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ORGENTEC Diagnostika GmbH

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Gebrauchsanweisung

2014-06

ORG 200

ANA Detect

31 / 92 58-58 Gebrauchsanweisung 2014-06 ORG 200 ANA Detect ZWECKBESTIMMUNG ANA Detect ist ein auf

ZWECKBESTIMMUNG

ANA Detect ist ein auf der ELISA Technik basierendes Testsystem für die qualitative Bestimmung von IgG Antikörpern gegen SS-A-52 (Ro-52), SS-A-60 (Ro-60), SS-B (La), RNP/Sm, RNP-70, RNP-A, RNP-C, Sm-BB, Sm- D, Sm-E, Sm-F, Sm-G, Scl-70, Jo-1, dsDNA, ssDNA, Polynucleosomen, Mononucleosomen, Histonkomplex, Histone H1, Histone H2A, Histone H2B, Histone 3, Histone H4, Pm-Scl-100 and Centromer B in humanem Serum oder Plasma. Dieses Produkt ist ausschließlich für die professionelle Anwendung durch Fachpersonal in der in vitro Diagnostik bestimmt.

VERWENDETE SYMBOLE

V

M

In-vitro-Diagnostikum

Hersteller

h

Bestellnummer

X24

Ausreichend für

g

Loscode

H

Verwendbar bis

2: r 8:

Temperaturbegrenzung

i

Gebrauchsanweisung beachten

w

Vor Sonnenlicht schützen

Alegria ® Teststreifen

Alegria ® Teststreifen

Waschpuffer

Systemflüssigkeit

Gebrauchsfertig

ORG 200_IFU_DE_QM112831_2014-06-26_2

Seite 1

BESCHREIBUNG

Entzündliche Bindegewebserkrankungen (CTD) mit autoimmuner Genese weisen ein gemeinsames serologisches Merkmal auf:

die Anwesenheit zirkulierender Autoantikörper im Blut der Patienten. Diese antinukleären Autoantikörper (ANA) sind gegen Bestandteile des Zellkerns gerichtet und können Strukturen im Kern angreifen und zerstören. ANA sind an der Pathogenese autoimmuner Bindegewebserkrankungen (CTD) beteiligt und bilden gleichzeitig die Basis für ihre Diagnose und Behandlung. ANA lassen sich in zwei Hauptgruppen einordnen:

1. Autoantikörper gegen DNA und Histone

2. Autoantikörper gegen extrahierbare nukleäre Antigene (ENA): Sm, Ribonukleoproteine (RNP), SSA/Ro, SSB/La, Scl-70, Jo-1

und Pm1 Autoantikörper gegen DNA und Histone binden an Einzelstrang-DNA (ssDNA) oder Doppelstrang-DNA (dsDNA). Deutlich erhöhte Titer von dsDNA-Antikörpern finden sich beim systemischen Lupus erythematodes (SLE). Antikörper gegen Histone weisen auf einen Medikamenten–induzierten Lupus hin. Neben DNA und Histonen können Autoantikörper auch andere antigene Strukturen im Zellkern erkennen. Diese Antigene wurden in der Vergangenheit als extrahierbare nukleäre Antigene (ENA) bezeichnet, da sie ursprünglich mit Kochsalzlösung aus den Zellkernen extrahiert wurden. Autoantikörper gegen das Smith-Antigen (Anti-Sm), das als hochspezifisch für einen SLE gilt, waren die ersten einzeln nachgewiesenen ENA-Antikörper. Danach wurden weitere Typen von ENA identifiziert, z. B. Ribonukleoproteine (RNP), die Sjögren-Antigene A und B (SSA/Ro, SSB/La), Scl-70, Jo-1 und PM1. Die meisten ENA sind zwar krankheitsspezifisch, trotzdem kommt es -- abhängig vom Typ der zugrundeliegenden CTD -- auch zu überlappenden Antikörperbefunden. Der Nachweis von Autoantikörpern im Serum von Patienten ist ein diagnostisches Kriterium für die CTD. Zusammen mit den klinischen Symptomen unterstützt eine Charakterisierung der ANA-Subtypen die gezielte Diagnostik der Bindegewebserkrankungen. Indirekte Immunfluoreszenz-Tests (IF) und Enzym-gekoppelte Immuntests (ELISA) werden normalerweise in der täglichen Praxis zum Nachweis von ANA verwendet. Zum initialen Screening kommt meist ein Immunfluoreszenz-Test zum Einsatz oder ein kombinierter ELISA, der wie die IF eine breite Auswahl von ANA-Spezifitäten detektiert. Sind diese Tests positiv, so schließt sich die weitere Untersuchung einzelner Antigenspeziftäten an. Dabei werden klinische Symptome und möglicherweise charakteristische Fluoreszenzmuster in der IF ebenfalls berücksichtigt. In den Antigen-spezifischen ELISAs reagieren jeweils einzelne Autoantigene, z. B. dsDNA, SS-A/Ro, SS-B/La, Scl-70, Sm, Sm/RNP etc. Autoantikörper gegen dsDNA sind spezifische diagnostische Marker für einen SLE und die Antikörperspiegel steigen mit erhöhter Krankheitsaktivität. Die kürzlich veröffentlichten neuen ACR-Guidlines zur Behandlung und Überwachung der Lupus Nephritis empfehlen Tests auf Antikörper gegen dsDNA in festgelegten zeitlichen Abständen zum Monitoring der Aktivität einer Lupus-Nephritis. Diese reichen von monatlichen Tests bei schwangeren Patientinnen mit aktiver Glomerulonephritis, über Intervalle von drei Monaten bei Schwangeren mit einer Nephritis in der Vorgeschichte und allen anderen Patienten mit aktiver Nephritis, bis hin zu halbjährlichen Untersuchungen bei Patienten mit einer vorausgegangen Nephritis und Patienten die noch nie eine Nephritis hatten. SLE-Patienten ohne dsDNA-Antikörper bilden oft Antikörper gegen ssDNA. Anti-Sm ist ebenfalls hochspezifisch für einen SLE, kommt aber nur bei 10-30 % der Patienten vor. Antikörper gegen dsDNA, Histone, das 70 kD Protein des U1-snRNP-Komplexes (RNP70) und das Smith Antigen (Sm) sind eng assoziiert mit einem SLE. Antikörper gegen die Sjörgren Syndrom Antigene A und B (SSA/Ro und SS-B/La) treten bei Patienten mit Sjörgren Syndrom auf, aber auch bei bis zu 30 % der SLE Patienten mit kutanen Symptomen. SSA/Ro-Antikörper sind plazentagängig und können dadurch die Entstehung eines SLE beim Neugeborenen auslösen. In den Seren der Mütter von Babies mit neonatalem Lupus Syndrom und kongenitalem Herzblock lassen sich fast immer SSA/Ro- Antikörper nachweisen. Eine weitere Gruppe von Antikörpern bindet an Strukturen der Nucleoli und zeigt in der IF ein entsprechendes Fluoreszenzmuster. Anti-PM-Scl, Anti-RNA-Polymerase I-III und anti-U3-RNP sind die häufigsten Vertreter dieser Gruppe. Man findet sie bei Sklerodermie und bei der Polymyositis. Antikörper gegen RNP oder den RNP/Sm-Komplex finden sich bei Mischkollagenosen (MCTD, Sharp-Syndrom) und beim SLE. Antikörper gegen das 70 kD Protein des U1-snRNP-Komplexes sind serologische Marker für eine Mischkollagenose. Bis zu 100 % der MCTD-Patienten haben hohe Titer von Antikörpern gegen RNP-70.

zu 100 % der MCTD-Patienten haben hohe Titer von Antikörpern gegen RNP-70. ORG 200_IFU_DE_QM112831_2014-06-26_2 Seite 2

ORG 200_IFU_DE_QM112831_2014-06-26_2

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METHODIK

Dieser Alegria ® Assay besteht aus Alegria ® Teststreifen. Das sind mit einem Barcode versehene einzelne Mikrotiter-Streifen mit jeweils 8 Kavitäten. Jeder Alegria ® Teststreifen ist für eine einzelne Bestimmung vorgesehen. Der Alegria ® Teststreifen ist mit einem kompletten Reagenzienset ausgestattet, bestehend aus Enzymkonjugat, Enzymsubstrat, Probenverdünnungspuffer und einer test-spezifischen Kontrolle. Weiterhin verfügt jeder Alegria ® Teststreifen über zwei mit testspezifischem Antigen beschichtete Kavitäten, die als Reaktionskavitäten für die Kontrolle und die Patientenprobe dienen. Die Reaktion basiert auf dem Prinzip eines indirekten ELISA mit den folgenden Schritten: Spezifische Antikörper, die in der zu untersuchenden Probe enthalten sind, binden an die antigenbeschichteten Oberflächen der beiden Reaktionskavitäten. Ein auf die anschließende Inkubation folgender Waschschritt entfernt alle nicht gebundenen oder unspezifisch gebundenen Moleküle. Das zugegebene Enzymkonjugat bindet an die entstandenen Antigen- Antikörper-Komplexe. Nach Inkubation wird in einem zweiten Waschschritt überschüssiges Konjugat entfernt. Das Enzymkonjugat setzt zugefügtes Substrat in ein blaugefärbtes Produkt um. Die Intensität der Blaufärbung korreliert mit der Konzentration an Antigen-Antikörper-Komplexen und wird über ein optisches Modul bei 650 nm gemessen. Beim Gebrauch im Alegria ® , einem vollautomatischen Random Access Analyser, basiert dieser Teststreifen auf der SMC ® -Technik (Sensotronic Memorized Calibration): jeder Alegria ® Teststreifen ist mit einem individuellen Barcode auf der Folie gekennzeichnet, der Informationen zum Produktnamen, den Grenzwerten der internen Kontrolle und dem Berechnungsalgorithmus kodiert. Im Barcode sind weiterhin die Haltbarkeit und die komplette Standardreihe chargenspezifisch hinterlegt.

HINWEISE UND VORSICHTSMASSNAHMEN

• Alle Reagenzien dieser Testpackung sind ist ausschließlich zur Anwendung durch Fachpersonal in der in vitro Diagnostik bestimmt.

• Komponenten, die Humanserum enthalten wurden mit FDA anerkannten Methoden auf HBsAg, HCV, HIV1 und

HIV2 geprüft und für negativ befunden. Da kein Test die Abwesenheit von HBsAg, HCV, HIV1 und HIV2 garantieren kann, empfehlen wir, alle Serum enthaltenden Bestandteile der Testpackung wie potentiell infektiöses Material zu handhaben.

• Rinderserumalbumin (BSA), das in den Komponenten enthalten ist, wurde auf BSE geprüft und für negativ befunden.

• Kontakt mit dem Enzymsubstrat TMB (3,3´,5,5´-Tetramethyl-benzidine) vermeiden.

• Die Systemflüssigkeit enthält Säure. Diese Konzentation ist als nicht gefährlich eingestuft. Hautkontakt vermeiden.

• Kontrolle, Probenpuffer und Waschpuffer enthalten Natriumazid 0,09% als Konservierungsmittel. Diese Konzentation ist nicht als gefährlich eingestuft.

• Enzymkonjugat, Kontrolle und Probenpuffer enthalten 0,05% ProClin 300 als Konservierungsmittel. Diese Konzentation ist als nicht gefährlich eingestuft. Beim Handhaben der Reagenzien, Kontrollen und Patientenproben sind die gängigen Laborsicherheitsrichtlinien und die Gute Laborpraxis zu beachten:

• Erste-Hilfe-Maßnahmen: Bei Hautkontakt sofort gründlich mit Wasser und Seife waschen. Kontaminierte Kleidung und Schuhe ablegen und vor der Wiederverwendung waschen. Sollte die Systemflüssigkeit in Kontakt mit der Haut kommen, gründlich mit Wasser waschen. Nach Augenkontakt das Auge mit weit gespreizten Lidern mindestens 10 Minuten unter fließendem Wasser spülen. Bei Bedarf Arzt aufsuchen.

• Maßnahmen bei unbeabsichtigter Freisetzung: Sicherheitsrichtlinien der Guten Laborpraxis beachten. Kontakt mit der Haut und den Augen vermeiden. Nicht verschlucken. Nicht mit dem Mund pipettieren. In Bereichen, in denen Proben oder Bestandteile des Produktes gehandhabt werden, nicht essen, trinken, rauchen oder schminken. Verschüttungen mit inertem Material aufnehmen und einer geeigneten Abfallentsorgung zuführen.

• Persönliche Schutzausrüstung: Schutzhandschuhe aus Nitril oder Latex tragen. Schutzbrille tragen. Bei zweckbestimmter Anwendung sind keine gefährlichen Reaktionen bekannt.

• Zu vermeidende Bedingungen: Da das TMB Substrat lichtempfindlich ist, Alegria ® Teststreifen im Dunkeln lagern.

• Abfälle sollten nach den staatlichen und örtlichen Umweltschutzregularien entsorgt werden.

Die Richtlinien zur Qualitätskontrolle im medizinischen Laboratorium bezüglich des Mitführens von Kontrollseren

und/oder Poolseren, sollten beachtet werden

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LIEFERUMFANG

X24

ORG 200-24

X12

ORG 200-12

3 LIEFERUMFANG X 24 ORG 200-24 X 12 ORG 200-12 Ausreichend für 24 Bestimmungen Ausreichend für
3 LIEFERUMFANG X 24 ORG 200-24 X 12 ORG 200-12 Ausreichend für 24 Bestimmungen Ausreichend für

Ausreichend für 24 Bestimmungen Ausreichend für 12 Bestimmungen

Alegria® Teststreifen sind Module mit 8 Kavitäten. Kavität 1 und 2: leere, unbeschichtete Kavität (Probenverdünnung) Kavität 3 und 4: antigenbeschichtete Kavität (Reaktionskavität)

Kavität 5:

Kontrolle; gelb; enthält testspezifische Antikörper, PBS, BSA,

Kavität 6:

Detergens; Natriumazid 0,09% und ProClin 300 0,05% als Konservierungsmittel. Enzymkonjugat; hellrot; enthält Peroxidase-markierte Antikörper gegen humanes IgG; PBS; BSA; Detergens; 0,05% ProClin 300 als Konservierungsmittel.

Kavität 7: Probenpuffer; gelb; PBS, BSA, Detergens; Natriumazid 0,09% und ProClin 300 0,05% als Konservierungsmittel.

Kavität 8:

Die Reaktionskavitäten sind beschichtet mit gereinigten Antigenen SS-A-52 (Ro-52), SS-A-60 (Ro-60), SS-B (La), RNP/Sm, RNP-70, RNP-A, RNP-C, Sm-BB, Sm-D, Sm- E, Sm-F, Sm-G, Scl-70, Jo-1, dsDNA, ssDNA, ssDNA, Polynucleosomen, Mononucleosomen, Histonkomplex, Histone H1, Histone H2A, Histone H2B, Histone 3, Histone H4, Pm-Scl-100 und Centromer B.

Produktcode auf dem Barcode:

ANA Detect

TMB Substratlösung; klar, enthält 3,3’, 5,5’-Tetramethylbenzidin

klar, enthält 3,3’, 5,5’-Tetramethylbenzidin i i 1x 20 ml W a s c h p u

i

i

1x 20 ml

Waschpuffer; enthält Tris, Detergens, Natriumazid 0,09% als Konservierungs-mittel; 50 x Konzentrat.

1x 2.5 ml

Systemflüssigkeit; enthält Säure; 1000 x Konzentrat

1

Gebrauchsanweisung: Alegria Mini-DVD

1

Qualitätskontrollzertifikat

LAGERUNG UND HALTBARKEIT

• Lagerung der Testpackung bei 2-8 °C im Dunkeln.

• Reagenzien während der Lagerung und Anwendung nicht Hitze, Sonne oder starkem Licht aussetzen.

• Alegria ® Teststreifen versiegelt und mit Trockenmittel versehen im mitgelieferten Klippbeutel lagern.

• Die Haltbarkeit der nicht-geöffneten Testpackung beträgt 15 Monate vom Tag der Produktion an. Die nicht- geöffneten Reagenzien sind bis zum Ablaufdatum der Testpackung stabil. Siehe Etikett der einzelnen Charge.

• Verdünnter Waschpuffer und verdünnte Systemflüssigkeit sind bei 2-8°C mindestens 30 Tage stabil. Wir empfehlen die in die Alegria ® Reagenzflaschen umgefüllte Gebrauchslösungen am selben Tag zu verbrauchen.

ERFORDERLICHE AUSRÜSTUNG

• Vortex Mischer

• Pipetten für 10 µl

• Meßzylinder für 1000 ml und 2500 ml

• Destilliertes oder vollentsalztes Wasser

PROBENENTNAHME UND -LAGERUNG

• Blutproben sind nach den geltenden Verfahren zu gewinnen.

• Blut gerinnen lassen und Serum durch Zentrifugation gewinnen.

• Proben sollten klar und nicht hämolytisch sein. Die Verwendung hämolytischer oder lipämischer Proben sollte vermieden werden, stört diesen Test jedoch nicht.

• Serum- und Plasmaproben können gekühlt bei 2-8 °C bis zu 5 Tage aufbewahrt werden. Ist eine längere Lagerung beabsichtigt, sollten die Proben aliquotiert und bei -20 °C tiefgefroren werden.

• Wiederholtes Auftauen und Einfrieren vermeiden! Verlust an Antikörperaktivität möglich.

• Die Verwendung hitzeinaktivierter Seren wird nicht empfohlen.

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ALLGEMEINE HINWEISE

• Komponenten dieses Tests nach Ablauf der Haltbarkeit nicht mehr benutzen.

• Alle Materialien vor Gebrauch auf Raumtemperatur (20-28°C) bringen.

• Um Verschleppungen zu vermeiden sollten Proben jeweils mit einer frischen Pipettenspitze pipettiert werden.

VORBEREITUNG DER REAGENZIEN

Vor Gebrauch den Inhalt des Waschpuffer-Konzentrates (50x) mit destilliertem oder vollentsalztem Wasser auf ein Endvolumen von 1000 ml verdünnen. Den verdünnten Waschpuffer in die Alegria ® Reagenzflasche umfüllen. Wird nur ein Alegria ® -Lauf pro Arbeitstag durchgeführt, so empfehlen wir ® Reagenzflasche umfüllen. Wird nur ein Alegria ® -Lauf pro Arbeitstag durchgeführt, so empfehlen wir nur 500 ml verdünnten Waschpuffer in die Alegria ® Reagenzflasche umzufüllen.

Vor Gebrauch den Inhalt des Systemflüssigkeit-Konzentrates (1000x) mit destilliertem oder vollentsalztem Wasser auf ein Endvolumen von 2500 ml verdünnen. Die verdünnte Systemflüssigkeit in die Alegria ® Reagenzflasche umfüllen. ® Reagenzflasche umfüllen.

in die Alegria ® Reagenzflasche umfüllen. Vor Gebrauch die benötigte Anzahl Alegria ®

Vor Gebrauch die benötigte Anzahl Alegria ® Teststreifen aus dem Klipp-Beutel entnehmen, auf Raumtemperatur bringen (20-28°C). Die Folie über den leeren Kavitäten erst unmittelbar vor Beginn des Tests entfernen.

TESTDURCHFÜHRUNG

Der vollautomatische Random Access Analyser Alegria ® verwendet Alegria ® Teststreifen mit SMC ® Technologie. Genaue Angaben zur Bedienung des Gerätes finden sich im Gerätehandbuch. (1) Folie über den leeren Kavitäten 1-4 des Alegria ® Teststreifens entfernen. Die Folie mit dem Barcode über den Kavitäten 5-8 nicht entfernen! (2) 10 µl unverdünnte Probe auf den Boden von Kavität 1 pipettieren. (3) Den Alegria ® Teststreifen in das SysTray einsetzen. (4) Das beladene SysTray an der richtigen Position im Alegria ® Gerät einsetzen und den Lauf starten. Alle weiteren Schritte erfolgen automatisch. Ein Lauf ist beendet, wenn der Drucker des Alegria ® Geräts mit dem Ausdrucken der Ergebnisse beginnt.

® Geräts mit dem Ausdrucken der Ergebnisse beginnt. KALIBRIERUNG Das Testsystem ist gegen die international

KALIBRIERUNG

Das Testsystem ist gegen die international anerkannten Referenseren der CDC, Atlanta, USA und gegen die Referenpräparation WHO Wo/80 gegen humane dsDNA kalibriert.

BERECHNUNG DER ERGEBNISSE

Die Daten der einzelnen Alegria ® Teststreifen werden mittels SMC ® Technologie (Sensotronic Memorized Calibration) ins System des Alegria ® Geräts transferiert. Die Berechnung der Ergebnisse aus den gemessenen OD- Werten und die Auswertung der Daten erfolgen automatisch.

TESTCHARAKTERISTIKA

Für qualitative Ergebnisse wird automatisch ein Index-Wert berechnet aus der OD der Probe dividiert durch OD der internen cut-off Kontrolle.

Normalwerte

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Im Rahmen einer Normbereichsstudie mit Proben von gesunden Blutspendern wurden für diesen Alegria ® Assay

Index 1.0

die folgenden Werte ermittelt: Cut-off

Interpretation der Ergebnisse

Negativ:

Index < 1.0

Grenzwertig:

Index 1.0 - 1.2

Positiv:

Index > 1.2

Linearität

Drei Patientenproben mit hoher spezifischer Antikörperkonzentration wurden in Probenpuffer linear verdünnt um den dynamischen Messbereich des Assays darzustellen. Die Antikörperaktivität jeder Verdünnungsstufe wurde mittels SMC ® Technik berechnet.

Probe

Verdünnung

Gemessen

Erwartet

G/E

.

.

[Index]

[Index]

[%]

1

1:100

 

5.6

 

5.6

100

.

1:200

 

3.0

2.8

107

.

1:400

 

1.6

1.4

111

.

1:800

 

0.8

0.7

109

2

1:100

 

4.9

4.9

100

.

1:200

 

2.3

2.5

94

.

1:400

 

1.1

1.2

90

.

1:800

 

0.6

 

0.6

98

3

1:100

 

4.6

4.6

100

.

1:200

 

2.1

2.3

91

.

1:400

 

1.3

1.2

110

.

1:800

 

0.7

0.6

113

Reproduzierbarkeit

Intra-Assay Präzision: Der Variantionskoeffizient (VK) wurde berechnet für drei Proben mit je 24 Bestimmungen in einem Lauf. Ergebnisse der Präzision in der Serie sind in der Tabelle zusammengefasst. Inter-Assay Präzision: Der Variantionskoeffizient (VK) wurde berechnet für für drei Proben aus jeweils 6 Bestimmungen in 5 Läufen. Ergebnisse der Präzision von Lauf-zu-Lauf sind in der Tabelle zusammengefasst.

 

Intra-Assay

.

 

Inter-Assay

Probe

Mittelwert

.

Probe

Mittelwert

.

.

Index

CV

.

Index

CV

1

1.0

2.8

1

1.0

3.6

2

1.5

2.9

2

1.6

5.5

3

2.5

2.7

3

2.7

9.4

 

.

Interferenzen

Es konnten keine Interferenzen mit hämolytischen (bis 1000 mg/dL), lipämischen (bis 3 g/dL Triglyceride) oder Seren mit erhöhten Bilirubinwerten (bis 40 mg/dL) beobachtet werden. Wir empfehlen jedoch aus praktischen Gründen die Verwendung von stark hämolytischen oder lipämischen Proben zu vermeiden. Desweiteren wurden keine interferierenden Effekte mit Antikoagulantien (EDTA, Heparin, Citrat) beobachtet.

Studienergebnisse

Studiengruppe

n

n pos

%

SLE

63

62

98.4

Sjogren Syndrom

2

2

100.0

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MCTD

9

9

100.0

Poly- Dermatomyositis

8

8

100.0

Scleroderma

3

3

100.0

CREST

9

9

100.0

Normalseren

148

3

2.0

 

.

Klinische Diagnose

 

Pos

Neg

ORG 200

Pos

93 3 1 145
93 3
1 145
 

ANA Detect

Neg

.

.

94

148

242

Sensitivität:

98.9

%

Spezifität:

98.0

%

Diagnostische Effizienz:

98.3

%

 

.

GRENZEN DES VERFAHRENS

Das Ergebnis ist eine diagnostische Hilfe. Eine endgültige klinische Diagnose sollte nicht auf dem Ergebnis eines einzelnen Tests beruhen, sie sollte durch den behandelnden Arzt unter Berücksichtigung aller klinischen und labordiagnostischen Befunde erhoben werden. Die angegebenen Referenzbereiche für pathologische und normale Antikörperkonzentration in der Patientenprobe sollten als Empfehlung angesehen werden. Jedes Labor sollte seinen eigenen Referenzbereich etablieren nach ISO 15189 oder nach anderen anwendbaren Laborrichtlinien.

REFERENZEN

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