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• Name und Adresse des Kunden

• Steuernummer oder die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer des leistenden


Unternehmens
• Ausstellungsdatum
• Fortlaufende Rechnungsnummer
• Menge und Art der Lieferung oder Leistung
• Zeitpunkt/Zeitraum der Leistung
• Nettoentgelt
• Minderung des Entgelts
• Umsatzsteuersatz und Umsatzsteuerbetrag (so man umsatzsteuerpflichtig
ist)
• Hinweis auf Aufbewahrungspflicht bei Privatpersonen
Tipp: Wenn es sich um eine bewegliche Sache handelt, können Sie den
Eigentumsvorbehalt in Ihre Rechnung aufnehmen. Dann sichern Sie sich das Eigentum
an der Ware zu, bis der Kaufpreis vollständig gezahlt ist.
Nehmen Sie außerdem Zahlungstermine in Form von konkrete Kalenderdaten in Ihre
Rechnungen auf. Beispiel: „Zahlbar bis 10. Oktober 2016“. Dann können Sie
gegebenenfalls auf das Versenden einer Mahnung verzichten, da Ihr Kunde nach
Verstreichen des Termins automatisch in Verzug gerät.
FÄLLIGKEIT UND VERZUG: DER FEINE UNTERSCHIED
Wichtig: Bei Rechnungen und Mahnungen müssen Sie zwischen den Begriffen Fälligkeit
und Verzug unterscheiden. Unter Fälligkeit versteht man den Zeitpunkt, ab dem Sie
von Ihrem Kunden verlangen können, dass dieser die Rechnung bezahlt. Sie selbst
können die Fälligkeit im Vertrag, den Sie geschlossen haben, bestimmen – zum
Beispiel binnen eines bestimmten Zeitraums oder zu einem festgelegten Datum. Ist
kein Fälligkeitstermin ausdrücklich vereinbart, muss der Schuldner grundsätzlich
unverzüglich zahlen. Unverzüglich bedeutet: Sie haben Ihre Leistung erbracht. Wenn
Sie in Ihren Rechnungen ein Zahlungsziel aufnehmen, tritt die Fälligkeit mit dem
Datum des Zahlungsziels ein. Achtung: Obwohl eine Rechnung fällig ist, befindet
sich Ihr Kunde nicht automatisch in Verzug.
Es gibt drei Varianten, wie Ihr Schuldner in Verzug geraten kann:
1 Sie schicken Ihrem Kunden eine Mahnung.
2 Ihr Schuldner erhält eine Mahnung von Ihnen, die ihn auffordert, die
fällige Forderung zu begleichen. Damit befindet sich der Schuldner im Verzug.
3 Sie setzen einen Termin für die Zahlung.
4 Sie müssen keine Mahnung versenden, wenn Sie im Vertrag oder auf der
Rechnung ein konkretes Datum benannt haben, bis wann die Forderung zu begleichen
ist. Lässt der Schuldner die Zahlungsfrist verstreichen, befindet er sich ab dem
Tag im Zahlungsverzug, der auf den letzten Tag der Zahlungsfrist folgt.
5 Ein Unternehmens-Kunde zahlt 30 Tage lang nicht.
6 Ist Ihr Schuldner ein Unternehmer, kommt er grundsätzlich 30 Tage nach
Fälligkeit und Zugang einer Rechnung in Verzug, wenn er bis dahin nicht bezahlt
hat.
Achtung: Ist Ihr Kunde ein Verbraucher, müssen Sie ihn ausdrücklich auf die
Verzugsregelung hinweisen. Hier hilft ein Passus in der Rechnung, etwa: „Sie
geraten spätestens 30 Tage nach Erhalt dieser Rechnung in Verzug (§ 286 Abs. 3
BGB)“.
ERST UNKLARHEITEN BESEITIGEN, DANN MAHNEN
Mit einer Mahnung sind Sie auf der sicheren Seite. Denn spätestens mit der Mahnung
kommt Ihr Kunde in Verzug. Trotzdem gilt: Schicken Sie nicht sofort ein unhöfliches
Schreiben, wenn mal eine Zahlung ausbleibt. Klären Sie zunächst, ob