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Ereignisse am 11.

März:
•1514 (v. 504 Jahren): In Rom stirbt der italienische Maler, Baumeister und
Begründer der Hochrenaissance-Architektur, Bramante (Donato Bramante,
eigentlich Donato d'Angelo Lazzari, um 1444-1514).
Link: Bramante in der Wikipedia
•1851 (v. 167 Jahren): Glanzvolle Uraufführung der Oper »Rigoletto« von
Giuseppe Verdi (1813-1901) in Venedig. Das Libretto - nach dem Drama
»Le roi s'amuse« von Victor Hugo (1802-1885) - stammt von Francesco
Maria Piave. Das Werk begründet Verdis Stellung als erfolgreichster
italienischer Opernkomponist in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Link: Rigoletto in der Wikipedia
•1966 (v. 52 Jahren): Nach blutigen Auseinandersetzungen in Indonesien
übernehmen Militärs unter General Kemesu Suharto (1921-2008) die
Macht. Er ist der Staats- und Regierungschef bis 1997.
Link: Suharto in der Wikipedia
•1985 (vor 33 Jahren): Das Zentralkomitee der KPdSU in Moskau
wählt Michail Gorbatschow (54) zum Generalsekretär. »Perestroika«, die
wirtschaftliche und soziale Umgestaltung und »Glasnost«, die offene
Informationspolitik, sorgen für einen radikalen Wandel in der Sowjetunion.
Kritik an Politik und Gesellschaft sind erlaubt, die Medien erhalten größere
Freiheiten. Eine Reihe politischer Gefangener wird unter Gorbatschow
entlassen. Als Staatsoberhaupt kann er Andrey Gromyko (1909-1989), als
Ministerpräsidenten Nikolai Ryschkow, und als Außenminister den Georgier
Eduard Schewardnadse (*1928) durchsetzen. Nach dem Rücktritt
Gromykos 1988 übernimmt Gorbatschow auch dessen Amt als
Staatsoberhaupt der UdSSR. Nach Auflösung der UdSSR Ende 1994 tritt
Gorbatschow am 25. Dezember 1991 als Staatspräsident zurück. Siehe: 19.
April.
•1990 (v. 28 Jahren): Litauen beschließt die Unabhängigkeit von der
UdSSR.
•1999 (v. 19 Jahren): Der Bundesfinanzminister und SPD-Vorsitzende
Oskar Lafontaine (*1943) erklärt seinen Rücktritt von allen politischen
Ämtern. Neuer Parteivorsitzender wird Gerhard Schröder.
Link: Oskar Lafontaine in der Wikipedia
•2003 (vor 15 Jahren): Der gemäßigte islamisch-konservative
Politiker Recep Tayyip Erdogan (*1954), Vorsitzender der 2001
gegründeten »Gerechtigkeits- und Entwicklungspartei« (AKP, Adalet
ve Kalkinma Partisi), wird Ministerpräsident in der Türkei. Er übernimmt das
Amt von Abdullah Gül (*1950), der es seit dem Wahlsieg der AKP am 3.
November 2002 bekleidet hatte.
Link: Recep Tayyip Erdogan in der Wikipedia
•2004 (v. 14 Jahren): Mehrere Bombenanschlägen auf
Nahverkehrszüge in Madrid (Spanien) fordern 191 Todesopfern und
mehr als 1.400 teilweise schwer verletzte Menschen. Am 13.
März 2004 werden drei Marokkaner und zwei Inder festgenommen und ein
Bekennervideo gefunden, auf dem ein angeblicher Militärsprecher der Al-
Qaida die Tat als Vergeltungsmaßnahme für die Teilnahme Spaniens am
Irak-Krieg bezeichnet. Vier Männer, vermutlich islamistische Terroristen,
sprengen sich am 3. April während einer Razzia in einem Wohnhaus im
Madrider Vorort Leganés in die Luft.
Link: Die »Madrider Zuganschläge« in der Wikipedia
•2006 (v. 12 Jahren): Der als Kriegsverbrecher angeklagte ehemalige
Präsident Serbiens (1989-1997) und der Bundesrepublik Jugoslawien
(1997-2000), Slobodan Milosevic (1941-2006), stirbt im Gefängnis des UN-
Kriegsverbrechertribunals im Haager Stadtteil Scheveningen an einem
Herzinfarkt. Milosevic galt als Schlüsselfigur der Jugoslawienkriege in den
1990er Jahren.
Link: Slobodan Milosevic in der Wikipedia
•2009 (v. 9 Jahren): Amoklauf von Winnenden: der 17-jährige Tim K.
erschießt mit einer Pistole (aus der Waffensammlung des Vaters) in
der Albertville-Realschule in Winnenden (Baden-Württemberg) einen
Schüler, acht Schülerinnen und drei Lehrerinnen. Während der
mehrstündigen Flucht vor der Polizei erschießt er einen Mitarbeiter der
benachbarten Psychiatrie und zwingt dann einen Autofahrer, ihn
mitzunehmen. Nach einer Irrfahrt durch den Großraum Stuttgart kann der
Fahrer entkommen. Tim K. flüchtet zu Fuß weiter, tötet in einem Autohaus
in Wendlingen am Neckar einen Verkäufer und einen Kunden. Bei dem
Schusswechsel mit der Polizei werden zwei Polizeibeamte schwer verletzt.
Schließlich tötet Tim K. sich selbst.
Die Tragödie wird zu einem medialen Großereignis, bei dem sämtliche
Grenzen überschritten werden.
Links: Amoklauf von Winnenden, Winnenden: Stadt im Ausnahmezustand
(Zapp/NDR), Winnenden im Ausnahmezustand (Video, Zapp/NDR)
•2011 (v. 7 Jahren): Das schwerste Erdbeben (Stärke 9,0) in der
Geschichte Japans erschüttert den Nord-Osten des Inselstaates.
Das Tõhoku-Erdbeben löst weitere Katastrophen aus. Ein bis zu 10
Meter hoher Tsunami verwüstet einen bis zu 10 km breiten Küstenstreifen
über hunderte Kilometer Länge, ganze Städte werden von gewaltigen
Schlamm-Massen begraben. Es kommt zu Unfällen in mehreren
Kernkraftwerken. Besonders schwer betroffen ist das älteste Kernkraftwerk
Japans, Fukushima-Daiichi (250 km nördlich von Tokio), wo alles außer
Kontrolle gerät. Bereits nach dem Erdbeben kommt es zu drei
Kernschmelzen. Weite Landesteile und das Meer werden verseucht
(radioaktive Kontamination). Am 12. April stuft die japanische Regierung
das Atomunglück in Fukushima auf der Internationalen Bewertungsskala
für nukleare Ereignisse (INES) auf die größtmögliche Gefahren-Stufe 7 ein,
die bisher nur für den GAU in Tschernobyl galt.
Links: Tõhoku-Erdbeben 2011 (wikipedia)