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Attentat auf Ex-Spion: London erwartet Antwort aus Moskau :

Großbritannien hat Russland aufgefordert, Details zu dem Nervengift anzugeben, mit dem
der Ex-Doppelagent Sergej Skripal und dessen Tochter Yulia angegriffen wurden. Nach
Angaben von Premierministerin Theresa May wurden die beiden durch einen
Nervenkampfstoff vergiftet, der einst in der Sowjetunion produziert wurde. Moskau soll sich
gegenüber der Organisation für das Verbot chemischer Waffen erklären. Die russische
Regierung wies die Vorwürfe Mays barsch zurück und warf ihr eine "politische Kampagne
auf Grundlage von Provokationen" vor. US-Außenminister Rex Tillerson hingegen schloss
sich der Schlussfolgerung der britischen Regierung an, wonach Russland für den
Giftanschlag verantwortlich ist. Auch die NATO zeigte sich alarmiert.

USA wollen notfalls in Syrien selbst handeln:


Die USA haben mit einem Alleingang im Syrienkonflikt gedroht, sollte der UN-
Sicherheitsrat keine 30-tägige Waffenruhe für das Bürgerkriegsland durchsetzen. Die
Feuerpause soll für die Hauptstadt Damaskus und die Rebellenenklave Ost-Ghuta gelten.
Das Rebellengebiet wird seit Wochen mit russischer Unterstützung von regierungstreuen
Kräften angegriffen. Diese begründen ihr Vorgehen mit dem Kampf gegen Terrorgruppen.
Der Sicherheitsrat hatte bereits am 24. Februar eine 30-tägige Feuerpause für das ganze
Land gefordert.

Tote bei Anschlägen mit Paketbomben in Texas:


In Austin im US-Bundesstaat Texas sind bei einer Serie von Paketbombenanschlägen zwei
Menschen getötet worden. Eine Frau wurde schwer verletzt. Die Explosionen ereigneten
sich innerhalb von zehn Tagen. Die Polizei teilte mit, dass alle drei Anschläge miteinander
in Verbindung stehen. Die Ermittler hätten aber noch kein Muster der Opfer oder einen
konkreten Verdacht. Das Motiv sei unklar, man schließe aber ein Hassverbrechen nicht aus.
Die Opfer seien Afroamerikaner oder lateinamerikanischer Herkunft, teilten die Behörden
mit. Erste Hinweise deuteten darauf hin, dass die Pakete nicht von der Post oder anderen
Anbietern geliefert worden seien, so die Ermittler.

Trump blockiert Übernahme von Qualcomm:


US-Präsident Donald Trump hat die geplante Milliarden Dollar schwere Übernahme des
amerikanischen Chipherstellers Qualcomm durch den in Singapur ansässigen
Konkurrenten Broadcom untersagt. Begründet wurde der Schritt mit einer Gefährdung der
nationalen Sicherheit. Es wäre die bisher teuerste Übernahme in der Technologie-Industrie
überhaupt gewesen. Broadcom hatte für Qualcomm in der Spitze 121 Milliarden Dollar
geboten, plus die Übernahme von Schulden in Höhe von 25 Milliarden Dollar. Insider
befürchteten, dass Broadcom nach der Übernahme Teile von Qualcomm an den
chinesischen Konkurrenten Huawei verkaufen könnte.

Oskar Gröning gestorben:


Der als "Buchhalter von Auschwitz" bekannt gewordene frühere SS-Mann Oskar Gröning ist
tot. Nach Informationen des "Spiegel" starb der 96-Jährige am vergangenen Freitag in
einem Krankenhaus. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Hannover bestätigte demnach
eine entsprechende Information von Grönings Anwalt. Das Landgericht Lüneburg hatte
Gröning 2015 wegen Beihilfe zum Mord in 300.000 Fällen zu vier Jahren Freiheitsstrafe
verurteilt. Im Dezember 2017 hielt das Bundesverfassungsgericht Gröning für haftfähig; er
müsse seine Strafe antreten. Eine Beschwerde aus Gesundheitsgründen wies Karlsruhe ab.