Sie sind auf Seite 1von 2

Schönheit und Menschheit

Wilhelm Busch hat das Gedicht “Sie War ein Blümlein hübsch und fein” im Jahr 1783

geschrieben. Das Gedicht ist über ein Blümlein und ein Schmetterling. Dieses Gedicht zeigt die

Rolle der Schönheit in der Welt; man kann (und soll) Schönheit geniessen, aber man kann

Schönheit nicht horten und trotzdem hält Schönheit nicht für immer.

Der Schmetterling ist ein Mann, der Schönheit, die das Blümlein repräsentiert, geniesst.

Im Gedicht er “an der Blume hing” und das symbolisiert, dass der Mann an Schönheit festhält.

Auch hortet er die Schönheit. Das kann man in die Zeile wo er eifersüchtig auf das Bienlein und

den Käfer scheint. Das Bienlein und der Käfer geniessen nur das Blümlein, die Schönheit, auch,

aber der Schmetterling mag dieses nicht. Er scheint eifersüchtig, da die Handlungen der anderen

Tieren “schmerzlich durch die Seele” für ihn waren.

Am Ende des Gedichts wurde das Blümlein von einem Esel gegessen. Er geniesst es

auch, da das Gedicht sagt, “von ihm [es] heiß geliebte Pflanze.” Der Esel symbolisiert auch einen

Mann, aber es gibt zwei Lesungen hier. Entweder freut er sich, wenn er Schönheit von anderen

wegnimmt oder zerstört, oder hat er einfach nicht gedacht, dass andere das Blümlein genossen

haben. In jedem Fall ist der Esel ärgerlich und der Leser oder die Leserin soll nicht mit ihm

einfühlen.

Dieses Gedicht ist eine Warnung zu dem Leser oder der Leserin; es zeigt, dass Schönheit

nicht hält, da ärgerliche oder böse Leute Schönheit zerstört. Denn Schönheit nicht hält, soll man

sie geniesst und nicht hortet. Das Gedicht macht ein Beispiel von dem Schmetterling, der die

Schönheit horten möchte, der die Schönheit nicht teilt, und der sich nur Schmerz fühlt, da die

andere Tiere die Schönheit geniessen möchten. Wenn er nur teilen hätte, hätte er sich nicht so

viel Schmerz gefühlt.


Sie war ein Blümlein hübsch und fein
Sie war ein Blümlein hübsch und fein,
Hell aufgeblüht im Sonnenschein.
Er war ein junger Schmetterling,
Der selig an der Blume hing.
Oft kam ein Bienlein mit Gebrumm
Und nascht' und säuselt' da herum.
Oft kroch ein Käfer kribbelkrab
Am hübschen Blümlein auf und ab.
Ach Gott, wie das dem Schmetterling
So schmerzlich durch die Seele ging.
Doch was am meisten ihn entsetzt,
Das Allerschlimmste kam zuletzt.
Ein alter Esel fraß die ganze
Von ihm so heißgeliebte Pflanze.