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Unvermutete Bekanntschaft mit einem Handwerk

Stefan Zweig

Stefan Zweig wurde am November 1881 in Wien geboren und lebte ab 1919 in Salzburg,
bevor er 1938 nach England, später in die USA und schließlich 1941 nach Brasilien emigrierte.
Mit seinen Erzählungen und historischen Darstellungen erreichte er weltweit in
Millionenpublikum. Er hat Philosophie Philosophie, Germanistik, sowie Romanistik in Berlin
und in Wien studiert. Im ersten Weltgrieg ist er in Wiener Kriegsarchis tätig.
Die wichtigsten Werke: 1912-Jeremias, 1920-Angst, 1927-Sternstunden der Menschheit,
1942- Schachnovelle.
Unvermutete Bekanntschaft mit einem Handwerk ist eine Novelle aus dem Jahr 1931.
Die Novelle erzählt die Geschichte eines Mannes, der an einem Aprilmorgen in Paris in
einem Straßencafe sitzt und ohne ein Ziel oder Programm einfach Menschen beobachtet, bis ihm
schließlich eine Person auffällt, die ihn irgendwie interessiert. Er folgt nun dieser Person, die sich
schließlich als Taschendieb herausstellt.
Wir haben nur 3 Figuren:
Der Erzähler- der Beobachter, Kaffetrinker, er beobachten das Treiben auf den Pariser
Straßen. Er hat viele Fragen über dieser Mensch: Warum taucht ausgerechnet dieser Mann
immer wieder in seinem Blickfeld auf? Was will dieser Mensch hier? Welcher Beschäftigung geht
er nach? Er is neugierig und studiert er so eingehen das „Handwerk“ dieses Mannes. Er will die
Profession des Unbekannten erraten. Ein Bettler, Arbeiter oder auch Fremdenführer ist es nicht. ‚
Ist es ein Detektiv? Die zerfetzten Schuhe und der verdreckte Hemdkragen sprechen dagegen.
Der arme Teufel, der in der Menschenansammlung sein gefährliches Handwerk ausübt, muss
ein Taschendieb sein. ‘
Der Erzähler bewundert die Selbstbeherrschung des Diebes, die selbst die eines
Chirurgen überträfe. Solche Handwerke seien dem Künstlerberuf zuzurechnen.
Neugierig geworden, möchte der Erzähler den Dieb kennenlernen und folgt ihm über die
Chaussée d'Antin in die Rue Drouot. Im Hôtel Drouot beendet der Erzähler die Lehrstunde im
Fach Diebstahl. Der Dieb greift nach der Brieftasche des Erzählers. Der wachsame (vigilent)
Erzähler übersteht die Attacke ohne Schaden und lässt den Taschendieb laufen.
Nach zwei Jahren der Abwesenheit von seinem geliebten Paris genießt der Erzähler im
April 1931 einen Vormittag auf dem Boulevard de Strasbourg. Was genießt er: die Passanten, die
Straßenmusik, das Autofahren. ‚ich habe Zeit und Lust dir zuzuschauen, dir zuzuhören‘. Er
wollte alles zu genießen: ‚Luzidität, die mir Pupille schärfer spannt‘
Der Dieb- er ist in ein kanariengelben Mantel bezogen, er fesselt plötzlich die
Aufmerksamkeit des Erzählers-. Dieser Arbeit ist genau beobachtet.
Die Massen- die alle anderen Menschen treiben kury an ihm vorüber aber der Dieb
verschwinden schließlich für immer in den Massen.

Aus dem Blickwinkel eines neugierigen Beobachters und ohne den sonst üblichen
psychologischen Blick in die menschliche Gefühlswelt beschreibt Stefan Zweig in der Novelle
"Unvermutete Bekanntschaft mit einem Handwerk" ein paar Stunden aus dem Leben eines
Filous ( jemand, der andere mit, Raffinesse [in harmloser Weise] zu übervorteilen versteht)
Als der erzähler in der besonder Mensch einen Taschendieb erkennt, heftet er sich
amüsiert an seine Fersen. Der sonst so psychologisch in die Tiefe des menschlichen
Gefühlshaushalts blickende Zweig beschreibt hier lustvoll mit dem oberflächlichen Blick des
Flaneurs die Machenschaften eines Filous und verliert dabei nicht die Präzision seiner
Menschenwahrnehmung.

Themen: Der Alltag des Menschen, das Lebenslust der Paris, Der Mensch mit keinen
Sorgen.
Das Zugsymbol- Das Leben vergeht mit der Zeit
Am Anfang haben wir mythologisches Symbole.

Der Erzähler gibt uns viele Beschreibungen, eine genaue Darstellung. Am Anfang alles
sind angenehm, aber die Beschreibung entwickelt wenn der Erzähler ‚ihm‘ endeckte. Was hat
dem Erzähler über ihm verlockt: ‚Er immer wieder in mein Blickfeld kam‘, ‚Dieser eine Mensch
aber kam immer wieder und immer an dieselebe Stelle‘
Der Erzähler hat ein Moment wenn er mit dem Leser kommuniziert: ‚ich war, man
verzeihe es mir, von dieser meine Entdeckung geradezu begeistert.‘ In seiner Beobachtund, der
Erzähler mobil ist: ‚Ich gab sofort meinem Sessel, am Kaffeehaustisch preis, hier fühlte ich mich
zu sehr im Blickfeld behindelt. ‘ Der Erzähler hat viele Momente wenn er mit dem Dieb
indentifiziert ‚denn je mehr ich in diesen Mensch einlebte.‘ Der Erzähler betrachtet sich nich als
einen Amateur, aber als ein Kunstler. Er hat viele Momente wenn er auf das menschliches Elend
denkt.
Der Verfasser der Novelle benutzt in ihrem Werk, die Intertextualität. (Er benutzt die
Geschichte der Oliver Twist)
Der Erzähler, der in einem Kafee wartet, glaubt dass: ‚Ich wußt instinkthaft, daß mir
irgendetwas, irgend jemand begegnen mußte, weil ich so tauschgierig, so rauschgierig war,
meiner Neugierlust etwas zum Spielen heranzuholen‘ – Der Mensch war so gelangweilt.