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KS-ORIGINAL.
DIN 1053-1 Mauerwerk.
Berechnung und Ausführung.
1 Voraussetzungen für die Anwendung des vereinfachten Berechnungsverfahrens
(DIN 1053-1, Abschnitt 6)

Mauerwerk wird nach dem vereinfachten Berechnungsverfahren


(DIN 1053-1, Abschnitt 6) oder nach dem genaueren Verfahren
(DIN 1053-1, Abschnitt 7) bemessen.

Der Nachweis der Standsicherheit darf nach dem vereinfachten


Berechnungsverfahren gemäß DIN 1053-1, Abschnitt 6.1, ge-
führt werden, wenn

 die Gebäudehöhe über Gelände H ≤ 20,0 m ist,

 die Stützweiten der aufliegenden Decken ≤ 6,0 m sind (bei


Stützweiten > 6,0 m sind z.B. Zentrierleisten erforderlich),

 die Bedingungen der Tafel 1/1 eingehalten sind.

In allen übrigen Fällen muss eine Berechnung nach dem genaue-


ren Verfahren erfolgen (siehe Abschnitt 5 und 6).

Tafel 1/1: Voraussetzungen für die Anwendung des vereinfachten Berechnungsverfahrens gemäß DIN 1053-1, Abschnitt 6.1

Bauteil Wanddicke lichte Verkehrslast Gebäudehöhe1) / aussteifende


d Geschosshöhe der Decke p Geschosszahl Querwände
[cm] hs [kN/m²] Abstand eq
[m] [m]

≥ 11,5
1 ≤ 2,75
< 24
Innenwände ≤ 20 m¹)
keine
2 ≥ 24
Einschränkung
nicht
≥ 11,5 ≤ 5,0
3 ²) erforderlich
< 17,5
≤ 2,75
einschalige Außenwände ≥ 17,5
4
< 24 ≤ 20 m¹)
5 ≥ 24 ≤ 12 · d

eq ≤ 4,5
≤ 3,0 ein- ≤ 2 Vollgeschosse
≥ 11,5 Randabstand von
6 schließlich Trenn- + ausgebautes
< 17,5 einer Öffnung
Tragschalen zweischaliger ≤ 2,75 wandzuschlag Dachgeschoss
e ≤ 2,0
Außenwände und
zweischalige Haustrennwände ≥ 17,5
7 nicht
< 24 ≤ 5,0 ≤ 20 m¹)
erforderlich
8 ≥ 24 ≤ 12 · d

¹) Bei geneigten Dächern Mittel zwischen First- und Traufhöhe.


²) Nur für eingeschossige Garagen und vergleichbare Bauwerke, die nicht dem dauernden Aufenthalt von Menschen dienen.
2 Ermittlung der Schnittgrößen infolge von Lasten

Die Bestimmung der Eigen- und Verkehrslasten erfolgt nach Tafel 2/1: Nach DIN 1055-1 anzusetzende Wandflächengewichte von KS-Wänden
aus Normal- und Dünnbettmörtel1)
DIN 1055, Teil 1 und Teil 3. Tafel 2/1 enthält Wandgewichte
in Abhängigkeit von der Rohdichteklasse der Steine sowie der Stein- Wichte Wandflächengewicht (ohne Putz) in kN/m2
Wanddicke. rohdichte- [kN/m3] für Wanddicke d [cm]
klasse
Häufig anzusetzende Verkehrslasten (RDK)1) 7 10 11,5 15 17,5 20 24 30 36,5
 Wohnräume mit ausreichender Querverteilung 1,5 kN/m²
1,2 14 – 1,40 1,61 2,10 2,45 2,80 3,36 4,20 5,11
 Wohnräume ohne ausreichende Querverteilung, 1,4 16 – 1,60 1,84 2,40 2,80 3,20 3,84 4,80 5,84
Büroräume 2,0 kN/m²
1,6 16 – – 1,84 2,40 2,80 3,20 3,84 4,80 5,84
 Balkone mit einer Grundfläche > 10 m², 1,8 18 1,26 1,80 2,07 2,70 3,15 3,60 4,32 5,40 6,57
Treppen in Wohngebäuden 3,5 kN/m²
2,0 20 1,40 2,00 2,30 3,00 3,50 4,00 4,80 6,00 7,30
 Balkone mit einer Grundfläche ≤ 10 m²,
2,2 22 – – 2,53 3,30 3,85 4,40 5,28 6,60 8,03
Treppen in öffentl. Gebäuden 5,0 kN/m²
Bei Verwendung von Mauersteinen der RDK ≤ 1,4 in Dünnbettmörtel reduziert
1)

sich das rechnerische Wandflächengewicht um 1,0 kN/m3 · d [m]


 Trennwandzuschlag
bei einem Wandgewicht Die regionalen Lieferprogramme sind zu beachten.
≤ 3 kN/m 0,8 kN/m²
≤ 5 kN/m 1,2 kN/m² Tafel 2/2: Faktor für das statische System

Bei einem Wandgewicht > 5 kN/m Wandlänge ist das Eigenge- Faktor f [-] Lagerung Einspannung
wicht der tragenden und der nicht tragenden Trennwände als
Linienlast zu berücksichtigen. Es lässt sich hier aber auch ein 1,0 einachsig gespannte Platte gelenkig gelagert
einfacher Trennwandzuschlag für diese schweren Trennwände 1,4 zweiachsig gespannte Platte
ansetzen [1].
lx allseitig gelenkig
g = 1,0
q = 2 · n ·f ·h · ly
l
1,3 zweiachsig gespannte Platte
mit:
n Einflussfaktor für Anzahl und Stellung der Wände, siehe Bild 2/2 lx allseitig gelenkig
= 1,5
f Faktor für das statische System, siehe Tafel 2/2 ly
h Wandhöhe [m] 1,6 zweiachsig gespannte Platte
g Wandgewicht einschließlich Putz [kN/m²]
l Stützweite [m] lx einseitig eingespannt
= 1,0
4,00 m ≤ l ≤ 6,00 m ly
1,45 zweiachsig gespannte Platte
[1] Roeser; Gusia: Gutachten Deckenzuschläge für nicht tragen-
de Wände aus Kalksandstein, Aachen 2005 lx einseitig eingespannt
= 1,5
ly
Auflagerkräfte aus Decken
 Durchlaufende, einachsig gespannte Decken: Zwischenwerte können interpoliert werden.
Nach DIN 1053-1, Abschnitt 6.2.1 ist die Durchlaufwirkung
gemäß Bild 2/1 zu berücksichtigen.
System Wandstellung W1 Wandstellung W2 Wandstellung W3

 Zweiachsig gespannte Decken: A


Die Lastermittlung für Wände bei zweiachsig gespannten einachsig
gespannt
Decken erfolgt über Einflussflächen. n = 1,0 n = 1,3 n = 2,25

Wandstellung W1 Wandstellung W2 Wandstellung W3


 Parallel zur Deckenspannrichtung verlaufende Wände:
Für den Nachweis dieser Wände sind Lasten aus einem B
einachsig
parallelen Deckenstreifen angemessener Breite zu berück- gespannt
sichtigen. n = 1,0 n = 1,4 n = 2,35

Wandstellung W1 Wandstellung W2 Wandstellung W3


1 2 3 4 5 C
zweiachsig
gespannt,
l1 l2 l3 l4 gelenkig
n = 1,0 n = 1,3 n = 2,45

Auflager Lage im System Berücksichtigung der Durchlaufwirkung Wandstellung W1 Wandstellung W2


1 und 5 Außenwand NEIN D
zweiachsig
2 und 4 Erste Innenwand JA gespannt,
Endfeld
3 Innenwand JA, wenn l2 < 0,7 · l3 n = 1,0 n = 1,2

Bild 2/1: Ermittlung der Deckenauflagerkräfte bei einachsig gespannten Decken Bild 2/2: Einflussfaktor für Anzahl und Stellung der Wände
3 Spannungsnachweis bei zentrischer und exzentrischer Druckbeanspruchung nach
dem vereinfachten Berechnungsverfahren (DIN 1053-1, Abschnitt 6)

Die Standsicherheit von Wänden wird nach DIN 1053-1 durch k1 = 0,8 für alle anderen kurzen Wände (Pfeiler)
Einhaltung zulässiger Druckspannungen nachgewiesen.
hk
k2 = 1,0 für ≤ 10
Ablauf des Nachweises (Regelfall) d
 Vorhandene Druckspannung 25 - hk / d h
k2 = für 10 < k ≤ 25
NF 15 d

vorh σ = [MN/m2]
b·d Bei Decken zwischen Geschossen:
k3 = 1,0 für l ≤ 4,20 m
NF Größtwert der Normalkraft am Wandfuß l
d Wanddicke k3 = 1,7 – für 4,20 m < l ≤ 6,00 m
6
b Wandlänge mit l als Deckenstützweite in m
Bei Decken im obersten Geschoss (z.B. Dachdecken):
 Knicklänge/Schlankheit
k3 = 0,5
hk = β • hs
 Grundwert der zulässigen Druckspannung σ0 nach Tafel 3/3
β Abminderungsbeiwert nach Tafel 3/1 oder 3/2
 Zulässige Druckspannung
hs lichte Geschosshöhe
zul σD = k • σ0 [MN/m²]

hk
Schlankheit
d  Nachweis
 Abminderungsfaktoren vorh σ ≤ zul σD
Tafel 3/1: Vereinfachte Annahme für den Abminderungsbeiwert β zur Ermittlung
Wände als Zwischenauflager: k = k1 • k2
der Knicklänge
Wände als einseitiges Endauflager:
k = k1 • k2 oder k = k1 • k3, der kleinere Wert ist maßgebend. Wanddicke Abminderungsbeiwert
d [cm] β
Für k1, k2, k3 sind anzusetzen: 11,5 0,75
k1 = 1,0 für Wände und kurze Wände (Pfeiler) aus 17,5 0,75
ungetrennten Steinen bzw. getrennten Steinen 24 0,90
mit Lochanteil < 35 % (ohne Schlitze oder 30 1,00
Aussparungen) 36,5 1,00
Tafel 3/2: Beiwert β (3- und 4-seitig gehaltene Wand)

dreiseitig gehaltene Wand vierseitig gehaltene Wand


Wanddicke [cm] b’ β b Wanddicke [cm]
24 17,5 11,5 [m] [m] 11,5 17,5 24 30
0,65 0,35 2,00
0,75 0,40 2,25
0,85 0,45 2,50
0,95 0,50 2,80
1,05 0,55 3,10
1,15 0,60 3,40
b ≤ 3,45 m
1,25 0,65 3,80
1,40 0,70 4,30
1,60 0,75 4,80
b’ ≤ 1,75 m b ≤ 5,25 m
1,85 0,80 5,60
2,20 0,85 6,60
b’ ≤ 2,60 m b ≤ 7,20 m
2,80 0,90 8,40
b’ ≤ 3,60 m b ≤ 9,00 m
Tafel 3/3: Grundwerte σ0 der zulässigen Druckspannungen für Mauerwerk mit Normal-, Dünnbett- und Leichtmörtel gemäß DIN 1053-1, Tabellen 4a und 4b [MN/m²] bzw.
nach Zulassung

Steinfestigkeits- Normalmörtel Leichtmörtel Dünnbettmörtel


klasse MG II MG IIa MG III MG IIIa LM 21 LM 36 Plansteine KS XL
Voll-, Loch- und Hohlblocksteine Voll-/ Loch-/Hohl- ohne mit mit durchgehender
Blocksteine blocksteine Nut Nut Lochung
6 0,9 1,0 1,2 – 0,7 0,9 1,5 1,2 – – –
81) 1,0 1,2 1,4 – 0,8 1,0 2,0 1,4 – – –
121) 1,2 1,6 1,8 1,9 0,9 1,1 2,2 1,8 3,02) 2,22) 2,22)

16 – – – – – – – – 3,52) 2,72) 2,72)
20 1,6 1,9 2,4 3,0 0,9 1,1 3,2 2,4 4,02) 3,42) 3,22)
28 1,8 2,3 3,0 3,5 0,9 1,1 3,7 – 4,0 2)
3,7 2)
3,72)
Bis zur Einführung der SFK 10 bzw. 16 in die DIN 1053 sind die Grundwerte σ0 für die SFK 8 bzw. 12 anzusetzen.
1)

Höchste Ausnutzung gemäß entsprechenden bauaufsichtlichen Zulassungen für Mauerwerk aus KS XL.
2)
4 Schubnachweis nach dem vereinfachten Berechnungsverfahren
(DIN 1053-1, Abschnitt 6)

Auf einen rechnerischen Nachweis der räumlichen Steifigkeit darf


verzichtet werden, wenn die Geschossdecken als steife Scheiben
ausgebildet sind bzw. statisch nachgewiesene Ringbalken vorlie- e
gen und wenn in Längs- und Querrichtung des Gebäudes eine of-
N
fensichtlich ausreichende Anzahl von genügend langen ausstei-
fenden Wänden vorhanden ist, die ohne größere Schwächungen Q
d
und ohne Versprünge bis auf die Fundamente geführt sind. Ist s
ein Schubnachweis erforderlich, darf für Rechteckquerschnitte b
(keine zusammengesetzten Querschnitte) nach DIN 1053-1, Ab-
schnitt 6.9.5, das folgende vereinfachte Verfahren angewendet σ II σI
werden: σ Dm
Scheibenschub b
6
c·Q σ I,II = N · (1± m); m = 6 · e
τ= [MN/m2] ≤ zul τ = σoHS + 0,2 · σDm d·b b
A ≤ maxτ

Plattenschub
τ
1,5 · Q τ = (1,0 √ 1,5) · Q mit A = b · d
τ= [MN/m2] ≤ zul τ = σoHS + 0,3 · σDm A
A
Es bedeuten:
Q Querkraft
A überdrückte Querschnittsfläche nach Bild 4/1 oder 4/2 Bild 4/1: Normal- und Schubspannungen für einen ungerissenen Querschnitt bei
σoHS zulässige abgeminderte Haftscherfestigkeit nach Tafel 4/1 Scheibenbeanspruchung
c Faktor zur Berücksichtigung der Verteilung von τ über
den Querschnitt
e c
H H
c = 1,5 für ≥ 2 bzw. c = 1,0 für ≤1
L L N
Dazwischen darf interpoliert werden. Q d
H = gesamte Wandhöhe s
L = Wandlänge 3·c
b
σDm mittlere Druckspannung nach Bild 4/1 oder 4/2
max τ = 0,010 · βNst für Hohlblocksteine überdrückter
Wandquerschnitt A’
= 0,012 · βNst für Hochlochsteine und Steine mit
Grifföffnungen oder -löchern σ Dm σR
= 0,014 · βNst für Vollsteine ohne Grifföffnungen b b
oder -löcher 6 3
βNst Steinfestigkeitsklasse σR= 2·N ; c= b e
3·c·d 2

Tafel 4/1: Zulässige abgeminderte Haftscherfestigkeit σoHS gemäß DIN 1053-1, bzw. σ R =
N · 4
d·b 3 m
Tabelle 5

Mörtelgruppe NM I NM II NM IIa NM III NM IIIa τ


LM 21 DM
LM 36 τ = (1,0 √ 1,5) · Q mit A’ = 3 · c · d
A’
σoHS¹ [MN/m²]
)
0,01 0,04 0,09 0,11 0,13
¹) Für Mauerwerk mit unvermörtelten Stoßfugen sind die Werte σoHS zu halbieren.
Bild 4/2: Normal- und Schubspannungen für einen teilweise gerissenen
Als vermörtelt in diesem Sinn gilt eine Stoßfuge, bei der etwa die halbe Wand-
Querschnitt bei Scheibenbeanspruchung
dicke oder mehr vermörtelt ist.

Nachweis der Randdehnungen bei Scheibenbeanspruchung

Infolge Scheibenbeanspruchung ist bei Querschnitten mit klaf-


fender Fuge zusätzlich die rechnerische Randdehnung auf der
Seite der Klaffung nachzuweisen:

σR b
= εR = · 3 c–1 10– 4
3000 ·σ 0 ·
5.1 Spannungsnachweis bei zentrischer und exzentrischer Druckbeanspruchung nach
dem genaueren Berechnungsverfahren (DIN 1053-1, Abschnitt 7)

Die Standsicherheit von Wänden ist nach DIN 1053-1, Abschnitt 7 h Geschosshöhe
durch die Nachweise der Wand-Decken-Knoten, der Knicksicher- l1, l2 Deckenspannweiten
heit und des Schubes sicherzustellen. bb, b wirksame Breite der Decke, Breite der Wand
db, d Deckendicke, Wanddicke
Ablauf der Nachweise EB E-Modul des Betons (Decke)
E E-Modul des Mauerwerks
Wand-Decken-Knoten (Bilder 5/1 bis 5/3) E = 3000 · σ0
σ0 siehe Abschnitt 3, Tafel 3/3
 Vorwerte q1, q2 gleichmäßig verteilte Deckenlasten,
p
dB3 d3 q1 = g + p; q2 = g +
Flächenmomente 2. Grades lB = bb · ; lM = b · 2
12 12 M’Z, M’D abgeminderte Deckeneinspannmomente (Zwischen-
bzw. Dachdecke). Bei Außenwänden Überlagerung mit
2 E ·l h
Steifigkeitsbeiwert k1 =
3
· E B · lB · l Windmomenten.
M 1 Az, AD Deckenauflagerkräfte (Zwischen- bzw. Dachdecke)
Rechenwert der Druckfestigkeit βR = 2,67 · σ0 IM Flächenträgheitsmoment der ungerissenen Wand
IB Flächenträgheitsmoment der ungerissenen Decke
 Ausmitten

Ausmitten der Deckenauflagerkräfte ez ; eD



M' M'
e Z = Z ; eD = D
AZ AD
a) Zwischendecke A E E’ B
bei Außenwandknoten (C)
4
2
l1 3 l
M'Z = – q1 · · ; A z = q1 · 1
12 2 + k1 2 C F F’ D

bei Innenwandknoten (D)


4
1 2 2 3
M'Z = –
12
· q1 · l1 – q2 · l2 ·
l1
2 + k1 · 1 +
l2
bei Innenwandknoten (F)
Bild 5/1: Gebäude als seitlich unverschiebbarer Rahmen (Teilsysteme mit den
Knoten (A) bis (F))
2 1 1 2
M'Z = · – · q1 · l12 – · q2 · l 22 ·
3 8 12 3 l1
2 + k1 · + Außenwandknoten C Innenwandknoten D
4 l2
bei Innenwandknoten (F’) h q1 q1 q2
2
u u
o A EB·IB EB·IB AZ o EB·IB
h
2 1 2 Z
M'Z = · – · q1 · l12 – q2 · l22 · 2 E·IM
E·IM
3 8 3 l
2+ · k1 · 1 + 1 l1 l1 l2<l1
4 l2

l2 1
für ≥ 0,7 : AZ = · (q1 · l1 + q2 · I2)
l1 2 Innenwandknoten F Innenwandknoten F’
l h q1 q2 q1 q2
für 2 < 0,7 und 1. Innenwand: 2
l1 AZ nach DIN 1053-1, Abschnitt 7.2.1, u u
h EB·IB AZ o E ·I EB·IB AZ o E ·I
mit Durchlaufwirkung 2
B B B B
E·IM E·IM

b) Dachdecke l1 l2<l1 l1 l2<l1


bei Außenwandknoten (A)

4 Bild 5/2: Statische Systeme (Knoten C, D, F, F’)


2
l 3 l
M'D = – q1 · 1 · ; AD = q1 · 1
12 8 2
2 + · k1
3
5.2 Spannungsnachweis bei zentrischer und exzentrischer Druckbeanspruchung nach
dem genaueren Berechnungsverfahren (DIN 1053-1, Abschnitt 7)

bei Innenwandknoten (B)


Außenwandknoten A Innenwandknoten B
4
1 2 2 3 q1 q1
M'D = – · q1 · l1 – q2 · l2 · q2
12 8 l
2 + · k 1 · 1+ 1
3 l2 AD EB · IB EB · IB AD E B · IB
2
bei Innenwandknoten (E) h
3 E · IM E · IM

l1 l1 l2 < l1
2 1 2 1 2 1
M'D =
3
· – 8 · q1 · l1 – 12 · q2 · l2 ·
4 l1
1+ k 1 · 1+ ·
3 l2 Innenwandknoten E Innenwandknoten E’
bei Innenwandknoten (E’) q1 q2 q1 q2

2 EB · IB AD EB · IB AD EB · IB
2 1 2 2 1 h
M'D = ·– · q1 · l1 – q2 · l2 · 3 E·IM E·IM
3 8 l1
1 + k 1· 1 +
l2 l1 l2 < l1 l1 l2 < l1

AD = AZ (Innenwandknoten)

c) 5 %-Regel nach DIN 1053-1, Abschnitt 7.2.3 Bild 5/3: Statische Systeme (Knoten A, B, E, E’)
für alle Decken mit p ≤ 5,0 kN/m²

Außenwandknoten eZ = eD = 0,05 · l1 eu
Innenwandknoten eZ = eD = 0,05 · (l1 – l2)
N0

Ausmitten der Wandnormalkräfte (Bild 5/4)


A d
Zwischendecke: Wandfuß eU = A zz · ez d
eU = 2 A· zN 0 · e z d3 Moment am Wandfuß
eU = 2 · N 0 · e z 3 M u = N 0 · eu
2 · N0 3
AZ d

e = A ·e
Wandkopf e oo = 2 · (NA0ZZ+ A Z ) · e ZZ
d
d3
e o = 2 · (N 0 + A Z ) · e Z 3
2 · (N 0 + A Z ) 3 Az
M' d Moment am Wandkopf: ez Einspannmoment
e o = eD = M'DD d M0 = (N0 + Az) · e0 der Decke: M‘z = Az · ez
e o = eD = M A'DD d3
Dachdecke: Wandkopf e o = eD = A D 3
AD 3
N0 + Az = Nu
für den Nachweis sind anzusetzen: e0

am Wandfuß e = eU ; N = N0
am Wandkopf e = eo ; N = Nu = N0 + AZ
Az Bemessungswert der Deckenauflagerkraft (Ausmitte eZ)
e N0 Bemessungswert der Normalkraft der Wand oberhalb des
Bezogene Ausmitte m = 6 · Knotens (Ausmitte eU)
d
NU Az Bemessungswert der Normalkraft der Wand unterhalb des
Deckenauflagenkraft
 Vorhandene Druckspannungen Knotens (Ausmitte
(Ausmitte ez) e0):
ungerissener NU = N0 + AZ
teilweise gerissener N0 LiegtNormalkraft der Wand oberhalb
der Wand-Decken-Knoten in derdes Knotens
Dachdecke,
Querschnitt Querschnitt (Ausmitte eu0
) und N = 0
so gilt der Index 0

Nu Normalkraft der Wand oberhalb des Knotens


(Ausmitte
Bild 5/4: Bezeichnung e0): Nu = N0 + des
der Schnittgrößen Az Wand-Decken-Knotens
d d d d d d
e e e e
6 6 3 6 6 3 Liegt der Wand-Decken-Knoten in der Dachdecke, so gilt Index 0
und N0 = 0

e e

N N

σR σR
σm σm
N
· ( 1 + m) [MN /m2 ]
σR =
b ·d
d

5.3
für e <
Spannungsnachweis :
18 bei zentrischer und exzentrischer Druckbeanspruchung nach
dem genaueren
σ m =Berechnungsverfahren
N
[MN /m2 ]
(DIN 1053-1, Abschnitt 7)
b ·d

d N 4 σR Randspannung (Kantenpressung) im
für e ≥ : σR = · [MN /m 2 ]
18 b · d 3 –m Gebrauchszustand
N oder σm mittlere Spannung im Gebrauchszustand
σR = · ( 1 + m) [MN /m2 ] γ globaler Sicherheitsbeiwert
b ·d
2·N γW = 2,0 für Wände und kurze Wände
d σR = [MN /m2 ] (Pfeiler) aus ungetrennten Steinen bzw.
für e < : 3·c·d
18 getrennten Steinen mit Lochanteil < 35 %
N (ohne Schlitze oder Aussparungen)
σm = [MN /m2 ] d
b ·d mit c = –e γP = 2, 5 für alle anderen kurzen Wände
2 (Pfeiler)
 Spannungsnachweise
N 4
σ R = · βR [MN /m 2 ] βR
b · d
σR ≤ 1,33 · – m bzw.
3 σm ≤
γ γ [MN /m2 ]
oder
Knicksicherheit
2·N
σR = [MN /m2 ]
3 ·c·d
 Vorwerte
Mm vorhandenes Biegemoment
In halberd Geschosshöhe Mm ; Nm Nm vorhandene Wandnormalkraft
mit c = – e d Wanddicke
2
Planmäßige Ausmitte hk Knicklänge
im Gebrauchszustand M d hs lichte Geschosshöhe
e = Mm
e = Nm ʺ d
3 β Abminderungsbeiwert
Nmm 3
2 e b Abstand des freien Randes von der Mitte der aussteifenden
[MN /mm]= 6 · e Wand bzw. Mittenabstand der aussteifenden Wände.
Bezogene Ausmitte m= 6 · d
d Grenzbreiten b ≤ 15 · d (3-seitig gehalten) bzw.
b ≤ 30 · d (4-seitig gehalten).
 Knicklänge / Schlankheit / Wandverformung / Ausmitte EB E-Modul des Betons (Decke)
E E-Modul des Mauerwerks
E = 3000 · σ0
2-seitig gehaltene Wand: hK = hs (allgemein)
mit σ0 nach Tafel 3/3
hK = β · hs (bei flächiger Auflagerung lB, lM Flächenträgheitsmomente
der Decken und Einhaltung l1, l2 Deckenspannweiten
der Auflagertiefen und Aus- λ Schlankheit
mitten nach Tafel 5/1) f Wandverformung, Näherung nach DIN 1053-1,
Abschnitt 7.9.2
3-seitig gehaltene Wand: hK = 1
2 · β · hs ≥ 0,3 · hs
β · hs Tafel 5/1: Reduzierung der Knicklänge 2-seitig gehaltener Wände
1+
3 ·b Wanddicke d Erforderliche
[cm] Auflagentiefe a
4-seitig gehaltene Wand: der Decke
auf der Wand
1
für hs b hK = 2 · β · hs < 24 d
β · hs ≥ 24
1+ ≥ 3 ·d
b ≤ 30 4
b > 30 ≥ 2 ·d
für hs b hK = 3
2
mit Planmäßige Ausmitte e¹) Reduzierte Knicklänge hK²)
der Last in halber Geschosshöhe
(für alle Wanddicken)
E B · lB 1 1
β = 1– 0,15 · · hs · + 0,75 ≤ d β · hs
E · lM l1 l2 6
d
1 1,0 · hs
(bei Außenwänden ist = 0 zu setzen) 3
l2 ¹ Das heißt, Ausmitte ohne Berücksichtigung von f, jedoch gegebenenfalls auch
)

infolge Wind.
hK ²) Zwischenwerte dürfen geradlinig interpoliert werden.
λ = 25
d
1+ m
f = λ · hK ·
1 800
5.4 Spannungsnachweis bei zentrischer und exzentrischer Druckbeanspruchung nach
dem genaueren Berechnungsverfahren (DIN 1053-1, Abschnitt 7)

Gesamte bezogene Ausmitte

(e + f)
mg = 6 ·
d
 Vorhandene Druckspannungen d
für e ≥ :
18
ungerissener Querschnitt teilweise gerissener Querschnitt
N
σR = · (1+ mg ) [MN /m2 ]
d d b · d
0 e+f < e+f
6 6 e< d :
für
18 e + f
e+f
N
σm = [MN /m2 ]
N b ·d N

σR σR
σm σm

d N 4
für e ≥ : σR = · [MN /m2 ]
18 b · d 3 – mg
N oder
σR = · (1+ mg ) [MN /m2 ]
b ·d
2 ·N
d σR = [MN /m2 ]
für e < : 3 · c g ·b
18
mit
N
σm = [MN /m2 ] d
b ·d cg = – (e + f )
2

σR Randspannung (Kantenpressung) im Gebrauchszustand


σm mittlere Spannung im Gebrauchszustand
γ globaler Sicherheitsbeiwert
γW = 2,0 für Wände und kurze Wände (Pfeiler) aus unge-
trennten Steinen bzw. betrennten Steinen mit Lochanteil
N 4
R =< 35 % ·(ohne Schlitze oder
σ [MN /m2 ]
Aussparungen)
b · d 3 – mg
γP = 2,5 für alle anderen kurzen Wände (Pfeiler)
oderBreite der Wand
b
2 ·N
σR = [MN /m2 ]
3 · c g ·b
 Spannungsnachweise
mit
βR βR
σ d
≤ 1,33 · bzw. σm ≤ γ [MN/m²]
c gR = – ( e + fγ)
2
 Zusatznachweis bei schlanken Wänden

Bei zweiseitig gehaltenen Wänden mit Schlankheit λ > 12 und


Wandbreiten b < 2,0 muss die Aufnahme einer Horizontallast H,
die in halber Wandhöhe angreift, nachgewiesen werden. Der
Nachweis darf entfallen, wenn die Schlankheit auf

H
λ 20 – 1000 ·
βR · A

begrenzt wird. Für den Spannungsnachweis darf γ = 1,5 ange-


setzt werden.

A Wandquerschnitt
A=b·d
H horizontale Einzellast
H = 0,5 KN
6.1 Nachweis der räumlichen Steifigkeit und der Schubspannungen nach dem genaueren
Berechnungsverfahren (DIN 1053-1, Abschnitt 7)

Ist nicht von vornherein erkennbar, ob das Bauwerk ausreichend wD/wS Winddruck/-sog
ausgesteift ist (siehe Abschnitt 4), darf nach DIN 1053-1, Ab- cp Formbeiwert (DIN 1055-4, Abschnitt 6.3)
schnitt 7.4, das folgende genauere Verfahren angewendet wer- cp = 0,8 (Druck)
den. cp = 0,5 (Sog)
q Staudruck (DIN 1055-4, Tabelle 1)
 Horizontale Belastung q = 0,5 kN/m² (0 bis 8 m)
q = 0,8 kN/m² (> 8 bis 20 m)
Wind wD = cp · q q = 1,1 kN/m² (> 20 bis 100 m)
wS = cp · q N Summe aller lotrechten Lasten des Gebäudes
hg Gebäudehöhe über OK Fundament
Lotabweichung (horizontale Ersatzlast) MG Gesamtmoment des Gebäudes infolge der Horizontal-
N lasten für eine Richtung
WL = QG Gesamte Horizontallast (Querkraft) des Gebäudes in
100 · hg · hg
einer Richtung
Mi, Qi Biegemoment, Querkraft einer beliebigen Wand i
 Schnittgrößen
Ei, li E-Modul bzw. Flächenmoment 2. Grades der i-ten
n Wand
Aufteilung der Lasten im Verhältnis ihrer Biegesteifigkeiten be-
∑ Ei · li Summe der Biegesteifigkeiten aller für eine Richtung
zogen auf Gesamtbiegesteifigkeit aller Wände (Umlagerung von i=1
herangezogenen Wände
Lasten um 15 % zulässig), für symmetrischen Grundriss und
E · l Summe der Biegesteifigkeiten aller lotrechten aus-
Lastangriff gilt:
steifenden Bauteile im Zustand l nach der Elastizitäts-
E i · li E i · li theorie in der untersuchten Richtung
Mi = · MG Qi = · QG
n n n Anzahl der Geschosse
Σ E i · li Σ E i · li A Fläche des Wandquerschnitts
i=1 i=1
A’ Fläche des überdrückten Wandquerschnitts
(bei unsymmetrischem Grundriss oder Lastangriff sind die Hori-
WD Widerstandsmoment, bezogen auf den durch das
zontallasten auf den Schubmittelpunkt des Gesamtsystems zu l

beziehen). Moment gedrückten Rand: WD = x
b2
WZ Widerstandsmoment, bezogen auf den durch das
Berücksichtigung der Formänderungen, wenn: l

Moment gezogenen Rand: WZ = bx
N 0,6 n 4 1
hg · für b1, b2 (b’2) Abstand des gezogenen, gedrückten Randes von der
E ·l 0,2 + 0,1· n 1 n 4
Schwerachse x – x
lx, lM Flächenmoment 2. Grades des Gesamtquerschnitts
 Vorhandene Spannungen
um die Schwerachse x – x
l’x Flächenmoment 2. Grades des überdrückten Wand-
Rechteckquerschnitte
querschnitts um die Schwerachse x – x
SM, S1 Flächenmoment 1. Grades des Wandquerschnitts
Druck- und Schubspannungen siehe Abschnitt 4, Bilder 4/1 und 4/2
bzw. der am Schnitt 1 – 1 abgetrennten Teilfläche um
die Schwerachse x – x
Zusammengesetzte Querschnitte (siehe Bild 6/1)
d1 Wanddicke an der zu untersuchenden Stelle
γ Sicherheitsbeiwert (siehe Abschnitt 5)
Druckspannungen
N M b σ Mittlere zugehörige Druckspannung
Ungerissener
σ l = + Querschnitt [(0 MN≤/em≤2 ] 6 )
A WMD βRHS Rechenwert der abgeminderten Haftscherfestigkeit.
N 2
σl = N + M [MN /m 2 ] Es gilt
σl = A + WD [MN /m ]
AN WMD βRHS = 2 · σoHS
σ ll = – [MN /m 2 ] σoHS nach Tafel 4/1
N
A WMZ βRZ Rechenwert der Steinzugfestigkeit nach Tafel 6/1
σ ll = N – M [MN /m 22 ]
σ ll = A – W Z [MN /m ] βR Rechenwert der Druckfestigkeit (siehe Abschnitt 5)
A WZ

Teilweise gerissener Querschnitt ( b < e ≤ b )
6 3
N M
σR = + · b'2 [MN /m 2 ]
AN' lM 'x
σ R = N + M · b'2 [MN /m 22 ]
σ R = A ' der
(Abstand + l'x · b'2
Nulllinie zum[MN /m ]
gedrückten Rand durch Iteration)
A ' l' x

Schubspannungen
Ungerissener Querschnitt
Q · SM
τ= [MN /m 2 ]
lM · d

bzw. am Anschnitt eines Teilquerschnittes

Q · S1
τ1 = [MN /m2 ]
l x · d1
6.2 Nachweis der räumlichen Steifigkeit und der Schubspannungen nach dem genaueren
Berechnungsverfahren (DIN 1053-1, Abschnitt 7)

Teilweise gerissener Querschnitt ungerissener Querschnitt e


N
Ermittlung der Flächenmomente 1. und 2. Grades bezogen auf
d1
die Schwerachse x’ – x’ des überdrückten Bereiches (Bild 6/1).
x
Schwerpunkt S
 Zulässige Spannungen Q
1 1
d a
Druckspannungen
β [MN/m²] x
zul σ = 1,33 · γ R b1 b2
b
Schubspannungen (Bild 6/2)
Scheibenschub 1 1
zul τ = zul ·τ( β=RHS ·+( β 4 · σ+ )0,4 · σ ) [MN /m[2MN
0,RHS ] /m 2 ] σII
γ11 γ 2 σI
zul
zul τ = 1 ·· (( ββRHS ++ 00,,44 ·· σσ )) [[MN /m 2]
Fall (1) zul ττ =
=1 γγ · ( βRHS
RHS + 0,4 · σ ) σ [MN
MN /
/m
m 2 ]]
γ 1 σ 2
zul τ =zul ·τ = 0,45· β0RZ,45· · β1RZ + · 1+ [MN /m[MN ] /m2 ] σI =
N
+
M
γ11 γ βσ
σ
RZ β 2
RZ /m 2] A WD
zul ττ = 1 · 0,,45 · βRZ ·· 1 1+
+ σ [[MN
zul τ =
Fall (2) zul = γγ ·· 0 45 ·· β
0,45 RZ · 1+ β
βRZ β RZ [MN
MN /
/m
m2 ]] σ II =
N

M
γ βRZ
RZ
A WZ
1 1
zul τ =zul ·τ( β=R – ·γ ( ·βσ )
R –γ · σ) [MN /m[2MN] /m2 ]
γ11 γ 2 τmax
Fall (3) zul
zul τ = 1 ·· (( ββR –– γγ ·· σσ )) [[MN /m 2]
zul ττ =
= γγ · ( βRR – γ · σ ) [MN
MN /
/m
m2 ]]
γ
τ= Q · SM
(Der kleinste zul τ - Wert ist maßgebend). IM · d

teilweise gerissener Querschnitt e


Plattenschub 1 1 N
zul τ =zul ·τ( β=RHS ·+( 0 6·σ
β,RHS + )0,6 · σ ) [MN /m[2MN] /m2 ]
γ1 γ
Fall (1) zul τ = 1
1 · ( β + 0 ,6 ·
RHS + 0,6 · σ ) [[MN /m 2
2] x’
zul ττ =
zul = γγ ·· (( β RHS + 0,6 · σ
βRHS σ )) [MN
MN /
/m
m2 ]] Nulllinie
γ Q
 Nachweis
Druckspannungen klaffender
Bereich x’
βR β 2 2
y0
σ I,II bzwσ.I,IIσbzwR ʺ . 1,σ33R · γ 1,33 · γR [MN /m[MN ] /m ] überdrückter b’1 b’2
ββR 2 Wandquerschnitt
σσI,II bzw . σσRR ʺʺʺ 11,33 ·· βγRR [[MN /m 2]
σ II,,IIII bzw
bzw .. σ R 1,,33
33 · γγ [MN
MN /
/mm 2 ]] Schwerachse des
Spannungskörpers
Schubspannungen = Wirkungslinie von N

τ bzw. τ1 ≤ zul τ [MN/m²] σR


aus Fall (1), (2) oder (3) c

Tafel 6/1: Rechenwerte der Steinzugfestigkeit βRZ [MN/m²] σR = N + M · b’2


A’ lx’
Nennwert der Steindruckfestigkeit βNst [MN/m²] Sonderfall T-Querschnitt:
Steinart 2·N
6 8 12 20 28 σR =
Vollstein,
Block- 0,24 0,32 0,48 0,80 1,12
a · y0 · 1 –
a-d
a [
· 1–
d1
y0 ( )]
2

stein
Vollstein τ max
mit Griff- 0,20 0,27 0,40 0,67 0,93
öffnung,
Lochstein τ= Q · SM
IM · d
Hohl-
block- 0,15 0,20 0,30 0,50 0,70 Bild 6/1: Normal- und Schubspannungen, zusammengesetzter Querschnitt
stein

γ·τ σ lSt
0,45 ·βRZ · 1+β (β R· γ · σ) ·
RZ 2 · hSt

In DIN 1053-1
RHS
lSt
wird = 1 gesetzt
2 · hSt
zulässiger Bereich

β RHS σ
Versagensfälle βR
γ
Fall 1 Fall 2 Fall 3

Lagerfuge Stein auf Zug Mauerwerk


auf Reibung auf Druck

Bild 6/2: Bereich der Schubtragfähigkeit nach DIN 1053-1, Abschnitt 7.9.5 bei
Scheibenschub
7 Nachweis von Kelleraußenwänden
(DIN 1053-1, Abschnitt 8.1.2.3)

Bei Kelleraußenwänden kann nach DIN 1053-1, Abschnitt


8.1.2.3, der Nachweis auf Erddruck entfallen, wenn folgende Be-
dingungen erfüllt sind:
Waagerechtes N0
Gelände Decke als Scheibe
 Wanddicke d ≥ 24 cm
 lichte Höhe der Kellerwand hs ≤ 2,60 m
 Die Kellerdecke wirkt als Scheibe und kann die aus dem Erd-
druck entstehenden Kräfte aufnehmen.
 Im Einflussbereich des Erddruckes auf die Kellerwand beträgt
N1
die Verkehrslast auf der Geländeoberfläche nicht mehr als
5 kN/m2, die Geländeoberfläche steigt nicht an und die An-
schütthöhe he ist nicht größer als die Wandhöhe hs.
 Die Wandlängskraft N1 aus ständiger Last in halber Höhe der
Anschüttung liegt innerhalb folgender Grenzen:

he
2
d · βR
≥ N1 ≥ min N
3·γ
ρ e · h s · h e2
mit min N =
20 · d
oder

Die Auflast N0 der Kelleraußenwand unterhalb der Kellerdecke Bild 7/1: Schnitt durch eine Kelleraußenwand
liegt innerhalb folgender Grenzen:
Tafel 7/1: min N0 für Kelleraußenwände ohne rechnerischen Nachweis
max N0 ≥ N0 ≥ min N0
mit max N0 = 0,45 · d · σ0 Wand- min N0
min N0 nach Tafel 7/1 dicke bei einer Höhe der Anschüttung he
·
Für den Nachweis der oberen Grenzwerte muss die Auflast aus d 1,0 m 1,5 m 2,0 m 2,5 m
dem Lastfall Volllast, für die unteren Grenzwerte aus dem Last- [cm] [kN/m] [kN/m] [kN/m] [kN/m]
fall Eigengewicht bestimmt werden.
24 6 20 45 75
Es bedeuten:
30 3 15 30 50
d Wanddicke 36,5 0 10 25 40
ρe Rohdichte der Anschüttung
βR, γ siehe Abschnitt 5 49 0 5 15 30
σ0 siehe Abschnitt 3, Tafel 3/3 Zwischenwerte sind geradlinig zu interpolieren.
max N0 oberer Grenzwert der Auflast
min N0, min N unterer Grenzwert der Auflast
N0, N1 Auflast aus dem Lastfall Volllast bzw. aus dem Tafel 7/2: α - Werte in Abhängigkeit von b/hs
Lastfall Eigengewicht
b/hs

Zweiachsige Lastabtragung der Kelleraußenwand ≤1 1,25 1,5 1,75 ≥2

Ist die Kelleraußenwand durch Querwände oder statisch nach- 0,5 0,63 0,75 0,88 1,0
gewiesene Bauteile im Abstand b ausgesteift, sodass eine zwei-
achsige Lastabtragung in der Wand stattfinden kann, dürfen die
unteren Grenzwerte min N0 und min N in Abhängigkeit vom Ab-
stand b der Aussteifung und der Geschosshöhe hs abgemindert
werden.
KS-ORIGINAL GMBH
N0 ≥ α · min N0 oder
N1 ≥ α · min N mit α nach Tafel 7/2 Entenfangweg 15
30419 Hannover

Tel.: +49 (0) 5 11 279 53-0


Fax: +49 (0) 5 11 279 53-31
info@ks-original.de
www.ks-original.de
Alle Angaben erfolgen nach bestem Wissen und Gewissen,
jedoch ohne Gewähr.
Stand: Mai 2006, BV-9036-06/05
Hrsg.: Bundesverband Kalksandsteinindustrie eV, Hannover