Sie sind auf Seite 1von 2

Ereignisse am 27.

Februar:
•1526 (v. 492 Jahren): Landgraf Philipp von Hessen und Kurfürst
Johann von Sachsen schließen das »Gotha-Torgauer Bündnis«. Im Fall
eines katholischen Angriffs wollen sie sich gegenseitig unterstützen.
Zahlreiche Reichsstände schließen sich an.
Link: Torgau in der Wikipedia
•1531 (v. 487 Jahren): Im thüringischen Schmalkalden schließen die
protestantischen Reichsstädte und Fürsten ein schnell wachsendes
Verteidigungsbündnis, um Glauben und politische Selbständigkeit zu
wahren. England und Frankreich erhoffen sich von dem Bündnis ein
Gegengewicht zum übermächtigen katholischen Kaiser Karl V. - dieser
verhängt am 20. Juli 1546 die Reichsacht über die Bundeshauptleute und
bekämpft den Bund im so genannten »Schmalkaldischen Krieg«. Am 24.
April 1547 gelingt ihm in der »Schlacht bei Mühlberg an der Elbe« der
entscheidende Sieg. Der Bund wird aufgelöst und mit Ausnahme von
Magdeburg unterwirft sich das gesamte evangelische Norddeutschland.
Die Ergebnisse der Reformation sind jedoch nicht mehr rückgängig zu
machen.
•1594 (v. 424 Jahren): Der Hugenottenführer König Heinrich III. von
Navarra aus dem Haus Bourbon wird als Heinrich IV. (Henri IV. le Grand,
1553-1610) zum König von Frankreich gekrönt. Mit dem Ausspruch »Paris
ist eine Messe wert« trat er 1593 zum Katholizismus über. Am 25.
Februar 1600 heiratet er Maria de'Medici, am 14. Mai 1610 wird er von
einem katholischen Fanatiker ermordet. Er gilt als einer der beliebtesten
Könige Frankreichs.
Link: Heinrich von Navarra in der Wikipedia
•1848 (vor 170 Jahren): Eine badische Versammlung verlangt in den so
genannten »Märzforderungen« Redefreiheit, Pressefreiheit, Amnestie für
alle politischen Gefangenen, freies Versammlungs- und Vereinigungsrecht,
politische Gleichberechtigung für alle Konfessionen und Besitzklassen,
Geschworengerichte und unabhängige Richter, Verminderung des
stehenden Heeres und allgemeine Volksbewaffnung und eine
unverzügliche Einberufung des Vereinigten Landtages. Diese Forderungen
werden bald von allen deutschen Staaten erhoben.
•1900 (v. 118 Jahren): In London wird der Vorläufer der Labour Party
gegründet, das »Labour Representation Committee« als Vertretung der
englischen Arbeiter.
•1900 (v. 118 Jahren): In dem Schwabinger »Restaurant Gisela«
erfolgt die Gründung des Fußballvereins »FC Bayern München« durch
elf Spieler des Vereins »MTV 1879« unter Führung von Franz John.
Link: Der »FC Bayern München« in der Wikipedia
•1920 (v. 98 Jahren): Premiere des deutschen Stummfilms »Das
Cabinet des Dr. Caligari«. In dem expressionistem Horrorfilm des
Regisseurs Robert Wiene (1873-1938) erzählt Francis (Friedrich Feher)
von den Verbrechen eines Nervenarztes (Werner Krauss), der seinen
'Patienten' Cesare (Conrad Veidt) hypnotisiert und zum Mord missbraucht.
Francis' Freund Alan (Hans-Heinz von Twardowski) wird eines der Opfer. Am
Ende stellt sich Francis selbst als Patient der Nervenheilanstalt heraus.
Irre!
»Alan: 'Wie lange werde ich leben?' Cesare: 'Bis zum Morgengrauen.'«
»Dr. Caligari: 'Endlich verstehe ich seinen Wahn. Jetzt werde ich ihn heilen
können.'«
•1925 (v. 93 Jahren): Neugründung der Nationalsozialistischen
Deutschen Arbeiterpartei - NSDAP - durch Adolf Hitler (1889-1945) im
Münchner Bürgerbräukeller.
Link: Die NSDAP in der Wikipedia
•1933 (vor 85 Jahren): Nach dem Brand des Berliner
Reichtagsgebäudes in der Nacht vom 27. auf den 28. Februar1933
werden zahlreiche Personen, vorwiegend Kommunisten, verhaftet. Die
Nazis behaupten, bei den Kommunisten Material gefunden zu haben, die
auf gepante Anschläge durch Terrortruppen hinweisen. Als Brandstifter
wird der Holländer Marinus van der Lubbe (1904-1934) festgenommen und
im Dezember 1933 zum Tode verurteilt. Im Januar 1934 wird er
enthauptet. Der wahre Täterschaft wird jedoch nie zweifelsfrei geklärt.
Am 11. Januar 2008 wird das Urteil gegen Marinus van der Lubbe von der
Bundesanwaltschaft aufgehoben.
Link: Der Reichstagsbrand in der Wikipedia
•1955 (v. 63 Jahren): Der deutsche Bundestag ratifiziert (ratifizieren
(lat.) = Vertrag rechtskräftig machen) die »Pariser Verträge« vom 23.
Oktober 1954 gegen die Stimmen der SPD und trotz einer großen
außerparlamentarischen Opposition. Die Sozialdemokraten befürchten,
dass durch die Wiederbewaffnung Deutschlands der Weg zur
Wiedervereinigung endgültig versperrt wird und warnen vor einer
Verschärfung der Spannungen zwischen Ost und West. Die Verträge treten
am 5. Mai 1955 in Kraft.
Link: Die »Pariser Verträge« in der Wikipedia
•1975 (v. 43 Jahren): 3 Monate vor Beginn des Prozesses gegen die
Baader-Meinhof-Gruppe wird der Berliner CDU-Vorsitzende Peter
Lorenz (1922-1987) von Mitgliedern der »Bewegung 2. Juni« entführt,
welche die Freilassung inhaftierter Terroristen fordern. Die Forderungen
werden fast vollständig erfüllt und die Terroristen tauchen in der
Volksrepublik Jemen unter. Peter Lorenz wird am 5. März freigelassen.