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Höchste Lust und tiefstes Leid

Höchste Lust und tiefstes Leid, die Träne macht euch ähnlich beid!

Den Schmerz,das Glück,sie strahlt´s zurück so hell und rein im Widerschein!

So kann Freude gleich dem Leide Lust wie Pein sich ähnlich sein!

Doch wenn´s im Lied hinaus dann klinget la la la la,

wenn jubelnd sich´s zum Himmel schwinget la la la la ,

macht schnell die Weise offenbar, daß selges Glück sie neu gebar;

in andern Tö nen klagt wohl Leid, diese at men Lust und Freud!

Wenn im rosgen Schinmmer Morgenboten strahlen,

wenn nach düstrer Nacht der junge Tag erglüht,

in bunter Farbenpracht sich Tal und Höhen malen,

schwingt zum Äther sich der Lerche Judellied,

das klaget nimmermehr von Leid und Traurigkeit;

es kündet nichts als Lust und Freud und wahre Seligkeit!

Ja wenn im Lied hinaus es klinget la la la la ,


wenn jubelnd sich´s zum Himmel schwinget la la la la,

macht schnell die Weise offenbar, daß selges Glück sie neu gebar;

in andern Tönen klagt wohl Leid, diese atmen Lust und Freud!

Laßt die Lieder klingen, kunde bringen; laßt sie verraten laut,

daß glücklich sei die Braut! Ah! Ah!

Jeder Ton spricht davon, jeder Laut sagts vertraut.

Hell dann wie Glockenklang schallet der Jubelsang;

Hell wie Glockenklang, wie Glockenklang erschallet Jubelsang, erschallt.

Wenn im Lied hinaus es klinget la la la la,

wenn jubelnd sich´s zum Himmel schwinget la la la la,

macht schnell die Weise offenbar, daß selges Glück sie neu gebar;

in andern Tönen klagt wohl Leid, diese atmen nur Freud!