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Vorwort • Preface

Glas ist ein traditioneller Werkstoff mit facettenreichen Einsatzmöglichkeiten.


Es steht in enger Beziehung zu unserer kulturellen Entwicklung: So eröffnen sich
durch die industrielle Herstellung des Glases neue Einsatzbereiche, die unge-
ahnte Konstruktionen mit faszinierenden Raumeindrücken ermöglichen. Glas
prägt die Architektur in einzigartiger Form, es bietet dem Architekten Möglich-
keiten, mit Licht, mit der Beziehung »innen – außen« und dem Verhältnis des
Menschen zum Raum und zur Natur zu spielen. Es dient der Steuerung von Licht
und Wärme, von Raumatmosphären und Blickbeziehungen.
Aber Glas steht selten für sich allein, es braucht andere Materialien, die es halten,
tragen, stützen und infolgedessen bedarf es eines integrativen Arbeitsansatzes
verschiedener Disziplinen: Gute Glasarchitektur ist immer das Ergebnis eines ge-
lungenen Zusammenspiels von Entwurf, Technik, Konstruktion und Umsetzung.
Glas erscheint – je nach Zusammensetzung – transparent oder transluzent, farbig
oder klar. »Unsichtbar« ist es nicht, auch wenn das gelegentlich werbewirksam
behauptet wird.
Die Publikation bündelt die Highlights aus DETAIL zum Material Glas. Sie bietet
neben theoretischen Auseinandersetzungen in einem umfangreichen Projektteil
aus der Praxis jede Menge Inspirationen und konstruktive Lösungsbeispiele.

Glass is a traditional material with a rich array of uses. It is closely related to our
cultural development: the industrial production of glass opens up new areas of appli-
cation, making possible constructions with previously unimaginable spatial effects.
Glass influences architecture in a unique way, allowing architects to play with light,
with the relationship between “inside” and “outside”, and our relationship to spaces
and to nature. With it we can influence light and heat, the atmosphere of spaces
and the views out of them.
However glass rarely stands alone, needing other materials to hold, carry and
support it. Consequently it requires an integrated design approach between many
disciplines: good glass architecture is invariably the result of successful interplay
of design, technology, construction and implementation.
Glass appears – depending on its composition – transparent or translucent, coloured
or clear. Despite when convincingly claimed to be, glass is never “invisible”.
This publication brings together the highlights on glass in architecture from DETAIL
magazine. Alongside theoretical investigations of the subject, it offers a wealth of
inspiration and constructive solutions through an extensive series of case studies.

Die Redaktion