdatum, Sprache)

¨

¨

¨

¨

¨

¨

¨

¨

¨

¨

¨

¨

¨

¨

¨

Verweise auf verwandte Titel (Bei Ansicht eines Treffers wird auf weitere, eng mit dem Treffer verwandte Beiträge hingewiesen)

Baumstruktur / Browsing (Zusätzlicher Sucheinstieg über die Aus- wahl eines Oberbegriffs. Durch entsprechende Unterrubriken kann man sich so dem speziellen Thema nähern.)

Informationsdienst über Neuerscheinungen zu speziellen Themen- schwerpunkten mittels z. B. Newsletter, Alert-Funktion, RSS-Feed)

[AN ALLE]
[AN ALLE]

20. Nutzen Sie Literaturverwaltungsprogramme?

¨ Ja, BibTex

¨ Ja, Citavi

¨ Ja, Endnote

¨ Ja, Mendeley

¨ Ja, Zotero

¨ Ja, anderes à [NOTIEREN] [

¨ Noch nicht, möchte ich aber künftig

¨ Nein

[AN ALLE]

]

Bitte probieren Sie das Rechercheportal EconBiz zum Schluss noch einmal ganz kurz aus, da- mit Sie einen konkreten Eindruck von den Suchfunktionen bekommen und die letzten drei Fra- gen nach praktischer Anschauung beantworten können.

Damit es für Sie einfach und zügig geht, hier eine kleine Such-Aufgabe zu einem aktuellen Thema:

Suchen Sie nach aktuellen Einschätzungen, die sich mit der amerikanischen Außenhandelspo-litik befassen.

è Suchen Sie z.B. mit den Begriffen à US Trade Handelspolitik

è sehen Sie sich die Trefferliste an,

è probieren Sie die Filtermöglichkeiten aus à filtern Sie deutsche Texte ab 2016 aus

è und schauen sich einen Fund im Volltext an

Klicken Sie gleich den Link unten, so dass sich ein zweites Tabfenster in Ihrem Browser öffnet.

Achtung: DIESES BEFRAGUNGS-TAB-FENSTER UNBEDINGT PARALLEL GEÖFFNET LASSEN (keinesfalls schließen)

Bitte kehren Sie nach dem Ausprobieren hierher zurück und geben eine Bewertung für das EconBiz-Portal ab.

zurück und geben eine Bewertung für das EconBiz-Portal ab. 21. Nachdem Sie die Suchfunktionen bei EconBiz

21. Nachdem Sie die Suchfunktionen bei EconBiz ausprobiert haben – treffen die folgenden Aussagen Ihrem Empfinden nach „voll und ganz“ „überwiegend“ „teils/teils“ „weniger“ oder „gar nicht“ zu?

trifft zu

voll und

ganz

überwiegend

teils/teils

weniger

gar nicht

Das Angebot ist gut strukturiert

¨

¨

¨

¨

¨

Die Handhabung ist einfach

¨

¨

¨

¨

¨

Die Trefferliste liefert relevante Ergebnis- se

¨

¨

¨

¨

¨

Die Filterfunktionen sind nützlich

¨

¨

¨

¨

¨

Der Zugang zum Volltext ist unkompliziert

¨

¨

¨

¨

¨

22. Wie nützlich erscheint Ihnen EconBiz insgesamt - werden Sie EconBiz in Zukunft (häufiger) nutzen?

¨ Ja, auf jeden Fall (häufig)

¨ Ja, wahrscheinlich (manchmal)

¨ Eventuell (sporadisch / hängt von der Such-Aufgabe ab)

¨ Wohl eher nicht

¨ Nein, bestimmt nicht

23. Haben Sie sonst noch Anmerkungen zur Recherche in EconBiz?

Nein, bestimmt nicht 23. Haben Sie sonst noch Anmerkungen zur Recherche in EconBiz? Vielen Dank für

Vielen Dank für Ihre Teilnahme!

Impressum

ZBW – Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft

Vertreten durch den Direktor der ZBW:

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Gestaltung:

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Bildquellen:

Titel: dotshock/Shutterstock Seite 5 und 8 (modifiziert): lushik/gettyimages

Erscheinungsjahr 2017

www.zbw.eu

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