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20.10.

2016 Badminton: Training – Wikibooks, Sammlung freier Lehr­, Sach­ und Fachbücher

Badminton: Training
Aus Wikibooks

Eine gute Grundlage für Badminton ist eine allgemein gute Fitness (dabei sowohl Ausdauer sowie Maximal­ und
Schnellkraft als auch Koordination und Reaktionsfähigkeit). Auf allgemeine Trainingsformen zur Fitness wird hier
nicht eingegangen, allerdings gibt es einige Badminton­Spezifische Übungen zur Fitness (wie beispielsweise
Footwork), die an dieser Stelle erläutert werden. Des weiteren wird auf Badminton­Spezifisches Technik­Training
eingegangen, welches durch Übungen zur Schlagsicherheit gefestigt wird. Zuguterletzt wird auf Übungen zum
Training der Spiel­Taktik eingegangen.

Inhaltsverzeichnis
1 Krafttraining
1.1 Schnellkraft
1.1.1 Footwork
1.1.2 Ballmaschine
1.1.3 Ballwurf
1.2 Kraftausdauer
1.2.1 Balltransport
1.2.2 Bleiwestentraining
2 Techniktraining
2.1 Schlagtechnik
2.1.1 Hoher Aufschlag
2.1.2 Kurzer Aufschlag
2.1.3 Clear, Smash, Drop
2.1.4 Drive
2.2 Lauftechnik
3 Schlagsicherheit
3.1 Festgelegte Schlagfolgen
3.1.1 Kurz­kurz­lang
3.1.2 Kurz­kurz­lang­lang­lang
3.1.3 8­er
3.1.4 Cross­Clear­Drop­Duell
3.2 Ecken­Training
3.2.1 Zwei gegen zwei
3.2.2 Zwei gegen vier
3.2.3 Drei­Ecken
3.2.4 Vier­Ecken
3.3 Felder­Einschränkungen
3.3.1 Spiel ohne Hinterfeld
3.3.2 Spiel ohne Vorder­ und Hinterfeld
3.3.3 Spiel ohne Mittelfeld
3.3.4 Spiel ohne Vorderfeld
3.3.5 Felder löschen
4 Taktiktraining
4.1 Einzel
4.2 Doppel

Krafttraining
Natürlich ist es auch beim Kraftraining so, dass durch die üblichen Übungen zum Muskelaufbau (beispielsweise
durch Situps) das Krafttraining absolviert wird, nichtsdestotrotz gibt es eininge Badminton­spezifische Übungen, die
im Anschluss erläutert werden. Dies betrifft insbesondere die Übungen zur Schnellkraft wie auch zur Kraftausdauer.
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Schnellkraft

Übungen zur Verbesserung der Schnellkraft sind Übungen, bei welchen versucht wird, die Übung so schnell und
intensiv wie möglich, dafür aber mit wenigen Wiederholungen und einer geringen Belastungszeit (15 bis max. 30
Sekunden) durchzuführen. Ziel ist die Verbesserung von Bewegungsabläufen, die sehr schnell und explosiv erfolgen
müssen. Von diesen Bewegungsabläufen gibt es im Badminton sehr viele, weshalb es auch viele Übungsformen dafür
gibt und die Übungen beim Badminton auch häufig und regelmäßig durchgeführt werden. Meist handelt es sich dabei
um Übungen zur Verbesserung der Schnelligkeit der Beine. Nachfolgend wird auf die Klassiker beim Footwork und
einige Übungen mit Ballmaschine eingegangen.

Footwork

Unter der Bezeichnung Footwork werden diverse Übungen verstanden, die der Verbesserung der Schnellkraft der
Beine dienen. Es handelt sich dabei um Sprint­Übungen. Die Übungen sind während der Belastungszeit (die zwischen
zehn und 15 Sekunden beträgt) so schnell auszuführen, wie für den jeweiligen Übenden möglich. Während der
Pausenzeit werden die Beine entweder durch Schütteln entspannt oder die Übung wird in einem sehr viel
langsameren Rythmus ausgeführt. Bei allen nachfolgenden Footwork­Übungen berührt die Ferse den Boden nie. In
der nachfolgenden Tabelle werden einige typische Footwork­Übungen aufgeführt, kurz beschrieben und es wird
darauf eingegangen, wie die langsame Phase (Pausenzeit) und wie die schnelle Phase (Belastungszeit) durchgeführt
wird bzw. es werden Animationen gezeigt. Bei den Animationen wurde zur Orientierung ein Ausschnitt des
Badmintonfeldes zur Orientierung verwendet. Natürlich kann die Übung an jedem beliebigen Ort erfolgen.

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Bezeichnung Beschreibung Langsame Phase Schnelle Phase


Bei dieser
Übung werden
die Füße ­
ähnlich wie
beim
Hampelmann,
bloß ohne die
Arme zu
Aufzu
bewegen ­ bei
kontinuierlichem
Springen einmal Die Abstände der Fußbewegungen können
zusammen und beliebig klein sein, solange tatsächlich noch
Die Abstände der Fußbewegungen sind
einmal eine Auf­ und Zu­Bewegung existiert. Wichtig
vergleichbar mit denen beim Hampelmann.
auseinander am ist nicht die Distanz der Fußbewegung,
Boden sondern die Schnelligkeit.
aufgesetzt.

Wie auch bei der
Übung Aufzu
werden die Füße
nach jedem
Sprung auf
anderen
Positionen
X platziert. Bei
dieser Übung
werden die Füße
Die Abstände der Fußbewegungen können
immer diagnoal
beliebig klein sein, solange tatsächlich noch
vorne und Die Begegungen der Füße formen ein großes X
eine X­Bewegung existiert. Wichtig ist nicht
hinten auf dem Boden.
die Distanz der Fußbewegung, sondern die
gegenüber
Schnelligkeit.
platziert.

Bei der Übung
"+" wird
alternierend der
rechte oder der
linke Fuß nach
vorne und
jeweils andere

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+ Fuß nach hinten
gesetzt. Danach
werden die Füße
in der Mitte
nebeneinander
aufgesetzt und
einmal (wie bei
der Übung
Aufzu) nach
außen gesetzt.

Die Begegungen der Füße formen ein
großes + auf dem Boden.
Die Abstände der Fußbewegungen
können beliebig klein sein, solange
noch eine +­Bewegung existiert.
Wichtig ist nicht die Distanz der
Fußbewegung, sondern die
Schnelligkeit.

Bei der Übung
"V" bewegen
sich beide Füße
V
gleichzeitig in
der Form eines
großen Vs.

Die Abstände der Fußbewegungen
können beliebig klein sein, solange
Die Begegungen der Füße formen ein noch eine V­Bewegung existiert.
großes V auf dem Boden. Wichtig ist nicht die Distanz der
Fußbewegung, sondern die
Schnelligkeit.

Bei der Übung
"Vorzurück" gibt

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es zwei
Varianten, je
nachdem
welcher Fuß
zuerst nach
vorne oder
hinten tritt und
welcher Fuß
folgt. Es sollten
immer beide
Vorzurück Übungsformen
nacheinander
durchgeführt Wie auch bei den anderen Footwork­
werden. In Die langsame Phase gleicht einem
Übungen wird die Bewegung in der
nebenstehender gemütlichen Traben und dient der
schnellen Phase nicht nur schneller,
Animation geht Gewöhnung an die Bewegung an der
sondern auch deutlich kleiner bzw.
der rechte Fuß Erholung nach der Lastphase.
kürzer.
zuerst nach
vorne/hinten,
während der
linke Fuß
danach immer
zum rechten Fuß
dazugestellt
wird.

Links­Mitte­
Beispiel Beispiel
Rechts

In der langsamen Phase erfolgt ein
kleiner Ausfallschritt und eine Drehung
des Oberkörpers.

Ballmaschine

Viele Übungen im Badminton basieren auf dem zuspielen von vielen Bällen, die entweder aus einer dafür
vorgesehenen Vorrichtung vorliegen oder im Arm des Zuspielers gehalten werden. Diese Übungsform nennt sich
Ballmaschine.

Ballwurf

Eine weitere badmintonspezifische Übung zur Verbesserung der Schnellkraft ist das Zuwerfen von Bällen in den
Feldecken. Dabei wird vom Übenden ein Schlag in der gegenüber liegenden Ecke simuliert (der Übende führt die
Bewegung durch, es ist aber kein Ball da), danach sprintet der Übende in die Ecke in die der Zuspieler einen Ball
wirft und versucht diesen noch zu spielen. Der Zuspieler wirft den Ball immer exakt in der gleichen kurve und merkt
sich dabei, wann er die Wurfbewegung begonnen hat (Z.B. immer wenn der Übende in der hinteren linken Ecke einen
Umsprung gemacht hat, nach dem Sprung beim ersten Bodenkontakt) und beginnt seine Wurfbewegung nach jedem
Durchlauf ein bißchen früher. Dadurch bleibt dem Übenden immer weniger Zeit den Ball zu spielen und er ist
gezwungen, seinen Bewegungsablauf auf einen sofortigen schnellen explosiven Start und einen nachfolgenden
explosiven Sprint zu optimieren.

Kraftausdauer

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Bei Übungen zur Kraftausdauer geht es darum, den Zeitraum, den ein Spieler einer hohen Kraftbelastung standhalten
kann, zu erhöhen. Typischerweise wird beim Badminton eine hohe Kraftausdauer der Bein­ und Gesäßmuskulatur
benötigt. Die nachfolgenden Übungen (Balltransport sowie Bleiwestentraining) sind deshalb genau auf das Training
dieser Muskelpartien ausgelegt.

Balltransport

Bleiwestentraining

Techniktraining
Grundlage jedes Trainings ist die kontinuierliche Wiederholung. Auch bei Schlag­ und Lauftechniken. Allerdings
können die Bewegungstechniken, die beim Badminton verwendet werden, in Einzelteile zerlegt werden. Auch
können Übungen durchgeführt werden, die eine korrekte Durchführung einer Schlag­ oder Lauftechnik erzwingen
(z.B. durch Einschränkungen des Raums in welchen die Übungen durchgeführt werden können). Nachfolgend werden
sowohl für die Schlag­ als auch für die Lauftechniken Übungen beschrieben, die dabei helfen, die Technik der
Bewegungsabläufe zu verbessern.

Schlagtechnik

Hoher Aufschlag

Der hohe Aufschlag lässt sich in drei Phasen zerlegen: Ballwurf, Schläger vorspannen und Schläger durchschwingen.
Nachfolgend werden zwei Übungen für die ersten beiden Phasen beschrieben:

Ball werfen: Der korrekte Ballwurf beim hohen Aufschlag kann dadurch geübt werden, dass nach Einnahme
der korrekten Ausgangshaltung (vgl. Kapitel Schläge) der Schläger vor dem vorderen Fuß platziert wird, so
dass der Griff des Schlägers den Fuß berührt und der Kopf des Schlägers in die Aufschlagrichtung zeigt. Die
Übung besteht nun darin, den Ball mit der linken Hand (bei Linkshändern mit der rechten Hand) auf die
Bespannung des Schlägers zu werfen. Dabei soll der Ball nicht nach unten geworfen werden, sondern nach
verlassen der Hand noch minimal ansteigen (und sei es nur 2cm). Der Arm soll bei dieser Bewegung nach
unten durchschwingen.
Schläger vorspannen: Text

Kurzer Aufschlag

Clear, Smash, Drop

Drive

Lauftechnik

Einzel
Polizist

Bei der Trainingsart "Polizist" steht der Trainer mittig am Netz mit Blickrichtung zum Spielfeld, auf dem der übende
Spieler steht. Mit seinem Schläger deutet der Trainer, ähnlich einem Polizisten mit seiner Kelle, dem Übenden eine
der vier Ecken an, zu der derjenige dann laufen und einen angedeuteten Schlag ausführen muss. Anschliessend soll er
wieder schnell in die Spielfeldmitte zurück gelangen, um die nächste Anweisung vom "Polizisten" zu erwarten. Ziel
dieser Übung ist einerseits die Verbesserung der Reaktionsfähigkeit, zum Anderen das Üben der Bewegungsabläufe.

Doppel
Kurz­kurz­Lang

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Schlagsicherheit
Übungen zur Schlagsicherheit dienen dazu, die Fehlerquote bei Schlägen oder Schlagkombinationen zu minimieren.
Wichtig ist dabei, auf eine korrekte Ausführung der Schläge zu achten und so wenig Fehler wie möglich zu machen.
Je nach "Trainingsehrgeiz" kann es helfen, "Strafübungen" einzuführen (z.B. zwei Liegestützen für jeden Fehler).

Festgelegte Schlagfolgen

Nach den einfachen Wiederholungen von Schlägen ist die nächste Stufe des Trainings zur Schlagsicherheit das
Training von festgelegten Schlagfolgen. Dadurch kann die Schlagsicherheit auch in Kombination mit einer Bewegung
der Beine (und somit ggf. auch bei Müdigkeit, mangelnder Konzentration und schlechter Positionierung) trainiert
werden.

Kurz­kurz­lang

Die bekannteste aller festgelegten Schlagfolgen
beim Badminton. Diese Schlagfolge läuft nach
einem initialen hohen, langen Aufschlag wie folgt
ab:

1. Drop (kurz)
2. Stop (kurz)
3. Unterhand­Clear (lang)
4. Beginne bei 1.

Zur Übung kurz­kurz­lang gibt es diverse
Variationen, die in nachfolgender Tabelle
aufgelistet werden:

Flugverlauf der Feder bei der Übung "Kurz­kurz­lang".

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Variationsname Variationsbeschreibung Variationszweck


Der Kontroll­Stop dient dazu, dass die Übenden
nach ihrem Stop nicht gleich nach hinten laufen, um
Nach dem Stop (Schritt 2) darf nochmal
den nächsten Schlag zu spielen (da sie die
Kurz­Kurz­Lang ein Stop (beliebig oft) gespielt werden
Schlagabfolge kennen), sondern (wie im richtigen
mit Kontroll­Stop bevor der Unterhand­Clear (Schritt 3)
Spiel auch) das Netz decken und erst dann (korrekt)
gespielt wird
nach hinten laufen, wenn der Unterhandclear
gespielt wird.
Der Kontroll­Clear erfüllt zwei Zwecke: Erstens
wird durch den Kontroll­Clear dafür gesorgt, dass
der Übende nach seinem Unterhandclear (Schritt 3)
nicht vorne stehen bleibt, um auf den Drop (Schritt
Nach dem Unterhand­Clear (Schritt 3) darf
1) zu warten, sondern wieder die Mittelposition
Kurz­Kurz­Lang ein Clear oder gar Angriffsclear (beliebig
sucht, da er sowohl einen kurzen als auch einen
mit Kontroll­Clear oft) gespielt werden bevor der Drop
langen Schlag vorbereiten muss. Zweitens wird
(Schritt 1) gespielt wird
dadurch auch der kurze Stop nach dem Drop
realistischer bzw. dem echten Spiel ähnlicher, da im
echten Spiel der Gegner nicht vorne am Netz steht
und auf den Drop wartet.
Nach dem Unterhand­Clear (Schritt 3) darf
Kurz­Kurz­Lang Der Kontroll­Smash erfüllt die gleichen Zwecke wie
ein Smash statt des Drops (Schritt 1)
mit Kontroll­ der Kontroll­Clear. Es ist nicht unüblich, die beiden
gespielt werden. Danach folgt eine kurze
Smash Kontrollschläge in einer Übung zu kombinieren.
Abwehr statt eines Stops als Schritt 2
Stehen für das Training genügend Felder
zur Verfügung ist es für die Übung des
Einzels zielführend, die Übung vom
Halbfeld auf das ganze Feld auszudehnen.
Durch die Ausdehnung der Übung auf das ganze
Kurz­Kurz­Lang Dazu können ein oder mehrere Schläge
Feld werden die Bewegungsabläufe noch
mit Cross­ Cross gespielt werden (Beispielsweise
spielnäher. Die Laufwege zu den Schlagpositionen
Schlägen immer nur den Stop als Cross­Ball oder
werden von der Zentralposition aus initiiert.
aber auch alle Bälle immer als Cross­
Bälle). Werden sowohl Longline­ als auch
Cross­Schläge zugelassen, wird die Übung
auf das ganze Feld ausgedehnt.
Eine besondere Form der Kurz­Kurz­Lang­
Übung ist das sog. Wechselschmettern.
Wechselschmettern Übung des Smash und der Smash­Abwehr.
Dabei wird der Drop durch einen Smash
ersetzt.

Kurz­kurz­lang­lang­lang

Eine Ähnliche Übung zur Übung Kurz­kurz­lang
ist die Übung Kurz­kurz­lang­lang­lang.
Zusätzlich zu den Standard­Schlägen Drop, Stop
und Unterhand­Clear wird bei dieser Übung auch
noch der Clear eingebaut. Damit die Übenden
nicht immer die gleichen Schläge schlagen, muss
eine ungerade Anzahl an Schlägen geschlagen
werden. Aus diesem Grund folgt auf den Clear ein
weiterer Clear und die Übung beginnt von vorne.
Die Schlagfolge nach einem hohen Aufschlag ist
wie folgt:

1. Drop (kurz)
2. Stop (kurz)
3. Unterhand­Clear (lang) Flugverlauf der Feder bei der Übung "Kurz­kurz­lang­lang­lang".
4. Clear (lang)

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5. Clear (lang)
6. Beginne bei 1.

Dadurch, dass außer dem Drive und dem Smash alle wichtigen Schläge sowie die Standard­Lauftechniken
"Ausfallschritt" und "Umsprung" in dieser Übung enthalten sind, ist die Übung prädestiniert für das warmspielen. Die
Übung kann analog zu den Variationen der Kurz­kurz­lang­Übung variiert werden.

8­er

Bei der Übung 8­er spielt ein Spieler (oder eine Partei) immer Cross während der andere Spieler (die andere Partei)
immer Longline spielt. Dadurch beschreibt die Flugbahn der Feder eine große acht. Beim Clear oder beim Stop kann
die Übung mit einer oder mit zwei Personen pro Seite gespielt werden, während die Übung beim Drive nur mit zwei
Personen pro Seite gespielt werden kann, da eine Person nicht einen Drive spielen und sofort danach auf der anderen
Feldhälfte stehen kann, um den Drive des Gegners entgegennehmen zu können.

Cross­Clear­Drop­Duell

Eine gute Übung für den Aufbau des Einzelspiels, die auch verwendet werden kann, wenn nicht genügend Felder für
das Einzeltraining zur Verfügung stehen, da diese Übung zu viert auf einem Feld durchgeführt werden kann. Bei
dieser Übung sind beide Spieler übende. Die Übung hat einen Spiel­Charakter und es bietet sich an, bei der Übung
Punkte zu zählen. Zwei Spieler stehen sich auf einem Feld diagonal gegenüber, sie dürfen lediglich das Einzel­Feld
bespielen. Erlaubt sind Cross­Clears und Cross­Drops. Ziel der Übung ist es, den Gegner durch offensive Clears aus
der Zentralposition ins hintere Feld zu drängen und bei einem zu kurzen Clear des Gegners den Punkt durch einen
schnellen Cross­Drop zu verwandeln. In diesem Fall bieten sich schnelle geschnittene, gewischte oder gerade Drops
an.

Ecken­Training

Gute Übungen zur Verbesserung der Schlagsicherheit sind auch die typischen Übungen zum Eckenlaufen. Bei diesen
Übungen geht es darum, auch unter Anstrengung und ohne vorher zu wissen, wo der Ball hin gespielt wird, den Ball
immer in eine vorher definierte Ecke zurückspielen zu können ohne dass sich Fehler einschleichen. Das Ecken­
Training baut auch die strategischen Fähigkeiten (insbesondere für das Einzelspiel) eines Spielers aus, da ein Spieler
seine Strategie nur ändern kann, wenn er auch die technische Fähigkeit hat, aus jeder Spielsituation (aus jeder Ecke,
auch in Bedrängnis) sein Spiel strategisch zu gestalten (in jede Ecke zu antworten).

Nachfolgend werden die gängigsten Eckenlauf­Übungen aufgeführt.

Zwei gegen zwei

Bei dieser Übung spielt ein Spieler nur die vorderen beiden Ecken an, während der andere Spieler immer die hinteren
beiden Ecken anspielt. Der eine Spieler spielt also immer Drops während der andere Spieler immer Unterhand­Clears
spielt.

Da diese Übung von den Laufwegen recht einfach ist (nur zwei Ecken können angespielt werden), ist diese Übung für
Anfänger sehr gut geeignet, die noch nicht mehrere Ecken gleichzeitig gut abdecken können. Aber auch für
fortgeschrittene Spieler ist diese Übung sehr gut geeignet. Sie kann dazu verwendet werden, um die Präzision und
Spielgeschwindigkeit zu verbessern. Es geht darum, den Ball so früh wie möglich zu nehmen. Der Spieler, der das
Vorderfeld hat, soll den Ball möglichst bereits auf Höhe der Netzkante nehmen. Der Spieler, der das Hinterfeld hat,
soll hoch springen und den Ball schnell und offensiv nach unten spielen.

Zwei gegen vier

Bei dieser Übung spielt ein Spieler entweder nur die vorderen beiden oder die hinteren beiden Ecken an, während der
andere Spieler alle vier Feldecken anspielt.

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Dadurch wird eine Variante des Vier­Ecken­Trainings erreicht, bei der der Übende (der Spieler, der vier Ecken
abdecken muss) zwar bereits gezwungen wird, auf unterschiedliche Spielsituationen immer gleich zu antworten
(beispielsweise indem er gezwungen wird, immer lang zu spielen), aber immer noch die Möglichkeit hat, einen
leichten Ball seiner Wahl (z.B. longline) zu spielen.

Drei­Ecken

Bei dieser Übung spielt der Übende immer in die Ecke des Zuspielers zurück, während der Zuspieler nur eine Ecke
des Übenden nicht anspielt. Die Ecke, die durch den Zuspieler nicht angespielt wird ist die Ecke, aus der zugespielt
wird. Steht der Zuspieler also in der rechten vorderen Ecke (seines eigenen Felds), wird er die rechte vordere Ecke
(des Felds des Übenden) nicht anspielen. Hintergrund des drei Ecken­Trainings ist einfach, dass auf einem Feld vier
Personen gleichzeitig ein Drei­Ecken­Training absolvieren können, da der Zuspieler der einen übenden Paarung
immer in der Ecke steht, die von der anderen übenden Paarung nicht angespielt wird. Natürlich ist für diese Übung
eine gewisse Schlagsicherheit der Zuspieler Voraussetzung, damit sich die übenden nicht gegenseitig stören.

Vier­Ecken

Bei dieser Übung spielt der Übende immer in die Ecke des Zuspielers zurück, während der Zuspieler alle vier Ecken
des Übenden in beliebiger Reihenfolge anspielt.

Bei dieser Übung geht es darum, die Grenzen des Übenden auszuloten und auszuweiten. Der Zuspieler muss dazu
zunächst die vier Ecken des Übenden so anspielen, dass dieser die Bälle relativ bequem erreichen kann. Klappt das
gut, wird der Zuspieler das Spieltempo so lange erhöhen, bis der Übende anfängt Fehler zu machen. Der Zuspieler
versucht, den Spieler möglichst immer an seine Grenze zu führen, ohne den Spielfluss zu stören. Es sollten längere
Ballwechsel (mindestens größer zehn) zustande kommen. Ein guter Zeitraum für diese Übung sind zwei bis fünf
Minuten pro Ecke.

Felder­Einschränkungen

Durch gezielte Einschränkungen des spielbaren Bereichs, kann sehr effektiv eine bestimmte Spielform trainiert
werden ohne das die Übung einen zu starken Trainingscharakter bekommt, da ganz normal nach Punkten gespielt
wird. Je nachdem, welche Einschänkungen des spielbaren Bereichs vorgenommen werden, resultiert das in einem
Training unterschiedlicher Spielformen.

Spiel ohne Hinterfeld

Durch das Spiel ohne Hinterfeld wird ein offensives Spiel trainiert. Die Spieler werden intensiver
am Netz spielen und versuchen, den Gegner zu zwingen, den ersten defensiven Ball zu spielen.
Durch die Einschränkung des verkürzten Felds kann danach der Ball mit einem Smash offensiv
gespielt werden.

Das Badminton­
Halbfeld ohne
Hinterfeld

Spiel ohne Vorder­ und Hinterfeld

Ähnlich zum Spiel ohne Hinterfeld ist das Spiel ohne Vorder­ und Hinterfeld. Allerdings besteht hier nicht die
Möglichkeit, am Netz kurz abzulegen und den Gegner dadurch zu zwingen, den Ball hoch zu spielen. Das Spiel wird
dadurch ähnlich einem Doppel sehr Drive­intensiv. Eine mögliche Variante besteht noch im "Schieben" der Bälle.
https://de.wikibooks.org/w/index.php?title=Badminton:_Training&printable=yes 10/12
20.10.2016 Badminton: Training – Wikibooks, Sammlung freier Lehr­, Sach­ und Fachbücher

Kurz und Flach gespielte Bälle, die nachdem sie das Netz passiert haben, gleich wieder absinken.
Diese Spielform ist ein gutes Training für das Doppelspiel.

Das Badminton­
Halbfeld ohne
Vorder­ und
Hinterfeld

Spiel ohne Mittelfeld

Das Spiel ohne Mittelfeld ist ein gutes Training für das Einzelspiel, da hierbei der Spielaufbau
und die richtige Länge der Clears und Unterhandclears trainiert wird.

Das Badminton­
Halbfeld ohne
Mittelfeld

Spiel ohne Vorderfeld

Das Spiel ohne Vorderfeld ist ein gutes Ausdauer­, Clear­, Gedulds­ und Präzisions­Training. Da
es möglich ist, den Ball weit und hoch ins Hinterfeld zu spielen und keine Möglichkeit besteht
einen Drop zu spielen, kann jeder Ball leicht zurück gespielt werden. Dadurch kommen sehr
lange Ballwechsel zustande. Es ist für beide Parteien wichtig, den Ball nah an die gegnerische
Grundline zu spielen. Wird ein Ball zu kurz gespielt (z.B. wenn dies durch einen guten
Angriffsclear erzwungen wurde) ist es wichtig, den Ball zu verwandeln. Dies ist aufgrund der
Feldeinschränkungen nur möglich, wenn der Ball präzisie gesmasht wird. Ein Smash in die Mitte
des Feldes wird mit hoher Wahrscheinlichkeit leicht zurück gespielt werden können.

Das Badminton­
Halbfeld ohne
Vorderfeld

Felder löschen

https://de.wikibooks.org/w/index.php?title=Badminton:_Training&printable=yes 11/12
20.10.2016 Badminton: Training – Wikibooks, Sammlung freier Lehr­, Sach­ und Fachbücher

Eine besondere Form der Spielfeldeinschränkungen besteht darin, dass anfänglich alle sechs Teilfelder (Vorder­,
Mittel­, Hinter­ und die entsprechenden Seitenfelder) bespielt werden können. Trifft ein Spieler ein Spielfeld, wird
dieses Feld gelöscht und es zählt fortan als Aus. Ziel ist es natürlich, als erster alle Felder des Gegners zu löschen. Da
dies bei manchen Feldern sehr schwierig werden kann (z.B. wenn nur noch das hintere Seitenfeld übrig ist), gibt es
noch zwei zusätzliche Regeln:

1. Drei Fehler des Gegners führen dazu, dass ein Feld der Wahl des Spielers, der die drei Punkte gemacht hat,
gelöscht wird.
2. Der Spieler darf sich nicht in die Flugbahn der Feder stellen. Bei einem "Körpertreffer" darf deshalb ein Feld
gelöscht werden.

Taktiktraining
Die Taktik zu trainieren ist die ganz hohe Kunst des Badmintonspiels. Denn die Taktik des Spiels hängt stark vom
Gegner ab. Es geht in den nachfolgenden Übungen deshalb darum, zu erkennen, welche Stärken und Schwächen der
Gegner hat und daraufhin die eigene Spielweise taktisch anzupassen.

Einzel
Spielertyptraining

Doppel

keine hohen Bälle
Tunnelangriff / versetzter Angriff
Rotation
kurze Abwehr auf Smash
Drive Abwehr auf Smash

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