Sie sind auf Seite 1von 4

ORGENTEC Diagnostika GmbH BESCHREIBUNG

Carl-Zeiss-Straße 49-51 Entzündliche Bindegewebserkrankungen (CTD) mit autoimmuner Genese weisen ein gemeinsames serologisches Merkmal auf:
55129 Mainz - Germany die Anwesenheit zirkulierender Autoantikörper im Blut der Patienten. Diese antinukleären Autoantikörper (ANA) sind gegen
Bestandteile des Zellkerns gerichtet und können Strukturen im Kern angreifen und zerstören. ANA sind an der Pathogenese
autoimmuner Bindegewebserkrankungen (CTD) beteiligt und bilden gleichzeitig die Basis für ihre Diagnose und Behandlung.
Phone: +49 (0) 61 31 / 92 58-0 ANA lassen sich in zwei Hauptgruppen einordnen:
Fax: +49 (0) 61 31 / 92 58-58 1. Autoantikörper gegen DNA und Histone
Internet: www.orgentec.com 2. Autoantikörper gegen extrahierbare nukleäre Antigene (ENA): Sm, Ribonukleoproteine (RNP), SSA/Ro, SSB/La, Scl-70, Jo-1
und Pm1
Autoantikörper gegen DNA und Histone binden an Einzelstrang-DNA (ssDNA) oder Doppelstrang-DNA (dsDNA). Deutlich
Gebrauchsanweisung erhöhte Titer von dsDNA-Antikörpern finden sich beim systemischen Lupus erythematodes (SLE). Antikörper gegen Histone
weisen auf einen Medikamenten–induzierten Lupus hin.
2014-06
Neben DNA und Histonen können Autoantikörper auch andere antigene Strukturen im Zellkern erkennen. Diese Antigene
wurden in der Vergangenheit als extrahierbare nukleäre Antigene (ENA) bezeichnet, da sie ursprünglich mit Kochsalzlösung aus
den Zellkernen extrahiert wurden. Autoantikörper gegen das Smith-Antigen (Anti-Sm), das als hochspezifisch für einen SLE gilt,
waren die ersten einzeln nachgewiesenen ENA-Antikörper. Danach wurden weitere Typen von ENA identifiziert, z. B.
Ribonukleoproteine (RNP), die Sjögren-Antigene A und B (SSA/Ro, SSB/La), Scl-70, Jo-1 und PM1.
Die meisten ENA sind zwar krankheitsspezifisch, trotzdem kommt es -- abhängig vom Typ der zugrundeliegenden CTD -- auch
ORG 200 ANA Detect zu überlappenden Antikörperbefunden.
Der Nachweis von Autoantikörpern im Serum von Patienten ist ein diagnostisches Kriterium für die CTD. Zusammen mit den
klinischen Symptomen unterstützt eine Charakterisierung der ANA-Subtypen die gezielte Diagnostik der
ZWECKBESTIMMUNG Bindegewebserkrankungen.
ANA Detect ist ein auf der ELISA Technik basierendes Testsystem für die qualitative Bestimmung von IgG Indirekte Immunfluoreszenz-Tests (IF) und Enzym-gekoppelte Immuntests (ELISA) werden normalerweise in der täglichen
Antikörpern gegen SS-A-52 (Ro-52), SS-A-60 (Ro-60), SS-B (La), RNP/Sm, RNP-70, RNP-A, RNP-C, Sm-BB, Sm- Praxis zum Nachweis von ANA verwendet. Zum initialen Screening kommt meist ein Immunfluoreszenz-Test zum Einsatz oder
D, Sm-E, Sm-F, Sm-G, Scl-70, Jo-1, dsDNA, ssDNA, Polynucleosomen, Mononucleosomen, Histonkomplex, ein kombinierter ELISA, der wie die IF eine breite Auswahl von ANA-Spezifitäten detektiert. Sind diese Tests positiv, so schließt
Histone H1, Histone H2A, Histone H2B, Histone 3, Histone H4, Pm-Scl-100 and Centromer B in humanem Serum sich die weitere Untersuchung einzelner Antigenspeziftäten an. Dabei werden klinische Symptome und möglicherweise
charakteristische Fluoreszenzmuster in der IF ebenfalls berücksichtigt.
oder Plasma. Dieses Produkt ist ausschließlich für die professionelle Anwendung durch Fachpersonal in der in vitro
In den Antigen-spezifischen ELISAs reagieren jeweils einzelne Autoantigene, z. B. dsDNA, SS-A/Ro, SS-B/La, Scl-70, Sm,
Diagnostik bestimmt.
Sm/RNP etc.
Autoantikörper gegen dsDNA sind spezifische diagnostische Marker für einen SLE und die Antikörperspiegel steigen mit
erhöhter Krankheitsaktivität. Die kürzlich veröffentlichten neuen ACR-Guidlines zur Behandlung und Überwachung der Lupus
VERWENDETE SYMBOLE Nephritis empfehlen Tests auf Antikörper gegen dsDNA in festgelegten zeitlichen Abständen zum Monitoring der Aktivität einer
Lupus-Nephritis. Diese reichen von monatlichen Tests bei schwangeren Patientinnen mit aktiver Glomerulonephritis, über
V In-vitro-Diagnostikum Intervalle von drei Monaten bei Schwangeren mit einer Nephritis in der Vorgeschichte und allen anderen Patienten mit aktiver
Nephritis, bis hin zu halbjährlichen Untersuchungen bei Patienten mit einer vorausgegangen Nephritis und Patienten die noch
M Hersteller
nie eine Nephritis hatten. SLE-Patienten ohne dsDNA-Antikörper bilden oft Antikörper gegen ssDNA.
Anti-Sm ist ebenfalls hochspezifisch für einen SLE, kommt aber nur bei 10-30 % der Patienten vor.
h Bestellnummer
Antikörper gegen dsDNA, Histone, das 70 kD Protein des U1-snRNP-Komplexes (RNP70) und das Smith Antigen (Sm) sind eng
assoziiert mit einem SLE. Antikörper gegen die Sjörgren Syndrom Antigene A und B (SSA/Ro und SS-B/La) treten bei Patienten
X24 Ausreichend für
mit Sjörgren Syndrom auf, aber auch bei bis zu 30 % der SLE Patienten mit kutanen Symptomen.
SSA/Ro-Antikörper sind plazentagängig und können dadurch die Entstehung eines SLE beim Neugeborenen auslösen. In den
g Loscode
Seren der Mütter von Babies mit neonatalem Lupus Syndrom und kongenitalem Herzblock lassen sich fast immer SSA/Ro-

H Verwendbar bis Antikörper nachweisen.


Eine weitere Gruppe von Antikörpern bindet an Strukturen der Nucleoli und zeigt in der IF ein entsprechendes
8:
r
2: Temperaturbegrenzung Fluoreszenzmuster. Anti-PM-Scl, Anti-RNA-Polymerase I-III und anti-U3-RNP sind die häufigsten Vertreter dieser Gruppe. Man
findet sie bei Sklerodermie und bei der Polymyositis.
i Gebrauchsanweisung beachten Antikörper gegen RNP oder den RNP/Sm-Komplex finden sich bei Mischkollagenosen (MCTD, Sharp-Syndrom) und beim SLE.
Antikörper gegen das 70 kD Protein des U1-snRNP-Komplexes sind serologische Marker für eine Mischkollagenose. Bis zu 100
w Vor Sonnenlicht schützen % der MCTD-Patienten haben hohe Titer von Antikörpern gegen RNP-70.

Alegria ® Teststreifen
Waschpuffer
Systemflüssigkeit
Gebrauchsfertig

ORG 200_IFU_DE_QM112831_2014-06-26_2 Seite 1 ORG 200_IFU_DE_QM112831_2014-06-26_2 Seite 2


METHODIK LIEFERUMFANG
Dieser Alegria® Assay besteht aus Alegria® Teststreifen. Das sind mit einem Barcode versehene einzelne X24 ORG 200-24 Ausreichend für 24 Bestimmungen
Mikrotiter-Streifen mit jeweils 8 Kavitäten. X12 ORG 200-12 Ausreichend für 12 Bestimmungen
Jeder Alegria® Teststreifen ist für eine einzelne Bestimmung vorgesehen. Der Alegria ® Teststreifen ist mit einem Alegria® Teststreifen sind Module mit 8 Kavitäten.
kompletten Reagenzienset ausgestattet, bestehend aus Enzymkonjugat, Enzymsubstrat, Probenverdünnungspuffer Kavität 1 und 2: leere, unbeschichtete Kavität (Probenverdünnung)
und einer test-spezifischen Kontrolle. Weiterhin verfügt jeder Alegria ® Teststreifen über zwei mit testspezifischem Kavität 3 und 4: antigenbeschichtete Kavität (Reaktionskavität)
Antigen beschichtete Kavitäten, die als Reaktionskavitäten für die Kontrolle und die Patientenprobe dienen. Kavität 5: Kontrolle; gelb; enthält testspezifische Antikörper, PBS, BSA,
Die Reaktion basiert auf dem Prinzip eines indirekten ELISA mit den folgenden Schritten: Spezifische Antikörper, Detergens; Natriumazid 0,09% und ProClin 300 0,05% als
die in der zu untersuchenden Probe enthalten sind, binden an die antigenbeschichteten Oberflächen der beiden Konservierungsmittel.
Reaktionskavitäten. Ein auf die anschließende Inkubation folgender Waschschritt entfernt alle nicht gebundenen Kavität 6: Enzymkonjugat; hellrot; enthält Peroxidase-markierte Antikörper gegen
oder unspezifisch gebundenen Moleküle. Das zugegebene Enzymkonjugat bindet an die entstandenen Antigen- humanes IgG; PBS; BSA; Detergens; 0,05% ProClin 300 als
Antikörper-Komplexe. Nach Inkubation wird in einem zweiten Waschschritt überschüssiges Konjugat entfernt. Das Konservierungsmittel.
Enzymkonjugat setzt zugefügtes Substrat in ein blaugefärbtes Produkt um. Die Intensität der Blaufärbung korreliert Kavität 7: Probenpuffer; gelb; PBS, BSA, Detergens; Natriumazid 0,09% und
mit der Konzentration an Antigen-Antikörper-Komplexen und wird über ein optisches Modul bei 650 nm gemessen. ProClin 300 0,05% als Konservierungsmittel.
Beim Gebrauch im Alegria®, einem vollautomatischen Random Access Analyser, basiert dieser Teststreifen auf der Kavität 8: TMB Substratlösung; klar, enthält 3,3’, 5,5’-Tetramethylbenzidin
SMC®-Technik (Sensotronic Memorized Calibration): jeder Alegria ® Teststreifen ist mit einem individuellen Barcode Die Reaktionskavitäten sind beschichtet mit gereinigten Antigenen SS-A-52 (Ro-52),
auf der Folie gekennzeichnet, der Informationen zum Produktnamen, den Grenzwerten der internen Kontrolle und SS-A-60 (Ro-60), SS-B (La), RNP/Sm, RNP-70, RNP-A, RNP-C, Sm-BB, Sm-D, Sm-
dem Berechnungsalgorithmus kodiert. Im Barcode sind weiterhin die Haltbarkeit und die komplette Standardreihe
E, Sm-F, Sm-G, Scl-70, Jo-1, dsDNA, ssDNA, ssDNA, Polynucleosomen,
chargenspezifisch hinterlegt. Mononucleosomen, Histonkomplex, Histone H1, Histone H2A, Histone H2B, Histone
3, Histone H4, Pm-Scl-100 und Centromer B.
HINWEISE UND VORSICHTSMASSNAHMEN
Produktcode auf dem Barcode: ANA Detect
• Alle Reagenzien dieser Testpackung sind ist ausschließlich zur Anwendung durch Fachpersonal in der in vitro
1x 20 ml Waschpuffer; enthält Tris, Detergens, Natriumazid 0,09% als Konservierungs-mittel;
Diagnostik bestimmt.
50 x Konzentrat.
• Komponenten, die Humanserum enthalten wurden mit FDA anerkannten Methoden auf HBsAg, HCV, HIV1 und
1x 2.5 ml Systemflüssigkeit; enthält Säure; 1000 x Konzentrat
HIV2 geprüft und für negativ befunden. Da kein Test die Abwesenheit von HBsAg, HCV, HIV1 und HIV2
garantieren kann, empfehlen wir, alle Serum enthaltenden Bestandteile der Testpackung wie potentiell infektiöses i 1 Gebrauchsanweisung: Alegria Mini-DVD
Material zu handhaben. i 1 Qualitätskontrollzertifikat
• Rinderserumalbumin (BSA), das in den Komponenten enthalten ist, wurde auf BSE geprüft und für negativ
befunden. LAGERUNG UND HALTBARKEIT
• Kontakt mit dem Enzymsubstrat TMB (3,3´,5,5´-Tetramethyl-benzidine) vermeiden. • Lagerung der Testpackung bei 2-8 °C im Dunkeln.
• Die Systemflüssigkeit enthält Säure. Diese Konzentation ist als nicht gefährlich eingestuft. Hautkontakt • Reagenzien während der Lagerung und Anwendung nicht Hitze, Sonne oder starkem Licht aussetzen.
vermeiden. • Alegria ® Teststreifen versiegelt und mit Trockenmittel versehen im mitgelieferten Klippbeutel lagern.
• Kontrolle, Probenpuffer und Waschpuffer enthalten Natriumazid 0,09% als Konservierungsmittel. Diese • Die Haltbarkeit der nicht-geöffneten Testpackung beträgt 15 Monate vom Tag der Produktion an. Die nicht-
Konzentation ist nicht als gefährlich eingestuft. geöffneten Reagenzien sind bis zum Ablaufdatum der Testpackung stabil. Siehe Etikett der einzelnen Charge.
• Enzymkonjugat, Kontrolle und Probenpuffer enthalten 0,05% ProClin 300 als Konservierungsmittel. Diese • Verdünnter Waschpuffer und verdünnte Systemflüssigkeit sind bei 2-8°C mindestens 30 Tage stabil. Wir
Konzentation ist als nicht gefährlich eingestuft. empfehlen die in die Alegria ® Reagenzflaschen umgefüllte Gebrauchslösungen am selben Tag zu verbrauchen.
Beim Handhaben der Reagenzien, Kontrollen und Patientenproben sind die gängigen Laborsicherheitsrichtlinien
und die Gute Laborpraxis zu beachten: ERFORDERLICHE AUSRÜSTUNG
• Erste-Hilfe-Maßnahmen: Bei Hautkontakt sofort gründlich mit Wasser und Seife waschen. Kontaminierte Kleidung • Vortex Mischer
und Schuhe ablegen und vor der Wiederverwendung waschen. Sollte die Systemflüssigkeit in Kontakt mit der • Pipetten für 10 µl
Haut kommen, gründlich mit Wasser waschen. Nach Augenkontakt das Auge mit weit gespreizten Lidern • Meßzylinder für 1000 ml und 2500 ml
mindestens 10 Minuten unter fließendem Wasser spülen. Bei Bedarf Arzt aufsuchen. • Destilliertes oder vollentsalztes Wasser
• Maßnahmen bei unbeabsichtigter Freisetzung: Sicherheitsrichtlinien der Guten Laborpraxis beachten. Kontakt mit
der Haut und den Augen vermeiden. Nicht verschlucken. Nicht mit dem Mund pipettieren. In Bereichen, in denen PROBENENTNAHME UND -LAGERUNG
Proben oder Bestandteile des Produktes gehandhabt werden, nicht essen, trinken, rauchen oder schminken. • Blutproben sind nach den geltenden Verfahren zu gewinnen.
Verschüttungen mit inertem Material aufnehmen und einer geeigneten Abfallentsorgung zuführen. • Blut gerinnen lassen und Serum durch Zentrifugation gewinnen.
• Persönliche Schutzausrüstung: Schutzhandschuhe aus Nitril oder Latex tragen. Schutzbrille tragen. Bei • Proben sollten klar und nicht hämolytisch sein. Die Verwendung hämolytischer oder lipämischer Proben sollte
zweckbestimmter Anwendung sind keine gefährlichen Reaktionen bekannt. vermieden werden, stört diesen Test jedoch nicht.
• Zu vermeidende Bedingungen: Da das TMB Substrat lichtempfindlich ist, Alegria ® Teststreifen im Dunkeln lagern. • Serum- und Plasmaproben können gekühlt bei 2-8 °C bis zu 5 Tage aufbewahrt werden. Ist eine längere
• Abfälle sollten nach den staatlichen und örtlichen Umweltschutzregularien entsorgt werden. Lagerung beabsichtigt, sollten die Proben aliquotiert und bei -20 °C tiefgefroren werden.
Die Richtlinien zur Qualitätskontrolle im medizinischen Laboratorium bezüglich des Mitführens von Kontrollseren • Wiederholtes Auftauen und Einfrieren vermeiden! Verlust an Antikörperaktivität möglich.
und/oder Poolseren, sollten beachtet werden • Die Verwendung hitzeinaktivierter Seren wird nicht empfohlen.

ORG 200_IFU_DE_QM112831_2014-06-26_2 Seite 3 ORG 200_IFU_DE_QM112831_2014-06-26_2 Seite 4


Im Rahmen einer Normbereichsstudie mit Proben von gesunden Blutspendern wurden für diesen Alegria® Assay
ALLGEMEINE HINWEISE
die folgenden Werte ermittelt: Cut-off Index 1.0
• Komponenten dieses Tests nach Ablauf der Haltbarkeit nicht mehr benutzen.
• Alle Materialien vor Gebrauch auf Raumtemperatur (20-28°C) bringen. Interpretation der Ergebnisse
• Um Verschleppungen zu vermeiden sollten Proben jeweils mit einer frischen Pipettenspitze pipettiert werden. Negativ: Index < 1.0
Grenzwertig: Index 1.0 - 1.2
VORBEREITUNG DER REAGENZIEN
Positiv: Index > 1.2

Vor Gebrauch den Inhalt des Waschpuffer-Konzentrates (50x) mit destilliertem oder vollentsalztem Wasser auf ein Linearität
Endvolumen von 1000 ml verdünnen. Den verdünnten Waschpuffer in die Alegria® Reagenzflasche umfüllen. Wird
Drei Patientenproben mit hoher spezifischer Antikörperkonzentration wurden in Probenpuffer linear verdünnt um
nur ein Alegria ®-Lauf pro Arbeitstag durchgeführt, so empfehlen wir nur 500 ml verdünnten Waschpuffer in die
den dynamischen Messbereich des Assays darzustellen. Die Antikörperaktivität jeder Verdünnungsstufe wurde
Alegria® Reagenzflasche umzufüllen.
mittels SMC® Technik berechnet.

Vor Gebrauch den Inhalt des Systemflüssigkeit-Konzentrates (1000x) mit destilliertem oder vollentsalztem Wasser Probe Verdünnung Gemessen Erwartet G/E
auf ein Endvolumen von 2500 ml verdünnen. Die verdünnte Systemflüssigkeit in die Alegria® Reagenzflasche . . [Index] [Index] [%]
umfüllen.
1 1:100 5.6 5.6 100
. 1:200 3.0 2.8 107
Vor Gebrauch die benötigte Anzahl Alegria ® Teststreifen aus dem Klipp-Beutel entnehmen, auf Raumtemperatur . 1:400 1.6 1.4 111
bringen (20-28°C). Die Folie über den leeren Kavitäten erst unmittelbar vor Beginn des Tests entfernen. . 1:800 0.8 0.7 109
2 1:100 4.9 4.9 100
TESTDURCHFÜHRUNG
. 1:200 2.3 2.5 94
Der vollautomatische Random Access Analyser Alegria ® verwendet Alegria ® Teststreifen mit SMC® Technologie.
. 1:400 1.1 1.2 90
Genaue Angaben zur Bedienung des Gerätes finden sich im Gerätehandbuch.
(1) Folie über den leeren Kavitäten 1-4 des Alegria ® Teststreifens entfernen. . 1:800 0.6 0.6 98
Die Folie mit dem Barcode über den Kavitäten 5-8 nicht entfernen! 3 1:100 4.6 4.6 100
(2) 10 µl unverdünnte Probe auf den Boden von Kavität 1 pipettieren. . 1:200 2.1 2.3 91
(3) Den Alegria ® Teststreifen in das SysTray einsetzen. . 1:400 1.3 1.2 110
(4) Das beladene SysTray an der richtigen Position im Alegria® Gerät einsetzen und den Lauf starten. Alle . 1:800 0.7 0.6 113
weiteren Schritte erfolgen automatisch. Ein Lauf ist beendet, wenn der Drucker des Alegria® Geräts mit dem
Ausdrucken der Ergebnisse beginnt.

Reproduzierbarkeit
Intra-Assay Präzision: Der Variantionskoeffizient (VK) wurde berechnet für drei Proben mit je 24 Bestimmungen in
einem Lauf. Ergebnisse der Präzision in der Serie sind in der Tabelle zusammengefasst.
Inter-Assay Präzision: Der Variantionskoeffizient (VK) wurde berechnet für für drei Proben aus jeweils 6
Bestimmungen in 5 Läufen. Ergebnisse der Präzision von Lauf-zu-Lauf sind in der Tabelle zusammengefasst.
.
Intra-Assay Inter-Assay
Probe Mittelwert . Probe Mittelwert .
. Index CV . Index CV
1 1.0 2.8 1 1.0 3.6
KALIBRIERUNG
2 1.5 2.9 2 1.6 5.5
Das Testsystem ist gegen die international anerkannten Referenseren der CDC, Atlanta, USA und gegen die
3 2.5 2.7 3 2.7 9.4
Referenpräparation WHO Wo/80 gegen humane dsDNA kalibriert.
.
BERECHNUNG DER ERGEBNISSE
Die Daten der einzelnen Alegria ® Teststreifen werden mittels SMC® Technologie (Sensotronic Memorized Interferenzen
Calibration) ins System des Alegria® Geräts transferiert. Die Berechnung der Ergebnisse aus den gemessenen OD- Es konnten keine Interferenzen mit hämolytischen (bis 1000 mg/dL), lipämischen (bis 3 g/dL Triglyceride) oder
Werten und die Auswertung der Daten erfolgen automatisch. Seren mit erhöhten Bilirubinwerten (bis 40 mg/dL) beobachtet werden. Wir empfehlen jedoch aus praktischen
Gründen die Verwendung von stark hämolytischen oder lipämischen Proben zu vermeiden.
TESTCHARAKTERISTIKA Desweiteren wurden keine interferierenden Effekte mit Antikoagulantien (EDTA, Heparin, Citrat) beobachtet.

Studienergebnisse
Für qualitative Ergebnisse wird automatisch ein Index-Wert berechnet aus der OD der Probe dividiert durch OD der
Studiengruppe n n pos %
internen cut-off Kontrolle.
SLE 63 62 98.4
Normalwerte Sjogren Syndrom 2 2 100.0

ORG 200_IFU_DE_QM112831_2014-06-26_2 Seite 5 ORG 200_IFU_DE_QM112831_2014-06-26_2 Seite 6


MCTD 9 9 100.0 15. Putova I, Dostal C, Becvar R. Prevalence of antinucleosome antibodies by enzyme-linked immunosorbent
Poly- Dermatomyositis 8 8 100.0 assays in patients with systemic lupus erythematosus and other autoimmune systemic diseases. Ann N Y
Scleroderma 3 3 100.0 Acad Sci 2007; 1109:275-286.
16. Reveille JD. Predictive value of autoantibodies for activity of systemic lupus erythematosus. Lupus JID -
CREST 9 9 100.0
9204265 2004; 13(5):290-297.
Normalseren 148 3 2.0 17. Simon JA, Cabiedes J, Ortiz E, Alcocer-Varela J, Sanchez-Guerrero J. Anti-nucleosome antibodies in patients
. with systemic lupus erythematosus of recent onset. Potential utility as a diagnostic tool and disease activity
Klinische Diagnose marker. Rheumatology (Oxford ) 2004; 43(2):220-224.
Pos Neg 18. Sinclair D, Saas M, Williams D, Hart M, Goswami R. Can an ELISA replace immunofluorescence for the
ORG 200 Pos 93 3 detection of anti-nuclear antibodies?--The routine use of anti-nuclear antibody screening ELISAs. Clin Lab
ANA Detect Neg 1 145 2007; 53(3-4):183-191.
. . 94 148 242 19. Tozzoli R, Bizzaro N, Tonutti E, Villalta D, Bassetti D, Manoni F et al. Guidelines for the laboratory use of
Sensitivität: 98.9 % autoantibody tests in the diagnosis and monitoring of autoimmune rheumatic diseases. Am J Clin Pathol 2002;
Spezifität: 98.0 % 117(2):316-324.
20. Maidhof W., Hilias O. Lupus: an pverview of the disease and management options. P T 2012; 37(4):240-9.
Diagnostische Effizienz: 98.3 %
21. Hahn BH, McMahon MA, Wilkinson A, Wallace WD, Daikh DI, Fitzgerald JD et al. American College of
.
Rheumatology guidelines for screening, treatment, and management of lupus nephritis. Arthritis Care Res
GRENZEN DES VERFAHRENS (Hoboken ) 2012; 64(6):797-808.
Das Ergebnis ist eine diagnostische Hilfe. Eine endgültige klinische Diagnose sollte nicht auf dem Ergebnis eines
einzelnen Tests beruhen, sie sollte durch den behandelnden Arzt unter Berücksichtigung aller klinischen und
labordiagnostischen Befunde erhoben werden.
Die angegebenen Referenzbereiche für pathologische und normale Antikörperkonzentration in der Patientenprobe
sollten als Empfehlung angesehen werden. Jedes Labor sollte seinen eigenen Referenzbereich etablieren nach
ISO 15189 oder nach anderen anwendbaren Laborrichtlinien.

REFERENZEN
1. Alba P, Bento L, Cuadrado MJ, Karim Y, Tungekar MF, Abbs I et al. Anti-dsDNA, anti-Sm antibodies, and the
lupus anticoagulant: significant factors associated with lupus nephritis. Ann Rheum Dis 2003; 62(6):556-560.
2. Antico A, Platzgummer S, Bassetti D, Bizzaro N, Tozzoli R, Villalta D. Diagnosing systemic lupus
erythematosus: new-generation immunoassays for measurement of anti-dsDNA antibodies are an effective
alternative to the Farr technique and the Crithidia luciliae immunofluorescence test. Lupus 2010; 19(8):906-912.
3. Brouwer R, Hengstman GJ, Vree EW, Ehrfeld H, Bozic B, Ghirardello A et al. Autoantibody profiles in the sera
of European patients with myositis. Ann Rheum Dis 2001; 60(2):116-123.
4. Castro C, Gourley M. Diagnostic testing and interpretation of tests for autoimmunity. J Allergy Clin Immunol
2010; 125(2 Suppl 2):S238-S247.
5. Defendenti C, Atzeni F, Spina MF, Grosso S, Cereda A, Guercilena G et al. Clinical and laboratory aspects of
Ro/SSA-52 autoantibodies. Autoimmun Rev 2011; 10(3):150-154.
6. Eriksson C, Kokkonen H, Johansson M, Hallmans G, Wadell G, Rantapaa-Dahlqvist S. Autoantibodies predate
the onset of Systemic Lupus Erythematosus in northern Sweden. Arthritis Research & Therapy 2011; 13(1):R30.
7. Haugbro K, Nossent JC, Winkler T, Figenschau Y, Rekvig OP. Anti-dsDNA antibodies and disease classification
in antinuclear antibody positive patients: the role of analytical diversity. Ann Rheum Dis JID - 0372355 2004; 63
(4):386-394.
8. Ippolito A, Wallace DJ, Gladman D, Fortin PR, Urowitz M, Werth V et al. Autoantibodies in systemic lupus
erythematosus: comparison of historical and current assessment of seropositivity. Lupus 2011; 20(3):250-255.
9. Isenberg DA, Manson JJ, Ehrenstein MR, Rahman A. Fifty years of anti-ds DNA antibodies: are we approaching
journey's end? Rheumatology (Oxford) 2007; 46(7):1052-1056.
10. Kattah NH, Kattah MG, Utz PJ. The U1-snRNP complex: structural properties relating to autoimmune
pathogenesis in rheumatic diseases. Immunol Rev 2010; 233(1):126-145.
11. Kumar Y, Bhatia A, Minz RW. Antinuclear antibodies and their detection methods in diagnosis of connective
tissue diseases: a journey revisited. Diagn Pathol 2009; 4:1.
12. Meroni PL, Schur PH. ANA screening: an old test with new recommendations. Ann Rheum Dis 2010; 69:1420
-1422.
13. Petri M, Magder L. Classification criteria for systemic lupus erythematosus: a review. Lupus 2004; 13(11):829
-837.
14. Poole BD, Schneider RI, Guthridge JM, Velte CA, Reichlin M, Harley JB et al. Early targets of nuclear RNP
humoral autoimmunity in human systemic lupus erythematosus. Arthritis Rheum 2009; 60(3):848-859.
ORG 200_IFU_DE_QM112831_2014-06-26_2 Seite 7 ORG 200_IFU_DE_QM112831_2014-06-26_2 Seite 8