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Lenz – Georg Büchner

ENTSTEHUNG
 Die Novelle Lenz , die eine Verbindung Büchners mit Sturm-und-Drang war, die 1835/6 entstand
 Ursprünglich hatte er sie für eine Publikation in Karl Gutzkows Zeitschrift Deutsche Revue vorgesehen. Da die Zeitschrift
von der Zensur verboten wurde, konnte die Erzählung erst aus Büchners Nachlass im Jahr 1839 veröffentlicht werden und
das Dank seiner Verlobten Wilhelmine Jeagle. Büchner starb früh. Sie veröffentlichte seine Werke. Es bleibt aber jedoch
bis heute unklar, ob Wilhelmine etwas und was an dem Text verändert hat. Also, es ist auch die Frage offen, ob es

tatsächlich um ein Fragment geht. Ob es ein Fragment d.h. Entwurf ist oder ob es sich um eine vollendete
Erzählung handelt ist diskutabel  es gibt Lücken im Text.
 Der Erstdruck erschien auf Veranlassung von Gutzkow im Telegraph für Deutschland unter dem Titel Lenz. Der Titel
wurde vom Herausgeber hinzugefügt.
HINTERGRUND
 Lenz war ein Dichter des S&D. Er hatte eine komplexe Beziehung Goethe gegenüber – obwohl „unakzeptiert“,
abgelehnt, bewunderte er den Grossen, und auch seine demelige geliebte, Friedrike Brion. Er hat sie beiden in
Strassburg kennengelernt. Lenz wurde aus der Stadt verwiesen. Danach erlebte er einen psychischen
Zusammenbruch.
 Die Zeit der Erzählung ist die letzte Zeit von Lenz Leben. Nach einem turbulenten Leben spürt Lenz die
Anzeichen der Schizophrenie.
 Er geht ins Haus des Johann Friedrich Oberlin in Waldersbad - Waldbach bei Büchner. Er verbringt dort 3
Wochen.
 Oberlin war ein Pietistischer Pfarrer. Er war bekannt als Philanthrop und war Seelenarzt.
Lenz hoffte dass Oberlin etwas gegen die geistigen Verwirrungen tun könnte.
Er übte Ruhe auf Lenz aus.
Oberlin musste jedoch für ein paar Tage verreisen und Lenz Zustand verschlimmerte sich in dieser Zeit.
Oberlin machte Aufzeichnungen über Zustand und Verhalten von Lenz. Büchner bekam diese Aufzeichnungen
von seinen Straßburger Freunden – Brüdern Sroiber.
Sie sind von Bedeutung, da sie das Büchners Hauptquelle sind.
Er übernimmt teils Ausschnitte wort-wörtlich oder passt sie seiner Erzählweise an. Also, er benutzt
Montagetechnik. (DANTONS TOD)
 Weitere Quellen sind neben Oberlins Bericht :
o „Dichter Lenz“ von August Stoeber. Dieser Aufsatz erschien in Morgenblatt für gebildete Stände
o Sein Vater Daniel schrieb Oberlin Biographie
o Goethes Autobiographie Dichtung und Wahrheit.
Lenz war mehrfach für Büchner interessant:
 Schätzte Texte des S&D Dichters Lenz.
 Lenz Schaffen =Gegenprogramm zu Goethes und Schillers Idealismus
 Büchner war Arzt und sollte eine Desartation schreiben →eine Art wissenschaftliche Atopsie
Das Motiv Ennuit – Langeweile – kommt zum Ausdruck erst in Leonce & Lena, aber hat auch Einflüsse an Lanz
und seine psychologische Lage.
Neben Langeweile, da wirkt auch Sinnlosigkeit, eigene Nicht-Verwirklichtsein, daraus auch
Minderwertigkeitskomplex..
Ein Leiden an Gott  Lenz leidet an Gott, hatte Vaterkomplex. Er flüchtet in die Religion, wobei er Gott als
eine Art Ersatzvater empfindet.
Lenz leidet auch an der schlechten Beschaffenheit der Schöpfung, er entwickelt eine gewisse Sinneslehre, alles
kommt ihm sinnlos vor.
Leidet an Natur und Mensch. Es kommt zum Liebesverlust.

Er benutzt fast eine wissenschaftlich Genauigkeit (denn er interessierte sich vor allem für Neurologie). So
konnte er wahrheitstreu den Zustand eines psychisch Erkrankten beschreiben.
Er Benutzt die innere Stimme von Lenz  moderne Erzählform. Sie nähert sich dem inneren Monolog.

REZEPTION

1973 veröffentlichte Peter Schneider eine Erzählung, die ebenfalls den Titel Lenz trug.

Das Werk wurde 2 Mal verfilmt. Es gibt ein Oper Jakob Lenz.

Die Entfremdungsproblematik erst im 20. Jahrhundert beeinflusst: Hauptmann, Hugo von Hofmannsthal
(seine lyrische Dramen), Paul Celan, Peter Schneider (Erzählung).