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Ivan Baburin Faust I 02.02.

2017

Walpurgisnachtstraum

Schlüsselzitate
 Wenn sich zwei lieben sollen, braucht man sie nur zu schieden (4245-4246)
 In dem Klaren mag ich gern, und auch in Trüben fischen; Darum seht ihr den
frommen Herrn sich mit Teufeln mischen (4323-4326)
 Der Teufel muss doch etwas sein, wie gäb’s denn sonst auch Teufel (4345-4346)
 Mit viel Vergnügen bin ich da und freue mich mit diesen; Denn von den Teufel kann
ich ja, Auf guter Geister schliessen. (4355-4358)
 Mit rechten Leuten wird man was. (4315)
 Sie gehen den Flämmchen auf der Spur, und glaub’n sich nah dem Schatze.
In dieser Szene gibt es keine eindeutig, zu erkennende Handlung – Die Szene besteht aus
vermischten Monologen von mehrere Personen aus unterschiedlichen Erzählungen, dies
macht es auch unmöglich Schlüsselstellen zu finden.

Mikroanalyse
Szene Ein Dorf in Hochharz. Es sollte eine
überraschende Wendung im Vergleich zur
vorherigen Szenen sein, ein bisschen
verrückt sollte sie wirken, um dem
Zuschauer mehr in das Drama
einzubeziehen.
Figur Mehr als 20 verschiedene Figuren, jede
Figur alleinstehend betrachtet ist kaum
relevant.
Raum und Zeit Nicht angegeben, vermutlich Mittelalter
Dialog Viele vermischte Monologe, jeder Monolog
charakterisiert den Sprecher. Kein Dialog
zwischen verschiedenen Personen
ersichtlich.
Handlung Die Hochzeit, ist eine Nebenhandlung (ein
Traum), sie gehört zur Walpurgisnacht.

Texte – Thesen – Temperamente


Der zweite Titel von Walpurgisnachtstraum lautet «Oberons und Titanias goldne Hochzeit»,
und basiert auf dem bekannten Drama Shakespeares «der Sommernachtstraum». Von da
kommen auch die Personen Oberon, Puck, Titania. In dem Drama selber geht es um drei
Liebensgeschichten – die von Oberon, König der Elfen, mit Titania, Königin der Elfen, und zwei
anderen Paaren. Das Sujet besteht aus einem dreifachen Konflikt– Oberon und Titania sich
welche sich nur streiten, und die beiden Paaren bilden einen Liebesviereck. Mit Hilfe der Puck
und seinem Liebesduft kann der Konflikt jedoch erfolgreich gelöst werden – Oberon und
Titania finden ihre gegenseitige Liebe und Zuneigung wieder, und bei den anderen Paaren
Ivan Baburin Faust I 02.02.2017

haben sich die Konflikte auch wieder gelegt. Der Walpurgisnachtstraum bezieht sich auf die
Stelle, wo die eigentliche Hochzeit stattfindet, jedoch wird dies von Goethe komplett
verändert so, dass es überhaupt keinen Bezug mehr zur ursprünglichen Komödie gibt. Wie
oben bereits erwähnt, ist es ein chaotischer Monolog von mehreren Dutzend Personen, und
jeder von ihnen bezieht sich auf sich selbst, und wieso er da ist. Und obwohl die Personen von
komplett verschiedenen Gesellschaften stammen – beispielsweis ein Orthodoxer und eine
Hexe, haben sie doch alle etwas gemeinsam, und zwar die Beziehung zum Teufel.
Ja, der Teufel ist präsent, doch niemand weiss, wo er ist. Doch es ist klar, dass alle diese
Menschen nicht wegen der Hochzeit gekommen sind, sondern weil sie den Teufel treffen
wollen. Alle haben verschiedene Gründe und Motive dafür – ein Genie will den Kontakt mit
dem «rechten Mann» aufstellen, ein Skeptiker will den Teufel sehen, denn er zweifelt an ihn.
Es gibt auch eine Windfahne, diese kritisiert diese ganze Gesellschaft, sie schämt sich, bei
Ihnen zu sein. Doch wieso ist sie denn überhaupt da? Ihre Anwesenheit sagt viel mehr wie ihre
Worte. Zusammenfassend kann man sagen, dass aus meiner Sicht, Goethe zeigen will wie
wichtig der Teufel für die Gesellschaft ist – und zwar braucht ihn jeder für andere Zwecke, der
Teufel verbindet die Menschen. Umgewandelt in das berühmte Zitat von Goethe würde das
etwa so lauten:
«Der Teufel ist das, was die Welt im Innersten zusammenhält»