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ÜBER DEN TOD

TORSTEN SCHWANKE

„Sei gepriesen, o HERR, durch unsere Schwester, den leiblichen Tod!“


(Heiliger Franziskus)

PHANTASIE VOM HIMMEL


1

Wir stimmen unsre Saiteninstrumente,


Das Geigenstimmen ist ein schräges Krächzen.
Das Lied wird, nach der Zeit der Elemente,
Mit Lobgesang erschallen ohne Ächzen.

Und meine Seele hörte einen Raum,


In dem mir auferstanden wunderbare
Gedanken sich erfüllten, mancher Traum.
Ich tauche in den Ozean die Haare,

Ich werde köstliche Orangen schälen,


Genieß sie in der Seligkeit der Seelen,
Ich werde auf die höchsten Berge steigen

Und allerhöchste Gipfel mir erklimmen


Und in dem Meer der weißen Wolken schwimmen
Und meinem Jesus meine Seele zeigen.

Ein neuer Himmel, eine neue Erde,


Das Alte ist in Feuersglut vergangen.
In einer neuen weißen Wolke werde
Ich auf der neuen grünen Wiese prangen.
Umflossen von kristallnen Ozeanen
Taucht auf die neue Stadt, wie eine Braut.
Ich kann sie schon in meinem Dasein ahnen,
Wenn mir die Träne von der Wimper taut.

Ach, die Smaragdstadt Oz ist Nichtigkeit,


Die Halle Höchster Harmonie reicht weit
Nicht an das Himmlische Jerusalem

Mit seinen Straßen ganz aus Gold und Glas


Und Mauern aus Smaragd und Chrysopras,
Erleuchtet von dem Sohn aus Bethlehem!

Das ganze Paradies ist wie ein Tempel,


Darin zuhause Gottes Herrlichkeit.
In jedem süßen Himmelsblütenstempel
Nach der Erlösung ruht die Ewigkeit.

Und ist das Paradies auch unsichtbar


Wie eine transparente Geistestaube,
Es ist doch im Vertrauen offenbar
Und ist Besitz durch Hoffnung, Liebe, Glaube.

Und meine Seele ist hinangeflogen,


Da glänzte es so wie ein Regenbogen
In lichten Wasserwolken rings umher,

Und wie ein lichter Saphir war ein Thron,


Und darauf saß der milde Menschensohn.
Und Jesus sagte mir: „Ich bin der Herr!“

Wie eine Vollmondnacht mit einer Frau,


Wie Maienmorgende mit süßen Küssen
Auf Moos inmitten von dem Morgentau...
Wir werden es noch viel genauer wissen.

Auch schuf der weise Schöpfer das Geschlecht,


Wird dem Geschlechte auch Vollendung weisen.
Verklärte Zähne werden, nicht mehr schlecht,
In eine pralle Lebenspfirsche beißen.

Vor dir ist voller Freude Überfluß


Und ewig ungemessne Seelenwonne!
Gerechte werden leuchten wie die Sonne,
Wenn Jesus küsst mit seines Mundes Kuß
Von allen Wimpern alle Trauertränen.
Ja, das muß meine Seele sich ersehnen!

Und wie die wunderschöne Morgenröte


Hervorgeht und die lichte Sonne thront,
Wie in der Purpurrobe Abendröte
Hinuntergeht und schimmernd scheint der Mond;

Und herrlicher wird Gottes Herrlichkeit


Mit Licht erfüllen süß das Paradies!
Jerusalem besteht in Ewigkeit,
Erleuchtet von des Lammes goldnem Vlies.

Da gibt es nicht mehr Schmerz und Leid und Tränen,


Erfüllung findet vieler Seelen Sehnen
Nach ewiger Glückseligkeit, und Leben

Wird fluten wie ein unbändiges Meer;


Da ist der große Feind, der Tod nicht mehr.
Herr Jesus möge mir dies Leben geben!

Und mitten auf dem Marktplatz, ganz aus Gold


Und wie das reinste Glas so transparent,
Da wird der König stehen, süß und hold,
Zugleich ganz offenbar, ganz transzendent.

Das Land umher wie transparentes Glas,


Zugleich erfüllt von prallem echtem Leben,
Und vom kristallnen Meer ganz rosig naß
Die Hände mir zum höhern Himmel schweben.

Gebadet in Gesundheit und in Schöne


Steh ich und harfe ganz vollkommne Töne
Und fühle wie ein honigfarbner Mann,

Das Wasser und die Luft erstrahlen golden,


Mein Herz geht auf wie süße Blütendolden:
Ich seh mit lauter Liebe Jesus an!

Verklärte Körper werden uns umgeben


Mit echten Armen, Händen, Beinen, Füßen,
Wir werden nicht wie hohle Geister schweben,
Wohlfühlen aber uns in unserm süßen

Verklärten Leib, gleich Jesu Christi Leib.


Und alle Seelen werden sich erkennen,
Da ist von einst das wunderbare Weib,
Und Männer werden sich mit Namen nennen.

Denn Gott wird geben einem jeden Samen


Verklärten Leib und einen neuen Namen;
Wir werden auferstehen aus dem Staube,

Erweckt vom Geiste, welcher in uns wohnt,


Durch welchen Jesus in den Herzen thront,
Und werden Jesus sehn, das glaubt mein Glaube.

So wie wir Adams Bild getragen haben,


So werden wir auch Christi Bildnis tragen.
Die Leidenszeiten, die uns Schmerzen gaben,
Die werden vor dem Himmel nichts mehr sagen.

Die Eiche hat ja keine Ähnlichkeit


Mit einer Eichel, und der Schmetterling
Nicht mit der Raupe. Das Vergehn der Zeit
In lauter Ewigkeiten herrlich sink!

Gesät wird werden, ach, in Niedrigkeit,


Wird auferstehn in schönster Herrlichkeit,
Armseligkeit wird auferstehn in Kraft!

In einer Welt von Göttinnen und Göttern


Wir werden wandeln wie in Maienwettern,
Weil Gott der Allerhöchste Neues schafft!

Ob wir nun spielen werden mit dem Balle,


Ob wir vorüberziehn am Großen Bären,
Ob wir bei Mauern stehen werden alle,
Ob wir durch Mauern durchgehn zu den Sphären,

Ob wir mit allerliebsten Freunden plaudern,


Ob wir mit guten Engeln Weisheit reden,
Ob wir Forellen fangen voller Schaudern,
Ob Wein wir trinken von dem Wein aus Eden,

Wir werden immerdar vollkommen stimmen


Zu allem, was wir tun, auf neuer Erde,
Im neuen Himmel. Und mit schönsten Stimmen
Wir loben ihn, den Hirten seiner Herde,
Der uns durch seinen Geist bereitet hat.
Ich lobe ihn mit Lyrik lebenssatt.

10

Ein neues Herz wird meines sein, ganz neu,


Ich werde dadurch mit dem Herrn verbunden.
O meine liebe neue Seele, freu
Dich sehr, daß du wirst küssen seine Wunden!

Mit neuem Denken werde ich erkennen


Den Herrn, wie Jesus Christus mich erkennt.
Mit neuem Fühlen werd ich auf den Tennen
Ruth sehn, die mich mit neuem Namen nennt.

Ich werde einmal alle Weisheit denken:


Was Engel sangen an dem ersten Tage
Und Paulus in dem dritten Himmel schaute.

Ich werde Liebe fühlen (ohne Klage,


Wie heut, als mir die Träne niedertaute)
Und werde Jesus meinen Willen schenken.

11

Ewige Sabbatruhe, süßer Frieden


Wird ewig meine Seele hold umhüllen.
Und auf der neuen Erde werd hienieden
Die Stille ich des neuen Himmels fühlen.

Ich werd mich reihen in die Ringelreihen;


Auf Zehenspitzen unter Seraphim
Werd meine neuen Lobgesänge weihen
Ich meinem meistgeliebten Meister, Ihm!

Und jedes Herz des neuen Himmels werde


Ich lieben, jedes Herz der neuen Erde,
Mit ungeteilter Liebe ungetrübt!

Und keine Seele wird mich je verletzen


Und jede Seele mich unendlich schätzen
Und lieben, wie mich Jesus Christus liebt!

12

Ich möchte Josef nach den Träumen fragen


Und Daniel, wie er die Nachtgesichte
Auslegen konnte und die Wahrheit sagen
Vom Licht, das in dem Dunkel schien, vom Lichte.

Und Melodieen werd ich hören schöne,


Viel schöner noch als Mozarts Zauberflöte!
Und werde Inka sehn, die Wunderschöne,
Im Widerschein von Gottes Morgenröte,

Und werde Bücher lesen einst in Eden,


Viel schöner noch als Klopstocks Nazarenus,
Mit Mark werd ich darüber oftmals reden,

Und werde sehen Botticellis Venus


Und schönre Frauenzimmer noch als sie
Und werd von ihnen schwärmen mit Rong-Ji.

13

Erst dann werd ich die Harfe und die Leier


So wie ein milder Minnesänger streichen,
Erst dann werd ich auf keiner Freundschaftsfeier
Von meinen weisheitsvollen Freunden weichen,

Erst dann werd ich die Colombinen malen,


Wie Gott sie sich ureigentlich gedacht,
Erst dann werd ich für gute Bücher zahlen
Den Preis der Schönheit einer Vollmondnacht,

Erst dann werd ich besingen ganz vollkommen


Messias mit den reinsten Lobgesängen
Und mit geheiligt süßer Poesie.

Erst dann bin ich in Liebe angekommen,


Wie Gott sie sich gedacht, in Harmonie
Werd ich mein Herz an meine Gottheit hängen.

14

Es gibt ja keinen Zufall, meine Lieben,


Gott hat mir meine Freunde zugeführt.
Durch seine Gnade sind sie treu geblieben,
Die täglich, ach, mein Liebesleiden rührt.

Und jene Frauen, die ich herzlich liebe,


Sie führte auf den Weg mir Gottes Geist,
Der möge führen sie mit seiner Liebe,
Die mir auch täglich meine Wege weist.

Im Himmel werden wir die Freundschaft leben,


Verständnis, Harmonie, Verbundenheit
In Seelenzärtlichkeit und Geisteseinheit.

Uns wurde Neu-Jerusalem gegeben,


Zum Zeichen für Gemeinsamkeit in Reinheit,
Zum Bild für Liebe in der Ewigkeit.

15

Der Herr spricht: „Vater! laß sie bei mir sein,


Die Gotteskinder, die du mir gegeben.
Ich kleide sie mit weißen Kleidern ein
Und gebe ihnen Kronen: ew’ges Leben!“

Beim Hochzeitsmahl des Lammes auf dem Throne


Sitzt Jesus mit dem Blick von einem Lamme
Und spendet seinen Heiligen die Krone,
Und diese beten an mit Geistesflamme.

Gebeugte krönet er mit Sieg, mit Ruhm


Und Freude, welche Sünder gottwärts leiten,
Und unvergänglich krönet er die Reinen

Am Tage des Gerichts, im Heiligtum


Die Leiter krönet er mit Herrlichkeiten;
Mir mög die Krone der Gerechten scheinen.

16

Vorm Richtstuhl Christi werden stehen Sünder,


Und er wird ihrer Sünden nicht gedenken,
Weil sie in ihm sind, weil sie Gottes Kinder.
Er kam, im Meer die Sünde zu versenken.

Er prüft die Fähigkeiten, Gott zu dienen,


Wie wir ihm dienten. Alle unsre Sätze
Prüft Jesus, welcher kam, die Schuld zu sühnen.
Auf Erden laßt uns sammeln Himmelsschätze!

Wir wollen bauen auf den Christus-Grund


Mit Silber, Gold und Edelsteinen; und
Verherrlichen aus einem reinen Herzen

Den Herrlichen, den hehren Mann der Schmerzen.


All unsre Leiden werden vor dem Thron
Des Herrn belohnt mit ew’gem Freudenlohn!

17

Anbeten werden wir die Macht der Liebe,


Die sich ergießt wie hellstes Licht von oben.
Und dichten werd ich, der ich Jesus liebe,
Und meine Dichtkunst wird ihn ewig loben.

Langweilig wird es nimmer sein. Ihr wißt


Ja gar nicht, wie erregend jene Liebe,
Die nie vergehen wird. Der Himmel ist.
Gott liebt mich, und ich schenk ihm meine Liebe.

Verborgnes Manna speis ich honigsüß,


Und Wahrheit duftet mir wie eine Blume,
Ich seh den Morgenstern im Paradies

Und Himmelssterne in dem Heiligtume,


Ich gehe in das himmlische Gebäude
Zu meiner wahren Liebe ew’gen Freude!

18

Wenn milde Märzenlüfte seufzen, ach,


Und Bäume sehnen sich in ihrem Saft,
Und eine Nachtigall wird morgens wach,
Sehnt alles sich nach Auferstehungskraft,

Wenn Meereswellen flüstern sanfte Töne


Und auf den Gräsern perlen Taues Tränen,
Sehnt die Gazelle sich in ihrer Schöne,
Ist alles nach Erlösung lauter Sehnen.

Wie majestätisch wird der Berg doch stehn


In Gottes neuer Schöpfung und das Tal,
Wie herrlich wird der Lämmer lichte Herde

Und sprühend voller Leben Jonas Wal,


Wenn wir von Herrlichkeit erleuchtet sehn
Vor Gottes Angesicht die neue Erde.

19

Wir werden sehen Gottes wundes Lamm,


Wie es zu uns so voller Liebe schaut!
Wir werden sehen unsern Bräutigam,
Wie er die Hochzeit feiert mit der Braut.

Wir denken immerdar an Golgatha,


Bei Himmelsbrot und bestem alten Wein,
Wir loben ihn, wie er auf Erden nah
Uns immer war in aller Erdenpein.

O süße himmlische Glückseligkeit


In Liebe und in schönster Ewigkeit
Des Lebens (denn er tat hinweg den Tod)!

Uns glühn die Herzen für die sieben Geister


Und für Messias Jesus, unsern Herrn und Meister,
Und lieben wird uns - lieben wird uns Gott!

DAS PARADIES
„Ich liebe euch und möchte euch alle mit mir in das Paradies führen!“
(Botschaft Mariens von Medjugorje, 25.April 1994)

„O Tischgenossen, auserwählt zum Mahl


Des benedeiten Lamms, das so euch speist,
Daß dauernd eurer Sehnsucht wird Genüge,

Wenn Gottes Gnade diesen schon voraus


Läßt kosten, was von eurem Tische fällt,
Bevor der Tod ihm nur die Zeit noch vorschreibt,

So achtet auf die grenzenlose Liebe...“

(Dante, Paradies XXIV)

ERSTES LIED

Ihr Musen vom Parnaß,


Ihr möget zu mir kommen mit der Leier,
Erato, singen laß
Von Evelin im Schleier
Mich nun und von der Weisheit Hochzeitsfeier!

Ich sah die Herrin liegen


Am Freitag im April auf ihrem Bette,
Sich in ihr Schicksal fügen,
Das Kreuz an ihrer Kette,
Daß sie die ewige Verheißung rette!

Sie schloß die schönen Lider,


Als ob sie lange, lange schlafen müsste.
Ich sah zum Kreuze wieder
Und zur Madonnen-Büste,
Als ich der Herrin Augenbrauen küsste.

Da öffnete die Augen


Sie müd und sah mir himmlisch in die Seele.
Der Augen Flammen taugen
Dem Kosmos zum Juwele!
Mir ging es wie ein Würgen an die Kehle!

Da sprach sie sanft und leise:


Ich weiß, mein Freund, du hast mich tief geliebt,
Versterb ich, werde weise,
Wenn Gott dir Weisheit gibt!
Ich lächelte und war doch sehr betrübt.

Sie nahm das Kreuz vom Busen


Und küsste Christus mit dem schönen Munde.
Und dann - o helft, ihr Musen! -
Starb sie an ihrer Wunde!
Ich blieb zurück in Tränentales Grunde.

Untröstlich blieb ich lange,


Ja, meine Trauer nahm kein Ende mehr,
Ich war verzagt und bange
Und ohne sie so leer
Und tief versunken in der Tränen Meer.

Ich weinte nur und schrie


Und schlug mit meinem Schädel an die Wand
Des Zimmers, da einst sie
So herrlich vor mir stand,
In der ich meines Lebens Liebe fand.

Nun war das Zimmer leer,


Mein Leben ohne Herrlichkeit und Pracht,
Die Seele allzu schwer
Hat fast sich umgebracht
Und lebte ohne Hoffnung in der Nacht.

Ich mochte nicht mehr essen


Und mischte mit den Tränen meinen Wein.
Und bei den Seelenmessen
War vor der Kerze Schein
Ich in der Kirche abgrundtief allein!

Kein Priester konnte trösten


Mein tief verwundetes, zerrissnes Herz.
Die Hoffnung der Erlösten
Verschlungen war vom Schmerz,
All meine Sehnsucht zog mich todeswärts!

Der schrecklichste Verdruß


Ernährte mich mit Harm, dem bitter-herben,
Nur um des Todes Kuß
Wollt ich noch minnig werben
Und ihr nacheilen in den Himmel - sterben!
Ich trat in einen Garten
Am zehnten des Oktober in der Nacht,
Dort auf den Tod zu warten.
Nein: Dort aus eigner Macht
Sei mit dem Erdenleben Schluß gemacht!

Elia, Vater, holder


Prophet! Verdruß ergriff mich wie einst dich,
Du lagest beim Wacholder
Und seufztest inniglich
Und betetest zum Vater bitterlich!

Mit Schaum vor seinem Maul,


Weil abgrundtiefe Schwermut in ihn fährt,
Seh ich den König Saul
Sich stürzen in sein Schwert!
Was war ihm seine Königssalbung wert?

Ich nahm zur Hand das Messer


Und wollt es bohren mitten in das Herz.
O Tod, du Menschenfresser,
Willst du mich höllenwärts
Hinabziehn in den grenzenlosen Schmerz?

Mein Retter Christus Jesus


Allein ist mein Erlöser auf dem Blut!
Und ist mein Blut Null-Rhesus
In meinem Sterbensmut
Nicht meinem Heiland doch noch einzig gut?

O Retter Jesus Christ!


Klang durch die Mitternacht mein Stilles Schrein:
Der du mein Leben bist,
Sei auch mein Sterben dein! -
Gott sah zu mir, und meine Hand hielt ein.

Da nahte mir ein Geist,


Und es war nicht der böse Geist des Saul, ah,
Es war ein Geist, das heißt,
Ein Engel aus der Aula
Jerusalems, war meine Oma Paula!

Sie war einst abgeschieden


Und ging mit allen ihren Lebenstrieben
In ihres Hirten Frieden,
Ins Lebensbuch geschrieben,
Ward neu geboren, seliglich zu lieben!

Dem depressiven Wandel


Ergeben sah sie ihren Lieblingsenkel.
In lichter Liebe Mantel
Die Selige, ein Engel,
Einhüllte mich, die hielt den Lilienstengel.

Der Lilienstengel wars


In ihren Händen der Verkündigung:
Es bleibt nicht immer schwarz,
Du findest neuen Schwung,
Du flieg mit mir zum Himmel, Singschwan jung!

Zur Herrin will ich bringen


Den Sänger, denn sie schickte mich zu dir,
Sollst ihre Seele singen
Und singen Himmels Zier
Und sollst nicht sterben heute nicht und hier.

Sie nahm mich in den Arm,


Großmütterliche Flügel hüllten dich
Mich ein, da ward mir warm,
Da sah ich ein Gesicht -
Da ging ich mit der Seligen ins Licht!

ZWEITES LIED

Und siehe, aus der Nacht


Erhob sich goldenrot die Morgenröte,
Als ob die Muse lacht
Der Phantasie von Goethe
Und David ruft das Licht mit seiner Flöte.

Da wars ein rosa Lachs,


Der eilte heimwärts nach der Wasserquelle.
Und gold und blond wie Flachs,
Wie Mutter Mirjams Helle,
Taucht schöne Sonne aus des Äthers Welle.

Die Lerchen jubilierten


Und Nachtigallen schwiegen schüchtern stille.
Die rosa Wolken zierten
Der Lüfte blaue Fülle,
All hüllte sich in blauer Schleier Hülle.

Da kam die Feuerflamme


Wie aus dem Schoß der roten Morgensonne,
Wie Purpurvlies vom Lamme,
Granatenfrucht-Madonne
Den Rotwein reichte mir zu meiner Wonne!

Nein, mehr als Wonne war


Das glühe Licht von sieben Feuerkerzen,
Wie Venus’ rotes Haar,
Wie Glut in Minneherzen
Und leidenschaftlich lohes Blut der Schmerzen!

Und heiß wie Eifersucht


Und heißer als die Leidenschaft der Hölle
Im Brennen ohne Zucht
War dieses Feuers Quelle,
Als spuckte Ätna eine Lava-Welle!

Doch durch die Feuerstrudel


Und durch der Asche feuerheißen Dust
In heißer Quelle Sprudel
Riß mich mit Todeslust
Sankt Magdalena mit der bloßen Brust!

Das Sternbild ihrer Brüste,


Wie eine schwellende Granatenfrucht,
War über meiner Küste
Und über meiner Bucht,
Zu diesen Früchten nahm ich meine Flucht.

Wie heiß die Feuerflammen


Auch über mir zusammenschlugen,
Fegfeuers Gluten schwammen
Und fragten nicht nach Klugen,
Göttliche Brüste mich nach oben trugen!

Inmitten Flammenblitzen,
Um alle meine schwere Schuld zu sühnen,
Der Brüste süße Spitzen,
Die reizenden Rosinen,
Zum Kompaß mir zum Paradiese dienen.

Ob ich auch starb in Wollust


Und in des Todes bußbereiter Träne,
Doch lockte mich die Vollbrust
Der schönen Magdalene,
In deren Arm ich mich nach Jesus sehne!

Ja, in der Feuerflamme,


Im siebten Kreis im Purgatorium,
Schau ich zum roten Lamme,
Dem Evangelium,
Manna im minnigen Mysterium.

Im Schoß der Morgenröte


Entbrannte er, der Purpurstern der Venus!
Erlöserin der Nöte,
Des Amor Mutter, Genius,
Du Morgenstern im Reiche Nazarenus!

Den Heiden warst du Leuchte,


Lichtträger, makelloser Meeresstern,
Sahst auf des Meeres Feuchte,
Granatenapfelkern
Am himmelhohen Lebensbaum des Herrn!

Du Himmelskönigin
Der Heiden, schöner Stern der Ashtaroth,
Zu dir geflogen bin
Ich durch das Morgenrot,
Erharrt in Gottesfurcht des Herrn Gebot.

Wie konnt ich jemals beten


Zur meeresgrünen Göttin Aphrodite?
War denn Arkadien Eden?
War Weisheit in der Mythe?
War Gott ein Stern, der da am Himmel glühte?

Nun aber darf ich sehen


Die Lächelnliebende, den Stern der Meere,
Ich darf als Flamme wehen
In ihrer Morgensphäre
Und gebe doch allein dem Herrn die Ehre!

Orangen seh ich leuchten


In Lebensbäumen immergrüner Lauben,
Da nackte Nymphen fleuchten,
Die Brüste Turteltauben,
Die Amoretti ihre Schleier rauben.

Ist wohl das Fegefeuer


In seinem siebten Kreis der Sinnlichkeit!
Der Minne Abenteuer
War voller Lüsternheit,
Nun ist das Purgatorium bereit!

Von allen sieben Sünden


War mir die Wollust allzu tief vertraut.
Ich hoffte sie zu finden
Im Schoße meiner Braut,
Der ich auf Erden aber nicht vertraut.

Selige Paula, bitte,


Daß ich dies Fegefeuer überstehe,
Führ meiner Seele Schritte
In meiner Herrin Nähe
Und durch das Paradies zur Gottes-Ehe!

Laß einmal mich nur schauen


Die schönen Sterneninseln der Cythere,
Wo blaue Blumen tauen
Und wallen Wogenmeere
Und aus der Leidenschaft auftaucht die Hehre!
Und Paula sah zu mir,
Die Blicke mir in meine Seele gleiten:
Sind Edens Früchte hier,
Die Göttinnen bereiten?
Vielmehr seh ich hier Fleisch und Geist sich streiten!

Und Paula zu mir sah:


Hier brenne sieben Jahre in der Minne
Um deine Lesbia,
Die Sehnsucht deiner Sinne,
Die da die schöne Schwester der Corinne...

DRITTER GESANG

Und Paula nahm mich mit


Und zeigte mir des Himmels Schwanensee.
Ein schwarzer Schwan dort glitt,
Die Schwanin weiß wie Schnee,
Daß ich des Paares Seltenheit dort seh.

Der schwarze Trauerschwan


War seiner Schwanenkönigin geweiht.
Er zog die Wellebahn
Im sammetschwarzen Kleid
Und sang unsterbliche Glückseligkeit!

Der Schwanenbusen schwoll


Der weißen Schwanenkönigin vor Lust,
Von schöner Liebe voll
Die volle Schwanenbrust,
Neigt sie das Haupt, der Holdheit sich bewußt.

Kristallenklarer Teich,
Du einsam-schöner, dämmerblauer Weiher
Im holden Himmelreich,
Verhüllt von Taues Schleier,
Wer ging dort einsam zu der Weisheit Feier?

Wer bist du, schöner Schatte,


Der du hier wandelst an dem Schwanensee?
- Ich bin Sophiens Gatte,
Der himmlischen Idee,
Die ich in der Idee der Liebe seh!

Im Tempel der Athene


War ich der Weisheit ahnungsreicher Schüler.
Ich sang wie Sangesschwäne
Und tauchte Falterfühler
In mystische Rosen, Weisheits holder Spieler!

Doch was ich je gewußt


Und niemand hören wollte, nicht in Lima
An Zypern Meeresbrust
Und nicht in Paphos-Ktima,
Die Wahrheit hörte ich von Diotima!

Ins Weltall weitr’ und weiter


Bin ich vom Leib zum Geiste aufgestiegen
Der Liebe Himmelsleiter,
Um selig aufzufliegen,
Und fand in der Idee allein Genügen.

Wie schön die Körper sind


Von jungen Mädchen, mädchenhaften Knaben,
Wie wird die Liebe lind,
Wenn wir im Leibe haben
Verkörpert höchsten Ideales Gaben!

Und sehnen nach der Seele


In Liebe uns, sie heilig zu erkennen,
Daß sich der Geist vermähle
In lauterm Minnebrennen,
Und weiß von Wollust, nicht mehr zu benennen!

Wir steigen von den Schatten


Der Bilder und Geschöpfe zu dem Licht,
Dem Ideal zu gatten
Den Geist, der endet nicht,
Der ewig schaut der Schönheit Angesicht! -

An Worten mich zu weiden


Der Weisheit und an himmlischen Gedanken,
Verlangt ich nach dem Heiden,
Als Paula sah mein Schwanken
Und wies Verheißung meinem Liebekranken.

Sie zog mich zum Propheten


Glückseligen Arabiens, der Mahnung
Dereinst gewußt zu reden
Und auch von Eden Ahnung.
War nun mit Mahom ein Gespräch in Planung?

- Gelobt sei Gabriel,


Sprach Mahommed, der kam zu offenbaren
Zu mir in eine Höhl
Und fasste bei den Haaren
Den Sklaven Gottes, reif an Mannesjahren.

Ich kündete Gericht


Des Einzigen und die Barmherzigkeit.
Koran ist kein Gedicht,
Der Engel prophezeit
Dem Marterzeugen eine Himmelsmaid!
- Und wurde dies erfüllt
An Mohammed, dem zornigen Propheten?
Wer ist dies schöne Bild,
Die sieh ich zu dir treten,
Schön wie einst Eva in dem Garten Eden?

- Daß dies Frau Aischa ist,


Das glaub mir nur, mir ewiglich vertraut.
Doch wisse auch, du Christ,
Mehr selig ist, wer schaut
In höhern Sphären Heiligen Geistes Braut!

Auch Fatima ist hier


Im schönen Engelsleibe licht und golde,
Des Morgensternes Zier,
Mir Herzenswonne! Wollte
Ich ewig leben ohne meine Holde?

- Wollüstiges Verheißen
Steht herrlich im prophetischen Koran.
Ist das als wahr zu preisen?
- Ja, meine Augen sahn
Die Huri all auf Edens Wiesenplan!

Als wie in Himelszelten


Siehst du sie warten da in grünen Seiden,
Den glaubensfrommen Helden
Fortküssen alle Leiden,
Brokatne Kissen ihnen da bereiten. -

Da fragte ich den Schatten:


Was hab ich von den Gattinnen gehört,
Sie nähmen Manneslatten?
Die Hoffnung mich betört,
Hab auf der Erde stets umsonst geröhrt!

Da sah ich Mahom lächeln:


Was du ersehnst, dir all von Gott erheisch!
Der Huri Wimpern fächeln
Auf dunkle Augen keusch,
Sind Geister hier und gehen nicht im Fleisch.

Doch Auferstehung kommt


Gewiß von Gott, sprach Gebrielis Schreiber,
Und alles was dir frommt
Wird da sein: Himmelsweiber
Gehn himmlisch um und tragen Seelenleiber! -

Da nahte eine Haura


Und reichte ihre süße Dattelbrust,
Die in der holden Aura
Geküsst ich süßer Lust,
... denn unterm Monde war es alles Dust!

VIERTES LIED

Da hat mich fortgebracht


Aus diesen gottverklärten Wolustlauben
Sie, Paula, in die Nacht,
Dem Sehen mich zu rauben
Und mir zu offenbaren nackten Glauben!

Da war ich fern den Sinnen,


Die nicht zu himmelhoher Weisheit taugen,
Wie Gottes hohes Minnen
Auf Erden nicht die Augen
Erkennen, wie sie auch an Sonnen saugen.

Da ließ ich das Begehren,


Begehrend nichts als einzig Gottes Willen,
Der meiner Blutesmeeren
Glutfeuer mochte stillen
Und mich mit seinem Heiligen Geist erfüllen!

Die lohe Leidenschaft


Ward durch der Trübsal Ofen mir gereinigt,
Da gnadenreiche Kraft
Huldvoll-erwählend peinigt,
Daß der Gereinigte sich Gott vereinigt!

Der Seele ganzes Sehnen


War, sich in den Geliebten zu verwandeln,
Zu weinen Seine Tränen,
Wie Er so treu zu handeln
Und Ihm gleich auf dem Kreuzesweg zu wandeln!

Und alle Herzenswonnen


Und alle Tröstungen war ich bereit zu missen
Und aller Tränen Bronnen
Im tiefsten Grund zu küssen
Und Trauerfahnen in der Höh zu hissen.

Ach, niemand wird verstehen


Die unergründlichen, geheimen Pfade
Des Herrn, und niemand sehen
Die Schönheit seiner Gnade,
Wer sich nicht taufen läßt im Tränenbade!

Den Eigenwillen lassen


Und auf sich nehmen alle Kreuzeslasten
Heißt, Weisheit zu erfassen
Und durch Gebet (und Fasten)
Nach der Erfüllung an dem Ziele hasten.

Da Weisheit und Erkennen


Heißt, jeglichem Verstehen zu entsagen,
In Minne nur zu brennen
Und nach dem Heile jagen,
Mit jeder Wunde Lob dem Kreuze sagen!

Der Erde reicher Geiz


Läßt alle Gnadenhungrigen verschmachten,
Daß an der Erde Kreuz
Die Herzen sich umnachten,
Die in der Einsamkeit Ölgarten wachten.

Da wird das Herz durchbohrt


In einer neuen seelischen Passion!
Gekreuzigt fort und fort
In Söhnen wird der Sohn!
Doch so gelangt man zu der Weisheit Thron!

Dies war der Paula Lehre,


Die sie mir auf dem Himmelsflug vermacht,
Da ferne eine Sphäre
Wie Morgenröte lacht,
Wie schöne Auferstehung aus der Nacht.

Die Evelinische
Milchstraße tauchte vor mir auf im All,
Die seraphinische,
Mit Schall und Echohall,
Mit schwarzen Löchern, Nebeln überall.

Ich Waisenkind, verloren


Auf Erden ohne Mutter, an der Hand
Des Engels, neu geboren
In einem Sphärenland,
Ich mich auf neuen Wundersternen fand.

Da war die Lila Feige,


Der Rote Glanz, der Innere Morgenstern,
Da war der Treue Zeuge,
Da der Granatenkern
Und da der Herrin Schönheit und des Herrn!

Der Trauervolle Ritter


War da, der Drache unterlag der Lanze,
Der Wimper Flutgezitter
Sah zu dem Davidstanze
Und da die Muse in des Dichters Stanze!

O Selige, o wird
Es dir auch nicht zuviel mit meiner Liebe?
Die scheuste Zartheit ziert
Die Liebe, die ich übe
Zu lieben, daß ich nimmerdar sie trübe!

Doch in der Galaxie


Des innenraumes grenzenloser Nacht,
Wo ist die Eine, Sie,
Die weint, die leise lacht,
Die meines Lebens Majestät und Macht?

Auf goldnem Monde rollte


Durchs Universum meine Königin,
In lauter Sternengolde
Die Holde wandelt hin,
Der ich zu Füßen schöne Schlange bin.

Wie eine Sternsirene


Umtönt von einem rauschenden Gesang,
Auch eine Hennamähne
Umwallt die Schöne lang,
Ich schmiegte mich in ihre Locken bang.

In ihrem blauen Hemd


Und blauen Leinen-Unterkleidern naht
Sie, die das Haar sich kämmt,
Das Hemdchen ohne Naht
Ist ganz aus asiatischem Brokat.

O Lockenmähne, walle,
Aufrausche von der Meeresflut Getuschel,
O wog zur Gürtelschnalle,
Zum Fuße auf der Muschel,
Daß ich mich, Wurm, in deine Muschel kuschel!

Laß lässig deine Hand


Hinsinken, daß ich huldigend sie küsse,
Der ich die Herrin fand
Und immer, immer misse,
Und weiß von ihr als ob ich Weisheit wisse.

Und Paula schied, sie schied


Und übergab mich Ihr mit sanfter Miene,
Daß ich mit meinem Lied
Und Lebenshauch ihr diene,
Der seligen Seele, meiner Seraphine!

FÜNFTES LIED

Und Evelin, die Evi


Genannt von ihren Freundinnen und Treuen,
Die schön wie Indiens Devi,
Die sah ich süß sich freuen
Wie eine Lilie im Monde Maien.

Ich sah sie zu mir lächeln


Und leise lachen mit sehr süßem Girren
Und ihre Wimpern fächeln
Und ihre Hände wirren
Das Haar, das Angesicht gesalbt mit Myrrhen.

Wie war mir wohl und selig,


Da ich von solcher Schönheit angelacht,
Da ward ich froh und fröhlich,
Der Majestät und Macht
Sehr dankbar in der Sternensphärenpracht.

- Erleuchten und belichten


Will ich dich mit den schönen Sternen lang,
Denn du, du sollst mir dichten
Den himmlischen Gesang
Von deiner Gottesminne Überschwang!

Dazu will ich begeistern


Mit meiner Schönheit als dem Gotteszeichen,
Mit Huld dich übermeistern,
Daß du mich kannst vergleichen
Dem Urbild meiner Huld, der Gnadenreichen!

Das Herz in meinem Busen


Soll eine Mittlerin zur Fürstin sein,
Der Königin der Musen,
Als Muse bin ich dein
Gesang und stimme in dein Singen ein.-

Zu einer Rosenpforte
An einem Holzgerüst sie führt mich zart,
Im Hag, im Hain, am Orte
Ward herrlich offenbart
Marien Heiligtum, der Rosengart.

Die bläulichen Violen


Und kleinen bläulichen Vergißmeinnicht
So hold und unverhohlen
Dort lächelten im Licht
Und lächeln sah ich Evis Angesicht.

Die rotorangnen Tulpen


Für immer da und ohne Furcht vorm Schnitter,
In Stiefeln und in Stulpen
Stand ich, der Minneritter,
Vor ihrer Blätter zärtlichem Gezitter.

Der lila Falterflieder


Umflattert von den schönsten Schmetterlingen,
Die Falter sangen Lieder,
Die sie zum Psalter singen
Und tragen Harfen in den schönen Schwingen.

Der Wind, der holde Buhle,


Umspielte innig das Mariengras,
Als wie mit einer Spule
Im Netz die Spinne saß
Und wob den Schleier transparent wie Glas.

Dahinter lag ein Garten,


Am Pfad dahin viel duftende Reseden,
Da ging ich mit der Zarten,
Dieweil wir stille beten,
Zu Mutter Eva in den Garten Eden.

Und Eva war so süß


In ihrer langen langen Locken Flut,
Schön wie das Paradies,
Die Wange rot von Blut,
Schneeweiße Wange rot von Liebesglut!

Mit ihren schlanken Händen


Hielt sie die roten Haare vor die Brüste
Und vor die schlanken Lenden,
Ob sie sich schämen müsste,
Daß sie die Schönheit ihres Gottes küsste!

Der Wimpern Morgenröte


So langhin hingen über ihre Blicke,
Des Leibes Jadeflöte
Geschaffen wie zum Glücke
Bog sich vor Lust wie eine Engelsbrücke!

Die Dattelfeigenlippen
Von rascher Zunge ihres Mundes feucht!
An diesem Kelch zu nippen
Ambrosia - mir däucht,
Wem solches ward, zum dritten Himmel fleucht!

Ihr anmutreiches Lächeln,


Wie Meergekräusel in der Meeresbucht,
Der leichten Locken Fächeln
Um ihres Busens Frucht -
Die Sinnlichkeit in holder Sitte Zucht!

Und Adam an der Seite


Sah immer zu der Dattelfeigenlippe,
Ob seine Hand ihm gleite
Zur Haarflut an der Klippe -
Sie seine Traumfrau, Fleisch und Blut und Rippe!
Und Eva hob die Stimme
So sanft zu einem mystischen Gesange:
Ich sage nicht vom Grimme,
Ich sag der Liebe Danke,
Das sei dir meine Lehre, du mein Schwanke!

Zwar sprach ich nicht mein Ja,


Verbotener Erkenntnis zu entsagen,
Doch Weibes Samen sah
Ich schon in Edens Tagen
Und Satan ihm nach seiner Ferse jagen.

Des Lebens Mutterschoß


Wird allen ewige Erweckung bringen
In Jesus, meinem Sproß,
Ihn will ich ewig singen,
Der widerstand der Schlange schönen Schlingen.

Die Frau, die ihn gebar,


Die wird die Neue Eva auch geheißen,
So rein, so wunderbar,
Die Weisheit aller Weisen,
Die will ich als den Garten Eden preisen!

Der Neue Adam war


Neun Monde lang in diesem Garten Eden,
Der Frau, die ihn gebar,
Um mich durch ihn zu retten
Und mich im Himmelsparadies zu betten.

Die lebende Marie


War durch ihr Ja zu Gottes Ehebund
Der höchsten Harmonie
Ureigner Muttergrund.
Eva ward durch Maria ganz gesund.

SECHSTES LIED

Und siehe, was ich seh,


Ist die Holdselige so anmuthold,
Die wie ein schöner Schnee
Mir schneit und scheint wie Gold,
Da ich sie küssen auf den Mund gewollt!

Sie nahte wie ein Wunder,


Holdselig, sanft und mild und wunderzart,
Sie kam zu mir hinunter
Vom weißen Rosengart
Und war wie Weihnacht - Preis dir, Gott von Art!
Wie leichte weiße Flocken
Kam sie mit einem ziemlich schönen Schweben!
Sie kämmte ihre Locken,
Die rankten sich wie Reben
Und fielen auf die Schultern in Geweben.

So rot, so rot ihr Mund,


Als sie demütig lächelte mich an
Aus stillem Herzensgrund
Und leise so begann:
Du sollst mein Dichter sein, du Gottesmann!

Ich will dir Schönheit weisen,


Wie du sie nimmerdar zuvor geschaut,
Die sollst du singend preisen,
Preis sei dir anvertraut
Der Schönheit, die da ist des Geistes Braut!

Wir müssen uns nicht schämen,


Denn was wir tun, sind Werke hoher Minne,
Die wir entgegennehmen
Zu seligem Gewinne.
Das sei mein Kuß (Beseligung der Sinne).

Vom Himmel aber kam


Gesang als wie von einer Seraphsschwinge:
O Jesus wundersam,
Dem ich den Lobpreis singe,
Dein Leuchten auf die dunkle Erde bringe!

Du bist das Licht der Welt,


Der du erleuchtest alle die im Dunkeln
Und in der Armut Zelt,
Laß Morgensterne funkeln
Gleich ewig-schönen, schimmernden Karfunkeln!

Und in dem Welttheater


Erscheine du und gute Botschaft sage,
Du Liebeswort vom Vater,
Und tröste alle Klage
Mit deiner Wonne Trost am Jüngsten Tage!

Du hast sie angeschaut


Mit einem Lächeln deines lieben Blicks,
Die tränenübertaut
Vor dir geweint, des Glücks
Ausspender du Maria Peccatrix!

Du nahmest ihre Schulden


Und zahltest sie mit deines Blutes Zoll!
Ich seh sie Jesus hulden,
So schöner Liebe voll,
Als wie ein großes Meer der Liebe schwoll!

Sei Ruhm und Lob der Süßen,


Die da mit ihren langen Hennalocken
Geweint zu deinen Füßen!
Der Trauer Meer leg trocken
Und hülle sie in deiner Gnade Flocken!

Da sahe ich und siehe,


Die Stimme kam von einer Engelin,
So schön wie Morgenfrühe
Im hocherhabnen Sinn,
Der Engel ging wie schönes Schweben hin.

- Nie war ich dir so nah


Wie heute an dem Tag der Ewigkeit!
Doch deine Seele sah
Mich mit dem Schwert bereit
Und mit dem Mantel Sankt Marie geweiht!

Erzengel Raphael
Ist mein Gebieter, ich bin dein Beschützer.
Mich malte Raffael
Orangner Farbensprützer
Bei Petrus, deinem im-Gefängnis-Sitzer.

Im Schoß der Morgenröte


Bin ich der Jubelsang zum Morgenstern,
Ich reichte dir die Flöte
Und sprach dir Kern um Kern
Das Rosenkranzgebet zu unserm Herrn.

Du sahest einst mich blitzen


Und glühn und schimmern in der Träume Saal,
Ich stand, dich zu beschützen,
An jenem Kiefernpfahl,
Da du dich morden wolltest mit dem Stahl...

An deiner Schulter stand


Ich allezeit mit meinen lichten Schwingen,
Auch als du um die Hand
Frau Evi tatest singen,
Nun siehe Evelin dich zu mir bringen.

Auf Sions Perlenpforte


Steh ich geschrieben mit dem Himmelsnamen,
Den an dem Erdenorte
Ohnmächtige vernahmen,
Da sie Gott weihten ihres Lebens Samen.

Du denk an mich am Jabbok,


In Ashtaroth und in Karnatajim,
Im Traume sah mich Jakob
Auf Treppen steigen, nimm
Den Namen herziglich: Mahanajim...

Was Bibellehrer reden


Ist vieles Torheit, folge du der Liebe,
Daß dein Gemüt in Eden
Und Tochter Sion bliebe,
In der Betrachtung, im Gebet dich übe.

Ich weiß von deinem Schmachten


Und irdischen Verlangen all und Sehnen,
Vom bitteren Umnachten
Und allen Liebestränen
Und deinem Fleisch und deinem Blut der Venen.

Ich werd durchs Tal der Tränen


Als Treue dich zum Berge Sion führen,
Durch sehnsuchtsvollen Sehnen
Nach den Madonnenzieren,
Und selbst im Sterben sollst du nicht verlieren!

Ich diene Sankt Maria,


Der benedeiten Engelskönigin,
Ich führ dich zu Sophia
Als Jesus Christus hin,
Ich, deine Himmlische und Hüterin!

SIEBENTES LIED

Den Schlüssel hört ich drehen


Sankt Petrus in der Himmelspforte Schloß.
Laß mich Maria sehen,
Die Frucht aus ihrem Schoß,
Die Tochter Davids und des Jesse Sproß!

Ich bin vom Glanz entzückt,


Der füllt die Himmel all mit ihrer Schöne!
Wie lieb sie zu mir blickt!
Mit scharfem Lorbeer kröne
Die Königin der Musen ich und Töne.

Der Himmelskönigin
Der ganze Hofstaat weiht Gesang und Loben,
Und ich und Evelin
Schaun voller Dank nach oben,
Wo die kristallnen Meere flammend toben!

Sie wandelt auf dem Meere


Der Sternensphären, gläsernem Kristall,
Es preist sie jede Sphäre
Und Ruhm besingt das All,
Des schönen Meeressternes Schleierfall!

Und in dem Sternensaal


Die Sterne blühen all wie reife Feigen.
Des Angesichts Oval
Und ihres Hauptes Neigen
Läßt mich und Evi vor Bewundrung schweigen.

Und ihre Augen und


Der zärtliche und lächelklare Blick,
Das Lächeln um den Mund
Beschert ein reines Glück!
Ich wein, und seh zu Evelin zurück.

Ich seh die Muse schauen


Aus heiligem Gesicht in meine Seele,
O liebe Frau der Frauen,
Die schauenden Juwele
Vermischen sich dem Atem meiner Kehle.

Ich möchte singen, singen,


Und muß verstummen doch vor deiner Schöne!
Gott geb mir Seraphsschwingen
Und Magdalenas Träne
Und Jesu Christi Blut in meine Vene!

Ich seh in ihre Augen


Und seh in ihnen licht den Seelenfunken.
O dieses Licht zu saugen!
Von ihrer Seele trunken,
Bin ich in ihrer Seele Gott versunken!

O Seele ihrer Seele,


Gott Schöpfer ihrer heiligen Natur,
In meinem Lied nicht fehle,
Ich folg der Taufe Spur
Und finde im Geschöpf die Gottheit nur!

O Gott Dreifaltigkeit!
Der in der Taufe sie zu eigen nahm,
Vermählt der holden Maid,
Mein Gott, ihr Bräutigam,
Erfülle sie, Gott Odem, wundersam!

Mein Gott, du hast den Glauben


Der seligen Geliebten tief erkannt.
Gegirr von Turteltauben
Ertönt im Lebensland
Und unsre Seelen sind in deiner Hand!

Da sah ich Vater Petrus


Als starken Vater sehn am Himmelstor.
O bester Freund von Jesus,
Leih mir dein Vaterohr,
Der Jesus kannte, Jesus auch verlor.

Du Vater meiner Kindheit,


Schutzheiliger des Seemannsenkels du,
Dein Name wie der Wind weit
Erklang mir immerzu,
Du standest an dem Tor zur Himmelsruh.

Zwölf Jahre war ich alt,


Da sah ich Jesu Leiden sich ereignen,
Ich litt mit der Gestalt,
Da hörte ich dein Leugnen
Und sah die Reue dich mit Tränen zeichnen.

Ein Leugner ward ich auch


Und wandte zu der bösen Welt den Fuß,
Mein Denken war wie Rauch
Und sagte Baal den Gruß,
Du betetest und da begann die Buß.

Ich ward ein Gottessohn


Durch Huld der Offenbarung Gottes - Danke!
Du wurdest mein Patron,
Bevorzugter Gedanke,
Und standest bei, als sterben wollte Schwanke.

O habe noch Geduld


In deinen Leiden, sagtest du zu mir,
Denn Gnade ist und Huld
In deinem Leid mit dir,
Bald schaust du Seligkeit von Jesus hier!

Ich irrte wiederum,


Ging von der Mutter zu der Häresie.
Das Evangelium
Erweckte mich als wie
Mein Vater zeigte mir die Schöne: Sie!

Du klopftest mit dem Hammer


Und ließest Seelen aus dem Fegefeuer.
Und ich in meinem Jammer
Im Minneabenteuer
Vernahm dein Beten, da ward ich ein Neuer.

Sankt Apollonia
Erschien mein König mir in meiner Kammer
Und war mir göttlich nah
Und auch mit deinem Hammer
Warst du bei mir in Jubel und in Jammer.
Du lehrtest mich das Dogma
Der heiligen Ecclesia von Rom
Und sprachest mir von Chockmah
Und Salomonis Dom
Und Sankt Maria an dem Lebensstrom.

Ich sang ein Epos, Kefa,


Mein Vater, Kirchen-Wagen und -Gespann!
Da liebte sehr ich Eva
Als trunkner Gottesmann
Und Sankt Marie. Und Petrus sagte dann:

Gott Vater mög dich schützen


Auf deinem Lebensweg, du Sohn Elias,
Des Geistes Auge blitzen
Vor Freude, Freund Messias’,
Du blaue Blume in der Hand Marias!

ACHTES LIED

Da ging die Pforte auf,


Da Evelin und Dichter Schwanke schweben
Und sehen frommen Hauf
In leinenen Geweben,
Denen des Wortes Segen all gegeben.

O Lob sei Gottes Mutter,


Triumph! die Schwäne ziehen ihren Wagen!
So sang da Martin Luther,
Der pries in seinen Tagen
Maria, sah sie unterm Kreuze klagen.

Von Satans Rattenschwanz,


Als sei’s der Papst, sprach er hier nun nicht länger
In seiner Wonne Tanz,
Des Wortes Lobpreis-Sänger.
Er wandte sich zu mir mit einem Schwenker.

Der Herr hat mir vergeben,


Ach, daß ich die Ecclesia gespalten,
Der mir das Wort gegeben
Des Herrn, an Tagen Alten,
Mit Petrus will ich nun die Hände falten.

- Mein Freund Martinus Luther,


Ich schütt nicht über dich des Unrats Kübel,
Weil mir die Gottesmutter
Einst gegen alles Übel
Zur Waffe anvertraute deine Bibel.
Der Vater aller Lichter
Des Himmelreiches, aller Heiligen Hort,
Er schuf dich ja als Dichter,
Der schön gesagt das Wort,
Das tönt im Himmelreiche fort und fort.-

Da sah ich Evi lächeln


Mit ihren Augen wie aus Asia,
Wie mit dem Fächer fächeln
Mit ihren Haaren da,
Und sah ihr einen frommen Christen nah.

O himmlische Regina,
Du sandtest auch, die dich nicht kannten, Boten
Des Gottesworts nach China,
Hast Weisheit auch geboten
Dem Mann, der sprach vom Kreuze zu den Toten.

O lächelnde Regina
Coeli, sage mir, wer ist der Mann,
Der betet hier für China,
Das in des Drachen Bann,
Der Seelen er für Jesus Christ gewann?

- Bin Hudson Taylor, ging


Ins Land der Morgensonne ganz allein.
Von meinem Leben sing,
Der ohne Brot und Wein
Gepredigt, doch mein Herz war nicht von Stein.

Ich liebte die Verlornen,


Die Ausgeliefertem dem alten Drachen,
War Lilie unter Dornen
Und sprach doch ihre Sprachen,
Wie’s heute alle Missionare machen.

- Mein Hudson Taylor, Freund,


Du trugst wie die Chinesen einen Zopf,
Weil gut es Jesus meint,
Geist über deinem Schopf
Zieh China aus des Atheismus Topf!

Da kam ein dritter Mann


Und blinzelte als wie durch eine Brille,
Daß ich ihn lieb gewann.
Da war im Himmel Stille,
Da sagte er: Geschehe Gottes Wille!

Ich sah an seinem Hals


Verherrlicht seines Todes rote Schnur.
Die Majestät des Alls
Erhob die Kreatur
Durch das Martyrium zur Gottnatur.

Neugierig sah zu ihm


Mein Aug, als ich da stand an Evis Seite.
Du, mit dem Tod intim
In deinem Marterleide,
Was sagst du heut mir in des Himmels Weite?

- Sag allen Evangelen,


Die Kirche soll vereint und einig beten!
Wir gottvertrauten Seelen,
Märtyrer, Exegeten,
Sind einig hier in Gottes Himmelsstädten.

Bonhoeffer ist mein Name,


Unschuldig war ich nicht, doch voller Liebe,
Auf daß nicht Satans Same
Die Welt zur Hölle triebe,
Erstand ich, daß Tyrannenmord ich übe.

Den Nacken in die Schlinge


Wand Satan mir und sagte: Daß du hangst,
Ich dich zur Hölle bringe!
... In Jesus keine Angst,
Mein Freund, vorm Tod, daß du vor Gott nicht bangst!

Und Evis Wangen glühten


Vor Freude und vor sanfter Schwesterliebe,
Die Blüte aller Blüten,
Der Trieb der Blumentriebe
Erleuchtete die visionäre Trübe.

Jungfrau der Jungfraun du,


Erleuchte mich in schauender Vigilie,
Wer dort in holder Ruh
Der Seligen-Familie
Ist eingegliedert, eine lichte Lilie?

Sie geht in Weiß und Rot,


Der Liebe Rot, dem Weiß der keuschen Reinheit,
Ihr Aug wie Sterne loht,
Ihr Haar in goldner Feinheit,
Wie eine Braut mit Jesus Christ in Einheit!

Ist Inka, welche starb,


Weil Satans Knechte wollten sie ermorden,
Um die der Dichter warb
Im hohen Nebelnorden,
Ist Marterzeugin in Marien Orden.

Ihr Sterben war dein Segen,


Denn als sie schied, da segnete dich sie,
Der du auf falschen Wegen
Törichter Häresie
Gegangen und die Herrin ehrtest nie.

Der Jungfraun Jungfrau sandte


Der Jungfrau frommes Gleichnis dir zum Bild.
Und Inka sanft sich wandte
Zu mir so anmutmild:
Ich bin glückselig nun in dem Gefild!

Einst deine Dichterminne


War mir wie Jesu Christi Liebesreden!
Im Tode ward ich inne
Durch all mein frommes Beten
Des Himmels! Liebe führe dich nach Eden!

NEUNTES LIED

Da schwebt ich auf als wie


Ohnmächtig in der seligsten Verzückung
Zum Reich der Poesie,
In singender Entzückung
Vernahm Gesang ich ewiger Beglückung!

Ihr ersten Menschen ihr,


All euer schönes Leben war wie Beten.
Eva in deiner Zier
In blühenden Reseden
Du wandelst rein und bloß im Garten Eden.

Ihr stillen Edenlauben,


Da Adam sich die süßen Früchte pflückte
Bei dem Gegirr der Tauben
Und zur Gehilfin blickte,
Die huldreich von dem Schwanenhalse nickte.

Wer hat so schön gesungen


Und so beseligend die Seele süß
Als wie mit Flammenzungen?
Da sah in Lammes Vlies
John Milton wandeln ich im Paradies!

- Ich war auf Erden blind,


Konnt mich nicht äußerlicher Reiz betören,
Doch lauschte ich dem Wind,
Dem Geiste zuzuhören,
Der in mir spielte wie in Orgelröhren.

War Eva ein Poet


Und sang die Schönheit schön der ersten Frau
Und durfte als Prophet
Gebadet in dem Tau
Der Taufe singen meine Gottesschau.

- Wer ist dein Bruder dort


Und wer die holde Frau an seiner Seite?
So zärtlich ist sein Wort
Und Hymnen singt er heute
Wohl auf der Winzerin in Weltalls Weite.

Und Cidli seh ich lächeln


In metaphysischen Entrückungen,
Mit Weidenblättern fächeln
Voll von Beglückungen
Zum Sänger, Seher der Verzückungen.

Der Mirjam Magdalee


Gesungen, weinend neben Simon Kepha,
Und schaute schön wie Schnee
Und schön wie Indiens Deva
In göttlichen Verzückungen Frau Eva!

Wie heißet dieser Dichter?


Die Deutschen nennen Gottlieb Klopstock ihn,
Der sang den ewigen Richter,
Den Gott der Seraphin,
Gab sich im Epos dem Messias hin!

Empfindsam-sanfter Meister,
Du inniger Gemahl der Pietisten,
Der Musen schickt und Geister
Den sangesfrohen Christen,
Laß taubengleiche Seelen bei dir nisten!

- Mein Sohn, sprach Klopstock da,


Nicht auf antikes Versmaß will ich dringen,
Bin auch dem Reimer nah
Und will ihm Hilfe bringen,
Den Herrn, Jehowah, unsern Gott zu singen! -

In Jesus offenbart
Hat sich Jehowahs Liebe! Und ich sah
Apostel ihm gepaart,
Petrus und Paulus da,
Und Jesus im Gewölk dem Dichter nah.

Wen sah ich so geehrt


Durch Gottes Offenbarung voller Gnaden?
Der Dichter war gelehrt
Durch seinen Aquinaten,
Und nahm Virgilius zu seinem Paten.

Ich sah im Lorbeerschatten


Markantes Angesicht mit Adlernase
Und bei dem mystischen Gatten
In seligster Ekstase
Die Braut, für Gottes Blume eine Vase.

Und während auf die Kniee


Der Dichter Dante sank, stand hoch erhoben
Frau Beatrice, siehe,
Die würdig allem Loben,
Die sah erhaben zum Herrn Jesus oben.

O hochgepriesne Donna
Im roten Kleid, mit Schönheit junger Frauen,
Laß Dante die Madonna
Im seligen Vertrauen
Als seine rosa mystica erschauen!

Und lehre du ihn weise,


O Muse du im komischen Gedicht,
Zu sehen Kreis um Kreise,
Von lauter Liebe Licht,
Und Gott ihn schaun in Jesu Angesicht!

... Oh reine mysterieuse!


Ertönte Minnesang voll Courtoisie,
O Königin, erlöse
Von aller Häresie
Die Christenheit durch deine Sympathie!

Wir Waller durch den Weizen


Verehren dich, o Liebe Frau von Beauce,
Entzückt von deinen Reizen,
Mysteriöse Rose,
Verehren wir das Kind auf deinem Schoße!

Was lehrten uns die Schulen


Verkehrtes, irrgelehrte Schriftgelehrte!
Von Gott, dem holden Buhlen,
Du übers Maß Geehrte,
O Königin, wir singen deine Zärte!

Wir wollen nichts mehr wissen,


Als was du, Weisheitstempel, uns gewiesen,
Du unser Ruhekissen
In Rosenparadiesen!
O Hirtin, weide uns auf Edens Wiesen!

So hast du uns belehrt


Und mich, den Sänger, der die Herrin sah,
Daß Eva heimgekehrt
Ist durch Marien Ja
Und ist den Lebenden als Mutter nah.
Von Weizen gib ein Epha,
Von Wein ein Hin, bei deinem Hochzeitsmahl!
- Péguy sang seine Eva,
Den Bräutigam, nicht Baal,
Sang Eva und den göttlichen Gemahl!

ZEHNTES LIED

Und Chöre hört ich singen


Und hörte süßesten Gesang von Chören
Und singend rauschen Schwingen
Wie leisen Wind in Föhren,
Mit Schönheit meine Seele zu betören.

- Du bist mein wahres Glück,


O Königin der Engel! hört ichs tönen;
Ich kehr zu dir zurück,
Dem Bild der Wunderschönen,
Denn engelhafte Reinheit muß dich krönen!

Die Seelen sind verwirrt


Von menschlichem Verlangen, Erdenlüsten.
Doch Jesus ist der Hirt,
Wenn sie im Dust von Düsten
Verloren sind mit Schmerzen in den Brüsten.

- Wer bist du, Engelwesen,


Der du in lichten Schönheit so getönt?
- Schutzengel auserlesen
Des Mädchens huldverschönt,
Die hier im Himmel dich mit Minne krönt!

Führer der Führerin,


Den du so oft um ihren Schutz gebeten!
Die Engelskönigin
In Sions Jadestädten
Bat mich, zu führen Evelin nach Eden!

Daß du auf Erden nicht


Gefreit sie hast wie Sara einst Tobias,
Ist nicht ein Zorngericht
Des Schreckens Jeremias,
Vielmehr die treue Minnehuld Marias! -

Da hört ich Schwingenrauschen


Als wie ein Wind in einer Balsamsteppe,
Da wollt ich leise lauschen
Dem Rauschen Ihrer Schleppe,
Die offenbarte mir die Himmelstreppe.
Wie Jakob einst geruht
Mit seinem Haupt auf einem festen Stein
Und sah das Höchste Gut -
So war im Himmelsschein
Mit gnadenreich das Ewig-Eine Ein!

Da konnte ich erkennen


Die Engel mit Trompeten und mit Tuben
Und ihre Augen brennen
Wie kleinen nackten Buben
Und voller Weisheit sprachen die Cheruben.

Ich sah zwei Cherubim


Sich Wasser reichen wie in goldnen Eimern
Und schauen so intim
Wie Musen zu den Reimern
Und wie Ägypterinnen schaun zu Träumern.

Verstehen konnt ich nicht,


Was die Cheruben von der Weisheit reden
Im himmlischen Gedicht,
Doch wollt ich nichts als beten
Zur Vorsehung, der Führerin nach Eden!

Ein Cherub aber sprach:


Ob du ein Weiser seist, darfst du nicht wissen,
Du darfst die Demut, ach,
Darfst Demut nimmer missen,
Die Demutvollen wird die Weisheit küssen! -

Des Schoßes Morgenfrühen


Gebaren unsern Morgenstern, die Venus,
Und Gottes Eros glühen
Der Engel und der Genius
Und Seraphim lobpreisen Nazarenus!

O Caritas et Amor!
Ich sah, wie schönste Morgenröten schwammen
Um einen Thron wie Marmor,
Da brannten sieben Flammen
Und schlugen all in Einer Glut zusammen!

Wie pneumavolle Sinne


Die Heiligen des Himmelreichs empfangen,
So sah ich glühn in Minne
Mit Schwingen schöne Schlangen,
Sah in den Kronen Stein der Weisen prangen.

Oh, minnen! minnen! minnen!


Die Menschen sollen all das Höchste Gut,
Das wohnt in ihnen, innen,
In Weh und Wohlgemut
Ist Gottes Liebe ihres Blutes Blut!

Der Gott sich zu einen


Im ewigen Sohn mit seinen zwei Naturen
Ist alles, was sie meinen,
Die Zöllner und die Huren,
Er ist der Minner aller Kreaturen!

O reißt an euch den Becher


Des Blutes von dem heiligen Altar!
Seid Himmelreiches Zecher,
Vom Wein der Weisheit klar,
Dann wird in euch das Wunder wunderbar!

Ich bin in Gottes Stadt


Lichtträger, sanfter Schimmer, lohes Feuer!
Ich brenne in dir matt,
Doch wenn ich dich erneuer,
Erlebst du Jesu Minneabenteuer!

Und ich bin Ariel


Und schütte Räucherwerk auf den Altar
Und träufle Salbungsöl
Auf Herren wunderbar
Und jeden Papst, der Petri würdig war.

Und ich bin Raphael


Und sandte Evi Salem sehr sublim
Zum Hüter ihrer Seel,
Und Himmlische intim
Zu dir, mein lieber Freund, Mahanajim.

Und ich bin Gabriel,


Das heißt: Der Herr Jehowah ist mein Mann!
Der in Marien Höhl
Der Menschheit Sündenbann
Hat aufgelöst, Erlösung dort begann.

Und ich bin Michael


Und werd die alte Schlange Satan peitschen
Und werfen ins Geschwel,
Ich weih der Frau, der keuschen,
Der Lieben Frau die Juden und die Deutschen.

Regina Angelorum,
In ihrer engelhaften Reinheit Holde,
Reghina Angelorum
Mit Evis Seele wollte
Ich preisen, sie im Leib von Honiggolde.

ELFTES LIED
Auf einem weißen Pferde
Sah über Rußland ich Sankt Juri reiten
Und Mutter feuchte Erde
Zu Gottes Lob bereiten
Und mit den Lästerern des Höchsten streiten!

In seiner Rüstung Glanz


Saß er auf seinem strahlend weißen Pferde,
Das tanzte einen Tanz
Wohl über Rußlands Erde,
Sankt Juri griff nach seinem goldnen Schwerte!

Dem feuerroten Drachen,


Der da die Mutter Erde wollt vernichten,
Ein Ende dem zu machen,
Sankt Juri kam! Mitnichten,
Maria wollt nicht auf die Rusz verzichten!

Bei seinem Martertode


Versprach Sankt Juri: Wer ihn anflehn werde,
Dem werde er ein Bote
Der Liebe Gottes! Erde,
Anbete du mit flehender Gebärde!

Die Satans Söhne sind,


Die werden alle in der Hölle enden
Und Qual wird ihrer Sünd
Den Lohn des Höchsten spenden
Und Teufel sie auf Feuerspießen wenden!

Doch Rußland wird sich kehren


Zur Ewigkeit, zu mystischen Sophia,
Sankt Juri wird verehren
Die mystische Maria
(Perfekte Schönheit hieß sie Jeremia)!

Und eine andre sah


Ich da zum Lobe des Martyrium,
Die lächelte mir nah
Als goldne Lilienblum
Und als gelebtes Evangelium.

Vollbringen wird es all


Die Leidenschaft, der Eifer unsres Herrn!
Ich überspring den Wall
Und flieg als Taube fern
Und über Frankreich glänzt der Morgenstern.

Ich küsse Frankreichs Erde!


Priez pour nous, o Notre Dame de France!
Zu dir ich wallen werde,
Zur Troubadour-Provence,
Nach Lourdes zu dir in minniglicher Trance!

Auf Erden ist ein Park,


Der ist ein Eden auf der ersten Erde,
Da sehe ich Jeanne d’Arc
Mit ihrem Jungfraunschwerte
In Frankreich feiern wahrer Freiheit Werte!

Dort seh ich sie im Kampf


Ums Land der Liebe und der Zärtlichkeit
Und seh den Schlachtendampf
Und wie ganz Frankreich schreit:
Die Jungfrau kam zu uns in dieser Maid!

Wie aber muß sie enden?


Sie mußte teilen Jesu Christi Schmach!
Man tat die Jungfrau schänden,
Die noch für Frankreich sprach
Und ging durchs Feuer in das Brautgemach!

Da sah ich einen Schleier


Und eine Jungfrau allerhöchster Reinheit.
Nun töne, meine Leier,
Tönt, Saiten, voller Feinheit,
Und singt den Bräutigam in heiliger Einheit!

Sankt Agnes, Reine du,


In deiner Nacht mir meine Oma schied
In Liebe und in Ruh
Und hörte noch mein Lied,
Da schon ihr sank zum Todesschlaf ihr Lid.

Ich aber in der Nacht


Hab die Legende deiner Nacht gedichtet,
Da du wie Wolle sacht
Gottlosigkeit vernichtet
Und meinen sehnsuchtsvollen Geist erlichtet.

Wie eine Alte ging


Und leise schon die Kirchhofglocke klang,
O meine Muse sing,
So tönte mein Gesang,
Den heiligen Sankt-Agnes-Abend lang.

Du hast für mich gebetet


Und meiner Oma unsterbliche Seele.
Ihr Schnitterengel mähtet,
Doch Gras wird zum Juwele,
Heil wird, ist auch die Seele nicht ohn Fehle.

Jehowah ist mein Hirte


Und Jesus weidet mich im Todestal
Und Heiligen Geistes Myrte
Bekränzt im Hochzeitssaal
Die Seele. Gott der Herr ist ihr Gemahl!

Und als Elias schied,


Gab er Elischa seines Geistes Teil.
So singe ich mein Lied
Von meiner Oma Heil
Und danke dir, Sankt Agnes, alldieweil.

Erbatest mir den Glauben


In meinem Dunkel unterm Kreuzesstamm,
Da Tod mir kam zu rauben
Die Liebste, doch dein Lamm
Ward meiner Mädchenseele Bräutigam!

Bin nicht so keusch wie du,


Sankt Agnes, Heilige im Freudenhaus,
Erwirk mir Seelenruh
Und treib den Dämon aus,
Der Fleischeslust und Augenlust mir aus!

Die meine Schwester du


Zur Tochter hast, die meine Kirche ist,
Erwirk Marien Ruh
Aus Gnaden Jesu Christ
Dem Angefochtnen durch des Satan List.

Die Schwester meiner Seele,


Die ist des Heiligen Geistes Poetresse,
Dem Bräutigam vermähle
In jeder Heiligen Messe,
Daß sie das Fleisch des Benedeiten esse!

Dir weih ich meinen Glauben,


Patronin meines Glaubens sei mir du,
Laß mich in Edens Lauben
In ewiglicher Ruh
Geglaubten Gott anschauen immerzu!

ZWÖLFTES LIED

Da sah ich eine Seele,


Die eine Schüssel hielt und einen Becher,
Und rings umher Juwele,
Und durch der Wimpern Fächer
Sah sie zu mir mit schimmerndem Gelächer.

- Bin Evelin von Lüttich


Und war Rektorin in der Kirche dort,
Sang wie ein kleiner Sittich
In meines Bauers Hort
Den Lobpreis meinem fleischgewordnen Wort.

Ja, diese Mystik ward


Mir anvertraut: der Gottheit Fleisch zu essen,
Gott hat sich offenbart
Mir in den Heiligen Messen,
Ich wollte dort das Kreuz an meinen Busen pressen!

Gekreuzigten Befreier
Wollt ich mit meinem Herzen selbst empfangen,
Ich Braut und Er mein Freier,
Ich mit schamroten Wangen,
Er in der Herrlichkeit, der Liebe Prangen!

So ging Er in mich ein


Abseits von allem weltlichen Geräusch,
Ins Blut floß mir sein Wein,
Ins Fleisch ging mir sein Fleisch,
Mein Herz empfing den Herrn des Opfers keusch.

Ich wahrte ihn im Herzen,


Barg den Geopferten im Seelenschoße,
Ward Schmerz von seinen Schmerzen,
Ward seines Dornes Rose,
Im Sündenlager lag der Sündenlose!

Und du nun, Tochter Evi,


Du Seelengold in deines Leibes Jade,
Die du dem Sänger Levi
Warst wie die Bundeslade,
Nimm deinen Stuhl bei mir aus Gottes Gnade!

Schutzheilige im Namen
Der Taufe auf die Heiligste Drei-Einheit
War ich dir. Ja und Amen
Zu deiner Seelenfeinheit,
Du tauchtest aus dem Taufbad voller Reinheit!

Gott weiß von unserm Glauben


Und unserem Vertrauen unermessen,
Wir sind ihm Turteltauben
Und in den mystischen Messen
Des Himmels werden wir das Manna essen.-

Da sagte Evi leise:


Wer wird nun aber meinen Dichter führen,
In seiner Torheit weise,
Und stimmen seine Lyren,
Zu singen Maid Jeruschalajims Türen? -
Sankt Evelin sprach da:
Ihn wird ein Heiliger wohl unterrichten,
Der die Madonna sah,
Von Ihr wird Schwanke dichten,
Sie selber wird ihn führen in Gesichten! -

Da sah ich Evi hold


In der verklärten Sesselthron sich legen
Und sah der Krone Gold,
Sie schimmern allerwegen,
Entließ sie mich mit liebevollem Segen...

- O Heiliger der Schönen,


Mein Ruhm ist, deinen Namen nicht zu nennen.
Maria wird dich krönen
Für all dein Minnebrennen!
Dank, daß ich dein Geheimnis darf erkennen!

Dein Wort voll Lieblichkeit


War Sonnenfeuer in der Erde Eiszeit,
War Ewigem geweiht,
Der Liebe linden Leisheit,
War Gottes Schönheit ganz geweiht und Weisheit!

Ich beugte meinen Rücken


Und fand doch bei den Menschen keinen Lohn,
Doch ewig wird entzücken
Nach all dem Spott und Hohn
Die Gottheit, die die Braut des Salomon.

O Heiliger, wir preisen


Der Gottheit Ewigkeit als eine Braut,
Die hingibt sich dem Weisen,
Der sich ihr weiht und traut
Und glaubt an sie, bis er sie selber schaut!

In Gottesschönheit Sie
Vergleicht der Myrrhe sich, dem Rosentriebe,
In Minnesympathie
Erleuchtet sie die Trübe
Als Sonne der Barmherzigkeit und Liebe!

Du Bruder meiner Seele,


O lehre mich, die Weisheit schön zu preisen!
Demanten und Juwele
Sind nicht so wert den Weisen
Wie Sie, die will uns mit dem Manna speisen!

- Da sprach der Gottverklärte:


Der Weisheit eigne dich in Ewigkeit,
Drum sieh, die ich verehrte,
Die benedeite Maid,
Der Führerin zur Weisheit sei geweiht!

Du darfst die Jungfrau minnen,


Ja, alles dichten, Dichter, für Maria,
Maria liebt dich innen
Und innen lieb Maria,
In ihr vermähl dich Göttlicher Sophia!

O Liebe Frau Maria,


Sprach da der Heilige, ich lieb dich, Ave,
Du Tempel der Sophia,
Ich bin dein Minnesklave,
Mit deines Schoßes Frucht weih ich mich JaHWeH - - -

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DAS PARADIES IN DEN RELIGIONEN


„Sagt Ja zum Paradies!“
(Unsere Liebe Frau von Medjugorje)

Wer fliegt, der fliegt zur Sonne wie ein Adler.


Ihr Sterblichen, der Papst flog fort von euch,
Ist nicht mehr von der Erde, ist vom Himmel,
Er schaut die Gottessonne wie ein Adler,
Ja, er ist auferstanden wie ein Phönix.
Der Papst gefahren ist ins Himmelreich,
Ihm steht des Himmels Perlenpforte offen.
Die Himmelstreppe ward ihm aufgestellt,
Er stieg hinan die Stufen zu der Gottheit.
Der Vater stieg hinan die Himmelstreppe,
Die da erschuf für ihn sein König Christus.
O Jesus Christus, wahrer Gott und Mensch,
Er kommt zu dir, voll Ruhm und unvergänglich.
Der Papst ist nun ein Heiliger im Himmel.
Er stirbt nicht mehr den Tod, er ist unsterblich.
Er geht nicht mehr zugrunde in dem Tod.
Ihm ist ein Thron gegeben in dem Himmel,
Er ist ein König nun im Reich der Himmel.

Ich bin der Sänger mit der goldnen Leier


Und reiche euch den bleichen Totenschädel,
Daß ihr den Wein genießt und Liebchen küsst!
Ich las die Verse auf den Gräbersteinen,
Die von der Herrlichkeit auf Erden sangen
Und den Verwünschungen des bittern Todes.
Warum spricht also man vom Totenreich,
Warum so von dem Reich der Ewigkeit,
Das doch gerecht ist, ohne alles Übel?
Die Ewigkeit verabscheut doch den Krieg,
Und niemand greift dort seinen Nächsten an.
Im Reich der Toten gibt es keine Feinde.
Die Menschen ruhen dort von Anbeginn,
Vom Garten Eden an die Menschen alle.
Und Millionen werden, Myriaden
Von Seelen ziehen in das Reich der Toten.
Kein Mensch wird je auf dieser Erde leben,
Der nicht gelangte in das Reich der Toten.
Die Lebenszeit auf Erden ist wie Traum,
Kommt aber eine Seele in das Jenseits,
So grüßen sie die Engel: Heil, Willkommen!

Anbetung Jesu Christi, meines Herrn,


Der Allerheiligsten Dreifaltigkeit,
Gesungen als Gesang vom frommen Dichter:
Heil, Richter aller Toten, Jesus Christus,
Du Herr der himmlischen Jerusalem!
Ich komm zu dir, gerecht durch deine Gnade,
Der ich die Sünde meid mit aller Kraft,
Der ich nicht Lüge, sondern Wahrheit rede,
Der ich, wenn ich gefallen, mich erhebe.
Laß Anteil haben mich am Brot des Lebens,
Das wird auf dem Altar des Herrn geweiht,
Und laß mich wandeln in der Jenseitswelt
Und halte meine Seele nicht zurück,
Zu schauen des Erbarmens milden Mond
Und dich, die Sonne der Gerechtigkeit.

O Mensch, du wirst im Himmelreiche wandeln,


Dein Herz erfreuend an der Gunst der Gottheit.
Dir wird zuteil ein heiliges Begräbnis
Nach einer ehrenvollen Lebenszeit,
Bis dann das Alter war herangekommen,
Du legtest dich ins mütterliche Grab
Und wandeltest hinüber in das Jenseits.
Du wirst verklärt in eine lichte Seele,
Die wird genießen reine Engelsspeise
Und Wasser von der Quelle allen Lebens.
Du wirst wie eine weiße Turteltaube
Im Himmel schweben oder wie ein Adler
Die lichte Gottessonne schauen und
Als Nachtigall der Minne Rose preisen,
Was immer dein Begehr im Himmel ist.
Dein Boot des Lebens überkreuzt den Jordan,
Und keine Rückkehr gibt es für dein Leben,
Dein Leben wird wie neugeboren sein
Und schwimmen in dem Ozean der Liebe.
Die lichte Seele wird vergöttlicht werden,
Als Göttin leben mit den andern Göttern.
Die andern Seelen werden mit dir reden,
Es werden alle Wünsche euch befriedigt.
Mit Geistesaugen schaust du Gottes Licht,
Mit Geistesohren hörst du die Musik
Der Engel in den Engelschören Gottes,
Mit deinem Munde sprichst du Dank und Lob
Und mit den Flügeln schwebst du frei umher,
Dein Himmelskörper makellos und heil
Umschließt dein Herz, das heil und heilig ist,
Denn die Person wird dir bewahrt in Gott.

Großmutter, sei dein Himmelskörper heil,


Sei makellos und heil dein Himmelsleib!
Du steig vom Himmel in den Überhimmel
Und sei dort alles, was du je erträumt!
Empfange du das Opfer des Altares,
Darbringungen des Priesters vor dem Herrn.
Steig von dem Himmel in das Paradies,
Nicht abgewiesen an der Perlenpforte,
Dir tu sich auf die enge Perlenpforte,
Sankt Petrus öffne dir mit seinem Schlüssel!
Dann tritt du in die Halle ein der Weisheit,
Der Herr begrüße deine schöne Seele!
Dein Herz sei glücklich in dem Rosenhag
Mariens, wenn du weiße Rosen pflegst,
Maria freue sich an deinen Rosen,
Sie sollen blühen schön im Paradies!
Fahr in der Arche auf dem Meer des Lichts,
Fahr hin von Himmelreich zu Himmelreich!
Dir leuchte immerdar der Morgenstern,
Messias, Morgenstern in deinem Herzen,
Dir strahle stets die Herrlichkeit des Herrn,
Der Lichtglanz leuchte dir in deinem Herzen!
Willkommen, singen Engel, Heil und Frieden,
Vor dir in deinem Raum im Himmelshause.
Du schaust den König an in seiner Schönheit,
Den Morgenstern Messias, der erstanden.
Erwache in dem Licht der Liebe Gottes,
Dein Joch ist dir genommen und dein Kreuz,
Dein Herz ist heilig nun in deinem Lichtleib,
Und immerdar genießt du Himmelsspeise.

Wenn einst ich selig werde in dem Himmel,


Weil ich ein Glaubender auf Erden war,
Verklärt wird meine Seele und vergöttlicht!
Ich werde wandeln in der Jenseitswelt
Und werde nicht zurückgewiesen werden
Von Petrus an der engen Perlenpforte.
Wenn einst ich selig werde in dem Himmel,
Weil ich verehrt die Gottheit hab auf Erden,
So werde Säule ich im Tempel Gottes,
Wenn Jesus Christus durch den Himmel reitet,
Der Friedefürst auf seinem weißen Pferd.
Wenn einst ich selig werde in dem Himmel,
Weil ich das Gute tat den Menschenkindern,
So werde ich den neuen Namen Christi
Geheimnisvoll auf meiner Stirne tragen
Und werde in der Auferstehung Garten
Vom Gärtner, von dem auferstandnen Meister,
Erlangen meinen Paradiesesgarten.
Wenn die verklärten Seelen selig werden,
Wird meine Seele Jesus Christus folgen
Und wird in einen Adler sich verwandeln
Und schauen an die lichte Gottessonne,
Wenn Gott im Morgenrot der Ewigkeit
In lichter Herrlichkeit des Herrn erstrahlt.
Wenn die verklärten Seelen selig werden,
Wird meine Seele Unsrer Lieben Frau
Maria als ihr Minnesänger folgen
Und wird in eine Nachtigall verwandelt,
Die ewig singt im Rosenhag Marias
Maria Minnesang, der Himmelsrose!

Den Menschenfischer sah ich an dem Meer,


Als ich zum Meergestade heimgekehrt,
Da sprach der Menschenfischer dies Orakel:
Dir ist bestimmt, o Gottes Freund und Sänger,
Im Tod nicht in dem Staube zu versinken
Als ungerühmter Schatte unter Schatten,
Nein Gottes Weisheit und die sieben Geister
Ergreifen deine Seele bei den Locken
Und tragen heim sie ins Elysium,
Dem Reiche des gerechten Totenrichters.
Dort ist den Seelen heiter gar das Leben,
Wo weder Schnee, noch Regen oder Hagel
Und Winterdunst befällt die Seelen, ach,
Es weht vielmehr vom Meer der Ewigkeit
Die Aura eines wundervollen Maien
Und süßen Lenzes, der kein Ende nimmt,
Die Aura reiner Primavera küsst
Dort deine Seele wie ein lichtes Lächeln
Und macht dir deinen Geist zum schönsten Jüngling.
Dies wird dem Gottessohn, Mariengatten!

Fern von den Menschenkindern euch gewährt


Der Herr, der König in den Himmeln, Leben
Und Wohnung in dem großen Himmelreich,
Da Christus Jesus herrscht als Friedefürst.
Dort wohnen sie mit Herzen ohne Kummer,
Dort in der Seligkeit, am Meer der Liebe,
Die Hochbeglückten, Seligen, Geliebten!
Dort reifen ihnen süße Dattelfeigen,
Die süßer sind als Wabenseim und Honig,
Die Feigen reifen an dem Stamm der Palme
Dort jeden Tag des Jahres in Äonen.

Wo laue Liebesnächte nie sich wandeln


Und nimmer wandelt sich das milde Licht,
Der Edle wird das Leben dort genießen,
Ein Leben ohne Mühsal, Angst und Kummer.
Schafft keiner dort im Schweiß des Angesichts,
Denn alles spendet Gottes Fruchtbarkeit.
Wer immerdar die Wahrheit nur bezeugt,
Weilt bei der Gottheit als der Gottheit Liebling,
Als Liebling Gottes bei den Gottgeliebten,
Der weiß nur noch, was Freudentränen sind!
Die Überwinder, die sich reingehalten,
Die ziehen in die Burg der Tochter Zion,
Wo Jesus Christus herrscht als Herr und König.
Wie Pfingstgeist weht ein süßer Frühlingshauch
Die Seelen an vom Meer der Ewigkeit.
Des Paradieses Blumen leuchten gülden,
Sie blühen in den blauen Dämmerungen.
Die Seligen umwinden ihre Arme
Und kränzen ihre Häupter mit den Blumen,
Wo die Gerechtigkeit sie freigesprochen.

10

Idee der Schöpfung in dem Himmelreich,


Dort ist die Welt von Purpur, Gold und Weiß,
Viel reiner, als es je die Erde sah.
Die Täler haben ihre eigne Farbe,
Den Farbenton des Weinstocks Sankt Mariens.
Dort sehen wir den schönsten Regenbogen,
Dort alles ist ein reines weißes Licht.
Die Bäume rauschen dort im Hauch der Ruach,
Dort blüht die blaue Blume der Alleinheit,
Dort blüht die rosa Rose ohne Dornen,
Dort blüht die Lilie der Jungfräulichkeit,
Dort blüht die Lotos der Erotik Gottes.
Erhaben steht der Berg der Tochter Zion,
Dort donnert Sinai, dort brennt der Dornbusch,
Ein Berg der Fruchtbarkeit ist der Karmel.
Granaten fruchten dort wie goldne Glocken
Und Feigen sind so süß dort wie die Braut.
Wie Jaspis ist die Welt, wie reine Jade,
Smaragd, Türkis und Lapislazuli,
Wie der Rubin und wie der schwarze Onyx.
Glückselig sind, die sehen dieses Schauspiel,
Das Gold ist rein von aller Erdenschlacke.
Der Phönix, aus der Asche auferstanden,
Schwebt mit dem Adler zu der Gottessonne.
Die reine weiße Turteltaube girrt
Dort mit der Nachtigall von Gottes Minne.
Der Falke fliegt voran den Minnesängern
Und Gottes Milan schaut den Weg der Weisheit.
Gazellen spielen dort, die Zwillingskitze,
Das Einhorn stark steht auf dem Scheideberg.
Der Hirsch trinkt an der Quelle Lebenswasser,
Die Hindin tänzelt durch die Morgenröte.
Die Pantherweibchen liegen bei den Böcken,
Die Knaben spielen an dem Loch der Schlange.
Die Wolken sind wie Insel in den Lüften,
Die Meere Meere sind der Ewigkeit.
Was hier ist Hauch, ist dort der lichte Äther.
Dort herrscht der Frühling, welcher nimmer endet,
Die Rosen blühen und die Trauben fruchten.
Die Augen sehen an die Schönheit Gottes,
Die Ohren hören dort die Stimme Gottes,
Die Einsicht sieht dort ein die Weisheit Gottes,
Der Geist ist dort erfüllt vom Geiste Gottes.
Bei Lebensbäumen in dem Paradiese
Zur blauen Abenddämmerung der Herr
Leis wandelt durch der Auferstehung Garten
Und redet mit den Seligen von Liebe.
Die Gottheit ist als Geist allgegenwärtig,
Erfüllt von Weisheit, thronend in dem Himmel.
Die Seligen durch die Gerechtigkeit
Der Gnade und der Wahrheit schauen Gott,
Vereint mit Gott in ewiger Erkenntnis!
(Das sah mein Geist in nächtlicher Vision
Und geht zur Ruh mit Unsrer Lieben Frau.)

11

Ich, der Poet, erzähl euch einen Traum:


Großmutter ist erschienen als Vision,
Großmutter, in der Bibel heißt sie Mamme.
Als ich sie sah, da zitterte ich leicht,
Sie aber sprach: Hab keine Angst, mein Junge,
Vernimm nur, was ich dir zu sagen habe.
Da ich sie sah, da zitterte ich zaghaft,
Doch nicht vor ihr, vielmehr vor meiner Sünde.
Da frug ich sie: Großmutter, lebst du noch,
Großmutter du, und Urgroßmutter auch?
Gewißlich leben wir, sprach meine Mamme,
Entkommen sind wir nun dem Körperkerker.
Das Leben auf der Erde ist ein Tod,
Ein Sterben ists von der Empfängnis an
Bis zu dem Sterben, da man nicht mehr stirbt. –
Da sah ich meine Urgroßmutter schweben,
Und ich umarmte sie mit meiner Seele.
Großmutter aber nahm mich an ihr Herz
Und küsste mich mit mütterlichem Kuß.
Da sprach ich: Liebe Mamme, wahre Mutter,
Ist dieses Leben auf der Erde Tod,
Was muß ich noch im Totenreiche leben,
Was darf ich denn nicht heim zu dir ins Leben?
Großmutter aber sprach: Wenn Gott, dein Schöpfer,
Dich heimruft aus dem Kerker deines Körpers,
Kommst du zu mir in deine wahre Heimat.
Doch auf der Erde trag du deine Pflicht,
Weil Gott dich auserwählt hat, als sein Sohn
Ein Miterlöser dieser Welt zu sein.
Schau alle diese schönen Sternenfunken,
Viel schöner ist das Fünklein deiner Seele,
Ein Hauch vom Hauche aus dem Munde Gottes.
Sieh die Planeten in den Himmelskreisen,
Wie Gottes Weisheit unter ihnen waltet
Als kosmisches Gesetz, der Weisheit Geist.
So auch soll deine Seele in dem Körper
Als innre Weisheit auf der Erde wandeln.
Die Seele scheide nicht von deinem Körper
Durch menschliche Gewalt, vielmehr der Herr,
Gott ruft dich, wenn gekommen deine Stunde.
Mein lieber Junge, wie die Urgroßmutter
Und wie ich selber auch, gehorche Gott
Und lebe fromm. Du achte deine Eltern
Und sei ein frommer Diener aller Menschheit.
Ein frommes Leben ist ein schmaler Weg,
Ist ein gerechter Weg ins Himmelreich.
Erforsch die Bibel, bete, bete, bete,
Du liebe immer Unsre Liebe Frau
Und sei wie eine Mutter allen Menschen
Und diene Gott durch deine Nächstenliebe.
Wenn du vollendet hast dein Erdenleben
Und eintrittst in Marias Galaxie,
Glückselig in Marias Galaxie
Wirst du dann sein brillanter Morgenstern
Im Reich der Galaxie der Galaktrophousa! –
Da schaute ich Marias Galaxie,
Dort waren Morgensterne, Meeressterne,
Die Rose, der Altar, die Winzerin,
Das Buch, der Fruchtkranz und das Sternbild M,
Das Sternbild, das der Mütter Reich bedeutet.
Da staunte ich der Sterne Schönheit an
Und sprach: Und was sind das für schöne Töne,
Was ist denn solche schöne Harmonie?
Mir war, die Sterne sangen: Ave Stella!
Die Sphäre tönten wie ein Chor im Kloster.
Großmutter aber sprach zu mir: Musik
Der Sphären in Marias Galaxie
Ist die Musik der Weisheit, Harmonie
In der Weltseele Hagia Sophia.
Doch wisse, Menschen auf der Erde gibt es,
Die Harmonieen Hagia Sophias
Entzückt vernommen mit dem Seelenohre,
Da sie gewidmet sich dem Studium
Der göttlichen Mysterien der Weisheit. –
Da nahte meine Urgroßmutter mir
Und sprach: Du bist ein Geist vom Geiste Gottes,
Ein Hauch vom Hauche aus dem Munde Gottes.
Wie Gott ist eine göttliche Person,
Ein Wesen ist mit Wille und Bewußtsein,
Bist du gottebenbildliche Person.
Gott ist in deinem Geist, dein Geist in Gott,
Dein Geist vereinigt sich dem Geiste Gottes,
So sollst du Gott in Gott unsterblich leben!...

12

Ich sah in mitternächtlicher Vision


Den Heimgang des Vikarn des Herrn, des Papstes.
Da schlich der letzte Feind hinein, der Tod.
Der Papst begrüßte ihn: O Bruder Tod,
Jetzt will ich fröhlich beten zu Maria!
Maria war des Papstes Morenita,
Sein braunes Mädchen, seine schwarze Jungfrau.
Sie raufte sich das Haar und schlug die Brüste
Und wollte ihren Lieblingssohn, den Papst,
Verbergen im Gewölk der Herrlichkeit.
Gott aber sprach: O erstgeborne Tochter,
Maria, erstgeborne Tochter Gottes,
Durchs Tor des Todes geht der Papst nun heim.
Maria, lies du nur im Buch des Lebens,
Geschrieben steht mit Diamant in Erz
Die schöne Zukunft deines Lieblingssohnes.
Er hat vollendet seines Lebens Laufbahn,
Gesiegt um einen edlen Kranz im Wettkampf,
Ihm liegt bereit die Krone des Gerechten.
Nun wird sein Geist vergöttlicht durch die Gnade,
Als Heiligen wird ehren ihn die Kirche,
Das wirst du wirken, Tochter, mit dem Sohn.
Nun aus dem Leib, dem sterblichen, die Seele
Entführe küssend, die unsterbliche,
Und wandle sie zu Licht in Gottes Lichtglanz,
Das stets der heilige Vikar des Christus
Die himmlische Jerusalem erblicke
Und Gottes Herrlichkeit und die des Lammes!
Kaum sprach der Herr sein Wort, da stand Maria,
Die gütige, die milde und die süße
Maria unsichtbar im Vatikan.
Des edlen Papstes Seele führte sie
Aus seinem kranken todgeweihten Körper.
Maria trug des Lieblingssohnes Seele
Zum Morgenstern hinan ins Paradies.
Dort ließ den Geist sie des Vergöttlichten
Von ihren makellosen Zwillingsbrüsten,
Der Vater trat in Gottes Vaterhaus.

13

O Schwester, die du heilig warst auf Erden,


Du bist nicht tot, du bist nur fortgewandert
Ins liebliche Gefild des wahren Lebens.
Nun wohnst du ganz in der Glückseligkeit,
In dem unendlichen Gefild der Wonne,
Im unbegrenzten Paradiesesgarten!
Die Füße leichtbeschwingt wie die der Hindin
In Gloria der Morgenröte schwebst
Du leuchtend über himmelblaue Blumen
Und weidest wie die liebliche Gazelle
In Lilienauen der Jungfräulichkeit!
Nun schneidet dich nicht mehr der Winterfrost,
Nun brennt dich nicht mehr grelle Sommerhitze,
Nun quälen dich nicht mehr des Körpers Schmerzen
Und nicht die Seele mehr der Schwermut Trübsal,
Auch glüht in dir des Menschen Sehnsuchtspein
Nicht mehr, vielmehr befriedigt deine Seele
Als schöne Göttin lebt in Gottes Reich!

14

Ich fragte einst den Herrn: O Jesus Christus,


Du schöpferische Weisheit, Schöpferin,
Wenn ein Gerechter stirbt, wo weilt er dann?
Da sprach der Geist: Am ersten Todestag
Bleibt seine Seele in dem Haupte noch
Und meditiert das Wort der Weisheit immer:
Heil ihm, der anderen zum Heil geworden!
Und in der ersten Nacht des Todes findet
Die Seele freudigere Freude als
Sie jemals Freude auf der Erde fand,
So auch die zweite und die dritte Nacht.
Doch wenn am Ende dann der dritten Nacht
Die Morgenröte kommt, dann ist die Seele
Entrückt in Gärten düftereicher Blumen,
Von Süden wehn ihr Lüfte Düfte zu,
Die Seele des Gerechten atmet auf
Und spricht: Wo kommt der Wind, der süße, her?
Und auf den Flügeln dieses süßen Windes
Kommt seine eigne Religion daher
Als junges schönes Mädchen, rein und strahlend,
Mit lilienweißen Armen, wohlgebildet,
Mit makellosen Brüsten, edlen Wesens,
Ein siebzehnjähriges Geschöpf der Schönheit!
Die Seele des Gerechten spricht sie an:
Wer bist du, Mädchen, Schönstes aller Mädchen?
Sie spricht, die seine Religion gewesen:
Ich bins, du Mann von heiligen Gedanken,
Von schönen Worten und von guten Werken,
Bin deine Religion der Schönen Liebe!
Die Menschenkinder lieben deine Schönheit
Und deinen Adel, Seele des Gerechten,
Und deinen Geist und deine Menschenliebe.
Du liebtest mich als deine Religion.
Wenn du auf Erden einen Spötter sahst,
Sahst Götzendiener und Dämonensklaven,
Sahst einen Mann, der nicht die Kinder liebte,
Sahst Geizige und andre Mammonsknechte,
So setztest du dich hin in Staub und Asche
Und meditiertest Rosenkranz und Psalmen.
Mich, die geehrt von vielen Menschen wird,
Mich hast du hochgerühmt gemacht durch deinen Lobpreis,
Daß ich noch liebenswerter schien den Menschen.
Ich war vor allen andern deine Liebe,
Doch dein Begehr war, daß mich alle lieben!
Ich bin liebreizend und begehrenswert,
Du aber machtest als mein Minnesänger
Mich noch liebreizender, begehrenswerter,
Wahnsinnig warst du von der Liebe Wahnsinn!
Mich, die die Höchste ist am Thron des Herrn,
Mich hast du gar erhöht zu einer Göttin!...
Dies alles tatest du durch dein Gebet,
Durch deine Weisheit und durch deine Kunst,
Durch jedes gute Werk der Menschenliebe.

15

Die Guten werden dort auf Kissen ruhen,


Geschmückt mit Gold und schönen Edelsteinen.
Dort sitzen sie sich lächelnd gegenüber.
Die Jünglinge in reinster Jugendblüte
Dort wandeln mit den Flaschen und den Bechern
Voll Wein, der keinen Schmerz bereiten wird,
Mit Schalen voll von auserlesnen Früchten.
Die Guten lieben dort im Garten Eden
Die Jungfraun mit den wunderschönen Augen,
Die reinen Perlen gleichen in den Muscheln.
Das ist der Lohn für ihre Menschenliebe.
Man hört nichts anderes als: Friede, Friede!
Die Guten ruhen in dem Garten Eden
Im Schutze dornenloser Lotosblumen
Und schön geordneter Akazienbäume
Am frischen Quell bei Überfluss von Früchten,
Im Paradies bei unverbotnen Feigen.
Dort ruhen sie auf Kissen bei den Jungfraun,
Die wie die Männer sind von gleicher Jugend,
Die werden allzeit wie die Engel lieben!
Die Guten mit der Heiterkeit im Antlitz
Bekommen immerdar vom besten Wein,
Vom Traubenblut, das jene trinken werden,
Die Gott im Paradiese nahe sind.

16
Im Paradiese des Messias wohnen
Die schönsten Mädchen, die die Weisheit schuf,
Um die Erlösten selig zu beglücken,
Die auf der Erde alle Menschen liebten,
Messias‘ Nymphen heißen jene Mädchen.
In allen Nächten unermüdlich schenken
Sie ihren Minnern mit intimer Minne
Den süßen Odem der Jungfräulichkeit!
Sie schenken ihrer Liebe Ganzhingabe!
Zu allen Nächten, wenn die Morgenröte
Gekommen, schenken sie den Minnefreiern
Durch Gottes grenzenlose Liebe reine
Jungfräulichkeit erneut zu neuer Wonne!
Sie sind ganz unberührt an jedem Morgen,
Als ob sie nie das Liebesspiel gespielt,
Als ob sie nichts von süßer Wollust wüssten,
Und die Erinnrung an die Liebesnächte
Mit ihren Minnern ist wie fortgeweht.
Erst gestern hatt ich einen schönen Traum
Von jenem Paradiese des Messias,
Und meine Augen sahen in dem Traum
Die Traumgestalt von einem jungen Mädchen
Des Paradieses, Haura war ihr Name.
Sie zählte siebzehn Jahre, jung und schön.
Doch war sie wirklich nur ein schönes Mädchen?
Sie schien mir frisch wie eine Pfirsichblüte
Und licht erstrahlend wie die goldne Sonne
Und schwebend süß wie Maienblütenduft
Und war brillanter als der Morgenstern
Und ihre Haut war weiß wie Muttermilch.
Da schien sie mir des Paradieses Seele.

17

So ist es in dem Paradiese Christi,


Im Paradiese schönster Liebeswonnen:
Hier singen Engel wunderschöne Lieder,
Es tanzen hold die schöngeformten Mädchen,
Die makellosen Paradiesesmädchen,
Hier schallt der goldne Ton der Schwanenleier,
Des Psalters und der Harfe und der Flöte,
Und Blüten segeln durch die süßen Lüfte.
Hier kann man trinken aus der frischen Quelle
Und speisen mit den Engeln Engelsspeise,
Wobei die Engel Dankeshymnen singen.
Allüberall sind stille Schwanenteiche,
Seerosen schwimmen dort und Lotosblumen,
Die Lebensbäume werfen frischen Schatten,
Pfingstrosen blühen, dornenlose Rosen.
Den Weg der Wonne wandeln edle Menschen.
Die einen reiten da auf weißen Pferden,
Die andern reiten da auf einem Einhorn,
Und andre lassen tragen sich in Sänften
Voll Freude zur Behausung Jesu Christi.
Unsterblichen Erlösten lächeln Jungfraun,
Die Himmelsjungfraun mit Zypressenfächer,
Und Göttlichweise künden ihre Weisheit.
So gehen all die tugendsamen Menschen
Zur Wohnung Christi, weißes Linnen tragend,
Gekränzt mit Kränzen ihrer Hochzeitsfreude,
Gesalbt mit Salbungsölen ihrer Wonne
Und Mandeln speisend oder süße Feigen.
So kommen sie zur Wohnung Jesu Christi
Im Lichtglanz ihrer reinen Himmelskörper.
Sie trinken Milch aus Sankt Marien Brüsten,
Sie saugen Nektar aus Marias Busen.

18

Wenn deine Seele ihre Leiblichkeit


Im Tode abgelegt und das Gebiet
Der Erdenwelt verlassen und den Jordan
Zum Himmelreich durchmessen, dann empfängt
Sie einen Körper ganz aus Licht und Geist,
Von einer reinen makellosen Schönheit.
Dann kommt sie zu dem Hain der Lebensbäume
Und badet in der Quelle allen Lebens.
Am Saum der Ewigkeit mit reinen Perlen
Beim Feigenbaum des Paradiesesgartens
Die Seele wird geschmückt von Christi Nymphen,
Von Jesu tausend Paradiesesnymphen.
Dann kommen Christi Engel, reine Geister,
Die Seele eilt den Himmlischen entgegen.
Dann kommt die Seele nach Jerusalem,
Zu der Metropolis Jerusalem,
Dort ist sie glücklich über alles Glück!
Vor Zions Perlenpforte sie verneigt
Sich voller Demut, tritt durchs Himmelstor
Und wandelt Straßen dort aus Gold und Glas,
Da schaut sie all die wundervolle Schönheit,
Daß sie verrückt vor solcher Schönheit wird!
Dann kommt sie zu den Pforten der Apostel,
Hier neigt sie sich vor Petrus und den andern,
Wo Petrus herzlich sie willkommen heißt.
Dann geht sie auf dem Weg von goldnem Glas
Zur Doppelsäule in dem Tempel Gottes,
Zwölf Edelsteine sind dort eingesetzt.
Hier sieht die Seele ihren Meister Jesus,
Den Gottmensch Christus in der Gloria,
Zur Linken ihm Maria Magdalena,
Die Königin der Liebe und der Schönheit,
Zur Rechten Unsre Liebe Frau Maria,
Die Himmelskönigin, die höchste Herrin!
Der König Jesus Christus hält das Kreuz,
Den Himmelsschlüssel und den Hirtenstab,
Ihr auf dem Haupt sind sieben Diademe,
Er trägt ein Linnen lichter als der Schnee
Und ist allblühend und allduftend schön,
Kein Menschenwort kann Christi Schönheit sagen!

19

Im Jenseits ist der Berg der Tochter Zion,


Das ist der Mittelpunkt des Himmelreichs,
Hier ist der Sitz der Göttinnen und Götter,
Der Garten Eden, wieder aufgeschlossen,
Ist hier der Mutter Eva Paradies.
Hier hat die königliche Mutter Eva
Von Jaspis einen himmlischen Palast,
Umgeben rings von einer Jademauer.
Hier sitzt der Gottmensch Jesus auf dem Thron.
Die Mutter Eva, Königin des Gartens,
Sie lebt im schönen Paradiesesgarten,
Wo Lebensquellen sind, die nie versiegen,
Der Lebensbaum ist schön wie ein Smaragd,
Im Paradiesesgarten aber leben
Der auferstandne Phönix und das Einhorn,
Im Garten Eden blüht die Blume Todlos.
Im Garten Eden zieht die Mutter Eva
Beim Lebensstrome ihren Lebensbaum.
Am Lebensbaume reift die Lebensfrucht,
Wer die verspeist, ist immerdar unsterblich.
Die königliche Mutter Eva ist
Ein wunderschönes Weib in feinster Seide,
Und Jungfraun, schön wie Engel, dienen ihr.
Den himmlischen Palast von Jaspis baute
Ihr Jesus Christus, Architekt des Himmels,
Als er am Kreuz gestorben, auferstanden! –
Im Paradiese feiert Mutter Eva
Geburtstag, da die Seligen und Engel
Im Himmelreiche feiern die Erschaffung
Der ersten Frau unmittelbar durch Gott!
(Einst griff ich nach den Paradiesesfrüchten
Auf unerlaubte Weise, ich drang ein
Ins Paradies und trat zum Lebensbaum
Und wollte pflücken mir die Lebensfrucht,
Als Jesus Christus sprach: Noch nicht, mein Sohn!
Maria, Mutter der Barmherzigkeit,
Sprach zärtlich lächelnd: Mein Geliebter! Liebling!
Du sollst noch meinen Ruhm auf Erden mehren!)
Maria war die Tochter armer Eltern,
Dreijährig trat sie in den Tempel ein,
Ganz heilig war ihr Lebensende, daß
Sie noch Erbarmen hatte mit den Seelen,
Die selber in die Hölle sich verdammten.
Da stieg Maria in die Hölle nieder
Und schuf die Hölle um zum Paradies!
Dann stieg als Göttin sie zu Gott dem Herrn!

EINE SAISON IN DER HÖLLE

Von Arthur Rimbaud

PROLOG

Einst, wenn ich mich recht erinnere, war mein Leben ein Fest, wo alle Herzen geöffnet waren, und
alle Weine geflossen sind.
Eines Abends saß die Schönheit auf meinen Knien - und ich fand sie bitter - und ich beleidigte
sie.
Ich bewaffnete mich gegen die Justiz.
Ich floh. O Zauberinnen, o Elend, o Hass, es war dir mein Schatz anvertraut!
Es gelang mir, alle menschliche Hoffnung aus meinem Kopf zu entfernen. Ich habe das Tier im
stillen Sprung auf jede Freude erwürgt.
Ich rief die Henker, ihre Äxte zu schärfen, als ich starb. Ich rief die Plagen, mich mit Sand und
Blut zu ersticken. Das Unglück war mein Gott. Ich streckte mich in den Schlamm. Ich trocknete
mich in den Lüften des Verbrechens. Und ich spielte einige feine Tricks des Wahnsinns.
Und der Frühling brachte mir das schreckliche Lachen des Idioten.
Nun, gerade in letzter Zeit, da ich auf dem Punkt bin mich zu äußern, das letzte Krächzen, da
dachte ich, die Suche nach dem Schlüssel zum alten Fest zu haben, wo ich vielleicht meinen Appetit
wieder finden könnte!
Karitas ist der Schlüssel - Diese Inspiration beweist, dass ich immer geträumt habe!
„Du bist ein Schakal...“, der Dämon schreit mich an, gekrönt mit schönem Mohn. „Gewinne den
Tod mit all deinem Appetit, deinem Egoismus, allen deinen Todsünden.“
Ah, ich habe zu viele praktiziert! - Aber, Satan, ich flehe dich an, ein Auge etwas weniger
entzündet zu haben! Und während des Wartens auf meine wenigen feigen kleinen Taten, für dich,
die Auszeichnung bei einem Schriftsteller ist das Fehlen von beschreibendem oder lehrreichem
Geschick, für dich reiße ich diese wenigen hässlichen Seiten aus meinem Notizbuch einer
verdammten Seele.

BÖSES BLUT

Ich habe die weißlichen blauen Augen meiner gallischen Vorfahren, den schmalen Schädel, und die
Unbeholfenheit im Kampf. Ich finde meine Kleidung so barbarisch wie ihre. Aber ich weiß nicht zu
salben mein Haar.
Die Gallier waren die unfähigen Hüter von Rindern und Niederbrenner von Gras in ihrem
Alter.
Von ihnen bekomme ich: Götzendienst und der Liebe Sakrileg: - oh, alle Laster, allen Zorn, alle
Wollust - herrlich, die Lust - vor allem die Lüge und das Faulsein!
Ich habe einen Horror vor allen Gassen. Herren und Arbeiter: alles Bauern, unedel. Die Hand mit
dem Stift ist die gleiche wie die Hand am Pflug. - Was für ein Alter von Händen! - Ich werde nie
meine Hand hineinlegen. Jedenfalls geht der Dienst mir zu weit. Die Ehrlichkeit der Bettelei regt
mich auf. Kriminelle ekeln mich an wie Eunuchen: ich, ich bin ganz, und es ist alles eins für mich!
Aber! Wer hat meine Zunge so trügerisch gemacht, dass sie geführt hat und abgesichert meine
Faulheit bis jetzt? Ohne auch nur mit meinem Körper zu leben, und eitler als eine Kröte, ich habe
gelebt überall. Nicht eine Familie in Europa, davon weiß ich nichts. - Ich meine Familien wie die
meine, die sich dank all der Erklärungen der Rechte des Menschen bildeten. - Ich habe jeden Sohn
aus guter Familie gekannt!

Wenn ich doch nur Vorläufer wäre zu einem bestimmten Zeitpunkt oder ein anderer in der
Geschichte Frankreichs!
Aber nein, nichts.
Es ist mir klar, ich habe immer zu einer minderwertigen Rasse gehört. Ich verstehe nicht die
Rebellion. Mein Gang erhob sich nie, außer zu plündern: wie Wölfe rund um ein Tier, das sie nicht
getötet haben.

Ich erinnere mich an die Geschichte Frankreichs, die älteste Tochter der Kirche. Als Bauer würde
ich die Reise ins Heilige Land gemacht haben: Ich habe alle Straßen der Schwäbischen Ebenen in
meinem Kopf, alle Ansichten von Byzanz, die Wälle Suleimans: der Kult der Jungfrau, die
Zärtlichkeit für den Gekreuzigten, wecken in mir tausend profane Verzauberungen. - Ich sitze, ein
Aussätziger unter zerbrochenen Töpfen und Nesseln, am Fuß einer Wand, von der Sonne verwüstet.
- Später, ein Söldner, würde ich unter deutschen Mitternächten gezeltet haben.
Ah! Nochmals: Ich tanze den Sabbat auf einer roten Lichtung, mit alten Frauen und Kindern.
Ich erinnere mich an nichts weiter als an dieses Land und das Christentum. Ich würde nie mit
mir selbst in dieser Vergangenheit abgeschlossen haben. Aber immer bin ich allein: ohne Familie:
welche Sprache hab ich zu sprechen? Ich habe nie mich gesehen in den Räten der Christen: noch in
den Räten der Herren Vertreter Christi.
Wer war ich im letzten Jahrhundert? Ich habe mich nur entdeckt in der Gegenwart. Kein
Vagabund, kein vager Krieger. Die minderwertige Rasse hat sich überall verbreitet - die Menschen,
wie man sagt: die Nation und die Wissenschaft.
Oh! Wissenschaft! Sie haben alles verändert. Für den Körper und die Seele - die Eucharistie -
wir haben Medizin und Philosophie - alte Frauen haben Heilmittel und Arrangements bekannter
Lieder. Und die Führung der Fürsten und die Spiele, die sie verboten haben! Geographie,
Kosmographie, Physik, Chemie!...
Wissenschaft! Der neue Adel! Fortschritt. Die Welt schreitet voran! Warum sollte sie es auch
nicht tun?
Es ist die Vision von Zahlen. Wir fördern uns in Richtung des Geistes. Es ist ganz sicher: es ist
ein Orakel, was ich sage. Ich weiß, und bin ahnungslos, wie ich mich ohne heidnische Worte
ausdrücken soll, da wäre ich lieber stumm.

Das heidnische Blut kehrt zurück! Der Geist ist in der Nähe, warum hilft mir Christus nicht durch
die Gewährung meines Seelen-Adels und meiner Freiheit? Das Evangelium hat bestanden! Das
Evangelium! Das Evangelium.
Ich warte auf Gott mit Begierde. Ich bin von minderwertiger Rasse von Ewigkeit gewesen.
Hier bin ich an der bretonischen Küste. Wie die Städte leuchten am Abend. Mein Tag ist getan:
Ich habe verlassen Europa. Seeluft wird versengen meine Lungen: verlorene Klimazonen werden
mich umgeben. Zu schwimmen, zu trampeln das Gras, zu jagen, vor allem zu rauchen: zu trinken
harte Spirituosen wie kochendes Metall - wie jene lieben Vorfahren um das Feuer zu sitzen.
Ich werde mit Eisen-Gliedern zurückkehren; dunkle Haut, ein wütender Blick: nach meiner
Maske werde ich als mächtige Rasse beurteilt werden. Ich werde zu Gold: Ich werde frei sein und
brutal. Frauen sorgen für jenes harten Invaliden Rückkehr aus heißen Ländern. Ich werde an der
Politik beteiligt sein. Gerettet.
Jetzt bin ich verdammt, jetzt hab ich einen Horror vor dem Land. Am besten ist ein guter
betrunkener Schlaf am Strand.

Man muss nicht gehen. - Lasst uns wieder auf die Straßen gehen, voll von meinem Laster, das
Laster, das seine Wurzeln des Leidens in meine Seite gestoßen hat, seit dem Zeitalter der Vernunft -
das steigt in den Himmel, scheint mir, es schlägt mich, es zieht mich mit.
Die letzte Unschuld, und die letzte Scheu. Ich hab es gesagt. Nicht zu meinem Ekel den Verrat
durch die Welt tragen.
Lasst uns gehen! Marschieren, Belastungen, Wüsten, Langeweile, Wut.
Wem soll ich mich verdingen? Welches Tier muss angebetet werden? Welches heilige Bild
angegriffen werden? Welche Herzen werde ich brechen? Welche Lüge muss ich ertragen? - Durch
wessen Blut waten?
Vielmehr schützt man sich vor der Justiz - ein hartes Leben, pure Verrohung - den Sargdeckel
mit einer verdorrten Hand öffnen; sich setzen, anhalten den Atem. Also kein Alter, keine Gefahren:
zu erschrecken die Unfranzösischen.
Ah! Ich bin so verlassen, ich konnte kein göttliches Bild anbieten, egal, was meine Richtung zur
Perfektion fordert.
O meine Selbstverleugnung, o mein wunderbarer Schade! Sogar hier unten!
De profundis Domine, was für ein Wesen, das ich bin!

Noch ein Kind bewunderte ich den hartnäckigen Sträfling, hinter dem sich die Gefängnistore immer
wieder schließen: Ich besuchte Pensionen und Unterkünfte, die er mit seiner Gegenwart geheiligt
hat: Ich sah den blauen Himmel mit seinem Geist und die Blüte der Arbeit auf dem Land: Ich
parfümierte sein Schicksal in den Städten. Er hatte mehr Kraft als ein Heiliger, mehr gesunden
Menschenverstand als ein Reisender - und er, er allein! Zeuge seiner Herrlichkeit und Vernunft.
Auf den Straßen, in den Winternächten, ohne Obdach, ohne Kleidung, ohne Brot, würde eine
Stimme verkuppeln mein gefrorenes Herz: Schwäche oder Stärke: mit dir deine Stärke. Du weißt
nicht, wohin du gehst und warum du gehst: geh überall, reagiere auf alles. Sie werden dich nicht
mehr töten als Leiche. „Am Morgen hatte ich einen solchen verlorenen Blick, wie ein totes Gesicht,
dass diejenigen, die mich trafen, vielleicht sahen sie mich nicht.“
Plötzlich, in den Städten, würde der Schlamm scheinbar rot oder schwarz für mich sein, wie der
Spiegel, wenn die Lampe in den nächsten Raum geführt wird, wie ein Schatz im Wald! Viel Glück,
würde ich weinen, und ich würde ein Meer von Flammen und Rauch am Himmel sehen, und rechts
und links alle Reichtümer flammend wie eine Billion Blitze.
Aber Orgien und die Werke der Frauen wurden mir verboten. Nicht einmal ein Freund ist da. Ich
konnte mich vor einer wütenden Menge sehen, gegenüber dem Erschießungs-Kommando, weinend
in einem Elend, das sie nicht verstanden haben, und Vergebung! - Wie Jeanne d’Arc! – „Priester,
Professor, Meister, du irrst dich, mich zu übergeben der Gerechtigkeit. Ich war noch nie Teil dieser
Rasse. Ich bin noch nie ein Christ gewesen: Ich bin von der Rasse, die unter der Folter singt: Ich
verstehe nicht das Gesetz: Ich habe keinen moralischen Sinn, ich bin ein Tier: Du irrst dich...“
Ja, ich habe meine Augen geschlossen, wandernd zu deinem Licht. Ich bin ein Tier, ein
schwarzes. Aber ich kann gerettet werden. Sie sind wirklich Schwarze, sie Wahnsinnige; wilde
Tiere, Geizhälse. Händler, du bist ein Schwarzer: Magistrat, du bist ein Schwarzer: Allgemeinheit,
du bist schwarz: Kaiser, du alte Wunde, du bist ein Schwarzer: Sie haben einen unversteuerten
Alkohol, den Satane machten, getrunken. - Dieses Rennen ist durch Fieber und Krebs inspiriert.
Alte Leute und Kranke sind so respektabel, sie bitten, gekocht zu werden. - Die Klügsten sind es,
die diesen Kontinent verlassen, wo der Wahnsinn schleicht, um Geiseln für diese Unglücklichen zu
finden. Ich bin dann in das wahre Reich der Söhne Hams gegangen.
Kenne ich die Natur noch? Kenne ich mich selbst? - Keine Worte mehr. Ich habe die Toten
begraben in meinem Bauch. Schreie, Trommeln, tanzen, tanzen, tanzen, tanzen! Ich kenn nicht
einmal den Moment, da die Weißen das Land betreten und ich ins Nichts fallen werde.
Hunger, Durst, Schreie, tanzen, tanzen, tanzen, tanzen!

Die Weißen sind gelandet. Canyon! Wir müssen die Taufe, die Kleidung, die Arbeit einreichen.
Ich habe den Gnadenstoß in meinem Herzen empfangen. Ah! Ich hatte es nicht geplant!
Ich habe nichts Unrechtes getan. Die Tage werden leicht vorübergehen für mich, Reue wird mir
erspart werden. Ich werde nicht kennen die Qualen der Seele, die fast tot zur Tugend kamen, wo das
Licht stark steigt, dass von einem Begräbnis verjüngt ist. Das Schicksal eines Sohnes aus guter
Familie, ein früher Sarg mit kristallenen Tränen. Zweifellos ist Ausschweifung töricht; Laster ist
töricht, Fäulnis muss weggeworfen werden. Aber die Uhr hat noch nicht die Stunden reiner Trauer
gezählt! Soll ich ausgehen wie ein Kind, im Paradies zu vergessen alles Unglück und heiter zu
spielen?
Schnell! Gibt es noch ein anderes Leben? - Auszuruhen mit Reichtümern ist unmöglich.
Wohlstand ist immer so gewesen in der Öffentlichkeit. Göttliche Liebe allein bietet den Schlüssel
der Erkenntnis. Ich sehe, dass die Natur nichts als eine Show der Güte ist. Adieu Chimären, Ideale,
Fehler.
Das rationale Lied der Engel steigt vom Rettungsboot auf: es ist die göttliche Liebe. - Zwei
lieben! Ich kann der irdischen Liebe absterben, oder sterben an Hingabe. Ich habe Seelen, für die
der Schmerz meiner Abreise aufsteigt! Sie haben mich aus dem Schiffbruch erwählt: diejenigen, die
übrig sind, sind sie nicht meine Freunde?
Rette sie!
Die Vernunft ist in mir geboren worden. Die Welt ist gut. Ich werde segnen das Leben. Ich
werde lieben meine Brüder. Dies sind nicht mehr kindische Versprechungen. Noch die Hoffnung auf
ein Entkommen vor Alter und Tod. Gott gebe mir die Kraft und ich lobe Gott.

Langeweile ist nicht mehr meine Liebe. Wut, Ausschweifung, Wahnsinn, von allen Freuden und
Katastrophen weiß ich - meine ganze Last ist festgelegt. Lass uns schätzen ohne Schwindel das
Ausmaß meiner Unschuld.
Ich glaube nicht, dass ich für eine Hochzeit mit Jesus Christus als Schwiegervater geeignet bin.
Ich bin nicht ein Gefangener meiner Vernunft. Ich sagte: Gott, ich will Freiheit im Heil: wie
kann man es verfolgen? Frivoler Geschmack hat mich verlassen. Keine Notwendigkeit zur
Selbstaufopferung und göttliche Liebe auch nicht mehr. Ich bereue nicht das Alter von sensiblen
Herzen. Jeder hat seinen Grund, Verachtung, Mitleid: Ich behalte meinen Platz auf dem Gipfel
dieser engelhaften Treppe des Menschenverstandes.
Für das etablierte Glück: Inland oder nicht... nein, ich kann nicht. Ich bin zu zerstreut, zu
schwach. Das Leben blüht durch Arbeit, das ist eine alte Wahrheit: ich, mein Leben ist zu dürftig, es
fliegt aus und driftet weit über die Aktion, die sich auf die Welt richtet.
Was für eine alte Jungfer ich immer liebe, ich habe nicht den Mut, sie zu Tode zu lieben!
Wenn Gott mir Himmelskörper schenkte, Luft, Ruhe, Gebet - wie den alten Heiligen - die
Heiligen! Starken! Die Eremiten, Künstler, für die es nicht mehr benötigt wird!
Kontinuierliche Farce! Meine Unschuld sollte mich weinen lassen. Das Leben ist die Farce, die
alle spielen.

Genug! Hier ist der Satz. - Marschiere!


Ah! Meine Lungen brennen, meine Stirn pocht! Nacht dreht sich in meinen Augen in dieser
Sonne! Herz... Glieder...
Wohin? Kämpfen? Ich bin schwach! Die anderen gehen voraus. Ausrüstung, Arme... das
Wetter!...
Feuer! Feuer auf mich herab! Hier! Oder ich werde dazutun - Feiglinge! - Ich werde mich
umbringen! Ich werde mich unter die Hufe der Pferde werfen!
Ah!...
Ich werde mich daran gewöhnen.
Das wäre der Französische Weg, der Weg der Ehre!

NACHT DER HÖLLE

Ich habe einen berühmten Schluck Gift geschluckt - Dreimal gesegnet sei der Gedanke, der zu mir
kam! - Meine Eingeweide brennen. Das Gift der Gewalt ruiniert meine Glieder; verformt mich, lässt
mich fallen. Ich sterbe vor Durst, ich bin erstickt, kann nicht schreien. Es ist die Hölle, die ewige
Qual! Sieh, wie die Flammen steigen! Ich brenne in der richtigen Weise. Na dann, Dämon!
Ich habe mich umgestellt auf Güte und Freude, ich habe das Heil erblickt. Lass mich
beschreiben die Vision, es leidet die Luft der Hölle keine Hymnen! Es waren Millionen von
zauberhaften Kreaturen, süße geistige Harmonie, Kraft und Frieden, edle Ambitionen, wer weiß?
Edle Ambitionen!
Das ist noch nicht das Leben! - Was, wenn die Verdammnis ewig ist! Ein Mann, der zu
verstümmeln sich selbst, wirklich verdammt sein will, ist er es nicht? Ich denke mich in der Hölle,
also bin ich dort. Es ist die Ratifizierung des Katechismus. Ich bin der Sklave meiner Taufe. Eltern,
verursacht habt ihr mein Elend und euer eigenes. Arme Unschuldige! – Die Hölle können nicht
berühren die Heiden - Es ist noch nicht das Leben! Später wurden die Köstlichkeiten der
Verdammnis vertieft. Ein Verbrechen, schnell, lass mich ins Leere fallen, im Namen des
menschlichen Gesetzes.
Ruhig, ruhig dort!... Hier Schande und Schmach: Satan, der das Feuer ist, sagt, dass meine Wut
fürchterlich dumm ist. - Genug!... Der Fehler flüsterte mir zu, Magie, falsches Parfüm, kindische
Musik. - Und zu denken, dass ich die Wahrheit erfasse, siehe die Gerechtigkeit: mein Gericht ist
gesund und solide, ich bin bereit für die Perfektion... Stolz - die Haut meines Kopfes ist austrocknet.
Schade! Herr, ich habe Angst. Ich habe Durst, großen Durst! Ah, Kindheit, Gras, der Regen, der See
über den Steinen, das Mondlicht, wenn die Uhr zwölf geschlagen!... Der Teufel im Glockenturm, in
dieser Stunde. Maria! Heilige Jungfrau! - Horror meiner Dummheit.
Zurück, gibt es nicht ehrliche Seelen, die mir wünschten nur Gutes?... Komm... Ich habe ein
Kissen auf dem Mund, sie können mich nicht hören, sie sind Phantome. Außerdem denkt niemand
an andere. Niemand kommt mir nahe. Ich rieche die sengende Glut, das ist sicher.

Die Halluzinationen sind unzählbar. Das ist, was schon immer falsch war mit mir, in der Tat: kein
Glaube in der Geschichte, vergessliche Prinzipien. Ich werde still sein darüber: Dichter und Seher
wären neidisch. Ich bin tausendmal reicher, lasst uns so geizig sein wie das Meer.
Siehe! Die Uhr des Lebens hat gerade aufgehört. Ich bin nicht mehr in der Welt - Theologie ist
kein Witz, die Hölle ist sicherlich unten - und der Himmel oben - Ekstase, Alptraum, zu
schlummern in einem Nest von Flammen.
Welche Tricks während des Wartens in der Landschaft... Satan, Ferdinand, das Wild läuft...
Jesus geht auf den lila Disteln, ohne sie zu verbiegen... Jesus ging einmal auf den Wogen. Die
Laterna Magica zeigte ihn uns stehend, blass mit braunen Locken, auf der Flanke einer Smaragd-
Welle...
Ich werde enthüllen alle Geheimnisse: Mysterien, religiöse oder natürliche, Tod, Geburt,
Zukunft, Vergangenheit, Kosmogonie, das Nichts. Ich bin ein Meister der Phantasmagorie.
Hör!...
Ich besitze alle Talente! - Es ist niemand hier, aber es ist jemand da: Ich möchte nicht meinen
Schatz verschütten - Sollen es Neger-Gesänge sein, Tänze der Huris? Soll ich verschwinden,
tauchen tief in die Suche nach dem Ring? Soll ich? Ich will Gold, ich will eine Reinigung.
Habt Glauben an mich, heiler Glaube beruhigt, führt. Komm, alles, was du sagst - sogar die
kleinen Kinder - soll mich trösten, kann es ein Herz wie deins - dies wunderbare Herz! - Arme
Männer, Arbeiter! Ich glaube nicht, ich will nicht zum Gebet einladen; mit deinem Vertrauen allein
werde ich glücklich sein.
- Und lass uns mich betrachten. Es lässt mich die Welt sehr wenig bedauern. Ich hatte das
Glück, nicht mehr leiden zu müssen. Mein Leben war nichts als süße Dummheiten, es ist
bedauerlich.
Pah! Lass uns alle möglichen Grimassen schneiden.
Entschieden sind wir über die Welt. Keine Geräusche. Mein Tastsinn ist verschwunden. Ah,
mein Schloss, meine Sachsen, meine Weidenbäume! Abend dämmert, Nächte, Tage... Wie müde ich
bin!

Ich sollte eine Hölle für meine Wut haben, eine Hölle für meinen Stolz - und eine Hölle für
meine Liebkosungen, ein Konzert von Höllen.
Ich werde an Mattigkeit sterben. Es ist das Grab, und ich bin für die Würmer, der Schrecken
aller Schrecken ist los! Satan, du Betrüger, du willst mich mit deinem Zauber zerstören. Ich
verlange, verlange einen Stich der Forke, einen Tropfen des Feuers!
Ah, wieder zu steigen, in das Leben! Die Augen sind auf unsere Deformitäten eingestellt. Und
das Gift, ein Kuss, tausendmal verflucht! Meine Schwäche, weltweite Grausamkeit! Mein Gott, hab
Erbarmen, versteck mich, ich kann mich nicht wehren! - Ich bin noch versteckt.
Es ist das Feuer, das Aufflackern wieder mit seiner verdammten Seele.

DELIRIUM I
DIE TÖRICHTE JUNGFRAU / DIE HÖLLISCHE BRAUT

Hören wir das Geständnis einer Gefährtin in der Hölle:


O göttlicher Bräutigam, mein Herr, ich verweigere nicht das Bekenntnis der Traurigsten deiner
Mägde. Ich bin verloren. Ich bin betrunken. Ich bin unrein. Was für ein Leben!
Vergebung, göttlicher Herr, Vergebung! Ah, Verzeihung! Was für Tränen! Und was für Tränen
wieder, später, hoffe ich!
Später erfahre ich, dass der göttliche Bräutigam lebt! Ich war als seine Sklavin geboren. - Die
anderen können mich jetzt schlagen!
Zurzeit lebe ich in der Welt der Tiefe! Oh, meine Freunde!... Nein, nicht meine Freunde... Nie mit
solchen Schwärmereien ward ich gequält... Es ist so dumm!
Ah, ich leide, schreie! Ich leide wirklich. Und doch ist es mir erlaubt, mit Verachtung den
erbärmlichsten Herzen zu begegnen.
Na dann, lasst uns anvertrauen dieses Ding, wenn wir es wiederholen zwanzigmal mehr - wie
trostlos, wie unbedeutend!
Ich bin Magd des höllischen Bräutigams, der die törichten Jungfrauen ruiniert. Es ist in der Tat noch
der selbe Dämon. Er ist kein Gespenst, er ist kein Phantom. Aber ich, die ich habe meine Weisheit
verloren, ich bin verdammt und tot für die Welt - sie wird mich nicht umbringen! - Wie kann ich ihn
euch beschreiben! Ich kann nicht mehr sprechen. Ich bin voller Trauer, ich weine, ich fürchte mich.
Ein wenig Kühle, Herr, wenn du willst, wenn du gnädig bist!
Ich bin eine Witwe... - Ich war eine Witwe... – Warum, ja, ich war sehr respektabel, ich wurde einst
nicht geboren, um ein Skelett zu sein!... - Er war fast noch ein Kind... Seine geheimnisvollen
Empfindlichkeiten haben mich verführt. Ich habe alle meine menschlichen Aufgaben erfüllt, ihm zu
folgen. Was für ein Leben! Das wahre Leben fehlt. Wir sind nicht in dieser Welt. Ich gehe, wohin er
geht, ich muss. Und oft ist er böse mit mir, mit meiner armen Seele. Der Dämon! - Er ist ein
Dämon, ihr wisst, er ist nicht ein Mensch.

Er sagt: Ich mag Frauen nicht. Liebe muss neu erfunden werden, das ist sicher. Alles, was sie tun,
ist für die lange Sicherheit. Einmal gewonnen, Herz und Schönheit tut er beiseite: nur kalte
Verachtung bleibt das Futter der Ehe, heutzutage. Oder sehe ich Frauen, mit den Zeichen des
Glücks, die ich in feine Genossinnen verwandelt haben könnte, von Anfang an von Bestien
verschlungen...
Ich höre ihm zu in der Schande seiner Herrlichkeit, im Charme seiner Grausamkeit. Ich bin von
einer entfernten Rasse: Meine Vorfahren waren skandinavisch: sie haben aufgeschlitzt ihre Seiten,
sie tranken Blut. - Ich werde Schnitte machen, ich werde mich tätowieren lassen, ich sehne mich
nach Scheußlichkeiten wie ein Mongole: du wirst sehen, ich werde in den Straßen schreien. Ich
möchte verrückt sein vor Wut. Nie zeige mir Edelsteine, ich würde auf dem Teppich kriechen. Mein
Schatz, ich möchte über und über mit Blut befleckt werden. Ich werde nie funktionieren... - In
mehreren Nächten sein Dämon ergriff mich, und wir rollten, ich rang mit ihm! - In der Nacht, oft
betrunken, liegt er in der Wartezeit auf den Straßen oder vor den Häusern, mich zu Tode zu
erschrecken. - Sie werden mir die Kehle durchschneiden, wahrlich, es wird ekelhaft. - Oh, jene
Tage, als er wie ein Verbrecher das Bummeln wählte!
Manchmal spricht er in einer Art von Dialekt, der Tod, der die Umkehr bringt, der Teufel, der
muss vorhanden sein, die schmerzhafte Arbeit, und Abschiede, die Herzen zu zerreißen. In den
Hütten, wo wir uns betrinken zusammen, würde er weinen, um Menschen um uns herum elend wie
Vieh zu sehen. Er würde zu ihren Füßen den Betrunkenen in dunklen Gassen helfen. Er hatte eine
böse Mutter ohne Mitleid für kleine Kinder. - Er würde gehen vorüber mit der Miene eines kleinen
Mädchens auf dem Weg zu ihrem Katechismusunterricht. - Er täuschte alle Kenntnisse vor, des
Handels, der Kunst, der Medizin. - Ich folgte ihm, ich muss!

Ich konnte sehen die ganze Szene in seinem Kopf, er umgab sich mit Kleidern, Stoffen, Möbeln, ich
lieh ihm Embleme, ein anderes Gesicht. Ich sah alles, was ihn berührte, wie er es für sich selbst
geschaffen hätte. Als er lustlos war, folgte ich ihm, in fremde und komplexe Taten, weit draußen,
gut oder schlecht: Ich war mir sicher, nie gab es seine Welt. Wie viele Stunden hielt ich Wache,
neben seinem lieben schlafenden Körper, fragend, warum er sich der Realität so tief zu entziehen
gesucht! Kein Mensch, jeder wünschte es so. Ich erkannte - ohne Angst um ihn - dass er sich sehr
wohl als eine ernste Gefahr für die Gesellschaft erwies. - Er weiß vielleicht Geheimnisse über die
Transformation des Lebens? Nein, er sucht sie nur, würde ich mir sagen. Dann wird seine Liebe
bezaubern, und ich bin ihr Gefangener. Keine andere Seele hätte die Kraft - die Kraft der
Verzweiflung - es zu ertragen – sich zu schützen und von ihm geliebt zu werden! Außerdem konnte
ich mir nie vorstellen, ihn mit einer anderen Seele zu sehen: man sieht den eigenen Engel, nie
wieder - denke ich. In seiner Seele war es, als ob ich in einem Palast wäre, entleert, so dass keiner
darin als selbstverständlich gesehen werden kann: das ist es. Ach! Ich hing ihm zutiefst an. Aber
was hat er mit meiner stumpfen feigen Existenz gewollt? Er hat mich nicht besser gemacht, obwohl
sein Versuch, mich zu töten, fehlgeschlagen! Leider enttäuscht, habe ich manchmal zu ihm gesagt:
Ich verstehe dich. - Er zuckte mit den Achseln.
Also, meine Trauer ward endlos erneuert, da ich mich noch mehr in meinen eigenen Augen verwirrt
gesehen - wie in all den Augen, die wollten mich anstarren, wäre ich nicht dazu verdammt, für
immer von allen vergessen zu werden! - Ich wurde immer hungriger auf seine Güte. Mit seinen
Küssen und liebevollen Umarmungen, es war wirklich der Himmel, ein düsterer Himmel, in den ich
eintrat, und den ich gerne verlassen hätte, arm, taub, stumm, blind. Ich war schon daran gewöhnt.
Ich sah uns wie zwei gute Kinder, frei im Paradies der Trauer wandernd. Wir waren sehr gut
geeignet. Tief gerührt, schufteten wir zusammen. Aber nach einem durchdringenden Streicheln
würde er sagen: Wie seltsam es dir scheint, wenn ich nicht mehr bin, alles, was du durchgemacht
hast. Wenn du nicht mehr meine Arme um deinen Hals hast, noch mein Herz zur Ruhe, noch diesen
Mund auf deinen Augen. Da muss ich weit weg sein, einen Tag. Und dann muss ich anderen helfen:
es ist meine Pflicht. Obwohl das kaum ansprechend ist... liebe Seele... - Plötzlich sah ich mich, mit
ihm verschwunden, im Griff des Schwindels, ich schleuderte in die schrecklichste Dunkelheit: den
Tod. Ich nahm ihm das Versprechen ab, mich nie zu verlassen. Er gab es zwanzigmal, das
Versprechen des Geliebten. Es war frivol wie mein: Ich verstehe!
Ah, ich war noch nie eifersüchtig auf ihn! Er wird mich nie verlassen, denke ich. Um
was zu tun? Er kennt niemanden, es wird nie funktionieren. Er will wie ein Schlafwandler leben.
Würden seine Güte und Freundlichkeit allein ihm Rechte in der Welt der Wirklichkeit gewähren?
Manchmal sehe ich den erbärmlichen Zustand, in den ich gefallen bin: er wird mich stark machen,
wir reisen, wir werden in den Wüsten jagen, schlafen auf dem Bürgersteig unbekannter Städte, ohne
Sorgen oder Probleme. Oder ich werde erwachen, und Gesetze und Gebräuche verändert haben -
dank seiner magischen Kräfte - die Welt bleibt sich gleich, er wird mich verlassen, wegen meiner
Wünsche, Freuden, meiner Nonchalance. Oh, wirst du mir gewähren das Leben von Abenteuern, die
es in Kinderbüchern gibt, die mir zurückzahlen, was ich so gelitten habe? Er kann es nicht. Ich weiß
nicht, was ideal für ihn ist. Er erzählte mir, er habe bedauert die Hoffnungen: Sie können nicht mit
mir kommen. Hat er mit Gott gesprochen? Vielleicht sollte ich mich an Gott wenden. Ich bin im
tiefsten Abgrund, und weiß nicht mehr, wie man betet.

Wenn er seine Traurigkeit mir erklärte, ich würde sie nicht besser verstehen als seinen Spott. Er
greift mich an, verbringt Stunden damit, dass ich mich schäme in dieser Welt, die die Macht hat,
mich zu berühren, er ist empört, wenn ich weinen muss.
Du siehst, dass elegante Jugend freien Eintritt hat in diesem feinen und ruhigen Haus:
er heißt Duval, Dufour, Armand, Maurice, wer weiß? Eine Frau widmete sich diesem lieben, diesem
boshaften Narren: sie starb, sie ist sicherlich eine Heilige im Himmel, jetzt. Du wirst mich töten,
wie er sie getötet hat. Das ist unser Schicksal, wir gemeinnützigen Herzen... Ach, Tage, wenn alle
menschlichen Aktivitäten zum Spielball von grotesken Delirien werden, er würde furchtbar lachen
stundenlang! - Dann nahm er seine junge Mutter, eine geliebte Schwester darstellend. Wenn er nur
weniger wild wäre, würden wir gerettet werden! Aber seine Süße ist auch tödlich. Ich lege ihn hin. -
Ah, ich bin verrückt!
Eines Tages vielleicht wird er auf wundersame Weise verschwinden, aber ich muss
wissen, ob er den Himmel erreicht, so kann ich Einblick gewinnen für meinen kleinen Freund, dass
er angenommen wurde!
Eine seltsame Vereinigung!

DELIRIUM II
DIE ALCHEMIE DES WORTES

Jetzt bin ich dran. Die Geschichte einer meiner Torheiten.


Vor Kindern prahlte ich, zu besitzen alle möglichen Landschaften, und fand die Prominenten der
modernen Malerei und Poesie absurd.
Ich liebte Bilder von Idioten, Oberlichter, Bühnenbilder, Gaukler, Wirtshausschilder, populäre
Drucke, unmoderne Literatur, Kirchen-Latein, erotische Bücher mit schlechter Rechtschreibung,
Romane aus Großmutters Zeiten, Märchen, kleine Bücher für Kinder, alte Opern, leere Refrains,
naive Rhythmen.
Ich habe von Kreuzzügen, Entdeckungsreisen, Republiken ohne Geschichte, Kriegen der
unterdrückten Religion, moralischen Revolutionen, Bewegungen von Rassen und Kontinenten
geträumt: Ich glaubte an jede Verzauberung.
Ich erfand die Farbe der Vokale! A schwarz, E weiß, I rot, O blau, U grün. - Ich regelte die Form
und Bewegung eines jeden Konsonanten, und mit instinktiven Rhythmen schmeichelte ich mir, ich
hätte eine poetische Sprache erfunden, zugänglich einige Tage für alle Sinne. Ich habe mir die
Übersetzung vorbehalten.
Es war auf der ersten Akademie. Ich schrieb in der Stille der Nächte, ich drückte das
Unaussprechliche aus. Ich definierte die Höhenangst.

Weit entfernt von den Mädchen des Dorfes, den Vögeln und dem Vieh,
Auf meinen Knien war, was ich trank,
Alle umgeben von zarten Haselnuss-Wäldchen,
In einem Nachmittags-Nebel, grün und warm.

Von dieser jungen Oise, was könnte ich trinken,


Stumme Ulmen, blumenloser Rasen, trüber Himmel -
Von gelben Kürbissen, wer schleicht fern von meiner lieben Hütte?
Eine Gold-Flotte, die Schweiß vergießt nach und nach.

Ich habe ein zweifelhaftes Wirtshausschild - Wetter


Kam durchkreuzend den Himmel. Am Abend
Verloren in jungfräulichem Sand das Holz, das Wasser,
Der Wind, der Gott, die Teiche wieder vereist:

Ich konnte nicht trinken: Ich sah Gold weinen!

Um vier an einem Sommermorgen,


Der Schlummer der Liebe dauert noch.
Unter dem Verschwinden der Sicherheit schnelle
Düfte der Nacht schlemmen.

Dort unten und schon starrend


In die Hesperiden-Sonne,
In ihrem großen Werk, wie man
In Hemdsärmeln die Zimmermänner sieht.

In ihren Wüsten Schaum, ruhig,


Sie bereiten kostspielige Verkleidung vor,
Auf der die Stadt
Ihre betrügerischen Malereien schmieren kann.

O, für die Arbeiter, charmant,


Die Themen eines Königs von Babylon,
Venus! Verlasse die Liebhaber schlafend,
Deren Seelen eine Krone tragen.

O Königin der Hirten,


Nimm starkes Getränk für die Arbeiter mit,
So deine Bemühungen können aufgeschoben werden,
Wenn du dich im Meer zu Mittag badest.

Poetische Archaismen spielten eine wichtige Rolle in meiner Alchemie des Wortes.
Ich gewöhnte mich an reine Halluzinationen: Ich sah ganz klar eine Moschee statt einer Fabrik, ein
Kollegium von Trommlern, bestehend aus Engeln, einen Salon in den Tiefen eines Sees; Monster,
Rätsel, einen Varieté-Titel, der heraufbeschwor Schrecken vor mir.
Dann erklärte ich meine magischen Sophismen mit halluzinatorischen Worten!
Ich endete mit der Behandlung meiner psychischen Störung als ein Heiliger. Ich war im Leeren,
Beute eines schweren Fiebers: Ich beneidete das Glück der Tiere – der Raupen: Der Schlaf der
Jungfräulichkeit: Limbo der Unschuld, der Maulwürfe!
Mein Charakter war verbittert. Ich nahm meinen Abschied von der Welt in verschiedenen Balladen:

GESANG VOM HÖCHSTEN TURM

Lass ihn kommen, lass ihn kommen,


Den Tag, in dem Herzen eine Liebe.

Ich habe Geduld so lange,


Ich habe sogar vergessen
Den Terror und das Leid,
Bin bis in den Himmel geflogen,
Ein Kranker hatte wieder Durst,
Der dunkelt in meinen Adern.

Lass ihn kommen, lass ihn kommen,


Den Tag, in dem Herzen eine Liebe.

So die Wiese ist


Befreit von Vernachlässigung,
Blühend, überwuchert
Mit Unkraut und Weihrauch,
Das Summen in der Nähe
Von faulen Fliegen.

Lass ihn kommen, lass ihn kommen,


Den Tag, in dem Herzen eine Liebe.

Ich liebte die Wildnis, verbrannte Obstgärten, verblasste Geschäfte, lauwarme Getränke. Ich würde
mich über stinkende Gassen ergehen und, die Augen geschlossen, mich anbieten der Sonne, dem
Gott des Feuers.
General, wenn es eine alte Kanone auf der zerstörten Stadtmauer gibt, bombardiere uns mit
Stücken getrockneter Erde. Feuer auf die Fenster der herrlichen Läden! In die Salons! Lass die Stadt
fressen ihren Staub. Oxidiere die Wasserspeier. Fülle die Boudoirs mit brennendem Pulver von
Rubinen...
Oh, die betrunkene Mücke in dem Kneipenklosett, verliebt in Kohlsuppe, dass sie ein
Lichtstrahl erlöst!

HUNGER

Wenn ich für alles Geschmack habe, dann vor allem für das Knappe,
Alles andere als Stein und Schlamm.
Ich frühstücke immer Luft,
Kohle, Eisen und Steingärten.

Mein Hunger, dreh dich. Hunger, durchsuche


Das Feld des Klanges.
Saugen die knalligen Schlangengifte
Von dem Unkraut auf dem Boden.

Iss, was kaputt ist, Kies,


Die alten religiösen Trümmer;
Felsen aus einer vergangenen Sintflut,
Brote in graue Täler gesät.

Der Fuchs heult in den Blättern,


Spuckt helle Federn
Von seinem Geflügel:
Wie er, will ich selbst konsumieren.

Die Früchte und das Gemüse


Warten nur auf die Pflücker;
Aber die Spinne auf der Hecke
Isst Veilchen, nichts anderes.

Lass mich schlafen! Lass mich köcheln


Auf den Feuern des Salomo.
Nieder den Rost, Überkochen,
Ich mischte es mit dem Kidronfluss.

Endlich, o Glück, o Grund, hab ich gezupft vom Himmel das Azurblaue, die Schwärze, und ich
lebte, ein goldener Funken natürlichen Lichts. Aus Freude nahm ich die närrischen übertriebenen
Ausdrücke als möglich an:

Es fand sich, wir sehen!


Was? – Die Ewigkeit!
Es ist die Sonne, vermischt
Mit dem Meer.

Meine unsterbliche Seele,


Halte deine Versprechen
Trotz der leeren Nacht
Und den Tag leuchte.

So wirst du herausgehen
Aus dem sterblichen Wohl,
Aus dem gemeinsamen Drang,
Zu fliegen, wie du dich fühlst...

Keine Hoffnung, nie,


Kein Bitten hier.
Wissenschaft und Geduld,
Die Folter ist echt.

Kein Morgen mehr,


Kohlen aus Satin,
Deine eigene Begeisterung
Ist die einzige Pflicht.

Es fand sich, wir sehen.


Was? – Die Ewigkeit!
Es ist die Sonne, vermischt
Mit dem Meer.

Ich wurde eine fabelhafte Oper: Ich sah, dass alle Wesen zum Glück verdammt sind: Aktivität ist
nicht das Leben, sondern ein Weg, Kraft zu verschwenden, eine Erschlaffung. Moral ist eine
Schwäche des Gehirns.
Mit jedem Wesen fühlte ich, mehrere andere Leben waren fällig. Diese Herren wissen nicht, was
er tut, dass er ein Engel ist. Diese Familie ist ein Rudel Hunde. Vor mehreren Männern habe ich laut
über einem Moment ihres anderen Lebens gesprochen. - So habe ich dich geliebt wie ein Schwein.
Keine der Spitzfindigkeiten des Wahnsinns – den Wahnsinnigen, den sie wegsperren - von mir
war vergessen: Ich könnte sie alle herunterbeten, ich kenne das System.
Meine Gesundheit wurde bedroht. Der Terror ist angekommen. Ich fiel in einen
Dornröschenschlaf für mehrere Tage, und wachte, setzte mich im traurigsten Traum auf. Ich war reif
für den Tod, und auf einer gefährlichen Straße führte meine Schwäche mich bis an die Grenzen der
Welt und nach Kimmerien, ins Land der Schatten und Wirbelstürme.
Ich war gezwungen zu reisen, um mich von den Verzauberungen abzulenken, die bedrängten
mein Gehirn. Über dem Meer, das ich geliebt, als ob es sicher für mich war, es von Verunreinigung
zu reinigen, sah ich das tröstende Kreuz entstehen. Ich wurde durch den Regenbogen verdammt.
Das Glück war mein Verhängnis, meine Reue, meine Wurm: mein Leben für immer sollte der
immensen Kraft und Schönheit gewidmet sein.
Glück! Seine Zähne, süß bis zum Tod, warnten mich beim Hahnenschrei – am Morgen kommt
Christus, - in den dunkelsten Städten:

O Jahreszeiten, o Schlösser!
Wo ist die makellose Seele?

Die Magie der Studie verfolgte ich,


Dem Glück kann sich niemand entziehen.
Eine Gesundheit jedes Mal,
Der gallische Hahn macht Reime.

Ah! Es gibt nichts, was ich wünsche,


Alles besaß mein Leben insgesamt.

Der Charme hat Herz und Seele genommen


Und aufgelockert alle meine Bemühungen.

O Jahreszeiten, o Schlösser!

Die Stunde meines Fluges, ach!


Sie wird die Stunde, die ich weitergebe.

O Jahreszeiten, o Schlösser!

Das ist alles Vergangenheit. Ich kenne diese Tage, wie die Schönheit zu begrüßen ist.

DAS UNMÖGLICHE

Ah, das Leben meiner Kindheit, die Straße bei jedem Wetter, auf übernatürliche Weise nüchtern,
desinteressierter als der feinste Bettler, stolz darauf, dass ich weder Land noch Freunde hatte, wie
töricht es war. - Und erst jetzt realisiere ichs!
Es war richtig, zu verachten jene Burschen, die verlieren nie die Chance einer Liebkosung,
Parasiten an der Sauberkeit und Gesundheit unserer Frauen, jetzt sind sie im leichten Einklang mit
uns.
Ich war ganz recht in meiner Verachtung: Seit ich auf der Flucht war!
Ich bin auf der Flucht!
Ich werde es erklären.
Gestern noch seufzte ich: Himmel! Es gibt genug von uns hier unten, verdammt! Ich habe schon zu
lange Zeit verbrachte unter dieser Truppe! Ich kenne sie alle. Wir werden immer einander erkennen,
wir finden einander widerlich. Karitas ist uns unbekannt. Aber wir sind höflich, unsere Beziehungen
zu den Menschen sind vollkommen richtig: Ist es nicht überraschend? Volk! Händler, Narren! - Wir
sind nicht entehrt - Aber die Auserwählten, wie würden sie uns empfangen? Denn es sind
kämpferische und fröhliche Leute: falsche Auserwählte, da wir weder Mut noch Demut haben
müssen, uns ihnen zu nähern. Sie sind die alleinigen Auserwählten. Sie haben nie gesegnet die
anderen!
Nachdem sie festgestellt zwei Groschen Sinn – die sind schnell ausgegeben! - Ich sehe meine Übel,
nichts ahnend, früh genug, dass wir im Westen angekommen. Die westlichen Sümpfe! Nicht, dass
ich glaube, dass das Licht verändert die Form, die Bewegung in die Irre... Na dann! Hier mein Geist
will sich belasten absolut mit allen grausamen Entwicklungen der Geister seit dem Ende des
Ostens... es trägt einen Groll mein Geist!
Meine zwei Groschen Sinn werden ausgegeben! – Der Geist hat seine Berechtigung: Er will mich
im Westen. Es hätte mich zum Schweigen gebracht, um zu beenden, was ich will.

Ich sandte dem Teufel der Märtyrer Palmen, das Licht der Kunst, den Stolz der Erfinder, die Glut
von Plünderern, ich kehrte in den Osten - und in die urewige Weisheit - Es scheint, das ist ein
Traum von grobem Nichtstun!
Doch ich habe kaum von der Freude an der Flucht aus dem modernen Leiden geträumt. Ich würde
nicht die Bastard-Weisheit des Koran im Kopf haben - Aber ist es nicht wahr, Folter ist in der
Tatsache, dass seit dieser Erklärung von Wissen des Christentums man sich betrogen hat, es erwies
sich die Öffentlichkeit als geschwollen mit Vergnügen, zu wiederholen den Beweis, und sie lebte
nur so! Subtile Folter, töricht; die Quelle meiner geistigen Abschweifungen. Die Natur konnte
langweilig werden! Herr Biedermann wurde mit Christus geboren.
Ist es nicht, weil wir den Nebel pflegen? Wir essen Fieber mit unserem tränenden Grün. Und die
Trunkenheit! Und Tabak! Und Unwissenheit! Und Andachten! - Ist das nicht allzu weit von dem
Gedanken, die Weisheit des Ostens, das Ur-Land? Warum eine moderne Welt, wenn sie solche Gifte
erfinden!
Männer der Kirche sagen: Verstanden. Aber sie suchen wirklich Eden. Nicht für sie, die Geschichte
der östlichen Völker. - Es ist wahr: es war Eden, wovon ich geträumt! Was hat diese Reinheit der
alten Rassen mit meinem Traum zu tun!
Die Philosophen: Die Welt hat kein Alter. Die Menschheit bewegt sich einfach vorüber. Sie sind im
Westen, frei zu bewohnen ihren Osten, so alt wie sie es wünschen - und leben dort gut. Nicht einer,
der besiegt wird. Philosophen, gehört zu eurem Westen.
Mein Verstand ist es, auf der Hut zu sein. Keine gewalttätigen Entscheidungen zur Erlösung. Rühre
dich selbst! - Ah, ist die Wissenschaft nicht schnell genug für uns?
- Aber ich sehe meinen Verstand schlafen.
Wenn wir immer wach wären, von nun an würden wir bald zur Wahrheit gelangen, die vielleicht
umgibt uns mit ihren weinenden Engeln!... – Wäre ich bis heute wach geblieben, würde ich nie
verderblichen Instinkten nachgeben, in einem uralten Alter!... Wenn ich immer wach gewesen wäre,
sollte ich schauen voller Weisheit!...
O Reinheit! Reinheit!
Es ist in diesem Augenblick, dass mir eine Vision von Reinheit gekommen ist! - Durch den
Geist geht man zu Gott!
Herzzerreißendes Unglück!

DER BLITZ

Menschliche Arbeit! Es ist die Explosion, die meinen Abgrund aufhellt von Zeit zu Zeit.
Nichts ist umsonst: auf, Wissenschaft, vorwärts, ruft der moderne Prediger, das wird die ganze
Welt sagen. Und doch sind die Leichen der Gottlosen da auf die Herzen der anderen gefallen... Ah!
Schnell, schnell, einen Moment: dort, jenseits der Nacht, der künftige Lohn, ewig... werden wir
ihnen entkommen?...
Was kann ich tun? Ich weiß, Arbeit ist zu tun: und die Wissenschaft ist zu langsam. Wie das Gebet
galoppiert mit leichtem Stöhnen... Ich sehe das deutlich. Es ist zu einfach, und das Wetter ist zu
warm: sie werden es ohne mich tun. Ich habe meine Pflicht getan: Ich werde stolz sein, wie es
andere sind, bei der Festlegung treten sie beiseite.
Mein Leben ist aufgebraucht. Lasst uns gehen! Betrügen, nichts tun, oh das Mitleid! Und wir
werden durch Amüsantes existieren, träumen von monströser Liebe und fantastischen Universen,
Stöhnen und Streit mit der Welt, Akrobat, Bettler, Künstler, Grobian - Priester! In meinem
Krankenhausbett kehrte der Geruch von Weihrauch zurück, der machte mich so stark als Hüter der
heiligen Kräuter, Beichtvater, Märtyrer...
Ich erkenne jetzt meiner faulen Kindheit Erziehung. Was solls!... Lass mich zwanzig sein, wenn
die anderen gehen, um zwanzig zu sein...
Nein! Nein! Jetzt habe ich mich gegen den Tod aufzulehnen! Arbeit scheint zu trivial für meinen
Stolz: Mein Verrat an der Welt wäre zu kurz eine Qual. Beim Letzten werde ich nach rechts und
links angreifen...
Dann - oh - arme Seele, würde die Ewigkeit uns nicht verloren gehen!
DER MORGEN

Einst hatte ich nicht eine angenehme Kindheit, heroisch, fabelhaft, auf Blättern von Gold
geschrieben – zu meinem Glück! Für welche Verbrechen, welche Fehler hab ich verdient die
derzeitige Schwäche? Sie behaupten, dass die Kreaturen mit Trauer schluchzen, dass die Kranken
verzweifeln, dass die Toten schlechte Träume haben, versuch du meinen Fall und meinen
Schlummer zu erzählen. Ich kann mich nicht besser erklären als der Bettler mit seinem
unaufhörlichen Vaterunser und Ave Maria. Ich spreche nicht mehr.
Doch heute hab ich glaube, ich habe meine Geschichte der Hölle fertig. Es war die Hölle, für
bestimmte Seelen, deren Tore der Sohn des Menschen weit geöffnet hat.
Aus der gleichen Wüste, in der gleichen Nacht, immer meine müden Augen wachen bei den
Sternen aus Silber, immer, ohne die Könige des Lebens, die drei Magier, Herz, Seele und Geist.
Wann werden wir über die Grenzen und die Berge gehen? Stammt die Geburt von frischer Mühe,
frischer Weisheit? Die Niederlage der Tyrannen und Dämonen, das Ende des Aberglaubens zu
verehren - als Neuling - Weihnachten auf Erden!
Das Lied des Himmels, der Marsch der Völker! Sklaven, lasst uns nicht verfluchen das Leben.

ADIEU

Herbst ist schon! - Aber warum bedauern eine ewige Sonne, wenn wir mit der Entdeckung des
göttlichen Lichtes beschäftigt sind - weit weg von Rassen, die mit den Jahreszeiten sterben.
Herbst. Unser Schiff ragt in den regungslosen Nebel und wendet sich dem Hafen der Armut zu, der
riesigen Stadt mit einem Himmel, der mit Feuer und Schlamm gesprenkelt ist.
Ah! Die Fäulnis der Lumpen, das Brot mit dem Regen der Trunkenheit getränkt, die tausendfache
Liebe, die mich gekreuzigt hat! Sie wird nie so getan haben, diese gruselige Königin von Millionen
Seelen und Leichen, die verurteilt werden! Ich sehe meine Haut wieder durch Schlamm und
Seuchen heimgesucht, Würmer füllen meine Haare und meine Achselhöhlen, und größere Würmer
sind in meinem Herzen, ausgestreckt unter einen alterslosen Unbekannten, ohne Gefühl... Ich
könnte dort gestorben sein... Schreckliche Vorstellung! Ich verabscheue Armut.
Und ich fürchte den Winter, weil es die Jahreszeit des Trostes ist!
Manchmal sehe ich grenzenlose Strände am Himmel mit weißen Völkern voller Freude. Ein großes
goldenes Gefäß über mir, es wellen die bunten Fahnen im Morgenwind. Ich habe alle Feste, alle
Triumphe, all die Dramen geschaffen. Ich habe versucht, neue Blumen zu erfinden, neue Sterne,
neues Fleisch, neue Sprachen. Ich glaubte, ich würde übernatürliche Kräfte erlangen. Ah gut! Ich
muss begraben meine Phantasie und meine Erinnerungen! Süßer Ruhm als Künstler und
Geschichtenerzähler hinweggefegt!

Ich! Ich, der ich mich Magier oder Engel nenne, befreit von aller Moral, bin auf dem Boden zurück,
mit einer Aufgabe zu erledigen, und die faltige Wirklichkeit zu umarmen! Ein Bauer!
Bin ich falsch? Hat die Schwester des Todes Mitleid für mich?
Nun, ich werde um Vergebung bitten für die Kommunikation mit Lügen. Lass uns gehen.
Aber keine freundliche Hand! Und wo finde ich Hilfe?

Ja, ist die vorliegende Stunde ist sehr schwer.


Da kann ich sagen, der Sieg ist errungen: das Zähneknirschen, das Zischen der Flammen, die
verpesteten Seufzer verblassen. Alle faulen Erinnerungen verschwinden. Mein letztes Bedauern
flieht. - Mein Neid auf Bettler, Räuber, Freunde des Todes, alle Arten von Zurückgebliebenen. -
Verdammte Liebe, wenn ich mich räche!
Es ist notwendig, absolut modern zu sein.
Keine Hymnen: Halte den Hafen für gewonnen. Rauhe Nacht! Das getrocknete Blut raucht auf
meinem Gesicht, und ich habe nichts in meinem Rücken, als diesen schrecklichen verkrüppelten
Baum!... Spirituelle Schlachten sind ebenso brutal wie der Kriegsführung Männer: aber die Vision
der Gerechtigkeit ist Gottes Freude allein.
Dennoch ist nun der Vorabend. Lass uns erhalten allen Zufluss von Stärke und wahrer
Zärtlichkeit. Und in der Morgendämmerung, bewaffnet mit einer glühenden Geduld, geben wir
Feste in den prächtigen Städten.
Was habe ich gesagt über eine freundliche Hand? Ein echter Vorteil ist es, dass ich über die alte
falsche Liebe lächle, und besprenge diese liegenden Paare mit Schande - ich habe die Hölle der
Frauen dort unten gesehen: - und es wird mir gewährt, die Wahrheit in einer Seele und einem
Körper zu besitzen.

APOKALYPSE DES JOHANNES

ERSTES KAPITEL

Die Offenbarung Jesu Christi, die ihm Gott gegeben hat, seinen Knechten, was in Kürze geschehen
soll, zu zeigen, und er sandte hin und hat sie durch seinen Engel seinem Knecht Johannes gezeigt:

Der bezeugt hat das Wort Gottes und das Zeugnis von Jesus Christus, und alles, was er sah.

Selig ist, der da liest und sie, die Worte der Weissagung, hört und behält, was darin geschrieben ist;
denn die Zeit ist nahe.

Johannes an die sieben Gemeinden in Asia: Gnade sei mit euch und Friede von ihm, der da ist und
der war und der da kommt, und von den sieben Geistern, die vor seinem Thron sind;

Und von Jesus Christus, welcher ist der treue Zeuge und der Erstgeborene von den Toten und der
Fürst der Könige der Erde. Ihm, der uns geliebt hat und reingewaschen von den Sünden mit seinem
Blut,

Und hat uns zu Königen und Priestern gemacht vor Gott, seinem Vater, ihm sei Ehre und Macht von
Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Siehe, er kommt mit den Wolken, und jedes Auge wird ihn sehen, und auch die, welche ihn
durchbohrt haben: und alle Geschlechter der Erde werden seinetwegen jammern. Amen.

Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende, spricht der Herr, der ist und der war
und der da kommt, der Allmächtige.

Ich, Johannes, der auch euer Bruder ist und Begleiter in der Bedrängnis und am Reich und an der
Geduld Jesu Christi, war auf der Insel, die Patmos heißt, um des Wortes Gottes willen und des
Zeugnisses von Jesus Christus.

Ich war im Geist am Tag des Herrn und hörte hinter mir eine große Stimme wie von einer Posaune:
Ich bin das Alpha und das Omega, der Erste und der Letzte, und: Was du siehst, schreibe in ein
Buch und sende es an die sieben Gemeinden in Asia: nach Ephesus und nach Smyrna und nach
Pergamos und nach Thyatira und nach Sardes und nach Philadelphia und nach Laodizea.

Und ich wandte mich an die Stimme, die mit mir redete. Und da ich mich umdrehte, sah ich sieben
goldene Leuchter;

Und in der Mitte der sieben Leuchter einen, den Sohn des Menschen, mit einem Kleidungsstück bis
zu den Füßen bekleidet, und umgürtet die Brust mit einem goldenen Gürtel.

Sein Kopf und seine Haare waren weiß wie weiße Wolle, wie der Schnee, und seine Augen wie eine
Feuerflamme;

Und seine Füße wie aus feinem Messing, als ob sie in einem Ofen glühten, und seine Stimme wie
das Rauschen vieler Wasser.

Und er hatte in seiner rechten Hand sieben Sterne: und aus seinem Munde ging ein scharfes
zweischneidiges Schwert, und sein Angesicht war wie die Sonne, wenn sie leuchtet in ihrer Kraft.

Und als ich ihn sah, fiel ich zu seinen Füßen wie tot. Und er legte seine Rechte auf mich und sprach
zu mir: Fürchte dich nicht, ich bin der Erste und der Letzte,

Ich bin der Lebendige, und war tot, und siehe, ich lebe von Ewigkeit zu Ewigkeit, und habe die
Schlüssel der Hölle und des Todes.

Schreibe die Dinge, die du gesehen hast, und die Dinge, die sind, und die Dinge, die nachher sein
werden;

Das Geheimnis der sieben Sterne, die du gesehen hast in meiner rechten Hand, und der sieben
goldenen Leuchter. Die sieben Sterne sind die Engel der sieben Gemeinden: und die sieben
Leuchter, die du gesehen hast, sind sieben Gemeinden.

ZWEITES KAPITEL

Dem Engel der Gemeinde in Ephesus schreibe: Das sagt, der hält die sieben Sterne in seiner rechten
Hand, der in der Mitte der sieben goldenen Leuchter wandelt:

Ich kenne deine Werke und deine Arbeit und deine Geduld, und wie du nicht ertragen kannst jene,
die böse sind, und du hast sie geprüft, die sagen, sie seien Apostel, und sind es nicht, und hast sie als
Lügner befunden:

Und hast getragen und hast Geduld, und um meines Namens willen hast du gearbeitet, und bist
nicht ohnmächtig.

Aber ich habe gegen dich, dass du deine erste Liebe verlassen hast.
Denke nun daran, wovon du abgefallen bist, und tue Buße und tue die ersten Werke; oder ich werde
bald zu dir kommen und deinen Leuchter von seiner Stelle stoßen, wenn du nicht bereust.

Aber dieses hast du, dass du die Werke der Nikolaiten, die auch ich hasse, hassest.

Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer überwindet, dem will ich geben
von dem Baum des Lebens, der in der Mitte des Paradieses Gottes ist.

Und dem Engel der Gemeinde in Smyrna schreibe: Das sagt der Erste und der Letzte, der tot war
und ist lebendig:

Ich kenne deine Werke und deine Bedrängnis und deine Armut (du bist aber reich) und ich kenne
die Lästerung von denen, die sich Juden nennen, und sind es nicht, sondern sind die Synagoge des
Satans.

Fürchte dich nicht vor dem, was du leiden wirst! Siehe, der Teufel wird einige von euch ins
Gefängnis werfen, damit ihr versucht werdet, und ihr werdet in Bedrängnis sein zehn Tage: Sei
getreu bis an den Tod, so will ich dir geben die Krone des Lebens.

Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer überwindet, den wird nicht der
zweite Tod vernichten.

Und dem Engel der Gemeinde in Pergamon schreibe: Das sagt, der hat das scharfe zweischneidige
Schwert:

Ich kenne deine Werke und wo du wohnst, auch wenn es der Thron des Satans ist, und du hältst an
meinem Namen fest und hast nicht verleugnet den Glauben, auch in jenen Tagen, in welchen
Antipas, mein treuer Zeuge, bei euch getötet wurde, das war, wo der Satan wohnt.

Aber ich habe ein paar Dinge gegen dich, weil du festhältst an der Lehre Bileams, die Balak lehrte,
ein Ärgernis für die Söhne Israels, Götzenopfer zu essen und Hurerei zu treiben.

So hast auch du solche, die halten fest die Lehre der Nikolaiten, was ich hasse.

Kehre um; oder ich werde bald zu dir kommen und gegen sie streiten mit dem Schwert meines
Mundes.

Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer überwindet, dem werde ich von
dem verborgenen Manna zu essen geben und will ihm geben einen weißen Stein und auf dem Stein
einen neuen Namen geschrieben, den kein Mensch kennt, außer wer ihn empfängt.

Und dem Engel der Gemeinde in Thyatira schreibe: Das sagt der Sohn Gottes, der Augen hat wie
eine Feuerflamme und seine Füße sind wie Golderz:

Ich kenne deine Werke und die Nächstenliebe und den Dienst und den Glauben und deine Geduld
und deine Werke, und die letzten sind größer als die ersten.

Ungeachtet dessen hab ich ein paar Dinge gegen dich, weil du gut leiden kannst, dass die Frau
Isebel, die sich eine Prophetin nennt, bei dir lehrt und meine Diener verführt, Unzucht zu treiben
und Götzenopfer zu essen.

Und ich gab ihr Zeit, ihre Hurerei bereuen, und sie tat nicht Buße.
Siehe, ich will sie auf ein Bett werfen, und jene, die Ehebruch mit ihr getrieben, in große Trübsal
bringen, wenn sie nicht Buße tun von ihren Werken.

Und ihre Kinder werde ich töten, und alle Gemeinden werden erkennen, dass ich es bin, der Nieren
und Herzen erforscht, und ich werde jedem von euch nach seinen Werken geben.
Aber euch sage ich und zu den übrigen in Thyatira, so viele, wie diese Lehre nicht haben und die
haben nicht die Tiefen des Satans erkannt, wie sie sagen, ich will auf euch legen weiter keine
Belastung.

Aber das, was ihr bereits habt, haltet fest, bis ich komme.

Und wer überwindet und hält meine Werke bis ans Ende, dem will ich Macht geben über die
Heiden:

Und er wird sie weiden mit eisernem Stabe, wie die Gefäße eines Töpfers sollen sie zerbrochen
werden: wie auch ich von meinem Vater empfangen habe.

Und ich werde ihm geben den Morgenstern.

Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt!

DRITTES KAPITEL

Und dem Engel der Gemeinde in Sardes schreibe: Das sagt, der hat die sieben Geister Gottes und
die sieben Sterne: Ich kenne deine Werke, dass du einen Namen hast, dass du lebst, und bist doch
tot.

Seid wachsam, und stärkt die Dinge, die bleiben, die dabei sind zu sterben, denn ich habe deine
Werke nicht als vollkommen erfunden vor Gott.

Bedenke nun, wie du empfangen und gehört hast, und bewahre es und tue Buße. Wenn du aber nicht
wachen wirst, werde ich über dich kommen wie ein Dieb, und du wirst nicht wissen, zu welcher
Stunde ich über dich kommen werde.

Du hast ein paar Namen in Sardes, die ihre Kleider nicht besudelt haben, und sie werden mit mir in
weißen Kleidern einhergehen, denn sie sind es wert.

Wer überwindet, der wird mit weißen Kleidern angetan werden, und ich werde nicht tilgen seinen
Namen aus dem Buch des Lebens, sondern ich will seinen Namen bekennen vor meinem Vater und
vor seinen Engeln.

Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt!

Und dem Engel der Gemeinde in Philadelphia schreibe: Das sagt, der heilig ist, er, der wahr ist, er,
der den Schlüssel Davids hat, der auftut, und niemand schließt, und schließt zu, und niemand tut
auf;

Ich kenne deine Werke: Siehe, ich habe vor dir eine Tür aufgetan, und niemand kann sie
zuschließen; denn du hast eine kleine Kraft und hast mein Wort bewahrt und hast meinen Namen
nicht verleugnet.

Siehe, ich will schicken einige aus der Synagoge des Satans, die sich Juden nennen, und sind es
nicht, sondern lügen; siehe, ich werde zu dir kommen und dich ehren, und du sollst wissen, dass ich
dich geliebt habe.

Weil du das Wort meiner Geduld gehalten, will ich auch dich bewahren vor der Stunde der
Versuchung, die über die ganzen Welt kommen soll, um die, die auf der Erde wohnen, zu versuchen.

Siehe, ich komme bald; halte fest, was du hast, dass niemand deine Krone nehme.

Wer überwindet, den werde ich machen zum Pfeiler in dem Tempel meines Gottes, und er soll nicht
mehr hinausgehen, und ich werde auf ihn schreiben den Namen meines Gottes und den Namen der
Stadt meines Gottes, das ist die neue Jerusalem, die herabkommt aus dem Himmel von meinem
Gott, und ich werde auf ihn schreiben meinen neuen Namen.

Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt!

Und dem Engel der Gemeinde in Laodizea schreibe: Das sagt der Amen, der treue und wahrhaftige
Zeuge, der Anfang der Schöpfung Gottes:

Ich kenne deine Werke, dass du weder kalt noch warm bist: Ich wollte, du wärest kalt oder warm.

So aber, weil du lau bist und weder heiß noch kalt, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde.

Denn du sprichst: Ich bin reich an Waren und brauche nichts, und weißt nicht, dass du bist elend
und jämmerlich, arm, blind und nackt:

Ich rate dir, von mir Gold zu kaufen, geprüft im Feuer, damit du reich werdest, und weiße Kleider,
damit du bekleidet werdest, und die Schande deiner Blöße nicht gezeigt werde, und salbe deine
Augen mit Augensalbe, dass du sehen mögest.

Viele weise ich zurecht und züchtige, die ich liebe: So sei nun fleißig und tue Buße.

Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an: Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet,
werde ich kommen, um mit ihm zu essen, und er mit mir.

Wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, wie auch ich
überwunden habe und mich mit meinem Vater auf seinen Thron gesetzt habe.

Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt!

VIERTES KAPITEL

Nach diesem sah ich, und siehe, eine Tür war aufgetan im Himmel: und die erste Stimme, die ich
hörte, war wie eine Trompete, die mit mir redete; die sagte: Komm hier herauf, und ich werde dir
alles zeigen, was nachher geschehen muss.

Und sofort war ich im Geist: und siehe, ein Thron stand im Himmel, und Einer saß auf dem Thron.

Und er war anzusehen wie ein Jaspis und Sardis, der da saß: und ein Regenbogen war rings um den
Thron, anzusehen wie ein Smaragd.

Und rings um den Thron waren vierundzwanzig Stühle: und auf den Thronen sah ich
vierundzwanzig Älteste sitzen, bekleidet mit weißen Kleidern, und sie hatten auf ihren Häuptern
goldene Kronen.

Und von dem Thron gingen aus Blitze und Donner und Stimmen: und es gab sieben Fackeln mit
Feuer, die brannten vor dem Thron, das sind die sieben Geister Gottes.

Und vor dem Thron war es wie ein gläsernes Meer, gleich dem Kristall, und in der Mitte des
Thrones und rings um den Thron waren vier Tiere, voll Augen vorn und hinten.

Und das erste Tier war gleich einem Löwen, und das zweite Tier wie ein Kalb, und das dritte hatte
ein Antlitz wie ein Mensch, und das vierte Tier war gleich einem fliegenden Adler.

Und die vier Tiere hatte jeder von ihnen sechs Flügel, und sie waren voll Augen, und hatten keine
Ruhe Tag und Nacht und sprachen: Heilig, heilig, heilig, Herr, Gott, Allmächtiger, der war und ist
und der da kommt.

Und als diese Tiere Herrlichkeit und Ehre und Dank an ihn gerichtet, der auf dem Thron saß, der für
immer und ewig lebt,

Fielen die vierundzwanzig Ältesten nieder vor dem, der auf dem Thron saß, und beteten ihn an, der
lebt für immer und ewig, und legten ihre Kronen vor dem Thron nieder und sprachen:

Du bist würdig, o Herr, zu nehmen Ruhm und Ehre und Kraft, denn du hast alle Dinge geschaffen,
und durch deinen Willen sind sie und wurden sie geschaffen.

FÜNFTES KAPITEL

Und ich sah in der rechten Hand dessen, der auf dem Thron saß, ein Buch, das war innen und außen
beschrieben, versiegelt mit sieben Siegeln.

Und ich sah einen starken Engel, der rief mit lauter Stimme: Wer ist würdig, das Buch aufzutun und
seine Siegel zu brechen?

Und niemand im Himmel noch auf Erden noch unter der Erde konnte das Buch öffnen, noch darauf
schauen.

Und ich weinte sehr, weil niemand für würdig befunden wurde, zu öffnen und das Buch zu lesen,
noch darauf zu schauen.

Und einer von den Ältesten sprach zu mir: Weine nicht! Siehe, der Löwe aus dem Stamm Juda, die
Wurzel Davids, hat erreicht, das Buch zu öffnen und seine sieben Siegel zu lösen.

Und ich sah, und siehe, in der Mitte des Thrones und der vier Tiere und in der Mitte der Ältesten
stand ein Lamm, wie geschlachtet, und hatte sieben Hörner und sieben Augen, das sind die sieben
Geister Gottes, gesandt in alle Lande.

Und er kam und nahm das Buch aus der rechten Hand dessen, der auf dem Thron saß.

Und als er das Buch nahm, fielen die vier Tiere und die vierundzwanzig Ältesten nieder vor dem
Lamm und hatten ein jeglicher Harfen und goldene Schalen voll Räucherwerk, das sind die Gebete
der Heiligen.

Und sie sangen ein neues Lied und sprachen: Du bist würdig, das Buch zu nehmen und seine Siegel
zu öffnen, denn du wurdest geschlachtet und hast für Gott erkauft mit deinem Blut aus allen
Stämmen und Sprachen und Völkern und Nationen;
Und hast uns unserm Gott zu Königen und Priestern gemacht, und wir werden auf der Erde
herrschen.

Und ich sah, und ich hörte die Stimme von vielen Engeln rings um den Thron und die Tiere und die
Ältesten: und die Zahl von ihnen war zehntausendmal zehntausend und tausendmal tausend;

Die sprachen mit lauter Stimme: Würdig ist das Lamm, das geschlachtet wurde, Macht zu
empfangen und Reichtum und Weisheit und Stärke und Ehre und Preis und Lob.

Und jedes Geschöpf, das im Himmel ist und auf der Erde und unter der Erde und in dem Meer und
alles, was in ihnen ist, alle hörte ich sagen: Lob und Ehre und Herrlichkeit und Macht gehören ihm,
der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm für immer und ewig.

Und die vier Tiere sprachen: Amen. Und die vierundzwanzig Ältesten fielen nieder und beteten ihn
an, der für immer und ewig lebt.

SECHSTES KAPITEL

Und ich sah, wie das Lamm öffnete eines der Siegel, und ich hörte, wie sie das Geräusch des
Donners machten, eins der vier Tiere sagen: Komm und sieh.

Und ich sah, und siehe, ein weißes Pferd, und er, der auf ihm saß, hatte einen Bogen, und eine
Krone wurde ihm gegeben, und er zog aus sieghaft und um zu siegen.

Und als er das zweite Siegel öffnete, hörte ich das zweite lebendige Wesen sagen: Komm und sieh.

Und es kam ein anderes Pferd, das war rot: und Macht wurde ihm gegeben, der darauf saß, den
Frieden von der Erde zu nehmen, und dass sie einander töten, und es wurde ihm ein großes Schwert
gegeben.

Und als er das dritte Siegel auftat, hörte ich das dritte Tier sagen: Komm und sieh. Und ich sah, und
siehe, ein schwarzes Pferd, und der, der auf ihm saß, hatte eine Waage in seiner Hand.

Und ich hörte eine Stimme inmitten der vier Tiere sagen: Ein Maß Weizen um einen Groschen und
drei Maß Gerste für einen Denar, und siehe, du verletzt nicht das Öl und den Wein.

Und als er das vierte Siegel auftat, hörte ich die Stimme des vierten Tieres sagen: Komm und sieh.

Und ich sah, und siehe, ein fahles Pferd, und sein Name, der auf ihm saß, war Tod, und die Hölle
folgte ihm. Und ihnen ward Macht über den vierten Teil der Erde gegeben, zu töten mit Schwert
und mit Hunger und mit Tod und durch die wilden Tiere der Erde.

Und als er das fünfte Siegel öffnete, sah ich unter dem Altar die Seelen derer, die für das Wort
Gottes getötet wurden, und wegen des Zeugnisses, das sie bezeugten:

Und sie riefen mit lauter Stimme und sprachen: Wie lange, o Herr, du Heiliger und Wahrhaftiger,
willst du nicht urteilen und rächen unser Blut an denen, die auf der Erde wohnen?

Und weiße Gewänder wurden jedem von ihnen gegeben, und es wurde ihnen gesagt, dass sie ruhen
sollten noch eine kleine Zeit, bis auch ihre Mitknechte und ihre Brüder kommen würden, die sollten
noch getötet werden.

Und ich sah, wie er das sechste Siegel geöffnet hatte, und siehe, es geschah ein großes Erdbeben,
und die Sonne wurde schwarz wie ein schwarzer Sack, und der ganze Mond wurde wie Blut;

Und die Sterne des Himmels fielen auf die Erde, wie ein Feigenbaum seine unreifen Feigen abwirft,
wenn sie von starkem Wind bewegt werden.

Und der Himmel wich wie eine Schriftrolle, die zusammengerollt wird, und alle Berge und Inseln
wurden wegbewegt von ihrem Ort.

Und die Könige der Erde und die großen Männer und die Reichen und die Hauptleute und die
Gewaltigen und alle Knechte und alle Freien verbargen sich in den Klüften und Felsen der Berge;

Und sie sprachen zu den Bergen und Felsen: Fallt über uns und verbergt uns vor dem Angesicht
dessen, der auf dem Thron sitzt, und vor dem Zorn des Lammes:

Denn der große Tag seines Zorns ist gekommen, und wer kann bestehen?

SIEBENTES KAPITEL

Und nach diesen Dingen sah ich vier Engel stehen an den vier Ecken der Erde, die hielten die vier
Winde der Erde, dass der Wind sollte nicht auf die Erde blasen noch über das Meer noch über
irgendeinen Baum.

Und ich sah einen anderen Engel aus dem Osten, der hatte das Siegel des lebendigen Gottes und rief
mit lauter Stimme den vier Engeln zu, denen es gegeben war, die Erde und das Meer zu verletzen,

Und sprach: Verletzt die Erde nicht, noch das Meer, noch die Bäume, bis wir die Knechte unseres
Gottes an ihren Stirnen versiegelt haben.

Und ich hörte die Zahl derer, die versiegelt wurden: und es waren hundertvierundvierzigtausend aus
allen Stämmen der Söhne Israels versiegelt.

Aus dem Stamm Juda zwölftausend versiegelt. Aus dem Stamm Ruben zwölftausend versiegelt.
Aus dem Stamm Gad zwölftausend versiegelt.

Aus dem Stamm Asser zwölftausend versiegelt. Aus dem Stamm Naftali zwölftausend versiegelt.
Aus dem Stamm Manasse zwölftausend versiegelt.

Aus dem Stamm Simeon zwölftausend versiegelt. Aus dem Stamm Levi zwölftausend versiegelt.
Aus dem Stamm Issachar zwölftausend versiegelt.

Aus dem Stamm Sebulon zwölftausend versiegelt. Aus dem Stamm Joseph zwölftausend versiegelt.
Aus dem Stamm Benjamin zwölftausend versiegelt.

Nach diesem schaute ich, und siehe, eine große Schar, die niemand zählen kann, aus allen Nationen
und Stämmen und Völkern und Sprachen, stand vor dem Thron und vor dem Lamm, mit weißen
Gewändern bekleidet, und Palmen in ihren Händen;
Und rief mit lauter Stimme und sprach: Das Heil unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, und dem
Lamm!

Und alle Engel standen rings um den Thron und um die Ältesten und um die vier Tiere und fielen
vor dem Thron auf ihr Angesicht und beteten Gott an,

Und sprachen: Amen, Ehre und Weisheit und Dank und Ruhm und Macht und Stärke unserem Gott
von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Und einer von den Ältesten sprach zu mir: Wer sind diese, die weiße Gewänder tragen? und woher
sind sie gekommen?

Und ich sprach zu ihm: Herr, du weißt es. Und er sprach zu mir: Das sind die, welche aus der
großen Trübsal kommen, und haben ihre Gewänder gewaschen und sie weiß gemacht im Blut des
Lammes.

Darum sind sie vor dem Thron Gottes und dienen ihm Tag und Nacht in seinem Tempel; und der auf
dem Thron sitzt, wird über ihnen wohnen.

Sie hungern und dürsten nicht mehr, noch fällt die Sonne auf sie, oder irgendeine Hitze.

Denn das Lamm, das inmitten des Thrones ist, wird sie weiden und sie sollen zu Wasserquellen des
Lebens geführt werden, und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen.

ACHTES KAPITEL

Und als er das siebente Siegel auftat, entstand eine Stille im Himmel über den Zeitraum einer
halben Stunde.

Und ich sah die sieben Engel, die vor Gott stehen, und ihnen wurden sieben Posaunen gegeben.

Und ein anderer Engel kam und trat an den Altar und hatte ein goldenes Räuchergefäß, und es
wurde ihm viel Räucherwerk gegeben, dass er es mit den Gebeten aller Heiligen darbringe auf dem
goldenen Altar vor dem Thron.

Und der Rauch des Weihrauchs, der mit den Gebeten der Heiligen kam, stieg vor Gott auf aus der
Hand des Engels.

Und der Engel nahm das Räuchergefäß und füllte es mit Feuer vom Altar und warf es auf die Erde,
und es gab Stimmen und Donner und Blitze und Erdbeben.

Und die sieben Engel, welche die sieben Posaunen hatten, hatten sich gerüstet zu blasen.

Der erste Engel posaunte: und es kam Hagel und Feuer, mit Blut gemengt, und fiel auf die Erde:
und der dritte Teil der Bäume verbrannte, und alles grüne Gras verbrannte.

Und der zweite Engel blies seine Posaune, und es ward ein großer Berg mit Feuer brennend ins
Meer geworfen; und der dritte Teil des Meeres wurde zu Blut;

Und der dritte Teil der lebendigen Geschöpfe, die im Meer waren und hatten das Leben, starb, und
der dritte Teil der Schiffe wurde vernichtet.
Und der dritte Engel posaunte: und es fiel ein großer Stern vom Himmel, der brannte wie eine
Fackel und fiel auf den dritten Teil der Flüsse und auf die Wasserquellen;

Und der Name des Sterns heißt Wermut; und der dritte Teil der Wasser wurde zu Wermut, und viele
Menschen starben von den Wassern, weil sie bitter gemacht worden waren.

Und der vierte Engel posaunte, und der dritte Teil der Sonne wurde geschlagen, und der dritte Teil
des Mondes und der dritte Teil der Sterne, so wie der dritte Teil von ihnen verfinstert wurde, und der
Tag leuchtete nicht für einen dritten Teil, und ebenfalls die Nacht.

Und ich sah und hörte einen Engel fliegen mitten durch den Himmel, der sprach mit lauter Stimme:
Wehe, wehe, wehe denen, die auf Erden wohnen, wegen der anderen Stimmen der Posaunen der
drei Engel, die noch zu klingen haben!

NEUNTES KAPITEL

Und der fünfte Engel posaunte, und ich sah einen Stern, gefallen vom Himmel auf die Erde, und
ihm wurde der Schlüssel zum Brunnen des Abgrunds gegeben.

Und er öffnete den Abgrund, und es entstand ein Rauch aus dem Brunnen wie der Rauch eines
großen Ofens, und die Sonne und die Luft wurden wegen der Rauchs des Brunnens verdunkelt.

Und es kamen aus dem Rauch Heuschrecken auf die Erde, und ihnen wurde Macht gegeben, wie die
Skorpione auf Erden Macht haben.

Und es wurde ihnen gesagt, dass sie nicht beschädigen sollten das Gras der Erde, noch irgend etwas
Grünes, noch irgend einen Baum, sondern nur jene Menschen, die nicht das Siegel Gottes an ihren
Stirnen hatten.

Und ihnen war es gegeben, dass sie nicht getötet wurden, sondern sie sollten gequält werden für
fünf Monate, und ihre Qual war wie eine Qual von einem Skorpion, wenn er einen Menschen sticht.

Und in jenen Tagen werden die Menschen den Tod suchen und werden ihn nicht finden, und werden
begehren zu sterben, und der Tod wird von ihnen fliehen.

Und die Gestalten der Heuschrecken waren wie Pferde zur Schlacht vorbereitet, und auf ihren
Köpfen waren sie gekrönt wie mit Gold, und ihre Gesichter waren wie die Gesichter der Menschen.

Und sie hatten Haare wie von Frauen, und ihre Zähne waren wie die Zähne der Löwen.

Und sie hatten Panzer wie eiserne Panzer, und das Geräusch ihrer Flügel war wie das Geräusch von
Wagen mit vielen Pferden, die laufen in die Schlacht.

Und sie hatten Schwänze gleich Skorpionen, und es war in ihren Schwänzen ihre Macht, zu
verletzen Menschen fünf Monate lang.

Und sie hatten über sich einen König, das war der Engel des Abgrunds, dessen Name in der
hebräischen Sprache ist Abaddon, aber in der griechischen Sprache ist sein Name Apollyon.

Ein Wehe ist vorüber, und siehe, es kommen noch zwei Wehe später.
Und der sechste Engel posaunte, und ich hörte eine Stimme aus den vier Hörnern des goldenen
Altars, der vor Gott ist,

Die sprach zu dem sechsten Engel, der die Posaune hatte: Löse die vier Engel, die an dem großen
Strom Euphrat gebunden sind.

Und die vier Engel wurden gelöst, sie wurden für eine Stunde vorbereitet, und einen Tag, einen
Monat, ein Jahr, zu töten den dritten Teil der Menschen.

Und die Zahl der Armee der Reiter war zweihunderttausend, und ich hörte die Zahl von ihnen.

Und so sah ich die Pferde in der Vision, und jene, die saßen auf ihnen, mit Brustpanzern aus Feuer,
und Hyazinth, und Schwefel: und die Köpfe der Pferde waren wie die Häupter der Löwen, und aus
ihren Mäulern ergoss sich Feuer und Rauch und Schwefel.

Von diesen dreien ward der dritte Teil der Menschen getötet, von dem Feuer und dem Rauch und
von dem Schwefel, ausgegossen aus ihren Mündern.

Denn ihre Macht ist in ihrem Mund, und in ihren Schwänzen: denn ihre Schwänze waren wie
Schlangen und hatten Häupter, mit ihnen weh zu tun.

Und der Rest der Männer, die nicht durch diese Plagen getötet waren und taten nicht Buße von den
Werken ihrer Hände, dass sie nicht anbeteten die Teufel und Götzen aus Gold und Silber und Erz
und Stein und Holz: welche weder sehen, noch hören, noch gehen können:

Weder bereuten sie ihr Morden, noch ihre Zaubereien, noch ihre Unzucht, noch ihre Diebstähle.

ZEHNTES KAPITEL

Und ich sah einen anderen starken Engel vom Himmel herabkommen, bekleidet mit einer Wolke:
und ein Regenbogen war auf seinem Kopf, und sein Gesicht war wie die Sonne, und seine Füße wie
Feuersäulen:

Und er hatte in seiner Hand ein Büchlein, und er setzte seinen rechten Fuß auf das Meer und den
linken Fuß auf die Erde,

Und rief mit lauter Stimme, wie ein Löwe brüllt, und als er geweint hatte, erhoben sieben Donner
ihre Stimmen.

Und als die sieben Donner gesprochen hatte mit ihrer Stimme, wollte ich es aufschreiben, und ich
hörte eine Stimme vom Himmel zu mir sagen: Versiegle, was die sieben Donner geredet haben, und
schreibe es nicht auf.

Und der Engel, den ich stehen sah auf dem Meer und auf der Erde, hob seine Hand zum Himmel,

Und schwor bei dem, der immer und ewig lebt, der den Himmel geschaffen, und die Dinge, die
darin sind, und die Erde, und die Dinge, die darin sind, und das Meer, und die Dinge, die darin sind,
dass es keine Zeit mehr sein soll:

Aber in den Tagen der Stimme des siebenten Engels, wenn er wird anfangen zu klingen, soll das
Geheimnis Gottes vollendet sein, wie er erklärt hat seinen Knechten, den Propheten.

Und die Stimme, die ich vom Himmel gehört hatte, sprach zu mir wieder und sprach: Gehe hin und
nimm das kleine Buch, das offen ist in der Hand des Engels, der auf dem Meer und auf der Erde
steht.

Und ich ging zu dem Engel und sprach zu ihm: Gib mir das Büchlein. Und er sprach zu mir: Nimm
es und iss es, und es wird in deinem Bauch bitter sein, aber es wird in deinem Mund süß wie Honig
sein.

Und ich nahm das Büchlein aus der Hand des Engels und aß es, und es war in meinem Mund süß
wie Honig: und sobald ich es gegessen hatte, war es in meinem Bauch bitter.

Und er sprach zu mir: Du musst abermals weissagen vor vielen Völkern und Nationen und
Sprachen und Königen.

ELFTES KAPITEL

Und es wurde mir ein Rohr gleich einem Stab gegeben: und der Engel stand da und sagte: Stehe auf
und miss den Tempel Gottes und den Altar, und jene, die beten darin.

Aber den Vorhof außerhalb des Tempels wirf hinaus und miss ihn nicht aus, denn er ist den Heiden
gegeben, und die heilige Stadt werden sie zertreten zweiundvierzig Monate.

Und ich will meine zwei Zeugen schicken, und sie sollen weissagen tausendzweihundertundsechzig
Tage, in Sack bekleidet.

Das sind die zwei Ölbäume und die zwei Leuchter, die vor dem Gott der Erde stehen.

Und wenn jemand sie verletzen wird, so geht Feuer aus ihrem Munde und verzehrt ihre Feinde: und
wenn jemand ihnen schaden will, muss er auf diese Weise getötet werden.

Diese haben Macht, den Himmel zu verschließen, dass es nicht regnet in den Tagen ihrer
Weissagung, und haben Macht über die Wasser, sie in Blut zu verwandeln, und die Erde mit allen
Plagen zu schlagen, so oft sie wollen.

Und wenn sie ihr Zeugnis vollendet haben, wird aufsteigen das Tier, das aus dem Abgrund Krieg
gegen sie führt, und es wird sie überwinden und sie töten.

Und ihre Leichname werden in der Straße der großen Stadt liegen, die heißt geistlich: Sodom und
Ägypten, wo auch ihr Herr gekreuzigt wurde.

Und die von den Völkern und Stämmen und Sprachen und Nationen sehen ihre Leichname drei
Tage und einen halben, und werden nicht ihre Leichname in Gräber legen.

Und die auf Erden wohnen, freuen sich darüber und sind fröhlich und bringen einander Geschenke,
denn diese zwei Propheten quälten die auf Erden wohnten.

Und nach drei Tagen und einem halben der Geist des Lebens aus Gott kommt in sie, und sie werden
stehen auf ihren Füßen, und eine große Furcht fällt auf die, die sie sehen.
Und sie hören eine große Stimme vom Himmel zu ihnen sagen: Kommt hier herauf. Und sie steigen
auf in den Himmel in einer Wolke, und es sehen sie ihre Feinde.

Und zur selben Stunde war es ein großes Erdbeben, und der zehnte Teil der Stadt fiel, und bei dem
Erdbeben wurden von den Männern siebentausend erschlagen und der Rest war erschreckt, und sie
gaben Ehre dem Gott des Himmels.

Das zweite Wehe ist vorüber, und siehe, das dritte Wehe kommt schnell.

Und der siebente Engel posaunte, und es wurden große Stimmen im Himmel gehört, die sprachen:
Die Reiche dieser Welt sind geworden das Reich unseres Herrn und seines Christus, und er wird für
immer und ewig regieren.

Und die vierundzwanzig Ältesten, die vor Gott auf ihren Thronen saßen, fielen auf ihr Angesicht
und beteten Gott an,

Und sprachen: Wir danken dir, Herr, allmächtiger Gott, der du bist und warst und der du kommst,
weil du hast eingegriffen, um deine große Macht zu zeigen, und hast regiert.

Und die Völker sind zornig geworden, und dein Zorn ist gekommen und die Zeit der Toten, dass sie
gerichtet werden sollen, und dass du gibst den Lohn deinen Knechten, den Propheten und den
Heiligen und denen, die fürchten deinen Namen, klein und groß, und zu verderben, welche die Erde
zerstören.

Und der Tempel Gottes im Himmel wurde geöffnet, und es wurde in seinem Tempel die Lade seines
Bundes gesehen: und es geschahen Blitze und Stimmen und Donner und Erdbeben und ein großer
Hagel.

ZWÖLFTES KAPITEL

Und es erschien ein großes Zeichen am Himmel: Die Frau mit der Sonne bekleidet, und der Mond
unter ihren Füßen und auf ihrem Haupt eine Krone von zwölf Sternen:

Und sie war schwanger, schrie in Wehen bei der Geburt, und unter Schmerzen gebar sie.

Und es erschien ein anderes Zeichen am Himmel, und siehe, ein großer, roter Drache, der hatte
sieben Häupter und zehn Hörner und sieben Kronen auf seinen Köpfen.

Und sein Schwanz zog den dritten Teil der Sterne des Himmels hinweg und warf sie auf die Erde:
Und der Drache stand vor der Frau, die gebären sollte ihr Kind, denn er wollte, sobald es geboren
wurde, es verschlingen.

Und sie gebar einen Knaben, der alle Nationen mit eisernem Stab weiden soll, und ihr Kind wurde
entrückt zu Gott und zu seinem Thron.

Und die Frau floh in die Wüste, wo sie einen Ort bereitet hatte von Gott, dass sie sich ernähren
sollte tausendzweihundertundsechzig Tage.

Und es war ein Kampf im Himmel: Michael und seine Engel kämpften gegen den Drachen, und der
Drache kämpfte und seine Engel,
Und sie siegten nicht, auch ward ihre Stätte nicht mehr gefunden im Himmel.

Und der große Drache wurde die alte Schlange genannt, der Teufel, der Satan, der die ganze Welt
verführt, er wurde hinabgeworfen: er wurde auf die Erde geworfen, und seine Engel wurden mit
ihm dahin geworfen.

Und ich hörte eine laute Stimme im Himmel sagen: Nun ist das Heil und die Kraft und das Reich
unseres Gottes gekommen und die Macht seines Christus: der Ankläger unserer Brüder ist
verworfen, der sie angeklagt hat vor unserem Gott Tag und Nacht.

Und sie haben ihn überwunden durch das Blut des Lammes und durch das Wort ihres Zeugnisses
und haben ihr Leben nicht geliebt bis in den Tod.

Darum freut euch, ihr Himmel, und die ihr in ihnen wohnt! Wehe den auf Erden Wohnenden und
auf dem Meer! Denn der Teufel ist zu euch hinabgekommen und hat einen großen Zorn, da er weiß,
dass er nur noch eine kurze Zeit hat.

Und als der Drache sah, dass er auf die Erde geworfen war, verfolgte er die Frau, die geboren den
Knaben.

Und es wurden der Frau zwei Flügel des großen Adlers gegeben, dass sie in die Wüste flöge an
ihren Ort, wo sie eine Zeit lang ernährt wird, und zwei Zeiten und eine halbe Zeit vor dem
Angesicht der Schlange geschützt.

Und die Schlange spie aus dem Mund Wasser wie einen Strom hinter der Frau her, dass der Strom
sie ertränke.

Und die Erde half der Frau, und die Erde öffnete ihren Mund und verschlang den Strom, den der
Drache aus seinem Munde spie.

Und der Drache wurde zornig über die Frau und zog in den Krieg mit den Übrigen von ihrem
Samen, die da Gottes Gebote halten und haben das Zeugnis Jesu Christi.

DREIZEHNTES KAPITEL

Und ich trat an den Strand des Meeres und sah ein Tier aufsteigen aus dem Meer, das hatte sieben
Häupter und zehn Hörner und auf seinen Hörnern zehn Kronen und auf seinen Häuptern Namen der
Lästerung.

Und das Tier, das ich sah, war gleich einem Panther und seine Füße waren wie die Füße eines Bären
und sein Mund wie eines Löwen Mund: und der Drache gab ihm seine Kraft und seinen Thron und
große Autorität.

Und ich sah einen seiner Köpfe wie zu Tode verwundet, und seine tödliche Wunde wurde geheilt,
und die ganze Erde staunte über das Tier.

Und sie beteten den Drachen an, der die Macht dem Tier gab, und sie beteten das Tier an und
sprachen: Wer ist wie das Tier? Und wer kann mit ihm kämpfen?

Und es wurde ihm ein Mund gegeben, zu reden große Dinge und Lästerungen, und ihm wurde
Macht gegeben, zweiundvierzig Monate.

Und es tat seinen Mund auf zur Lästerung gegen Gott, zu lästern seinen Namen und sein Zelt, und
jene, die im Himmel wohnen.

Und es wurde ihm gegeben, zu streiten mit den Heiligen und sie zu überwinden, und es wurde ihm
Macht gegeben über alle Geschlechter und Sprachen und Nationen.

Und alle, die auf Erden wohnen, werden ihn anbeten, deren Namen nicht geschrieben stehen im
Buch des Lebens des Lammes, das von Grundlegung der Welt geschlachtet wurde.

Wer Ohren hat, der höre!

Wer in Gefangenschaft geführt wird, wird in die Gefangenschaft gehen: Wer erschlagen wird vom
Schwert, wird mit dem Schwert getötet werden. Hier ist Geduld und Glaube der Heiligen
notwendig.

Und ich sah ein zweites Tier aufsteigen aus der Erde, und es hatte zwei Hörner wie ein Lamm und
redete wie ein Drache.

Und es übte alle Macht des ersten Tieres vor ihm aus, und wirkt, dass die Erde und die darauf
wohnen das erste Tier anbeten, dessen tödliche Wunde heil geworden war.

Und es tut große Zeichen, so dass es Feuer vom Himmel auf die Erde fallen lässt vor den Augen der
Menschen,

Und verführt, die auf Erden wohnen, mit den Mitteln dieser Wunder, die es hatte die Macht zu tun
von dem Tier, und es sagte denen, die auf Erden wohnen, dass sie ein Bild machen sollen von dem
Tier, welches hatte die Wunde vom Schwert und war lebendig geworden.

Und es hatte die Macht, Leben dem Bild des Tieres zu geben, dass das Bild des Tieres sprechen
konnte, und dazu zu führen, dass so viele, die nicht anbeten das Bild des Tieres, getötet werden
sollten.

Und es macht, dass die Kleinen und Großen, die Reichen und Armen, die Freien und Sklaven, sich
ein Zeichen machen an ihre rechte Hand oder an ihre Stirn:

Und dass niemand kaufen oder verkaufen kann, er habe denn das Zeichen oder den Namen des
Tieres oder die Zahl seines Namens.

Hier ist die Sophia vonnöten! Lasse ihn, der Verstand hat, zählen die Zahl des Tieres; denn es ist die
Zahl eines Menschen, und seine Zahl 666.

VIERZEHNTES KAPITEL

Und ich sah, und siehe, es stand ein Lamm auf dem Berg Zion und mit ihm
hundertvierundvierzigtausend, mit den Namen seines Vaters an ihren Stirnen geschrieben.

Und ich hörte eine Stimme vom Himmel wie die Stimme vieler Wasser und wie die Stimme eines
großen Donners, und ich hörte die Stimme der Harfenspieler, die strichen ihre Harfen:
Und sie sangen ein neues Lied vor dem Thron und vor den vier Tieren und den Ältesten; und
niemand konnte das Lied lernen, außer den hundertvierundvierzigtausend, die von der Erde
genommen wurden.

Diese sind es, die sich mit Weibern nicht befleckt haben, denn sie sind Jungfräuliche. Diese sind es,
die dem Lamm folgen, wohin es geht. Diese sind aus den Menschen erlöst, wobei sie die Erstlinge
für Gott und das Lamm sind.

Und in ihrem Mund wurde kein Falsch gefunden; denn sie sind ohne Fehler vor dem Thron Gottes.

Und ich sah einen anderen Engel inmitten des Himmels fliegen, der hatte ein ewiges Evangelium zu
verkünden denen, die auf Erden wohnen, und allen Heiden und Geschlechtern und Sprachen und
Völkern,

Und sprach mit großer Stimme: Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines
Gerichts ist gekommen! Und betet an den, der gemacht hat Himmel und Erde und das Meer und die
Wasserquellen.

Und ein anderer Engel folgte und sprach: Babylon ist gefallen, sie ist gefallen, die große Stadt; denn
sie hat allen Nationen den Wein des Zorns ihrer Hurerei zu trinken gegeben.

Und der dritte Engel folgte ihnen und sprach mit lauter Stimme: Wenn jemand das Tier anbetet und
sein Bild und nimmt das Zeichen an seine Stirn oder an seine Hand,

Der gleiche wird von dem Wein des Zornes Gottes trinken, der unvermischt eingeschenkt ist in den
Kelch seines Zornes, und er wird gequält werden mit Feuer und Schwefel vor den heiligen Engeln
und in der Gegenwart des Lammes:

Und der Rauch ihrer Qual wird aufsteigen von Ewigkeit zu Ewigkeit; und sie haben keine Ruhe Tag
und Nacht, die das Tier anbeten und sein Bild, und wer das Zeichen seines Namens trägt.

Hier ist Geduld der Heiligen notwendig; die sind es, die da halten die Gebote Gottes und den
Glauben an Jesus.

Und ich hörte eine Stimme vom Himmel zu mir sagen: Schreibe: Selig sind die Toten, die im Herrn
sterben, von nun an: Ja, der Geist spricht, dass sie ruhen können von ihrer Mühe, und ihre Werke
folgen ihnen.

Und ich sah, und siehe, eine weiße Wolke, und auf der Wolke saß einer gleichwie der Sohn des
Menschen, auf dem Kopf eine goldene Krone und in seiner Hand eine scharfe Sichel.

Und ein anderer Engel kam aus dem Tempel und rief mit lauter Stimme zu ihm, der auf der Wolke
saß: Mit deiner Sichel ernte, denn die Zeit ist gekommen für dich zu ernten, denn die Ernte der Erde
ist reif.

Und der auf der Wolke saß, schlug mit seiner Sichel die Erde, und die Erde wurde abgeerntet.

Und ein anderer Engel kam aus dem Tempel im Himmel, der hatte eine scharfe Sichel.

Und ein anderer Engel kam von dem Altar, der Macht über das Feuer hatte, und rief mit einem
lauten Schrei zu ihm, der die scharfe Sichel hatte, und sprach: Schneide mit deiner scharfen Sichel
und ernte die Trauben des Weinstocks der Erde, denn seine Beeren sind reif.
Und der Engel warf seine Sichel auf die Erde, und die Trauben am Weinstock der Erde warf er in
die große Kelter des Zornes Gottes.

Und die Kelter wurde getreten vor der Stadt, und das Blut floss von der Kelter, ja, bis an das
Zaumzeug der Pferde, durch den Raum von tausendsechshundert Stadien.

FÜNFZEHNTES KAPITEL

Und ich sah ein anderes Zeichen im Himmel, groß und wunderbar: sieben Engel mit den sieben
letzten Plagen, denn in ihnen ist vollendet der Zorn Gottes.

Und ich sah etwas wie ein gläsernes Meer, mit Feuer gemengt, und die bekommen hatten den Sieg
über das Tier und über sein Bild und über sein Zeichen und über die Zahl seines Namens, die auf
dem Meer stehen aus Glas und halten Harfen Gottes.

Und sie singen das Lied des Mose, des Knechtes Gottes, und das Lied des Lammes und sagen: Groß
und wunderbar sind deine Werke, Herr, allmächtiger Gott, gerecht und wahrhaftig sind deine Wege,
du König der Heiligen.

Wer wird dich nicht fürchten, Herr, und deinen Namen preisen? Denn du allein bist heilig: denn alle
Völker werden kommen und anbeten vor dir, denn deine Urteile sind offenbar gemacht.

Und danach sah ich, und siehe, der Tempel des Zeltes des Zeugnisses im Himmel wurde geöffnet:

Und die sieben Engel kamen aus dem Tempel, mit den sieben Plagen, in reines und weißes Leinen
gekleidet, und ihre Brüste gegürtet mit goldenen Gürteln.

Und einer der vier Tiere gab den sieben Engeln sieben goldene Schalen voll vom Zorn Gottes, der
für immer und ewig lebt.

Und der Tempel wurde voll Rauch von der Herrlichkeit Gottes und von seiner Kraft; und niemand
konnte in den Tempel gehen, bis die sieben Plagen der sieben Engel erfüllt wurden.

SECHZEHNTES KAPITEL

Und ich hörte eine große Stimme aus dem Tempel, die sprach zu den sieben Engeln: Geht hin und
gießt aus die Schalen des Zornes Gottes auf die Erde.

Und der erste ging hin und goss seine Schale aus auf die Erde, und es kam ein schreckliches und
schlimmes Geschwür zu den Menschen, die das Zeichen des Tieres hatten, und zu ihnen, die sein
Bild anbeteten.

Und der zweite Engel goss aus seine Schale ins Meer; und es ward zu Blut wie eines Toten: und alle
lebendigen Seelen starben in dem Meer.

Und der dritte Engel goss aus seine Schale auf die Flüsse und Wasserquellen, und sie wurden zu
Blut.

Und ich hörte den Engel der Wasser sagen: Du bist gerecht, o Herr, der du bist und warst und sein
wirst, weil du so urteilst.

Denn sie haben das Blut der Heiligen und Propheten vergossen, und du hast ihnen Blut zu trinken
gegeben, denn sie sind es wert.

Und ich hörte einen anderen von dem Altar her sagen: Trotzdem sind, Herr, allmächtiger Gott,
wahrhaftig und gerecht deine Gerichte.

Und der vierte Engel goss aus seine Schale auf die Sonne, und ihm wurde Macht gegeben, die
Menschen mit Feuer zu versengen.

Und die Menschen wurden mit großer Hitze versengt und lästerten den Namen Gottes, der Macht
hat über diese Plagen, und bekehrten sich nicht, ihm zum Ruhm.

Und der fünfte Engel goss aus seine Schale auf den Thron des Tieres, und sein Reich war voller
Finsternis, und sie zerbissen ihre Zungen vor Schmerzen,

Und lästerten den Gott des Himmels wegen ihrer Schmerzen und wegen ihrer Geschwüre und taten
nicht Buße von ihren Werken.

Und der sechste Engel goss aus seine Schale auf den großen Strom Euphrat; und das Wasser daraus
wurde aufgetrocknet, dass der Weg der Könige des Ostens vorbereitet werden konnte.

Und ich sah drei unreine Geister wie Frösche aus dem Mund des Drachen und aus dem Mund des
Tieres und aus dem Mund des falschen Propheten kommen.

Denn es sind Geister des Teufels, die tun Zeichen und gehen aus zu den Königen der Erde und der
ganzen Welt, um sie zum Kampf zu rufen am großen Tag Gottes, des Allmächtigen.

Siehe, ich komme wie ein Dieb. Selig ist, der da wacht und seine Kleider bewahrt, damit er nicht
nackt gehe und man seine Blöße sehe.

Und er versammelte sie an einen Ort, in der hebräischen Sprache Armageddon genannt.

Und der siebente Engel goss aus seine Schale in die Luft; und es kam eine große Stimme aus dem
Tempel des Himmels, vom Thron, die sprach: Es ist vollbracht.

Und es wurden Stimmen und Donner und Blitze, und es geschah ein großes Erdbeben, wie es nicht
gewesen ist, seit Menschen auf Erden sind, solch großes Erdbeben.

Und die große Stadt wurde in drei Teile geteilt, und die Städte der Heiden stürzten ein: und die
große Babylon kam in Erinnerung vor Gott, um ihr zu geben den Kelch des Weines des Grimmes
seines Zornes.

Und alle Inseln flohen, und die Berge wurden nicht gefunden.

Und es fiel auf die Menschen ein großer Hagel vom Himmel, jedes Hagelkorn hatte das Gewicht
eines Talents: und die Menschen lästerten Gott wegen der Plage des Hagels, denn seine Plage war
überaus groß.

SIEBZEHNTES KAPITEL
Und es kam einer von den sieben Engeln, welche die sieben Schalen hatten, und redete mit mir und
sprach zu mir: Komm, ich will dir zeigen das Urteil über die große Hure, die sitzt an vielen
Wassern:

Mit der die Könige der Erde Unzucht getrieben haben, und welche die Bewohner der Erde
betrunken gemacht hat mit dem Wein ihrer Hurerei.

Und er brachte mich im Geist in die Wüste und ich sah ein Weib auf einem scharlachroten Tier
sitzen, das war voll Namen der Lästerung und hatte sieben Häupter und zehn Hörner.

Und das Weib war bekleidet mit Purpur und Scharlach und geschmückt mit Gold und Edelsteinen
und Perlen und hatte einen goldenen Becher in ihrer Hand, voll Gräuel und Unreinheit ihrer
Hurerei:

Und auf ihrer Stirn war ein Name geschrieben, ein Geheimnis: Babylon, die Große, die Mutter der
Hurerei und der Gräuel auf Erden.

Und ich sah das Weib trunken vom Blut der Heiligen und von dem Blut der Märtyrer Jesu: und als
ich sie sah, fragte ich mich mit großer Verwunderung.

Und der Engel sprach zu mir: Warum staunst du? Ich will dir sagen das Geheimnis des Weibes und
des Tieres, das sie trägt, welches die sieben Köpfe und zehn Hörner hat.

Das Tier, das du gesehen hast, war und ist nicht und wird aufsteigen aus dem Abgrund und ins
Verderben gehen, und sie, die auf der Erde wohnen, werden sich wundern, deren Namen nicht im
Buch des Lebens stehen seit der Grundlegung der Welt, wenn sie das Tier, das war und ist nicht,
schauen, wie es sein wird.

Und hier ist der Geist, der Sophia hat, notwendig. Die sieben Häupter sind sieben Berge, auf denen
das Weib sitzt.

Und es sind sieben Könige: fünf sind gefallen, und einer ist, und der andere ist noch nicht
gekommen, und wenn er kommt, muss er eine kleine Zeit bleiben.

Und das Tier, das war und ist nicht, es ist der achte und ist von den sieben und fährt in die
Verdammnis.

Und die zehn Hörner, die du gesehen hast, sind zehn Könige, die ihr Reich noch nicht empfangen
haben, aber Kraft empfangen wie Könige eine Stunde mit dem Tier.

Die haben Eine Meinung und werden ihre Kraft und Macht dem Tier geben.

Die werden gegen das Lamm kämpfen, und das Lamm wird sie überwinden, denn es ist der Herr
der Herren und König der Könige: und die mit ihm sind, die Berufenen und Auserwählten und
Gläubigen.

Und er sprach zu mir: Die Wasser, die du sahst, wo die Hure sitzt, sind Völker und Scharen und
Nationen und Sprachen.

Und die zehn Hörner, die du gesehen hast, und das Tier, sind jene, die diese Hure hassen und
werden sie öde und nackt lassen und werden ihr Fleisch essen, und sie mit Feuer verbrennen.
Denn Gott hat in ihre Herzen gegeben, seinen Willen zu erfüllen, und sich zu vereinigen, und zu
geben ihr Reich dem Tier, bis die Worte Gottes erfüllt werden.

Und das Weib, das du sahst, ist die große Stadt, die über die Könige auf Erden herrscht.

ACHTZEHNTES KAPITEL

Und nach diesen Dingen sah ich einen anderen Engel vom Himmel herabkommen, eine große
Macht, und die Erde wurde erleuchtet von seiner Klarheit.

Und er schrie voll Macht mit großer Stimme und sprach: Die große Babylon ist gefallen, sie ist
gefallen, und hat sich zu einer Behausung der Teufel gemacht, und zu einem Aufenthalt aller
unreinen Geister und einem Gefängnis aller unreinen und verhassten Vögel.

Denn alle Länder haben von dem Wein des Zorns ihrer Hurerei getrunken, und die Könige der Erde
haben mit ihr Hurerei getrieben, und die Kaufleute der Erde sind reich geworden durch die Fülle
ihrer Köstlichkeiten.

Und ich hörte eine andere Stimme aus dem Himmel sagen: Geht aus ihr hinaus, mein Volk, damit
ihr nicht teilhaftig werdet ihrer Sünden, auf dass ihr nicht empfangt von ihren Plagen.

Denn ihre Sünden reichen bis in den Himmel, und Gott denkt an ihren Frevel.

Belohne sie, wie auch sie dich belohnt, und nach ihren Werken gib ihr doppelt: in den Becher, den
sie gefüllt hat, fülle ihr doppelt ein.

Wie viel sie sich verherrlicht hat und lebte herrlich, so viel Qual und Leid ist ihr zu geben: Denn sie
spricht in ihrem Herzen: Ich sitze hier als eine Königin und bin keine Witwe, und Leid werde ich
nicht sehen.

Darum werden ihre Plagen an einem Tag kommen, Tod und Trauer und Hunger, und sie wird mit
Feuer verbrannt werden; denn stark ist Gott der Herr, der sie richten wird.

Und die Könige der Erde, die haben Unzucht getrieben und lebten herrlich mit ihr, werden sie
beweinen und beklagen, wenn sie den Rauch ihres Brandes sehen,

Stehend von ferne aus Furcht vor ihrer Qual, und werden sagen: Wehe, wehe, die große Stadt
Babylon, die starke Stadt! Denn in Einer Stunde ist dein Gericht gekommen.

Und die Kaufleute der Erde weinen und trauern über sie, denn kein Mensch kauft mehr ihre Waren:

Die Waren von Gold, Silber und Edelsteinen und Perlen und feines Leinen und Purpur und Seide
und Scharlach und alle edlen Hölzer und allerlei Gefäße aus Elfenbein und allerlei Schiffe, die
bringen Edelholz und Messing, Eisen und Marmor,

Und Zimt und Parfüme und Salben, Weihrauch und Wein und Öl und Feinmehl und Weizen und
Vieh und Schafe und Pferde und Wagen und Sklaven, und die Seelen der Menschen.

Und die Früchte, nach denen deine Seele lüstern war, sind von dir geschieden, und alle Dinge, die
zierlich und stattlich waren, sind von dir weg, und du sollst sie nicht mehr finden an ihren Orten.
Die Kaufleute dieser Dinge, die reich geworden waren durch sie, stehen fern aus Furcht vor ihrer
Qual, weinen und klagen,

Und sprachen: Ach weh, die große Stadt, die sich in feines Leinen kleidete und roten Purpur und
Scharlach und mit Gold und Edelsteinen sich geschmückt und Perlen!

Denn in Einer Stunde sind so große Reichtümer zu nichts geworden. Und jeder Kapitän und die
ganze Gesellschaft in Schiffen und die Matrosen und so viele wie auf dem Seeweg sind, sie standen
von ferne,

Und weinten, als sie den Rauch ihres Brandes sahen, und sprachen: Welche Stadt ist gleich dieser
großen Stadt!

Und sie warfen Staub auf ihre Häupter und riefen weinend und klagend und sagen: Ach weh, die
große Stadt, es wurden reich gemacht alle, die Schiffe auf dem Meer hatten auf Grund ihrer
Köstlichkeiten! Denn in Einer Stunde ist sie verwüstet.

Freut euch über sie, du Himmel und ihr heiligen Apostel und Propheten, denn Gott hat euch an ihr
gerächt.

Und ein starker Engel hob einen Stein auf wie einen großen Mühlstein, warf ihn ins Meer und
sprach: So mit Gewalt wird die große Stadt Babylon niedergerissen werden, und nicht mehr
gefunden werden.

Und die Stimme der Sänger und Musiker und der Pfeifer und Trompeter wird nicht mehr gehört
sein in dir, und ein Handwerker, der immer arbeitet, wird nicht mehr in dir gefunden werden, und
das Geräusch eines Mühlsteins wird nicht mehr in dir gehört werden;

Und das Licht einer Kerze wird nicht mehr in dir leuchten, und die Stimme des Bräutigams und der
Braut soll nicht mehr in dir gehört werden: denn deine Kaufleute waren die Großen der Erde, denn
durch deine Zauberei wurden alle Völker verführt.

Und in ihr wurde das Blut der Propheten gefunden und der Heiligen und aller, die auf der Erde
geschlachtet worden waren.

NEUNZEHNTES KAPITEL

Und nach diesen Dingen, die ich hörte, sagte eine große Stimme von vielen Menschen in dem
Himmel: Halleluja! Heil und Herrlichkeit und Ehre und Macht dem Herrn, unserm Gott:

Denn wahrhaftig und gerecht sind seine Gerichte, denn er hat die große Hure, die korrumpiert hat
die Erde mit ihrer Hurerei, abgeurteilt und hat gerächt das Blut seiner Knechte an ihrer Hand.

Und wieder sagten sie: Halleluja! Und ihr Rauch stieg auf für immer und ewig.

Und die vierundzwanzig Ältesten und die vier Tiere fielen nieder und beteten Gott an, der auf dem
Thron saß, und sprachen: Amen, Halleluja!

Und eine Stimme kam von dem Thron, die sprach: Lobt unsern Gott, all seine Knechte, und ihr, die
ihr ihn fürchtet, klein und groß.
Und ich hörte etwas wie eine Stimme einer großen Schar und wie eine Stimme vieler Wasser und
wie eine Stimme starker Donner, die sprachen: Halleluja! Denn der allmächtige Gott hat das Reich
eingenommen.

Lasst uns freuen und fröhlich sein und ihm die Ehre geben; denn die Hochzeit des Lammes ist
gekommen, und seine Frau hat sich bereit gemacht.

Und es ward ihr gegeben, dass sie in feinem Leinen geht, sauber und weiß gekleidet: denn die feine
Leinwand ist die Gerechtigkeit der Heiligen.

Und er sprach zu mir: Schreibe: Selig sind, die zum Hochzeitsmahl des Lammes berufen sind. Und
er sprach zu mir: Dies sind wahrhaftige Worte Gottes.

Und ich fiel zu seinen Füßen nieder, um ihn anzubeten. Und er sprach zu mir: Siehe zu, tue es nicht:
Ich bin dein Mitknecht und der deiner Brüder, die das Zeugnis Jesu haben: Gott bete an: denn das
Zeugnis Jesu ist der Geist der Weissagung.

Und ich sah den Himmel geöffnet, und siehe, ein weißes Pferd, und der, der auf ihm saß, hieß der
Treue und Wahrhaftige, und in Gerechtigkeit richtet er und führt Krieg.

Seine Augen waren wie eine Feuerflamme, und auf seinem Haupt sind viele Kronen, und er hatte
einen Namen geschrieben, den niemand kannte, als er allein.

Und er wurde mit einem Gewand bekleidet, in Blut getaucht, und sein Name heißt: Der Logos
Gottes.

Und die Heere im Himmel folgten ihm auf weißen Pferden, bekleidet mit feinem Leinen, weiß und
sauber.

Und aus seinem Mund geht ein scharfes Schwert, dass er damit die Nationen schlage; und er wird
sie weiden mit eisernem Stabe, und er tritt die Kelter des Grimmes des Zornes Gottes, des
Allmächtigen.

Und er trägt an seinem Gewand und an seiner Hüfte einen Namen geschrieben: König der Könige
und Herr der Herren.

Und ich sah einen Engel in der Sonne stehen, und er rief mit lauter Stimme und sprach zu allen
Vögeln, die inmitten des Himmels fliegen: Kommt und versammelt euch zu dem Abendmahl des
großen Gottes;

Dass ihr das Fleisch der Könige fresst und das Fleisch der Hauptleute und das Fleisch der Starken
und das Fleisch von Pferden, und derer, die darauf sitzen, und das Fleisch von allen Menschen,
allen Freien und Knechten, klein und groß.

Und ich sah das Tier und die Könige der Erde und ihre Heere versammelt, um Krieg gegen ihn zu
führen, der auf dem Pferd saß, und mit seinem Heer.

Und das Tier wurde ergriffen und mit ihm der falsche Prophet, der die Zeichen vor ihm tat, mit dem
er jene, die das Zeichen des Tieres annahmen, getäuscht hatte und jene, die sein Bild anbeteten.
Diese beiden wurden lebendig geworfen in den Feuersee, der mit Schwefel brennt. Und alle Vögel
wurden satt von ihrem Fleisch:
Und die andern wurden mit dem Schwert des, der auf dem Pferd saß, erschlagen, das Schwert ging
aus seinem Munde.

ZWANZIGSTES KAPITEL

Und ich sah einen Engel vom Himmel fahren, der hatte den Schlüssel des Abgrundes und eine
große Kette in seiner Hand.

Und er griff den Drachen, die alte Schlange, welche ist der Teufel und Satan, und band ihn tausend
Jahre,

Und warf ihn in den Abgrund und verschloss den und setzte ein Siegel auf den, dass er die Völker
nicht mehr verführen kann, bis die tausend Jahre vollendet sind, und danach muss er eine kleine
Zeit gelöst werden.

Und ich sah Throne, und sie setzten sich darauf, und das Gericht wurde ihnen gegeben, und ich sah
die Seelen derer, die für das Zeugnis von Jesus enthauptet worden waren, und um des Wortes Gottes
willen, und die hatten nicht verehrt das Tier noch sein Bild und hatten nicht sein Zeichen an ihrer
Stirn und an ihren Händen, und sie lebten und regierten mit Christus tausend Jahre.

Aber der Rest der Toten wurde nicht wieder lebendig, bis die tausend Jahre vollendet waren. Dies
ist die erste Auferstehung.

Selig und heilig, der Teil hat an der ersten Auferstehung: Über diese hat der zweite Tod keine
Macht, sondern sie werden Priester Gottes und Christi sein, und mit ihm herrschen tausend Jahre.

Und wenn die tausend Jahre vollendet sind, wird der Satan aus seinem Gefängnis losgelassen
werden,

Und wird ausgehen, die Nationen, die an den vier Ecken der Erde wohnen, zu täuschen, und Gog
und Magog zu versammeln zum Kampf: deren Zahl ist wie der Sand des Meeres.

Und sie zogen herauf die Breite der Erde und umringten das Heerlager der Heiligen und die geliebte
Stadt und es fiel Feuer von Gott aus dem Himmel und verzehrte sie.

Und der Teufel wurde geworfen in den See von Feuer und Schwefel, wo auch das Tier und der
falsche Prophet hineingeworfen wurden, und sie werden gequält werden Tag und Nacht von
Ewigkeit zu Ewigkeit.

Und ich sah einen großen weißen Thron und den, der darauf saß, vor dessen Angesicht die Erde und
der Himmel flohen, und es wurde keine Stätte für sie gefunden.

Und ich sah die Toten, groß und klein, stehen vor Gott, und Bücher wurden aufgetan, und ein
anderes Buch wurde aufgetan, welches ist das Buch des Lebens: Und die Toten wurden nach den
Dingen, die geschrieben standen in den Büchern, beurteilt, nach ihren Werken.

Und das Meer gab die Toten heraus, die darin waren, und der Tod und die Hölle gaben die Toten
heraus, die darin waren, und es wurde jedem Menschen nach seinen Werken vergolten.

Und der Tod und die Hölle wurden in den Feuersee geworfen. Dies ist der zweite Tod.
Und wenn jemand nicht gefunden wurde geschrieben in dem Buch des Lebens, der wurde in den
Feuersee geworfen.

EINUNDZWANZIGSTES KAPITEL

Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde
sind vergangen, und es gab kein Meer mehr.

Und ich, Johannes, sah die heilige Stadt, die Neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel kommen,
bereitet wie eine Braut, die sich für ihren Mann geschmückt hat.

Und ich hörte eine große Stimme aus dem Himmel sagen: Siehe, die Hütte Gottes bei den
Menschen, und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und Gott selbst wird bei
ihnen sein, wird ihr Gott sein.

Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch
Leid, noch Geschrei, noch wird es Schmerzen geben: denn das Erste ist vergangen.

Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu. Und er sprach zu mir: Schreibe,
denn diese Worte sind wahr und getreu.

Und er sprach zu mir: Es ist vollbracht. Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das
Ende. Ich werde ihnen geben für ihren Durst die Quelle des Wassers des Lebens umsonst.
Wer überwindet, der wird es alles erben, und ich werde sein Gott sein, und er wird mein Sohn sein.

Aber den Feigen und Ungläubigen und Frevlern und Mördern und Hurenböcken und Magiern und
Götzendienern und alle Lügnern, deren Teil wird in dem See sein, der mit Feuer und Schwefel
brennt: das ist der zweite Tod.

Und es kam zu mir einer von den sieben Engeln, welche die sieben Schalen voll der letzten sieben
Plagen hatten, und redete mit mir und sprach: Komm, ich will dir die Braut zeigen, die Frau des
Lammes.

Und er führte mich hin im Geist auf einen großen und hohen Berg und zeigte mir die große Stadt,
die Heilige Jerusalem, aus dem Himmel herabkommen von Gott,

Und sie hatte die Herrlichkeit Gottes, und ihr Licht war gleich einem wertvollsten Stein, wie ein
Jaspis, klar wie Kristall;

Und sie hatte eine große und hohe Mauer und hatte zwölf Tore und auf den Toren zwölf Engel und
Namen darauf geschrieben, nämlich die Namen der zwölf Stämme der Söhne Israels:

Im Osten drei Tore, im Norden drei Tore, im Süden drei Tore, und im Westen drei Tore.

Und die Mauer der Stadt hatte zwölf Grundsteine und auf ihnen die zwölf Namen der zwölf Apostel
des Lammes.

Und er, der mit mir redete, hatte ein goldenes Rohr, um die Stadt zu messen und ihre Tore und ihre
Mauer.

Und die Stadt liegt viereckig, und ihre Länge ist so groß wie die Breite, und er maß die Stadt mit
dem Rohr: zwölftausend Stadien. Die Länge und die Breite und die Höhe sind gleich.
Und er maß ihre Mauer, hundertvierundvierzig Ellen, nach dem Maß eines Menschen, das heißt der
Engel Maß.

Und der Bau der Mauer war von Jaspis und die Stadt aus reinem Gold, gleich dem reinen Glase.

Und die Grundsteine der Mauer der Stadt waren mit allerlei Edelsteinen geschmückt. Der erste
Grundstein war ein Jaspis, der zweite ein Saphir, der dritte ein Chalzedon, der vierte ein Smaragd,

Der fünfte ein Sardonyx, der sechste ein Sardis, der siebente ein Chrysolith, der achte ein Beryll,
der neunte ein Topas, der zehnte ein Chrysopras, der elfte ein Hyazinth, der zwölfte ein Amethyst.

Und die zwölf Tore waren zwölf Perlen, und ein jegliches Tor war von Einer Perle: und die Straße
der Stadt reines Gold, wie ein durchscheinendes Glas.

Und ich sah keinen Tempel darin; denn der Herr, der allmächtige Gott, und das Lamm sind der
Tempel.

Und die Stadt bedarf keiner Sonne noch des Mondes, dass sie ihr scheinen; denn die Herrlichkeit
Gottes erleuchtet es, und das Lamm ist das Licht darin.

Und die Heiden, die bewahrt wurden, wandeln in ihrem Licht, und die Könige der Erde haben ihre
Herrlichkeit in sie gebracht.

Und die Tore werden nicht verschlossen am Tage: denn da wird keine Nacht sein.

Und man wird die Herrlichkeit und den Ruhm der Völker in sie bringen.

Und es wird in keiner Weise in sie eingehen irgend etwas, dass befleckt ist, weder wer überhaupt
Gräuel verübt, noch wer getan die Lüge: sondern nur die in des Lammes Buch des Lebens
geschrieben sind.

ZWEIUNDZWANZIGSTES KAPITEL

Und er zeigte mir einen Strom von Wasser des Lebens, klar wie Kristall, der ausgeht von dem
Thron Gottes und des Lammes.

In der Mitte der Straße, und auf beiden Seiten des Flusses, da war der Baum des Lebens, der trug
zwölfmal Früchte und brachte seine Früchte alle Monate: und die Blätter der Bäume waren gut für
die Heilung der Nationen.

Und es wird nichts Verfluchtes mehr sein: aber der Thron Gottes und des Lammes wird in ihr sein,
und seine Knechte werden ihm dienen:

Und sie werden sein Angesicht sehen, und sein Name wird an ihren Stirnen sein.

Und es wird keine Nacht da sein, und sie brauchen keine Kerze, noch das Licht der Sonne; denn
Gott der Herr wird sie erleuchten, und sie werden für immer und ewig regieren.

Und er sprach zu mir: Diese Worte sind zuverlässig und wahr: Gott, der Herr der heiligen
Propheten, hat seinen Engel gesandt, seinen Knechten, was bald geschehen muss, zu zeigen.
Siehe, ich komme bald: Selig ist, der festhält die Worte der Weissagung in diesem Buch.

Und ich sah diese Dinge, und habe sie gehört. Und als ich gehört und gesehen hatte, fiel ich nieder,
um vor den Füßen des Engels, der mir diese Dinge zeigte, anzubeten.

Da sprach er zu mir: Siehe zu, tue es nicht, denn ich bin dein Mitknecht, und der deiner Brüder, der
Propheten, und derer, die halten die Worte dieses Buches: Gott bete an!

Und er sprach zu mir: Versiegle nicht die Worte der Weissagung in diesem Buch; denn die Zeit ist
nahe.

Wer ungerecht ist, bleibe noch ungerecht: und wer unrein ist, der sei weiterhin unrein, und wer
gerecht ist, soll weiter rechtschaffen sein: und wer heilig ist, der sei weiterhin heilig.

Und siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, um einem jeglichen, wie seine Werke sein
werden, zu vergelten.

Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende, der Erste und der Letzte.

Selig sind, die seine Gebote halten, dass sie das Recht haben, den Baum des Lebens zu sehen, und
sie können durch die Tore gehen in die Stadt.

Denn draußen sind die Hunde und die Magier und die Unzüchtigen und die Mörder und die
Götzendiener und jeder, der liebt und tut die Lüge.

Ich, Jesus, habe meinen Engel gesandt, euch dies zu bezeugen für die Gemeinden. Ich bin die
Wurzel und das Geschlecht Davids, der glänzende Morgenstern.

Und der Geist und die Braut sagen: Komm! Und wer es hört, spreche: Komm! Und wer Durst hat,
der komme. Und wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst.

Ich bezeuge jedem, der da hört die Worte der Weissagung in diesem Buch: Wenn jemand zu diesen
Dingen etwas hinzufügt, so wird Gott ihm die Plagen zufügen, die in diesem Buch geschrieben
stehen:

Und wenn jemand etwas wegnimmt von den Worten des Buches dieser Weissagung, so wird Gott
wegnehmen seinen Teil aus dem Buch des Lebens, und aus der heiligen Stadt, und von dem, was in
diesem Buch geschrieben steht.

Er, der diese Dinge spricht, bezeugt: Ja, ich komme bald! Amen! Komm bald, Herr Jesus!

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit euch allen. Amen.

DANTE INFERNO
Inferno I, 1-60: Der dunkle Wald und der Hügel

In der Mitte der Reise unseres Lebens kam ich zu mir selbst, in einem dunklen Wald, wo der direkte
Weg verloren war. Es ist eine harte Sache, wie wild, hart und undurchdringlich war der Wald, so
dass man denken kann, er erschafft die Angst. Es ist kaum weniger bitter als der Tod: aber, um das
Gute zu sagen, dass ich es gefunden, muss ich die anderen Dinge erwähnen, die ich dort sah.

Ich kann nicht mit Recht sagen, wie ich eintrat. Ich war so voller Schlaf an diesem Punkt, wo ich
verlassen den wahren Weg. Aber als ich erreichte den Fuß eines Hügels, wo das Tal, das mein Herz
vor Angst durchbrochen hatte, zu Ende ging, blickte ich auf und sah seine Schultern leuchteten mit
den Strahlen dieser Sonne, die die Menschen zu Recht auf jeder Straße führt. Dann war da die
Angst, die in den See meines Herzens durch die Nacht drang, die ich so kläglich verbrachte, doch
ich wurde etwas ruhiger. Und wie ein Mann, der mit keuchendem Atem hat sich aus der Tiefsee an
die Küste gerettet, dreht sich wieder zu den gefährlichen Gewässern und starrt, so meine Gedanken,
noch flüchtig, drehten sich wieder zu sehen, dass ich wieder passieren musste, was kein lebender
Mensch je verlassen.

Nachdem ich meinen müden Körper ausgeruht eine Weile, machte ich meinen Weg wieder über
leeren Boden, immer nach oben und nach rechts. Und siehe, fast am Anfang der Steigung, auf einer
Lichtung erschien mir ein Leopard mit geflecktem Fell. Er wäre vor meinem Angesicht gestanden,
und so behinderte er meinen Weg, dass ich oft gedacht, umzukehren.

Die Zeit war zu Beginn des Morgens, und die Sonne schien zu steigen mit all den Sternen, die bei
ihr waren, als die göttliche Liebe zunächst alle herrlichen Dinge anzog, so dass die Stunde des
Tages und der süßen Jahreszeit mir schöne Hoffnungen gab von dieser Kreatur mit dem hellen Fell.
Aber sie war nicht so schön, dass ich die Angst beim Anblick eines Löwen zu vermeiden wusste,
der erschien und schien zu mir zu kommen, mit erhobenem Kopf und rasendem Hunger, so dass die
Luft selbst hatte Angst, wie es schien; und eine Wölfin, die nun voller Sehnsucht in ihrer Magerkeit
erschien, sah, dass viele Menschen leben in Trauer. Sie brachte mir eine solche Schwere der Angst
bei, unter dem Aspekt ihres Gesichts, dass ich alle Hoffnung verlor. Und wie einer, der begierig
nach Gewinn ist, weint und ist in seinen Gedanken heimgesucht, wenn der Moment kommt, wo er
verliert, so die Kreatur, ohne Rast, ich fühlte mich wie jener, und sie auf mich zukommend, nach
und nach, fuhr ich zurück zu dem Ort, wo die Sonne still steht.

Inferno I, 61-99: Dante trifft Virgil

Während ich in die Tiefen zurückkehrte, erschien einer vor meinen Augen, der heiser vom langen
Schweigen schien. Als ich ihn sah, in der großen Leere, schrie ich zu ihm: "Habe Mitleid mit mir,
wer immer du bist, ob ein Mensch in Wahrheit oder ein Schatten!" Er antwortete mir: "Kein
Mensch, aber ein Mann war ich einmal, und meine Eltern waren Langobarden, und beide waren
durch ihre Heimat Mantuaner.

Ich wurde unter Julius geboren, obwohl spät, und lebte in Rom, unter dem guten Augustus, im
Zeitalter der falschen, betrügerischen Götter. Ich war ein Dichter, und sang von Aeneas, diesem
tugendhaften Sohn des Anchises, der von Troja kam, als das stolze Ilion verbrannt wurde. Aber du,
warum gehst du in Richtung solcher Schmerzen? Warum hast du nicht die herrliche Burg betreten,
die der Ursprung und die Ursache aller Freuden ist?"

Ich antwortete ihm, mit einem demütigen Ausdruck: "Bist du denn Virgil, und der Brunnen, aus
dem so großartiger Fluss der Rede sich ergoss? O Glanz und Licht, vor anderen Dichtern, so kann
dieses lange Studium und die große Liebe, die ich hatte zu deiner Arbeit, jetzt etwas wert sein. Du
bist mein Herr und mein Lieblings-Autor: du allein bist der eine, von dem ich lernte den hohen Stil,
der mir Ruhm gebracht hat. Siehe die Kreatur, von der ich mich abwandte: O Balsamstaude,
berühmt in Weisheit, rette mich vor ihr, die meine Adern und meinen Puls zittern macht.“

Als er mich weinen sah, antwortete er: "Du musst einen anderen Weg gehen, wenn du diesem
wilden Ort entkommen willst. Diese Kreatur, die dich quält, es kann kein Mensch ihren Weg
kreuzen, sie behindert ihn, um ihn zu vernichten, und sie hat so eine bösartige und perverse Art,
dass sie nie sättigt ihren gierigen Appetit, und nach dem Essen ist sie hungriger als je zuvor."

Inferno I, 100-111: Die Rettung Italiens

"Viele sind die Kreaturen, mit denen sie sich paart, und es werden noch viel mehr sein, bis der
Windhund kommt, der lässt sie in Schmerzen sterben. Er wird sich nicht ernähren von Land oder
Reichtum, sondern von Weisheit, Liebe und Tugend, und sein Geburtsort wird zwischen Feltro und
Feltro liegen. Er wird die Rettung dieses Unteritaliens sein, für das die Jungfrau Camilla starb an
schweren Wunden, und Euryalus, Turnus und Nisus auch. Er wird die Wölfin durch jede Stadt
jagen, bis er sie in die Hölle geschickt, aus deren Neid sie gekommen ist."

Inferno I, 112-136: Virgil wird sein Führer durch die Hölle sein

"Am besten ist es, wie ich glaube und verstehe, du hast mir zu folgen, und ich werde dein Führer
sein, und führen dich von hier aus durch einen ewigen Platz, wo du die verzweifelten Schreie hören
wirst, du wirst die alten Geister leiden sehen, so dass jeder schreit nach einem zweiten Tod: und
dann wirst du andere in Frieden in den Flammen sehen, weil sie hoffen, zu kommen, wann immer
es sein mag, zu den Seligen. Dann, wenn du es wünschst, zu ihnen zu steigen, wird es einen Geist
geben, geeigneter als ich bin, dich zu führen, und ich werde dich mit ihr allein lassen, wenn wir uns
trennen, da der Herr, der oben regiert, will mir nicht geben seine Stadt, denn ich war rebellisch
seinem Gesetz.

Er ist der Herr über allem, er beherrscht alles, und es gibt seine Stadt und seinen hohen Thron: O,
der ist glücklich, den er erwählt, um dorthin zu gehen!“

Und ich zu ihm: "Poet, ich bitte dich, bei dem Gott, den du nicht erkennen konntest, führe mich,
wohin du gesagt hast, damit ich diesem Übel oder Schlechtem entkomme, und sehe das Tor von
Sankt Peter, und jene, die so traurig sind.“

Dann ging er, und ich ging weiter hinter ihm her.

Inferno II, 1-42: Dantes Zweifel an seiner Eignung für die Reise

Der Tag sank, und die dunkle Luft befreite die Geschöpfe der Erde von ihrer Arbeit, und ich, einer
allein, bereitete mich auf den inneren Krieg vor, ihn zu ertragen, die Reise und ihren Schaden, dass
der Geist, ohne Fehler, wieder sich gebrauchen lässt.

O Musen, o hohe Erfinderinnen, helft mir jetzt! Mnemosyne, du hast eingraviert, was ich sah, hier
kannst du deinen Adel zeigen.

Ich begann: "Poet, der mich führt, untersuche meine Tugend, sieh, ob ich passend, bevor du mich
auf den steilen Weg rufst. Du sagst, dass Aeneas, der Vater von Sylvianus, während er noch im
vergänglichen Fleisch war, ging in die ewige Welt und in seinem Geist. Aber wenn Gott, der allem
Bösen widersteht, freundlich war zu ihm, denke an die noble Folge, wer und was sollte von ihm
abstammen, dann scheint das nicht unvernünftig einem Mann von Geist, weil er erwählt wurde, der
Vater zu sein der gutartigen Roma und ihres Reiches. Beide wurden als heiliger Ort bestimmt, wo
der Nachfolger des großen Petrus thront. Auf dieser Reise, mit der du ihn ziertest, erfuhr Aeneas
Dinge, die Quelle seines Sieges und des päpstlichen Mantels waren. Danach Paulus, der
auserwählte Wagen, ging, zur Bestätigung des Glaubens, den Eingang zum Weg des Heils zu
bringen.

Aber warum sollte ich dorthin gehen? Wer kann das? Ich bin nicht Aeneas, ich bin nicht Paulus.
Weder ich noch andere, denke ich, sind würdig. Also, wenn ich mich zu gehen anschicke, so fürchte
ich, dorthin zu gehen, das könnte sich als dumm erweisen. Du weißt und verstehst es besser, als ich
sagen kann." Und ich selbst machte alles, an diesem dunklen Ufer, wie einer, der unerwünscht ist,
was er wollte, und änderte meine Absicht in ein neues Denken, damit es so aufhört, wie es begann,
da ich in Gedanken schon verbrauchte die Aktion, die vorherbestimmt war, und so war ich bereit zu
beginnen.

Inferno II, 43-93: Virgil erklärt seine Mission: Beatrice

Der Geist des großzügigen Dichters antwortete: "Wenn ich deine Worte richtig verstanden habe, ist
dein Geist durch feige Angst behindert, die oft wiegt die Menschen unten, so dass sie sie ablenkt
von ehrenvollen Aktionen, wie Wesen sehen Phantome in der Dämmerung angreifen. Dass du
möglicherweise abschüttelst diese Furcht selbst, werde ich dir sagen, warum ich gekommen bin und
was ich hörte im ersten Moment, als ich Mitleid mit dir hatte.

Ich gehörte zu denen in der Vorhölle, in der Schwebe, und eine Dame hat mich gerufen, die so
schön, so gesegnet war, dass ich sie bat, mir zu befehlen. Ihre Augen leuchteten heller als die
Sterne, und sie fing an zu sprechen, sanft und ruhig, mit einer Engelsstimme, in ihrer Sprache: O
edler Mantuaner, Geist, dessen Ruhm noch in der Welt Bestand hat und wird so lange Zeit anhalten,
meinem Freund, Freund nicht der Fortuna, ihm wird der Weg versperrt, entlang der Wüste, er
wendet sich wieder in Schrecken, und ich fürchte, er ist schon so weit verloren, dass ich zu spät
komme, um seine Hilfe zu sein, dem Autor, ich, die ich ihn im Himmel gehört. Nun geh und hilf
ihm, mit der Beredsamkeit und mit allem, was für seine Entlastung benötigt wird, damit ich
getröstet werde. Ich bin Beatrice, die dich auffordert zu gehen: Ich komme von einem Ort, ich sehne
mich danach, dahin zurückzukehren: Die Liebe hat mich sprechen gemacht. Wenn ich vor meinem
Herrn stehe, werde ich ihn oft loben.

Dann war sie still, und ich begann: O Dame der Tugend, in der allein alles ist, was in dem Mond-
Himmel die kleinste Kugel enthält, die überschreitet die Menschheit, was ist dein Befehl? Er ist so
angenehm für mich, dir zu gehorchen, als wäre es bereits getan, ward es auch zu langsam
durchgeführt: Du kennst keine Notwendigkeit, deine Wünsche weiter zu erklären. Aber sag mir,
warum du nicht zögerst, hierher zu steigen, bis zu dieser Mitte unten, aus dem weiten Raum, zu
dem du zurückkehren wirst?

Sie antwortete: Da du es wissen willst, werde ich es dir sagen, kurz gesagt, den Grund, warum ich
keine Angst habe, hierher zu geben. Die Dinge, die die Macht verletzten, sind zu befürchten, nicht
die anderen Dinge, die nicht ängstlich machen. Ich machte eine solche Reise, durch die Gnade
Gottes, da sein Leiden mich berührt, doch das Feuer der brennenden Liebe versengte mich.“
Inferno II, 94-120: Die Jungfrau sendet Lucia zu Beatrice

"Es ist eine sanfte Dame im Himmel, die voller Mitgefühl ist, für diese Probleme sende ich dich,
ihn zu entlasten, da sie auf hohe Art übereinstimmt mit dem strengen Gesetz. Sie rief Lucia, zur
Durchführung ihrer Bitte, und sagte: Nun, er, der dir treu ist, braucht dich, und ich empfehle ihn dir.
- Lucia, die aller Grausamkeit entgegengesetzt ist, erhob sich und kam zu dem Ort, an dem ich war,
wo ich saß mit der Rahel der Antike. Lucia sagte: Beatrice, Gottes wahres Lob, warum hilfst du ihm
nicht, der dich geliebt, so intensiv, dass er die gemeine Menge für dich verließ? Hörst du nicht, wie
erbärmlich seine Trauer ist? Hast du den geistigen Tod nicht gesehen, der ihm an diesem dunklen
Fluss begegnet, über den das Meer keine Macht hat?

Niemand auf der Erde war jemals so schnell, dein Gutes zu suchen, oder zu bewahren dich vor
Schaden, wie ich den Abstieg nahm, von meinem gesegneten Ort, nach dem diese Worte gesprochen
wurden, und lege dir meinen Glauben an deine wahre Rede vor, dass Ehre dir wird und denjenigen,
die dich hören. - Sie wandte sich ab, mit Tränen in den hellen Augen, nachdem sie mir das angesagt,
und bewegte mich, hierher zu kommen, schneller als alle: und so kam ich zu dir, wie sie es wollte,
und rettete dich vor dem Angesicht dieser wilden Kreatur, die dir den kürzesten Weg zu der schönen
Burg verweigert."

Inferno II, 121-142: Virgil stärkt Dante den Willen

"Was ist es denn? Warum dich zurückhalten? Warum? Warum lässt du solche feige Furcht in dein
Herz? Warum, wenn drei solcher gesegneter Damen, vor dem Gericht des Himmels, sind für dich
da, und meine Worte versprechen dir so viel Gutes, warum bist du nicht freier und glühender?“

Wie die Blumen, die neigen sich, geschlossen, die Nacht ist kalt, sie richten sich auf, alle offen, auf
ihren Stielen, wenn die Sonne scheint auf sie, so stieg mein geschwächter Mut: und ein feines Feuer
durchfuhr mein Herz, dass ich begann zu sprechen, wie einer, der befreit wird: "O ihr, die ihr
bedauert den, der mir hilft, und du, so sanft, der gehorchte den wahren Worten, die sie befahl, du
hast mein Herz mit solcher Lust ausgefüllt mit dem, was du gesagt hast, nach vorne zu gehen, dass
ich zurück zu meinem ersten Ziel komme.

Geh jetzt, denn wir zwei haben nur Einen Willen, du, der Führer, der Herr, der Meister." So sprach
ich zu ihm, und er geht, auf dem steilen Weg, von Bäumen beschattet, so trat ich hinter ihn.

Inferno III, 1-21: Das Tor der Hölle

Durch mich die Straße geht zur Stadt der Hölle,


Durch mich der Weg zur ewiglichen Trauer,
Durch mich der Weg zu den verlornen Menschen.

Erhabene Justitia erschuf mich,


Ich ward gestaltet von der Gotteskraft,
Der Höchsten Weisheit und der Ersten Liebe.

Vor mir war nichts Geschaffenes vorhanden,


Denn ewig bin ich und bestehe ewig.
Gebt alle Hoffnung auf, die ihr hier eingeht!

Dies waren die Worte, mit ihrer dunklen Farbe, die ich sah, über dem Tor, an dem, wie ich gesagt
habe, dies geschrieben stand. "Meister, ihre Bedeutung ist mir zu schwer." Und er antwortete mir,
wie einer, der weiß: „Hier alle Unsicherheit muss zurückgelassen werden: alle Feigheit muss tot
sein. Wir sind an den Ort gekommen, wo ich gesagt, dass du die traurigen Menschen sehen wirst,
die das Wohl des Verstandes verloren haben." Und seine Hand auf meiner, mit einem ruhigen
Ausdruck, der mich getröstet, führte er mich zu den verborgenen Dingen.

Inferno III, 22-69: Die spirituell Neutralen

Hier Seufzen, Beschwerden und tiefes Stöhnen klang durch die sternlose Luft, so dass es mich auf
den ersten Blick weinen ließ. Viele Sprachen, ein schreckliches Weinen, Worte der Trauer, Akzente
von Wut, Stimmen tief und heiser, mit Klatschen der Hände unter ihnen, so dass eine Turbulenz
entstand, die für immer verwandelt, in dieser Luft, befleckt, ewig, wie Sand spiralförmig in einem
Wirbelsturm. Und ich, mein Kopf von den Schrecken umgeben, sagte: "Meister, was höre ich, und
welche Rasse ist diese, die so vom Leiden überwunden scheint?“

Und er zu mir: "Das ist die miserable Art, in der diejenigen bestehen, die ohne Lob gelebt und ohne
Schuld. Sie werden mit dem verachteten Chor der Engel gepaart, die nicht rebellisch waren, nicht
Gott treu, aber für sich blieben. Der Himmel trieb sie aus, um seine Schönheit zu erhalten, und die
tiefe Hölle akzeptierte sie nicht, damit das Böse keine Herrlichkeit über sie habe." Und ich:
"Meister, was lastet so schwer auf ihnen, das sie so tief stöhnen macht?" Und er antwortete: "Ich
werde es dir kurz sagen. Sie haben keine Hoffnung des Todes, und ihr dunkles Leben ist so, dass sie
neidisch auf jedes andere Schicksal sind. Die Erde kann nicht die Rede von ihnen hören.
Barmherzigkeit und Gerechtigkeit lehnen sie ab. Lass uns nicht von ihnen sprechen, aber schauen
und weitergehen.“

Und ich, der zurückblickte, sah ein Banner, dass rundum wirbelte, bewegt, so schnell, dass es mir
schien höhnisch jeder Pause, und dahinter kam so lang eine Reihe von Leuten, ich hätte nie
geglaubt, dass der Tod so viele geholt hatte.

Inferno III, 58-69: Ihre Strafe

Als ich einige unter ihnen erkannte, sah ich, und kannte die Schatten derer, die aus Feigheit gemacht
die große Verweigerung. Ich verstand sofort, dass dies die verabscheuungswürdige Crew war,
hasserfüllt, Gottes Feinde. Diese armen Wesen, die nie wirklich gelebt hatten, wurden nackt und
brutal von Hornissen gestochen, und Wespen gab es, die ihre Gesichter überströmten mit Blut, dass,
gemischt mit Tränen, wurde gesammelt, zu ihren Füßen, von widerlichen Würmern.

Inferno III, 70-99: Charon, der Fährmann des Acheron

Und dann, als ich weiter sah, da sah ich die Menschen am Ufer eines großen Flusses, an dem ich
sagte: "Meister, jetzt lass mich verstehen, wer diese sind, und welches Individuum sie so bereit
macht, den Fluss zu überqueren, wie ich sehen kann, in dem trüben Licht.“ Und er zu mir: "Die
Sache wirst du sagen, wenn wir unsere Schritte stoppen, auf dem traurigen Weg zum Acheron."
Dann, aus Angst, dass meine Worte ihn vielleicht beleidigt hätten, hielt ich mich selbst zurück zu
sprechen, mit den Augen beschämt und niedergeschlagen, bis wir die Flut erreicht.

Und siehe, ein alter Mann, mit weißem Haar, kam auf uns zu in einem Boot und schrie: "Weh euch
bösen Geistern! Nie habt ihr die Hoffnung, den Himmel zu sehen. Ich komme zu euch, um euch
zum anderen Ufer zu tragen, in die ewige Dunkelheit, in Feuer und Eis. Und du, der du da bist ein
lebendiger Geist, fahre fort von denen, die tot sind."

Aber als er sah, dass ich nicht abfuhr, sagte er: "Durch andere Möglichkeiten, mit anderen Mitteln
des Durchgangs, wirst du an die Küste kreuzen. Ein schnelleres Boot muss dich führen." Und mein
Führer sagte zu ihm: „Charon, ärgere dich nicht. Es ist willens dort, wo, was gewollt ist, getan wird.
Frag nicht mehr." Da war der bärtige Mund des Fährmanns des fahlen Sumpfes, der Räder von
Flammen um die Augen hatte, gestillt.

Inferno III, 100-136: Die Seelen am Ufer des Acheron

Aber diese Geister, die nackt und müde waren, veränderten die Farbe und knirschten mit den
Zähnen, als sie seine ehemaligen, grausamen Worte gehört. Sie lästerten gegen Gott, und ihre
Eltern, die menschliche Spezies, den Ort, die Zeit und den Samen ihrer Konzeption und ihre Geburt.
Dann alle zusammen weinten bitterlich, und näherten sich dem verfluchten Ufer, das auf jeden, der
Gott nicht fürchtet, wartet.

Charon, der Dämon, mit den Augen der Verbrennung von Kohle, ihnen zuwinkend, sammelt sie
alle, und schlägt mit seinem Ruder den, der verweilt. Wie die Blätter im Herbst fallen, eins nach
dem anderen, bis die Zweige sehen alle verderben auf dem Boden, so, einer nach dem anderen, die
böse Saat von Adam, warfen sich von dem Ufer, als es signalisiert ward, wie die Falken auf seine
Forderung hin. So verschwinden sie auf dem dunklen Wasser, und bevor sie dort gelandet sind, hier
sich eine frische Menge sammelt.

Der zuvorkommende Meister sagte: "Mein Sohn, die Betroffenen des Zornes Gottes sterben, alle
versammeln sich hier, aus jedem Land, und sie sind schnell, um den Fluss zu überqueren, da die
göttliche Gerechtigkeit sie aufstachelt, so dass ihre Angst nichts zu wünschen übrig lässt. Auf diese
Weise kein guter Geist spiele, und so, wenn Charon dich anklagt, du kannst gut verstehen jetzt die
Bedeutung seiner Worte.“

Als er geendet hatte, zitterte der düstere Grund so heftig, dass die Erinnerung an mein Entsetzen
mich immer noch mit Schweiß durchnässt. Die weinende Erde bebte und blitzte mit karminroten
Licht, überwältigend alle meine Sinne, und ich fiel, wie ein Mann vom Schlaf überwältigt.

Inferno IV, 1-63: Der erste Kreis: Limbo: Die Heiden

Ein schwerer Donner erschütterte den tiefen Schlaf in meinem Kopf, so dass ich zu mir kam, wie
jemand mit Gewalt aufwacht, und stand auf, öffnete meine Augen, jetzt wach, und sah mich um,
stetig, um herauszufinden, an welchem Platz ich war. Ich fand ich mich in Wahrheit am Rande des
Tals vom traurigsten Abgrund, der den Donner eines unendlichen Heulens sammelte. Er war so
dunkel und tief und getrübt, dass ich nichts sah, als ich starrte in die Tiefe.

Der Dichter, weiß von Gesicht, begann: "Nun wollen wir in die Welt unten hinabsteigen: Ich werde
zuerst gehen, und du als zweiter.“ Und ich, der seine Farbe verändert sah, sagte: "Wie kann ich
weitermachen, wenn du Angst hast, der du mein Trost bist, wenn ich zögere?“ Und er zu mir: „Die
Angst des Volkes hier unten bringt diesen Blick des Mitleids zu meinem Gesicht, den du mit Angst
verwechselst. Lass uns gehen, denn die Länge der Reise verlangt es." So trat er ein, und so führte er
mich ein in den ersten Kreis, der den Abgrund umgibt.

Hier gab es keinen Ton zu hören, außer dem Seufzen, das die ewige Luft erzittern gemacht, und es
kam von der Trauer der riesigen und abwechslungsreichen Schar von Kindern, von Frauen und von
Männern, frei von Qual. Der gute Meister sagte zu mir: "Du verlangst nicht zu wissen, wer diese
Geister sind, die du siehst? Ich möchte, dass du sie kennenlernst, bevor du weiter gehst, dass sie
keine Sünde hatten, doch, obwohl sie edel waren, genügt es nicht, weil sie nicht getauft sind, und
die Taufe ist das Tor zu dem Glauben, den du glaubst. Da sie lebten vor dem Christentum, sie Gott
nicht richtig anzubeten wussten, und ich selbst bin einer von ihnen. Aus diesem Mangel, und aus
keinem anderen Fehler, sind wir verloren, und wir sind nur gequält, weil wir ohne Hoffnung sind,
die wir den Wunsch haben zu leben."

Als ich das hörte, ergriff großer Trauer mein Herz, weil ich von Menschen von großem Wert hörte,
die in diesem Limbo ausgesetzt werden mussten. Wünsche bestimmten mich in diesem Glauben,
dass jeder Fehler beseitigt sei, und so begann ich: "Sag mir, mein Meister, sag mir, mein Herr, ist
schon mal jemand von hier aufgestiegen, durch sein eigenes Verdienst oder wegen anderer
Verdienste, der später gesegnet wurden?“

Und er, voll Verständnis meiner verschleierten Frage, antwortete: "Ich war neu in diesem Zustand,
als ich sah einen großen Mann, hierher kommend, mit dem Zeichen des Sieges gekrönt. Er nahm
von uns im Schatten den Adam, unseren ersten Vater, seinen Sohn Abel, und Noah, und Moses, den
Gesetzgeber, und Abraham, den gehorsamen Patriarch, König David, Jakob mit seinem Vater Isaak
und seinen Kindern, und Rahel, für die er arbeitete so lange, und viele andere, und segnete sie, und
ich wünsche dir zu wissen, dass keine menschlichen Seelen wurden vor diesen gerettet.“

Inferno IV, 64-105: die großen Dichter

Wir hörten nichts sich bewegen, als er sprach, aber ich war überfüllt vom Geist. Wir waren noch
nicht weit von dem Ort, wo ich geschlafen, als ich sah eine Flamme, die eine Halbkugel von
Schatten überwand. Wir waren noch weit davon entfernt, aber nicht so weit, dass ich nicht erkennen
konnte, was für edle Menschen diesen Platz besetzten.

"O ihr, die ihr jede Wissenschaft und Kunst besitzt, die sich diese angeeignet, die solche Ehre
haben, dass sie stehen abseits von allen anderen!“ Und er zu mir: "Ihr Ruhm, der für sie erklingt, in
diesem Leben von euch geehrt, bringt sie um des Himmels Gnade." Inzwischen hörte ich eine
Stimme: "Ehre den großen Dichter, sein verstorbener Schatten gibt dir Weisheit!“

Nach der Sprache hielt er inne und war ruhig, da sah ich vier große Schatten kommen auf uns zu,
mit Gesichtern, die weder traurig noch glücklich waren. Der gute Meister begann zu sprechen:
"Beachte ihn mit einem Schwert in der Hand, der vor den drei anderen kommt, als ob er ihr Herr
sei: das ist Homer, der souveräne Dichter. Horaz daneben, der Satiriker. Ovid ist der dritte, und der
letzte ist Lucan. Da jeder es verdient, mit mir, mit diesem Namen genannt zu werden, wie du von
der Stimme hörtest, die mir zu Ehren sprach, und die dabei Gutes taten."

So sah ich zusammen die edle Schule versammelt um den Herrn der höchsten Titel, der aufsteigt
wie ein Adler über dem Rest. Nachdem sie eine Weile unter sich gesprochen hatten, wandten sie
sich zu mir mit einem Zeichen des Grußes, bei dem mein Meister lächelte. Und sie haben mich
geehrt, noch weiter, da sie mich gemacht zu einem ihrer Arbeit, so dass ich der sechste unter den
Weisen war.

Also gingen wir weiter zum Licht, indem er von Dingen sprach, über die es am besten ist, still zu
sein, so wie es am besten ist, von ihnen da zu sprechen, wo ich war.

Inferno IV, 106-129: Die Helden und Heldinnen


Wir kamen zu der Basis eines edlen Schlosses; umgeben sieben Mal von einer hohen Mauer;
umgeben von einem schönen, umlaufenden Strom, es zu verteidigen. Diesen überquerten wir, als ob
er feste Erde wäre: Ich trat durch sieben Tore, mit den Weisen: wir haben eine Wiese von frischem
Rasen erreicht. Die Leute dort waren von großer Autorität in der Erscheinung, in der Ruhe und im
ernsten Aussehen, sie sprechen selten und wenn, dann mit leisen Stimmen. Wir bewegten uns auf
eine Seite, in einen offenen Raum, hell und hoch, so dass jeder von allen zu sehen war. Dort, auf der
grünen Wiese, haben die großen Geister zu mir hingewiesen, direkt, so dass ich ein erhabenes
Gefühl hatte in mir, darüber, dass ich sie gesehen.

Ich sah Electra mit vielen anderen, unter denen ich wusste Hektor, Aeneas und Caesar, bewaffnet
mit seinem Adlerauge. Ich sah Camilla und Penthesilea auf der anderen Seite, und den König von
Latium, Latinus, mit seiner Tochter Lavinia. Ich sah Brutus, den vertriebenen Tarquin, Lucretia,
Julia, Marcia und Cornelia, und ich sah Saladin, von den anderen fern.

Inferno IV, 130-151: Die Philosophen und andere große Geister

Als ich meine Augen ein wenig höher hob, sah ich den Meister von denen, die wissen, Aristoteles,
sitzend in dem Verein der Philosophen. Alle starren ihn an: alle zeigen, dass sie ihn ehren. Dort sah
ich Sokrates und Platon, der ihm am nächsten von allen stand; Demokrit, der die Welt dem Zufall
zuschreibt, Diogenes, Anaxagoras und Thales; Empedokles, Heraklit, und Zeno; und ich sah den
guten Sammler der Eigenschaften von Pflanzen, ich meine Dioscorides: und ich sah Orpheus,
Cicero, Linus, und Seneca, den Moralisten; Euclid, den Geometer, und Ptolemäus; Hippokrates,
Avicenna und Galen, und Averrhoes, der die überwiegenden Kommentare geschrieben.

Ich kann nicht von allen sprechen in vollem Umfang, da das große Thema mich antreibt, so dass das
Wort fällt, viele Male, kurz vor der Tat. Die sechs Gefährten zu reduzieren auf zwei: der weise
Führer führt mich, auf einem anderen Weg, von den ruhigen Weisen, die Luft zitterte, und ich
komme zu einer Region, wo kein Licht scheint.

Inferno V, 1-51: Minos: Die fleischlichen Sünder

So stieg ich aus dem ersten in den zweiten Kreis, der einen kleineren Raum umschließt, und viel
mehr Schmerzen provoziert und Heulen. Minos steht grinsend schrecklich da und untersucht die
Verbrechen am Eingang, der Richter, und sendet die Schuldigen ganz nach unten, wie es durch
seinen Schwanz bezeichnet wird: Ich meine, dass, wenn der böse Geist des Geborenen vor ihn
kommt, gesteht er alles, und der Kenner der Sünden entscheidet den richtigen Platz in der Hölle für
ihn, und macht so viele Schläge mit seinem Schwanz, als die Kreise er ihn zwingt hinabzusteigen.
Eine Vielzahl wird immer vor ihm stehen, und gehen der Reihe nach zum Urteil, zu sprechen und zu
hören, und werden dann nach unten gewirbelt.

Als Minos mich sah, vorbeigehen an den Aktionen seines großen Amtes, sagte er: "O du, der du in
das Haus der Schmerzen kommst, achte darauf, wie du gibst, und wem du vertraust, lass dich nicht
die Breite des Eingangs täuschen.“ 'Und mein Führer antwortete: "Warum schreist du? Es darf nicht
verborgen sein seine vorherbestimmte Reise: so ist es gewollt, an dem Ort, wo Wollen schon Tun
ist. Nicht mehr verlange." Jetzt die traurigen Töne beginnen, mich zu erreichen. Ich komme jetzt,
wo viel Trauer mir weh tut.

Ich kam an einen Ort, ohne Licht, der wie ein stürmisches Meer stöhnt, wenn es von kriegführenden
Winden mit Fäusten geschlagen wird. Der höllische Sturm, die nie aufhört, treibt die Geister mit
Kraft, und wirbelt und markiert sie, er belästigt sie. Wenn sie zu den Ruinen kommen, gibt es
Geschrei, Stöhnen und Lärmen, wo sie die göttliche Kraft lästern. Ich habe gelernt, dass die
fleischlichen Sünder zu diesen Qualen verdammt sind, sie, die ihren Grund in der Lust fanden.

Und, wie die Flügel tragen die Stare, in einer riesigen, überfüllten Herde, in der kalten Jahreszeit, so
der Wind trägt die bösen Geister, und hier und da führt er sie, nach oben und unten. Keine Hoffnung
auf Ruhe oder weniger Qual tröstet sie. Und wie die Kraniche gehen, die ihre Klänge ausstoßen und
bilden einen langen Zug, von sich selbst, in der Luft, so sah ich die Schatten kommen, stöhnend,
von diesem Krieg der Winde, da ich sagte: "Meister, wer sind diese Leute, dass die schwarze Luft
sie so züchtigt?“

Inferno V, 52-72: Virgil nennt die Namen der Sünder

Er antwortete: "Die erste, von denen du wissen willst, war Kaiserin von vielen Sprachen, vom
Luxus so beschädigt, dass sie gegeben die Lizenz rechtmäßig in ihrem Codex, wegzuräumen die
Schuld, die sie angefallen hatte. Sie ist Semiramis, von der wir lesen, dass sie genommen Ninus und
seine Frau war: Sie regierte die Länder, die der Sultan nun regiert.

Die nächste ist Dido, die sich aus Liebe getötet, und brach die Treue des Sichaeus Asche: dann
kommt die ausschweifende Kleopatra. Siehe da Helena, für die so lange die Mühlen des Krieges
sich drehten: und sieh den großen Achilles, der am Ende mit der Liebe der Polyxena gekämpft.
Siehe Paris; siehe Tristan.“ Und er wies auf mehr als tausend Schatten mit dem Finger, die mir
nennend, die sich aus Liebe vom Leben getrennt.

Inferno V, 70-142: Paolo und Francesca

Nachdem ich von meinem Lehrer die Namen der alten Ritter und Damen hörte, überkam mich
Mitgefühl, und ich war wie betäubt. Ich begann: "Poet, ich würde sagen, bereitwillig, jene zwei
gehören zusammen, und scheinen so Lichter im Wind." Und er zu mir: "Du wirst sehen, wenn sie
uns näher kommen, dann kannst du sie bitten bei der Liebe, die sie führte, und sie werden
kommen.“

Sobald der Wind sie zu uns brachte, erhob ich meine Stimme: "O müde Seelen, kommt und sprecht
mit uns, wenn niemand euch hindert.“ Wie die Tauben, die von Sehnsucht, dadurch gekennzeichnet,
fliegen stetig mit erhobenen Flügeln durch die Luft, zu ihrem süßen Nest, von dem Willen getragen,
so die Geister flogen von der Masse fort, wo Dido war, und kommen zu uns durch bösartige Luft, so
groß war die Macht meines Anrufs.

"O gnädiges und gutartiges Lebewesen, das uns besucht, durch die dunkle Luft, wenn der König des
Universums unser Freund ist, wir, die wir die Erde mit Blut befleckt, würde ihn bitten, dir Frieden
zu geben, da du Mitleid hast mit unserem traurigen Unglück. Während der Wind, wie jetzt,
schweigt, werden wir dir zuhören und mit dir sprechen, von dem, was dich freut zu hören, und
wovon wir gerne sprechen.

Der Ort, an dem ich geboren wurde, ist an der Küste, wo der Fluss Po läuft zur Ruhe in Frieden, mit
seinen lebendigen Strömen. Liebe ist schnell in dies sanfte Herz gelangt, erfüllte ihn mit meiner
gerechten Form, jetzt für mich verloren, und die Natur dieser Liebe betrübt mich noch. Liebe, die
nicht-liebende Menschen nicht entschuldigen werden, ergriff mich so heftig mit Verlangen nach
ihm, dass ich ihn immer noch nicht lassen kann, wie du sehen kannst. Liebe führte uns zu unserm
Tod. Caina im neunten Kreis wartet, der, den unser Leben abgeschreckt."
Diese Worte wurden gesprochen von ihnen zu uns. Nachdem ich diese unruhigen Geistern gehört,
beugte ich meinen Kopf, und hielt ihn geneigt, bis der Dichter sagte: "Was denkst du?“ Als ich
antwortete, begann ich: "O und ah, was für süße Gedanken, was für eine Sehnsucht hat sie gebracht
in diesen traurigen Zustand?“ Dann drehte ich mich wieder zu ihnen, und ich sprach und sagte:
"Francesca, deine Qual macht mich mit Trauer und Mitleid weinen. Aber sag mir, in dieser Zeit der
süßen Seufzer, wie hast du der Liebe zweifelhafte Wünsche wissen können?“

Und sie zu mir: "Es gibt keinen größeren Schmerz, als an glückliche Zeiten sich im Elend zu
erinnern, und das weiß dein Lehrer. Aber wenn man eine so große Sehnsucht kennt, die erste
Wurzel unserer Liebe zu verstehen, werde ich wie eine, die weint und erzählt, sein. Wir lasen, eines
Tages, zu unserer Freude, von Lanzelot und wie die Liebe ihn eingenommen: wir allein, und waren
ohne Argwohn. Oft diese Worte trafen unsere Augen, und färbten unsere Wangen, aber es war ein
Moment, der uns öffnete. Als wir lasen, wie der Geliebte küsste der Geliebten Lächeln, er, der nie
von mir getrennt werde, küsste meinen Mund mit zaghaftem Zittern. Das Buch war ein Kuppler und
wer es geschrieben hat. An diesem Tage lasen wir nicht mehr."

Während der eine Geist sprach, der andere weinte, so dass ich ohnmächtig wurde aus Mitleid, und,
als würde ich sterben, fiel, wie ein toter Körper fällt.

Inferno VI, 1-33: Kerberus: Die Völlerei

Als meine Sinne zurückkehrten, die aus Mitleid mit diesen beiden Bekandten mich mit kompletter
Traurigkeit überwältigt und sich verschlossen hatten, sehe ich um mich neue Qualen und neue
gequälte Seelen, wo ich mich bewege, oder wohin ich mich wende, und wo ich den Blick hin richte.
Ich bin in dem dritten Kreis, dem ewigen, verfluchten, voll Kälte und schwerem Regen: Die Art und
Qualität ist nie neu. Großer Hagel, verdorbenes Wasser und Schneeregen gießen nach unten durch
die schattige Luft: und die Erde ist faulig, die es empfängt.

Kerberus, das wilde und seltsame Monster, mit drei Rachen, bellt wie ein Hund über die Menschen,
die dort eingetaucht sind. Seine Augen sind hochrot, sein Bart ist schwarz, sein Bauch dick, und
seine Glieder sind voller Krallen: Er reißt die Geister, schindet sie, und quält sie. Der Regen macht
sie heulen wie Hunde: Sie schützen eine Flanke mit der anderen: oft wanden sich die Elenden.

Als Kerberus, der große Wurm, uns sah, öffnete er seinen Kiefer und zeigte seine Zähne: nicht ein
Glied seines Körpers blieb still. Mein Führer streckte seine Hände aus, griff Erde und schleuderte
eine Handvoll in sein stinkendes Maul. Wie ein Hund, der um Lebensmittel jammert, und wird
ruhig, wenn er isst, nur kämpfend und kämpfend, sie zu verschlingen, so der Dämon Kerberus ist
abscheulich, sein Maul voll Rinde, wie Donner, über den Geistern, so dass sie scheinbar taub waren.

Inferno VI, 34-63: Ciacco der Vielfraß

Wir kamen in die Farbtöne, die der schwere Regen bändigte, und legten die Füße auf jeden leeren
Raum, der ein Körper zu sein scheint. Sie lagen alle auf dem Boden, aber einer war, der sich setzte
sofort, als er uns sah vor ihm vorübergehen: Er sagte zu mir: "O du, der du durch dieses Inferno
geführt wirst, erkenne mich, wenn du kannst: Du wurdest erschaffen, bevor ich erschaffen wurde."
Und ich zu ihm: "Die Angst, dass du leidest, verbirgt dich vielleicht vor meinem Gedächtnis, so
dass es scheint, als ob ich dich nie gekannt. Aber sag mir, wer du bist, der so traurig wird und
unterliegt solcher Strafe, dass, obwohl es gibt andere, größere, keine ist so unangenehm."
Und er zu mir: "Deine Stadt Florenz, die so voll von Neid ist, dass er überläuft, hielt mich im klaren
Leben. Sie, die Bürgerinnen und Bürger, riefen mich Ciacco: und für die verwerfliche Sünde der
Völlerei, wie du siehst, schmachte ich unter dem Regen, und ich bin nicht der einzige elende Geist,
da all diese ebenfalls für diese Sünde bestraft werden.“ Ich antwortete ihm: "Ciacco, schwer liegt
dein Leiden auf mir, es ist die Einladung zu weinen, aber sag mir, wenn du kannst, wohin die
Bürger dieser geteilten Stadt kommen werden; wenn es sie überhaupt noch gibt: und den Grund,
warum eine solche Zwietracht sie auseinander reißt.“

Inferno VI, 64-93: Ciaccos Prophezeiung über Florenz

Und er zu mir: "Nach langem Kampf werden sie aufs Blut gekommen sein, und die Weißen, die
Partei der Wälder, wird unterwerfen die Schwarzen, mit großem Schaden. Innerhalb von drei
Jahren, dann muss es passieren, dass die Schwarzen siegen, mit Hilfe von ihm, der sich jetzt hinüber
beugt. Diese Partei wird ihren Kopf hoch halten für eine lange Zeit unter schwerer Unterdrückung,
mit schwerem Gewicht von den Weißen nach unten gedrückt, aber sie weinen, und doch schämen
sie sich. Zwei Männer sind gerade, die aber nicht dazugehören. Stolz, Neid und Habgier sind die
drei brennenden Kohlen, die alle Herzen in Brand gesetzt haben.“

Hier beendete er die traurige Prophezeiung, und ich sagte zu ihm: „Ich will, dass du mich immer
noch weiter unterweist, und gib mir ein wenig mehr Worte. Sag mir, wo Farinata und Tegghiaio
sind, die würdig genug waren, und Jacopo Rusticucci, Arrigo, Mosca, und der Rest, die ihren
Verstand einsetzten, um Gutes zu tun: Lass mich von ihnen wissen, denn eine große Sehnsucht
drängt mich zu entdecken, ob der Himmel sie beruhigt oder die Hölle sie vergiftet.“

Und er zu mir: "Sie gehören zu den schwärzesten Geistern, ein weiteres Verbrechen wiegt sie auf
dem Grund: Wenn du so tief hinabsteigen wirst, kannst du sie sehen. Aber wenn du wieder zurück
bist, in der süßen Welt, ich bitte dich, mich an andere Gedanken zu erinnern: Ich sage dir nicht
mehr, und mehr werde ich nicht beantworten." Darauf wandte er den Blick fest und schief ab und
sah mich an, dann senkte er den Kopf und ließ sich hinab, unter seine blinden Begleiter.

Inferno VI, 94-115: Virgil spricht von dem Tag des Gerichts

Und mein Führer sagte zu mir: "Er wird sich nicht weiter rühren, bis der Engel Posaune ertönt,
wenn das Haupt über das entgegengesetze Böse wird kommen. Dann wird jeder in seinem traurigen
Grab erneuert, wieder sein Fleisch und seine Form bekommen, und hören, was durch die Ewigkeit
erklingt." So über das üble Gebräu aus Regen und Schatten kamen wir, mit langsamen Schritten,
sprechen ein wenig von dem zukünftigen Leben.

Darüber fragte ich: "Meister, werden diese Qualen erhöht, nach dem großen Gericht, oder
vermindert, oder bleiben sie so wild?" Und er zu mir: "Denke daran, an deine Wissenschaft, die
sagt, dass das mehr Vollkommene etwas ist, das mehr fühlt an Lust und Schmerz. Obwohl diese
Verfluchten nie erreichen werden die wahre Vollkommenheit, sie nähern sich ihm mehr als zuvor."

Wir kreisten auf diesem Weg, indem er von viel mehr sprach, als ich wiederhole: Wir wollen zum
Ort, wo der Abstieg beginnt, wo wir Plutus, den Gott des Reichtums, den großen Feind, sahen.

Inferno VII, 1-39: Plutus: Die Geizigen


„Pape Satan, Pape Satan aleppe!“ Plutus begann zu krächzen, und der sanfte Weise, der alles
versteht, tröstete mich und sagte: „Lass dir nicht Angst weh tun, weil, was auch immer für eine
Macht er hat, er wird nicht verhindern, dass du hinabsteigst diesen Fels.“ Dann wandte er sich zu
diesem geschwollenes Gesicht und sagte: "Frieden, böser Wolf! Verschlinge dich im Inneren, in
deiner Wut. Unsere Reise in die Tiefen ist nicht ohne Grund: es ist beschlossen in der Höhe, dort wo
Michael den Krieg führt gegen den großen Drachen, der in seiner Lüge stolz ist.“

Wie ein Segel, blähend im Wind, das fällt in einem Haufen zusammen, wenn der Mast bricht, so das
grausame Wesen auf die Erde fiel. Dadurch stiegen wir in den vierten Kreis, wobei in einer
größeren Breite das düstere Ufer war, das alles Böse des Universums einschließt.

O göttliche Gerechtigkeit! Wer kann die vielen neuen Schmerzen und Probleme erzählen, die ich
gesehen habe, und warum unsere Schuld uns so zerstört? Wie die Welle über Charybdis schlägt
gegen die Welle, die ihr begegnet, so die Leute hier werden gebildet, um zu tanzen. Ich fand mehr
Menschen als anderswo, auf der einen Seite und auf der anderen, rollende Gewichte, indem sie die
Brust schlugen, mit lautem Geheul. Sie schlugen gegeneinander, und dann jedes wirbelte herum, wo
sie waren, wälzen den umgekehrten Weg und riefen: „Warum wegwerfen? Warum behalten?“

So kehrten sie entlang dem düsteren Kreis zurück, von der einen Seite auf den gegenüberliegenden
Punkt, schreiend wieder ihre maßlosen Vorwürfe. Dann jeder, wenn er ihn erreicht hatte, durch
seinen Halbkreis auf Rädern auf die andere Spur kam. Und ich, als ob mein Herz durchbohrt wurde,
sagte: "Mein Herr, zeige mir jetzt, wer diese Leute sind. Und ob alle diejenigen, mit Tonsur, zu
unserer Linken, waren Kirchenmänner.“

Inferno VII, 40-66: Die geizigen und verlorenen Kirchenmänner

Und er zu mir: "Sie waren so im Kopf verkehrt in ihrem ersten Leben, dass sie keine ausgewogenen
Ausgaben machten. Ihre Stimmen bellen dies am deutlichsten, wenn sie an den beiden Enden des
Kreises stehen, in dem sie die entgegengesetzten Sünden teilen.“

Diese waren Priester, die ohne Haare auf dem Kopf stehen, und Päpste und Kardinäle, in denen
Geiz am schlimmsten war. Und ich: "Meister, doch unter dieser Menge sollte ich einige von denen
mit diesen Übeln behaftet erkennen.“ Und er zu mir: "Sie verknüpfen müßige Gedanken: das Leben
ohne das Wissen, das sie unwürdig gemacht, jetzt macht es sie unfähig der Erkenntnis. Sie gehen
geizig in die Ewigkeit: und diese werden aus ihren Gräbern mit geballten Fäusten steigen, und die
mit geschorenen Haaren.

Sinnlos geben, und nutzlos behalten, das hat sie der hellen Welt beraubt, und setzt sie in diesen
Kampf: den Kampf um das, was ist, ich weiß ihn nicht zu verstärken. Aber du, mein Sohn, jetzt
kannst du sehen, die vergebliche Verhöhnung der Fülle wird von Fortuna gesteuert, für die die
menschliche Rasse im Kampf steht miteinander, denn alles Gold unter dem Mond, dass überhaupt
je war, konnte nicht den Frieden geben einer dieser müden Seelen."

Inferno VII, 67-99: Virgil spricht über Fortuna

Ich sagte zu ihm: „Herr, nun sag mir etwas zu meiner Frage über Fortuna auch, dem Thema, das du
angesprochen, wer sie ist, die den Reichtum der Welt in ihren Händen hat.“ Und er zu mir: „O,
blinde Kreaturen, wie groß ist die Unwissenheit, die euch umgibt! Ich will dich jetzt mein Urteil
über sie hören lassen.
Er, dessen Weisheit transzendiert alles, hat den Himmel geschaffen und gab ihm herrschende Kräfte,
so dass jeder Teil beleuchtet die andere Verteilung des Lichts gleichermaßen. In ähnlicher Weise hat
er eingeführt einen Kontrolleur und einen Leitfaden zur irdischen Pracht, zu verändern von Zeit zu
Zeit der Ruhe Besitz, zwischen Nation und Nation und von Geschlecht und Geschlecht, über die
Systeme der menschlichen Vernunft. So ein Volk befiehlt: und weitere Menschen gehorchen seinem
Urteil, gehorchen ihr, die verborgen ist, wie eine Schlange im Gras.

Deine Weisheit kann sie nicht begreifen: sie beliefert, entscheidet und unterhält ihr Reich, wie die
anderen Götter tun das ihrige. Ihre Permutationen niemals enden: Not macht sie sanft: so oft kommt
jemand, der Veränderung erzeugt. Das ist sie: so oft geschmäht, auch von denen, die sie loben
sollten, aber zu Unrecht beschuldigen mit bösen Worten. Dennoch ist sie in Glückseligkeit, und ist
nicht hörbar: sie dreht ihre Welt, voller Freude, unter den anderen Ur-Geistern, und schmeckt ihre
Glückseligkeit.

Nun wollen wir zu mehr Elend hinabsteigen. Bereits jeder Stern ist zurückgegangen, die steigend
waren, wenn ich mich daran erinnere, und wir dürfen nicht zu lange bleiben."

Inferno VII, 100-130: Styx

Wir überquerten den Kreis zum anderen Ufer, in der Nähe eines Flusses, der kocht und ergießt sich,
durch eine Lücke, die er gemacht hat. Das Wasser war dunkler als dunkles Blaugrau, und wir
nahmen den Abstieg mit den dunklen Wellen von einem seltsamen Weg, in Mühsal. Dieser traurige
Strom bildet den Sumpf namens Styx, der um den Fuß der grauen schlimmen Felswand gefallen ist.
Und ich, der da stand, darauf bedacht zu sehen, sah schlammige Menschen in der Matsche, nackt,
und alle mit dem Blick der Wut. Sie schlugen sich gegenseitig, nicht nur mit den Händen, auch mit
Kopf, Brust und Füßen, einander beißend mit ihren Zähnen, Biss um Biss.

Der Kunst Meister sagte: "Nun, mein Sohn, siehe die Seelen derer, von Wut überwunden, und auch
möchte ich, dass du weißt, in Wahrheit, es gibt Menschen unter dem Wasser, die seufzen, und
machen Blasen an der Oberfläche, wie deine Augen sehen können, je nachdem, wie sie sich drehen.
Im Schlamm festgesetzt, sagen sie: Wir waren in der süßen Luft mürrisch, von der Sonne erfreut,
hatten indolenten Rauch in unseren Herzen: Jetzt liegen wir hier, mürrisch, im schwarzen Morast. -
Diese Maßnahme lässt sie in der Kehle gurgeln, weil sie nicht in voller Rede sich äußern können.“

So legten wir einen großen Bogen des abscheulichen Sumpfes zurück, zwischen dem Ufer und
seinem trockenen Kern, drehten die Augen gegenüber zu denen, die ihren Dreck schluckten: bis wir
endlich an der Basis des Turmes ankamen.

Inferno VIII, 1-30: Phlegyas: Die Zornigen

Ich sage, verfolgend mein Thema, dass, lange bevor wir die Basis des hohen Turms erreichten, ich
sah, die Augen nach oben auf seinen Gipfel gerichtet, wir sahen zwei Flammen da, und eine andere,
von so weit, dass das Auge kaum es sehen konnte, gab ein Signal zurück. Und ich wandte mich an
die Quelle allen Wissens, und fragte: „Was steht da? Und was lässt das andere Licht antworten?
Und wer hat das Signal gemacht?“ Und er zu mir: "Du kannst bereits sehen, was erwartet wird, das
kommt in den Gewässern des Übels, wenn der Sumpf die Dämpfe nicht vorenthalten möchte.“

Kein Sehne hat je einen Pfeil so schnell durch die Luft fliegen lassen, als ein kleines Boot
geschossen kam, dass ich sah auf uns zukommen, durch die Wellen, unter der Kontrolle eines
einzigen Steuermanns, der rief: „Bist du jetzt hier, heftiger Geist?“ Mein Meister sagte: "Phlegyas,
Phlegyas, dieses Mal vergeblich schreist du: Du sollst uns nicht festhalten länger, als es reicht, uns
dem Sumpf zu übergeben."

Phlegyas in seiner wachsenden Wut war wie jemand, der bis zu einem gewissen Punkt hört, dass
großes Unrecht ihm angetan wurde, und dann sich mit Ressentiments anfüllt. Mein Führer kletterte
in das Boot, und dann kam ich nach ihm, und es sank nur im Wasser, als ich darin war. Sobald mein
Führer und ich an der Arbeit waren, ging sein Bug nach vorn, pflügend tiefer durch das Wasser als
es andere zu tragen schien.

Inferno VIII, 31-63: Filippo Argenti

Während wir durch den toten Kanal liefen, machte sich einer vor mir auf, mit Schlamm bedeckt,
und sagte: "Wer bist du, der hier ist, bevor die Zeit gekommen?“ Und ich zu ihm: "Wenn ich
komme, will ich nicht hier bleiben: aber wer bist du, der so verstrickt ist?" Er antwortete: „Du
siehst, ich bin derjenige, der weint." Und ich zu ihm: "Verfluchter Geist, bleibe weinend und in
Trauer! Denn ich weiß, so schlammig du bist, wer du bist."

Dann streckte er beide Hände zu dem Boot aus, von dem der Meister vorsichtig ihn wegschob und
sagte: „Entferne dich, geh mit den anderen Hunden!" Dann legte er seine Arme um meinen Hals,
küsste mein Gesicht, und sagte: "Selig ist sie, die dich getragen hat, Seele, die zu Recht empört ist.
Er war ein arroganter Geist in deiner Welt. Es gibt nichts Gutes, mit dem man sein Gedächtnis
schmücken kann: so ist sein wütender Schatten hier. Wie viele dort halten sich für mächtige Könige,
die hier wie Schweine im Schlamm liegen, und hinterlassen das schlimmste Urteil.“

Und ich: "Meister, ich würde mich freuen, ihn zu sehen in diesem Gesöff, übergossen, bevor wir
verlassen den See.“ Und er zu mir: "Du wirst zufrieden sein, bevor die Küste für dich sichtbar ist:
Es ist richtig, dass dein Wunsch dankbar sein sollte.“ Nicht lange danach sah ich die schlammigen
Menschen ihn so zerreißen, dass ich immer noch Gott Lob und Dank darbringe dafür. Alle schrien:
„Auf Filippo Argenti!" Der heftige Florentiner Geist drehte seine Zähne in Rache gegen sich selbst.

Inferno VIII, 64-81: Sie nähern sich der Stadt Dis

Wir ließen ihn dort, so dass ich nichts mehr von ihm zu sagen habe, aber ein Klang der tosenden Art
hat angegriffen meine Ohren, damit ich wandte meinen Blick voran, angestrengt. Der Künste
Meister sagte: "Nun, mein Sohn, nähern wir uns der Stadt, die sie nennen Dis, mit seinem Grab der
Bürger, einer großen Menschenmenge." Und ich: "Meister, ich kann schon sehen ihre Türme, klar
gibt es ein Tal, rotglühend, als ob sie aus Feuer erstellt wäre.“ Und er zu mir: "Das ewige Feuer, das
von innen brennt, macht sie erscheinen gerötet, wie du siehst, in dieser tiefen Hölle.“

Wir kamen nun in den steilen Graben, der den Graben an der freudlosen Stadt bildet: die Wände
schienen mir, als ob sie aus Eisen hergestellt wurden. Erst als wir eine große Bewegung gemacht
hatten, haben wir erreicht einen Ort, wo der Fährmann sagte zu uns: "Ausschiffung! Hier ist der
Eingang."

Inferno VIII, 82-130: Die gefallenen Engel behindern sie

Ich sah mehr als tausend dieser Engel, die vom Himmel wie Regen fielen, vor den Toren, die
wütend schrien: "Wer ist dieser, der ohne den Tod geht durch das Reich der Toten?“ Und mein
weiser Meister machte ein Zeichen zu ihnen, dass er wolle sie unter vier Augen sprechen. Dann
rollten sie ihre große Verachtung aus, und sagten: "Komm schon, allein. Und lass ihn gehen, der in
dieses Reich mit solcher Kühnheit eintritt. Lass ihn zurück, allein, auf seiner törichten Straße: siehe,
wenn er kann, geht er, und du bleibst, der ihn begleitet hat durch so dunkles Land."

Denke dir, Leser, ob ich nicht beim Klang dieser verfluchten Worte entmutigt, glaubend, ich könnte
von hier nie jemals zurückkehren. Ich sagte: "O mein lieber Führer, der meine Sicherheit mehr als
sieben Zeiten gewährleistet, und schnappte mich aus gewisser Gefahr, die mir gegenüber stand,
verlass mich nicht, ich bin so hilflos, und wenn wir verhindert werden, lass uns schnell unsere
Schritte zurückverfolgen." Und der Herr, der mich dorthin geführt hatte, sagte zu mir: „Hab keine
Angst: denn niemand kann uns den Gang bestreiten: er wurde uns von so großer Autorität gegeben.
Aber du, warte auf mich, und tröste dich, und nähre deinen Geist mit neuer Hoffnung, denn ich will
dich in der Unterwelt nicht im Stich lassen."

So ist der sanfte Vater gegangen, und lässt mich dort, und ich bin im Zweifel gelassen: seit "Ja" und
"Nein" Krieg führen in meinem Kopf. Ich konnte nicht hören, welche Begriffe er ihnen anbot, aber
er war nicht dort lange mit ihnen gestanden, wo jeder wetteifert mit dem anderen, und eilte zurück.
Unsere Gegner schlossen das Tor vor dem Gesicht meines Herrn und ließen ihn draußen, und er
drehte sich wieder zu mir mit langsamen Schritten. Seine Augen waren auf den Boden gerichtet,
und sein Gesichtsausdruck war bar jeder Kühnheit, und er sagte und seufzte: "Wer sind diese, die
mir den Eingang zum Haus der Schmerzen verleugnen?“ Und zu mir sagte er: "Obwohl ich
verärgert bin, sei du nicht bestürzt: Ich werde versuchen, das Hindernis zu beseitigen. Diese
Frechheit von ihnen ist nichts Neues, denn sie erschien schon einmal zuvor, dieses geheime Tor
passieren wir, das unverschlossen geblieben ist. Über dem Tor sahst du die tödliche Schrift, und
bereits auf dieser Seite des Eingangsbereichs, einer kommt den steilen Weg, vorbei an den Kreisen
gleitend, derjenige, der die Stadt uns öffnen wird."

Inferno IX, 1-33: Dante fragt nach Präzedenzfällen

Die Farbe, die die Feigheit hatte auf mein Gesicht gedrückt, da mein Führer zurückkehrte, ließ ihn
seine eigene erhöhte Farbe verdrängen schneller. Er blieb stehen, aufmerksam, wie einer, der hört,
da die Augen nicht weit eindringen durch die schwarze Luft und den dichten Nebel. "Dennoch
müssen wir diesen Kampf gewinnen", begann er, "wenn nicht, dann helfen die uns, die dies uns
angeboten. Oh, wie lange scheint es mir, bis der andere kommt!" Ich sah deutlich, wie er versteckte
die Bedeutung seiner einleitenden Worte unter ihrer Fortsetzung, Worte, die seine ersten Gedanken
aussprachen. Dennoch, seine Rede machte mir Angst, vielleicht, weil ich seine gebrochenen Sätze
auf eine schlechtere Bedeutung, als sie hatten, auslegte.

„Hat jemand von denen, deren einzige Strafe der Entzug der Hoffnung ist, jemals den Abstieg in die
Tiefen dieses traurigen Abgrunds gewagt, aus dem ersten Kreis?", fragte ich diese Frage, und er
antwortete mir: "Es kommt selten vor, dass einer von uns macht die Reise, die ich weitergehe. Es ist
wahr, dass ich hier unten schon einmal beschworen habe, um so von dieser wilden Zauberin
Erichtho, der Dämonin, ihre Leichen zurückzurufen. Mein Fleisch war nur von mir abgestreift eine
Weile, als sie mich gezwungen, im Inneren der Wand einzutreten, um einen Geist aus dem Kreis des
Judas zu bringen. Das ist die tiefste Stelle, und die dunkelste und die am weitesten von dem
Himmel entfernte, der alles umgibt: Ich kenne den Weg gut: so sei sicher. Dieser Sumpf, der seinen
üblen Gestank atmet, umkreist die traurige Stadt ringsum, wo wir auch jetzt nicht gehen, ohne
Zorn."

Inferno IX, 34-63: Die Furien und Medusa


Und er sagte mehr, aber an mehr erinnere ich mich nicht, denn meine Augen waren auf den hohen
Turm gerichtet, mit dem glühenden Kamm, wo, in einem Augenblick, drei höllische Furien, mit
Blut befleckt, aufgegangen waren, dass die Schenkel Aspekte hatten von Frauen, mit einem Gewirr
von grünen Hydras bedeckt, ihre abscheulichen Stirnen mit Hornvipern gebunden. Und Virgil, der
die Mägde der Königin der ewigen Trauer gut kannte, sagte zu mir: "Siehe, das sind die heftige
Erinnyen.

Das ist Megaera auf der linken Seite: die eine, die weint auf der rechten Seite, ist Alecto: Tisiphone
ist in der Mitte.“ Dann schwieg er. Jede riss an der Brust mit ihren Krallen, schlug mit den Händen
und schrie so laut, dass ich mich drückte in die Nähe des Dichters, aus Angst. "Lasst Medusa
kommen“, sagten sie alle, auf der Suche nach uns, „so dass wir ihn in Stein verwandeln: Wir haben
nicht vollständig vollzogen die Rache an Theseus.“

"Drehe deinen Rücken ihr zu", sagte der Meister, und er selbst drehte sich um. "Halte die Augen
geschlossen, sonst wird es keine Rückkehr nach oben geben, wenn sie sich zeigt und du sie siehst."
Nicht überließ er es mir, er bedeckte meine Augen mit seinen eigenen Händen.

O ihr, die ihr klare Köpfe habt, beachtet die Bedeutung, die sich unter dem Schleier der getrübten
Verse verbirgt!

Inferno IX, 64-105: Der Bote vom Himmel

Nun, in den trüben Wellen, kam ein furchtbarer Absturz von Klang, bei dem beide Ufer zitterten;
ein Geräusch wie ein starker Wind, der in Konflikt der Wärme geboren, der den Wald trifft,
unbarmherzig, zerbricht die Zweige, und schlägt sie nieder, und trägt sie weg, geht stolz in einer
Staubwolke, und macht wilde Kreaturen und Fische zur Sicherheit eilen. Virgil deckte meine Augen
und sagte: "Nun richte deine Vision auf diesen alten Sumpf.“ Dort, wo der Nebel ist dick wie
Frösche, dass alle springen durch das Wasser, vor ihrem Feind, der Schlange, bis jeder hockt auf
dem Boden, so sah ich mehr als tausend beschädigte Geister sich verstreuen, vor der stygischen
Fähre trockenen Fußes übergeben. Er winkte, dass die faulige Luft von seinem Gesicht wich, oft
winkt seine linke Hand vor ihnen, und nur das Ärgernis schien ihn zu ermüden. Ich wusste, dass er
auch ein Bote vom Himmel war, und ich drehte mich zu dem Meister, der eine Geste machte, dass
ich ruhig bleiben solle, und einen Bogen um ihn gemacht.

Wie voll Grimm schien er mir! Er erreichte das Tor, und öffnete es mit einem Zauberstab: Es gab
keinen Widerstand. Auf der Schwelle begann er zu sprechen: "O, Ausgestoßene aus dem Himmel,
warum ist diese Unverschämtheit noch in euch? Warum seid ihr voll von diesem widerspenstigen
Willen gegen den, dessen Ziele niemals vereitelt werden, und das ist oft eure erhöhte Qual? Was
nützt es, euren Kopf gegen das Schicksal zu stoßen? Wenn ihr euch erinnert, euer Kerberus zeigt
noch Hals und Kinn davon gezeichnet."

Dann kehrte er über den schlammigen Teich zurück, und sprach kein Wort zu uns, aber sah aus wie
einer beschäftigt und durch andere Sorgen getrieben, als von denen, die vor ihm stehen. Und wir
rührten unsere Füße in Richtung der Stadt, in der Sicherheit, nach seinem heiligen Wort.

Inferno IX, 106-133: Dis: die Ketzer

Wir betraten Dis ohne einen Konflikt, und ich blickte mich um, sobald ich drin war, begierig zu
wissen, welche Strafe der Ort eingeschlossen, und sah auf allen Seiten eine weite Ebene voller
Schmerzen und abscheulichen Qualen.
Wie bei Arles, wo die Rhone stagniert, oder bei Pola, in der Nähe des Golfs von Quarnaro, der
Italien beschränkt, und wo die Küste macht der Gräber Boden uneben, so war es hier, ringsum, nur
hier die Natur war schrecklicher.

Flammen waren unter den Gräbern, von denen sie so glühend gemacht wurden, dass keine
Schmiedekunst gebraucht heißeres Metall. Ihre Lider waren alle aufgehoben, und wie heftiges
Stöhnen kam von ihnen, dass in der Tat sie schienen zu den Traurigsten und Verletztesten zu
gehören.

Und ich sagte: "Meister, wer sind diese Menschen, in diesen Gewölben begraben, die sich durch
gequältes Seufzen bekannt machen?“ Und er zu mir: "Hier sind die Ketzer, mit ihren Anhängern,
von jeder Sekte, und die Gräber enthalten viel mehr, als du vielleicht denkst. Hier sind sie begraben,
und die Denkmäler unterscheiden sich in den Graden der Hitze.“ Dann, auf der rechten Seite,
zwischen den Gequälten und den steilen Wällen kamen wir an.

Inferno X, 1-21: Epikur und seine Anhänger

Jetzt ist mein Meister gegangen, und ich hinter ihm, durch einen geheimen Weg zwischen der
Stadtmauer und den Qualen. Ich begann: "O Gipfel der Tugend, der mich führt die Runde durch die
Kreise der Sünde, wie du willst, sprich mit mir, und meine Sehnsucht befriedige. Können die Leute,
die in den Gräbern liegen, gesehen werden? Die Deckel sind alle geöffnet, und niemand hält
Wache.“ Und er zu mir: "Sie werden alle geschlossen werden, wenn sie hierher zurückkehren von
Josaphat, mit den Stellen, die sie links oben haben. In diesem Ort sind Epikur und alle seine
Anhänger beigesetzt, die die Seele mit dem Körper sterben lassen. Daher wirst du bald zufrieden
sein, mit einer Antwort auf die Frage, die du mich fragtest, und auch die Sehnsucht, dass du dich
verstecktest vor mir, hier, im Inneren." Und ich: "Mein freundlicher Führer, ich weiß nicht immer
mein Herz vor dir zu verbergen, außer durch kurzes Sprechen, etwas, das du vorher mir geneigt
gesagt hast.“

Inferno X, 22-51: Farinata degli Uberti

„O Toskaner, der du lebendig durch die Stadt des Feuers gehst, sprich so höflich, kann ich dich
bitten, an diesem Ort der Ruhe. Deine Rede wird deutlich, du stammst aus dieser edlen Stadt, die
ich vielleicht zu sehr beunruhigt habe.“ Das Geräusch kam plötzlich aus einem der Gewölbe, in
denen, voller Angst, ich ein wenig näher mich drängte an meinen Führer. Und er sagte zu mir:
"Wende dich um: was machst du: blicke auf Farinata, der sich erhoben hat. Du kannst ihn ganz von
der Taille aufwärts sehen.“

Ich hatte schon meinen Blick auf ihn gerichtet, und er stieg in Haltung aufgerichtet und Aspekt, als
ob er verachtete sehr das Inferno. Die temperamentvollen und eifrigen Hände meines Führers
schoben mich durch die Gräber auf ihn zu und er sagte: "Sei sicher, deine Worte werden gemessen."
Als ich an der Basis des Grabes war, sah Farinata mich für eine Weile an, und dann, fast verächtlich,
fragte er mich: "Wer waren deine Vorfahren?"

Ich, in dem Wunsch, zu gehorchen, verbarg nichts, sondern offenbarte die ganze Art ihm, indem er
die Augenbrauen ein wenig angehoben hatte. Dann sagte er: "Du wurdest heftig mir gegenüber und
meinen Vorfahren und meiner Partei, so dass ich sie zweimal zerstreute." Ich antwortete: "Obwohl
sie vertrieben wurden, kehrten sie zurück, wo immer sie waren, das erste und das zweite Mal, aber
deine Partei hat noch nicht gelernt diese Fähigkeit."
Inferno X, 52-72: Cavalcante Cavalcanti

Dann stieg ein Schatten hinter ihm auf, aus dem unverschlossenen Raum, sichtbar bis zur Spitze
seines Kinns: Ich denke, dass er sich auf die Knie erhoben hatte. Er blickte zu mir, als ob er sehen
wollte, ob jemand bei mir war, aber als alle seine Hoffnungen abgeschreckt wurden, sagte er
weinend: "Wenn du durch Kraft des Geistes durch dieses blinde Gefängnis gehst, wo ist mein Sohn,
und warum ist er nicht mit dir?“ Und ich zu ihm: „Ich bin nicht durch meine eigene Initiative
gekommen: er, der wartet, den dein Guido verschmäht, der führt mich durch diesen Ort."

Seine Worte und die Art seiner Strafe hatten seinen Namen in mich geschrieben, so dass meine
Antwort war eine volle. Plötzlich richtete er sich auf und rief: "Was hast du gesagt? Verschmäht? Ist
er nicht noch am Leben? Trifft nicht das süße Licht seine Augen?"Als er sah, dass ich bei der
Beantwortung zögerte, fiel er wieder auf den Rücken, und zeigte sich nicht wieder.

Inferno X, 73-93: Farinata prophezeit Dante ein langes Exil

Aber der andere, der wünschte, ich hätte zuerst angehalten, großzügig nicht seinen Aspekt
veränderte oder bewegte den Hals, oder drehte sich zur Seite. Im weiteren Verlauf seiner früheren
Worte sagte er: "Und wenn meine Partei die Kunst der Rückkehr schlecht gelernt hat, quält es mehr
als dieses Bett, aber das Gesicht der Mondgöttin Persephone, die hier herrscht, wird nicht zur Sichel
fünfzig Mal, bevor du lernst die Schwierigkeit dieser Technik. Und wie du zur süßen Welt
zurückkehren willst, sag mir, warum die Menschen so heftig gegen meine Angehörigen streiten, in
all ihrer Rechtssprechung?" Dem antwortete ich: „Die große Schlacht und Verwüstung, die die
Arbia rot gefärbt, wird die Ursache für diese Anklagen gegen sie sein, in unseren Kirchen."

Dann schüttelte er den Kopf und seufzte, und sagte: "Ich war nicht allein in diese Angelegenheit,
noch würde ich mit den anderen ohne wichtigen Grund verbunden sein, aber ich war allein, als alles
sich bereit erklärt, Florenz dem Erdboden gleichzumachen, und ich hab es offen verteidigt.“

Inferno X, 94-136: Die prophetische Vision der Verdammten

"Ach, wie ich hoffe, dass deine Nachkommen vielleicht irgendwann Frieden finden," bat ich ihn,
"das Rätsel löse, das meinen Verstand gefangen hat. Es scheint, wenn ich höre, richtig, dass du
vorhersiehst, was die Zeit bringt, aber eine andere Kenntnis hast du von der gegenwärtigen Zeit.“ -
„Wie einer, der eine unvollkommene Vision hat," sagte er ,"sehen wir Dinge, die von uns entfernt
sind. So viel vom Licht des höchsten Herrn können wir immer noch sehen. Aber wenn es sich
nähert, oder wenn es kommt ins Sein, ist unsere Intelligenz ganz leer, und wir wissen nichts von
euren menschlichen Zuständen, außer dem, was andere uns sagen. So kannst du verstehen, dass all
unser Wissen von der Zukunft am Ende eintrifft, von dem Moment an, wenn der Tag des Jüngsten
Gerichts schließt das Tor der Zukunft."

Dann, als ob ich mir bewusst meiner Schuld wäre, sagte ich: "Willst du damit sagen, dass du
Gefallen daran hast, dass dein Sohn immer noch zu den Lebenden gehört? Und wenn ich schwieg,
bevor die Antwort kam, war es, weil meine Gedanken bereits in diesem Fehler, den du für mich
gelöst hast, verstrickt waren."

Und jetzt mein Meister erinnert mich, so bat ich den Geist, mit mehr Eile, mir zu sagen von denen,
die bei ihm waren. Er sagte zu mir: "Ich liege hier mit mehr als tausend: hier drinnen ist Friedrich
der Zweite, und der Kardinal Ubaldini, und von dem Rest schweig ich.“ Mit diesen Worten verbarg
er sich, und ich wandte meine Schritte in Richtung des Dichters der Antike, nachdenkend über die
Worte, die mir Probleme verhießen.

Virgil ging weiter, und dann, als wir gingen, sagte er zu mir: "Warum bist du so verwirrt?" Und ich
war zufrieden mit seiner Frage. Der Weise ermahnte mich: „Lass deine Gedanken bewahren, was du
von deinem Schicksal gehört hast, und notiere dies," und er hob den Finger, „bis du stehst vor den
süßen Strahlen jener Dame, deren helle Augen, die alles sehen, dich lehren werden, denn die Reise
deines Lebens lenkt Sie."

Dann wandte er seine Füße nach links: Wir verlassen die Wand und gingen in Richtung der Mitte,
durch einen Weg, der seinen Weg in ein Tal macht, dass selbst dort uns zwang, seine Fäulnis
einzuatmen.

Inferno XI, 1-66: Die Struktur der Hölle: Die niederen Kreise

Am Rande eines hohen Ufers, von großen gebrochenen Felsen im Kreis gebildet, kamen wir über
eine noch grausamere Menge, und hier, wegen des abstoßenden übermäßigen Gestanks, den der
tiefe Abgrund wirft, näherten wir uns im Schutz eines großen Denkmals, auf dem ich sah eine
Inschrift, die sagte: "Ich bin Anastasius, den Photinus zog von dem wahren Weg ab."

Der Meister sagte: "Wir müssen unsere Abfahrt verzögern, bis unser Gefühl etwas nach dem üblen
Wind eingesetzt, und dann werden wir es nicht merken." Da sagte ich zu ihm: "Finde uns etwas zu
kompensieren, so dass die Zeit nicht verschwendet wird." Und er: "Siehe, ich habe daran gedacht."
Er begann: "Mein Sohn, in diesen Mauern aus Stein sind drei Teilkreise, wie du sie verlassen musst.
Sie sind alle mit verfluchten Geistern gefüllt: aber so, dass der Anblick von ihnen genug ist, um
dich zu informieren, in Zukunft zu hören, wie und warum sie gezwungen werden.

Das Ergebnis aller Bosheit, das der Himmel hasst, ist ein Schaden: und jedes solches Ergebnis
schmerzt andere, entweder durch Gewalt oder Betrug. Aber Betrug ist ein Laster eigentümlicher
Menschen, er missfällt Gott mehr, und damit sind die Betrügerischen unten platziert und mehr
Schmerzen schmerzen sie. Die Gesamtheit des siebten Kreises ist für die Gewaltsamen, aber da
Gewalt an drei Personen durchgeführt werden kann, wird dort so gebaut und in drei Ringe
unterteilt. Ich sage, Gewalt kann Gott angetan werden kann, oder sich selbst, oder dem Nächsten
und seiner Person oder seinem Besitz, wie du hören wirst in klarem Diskurs.

Tod oder schmerzhafte Wunden kann dem Nächsten zugefügt werden; und Verwüstung, Feuer und
Plünderung, seinem Besitz. Daher ist der erste Ring für Qualen aller Morde; für jeden, der in böser
Absicht handelte; und für Diebe und Räuber; in ihren verschiedenen Gruppen.

Ein Mann kann Gewalt antun sich und seinem Eigentum, und so, in dem zweiten Ring, alle müssen
umkehren, vergeblich, die sich deiner Welt entziehen; oder verspielen und ihren Reichtum
zerstreuen; oder dort zu weinen, wenn sie glücklich sein sollten.

Gewalt kann angetan werden der Gottheit, sie zu leugnen, und zu lästerten im Herzen, und zu
verachten die Natur und ihre Gaben und so die kleinsten Ringzeichen sehen Sodom und Cahors,
und diejenigen, die verächtlich von Gott sprechen, in ihren Herzen.

Der Mensch kann Betrug verüben, der bei jedem am Gewissen nagt, an einem, der ihm vertraut,
oder an demjenigen, der kein Vertrauen in ihn setzt. Diese letztere Form des Betrugs trennt nur das
Band der Liebe, die die Natur geschaffen, und so, im achten Kreis, verschachtelt sind Heuchelei,
Zauberei, Schmeichelei, Betrug, Diebstahl und Verkauf von Priesterweihen, Zuhälter, Verderber
öffentlicher Ämter und ähnlicher Dreck.

Hier ist in der bisherigen Form, in der die Liebe, die die Natur schafft, vergessen wird, und auch
das, was später hinzugefügt wird, was zu besonderen Vertrauensverletzungen führt. So, in dem
neunten, dem kleinsten Kreis, an der Basis des Universums, in dem Dis seinen Thron hat, jeder
Verräter ewig verbraucht wird."

Inferno XI, 67-93: Der Aufbau der Hölle: Die oberen Kreise

Und ich sagte: "Meister, deine Argumentation ist deutlich, und legt sich hervorragend über diese
Kluft, und diejenigen, die sie füllen, aber sage mir, warum die des großen Sumpfes, die der Wind
und der Regen schlagen, und diejenigen, die zusammenkommen, mit scharfen Worten, werden nicht
in der brennenden Stadt bestraft, wenn der Zorn Gottes auf sie gerichtet ist? Und wenn nicht,
warum sie in einem solchen Zustand sind." Und er zu mir: "Warum irrt sich dein Verstand so viel
mehr als üblich, oder sind deine Gedanken woanders?

Erinnerst du dich nicht an die Worte, mit denen deine aristotelischen Ethik spricht von den drei
Naturen, die der Himmel nicht will: Inkontinenz, Bosheit und Brutalität sind verrückt, und wie
Inkontinenz beleidigt Gott weniger und verursacht weniger Schuld? Wenn du diese Lehre richtig dir
zurückrufst in den Sinn, sind diejenigen, die Strafe leiden, da draußen, oben zu betrachten, wie du
sehen wirst, leicht gestraft, weshalb sie von diesen zerstörerischen Geistern getrennt sind, und
warum die göttliche Gerechtigkeit trifft sie mit weniger Ärger."

Ich sagte: „O Sonne, die alle unruhigen Augen heilt, mir gibt du solchen Gehalt, wenn du mir alles
erklärst, dass die Frage ist so angenehm wie zu wissen."

Inferno XI, 94-115: Virgil erklärt den Wucher

"Geh zurück einen Moment, wo du gesagt, dass der Wucher beleidigt die göttliche Güte, und
entwirre den Knoten." Er sagte zu mir: "Dem, der besucht die Philosophie, dem zeigt sie an mehr
als einem Ort, wie die Natur nimmt ihren Weg aus der göttlichen Intelligenz, und ihre Kunst, und
wenn du gut beachtest ihre Physik, wirst du feststellen, auf nicht vielen Seiten, dass die Kunst ihr
folgt, so gut sie es kann, wie der Schüler dem Meister, so dass deine Kunst ist die Enkelin Gottes.
Durch diese beiden, Kunst und Natur, muss man sein Brot verdienen und gedeihen, wenn du dich
erinnerst, wie es in der Genesis steht, in der Nähe von unserem Anfang.

Da der Wucherer hält einen anderen Kurs, leugnet er die Natur in sich selbst und in dem, was ihren
Wegen folgt, indem er seine Hoffnungen an anderer Stelle entfaltet.

Aber folge mir jetzt, auf dem Weg, den ich wähle, denn die Fische zittern am Horizont, und Bootes
umfasst den Caurus, den Nordwestwind, und drüben, auf einem Weg, steigen wir auf die Klippe."

Inferno XII, 1-27: Über dem siebenten Kreis: Minotaurus

Der Ort, den wir erreicht, am Ufer-Abstieg, war schroff, und wegen der Kreatur gab es auch einen
Weg, den alle Augen würden meiden. Der Abstieg von diesem felsigen Abgrund war wie der
Erdrutsch, der das linke Ufer der Etsch, auf dieser Seite der Trento, durch ein Erdbeben oder einen
fehlerhaften Stützpfeiler verursacht, getroffen, da das Gestein so erschüttert, vom Gipfel des Berges
stürzte, wo es angefangen hat, in die Ebene, dass es vielleicht einen Weg gab, den jemand oben
bildete, und an der Spitze des gestrichelten Gullys, die Schande von Kreta, der Minotaurus, von
Pasiphae empfangen in der hölzerne Kuh, lag ausgestreckt da.

Als er uns sah, nagte er sich, wie jemand von Wut verbraucht im Inneren. Mein weiser Führer rief
ihm zu: "Vielleicht denkst du, dass Theseus hier ist, der Herzog von Athen, der dir den Tod oben
gebracht in der Welt? Lass es, monströse Kreatur. Dieser Mann ist nicht hierher gekommen, um
deiner Schwester Ariadne zu helfen, sondern durchläuft den Ort, um die Strafen zu sehen."

Wie ein Stier losbricht, in dem Moment, wenn er den Todesstoß empfängt, der nicht vorwärts gehen
kann, doch taucht hier und da auf, so sah ich den Minotaurus, und mein vorsichtiger Führer rief:
„Um den Durchgang zu beginnen: Während er in einer Wut ist, ist es Zeit für dich zu steigen."

Inferno XII, 28-48: Der Abstieg zum siebenten Kreis

Also machten wir uns auf den Weg nach unten, über den Erdrutsch von Steinen, die sich oft unter
meinen Füßen verschoben, von dem ungewohnten Gewicht. Ich ging nachdenklich, und er sagte:
„Vielleicht betrachtest du diese gefallene Felsmasse, die von der bestialischen Wut, die ich vor
einem Augenblick unterdrückt, bewacht wird. Ich lasse dich aber wissen, dass in der Zeit, da ich
hier unten war in dem tiefen Inferno, dieses Geröll noch nicht gefallen war. Aber wenn ich die
Wahrheit sagen soll, dies tiefe und abscheuliche Tal zu erkennen, das sich schüttelte, nicht lange, bis
Er kam, um die Großen der höchsten Kreise gefangenzunehmen, so dass ich dachte, das Universum
sei begeistert von der Liebe, von der, wie manche glauben, die Welt aus dem Chaos gebildet wurde.
In diesem Moment haben die alten Felsen, hier und anderswo, getrommelt.

Aber fixiere deinen Blick auf das Tal, weil wir in der Nähe des Flusses von Blut sind, in dem
diejenigen, die andere durch Gewalt verletzt haben, gekocht werden."

Inferno XII, 49-99: Zentauren: Die Gewaltsamen

O blinde Wünsche, böse und dumm, die so anstacheln uns in unserem kurzen Leben, und dann, in
der Ewigkeit, ruinieren uns so bitter! Ich sah einen breiten Kanal gebogen in einem Bogen, auf der
Suche, als ob er die ganze Ebene umgeben wolle von dem, was mein Führer mir gesagt hatte.
Zentauren rasten hintereinander, zwischen ihm und dem Fuß des Ufers, mit Waffen ausgerüstet, wie
sie es gewohnt waren, auf der Erde zu jagen.

Sie sahen uns absteigen, da sind sie alle stehen geblieben, und drei, gewählte Führer, kamen aus der
Gruppe, mit Bögen und Speeren bewaffnet. Und einer von ihnen rief aus der Ferne: "Was habt ihr
für Qualen, die ihr kommt den Wall hinab? Sprecht von dort, wenn nicht, dann werden wir den
Bogen spannen.“ Mein Meister sagte: "Wir werden unsere Antwort Chiron geben, in der Nähe.
Leider war eure Art immer, auszuschlagen." Dann berührte er mich und sagte: „Das ist Nessus, der
wegen seines Diebstahls der schönen Deianira starb, und sein Blut nahm Rache durch sein Blut.

Er, in der Mitte, dessen Kopf auf die Brust gesenkt ist, ist der große Chiron, der den Achilles
gepflegt: der andere ist Pholus, der so voller Wut war. Sie rennen um den Graben, zu Tausenden,
durchbohren mit Pfeilen jeden Geist, der aus des Blutes Schuld verdammt ward.“ Wir zogen in der
Nähe der raschen Kreaturen dahin. Chiron hatte einen Pfeil, und schob seinen Bart von seinem
Gesicht. Als er seinen riesigen Mund aufgedeckt, sagte er zu seinen Gefährten: "Ist dir der hinter
dir, der bewegt, was er berührt, aufgefallen? Die Füße der Toten in der Regel tun nicht so.“
Und mein guter Führer, der vor Chirons vorderem Teil war, wo die zwei Naturen sich vereinen,
antwortete: "Er ist wirklich lebendig, und, allein, ich habe ihm das dunkle Tal zu zeigen.
Notwendigkeit bringt ihn hier her, und er wünschte es nicht. Sie, die mir diese neue Pflicht gab,
kam aus dem Singen der Hallelujas: er ist kein Dieb, noch bin ich ein böser Geist. Aber bei dieser
Tugend, mit deren Hilfe ich meine Füße auf so unsicheren Weg lenke, leiht uns einen eurer Leute,
dem wir folgen können, so dass er uns zeigen kann, wo die Furt ist, und führe uns dieser eine auf
dem Rücken, denn er kann nicht als Geist durch die Luft fliegen."

Chiron drehte sich um und sagte zu Nessus: "Wende dich, und führe sie dann, und wenn eine andere
Mannschaft euch treffen wird, halte sie ab."

Inferno XII, 100-139: Die Tyrannen, Mörder und Krieger

Wir zogen weiter mit unserem vertrauenswürdigen Führer, entlang des Randes des Kochtopfes, in
dem die, die gekocht wurden, laut schrien. Ich sah Menschen so weit eingetaucht, bis zu den
Augenbrauen, und der große Zentaur sagte: "Dies sind Tyrannen, die dem Blut ergeben und dem
Raub. Hier beklagen sie ihre Straftaten, die sie ohne Gnade getan. Hier ist Alexander und der
heftige Dionysius von Syrakus, Sizilien, der Jahre der Schmerzen herrschte. Der Kopf mit
schwarzen Haaren ist Azzolino, und der andere, der blonde, ist Obizzo da Este, dessen Leben
getötet ward, in Wahrheit, von seinem Stiefsohn." Dann wandte ich mich an den Dichter, und er
sagte: "Lass ihn dich führen jetzt, und ich folge als Zweiter."

Ein Stück weiter hielt Nessus inne, neben Menschen, die in dem Materiestrom bis zu ihrem Hals
versunken schienen. Er zeigte uns einen Schatten, abgesehen von sich selbst, mit den Worten:
"Dieser eine, Guy de Montfort, in Gottes Gemeinde, durchbohrte das Herz, das immer noch von der
Themse verehrt wird."

Dann sah ich andere, die ihre Köpfe und Brüste hielten ebenfalls in dem Fluss, und ich kannte viele
von ihnen. So wurde das Blut flacher und flacher, bis sie nur noch gekocht ihre Füße, und hier
fanden wir den Weg durch den Graben.

Der Zentaur sagte: "Wie du siehst den Materiestrom kontinuierlich abnehmen, auf dieser Seite, so
auf der anderen Seite sinkt es mehr und mehr, bis er wieder kommt, wo die Tyrannen, die dazu
verdammt sind, trauern. Die göttliche Gerechtigkeit quält hier Attila, die Geißel der Erde, und
Pyrrhus und Sextus Pompeius, und für die Ewigkeit fließen wie Milch Tränen, vom Kochen
hergestellt, aus Rinier da Corneto und Rinier Pazzo, die Krieg auf den Hochstraßen gemacht.“ Dann
wandte er sich wieder um und durchquerte die Furt.

Inferno XIII, 1-30: Die Harpyien: Die Selbstmörder

Nessus war noch nicht auf die andere Seite zurückgeführt, wie man durch einen Wald geht, von
keinem Pfad markiert. Das Laub war nicht grün, sondern von einer dunklen Farbe: die Zweige
waren nicht glatt, sondern verzogen und verknotet, es gab keine Früchte, aber giftige Dornen. Die
wilden Tiere, die die bestellten Felder hassen, in der toskanischen Maremma, zwischen Cecina und
Corneto, haben Höhlen weniger dicht und verheddert. Hier nisten die brutalen Harpyien, sie, die die
Trojaner aus den Strophaden gejagt, mit düsteren Äußerungen der künftigen Leiden.

Sie haben breite Flügel und menschliche Hälse und Gesichter, Krallenfüße und große gefiederte
Bäuche, und sie machen traurige Schreie in diesem seltsamen Wald. Der Künste Meister sagte:
"Bevor du weiter gehst, beachte die, die im zweiten Ring sind und werden bis zu dem schrecklichen
Sand kommen. Also schau genau hin, und du wirst Dinge sehen, dass du vielleicht meinen Worten
misstraust.“

Schon hörte ich Seufzer auf jeder Seite, und sah niemanden, sie zu machen, dass ich völlig
fassungslos da stand. Ich denke, dass er dachte, dass ich dachte, dass viele dieser Stimmen aus den
Bäumen kämen, von Menschen, die sich wegen uns verborgen hielten. So sagte der Meister: "Wenn
du einen kleinen Zweig von einem dieser Äste brichst, die Gedanken, die du haben wirst, um dies
zu sehen, werden falsch sein."

Inferno XIII, 31-78: Der Wald der Selbstmörder: Pier delle Vigne

Dann streckte ich meine Hand ein wenig aus, und brach einen kleinen Zweig von einem großen
Dorn, und sein Stamm rief: "Warum hast du mich zerrissen?“ Und als er dunkel von Blut geworden
war, begann er wieder zu schreien: "Warum hast du mich zersplittert? Hast du keinen Hauch von
Mitleid? Wir waren Männer, und wir sind in Bäume verwandelt. Wirklich, deine Hand wäre
barmherzig, wenn wir nur die Seelen der Schlangen hätten."

So wie ein grüner Zweig, brennend an einem Ende, spuckt und zischt mit entweichender Luft an
dem anderen Ende, so aus Bruchholz Blut und Worte kamen zusammen: da ließ ich den Ast fallen
und stand, wie ein Mann voller Angst. Meine kluge Balsamstaude antwortete: "Verwundete Seele,
wenn er nur geglaubt hätte zuvor, was er in meinen Versen gelesen hatte, würde er nicht seine Hand
heben gegen dich, aber die unglaubliche Natur der Sache hat ihn gedrängt zu tun, was dich
schmerzt. Aber sag ihm, wer du bist, damit er etwas wieder gutmachen kann an dir, und erneuern
deinen Ruhm in der Welt, in die ihm erlaubt ist, zurückzukehren.“

Und der Baum antwortete: "Du verleitest mich so, mit deinen süßen Worten, da kann ich nicht
schweigen, aber widersprich auch nicht, wenn ich expansiv bin in der Rede. Ich bin Pier delle
Vigne, der beide Schlüssel zu Friedrichs Herzen gehalten und verwendet, Verriegelung und
Entriegelung, so leise, dass ich immer fast alle anderen von seinen Geheimnissen wusste. Ich war so
treu in diesem herrlichen Amt, durch das ich meinen Schlaf und mein Leben verloren.

Die Hure, die nie wandte ihre Augen von des Kaisers Hause, der Neid, die gemeinsame Krankheit
und Laster der Gerichte, rührte alle Köpfe gegen mich auf, und hat aufgerührt den Augustus, so dass
meine feinen Ehrungen wurden in schwere Leiden verwandelt. Mein Geist, in einem verächtlichen
Modus, denkt, dem Spott mit dem Tode zu entgehen, und ließ mich, obwohl ich einfach war,
ungerecht gegen mich selbst sein. Bei den seltsamen Wurzeln dieses Baumes schwöre ich dir, ich
habe nie gebrochen die Treue gegen meinem Herrn, so würdig der Ehre. Wenn einer von euch
zurück in die Welt kommt, möge er erhöhen und pflegen die Erinnerung an mich, die immer noch
gering ist durch den Schlag, den der Neid mir gab."

Inferno XIII, 79-108: Das Schicksal der Selbstmörder

Der Dichter hörte eine Weile zu, dann sagte er zu mir: "Da er schweigt, verliere nicht den Moment,
sondern rede, und bitte ihn, dir mehr zu sagen.“ Darauf sagte ich zu ihm: "Du frage ihn weiter, etwa
was du denkst, was mich interessieren könnte, denn ich kann nicht, denn Mitleid füllt mein Herz."
So fuhr er fort: "Da der Mensch zu tun frei ist, was deine Worte von ihm verlangen, eingesperrter
Geist, freue dich, uns zu sagen, wie weiter die Geister in diesen Knoten gefangen sind: und sag uns,
wenn du kannst, ob einer von ihnen sich zu befreien weiß von diesen Gliedern."

Da blies der Stamm heftig, und der Atem wurde zu Worten wie diesen gedrechselt: "Meine Antwort
wird kurz sein. Wenn der wilde Geist den Körper verlässt, von dem er sich losgerissen hat, sendet
ihn Minos in den siebten Golf. Er fällt in diesen Wald, und kein Platz ist für ihn festgelegt, aber, wo
auch immer der Zufall ihn hinschleudert, gibt es Sprossen, wie ein Korn des deutschen Weizens, der
schießt wie ein Bäumchen auf und dann als ein wilder Baum. Die Harpyien futtern dann auf seinen
Blättern wehvoll, und geben einen Ausgang seinen Schmerzen.

Wie anderen werden unsere Leichen auf den Tag des Gerichts bewahren, aber nicht so, dass jeder
von uns ihn wieder bevölkern kann, weil es nicht sein kann, das zu bekommen, was wir von uns
selbst nicht haben wollten. Wir werden hier auf den Dornbaum seinen gequälten Schatten ziehen,
und unser Körper wird in dem düsteren Wald aufgehängt werden, für immer.“

Inferno XIII, 109-129: Lano Maconi und Jacomo da Sant' Andrea

Wir hörten immer noch auf den Baum, und dachten, er könnte uns mehr erzählen, als wir durch ein
Geräusch aufgeschreckt wurden, wie jene, die glauben, das Wildschwein steht kurz davor, wo sie
stehen, und hören die Tiere und das Krachen der Zweige. Siehe, auf der linken Seite, zwei nackte,
zerrissene Geister, so hart brachen durch das Dickicht des Waldes. Der Anführer rief: „Komm, o
Tod, jetzt komm!" Und der andere, Jacomo, der zu langsam zu sein fühlte, rief: "Lano, waren die
Beine nicht so schnell zu dem Fischermord von Toppo?" Und sein Atem fusionierte mit einem
Busch.

Der Wald hinter ihnen wurde mit schwarzen Hündinnen und Hunden gefüllt, eifrig und schnell wie
Windhunde, die die Leine zerrissen. Sie hauten ihre Zähne in Lano, der da hockte, und rissen ihn in
Stücke, und dann fraßen sie seine miserablen Gliedmaßen.

Inferno XIII, 130-151: Der namenlose Florentiner

Mein Führer nahm mich bei der Hand und führte mich in den Busch, der trauerte, vergeblich, durch
seine Blutungen und Splitter und rief: "O Jacomo da Sant' Andrea, was hast du gewonnen, indem du
vor mir deinen Schirm gewonnen hast? Welche Schuld muss ich büßen für dein sündiges Leben?“
Als der Meister daneben aufgehört hatte, sagte er: "Wer bist du, der du ausatmest deine traurige
Rede, mit Blut, durch so viele Wunden?“

Und er zu uns: "Ihr Geister, die gekommen sind, um die unehrenhaften Mängel, die meine Blätter
von mir gerissen haben, sehen zu können, sammelt sie am Fuß dieses traurigen Baumes. Ich war
von Florenz, dieser Stadt, die Mars, seinen Schutzgott, verwandelt in Johannes den Täufer, weil sie
durch jene, die Gott durch ihre Kräfte versuchen, immer traurig gemacht wird. Wäre es nicht so,
dass einige Fragmente seiner Statue bleiben, wo die Ponte Vecchio überquert den Arno, jene Bürger,
die es auf der Asche Attilas gebaut, würden vergeblich gearbeitet haben. Ich machte einen Galgen
für mich, aus meinem eigenen Hausbalken.“

Inferno XIV, 1-42: Die gegen Gott Gewaltsamen

Wie die Liebe meiner Heimat mich gerührt, sammelte ich die verstreuten Blätter, und gab sie ihm
zurück, der bereits heiser war. Dann kamen wir an den Rand, wo die zweite Runde von der dritten
geschieden wird, in dem eine furchterregende Form der Gerechtigkeit gesehen wurde. Um diese
neuen Dinge klar zu machen, sage ich, wir erreichten eine Ebene, wo das Land abstößt alle
Vegetation. Der traurige Wald macht einen Kreis um es, wie der Graben umgibt den Wald: hier
traten wir in die Nähe der Felge.
Der Boden war trocken, von dickem Sand, in Form wie der, welchen Cato einmal trat, nicht anders.
O Gott der Rache! Der wegen dem, was meinen Augen gezeigt wurde, sollte gefürchtet werden von
allen, die es lesen! Ich sah viele Gruppen von nackten Geistern, die alle bitter stöhnen: und es
schienen auf sie angewendet diverse Regeln. Einige waren das Gesicht nach oben auf dem Boden
liegend, einige saßen, alle kauerte, und andere durchstreiften das Land kontinuierlich.

Diejenigen, die sich bewegten, waren zahlreicher, und diejenigen, die in der Qual lagen, weniger,
aber sprachen lauter Schmerzensschreie aus. Flocken von Feuer langsam fielen, wie Schnee in den
windstillen Bergen, und regneten über den großen Sandstrand. Wie die Flammen, die Alexander
fallen sah, in den heißen Zonen von Indien, über seine Armee, bis sie den Boden erreichten, Brände,
die leicht abgeschreckt wurden, während sie getrennt waren, so dass seine Truppen sich kümmerten,
um die Erde mit Füßen zu treten, wie diese Flocken fiel diese ewige Hitze, zündend den Sand wie
Zunder unter Feuerstein und Stahl, zur Verdoppelung der Schmerzen.

Der Tanz ihrer gefolterten Hände hielt nie still, bald hier, bald dort, die frischen Feuerflocken
abzuschütteln.

Inferno XIV, 43-72: Capaneus

Ich begann: "Meister, du hast alles überwunden, außer den verstockten Dämonen, die sich gegen
uns am Eingang zum Tor aufstellten, wer kam da, der große Geist, der gleichgültig gegenüber dem
Feuer scheint, und liegt dort, höhnisch, verzerrt, so dass der Regen nicht seine Reue zu vertiefen
scheint?" Und er selbst, der feststellte, dass ich fragte meinen Führer über ihn, rief: „Was ich war,
als ich lebte, bin ich jetzt, ich bin tot. Obwohl Jupiter erschöpfte Vulcanus, seinen Schmied, vor
dem er schleuderte in Wut die heftigen Blitzkeile, damit ich unten an meinem letzten Tag getroffen
wurde, und obwohl er erschöpft die anderen, die Zyklopen, einen nach dem anderen mit dem
schwarzen Schmiede von Aetna und schrie: Hilfe, Hilfe, guter Vulcanus! so wie er in der Schlacht
von Phlegra, zwischen den Göttern und den Riesen, tat, und schleuderte seinen Blitzkeil auf mich
mit all seiner Kraft, er wird immer noch nicht die volle Rache genießen.“

Dann sprach mein Führer, mit einer Kraft, die ich noch nicht gehört hatte: "O Capaneus, kannst du
mehr bestraft werden, dass dein Stolz immer noch nicht erlischt? Keine Qual würde Schmerzen
erzeugen passend für deine Wut, mit Ausnahme deiner eigenen Raserei." Dann wandte er sich an
mich mit sanfter Stimme und sprach: "Das war einer der sieben Könige, die Feuer an Theben
gelegt: und er hielt sich für Gott und scheint Gott zu verachten und schätzt ihn gering, auch als ich
ihm sagte, sein Trotz sei ein Ornament, das der Brust passt."

Inferno XIV, 73-120: Der alte Mann von Kreta

"Nun folge mir, und achte darauf, deine Füße noch auf den glühenden Sand zu setzen, aber immer
immer wieder in der Nähe des Waldes." Wir kamen, in der Stille, an den Ort, wo ein kleiner Bach
sprudelt aus dem Wald, die Rötung von dem acht mich immer noch schaudern. Wie das Flüsschen,
das schwefelrot vom Bulicame im Frühling in der Nähe von Viterbo läuft, da die sündigen Frauen
teilen sich untereinander, so dieses rannte über den Sand. Sein Bett und seinen beiden schrägen Ufer
waren versteinert, und ich erkannte, dass er an unserem Weg lag.

"Unter all den anderen Dingen, die ich dir gezeigt, da zwar das Tor, dessen Schwelle niemandem
verweigert wird, deine Augen gesehen haben, da war nichts so bemerkenswert, wie dieser
gegenwärtigen Strom, der löscht alle Flammen über sich." Das waren Worte meines Führers, bei
denen ich ihn bat, mit mir zu essen, denn er hatte mir etwas gegeben, den Appetit zu stillen.

Dann sagte er: "Es gibt eine einsame Insel in der Mitte des Meeres, genannt Kreta, unter dessen
König Saturnus die Welt rein war. Es gibt einen Berg, genannt Ida, der einmal an Wasser und
Vegetation erfreut war, und jetzt ist er wie eine alte Halde. Rhea wählte ihn, einmal, als die
vertrauenswürdige Wiege ihres Sohnes, und der gut war, ihn zu verstecken, als er weinte,
verursachten doch seine lauten Schreie ein Echo.

Im Inneren des Berges steht ein großer alter Mann aufrecht, mit den Schultern wandte er sich zum
ägyptischen Damiette, und schaut auf Rom, als wäre es sein Spiegel. Sein Kopf ist aus purem Gold
gebildet, seine Arme und Brüste sind raffiniertes Silber: Bronze ist er dann bis zu den
Oberschenkeln. Nach unten von dort aus ist er aus Eisen, außer dass der rechte Fuß ist aus
gebranntem Ton und von mehr Gewicht als der andere. Jedes Teil, mit Ausnahme des Goldes, ist
voll Spalten, die Tränen zu sammeln und zu durchbohren die Grotte. Ihr Kurs fällt vom Fels bis in
dieses Tal. Sie bilden Acheron, Styx und Phlegethon, dann, von diesem engen Kanal, gehen sie nach
unten, wo es keinen weiteren Rückweg gibt, und bilden den Cocytus: Du wirst sehen, welche Art
von See das ist:. So will ich ihn dir jetzt nicht beschreiben."

Inferno XIV, 121-142: Die Flüsse Phlegethon und Lethe

Ich sagte zu ihm: "Wenn der gegenwärtige Strom fließt wie die von unserer Welt, warum ist es
dann, dass er uns nur an diesem Ufer gezeigt wird?“ Und er zu mir: "Du weißt, der Ort ist
kreisförmig, und obwohl du weit von links kommst, immer absteigend in die Tiefe, hast du noch
nicht eine komplette Runde gedreht, so dass, wenn es Neuigkeiten für uns gibt, es sollte nicht ein
Ausdruck des Staunens auf deinem Gesicht sein.“

Und ich wieder: "Meister, wo werden Lethe und Phlegethon gefunden, da du nicht von der Lethe
sprichst, und sagst, dass der Phlegeton aus diesen Tränen gebildet wird?“ Er antwortete: "Du
gefällst mir, wirklich, bei all deinen Fragen, aber das kochende rote Wasser könnte auch eine von
denen beantworten, die du fragst. Du wirst Lethe sehen, aber über diesem Abgrund gibt es sie, auf
dem Berg, wo die Geister gehen, um sich zu reinigen, wenn ihre Schuld durch Buße freigesprochen
wurde."

Dann sagte er: "Jetzt ist es Zeit, um den Wald zu verlassen: siehe zu, dass du mir folgst. Die Balken
hier, die nicht brennen, bilden einen Weg, und über ihnen wird all das Feuer gelöscht.“

Inferno XV, 1-42: Die Gewaltsamen gegen die Natur: Brunetto Latini

Jetzt eins der festen Ufer nimmt uns auf, und der Rauch aus dem Strom macht einen Schatten oben,
so dass er das Wasser und die Balken schützt. So wie die Flamen zwischen Brügge und Wissant ihre
Deiche, um das Meer zurück zu halten, aus Angst vor der Flut bauen, die gegen sie schlägt; und wie
die Paduaner tun, entlang der Brenta, um ihre Städte und Burgen zu verteidigen, bevor die Kärntner
Berge spüren das Tauwetter; so diese Ufer wurden ähnlich gebildet, wenn auch ihr Schöpfer, wer
auch immer es war, sie weder so hoch noch so tief machte.

Schon waren wir so weit aus dem Wald, dass ich nicht in der Lage war, es zu sehen, wo es war, es
sei denn, ich drehte mich wieder, als wir trafen eine Gruppe von Geistern, kommend am Ufer
entlang, und jeder von ihnen sah uns an, wie in der Dämmerung Menschen einander ansehen, unter
einem Halbmond, und schauten auf uns, wie ein alter Schneider tut am Nadelöhr. Beäugt so von
diesem Stamm, wurde ich erkannt von einem, der mich am Rock zupfte meiner Robe und sagte:
„Wie wunderbar!"

Ich heftete meine Augen auf seine Visage, so dass sein Aspekt meinen Verstand nicht davon
abhalten konnte, ihn zu kennen, und ich neigte mein Gesicht zu seinem. Ich antwortete: "Bist du Ser
Brunetto?" Und er: "O mein Sohn, sei nicht unzufrieden, wenn Brunetto Latini sich wieder zu dir
wendet für eine Weile, und lässt das Publikum passieren.“ Da sagte ich: "Ich bitte dich, mit all
meiner Kraft, und wenn du mit mir sitzen willst, werde ich, wenn es dir gefällt es, mit dir gehen."

Er sagte: "O mein Sohn, wer auch immer die Herde anhält für einen Moment, muss für hundert
Jahre danach liegen, ohne Kühlung, selbst wenn das Feuer auf ihn einschlägt. Also mach weiter, ich
will dir auf den Fersen folgen, und dann werde ich mich meiner Mannschaft wieder anschließen, in
die Trauer des ewigen Verlustes zu gehen."

Inferno XV, 43-78: Brunettos Prophezeiung

Ich wagte nicht, zu verlassen die Straße der Ebene mit ihm, aber hielt den Kopf gesenkt wie einer,
der ehrfürchtig geht. Er begann: "Welches Schicksal oder welcher Zufall bringt dich hier nach
unten, vor deiner letzten Stunde? Wer ist dieser, der zeigt dir den Weg?" Da antwortete ich: "Ich
verlor mich, in de klaren Leben oben, in einem Tal, bevor meine Jahre abgeschlossen waren. Erst
gestern Morgen drehte ich meinen Rücken ihm zu: er erschien mir, als ich zurück wollte, und er
führt mich auch wieder zurück, aber auf diesem Weg."

Und er zu mir: "Wenn du deinem Stern folgst, kann man nicht umhin, einen herrlichen Hafen zu
erreichen: wenn ich klar das süße Leben beurteile. Wenn ich dich nicht, bevor du stirbst, bei deiner
Arbeit unterstützen würde, würde ich nicht sehen, dass der Himmel so freundlich zu dir ist. Aber
undankbare bösartige Menschen, die unten von Fiesole nach Florenz kamen, in den alten Zeiten,
und haben immer noch etwas auf den Bergen und den Felsen, werden dir feindlich sein, wenn du
für dein Wohl gehst, und mit Vernunft handelst, denn es ist nicht passend für den süßen
Feigenbaum, Früchte von sauren Holzäpfeln zu tragen.

Der letzte Bericht auf der Erde erklärt sie für blinde, neidische, stolze und geizige Menschen: Stell
du sicher, dass du dich selbst reinigst von ihren Fehlern. Dein Schicksal prophezeit solche Ehre für
dich, dass beide Parteien Hunger haben nach dir, aber die Ziege wird fern von der Weide sein. Lass
die Herde von Fiesole geben Mist von selbst, aber berühre nicht die Anlage, in der das heilige
Saatgut der Römer belebt wird, die bleiben, wenn das Nest der Bosheit geschaffen wird, wenn
überhaupt noch eine Pflanze entspringt ihrem Kot."

Inferno XV, 79-99: Dante akzeptiert sein Schicksal

Ich antwortete ihm: "Wenn meine Wünsche völlig erfüllt sind, würdest du dich nicht getrennt
haben, aber die menschliche Natur, da in meinem Gedächtnis die Lieben und die Art des väterlichen
Bildes von dir festgelegt ist, geht an meine Herz, wie wenn in der Welt, von Stunde zu Stunde, du
mich gelehrt die Art und Weise, wie der Mensch sich selbst verewigt; und es ist passend, dass meine
Zunge zeigt, was Dankbarkeit ist, die ich zu halten gedenke, solange ich lebe. Was du mir sagst über
mein Schicksal, ich schreibe es auf, und bewahre es mit einem früheren Text, für eine Frau, die
wissen wird, wie sich dazu zu äußern, wenn ich sie erreiche.

Ich würde dies viel zu bekannt machen: Ich bin bereit zu was auch immer das Glück will, so lange,
wie das Gewissen mir nicht weh tut. Solche Prophezeiungen sind nicht neu in meinen Ohren: So
lass Fortuna drehen ihr Rad, wie sie will, und der Bauer schwinge seine Hacke.“ Dabei blickte mein
Meister zurück, zu seiner Rechten, und sah mich an, dann sagte er: "Er hört interessiert zu, der es
bemerkt."

Inferno XV, 100-124: Brunetto nennt einige seiner Gefährten

Ich suchte nicht weniger mit Ser Brunetto zu sprechen, und ihn zu fragen, wer der berühmteste und
edelste seiner Begleiter ist. Und er zu mir: "Es ist gut zu kennen einige von: von dem Rest wäre es
lobenswert zu schweigen, die Zeit wäre zu kurz für eine solche Rede. Kurz gesagt, wisse, dass alle
waren Angestellte und große Gelehrte und sehr berühmt, mit der gleichen Sünde auf der Erde
behaftet.

Priscian geht mit dieser miserablen Menschenmenge, und Francesco d'Accorso: und wenn du
irgendeinen Wunsch nach einem solchen Abschaum hättest, könnte man Andrea di Mozzi nennen,
der von Bonifatius, dem Papst, servus servorum Dei, Knecht der Knechte Gottes, wurde eingesetzt,
gesehen zu haben den Arno, der in Vicenza heißt Bacchiglione, wo er von seinem missbrauchten
Körper verlassen wurde.

Ich würde mehr sagen, aber mein Wort und meine Abreise haben nicht zu verweilen, da ich sehe,
der neue Rauch steigt aus dem großen Sand. Die Leute kommen, mit denen ich nicht sein möchte:
Lass meine Tresoro von dir gelobt werden, in der ich noch lebe. Ich frage nicht nach mehr.“

Dann wandte er sich wieder und schien wie einer, der für das grüne Tuch läuft, bei Verona, durch
die offenen Felder: und schien einer von denen, der gewinnt, und nicht derjenige, der verliert.

Inferno XVI, 1-45: Rusticucci, Guido Guerra, Aldobrandi

Ich war schon an einem Ort, wo der Schwall des Wassers in den nächsten Kreis fiel, das klang wie
eines Bienenstockes Brummen, wenn drei Farben zusammen sind, laufend links eine
Menschenmenge, die unter dem scharfen brennenden Regen übergeben wurden. Sie kamen auf uns
zu, und jeder schrie: "Warte du, der uns erscheinen mag, nach der Kleidung, als jemand aus unserer
perversen Stadt.“

Weh mir, was für alte und neue Wunden sah ich an ihren Glieder, von den Flammen verbrannt! Es
macht mich traurig, wenn ich mich daran erinnere. Mein Lehrer hörte ihre Schreie, wandte sein
Gesicht zu mir und sagte: "Warte jetzt: Höflichkeit ist ihnen geschuldet, und wenn es nicht dieses
Feuer wäre, dass die Natur des Ortes regiert, würde ich sagen, dass du voreilig warst.“

Wie wir ausgeruht, ihre früheren Klagen begannen sie wieder, und als sie uns erreicht hatten, drei
von ihnen bildeten einen Kreis. Kreisend in der Runde, wie ein Champion-Ringer, nackt und
eingeölt, weiß, auf der Suche nach einem Halt oder einem Vorteil, bevor sie greifen und schlagen
einander, richtete jeder sein Gesicht auf mich, so dass der Hals gerichtet war die ganze Zeit auf die
entgegengesetzte Richtung der Füße.

Und einer von ihnen begann: „Wenn das Elend dieses sündigen Ortes und unser versengtes
gefärbtes Aussehen macht uns und unsere Gebete verächtlich, lass unseren Ruhm beeinflussen
deinen Verstand, um uns zu sagen, wer du bist, dass du deines Lebens Füße bewegst sicher durch
die Hölle. Er, in dessen Fußstapfen du mich laufen siehst, geschält und nackt, wie er ist, war größer
im Grad, als man denkt. Sein Name ist Guido Guerra, der Enkel der guten Dame Gualdrada, und in
seinem Leben hat er viel erreicht im Rat und mit seinem Schwert.
Der andere, der den Sand hinter mir beschreitet, ist Tegghiaio Aldobrandi, dessen Worte sollten in
der Welt angehört werden. Und ich, der mit ihnen in der Qual zusammengestellt bin, bin Jacopo
Rusticucci, und sicherlich meine grimmige Frau verletzt mich mehr als alles andere."

Inferno XVI, 46-87: Der Zustand von Florenz

Wenn ich vor dem Feuer geschützt worden wäre, und ich nach unten unter sie hätte schreiten
wollen, ich glaube, mein Lehrer hätte es erlaubt, aber, wie ich verbrannt und gebacken worden
wäre, ich selbst, meine Angst war groß, die hätte sie gerne umarmt.

Dann begann ich: "Euer Zustand rührt Trauer in mir auf, nicht Verachtung, so tief, sie wird nicht
bald weg sein, als mein Führer Worte zu mir sprach, mit dem ich verstanden hätte, mich Männern
wie euch vielleicht zu nähern. Ich bin aus eurer Stadt, und ich habe immer gehört und erprobt eure
Namen und eure Taten mit Zuneigung. Ich verlasse die Galle hinter mir und gehe in Richtung der
süßen Früchte, die mir versprach meine wahrheitsgemäße Führung, aber zuerst muss ich nach unten
in die Mitte."

Er antwortete dann: "Da kann deine Seele lange leben in deinem Körper und dein Ruhm glänzen,
nachdem du, wie du uns erzählst, wenn Höflichkeit und Mut stimmen, immer noch lebst in unserer
Stadt, wie sie oder ob sie ganz verlassen ist? Guglielmo Borsiere, der in Schmerzen mit uns eine
Weile gewesen ist, geht einher dort mit unseren Begleitern, und quält uns sehr mit dem, was er
sagt.“

"Neue Menschen und plötzlicher Reichtum haben Stolz und Überfluss in dem von euch
erschaffenen Florenz aufgebracht, so dass ihr bereits um sie weint." So rief ich mit erhobenem
Gesicht, und die drei, die dies für eine Antwort hielten, sahen einander an, wie einer starrt die
Wahrheit an. Sie antworteten zusammen: "Selig bist du, wenn durch das Sprechen nach deinem
Willen es dich so wenig kostet, andere zu befriedigen! Also, wenn du diesen düsteren Räumen in
die Schönheit der Sterne wieder entkommst und wendest dich und siehst, wirst du froh sein zu
sagen: Ich war dort, dann kümmere dich um das, was die Menschen von uns sagen.“

Dann brachen sie ihre Kreise, und, als sie liefen, schienen Flügel ihren schnellen Beinen zu
wachsen.

Inferno XVI, 88-136: Das Monster Geryon

Ein Amen konnte nicht in so kurzer Zeit gesagt werden, wie ihre Flucht geschah, über die mein
Meister sich freute, fortzugehen. Ich folgte ihm. Wir waren nur ein kleines Stück weg, als der Klang
des Wassers so in unsere Nähe kam, dass, wenn wir sprachen, wir hörten einander kaum.

Wie dieser Fluss, der erste, der seinen eigenen Kurs auf die Ostküste nimmt, südlich von Monte
Veso, wo der Po steigt, auf der linken Flanke der Apenninen und heißt Acquacheta oben, bevor er in
sein unteres Bett fällt und verliert seinen Namen, um Montone bei Forlì zu heißen, stürzend durch
einen Sturz, Echos kamen aus dem Berg, oberhalb von San Benedetto, wo eine Zuflucht für
tausende sein sollte, ja, unten an einem steilen Ufer fanden wir, dass das verdorbene Wasser ein
Echo gab, so sehr, dass es in kurzer Zeit unser Gehör genommen haben könnte.

Ich hatte eine Schnur um mich gefesselt, mit ihr hatte ich einmal gedacht, den Leoparden mit der
gefleckten Haut zu fangen. Nachdem ich sie vollständig abgewickelt von mir, wie mein Führer
befohlen, hielt ich sie gesammelt und aufgewickelt. Dann nach rechts drehte er sich und warf das
Ende davon von der Kante ein wenig weg, nach unten in den steilen Abgrund. Ich sagte mir:
"Sicherlich ist etwas seltsam dieses neue Zeichen unserer Absichten, dass mein Meister schaut mit
den Augen, wie es fällt."

Ach, wie Menschen sollten vorsichtig sein mit denen, die nicht nur unser Handeln sehen, sondern
mit ihrem Verständnis lesen in unseren Gedanken! Er sagte zu mir: "Das, was ich erwarte, wird bald
aufsteigen, und was deine Gedanken darüber spekulieren, wird bald klar sein deinen Augen."

Ein Mann sollte für immer schließen die Lippen, so fest er kann, der Wahrheit, die wie Falschheit
scheint, denn er verursacht Vorwürfe, obwohl er unschuldig ist, aber ich kann hier nicht schweigen:
Und, Leser, ich schwöre dir, bei den Worten diese Commedia, da sie möglicherweise nicht frei von
dauerhaften Gunsten ist, dass ich sah eine Form, erstaunlich, jedem zu erschüttern das Herz, die
kommt schwimmend nach oben durch die dichte dunkle Luft, wie ein Mann sich erhebt, der nach
unten gegangen ist, irgendwann, zu verlieren einen Anker, der auf einem Felsen oder etwas anderem
gefangen ist, in dem Wasser verborgen, der breitet die Arme aus, und stellt sich auf die Füße.

Inferno XVII, 1-30: Die Dichter nähern sich Geryon

"Schau das wilde Tier, mit dem spitzen Schwanz, der Berge durchquert, und durchdringt Wände
und Rüstung: Schau, wie er die ganze Welt verpestet." So begann mein Führer, mit mir zu sprechen,
und winkte ihm zu nahen und am Ende zu landen auf unserem steinigen Weg, und das abscheuliche
Bild von Betrug kam, und hat geerdet seinen Kopf und seine Brust, aber nicht den Schwanz hebend,
auf der Klippe.

Sein Gesicht war das Gesicht eines ehrlichen Mannes, es hatte so gutartig einen nach außen
gerichteten Aspekt: der ganze Rest war der Körper einer Schlange. Beide Arme waren mit Haaren in
den Achselhöhlen bedeckt; der Rücken und die Brust und beide Flanken wurden mit Knoten und
Kreisen geschmückt. Tataren oder Türken färben Tücher nie mit mehr Farbe, Hintergrund und
Stickereien: noch hat Arachne verbreitet solche Bahnen auf ihrem Webstuhl. Wie die Boote liegen
am Ufer, im Wasser, und ein Teil an Land, und wie die Biber, unter den fressenden Deutschen,
bereiten sich für einen Kampf, so die schlimmste aller wilden Kreaturen lag auf der Klippe, die den
großen Sand mit Stein umgibt.

Sein Schwanz schaute ins Leere, verdrehend die giftige Gabel nach oben, dass die Spitze bewaffnet
war, wie ein Skorpion. Mein Führer sagte: "Jetzt müssen wir unseren Weg lenken etwas gegen das
böswillige Tier, das dort liegt.“

Inferno XVII, 31-78: die Wucherer

Dann gingen wir nach unten, auf der rechten Seite, und nahmen zehn Schritte zum Rand, so dass
wir voll und ganz den Sand und die Flamme vermieden, und als wir ihn erreichten, sah ich Leute
sitzen in der Nähe des Leerraums, ein wenig weiter weg, auf dem Boden.

Hier mein Meister sagte: "Geh und sieh den Zustand von ihnen, so dass du empfängst eine
vollständige Kenntnis dieser Runde. Kurz mit ihnen rede: Ich werde mit dieser Kreatur sprechen,
bis du zurück bist, so dass er uns auf seinen starken Schultern trägt." So, noch auf dem äußersten
Rand des siebenten Kreises, ging ich, ganz allein, zu denen, die in der traurigen Schar saßen.

Ihre Trauer sprudelte aus den Augen: sie schnippten weg die Flammen und manchmal den
brennenden Staub, auf dieser Seite, oder auf der, mit den Händen, nicht anders als Hunde tun im
Sommer, jetzt mit ihrer Schnauze, jetzt mit den Pfoten, wenn sie von Flöhen oder Mücken oder
Schmeißfliegen gebissen werden. Als ich meine Augen auf die Gesichter von mehreren von ihnen
richtete, auf die das schwere Feuer fällt, habe ich nicht erkennen können jeden, aber ich sah, dass
ein Beutel hing aus dem Hals eines jeden, der eine bestimmte Farbe hatte, und einen gewissen
Verschluss, und es schien ihr Auge sich von ihnen zu ernähren. Und wie ich unter sie kam und sah,
ich sah auf einer goldgelben Geldbörse ein azurenes Muster, das das Aussehen und die Haltung
eines Löwen hatte.

Dann mein Blick ging weiter auf seiner Bahn, da sah ich ein anderes Muster, rot wie Blut, und es
zeigte eine Gans, weißer als Butter. Und derjenige, der seine weiße Geldbörse mit einer azurblauen
trächtigen Sau gestempelt hatte, sagte zu mir: "Was machst du in dieser Grube? Jetzt geh weg, und
da du noch am Leben bist, wisse, dass mein Nachbar, Vitaliano, wird kommen, um hier zu meiner
Linken zu sitzen. Ich, ein Paduaner, bin mit diesem Florentiner zusammen.“ Viele zu der Zeit
schrien taub mein Gehör und schrien: „Lasst den edlen Ritter kommen, der die Geldbörse mit drei
Adlern mit Schnäbeln trägt!"

Dann verzerrt er den Mund und stieß seine Zunge heraus, wie ein Ochse leckt seine Nase, und ich
fürchtete, ein längerer Aufenthalt könnte ihn verärgern, der mich gewarnt hatte, einen kurzen
Aufenthalt zu machen, und wandte mich von jenen müden Geistern zurück.

Inferno XVII, 79-136: Die Dichter steigen auf das Monster Geryon

Ich fand meinen Führer, der bereits die Flanke des wilden Geschöpfs bestiegen hatte, und er sagte
zu mir: "Sei fest und mutig. Jetzt müssen wir mit Hilfe dieser Treppe hinab: Du kletterst voran: Ich
möchte in der Mitte sitzen, so dass der Schwanz uns nicht schaden kann."

Wie ein Mann, dessen Sitz dem Fieber nahe ist, dass sich die Nägel bereits verfärben, und er
schüttelt sich am ganzen Körper, wenn er in den Schatten sich begibt, so wurde ich, als er diese
Worte sagte: aber seine Zurechtweisung weckte Scham in mir, das macht den Diener mutig in
Gegenwart eines würdigen Meisters. Ich setze mich auf diese riesigen Schultern. Ich wollte sagen:
"Sieh zu, dass du mich fest umklammersr“, aber meine Stimme kam nicht heraus, wie ich gedacht.
Er, der mir in anderen Schwierigkeiten geholfen, zu anderen Zeiten, umarmte mich, sobald ich
angebracht war, und hielt mich aufrecht. Dann sagte er: "Nun bewege dich, Geryon! Mach große
Kreise, und lass deinen Abstieg sanft sein: Denk an die seltsame Belastung, die du mit dir führst.“

Wie ein kleines Boot nach hinten geht, rückwärts, von seinem Ankerplatz, so das Monster links von
der Klippe, und als er sich ganz frei fühlte, drehte er seinen Schwanz herum, dorthin, wo die Brust
gewesen war, und sich ausstreckend, schnippte er wie ein Aal, und versammelte die Luft mit seinen
Pfoten. Ich glaube nicht, dass die Angst größer war, als Phaethon die Zügel los ließ, und der
Himmel war versengt, wie er es immer noch zu sein scheint; oder als der schlechte Ikarus spürte die
Federn schmelzen von seinen Armen, als das Wachs erhitzt wurde, und sein Vater Dädalus rief: »Du
bist auf dem falschen Weg", wie mir war, als ich mich von der Luft umgeben sah, auf allen Seiten,
und sah alles verschwinden, mit Ausnahme des wilden Tieres.

Er geht unter, schwimmt langsam, langsam: rudert und fällt: aber ich sehe es nicht, außer durch den
Wind auf meinem Gesicht und von unten. Schon hörte ich den Katarakt, auf der rechten Seite, einen
schrecklichen Lärm unter uns machen, zu dem ich meinen Hals heraus streckte, mit meinen Blick
nach unten. Dann war ich voller Angst abzusteigen, denn ich sah Feuer und hörte Stöhnen, so dass
ich kauerte und zitterte am ganzen Körper. Und dann sah ich, was ich vorher nicht gesehen hatte,
unseren Untergang und das Kreisen durch die großen Übel, die in die Nähe von allen Seiten zogen.
Wie die Falken, die lang auf dem Flug gewesen sind, senken sich müde, ohne zu sehen Vögel oder
Köder, so dass der Falkner schreit: „Ah, du bückst dich!“ und er lässt sich weit von seinem Herrn
verächtlich und mürrisch nieder, so Geryon setzte uns nach unten, zur Basis, in der Nähe des Fußes
des gebrochenen Felsens, und von unserem Gewicht entlastet, abgeschossen, wie ein Pfeil vom
Bogen.

Inferno XVIII, 1-21: Malebolge

Es gibt einen Ort in der Hölle, genannt Malebolge, ganz aus Stein und farbig wie Eisen, so ist die
Klippe, die ihn umgibt. Er ist direkt im Zentrum des schlimmen Raumes, gähnend, sehr breit und
tief, von dessen Struktur werde ich am gebührenden Platz sprechen.

Die Marge, die bleibt zwischen der Basis des hohen felsigen Ufers und dem Brunnen, ist
kreisförmig, und sein Boden ist in zehn Gräben unterteilt. Wie die Form der Erde offenbart, in den
aufeinanderfolgenden Gräben kreist eine Burg, die Mauern zu verteidigen, wie der Entwurf
angezeigt. Und da gibt es Brücken zu den äußeren Ufern von den Schwellen der Festung, so von der
Basis der Klippe liefen Dämme, überschreitend die aufeinander folgenden Ufer und Gräben, bis zu
denen, die gut enden, und verknüpft sie.

Wir fanden uns dort, von Geryon herab geschüttelt, und der Dichter hat sich auf der linken Seite
gehalten, und ich ging hinter ihm.

Inferno XVIII, 22-39: Die Verführer

Auf der rechten Seite sah ich neue Schmerzen und Qualen, und neue Peiniger, mit der die erste
Kluft gefüllt war. In seinen Tiefen waren die Sünder nackt: auf unserer Innenseite seiner zentralen
Runde kamen sie auf uns zu, auf der Außenseite, mit uns gehend, aber mit größeren Schritten. Und
das Volk von Rom, in diesem Jahr des Jubiläums, wegen der großen Menschenmengen, ist initiiert,
das bedeutet, dass die Menschen über die Brücke passieren: die auf der einen Seite hatten alle ihre
Gesichter in Richtung Engelsburg, und gingen nach Sankt Peter: die auf der anderen Seite in
Richtung Monte Giordano.

Auf dieser Seite und auf jener, entlang der furchtbaren Felsen, sah ich gehörnte Dämonen mit
großen Peitschen, die sie heftig geschlagen, von hinten. Ach, wie ließ es sie beschleunigen ihre
Schritte auf den ersten Schlag! Wahrlich, keiner wartete auf den zweiten oder dritten.

Inferno XVIII, 40-66: Venedico de Caccianemico

Als ich ging, begegneten mir die Augen eines von ihnen, und ich sagte sofort: „Diese Schatten habe
ich gesehen." So habe ich aufgehört, ihn zu befragen, und der Künste Führer stand immer noch bei
mir, und hat mir erlaubt, ein wenig zurückzubleiben. Und der gegeißelte Geist gedachte, sich zu
verstecken, senkte sein Gesicht, aber es hat nichts geholfen, da ich sagte: "Du, der du die Augen auf
den Boden gesenkt, wenn die Funktionen, die du zeigst, nicht eine Illusion sind, bist du Venedico
Caccianimico. Was hat dich in eine solche beißende Essiggurke verwandelt?“

Und er zu mir: "Ich sage es ungern, aber deine klare Sprache, die mich an die ehemalige Welt
erinnert, zwingt mich. Ich war es, der Ghisola induziert, um des Marquis von Este Willen zu tun,
aber die unangenehme Geschichte klingt schlecht. Und ich bin nicht der einzige Bologneser, der
hier weint: Dieser Ort ist so erfüllt von uns, dass so viele Zungen nicht mehr gelehrt werden, sipa si
zu sagen, zwischen dem Strom Savena, der im Westen ist, und dem Strom Reno, also östlich von
Bologna. Wenn du Sicherheit und Zeugnis davon willst, erinnere dich, unsere Herzen waren
habgierige Geister." Und als er sprach, schlug ihn ein Dämon mit der Peitsche, und sagte: "Ehen,
Verführer? Es gibt keine Frauen hier, um sie zu kaufen.“

Inferno XVIII, 67-99: Der Verführer Jason

Ich kehrte zu meinem Führer zurück: dann ein paar Schritte, die wir gingen, wo ein Damm lief von
der Klippe. Diese stiegen wir sehr leicht hinan, und uns wendend nach rechts auf den zerklüfteten
Bergrücken, zogen wir weg von dieser ewigen Runde. Als wir den Bogen, wo es gähnt unten, auf
einen Weg zu den Gegeißelten verließen, sagte mein Führer: "Warte, und lass den Aspekt dieser
anderen mißgeborenen Geister dich schlagen, deren Gesichter man noch nicht gesehen hat, denn sie
gehen in unsere Richtung."

Wir sahen ihre Arbeit auf der alten Brücke, sie reisen auf uns zu auf der anderen Seite, gejagt
ebenfalls von der Peitsche. Ohne dass ich fragte, der Künste Meister sprach zu mir: "Schau dir diese
große Seele an, die kommt, und scheint nicht Tränen der Schmerzen zu vergießen: Was für ein
königlicher Aspekt noch immer! Das ist Jason, der, voll Weisheit und Mut, beraubt die Kolcher des
Goldenen Vlieses.

Er segelte von der Insel Lemnos, nachdem die mutigen gnadenlosen Frauen dort hatten alle ihre
Männer zu Tode gebracht. Er hat mit Geschenken und süßen Worten getäuscht die junge Hypsipyle,
als ihr Vater durch Täuschung den ganzen Rest gerettet hatte. Er ließ sie dort, schwanger und
einsam: wie die Schuld ihn verurteilt zu solchen Qualen: und Rache ist auch für seinen Verzicht auf
Medea gegeben. Mit ihm sind alle, die wie er Betrug übten, und lass dies genug sein zur Kenntnis
des ersten Abgrunds, und derer, die er schluckt."

Inferno XVIII, 100-136: Die Schmeichler

Wir waren bereits angekommen, wo der schmale Damm überquert das zweite Ufer und bildet ein
Widerlager zu einem zweiten Bogen. Hier hörten wir Leute jammern in dem nächsten Abgrund, und
sie blasen mit ihren Maulkörben, und markierten ihre Handflächen.

Die Ufer waren verkrustet, mit einer Form von den Dämpfen, unterhalb kondensiert, der greift die
Augen und Nasen an. Der Boden ist so tief, dass wir nicht einen Teil davon sehen, mit einer
Ausnahme durch das Klettern auf den Kamm des Bogens, wo die Felsen am höchsten sind. Wir
kamen dort an, und von dort, in dem folgenden Graben, sah ich Menschen in Exkremente
eingetaucht, was aussah, als wären sie aus menschlichem After geflossen. Und während ich auf der
Suche war, da unten, mit meinen Augen sah ich einen mit einem Kopf so mit Kot beschmiert, dass
es nicht klar war, ob er Kaufmann oder Laie war.

Er schrie mich an: "Warum bist du so scharf darauf, mich mehr als die anderen verstrickt zu
schauen?“ Und ich zu ihm: "Weil, wenn ich mich recht erinnere, habe ich dich zuvor mit trockenem
Kopf gesehen, und du bist Alessio Interminei aus Lucca: so dass ich Augen habe für dich mehr als
für alle anderen.“ Und er schlug seine Stirn und sagte: "Die Schmeicheleien, von denen meine
Zunge nie müde ward, haben mich dazu gebracht!“

Bei den Worten sprach mein Führer zu mir: "Erweitere deinen Kopf ein wenig, so dass deine Augen
klar sehen können, dort drüben, das Gesicht dieses schmutzigen und zerzausten Miststücks, die sich
kratzt, mit ihrem verschmutzten Nägeln, jetzt kauert sie sich hin, jetzt steigt sie auf die Füße. Es ist
Thais, die Hure, die auf ihres Geliebten Nachricht, mit der er sie aufgefordert, antwortete: Nein
danke, Wundersamer! Willst du wirklich großen Dank zurück von mir? - Nun lass unsere Suche mit
dieser satt sein.“

Inferno XIX, 1-30: Die Verkäufer der Heiligen Weihen

O Simon Magus! O ihr, seine räuberischen elenden Anhänger, die Prostitution betreiben, für Gold
und Silber die Dinge Gottes prostituieren, die der Tugend vermählt werden sollten. Nun müssen die
Trompeten für euch klingen, da ihr in der dritten Spalte seid.

Bereits kletterten wir zum nächsten Bogen auf den Teil des Damms, der direkt über der Mitte des
Grabens hängt. O Ewige Weisheit, wie groß ist die Technik, die du zeigst, im Himmel, auf der Erde
und in der Unterwelt, und wie mit Recht deine Tugend wirkt! An den Seiten und dem Boden des
Grabens sah ich die Steine voller Löcher, die alle von einer Breite waren, und jeder gerundet. Sie
schienen nicht schmaler oder größer als die in meinem schönen Baptisterium von Sankt Johannes,
als Ort gemacht, um zu schützen die Menschen durch die Taufe, von denen einer ich war, nicht vor
vielen Jahren, ein Kind im Inneren zu unterstützen: und lass dies ein Zeichen für die Wahrheit sein,
um alle Spekulationen zu beenden.

Aus dem Mund eines jeden Loches entstanden eines Sünders Füße und Beine, bis zu der Wade, und
der Rest blieb im Inneren. Die Sohlen waren alle in Brand, so dass die Gelenke zitterten, so stark,
dass sie Gras und Weidenzweige aufgeschnappt haben. Wie die Flamme einer brennenden öligen
Flüssigkeit sich nur auf der Oberfläche bewegt, so war es in ihrem Fall von der Ferse bis zu den
Beinen.

Inferno XIX, 31-87: Papst Nikolaus III

Ich sagte: "Meister, wer ist das, der sich umdreht und windet sich mehr als alle seine Gefährten, und
hat rötlichere Flammen geleckt?" Und er zu mir: "Wenn du mich dich führen lässt dort unten an
dem unteren Ufer, wirst du von ihm seine Sünden und ihn selbst kennen lernen." Und ich: "Was
auch immer dir gefällt, ist gut für mich. Du bist mein Herr, und weißt, dass ich nicht von deinem
Willen abweiche, auch weißt du, was nicht ausgesprochen wird."

Dann kamen wir auf den vierten Stützpfeiler: wir drehten uns um und stiegen auf der linken Seite
nach unten in die enge Lochtiefe. Der Künste Meister ließ mich nicht von seiner Seite, bis er mich
in das Loch von dem führte, der so gequält ward an den Füßen.

Ich begann zu sprechen: „O, unglücklicher Geist, wer immer du bist, der die Oberteile unten wie ein
Pfahl gepflanzt, bilde Wörter, wenn du kannst.“ Ich stand wie der Mönch, der Beichte hört eines
tückischen Attentäters, der an den Boden geheftet, ruft den Beichtvater zurück, und so verzögert er
sein Begräbnis. Und er rief: „Willst du hier schon stehen, Bonifatius, bist du schon da? Das Buch
der Zukunft hat mich um mehrere Jahre betrogen. Bist du satt, so schnell, von dem Reichtum, für
den du nicht gezögert, die Kirche, unsere schöne Dame, zu benutzen, und dann sie zu zerstören?“

Ich wurde, wie die, die stehen, ohne zu wissen, was ihnen gesagt worden ist, und nicht in der Lage
sind zu antworten, dem Spott ausgesetzt. Dann sagte Virgil: "Schnell, sag es ihm: Ich bin nicht der,
ich bin nicht der du denkst." Und ich antwortete, wie ich beauftragt wurde. Dabei die Beine des
Geistes wanden sich heftig: dann seufzend, mit weinerlicher Stimme, sagte er zu mir: "Was willst
du von mir? Wenn es dich so sehr interessiert, zu wissen, wer ich bin, dass du den Kamm verlassen
hast, wisse, dass ich trug den Großen Mantel, und wirklich war ich der Sohn des Orsini, des Bären,
so begierig, seine Jungen voranzutreiben, dass ich sammelte Reichtum oben, und hier bin ich jetzt.

Die anderen Simonisten, die vor mir kamen, sind mit dem Kopf nach unten gezogen, sie kauern in
den Rissen im Stein. Ich werde auch da unten hinfallen, wenn Bonifatius kommt, mit dem ich dich
verwechselte, als ich meine erschrockene Frage gestellt. Aber das Ausmaß der Zeit, in der ich meine
Füße gebacken, und stand wie dieser umgekehrt, ist bereits länger als die Zeit, da er wiederum mit
leuchtenden Füßen gepflanzt stehen soll, da nach ihm Clemens kommen wird, der gesetzlose Hirte,
mit hässlichen Aktionen, der passt in der Tat zu Bonifatius und meiner Kappe.

Er wird ein neuer Jason sein, der Hohepriester, von dem wir lesen in den Makkabäern: und wie sein
König Antiochus war, so wird Philipp sein, der Frankreich regiert.“

Inferno XIX, 88-133: Dante spricht gegen die Simonie

Ich weiß nicht, ob ich zu tollkühn war, aber ich antwortete ihm auf diese Weise: "Ah, jetzt sage mir,
wie viel Reichtum der Herr verlangt von Petrus, bevor er ihm gab die Schlüssel der Kirche in seine
Hände? Sicherlich wollte er nichts bekommen, er sagte nur: Folge mir!Auch nicht Petrus und die
anderen Apostel fragten nach Gold oder Silber von Matthias, als er gewählt wurde, um den Ort, den
Judas, die schuldige Seele, hatte verfallen lassen, zu füllen. Also, bleibe hier, weil du mit Recht
bestraft wirst, und behalte das unrechtmäßig erworbene Geld, das dich so mutig gegen Karl von
Anjou machte.

Und wäre es nicht so, dass ich immer noch von Ehrfurcht zurückhaltend bin bei den großen
Schlüsseln, die du in der Hand des freudigen Lebens gehalten, hätte ich noch mehr kraftvolle Worte
benutzt, da deine Habgier betrauert die Welt, niedertrampelnd das Gute, und erhöhend die
Gottlosen. Johannes der Evangelist sprach von Hirten wie dir, als er sah die große Hure, die an
vielen Wassern sitzt, mit der die Könige der Erde Unzucht getrieben haben, sie, die mit sieben
Köpfen geboren wurde und, sofern ihr der Ehepartner gefiel, Rechtfertigung erlangte.

Du hast einen Gott für dich selbst aus Gold und Silber gemacht, und wie willst du dich von den
Götzendienern unterscheiden, außer dass die ein Bild verehrten, und du hast hunderte? Ah,
Konstantin, wie viel Böses du gebarst, nicht in deiner Konversion, aber in dieser Spende, die der
erste wohlhabende Papst, Sylvester, von dir erhalten!"

Und während ich ihm gesungen diese Hinweise, prügelte er sich heftig mit beiden Füßen, entweder
aus Wut oder weil das Gewissen an ihm nagte. Ich denke, es gefiel meinem Führer sehr, er hatte
einen zufriedenen Ausdruck, hörend den Klang der wahren Worte, die ich sprach. So hob er mich
mit beiden Armen, und als er mich ganz an seine Brust gezogen, stieg er wieder auf dem Weg hinan,
den er herabgestiegen war, und wurde nicht müde, mich zu tragen und zu umklammern, bis er mich
auf den Gipfel des Bogens getragen hatte, der von der vierten Mauer auf die fünfte Mauer führte.

Hier setzte er seine Last ab: Leichter war es da für ihn, auf der rauhen steilen Klippe, die ein
schwieriger Weg für eine Ziege wäre. Von dort führt es in ein Tal, das für mich sichtbar war.

Inferno XX, 1-30: Die Seher und Zauberer

Ich muss Verse der neuen Qualen machen, und gebe für diese Angelegenheit den zwanzigsten Canto
der Hölle, der die Verdammten behandelt.

Ich war jetzt ganz bereit, in den Graben zu sehen, von Tränen der Angst gebadet wegen dem, was
mir offenbart wurde: Ich sah Menschen kommen, still und weinend durch das kreisende Tal, in
einem Tempo von Prozessionen, Litaneien singend, über die einzunehmende Welt. Als meine Augen
weiter unten auf sie sahen, jeder von ihnen erschien seltsam verzerrt, zwischen dem Kinn und dem
Anfang der Brust, da der Kopf in Richtung des Körpers umgekehrt, und sie bewegten sich
rückwärts, denn es war ihnen nicht erlaubt, nach vorne zu schauen. Vielleicht könnte man so durch
Lähmung verzerrt sein, aber ich habe es nie gesehen, und konnte es nicht glauben.

Leser, wie Gott es gewährt, dass du von deiner Lektüre profitierst, denke jetzt selbst, wie konnte ich
mich vom Weinen zurückhalten, als ich sah unser Bild so verzerrt, in der Nähe, dass die Tränen von
ihren Augen badeten ihre Hinterteile in der Spalte. Wahrlich, ich weinte, lehnte mich gegen einen
der Felsen der Klippe, so dass mein Führer sagte zu mir: "Bist du wie andere Narren auch? Mitleid
ist hier lebendig, wo es am besten vergessen wird? Wer ist gottlos als einer, der Mitleid mit Gottes
Gericht hat?"

Inferno XX, 31-51: Die Seher

"Hebe den Kopf und siehe, was er für die Erde tat, unter den Augen der Thebaner, zu dem sie alle
riefen: Wohin gehst du eilig, Amphiaraos? Warum hast du den Kampf beendet? Und er hat seinen
Abwärts-Ansturm nicht aufhören lassen, bis er Minos erreicht, der jeden Sünder ergreift. Beachte,
wie er die Brust mit den Schultern zusammen presst: weil er gewollt, zu weit über alles hinaus zu
sehen, sieht er jetzt hinter sich und geht nach hinten.

Siehe Tiresias, der seine Form verändert, als er eine Frau wurde, alle seine Glieder verändernd, und
später hatte er die beiden verschlungenen Schlangen mit seinem Stab ein zweites Mal geschlagen,
bevor er einen männlichen Aspekt wieder anzunehmen wusste.

Das ist Aruns, der mit dem Rücken zu Tiresias' Bauch steht, er, der in den Bergen der Toskana, in
Luni, wo der Carrarese mit der Hacke arbeitet, unter ihnen lebte, er hatte eine Höhle zu leben,
unterm weißen Marmor, aus der heraus er bestaunen konnte die Sterne und das Meer, nur um seine
Ansicht zu verderben."

Inferno XX, 52-99: Manto und die Gründung von Mantua

"Und sie, die ihre Brüste verdeckt, dass du sie nicht sehen kannst, mit ihren fließenden Locken, und
behaarter Haut auf der anderen Seite, sie war Manto, die durch viele Länder gezogen, dann sich
niederließ, wo ich geboren wurde. Es wird mich freuen, sie eine Weile sprechen zu hören.

Nachdem ihr Vater ging aus dem Leben und Theben fort, der Stadt des Bacchus, der kam zu
versklaven, die Welt durchstreifte sie eine lange Zeit. Ein See, der Gardasee, liegt am Fuße der
Alpen, im schönen Italien, in Deutschland wird über ihm Tirol abgeschlossen. Der Berg der
Apenninen, zwischen der Stadt Garda und Val Camonica, wird im Wasser gespiegelt, das in dem
See badet. In der Mitte gibt es einen Ort, wo die Bischöfe von Trient, Brescia und Verona können
ebenfalls den Segen geben, wenn sie auf diese Weise tun. Eine starke und schöne Festung steht da,
wo die Küstenlinie am niedrigsten ist, um die Brescianer und Bergamasker herauszufordern.

Da das gesamte Wasser, das nicht im Busen des Gardasees verbleiben kann, muss durch die grünen
Felder hinab, bildet es einen Fluss. Sobald das Wasser den Kopf erreicht, ist es nicht mehr der
Gardasee, aber Mincio, bei Governolo, wo es in den Po fließt. Es ist nicht weit geflossen, bevor es
die Ebene erreicht, auf der es sich ausbreitet und macht einen Sumpf, und im Sommer ist er
tendenziell ungesund. Manto, die wilde Jungfrau, sah die unbebauten Grundstücke, die nackten
Einwohner, unter den Niedermooren. Dort, allen menschlichen Kontakt vermeidend, blieb sie mit
ihren Anhängern, um ihre Kunst zu üben, und lebte dort, und ließ den leeren Körper dort zurück.

Dann werden die Menschen, die verstreut waren, zusammenkommen an diesem Ort, der auch von
den Sümpfen auf allen Seiten verteidigt wird. Sie bauten die Stadt über diesen toten Knochen, und
ohne andere Vorzeichen nannten sie sie Mantua, nach ihr, die als Erste wählte den Ort. Sobald es
mehr Einwohner hab, Casalodi wurde dummerweise von Pinamonte getäuscht. So, berechne ich,
wenn du jemals eine andere Geschichte über die Entstehung meiner Stadt hörst, lass dir nicht
Unwahrheiten zerstören die Wahrheit."

Inferno XX, 100-130: die Wahrsager und Astrologen

Und ich sagte: "Meister, deine Reden klingen mir, und so erhalten sie meine Überzeugung, dass alle
anderen sind wie verbrauchte Asche. Aber sag mir über die vorbeigehenden Leute, wenn du siehst,
dass jeder von ihnen erwähnenswert ist, da meine Gedanken wieder auf sie allein gerichtet sind.“

Dann sagte er zu mir: "Der, dessen Bart erstreckt sich von seinen Wangen, über seine dunklen
Schultern, war ein Wahrsager, als Griechenland wurde so entleert der Männer, für den Feldzug
gegen Troja, dass es kaum einen Knaben gab, auch in der Wiege. Wie Kalchas in Aulis, setzte er
den Moment für das Schneiden von losen ersten Tauen. Eurypylus ist sein Name, und mein Hohes
Gedicht singt ihn an einem bestimmten Ort: Du weißt es auch, der die ganze Sache weiß.

Der andere, so dünn an den Flanken, ist Michael Scott, der wirklich die betrügerischen Spiele der
Magie verstand. Siehe, Guido Bonatti fand Asdente, der jetzt wünschte mehr über Leder und Schnur
seines Schusters zu wissen, aber bereute zu spät. Siehe die miserablen Frauen, die Nadel, Rocken
und Spindel verlassen, und wurden Wahrsagerinnen: sie machten Hexerei, mit Kräutern und
Bildern.

Aber komm jetzt, denn Kain mit seinem Bündel von Dornen, dieser Mann im Mond, erreicht die
westlichen Grenzen der beiden Hemisphären, und berührt die Wellen südlich von Sevilla, und schon
letzte Nacht war der Mond voll: Du musst dich daran erinnern, klar, da er dir nicht schlecht im
tiefen Wald diente." So sprach er zu mir, und in der Zwischenzeit ging es weiter.

Inferno XXI, 1-30: Die Verkäufer der Ämter

Also von Brücke zu Brücke gingen wir, mit anderen im Gespräch, was meine Commedia nicht
wählt, daran zu erinnern, und waren auf dem Gipfel-Bogen, als wir aufgehört, die nächste Spalte
des Malebolge zu sehen und mehr vergebliche Trauer zu fühlen, und ich fand es wunderbar dunkel.

Wie in dem venezianischen Arsenal kocht der klebrige Pech im Winter, den sie verwenden, um die
undichten Boote abzudichten, mit denen sie nicht segeln können; und so, statt dass ein Mann baut
ein neues Boot, ein anderer flickt seines, das viele Reisen gemacht hat, einen Hammer am Bug, ein
anderer am Heck, einige machen Ruder, und einige Seile, einer flickt den Fockmast, der andere ein
Großsegel; so ein dichtes Pech hat gekocht da unten, nicht durch Feuer geschmolzen, sondern durch
göttliche Kräfte, und verklebte die Ufer, von allen Seiten.

Ich habe es gesehen, aber nichts darin, mit Ausnahme der Blasen, die das Kochen verursachte, und
das Wogen von allem, und der Kühle Untertauchen. Während ich fest ihn anstarrte, sagte mein
Führer: "Achte darauf. Achte darauf!" Und zog mich an sich, von wo ich stand. Dann drehte ich
mich um, wie einer, der sehen will, was er ausführen muss, und der durch plötzliche Angst gefallen
ist, so dass er es nicht wagt, aufzuhören zu schauen: und hinter uns sah ich einen schwarzen Dämon
hochkommen die Klippe.

Inferno XXI, 31-58: Die Barratoren

Ach, wie heftig sein Aspekt war! Und wie grausam schien er in Aktion, mit seinen ausgebreiteten
Flügeln, und flinken Beinen! Seine hohen spitzen Schultern hielten eines Sünders beide Hüften, und
er hielt die Sehnen jedes Fußes fest.

Er schrie: "Du, Malebranche, der Böse mit Krallen, hier siehe, ist einer der Ältesten von Lucca, der
Stadt, deren Schirmherrin ist Santa Zita: schiebe ihn herunter, während ich wieder für den Rest
sorge, zurück zu dieser Stadt, die gut mit ihnen sein wird: jeder gibt einem Barratoren, mit
Ausnahme von Bonturo; dort machen sie Ja zu Nein.“

Er warf ihn nach unten, dann rollte er zurück auf der steinigen Klippe, und nie war es so leicht,
einen Dieb zu fangen. Der Sünder stürzte herein und aufgestanden wand er sich, aber die Dämonen
unter dem Deckmantel der Brücke riefen: "Hier, das Antlitz Christi, im Dom geschnitzt, nützt dir
nichts: hier anders schwimmst du als in der Serchio: so, es sei denn, du willst unsere Greifer
versuchen, darfst du nicht über dem Spielfeld auftauchen."

Dann schlugen sie ihn mit mehr als hundert Zacken, und sagten: "Hier musst du tanzen, verborgen,
so dass du im Privaten stiehlst, wenn du kannst." Nicht anders ist es, wenn der Köche Untergebenen
schieben das Fleisch nach unten in die Tiefen der Kessel mit ihren Haken.

Inferno XXI, 59-96: Virgil fordert die Dämonen heraus

Der gute Herr sagte zu mir: "Ducke dich hinter einem Felsen, so dass du einen Schirm hast, um dich
zu schützen, und so, dass es nicht offensichtlich ist, dass du hier bist, und was noch schlimmer mir
angeboten wird, hab keine Angst, da ich kenne diese Dinge, nachdem ich in einer ähnlichen Gefahr
gewesen." Dann über den Brückenkopf ging er, und als er am sechsten Ufer ankam, war es für ihn
notwendig, eine kühne Vorderseite zur Gegenwart zu wenden.

Die Dämonen kamen gehetzt von unterhalb der Brücke, und ihre Waffen richteten sie gegen ihn, mit
dem Sturm und der Wut, mit der ein Hund stürzt auf einen armen Bettler, der Almosen sucht, und
bellen, bis er aufhört. Aber Virgil rief: „Keiner von euch begehe ein Verbrechen. Bevor ihr mich mit
euren Gabeln aufspießt, einer von euch komme hierher, um mir zuzuhören, und dann wollen wir
darüber diskutieren, ob ihr mich berühren dürft." Da riefen sie alle: "Du gehst, Malacoda.“ Der
bewegte sich, während die anderen still standen, und kam Richtung Virgil und sagte: „Was nützt es
dir?"

Mein Meister sagte: "Malacoda, glaubst du, ich bin hierher ohne den göttlichen Willen gekommen,
und das gnädige Schicksal, sicher vor allen Hindernissen? Lass mich gehen hindurch, denn es ist so
gewollt im Himmel, dass ich zeige einem anderen diese wilde Straße." Dann war des Dämons Stolz
so nach unten gebeugt, dass er ließ den Haken fallen zu seinen Füßen und sagte zu den anderen:
"Nun, tut ihm nicht weh." Und mein Führer zu mir: "O du, sitzend, kauernd, hockend unter dem
Felsen der Brücke, komm zurück, jetzt bist du sicher.“ Dabei zog ich weiter, und zu ihm kam ich
schnell, und die Teufel alle kamen nach vorne, so dass ich Angst hatte, sie würden nicht ihre
Vereinbarung einhalten. So sah ich einmal die Infanterie marschieren, unter Vertrag der Kapitulation
von Caprona, voll Angst, bei der Suche nach sich selbst, von so vielen Feinden umgeben.
Inferno XXI, 97-139: Die Dämonen begleiten die Dichter

Ich drückte meinen ganzen Körper nah an meinen Führer, und wandte nicht meine Augen weg von
ihrem Aspekt, der feindlich war. Sie senkten ihre Haken und sagten immer wieder zueinander: „Soll
ich ihn berühren auf der Rückseite?" Und sie antworteten: "Ja, siehe, dass du ihm einen Stoß gibst."

Aber der Dämon, der mit meinem Führer gesprochen, drehte sich schnell, und sagte: "Sei still, sei
still, Scarmiglione.“ Dann sagte er zu uns: "Es wird nicht möglich sein, weiter entlang dieses
Damms zu gehen, da der sechste Bogen liegt an der Basis zerbrochen, und wenn ihr es noch
wünscht, nach vorne zu gehen, geht entlang dieser Kante, und in der Nähe ist eine andere Klippe,
die einen Damm bildet. Gestern, fünf Stunden später, als diese Stunde, zwölfhundert und
sechsundsechzig Jahre wurden abgeschlossen, da dieser Weg hier zerstört wurde.

Ich schicke einige meiner Vertrauten, um zu sehen, ob jemand für eine Belüftung sorgt: mit ihnen
geht, sie werden nicht Verrat begehen.“ Dann begann er zu sprechen: „Vorwärts, Alichino und
Calcabrina, und du, Cagnazzo: Lasst Barbariccia führen die zehn. Lasst Libicocco kommen als
Guten, und Draghignazzo, mit den Stoßzähnen Ciriatto, Grafficane, Farfarello und Rubicante, die
Wahnsinnigen. Suche rund um das kochende Pech. Die beiden sollen sicher die andere Klippe, die
die Abgründe durchquert, komplett überschreiten, ohne Pause."

Ich sagte: „Weh mir! Meister, was muss ich sehen? Oh, lass uns allein gehen, ohne Begleitung,
wenn du die Art und Weise kennst, ich würde sie nicht bevorzugen. Wenn du so vorsichtig bist wie
gewohnt, musst du nicht sehen, wie sie mit den Zähnen knirschen, und verdunkeln die Stirn und
drohen uns mit Unfug?“ Und er zu mir: "Ich glaube nicht, dass du Angst haben musst: lass sie
grinsen in ihrem Willen: Da sie es tun für die gekochten Elenden.“

Sie wandten sich von dem linken Ufer: Aber zuerst, jeder von ihnen hatte seine Zunge ausgestreckt,
zwischen den Zähnen, zu ihrem Führer, als ein Signal, und er hatte eine Trompete aus einem
Eselsknochen gemacht.

Inferno XXII, 1-30: Die Dichter nähern sich der fünften Schlucht

Ich habe Kavallerie im bewegten Lager gesehen, bevor, beginnend einen Streifzug, sie hält
Musterung, und hin geht, um wieder in den Ruhestand zu entkommen; ich habe Kriegspferde auf
dem Gebiet gesehen, o Aretiner, und siehe du die Parteien, den Zusammenprall von Turnieren und
wiederholtem Fischerstechen; hetzt mit Trompeten, nun mit Glocken, mit Trommeln und Wall-
Signalen, mit einheimischen und ausländischen Einrichtungen, aber ich habe noch nie gesehen
Infanterie oder Kavallerie oder Schiffe beim Anblick der Küste oder der Sterne sich bewegen, und
eine solche obszöne Trompete!

Wir gingen mit den zehn Dämonen: ah, wildes Unternehmen! Aber, sag: "In der Kirche der Heiligen
und in der Schenke mit den Betrunkenen." Aber mein Geist war bei dem siedenden Pech, um jedes
Merkmal des Abgrunds zu sehen, und die Menschen, die in ihm brannten. Wie Delphine wölbten
ihren Rücken und sagten den Matrosen. Sie seien bereit, ihr Schiff zu retten, so, um die Strafe zu
erleichtern, zeigten einige Sünder ihren Rücken, und versteckten sich blitzschnell.

Und wie Frösche hocken, am Rande des Tümpels, sich nur mit dem Mund zeigend, so dass die
Beine und der Rest von ihnen versteckt sind, so die Sünder standen auf jeder Seite: aber tauchten
sofort unter der brodelnden Masse unter, als Barbariccia sich näherte.
Inferno XXII, 31-75: Ciampolo

Ich sah, und mein Herz schaudert immer noch, ein Verweilen, er bleibt ebenso wie ein Frosch, wenn
die anderen sich zerstreuen, und Graffiacane, der ihm am nächsten war, kämmte die pechschwarzen
Haare und zog ihn hinauf und sah zu mir, wie ein Otter. Ich habe schon die Namen von jedem
Dämon genannt, so dass ich darauf hingewiesen, wie sie genannt wurden, und wenn sie miteinander
schrien, hörte ich es.

„O Rubicante, finde Wege, die Haut ihm abzuziehen", rief der ganze verfluchte Stamm zusammen.
Und ich: "Meister, sag, wenn du kannst, wer das arme Wesen ist, das in die Hände seiner Feinde
gefallen ist." Mein Führer zog nahe an ihn heran und fragte ihn, woher er kam, und er antwortete:
"Ich war im Königreich Navarra geboren. Meine Mutter brachte mich als Diener zu einem Herrn, da
sie mich einem skurrilen Verschwender seines Besitzes geboren hatte. Dann war ich im Haushalt
des guten Königs Thibaut, und da habe ich im Verkaufsamt betrogen, wofür ich nun dienen muss in
dieser Hitze."

Und Ciriatto, von dessen Mund ein Stoßzahn, wie eines Ebers, auf jeder Seite herausragte, fühlte
sich wie einer, von ihnen zerrissen. Die Maus war unter die bösen Katzen gekommen: aber
Barbariccia fing ihn mit den Armen und sagte: „Steht zurück, während ich ihn auf den Tisch lege."
Und zu meinem Meister sagte er: "Frage, wenn du mehr erfahren möchtest von ihm, bevor ihn
jemand anderes bekommt."

So mein Führer sagte: "Nun sag, ob einer der anderen Sünder unter dem siedenden Pech ein
Lateiner ist?“ Und Ciampolo antwortete: "Ich bin getrennt, gerade jetzt, von einem, der ein Nachbar
von ihnen dort war, und ich wünschte, ich wäre noch unter ihm, da ich nicht so fürchtete Klauen
und Haken!“ Und Libicocco rief: "Wir haben ausgehalten diesen zu lang.“ Und nahm Ciampolo in
den Arm mit dem Haken, und haute ihn, wie einen harten Brocken! Draghignazzo wollte auch einen
Seitenhieb auf die Beine tun, im Handumdrehen, zu denen ihr Anführer sich umdrehte und schaute
auf sie mit einem bösen Stirnrunzeln.

Inferno XXII, 76-96: Ciampolo nennt andere Barratoren

Als sie sich ein wenig gelegt hatten, ohne zu warten, mein Führer fragte Ciampolo, der immer noch
den Blick auf seine Wunde richtete: "Wer war er, von dem du sagst, dass du unglücklich getrennt
von ihm bist und ans Land gekommen?“ Er antwortete: "Es war Friar Gomita aus der Gallura, in
Sardinien, das Schiff jeden Betrugs, der die Gefangenen seines Herrn in seinen Händen hielt, und
behandelte sie so, dass sie alle ihn dafür loben, Geld zu nehmen für sich selbst, und ließ sie gehen,
ruhig, und in seiner anderen Rolle war er hochgestellt und nicht ein niedriger Barrator.

Mit ihm Don Michel Zanche von Logodoro hält das Unternehmen, und ihre Zungen werden nicht
müde, zu sprechen von Sardinien. Weh mir! Siehst du den anderen Dämon grinsend: Ich würde
mehr sprechen, aber ich fürchte, er ist immer bereit, meine Haut zu zerreißen mit seiner Klaue.“
Und ihr großer Kapitän wandte sich an Farfarello, der seine Augen rollte, und sagte: "Weg mit dir,
verfluchter Vogel.“

Inferno XXII, 97-123: Ciampolo kommt frei von den Dämonen

Der angstvolle Sünder ward wieder aufgenommen: "Wenn du sehen oder hören willst Toskaner oder
Langobarden, werde ich mit ihnen kommen, aber lass den Malebranche sich zurückhalten ein
wenig, so dass die anderen können nicht fühlen seine Rache, und hier sitzen, ich, der ich bin einer,
werde mit sieben erscheinen, durchs Pfeifen, wie wir es tun, wenn jeder von uns heraus kommt.“
Cagnazzo hob die Schnauze, bei diesen Worten, und schüttelte den Kopf, und sagte: "Höre den
bösen Plan, den er erfunden hat, um zu stürzen rückwärts." Worauf Ciampolo, der einen großen
Vorrat von Tricks hatte, antwortete: "Ich würde bösartig handeln, wenn ich erfunden hätte größeres
Leid für meine Gefährten.“

Alichino konnte sich nicht mehr halten, und im Gegensatz zu den anderen sagte er zu ihm: "Wenn
du läufst, werde ich dich nicht einladen, sondern schlage meine Flügel über dem siedenden Pech:
vergiss die Klippe, und lass das Ufer deinen Kurs sein, und siehe, ob du allein uns schlagen kannst."
O du, der dies liest, höre diese neue Sportart! Alle blickten in Richtung der Klippe, er vor allem, die
meisten waren nicht bereit dafür. Der Navarrese nahm seinen Moment gut an, pflanzte seine Füße
auf dem Boden, und in einem Augenblick stürzte er, und befreite sich aus ihrer Macht.

Inferno XXII, 124-151: Des Malebranche Streit

Jeder der Dämonen wurde von Schuld gestochen, aber Alichino am meisten, der den Fehler
verursacht hatte: so begann er und rief: "Du bist gefangen!" Aber es half ihm wenig, da die Flügel
den Terror nicht überholen konnten, der Sünder tauchte ein, und Alichino, fliegend, hob seine Brust.
Die Ente taucht so, wenn der Falke sich nähert, und der Falke fliegt wieder nach oben, wütend und
vereitelt.

Calcabrina, wütend auf den Trick, flog ihm nach und wollte den Sünder nicht entkommen lassen, er
wollte mit ihm streiten. Und als der Barrator verschwunden, wandte er seine Krallen an seinen
Freund, und rang mit ihm über dem Graben. Aber der andere war Sperber genug, um ihn gründlich
mit der Kralle zu zerreißen, und beide fallen nach unten in die Mitte des kochenden Teiches.

Die Wärme sofort trennte sie, aber sie konnten nicht aufsteigen, ihre Flügel waren so verklebt.
Barbariccia, klagend mit dem Rest, machte vier Flüge auf das andere Ufer, mit all seinen
Enterhaken, und schnell fielen sie auf beiden Seiten an das Ufer. Sie streckten ihre Haken aus, um
das eingeschlossene Paar, das bereits durch die Kruste skaliert wurde, und wir ließen sie, wie sie
verwickelt waren.

Inferno XXIII, 1-57: Die Heuchler

Schweigend, allein, und frei von Arbeit, gingen wir hinauf, einer vor und der andere nach, wie
Minder-Brüder auf Wanderschaft auf ihrem Weg gehen. Meine Gedanken waren beschäftigt vom
jüngsten Streit um Aesops Fabel von Frosch und Maus, da Si und Ja nicht besser aufeinander
abgestimmt waren, bei dem einen Fall mit dem anderen, wenn die durchdachten den Geist, der
verbindet den Anfang und das Ende.

Und wie ein Gedanke entspringt aus einem anderen, so dass ein anderer entsprang, verdoppelte sich
meine Angst. Ich dachte an dieses: "Durch uns werden diese getäuscht und mit einer Art von
Schmerz und Spott beladen, dass ich denke, das muss sie ärgern. Wenn Zorn ihrer Bosheit
hinzugefügt wird, werden sie nach uns jagen, härter als schnappende Hunde, die ein Kaninchen
jagen." Ich spürte, wie meine Haare sich schon heben in Schrecken, und wurde wieder intensiv, als
ich sagte: „Meister, wenn du nicht versteckst uns beide schnell, ich fürchte den Malebranche: sie
sind bereits hinter uns. Ich kann es mir vorstellen, ich kann sie jetzt hören.“

Und er: "Wenn ich aus versilbertem Glas wäre, könnte ich nicht aufnehmen dein Bild von außen
schneller als ich das Problem behebe, das Bild von innen. Auch jetzt waren deine Gedanken mir
eingegeben, mit ähnlicher Form und Handeln, so dass von beidem ich eine Entscheidung getroffen
habe. Wenn die rechte Uferböschung genug ist, dass wir fallen nach unten in den nächsten Abgrund,
werden wir dieser imaginären Verfolgung entgehen.“ Er hat nicht aussagt, dieses Problem zu lösen,
als ich sie sah, nicht weit weg von uns, kommen mit ausgebreiteten Flügeln, mit dem Wunsch uns
zu schaden.

Mein Führer nahm plötzlich mich wie eine Mutter, von einem Geräusch geweckt, da Flammen
brennen vor ihren Augen, die ihr Kind nimmt und läuft und sorgt sich mehr um es als um sich
selbst, nicht einmal wartete, um zu suchen. Nach unten aus dem Grat des festen Ufers warf er sich
nach vorne auf die hängende Klippe, die Dämme auf der Seite des nächsten Abgrunds. Wasser lief
nie so schnell durch den Kanal, drehend ein Mühlrad an Land, wenn es die Schaufeln erreicht, als
mein Meister zu diesem Ufer, tragend mich an seiner Brust, wie einen Sohn, und nicht wie einen
Begleiter.

Seine Füße hatten kaum den Boden berührt, die Tiefe unter uns, bevor die Dämonen waren auf den
Höhen über uns, aber es gab ihm keine Angst ein, da die hohe Providentia es gewollt, dass sie die
Wächter des fünften Grabens seien, nimmt sie allen von ihnen die Macht, ihn zu verlassen.

Inferno XXIII, 58-81: Die Heuchler

Unten fanden wir einen metallbeschichteten Stamm, weinend, kreisend mit sehr langsamen
Schritten, und müde und in ihrem Aspekt besiegt. Sie hatten Mäntel an, mit tiefen Hauben über den
Augen, in der Form, die sie für die Mönche von Köln machen. Auf der Außenseite sind sie
vergoldet, damit es blendet, aber innen war alles bleiern, und so schwer, dass im Vergleich dazu
Friedrichs Hauben waren aus Stroh.

O müde Mäntel für die Ewigkeit! Wir bogen nach links wieder, neben ihnen, die voller Absicht in
ihrem traurigen Weinen waren, aber die Leute, müde von ihrer Last, kamen so langsam, dass unsere
Begleiter waren neu bei jedem Schritt. Nahe denen, sagte ich zu meinem Führer: "Mach eine Suche
nach jemandem, der uns bekannt ist, nach Name oder Aktion, und schaue dich um, indem wir uns
bewegen." Und einer von ihnen, der die toskanische Sprache verstand, rief uns zu: „Ruht eure Füße
aus, die ihr so schnell durch die dunkle Luft beschleunigt, vielleicht werdet ihr von mir bekommen,
was ihr verlangt." Bei welchem drehte mein Führer sich um und sagte: "Warte, und gehe dann auf
seinen Schritt zu."

Inferno XXIII, 82-126: Frauti Gaudenti, Kaiphas

Ich blieb stehen und sah zwei Geister, die gerne daran waren, zu mir zu kommen, aber ihre Last und
der schmale Weg verzögerten sie. Als sie ankamen, sahen sie mich schief an, für eine lange Zeit,
ohne ein Wort zu sprechen, dann drehten sie sich zueinander und sagten: "Dieser scheint am Leben,
durch die Bewegung seiner Kehle, und wenn er tot ist, von welcher Gnade ist er in Bewegung, frei
von den schweren Mänteln?“

Dann sagten sie zu mir: "O Toskaner, der du zur Schiedsrichtervereinigung von traurigen Heuchlern
gekommen bist: nicht verachte, uns zu sagen, wer du bist.“ Und ich zu ihnen: "Ich wurde geboren
und bin aufgewachsen am schönen Fluss Arno, in der großen Stadt, und ich bin in dem Körper, den
ich immer getragen habe. Aber du, wer bist du, von dem solche Traurigkeit destilliert wird, dass ich
sehe, es läuft dir über die Wangen? Und welche Strafe ist das, was glänzt da so?" Und einer von
ihnen antwortete: „Unsere orangenen Mäntel sind so dicht von Blei, dass Gewichte daraus gemacht
verursachen die Waage zu knarren.

Wir waren Fraudi Gaudenti, wie dieser Bolognese genannt: Joviale Brüder: Ich bin Catalano, und er
ist Loderingo, in eurer Stadt gewählt, da in der Regel nur einer ausgewählt wird, um den Frieden zu
erhalten, und wir arbeiteten, dass noch runder erscheinen könnte dein Bezirk Gardingo." - „O
Brüder, ihr bösen", begann ich, sagte aber nicht mehr, weil einer in Sicht kam, gekreuzigt, auf dem
Boden, mit drei Einsätzen. Als er mich sah, wand er sich überall, schnaufend in seinen Bart, und
seufzend, und Friar Catalano, der das sah, sagte zu mir: "Das ist von dir zu betrachten, der gebannt
wird, ist Kaiphas, der Hohepriester, der riet den Pharisäern, dass es richtig ist, dass Einer Märtyrer
ist zum Wohle des Volkes. Quer und nackt liegt er auf der Straße, wie du siehst, und fühlt das
Gewicht eines jeden, der geht: und sein Schwiegervater Annas ist zerbrochen, in diesem Abgrund,
und die anderen von diesem Rat, der war eine Quelle des Bösen an den Juden."

Dann sah ich ihn, den Virgil befragte, am Kreuz ausgestreckt, so niederträchtig, in ewigem Exil.

Inferno XXIII, 127-148: Die Dichter verlassen die sechste Schlucht

Er richtete diese Worte an die Brüder, später: "Wenn es euch erlaubt, kann es nicht mißfallen, uns zu
sagen, ob es eine Lücke auf der rechten Seite gibt, durch die wir vielleicht den Ort hier verlassen
können, ohne dass einer der schwarzen Engel kommt und befreit uns von dieser Tiefe." Darauf
antwortete er: „Es ist ein Damm, der von der großen kreisförmigen Wand verläuft und kreuzt alle
grausamen Täler, näher bei der Hand, als du denkst, es sei denn, dass er hier gebrochen ist und sich
nicht auf dieses einlässt. Du wirst in der Lage sein, bis zu den Ruinen zu klettern, die steigen an der
Seite, und bilden einen Hügel an der Basis."

Virgil stand, für eine Weile, mit gesenktem Kopf, dann sagte er: "Malacoda, der die Sünder dort
greift, erklärte uns den Weg zu Unrecht.“ Und der Mönch sagte: "Ich habe einmal des Teufels Laster
in Bologna bezogen, unter denen ich hörte, dass er ein Lügner und Vater der Lüge ist." Dann ging
mein Führer aufwärts, sein Gesicht ein wenig durch Ärger gestört, da ich Abschied von den
belasteten Seelen nahm, nach der Ansicht seiner geliebten Füße.

Inferno XXIV, 1-60: Virgil ermahnt Dante

In diesem Teil des neuen Jahres, da die Sonne kühlt, wenn ihre Strahlen nach Aquarius gehen, und
die Nächte sich zur Tagundnachtgleiche verkürzen bereits, wenn der Reif kopiert seine Schwester,
den weißen Schnee, ein Bild auf dem Boden, aber die Härte seiner Körner dauert nur ein wenig
Zeit, und der Bauer, dessen Futter aufgebraucht ist, erhebt sich und blickt sich um und sieht die
Felder alle weiß, wobei er sich auf die Schenkel schlägt, geht zurück ins Haus, und wandert hin und
her, und beklagt sich, wie ein armes Wesen, das nicht weiß, was zu machen, dann kommt er wieder
heraus, und gewinnt Hoffnung, zu sehen, wie die Welt ihr Aussehen in einem Augenblick verändert,
und nimmt seinen Krummstab und jagt seine Lämmer zum Füttern, so der Meister hat mich
niedergeschlagen, als ich sah, dass seine Stirn so beunruhigt: aber der Verband kam schnell für die
Wunde.

Denn, als wir die zerbrochenen Bogen erreicht, drehte sich mein Führer zu mir mit diesem süßen
Aspekt, den ich zum ersten Mal an der Basis des Berges sah. Er breitete die Arme aus, nachdem er
einen Plan in seinem Kopf hatte, zuerst sorgfältig blickend auf die Ruine, und nahm von mir Besitz.
Und wie einer, der bereitet und berechnet, immer im Voraus zu sein scheint, so hob er mich hoch
auf den Gipfel des einen großen Blocks, nach einem anderen Bruchstück, und sagte: "Nun klettere
über das, aber überprüfe zuerst, ob es sich gehen lässt.“
Es gab keinen Weg für einen in einem Mantel von Blei bekleidet, da wir kaum von Fels zu Fels zu
klettern wussten, er wenig wiegend und ich von hinten geschoben. Und als der Aufstieg nicht kürzer
war auf der einen Seite als auf der anderen, bin ich wirklich besiegt worden? Das weiß ich nicht
über ihn. Aber wie Malebolge alle Tropfen auf den niedrigsten Eingang und die Position jedes Tales
bedeutet, das auf der einen Seite steigt, und auf der anderen fällt: Endlich kamen wir jedoch zu dem
Punkt, an dem der letzte Felsblock endete.

In der Tat setzte ich mich hin, als ich ankam: Der Atem war so von meiner Lunge gewichen, als ich
oben war, dass ich nicht weiter angetrieben werden konnte. Der Meister sagte: "Nun musst du dich
von Trägheit befreien: die Menschen erreichen nicht den Ruhm, die sitzen auf oder unter Decken;
Ruhm, wie auch immer, ohne dass sein Leben verbraucht wird, lässt nur solche Spur von sich selbst
auf der Erde, wie Rauch tut in der Luft, oder auf dem Wasser Schaum: so steige, und überwinde die
Müdigkeit mit dem Geist, der jeden Kampf gewinnt, wenn er sich nicht hinlegt mit dem nackten
Körper. Eine längere Leiter muss bestiegen werden: diese hinter sich gelassen zu haben, ist nicht
genug: Wenn du mich verstehst, jetzt handle, damit du dann profitierst.“

Ich stand dann auf und zeigte mich, besser mit Atem gefüllt, als ich dachte, und sagte: "Geh weiter,
ich bin wieder stark und feurig.“

Inferno XXIV, 61-96: Die Diebe

Wir gingen entlang des Damms, der robust war, eng, schwierig und viel steiler als zuvor. Ich ging,
sprechend, so dass ich nicht schwach scheinen konnte, als eine Stimme kam von dem nächsten
Wassergraben, zur Bildung von Worten unzureichend. Ich weiß nicht, was er sagte, aber ich war
schon auf dem Gipfel der Brücke, die den Graben durchquert, aber er, der sprach, schien voller Wut.
Ich wandte mich nach unten, zu schauen, aber meines Lebens Augen konnten nicht sehen den
Boden, die Dunkelheit, so dass ich sagte: "Meister, stelle sicher, dass wir auf die andere Seite
kommen, und lass uns die Mauer erklettern, denn wie ich höre, tönt es von unten, aber es ist nichts
zu verstehen, so sehe ich da unten nichts." Er sagte: "Ich gebe dir keine Antwort, aber durch die
Wirkung, da eine faire Anfrage sollte befolgt werden, in der Stille, durch die Arbeit.“

Wir gingen über die Brücke, an der Spitze, wo sie das achte Ufer trifft, und dann die siebte Kluft
war offen für mich. Ich sah eine furchtbare Masse von Schlangen im Inneren, und die so seltsame
Erscheinung, dass auch jetzt noch gefriert mein Blut. Lasse Libyen seine Sande nicht mehr rühmen:
wenn es erzeugt Chelydri und Jaculi, Pareae und Cenchres mit Amphisbaena; es zeigte nie so viele
Schädlinge oder schreckliche, noch Äthiopien, noch Arabien, das Land, das am Roten Meer liegt.
Unter diesem grausamen und traurigen Schwarm waren Leute, die nackt und verängstigt waren,
ohne Hoffnung auf Verheimlichung, oder wie jener Stein, der Heliotrop, der macht den Träger
unsichtbar.

Sie hatten ihre Hände auf dem Rücken gefesselt, mit Schlangen, die ihren Kopf und Schwanz
zwischen den Lenden fixiert und waren in Knoten vorne aufgewickelt.

Inferno XXIV, 97-129: Vanni Fucci und die Schlange

Und siehe, da schlug eine Schlange an, die in der Nähe unseres Hauses war, und bannte ihn, da, wo
der Hals mit den Schultern verbunden ist. Weder "o" noch "i" wurde jemals so schnell geschrieben,
als er brannte und verbrannte, und fiel zu Asche verwandelt: seiner früheren Gestalt zurückgegeben,
und nachdem er auf dem Boden aufgeschüttet, sammelte sich das Pulver zusammen, und sofort
gestaltete es sich. So, sagen die großen Weisen, der Phönix stirbt, und dann wird er erneuert, wenn
er sich seinem fünfhundertsten Jahr nähert. In seinem Leben frisst er nicht Gras oder Getreide,
sondern nur Tränen des Weihrauchs und Amomums: und sein letztes Leichentuch ist Narde und
Myrrhe.

Der Sünder, der er war, war wie einer, der fällt, und nicht weiß wie, durch die Macht eines Dämons,
die ihn zieht auf den Boden, oder durch ein anderes Leiden, das Menschen verbindet, und wenn er
sich aufrichtet, blickt um sich selbst, von der großen Angst, die er erlitten, benommen, und als er
starrte, seufzte er. O wie schwer ist die Kraft Gottes, die schauert nach unten wie Schläge in Rache!

Der Führer fragte ihn dann, wer er war, dem er antwortete: "Ich bin hinunter geregnet aus der
Toskana in diese Schlucht, eine kurze Weile ist es her. Brutal, kein Mensch, mir gefiel das Leben,
ein Maultier, das ich war: Ich bin Vanni Fucci, Pistoia war passender für mich.“ Und ich zu dem
Führer: "Sag ihm, sich nicht zu bewegen: und frag, was für Kriminalität versenkte ihn hier, weil ich
ihn kannte als einen Mann von Blut und Wut.“

Inferno XXIV, 130-151: Vanni Fuccis Prophezeiung

Und der Sünder, der mich gehört, tat nicht so, aber wandte sein Gesicht und Geist auf mich und gab
einen Blick voller betrübter Scham. Dann sagte er: "Es schmerzt mich mehr für dich, mich zu
fangen, gefangen im Elend siehst du mich, als der Augenblick mich dem anderen Leben entrissen.
Ich kann nicht leugnen, was du fragst. Ich bin so tief gelegt, weil ich beraubt die Sakristei ihrer
feinen Schätze, und es wurde einmal fälschlich einem anderen zugeschrieben. Aber, so dass du nicht
nehmen könntest Freude von diesem Anblick, wenn du jemals die düsteren Regionen fliehst, öffne
deine Ohren, und höre, was ich erkläre:

Pistoia als Erste wird von den Schwarzen ausgedünnt: es wechselt dann Florenz sein Volk und seine
Gesetze. Mars bringt einen Dampf, aus Valdimagra in trübe Wolken gehüllt, und ein Kampf auf dem
Gebiet von Piceno wird gekämpft werden, in einem wütenden Sturm und begierig, die plötzlich
reißen den Nebel auf, so dass jeder weiß, es ist verwundet. Und ich sagte es dir, um dir Schmerzen
zu geben."

Inferno XXV, 1-33: Cacus

Am Ende seiner Rede hob der Dieb seine Hände, machte die Feige, die obszöne Geste, mit dem
Daumen zwischen den Fingern und rief: "Nimm dies, o Gott, ich versuche es bei dir.“ Von diesem
Augenblick an die Schlangen waren meine Freunde. Da eine von ihnen selbst aufgewickelt war um
den Hals, zischend: "Du wirst nicht in der Lage sein, wieder zu sprechen." Eine andere, um seinen
Arm, fesselte ihn wieder, verknotete sich so fest, dass er sie nicht einmal schütteln konnte.

Ach, Pistoia, Pistoia, warum wirst du nicht zu Asche, so dass du nicht mehr bleiben kannst, da du
deinen Samen in Bosheit übertrumpfst? Ich habe keinen Geist gesehen, so arrogant zu Gott, durch
all die dunklen Kreise der Hölle, nicht einmal Capaneus, der von der Wand in Theben fiel. Vanni
Fucci floh und sprach kein Wort, und ich sah einen Zentaur, voller Wut, kommen, der schrie: „Wo
ist er, wo ist der Bittere!“

Ich glaube nicht, dass Maremma hat so viele Schlangen, wie er auf seinen Hinterpfoten hatte, da,
wo der Menschenteil beginnt. Über die Schultern, hinter dem Kopf, legte er einen Drachen mit
ausgebreiteten Flügeln, und jeden, den er trifft, versengt er. Mein Meister sagte: "Das ist Cacus, der
oft einen See von Blut bildet, unter den Felsen des Aventin. Er will nicht mit seinen Brüdern gehen
auf der gleichen Straße, wegen seines listigen Diebstahls aus der großen Herde von Rindern, die in
der Nähe von ihm weideten: denn seine diebischen Aktionen waren beendet, unter der Keule des
Herkules, der ihm vielleicht hundert Schläge gab mit ihr, und er fühlte nicht ein Zehntel.“

Inferno XXV, 34-78: Cianfa und Agnello

Während er dies sagte, der Zentaur vorbeilief, und drei Geister kamen durch, auch unter uns, die
weder ich noch mein Führer sahen, bis sie schrien: "Wer bist du?" Unsere Worte hörten sie dann,
und wir gaben unsere Aufmerksamkeit ihnen allein.

Ich kannte sie nicht, aber es ist passiert, wie es in der Regel nicht aus irgendeinem Grund ist, dass
man die anderen ruft, und sagte: „Wohin ist Cianfa gegangen?" Bei welchem legte ich meinen
Finger auf den Mund, vor meinem Führer, und wartete.

Leser, wenn du langsam im Glauben, jetzt, was ich zu sagen, wird es kein Wunder sein, da ich, der
es sah, kaum es glauben konnte. Während ich sie anschaute, warf sich eine sechsfüßige Schlange
vor einen von ihnen, und sie befestigte sich an ihm völlig. Sie umklammerte seinen Bauch mit den
Füßen, packte seine Arme mit den vorderen und anschließend fixierte ihre Zähne in beide Wangen.
Die hinteren Füße erstreckten sich entlang den Oberschenkeln, und sie legte ihren Schwanz
zwischen sie und rollte ihn nach oben um die Lenden, hinter ihm.

Efeu war nie an einem Baum so verwurzelt, wie das üble Monster um den Anderen geschlungen
seine Glieder. Dann zusammen hingen sie, als ob sie geschmolzenes Wachs wurden, und ihre
Farben gemischt: weder das eine noch das andere schien, was es allein hatte: so wie vor der Flamme
auf brennendem Papier erscheint eine braune Farbe, noch nicht schwarz, und das weiße verbraucht
wird.

Die beiden anderen sahen zu, und jeder rief: „Wehe, Agnello, wie du dich änderst! Siehe, nicht
zwei, eins seid ihr bereits!“ Die zwei Köpfe hatten jetzt einen, wo zwei Formen schienen
zusammengeführt in einer Fläche, und beide gingen verloren. Zwei Glieder aus vier Unterarmen
hergestellt, die Oberschenkel, Beine, Bauch und Brust wurden diese Glieder, es ward noch nie
gesehen. Die ursprüngliche Form war ganz in ihnen erloschen: Das perverse Bild schien beides, und
auch nicht, und wollte sich entfernen mit langsamen Schritten.

Inferno XXV, 79-151: Buoso degli Abati und Francesco

Wie die Eidechse, in der großen Hitze der Hundstage, erscheint wie ein Blitz, huschend aus Mauern
zur Absicherung, wenn sie über die Strecke schleicht, so kam ein kleines Reptil auf die Bäuche der
beiden anderen, brennender Wut, schwarz und bleich wie Pfeffer. Und es durchbohrte einen Teil in
einem von ihnen, wo wir zuerst erhalten unsere Nahrung von unseren Müttern: dann fiel es, streckte
sich vor ihm aus. Der Dieb, gebannt, sah es, aber sagte nichts, aber mit regungslos Füßen gähnte er
nur, als ob er schlafe oder Fieber ihn überwinde. Er blickte auf die Schlange: sie sah ihn: der eine
hat den Rauch heftig aus seiner Wunde, die andere aus ihrem Mund, und der Rauch erfüllte alles.

Lass Lukan jetzt schweigen von Sabellus und Nasidius, und warte auf das, was ich jetzt sage. Lass
Ovid schweigen von Kadmus und Arethusa: wenn er in der Poesie ändert den einen in eine
Schlange, und die andere in einen Brunnen, weiß ich ihn nicht zu beneiden, da er nie zwei Naturen
umgewandelt, von Angesicht zu Angesicht, so dass beide Formen waren begierig, zu tauschen ihre
Substanz.
Sie wurden zusammengeführt in einer Weise, dass die Schlange gespalten ihren Schwanz in eine
Gabel, und der verwundete Geist brachte seine Füße zusammen. Zusammen mit ihnen, die Beine
und Schenkel, so stecken sie miteinander, die bald nach links keine sichtbare Markierung
anschließen. Der gespaltene Schwanz nahm die Form des anderen an, und seine Haut wurde weich,
die andere hart. Ich sah die Arme Achseln zeigen: und die beiden Füße des Tieres, die kurz waren,
verlängerten sich, bis die Arme verkürzt wurden. Dann wurden die beiden Hinterfüße miteinander
verdrillt, und es wurde das Organ, das ein Mann verbirgt, und das arme Wesen von seinem einen
hatte zwei herausgedrückt.

Während der Rauch sie beide bedeckte mit einer neuen Farbe und erzeugte Haare einerseits und
streift sie ab von einem anderen, stieg die eine nach oben, aufrecht, und der andere fiel, zur
Prostata: nichts von dieser Verlagerung ihrer gottlosen Blicke, unter denen sie gegenseitig tauschten
ihre Funktionen. Die aufrechte Eine zog ihr Gesicht zu den Schläfen, und aus dem Überschuss von
Materie, die angeschwollen, kamen von den glatten Wangen Ohren. Das, was nicht zurückrutschen
wollte, blieb aber, bildete eine Nase vom überflüssigen Fleisch und vergrößerte die Lippen auf ihre
richtige Größe. Er, der anfällig lag, steckte seine geschärfte Visage nach vorne und zog seine Ohren
wieder in den Kopf, wie die Schnecke zieht ihre Hörner in die Schale, und seine Zunge, die von
Feststoff war, und passend für Sprache, spaltete sich. In der anderen die gespaltene Zunge
verschmilzt, und der Rauch ist immer noch da.

Die Seele, die ein Tier geworden war, raste, zischend, das Tal entlang, die andere zu verlassen,
sprechend und stotternd, hinter ihm. Dann die zweite drehte ihre neugewonnenen Schultern auf ihn
zu, und zu der anderen rief: „Buoso wird kriechen, wie ich, auf diesem Weg." So sah ich Leichen
des siebten Abgrunds mutieren und transmutieren: und lass die Neuheit die Entschuldigung sein,
wenn meine Feder in die Irre gegangen.

Obwohl meine Sicht war etwas verwirrt, und mein Geist bestürzt, sie nicht so heimlich fliehen
konnten, aber ich sah deutlich Puccio Sciancato: und er war es, allein, der drei Gefährten, die zuerst
angekommen waren, der nicht geändert wurde. Einer der anderen, Francesco, war es, der verursacht
die Leute von Gaville zu weinen.

Inferno XXVI, 1-42: Die schlechten Ratgeber

Freue dich, Florenz, da du so mächtig bist, schlage deine Flügel über Land und Meer, und dein
Name verbreitet sich über die Hölle selbst. So, unter den Räubern, fand ich fünf deiner Bürger, dass
ich mich schäme, und du musst nicht zu große Ehre kommen, indem sie steigen. Aber wenn die
Wahrheit davon geträumt wird, wenn der Morgen kommt, du wirst bald spüren, was Prato und
andere wollten von dir. Und wenn es schon gekommen, wäre es nicht zu früh: es war so, jetzt, wie
es tatsächlich kommen muss, da es Schwierigkeiten gibt. Ich bin der Ältere.

Wir verlassen da, ich und mein Führer, die Treppe, die die Steine gemacht hatten, für uns den
Abstieg, wieder steigend, und ich zog mich hoch: und nach unserem einsamen Weg, unter den
Felsspitzen und Splittern von der Klippe, ohne die Hände und Füße, keine Fortschritte.

Dann wurde ich betrübt und werde traurig jetzt wieder, wenn ich an das denke, was ich sah, und
rein in meinen Verstand mehr erkannte, als ich gewohnt bin, so dass sie nicht laufen, wo Tugend
nicht führt, und so, wenn ein guter Stern oder eine wahre Macht hat mir das Talent gewährt, kann
ich nicht missbrauchen das Geschenk.

Die achte Kluft glänzte von Flammen, so zahlreich wie die Glühwürmchen der Bauer sieht, wie er
auf dem Hügel, wenn die Sonne scheint, die die Welt erleuchtet, versteckt sein Gesicht, und die
Fliege weicht der Mücke da unten, durch das Tal, wo er sammelt Trauben, vielleicht, und pflügt.

Sobald ich hinzutrat, wo der Boden sich zeigte, sah ich sie, und, wie Elisa, der den Spott von
Kindern mit Bären gerächt, sah Elias im Wagen ihn verlassen, als die Pferde stiegen direkt in den
Himmel, und konnte ihm nicht folgen mit seinen Augen, mit Ausnahme von der Flamme, wie eine
kleine Wolke, aufsteigend, so jede dieser Flammen war bewegt, entlang der Kehle des Grabens,
denn keiner von ihnen war des Diebstahls schuldig, aber jede Flamme stiehlt einen Sünder.

Inferno XXVI, 43-84: Odysseus und Diomedes

Ich stand auf der Brücke, die so gestiegen ist, zu sehen, als ich mich nicht halten konnte, von einem
Felsen gefangen, ich sollte, ohne geschoben zu werden, hinab fallen. Und der Führer, der mich so
darauf sah, sagte: "Die Geister sind innerhalb dieser Brände: jeder hüllt sich in das, was ihn
verbrennt." Ich antwortete: "Meister, ich fühle mich mehr versichert, mehr zu hören, aber schon,
dass es gesehen war, und schon wollte ich dir sagen, wer in diesem Feuer ist, das sich bewegt, das
auf dem Gipfel unterteilt ist, als ob es aus dem Scheiterhaufen stieg, wo Eteokles wurde mit seinem
Bruder Polyneikes eingeäschert?“

Er antwortete mir: "In ihm Odysseus und Diomedes werden gequält, und so gehen sie zusammen in
der Strafe, wie früher im Krieg: und in ihrem Feuer stöhnen sie im Hinterhalt des Trojanischen
Pferdes, die eine Tür gemacht, durch welche Aeneas, der edle Samen der Römer, sich hinaus
begeben. Dort beklagen sie den Trick, mit Deidamia, den Tod, der immer noch weint um Achilles:
und da, für das Palladium, Strafe ertragen sie.“

Ich sagte: "Meister, ich bitte dich sehr, wieder zu bitten, damit meine Gebete tausende seien, wenn
diejenigen, die im Feuer im Inneren sprechen können, mir es nicht verweigern, bis die gehörnte
Flamme kommt hierher: Du siehst, wie ich mich zuneige mit dem Wunsch." Und er zu mir: "Deine
Anfrage ist im Wert von viel Lob, und so habe ich sie zu akzeptieren, aber die Zunge
zurückzuhalten. Lass mich sagen: seit ich denke, was du willst, und weil sie Griechen waren, dass
sie deines Trojaners Worte verachten könnten.“

Als die Flamme war gekommen, wo die Zeit und der Ort meinem Führer passend schien, hörte ich
ihn sprechen, so: "O ihr, die ihr zwei in einem Feuer seid, ob ich würdig bin, als ich lebte, wenn ich
euer würdig war, sehr oder ein wenig, als auf der Erde ich schrieb die hohen Verse, geht nicht fort,
aber lasst einen von euch sagen, wo er, der durch seine eigenen Handlungen verloren ging, starb."

Inferno XXVI, 85-142: letzte Fahrt des Odysseus

Das Horn der alten Flamme begann, sich zu schütteln, murmelnd, wie eine Flamme kämpft im
Wind. Dann bewegend die Spitze, als ob es eine Zunge zu sprechen wäre, gab es eine Stimme, und
sagte: "Als ich Circe, die mich seit mehr als einem Jahr, in der Nähe von Gaeta, festhielt, bevor
Aeneas sie rief, nicht einmal meine Vorliebe für mein Sohn Telemach, meine Verehrung für meinen
alten Vater Laertes, noch die Schuld der Liebe, die Penelope glücklich gemacht haben sollte,
konnten mich zurückhalten, den Wunsch hatte ich, um Erfahrungen mit der Welt zu gewinnen, und
der menschlichen Laster und Werte.

Ich machte mich auf den breiten tiefen Ozean, mit nur einem Schiff, und der kleinen Mannschaft,
die mich nicht im Stich gelassen hatte. Ich sah die beiden Ufer, bis nach Spanien, so weit wie
Marokko, und die Insel Sardinien, und die anderen Inseln, die das Meer wäscht. Ich und meine
Begleiter waren alt und langsam, als wir auf diese Meerenge kamen, wo Herkules gründete seine
Säulen, die Menschen weiter zu gehen, warnten wir. Ich verließ Sevilla nach Steuerbord: Ceuta
hatte ich schon hinten auf der anderen Seite verlassen.

Ich sagte: O meine Brüder, die den Westen durch tausend Gefahren erreicht haben, nicht die kurze
Mahnwache leugnet, die ihr eure Sinne habt, um sie zur Sonne zu verlassen, zur Erfahrung der
unbewohnten Welt, betrachtet eure Herkunft: Ihr wurdet nicht gemacht, um wie Bestien zu leben,
aber der Tugend und dem Wissen zu folgen. - Mit dieser kurzen Rede machte ich meine Begleiter so
eifrig für die Reise, dass ich kaum sie zurückhalten habe können, und drehte den Bug gegen
Morgen, wir haben Flügel unserer Ruder für diesen törichten Flug bewegt, immer Richtung Süden.

Nacht schon sah der Südpol, mit all ihren Sternen, und unser nördlicher Pol so niedrig war, es
dauerte nicht, dass er sich aus dem Meeresboden erhoben. Fünf Mal das Licht unter dem Mond war
abgeschreckt worden, da wir uns auf die tiefen Wege machten, als ein Berg uns erschien, die
Dämmerung mit Abstand eingetreten war, und es schien mir der höchste, den ich je gesehen hatte.
Wir freuten uns, aber bald war unsere Freude zur Trauer geworden, als ein Sturm sich erhob von
dem neuen Land und schlug den Bug unseres Schiffes. Dreimal wirbelte er es herum, mit all dem
Meer: beim vierten Mal machte es das Heck aufsteigend und umspülte den Bug, so gefiel es dem
anderen, bis das Meer über uns sich geschlossen."

Inferno XXVII, 1-30: Guido da Montefeltro

Die Flamme wurde nun aufrecht und ruhig, nicht mehr gesehen, und ging von uns, mit der
Erlaubnis des süßen Dichters, als ein anderer, der hinter ihr kam, uns zwang, unsere Augen auf
seinen Gipfel zu drehen, da ein verwirrter Sound von dort herkam.

Wie der sizilianische Stier, der erste, brüllte mit den Stöhnen des Perillus, der ihn geglättet hatte,
und das war rechts, brüllte mit des Leidenden Stimme, so dass, obwohl aus Bronze, er schien vom
Schmerz durchbohrt, so hier, die düsteren Worte, an ihrer Quelle, keinen Ausgang aus dem Feuer
sehend, wurden sie in ihrer Sprache verändert. Aber als sie einen Weg durch die Spitze fanden, so
wie es die Bewegung erlaubte, die Zunge war bewegt, da hörten wir ihn sagen: "O du, an den ich
meine Stimme richte, und der ihn lenkt“, aber jetzt sprach er Lombardisch und sagte: "Jetzt geh:
nicht mehr, ich bitte dich, lass es dich nicht ärgern zu stoppen und zu sprechen mit mir, wenn auch
vielleicht ich ein wenig zu spät kam: Du siehst, es ärgert mich nicht, und ich brenne.

Wenn du erst jetzt in diese blinde Welt gefallen bist, von diesem süßen Lateiner Land, aus dem ich
bringe all meine Schuld, sag mir, ob Romagna hat Frieden oder Krieg, denn ich war von den
Bergen, zwischen Urbino und Monte Coronaro, bei der Quelle, aus der die Tiber fließt."

Inferno XXVII, 31-57: Die Situation in der Romagna

Ich war immer noch nach unten gespannt gelehnt, als mein Führer berührte mich an der Seite und
sagte: „Sprich, dies ist ein Lateiner.“ Und ich, der meine Antwort parat hatte, begann dann
unverzüglich zu sprechen: "O Geist, dort unten versteckt, deine Romagna ist nicht, und nie war,
ohne Krieg in den Herzen ihrer Tyrannen: aber ich glaube, keinen offenen Krieg gibt es jetzt.

Ravenna steht, wie es sich seit vielen Jahren bewährt hat: Guido da Polenta Vecchio, der Adler,
brütet darüber, so dass er deckt Cervia mit seinen Klauen. Diese Stadt, Forlì, die so lange einer
Belagerung standgehalten, und machte einen blutigen Haufen Franzosen, findet sich wieder unter
den Pfoten des grünen Löwen Ordelaffi.
Malatesta, der alte Dogge von Verruchio, und der junge Doge, Malatestino, die schlechte
Gefängniswärter für Montagna waren, schärfen ihre Zähne, wie sie es zu tun pflegten. Faenza auf
dem Lamone und Imola auf dem Santerno, die Städte führt hinaus Pagano, der Löwe aus der weißen
Höhle, der die Seiten wechselt, wenn er geht von Süden nach Norden, und Cesena, die Stadt, deren
Mauern der Savio badet, wo es liegt zwischen den Bergen und der Ebene, lebt ebenfalls zwischen
Freiheit und Tyrannei.

Nun bitte ich dich, sag uns, wer du bist: das kann nicht schwieriger sein als andere dir gedient
haben, so dass dein Name kann seinen Glanz auf der Erde erhalten.“

Inferno XXVII, 58-136: Guidos Geschichte

Als die Flamme für eine Weile wie gewohnt brüllte, flackerte die scharfe Spitze hin und her, und
dann gab er diesen Atemzug: „Wenn ich dachte, meine Antwort war einem gegeben, der jemals in
die Welt zurückkehren konnte, würde diese Flamme flackern nicht mehr, aber da, wenn das, was ich
höre, wahr ist, noch keiner ging zurück, ins Leben, aus diesen Tiefen, antworte ich, ohne Angst vor
Verleumdung.

Ich, Guido da Montefeltro, war ein Mann der Waffen: und dann wurde ich ein Cordelier des
Heiligen Franziskus, in der Hoffnung wieder gut zu machen, so belebt: ja meine Hoffnungen
würden in voller Weise realisiert worden sein, aber für den Hohepriester, Bonifazius, den Bösen in
ihm, der mich zurück zog zu meinen ersten Sünden, und wie und warum, ich will, dass du es von
mir hörst.

Während ich in der Form von Knochen und Zellstoff lebte, die meine Mutter mir gab, meine
Handlungen waren nicht die des Löwen, aber des Fuchses. Ich kannte alle Tricks und Listen und
beschäftigte diese Kunst so gut, dass der Lärm ging bis an die Enden der Erde. Als ich an diesem
Punkt des Lebens angekommen, wo jeder sollte seine Segel raffen und versammeln sich in den
Seilen, was mir vorher gefallen hatte, jetzt betrübte mich, und mit Reue und Bekenntnis wurde ich
Mönch. Ach Elend! Ach, hätte es mir gute Dienste geleistet!

Aber der Fürst der Pharisäer, der Papst, führte Krieg in der Nähe des Lateran, und nicht mit
Sarazenen oder Juden, da alle seine Feinde waren Christen, und niemand war zu Acre zu erobern,
oder ein Kaufmann in des Sultans Land; er nahm keine Rücksicht auf das höchste Amt, noch die
heiligen Weihen, noch meinen Habit des heiligen Franziskus, der jene, die ihn verwendet, schlanker
macht; sondern wie Kaiser Konstantin suchte Sankt Sylvester, auf dem Berg Soracte, um seine
Lepra zu heilen, so dass dieser Mann rief mich an als Arzt, seinen fieberhaften Stolz zu heilen. Er
forderte Rat von mir, und ich schwieg, da seine Rede schien trunken.

Dann sagte er zu mir: Sei nicht zweifelhaft, ich entbinde dich vorher, und du lehre mich, wie zu
handeln, damit ich die Festung von Palestrina dem Erdboden gleichmache. Ich kann öffnen und
schließen den Himmel, wie du weißt, mit den beiden Schlüsseln, die mein Vorgänger Zölestin nicht
gepriesen. - Dann die gewichtigen Argumente zwangen mich schweigend noch schlimmer zu
prüfen, und ich sagte: Vater, Ihr entbindet mich von der Sünde, in die ich jetzt fallen muss, mit
großen Versprechungen, um Eure Feinde mit wenig Lieferung zu besiegen von Eurem hohen Thron.

Später, als ich tot war, kam der Heilige Franziskus zu mir: aber einer der Schwarzen Cherubim
sagte zu ihm: Du nimmst ihn nicht: betrüge mich nicht. Er muss unter meine Diener hinab, denn er
war ein Anwalt der Täuschung, da ich ihn schnell an den Haaren gehalten: er, der nicht bereut hat,
wird nicht freigesprochen werden: auch kann man nichts bereuen, und es zur gleichen Zeit tun. Da
ist der Widerspruch nicht erlaubt. - O miserables Selbst! Wie ich begann, als er mich packte und
sprach zu mir: Vielleicht hast du es nicht geglaubt, ich bin auch ein Logiker.

Er trug mich zu Minos, der seinen Schwanz gewickelt acht Mal um seinen ängstlichen Rücken, und
dann beißt er in großer Wut, und sagte: Dies ist für die Sünder des diebischen Feuers, - und so bin
ich hier verloren, wie du siehst, und gekleidet wie diese, die nach innen traurig gehen."

Als er seine Rede beendet hatte, so die Flamme ging trauernd, sich windend und mit Flackern ihres
scharfen Hornes. Wir werfen, mein Führer und ich, uns entlang der Steilküste, bis zu dem anderen
Bogen, dem nächsten Graben, in dem die Belohnung für diejenigen ist, die Schuld gesammelt
durchs Säen von Zwietracht.

Inferno XXVIII, 1-21: Die Säer von Zwietracht

Wer könnte jemals vollständig erzählen, auch bei wiederholten Worten, das Blut und die Wunden,
die ich heute gesehen habe? Jede Zunge würde sicherlich scheitern, weil unsere Sprache und
Gedächtnis eine zu geringe Kapazität hat, um so viel zu verstehen. Wenn all die Menschen auch
gesammelt würden, die einmal traurig waren wegen ihrem Blut, in dem verhängnisvollen Land
Apulien, auf Grund des Samnitischen Krieges der Römer, von der Trojaner Samen, und die von
diesem langen Punischen Krieg, der, wie Livius schreibt, der sich nicht irrt, ergab eine so große
Fülle von Toten, auf Cannaes Schlachtfeld, und diejenigen, die den Schmerzen der Schläge
widerstehen, die sie von Robert Guiscard fühlten; und der Rest, deren Knochen noch Ceperano
bewahrt, wo alle Apulier zu Verrätern wurden, für Karl von Anjou gehäuft, und dort, wo bei
Tagliacozzo der alte Alardo den Karl erobert ohne Waffen, und einige waren mit durchbohrten
Gliedern zu sehen, und andere mit abgetrennten Stümpfen - es wäre nichts, um dem abscheulichen
Zustand der neunten Kluft gleich zu sein.

Inferno XXVIII, 22-54: Mohommed, der Kalif Ali

Auch ein Weinfass, das einen Holzring in der Mitte oder am Ende verloren hat, könnte nicht so weit
gähnen, als den Geist ich sah, gespalten vom Kinn bis auf den Teil, der zugleich den übelsten Ton
abgab: die Eingeweide hingen zwischen seinen Beine: die Organe erschienen, und die miserablen
Exkremente, sie zu verschlucken.

Während ich neben ihm aufstand, schaute er mich an und öffnete seine Brust mit den Händen und
sagte: "Siehe, wie ich mich zerreiße: siehe, wie Mohammed zerrissen ist! Vor mir geht Ali, weinend
sein Gesicht, gespalten vom Kinn bis zur Kopfhaut, und all die anderen, die du hier sehen kannst,
waren Säer von Skandal und Schisma in ihrem Leben: so dass sie in der Spalte wie dieser sind. Es
gibt einen Teufel hinter uns, der uns grausame Tränen wie diese erpresst, das erneute Anwenden
seiner Schwertklinge an jeden dieser Menge erprobt, wenn sie rund um die traurige Straße
gewandert sind, da die Wunden zu heilen, bevor einer ihn wieder erreicht.

Aber wer bist du, der dort auf der Klippe sich ergeht, vielleicht, um deinen Weg zur Strafe für deine
Verbrechen zu verzögern?"

Mein Meister antwortete: "Der Tod ist noch nicht zu ihm gekommen, noch führt die Schuld ihn zur
Qual, doch obliegt es mir, der ich tot bin, ihm volle Erfahrung hier unten zu gewähren, und ich
führe ihn durch das Inferno, von Kreis zu Kreis, und das ist die Wahrheit, die ich dir sage." Als sie
ihn gehört, mehr als hundert Geister in dem Graben haben angehalten, um mich anzusehen, ihre
Qualen vergessend, in ihrem Staunen.
Inferno XXVIII, 55-90: Pier della Medicina und andere

Nach dem Anheben eines Fußes, um zu gehen, sagte Mohammed zu mir: "Nun gut, ihr, die ihr bald
sehen werdet, in der Sonne vielleicht sagt von Fra Dolcino, dem Apostolischen Bruder, wenn er
nicht wünscht, mir schnell hier unten zu folgen, um sich mit den Ausgelieferten dann auszuliefern,
so dass die Schneefälle möglicherweise nicht ein Sieg für die Novareser bringen, die sonst schwer
zu erreichen sind.“ Damit schritt er vorwärts, um fortzugehen.

Ein anderer, der seine Kehle an der Nase hatte und hieb auf die Augenbrauen ein, und hatte nur ein
einziges Ohr, stehend in Staunen mit dem Rest, schauend, öffnete die Luftröhre, die war rot
draußen, am ganzen Körper, und sagte: „Du, den keine Schuld verurteilt, und den ich oben auf
Lateinischem Boden sah, es sei denn, Ähnlichkeit täuscht mich, du erinnere Pier della Medicina,
wenn du jemals zurückkehrst in die sanfte Ebene, die von Vercelli hinunter zum Marcabo zu sehen
ist. Und auch die würdigsten zwei Männer in Fano, Messer Guido und Angiolello, wenn unsere
prophetischen Kräfte hier nicht vergeblich sind, werden sie aus ihrem Boot geworfen werden und
ertrinken in der Nähe von Cattolica, durch Verrat. Neptun nie sah ein größeres Verbrechen,
zwischen den Inseln Zypern und Mallorca, auch nicht unter denen, die von Piraten durchgeführt
werden oder von den Griechen. Malatestino, der verräterische, der sieht nur mit einem Auge, und
hält das Land, der ist hier bei mir, er wünscht, ihn nie gesehen zu haben, er wird kommen, um mit
ihm zu verhandeln, dann wird er handeln, so dass sie nicht notwendig haben Gelübde oder Gebete
bei Focara, den Winden entgegenzuwirken.“

Inferno XXVIII, 91-111: Curio und Mosca

Und ich sagte zu ihm: "Wenn du mir gibst Nachricht von dir, zeige mir und erkläre, wer der ist,
dessen Anblick dort so schrecklich." Da legte er seine Hand auf den Kiefer eines seiner Gefährten
und öffnete den Mund und sagte: „Das ist er, und er spricht nicht. Diese Ausgestoßenen drückten
Caesars Zweifel am Rubicon, sagend, dass Verzögerung schadet immer Männern, die bereit sind."
O wie niedergeschlagen schien Curio mir, mit seiner Zunge geschlitzt in seinen Gaumen, der so
kühn in der Rede war!

Und derjenige, der beide Hände durchtrennt, aufhebend die Stümpfe durch die dunkle Luft, so dass
ihr Blut befleckt hatte sein Gesicht, sagte: „Du wirst dich an Mosca erinnern, der sagte, ach, dass er
etwas getan, das hat ein Ende, die Samen des Bösen, in der toskanischen Rasse.“ - „Und der Tod
kam zu deinem Volk,“ fügte ich hinzu, wobei er, speichernd Schmerz auf Schmerz, wegging wie ein
trauriger und wütender Mann.

Inferno XXVIII, 112-142: Bertrand de Born

Aber ich blieb zurück, um die Menge zu sehen, und sah ein Ding, das ohne Beweis ist, und ich habe
Angst, es selbst zu sagen, außer, dass das Gewissen mich beruhigt, der gute Begleiter, der einen
Menschen stärkt, unter der Rüstung seines Selbst-Respekts.

Ich sah es deutlich, und scheine immer noch zu sehen, einen kopflosen Rumpf, der geht voran, wie
die anderen, in dieser elenden Mannschaft, und hält seinen abgetrennten Kopf an den Haaren,
schwingend, wie eine Laterne in seiner Hand. Er sah uns an und sagte: "Ach, ich!" Er hat eine
Lampe selbst, um sich anzuzünden, und es gab zwei in einem, und einen in zweien: wie das sein
kann, der weiß es, der es so gemacht.
Als er direkt am Fuße unserer Brücke war, hob er seinen Arm hoch, komplett mit dem Kopf, um
seine Worte in unsere Nähe zu bringen, das waren diese: "Jetzt könnt ihr die schmerzliche Strafe
sehen, die ihr geht, lebt und atmet, die Strafe an den Toten: wenn überhaupt etwas aussieht so
schrecklich wie dies. Und damit ihr die Nachricht von mir weitertragt, wisst, dass ich Bertrand de
Born bin, der Böses als Berater dem jungen König tat. Ich habe den Vater und den Sohn als
Rebellen gegeneinander aufgehetzt: Ahithophel tat nicht mehr für Absalom und gegen David, in
seinen bösartigen Regungen.

Weil ich trennte diejenigen, die einmal verbunden waren, trage ich meinen Intellekt, ach, gespalten
von seinem Ursprung in diesem Körper. So, in mir ist gerechte Vergeltung zu sehen.“

Inferno XXIX, 1-36: Geri del Bello

Die Vielzahl der Menschen, und die vielen Wunden, hatten meine Augen so voll Tränen gemacht,
dass ich mich sehnte danach, zu stoppen und zu weinen, aber Virgil sagte zu mir: "Warum guckst du
immer noch? Warum ruhen deine Augen noch dort unten, auf den traurigen, verstümmelten
Schatten? Du tatest es nicht in den anderen Abgründen. Denke, wenn du es wünschst, sie zu zählen,
dass das Tal umkreisen zweiundzwanzig Meilen, und der Mond ist schon unter unseren Füßen. Es
ist jetzt kurze Zeit, die uns gegeben ist, und es gibt andere Dinge zu sehen, als diejenigen, die du
siehst."

Ich antwortete dann: "Hättest du den Grund gekannt, warum ich auffallend hinsah, vielleicht hättest
du mir erlaubt zu bleiben." In der Zwischenzeit der Führer bewegte sich aufwärts, und ich ging
hinter ihm, was meine Antwort war, und dem hinzufügend, sprach ich jetzt: „In dem Hohlen, wo ich
hielt meinen Blick fest, ich glaube, ein Geist war da, der von meinem eigenen Blut, der beklagt die
Schuld, die so viel hier kostet." Dann sagte der Meister: "Lass deine Gedanken von ihm abgelenkt
werden: besuche etwas anderes: lass ihn dort bleiben. Ich sah ihn verweisen auf dich, am Fuße der
kleinen Brücke, und drohen, wütend, mit dem Finger, und ich hörte, wie sie ihn nennen Geri del
Bello. Du warst so verwickelt mit dem, der einst Altaforte war, dass du nicht so aussahst, also er
weiter zog."

Ich sagte: "O mein Führer, sein gewaltsamer Tod hat ihn empört, noch nicht in seinem Namen
gerächt, indem jeder seine Schande teilt: also, ich denke, er ging weg, ohne mir etwas zu sagen, und
durch das hat er mein Mitleid mit ihm noch gemehrt."

Inferno XXIX, 37-72: Die Fälscher

So sprachen wir, soweit der erste Platz auf dem Damm, der das nächste Tal offenbart hätte, mit
Recht seinen Boden gab, wenn es leichter gewesen wäre. Als wir über den letzten Kreuzgang von
Malebolge hinaus waren, seine Laienbrüder zu sehen waren, durchbohrte vieles Stöhnen mich,
dessen Pfeile wurden mit Mitleid beantwortet, dass ich mir die Ohren bedecken musste mit den
Händen. Solche Schmerzen gab es, als gäbe es alle Krankheiten in den Krankenhäusern von
Valdichiana, Maremma und Sardinien, zwischen Juli und September, die waren weit verbreitet in
einem Graben: ein Gestank entstand daraus, wie Geruch aus fauligen Gliedmaßen.

Wir stiegen auf das letzte Ufer des langen Dammes, wieder auf der linken Seite, und dann war mein
Blick klarer, in die Tiefe, wo die unfehlbare Gerechtigkeit, die Dienerin des Herrn in der Höhe,
bestraft die Fälscher, wie sie es hier erklärt. Ich glaube nicht, es wäre eine größere Trauer, die
Menschen des an der Pest heimgesuchten Aegina zu sehen, als die Luft so bösartig war, dass jedes
Tier, auch der kleinste Wurm, wurde getötet, und später, wie die Dichter sagen, die alte Rasse wurde
aus dem Samen von Ameisen wieder hergestellt, als es war, die Geister schmachten zu sehen in
verstreuten Haufen durch dieses düstere Tal. Dieser lag auf dem Bauch, der auf den Schultern des
anderen, und einige sah man entlang der elenden Wege kriechen.

Schritt für Schritt gingen sie, ohne ein Wort, blickten auf, und hörten, die Kranken, die ihre Körper
nicht heben konnten.

Inferno XXIX, 73-99: Griffolino und Capocchio

Ich sah zwei sitzen, die stützten sich auf einander, wie eine Pfanne lehnte sich gegen eine andere,
sich zu wärmen: sie waren mit Krusten von Kopf bis Fuß markiert worden, und ich sah nie so einen
Stallknecht auf seinen Herrn wartet, oder einen, der wach ungern im Gebrauch bleibt wie ein harter
Striegel, wie jeder dieser beiden kratzte sich mit seinen Nägeln, aufgrund der Intensität ihres
Juckreizes, der keine andere Erleichterung fand.

Und so die Nägel zogen den Schorf ab, wie ein Messer die Schuppen von Brassen, und anderen
Fischen mit größeren Maßen. Mein Führer begann zu sprechen: "O ihr, die ihr eure Ketten abstreift
mit den Fingern, und oft macht Zangen von ihnen, sagt uns, wenn es irgendeinen Lateiner unter
denen hier gibt, innen in der Ewigkeit, und könnten eure Nägel genug für diese Aufgabe sein."
Einer von ihnen antwortete weinend: "Wir sind beide Lateiner, die ihr hier verstümmelt seht, aber
wer bist du, der sich nach uns erkundigt?“ Und der Führer sagte: "Ich bin einer, der mit diesem
lebenden Mann komme, der stammt aus der steilen Steile, und zeige ihm die Hölle."

Dann brach die gegenseitige Stütze, und jeder drehte sich, mit Zittern, auf mich zu, zusammen mit
anderen, die sie hörten durch das Echo.

Inferno XXIX, 100-120: Griffolinos Erzählung

Der gute Meister sprach mich direkt an und sagte: „Sage ihnen, was du willst." Und ich begann, wie
er gewünscht: "So, dass euer Gedächtnis nicht verblasse, im menschlichen Geist, in der ersten Welt,
aber für viele Sonnen lebe, sagt uns, wer ihr seid, und von welcher Rasse. Lasst eure hässliche und
abstoßende Strafe euch nicht Angst machen, euch mir zu offenbaren."

Der eine sagte: „Ich war Griffolino von Arezzo, und Albero von Siena hatte mich verbrannt: aber
wie ich starb, konnte ich nichts senden. Es ist wahr, sagte ich zu ihm, scherzend: Ich konnte mich in
die Luft im Flug erheben, und er, der große Lust und wenig Hirn hatte, wollte, dass ich ihm diese
Kunst zeige, und nur weil ich ihn nicht machte zu Daedalus, ließ er mich verbrennen, von einem,
der auf ihn als Sohn sah.

Aber bis zum letzten Abgrund der zehn, Minos, der nicht irren kann, verurteilte mich, weil ich die
Alchemie in der ganzen Welt praktiziert."

Inferno XXIX, 121-139: Der Verschwender Brigade

Und ich sagte zu dem Dichter: "Gab es überhaupt ein Volk so eitel wie die Sieneser? Sicherlich
nicht das französische, mit Abstand." Bei dem Wort die anderen Aussätzigen hören mich, und
antworteten auf meine Worte: "Was von Stricca zu sagen ist, der so wenig zu verbringen wusste,
und von Niccolo, der zum ersten Mal entdeckt den kostspieligen Einsatz von Nelken, in diesem
Garten, Siena, soweit dieses Saatgut wurzelt: Und das Unternehmen, in das Caccia von Aciano warf
seinen Weinberg, und seinen riesigen Wald, und Abbagliato zeigte seinen Witz.

Aber, so dass du weißt, wer in Sekunden dich so gegen die Sienesen eingenommen, schärfe deine
Augen auf mich, damit mein Gesicht kann dir antworten: so wirst du sehen, ich bin Capocchios
Schatten, der falsche Metalle erstellte, mit Alchemie, und du musst denken daran, wenn ich weiß,
dass du im Recht bist, wie gut ich die Natur nachäffte.“

Inferno XXX, 1-48: Schicci und Myrrha

Zur Zeit, als Juno wütend war, wie sie mehr als einmal gezeigt hatte, mit der thebanischen Rasse,
wegen des Jupiter Affäre mit Semele, sie so verrückt machte König Athamas, dass seine Frau, Ino,
trägt ihre beiden Söhne im Arm, rief er: "Verbreite die Jagdnetze, so dass ich die Löwin und ihre
Jungen am Pass zu fangen weiß," und dann streckte er seine erbarmungslosen Klauen aus und
schnappte den einen, mit dem Namen Learchus, und drehte ihn rund um den Strich gegen den
Felsen: und Ino ertränkte sich und ihre andere Last, Melikertes. Und nach dem Glück hatte der
hohen Trojaner Stolz, der alles wagte, es dahin gebracht, dass der König Priamos und sein Reich
wurden zerstört, Königin Hekabe in trauriger, elender Gefangenschaft, nachdem er die Opferung
der Polyxena, allein, an der Meeresküste erlebt, als sie den Körper ihres Polydorus erkannt, sie
bellte wie ein Hund, aus ihren Sinnen getrieben, so sehr hatte ihr Kummer ihr zerbrochen den Kopf.

Aber weder die thebanischen noch trojanischen Furien wurden je gesehen verkörpert so grausam, in
stechenden Kreaturen oder sogar weniger in menschlichen Gliedmaßen, als ich sah in zwei
Schatten, bleich und nackt, die liefen beißend, wie ein hungriges Schwein tut, wenn es aus seinem
Stall getrieben wird. Der eine kam zu Capocchio, und richtete seine Stoßzähne in den Hals, damit
zog er ihn an, machte den festen Boden zu Raspeln für den Bauch. Und der Aretiner Griffolino, der
übrig war, sagte zu mir, zitternd: "Das Ungeheuer ist Gianni Schicci, und er geht, fanatisch, voll von
Mangeln." Ich antwortete: "Oh, freue dich, uns zu sagen, wer der andere ist , bevor es sich wegreißt,
und kann nicht seine Zähne in dich pflanzen."

Und er zu mir: "Das ist der alte Geist der inzestuösen Myrrha, die ihren Vater Cinyras mit mehr als
rechtmäßiger Liebe geliebt. Sie kam zu ihm, und hat gesündigt, unter dem Deckmantel eines
anderen Namens, wie dem, der verschwinden wird, und sich verpflichtet, sich als Buoso Donati zu
verschleiern, um die Stute zu gewinnen, die sogenannte Liebe Frau von der Herde, durch
Schmieden eines Testaments, und ihm Rechtsform gab."

Als das wütende Paar, auf das ich mein Auge gerichtet, war verschwunden, wandte ich mich an den
anderen Geist, wie zum Bösen geboren aussehend.

Inferno XXX, 49-90: Adam von Brescia

Ich sah einen, der wie eine Laute geformt worden wäre, wenn er nur seine Leistengegend kurz
geschnitten hätte, an der Stelle, wo ein Mann wird gegabelt. Die schwere Wassersucht, die schwillt
die Glieder mit ihrem schlecht verwandelten Humor, so dass das Gesicht nicht zum Bauch passt,
ließ ihn halten seine Lippen auseinander, wie der fiebrige Patient tut, der, durch Durst, rollt die eine
Lippe in Richtung Kinn und die anderen nach oben.

Er sagte zu uns: "O ihr, die ihr von der Strafe in dieser düsteren Welt befreit seid (und warum, weiß
ich nicht), sucht das Elend des Meisters Adam. Ich hatte genug von dem, was ich wollte, als ich
noch am Leben war, und nun, ach, sehne ich mich nach einem Tropfen Wasser. Die kleinen Bäche,
die fallen von den grünen Hügeln des Casentino, bis in den Arno, so kühle, feuchte Kanäle sind
ständig in meinem Kopf, und nicht umsonst, da das Bild von ihnen mich quält, weit mehr als die
Krankheit, die trägt das Fleisch von meinem Gesicht.

Die strenge Gerechtigkeit, die mich untersucht, nimmt ihre Chance aus dem Ort, an dem ich
gesündigt, um meinen Seufzern zu geben schnelleren Flug. Das ist Romena, wo ich die Münze
gefälscht von Florenz, mit dem Bild des Täufers gestempelt: für das, auf der Erde, verließ ich
meinen Körper, verbrannt. Aber wenn ich die elende Seele Guido hier sehe, oder Alessandro oder
Aghinolfo, seinen Bruder, würde ich nicht diesen Anblick tauschen gegen Brandas Brunnen. Guido
ist hier unten schon, wenn die verrückten Geister rund gehen und sprechen wahr, aber was nützt es
mir, dass dessen Glieder gebunden sind?

Wenn ich nur leicht genug mich bewegen könnte, auch nur einen Zoll, alle hundert Jahre, und ich
habe bereits auf der Straße angefangen, ihn unter diesen entstellten Menschen zu suchen, auch wenn
er sich in der Umgebung von elf Meilen windet, und nicht weniger als eine halbe Meile vorüber.
Wegen ihnen bin ich mit einer solchen Mannschaft zusammen: sie haben mich bewogen, diese
Gulden, die verfälscht wurden, mit drei Karat Legierung zu stempeln."

Inferno XXX, 91-129: Sinon, Potiphars Weib

Ich sagte zu ihm: "Wer sind diese erbärmlichen zwei, die in der Nähe liegen auf der rechten Kante
und abgeben solchen Rauch, wie eine Hand, gebadet, im Winter?“ Er antwortete: "Ich fand sie hier,
als ich regnete in diesem Pfuhl, und sie haben sich seitdem nicht geändert, und können es nie
wieder, glaube ich.

Eine davon ist die falsche Frau, die Josef etwas vorgeworfen. Der andere liegende ist Sinon, der
Grieche aus Troja. Ein brennendes Fieber macht sie so stark stinken." Und Sinon, der vielleicht
Anstoß daran nahm, dass er so finster genannt ward, schlug Adam den starren Bauch mit der Faust,
so dass er ertönte, wie eine Trommel. Und Meister Adam traf ihn ins Gesicht mit den Arm, der kein
weicher schien, und sagte zu ihm: "Ich habe einen Arm frei für eine solche Situation, wenn ich an
einer Bewegung meiner schweren Glieder gehindert werde." Auf welches antwortete Sinon: "Du
warst nicht so bereit, mit ihm zu gehen, in das Feuer, sondern bist fertig, und eher bereit, denn du
warst ein Falschmünzer." Und der mit der Wassersucht: "Du sprichst die Wahrheit, aber du gibst so
wahrheitsgemäß Zeugnis, wenn du über die Wahrheit in Troja befragt wirst.“

"Wenn ich sprach fälschlicherweise, die Münze gefälscht hast du“, sagte Sinon, „und ich bin hier
wegen einem Verbrechen, aber du für mehr als jede andere Teufel." Was der geschwollene Bauch
geantwortet hatte: "Denke an das hölzerne Pferd, du Lügner, und lass es eine Qual für dich sein,
dass die ganze Welt weiß davon." Der Grieche antwortete: "Lass den Durst, der reißt deine Zunge,
deine Folter sein, und das Schmutzwasser deinem Magen ein Hindernis vor den Augen." Dann der
andere: „Dein Mund klafft breit wie üblich, schlecht zu sprechen. Wenn ich einen Durst habe und
Feuchtigkeit schwillt mir, hast du das Brennen, und einen Kopf, die dich schmerzt: und du kannst
viele Worte der Einladung sprechen, der die Runden nicht brauchen würde im Spiegel des Narziss.“

Inferno XXX, 130-148: Virgil tadelt Dante

Ich stand, darauf bedacht, sie alle zu hören, als der Meister sagte zu mir: "Jetzt starrst du sie viel
länger an, und ich will mit dir streiten." Als ich hörte, dass er mich in Wut sprechen wollte, drehte
ich mich zu ihm um, mit einem solchen Gefühl der Scham, dass es mich wieder überkommt, was
ich davon halten soll. Und wie jemand, der träumt von etwas Schädlichem für sich, und träumt, und
wünscht, dass es nur ein Traum war, so dass er sich sehnt nach dem, was ist, als wenn es nicht wäre;
so wurde ich, der ohne Macht zu sprechen war, und wollte eine Entschuldigung suchen, und die
ganze Zeit tat ich es nicht.

Mein Meister sagte: "Weniger Schamhaftigkeit würde abwaschen einen größeren Fehler als deinen,
so entlaste dich von Trauer, und wisse, dass ich immer bei dir bin, sollte es passieren, dass das
Schicksal dich nimmt, wo die Menschen sind in ähnlichen Konflikten: doch der Wunsch zu hören
ist ein vulgärer Wunsch."

Inferno XXXI, 1-45: Die Giganten, die die zentrale Grube bewachen

Eine und dieselbe Zunge zunächst verwundet mich, so dass sie bemalt meine Wangen mit Rouge,
und dann gab sie die Salbe für die Wunde. So habe ich vom Speer des Achilles gehört, und seinem
Vater Peleus, der die Ursache war zunächst von Traurigkeit, und dann von einem heilenden
Geschenk.

Wir wandten uns wieder, das elende Tal zu überqueren, ohne ein Wort, von dem Ufer, das um es
herum kreist. Hier war weniger als die Dunkelheit der Nacht und weniger Licht als am Tag, so dass
meine Vision zeigte nur ein wenig vorwärts: aber ich hörte einen schrillen Horn-Klang, so laut, dass
es den Donner ruhig gemacht hätte: meine Augen gerichtet waren, dass sie gefolgt dem Durchgang
zurück, gerade auf einen einzigen Punkt. Roland nicht seine Horn blies so heftig, nach der traurigen
Niederlage, als Karl der Große den heiligen Krieg verloren, in Roncesvalles.

Ich hielt meinen Kopf und wandte mich für eine Weile in diese Richtung, als ich ausmachte viele
hohe Türme, da ich sagte: "Meister, erkläre mir, welche Stadt das ist?“ Und er zu mir: „Weil deine
Augen durchlaufen die Dunkelheit zu weit, so folgt daraus, dass du es dir zu Unrecht vorstellst. Du
wirst sehen, ganz deutlich, wenn man es dort erreicht, wie sehr der Sinn der Entfernung getäuscht,
so drücke stärker." Dann nahm er mich, liebevoll, bei der Hand und sagte: "Bevor wir weiter gehen,
so dass die Realität vielleicht weniger fremd ist, scheinst du zu wissen, dass sie Giganten sind, nicht
Türme, und sind in der Grube, vom Nabel nach unten, alle von ihnen, an ihrem Ufer."

Wie das Auge, wenn ein Nebel verschwindet, nach und nach rekonstruiert, was durch den dichten
Dampf der Luft ausgeblendet, so bei der Annäherung näher und näher an den Rand, durchbohrend
diese grobe dunkle Atmosphäre, haben Fehler mich verlassen, und meine Angst ward erhöht. Wie
Montereggione krönt seine Rundmauer mit Türmen, so die schrecklichen Riesen, Jupiter noch droht
vom Himmel, wenn er donnert, die Türmen gleich mit der Hälfte ihres Körpers bedecken das Ufer,
das in guten Kreisen da lag.

Inferno XXXI, 46-81: Nimrod

Und ich sah bereits das Gesicht von einem, die Schultern, die Brust, den größeren Teil des Bauches
und die Arme unten. Wenn die Natur die Kunst der Herstellung von Kreaturen wie dieser besaß, tat
sie sicherlich gut, indem man solche Mörder zur Kriegsführung braucht, und wenn sie nicht die
Herstellung von Elefanten und Walen bereut, wer schaut auf die Ausgabe auf subtile Weise, der hält
sie für klüger und direkter, dass da, wo das Instrument des Geistes mit Böswilligkeit und Macht
verbunden, Menschen haben keine Verteidigung dagegen.

Sein Gesicht schien mir so lang und groß wie der Bronzepinienzapfen, vor Sankt Peter in Rom, und
seine anderen Eigenschaften waren im Verhältnis, so dass das Ufer, das ihn von der Mitte ab
bedeckte, zeigte so viel von ihm oben, dass drei Friesen vergeblich zu erreichen sein Haar geprahlt
hätten, da ich ihn sah dreißig große Hand-Spannweiten weit von dem Ort, an dem ein Mann seinen
Mantel zuknöpft.

Der wilde Mund, für den keine süßen Lieder passend waren, fing an zu schwärmen: "Rafel mai
amech sabi Almi!" Und mein Führer wandte sich zu ihm, und sagte: "Törichter Geist, mit deinem
Jagd-Horn, entlüfte den Atem, wenn Wut oder eine andere Leidenschaft dich weckt. Suche um den
Hals, o verwechselte Seele, und du wirst den Gürtel sehen, und wirst sehen, was die Bögen in deine
große Brust geschleudert." Dann sagte er zu mir: "Er erklärt sich selbst. Dies ist Nimrod, durch
dessen bösen Gedanken wird nicht mehr eine einzige Sprache verwendet in der ganzen Welt. Lassen
wir ihn hier stehen, und sprechen wir nicht mit ihm vergeblich: da jede Sprache ihm ist wie eine
andere, dass es niemand versteht."

Inferno XXXI, 82-96: Ephialtes

Also gingen wir aufwärts, an der linken Seite und einen Armbrust-Schuss weit, da fanden wir den
nächsten, weit größer und härter. Wer und was das könnte sein, was ihn gebunden, kann ich nicht
sagen, aber er hatte seinen rechten Arm hinter die Flügel gestutzt, und den anderen davor, durch
eine Kette, die ihn festgehalten, an dem Hals, und der sichtbare Teil von ihm erreichte die fünfte
Reihe.

Mein Führer sagte: „Dieser stolze Geist hatte den Willen, seine Kraft gegen den hohen Jupiter zu
versuchen, und so hat er diese Belohnung. Ephialtes ist sein Name, und er machte den großen
Versuch, als die Giganten die Götter fürchteten, und die Arme schüttelte er da, jetzt aber bewegt er
sich nie.“

Inferno XXXI, 97-145: Antaeus

Und ich sagte zu ihm: "Wenn es möglich wäre, würde ich meinen Augen das Licht des riesigen
Briareus wünschen." Darauf antwortete er: "Du wirst Antaeus sehen, in der Nähe, der spricht und
entfesselt ist, und wird uns in den festgelegten tiefsten Abgrund der Schuld führen. Er, den du sehen
möchtest, ist weit über ihm, und ausgebildet ist er, und wie diese gebunden, es sei denn, er scheint
wilder in seinen Zügen." Kein großes Erdbeben schüttelte je einen Turm, so heftig wie Ephialtes
schüttelte sich prompt. Da fürchtete ich den Tod mehr als je zuvor, und die Angst allein hätte
genügt, um sie zu haben, hätte ich nicht seine Ketten gesehen.

Wir gingen dann weiter, und Antaeus war sechs Meter von der Grube projiziert, ohne den Kopf zu
erreichen. Der Meister sprach: "O ihr, die ihr von den Alten, nahmt tausend Löwen für eure Beute,
in dem verhängnisvollen Tal, in der Nähe von Zama, Scipios Erbe des Ruhms, als Hannibal zog mit
seinem Heer einher; du, durch den er könnte immer noch glauben, dass Riesen-Söhne der Erde
würden die Götter überwinden, wenn du in dem großen Krieg mit deinen Brüdern gewesen warst;
führe uns nach unten, und scheue dich nicht, es zu tun, wo die Kälte sperrt den Fluss Cocytus, in
dem neunten Kreis.

Frag uns nicht nach Tityos oder Typhon. Binde, und rolle nicht die Lippen in Hohn: Dieser Mann
kann geben, was hier ersehnt wird: Er kann deinen Ruhm auf Erden aktualisieren, da er noch am
Leben ist, und erwartet weiterhin eine lange Lebensdauer, wenn die Gnade ihn nicht abruft vor
seiner Zeit." So sprach der Meister, und Antaeus schnell hob beide Hände, von denen Herkules
einmal spürte die Kraft, und packte meinen Führer. Virgil, als er spürte sein Verständnis, sagte zu
mir: "Komm her, damit ich dich trage." Dann machte er ein Bündel von sich und mir.

Für mich, der da stand und sah zu Antaeus, wie der schiefe Turm in Bologna, der in Carisenda
scheint mit der Ansicht, unter der schiefen Seite, wenn eine Wolke über ihm vorbei zieht, und er in
die entgegengesetzte Richtung hängt. Es war allerdings der Moment, da ich gewünscht hätte, auf
einem anderen Weg gegangen zu sein, aber er hat uns vorsichtig nach unten in die Tiefe getragen,
die Luzifer und Judas geschluckt hat, und nicht dort verweilend, gebogen, sondern richtete sich auf,
wie ein Mast in einem Boot erhoben.

Inferno XXXII, 1-39: Der gefrorene Fluss Cocytus

Wenn ich Worte hätte, rau und heiser genug, um den düsteren Abgrund zu beschreiben, auf dem alle
anderen Felsen sich wiegen, und zulaufen, würde ich vollständiger den Saft auspressen meiner
Phantasie: aber da ich mich nicht dazu bringen kann, nicht ohne Angst, den Ort zu beschreiben: von
der Grube des Universums zu sagen, ist keine Aufgabe, im Spiel zu treffen, noch in einer Sprache,
die Wörter wie "Mutter" und "Vater" hat. Aber es können die Musen, die Damen, die Amphion bei
Thebens Mauern geholfen, meine Rede unterstützen, so dass meine Worte nicht von der Wahrheit
abweichen.

O ihr Menschen, seht das Böse über allen anderen, an diesem Ort, von dem schwer zu sprechen ist,
besser wäre es, wenn ihr Schafe oder Ziegen auf der Erde gewesen wärt, als hier zu sein! Als wir
nach unten kamen, in den dunklen Brunnen, darunter der Riesen-Füße, und viel niedriger, und ich
starrte immer noch auf den steilen Felsen, da hörte ich eine Stimme zu mir sagen: "Achte darauf,
wie du weitergibst, so dass du nicht läufst mit den Füßen auf den Köpfen der elenden müden
Brüder.“ Bei welchem drehte ich mich um und sah einen See vor mir und unter meinen Füßen, der,
wegen der Kälte, erschien wie Glas und nicht wie Wasser.

Die Donau, in Österreich, war nie so dick, die einen Schleier gebildet für ihre Winter, natürlich,
noch der Don, weit unter dem gefrorenen Himmel, wie hier: wenn der Tambernische Berg im Osten,
oder der Berg Pietrapana, wäre hier drauf gefallen, hätte es nicht einmal am Rande geknarrt. Und
wie Frösche quakend sitzen mit ihren Schnauzen überm Wasser, zu dem Zeitpunkt, da die
Bäuerinnen träumen oft von Nachlese, so die traurigen Schatten saßen im Eis, fahl, wo die
Schamröte erscheint, und klapperten mit den Zähnen, wie Störche.

Jeder hielt sein Gesicht nach unten: die Kälte ward erlebt, unter anderem, durch den Mund, und
durch ihre traurigen Herzen, und durch ihre Augen.

Inferno XXXII, 40-69: Die degli Alberti, Camicion

Als ich eine Weile mich umsah und wandte mich an meinen Füßen, sah ich zwei, so
zusammengedrückt, dass das Haar ihrer Köpfe vermischt wurde. Ich sagte: "Sagt mir, ihr, die ihr
eure Körper drückt zusammen, wer ihr seid." Und als sie ihren Hals verdreht, und als sie ihre
Gesichter gegen mich erhoben hatten, die Augen, die nur feucht waren, nach innen, schwärmten in
den Deckel, und der Frost schnell vereiste die Tränen, zwischen ihnen und versiegelte sie wieder.
Kein Übel hat für immer eingespannt Holz auf Holz so fest: so dass sie stießen einander wie zwei
Böcke, durch solche Wut sich zu überwinden.

Und einer, der beide Ohren vor Kälte verloren hatte, mit seinem Gesicht noch abgewandt, sagte:
"Warum starrst du auf uns so heftig? Wenn du wissen willst, wer diese beiden sind, es sind die degli
Alberti, Allesandro und Napoleone: das Tal, wo der Bisenzio rinnt, gehörte ihnen und ihrem Vater
Alberto. Sie sind von einem Körper, und du kannst die ganze Caina durchsuchen und findest nicht
den Schatten mehr wert, in Eis gesetzt: nicht einmal Mordred, dessen Brust und Schatten wurde
durchbohrt, auf einen Schlag, von seinem Vater, König Artus, mit der Lanze: noch Focaccia: noch
dieser eine, der mein Gesicht behindert mit dem Kopf, nicht weiter wirst du sehen den, der genannt
wurde Sassol Mascheroni. Wenn du ein Toskaner bist, jetzt weißt du wirklich, was er war.

Und damit du mich nicht mehr reden lässt, wisse, dass ich Camicion de Pazzi bin, und warte auf
Carlino, meinen Verwandten, mich zu übertreffen.“

Inferno XXXII, 70-123: Die Antenora, Bocca degli Abbati

Danach sah ich tausend Gesichter, hundegleich durch die Kälte, dass ein Zittern überkommt mich,
und wird es immer, wenn ich an die gefrorenen Furten denke. Und, ob es Wille oder Schicksal oder
Zufall, ich weiß nicht, aber zu Fuß, zwischen den Köpfen, schlug ich meinen Fuß heftig gegen eine
Seite. Weinend rief er zu mir: "Warum trittst du mich mit Füßen? Wenn du nicht gekommen bist,
um die Rache für Montaperti zu erhöhen, warum machst du mir Probleme?“

Und ich: "Mein Meister, warte hier auf mich, jetzt, so, dass ich mich über jeden Zweifel erhebe, der
sie betrifft, dann kannst du eilen, wie es dir gefällt." Der Meister stand, und ich sagte zu diesem
Schatten, noch beschimpfte er mich bitter: „Wer bist du, der anderen auf diese Weise Vorwürfe
macht?" - "Nein, wer bist du?“, antwortete er, "der durch die Antenora geht und trifft auf die
Gesichter der anderen, in der Weise, dass, wenn du noch am Leben wärst, es wäre eine
Beleidigung?“

Ich antwortete: "Ich bin am Leben, und wenn du nach Ruhm fragst, könnte es eine kostbare Sache
für dich sein, wenn ich deinen Namen unter den anderen wüsste." Und er zu mir: "Ich sehne mich
nach der entgegengesetzten Sache: nimm mich aus, und störe mich nicht mehr: da du wenig zu
wissen scheinst, wie man auf dieser eisigen Piste schmeicheln muss." Da packte ich ihn an der
Rückseite der Kopfhaut, und sagte: "Du musst dich selbst nennen, bevor nicht ein Haar auf dem
Kopf nach links gerückt.“ Da sagte zu mir: "Auch wenn du mich zu pflücken kämst, werde ich dir
nicht sagen, wer ich bin, noch mich zeigen dir, wenn du mir auch den Kopf abreißen wolltest
tausendmal.“

Ich hatte schon seine Haare in der Hand aufgewickelt, und hatte mehr als ein Büschel ausgezogen,
während er bellte, und hielt die Augen nieder, als ein anderer Geist rief: "Was ist los mit dir, Bocca,
reicht es nicht, dass du plauderst mit deinem Kiefer, aber musst du auch bellen? Welcher Teufel ist
auf dir?“ Da sagte ich: „Nun, verfluchter Verräter, ich will dich nicht sprechen:. Da ich wahre
Nachricht von dir trage zur Schande." Er antwortete: "Geh, und sag, was du willst, aber, wenn du
hie raus kommst, nicht schweige über ihn, der seine Zunge so bereit gemacht gerade jetzt. Hier
nimmt er mit Bedauern Französisches Silber. Du kannst sagen: Ich sah Buoso de Duera, dort, wo
die Sünder stehen im Eis gefangen.

Wenn du gefragt wirst, wer sonst noch da war, hast du Tesauro de Beccheria hier, dessen Kehle
wurde von Florenz aufgeschlitzt. Gianni de Soldanier ist weiter hier mit Ganelon und Tribaldello,
der das Tor von Faenza aufriegelte, während es schlief."

Inferno XXXII, 124-139: Ugolino und Ruggieri

Wir hatten ihn im Rücken schon gelassen, als ich sah zwei Geister in einem Loch eingefroren, so
nah beieinander, dass des einen Kopf mit einer Kappe bedeckte den anderen, und der Oberste biss
die Zähne in den anderen, wie Brot gekaut wird aus Hunger, und tat den Kopf in den Nacken.
Tydeus nagte den Menalippus nicht anders, aus Wut, als dieser den Schädel und andere Teile.
Ich sagte: "O ihr, die ihr so brutaler Art und Weise seid, fügt die Markierungen eures Hasses auf
den, den ihr verschlingt, sagt mir, warum: unter der Bedingung, dass, wenn ihr anklagt ihn mit
Vernunft, ich will wissen, wer ihr seid, und sein Vergehen, könnt ihr es immer noch in der Welt
oben zurückzahlen, wenn die Zunge, mit der ich spreche, nicht verdorrt."

Inferno XXXIII, 1-90: Graf Ugolinos Geschichte

Der Sünder erhöhte den Mund vom wilden Fest und wischte ihn mit dem Haar, das der Kopf hinter
ihm abgestreift hatte. Dann begann er: "Du willst mich verzweifeln lassen in Trauer, die mein Herz
hat beim bloßen Gedanken, bevor ich sogar sage, sie zu erneuern. Aber wenn meine Worte sind wie
die Saat, die Früchte trägt, in der Schande, der Verräter, an dem ich nage, den wirst du sehen mit mir
sprechen und weinen zusammen. Ich weiß nicht, wer du bist, noch was es bedeutet, dass du hier
unten angekommen bist, aber wenn ich dich höre, scheinst du mir in Wahrheit ein Florentiner.

Du musst wissen, dass ich Graf Ugolino bin, und dies ist der Erzbischof Ruggieri. Jetzt werde ich
dir sagen, warum ich einen Nachbarn habe wie diesen. Es ist nicht notwendig zu sagen, dass im
Vertrauen auf ihn ich aufgenommen wurde, durch die Auswirkungen seiner bösen Schemata, und
danach getötet. Aber was du nicht gelernt hast, kannst du, wie grausam mein Tod war, hören: und
wissen, ob er mich verletzt.

Ein schmales Loch in diesem Turm, dass aufgerufen wurde die Hungersnot, durch meinem Tod, und
in dem anderen müssen andere noch eingesperrt werden, ich hatte mich durch seine Öffnung
gedrängt, die mir bereits gezeigt ward mehrere Monde, als ich schlief einen bösen Schlaf, der
Vorhang der Zukunft ward für mich zerrissen. Dieser Mann schien mir der Herr und Meister, auf der
Jagd nach der Wölfin und ihren Welpen, auf Monte di San Guiliano, dass die Sicht auf Lucca von
den Pisanern gesehen wird. Er hatte die Gualandi, Sismondi und Lanfranchi, mit ihm laufen lassen,
mit Hunden, schlank, scharf und agil.

Nach einer kurzen Verfolgungsjagd der Vater und seine Söhne schienen mir müde, und ich dachte,
dass ich ihre Flanken von scharfen Zähnen zerrissen sah. Als ich aufwachte, vor der
Morgendämmerung, hörte ich meine Söhne, die bei mir waren, weinen im Schlaf, und sie baten um
Nahrung. Du bist wirklich grausam, wenn du nicht bereits Kummer bei dem Gedanken hast, was
meinem Herzen vorgezeichnet zu tun, und wenn du nicht weinst, wann denkst du zu weinen?

Sie waren jetzt wach, und die Stunde nahte, in der unsere Nahrung verwendet werden sollte, und zu
uns gebracht werden, und jeder von uns war besorgt von Träumen, als ich die Tür unter dem
schrecklichen Turm hörte zugesperrt werden: dabei blickte ich in die Gesichter meiner Söhne, ohne
ein Wort zu sagen. Ich weinte nicht: Ich wurde wie Stein innen: sie weinten, und mein kleiner
Anselm sagte zu mir: Vater, ich starre an, was falsch ist.“ Aber ich vergieße keine Tränen, und
antworte nicht, den ganzen Tag, oder der nächste Nacht, bis eine andere Sonne der ganzen Welt
erscheint. Als ein kleiner Lichtblick wurde in das traurige Gefängnis geschickt, und ich in ihre vier
Gesichter sah, der Aspekt meines eigenen, biss ich meine Hände aus Trauer. Und sie dachten, dass
ich es gemacht hätte aus Hunger, plötzlich stand er da und sagte: Vater, es wird uns weniger
Schmerzen bereiten, wenn du an uns nagen wirst: Du setztest dieses elende Fleisch auf uns, jetzt
streife es wieder ab.

Da beruhigte ich mich, um sie nicht mehr unglücklich zu machen: an diesem Tag und am nächsten
wir alle schwiegen. Ach, feste Erde, warum hast du dich nicht geöffnet? Als wir mit dem vierten
Tag kamen, warf sich nieder Gaddo zu meinen Füßen und sagte: Mein Vater, warum hast du mir
nicht geholfen? Da ist er gestorben, und auch wenn du mich siehst, sah ich die drei anderen fallen
einen nach dem anderen, zwischen dem fünften und sechsten Tage: bei denen, schon blind, tastete
ich nach jedem von ihnen, und rief sie drei Tage, als sie tot waren: dann das Fasten, endlich, hatte
die Macht, Trauer zu überwinden.“

Als er dies gesagt hatte, ergriff er die elenden Schädel wieder mit den Zähnen, die so stark wie ein
Hund auf dem Knochen waren, die Augen verdreht. Ach Pisa, Schande unter den Menschen, von
dem schönen Land, in dem „si“ zu hören ist, lass die Inseln Caprara und Gorgona sich verschieben
und blockieren den Arno an seiner Mündung, da deine Nachbarn sind so langsam, um dich zu
bestrafen, so dass du ertränken kannst jede lebende Seele. Da, als Graf Ugolino voller Schande
verraten hatte deine Burgen, solltest du nicht seine Söhne auf die Folter gelegt haben. In ihrer
Jugend machten Uguccione und Brigata, und die beiden anderen, die meine Worte oben genannt
haben, Unschuldige, dich zum modernen Theben.

Inferno XXXIII, 91-157: Bruder Alberigo und Branca d'Oria

Wir gingen weiter, wo der schroffe Frost umschließt ein anderes Volk, nicht aber bückten sie sich
völlig umgekehrt. Die sehr Weinenden haben es verhindert, dass sie weinten, und die Trauernden,
die ein Hindernis für ihren Augen machten, drehten sich nach innen, um ihre Qualen zu erhöhen: da
die ersten Tränen bildeten einen Knoten, und wie ein Kristall-Visier füllen sie die Hohlräume
unterhalb ihrer Augenbrauen. Und obwohl alles Gefühl hatte mein Gesicht aus einem Kallus links
geführt, durch die Kälte, als ob, schien es mir jetzt, als ob ich fühlte ein Kinderspiel, bei dem ich
sagte: "Meister, was bewirkt das? Wird die Wärme nicht alle hier unten abschrecken?" Bei welche
er zu mir sagte: „Bald wirst du, wo deine eigenen Augen sehen, dir selbst antworten, beim Sehen
der Quelle, die die Luft erzeugt.“

Und einer der traurigen Schatten, in der Eiskruste, schrie zu uns: "O Geist, so grausam, dass der
letzte Ort ist reserviert für dich, entferne den dichten Schleier von meinem Gesicht, damit ich den
Schmerz ein wenig entlüfte, der mein Herz erstickt, bevor die Tränen frieren wieder." Zu dem ich
sagte: „Wenn du meine Hilfe haben willst, sag mir, wer du bist, und wenn ich dich nicht entlasten
kann, kann ich zu einer Reise in die Tiefen des Eises eintreten.“

Er antwortete: "Ich bin Bruder Alberigo, ich bin eine der Früchte des bösen Gartens, die hier
empfangen Fakten aus Eis, meiner Figur entsprechend." Ich sagte zu ihm: "O, du bist schon tot?"
Und er zu mir: "Wie mein Körper in der Welt oben steht, weiß ich nicht, das ist die Kraft dieses
Ptolomäers, dass die Seele oft fällt hier vor Atropos nieder, die schneidet den Faden ab. Und damit
du lieber linderst die gefrorenen Tränen des Gesichts, wisse, dass, wenn die Seele verrät, wie ich tat,
ihr Körper ihr von einem Dämon genommen wird, der sie danach regiert, bis die Zeit ist
abgeschlossen. Sie fällt, stürzt auf diesen: und vielleicht der Körper dieses anderen Schattens, der
im Winter hier ist, hinter mir, ist immer noch in der Welt oben sichtbar.

Du musst wissen, wenn du erst jetzt hier unten angekommen bist: es ist Ser Branca d'Oria, und viele
Jahre sind vergangen, seit er hier gefangen gehalten wurde.“ Da sagte ich zu ihm: „Ich glaube, dass
du lügst: Branca d'Oria ist nicht tot, und isst und trinkt und schläft, und setzt auf seine Kleidung."
Er sagte: "Michel Zanche war noch nicht gekommen, in den Graben des Malebranche dort oben, wo
das zähe Pech kocht, als dieser Mann links einem Teufel seinen Platz in seinem eigenen Körper gab,
und einen in dem Körper seines Verwandten, der den Verrat mit ihm tat. Aber zu erreichen die Hand
hier: meine Augen öffne." Und ich habe sie für ihn nicht geöffnet. Und es war eine Höflichkeit,
unhöflich zu sein zu ihm.

Ah, Genueser, Menschen von aller Sittlichkeit geschieden, und mit aller Korruption, warum seid ihr
nicht auf der Erde verteilt? Ich fand den schlimmsten Geist der Romagna, der war einer von euch,
der für sein Handeln selbst jetzt badet, als Seele, im Cocytus, und scheint immer noch am Leben auf
der Erde, in seinem eigenen Körper.

Inferno XXXIV, 1-54: Satan

„Vexilla regis prodeunt inferni! Die Banner des Königs der Hölle vor uns: so sehen wir ihn vor uns,
um ihn zu sehen, wenn du ihn erkennst", sagte mein Meister. Ich schien eine hohe Struktur zu
sehen, wie eine Mühle, die der Wind dreht, es scheint aus der Ferne, wenn ein dichter Nebel atmet,
oder wenn es Nacht wird in unserer Hemisphäre, und ich wich zurück hinter meinen Führer, wegen
des Windes, da es keine andere Zuflucht gab.

Ich war schon gekommen, und mit Angst, die ich in Worte fasse, wo die Seelen wurden komplett
eingezäunt und durchleuchteten wie Stroh in Glas. Einige sind im Liegen, einige stehen aufrecht,
einige stehen auf dem Kopf, einige andere auf den Sohlen ihrer Füße, einige andere gebogen Kopf
bis Fuß, wie ein Bogen.

Als wir weit genug gegangen waren, mein Führer war in der Lage, mir zu zeigen Luzifer, das
Monster, der einst so schön war, da entfernte er sich von mir und ließ mich stoppen und sagte:
"Siehe Dis, und siehe, der Ort, wo er sein muss. Wappne dich mit Mut!" Leser, frage nicht, wie kühl
und heiser ich wurde, da ich es nicht geschrieben habe, da alle Wörter fehlschlagen würden, es zu
erzählen. Ich wollte nicht sterben, aber ich war nicht lebendig. Denke dir jetzt, wenn du irgendein
Körnchen Phantasie besitzt, wie ich wurde, eines der beiden Staaten beraubt.

Der Kaiser des traurigen Reiches stand, von der Taille aufwärts, aus dem Eis, und ich bin näher
gekommen der riesigen Größe eines Riesen, einem seiner Arme: denke, wie groß der Ganze ist, dass
er entspricht einem solchen Teil. Wenn er einmal als schön angesehen wurde, wie er jetzt hässlich
ist, und er hob seine Stirn gegen seinen Schöpfer, und alles Böse fließt von ihm. O wie groß ein
Wunder, es schien mir, als ich drei Gesichter auf dem Kopf gesehen habe! Der eine war feuerrot, die
anderen beiden wurden mit diesem verbunden, über der Mitte jeder Schulter und verbunden an der
Spitze, und die rechte Hand schien weißlich-gelb, die linke war schwarz, zu betrachten, wie
diejenigen, die kommen vom Nil. Unter jedem Gesicht sprangen zwei große Flügel, von einer
Größe passend für einen solchen Vogel: Ich sah Schiffs-Segel nie so breit. Sie hatten keine Federn,
waren aber wie eine Fledermaus in Form und Struktur, und er flatterte mit ihnen, so dass drei Winde
bliesen weg von ihm, von dem der ganze Cocytus eingefroren wurde. Er weinte aus sechs Augen,
und Tränen und blutiger Schaum quoll nach unten auf drei Kinne.

Inferno XXXIV, 55-69: Judas, Brutus, Cassius

Er kaute einen Sünder zwischen den Zähnen, mit jedem Mund, wie eine Mühle, so, in dieser Art
und Weise, in der Qual hielt er drei von ihnen. Auf den einen voran, der Beißende war nichts im
Vergleich zu dem Reißen, da, zu Zeiten, seinem Rücken blieb die Haut vollständig abgezogen.

Der Meister sagte: "Diese Seele da oben, die die größte Strafe leidet, ist er, der den Kopf nach innen
hat und wie Schlegel seine Beine außen, das ist Judas Iskariot. Von den beiden anderen, die ihre
Köpfe nach unten hängend haben, derjenige, der von der Fläche, die schwarz ist, hängt, ist Brutus:
siehe, wie er sich windet und sagt kein Wort, und der andere ist Cassius, der so lange Gliedmaßen
zu haben scheint. Aber die Nacht ist aufsteigend, und jetzt müssen wir gehen, da wir alles gesehen
haben."

Inferno XXXIV, 70-139: Die Dichter verlassen die Hölle


Ich umklammerte den Hals, wie er wollte, und er nutzte die Zeit und den Ort, und als die Flügel
waren weit geöffnet, ergriff er Satans Seiten, und dann von Büschel zu Büschel, kletterte er
zwischen den verfilzten Haaren und der gefrorenen Kruste.

Als wir dorthin, wo sich das Oberschenkelgelenk dreht, gerade an der Schwellung der Hüfte waren,
mein Führer, mit Mühe und Schwierigkeiten kommend, hat umgekehrt den Kopf, wo seine Füße
gewesen waren, und packte die Haare wie ein Bergsteiger, so dass ich dachte, wir würden zurück in
die Hölle fallen. "Halt dich fest", sagte mein Führer, keuchend wie ein erschöpfter Mann, "da durch
diese Treppe wir müssen aus all dem Bösen weichen.“ Dann in eine Öffnung in den Felsen kletterte
er und setzte sich, um an ihrem Rand zu sitzen, dann wandte er seine vorsichtigen Schritte auf mich
zu.

Ich hob meine Augen und dachte an Luzifer, wie ich ihn verlassen hatte, aber ihn mit den Beinen
nach oben vorstehend, und lass diese dichteren Menschen, die nicht sehen, wie ich als Punkt
vergangen, Richter sein, ob ich verwirrt war, oder nicht.

Mein Meister sagte: "Steh auf den Füßen. Der Weg ist lang und schwierig, und die Sonne bereits bis
zur Mitte kehrt." Wo wir standen, war keine Palasthalle, sondern eine natürliche Zelle mit einem
rauen Boden, und kurzes Licht. Als ich aufgestanden war, sagte ich: "Mein Meister, bevor ich den
Abgrund verlasse, will ich mit dir sprechen eine Weile, und führe mich aus dem Irrtum. Wo ist das
Eis? Und warum ist dieses Monster fixiert auf den Kopf? Und wie ist die Sonne in der Dämmerung
gezogen am Abend in so kurzer Zeit?"

Und er zu mir: "Du kannst dir vorstellen, du bist auf der anderen Seite von der Erde Zentrum, wo
ich packte das Übel beim Haar, ihn, der die Welt durchdringt immer noch. Du warst auf der Seite,
so lange ich kletterte, aber als ich mich umgedreht, zum Punkt geleitet, hat dich das Gewicht herab
gezogen, von überall her: und bist jetzt unter der Hemisphäre gegenüber dem, was das breite
trockene Land abdeckt, und gegenüber, da unter dessen Höhepunkt der Mann gekreuzigt ward, der
geboren wurde und lebte ohne Sünde. Du hast deine Füße auf einer kleinen Kugel, die die andere
Seite der Judecca bildet.

Hier ist es Morgen, wenn es dort Abend ist, und er, der eine Leiter für uns aus seinen Haaren
gemacht, ist immer noch, wie er vorher war. Er fiel vom Himmel auf dieser Seite der Erde, und das
Land, das hier vor uns projiziert ist, sich mit dem Ozean aus Furcht vor ihm verborgen hat, und trat
in unsere Hemisphäre: und das, was jetzt projiziert auf dieser Seite, hier links auf einen leeren
Raum, ist nach außen gedreht, vielleicht, um von ihm zu entkommen."

Dort unten ist ein Raum, so weit von Beelzebub, als seine Höhle sich erstreckt, und nicht im
Schauen bekannt, aber durch den Klang ein Strom durch sie fallend, entlang dem Bett des Felsen,
den er ausgehöhlt hat, in einem Winkel und einer langsamen Steigung. Der Führer und ich traten
von diesem verborgenen Weg, um in die klare Welt zurückzukehren: und, nicht in der Sorge, uns
auszuruhen, kletterten wir, er zuerst, und ich als zweiter, bis, durch eine runde Öffnung, ich sah die
schönen Dinge, die der Himmel zeigt: und wir begeben uns von dort, um zu sehen wieder die
Sterne.
DANTE PURGATORIUM

(Fragment)

Purgatorium I, 1-27: Dantes Anrufung und der Morgenhimmel

Das kleine Boot meines Verstandes setzt nun Segel, um Kurs durch sanftere Wasser zu nehmen, und
hinterlässt ein Meer so grausam. Und ich werde von diesem zweiten Bereich sprechen, in dem der
menschliche Geist wird gewaschen und wird bereitet, um in den Himmel zu steigen. Aber, da ich
euer Priester bin, o heilige Musen, hier lasst die tote Poesie auferstehen, und hier lasst Calliope
singen, einen Augenblick, meine Worte mit dieser Weise, von euch ja die Pieriden spürten die Kraft,
so dass sie die Vergebung verzweifelt begleiten.

Die süße Farbe des östlichen Saphirs, die auf des Himmels klarer Stirn gesammelt, rein, soweit die
erste Kugel reicht, restaurierte die Freude meiner Augen, als ich von der Toten Luft kam, die die
Augen und das Herz eingeschränkt hatte. Der schöne Planet, der uns ermutigt, zu lieben, ließ den
ganzen Osten lächeln, verschleiernd die Fische, die ihn begleiteten. Ich drehte mich nach rechts,
und fest meinen Kopf auf den Südpol gerichtet, und sah vier Sterne, nie gesehen bis jetzt, mit
Ausnahme der ersten Völker.

Der Himmel schien fröhlich mit ihrem Feuer zu sein. O verwitwete nördliche Region, verweigern
sie sich deinen Augen!

Purgatorium I, 28-84: Die Dichter treffen Cato

Als ich ging, hatte ich den Blick auf sie gerichtet und drehte mich ein wenig in Richtung des
anderen Pols, da, wo Bootes war bereits verschwunden, da sah ich einen einsamen alten Mann, mit
einem Gesicht, das verdient so große Ehrfurcht, dass kein Sohn verdankt seinem Vater mehr. Er trug
den Bart lang, gesprenkelt mit Weiß, wie sein Haar, von dem ein Doppelstrang fiel auf seine Brust.
Die Strahlen der vier heiligen Sterne erfüllten sein Gesicht, mit solcher Helligkeit, dass ich ihn sah,
als ob die Sonne vor ihm wäre.

Rührend das edle Gefieder, sagte er: „Wer bist du, der das ewige Gefängnis geflohen, gegen den
dunklen Strom? Wer hat dich dazu gebracht, oder wer war ein Licht für dich, dich zu führen aus
dieser tiefen Nacht, die immer schwärzt das höllische Tal? Sind die Gesetze des Abgrunds zerstört,
oder gibt es einen neuen Rat im Himmel, dass du zu meinem Berg kommst, was den Verdammten
verweigert?"

Dann nahm mein Führer mich und ließ mich mit Ehrfurcht die Knie und Stirn neigen, mit seinen
Worten und seiner Hand. Dann antwortete er: „Ich bin nicht aus eigenem Willen gekommen. Eine
Dame kam vom Himmel, und wegen ihrer Gebete half ich diesem Mann mit meiner Begleitung.
Aber da es dein Wunsch ist, dass du mehr über unseren wahren Zustand erfährst, kann es nicht mein
Wunsch sein, es dir zu verweigern. Er ist noch nicht Zeuge der letzten Stunde, aber wegen seiner
Torheit, so nahe war es, dass es wenig Zeit für ihn gab, sich zu ändern. Wie gesagt, ich war
geschickt, um ihn zu retten, und es gab keinen anderen Weg, als den, den entlang ich gekommen
bin.

Ich habe ihm alle sündigen Menschen gezeigt, und jetzt wollen sich ihm jene Geister, die sich selbst
reinigen, in deiner Obhut zeigen. Es wäre eine lange Geschichte zu erzählen, wie ich ihn hierher
gebracht: Die Tugend steigt herab von oben, sie hilft mir, ihn zu führen, um dich zu sehen und zu
hören. Nun lass es bitte Gnade sein mit seinem Kommen hierher: er liebt die Freiheit, die so lieb zu
uns ist, wie er auch weiß, der sein Leben für sie hingibt, sie zu suchen. Du weißt: seit dem Tod war
es nicht bitter, in Utica um deinetwillen, wo du den Körper ließest, der an dem großen Tag leuchten
wird so hell.

Das ewige Gesetz wird von uns nicht verletzt, da er lebt, und Minos mich nicht bindet: aber ich bin
des Kreises, wo die keuschen Augen deiner Marcia sind, die in ihrem Aspekt dich bittet, du heiliger
Mann, uns zu halten wie deine eigene Frau: neige dich zu uns, aus Liebe zu ihr. Erlaube uns, durch
deine sieben Regionen zu gehen: Ich werde dir mitteilen, und ihr, unsere Dankbarkeit, wenn du dort
unten erwähnt wirst, zur Ruhe.“

Purgatorium I, 85-111: Cato gebietet Virgil, Dantes Augen zu baden

Er antwortete dann: "Marcia war so angenehm für die Augen, während ich dort war, dass ich jede
Gnade, die sie von mir verlangte, durchgeführt habe. Nun, da sie über den bösen Strom ist, kann sie
mich nicht mehr bewegen, durch das Gesetz, das gemacht wurde, als ich heraus kam. Aber es gibt
keine Notwendigkeit für Schmeichelei, wenn eine himmlische Dame euch bewegt und leitet: lasst
es ausreichend sein, dass ihr mich in ihrem Namen gefragt.

Zu gehen, und zu sehen, dass du eine glatte runde Binde diesem Mann vorbindest, und badest sein
Gesicht, so dass alle Fäulnis wird weggewischt, weil es nicht richtig ist, sich vor dem ersten Diener
jener, die ins Paradies gehen werden, mit den Augen verdunkelt von einem Nebel aufzustellen.

Diese kleine Insel pflegt Binsen, in weichem Schlamm, rings um sie, tief, tief, wo die Welle schlägt
an sie. Keine andere Pflanze, die Blätter ausbreitet oder versteift, dort leben kann, weil es nicht der
Weg für den Spaß ist. Dann kommt nicht auf diese Weise zurück: die Sonne, die jetzt steigt, wird
euch zeigen, wo ihr den Berg besteigen könnt, in einem leichteren Aufstieg."

So verließ er uns: und ich stieg, ohne zu sprechen, zog hinter meinem Führer her, und heftete meine
Augen auf ihn.

Purgatorium I, 112-136: Virgil gehorcht

Er begann: "Sohn, folge meinen Schritten. Lass uns zurückdrehen, da die Ebene abfällt, auf diese
Weise, zu ihrem geringen Strand." Die Morgendämmerung besiegte den Atem des Morgens, der vor
ihr geflohen, so dass aus der Ferne ich erkannte das Zittern des Meeres.

Wir gingen entlang der einsamen Ebene, wie die, die wieder links in Richtung einer Straße verloren
sind und scheinen vergeblich zu gehen, bis sie das Ziel erreichen. Als wir kamen, wo der Tau
kämpft mit dem Sonnenlicht, zu einem Ort, wo langsam zerstreut ward der Dunst in der kühlen
Luft, mein Meister sanft legte beide Hände, ausgebreitet, auf die Süßgräser: bei denen ich, der seine
Absicht zu verstehen schien, hob meine Tränen, die färbten mein Gesicht, zu ihm: Es ließ ihn meine
wahre Farbe sehen, welche die Hölle versteckt hatte.

Dann kamen wir an die menschenleere Küste, die noch nie gesehen ein Mann, der auf ihren
Gewässern segelte, der danach erleben konnte seine Rückkehr. Die Binde band er um mich herum,
wie der andere wollte: O herrlicher: er zog die bescheidene Pflanze hervor, da war sie plötzlich
ersetzt, wo er sie ausriss.
Purgatorium II, 1-45: der Engel Gottes

Die Sonne, die schon den Horizont und dessen Meridian erreicht, auf dem Höhepunkt deckte
Jerusalem mit Nacht, kreisend ihm gegenüber, erhob sich, vom Ganges, mit der Waage, der Waage,
die in der Nacht aus der Hand fallen wird, wenn sich die Tage verkürzen: so dass, wo ich war, die
bleichen und rosigen Wangen der schönen Aurora, durchs Alter, wurden tief orangen.

Wir waren immer noch am Meer, wie Menschen, die über ihre Reise nachdenken, die weiter gehen,
im Geist, aber bleiben im Körper; und siehe, wie Mars sich rötet durch die schweren Dämpfe, tief
im Westen, über den Wellen, zur Zukunft der Morgendämmerung, so ein Licht erschien, und kann
ich es noch nicht sehen, über das Meer kommend, so schnell, dass kein Flug gleich seiner
Bewegung, und als ich meine Augen von ihm für einen Augenblick getroffen fand, meine Führung
in Frage zu stellen, sah ich es noch einmal größer und heller geworden. Dann erschien etwas
Weißes auf jeder Seite, und nach und nach entstand eine weitere Weißheit unter ihm.

Mein Meister hat immer noch kein Wort gesagt, bis die ersten Weißgrade gesehen wurden, Flügel
zu sein: dann, als er klar erkannt den Piloten, rief er: "Knie nieder, beuge die Knie: siehe, der Engel
Gottes! Falte deine Hände: ab sofort wirst du den Diener sehen. Siehe, wie er alle menschlichen
Mechanismen nicht benötigt, rudern, segeln oder jegliche Art, außer seinen Flügeln, zwischen
solchem weiten Ufer. Siehe, wie er sie dreht in den Himmel, schlagend die Luft, mit ewigem
Gefieder, das nicht wie sterbliche Federn ist.“

Dann, als der göttliche Vogel heran kam, näher und näher, um uns schien es viel heller, so dass
meine Augen konnten seine Nähe nicht ertragen: aber ich sah, und er kam in Richtung der Küste, in
einem Boot so schnell und leicht, dass es die Wellen kaum bewegte. Am Heck stand der
Himmelssteuermann, so dass Seligkeit schien in seinen Zügen geschrieben, und mehr als hundert
Seelen saßen im Inneren.

DAS ÄGYPTISCHE TOTENBUCH

TAFEL I

Ein Loblied auf Ra, wenn er am östlichen Teil des Himmels aufgeht. Siehe, Osiris, Anni, der
Schreiber, der das heilige Opfer aller Götter aufschreibt, sagt: "Anbetung dir, der du als Khepera
gekommen bist, Khepera, der Schöpfer der Götter, der du aufgehst, du scheinst, du machst hell
deiner Mutter Mutter, gekrönter König der Götter. Deiner Mutter Mutter erweist dir Huldigung mit
beiden Händen. Das Land der Manu nimmt dich mit allem Inhalt, und die Göttin Maat liebkost dich
in den beiden Jahreszeiten. Pracht ist dein und Macht und Triumph, und die Auferstehung als eine
lebendige Seele, als Horus der beiden Horizonte, zu schauen den Geist des von Osiris! Der
Schreiber Anni, triumphierend vor Osiris, sagt: Heil allen Göttern der Tempel der Seele, die den
Himmel und die Erde wiegen und die sorgen für Speise und Fülle von Fleisch. Heil Tatunen, dem
Einen, dem Schöpfer der Menschheit und Substanz der Götter des Südens und des Nordens, des
Westens und des Ostens. Schreibe dein Loblied Ra, dem Herrn des Himmels, dem Fürsten, Leben,
Gesundheit und Kraft, dem Schöpfer der Götter, und liebe ihn in seiner schönen Gegenwart, wenn
er fährt im Toten-Boot. Die, welche in der Höhe wohnen, und die, die in den Tiefen wohnen,
verehren dich. Thoth und Maat, beide sind deine Schreiber. Dein Feind wird ins Feuer geworfen,
der Böse ist gestürzt; seine Arme sind gebunden, und seine Beine hat Ra von ihm genommen. Die
Kinder der impotenten Revolution werden nicht wieder auferstehen.

Das Haus des Fürsten bewahrt das Festival und den Klang von denen, die in der mächtigen
Wohnung erfreut sind. Die Götter sind froh, wenn sie Ra sehen in seinem Aufgang; seine Strahlen,
die die Welt mit Licht überfluten. Die Majestät des Gottes, der zu fürchten ist, bricht auf und kommt
zum Land der Manu; er läßt hell die Erde werden bei seiner Geburt an jedem Tag; er kam zu der
Stelle, wo er gestern war. O mögest du mit mir im Frieden sein; möge ich schauen deine
Schönheiten; möge ich auf der Erde vorankommen; möge ich schlagen die Esel; möge ich
zerquetschen den Bösen; möhe ich zerstören den Apep in seiner Stunde; möge ich schauen den
Abtu-Fisch zum Zeitpunkt seiner Schöpfung, und die Ameisen-Fische in ihrer Schöpfung, und das
Ant-Boot auf dem See. Möge ich Horus, verantwortlich für das Recht, mit Thoth schauen, und Maat
neben ihm; möhe ich die Bögen des Seket-Bootes und das Heck des Atet-Bootes erreichen. Möge
der Geist des Osiris dem Anni gewähren, die Scheibe der Sonne zu sehen, und jeden Tag den
Mondgott, ohne aufzuhören, zu sehen; und möge meine Seele hervorkommen und gehen hin und
her und wohin es ihr gefällt. Möge mein Name ausgerufen werden, wenn er auf dem Brett der Tafel
der Opfer gefunden wird; mögen Opfer in meiner Gegenwart mir gebracht werden, auch wenn sie
den Jüngern des Horus gebracht werden; möge es für mich einen Platz im Boot der Sonne am Tag
des Aufgangs des Gottes geben; und möge ich in der Gegenwart von Osiris im Land des Lebens von
Triumph empfangen werden!

Ein Loblied auf Ra, wenn er aufsteigt am östlichen Teil des Himmels. Siehe, Osiris, Qenna, der
Kaufmann, sagt: „Anbetung dir, wenn du in deiner Tmu, in deiner Krone der Schönheit aufgehst,
wenn du aufgehst, du als Ra scheinst, du scheinst in der Morgenröte des Tages. du bist zum König
der Götter gekrönt, und die Göttin Shuti erweist dir Huldigung, und die Gemeinschaft der Götter
lobt dich in der Doppel-Wohnung. Du gehst einher in der oberen Luft, und dein Herz ist von Freude
erfüllt. Das Sektet-Boot fährt weiter, wenn Ra kommt mit guten Wind im Atet-Boot zum Hafen. Ra
freut sich, es freut sich Ra. Dein Vater ist Nu, deine Mutter ist Mutter, und du bist als Ra gekrönt.
Harmachis, dein heiliges Boot vermehrt den Frieden, dein Feind ist bereits niedergeschlagen, und
sein Kopf ist abgeschnitten worden. Das Herz der Frau des Lebens ist fröhlich, dass der Feind ihres
Herrn gestürzt worden. Die Matrosen des Ra haben ein volles Herz, und Annu freut sich.“

Der Kaufmann Qenna spricht: „Ich bin gekommen zu dir, o Herr der Götter, Tmu-Harmachis, der
du über die Erde gehst. Ich weiß, dass du dem, mit dem du lebst, Gnade erweist, und dass ich wie
einer von denen bin, dir von dir begnadet sind, einer unter den Jüngern des großen Gottes. Möge
mein Name ausgerufen werden, möge er gefunden werden, möge er nachhaltig erneuert werden.
Die Ruder sind im Sektet-Boot, und das heilige Boot kommt in Frieden. Möge ich Ra sehen, wenn
er am Himmel in der Morgenröte erscheinen wird, da seine Gegner vereint gefallen sind. Möge ich
Horus schauen, das Ruder gelenkt mit seiner zwei Händen Führung. Möge ich den Abtu-Fisch im
Augenblick seiner Schöpfung sehen, und möge ich die Ant-Fische sehen, wenn sie sich in der
Schöpfung manifestieren, und das Ant-Boot auf den See. O du nur, o du Mächtiger, du Einer, ewig
wachsend, der du noch nie schwach wie Wachs warst, und
von dem Strom der Zeit nicht getroffen werden kannst. Ich bin der ergebene Diener des Herrn der
Abtu.“

Der Kaufmann Qenna spricht: „Anbetung dir, Heru-Khuti-Tmu, Heru-Khepera, mächtiger Falke,
der du den Körper des Menschen verursachst, fröhlich, schön von Angesicht, mit deinen zwei
großen Federn. Du wachst in der Morgenröte in der Schönheit auf, wenn der Verein der Götter und
der Sterblichen dir Freudenlieder singt; Lobeshymnen werden dir zur Abendzeit geopfert. Die
Sternengottheiten verehren dich auch. O du Erstgeborener, der ohne Bewegung entsteht; deine
Mutter erweist dir Güte jeden Tag. Ra lebt, und der Teufel Nak ist tot; du sollst für immer siegen,
und der Unhold ist gefallen. Du segelst über den Himmel mit dem Leben und der Kraft, und die
Göttin Nehebka ist im Atet-Boot. Das heilige Boot freut dich, dein Herz ist froh, und deine Stirn ist
mit den Doppel-Schlangen umwunden.“

Ein Loblied auf Ra, wenn er am östlichen Teil des Himmels aufgeht. Siehe, Osiris, Qenna, der
Kaufmann, triumphierend, der spricht: Anbetung dir, der du in Nu aufgehst, und der du in deiner
Geburt die Welt hell machst mit Licht, die ganze Gemeinschaft der Götter singt Lobeshymnen dir.
Die Wesen, die Ministranten des Osiris, schätzen ihn als König des Nordens und des Südens, den
schönen und geliebten Knaben. Wenn er sich aufmacht, die Sterblichen leben. Die Völker freuen
sich über ihn, und die Geister der Annu singen ihm Lieder der Freude. Die Geister der Städte Pe und
Nekhen rühmen ihn, die Affen der Morgenröte verehren ihn, und alle Tiere und das Vieh lobt ihn
einmütig. Die Göttin Seba überwindet deine Feinde, deshalb freut sie sich in deinem Boot. Und
deine Matrosen sind dort angekommen: du bist im Atet-Boot, und dein Herz schwillt von Freude, o
Herr der Götter, wenn du sie schaffst. Ich schreibe dein Loblied. Die Azur-Göttin Nut umgibt dich
von allen Seiten, und der Gott Nu überflutet dich mit seinem Lichtstrahlen. O ergieße du dein Licht
auf mich und lass mich deine Schönheiten sehen, mich, Qenna, den Kaufmann, triumphierend!
Wenn du weiter über die Erde gehst, werde ich Lob deinem schönen Angesicht singen. Du gehst auf
am Horizont des Himmels, und deine Scheibe wird angebetet, wenn sie auf dem Berge ruht, Leben
zu geben der Welt.“

Spricht Qenna, der Kaufmann, triumphierend: „Du gehst auf, du gehst auf, hervorkommend aus
dem Gott Nu. Du sollst das gleiche wieder sein, jung und wieder werden wie gestern, du Heros, du
Jugendlicher, der du dich selbst erschaffen hast, es war nich meine Hand. Du bist mit deiner Pracht
kommen, und du hast Himmel und Erde hell gemacht mit deinen Strahlen aus reinem Smaragd-
Licht. Das Land Punt ist für die Duftstoffe geschaffen, die du mit deinen Nasenlöchern riechst. Du
gehst auf, du wunderbares Wesen, im Himmel, da sind die beiden Schlangen auf deine Stirn gelegt,
und du bist der Herr der Welt und ihrer Bewohner. Das Werk der Götter bete ich an, ich, Qenna, der
Kaufmann, triumphierend.“

Ein Loblied auf Ra, wenn er am östlichen Teil des Himmels aufgeht. Siehe, Osiris, Hunefer,
triumphierend, der sagt: „Anbetung dir, o du, der du Ra bist, wenn du aufgehst, und Tmu, wenn du
untergehst. Du gehst auf, du gehst auf, du scheinst, du scheinst, du. der König der gekrönten Götter.
Du bist der Herr der Himmel, du bist der Herr der Erde, du bist der Schöpfer von denen, die in den
Höhen leben, und von denen, die verweilen eine Zeit in der Tiefe. Du bist der eine Gott, der am
Anfang der Zeit ins Sein kam. Du hast die Erde erschaffen, gebildet den Menschen, du hast die
wässrigen Abgründe des Himmels geschaffen, du hast gebildet Hapi, den Nil, und du bist der
Schöpfer von Bächen und der großen Tiefe, und du gibst Leben allem, was darin ist. Du hast
zusammengefügt die Berge, du hast erschaffen die Menschheit und die Tiere des Feldes, du hast den
Himmel und die Erde erschaffen, sei seist angebetet, den die Göttin Maat am Morgen liebkost, und
der du am Abend fährst über den Himmel, dein Herz von Freude geschwollen. Der See von Testes
ist in Frieden. Der Unhold Nak ist gefallen und seine beiden Arme abgeschnitten. Das Sektet-Boot
empfängt guten Wind, und das Herz dessen, der ist in seinem Schrein, freut sich. Du bist von einer
himmlischen Form, die nur ein Gekrönter hat vor allen Dingen. Ra kommt weiter von Nu im
Triumph. O du mächtige Jugend, du ewiger Sohn, selbstgezeugt, dich selbst gebärend,
selbsterschaffen, o du Mächtiger, von unzähligen Formen und Aspekten, König der Welt, Fürst von
Annu, Herr von Ewigkeit und Herrscher der ewigen Götter, die freuen sich, wenn du aufgehst und
wenn du segelst über den Himmel, o du, der im Sektet-Boot erhaben ist. Anbetung dir, Amen-Ra,
der du ruhst bei Maat, der du über den Himmel gehst, und jedes Gesicht kann dich sehen. Du sollst
groß werden, wie deine Majestät im Voraus war, und deine Strahlen sind auf allen Gesichtern. Du
bist unbekannt und kannst nicht erforscht werden. Du hast keine Gefährten außer dir selbst; du bist
der Einzige. Menschen loben dich in deinem Namen Ra, und sie schwören dir, denn du bist der Herr
über ihnen. Du hast gehört mit deinen Ohren und hast mit deinen Augen gesehen. Millionen von
Jahren sind in die Welt hinausgegangen; ich kann die Anzahl nicht sagen, die du hinausgeführt hast.
Dein Herz hat einen Tag des Glücks in deinem Namen verfügt, o Ra. Du wanderst durch ungeahnte
Räume von Millionen und Hunderttausenden von Jahren; du bist in Ruhe, und du gehst deinen Weg
durch die wässrigen Abgründe an den Ort, den du liebst; dies tust du in einem kurzen Moment der
Zeit, und du wirst nach unten sinken und machst ein Ende den Stunden.“

Osiris! der Gouverneur des Palastes des Herrn der beiden Länder, Hunefer, triumphierend, spricht:
„Heil, mein Herr, du, der du durch die Ewigkeit gehst und dessen Wesen ewig ist. Heil, du Scheibe,
Herr von Lichtstrahlen, der du aufgehst und machst die ganze Menschheit lebendig. Gewähre, dass
ich dich in der Morgenröte jeden Tages sehen kann.“

Ein Loblied auf Ra durch Nekht, den königlichen Schreiber, der Kapitän der Soldaten, der sagt:
„Anbetung dir, du herrliches Wesen, du, der alle Dinge bereitgestellt! O Tmu-Heru-khuti, wenn du
aufgehst am Horizont des Himmels, ein Freudenschrei kommt aus dem Munde aller Völker! Oh du
schönes Wesen, du sollst dich in deiner Jahreszeit in Form der Sonnenscheibe mit deiner Mutter
Hathor erneuern. Deshalb an jedem Ort jedes Herz schwillt von Freude über dein Steigen für
immer. Die östlichen und die westlichen Teile des Himmels beten dich an und geben Klänge der
Freude zu deinem weiteren Steigen. O Ra, der du Heru-khuti bist, der mächtige Knabe, der Erbe der
Ewigkeit, selbstgezeugt und selbstgeboren, der König der Erde, der Fürst der Unterwelt, der
Gouverneur der Berge von Aukert in der Unterwelt, du sollst am Horizont des Himmels aufsteigen
und der Welt deine Strahlen von smaragdgrünem Licht spenden, du vom im Wasser geboren, du bist
von Nu geschaffen, der dich schuf und deine Glieder formte. O du, der König der Götter, du bist
gekrönt, Gott des Lebens, Herr der Liebe, von dem alle Völker leben, wenn du glänzt. Die Göttin
Nut erweist dir Huldigung, und die Göttin Maat liebkost dich zu allen Zeiten. Diejenigen, die deine
Jünger sind, singen dir mit Freude und neigen sich auf die Erde herab, wenn sie dir begegnen, Gott
des Himmels, Herr der Erde, König von Recht und Wahrheit, Gott von Ewigkeit, ewiger Herrscher,
Fürst aller Götter und Gott des Lebens, Schöpfer von Ewigkeit, Schöpfer des Himmels, von wem
alles stammt, was darin ist. Die Gemeinschaft der Götter freut sich über dein Steigen, die Erde ist
froh, wenn sie deine Strahlen beschaut; die Völker, die lange tot sind, kommen hervor mit
Freudengeschrei, deine Schönheiten zu sehen. Du gehst einher über Himmel und Erde, stark
gemacht jeden Tag durch deine Mutter Nut. Du gehst durch die obersten Himmel, dein Herz
schwillt von Freude; und der See von Testes ist im Frieden. Der Feind ist gefallen, seine Arme sind
ihm abgeschlagen worden, das Messer hat seine Gelenke zerschnitten. Ra lebt in Maa, und das ist
schön. Das Sektet-Boot fährt hinauf und kommt in den Hafen; Süden, Norden, Westen und Osten
wenden sich dir zu, dich zu loben, o du Schöpfer, und der ungeformte Stoff der Erde, den du
erschaffen hast. Isis und Nephthys grüßen dich, sie singen dir in deinem Boot Hymnen der Freude,
sie schützen dich mit ihren Händen. Die Seelen des Ostens folgen dir, die Seelen des Westens loben
dich. Du bist der Herrscher aller Götter und hast Freude des Herzens in deinem Heiligtum; Nak, die
Schlange, ist zum Feuer verurteilt, und dein Herz wird für immer fröhlich sein. Deine Mutter Nut
befindet sich bei deinem Vater Nu.“

TAFEL II

Hymne an Osiris. „Ehre sei Osiris Un-Nefer, dem großen Gott in Abydos, dem König der Ewigkeit,
dem Fürst des Ewigen, der durch Millionen von Jahren in seiner Existenz übersteigt selbst den
ältesten Sohn des Mutterschoßes der Mutter, hervorgerufen durch Seb-the-Erpat, dem Herrn der
Kronen des Nordens und des Südens, dem Herrn der hohen weißen Krone. Als Fürst der Götter und
Menschen hat er den Krummstab empfangen und den Dreschflegel und die Würde seines göttlichen
Vaters. Dein Herz lass in den Bergen von Amenta zufrieden sein, denn dein Sohn Horus ist auf
deinem Stuhl etabliert. Du bist gekrönt zum Herrn der Tattu und der Linie von Abtu. Durch dich
wird die Welt grün im Triumph vor der Macht des Neb-er-tcher. Er führt in seinem Zug, was ist und
was noch nicht ist, in seinem Namen Ta-her-seta-nef. Er verherrlicht an der Erde im Triumph seinen
Namen Seker, er ist überaus stark und in seinem Namen schrecklich, Osiris. Er bleibt in Ewigkeit
und für immer in seinem Namen Un-Nefer. Anbetung dir, König der Könige, Herr der Herren, Fürst
der Fürsten, der vom Schoß der Mutter an die Welt besaß und alle Länder regierte und Akert. Dein
Körper ist aus Gold, dein Kopf ist himmelblau, und helle Smaragde umgeben dich. O Einer von
Millionen von Jahren, alles durchdringend mit deinem Körper und schön von Angesicht in Tasert.
Mögest du durch den Geist des Osiris dem Schreiber Anni Glanz im Himmel und Macht auf der
Erde und Triumph in Neter-Khert gewähren. Und dass Segel setzen kann, Tattu, wie ein lebendiges
Wesen und nach Abtu komme wie ein Phoenix; und dass ich gehen und kommen kann ohne
zurückzuweichen bei den Pylonen von Tuat. Mögen mir Brote im Haus der Kühle und Speiseopfer
verabreicht werden in Annu und eine Heimstätte für immer in Sekhet-Aru mit Weizen und Gerste.“

TAFEL III

Osiris, der Schreiber Anni spricht: „Mein Herz meiner Mutter, mein Herz meiner Mutter, mein Herz
meiner Erschaffung! Möge nichts widerstehen meinem Urteil, möge aus dem Tchatcha mir kein
Widerspruch entstehen! Möge in Gegenwart von ihm kein Abschied von dir sein! Du bist meine
Seele in meinem Körper, die zusammenhält und stärkt meine Glieder. Mögest du kommen an den
Ort des Glücks, der ich fort bin. Möge die Shenit nicht meinen Namen stinkend machen, und mögen
gegen mich keine Lügen in Anwesenheit des Gottes gesprochen werden! Gut ist es für dich zu
hören.“

Thoth, der gerechte Richter des großen Werkes der Götter, die in der Gegenwart des Gottes Osiris
sind, spricht: „Hört dieses Urteil! Das Herz des Osiris ist in Wahrheit gewogen worden, und seine
Seele ist als Zeuge neben ihm gestanden. Er hat durch Prüfung Wahrheit im großen Gleichgewicht
gefunden, es ist kein Böses an ihm gefunden worden, er hat das Opfer in den Tempeln nicht
verschwendet; er hat keinen Schaden durch seine Taten gebracht, und er sprach keine Übel-
Berichte, während er auf der Erde war.“

Die größten Gemeinschaften der Götter antworten Thot in Khemennu's Wohnung: „Das, was weiter
aus deinem Mund kommt, hat Osiris bestimmt dem Schreiber Anni, triumphierend, Osiris ist heilig
und gerecht. Er hat nicht gesündigt, auch hat er nichts Böses gegen uns getan. Lasst ihn nicht dem
Fresser gegeben werden, dass Amemet über ihn herrsche. Fleischopfer und Eingang in die
Gegenwart des Gottes Osiris wird ihm gewährt werden, zusammen mit einer Heimstätte für immer
in Sekhet-hetepu, wie den Jüngern des Horus.“

TAFELN IV-VI

Amenta. Zu sagen am Tag der Beerdigung: Geh in Kraft! Danach, Osiris, spricht Anni, der
Schreiber Anni spricht: „Anbetung dir, oh Stier der Amenta, Thoth, der König der Ewigkeit ist mit
mir, ich bin der große Gott im Boot der Sonne. Für dich habe ich gekämpft. Ich bin einer der Götter,
jener heiligen Fürsten, die Osiris lassen siegreich sein über seine Feinde am Tag mit einem Gewicht
von Worten. Ich bin dein Mittler, Osiris. Ich bin einer der Götter, geboren von Nut, der Teufel Sebau
ist derjenige, der mit den Feinden des Osiris erschlagen wird, und du hältst ihn in Knechtschaft. Ich
bin dein Mittler, Horus. Ich habe für dich gekämpft, ich habe in die Flucht geschlagen den Feind um
deines Namens willen. Ich bin Thot, der Osiris siegreich gemacht hat über seine Feinde am Tag des
Wiegens der Wörter im großen Haus des mächtigen Großen Alten in Annu. Ich bin Tetteti, der Sohn
Tetteti; ich bin in Tattu empfangen, ich bin in Tattu geboren, ich bin mit denen, die weinen. und mit
den Frauen, die Osiris im Doppel-Land beklagen, und ich lasse Osiris siegreich über seine Feinde
sein. (17) Ra hat geboten dem Thoth, Osiris siegreich über seine Feinde zu machen; und das, was
mir geboten war, Thoth, das tat ich. Ich bin mit Horus am Tag der Kleidung in Teshtesh und der
Öffnung der Lagerhäuser von Wasser für die Reinigung des Gottes, dessen Herz kriecht nicht, und
der Entriegelung der Tür der verborgenen Dinge in Restau. Ich bin mit Horus, die linke Schulter des
Osiris bewache ich in Sekhem, und ich gehe und komme aus den göttlichen Flammen am Tag der
Zerstörung der Teufel in Sekhem. Ich bin mit Horus am Tag der Feste des Osiris, das Opfer am
sechsten Tag des Festivals darzubringen und die Tenat auf dem Festival in Annu. Ich bin ein Priester
in Tattu, ich bin Rere im Tempel des Osiris, am Tag des Ergießens auf die Erde. Ich sehe die Dinge,
die in Restau verborgen sind. Ich kese aus dem Buch des Festivals der Seele in Tattu. Ich bin der
Sem- Priester, und ich führe seinen Kurs weiter durch. Ich bin der große Chef der Arbeiter am Tag
der Abgabe des Bootes von Seker auf seinem Schlitten. Ich habe den Spaten gegriffen am Tag des
Bodens in Suten-Henen. O ihr, die ihr die Seelen perfektioniert und lasst sie eingehen in die Halle
des Osiris, möget ihr die vollendete Seele des Schreibers Anni zu Osiris führen, siegreich in die
Halle der doppelten Wahrheit, mit euch das Haus des Osiris zu betreten. Möge er euch hören, wie
ihr ihn hört; möge er euch sehen, wie ihr ihn seht; möge er vor euch stehen, möge er vor euch
sitzen, wie ihr wollt!“

„O ihr, die ihr Brot und Bier den perfektionierten Seelen in der Halle des Osiris gebt, gebt euer Brot
und Bier an den zwei Spielzeiten für die Seele des Anni, bei Osiris, der siegreich vor allen Göttern
von Abtu ist, und dem der mit ihm siegt.“

„O ihr, die ihr den Weg öffnet und legt die Pfade den perfektionierten Seelen zur Halle des Osiris
frei, öffnet den Weg und legt die Wege frei der Seele des Schreibers und Verwalters aller göttlichen
Opfer, Anni, und mit ihr gebt den Triumph. Er möge mit einem mutigen Herzen hereinkommen, und
er möge in das Haus des Osiris im Frieden kommen. Möge er nicht zurückgewiesen werden, möge
er nicht abgewehrt werden, so möge er empfangen, was ihm wohl gefällt, möge er hervorkommen,
wie er es begehrt, und so möge er siegreich sein, seine Befehle mögen im Haus des Osiris
durchgeführt werden; so möge er zu Fuß kommen, und möge er mit Gott sprechen, und möge er
zusammen mit Gott eine bessere Seele sein.“

„Anbetung dir, o du, der du lebst in Set-Sert von Amenta! Osiris, der Schreiber Nekht-Amen,
triumphierend, kennt deinen Namen. Du bewahre ihn vor den Würmern, die in Restau sind, und die
den Körper der Menschen fressen und trinken ihr Blut. Osiris, du begünstigt eine göttlichen Stadt,
der königliche Schreiber Nekht-Amen, triumphierend, ist dir bekannt, euch, ihr Würmer, und er
kennt eure Namen. Dies ist das erste Opfer dem Osiris, dem Herrn aller, der alle seine verborgenen
Arbeiten abgeschlossen hat. Du, Atem gib ihnen, die diejenigen, die in der Bucht von dem Strom
von Amenta sind, fürchten. Er hat befohlen, die Pläneb auszuführen. Sein Thron ward in der
Dunkelheit aufgestellt, und es wird ihm gegeben Ruhm in Restau. O Gott des Lichts, komm du zu
mir herunter und verschlinge die Würmer, die in Amenta sind, das der große Gott gibt, der innerhalb
von Tattu wohnt, den man nicht sieht, der hört meine Gebete. Diejenigen, die in Bedrängnis sind,
fürchten den Gott, der weiter mit dem Spruch auf der heiligen Tafel kommt. Osiris, des Königs
Schreiber Nekht-Amen kommt mit dem Erlass des Herrn von allem, und Horus hat für ihn den
Besitz von seinem Thron genommen. Er kommt mit den Nachrichten. Möge er dir geben gemäß
seinem Wort und möge er in Annu sehen die Adeligen. Er stand vom Boden auf, und die
Schriftgelehrten verherrlichen ihn, die Fürsten binden seine Weisungen und geben Feste für ihn in
Annu, für ihn wird Himmel gefangen genommen. Er hat das Erbe der Erde in seiner Hand ergriffen,
weder Himmel noch Erde kann von ihm weggenommen werden, denn siehe, er ist Ra, der
Erstgeborene der Götter. Seine Mutter säugte ihn, sie gab ihm ihre Brust vom Himmel.“

Osiris, Anni, der Schriftgelehrte und Priester des Heiligen Opfer svon allen Göttern. Möge er
siegreich in Neter-Khert sein! „Ich steige aus dem Ei in dem verborgenen Land. Möge mein Mund
mir gegeben werden, dass ich mit dem großen Gott sprechen kann, dem Herrn der Unterwelt. Möge
meine Hand und mein Arm nicht wieder von den heiligen Ministranten von irgendeinem Gott
gezwungen werden, ich bin Osiris, der Herr der Mündung des Grabes, und Osiris, der siegreiche
Schreiber Anni hat Teil an mir, der ich oben auf der Treppe stehe. Nach dem Wunsch meines
Herzens bin ich aus dem Teich des Feuers gekommen, und ich habe ihn abgeschreckt. Anbetung dir,
o du Herr des Lichts, der du an der Spitze des Großen Hauses stehst und der du wohnst in der Nacht
und in der Finsternis; ich bin zu dir gekommen. Ich bin herrlich, ich bin rein; meine Arme
unterstützen dich. Dein Anteil ist mit denen, die uns vorangegangen sind. O gib mir meinen Mund,
dass ich sprechen kann, und dass ich meinem Herzen folge, wenn ich das Feuer und die Dunkelheit
durch schreite.“

Wenn dieses Schreiben vom Verstorbenen bekannt sein wird auf der Erde, und dieses Kapitel in
Schriftform auf seinen Sarg gelegt wird, wird er kommen von den Tagen in allen Formen der
Existenz, die er begehrt, und er wird in seinem Ort Kraft haben und nicht abgelehnt werden. Brot
und Bier und Fleisch wird auf dem Altar des Osiris dem Osiris geopfert, der Schreiber Anni wird er
darbringen. Er wird dich führen Sie in die Felder von Aaru in Frieden, das Opfer von ihm zu lernen,
der in Tattu wohnt; es möge ihm Weizen und Gerste gegeben werden; da soll er auch gedeihen, wie
er auf Erden tat; und er wird tun, was ihm wohl gefällt, auch das tun, was den Göttern gefällt, die in
der Unterwelt sind, für Millionen von Zeitaltern, in der Welt ohne Ende, ewig.

Hervorgekommen am Tag und dem Ammahet gegeben. „Anbetung euch, ihr Herren von Kas, ihr
Herren von Recht und Wahrheit, unfehlbar, die ewig währen und die durch unzählige Zeitalter
vorhanden sind, gewährt, dass ich in eure Präsenz eintreten kann. Ich auch, ich bin rein und heilig,
und ich habe Macht über den Zauber bekommen, der mein ist. Das Urteil ist mir übergeben worden
in meiner verklärten Form. Gebt ihr mich nicht dem Krokodil, das an der Stelle der Herren von
Recht und Wahrheit ist. Gewährt mir meinen Mund, dass ich damit sprechen kann. Möge mein
Opfer in eurer Gegenwart dargebracht werden, denn ich kenne euch und ich kenne eure Namen, und
ich kenne den Namen des großen Gottes. Gewährt Überfluss an Nahrung für seine Nasenlöcher. Der
Gott Rekem schreitet durch den westlichen Horizont des Himmels. Er wandert hinauf, und ich reise
auf seiner Spur, er muss davon, und ich gehe weiter. Ich will nicht an der Stelle von Mesqet zerstört
werden, des Unholds Beherrschung soll nicht über mich kommen; lasst mich nicht wieder von
euren Toren weggeführt werden; und lasst eure Türen für mich offen stehen; denn ich habe
gegessen das Brot in Pe und ich habe getrunken das Bier in Tepu. Wenn meine Arme in der heiligen
Wohnung gefesselt werden, möge Tmu, mein Vater, mein Haus stabilisieren am Ort über dieser
Erde, wo es Weizen und Gerste in Hülle und Fülle gibt, was nicht ausgesagt werden kann. Mögen
mir da für meine Seele und meinen Körper Feste veranstaltet werden. Gib mir sogar Opfer von den
Toten, Brot und Bier und Wein, Ochsen und Enten, Leinen und Weihrauch, Wachs, und alle guten
Verhältnisse und reinen Dinge, wodurch die Götter leben. Möge ich wieder aufsteigen in allen
Formen, der ich nicht für immer zu scheitern wünsche. Möge ich durch die Felder von Aaru fahren,
auf und ab; möge ich dorthin kommen in Frieden; denn ich bin der Doppel-Löwen-Gott.“

TAFELN VII-X

Hier beginnt das Lob und die Verherrlichung des Kommens und Gehens des glorreichen Neter-
Khert im schönen Amenta, der Tag kommt mit allen Formen der Existenz, die ihn bitten, die
Verstorbenen, zu spielen und zu sitzen in der Seh-Halle und weiter als eine lebendige Seele zu
leben. Siehe, Osiris, den Schreiber Anni, nachdem er zu seinem Hafen gekommen ist. Das, was auf
der Erde geschehen ist ward von Anni gesegnet, alle, denen das Wort des Gottes Tmu geschehen ist.
„Ich bin der Gott Tmu in meinem Aufstieg. Ich bin der Einzige, der ich entstand in Nu. Ich bin Ra,
der am Anfang aufstieg.“
Wer ist denn das? Das ist Ra, der zum ersten Mal in der Stadt Suten-Henen aufstieg, gekrönt als
König in seinem Aufstieg. Die Säulen des Shu waren noch nicht erschaffen, als er auf die Höhe
stieg, er, der in Khemennu war.

„Ich bin der große Gott, der sich selbst geboren hat, Nu, der seinen Namen erschaffen hat als Paut
Neteru und als Gott.“

Wer denn ist das? Das ist Ra, der Schöpfer des Namens seiner Glieder, die in in der Form von
Göttern im Gefolge von Ra kamen.

„Ich bin's, der unter den Göttern nicht zurückgetrieben ward.“

Wer ist denn das? Das ist Tmu in seiner Scheibe, oder wie andere sagen, ist es ist Ra in seinem
Aufstieg am östlichen Horizont des Himmels.

„Ich bin seit gestern, ich kenne das Morgen.“

Wer ist denn das? Gestern ist es Osiris, und morgen ist es Ra, an dem Tag, da er die Feinde des Neb-
er-tcher zerstören wird, und da er gilt als Fürst und Linie seines Sohnes Horus, oder wie andere
sagen, an dem Tag, da wir das Fest begehen der Sitzung des toten Osiris neben seinem Vater Ra,
und wenn der Kampf der Götter gekämpft wird, in dem Osiris, der Herr von Amentet, der Führer
war.

Was ist denn das? Das ist Amentet, die Schöpfung der Seelen der Götter, als Osiris führend war in
Set-Amentet; oder wie andere sagen, das ist Amentet das Ra mir gegeben hat; wenn irgendein Gott
kommt, wird er entstehen und für sie kämpfen.

„Ich kenne den Gott, der darin wohnt.“

Wer ist denn das? Das ist Osiris, oder wie andere sagen, Ra ist sein Name, Ra, der sich selbst
zeugte.

„Ich bin der Phönix, der in Annu ist, und ich bin der Hüter des Volumens des Buches alles Dinge,
der vergangenen und der kommenden.“

Wer denn ist das? Das ist Osiris, oder wie andere sagen, das ist seine Leiche, oder wie andere sagen,
das ist sein Kot. Die Dinge, die sind, und die Dinge, die kommen, werden seine Leiche sein, oder
wie andere sagen, sie sind Ewigkeit und Unsterblichkeit. Ewigkeit ist der Tag, und Ewigkeit ist die
Nacht.

„Ich bin der Gott Amsu in seiner Zukunft. Mögen zwei Federn auf meinen Kopf gesetzt werden.“

Wer ist denn das? Amsu ist Horus, der Rächer seines Vaters, und seine Zukunft ist seine Geburt. Die
Federn auf dem Kopf sind Isis und Nephthys, wenn sie hingehen, sich da zu setzen, auch als seine
Beschützerinnen, und sie bieten das, was dem Kopf mangelt, oder wie andere sagen, sie die beide
sehr große Uräen, die sind Tmu auf der Spitze ihres Vaters, oder wie andere sagen, seine beiden
Augen sind die beiden Federn.

„Osiris, o Anni, Schreiber aller heiligen Opfergaben, geht an seinem Platz im Triumph auf. Er
kommt in seine Stadt.“

Was ist denn das? Das ist der Horizont seines Vaters Tmu.
„1ch habe ein Ende mit meinen Mängeln gemacht, und ich habe meine Fehler weggeräumt.“

Was denn ist das? Das ist das Abschneiden der vergänglichen Glieder vom Körper des Osiris, o
Schreiber Anni, der siegreich ist vor allen Göttern; und alle seine Fehler werden ausgetrieben.

Was ist denn das? Das ist die Reinigung von Osiris am Tage seiner Geburt.

„Ich bin in meinem überaus großen Doppelnest gereinigt worden, das in Suten Henen ist, am Tag
der Opfer der Jünger des großen Gottes, der darin ist.“

Was ist denn das? Millionen-von-Jahren ist der Name des Einen.

Grüner See ist der Name des anderen; ein See von Natron und ein See von Salpeter, oder wie andere
sagen, der-Millionen-von-Jahren-durchschreitet ist der Name des Einen, großer grüner See ist der
Name des anderen, oder wie andere sagen, Der-Erzeuger-von-Millionen-von-Jahren ist der Name
des Einen, grüner See ist der Name des anderen. Jetzt, da der große Gott über ihm ist, ist er Ra
selbst.

„Ich gehe über alle Arten und Weisen, ich kenne den Kopf des Sees von Maata.“

Was ist denn das? Das ist Restau, das heißt, es ist die Unterwelt südlich von Naarut und die
nördliche Tür des Grabes.

Nun, wie über She-Maaat, es ist Abtu, oder wie andere sagen, es ist der Weg durch das Seine, der
Vater Tmu wandert dort, wenn er zu Sekhet-Aaru geht, nach dem Essen und der Nahrung der Götter
hinter dem Schrein. Nun ist die Pforte des Sert das Tor der Säulen des Shu, das nördliche Tor der
Unterwelt, oder wie andere sagen, es sind die zwei Blätter der Tür, durch die der Gott Tmu hinein
geht, wenn er weiter am östlichen Horizont des Himmels wandelt.

„O ihr Götter, die ihr in der Gegenwart des Osiris seid, gebt mir eure Arme, denn ich bin der Gott,
der unter euch kommen wird, ins Leben gerufen.“

Was ist denn das? Das sind die Blutstropfen, die von Ra fielen, als er auszog, sich selbst zu
schneiden. Sie sprangen auf, ins Leben gerufen, wie die Götter Hu und Sa, die im Gefolge sind des
Ra und die begleiten Tmu täglich, jeden Tag.

„Ich bin Osiris, o Anni, Schreiber, triumphierend, ich habe für dich die Kammer gefüllt, nachdem
sie verdunkelt wurde am Tag des Kampfes der beiden Kämpfer.“

Was denn ist das? Das ist der Tag, an dem Horus mit Set kämpfte, da Dreck ins Gesicht des Horus
geworfen wurde, und als Horus die Kräfte des Set zerstörte. Thoth tat dies mit seiner eigenen Hand.

„Ich hebe das Haar, wenn es Stürme gibt am Himmel.“

Was ist denn das? Das ist das rechte Auge des Ra, der tobte gegen Set. Thoth erhebt die Haare und
führt das Auge des Lebens, und ohne Fehler ist der Herr; oder wie andere sagen, er ist das Auge des
Ra, wenn er krank ist, und wenn er weint, ist er sein Partnerauge. Thoth steht dann auf, es zu
reinigen.

„Ich sehe Ra, der gestern vom Schoß geboren wurde der Kuh Meh-urt; seine Kraft ist meine Stärke,
und meine Stärke ist seine Stärke.“
Was denn ist das? Das ist das Wasser des Himmels, oder wie andere sagen, es ist das Bild des Auges
von Ra am Morgen in seiner täglichen Geburt. Meh-urt ist das Auge des Ra. Daher Osiris, o
Schreiber Anni, triumphierend, ist ein Großer unter den Göttern, die im Gefolge des Horus sind. Die
Worte sind für ihn gesprochen, die sein Herr liebt.

Was ist denn das? Das heißt, wer sind diese Götter? Mestha, Hapi, Tuamautef und Qebhsennuf.

„Anbetung euch, ihr Herren von Recht und Wahrheit, und ihr Heiligen, die hinter Osiris stehen, der
ganz und gar abschafft die Sünden und Verbrechen, und ihr, die in der Nachfolge der Göttin Hetep-
se-khus seid, gebt, dass ich zu euch kommen kann. Zerstört alle Fehler, die in mir sind, wie ihr für
die sieben Strahlenden tut, die sich unter den Jüngern ihres Herrn Sepa befinden. Anubis berief sie
auf ihren Platz am Tag, da gesagt wurde: Also dorthin sollt ihr kommen.“

Was denn ist das? Diese Herren von Recht und Wahrheit sind Thoth und Astes, der Herr von
Amenta. Die Heiligen, die hinter Osiris stehen, Mestha, Hapi, Tuamautef und Qebhsennuf, das sind
sie, die über den Oberschenkeln im Himmel sind. Diejenigen, die wegschaffen die Sünden und
Verbrechen und die sich in der Nachfolge der Göttin Hetep-se-khus befinden, das sind die Götter
von Sebek in den Gewässern. Die Göttin Hetep-se-khus ist das Auge des Ra, oder wie andere sagen,
sie ist die Flamme, die nachfolgt dem Osiris, um die Seelen seiner Feinde zu verbrennen. Über all
die Fehler ist in Osiris der Schreiber der heiligen Opfer aller Götter, Anni, triumphierend, das ist
alles, was er für die Herren der Ewigkeit getan hat, da kam er hervor aus dem Schoß seiner Mutter.
In Bezug auf die sieben Strahlenden, Mestha, Hapi, Tuamautef, Qebhsennuf, Maa-atef, Kheri-Beq
und Horus-Khenti-maa, ernannte sie Anubis zu Beschützern des Körpers von Osiris, oder wie
andere sagen, er setzte sie hinter den Ort der Reinigung des Osiris, oder wie andere sagen, diese
sieben Herrlichen sind Netcheh-netcheh, Aqet-Qet, An-erta-nef-bes-khenti-heh, Aq-her-unnut,
Tesher-maa-ammi-het-Anes, Ubes-hra-per-em-khet-khet] und Maa-em-qerh-an-nef-em-hru. Der
Chef der Heiligen, der in seiner Kammer Ministrant des Horus ist, ist der Rächer seines Vaters. Wie
am Tag, an dem gesagt wurde: Dorthin kommt, die Worte sprach Ra zu Osiris. Siehe, möge dies für
mich in Amentet verordnet werden.

„Ich bin die Seele, die in den zwei Tchafi wohnt.“

Was ist denn das? Das ist Osiris, wie er in Tattu geht und findet dort die Seele von Ra; da der eine
Gott umarmt den anderen, und Seelen werden innerhalb der zwei Tchafi ins Leben gerufen.

„Ich bin die Katze, die vom Persea-Baum in Annu in der Nacht kämpft, wenn die Feinde des Neb-
er-tcher zerstört werden.“

Was ist denn das? Der Kater ist Ra selbst, und er wird Maau genannt wegen der Rede des Gottes Sa,
der sagte über ihn: „Er ist wie Maau, was er auch gemacht hat, sein Name war Maau“, oder wie
andere sagen, das ist Shu, der den Besitz von Seb an Osiris austeilt. Was den Kampf vom Persea-
Baum in Annu betrifft, da geht es um der Kinder impotente Revolution, wenn Gerechtigkeit auf sie
einwirkt für das, was sie getan haben. Was die Worte „In dieser Nacht der Schlacht“ betrifft, geht es
um den Einfall der Kinder der ohnmächtigen Revolution in den östlichen Teil des Himmels,
woraufhin ein Kampf im Himmel und auf der ganzen Erde entstanden ist.

„O du, der du im Ei bist, Ra, der du von deiner Scheibe scheinst und aufgehst an deinem Horizont
und glänzt wie Gold über den Himmel, wie du ist keiner unter den Göttern, der du über die Säulen
von Shu im Äther segelst, die Druckwellen des Feuers kommen aus deinem Munde, du machst die
beiden Länder hell mit deinen Glanz, segnest die treuen Verehrer des Gottes, dessen Formen sind
blendend, dessen Augenbrauen sind wie die beiden Teile der Ruhe in der Nacht der Abrechnung der
Zerstörung.“

Wer ist denn das? Das ist One-af, der Gott, der seinen Arm herbei bringt. In Bezug auf die Worte „in
der Nacht der Abrechnung der Zerstörung“, ist es in der Nacht der Verbrennung der Verdammten
und des Sturzes des Bösen in den heilige Gefängnisblock und der Schlachtung von Seelen.

Wer ist denn das? Das ist Nemu, der Scharfrichter des Osiris, oder wie andere sagen, das ist Apep,
wenn er sich aufmacht mit Maat, das heißt Recht und Wahrheit, auf dem Kopfkissen, oder wie
andere sagen, das ist Horus, wenn er sich mit zwei Köpfen aufmacht, von denen der eine die Maat
und der andere die Bosheit erträgt. Er schenkt Bosheit dem, der der Bosheit nachjagt, und Maat
dem, der der Maat nachjagt, die Gerechtigkeit und Wahrheit wirkt, oder wie andere sagen, das ist
der große Horus, der in Sekhem wohnt, oder wie andere sagen, das ist Thoth, oder wie andere
sagen, das ist Nefer-Tmu, oder das sind die Sieben, die den Kurs der Feinde des Neb-er-tcher
vereiteln.

„Befreie mich von den Wächtern, die der Schlachtung Messer tragen und haben grausame Finger
und töten diejenigen, die in der Gefolgschaft des Osiris sind. Mögen sie mich nie überwinden, möge
ich nie unter ihre Messer fallen.“

Was dann ist dies? Es ist Anubis, und es ist Horus in Form von Khent-en-maa, oder wie andere
sagen, ist es der göttliche Herrscher, der die Werke ihrer Waffen vereiteln, der der Häuptling ist in
der Sheniu-Kammer.

„Mögen ihre Messer nie die Beherrschung über mich bekommen, möge ich nie unter ihre
Instrumente der Grausamkeit fallen, denn ich habe ihre Namen kennen gelernt, und ich weiß, das ist
Matchet, der von ihnen im Haus des Osiris ist, Lichtstrahlen schießend aus seinem Auge, aber er
selbst ist unsichtbar. Er geht in der Runde über den Himmel in der Flamme aus seinem Mund, der
Kommandeur Hapi, aber wird selbst nicht gesehen. Ich will auf der Erde vor Ra stark sein, möge
ich glücklich in der Oase sein in der kommenden Präsenz des Osiris. Lasst nicht eure Opfer für
mich verletzend sein, o ihr, die ihr über die Altäre den Vorsitz innehabt, denn ich gehöre zu denen,
die Neb-er-tcher nachfolgen nach den Schriften des Khepera. Ich will als Falke fliegen, gackern als
Gans, wie ich für immer töten will die Schlange, wie es macht die Göttin Nehebka.“

Was ist denn das? Diejenigen, die an den Altären den Vorsitz innehaben, sind ein Sinnbild für das
Auge des Ra und ein Sinnbild für das Auge des Horus.

„O Ra-Tmu, Herr des Großen Hauses, Fürst, Leben, Kraft und Gesundheit aller Götter, schenke mir
den Gott, dessen Gesicht ist wie der eines Hundes, dessen Augenbrauen sind wie die eines Mannes,
und der weidet alle Toten, der lauert an der Bucht des feurigen Sees, und der verzehrt die Körper
der Toten und verschlingt ihre Herzen, und der den Schmutz fallen lässt, aber er selbst übrigens ist
unsichtbar.“

Wer ist denn das? Verschlinger-für Millionen-von-Jahren ist sein Name, und er bleibt in dem See
von Unt. Wie der feurige See ist das, der in Anrutf ist, stark in der Shenit-Kammer. Der unreine
Mensch, der darüber geht, unter den Messern, fällt nach unten, oder wie andere sagen, sein Name
ist Mathes, und er ist der Wächter der Tür von Amenta, oder wie andere sagen, sein Name ist Heri-
Septem.

„Heil dir, Herr des Terrors, Häuptling der Ländereien des Nordens und Südens, Herr des roten
Scheins, der den Schlachtblock bereitet, und der du frisst die Nieren!“

Wer ist denn das? Die Hüterin der Bucht von Amenta.
Was ist denn das? Das ist das Herz des Osiris, der der Fresser von allen geschlachteten Dingen ist.
Die Urerit-Krone ward ihm mit Schwellungen des Herzens als dem Herrn von Suten-Henen
gegeben.

Was ist denn das? Wem die Urerit-Krone mit Schwellungen von Herzen als dem Herrn von Suten-
Henen gegeben worden, ist Osiris. Er befahl unter den Göttern am Tag der Vereinigung der Erde mit
der Erde in Gegenwart von Neb-er-tcher, der Herrscher.

Was ist denn das? Er, der eingeladen wurde, unter den Göttern zu regieren, ist Horus, der Sohn der
Isis, der ernannt wurde, an der Stelle seines Vaters Osiris zu herrschen. Wie in den Tagen der
Vereinigung der Erde mit der Erde, ist die Vermischung der Erde mit der Erde im Sarg des Osiris,
die Seele, die in Suten-Henen ist, der Geber des Essens und Trinkens, der Zerstörer der Frevler, und
die Führung der ewigen Pfade.

Wer ist denn das? Es ist Ra selbst.

„Erlöse mich von dem großen Gott, der Seelen hinweg trägt und den Kot und isst den Schmutz, der
Wächter der Dunkelheit, der für sich selbst lebt im Licht. Diejenigen, die in Not sind, fürchten ihn.“

In Bezug auf die Seelen in Tchafi sind diejenigen, die mit dem Gott sind, der die Seele hinweg trägt,
der die Herzen frisst, und der weidet die Innereien, der Wächter der Dunkelheit, der innerhalb des
Seker-Bootes steht. Sie, die in Verbrechen leben, fürchten ihn.

Wer ist denn das? Es ist Suti, oder wie andere sagen, ist es Smam-ur, die Seele von Seb.

„Heil Khepera in deinem Boot, die zweifache Gemeinschaft der Götter ist dein Körper. Gib du,
Osiris, dem Anni, triumphierend, von den Beobachtern, die den Rechtsstreit führen, die von Neb-er-
tcher ernannt wurden, ihn zu schützen und die Fesseln an seinen Feinden zu befestigen, und die
schlachten das Fleisch; es gibt kein Entkommen aus ihrem Griff. Mögen sie mich nie mit ihren
Messern stechen, ich möge nie in ihre Folter-Kammern hilflos fallen. Möge ich niemals die Dinge
hassen, die die Götter aus mir gemacht haben, denn ich bin rein in der Mesqet. Kuchen von Safran
habe ich ihm in Tanenet gebracht.“

Wer ist denn das? Es ist Khepera in seinem Boot. Es ist Ra selbst. Die Beobachter, die den
Rechtsstreit führen, sind die Affen von Isis und Nephthys. Die Dinge, die die Götter hassen, sind
Bosheit und Falschheit; und er, der durch den Ort der Reinigung im Mesqet wandert, ist Anubis, der
hinter dem Brustkorb ist, der die Eingeweide des Osiris festhält.

Wem Safran-Kuchen gebracht wurde in Tanenet, ist Osiris, oder wie andere sagen, der Safran-
Kuchen in Tanenet sind Himmel und Erde, oder wie andere sagen, es ist Shu, Stärkungsmittel der
beiden Länder in Suten-Henen. Der Safran-Kuchen ist das Auge des Horus; und Tanenet ist das
Grab des Osiris.

Tmu hat dein Haus gebaut, und der zweifache Löwen-Gott hat deine Behausung gegründet; siehe,
Drogen werden gebracht, und Horus reinigt und Set macht mächtig, und Set reinigt und Horus
macht mächtig.

„Osiris, o du Schreiber Anni, triumphierend vor Osiris, er ist in das Land kommen und hat es mit
seinen Füßen besessen. Er ist Tmu, und er ist in der Stadt.“

„Wende du dich zurück, o Rehu, dessen Mund scheint, dessen Kopf kriecht, wende dich zurück aus
der Zeit vor seiner Kraft! Oder wie andere sagen: Wende du dich von ihm zurück, der bewahrt die
Zeit und ist unsichtbar. Osiris bewacht den Anni sicher. Gott ist Isis, und er wird gefunden mit
ihrem Haar auf ihm, dass ich es schüttle über die Stirn, der er in Isis konzipiert wurde und gezeugt
in Nephthys. Und sie schneiden die Dinge von ihm ab, die abgeschnitten werden sollten.“

Angst jagt dich, Terror ist auf deinen Armen. Du bist seit Millionen von Jahren in den Armen der
Nationen; Sterbliche gehen rings um dich. Du schlägst unten den Vermittlern deine Feinde, und du
brichst die Arme den Mächten der Finsternis. Die beiden Schwestern Isis und Nephthys sind dir zu
deiner Lust gegeben. Du hast erschaffen, was in Kheraba ist, und das, was in Annu ist. Jeder Gott
fürchtet dich, denn du bist sehr groß und schrecklich; du rächst jeden Gott an den Menschen, die ihn
verfluchen, und du schießt Pfeile. Du lebst nach deinem Willen; du bist Uatchit, die Herrin der
Flamme. Das Böse kommt unter die, die sich gegen dich auflehnen.

Was ist denn das? Die versteckte Form, gewährt von Menhu, ist der Name des Grabes.

TAFELN XI und XII

Der erste Arit. Der Name des Türhüters ist Sekhet-hra-Asht-aru; der Name des Wächters ist Meti-
heh; der Name des Herolds ist Ha-kheru.

Worte, gesprochen, wenn Osiris kommt an den ersten Arit in Amenta. Sage Anni, triumphierend,
wenn er kommt zu dem ersten Arit:. „Ich bin der Mächtige, der sein eigenes Licht schafft, ich bin
gekommen zu dir, o Osiris, und will gereinigt werden, wo ich verunreinigt bin, ich bete dich an.
Dein Name ist mir nicht der Name von Restau. Anbetung dir, o Osiris, mit deiner Kraft und deiner
Macht in Restau. Steh auf und erobere, o Osiris, in Abtu. Du gehst umher im Himmel, du segelst in
Gegenwart von Ra, du siehst all die Wesen, die Wissen haben. Heil Ra, der du in im Himmel
kreisest. Wahrlich, ich bete dich an, o Osiris, ich bin ein gottähnlicher Herrscher. Lass mich daher
nicht weggejagt werden zur Wand der brennenden Kohlen. Ich habe den Weg in Restau geöffnet;
ich habe den Schmerz des Osiris gelindert; ich habe angenommen, dass er die Waage gewogen hat;
ich habe für ihn einen Weg in das große Tal bereitet, und er macht seinem Weg. Osiris scheint.“

Der zweite Arit. Der Name des Türhüters ist Un-Hut; der Name des Beobachters ist Seqet-hra; der
Name des Herolds ist Uset.

Sage Osiris, Anni, wenn er kommt zu diesem Arit: „Er sitzt da, seinen Herzenswunsch zu erfüllen,
und er wägt Worte von Thoth. Die Stärke von Thoth erniedrigt, die versteckten Göttinnen Maata,
die sich im Laufe der Jahre von Maat ernährt. Ich bringe Opfer für den Moment, wenn er auf dem
Weg aufsteigt; ich stehe auf und lasse dich den Weg passieren, du gib, dass ich durchdringen kann
und dass ich in den Augen des Ra gewinne zusammen mit all denjenigen, die opfern.“

Der dritte Arit. Der Name des Türhüters ist Qe-Qe-hauau-ent-pehui; der Name des Wächters ist Se-
res-hra; der Name des Herolds ist Aaa.

Spricht Osiris zu Anni, wenn er kommt zu diesem Arit: „Ich versteckte mich in der großen Tiefe,
ich bin der Richter des Rehui, ich bin gekommen, und ich habe beseitigt die Straftaten. Ich baue den
Stehplatz auf, der aus seiner Urerit-Krone stammt. Ich habe sein Geschäft in Abtu getan, ich habe
die Möglichkeiten in Restau eröffnet, ich ließ die Schmerzen, die in Osiris waren. Ich habe gerade
seinen Standplatz gemacht, und ich habe eben gemacht seinen Pfad. Er scheint in Restau.“

Der vierte Arit. Der Name des Türhüters ist Khesef-hra-asht-kheru; der Name des Wächters ist
Seres-Tepu; der Name des Herolds ist Khesef-An.
Spricht Osiris zum Schreiber Anni, triumphierend, wenn er kommt zu diesem Arit: „Ich bin der
mächtige Stier, der Sohn der Stammmutter des Osiris. O ihr, sein Vater, der Herr, ist göttlich. Ihr
Begleiter, möge ich für ihn Zeugnis ablegen. Hier werden die Schuldigen vor Gericht gewogen. Ich
habe seiner Nase ewiges Leben gebracht. Ich bin der Sohn von Osiris, ich habe den Weg bereitet,
ich habe bestanden in Neter-khert.“

TAFEL XII

Im fünften Arit. Der Name des Türhüters ist Ankh-f-em-Fent, der Name des Wächters ist Shabu; der
Name des Herolds ist Teb-hra-Keha-kheft.

Spricht Osiris zum der Schreiber Anni, triumphierend, wenn er zu diesem Arit kommt: „Ich habe dir
die Knochen deiner Backen nach Restau gebracht, ich habe dir dein Rückgrat nach Annu gebracht,
ich habe versammelt alle deine Glieder dort. Ich habe Apep für dich zurückgetrieben. Ich habe
Wasser auf die Wunden gegossen; ich habe einen Weg unter dir bereitet. Ich bin der Große Alte
unter den Göttern. Ich habe im Opfer des Osiris, des Sieger, gesammelt seine Knochen, der in allen
seinen Gliedern gesiegt hat.“

Der sechste Arit. Der Name des Türhüters ist Atek-au-kehaq-kheru; der Name des Wächters ist
One-clear; der Name des Herolds ist Ates-hra.

Spricht Osiris zum Schreiber Anni, wenn er zu diesem Arit kommt: „Ich bin gekommen, täglich, ich
bin täglich gekommen. Ich habe den Weg bereitet, ich habe zusammen übergeben, was von Anubis
erschaffen wurde. Ich bin der Herr der Urerit-Krone und des magischen Wortes, der Rächer von
Recht und Wahrheit, ich habe seine Augen gerächt, ich habe das Auge des Osiris verhüllt, ich habe
den Weg bereitet; Osiris, Anni hat alles mir übergeben.“

Der siebte Arit. Der Name des Türhüters ist Sekhem-Matenu-sen; der Name des Beobachters ist Aa-
maa-kheru, und der Name des Herolds ist Khesef-Khemi.

Spricht Osiris zum Schreiber Anni, wenn er zu diesem Arit kommt: „Ich bin gekommen zu dir, o
Osiris, der von allen Verunreinigungen gereinigt ward. Du gehst umher im Himmel, du siehst Ra,
du sieht die Wesen, die Wissen haben. Heil nur dem Einen! Siehe, du bist in dem Sektet-Boot, er
geht um den Horizont des Himmels herum. Ich spreche, was ich will, zu seinem Körper; er wird
stark und kommt zum Leben, da er redete. Du wendest sein Gesicht zurück. Mögest du mich segnen
und auf allen Wegen zu dir führen!“

Der erste Pylon. Worte, die gesprochen werden, wenn Anni zum ersten Pylon kommt. Spricht Osiris
zu Anni, triumphierend: „Siehe, die Dame des Schreckens, mit hohen Mauern, die souveräne Dame,
die Herrin der Zerstörung, welche die Worte ausspricht, die die Zerstörer zurückweichen lässt, sie,
die vor der Zerstörung rettet, die wandert auf dem Weg. Der Name des Türhüters ist Neruit.“

Worte, die gesprochen werden, wenn Anni zu dem zweiten Pylon kommt. Spricht Osiris zum
Schreiber Anni, triumphierend: „Siehe, die Dame des Himmels, die Herrin der Welt, die alles mit
Feuer verzehrt, die Dame der Sterblichen, wie viel größer ist sie als doch als alle Menschen! Der
Name des Türhüter ist Ptah.“

Worte, die gesprochen werden, wenn Anni zum dritten Pylon kommt im Haus des Osiris. Spricht
der Schreiber Anni, triumphierend: „Siehe, die Dame des Altars, die Mächtige, der die Opfer
dargebracht werden, die Geliebte jeden Gottes, der nach Abtu segelt. Der Name des Türhüters ist
Sebaq.“

Worte, die gesprochen werden, wenn Anni zum vierten Pylon kommt. Spricht Osiris zum der
Schreiber Anni, triumphierend: „Siehe, sie, die mit Messern schneidet, die Herrin der Welt, die
Zerstörerin der Feinde des Herzens, sie, die befiehlt das Entweichen der Bedürftigen vor den Bösen.
Der Name des Türhüters ist Nekau.“

Worte, die gesprochen werden, wenn Anni zum fünften Pylon kommt. Spricht Osiris zum der
Schreiber Anni, triumphierend: „Siehe, die Flamme, die Dame des Atems für die Nasenlöcher, man
kann sie nicht bitten, man darf nicht in ihre Gegenwart kommen. Der Name des Türhüters ist
Hentet-Arqiu.“

Worte, die gesprochen werden, wenn Anni zum sechsten Pylon kommt. Spricht Osiris zum
Schreiber Anni, triumphierend: „Siehe, die Dame des Lichtes, die Mächtige, zu der die Menschen
laut weinend kommen, der Mensch kennt weder ihre Breite noch ihre Höhe, sie wurde nie
gefunden, die von Anfang an Weisheit gibt. Es ist eine Schlange über ihr, deren Größe nicht bekannt
ist. Sie in der Gegenwart des Herzens. Der Name des Türhüters ist Semati.“

Worte, die gesprochen werden, wenn Anni zum siebenten Pylon kommt. Spricht Osiris zum
Schreiber Anni, triumphierend: „Siehe, das Gewand, das die Schwachen kleidet, die Verstorbenen,
weinend, was sie lieben, ihr Leichentuch. Der Name des Türhüters ist Shakti.“

Worte, die gesprochen werden, wenn Anni zum achten Pylon kommt. Spricht Osiris zum Schreiber
Anni, triumphierend: „Siehe, das lodernde Feuer, die Flamme, die abschreckt, mit Flammenzungen,
die Ferne zu erreichen, das Schlachtopfer des Höchsten. Durch dies Feuer kann man nicht hindurch,
ohne verletzt zu werden. Der Name des Türhüters ist Khu-tchet.“

Worte, die gesprochen werden, wenn Anni zurm neunten Pylon kommt. Spricht Osiris zu Anni,
triumphierend: „Siehe, sie, die ist die Größte, die Dame voll Stärke, die ihrem Herrn Ruhe des
Herzens geben wird, ihr Umfang ist dreihundertfünfzig Maße, sie ist mit dem Perlmutt-Smaragd des
Südens bekleidet. Und sie erweckt die gottähnliche Form und kleidet den schwachen Verstorbenen.
Der Name des Türhüters ist Ari-su-tchesef.“

Worte, die gesprochen werden, wenn Anni zum zehnten Pylon kommt. Spricht Osiris zu Anni,
triumphierend: „Siehe, sie, die eine laute Stimme hat, sie, die diejenigen weinen lässt, die sie bitten,
die die Ängstlichen terrorisiert, die keinen fürchtet, die drinnen sind. Der Name des Türhüters ist
Sekhen-ur.“

Der elfte Pylon. „Siehe, sie, die die Schlacht aufrührt, die Verbrennerin der Teufel, sie, die bei
jedem Tor schrecklich ist, die am Tag der Dunkelheit fröhlich ist. Sie richtet den schwachen
Verstorbenen.“

Der zwölfte Pylon. „Siehe, die Aufruferin der beiden Länder, die mit Feuer die Teufel vernichtet,
sie, die Dame von Pracht kommt, die täglich ihrem Herrn gehorcht. Sie richtet den schwachen
Verstorbenen.“

Der dreizehnte Pylon. „Siehe, Isis, die weiter ihre Hände und Arme über alle ausgestreckt hat und
lässt Hapi in seinem versteckten Platz glänzen. Sie richtet den schwachen Verstorbenen.“

Der vierzehnte Pylon. „Siehe, die Dame des Messers, die im Blut tanzt! Sie feiert das Fest des
Gottes Hak am Tag des Gerichts, sie richtet die schwachen Verstorbenen.“
Der fünfzehnte Pylon. „Siehe, der Blutigen Seele, die erforscht erprobt, die Untersuchungen und
Kontrollen durchführt, die weiter in der Nacht kommt und fesselt den Unhold auf seinem Lager;
möge ihre Hand dem stillen Herzen in seiner Stunde gegeben werden, und möge sie ihn zu sich
fördern und kommen lassen. Sie richtet den schwachen Verstorbenen.“

Der sechzehnte Pylon. Spricht Osiris, wenn zu diesem Pylon kommt: „Siehe, die Schreckliche, die
Dame des Regensturms, der Untergang in die Seelen der Menschen, die Fresserin der Leichen von
Menschen, die Bestellerin und Schöpferin der Schlachtungen, die kommt her und richtet den
schwachen Verstorbenen.“

Der siebzehnte Pylon. „Siehe, die in-Stücke-Hauende im Blut, die Dame der Flamme. Sie richtet
den schwachen Verstorbenen.“

Der achtzehnte Pylon. „Siehe, die Liebhaberin des Feuers, die Reinigerin der Sünder, die
Liebhaberin der Schlachtung, die Chefin von allen, die Dame des Tempels, die Schlächterin der
Teufel in der Nacht. Sie richtet den schwachen Verstorbenen.“

Der neunzehnte Pylon. „Siehe, die Spenderin des Lichts, sie, die Geliebte der Flammen, die Dame
der Stärke und der Schriften des Ptah. Sie macht einen Versuch der Einwicklung von Pa-an.“

Der zwanzigste Pylon. „Siehe, sie, die in der Höhle ihres Herrn ist, die Nahe ist ihr Name, sie
verbirgt, was sie gemacht hat, sie trägt Herzen weg und trinkt gierig Wasser, dass sie den schwachen
Verstorbenen richtet.“

Der einundzwanzigste Pylon. „Siehe, das Messer, das Innerste, wenn der Name genannt wird, sie
tötet diejenigen, die gegenüber ihren Flammen rebellieren. Sie hat geheime Grundstücke und
Ratschläge.“

„Heil, spricht Horus, o einundzwanzigster Pylon des Herzens. Ich habe den Weg bereitet, ich kenne
dich, ich kenne deinen Namen, ich kenne den Namen der Göttin, der dich beschützt, die unbekannte
Göttin mit dem bloßen Rücken, die Überwinderin derer, die ihrem Flammenschwert nahen, die bei
der Äußerung ihres Namens zuschlägt, dies ist ihr Name: Du hältst die geheimen Dinge des
Rächers. Der Gott, der dich beschützt, heißt Amem. Er läßt es geschehen, dass die Persea-Bäume
nicht wachsen, dass die Akazien nichts hervorbringen und das Kupfer nicht gezeugt wird in den
Bergen. Die gottähnlichen Wesen dieses Pylons sind sieben Götter: Tchen-or-At ist der Name des
einen an der Tür. Hetep-mes ist der Name des zweiten. Mes-Sep ist der Name des dritten. Utch-re
ist der Name des vierten. Ap-uat ist der Name des fünften. Beq ist der Name des sechsten. Anubis
ist der Name des siebten.“

„Ich habe geschaffen die Arten. Ich bin Amsu-Horus, der Rächer seines Vaters, der Erbe seines
Vaters Un-Nefer. Ich bin gekommen, und ich habe alle Feinde meines Vaters Osiris gestürzt. Ich bin
am Tag gekommen, am Tag des Sieges, mit mir kommt die Verehrung des Gottes, sie kommt in das
Haus seines Vaters Tmu, des Herrn von Annu, triumphierend in dem südlichen Himmel. Ich habe
getan, was richtig und wahr ist, ich habe Recht und Wahrheit gebracht; ich habe das Haker-Fest für
den Herrn eingerichtet; ich habe den Weg in das Festival bereitet; ich habe Opfer von Kuchen an die
Herren der Altäre dargebracht, und ich habe Opfer und Opfergaben dargebracht und Kuchen und
Bier und Ochsen und Enten, für meinen Vater Osiris Un-Nefer steige ich auf, dass meine Seele ganz
hergestellt werde; ich bewegte den Phönix, heran zu kommen auf mein Wort, der ich täglich in das
heilige Haus gekommen bin, um Opfer von Weihrauch darzubringen, ich habe Kleider aus Byssus
gebracht, ich habe weiter auf dem See im Boot übergesetzt, ich habe Osiris, den Oberherrn der
Unterwelt, siegreich gemacht, Sieger über seine Feinde zu sein. Und ich habe alle im Osten an den
Ort der Schlachtung weggetragen, alle seine Feinde; sie gehen nicht weiter darin, sie kommen zur
Dauer des Gottes Seb. Ich habe diejenigen ausgetrieben, die sich gegen Ra erhoben, und ich habe
ihn siegreich sein lassen. Ich bin auch als Schreiber gekommen, und ich habe alles klar gemacht.
Ich habe den Gott bewegt, die Kraft seiner Beine zu stärken. Ich bin in sein Haus gekommen, das
auf seinem Berg ist, und ich habe ihn gesehen, der der Gerade in der heiligen Halle ist. Ich ging aus
Restau weg; ich habe mich versteckt, und ich habe den Weg gefunden; ich bin zu An-Rutf gereist.
Ich habe die Nackten bekleidet. Ich bin nach Abtu gesegelt; ich habe die Götter Hu und Sau gelobt.
Ich bin in das Haus des Tree eingegangen, ich habe Gebete an die Götter Khati und Sekhet im Haus
der Neith gesprochen, oder wie andere sagen, an die Herrscher. Ich bin in Restau eingegangen; ich
habe mich versteckt, und ich habe den Weg gefunden; ich bin nach An-Rrutf gereist. Ich habe
angezogen die Nackten. Ich bin nach Abtu gesegelt; ich habe Hu und Sau verherrlicht. Ich habe
meine Krone bei meinem Aufstieg erhalten, und ich habe Macht, auf meinem Stuhl zu sitzen, auf
dem Stuhl meines Vaters und der großen Vereinigung der Götter. Ich habe die Meskhen von Ta-sert
angebetet. Mein Mund sprudelt Worte des Rechts und der Wahrheit. Ich habe die Schlange Akhekh
ertränkt. Ich bin in den großen Saal gekommen, die Kraft in den Gliedmaßen zu geben; und man hat
mir gewährt, im Boot von Hai zu segeln. Der Duft der Anti-Salbe steigt auf aus seinem Haar, der
Wissen hat. Ich bin in das Haus des Tree eingegangen, und ich habe im Haus des Fürsten Gebete an
die Götter Khati und Sekhet gesprochen. Ich bin als Favorit in Tattu angekommen.“

An-maut- sagt: „Ich bin gekommen zu euch, o mächtige und gottähnliche Herrscher, die im Himmel
und auf Erden und unter der Erde herrschen, und ich sage euch: Osiris hat Anni herbei gebracht. Er
hat nicht gesündigt gegen einen der Götter. Gewährt ihr, dass er für alle Zeit bei euch sein kann.“

Die Anbetung des Osiris, des Herrn von Restau, und der großen Vereinigung der Götter, die in der
Unterwelt neben Osiris sind, der Schreiber Anni spricht: „Anbetung dir, o Herrscher von Amenta!
Unnefer, in Abtu bin ich zu dir gekommen, und mein Herz bewahrt Recht und Wahrheit. Es gibt
keine Sünde in meinem Körper, noch habe ich gelogen vorsätzlich, noch habe ich irgendetwas mit
einem falschen Herzen getan. Gib du mir zu essen in dem Grab, und dass ich vor dem Altar der
Herren von Recht und Wahrheit komm in deine Präsenz und dass ich eingehen kann und komme
heraus aus der Unterwelt, dass meine Seele nicht abgelehnt wird, und dass ich das Gesicht der
Sonne erblicken kann, und dass ich den Mond für immer und ewig schaue.“

Se-mer- spricht: „Ich bin gekommen zu euch, o gottähnliche Herrscher, die in Restau sind, und ich
habe gebracht zu Osiris den Anni. Gewährt ihr ihm, als dem Jünger des Horus, Kuchen und Wasser
und Luft und ein Gehöft in Sekhet-Hetep.“

Die Anbetung des Osiris, des Herrn der Ewigkeit, und all der gottgleichen Herrscher von Restau,
von Osiris, der Schreiber Anni sagt: „Anbetung dir, König von Amenta, Fürst von Akert, ich bin zu
dir gekommen. Ich weiß, dass deine Wege wunderbar sind, dass ich mit allen Formen eingerichtet
worden bin, die du gibst in der Unterwelt. Mögest du mir einen Platz in der Unterwelt in der Nähe
der Herren von Recht und Wahrheit gewähren. Möge meine Heimstätte in Sekhet-hetep treu bereit
liegen, und möge ich den Kuchen in deiner Gegenwart empfangen.“

TAFEL XIII

„Heil Thoth, der du Osiris ließest über seine Feinde siegreich sein, lass du den Schreiber Annis über
seine Feinde siegreich sein, wie du Osiris über seine Feinde siegreich sein ließest in Gegenwart der
gottgleichen Herrscher, die mit Ra und Osiris in Annu herrschen, in der Nacht der Dinge der Nacht
und in der Nacht des Kampfes und der Fesselung der Feinde und am Tag der Zerstörung durch Neb-
er-tcher.“

Die großen gottähnlichen Herrscher in Tattu sind Osiris, Isis, Nephthys und Horus, der Rächer
seines Vaters. Nun ist die Nacht der Herstellung der Tat, bis sie in Tattu stehen und signifizieren die
Aufhebung des Arms und der Schulter von Osiris, dem Herrn von Sekhem; und diese Götter stehen
hinter Osiris ihn zu schützen, auch als die Einwickelnden, die ihn einkleiden.

„Heil, Thoth, der du Osiris ließest über seine Feinde siegreich sein, stelle du den Anni
triumphierend über seine Feinde in Gegenwart der großen gottähnlichen Herrscher, die in Sekhem
sind, in der Nacht von dem, was auf dem Nacht-Festival in Sekhem geschieht.“

Die großen gottähnlichen Herrscher, die in Sekhem sind, sind Horus, der unsichtbar ist, und Thoth,
der mit den gottgleichen Herrschern in Naarerutf zusammen ist. Nun ist die Nacht der Dinge auf
dem Nacht-Festival in Sekhem, da bezeichnet das Licht der aufgehenden Sonne den Sarg des Osiris.

„Heil, Thoth, der du Osiris ließest siegreich sein über seine Feinde, stelle du den Anni
triumphierend über seine Feinde in der Gegenwart der großen gottähnlichen Herrscher in Pe und
Tep, in der Nacht der Einrichtung der Säulen des Horus, und wenn Horus etabliert wird zur
Herstellung des Erbe der Dinge, die seinem Vater gehören.“

Die großen göttlichen Herrscher, die in Pe und Tep sind, sind Horus, Isis, Mestha und Hapi. Jetzt
die Einrichtungen des Horus befehlen Set und seinen Anhängern: Jetzt wird die Kluft errichtet!

„Heil, Thoth, der du ließest Osiris siegreich sein über seine Feinde, stelle du den Anni
triumphierend über seine Feinde in Anwesenheit der großen göttlichen Herrscher in Rekhit in der
Nacht, als Isis lag, Wache zu halten, die voller Klagen um ihren Bruder Osiris war.“

Die großen gottähnlichen Herrscher in Rekhit sind Isis, Horus und Mestha.

„Heil, Thoth, der du ließest Osiris siegreich sein über seine Feinde, du lasse den Schreiber Anni
triumphiere in Frieden! Gib ihm den Sieg über seine Feinde in der Gegenwart der großen göttlichen
Herrscher, die sind in Abtu, in der Nacht des Gottes Naker, bei der Trennung der gottlosen Toten,
bei der Beurteilung der Geister und bei der Entstehung von Freude in Tenu.“

TAFEL XIV

Die großen gottähnlichen Herrscher, die in Abtu sind, sind Osiris, Isis und Ap-uat.

„Heil, Thoth, der du ließest Osiris siegreich sein über seine Feinde, stelle du den Anni, der
Schreiber, und Kassierer der heiligen Opfer aller Götter, als Sieger über seine Feinde in der
Gegenwart des göttlichen Herrschers, der die Toten in der Nacht der Verurteilung der Personen
richten wird, die ausgelöscht werden.“

Die großen gottähnlichen Herrscher in dem Urteil der Toten sind Thoth, Osiris, Anubis und
Astennu. Jetzt kommt die Verurteilung derer, die ausgelöscht werden, das ist die Zurückhaltung von
dem, was notwendig ist für die Seelen der Kinder der ohnmächtigen Revolution.

„Heil, Thoth, der du ließest Osiris siegreich sein über seine Feinde, du lasse den Schreiber Anni
triumphierend siegreich sein über seine Feinde in der Präsenz der großen gottähnlichen Herrscher,
auf dem Festival des Zerbruchs und auf der Erde in Tattu, in der Nacht des Zerbruchs und des
Wendens der Erde in ihrem Blut, und lasse Osiris siegreich sein über seine Feinde.“

Wenn die Unholde von Set kommen und verwandeln sich in Tiere, die großen gottähnlichen
Herrscher, auf dem Festival des Zerbruchs und des Auferstehens der Erde in Tattu, tötet Gott sie in
Anwesenheit der Götter, und ihr Blut fließt unter ihnen hinweg, wie sie geschlagen werden. Diese
Dinge sind erlaubt durch das Urteil derer, die sie durchführen, die in Tattu sind.

„Heil, Thoth, der du ließest Osiris siegreich sein über seine Feinde, du, der den Anni in der
Gegenwart der gottgleichen Herrscher siegreich sein lässt über seine Feinde, die in Naarutef sind, in
der Nacht dessen, der sich in verschiedenen Formen verbirgt, Osiris.“

Die großen gottähnlichen Herrscher, die in Naarutef sind, sind Ra, Osiris, Shu und Bebi. Nun ist die
Nacht dessen, der sich in verschiedenen Formen verbirgt, Osiris, wenn die Oberschenkel und der
Kopf und die Fersen und die Beine nahe dem Sarg des Osiris Un-Nefer gebracht worden sind.

„Heil, Thoth, der du lässest Osiris siegreich sein über seine Feinde, stelle du den Anni,
triumphierend mit Osiris, als Sieger über seine Feinde in der Gegenwart der großen gottähnlichen
Herrscher, die in Restau sind, in der Nacht, als Anubis lag mit seinen Armen und Händen über dem,
was hinter Osiris ist, und als Horus über seine Feinde siegte.“

Die großen gottähnlichen Herrscher in Restau sind Horus, Osiris und Isis. Das Herz des Osiris freut
sich, und das Herz des Horus ist froh, und deshalb sind der Osten und der Westen in Frieden.

„Heil, Thoth, der du lässest Osiris siegreich sein über seine Feinde, lass du den Anni, den Schreiber,
den Kassierer der göttlichen Opfer aller Götter, triumphieren über seine Feinde in der Gegenwart
von zehn Vereinigungen großer göttlicher Herrscher, die mit Ra sind und mit Osiris und mit jedem
Gott und mit jeder Göttin in Gegenwart von Neb-er-tcher. Er hat seine Feinde zerstört, und er hat
alles Böse zerstört.“

TAFEL XV

Das Kapitel: Öffnen des Mundes des Osiris, vom Schreiber Anni. Gesagt werde: „Möge Ptah
meinen Mund öffnen, und möge der Gott meiner Stadt die Einwicklungen verlieren, auch die
Einwicklungen, die meinen Mund bedecken. Darüber hinaus möge Thot mir die Fülle schenken
und, mit Zauber begabt, kommen und meine Verbände verlieren, die Bandagen von Set, die Fessel
meines Mundes, und möge der Gott Tmu sie schleudern auf diejenigen, die mich fesseln wollten.
Möge mein Mund geöffnet werden, möge er durch Shu aufgeschlossen werden mit seinem Eisen-
Messer, mein Mund, womit er den Mund der Götter geöffnet hat. Ich bin Sekhet, und ich sitze auf
der großen westlichen Seite des Himmels im See unter den Seelen der Annu. Ich bin die große
Göttin! Jetzt über jeden Zauber und alle Worte, die gegen mich gesprochen werden, mögen die
Götter widerstehen, und möge jede und jeder in der Gesellschaft der Götter widerstehen.“

Das Kapitel von dem Zauber des Osiris, wenn er Anni holt nach Neter-Khert. Er spricht: „Ich bin
Tmu-Khepera, der geboren wurde aus dem Oberschenkel seiner göttlichen Mutter. Diejenigen, die
in Nu sind, sind Wölfe geworden, und diejenigen, die unter dem göttlichen Herrscher sind, wurden
Hyänen. Siehe, ich entnehme dies zusammen mit dem Zauber von jedem Ort, wo es so ist, und von
jedem Menschen, mit dem sie sind, schneller als Windhunde und flinker als das Licht. Heil dir, der
du entlang dem Makhent-Boot von Ra wandelst, da dein Segel sich bläht und deine Ruder sind stark
in dem Wasser, wie du segelst über den Feuersee in Neter-Khert. Siehe, du sammelst zusammen den
Zauber von jedem Ort, wo es so ist, und von jedem Menschen, mit dem sie sind, schneller als
Windhunde und flinker als das Licht, der Zauber schafft die Form der Existenz aus der Mutter
Oberschenkel und erschafft die Götter aus der Stille, und dass die Wärme des Lebens den Göttern
gegeben wird. Siehe, der Zauber ist mir gegeben, wo immer er ist, schneller als Windhunde und
flinker als das Licht, oder wie andere sagen, flinker als ein Schatten.“
Dies Kapitel des Verstorbenen bewirkt, dass sein Name in Neter-Khert erinnert wird. Er spricht:
„Möge mein Name im großen Doppelhaus mir gegeben werden, und möge meines Namens gedacht
werden im Haus des Feuers, die Nacht der Jahre zu zählen und die Zahl der Monate zu sagen. Ich
bin mit dem Heiligen, und ich sitze auf der östlichen Seite des Himmels. Wenn irgendein Gott zu
mir tritt, werde ich unverzüglich seinen Namen verkünden.“

Das Kapitel vom Schenken des Herzens von Anni an Osiris in der Unterwelt. Anni spricht: „Möge
mein Herz im Haus der Herzen mit mir sein, möge mein Herz mit mir sein und möge es in mir Ruhe
finden, oder ich werde nicht essen von dem Kuchen des Osiris auf der östlichen Seite des Sees von
Blumen, hinfort habe ich ein Boot, um auf dem Nil zu fahren, und eine anderes, um aufzusteigen,
und ich werde vorwärts fahren im Boot mit dir. Möge mein Mund mir gegeben sein, dass ich mit
ihm rede, und meine beiden Füße, um gehen zu können, und meine beiden Hände und Arme, um
meinen Feind zu stürzen. Auch die Türen des Himmels mögen mir geöffnet werden; möge Seb, der
Fürst der Götter, meine beiden Wangen für mich röten, möge er meine beiden Augen öffnen, die
blind sind, möge er mich ausstrecken lassen meine Füße, die miteinander verbunden sind, und möge
Anubis meine Beine fest machen, dass ich stehen kann. Möge die Göttin Sekhet mich aufsteigen
lassen, so dass ich zum Himmel aufsteigen kann, und dass dort das getan werden kann, das ich im
Haus des Geistes des Ptah befehle. Ich kenne mein Herz, ich habe die Herrschaft über mein Herz
bekommen, ich habe die Herrschaft über meine beiden Hände und Arme bekommen, ich habe die
Herrschaft über meine Füße bekommen, und ich habe die Kraft gewonnen zu tun, was meiner Seele
gefällt. Meine Seele soll nicht vor den Toren der Unterwelt von meinem Körper weggenommen
werden; sondern ich werde in Frieden geben, und ich werde in Frieden hervorgehen.“

Das Kapitel, wie das Herz des Osiris den Schriftgelehrte im heiligen Opfer aller Götter, Anni, in der
Unterwelt angetrieben. Anni spricht: „Mein Herz, meine Mutter, mein Herz, meine Mutter! Mein
Herz, aus dem ich entstanden bin! Möglicherweise gibt es nichts, um meinem Urteil zu
widerstehen, möge es keinen Widerstand gegen mich geben; möge es in Gegenwart von Gott kein
Abschied von dir sein, der du die Waage bewahrst, du bist meine Seele innerhalb meines Körpers,
die zusammenfügt und stärkt meine Glieder. Mögest du kommen an den Ort des Glücks! Möge die
Shenit, wo die schnellen Männer zu Berge stehen, nicht meinen Namen stinken lassen.“

Kapitel von der Seele eines Mannes, der in die Unterwelt kam. Der Schreiber Anni sagt: „Ich, ich
bin es, der weiter aus der Wasser-Flut kommt, die ich zum Überlaufen bringe und die bleibt mächtig
wie der Nil.“

Kapitel des Trinkwassers in der Unterwelt. Er spricht: „Ich, ich bin es, der von weiter kommt zu
Seb. Die Flut ist ihm gegeben worden. Und er hat die Macht über sie als Hapi bekommen. Ich, ich
öffne die zwei Türen des Himmels, und die beiden Türen des wässrigen Abgrunds haben mir Thoth
und Hapi geöffnet, die göttlichen Zwillingssöhne des Himmels, die sind mächtig im Glanz. Erteilt
mir, dass ich Macht über die Wasser gewinnen kann, auch wenn Set überwand seine Feinde am Tag,
wenn er die Welt erschrickt. Ich habe Schulter um Schulter übergeben, auch wenn ich sie diesem
großen und herrlichen Gott übergeben habe, der ist der, der mit allen Dingen vertraut ist und dessen
Name unbekannt ist. Ich habe durch den Mächtigen meine Schultern übergeben. Die Flut von Osiris
ist über mich gekommen, und Thoth-Hapi-Tmu, der Herr des Horizonts, ist gelaufen zu mir, die
Flut in seinem Namen, geöffnet hat Thot mir mit dem Hackmesser die Erde. Ich habe Macht über
das Wasser gewonnen, auch wenn Set Macht über seine Feinde gewonnen hat. Ich bin über den
Himmel gefahren. Ich bin Ra. Ich bin der Löwen-Gott. Ich bin der junge Stier. Ich habe die
Oberschenkel verschlungen, ich habe das Fleisch beschlagnahmt. Ich bin in Seket-Aru rings um die
Ströme gegangen. Grenzenlose Ewigkeit wurde mir bereits gewährt, und siehe, ich bin der Erbe der
Ewigkeit; mir ist gegeben worden das ewige Leben.“

Das Kapitel Trinkwasser und der nicht im Feuer verbrannte. Der Verstorbene sagt: „Sei gegrüßt, du
Bulle von Amenta, ich habe dir mich dargebracht, ich bin das Ruder von Ra, mit dem er über die
Zeiten übergesetzt, lass mich nicht begraben noch verbraucht werden. Ich bin Beb, dem
erstgeborenen Sohn von Osiris, der in Annu jeden Gott in seinem Auge wäscht. Ich bin der Erbe,
der Erhabene, der Mächtige, der Herzliche. Ich ließ meinen Namen gedeihen, und ich habe dafür
gesorgt, dass ich in der Erinnerung ewig lebe.“

Das Kapitel dessen, der nicht im Wasser verbrühte. Er spricht: „Ich bin das Ruder für das
Ruderboot, womit Ra über die Zeiten übergesetzt, ich trage die Feuchtigkeit des Osiris vom See
weg zur Flamme, die übergeben werden möge; davon abgesehen, wendet er sich von der Bahn und
wird nicht im Feuer verbrennen, wenn ich mich mit dem Hamemu hinlege. Ich komme zu der Höhle
des Löwen, töte und binde; und ich werde dem Weg folgen, auf dem er her kam.“

Das Kapitel vom Atem in der Unterwelt. Spricht Anni: „Ich bin das Ei der Großen Glucke, und ich
beobachte und bewache den großartigen Ort, den der Gott Seb auf Erden verkündet hat. Ich wohne
und lebe; ich werde stark sein, ich lebe, ich schnuppere die Luft. Ich bin Utcha-aab, und ich gehe in
der Runde hinter ihr, zu schützen ihr Ei. Ich habe die Chance, Set, den Mächtigen in Kraft, zu
besiegen. Heil dir, die du die Welt mit Tchefa-Essen angenehm machst, und die du wohnst im
blauen Himmel; wachen über das Kind in seinem Bett, wenn er kommt zu dir.“

Ein weiteres Kapitel vom Atem. Er spricht: „Ich bin Sabsabu, ich bin Shu. Ich bin in der Luft in
Anwesenheit des Gottes der Sonnenstrahlen bis zu den äußersten Enden des Himmels, so weit wie
die Enden der Erde ziehen, so weit wie die Grenzen des Shu. Und ich gebe Atem denen, die wieder
jung geworden. Und ich öffne meinen Mund, und ich sehe mit meinen Augen.“

Kapitel von der Luft auf der Erde. Er spricht: „Heil, Tmu, gewähre du mir den süßen Atem, der in
deinen zwei Nasenlöchern ist, der ich den mächtigen Thron umfasse, der in Unnu ist, und ich
beobachte und bewache das Ei der Großen Glucke, ich werde gehen, und ich lasse es wachsen, und
ich wachse; ich lebe, und alles lebt; ich werde die Luft schnüffeln, und alles schnüffelt die Luft.“

Das Kapitel vom Herzen eines Menschen in der Unterwelt. Spricht Anni, triumphierend: „Wende du
dich zurück, o Bote aller Götter! Ist es, dass du gekommen bist, wegzutragen mein Herz, mein
Herz, das lebt?“

TAFEL XVI

Das Kapitel vom Herzen eines Menschen entfernt in der Unterwelt. Spricht Anni: „Seid gegrüßt,
ihr, die ihr Herz wegtragt, Heil euch, die ihr stehlt die Herzen, die ihr geschaffen habt. Anbetung
euch, ihr Herren der Ewigkeit, ihr Besitzer der Unendlichkeit, nehmt ihr dieses Herz des Anni in
eure Reichweite, dieses Herz des Gottes. Und weil ihr nicht böse Worte gegen mich sprecht, dieses
Herz des Anni ist das Herzstück von vielen Namen, des Mächtigen, dessen Worte seine Glieder
sind, und der sein Herz sandte, in seinem Körper zu wohnen. Das Herz des Anni ist angenehm den
Göttern; er ist siegreich, er hat Macht über sie bekommen; er hat nicht aufgedeckt, was ihm angetan
wurde. Er hat bekommen seinen Lohn über seine eigenen Glieder. Sein Herz gehorcht ihm, er ist
der Herr des Herzens, es ist in seinem Körper, und es wird nie hinausfallen. Ich, o Osiris, der
Schreiber Anni, siegreich im Frieden, und triumphierend im schönen Amenta und auf dem Berg der
Ewigkeit, biete mich dir an in der Unterwelt und will dir gehorsam sein.“

Das Kapitel des Herzens, dass es nicht weggetragen wird in die Unterwelt. Er sprach: „Mein Herz
ist mit mir, und es wird nie geschehen, dass es weggetragen wird, ich bin der Herr des Herzens, der
Bezwinger des Herzens, ich lebe im Recht und in der Wahrheit, und ich bin für immer darin. Ich bin
Horus, ein reines Herz innerhalb eines reinen Körpers. Ich lebe durch mein Wort, und mein Herz
lebt. Lass mein Herz nicht weggetragen werden, lass es nicht verwundet werden, und mögen an mir
keine Wunden oder Schmerzen behandelt werden müssen, weil man mir mein Herz weggenommen
hat. Möge ich im Körper meines Vaters Seb vorhanden sein und in dem Körper meiner Mutter Nut.
Ich habe nichts Böses getan gegen die Götter, ich habe nicht um Ruhmes willen gesündigt.“

Das Kapitel, dass nicht das Herz eines Menschen weg von ihm in die Unterwelt getrieben werde. Er
spricht: „Mein Herz, meine Mutter, mein Herz, meine Mutter, mein Herz meines Lebens auf der
Erde! Möge sich nichts gegen mich erheben beim Urteil in der Gegenwart des Herrn der Studien,
lass es nicht gesagt werden über mich, das, was ich getan habe: Er hat Taten gegen das getan, was
richtig und wahr ist. Möge nichts gegen mich sein, in Gegenwart des großen Gottes, des Herrn von
Amenta. Verehrung dir, o mein Herz, Verehrung dir, o mein Herz, Verehrung euch, o meine Nieren,
Verehrung euch, o ihr Götter, die ihr über den göttlichen Wolken herrscht und die ihr aufgrund eures
Zepter erhöht werdet! Redet bequem zu Ra, und lasst mich vor Nehebka gedeihen. Und siehe ihn,
auch wenn er in den innersten Teilen der Erde verbunden wurde, und obwohl er darauf gelegt
wurde, er ist nicht tot in Amenta, sondern ist ein verherrlichtes Wesen darin.“

Das Kapitel, dass nicht das Herz des Verstorbenen in die Unterwelt weggetragen werde. Spricht er:
„Heil, Löwen-Gott, ich bin Un. Das, was ich hasse, das Gefängnis, soll der Gott mir nicht geben, er
soll nicht mein Herz von mir weggenommen durch die Kämpfer in Annu. Heil, der du sollst Osiris
binden, und der du hast Set gesehen. Heil, der du ihn schlugst und zerstörtest ihn und kehrtest
zurück. Das Herz sitzt und weint in Gegenwart von Osiris! Es gehört damit zum Personal, das für
sich bat Osiris. Möge es mir gegeben werden, möge es die verborgenen Dinge des Herzens im Haus
Usekh-hra verordnet bekommen. Möge ihm dort auf Geheiß des Gottes Nahrung gewährt werden.
Lass nicht mein Herz von mir genommen sein! Ich lasse dich an deinem Ort wohnen,
zusammenzufügen die Herzen in Sekhet-hetepu für Jahre der Festigkeit in allen Orten der Kraft,
durchzuführen das Gericht an ihnen, in einem Moment mit deiner Hand nach deiner großen Stärke.
Mein Herz ist auf den Altären der Tmu angeordnet, die es in die Höhle von Set führen. Er hat mir
mein Herz gegeben, das wird mir von den gottgleichen Herrschern in Neter-Khert getan. Wenn sie
die Gebeine und die Einwicklungen finden, begraben sie alles.“

Das Kapitel der Atemluft und der Kraft über dem Wasser in der Unterwelt. Spricht Anni: „Wer bist
du denn und wohin willst du gehen? Ich bin einer von euch, die mit dir gehen. Es ist Merti. Trenne
dich von ihm, von jedem, wenn du allein gehen sollst. Er leitet mich in den Tempel der göttlichen
Wesen, die ihre Gesichter gefunden haben. Der Name des Bootes ist Versammler-der-Seelen, der
Name der Ruder ist Sie-lassen-die-Haare-zu-Berge-stehen, sein Name seiner Halterung ist Güte,
und der Name des Mastes ist gut-sind-die-Mittel. Gib mir Gefäße voll Milch zusammen mit
Kuchen, Broten, Bechern zu trinken und Fleisch im Tempel des Anubis.“

Das Kapitel vom Schnüffeln der Luft und vom Strom, der versorgt mit Wasser die Unterwelt.
Spricht Anni: Heil, Platane der Göttin Nut, du gewährst mir das Wasser und die Luft, ich umarme
deinen Thron, der in Unnu ist, und ich beobachte und schütze das Ei der Großen Glucke, dass es
wächst, ich wachse, es lebt, ich lebe. Es schnuppert Luft, ich schnuppere Luft, ich, Anni, in meinem
Triumph.“

Das Kapitel, dass man nicht zum zweiten Mal in der Unterwelt sterbe. Sprach Anni: „Mein Versteck
wird geöffnet, mein Platz, mich zu verstecken, wird offenbart vom Licht, das glänzte in der
Dunkelheit, das Auge des Horus hat meine Offenbarheit zustande kommen lassen, und der Gott
Apuat hat mich gepflegt, als ich mich versteckte bei euch, ihr Sterne, die nie unter meine Stirn
schauten, wie Ra es tut; mein Gesicht ist offen, mein Herz ist auf seinem Thron; ich spreche Worte
aus, und ich weiß, in Wahrheit, ich bin Ra selbst, ich werde nicht mit Verachtung behandelt werden,
und mir wird keine Gewalt angetan: mein Vater, der Sohn der Nut, lebt für mich. Ich bin Gottes
Erstgeborener, und ich sehe seine Geheimnisse. Ich bin gekrönt zum König der Götter, und ich
werde nicht ein zweites Mal in der Unterwelt sterben.“

Das Kapitel, dass man nicht in der Unterwelt verderbe. Spricht Anni: „O du, der du ohne Bewegung
bist wie Osiris, o du, der du wie Osiris ohne Bewegung bist, o du, ich bin dein! Was ich nicht mag,
ist das Land von Abydos. Möge ich nie die Höhle betreten, und mögen nie alle diese Dinge an mir
durchgeführt werden, die die Götter hassen, denn ich bin rein im Mesqet. Möge Neb- er-tcher mir
seine Pracht geben am Tag der Beerdigung in der Gegenwart des Herrn der Dinge. Wenn dieses
Kapitel bekannt sein wird, wird er in dem Zustand der derjenigen sein, die in der Unterwelt
freigesprochen werden. Die Glieder sind ohne Bewegung wie die des Osiris! Lass uns nicht deine
Glieder ohne Bewegung sein, lass sie nicht beschädigt sein, lass sie nicht vergehen, lass sie nicht
zerfallen; lass sie zu mir selbst geführt werden, als ob ich der Gott Osiris sei.“

Das Kapitel, um nicht zu vergehen und um für immer in der Unterwelt lebendig zu sein. Spricht
Anni: „Heil, Kinder! Heil, Shu, Heil, Kinder von Shu, Kinder an der Stelle der Morgendämmerung,
die als die Kinder des Lichts den Besitz seiner Krone gewonnen haben! Möge ich auferstehen und
möge es mir wie Osiris ergehen!“

Das Kapitel des Kopfes. Spricht Anni: „Die vier Knochen von meinem Hals und Rücken sind
verbunden durch Ra, für mich zusammengefügt im Himmel vom Hüter der Erde. Dass dies am Tag
mir gewährt wurde, als ich aus der Schwäche aufstieg. da meinen Füßen der Tag bestellt war, auf,
als mir das Haar abgeschnitten wurde. die Knochen von meinen Hals und Rücken zusammengefügt
wurden mit Set und der Vereinigung der Götter, so wie sie waren in der Zeit, die vergangen ist,
möge ihnen nichts passieren, dass sie auseinander brechen, Stellen, die ihr mich stark macht gegen
meines Vaters Mörder, ich habe Macht über die zwei Erden bekommen. Nut hat meine Knochen
zusammengefügt, und siehe sie, wie sie in der Zeit waren, die Vergangenheit ist, und ich finde sie
unter ihnen auch in der gleichen Reihenfolge, wie sie waren, als die Götter nicht in sichtbaren
Formen gekommen waren. Ich bin Penti, ich bin Osiris, ich bin der Schreiber Anni, triumphierend,
ich bin der Erbe der großen Götter.“

TAFEL XVII

Das Kapitel, dass nicht ein Mensch hinübergeht in den Osten der Unterwelt. Spricht Anni: „Heil,
Männlichkeit des Ra, die fortschreitet und schlägt die Opposition nieder. Die Dinge, die für
Millionen von Jahren ohne Bewegung gewesen sind, sind entstanden durch den Gott Baba. Hiermit
bin ich stärker gemacht als die Starken, und ich habe hiermit mehr Leistung als die Kräftigen, und
daher werde ich weder weggebracht, noch mit Gewalt in den Osten verschleppt, von einem Teil der
Teufel in den Burgen gefangen genommen und wegnehmen zu werden. Auch mögen mir gegeben
werden keine grausamen Wunden mit Messern, noch möge ich von allen Seiten eingeschlossen
werden, noch von den Hörnern des Gottes Khepera aufgespießt werden.“

Ein weiteres Kapitel. Spricht Anni: „Also dann werden keine bösen Dinge mir von dem Teufel
angetan werden, und niemand wird mich mit den Hörnern aufspießen; und die Männlichkeit von
Ra, die der Kopf des Osiris ist, darf mich nicht verschlucken. Hier bin ich, ich gehe in meine
Heimstätte, und ich ernte die Ernte ab. Die Götter unterhalten sich mit mir. Lass mich nicht
verbluten, o Ra-khepera. In Wahrheit wird die Krankheit nicht in den Augen von Tmu entstehen,
noch soll ich zerstört werden. Lass mich zu einem Ende gebracht werden, möge ich nicht in den
Osten getragen werden, an den Festen gefangen genommen von den Teufeln, die meine Feinde sind.
Mögen keine grausamen Wunden mir beigebracht werden, mir, dem Schreiber Anni, dem Kassierer
der göttlichen Opfer aller Götter, triumphierend im glücklichen Sieg, der ich als der Herr verehrt
worden bin, ich werde nicht weggeführt in den Osten.“
Das Kapitel, dass nicht der Kopf eines Menschen in der Unterwelt abgeschnitten wird. Spricht
Anni: „Ich bin der Große, der Sohn des großen Einen, ich bin Feuer, der Sohn des Feuers, dem
wurde gegeben sein Kopf, nachdem abgeschnitten worden war der Kopf des Osiris. Lass nicht den
Kopf des Anni weggetragen werden, ich habe meine Knochen zusammengefügt, ich habe mich ganz
und heil gemacht, ich bin noch einmal jung geworden, ich bin Osiris, der Herr der Ewigkeit.“

Das Kapitel der Seele, die in der Unterwelt vereinigt wird mit ihrem Körper. Spricht Anni: „Heil dir,
du Gott Annitu, Heil, o Läufer, in der Wohnung in deiner Halle, o du großer Gott, gib du, dass
meine Seele zu mir kommen kann, von wo auch immer es sein mag. Wenn sie zögert, bringe du
dann zu mir meine Seele, von wo auch immer es sein mag. Wenn du mich findest, o Auge des
Horus, lass mich wie jene Wesen stehen, die wie Osiris sind und die sich nie in den Tod hinlegten.
Lass Anni nicht in Annu in den Tod hinlegen, im Land, da die Seele mit ihrem Körper verbunden
ist, in Tausenden. Meine Seele erhebt damit meinen siegreichen Geist und geht, wohin er geht.
Wenn sie zögert, gewähre du, dass meine Seele in meinen Körper kommt. Wenn du mich findest, o
Auge des Horus, lass mich wie jene stehen. Heil, ihr Götter, die im Boot des Herrn von Millionen
von Jahren herbeibringen, die sie schleppen oberhalb der Unterwelt, die sie übergeben in der Art
und Weise von Nu, die Seelen verherrlichten ihren Körper, deren Hände mit Gerechtigkeit gefüllt
sind, und deren Finger dein Zepter ergreifen, zerstören den Feind. Das Boot der Sonne freut sich,
und der große Gott schreitet fort in Frieden. Seht, ihr Götter, und gewährt, dass diese Seele des Anni
zu den Göttern im Triumph kommt, triumphierend, bevor du vom östlichen Horizont des Himmels
kommst, an den Ort zu gehen, wo du gestern warst, in Frieden, in Frieden, in Amenta. Möge sie
ihren Körper sehen, so kann sie in ihrem verherrlichten Rahmen ruhen, so kann sie nicht
untergehen, und ihr Körper kann nie die Verwesung sehen.“

Das Kapitel, dass nicht die Seele eines Menschen, eines Gefangenen, in der Unterwelt im Stich
gelassen wird. Spricht Anni: „Heil dir, der du erhaben bist, der du angebetet wirst, du Gewaltiger
der Seelen, du Seele, Besitzer der schreckliche Macht, Furcht vor dir ist in den Herzen der Götter,
du, der du wegen deiner mächtigen Thron gekrönt bist! Er ist es, der den Weg für das Khu frei
macht und für die Seele des Anni. Ich ward begabt mit dem, was ich brauche, ich bin ein Khu,
begabt mit dem, was ich brauche, ich habe mich an den Ort gemacht, wo Ra und Hathor sind.“

Das Kapitel der Öffnung des Grabes der Seele des Schattens, der hervorkommt am Tag und mit dem
Strom versorgt die Gebeine. Spricht der Schreiber Anni, triumphierend: „Der Ort der Knechtschaft
wird geöffnet, dass der untere Ort wurde geöffnet, und der Ort der Knechtschaft wird geöffnet für
meine Seele auf Geheiß des Auges des Horus, ich bin auf die Stirn von Ra gebunden und bin dort
etabliert in Herrlichkeit. Meine Schritte werden lang gemacht, meine Oberschenkel werden
angehoben. Ich ward der großen Bahn übergeben, und meine Glieder sind stark, ich bin der Rächer
meines Vaters, Horus, und ich bringe die Ureret-Krone auf den Platz zum Ausruhen. Der Weg der
Seelen wird geöffnet meiner Seele.“

TAFEL XVIII

Meine Seele sieht den großen Gott im Boot von Ra am Tag der Seelen. Meine Seele ist an der
Grenze unter denen, die die Jahre zählen. Komm, das Auge des Horus hat meiner Seele
Herrlichkeiten auf der Stirn von Ra gegeben und Lichtstrahlen auf die Gesichter derer, die mit den
Schenkeln des Osiris begabt sind. O, seid ihr nicht eingeschlossen in meiner Seele, fesselt ihr nicht
meinen Schatten? Möge ich den großen Gott erblicken im Heiligtum am Tag des Urteils der Seelen,
möge ich die Worte des Osiris wiederholen. Mögen die Wesen, deren Wohnstätten verborgen sind,
die fesseln die Glieder des Osiris, die fesseln die Seelen der Khu, die unten sind, Schatten der Toten
nichts Böses tun. Mir mögen sie nichts Böses tun, mögen sie weit weg von mir bleiben. Dein Herz
ist mit dir; möge meine Seele und mein Khu gegen ihren Angriff vorbereitet sein. Möge ich mich
bei den großen Herrschern hinsetzen, die in ihren Behausungen wohnen; möge meine Seele nicht
von denen gefesselt werden, die fesseln die Glieder des Osiris, und die gefesselten Seelen mögen
aus der Knechtschaft erlöst werden, die unten sind bei den Schatten der Toten. Der Ort, den du
besitzest, ist es nicht der Himmel?“

Das Kapitel mit den beiden Schenkeln, gehen und kommend auf der Erde. Spricht Anni: „Du hast
alles getan, was dein Werk war, o Seker, du hast alles getan, was dein Werk war, o Seker, in deiner
Wohnung sind meine Beine in der Unterwelt. Ich leuchten über dem Schenkel des Himmels, ich
komme aus dem Himmel; ich lehnen mich zurück mit dem verherrlichten Geist. Ach, ich bin
schwach und müde, ach, ich bin schwach und müde, ich gehe, ich bin schwach und müde in der
Anwesenheit deren, die knirschen mit den Zähnen in der Unterwelt, ich bin Osiris, ich bin der
Schreiber Anni, triumphierend im Frieden.“

Das Kapitel von Amenta und vom Hervorkommen am Tag. Spricht Anni: „Die Stunde des Hüters
geht auf, der Kopf des Thot wird versiegelt, ideal ist das Auge des Horus. Ich habe das Auge des
Horus gesehen, das auf der Stirn von Ra voll Glanz leuchtet, dem Vater der Götter. Ich bin der
gleiche Osiris, ich bleibe in Amenta, das Osiris seiner Zeit kannte und der nicht darin leben wird,
aber ich werde darin leben, denn ich bin der Mond unter den Göttern; ich werde nicht kommen ans
Ende. Steh auf, o Horus, Osiris hat dich unter die Götter gezählt.“

Das Kapitel vom Hervorkommen am Tag, sowie vom Leben nach dem Tod. Spricht Anni: "Sei
gegrüßt, Einziger, Einer,, vom Mond glänzend, Heil, Einziger, Einer, glänzend vom Mond. Lass
diesen Anni unter die Scharen kommen, die um dich her sind, lass ihn als Bewohner unter den
Strahlenden wohnen, und die Unterwelt möge ihm geöffnet werden und er möge sehen Osiris. Anni
wird am Tag hervorkommen, seinen Wille auf Erden unter den Lebenden zu tun.“

Das Kapitel vom Hervorkommen am derer, die im Grabe waren. Spricht Anni: „Heil Seele, du
Gewaltiger der Stärke! Wahrlich, ich bin hier, ich bin gekommen, ich sehe dich, ich bin in der
Unterwelt vergangen, ich habe dich gesehen, mein Vater Osiris, ich habe das Dunkel der Nacht
zerstreut, ich bin als deine Geliebte gekommen, ich sehe meinen Vater Osiris, ich habe das Herz des
Set erstochen, ich habe die Dinge getan, die nötig waren meinem Vater Osiris, ich habe jeden Weg
in den Himmel geöffnet und zur Erde. Ich bin der Sohn, geliebt von seinem Vater Osiris. Ich bin ein
Herrscher geworden, habe große Wunder getan, ich bin begabt mit dem, was ich brauche. Heil allen
Göttern und allen, die ihr scheint, gebt mir die Möglichkeit, Osiris zu sehen, mir, dem Schreiber
Anni, triumphierend.“

Das Kapitel eines Menschen, der auf der Erde sich umsah, wieder zurück in seiner Heimat. Spricht
Anni: „Ich bin der Löwen-Gott, hervorkommend mit Fortschritt, ich habe Pfeile abgeschossen, ich
habe verwundet das Opfer, ich habe das Opfer verletzt. Ich bin das Auge des Horus, ich habe
eröffnet das Auge von Horus in der rechten Stunde. Ich bin zu den Furchen gekommen. Lasst Anni
kommen in Frieden.“

Ein weiteres Kapitel eines Menschen, der stritt am Tag gegen seine Feinde in der Unterwelt. Spricht
Anni: „Ich habe die Himmel geteilt, ich habe den Horizont übergeben, ich habe durchlaufen die
Erde, weiter auf seinen Spuren. Ich bin von den mächtigen und strahlenden Göttern weggetragen
worden, siehe, ich bin mit Millionen von Jahren begabt, denn ich habe magische Tugenden. Ich esse
mit meinem Mund, ich kaue mit meinem Gaumen; und siehe, ich bin der Gott, der Herr der
Unterwelt. Möge es mir gegeben sein, Anni, dass ich für immer ohne Verwesung bleibe.“

TAFEL XIX
Ein Loblied auf Ra, wenn er am Horizont aufgeht, und wenn er aufbricht ins Land des Lebens.
Spricht der Schreiber Anni: „Anbetung dir, Ra, wenn du aufgehst als Tmu-Heru-khuti. Du wirst
verehrt von mir, wenn deine Schönheiten vor meinen Augen sind, und wenn deine leuchtenden
Strahlen ruhen auf meinem Körper, du fährst im Frieden im Sektet-Boot mit wilden Winden, und
dein Herz ist froh, du fährst weiter im Atet-Boot, und dein Herz ist froh, du wandelst über den
Himmel in Frieden, und deine Feinde sind niedergeschlagen; die nie stillstehenden Sterne singen dir
Loblieder, und die Sterne, die dich verherrlichen, sinken am Horizont von Manu, o du, der du in
beiden Teilen des Himmels schön bist, o Herr, du lebst und gibst die Technik, o mein Herr!
Anbetung dir, o du, der du Ra bist, wenn du aufgehst, und Tmu, wenn du untergehst in Schönheit.
Du gehst auf und scheinst auf der Rückseite deiner Mutter im Himmel, o du, der du der gekrönte
König der Götter bist. Nut erweist dir Huldigung, und ewig und immer gleiche Reihenfolge liebkost
dich am Morgen und am Abend. Du wandelst über den Himmel, gutes Mutes, und die See ist in
Frieden. Der Unhold ist auf den Boden gefallen; seine Arme und Hände sind abgeschlagen worden,
und das Messer haben die Gelenke seines Körpers abgetrennt. Ra hat einen guten Wind; das Sektet-
Boot fährt mit Segeln und kommt in den Hafen. Die Götter des Südens und des Nordens, des
Westens und des Ostens loben dich, von dem alle Lebensformen entstanden. Du sprichst das Wort,
und die Erde wird mit Schweigen überschwemmt, du Einziger, der du vor Erde im Himmel lebtest
und bevor die Berge geschaffen wurden. O Läufer, Herr, nur Einer, du Hersteller von allen Dingen,
die sind, du hast die Zunge der Union der Götter geformt, du hast aus dem Wasser alles gezogen,
und du springst über das überschwemmte Land bis zum Sees des Horus. Lass mich die Luft
schnuppern, die weiter von deiner Nase kommt, und den Nordwind, der weiter von deiner Mutter
kommt. Mach du herrlich meine glänzende Form, Osiris, mach du stark meine Seele. Du wirst
verehrt im Frieden, o Herr der Götter, du bist wegen deine Wunder erhaben. Spende Glanz mit
deinen Lichtstrahlen meinem Körper Tag für Tag, mir, dem Schreiber, dem Kassierer der göttlichen
Opfer aller Götter, dem Aufseher der Kornkammer der Herren von Abydos, dem königlichen
Schreiber in Wahrheit, der Ra liebt, Anni, triumphierend in Frieden.“

Ein Lobgesang. „O Osiris, Herr der Ewigkeit, Un-Nefer, Horus der beiden Horizonte, dessen
Formen sind vielfältig, dessen Kreationen sind ohne Zahl, Ptah-Seker-Tem in Annu, Herr des
Grabes und Schöpfer von Memphis und den Göttern, Führer der Unterwelt, den die Götter
verherrlichen, wenn du untergehst in Nut. Isis liebkost dich in Ruhe, und sie treibt die Unholde aus
dem Mund deiner Pfade aus. Du wendest dein Gesicht auf Amenta, du lässt die Welt glänzen wie
Smu-Metall, wenn die Toten auferstehen, dich zu sehen, sie Luft atmen und sehen auf dein Gesicht,
wenn die Scheibe am Horizont leuchtet; ihre Herzen sind in Frieden, denn sie sehen dich, der du
bist in Ewigkeit und Unsterblichkeit.“

„Anbetung dir, o Herr der]Sternengottheiten und der himmlischen Wesen in Kher-aba, du Gott Unti,
der herrlicher ist als die Götter, die in Annu verborgen sind.“

„Anbetung dir, o Einer in Antes, Horus, du Bewohner der beiden Horizonte, mit langen Schritten
schreitest du über den Himmel, o du, der in beiden Horizonten wohnt.“

„Anbetung dir, o Seele von Ewigkeit, du Seele, die in Tattu wohnt, Un-Nefer, Sohn der Nut, du bist
der Herr von Akert.“

„Anbetung dir in deiner Herrschaft über Tattu, die Urerit-Krone ist auf deinem Haupt, du bist der
Eine, dessen Stärke liegt in sich selbst, und du wohnst in Frieden in Tattu.“

„Anbetung dir, o Herr der Akazien, es wird das Seker-Boot auf seinen Schlitten gesetzt, du wendest
den Unhold ab und alle Arbeiter des Bösen, und du lässt Utchat auf seinem Sitz in der Ruhe.“

„Anbetung dir, der du in deiner Stunde mächtig bist, du großer und starker Gott, Bewohner in An-
Trott, Herr der Ewigkeit und Schöpfer von Ewigkeit, du bist der Herr von Suten-Henen.“

„Anbetung dir, o du, der auf Recht und Wahrheit beruht, du bist der Herr von Abtu und deine sind
Glieder verbunden mit Ta-sertet, du bist derjenige, dem Betrug und List verhasst sind.“

„Anbetung dir, der du in deinem Boot bist, du bringst Hapi, den Nil, aus seiner Quelle hervor, das
Licht scheint auf deinen Körper, und du bist der Bewohner von Nekhen.“

„Anbetung dir, o Schöpfer der Götter, du König des Nordens und des Südens, Osiris, siegreicher
Herrscher der Welt in deinen gnädigen Jahreszeiten, du bist der Herr der Welt.“

„O gewähre du mir einen Weg, dass ich in Frieden passieren kann, denn ich bin gerecht und
wahrhaft, ich habe nicht wissentlich eine Lüge gesprochen, noch habe ich irgend etwas mit Betrug
gemacht.“

TAFEL XX

Ein Loblied auf Ra, wenn er im östlichen Teil des Himmels aufgeht. Diejenigen, die in seinem
Gefolge sind freuen sich, und siehe da, Anni im Triumph spricht: „Sei gegrüßt, du Scheibe, du Herr
der Strahlen, die aufgehst am Horizont von Tag zu Tag. Glänze du mit deinen Lichtstrahlen auf die
Fläche des Anni, der siegreich ist. Denn er singt Hymnen des Lobes dir zur Morgendämmerung,
und er erfreut dich mit Worten der Anbetung zur Abendzeit. Zur Seele des Anni, des siegreichen,
möge kommen der Herr vom Himmel, so möge er kommen mit dem Matet-Boot, möge er kommen
in den Hafen mit dem Sektet-Boot, möge er seinen Weg unter den nie stillstehenden Sternen am
Himmel gehen.“

Anni, in Frieden und in Triumph, verehrt seinen Herrn, den Herrn der Ewigkeit, und sagt:
„Anbetung dir, Horus der beiden Horizonte, der du bist Khepera, der selbsterzeugte; wenn du
aufgehst am Horizont und ausgießt deine Lichtstrahlen auf die Länder des Nordens und des Südens,
bist du schön, ja schön bist du, und alle Götter freuen sich, wenn sie dich sehen, den König des
Himmels. Die Göttin Nebt-Unnet wird auf deinem Haupt etabliert, Teile des Südens und des
Nordens sind auf deiner Stirn; sie nimmt vor dir ihren Platz ein. Der Gott Thoth in den Bögen
deines Bootes ist etabliert und wird völlig zerstören alle deine Feinde. Diejenigen, die in der
Unterwelt wohnen, kommen hervor, um dich zu treffen, in der Ehrerbietung beugen sie sich, wenn
sie zu dir kommen, und sehen dein schönes Bild. Und ich bin vor dich gekommen, dass ich mit dir
sein kann, deine Scheibe jeden Tag zu sehen. Möge ich nicht in das Grab eingeschlossen werden,
möge ich wieder neu gemacht werden, die Glieder meines Körpers mögen nicht abgewendet
werden, wenn ich deine Schönheit sehe, wie auch alle deine Begünstigten tun, denn ich bin einer
von denen, die dich verehren, während sie auf der Erde gelebt haben. Möge ich zu dem Lande der
Ewigkeit kommen, möge ich auch kommen zu dem ewigen Land, denn siehe, mein Herr, das hast
du für mich ordiniert.“

Und siehe, Anni, triumphierend in Ruhe, ist der triumphierende Eine, der spricht: „Anbetung dir,
der du als Ra an deinem Horizont aufgehst, du bist durch ein Gesetz etabliert, das wandelt sich
nicht, noch kann es verändert werden. Du gehst über den Himmel, und jedes Gesicht lauert auf dich
und deinen Kurs, denn du bist vor ihrem Blick verborgen worden. Du sollst dich selbst in der
Dämmerung zeigen und zur Abendzeit von Tag zu Tag. Das Sektet-Boot, bei deiner Majestät, geht
mit Macht; deine Strahlen leuchten über alles gegenüberliegende; die Zahl deiner gelben Strahlen
kann nicht erkannt werden, noch kann man deine hellen Strahlen zählen. Das Land der Götter, und
die Farben der östlichen Länder von Punt, müssen gesehen werden, ehe das, was verborgen ist,
erscheint, und nur von dir kann der Mensch gemessen werden. Allein und durch dich allein sollst du
dich manifestieren, wenn du kommst, um oben in Nu zu sein. Möge Anni im voraus tun, wie du im
voraus tust; möge er nicht aufhören vorwärts zu gehen, wie deine Majestät nicht aufhört vorwärts zu
gehen, auch wenn es für einen Moment so zu sein scheint; denn mit Schritten durchschreitest du in
einem kleinen Moment die Räume, die Hunderttausende und Millionen von Jahren benötigen
würden, dass der Mensch hinübergehe; du tust dies schnell, und dann sinkst du. Du nimmst dir ein
Ende der Stunden der Nacht vor, und du zählst sie; du beendest sie in deiner vorherbestimmten Zeit,
und die Erde bekommt Licht. Du nimmst dir dein Werk vor in der Gestalt des Ra; du gehst auf am
Horizont.“

O Osiris, der Schreiber Anni, triumphierend, spricht sein Lob dir, wenn du scheinst, und wenn du in
der Morgendämmerung aufgehst, schreit er vor Freude über deine Geburt: „Du bist mit der Majestät
deiner Schönheit gekrönt, du formst deine Glieder, wie du es vorher getan, und du bringst sie hervor
ohne Geburtswehen in Form von Ra, wie du die obere Luft erklimmen sollst. Gib, dass ich in den
Himmel kommen kann, der ewig ist, und zum Gebirge, deinen bevorzugten Ruheort, möge ich mit
diesen leuchtenden Wesen verbunden werden, heilig und perfekt, die in der Unterwelt sind; und
möge ich kommen mit ihnen, deine Schönheiten zu sehen, wenn du scheinst zur Abendzeit und
gehst zu deiner Mutter Nut.

TAFEL XXI

„Du sollst deine Scheibe im Westen setzen, und meine beiden Hände sind angehoben in Anbetung
vor dir, wenn du untergehst als ein lebendiges Wesen. Siehe, du bist der Hersteller von Ewigkeit,
und du bist angebetet, wenn du untergehst in den Himmel. Ich habe mein Herz zu dir erhoben und
will nicht wanken, o du, der du mächtiger als die Götter bist.“

Anni, triumphierend, spricht: „Ein Loblied auf dich, der du aufgehst wie Gold, und überflutest die
Welt mit Licht am Tag deiner Geburt, als deine Mutter dich geboren, und du gibst Licht dem
Gefolge der Mächte. O du mächtiges Licht, das in den Himmeln scheint, versorge du die
Generationen von Menschen mit dem Nil-Hochwasser, und sei Ursache der Freude in allen Ländern
und in allen Städten und in all den Tempeln. Du bist wegen deiner Pracht herrlich, und du machst
stark dein Ka mit Hu und Tchefau-Brot. O du, der du mächtig von Siegen bist, der du bist die Macht
aller Mächte, die stark deinen Thron gegen die Mächte der Bosheit verteidigen, Majestät in dem
Sektet-Boot, du bist herrlich, und du bist mächtig in dem Atet-Boot, verherrliche Anni mit einem
Sieg in der Unterwelt; gewähre ihm Freiheit in der Unterwelt, Freiheit von Sünde. Ich bitte dich,
vergib ihm seine Fehler und wirf sie hinter dich, gewähre, dass er einer deiner ehrwürdigen Diener
sei, die mit den Strahlenden sind; möge er mit den Seelen verbunden werden, die in Ta-sertet sind;
und möge er reisen nach Sekhet-Aaru auf einem bequemen und glücklichen Weg, er, der Schreiber
Anni, triumphierend.“

„Du sollst kommen hervor am Himmel, du wirst passieren über den Himmel, du wirst mit den
Sternengottheiten verbunden werden. Lob wird dir in deinem Boot geopfert werden, du wirst in
dem Boot besungen werden, du sollst Ra sehen in seinem Schrein, du sollst Tag für Tag mit seiner
Scheibe zusammen sitzen, du sollst die Ant-Fische sehen, wenn die Gewässer türkisblau werden,
und du sollst den Abtu-Fisch in seiner Stunde sehen. Möge der Böse fallen, wenn er eine Schlinge
legt, mich zu zerstören, und mögen die Gelenke seines Halses und Rückens zerschlagen werden.“

„Ra segelt mit einem guten Wind, und das Sektet-Boot zieht aus und kommt in den Hafen. Die
Seemänner von Ra freuen sich, und das Herz von Nebt-anch ist froh, denn der Feind ihres Herrn ist
zu Boden gestürzt. Du sollst sehen Horus auf dem Boot und Thoth und Maat ihm zu Seiten. Alle
Götter freuen sich, wenn sie Ra in Frieden kommen sehen, um die Herzen der Strahlenden leben zu
lassen. Möge Anni, triumphierend, der Schreiber der göttlichen Opfer der Herren von Theben, bei
ihnen sein.“

Im ersten Monat, am ersten Tag spricht Anni, der Schreiber, triumphierend in Frieden,
triumphierend, er spricht: „Ra steigt auf an seinem Horizont, und die Union der Götter folgt dem
Gott, wenn er erscheint von seinem geheimen Ort, wenn er Kraft zeigt und bringt sich selbst hervor
aus dem östlichen Horizont des Himmels auf das Wort der Göttin Nut hin. Sie freuen sich über die
Marschordnung des Ra, des Ursprünglichen, des Große, der wälzt sich entlang seinem Kurs. Deine
Gelenke mögen zusammengestrickt werden, o Ra, in deinem Heiligtum, da du die Winde atmest, du
ziehst einher in den Lüften, du machst deine Kieferknochen zur Katze in deiner Wohnung am Tag,
wenn du Recht und Wahrheit tust. Du wendest beiseite die gottähnlichen Jünger, die Segel des
heiligen Bootes, damit sie zu dem Mächtigen wieder zurückkehren können. Nach deinem Wort hast
du gezählt deine Knochen, du sammelst zusammen deine Glieder; du wendest dein Gesicht in
Richtung des schönen Amenta, du kommst dorthin erneuert Tag für Tag. Siehe, du Bild von Gold,
der du die Pracht der Scheibe des Himmels besitzst, du Herr des Terrors; du rollst entlang und
erneuerst die Technik Tag für. Heil, dort am himmlischen Horizont sind Jubel und Freudenschreie
an den Seilen, die dich entlang ziehen. Mögen die Götter, die im Himmel sind lobsingen Osiris,
wenn sie ihn im Triumph sehen als Ra. Möge der Schreiber Anni, ein Fürst, die Ureret-Krone
tragen; und mögen die Speiseopfer und Trankopfern des Anni, triumphierend, ihm umgelegt
werden; möge er in seinem Körper mehr als stark werden; und möge er der Chef von denen werden,
die in der Gegenwart von Ra sind. Möge der Schreiber Anni, triumphierend, auf der Erde und unter
der Erde stark sein; und du, o Schreiber Anni, triumphierend, mögest auferstehen gestärkt wie Ra
von Tag zu Tag. Anni, triumphierend, wird nicht zögern, noch wird er für immer ohne Bewegung in
der Erde ruhen. Offensichtlich deutlich wird er mit seinen beiden Augen sehen und mit seinen
beiden Ohren hören, was richtig und wahr ist. Der Schreiber Anni, triumphierend, kommt zurück,
kommt aus Annu zurück; Anni, triumphierend, ist wie Ra, als er nahm die Ruder unter den Jüngern
von Nu.

TAFEL XXII

„Anni, triumphierend, hat nicht offenbart, was er sieht, er hat rs nicht, er hat es nicht gesagt, was er
in dem Haus gehört hat, das abgeblendet ist. Heil, es gibt Jubel vor Anni, triumphierend, denn er ist
ein Gott und das Fleisch von Ra, er ist im Boot von Nu, und sein Ka ist sehr zufrieden nach dem
Willen des Gottes. Anni, triumphierend, in Frieden, er ist triumphierend wie Horus, und er ist
mächtig, weil er schönste Formen hat.“

Diese Worte werden über ein Boot, sieben Ellen lang, vorgetragen, und es ist grün für die
gottgleichen Herrscher bemalt. Dann wirst du waschen den Sternenhimmel und reinigen mit Natron
und Weihrauch. Siehe, du wirst ein Bild machen von Ra auf einer Tafel aus Stein gelb lackiert, und
es wird im Vorderteil des Bootes angebracht werden. Siehe, du sollst ein Bild des Toten machen, der
du es Kraft perfekt machen willst im Boot; und du sollst es im göttlichen Boot von Ra reisen lassen,
und Ra selbst wird darin auf das Bild schauen. Du sollst es keinem Menschen zeigen, sondern nur
dir selbst, oder deinem Vater oder deinem Sohn; lass sie es mit dem Gesicht sehen, und er wird in
der Unterwelt als Bote von Ra gesehen werden.“

Ein Loblied auf Ra am am ersten Tag des ersten Monats, wenn er im Boot segelt. Der Schreiber
Anni spricht: „Anbetung dir, der du in deinem Boot aufgehst, der du aufgehst, du scheinst mit deine
Strahlen, und du hast den Menschen geschaffen seit Millionen von Jahren zur Freude nach deinem
Willen. Du zeigst dein Gesicht den Wesen, die du erschaffen hast, o Khepera, in deinem Boot. Du
hast gestürzt den Apepi. O ihr Kinder des Seb, stürzt die Feinde des Anni, triumphierend, zerstört
die Gegner der Rechtschaffenheit im Boot von Ra, und Horus soll eure Köpfe in den Himmeln in
der Gestalt von Enten sein lassen. Ihr werdet auf die Erde fallen und werdet Tiere und im Wasser in
der Gestalt von Fischen leben. Der Schreiber Anni vernichtet jeden feindlichen Teufel, männlich
und weiblich, sei er im Himmel oder auf der Erde, oder komme er weiter auf dem Wasser daher
oder steigt entlang den Sternengottheiten; und Thoth stärke uns. Der Schreiber Anni ist still, und so
wird er der zweite nach Ra. Siehe, du bist der Gott, der große Schlächter, sehr zu fürchten, er
wäscht uns im Blut, er badet in unserem Blut, der Schreiber Anni, er vernichtet die Feinde im Boot
seines Vaters Ra-Horus. Die Mutter Isis, die geboren den Osiris, hat geboren den Schreiber Anni,
triumphierend, dessen Herz lebt, und Nephthys säugte ihn, wie sie es taten für Horus, der die
Unholde von Sut zurücktrieb. Sie sahen die Urertu-Krone auf seinem Kopf etabliert, da fielen sie
nieder auf ihr Angesicht. Seht, o ihr Strahlenden, ihr Menschen und Götter, ihr Verdammten, wenn
ihr Anni seht, triumphierend wie Horus, angebetet auf Grund der Ureret-Krone, dann fallt ihr nach
unten auf eure Gesichter; denn Anni ist siegreich über seine Feinde im Himmel und auf der Erde, er
ist in der Gegenwart der gottgleichen Herrscher, in der Gegenwart von allen Göttern und
Göttinnen.“

So sind diese Worte über einen großen Habicht vorgetragen worden, der die weiße Krone auf seinen
Kopf gesetzt hat. Dann werden die Namen genannt von Tmu, Shu, Tefnut, Seb, Nut, Osiris, Isis,
Nephthys, mit grüner Farbe auf eine neue Tafel geschrieben, mit Salben gesalbt und in einem Boot
zusammen mit dem Toten platziert. Dann werden sie legen Räucherwerk auf das Feuer, und Enten
werden gebraten. Dies ist ein Ritus für Ra, wenn sein Boot kommt; und es wird der Tote mit Ra an
jeden Ort gehen, wohin er segelt, und die Feinde von Ra werden in Wahrheit geschlachtet werden.
Das Kapitel des Sektet-Bootes muss am sechsten Tag des Festivals gelesen werden.

TAFEL XXIV

Das Kapitel über die gottgleichen Herrscher. Der Schreiber Anni, triumphierend, spricht: „Meine
Seele hat für mich einen Wohnsitz in Tattu gebaut. Ich bin in der Stadt Pe stark geworden, ich habe
meine Felder in allen Formen gepflügt und meine Palme steht darin wie vor dem Gott Amsu. Ich
esse nicht das, was ich verabscheue, ich esse nicht das, was ich verabscheue;. das, was ich
verabscheue, verabscheue ich, und ich esse keinen Dreck. Es gibt Speiseopfer und Fleisch für
diejenigen, die hiervon nicht zerstört werden. Ich hebe nicht meine beiden Arme zu jedem Gräuel,
ich gehe nicht darauf zu mit meinen Schuhen, weil mein Brot gemacht wird aus weißem Korn, und
mein Bier aus roter Gerste vom Nil. Das Sektet-Boot und das Atet Boot werden sie zu mir bringen,
und ich ernähre mich von ihnen unter den Bäumen, deren schöne Zweige ich kenne. Wie herrlich
mache ich die weiße Krone, wenn ich die Uräen hebe! Heil, Wächter der Tür, der du den Frieden
den beiden Ländern gibst, bringe du mir diejenigen, die Opfer bringen! Gib, dass ich hebe die Erde;
dass die Strahlenden ihre Arme mir öffnen; dass die Union der Götter mit den Worten der
Strahlenden zu Anni spricht; dass die Herzen der Götter ihn lenken; und dass sie ihn unter den
Göttern im Himmel mächtig machen, die von sich selbst sichtbare Formen angenommen haben. Ja,
lass jeden Gott und jede Göttin den Schreiber Anni triumphierend im neuen Jahr machen. Er weidet
auf dem Herzen und verzehrt es, wenn er aus dem Osten kommt. Er wird durch den Urvater des
Lichts beurteilt. Er ist ein leuchtendes Bild im Himmel, unter den Mächtigen angeordnet. Das Essen
des Schreibers Anni, triumphierend, ist auch der Kuchen und das Bier, die für den Mund gemacht
werden. Ich gehe durch die Scheibe, ich komme durch den Gott Ahui. Ich spreche mit den
Anhängern der Götter, ich spreche mit der Scheibe, ich spreche mit den Strahlenden, und die
Scheibe gewährt mir in der Schwärze der Nacht, in Meh-urt nahe seiner Stirn siegreich zu sein.
Siehe, ich bin bei Osiris, und ich verkünde, was er verkündigt unter den Mächtigen. Er sprach zu
mir die Worte der Menschen, und ich höre und sage wieder zu ihm die Worte der Götter. Ich, Anni,
triumphierend, ich komme auch als derjenige, der für die Reise ausgestattet ist. Du erhebst Recht
und Wahrheit für diejenigen, die sie lieben. Ich bin ein leuchtendes Bild, mit Macht bekleidet,
mächtiger als alle anderen.“
TAFEL XXV

Hier beginnen die Kapitel der Transformationen. Die Verwandlung in eine Schwalbe. Spricht Anni,
triumphierend: „Ich bin die Schwalbe, ich bin die Schwalbe, ich bin der Skorpion, die Tochter von
Ra. Heil, ihr Götter, deren Duft ist süß, Heil, ihr Götter, deren Duft ist süß! Heil dir, du Flamme, die
vom Horizont kommt! Heil dir, der du in der Stadt bist. Möge der Hüter der Bucht mich führen
hinauf. O mögest du dich ausstrecken bis zu mir, möge ich in der Lage sein, meine Tage auf der
Insel zu verbringen. Ich habe meinen Haftbefehl empfangen, so ging es weiter. Ich bin mit meiner
Leistung gekommen. Die Türen wurden mir geöffnet. Wie soll ich sagen, was ich dort gesehen
habe? Horus war gleich dem Fürsten der heiligen Barke, und der Thron seines Vaters wurde ihm
gegeben. Sut, der Sohn der Nut, hat auch den Fall gesehen, der er für Horus gewirkt hat. Er, der in
Sekhem ist, hat mir übergeben das Gericht über mich. Ich habe meine Hände und Arme zu Osiris
ausgestreckt. Ich wurde weitergeleitet zum Gericht, und ich bin gekommen, damit ich sprechen
kann; gib, dass ich weitergegeben werde und meine Botschaft überbringen kann. Ich gehe hinein,
um beurteilt zu werden; ich komme an die Tür des Neb-er-tcher, der verherrlicht wird. Ich bin rein
erfunden worden am Großen Ort der Passage der Seelen. Ich habe meine Fehler weggeräumt. Ich
habe meine Straftaten abgeschafft. Ich habe die Sünden ausgetrieben, die ein Teil von mir waren.
Ich, ich bin rein, ich, ich bin mächtig. O ihr Torhüter, ich habe meinen Weg zu euch gemacht. Ich
bin wie ihr. Ich bin am Tag hervorgekommen. Ich bin mit meinen Beinen gegangen, und ich habe
die Macht der Schritte, womit ich zu Fuß zu den Strahlenden des Lichts komme. Ich, ich kenne die
verborgenen Wege zu den Türen des Feldes Aaru; und obwohl mein Körper begraben wurde, werde
ich erhoben; und so kann ich hervorkommen und stürzen alle meine Feinde auf der Erde.“

Wenn dieses Kapitel von dem Verstorbenen bekannt wird, so soll er herkommen, des Tages in
Neter-Khert, und er wird wieder hinein gehen, nachdem er hierher gekommen ist. Wenn dieses
Kapitel nicht bekannt wird, so soll er nicht eindringen, nachdem er hergekommen ist, noch wird er
kommen weiter von Tag zu Tag.

Kapitel von der Verwandlung in einen goldenen Habicht. Spricht Anni: „Möge ich, ich mich
ergeben in der Seshet-Kammer, gleich einem Habicht aus Gold aus seinem Ei kommen. Möge ich
fliegen und möge ich als Habicht schweben, mit einem Rücken sieben Ellen breit, und mit Flügeln
von Smaragden im Süden gemacht. Möge ich vom Sektet-Boot kommen, und mein Herz möge von
der Bergstation des Ostens zu mir gebracht werden. Möge ich aussteigen aus dem Atet-Boot, und
mögen diejenigen, die zu mir gebracht werden, die in ihren Unternehmen sind, sich beugen, wenn
sie kommen. Möge ich steigen, möge ich mich versammeln wie die schönen goldenen Habichte mit
dem Kopf eines Phönix. Möge ich in die Gegenwart von Ra eingehen und täglich seine Worte
hören, und möge ich mich hinsetzen bei den mächtigen Göttern von Nut. Möge für mich bereit sein
eine Heimstätte, und mögen Opfer von Speisen und Getränken vor mich gestellt werden, dass ich
esse davon. Möge ich ein leuchtendes Eines werden, möge am vollsten mein Herzenswunsch erfüllt
werden; heiliger Weizen möge mir gegeben werden, um zu essen, möge ich die Macht über den
Wächter meines Kopfes bekommen.“

Das Kapitel von der Verwandlung in einen heiligen Falken. Spricht Anni: „Sei gegrüßt, du
Gewaltiger, komm zu Tattu und lenke meine Wege, und lass mich passieren und besuchen meinen
Thron. Erneuere mich und machen mich stark an Wuchs. Gib, dass ich gefürchtet werde und lass
mich ein Schrecken sein. Mögen die Götter der Unterwelt mich fürchten, und sie mögen kämpfen
für mich in ihren Wohnungen. Lass sie mir nicht Schaden tun, lass sie nicht nahe zu mir ziehen.
Lass mich durch das Haus der Finsternis wandeln, die schwache Seele bekleiden und mich
bedecken; und mögen die Götter, die gleich mir nicht gegrüßt werden, ihr Götter, möget ihr hören
meine Rede. Heil, ihr Herrscher, die ihr unter den Anhängern des Osiris seid. Seid still, ihr Götter,
wenn der Gott redet mit mir, er hört, was richtig ist und wahr, was ich zu ihm spreche, und was ich
tu. Du rede auch, Osiris. Gib du, dass ich auf meinem Kurs gehen kann nach dem Auftrag, der über
mich ergangen aus deinem Mund und dass ich kommen darf, deine Form zu sehen; möge ich in der
Lage sein, deinen Willen zu verstehen, und gib, dass ich herauskomme, dass ich Macht über meine
Beine bekomme und dass ich bei Neb-er-tcher sein kann auf seinem Thron. Mögen die Götter der
Unterwelt mich fürchten und in ihren Wohnungen für mich kämpfen. Gewähre du, dass ich auf dem
Weg mit den göttlichen Herrschern diejenigen stürzen kann, die sich erheben. Möge ich wie den
Herrn des Lebens aufgebaut auf mein Ruheplatz werden; kann ich mit Isis, der göttlichen Dame
vereinigt werden! Mögen die Götter mich stark machen gegen den, der mir Schaden tun will, und
möge niemand mich hilflos fallen sehen. Möge ich den Wegen nachgehen, möge ich den am
weitesten entfernten Teil des Himmels erreichen. Ich bitte um Sprache bei Seb, ich flehe zu Hu und
zu Neb-er-tcher, dass die Götter der Unterwelt mich fürchten und dass sie auch für mich kämpfen in
ihren Wohnungen, wenn sie sehen, dass du mir geschenkt die Vögel unter dem Himmel und die
Fische im Meer.“

„Ich bin einer jener Leuchtenden, die in Lichtstrahlen leben. Ich habe meine Form wie die Form des
Gottes, der kommt und tut sich in Tattu kund. Denn ich bin der Ehre würdig geworden, seiner Ehre,
und er hat zu dir von den Dingen gesprochen, die mich betreffen. Sicherlich hat er dir Angst vor mir
gemacht, weiter zu gehen, und Terror der Götter aus mir geschaffen!“

TAFEL XXVI

„Die Götter der Unterwelt fürchten mich, und sie kämpfen für mich in ihren Wohnungen. Ich, in
Wahrheit bin ich glänzend Einer und ein Bewohner des Lichts, der geschaffen wurde und der aus
dem Körper des Gottes gekommen ist. Ich bin einer von den Glänzenden, die im Licht wohnen, den
Tmu selbst erschaffen hat und der gekommen ist aus den Wimpern seines Auges. Er schafft und
verherrlicht und veredelt die Gesichter derer, die mit ihm leben. Siehe, der Einzige ist Nu! Sie
huldigen ihm, wenn er aus dem Horizont kommt, und sie schlagen sich in Furcht vor ihm zu den
Göttern und den Leuchtenden, die gekommen sind, in ihm zu sein.“

„Ich bin derjenige unter den Würmern, den das Auge des Herrn, des Einzigen, erschaffen hat. Und
siehe, ich war vor Isis, und als Horus noch nicht war, bin ich stark geworden und blühte. Ich bin alt
geworden, und ich bine größer geworden als die, die unter den Glänzenden waren, die mit ihm ins
Leben gekommen sind, und ich, ich, in der Form eines heiligen Falken bin ich entstanden, und
Horus hat mich würdig in die Form seiner eigenen Seele gebracht, alle in Besitz zu nehmen, die zu
Osiris in der Unterwelt gehören. Der Doppel-Löwen-Gott, der Wächter der Dinge, die in das Haus
der Nemmes-Krone gehören, die in seinem Versteck ist, spricht zu mir: Komm zurück auf die
Höhen des Himmels, dass du durch Horus sehen kannst, du bist in deiner Form verherrlicht worden;
die Nemmes-Krone ist nicht für dich, du hast geredet sogar bis an die Enden des Himmels. Ich, der
Wächter, nehme in Besitz die Dinge, die in der Unterwelt zu Horus und Osiris gehören. Horus redet
laut zu mir, was sein Vater zu mir sagte seit Jahren über die Vergangenen, am Tag der Beerdigung
von Osiris] Ich habe dir die Nemmes-Krone des Doppel-Löwen-Gottes gegeben, die ich besitze, die
du weiter trägst, und du mögest reisen den Weg des Himmels, und dass sie, die an den Grenzen des
Horizonts wohnen, dich sehen, und dass die Götter der Unterwelt dich fürchten und kämpfen für
dich in ihren Wohnungen. Der Gott Auhet ist einer von ihnen. Die Götter, die Herren von den
Grenzen des Himmels, sie sind die Wärter des Schreins des Herrn, des Einzigen. Bevor meine
Worte gefallen sind, sind gefallen meine Worte. Heil! er, der auf dem Grab meiner Seite erhaben ist,
er hat die Nemmes-Krone auf meinen Kopf gesetzt. Der Doppel-Löwen-Gott hat verordnet, der
Gott Auhet hat einen Weg für mich bereitet. Ich, ich bin erhaben, und der Doppel-Löwen-Gott hat
die Nemmes-Krone mir aufgesetzt, und meine Kopfbedeckung hat er mir gegeben. Er hat mein
Herz durch seine Kraft und durch seine große Macht stabilisiert, und ich werde nicht fallen durch
Shu. Ich bin Hetep, der Herr der beiden Uräen, das Wesen, das angebetet wird. Ich weiß, dass der
leuchtende Gott und sein Atem in meinem Körper ist. Ich werde nicht von dem Stier
zurückgedrängt werden, der die Männer zittern lässt, sondern ich werde täglich in das Haus des
Doppel-Löwen-Gottes kommen, und ich werde herauskommen von dort in das Haus der Isis. Ich
werde heilige Dinge sehen, die versteckt sind, so wird es sein, die mir verborgenen Riten sind
heilig, die werde ich sehen, wie sie sind; meine Worte werden die Majestät von Shu in vollem
Umfang ehren und werden das böse Unglück vertreiben. Ich, ich bin Horus, der in Pracht wohnt.
Ich habe Macht über seine Krone gewonnen, ich habe gewonnen Macht über seine Ausstrahlung,
und ich bin durch die entfernteste Teilen des Himmels gereist. Horus auf seinem Thron, ist Horus
auf seinem Sitz. Mein Gesicht ist wie das des göttlichen Falken. Ich bin derjenige, der von seinem
Herrn bewaffnet wurde. Ich bin weiter nach Tattu gekommen. Ich habe Osiris gesehen, ich habe auf
seiner Seite gestanden. Die Mutter hat mich eingehüllt. Die Götter sehen mich, und ich habe die
Götter gesehen. Das Auge des Horus hat mich gesehen und hat die, die in der Finsternis wohnen,
vertrieben. Die Götter strecken ihre Arme aus zu mir. Ich stehe auf, ich werde die Meisterschaft
bekommen, und ich treibe zurück das Übel, das sich mir widersetzt. Die Götter öffnen mir die
heilige Art und Weise, sie sehen meine Form, und sie hören meine Worte, die ich in ihrer Gegenwart
ausspreche. O ihr Götter der Unterwelt, die ihr euch gegen mich aufgestellt habt, und die ihr den
Mächtigen widersteht, die Sterne, die nie mich erleuchtet haben auf meinem Weg. Ich habe auf den
heiligen Pfaden der Hemtet-Kammer zu deinem Herrn ihm die überaus mächtige und schreckliche
Seele übergeben. Horus hat geboten, dass ihr eure Gesichter erhebt, mich zu betrachten. Ich bin in
der Gestalt eines göttlichen Falken auferstanden, und Horus hat mich in die Gestalt seiner eigenen
Seele versetzt, den Besitz zu übernehmen derer, die in der Unterwelt zu Osiris gehören. Ich bin auf
dem Weg gegangen, ich habe Freunde und bin gekommen auch zu denen, die in ihren Verstecken
leben und schützen das Haus von Osiris. Einer von ihnen redet von seiner Macht, und ich habe die
schreckliche Macht, ihn zu kennen, der mit zwei Hörnern gegen Sut kämpft; und sie wissen, wer die
heilige Speise herbeigetragen hat, die Leistung von Tmu für ihn herbeigebracht hat. Die Götter der
Unterwelt haben verkündet, ein Glückliches für mich wird kommen. O ihr, die ihr in eurem
Versteck lebt und schützt das Haus von Osiris, und die ihr eure Namen verherrlicht habt, gewährt
mir, dass ich zu euch kommen kann. Ich binde zusammen, und ich sammle eure Kräfte, und ich
weiß um die Stärke der Wege von denen, die den Horizont der Hemtet-Krone des Himmels
schützen. Ich habe ihre Wohnungen für Osiris stabilisiert, ich habe seine Wege bestellt, ich habe
getan, was mir geboten wurde. Ich bin gekommen aus Tattu, ich habe Osiris gesehen, ich habe zu
ihm gesagt das, was von seinem Sohn gesagt werden kann, über den göttlichen Prinzen, den er liebt.
Es ist eine Wunde im Herzen des Set, und ich habe ihn gesehen, der ohne Leben ist.“

TAFEL XXVII

„O, ich habe alles gemacht, um die Pläne der Götter zu kennen, die Horus auf Geheiß seines Vaters
Osiris ausgedacht hat. Heil, Herr, du schrecklichste und mächtigste Seele! Lass mich kommen, auch
mich, ich möchte mich erheben! Ich habe die Unterwelt geöffnet und habe mich hingegeben. Ich
habe die Pfade der Wärter des Himmels und der Wärter der Erde eröffnet. Ich wurde von ihnen
nicht zurückgedrängt; und ich habe dein Angesicht, Herr der Ewigkeit, erhoben.“

„Du bist auf deinen Thron erhaben, Osiris. Du hörst freudige Dinge, Osiris. Deine Stärke ist kräftig,
Osiris. Dein Kopf ist verpflichtet deinem Körper, Osiris. Deine Stirn ist fest, Osiris. Dein Herz ist
freudig. O sei du zufrieden! Freude deinen Knechten zu etablieren, bist du wie ein Stier von Amenta
aufgestellt. Dein Sohn Horus ist König auf deinem Thron. Alles Leben sprach mit ihm: Deinem
Sohn seien Millionen von Jahre gegeben, und die Furcht vor ihm ungezählte Zeitalter, die
Gesellschaft der Götter wird ihn fürchten, denn deinem Sohn ist gegeben die Gesellschaft der
Götter; er ändert sein Wort nicht, Horus gehört das Essen und der Altar, ich gehe selbst, mich zu
vereinen mit meinem Vater, und Erlösung kommt von meinem Vater und von meinem Bruder und
von dem Freund des Horus. Horus ist in der Nachfolge seines Vaters. Er wohnt inmitten des
Verfalls, er herrscht in Khem. Deinem Sohn haben die Götter die Krone von Millionen von Jahren
gegeben, und für Millionen von Jahren bringt man ihm das Licht der Augen, zu leben als Horus, des
einzigen Auges des Gottes, das heißt Nebt-er -tcher, des Königs der Götter.“

Das Kapitel von der Gesellschaft der Götter und dem verwandelten Sein des Fürsten der
gottgleichen Herrscher. Der Verstorbene sagt: „Anbetung dir, o Tmu, Herr des Himmels, du
Schöpfer der Dinge und dessen, was aus der Erde kommt; die lässt es kommen, was ist, was gesät
wird, der Herr der Dinge bist du, dessen, was sein wird, der Erzeuger der Götter, der große Gott, der
sich selbst gezeugt, der Herr des Lebens, der du die Menschheit gedeihen lässt.Anbetung euch, ihr
Herren der Schöpfung, ihr reinen Wesen, deren Wohnstätten verdunkelt sind. Anbetung euch, ihr
Herren der Ewigkeit, deren Formen versteckt sind und deren Wohnplätze nicht bekannt sind.
Anbetung euch, o ihr Götter, die ihr wohnt in den überschwemmten Gebieten. Anbetung euch, die
ihr wohnt, o ihr Götter, in der Unterwelt. Anbetung euch, die ihr lebt, o ihr Götter, die ihr im
Himmel wohnt. Gebt, dass ich kommen kann zu euch, denn ich kenne euch. Ich bin rein, ich bin
heilig, ich bin mächtig, ich habe eine Seele, ich bin mächtig geworden, ich bin herrlich, ich sage
euch: Parfüm und Weihrauch und Natron hab ich euch dargebracht von Herzen, nachdem ihr
beseitigt all das Böse, das in euren Herzen gegen mich war, habe ich ein Ende aller Sünde erreicht,
die ich begangen gegen euch; ich habe euch dargebracht, was gut ist, das habe ich zu euch kommen
lassen, was richtig und wahr ist. Ich, ich, ich kenne euch, ich kenne eure Namen, ich kenne eure
Formen, die nicht bekannt sind. Ich bin zu euch gekommen. Ich habe unter den Menschen wie mit
Gott gelebt, ich bin zu den Göttern aufgestiegen. Ich bin stark, wenn es dem Gott gefällt, der auf
seinem Ruheplatz erhaben ist; wenn er kommt, die Götter freuen sich, und die Göttinnen und die
sterblichen Frauen sind froh, wenn sie ihn sehen. Ich bin zu euch gekommen. Ich bin auf den Thron
von Ra gestiegen, ich sitze auf meinem Sitz am Horizont. Ich erhalte Opfer auf meinem Altar, ein
Getränk und Trankopfer zur Abendzeit als ein Edler durch den Herrn der Sterblichen. Ich bin
erhaben auch wie der heilige Gott, der Herr des großen Hauses. Die Götter freuen sich, wenn sie ihn
in seiner schönen Erscheinung des Körpers von seiner Mutter sehen, die täglich ihn gebiert.“

Das Kapitel von der Verwandlung in die Schlange Seta. Anni, triumphierend, spricht: „Ich bin die
Schlange Seta, deren Jahren sind viele, ich habe mich hingelegt, und ich bin geboren von Tag zu
Tag, ich bin die Schlange Seta, die in den Grenzen der Erde wohnt. Ich liege unten, ich bin geboren,
ich selbst werde mich erneuern, werde von Tag zu Tag jünger.“

Das Kapitel von der Verwandlung in ein Krokodil. Spricht Anni, triumphierend: „Ich bin das
Krokodil, das im Terror wohnt, ich bin das heilige Krokodil, und ich verursache Zerstörung. Ich bin
der große Fisch in Kamui. Ich bin der Herr, dem Anbetung dargebracht wird in Sekhem, und Osiris
ist der Herr, dem Anbetung in Sekhem dargebracht wird.“

Das Kapitel von der Verwandlung in Ptah. Spricht Anni, triumphierend: „Ich esse Brot, ich trinke
Bier, ich ziehe ein Kleid an, ich fliege wie ein Falke, ich singe wie ein Schwan, und ich steige auf
dem Pfad kräftig zum Hügel der Toten auf dem Festival des Großen Gottes. Was abscheulich ist,
das, was abscheulich ist, hab ich nicht gegessen, und was verfault war, hab ich nicht geschluckt,
was meine Seele verabscheut, hab ich nicht gegeben meinem Körper. Ich habe nach dem Wissen der
glorreichen Götter gelebt. Ich lebe und bekomme Kraft von ihrem Brot, ich bin die Kraft, wenn ich
das Brot im Schatten des Baumes von Hathor esse, meiner Dame. Ich bringe ein Opfer dar, und ich
bringe das Brot in Tattu dar und Opfergaben in Annu. Ich kleide mich mit dem im Gewand der
Göttin Matait, und ich stehe auf, und ich setze mich, wo immer mein Herz begehrt zu sitzen. Mein
Kopf ist wie die Spitze des Ra, wenn meine Glieder gesammelt werden, ich bin wie Tmu. Die vier
Regionen von Ra sind die Grenzen der Erde. Ich werde hervorgehen, meine Zunge ist gleich der
Zunge des Ptah, meine Kehle ist sogar wie die von Hathor, und ich sage die Worte meines Vaters
Tmu mit meinen Lippen. Er ist es, der begnadet die Magd, die Frau von Seb; und ihm neigen sich
alle Köpfe, ihn anzusehen, und es ist die groß die Furcht vor ihm. Lobeshymnen sind zu Ehren
meiner Großtaten gesungen worden, und ich bin der Erbe von Seb, dem Herrn der Erde, dem
Schutzgott. Der Gott Seb wird kühles Wasser geben, er läßt seine Morgenröten meine sein.
Diejenigen, die in Annu wohnen, beugen ihre Köpfe vor mir, denn ich bin ihr Stier. Ich werde von
Moment zu Moment immer stärker; meine Lenden sind seit Millionen von Jahren voll Kraft.“

Das Kapitel von der Verwandlung der Seele in Tmu. Spricht Anni, triumphierend: „Ich bin nicht in
das Haus der Zerstörung eingegangen, ich bin nicht zunichte gemacht worden, mir ist der Zerfall
nicht bekannt, ich bin Ra, der von Nu kommt, die göttliche Seele, der Schöpfer seiner eigenen
Gliedmaßen. Sünde ist mir ein Greuel, und ich schaue nicht darauf; ich klage nicht gegen Recht und
Wahrheit, sondern ich habe mein Befinden in der Wahrheit, ich bin der Gott Hu, und ich werde nie
sterben, im Namen meiner Seele. Ich bin ins Leben gekommen zusammen mit meinem Namen von
Nu als sein Khepera. In meinen Formen bin ich gekommen, um in der Gestalt des Ra zu sein. Ich
bin der Herr des Lichts.“

„Was ich nicht mag, soll begraben werden. Lass mich nicht an den geheimen Ort des Gottes Tuaa
gehen. Ich schreibe Ruhm für Osiris, und ich beruhige das Herz derer, die mit dem Gott der
Schöpfung leben, die mich lieben, die verbreiten im Ausland Angst vor mir, und die Angst vor mir
soll jene treffen, die an ihren eigenen Orten wohnen. Hier bin ich, weil ich auf meinem Ruheplatz
erhaben bin, Nu, am Ort, der mir gehört. Ich bin Nu, und jene, die Böses arbeiten, sollen mich nicht
stürzen, ich bin der älteste und der erstgeborene Sohn der Materie; meine Seele ist die der Götter,
die die ewigen Seelen sind, ich bin der Schöpfer der Dunkelheit, der hat seine Wohnstätte in den
Grenzen der Regionen des Himmels. Ich komme, und meine Seele schreitet voran auf dem Weg des
Großen Alten.
Ich verursache Dunkelheit an den Grenzen des Himmels, und mit meinem Willen komme ich zu der
Grenzen, dahin ich mit meinen Füßen gehe, ich bin stark im Himmel, und ich fessle die Dunkelheit
und den Wurm, der sich darin verbirgt. Ich fördere meine Schritte zu dem Herrn der beiden Hände.
Mein Geist und die Seele meines Körpers sind die Uräen, und ich lebe für immer als der Herr der
Jahre und der Fürst der Ewigkeit. Ich bin als der Herr der Erde erhöht, ich bin erhaben. Ich bin jung
in den Städten, in meinem Gehöft bin ich jugendlich, mein Name ist: Mein Name vergeht nicht. Ich
bin die Seele, der Schöpfer Nu, der hat seine Wohnstätte in Neter-Khert. Mein Nest wird nicht
gesehen, mein Ei ist nicht aufgebrochen. Ich bin der Herr der Millionen von Jahren. Ich mache mein
Nest in den Grenzen des Himmels. Ich steige auf die Erde von Seb. Ich schließe mit meinen Fehlern
ab. Ich sehe meinen Vater, den Herrn von Mash, und sein Körper atmet in Annu. Mir wird zur
Verfügung gestellt alles, was ich brauche, durch Khnemu und Khui im Beerdigungsort in Amenta.“

Das Kapitel von der Verwandlung in einen Phönix. Spricht der Schreiber Anni, triumphierend in
Frieden: „Ich kam in ungeformter Materie sein, ich habe in mir das Bild des Gottes Khepera, und
ich wuchs in Form von Pflanzen. Ich bin in der Gestalt der Schildkröte versteckt. Ich bin von den
Atomen aller Götter gebildet. Ich bin das Gestern der vier Viertel der Welt, und ich bin die sieben
Uräen, die in Existenz im Osten kamen, die mächtigen, die erleuchten die Nationen, durch seinen
Körper ist ein Gott in der Gestalt des Set. Und Thoth wohnt in der Mitte durch das Urteil des
Bewohners in Sekhem und der Geister, die nach Annu segeln. Ich bin unter ihnen, und ich komme;
ich bin gekrönt, ich bin geworden wie ein Licht, ich bin mächtig, ich bin geworden heilig unter den
Göttern, ich bin der Gott Khonsu, der alles lenkt, was sich ihm widersetzt.“

Wenn dieses Kapitel bekannt sein wird, so wird der Gereinigte hervorkommen am Tag nach seiner
Beerdigung, und er wird seine Formen nach seinem Herzenswunsch ändern. Er wird unter den
Dienern des Un-Nefer wohnen, und er wird mit der Nahrung des Osiris und mit den Mahlzeiten des
Grabes zufrieden sein. Er soll die Scheibe der Sonne sehen und wird über die Erde mit Ra reisen. Er
soll vor Osiris triumphieren, und es möge keine schlechte Sache bekommen. Herrschaft wird ihm
für immer und immer und für alle Ewigkeit sein.
TAFEL XXVIII

Das Kapitel von der Verwandlung in einen Reiher. Spricht der Schreiber Anni: „Ich habe Herrschaft
über die Tiere bekommen, die beim Opfer dargebracht werden, mit dem Messer auf dem Kopf und
an den Haaren, über diejenigen, die in ihren Smaragd-Feldern leben, die Alten und die Strahlenden
wohnen dort, die bereit sind für die Stunde des Anni, triumphierend in Frieden. Er schlachtet die auf
der Erde, und ich schlachte auf der Erde. Ich bin stark, und ich bin auf dem erhabenen Pfad, der
führt gen Himmel. Ich habe mich rein gemacht, mit langen Schritten bin ich zu meiner Stadt
gegangen, zu Sepu auf dem Weg. Ich habe festgestellt diejenigen in Unnu. Ich habe die Götter auf
ihre Plätze gesetzt, und ich habe glorreich gemacht die Tempel von denen, die in ihren Schreinen
leben. Ich kenne die Göttin Nut, ich kenne den Gott Tatunen, ich kenne das Linnenhemd, ich habe
mitgebracht ihre Hörner. Ich kenne Heka, ich habe seine Worte gehört, ich bin das rote Kalb, das
mit dem Stift gezeichnet wird. Wenn sie hören meine Worte, sagen die Götter: Lasst uns unsere
Gesichter beugen, und lasst ihn zu uns kommen; das Licht scheint über dir. - Meine Stunde ist in
meinem Körper. Ich war nicht böse an der Stelle des Rechts und der Wahrheit, und ich habe jeden
Tag in Recht und Wahrheit gesprochen. Ich bin im Dunkeln, wenn ich das Fest der Toten feire, und
bin im Alter von einem, den die Wächter der Erde einbalsamieren, ich bin der Schreiber Anni,
triumphierend! Ich bin nicht in die Verstecke der Sternengottheiten eingegangen. Ich habe meinen
Ruhm Osiris zugeschrieben. Ich habe das Herz der Götter besänftigt, die ihm nachfolgen. Ich habe
nicht Angst vor den Gruppen, die Terror verbreiten, auch nicht vor denjenigen, die in ihrem eigenen
Land wohnen. Siehe, ich will erhaben sein auf meiner Ruhestätte, auf meinem Stuhl. Ich bin Nu,
und ich werde nie von den Übeltätern gestürzt werden. Ich bin der Gott Schu, der aus ungeformter
Materie entstand. Meine Seele ist Gott; meine Seele ist die Ewigkeit. Ich bin der Schöpfer der
Dunkelheit, und ich ernennen zu meiner Ruhestätte die entlegensten Teile des Himmels. Ich bin der
Fürst von Ewigkeit, ich bin der Erhabene in Nebu. Ich wurde jung in meiner Stadt, der ich in
meinem Gehöft jung wurde. Mein Name ist: Der Unfehlbare. Mein Name ist: Seele des Schöpfers
Nu, der hat seinen Wohnsitz in die Unterwelt. Mein Nest wird nicht gesehen, und ich habe mein Ei
nicht kaputt geschlagen. Ich bin der Herr über Millionen von Jahren. Ich habe mein Nest in den
entlegensten Teilen des Himmels gemacht. Ich bin auf die Erde von Seb gekommen. Ich habe meine
Fehlern beseitigt. Ich habe meinen Vater als Herrn der Shautat gesehen. Anni, in Annu wird sein
Körper wohnen können; möge er sich in denen, die mit Glanz zum Ort der Bestattung in Amenta
kommen, manifestieren.“

Das Kapitel von der Verwandlung in eine Lotosblume. Spricht Anni: „Ich bin die reine Lotosblume,
die kommt vom Gott des Lichts, dem Wächter der Nasenlöcher von Ra, dem Wächter der Nase von
Hathor. Ich rücke vor, und ich eile zu dem, der Horus ist. Ich bin der Reine, der vom Feld kommt.“

Das Kapitel von der Verwandlung in Gott, das Licht in der Dunkelheit. Spricht der Schreiber Anni,
triumphierend: „Ich bin der Gürtel des Gewandes des Gottes Nu, der vergießt Licht und erleuchtet
alle, die in seiner Gegenwart bleiben, und der läßt das Licht in der Dunkelheit scheinen, der bindet
zusammen die beiden Kämpfer, der in meinem Körper durch die mächtigen Zauber der Worte aus
meinem Munde lebt, der auferweckt den, der ihm gefällt, den, der mit ihm im Tal des Abtu war, der
hat ihm gefallen, und ich werde ruhen. Ich habe ihn in Erinnerung. Ich habe den Gott Hu aus meiner
Stadt mitgerissen, wo ich ihn gefunden habe, und ich habe die Dunkelheit gefangen mit meiner
Kraft und abgeführt. Ich habe die Augen der Sonne gemacht, als ihre Leistung nachgelassen hat
beim Kommen des Festes des fünfzehnten Tages, und ich habe Sut in den himmlischen Wohnungen
gesehen neben dem Alten, der mit ihm gewogen ward. Ich habe ausgestattet Thoth im Haus des
Mondgottes mit allem, was notwendig ist für das Kommen des Festival des fünfzehnten Tages. Ich
habe die Ureret-Krone getragen; Recht und Wahrheit sind in meinem Körper. Die Monate sind von
Smaragd und Kristall. Meine Gehöft gehört zu den Saphir-Furchen. Ich bin die Frau, die Licht in
der Finsternis ergießt. Ich bin gekommen, in der Dunkelheit Licht zu spenden, und siehe da! es wird
licht und hell. Ich habe die Schwärze erleuchtet, und ich habe die Zerstörer gestürzt. Ich habe
Ehrerbietung für die, die in Finsternis sind, und ich habe erhöht diejenigen, die weinten und hatten
ihre Gesichter dargeboten und waren niedergesunken. Dann sah sie auf mich. Ich bin die Frau, und
ich werde dich über mich nicht reden hören.“

TAFELN XXIX UND XXX

Das Kapitel, um kein zweites Mal zu sterben. Spricht Anni, triumphierend: „Heil Thoth! Was ist es,
was geschah den heiligen Kinder der Mutter? Sie haben gekämpft, sie haben bestätigt den Streit, sie
haben Böses getan, sie haben die Unholde aufgestellt, sie haben geschlachtet, sie haben Probleme
verursacht; in all ihrem Tun in Wahrheit haben die Mächtigen gegen die Schwachen gearbeitet.
Gewähre, o Macht des Thot, dass das, was der Gott Tmu verordnet hat, getan werden kann! Und du
siehst nicht böse drein, noch hast du Ärger provoziert, als ihre Jahre zu Verwirrung und Gedränge
waren und ihre Monate gestört; denn in allem, was sie getan haben, haben sie für die
Ungerechtigkeit im Geheimen gearbeitet. Ich bin dein Schreiben und deine Tafel, o Thoth, und ich
habe dir dein Glas Tinte gebracht. Ich bin nicht von denen, die für die Ungerechtigkeit an ihrem
geheimen Ort arbeiten; lass mich nicht Böses erleben.“

Spricht der Schreiber Anni: „Heil Tmu! Was ist das Land, in das ich gekommen bin, es hat kein
Wasser, es hat keine Luft, sondern tief ist es und unergründlich, es ist schwarz wie die schwärzeste
Nacht, und die Menschen sind hilflos darin, ein Mensch kann dort nicht in Ruhe des Herzens leben
kann, noch werden die Sehnsüchte der Liebe darin erfüllt. Aber lass mir den Zustand der
Strahlenden als Wasser gegeben werden und als Luft und zur Befriedigung der Sehnsüchte der
Liebe, und lass Ruhe des Herzens mir gegeben werden, als Brot und Bier. Der Gott Tmu hat
verfügt, dass ich sein Gesicht sehen werde, und das ich nicht leiden werde die Dinge der
Schmerzen. Möge der Götter Hand auf ihren Stühlen für Millionen von Jahren sein. Dein Thron
wird deinem Sohn gehören, Horus. Der Gott Tmu hat verfügt, dass sein Kurs unter den heiligen
Fürsten sein soll. In Wahrheit, so wird er über deinen Thron regieren, und er wird in den Feuersee
der Erbe des Thrones der Bewohner sein. Es ist mir verordnet, dass ich sein Ebenbild sehen werde
und dass mein Angesicht den Herrn Tmu betrachten wird. Wie lange werde ich dann leben? Es wird
bestimmt, dass du für Millionen von Millionen von Jahren leben sollst, ein Leben von Millionen
von Jahren. Möge es selbstverständlich sein, dass ich zu den heiligen Fürsten komme, weil ich alles
wegtue, was ich tat, als die Erde von Nu kam, und als sie aus dem wässrigen Abgrund sprang, wie
es war in den Tagen der Vorzeit. Ich bin das Schicksal und Osiris, und ich habe meine Form in das
Ebenbild von Schlangen verwandelt. Man weiß es nicht, und die Götter können es nicht sehen, die
zweifache Schönheit, die ich für Osiris gemacht habe, der größer ist als alle Götter. Ich werde
selbstverständlich im Berg der Toten herrschen. Wahrlich sein Sohn Horus ist auf dem Thron der
Bewohner im Doppel-Feuersee, wo sein Erbe sitzt. Ich habe seinen Thron eingenommen, um das
Boot von Millionen von Jahren festzumachen. Horus ist auf seinem Thron, umgeben von den
Freunden von Osiris und allem, was zu ihm gehörte. Wahrlich, die Seele von Sut, die größer ist als
alle Götter, ist entwichen nach Amenta. Möge es selbstverständlich sein, dass ich nach meinen
Willen meine Seele im göttlichen Boot anbinde. O mein Osiris, du hast für mich getan, was dein
Vater Ra für dich tat. Möge ich bleiben dauerhaft auf der Erde; möge ich besitzen meinen Thron;
möge mein Erbe reich sein; mögen mein Grab und meine Freunde auf der Erde gedeihen; mögen
meine Feinde übergeben werden der Zerstörung und den Fesseln der Göttin Serq! Ich bin dein
Sohn, und Ra ist mein Vater. Für mich machst du das Leben, Kraft und Gesundheit. Horus ist auf
seinem Thron. Gib, dass die Tage meines Lebens zu Anbetung und Ehre kommen.“

Das Kapitel von der Halle des doppelten Rechts und der Wahrheit: Ein Loblied auf Osiris, dem
Bewohner von Amentet. Der Schreiber Anni, triumphierend, spricht: „Ich bin gekommen, und ich
bin nahe gekommen, deine Schönheiten zu sehen, meine beiden Hände erhebe ich in Anbetung
deines Namens Recht und Wahrheit, so bin ich nahe an den Ort gekommen, wo die Akazie nicht
wächst, wo der Baum dick mit Blättern nicht entsteht, und wo der Boden weder Kraut noch Gras
hervorbringt. Und ich bin an dem Ort der geheimen und verborgenen Dinge eingetragen worden,
ich bin umgekehrt mit dem Gott Sut. Der Schreiber Anni ist in das Haus des Osiris gekommen, und
er hat die verborgenen und geheimen Dinge gesehen, die darin sind. Die heiligen Herrscher sind da
in Form von Strahlenden. Anubis sprach mit der Sprache des Menschen zu ihm, als er von Ta-mera
kam, und sprach: Er kennt unsere Wege und unsere Städte, ich bin befriedet worden, und das
Geruch von ihm ist für mich sogar wie der Geruch von euch.“

Anni spricht zu ihm: „Ich bin der Schreiber Anni, triumphierend in Frieden, triumphierend. Ich bin
nahe heran gezogen worden, die großen Götter zu sehen, und ich ernähre mich von den Mahlzeiten
des Opfers, ich bin auf ihre Geister zugelaufen. Die Grenzen des Landes mit dem Speicher gehören
dem Herrn von Tattu, und er hat mich selbstverständlich als Phönix hervorkommen lassen und mir
die Macht der Sprache gegeben. Ich bin durch den Fluss-Hochwasser gegangen. Ich habe Ofer
dargebracht von Weihrauch. Ich habe mich in die Seite des dicken Laubbaums der Kinder
verwandelt. Ich bin im Haus der Satet in Abtu gewesen. Ich wurde überschwemmt, und ich habe das
Boot meiner Feinde versenkt. Ich bin auf dem See im Neshem-Boot weiter gesegelt. Ich habe die
Edlen von Kam-ur gesehen. Ich bin in Tattu gewesen, und ich habe mich gezwungen zum
Schweigen bringen lassen. Ich habe die göttliche Gestalt auf seine beiden Füßen gesetzt. Ich war
mit dem Gott Pa-tep-tuf, und ich habe die Bewohner im Heiligen Tempel gesehen. Ich habe das
Haus des Osiris betreten, und ich war in der Kleidung von ihm, die er darin angeordnet hat. Ich bin
in Restau gewesen, und ich habe die verborgenen Dinge, die darin sind, erblickt. Ich bin eingehüllt
worden, aber ich für mich eine Durchgangsstraße gefunden. Ich bin in An-aarut gewesen, und ich
habe meinen Körper mit der Kleidung, die darin ist, bekleidet. Die Antu-Salbe wurde mir von
Frauen gegeben. Wahrlich, es sprach Sut zu mir über die Dinge, die sich kümmern, und ich sagte,
den Gedanken des Studiums der Harmonie lass bei dir sein und auch in unseren Herzen.“

Die Majestät des Gottes Anubis spricht: „Kennst du den Namen dieser Tür, um ihn mir zu
erklären?“ Der Schreiber Anni, triumphierend, siegreich in Frieden, spricht: „Weggetrieben von Shu
ist der Name dieser Tür.“ Spricht der Majestät des Gottes Anubis: „Kennst du den Namen des
oberen Blattes und des unteren Blattes?“ Der Schreiber Anni, triumphierend in Frieden, spricht:
„Herr von Recht und Wahrheit, stehend auf seinen zwei Füßen ist der Name des oberen Blattes, und
Herr der Macht und Kraft und Spender von Vieh ist der Name des unteren Blattes.“ Die Majestät
des Gottes Anubis spricht: „Passiere, denn du kennst die Namen, o Schreiber, Kassierer der
göttlichen Opfer aller Götter von Theben, Anni, triumphierend, Herr, um verehrt zu werden.“

Es wird wie folgt von einem Mann gesagt werden, wenn er zu der Halle des doppelten Rechts und
der Wahrheit kommen wird, in der ihm ausgelöscht werden alle Sünden, die er getan hat, und in der
er sieht die Gesichter aller Götter: „Heil dir, großer Gott, Herr des Rechts und der Wahrheit! Ich bin
gekommen zu dir, o mein Herr, und ich bin nahe gekommen, dass ich deine Schönheit sehen kann.
Ich kenne dich, und ich kenne die Namen der zweiundvierzig Götter, die mit dir in dieser Halle des
Doppel-Rechts und der Wahrheit wohnen, und dass die Sünder hineingehen, die leben und die sich
ernähren von Blut am Tag, wenn die Natur der Menschen wird vor Un-neferu bilanziert werden. In
Wahrheit Rekhti-merti-fent-Maat ist dein Name. Wahrlich, ich bin zu dir gekommen und bringe
mich vor dich in Recht und Wahrheit. Deinetwegen habe ich die Bosheit zurückgewiesen. Ich habe
keinen Schaden den Menschen angetan, noch habe ich Schaden tun lassen die Bestien. Ich habe
kein Verbrechen begangen, ich war dem Rechts und der Wahrheit verpflichtet. Ich habe keine
Kenntnis vom Übel; noch habe ich böse gehandelt. Jeden Tag habe ich mehr gearbeitet, als man von
mir verlangte. Mein Name ist nicht gekommen hierher zum Boot des Fürsten. Ich habe nicht Gott
verachtet. Ich habe kein Elend verursacht; noch habe ich gearbeitet zur Bedrängnis. Ich habe
verabscheut, was Gott nicht liebt. Ich habe kein Unrecht verursacht dem Diener seines Herrn. Ich
habe keine Schmerzen spüren lassen. Ich habe niemand zum Weinen gebracht. Ich habe nicht
gemordet; noch habe ich jemals einem Mann geboten, in meinem Namen zu töten. Ich habe den
Leuten nicht geschadet, ich habe nicht geklaut aus dem Tempel; noch habe ich entwendet die
Kuchen der Götter, ich habe nichts von den Opfern für die seligen Toten genommen. Ich habe nicht
Hurerei getrieben, noch habe ich meinen Körper verunreinigt. Ich habe nichts hinzugefügt, noch
habe ich gemindert das Opfer. Ich habe nichts von der Obstplantage gestohlen; noch habe ich die
Felder zertrampelt, ich habe nichts dem Gewicht der Waage hinzugefügt; noch habe ich in der
Waage das Gewicht verfälscht, ich habe die Milch aus dem Mund des Babys nicht weggeschnappt,
ich habe nicht das Vieh von ihren Weiden getrieben. Ich habe die Wasservögel der Götter nicht
eingefangen. Ich habe nicht gefangen Fische mit Köder aus ihrem eigenen Körper. Ich habe das
Wasser in seiner Flut nicht zurückgeschickt. Ich habe den Kanal des fließendem Wassers nicht
unterbrochen, ich habe nicht die Flamme in ihrer Fülle vernachlässigt, ich habe nicht das Opfer der
Jahreszeiten abgeschreckt, die berufen werden; ich habe nicht das Vieh vom Opfer abgewandt. Ich
habe nicht die Prozessionen des Gottes vereitelt. Ich bin rein. Ich bin rein. Ich bin rein. Ich bin rein.
Ich bin rein mit der Reinheit des großen Phönix, der in Suten-Henen ist; denn siehe! ich bin die
Nasenlöcher des Herrn der Winde, der alle Menschen lässt am Tag leben, wenn das Auge der Sonne
voll wird in Annu, im zweiten Monat der Jahreszeit bis zum Ende des kommenden Monats, in
Gegenwart des Herrn dieser Erde. Ich sehe das Auge der Sonne voll werden in Annu. kein Übel
kann in der Halle des Doppel-Rechts und der Wahrheit in diesem Land geschehen, weil ich kenne
die Namen der Götter, die darin leben und wer die Nachfolger des großen Gottes sind.“

TAFEL XXXI

Anni spricht: „Sei gegrüßt, du, dessen Fortschritte lang sind, der du weiter von Annu kommst, ich
habe keine Schuld.“

„Heil dir, der du durch die Flamme umarmt bist, der du weiter kommst aus Kheraba, ich habe nicht
mit Gewalt geraubt.“

„Heil, Fentiu, der du weiter von Khemennu kommst, ich habe nicht gestohlen.“

„Heil, Verschlinger der Schatten, der du weiter von Qernet kommst, ich habe keinen Mord
begangen, ich habe nichts Böses getan.“

„Heil, Nehau, der du weiter von Restau kommst, ich habe das Opfer nicht geschändet.“

„Heil dir, Gott in Form von zwei Löwen, der du kommst aus dem Himmel, ich habe die Opfergaben
nicht verringert.“

„Sei gegrüßt, du, dessen Augen voll Feuer sind, der du weiter von Saut kommst, ich habe den Gott
nicht gelästert.“

„Sei gegrüßt, du Flamme, welche kommt und geht, ich habe keine Lügen gesprochen.“

„Heil, Zermalmer von Knochen, der du weiter von Suten-Henen kommst, ich habe niemand die
Nahrung entrissen.“

„Heil dir, der du schießt die Flamme, der du weiter vom Het-Ptah-ka kommst, ich habe keine
Schmerzen verursacht.“

„Heil, Qerer, der du weiter von Amentet kommst, ich habe nicht Unzucht getrieben.“
„Sei gegrüßt, du, dessen Gesicht wandte sich wieder mir zu, der du weiter von deinem Versteck
kommst, ich habe nicht Tränen verursacht.“

„Heil, Bastet, die du weiter von dem geheimen Ort kommst, ich habe nicht betrügerisch gehandelt.“

„Sei gegrüßt, du, dessen Beine aus Feuer sind, der du kommst her aus der Dunkelheit, ich habe
nicht das Gesetz übertreten.“

„Heil, Verschlinger von Blut, der du weiter vom Block der Schlachtung kommst, ich habe nicht
böse gehandelt.“

„Heil, Verschlinger der Nieren, der du weiter von Mabet kommst, ich habe nicht den Acker
misshandelt.“

„Heil, Herr des Rechts und der Wahrheit, der du weiter von der Stadt des Rechts und der Wahrheit
kommst, ich bin kein Lauscher gewesen.“

„Sei gegrüßt, du, der nach hinten schreitet, der du weiter von der Stadt der Bastet kommst, ich habe
nicht meine Lippen in Bewegung gesetzt gegen irgendwelche Menschen.“

„Heil, Sertiu, der du weiter von Annu kommst, ich bin nicht wütend und zornig gewesen, außer für
eine gerechte Sache.“

„Sei gegrüßt, du, Sein von zweifacher Güte, der du weiter von Ati kommst, ich habe nicht die Frau
eines anderen Mannes befleckt.“

„Sei gegrüßt, du zweiköpfige Schlange, die du weiter von der Folterkammer kommst, ich habe ich
nicht die Frau von einem anderen Mann verunreinigt.“

„Sei gegrüßt, du, der alles tust, was vor dich gebracht wird, der du weiter von Pa-Amsu kommst, ich
habe mich nicht belastet.“

„Sei gegrüßt, du Chef der Mächtigen, der du weiter von Amentet kommst, ich habe keinen Terror
ausgeübt.“

„Sei gegrüßt, du Zerstörer, der du weiter von Kesiu kommst, ich habe nicht das Gesetz übertreten.“

„Sei gegrüßt, du, der du die Rede ordnest, der du weiter kommst aus Urit, ich habe nicht vor Wut
gebrannt.“

„Sei gegrüßt, du Baby, das kommt von Uab, ich habe meine Ohren nicht vor den Worten von Recht
und Wahrheit verschlossen.“

„Heil, Kenemti, der du weiter von Kenemet kommst, ich habe keine Trauer verursacht.“

„Heil dir, der du dein Opfer bringst, ich habe nicht mit Frechheit gehandelt.“

„Sei gegrüßt, du, der die Rede ordnet, der du kommst von Unaset, ich habe keinen Streit
begonnen.“

„Heil dir, Herr von Gesichtern, der du weiter von Netchfet kommst, ich habe nicht vorschnell
geurteilt.“
„Heil, Sekheriu, der du weiter von Utten kommst, ich bin kein Spion gewesen.“

„Heil, Herr der zwei Hörner, der du weiter von Saïs kommst, ich habe nicht der Worte viele
gemacht.“

„Hagel, Nefer-Tmu, der du weiter vom Het-Ptah-ka kommst, ich habe weder Schaden getan noch
krank gemacht.“

TAFEL XXXII

„Heil, Tmu in deiner Stunde, der du weiter von Tattu kommst, ich habe nie den König verflucht.“

„Heil dir, der du mit deinem Willen wirkst, der du weiter von Tebu kommst, ich habe nie faules
Wasser getrunken.“

„Sei gegrüßt, du Träger des Sistrum, der du weiter von Nu kommst, ich habe nie verächtlich
gesprochen.“

„Sei gegrüßt, der du die Menschheit gedeihen lässt, der du aus Saïs kommst, ich habe nie Gott
verflucht.“

„Heil, Neheb-ka, der du weiter von deinem Versteck kommst, ich habe nicht gestohlen.“

„Heil, Neheb-Nefert, der du weiter von deinem Versteck kommst, ich habe inicht das Opfer der
Götter geschändet.“

„Sei gegrüßt, du, der du Gutes tust, der du weiter von deinem Heiligtum kommst, ich habe nicht das
Opfer für die seligen Toten geplündert.“

„Heil dir, der du deinen Arm ausstreckst, der du weiter von der Stadt Maati kommst, ich habe nicht
die Nahrung des Säuglings geklaut, noch habe ich gesündigt gegen den Gott meiner Heimatstadt.“

„Sei gegrüßt, du, dessen Zähne weiß sind, der du kommst von Ta-she, ich habe nicht mit böser
Absicht geschlachtet die Rinder des Gottes.“

„Heil dir, dessen Fortschritte lang sind, der du weiter von Annu kommst, ich habe niemand Mühe
gemacht. Heil, der du von der Flamme umarmt bist, der du weiter von Kher-aba kommst, ich habe
nicht mit Gewalt jemanden beraubt. Heil, Fenti, der du weiter kommst von Khemennu, ich habe
niemandem Schmerzen bereitet. Heil, Verschlinger der Schatten, der du kommst von deinem
Rückzug, ich habe nicht geraubt. Heil dir, dessen Glieder sind schrecklich zu betrachten, der du von
Restau kommst, ich habe keinen Mord begangen. Heil, du Gott, der in Form von zwei Löwen
erscheint, der du kommst aus dem Himmel, ich habe das Opfer nicht geschändet. Heil, du Gott,
dessen zwei Augen aus Feuer sind, der du weiter kommst aus Sekhem, ich habe niemandem
geschadet. Heil, furchtbarer Gott, der du gehst und kommst, ich habe Gott nicht beraubt. Heil,
Zermalmer der Knochen, der du weiter von Suten-Henen kommst, ich habe keine Lügen erzählt.
Heil, der du schießt die Flamme, der du weiter vom Het-Ptah-ka kommst, ich habe kein Essen
entrissen. Heil, Qerti, der du weiter kommst von Amentet, ich habe kein Leiden bereitet. Heil dir,
dessen Zähne weiß sind, der du weiter von Ta-she kommst, ich habe nicht das Gesetz übertreten.
Heil, Verschlinger von Blut, der du weiter vom Block kommst, ich habe nicht die Rinder
geschlachtet, die neben den Göttern stehen. Heil, Verschlinger der Nieren, der du weiter von Mabit
kommst, ich habe nichts Böses getan. Heil, Herr von Recht und Wahrheit, der du weiter von Maati
kommst, ich habe keinen Abfall des gepflügten Land abgelegt. Heil, Streiter, der du weiter von
Bastet kommst, ich bin kein Lauscher gewesen. Heil, Aaati, der du weiter von Annu kommst, ich
habe nicht meine Lippen in Bewegung vor einem Menschen gesetzt. Heil dir, du Gott der
zweifachen Übel, der du weiter von Ati kommst, ich bin nicht ohne Ursache wütend gewesen. Heil
dir, du Gott, der in der Gestalt einer Schlange kommt, der du weiter von der Folterkammer kommst,
ich habe nicht Ehebruch mit der Frau eines anderen Mannes begangen. Heil dir, der das achtet, was
vor dich gebracht wird, der du weiter von Pa-amsu kommst, ich habe mich nicht verunreinigt. Heil
dir, du streitbarer Chef, der du weiter von der Stadt der Akazien kommst, ich habe keinen Terror
ausgeübt. Heil, Khemi, der du kommst von Kesui, ich habe das nicht getan, was abscheulich ist.
Heil, der du die Rede ordnest, der du kommst von Urib, ich habe nie feurigen Worte gesprochen.
Heil dir, du Baby, das du weiter von HEq-in nome kommst, ich habe meine Ohren vor den Worten
von Recht und Wahrheit nicht verschlossen. Heil dir, der du die Rede ordnest, der du weiter von
Unes kommst, ich habe keinen Streit begonnen. Heil, Bastet, die du weiter von der geheimen Stadt
kommst, ich habe keinen zum Weinen gebracht. Heil dir, du, dessen Gesicht sich zurückwendet, ich
hatte keine böse Lust, noch habe ich Hurerei getrieben, noch habe ich andere Greuel getan. Heil,
strahlende Füße, die aus der Finsternis hervor kommen, ich habe mich nicht gerächt. Heil, Kenemti,
der du weiter kommst von Kenemti, ich habe nie Trauer verursacht. Heil, der du dein Opfer bringst,
der du aus Sau kommst, ich habe nicht unverschämt gehandelt. Heil, Herr von Gesichtern,der du
weiter von Tchefet kommst, ich habe noch nie hastig geurteilt. Heil, Sekheriu, der du kommst her
von Unth, ich habe nicht das Gesetz übertreten, noch habe ich verärgert oder beleidigt Gott. Heil,
Herr der beiden Hörner, der du weiter von Saui kommst, ich habe meine Rede nicht allzu viel
vermehrt. Heil, Nefer-Tmu, der du weiter vom Het-Ptah-ka kommst, ich habe nichts Schlechtes
getan, noch habe ich Böses getan.
Heil, Tmu in deiner Stunde, der du weiter von Tattu kommst, ich habe keinen verraten. Heil, der du
in deinem Herzen wirkst, der du weiter kommst aus Tebtu, ich habe nie besudelt das Wasser. Heil,
du Träger des Sistrums, der du weiter von Nu kommst, ich habe nicht verächtlich gesprochen. Heil,
der du die Menschheit gedeihen lässt, der du weiter von deiner Halle kommst, ich habe Gott nicht
verflucht. Heil, Neheb-Nefert, der du weither kommst, ich hielt mich nicht mit Arroganz. Heil,
Neheb-kau, der du weiter von deiner Stadt kommst, ich bin nicht übermäßig stolz gewesen. Heil,
Tcheser-Tep, der du weiter von deinem Versteck kommst, ich habe meinen Zustand nie über die
Maßen vergrößert. Heil, der du deinen Arm ausstreckst, der du weiter von Aukert kommst, ich habe
nie den Gott meiner Stadt beleidigt.“

„Anbetung euch, ihr Götter, ich kenne euch und ich kenne eure Namen. Lasst mich nicht im Stich
und werft mich nicht unter euer Messer der Schlachtung und bringt nicht meine Bosheit in die
Gegenwart Gottes, dem ihr folgt, und lasst nicht vor ihn kommen die beste Zeit meiner Sünden. Ich
bitte euch, erklärt mich für richtig und wahr in der Gegenwart des universalen Gottes, weil ich
getan, was in Ta richtig und wahr ist, und ich habe den Gott nicht verflucht.“

„Anbetung euch, ihr Götter, die ihr in eurer Halle von Recht und Wahrheit lebt, und die ihr nichts
Böses in eurem Körper habt, die ihr mit eurem eigenen Stoff euch nährt in der Anwesenheit von
Horus, der in seiner Scheibe lebt, rettet mich vor Baabi, die ihr am mächtigen Tag des großen
Gerichts weidet, die von euch gehalten werden, ich bin zu euch gekommen; ich habe keine Fehler
begangen, ich habe nicht gesündigt, ich habe nichts Böses getan, ich habe nicht fälschlicherweise
einen Mann beschuldigt; also lasst nichts gegen mich getan werden, lasst mich leben in Recht und
Wahrheit, und ich nähre mein Herz mit Recht und Wahrheit, was die Menschen befohlen habe, habe
ich getan, und. die Götter sind zufrieden. Ich habe den Gott beruhigt, denn ich habe seinen Willen
getan. Ich habe Brot den Hungrigen und Wasser den Durstigen gegeben, Kleidung den Nackten und
ein Boot dem Schiffbrüchigen. Ich habe mich geheiligt den Göttern, und ich habe die Mahlzeiten
des Grabes dem heiligen Toten dargebracht. O, so rettet und schütze mich; beschuldigt mich nicht
vor dem großen Gott. Ich bin rein von Mund, und ich bin rein von Hand. Mögen diejenigen, die
mich sehen, sagen: Komm in Frieden, in Frieden komm! Denn ich habe die Rede gehört, die der
Esel mit der Katze im Haus des Hept-again geführt. Ich gebe Zeugnis von dem Gott, und er hat das
Urteil gefällt. Ich habe das Spalten der Persea-Bäume in Restau gesehen. Ich opfre Gebete in
Gegenwart der Götter, und das Wissen, das sich auf sie bezieht, geht mit mir. Ich bin gekommen,
um eine Erklärung von Recht und Wahrheit abzugeben, mich zu platzieren auf dem Gleichgewicht
auf den Stützen in den Hainen von Amaranth. Heil, der du über deine Ruhestätte erhoben bist, du
Herr der Atef-Krone, der du deinen Namen als den Herrn der Winde erklärst, rettet mich vor deinem
Engel der Zerstörung, die schlimmen Taten lass vorübergehen, und Katastrophen werden entstehen
für die, die keinen Schutz für ihre Gesichter haben, denn ich habe Recht und Wahrheit getan, du
Herr von Recht und Wahrheit. Ich bin rein, mein Vorderteil habe ich sauber gemacht, und mein
Hinterteil ist gereinigt worden; meine Nieren sind im Teich des Rechts und der Wahrheit gebadet,
und kein Glied meines Körpers fehlte. Ich habe mich im Teich des Südens gereinigt. Ich habe in
Hemet, im Norden des Gebiets der Heuschrecken geruht, wo die heiligen Seeleute sich in der
Nachtzeit reinigen, damit sie beruhigen das Herz der Götter, nachdem ich bestanden habe bei Nacht
und bei Tag. Mögen die Götter zu mir sagen: Wir lassen ihn kommen, und mögen sie sagen zu mir:
Wer bist du und was ist dein Name? Mein Name ist: Ich wuchs unter Blumen auf, ich wohne im
Olivenbaum. Dann werden sie sagen zu mir: Komm herein! Ich bin von der Stadt im Norden in die
Hainen hinübergegangen, und die Götter sagen: Was hast du dort gesehen? Ich sah Beine und
Oberschenkel. Was hattest du mit ihnen zu tun? Ich sah den Jubel in den Ländern des Fenkhu. Was
haben sie dir geben? Sie gaben mir eine Feuerflamme zusammen mit einer Kristall-Tafel. Was hast
du damit gemacht? Ich verbrannte sie am Ort der Maati zusammen mit dem, was in der Nacht war.
Was hast du gefunden am Ort der Maati? Ein Zepter aus Feuerstein, die einen Mann herrschen lässt.
Wie ist der Name dieses Zepters aus Feuerstein? Geber der Winde ist der Name. Wie hast du mit der
Flamme des Feuers die Tafel aus Kristall vergraben? Ich sprach Worte darüber, ich murmelte eine
Beschwörung, damit habe ich das Feuer gelöscht, und ich habe für die Tafel ein Wasserbecken
geschaffen. Komm, dann passiere die Tür dieser Hall der zweifachen Maat, denn du kennst uns. -
Ich lasse dich nicht durch mich hereingehen, spricht der Riegel der Tür, es sei denn, dass du meinen
Namen sagst. Gewicht des Ortes von Recht und Wahrheit ist dein Name. Ich lasse dich nicht
hindurch, spricht der rechte Pfosten der Tür, es sei denn, dass du meinen Namen sagst. Waage der
Arbeiten von Recht und Wahrheit ist dein Name. Ich lasse dich nicht hindurch, spricht der linke
Pfosten der Tür, es sei denn, dass du meinen Namen sagst. Richter des Weines ist dein Name. Ich
lasse dich nicht passieren, die Schwelle der Tür spricht, es sei denn, dass du meinen Namen sagst.
Ochse von Seb ist dein Name. Ich werde dir nicht öffnen, spricht der Bolzen der Tür, es sei denn,
dass du meinen Namen sagst. Fleisch von seiner Mutter ist dein Name. Ich werde dir nicht öffnen,
sagt die Verriegelung der Tür, es sei denn, dass du meinen Namen sagst. Die Utchat von Sebek, der
Herr der Bakhan, der lebt, dies ist dein Name. Ich werde dir nicht öffnen, und ich will dich nicht an
mir vorbei passieren lassen, spricht der Bewohner der Tür, es sei denn, dass du meinen Namen
sagst. Arm von Shu, der sich aufstellt, um Osiris zu schützen, dies ist dein Name. Wir lassen dich
bei uns nicht passieren, so die Beiträge der Tür, es sei denn, dass du unsere Namen sagst.
Schlangen-Kinder sind eure Namen. Du sollst nicht über mich schreiten, spricht der Boden der
Halle, es sei denn, dass du meinen Namen sagst. Ich bin still, ich bin rein. Ich weiß nicht die Namen
deine beiden Füße, mit denen du bei mir gehen willst, sag sie mir. Amsu ist der Name meines
rechten Fußes, Trauer von Nephthys ist der Name meines linken Fußes. Lauf zu mir, denn du kennst
mich. Ich werde dich nicht fragen, spricht der Wärter der Tür der Halle, es sei denn, dass du meinen
Namen sagst. Unterscheider von Herzen, Sucher der Zügel ist dein Name. Ich will dich jetzt fragen.
Wer ist der Gott, der in seiner Stunde lebt? Sprich! Der Erzähler der beiden Länder. Wer ist denn der
Kassierer der beiden Länder? Es ist Thot. Komm, spricht Thot, komm her. Und ich komme vorwärts
zur Prüfung. Was jetzt ist dein Zustand? Ich bin rein von allen Übeln, ich bin von den unheilvollen
Handlungen derer abgeschirmt, die zu ihren Tagen lebten, und ich bin nicht unter ihnen. Ich habe
dich versucht. Wer ist es, der nach unten in das Feuer hineingeht, die Wände sind gekrönt mit Uräen
und deren Wege führen in den See aus Feuer? Wer vorübergeht ist Osiris. Geh weiter, in Wahrheit
bist du erprobt. Dein Brot ist in U/tchat, dein Bier ist in Utchat und Mahlzeiten des Grabes werden
ausschließlich zu dir auf die Erde aus der Utchat-Kammer gebracht. Dies ist für dich verordnet."

Das Haar des Anni, triumphierend, ist das Haar von Nu.

Das Gesicht des Schreibers Anni, ist das Gesicht von Ra.

Die Augen des Anni, triumphierend, sind die Augen von Hathor.

Die Ohren des Anni, triumphierend, sind die Ohren von Ap-uat.

Die Lippen des Anni, triumphierend, sind die Lippen der Anpu.

Die Zähne des Anni, triumphierend, sind die Zähne des Serqet.

Der Hals des Anni, triumphierend, ist der Hals der Isis.

Die Hände des Anni, triumphierend, sind die Hände des Widders, des Herrn von Tattu.

Die Schulter des Anni, triumphierend, ist die Schulter von Uatchit.

Die Kehle des Anni, triumphierend, ist die Kehle von Mert.

Die Unterarme des Anni, triumphierend, sind die Unterarme der Dame von Sais.

Das Rückgrat des Anni, triumphierend, ist das Rückgrat der Sut.

Die Brust des Anni, triumphierend, ist die Brust der Herren von Kher-aba.

Das Fleisch des Anni, triumphierend, ist das Fleisch der Mächtigen des Terrors.

Die Rückseite des Anni, triumphierend, ist die Rückseite von Sekhet.

Das Gesäß des Anni, triumphierend, ist das Gesäß des Auges des Horus.

Das Glied des Anni, triumphierend, ist das Glied des Osiris.

Die Beine des Anni, triumphierend, sind die Beine der Mutter.

Die Füße des Anni, triumphierend, sind die Füße des Ptah.

Die Finger des Anni, triumphierend, sind die Finger des Orion.

Die Beinknochen des Anni, triumphierend, sind die Beinknochen der Uräen.

Das Kapitel von der Rückfahrt vom Schlachten in Suten-Henen. Spricht Anni: „O Land der Zepter!
O weiße Krone der göttlichen Form! O heilige Ruhestätte! Ich bin das Kind, ich bin das Kind, ich
bin das Kind, ich bin das Kind. Heil dir, Göttin Aburt! Du sagst es täglich Der Schlachtblock ist
vorbereitet, wie du weißt, und du, der du warst mächtig, du bist zerfallen. Ich erhebe, die mich
loben. Ich bin der heiligen Knoten innerhalb der Tamariske, schöner in der Helligkeit als gestern.
Viermal soll es gesagt werden. Ich bin Ra, der diejenigen schafft, die ihn loben. Ich bin der Knoten
innerhalb der Tamariske, schöner in der Helligkeit als die Scheibe von gestern. Der Tag geht hervor
bei diesem Thema. Mein Haar ist das Haar von Nu. Mein Gesicht ist das Gesicht von Ra. Meine
Augen sind die Augen von Hathor. Meine Ohren sind die Ohren von Ap-uat. Meine Nase ist die
Nase von Khent-Sheps. Meine Lippen sind die Lippen der Anpu. Meine Zähne sind die Zähne des
Khepera. Mein Hals ist der Hals der Isis, der göttlichen Dame. Meine Hände sind die Hände von
Khnemu, des Herrn von Tattu. Meine Unterarme sind die Unterarme der Neith, der Dame von Sais.
Mein Rückgrat ist das Rückgrat der Sut. Meine Glied ist der Glied des Osiris. Meine Zügel sind die
Zügel der Herren von Kher-aba. Meine Brust ist die Brust der schrecklichen und furchtbaren Einen.
Mein Bauch und mein Rückgrat sind der Bauch und das Rückgrat von Sekhet. Mein Gesäß ist das
Hinterteil des Auges des Horus. Meine Hüften und Oberschenkel sind die Hüften und Oberschenkel
von Nut. Meine Füße sind die Füße des Ptah. Meine Finger und Beinknochen sind die Finger und
Beinknochen der lebendigen Uräen. Es gibt kein Glied meines Körpers, das nicht Glied eines Gottes
ist. Thoth ist Schild und Schirm meinem Körper, und ich bin wie Ra jeden Tag. Keiner soll unter
meine Arme greifen; niemand wird mich wegziehen, indem er meine Hand wegzieht. Und es wird
mich kein Mensch verletzen, noch die Götter, noch die toten Heiligen, noch die, die umgekommen
sind, noch irgend einer von denen von alten Zeiten, noch ein Sterblicher, noch ein Mensch. Ich bin
hervorgekommen und bin vorher, und mein Name ist unbekannt. Ich bin gestern, und mein Name
ist: Seher von Millionen von Jahren. Ich reise, ich reise auf dem Weg des Horus, des Richters. Ich
bin der Herr der Ewigkeit; Ich fühle mich, und ich habe Macht wahrzunehmen. Ich bin der Herr der
roten Krone. Ich bin der Sonne Auge, ja, ich bin in meinem Ei, in meinem Ei. Es gewährt mir zu
leben. Ich bin in der Sonne Auge, wenn es sich schließt, und ich lebe von der Stärke davon, ich
komme her, und ich glänze; ich gehe hinein, und ich erwache zum Leben. Ich bin in der Sonne
Auge, mein Platz ist auf meinem Stuhl, und ich sitzen darauf im Auge. Ich bin Horus, der in
Millionen von Jahren nicht vergeht. Ich habe meinen Thron regiert und ich schließe aus durch die
Worte meines Mundes; und ob sie sprechen oder ob sie Stille bewahren, ich halte das
Gleichgewicht. Wahrlich sind meine Formen verändert. Ich bin der Gott Unen, von Saison zu
Saison; was mein ist, ist in mir. Ich bin der Einzige, den eine Einzige
geboren, der ringsum in seinem Kurs hineingeht, ins Auge der Sonne. Die Dinge sind nicht böse
noch feindlich zu mir, noch sind sie gegen mich. Ich öffne die Tür des Himmels. Ich regiere meinen
Thron, und ich gebe neue Geburt mir an diesem Tag. Ich bin nicht das Kind, der den Weg von
gestern antrat, aber ich bin das Heute für unendliche Nationen. Ich bin es, der dich für Millionen
von Jahren stark macht, ob du im Himmel sein wirst oder auf der Erde oder im Süden oder im
Norden oder im Westen oder im Osten; Furcht vor mir ist in euren Herzen. Ich bin der Reine, der in
dem heiligen Auge verweilt. Ich werde nicht wieder sterben. Meine Stunde ruht mit dir, aber meine
Formen sind in meiner Wohnstätte. Ich bin der, der nicht bekannt ist, und die Götter mit hellen
Rosen-Gesichtern sind mit mir. Ich bin der enthüllte Eine. Die Saison ward bei Gott im Himmel für
mich erstellt und erweitert die Grenzen der Erde und große Nachkommenschaft. Mein Name setzt
sich selbst auseinander und befreit von allen bösen Dinge durch die Worte, die ich zu euch spreche.
Ich bin es, der machte sich auf und scheint; die Wand der Wände; der Einzige, Sohn einer Einzigen.
Ra bin ich, nie mangelt seine Form, nie vergeht er, nie geht er weg. Wahrlich, ich sage: Ich bin die
Pflanze, die weiter von Nu kommt, und meine Mutter ist Mutter. Heil dir, o mein Schöpfer, ich bin
der, der keine Macht über den großen Knoten von gestern hat. Meine Kraft ist in meiner Hand. Ich
bin nicht bekannt, aber ich bin der, der dich kennt. Ich kann nicht mit der Hand gehalten werden,
aber ich bin der, der dich in der Hand halten kann. Heil, o Ei! Heil, o Ei! Ich bin Horus, die für
Millionen von Jahren lebt, dessen Flamme erleuchtet eure Gesichter und bläst in euren Herzen. Ich
habe den Befehl über meinen Thron, und ich gehe voran in meiner Stunde. Ich habe die Wege
geöffnet, ich habe mich abgewandt von allem Übel. Ich bin wie die Affen aus Gold, drei
Handflächen und zwei Finger hoch, die ohne Beine und ohne Waffen sind, und die wohnen im Haus
des Ptah. Ich gehe weiter, auch wie der Affe aus Gold geht, drei Handflächen und zwei Finger hoch,
der hat weder Beine noch Arme, und der wohnt im Haus des Ptah.“ Wenn du dieses Kapitel gelesen
hast, öffnet sich ein Weg und du gehst auf ihm.

TAFEL XXXIII
Anni, triumphierend, ist umgürtet mit feinem Gewand, er ist beschlagen mit weißen Sandalen, und
er ist mit sehr wertvoller Anta-Salbe gesalbt; und ein Stier und Kräuter und Weihrauch und Enten
und Blumen und Bier und Kuchen wurden ihm geopfert. Und siehe, du wirst zeichnen auf eine
saubere Kachel das Bild von einem Opfertisch in sauberen Farben, und du sollst es in einem Feld
vergraben, worauf Schweine nicht mit Füßen treten. Wenn dieses Wort dann darauf geschrieben
wird, wird er auferstehen, und seine Kindeskinder sollen gedeihen und sogar gedeihen ohne
Unterlass. Er wird unter den Chefs in Gegenwart des Königs wohnen und Kuchen und Becher voll
Trank und Portionen Fleisch werden ihm auf dem Tisch des großen Gottes gegeben werden. Er wird
nicht von jeder Tür in Amentet weggeschoben werden; er wird mit dem Könige des Nordens und
des Südens zusammen reisen, und er wird mit dem Anhänger des Osiris in der Nähe von Un-Nefer
leben, für immer und ewig, und für immer und ewig.

„Seid gegrüßt, ihr vier Affen, die in den Bögen des Bootes von Ra sitzen, die das Recht und die
Wahrheit des Neb-er-tcher fördern, der meine Schwäche teilt und meine Kraft, der die Götter
besänftigt durch die Flamme des Mundes, geheiligt den Göttern, und Grab-Mahlzeiten des Grabes
gibt er den Strahlenden, die sich von Recht und Wahrheit ernähren, die ohne Falschheit sind und die
Bosheit verabscheuen. Zerstöre das Böse, das in mir ist, tu weg meine Missetat, die Wunden räume
weg, die ich auf der Erde hatte, und zerstöre alle Bosheit, die sich an mich gehängt hat. Die Affen
sagen: Komm herein und nichts soll dir widerstehen. - Schenkt ihr mir, dass ich durch das Grab
passieren kann, und dass ich in Restau eingehen kann, und dass ich durch die versteckten Türen der
Unterwelt gehen kann und dass Opfer und andere Dinge mir gegeben werden von den Glänzenden,
die innen sind, und auf den Wegen des Grabes gehen, und die gehen durch die Türen davon.“

Das Kapitel eines Tet aus Gold. Anni, triumphierend, spricht: „Du gehst auf, o Herz! Du scheinst, o
Herz! Setze dich zu meiner Seite. Ich bin gekommen, trocken habe ich dir ein Tet aus Gold
gebracht;. erfreue du dich daran.“

„Über einen Tet von Gold, eingelegt in Bergahorn, dass es vorgetragen werde. O Hals der
Leuchtenden, er wird in durch die Türen der Unterwelt, durch die Macht der Worte hier gesprochen,
passieren. Es setze sich auf seinen Platz am Tag des neuen Jahres unter den Anhängern des Osiris.“

Wenn dieses Kapitel von den Verstorbenen bekannt wird, soll er in der Unterwelt perfekt geworden
sein, er wird nicht an den Türen von Amentet zurückgedrängt. Kuchen und Bier und Speiseopfer
werden ihm auf den Altären von Ra geopfert werden, oder wie einige sagen, auf dem Altar des
Osiris Un-Nefer, und er wird für immer über seine Feinde in der Unterwelt triumphieren und für
immer und ewig.

Das Kapitel von einer Schnalle aus Karneol. Spricht Anni, triumphierend: „Das Blut der Isis, der
Charme der Isis, die Macht der Isis sind ein Schutz für mich, den Chef, und sie vernichtet, was ich
verabscheue.“

In diesem Kapitel wird über eine Schnalle aus rotem Jaspis gesprochen, die in Wasser von Ankham-
Blumen und Intarsien in Sykomorenholz getaucht ist, und wird am Hals des Glänzenden platziert.
Wenn dieses Kapitel geschrieben wird, so ist die Macht der Isis groß geworden, und sie wird ihn
schützen; und Horus, der Sohn der Isis, wird sich freuen, wenn er ihn sieht. Auf keinen Fall soll der
Weg unpassierbar für ihn sein, und eine Hand wird bis in den Himmel reichen und die andere sich
zur Erde erstrecken. Wenn dieses Kapitel bekannt wird durch den Verstorbenen, wird er unter denen
sein, die Osiris Un-Nefer triumphierend folgen. Die Tore der Unterwelt werden ihm geöffnet
werden, und ein Gehöft ist mit Weizen und Gerste in Sekhet-Aaru ihm gegeben; und die Anhänger
des Horus, die darin ernten, verkünden seinen Namen als den eines der Götter, die darin leben.
Das Kapitel vom Herz aus Karneol. Spricht Anni, triumphierend: „Ich bin der Phönix, die Seele von
Ra und der Führer der Götter in der Unterwelt. Die Seelen werden hervorkommen aus der Erde, den
Willen ihres Geistes zu tun, und die Seele des Anni kommt her, den Willen seines Geistes zu tun.“

Das Kapitel vom Kissen, das unter dem Gesicht des Anni platziert ist, triumphierend, zur Abwehr
von Leiden von dem toten Körper des Osiris. Anni spricht: „Erhebe dein Haupt in den Himmel,
denn ich habe dich zusammen triumphierend gemacht, und Ptah hat gestürzt seine Feinde und deine
Feinde; alle seine Feinde sind gefallen, und sie werden nie mehr wieder aufstehen, O Osiris.“

TAFELN XXXIII und XXXIV

„Heil dir, du Schöner, o Herr! Du hast auf das Auge des Sonne geblickt, du bist von Ptah-Seker
gebunden worden, du bist von Anubis geheilt worden; Atem hat dir gegeben Shu, und du bist durch
die Messe des Einen auferweckt worden, den Fürsten der Ewigkeit gegeben. Du hast deine Augen.
Dein rechtes Auge ist im Sektet-Boot und dein linkes Auge ist im Sektet-Boot. Deine Augenbrauen
erscheinen fein vor der Union der Götter. Deine Stirn ist in der Obhut des Anubis. Die Rückseite
deines Kopfes ist in einem guten Fall in der Präsenz des Heiligen Falken. Deine Finger sind durch
schriftliche Dekret in der Gegenwart des Herrn der Khemennu etabliert, und Thoth gibt dir die
Sprache der heiligen Bücher. Dein Haar ist in einem guten Fall in Gegenwart von Ptah-Seker. Osiris
ist in Glückseligkeit, und Ehrfurcht wird ihm erwiesen durch die Union der großen Götter. Er blickt
auf den großen Gott, er wird auf schöne Wege geführt, möge er durch die Mahlzeiten des Grabes
stark gemacht werden, und seine Feinde werden unter ihm in Gegenwart der Gesellschaft der
großen Göttern niedergeworfen, die in dem großen Haus des Alten sind in Annu.“

Isis spricht: „Ich bin gekommen, dir eine Beschützerin zu sein, ich wehe dir Luft in deine Nase, und
der Nordwind, der von dem Gott Tmu kommt, kommt in deine Nase kommt. Ich habe deine Lungen
heil gemacht, ich habe ich dich wie einen Gott gemacht, deine Feinde sind unter deine Füße
gefallen. Du bist in Nut siegreich, und du bist mächtig, mit den Göttern zu herrschen.“

Nephthys spricht: „Ich bin umher gegangen, dich zu schützen, Bruder Osiris, ich bin gekommen als
eine Beschützerin zu dir. Meine Kraft wird hinter dir sein, meine Stärke ist hinter dir, für immer. Ra
hört deinen Schrei, und die Götter haben dir gewährt, dass du siegreich bist. Du bist erhöht, und du
bist siegreich über das, was dir angetan wurde. Ptah hat deine Feinde hinunter geworfen, und du bist
Horus, der Sohn von Hathor.“

Die Flamme der Isis spricht: „Ich schütze dich mit dieser Flamme, und ich jage weg den Feind aus
dem Tal des Grabes, und ich blase den Sand von deinen Füßen weg. Ich umarme Anni, der
triumphierend wird in Frieden und in Recht und Wahrheit thronen.“

Die Flamme der Nephthys spricht: „Ich bin nicht gekommen, in Stücke zu hauen. Ich bin nicht
gekommen, in Stücke zu hauen, noch werde ich leiden, dass du in Stücke gehauen wirst, ich habe
Macht, aber ich werde keine Gewalt dir antun, denn ich bin da, dich zu schützen.“

Der Tet spricht: „Ich bin schnell gekommen, und ich bin den Spuren des Gottes gefolgt, dessen
Gesicht verborgen ist, ich habe sein Heiligtum erleuchtet, ich stehe hinter dem heiligen Tet und
werde am Tag der Katastrophe zurückschlagen. Ich schütze dich, Anni.“

Mestha spricht: „Ich bin Mestha, dein Sohn, o Anni, triumphierend. Ich bin gekommen, um dich zu
schützen, und ich lasse deine Behausung ewig gedeihen. Ich habe Ptah befohlen, auch Ra geboten.“

Hapi spricht: „Ich bin Hapi, dein Sohn, o Anni, triumphierend. Ich bin gekommen, um dich zu
schützen, deinen Kopf und deine Glieder zusammenzustricken, und ich habe deine Feinde unter dir
geschlagen und habe dir gegeben deinen Kopf für immer und ewig, o Anni, triumphierend in
Frieden.“

Tuamautef spricht: „Ich bin dein geliebter Sohn Horus. Ich bin gekommen, um dich zu rächen, mein
Vater Osiris, an dem, der dir Böses tat, und ich lege ihn unter deine Füßen für immer, und für immer
und für ewig; o Anni, triumphierend in Frieden.“

„Ich habe mit Sand umgeben das verborgene Grab, und treibe die Gewalttätigen weg davon. Ich
werde das Tal des Grabes erleichtern, ich werfe Licht hinein, durchquere es in der rechten Art und
Weise, und ich schütze Anni.“

Qebhsennuf spricht: „Ich bin dein Sohn, o Anni, triumphierend, ich schütze dich und bin
gekommen, um deine Knochen einzusammeln, und ich habe deiner Glieder zusammengesammelt.
Ich habe dein Herz herbeigebracht und ich habe es platziert auf seinem Thron in deinem Körper. Ich
lasse dein Haus aus nach dir gedeihen, o du, der du für immer lebst.“

Der Vogel, der die untergehende Sonne sieht, spricht: „Gelobt sei Ra, wenn er sich im westlichen
Teil des Himmels niederlässt, Anni, triumphierend in Ruhe in der Unterwelt, spricht: Ich bin eine
perfektionierte Seele.“

Der Vogel, der die aufgehende Sonne sieht, spricht: „Alles Lob sei Ra, wenn er im östlichen Teil des
Himmels aufgeht, von Anni, triumphierend.“

Die ausgereifte Seele spricht: „Ich habe eine ausgereifte Seele im heiligen Ei des Abtu-Fisches, ich
bin die große Katze, die auf dem Sitz von Recht und Wahrheit sitzt, die beim Gott Schu wandelt.“

Anni, der Aufseher, triumphierend, spricht: „Sei gegrüßt, Uschebti-Figur! Wenn es verordnet wird,
dass Anni eine Arbeit zu tun hat, tut er sie, in der Unterwelt tut er sie, er lässt alles, was vor ihm
entfernt wird, in der Art, wie er steht, sei es, um die Felder zu pflügen, sei es, um die Kanäle mit
Wasser zu füllen, oder Sand zu tragen vom Osten in den Westen. Die Uschebti-Figur antwortet: Ich
werde es tun; wahrlich, ich bin hier bei dir.“

Hier beginnen die Kapitel des Sekhet-Hetepu und das Kapitel vom Hervorkommen des Tages und
Hineingehen und Hinaus aus der Unterwelt und Sekhet. Aanru ist in Frieden in der großen Stadt,
wobei eine frische Brise ist. Lasst mich die Macht haben. Lasst mich pflügen, stark geworden. Lasst
mich ernten. Lasst mich essen. Lasst mich trinken. Lasst mich dort werben. Und lasst mich all diese
Dinge tun, so wie sie auf der Erde durchgeführt werden.

Spricht Anni, triumphierend: „Set hat Horus weggetragen, um zu sehen, was auf dem Gebiet der
Friedens gebaut wird, und er breitet die Luft über der göttlichen Seele im Ei in seiner Zeit. Er hat
gerettet den innersten Teil des Körpers von Horus vor den heiligen Akert. Siehe, ich bin in dem
mächtigen Boot auf dem See des Friedens gesegelt. Ich, ich habe ihn im Haus des Shu gekrönt.
Seine Sterne als Aufenthaltsort erneuern seine Jugend, erneuern seine Jugend. Ich bin auf seinem
See gesegelt, der ich zu seinen Städten kommen möge, und ich habe gezeichnet, dass ich zur Stadt
Hetep komme. Denn siehe, ich finde Ruhe bei den Jahreszeiten des Horus. Ich ward in den
Regionen der Union der Götter übergeben, die im hohen Alter und ehrwürdig sind. Einer der beiden
heiligen Kämpfer beruhigt die Station des Lebens. Ich habe getan, was recht ist und schön, und ich
habe ein Opfer gebracht und habe die beiden heiligen Kämpfer beruhigt, ich habe die behaarte
Kopfhaut ihrer Gegner abgeschnitten, und ich habe ein Ende den Leiden gemacht, das befiel ihre
Kinder. Ich habe das ganze Übel beseitigt, das über ihre Seelen kam; Ich bin darüber hinaus
gekommen zur Herrschaft, ich habe Kenntnis davon. Ich habe auf den Gewässern gesegelt des Sees,
dass ich so zu den Städten komme. Ich habe Macht über den Mund, eingerichtet mit Zauberversen;
ich lasse nicht davon ab. Der Teufel wird keine Herrschaft über mich bekommen, ich ließ ihn keine
Herrschaft über mich haben. Möge ich mit deinen Felder des Friedens ausgestattet werden. Was du
wünschst, dass sollst du tun, spricht der Gott.“

Thoth, der Schreiber der Götter, hält den Stift und die Tafel, Anni bringt ein Opfer dar, und seinen
Geist weiht er den drei Göttern, die die Köpfe eines Hasen, einer Schlange und eines Stieres haben,
und Pauti ist berechtigt durch die Union der Götter. Anni hat einen Opfertisch in einem Boot. Anni
sieht einen Falke stehen auf einem Pylon-förmigen Sockel, vor dem Altar und einem Gott dienend.
Drei Kreise. Die Legende liest: In diesem Bereich im Frieden des Friedens zu sein und Luft für die
Nase zu haben.“

Anni erntet Weizen, mit den Worten: Osiris erntet; er führt den Ochsen, den Mais zu treten; er stand
da mit den Händen und den Kherp-Zepter, und vor zwei Gefäße voll roter Gerste und Weizen
knieend. Die Hieroglyphen meinen die Speise der Strahlenden. Drei Kreise.

Anni beim Pflügen mit dem Ochsen in einem Teil der Felder des Friedens.

Das Kapitel des Nilpferds. Der Fluss ist tausend Ellen in seiner Länge. Nicht kann seine Breite
gemessen werden. Nicht Fische sind darin, noch existieren Schlangen darin.

„Heil euch, ihr Herren von Geistern, ich bin in Frieden auf eure Felder gekommen, um Tchefau-
Nahrung zu erhalten, einen Zuschuss, der ich täglich zum großen Gott komme, und dass ich Grab-
Mahlzeiten haben kann, und dass mein Geist zu den Toten darf. Möge Osiris und die Union der
Götter mit dem Opfer von Fleisch und Getränken versorgt werden, die auf dem Gebiet der Hetep
wohnen, einem königlichen Opfer, so können sie uns Fleisch und Getränke und alle guten Dinge
und Bandagen und Weihrauch jeden Tag geben. Und möge ich sitzen am Tisch des Gottes des
täglichen Brotes, sein Brot zu empfangen und Kuchen, Wein und Milch und Tchefau-Lebensmittel,
und möge ich im Gefolge des Gottes nachfolgen, wenn er seinen Auftritt in seiner Burg in Restau
hat.“

Ein Boot mit einer Treppe schwimmt auf einem Strom; oben ist die Legende, ein Boot von acht
Rudern, jedes Ende wie der Kopf einer Schlange geformt, ein Flug von Schritten; am Heck
geschrieben und an den Bögen: Der Gott darin ist Un-Nefer. Der Strom, der auf der konvexen Seite
der kleinen Insel fließt, wird Flut vom Himmel genannt. Auf der anderen Insel ist eine Treppe
platziert, an der Seite, die den Raum auf der linken Seite beschreibt, die stellt den Aufenthalt der
Seligen dar, und wird wie folgt beschrieben:

Der Sitz der Strahlenden. Ihre Länge ist sieben Ellen, die Breite drei Ellen, die Insel der Seligen, die
perfektioniert werden, sie ernten den heiligen Weizen.

TAFELN XXXV UND XXXVI

Spricht Anni, triumphierend: Anbetung dir, o Herr, du Herr über Recht und Wahrheit, der Eine, der
Herr der Ewigkeit und Schöpfer von Ewigkeit, ich komme zu dir, o mein Herr Ra. ich habe
Fleischopfer von sieben Kühen und Stieren dir dargebracht. O ihr, die ihr gebt Kuchen und Bier den
Strahlenden, gewährt meiner Seele, mit euch zu sein. Möge Anni, triumphierend, auf den
Oberschenkeln geboren werden; möge er sein wie einer, der für immer und ewig lebt; und möge er
ein herrliches Wesen in der schönen Amenta werden.“

Ansprache an die Ruder: „Heil, du schöne Leistung, du schönes Ruder des nördlichen Himmels!“
„Heil dir, der du ringsum um den Himmel gehst, du Pilot der Welt, du schönes Ruder des westlichen
Himmel!“

„Heil, Glänzendes, das du lebst in dem Tempel, wo die Götter in sichtbaren Formen leben, du
schönes Ruder des östlichen Himmels!“

„Heil, das du in den Tempel des hellen Gesichts wohnst, du schönes Ruder des südlichen
Himmels!“

Ansprache an die vier Triaden: „Seid gegrüßt, ihr Götter, die über der Erde sind, ihr Piloten der
Unterwelt!“

„Heil, ihr Mutter-Göttinnen, die über der Erde sind, die in der Unterwelt sind, und die sich im Haus
des Osiris befinden!“

„Heil, ihr Götter, ihr Piloten, ihr, die ihr über der Erde sind, ihr Piloten der Unterwelt!“

„Heil, ihr Nachfolger von Ra, die in der Bahn des Osiris sind!“

Ein Loblied auf Osiris, den Bewohner von Amentet, Un-Nefer in Abtu, Anni, triumphierend,
spricht: „Sei gegrüßt, o mein Herr, der du lebst in Ewigkeit, und dessen Existenz währt je und je.
Heil, Herr der Herren, König der Könige, Fürst, Gott der Götter, die mit dir leben, ich habe mich zu
dir auf einen Sitz gesetzt, bin zu dir gekommen, der du in der Unterwelt bist, und die lieben Bilder
deiner Seelen sind unter denen, die ertragen Millionen von Millionen von Jahren. Möge in Tamera
keine Verzögerung entstehen. Gewähre du, dass sie alle zu mir kommen können, große und kleine.
Mögest du gewähren dem Geist des Anni die Macht, hinein zu gehen und weiter zu kommen aus der
Unterwelt; und dass er vor den Toren des Tuat nicht zurückgewiesen wird.“

TAFEL XXXVII

Anbetung dir, Gott, heilig, groß, wohltätig, Fürst von Ewigkeit, Bewohner in seinen Sitz im Sektet-
Boot, Diademe im Atet-Boot sind dir gegeben, dich lobt man im Himmel und auf Erden, erhaben
von den Alten und von der Menschheit, die Größe deiner Macht ist in den Herzen der Menschen,
glänzende Laune, und die Toten, deine Seelen in Tattu, deine Macht in Suten-Henen, und die
sichtbaren Embleme in Annu und die Macht deiner Formen an der Stelle der Reinigung. Ich bin
gekommen, um dich anzubeten, mein Herz ist richtig, meine Brust ohne Täuschung, du musst
zugeben, dass ich unter den Lebenden sein könnte, dass ich segeln kann und dass ich unter deinen
Nachfolgern bin.

O Hathor, Unsere Liebe Frau von Amentet, Bewohnerin des Landes Urt, Herrin von Ta-sert, Auge
des Ra, Bewohnerin der Stirn, dein schönes Angesicht lächelt im Boot von Millionen Jahren...
TIBETISCHES TOTENBUCH

Fragment

ANBETUNG

O Gott, grenzenloses Licht dieser Realität, oh liebende und leidenschaftliche himmlische Wesen,
Engel und Meister, o große spirituelle Lehrer und Heilige, ich erkenne die Einheit der Unendlichen
Potenz. Ich erkenne den Unendlichen an, den unsterblichen Geist des perfekten klaren Lichts der
Unendlichen Potenz in der geistigen Wirklichkeit!

DER TOD UND DAS POST-PHYSISCHE LEBEN

Sei gegrüßt, Unsterbliche, die du Anna hießest! Die Zeit ist gekommen, dass du deinen Weg in die
Realität des Geistes findest. Dein physischer Atem hat angehalten; das perfekte klare Licht der
Unendlichen Potenz, die ersten Phase des Übergangs in die geistige Wirklichkeit, hat sich zu
manifestieren begonnen. Dein physischer Atem hat angehalten und du beginnst, den Geist der
Realität zu erleben; öde und leer wie der Raum. Dein unsterbliches, unendliches spirituelles
Bewusstsein beginnt zu erwachen, klar und leer; kein Horizont oder Mitte ist wahrzunehmen. Du
musst sofort diese Lücke wie dich selbst erkennen. Du musst innerhalb dieser Erfahrung zentriert
bleiben. Nun ist die Vision da, die sich in der Leere zu manifestieren beginnt, es ist das Bild von
Schlamm, der die Erde und das Wasser in Verschmelzung darstellt. Das Bild von Rauch, Wasser und
Feuer in Verschmelzung. Das Bild von Funken, die Feuer und Wind zusammenführen. Das Bild
einer Kerzenflamme, die den Wind und das Bewusstsein verschmilzt. Das Bild eines nächtlichen
Himmels, der das Bewusstsein und das Licht verschmilzt. Das Bild des sonnigen Himmels, der das
Licht im Aufgehen von Strahlen darstellt. Das Bild des Nachthimmels, der die Ausstrahlung und
Aufgehen in der Immanenz darstellt. Das Bild der frühesten Dämmerung am Himmel, die die
drohende Gefahr und das perfekte klare Licht in Verschmelzung darstellt. Sei gegrüßt, Unsterbliche,
die du Anna hießest! Nun, da du durch die Tür des physischen Todes gegangen und in die geistige
Wirklichkeit übergegangen bist, musst du dich jetzt neu orientieren. Wiederhole dir die folgenden
Worte: Wach auf! Ich bin vom physischen Leben durch den körperlichen Tod zum Punkt des
spirituellen Erwachens übergegangen. Von diesem Punkt an werde ich meinen Geist und mein
Bewusstsein wecken, indem du die unendliche Potenz des Geistes betrachtest. Ich werde über
Frieden und Harmonie meditieren müssen und Liebe und Mitgefühl zum Wohle aller Wesen in allen
Realitäten, die ich in der Einheit der unendlichen Potenz zentriert bleiben muss. Nun zum Wohle
aller Wesen werde ich das perfekte klare Licht als die Darstellung der Unendlichen Potenz
anerkennen. Diese Erfahrung der unendlichen Einheit werde ich erreichen, den höchsten Frieden
und die Harmonie der unendlichen Potenz, und ich werde das Ziel aller Wesen erreichen. Wenn ich
dann nicht den höchsten Frieden und die Harmonie erreiche, während ich wohne in der geistigen
Wirklichkeit, werde ich erkennen, dass ich in der geistigen Wirklichkeit wohne. Ich werde von
Moment zu Moment erkennen und die geistige Wirklichkeit als eine Manifestation der Unendlichen
Potenz erkennen, und ich werde Augenblick zu Augenblick auf meinem Weg des Lebens in der
geistigen Realität zentriert bleiben und damit meine Zwecke in dieser Realität erreichen, indem sich
manifestiert, was ich brauche, um in der unendlichen Potenz zentriert zu bleiben. Sei gegrüßt,
Unsterbliche, die du Anna genannt wurdest! Hör mir zu! Im Augenblick ist das perfekte klare Licht
der unendlichen Potenz manifest für dich. Erkenne es! Bestätige es! Integriere es in deine
Erfahrungen! Sei gegrüßt, Unsterbliche, die du Anna hießest! Dies dein gegenwärtig bewusstes,
natürlich klares und leeres Bewusstsein, diese Präsenz in klarer Leerheit ohne Objekte von
Substanz, Zeichen oder Farbe, genau das ist die Realität, die Mutter, Buddhas All-Güte! Und dies
dein Bewusstsein der natürlichen Leerheit erliegt nicht einer falschen Leerheit, nur dein eigenes
Bewusstsein, unaufhörlich, hell, verschieden und lebendig, genau dieses Bewusstsein ist der Vater,
Buddhas All-Güte! Gerade diese Präsenz der Unteilbarkeit deines Bewusstsein in natürlich
unwesentlicher Leerheit und die vibrierende helle Präsenz deines Bewusstsein, gerade dies ist der
Buddha-Körper der Wahrheit. Dein Bewusstsein bleibt somit in diesem riesigen Masse von Licht
der Klarheit der leeren Einheit. Du bist frei von Geburt und Tod, gerade dies ist der Buddha des
unwandelbaren Lichts. Es genügt, dies zu erkennen. In dieser Erkenntnis besitzt du Bewusstsein der
Reinheit der Natur als Buddha, selbst das Bewusstsein anschauend und besitzend, dass in der
inneren Verwirklichung aller Buddhas wohnt. Sei gegrüßt, Unsterbliche, die du Anna genannt
wurdest! Meditiere über die Unendliche Potenz! Lass dich nicht ablenken! Konzentriere dein
ganzes Wesen auf die unendliche Einheit! Meditiere über die geistige Realität der Manifestationen!
Meditiere nicht über die materielle Realität der Manifestationen! Zentriere dich in der unendlichen
Einheit!

DER LIEBE GÖTTLICHE REALITÄT

Sei gegrüßt, Unsterbliche, die du Anna genannt wurdest! Höre entschlossen mit intensiver
Konzentration! Es gibt sieben Arten: Erstens, die physische Geburt, zweitens das physische Leben
voll Bewusstsein, drittens das Traumbewusstsein, viertens die Betrachtung und Meditation, fünftens
den physischen Tod voll Bewusstsein, sechstens die geistige Wirklichkeit, siebtens die geistige
Existenz voll Bewusstsein. Sei gegrüßt, Unsterbliche, die du Anna genannt wurdest! Am Ende des
physischen Lebens brechen die drei geistlichen Zwischenräume für dich an; fünftens der
Todespunkt voll Bewusstsein, sechstens die geistige Wirklichkeit voll Bewusstsein, siebtens die
geistige Existenz voll Bewusstsein. Im Todespunkt voll Bewußtsein manifestiert sich die Realität
des klaren Lichts. Aber leider kannst du es nicht erkennen, so kamst du hierher. Nun ist die geistige
Wirklichkeit voll Bewußtsein und die geistige Existenz voll Bewusstsein für dich manifestiert. Wie
ich sie beschreibe, musst du alles tun, um sie ohne Fehler zu erkennen. Sei gegrüßt, Unsterbliche,
die du Anna genannt wurdest! Jetzt bist du angekommen in dem, was der physische Tod genannt
wird. Du bist von der physischen Realität in die geistige Wirklichkeit übergegangen. Du bist nicht
allein; das passiert jedem. Du darfst nicht festhalten an oder beharren auf dem physischen Leben
und ihm frönen. Auch wenn du mit ihm verbunden bist und du darauf bestehst, hast du keine Macht
zu bleiben. Vermeide nicht, den Lebenszyklus zu durchwandern. Nicht Lust! Nicht Anklammern!
Sei dir jetzt bewusst der Drei Juwelen! Sei gegrüßt, Unsterbliche, die du Anna genannt wurdest!
Was auch immer für Visionen der geistigen Wirklichkeit voll Bewusstsein in der Morgenröte dich
erschrecken mögen, solltest du nicht die folgenden Worte vergessen. Du musst gehen in deinem
Kopf, um dich an die Bedeutung dieser Worte zu erinnern. Hierin liegt der Schlüssel zu deiner
friedlichen Orientierung innerhalb der geistigen Wirklichkeit. Nun, wenn die geistige Wirklichkeit
voll Bewußtsein dämmert in mir, werde ich von der Illusion des instinktiven Terrors ablassen und
alle Objekte als meines Geistes eigene Visionen erkennen und verstehen dies als das Muster der
Wahrnehmung in der geistigen Wirklichkeit. Komm zu diesem Moment, komm mit dieser
kritischen Einstellung, ich werde nicht meine eigenen Visionen der liebenden und
leidenschaftlichen Götter fürchten! Sei gegrüßt,Unsterbliche, die du Anna hießest! Du solltest diese
Worte deutlich wiederholen, laut in deinem Kopf, und dich an ihre Bedeutung erinnern. Dies ist
sehr wichtig! Es ist der Schlüssel zu erkennen, was auch immer für erschreckende Visionen im
Morgengrauen kommen, als eine Manifestation deines eigenen Geistes. Sei gegrüßt, Unsterbliche,
die Anna hieß! Zu dieser Zeit, wenn sich dein Geist und dein Körper trennten und andere Wege
gehen, reine Wirklichkeit manifestiert sich in subtilen, schillernden Visionen, anschaulich erfahrbar,
natürlich erschreckend und besorgniserregend, in der Wüste wie eine Fata Morgana schimmernd.
Befürchte nichts! Erschrick nicht! Keine Panik! Du hast jetzt, was ein instinktiver spiritueller
Körper genannt wird, eine Materie nicht wie Fleisch und Blut des Körpers. So, was auch immer von
Ton, Beleuchtung und Strahlen auf dich kommen mag, kann es dir nicht schaden. Du kannst nicht
sterben. Es ist genug für dich, diese Erfahrungen als Ausdruck des eigenen Geistes zu erkennen.
Denke daran, du bist jetzt in der geistigen Welt. Sei gegrüßt, Unsterbliche, die du Anna genannt
wurdest! Wenn du nicht diese Visionen als Ausdruck des eigenen Geistes auf diese Weise erkennst,
was auch immer für andere Meditationen und Werke du in der Welt der Menschen erfahren haben
könntest, wenn du nicht diese besondere Anweisung erfüllt hast, die Lichter werden dich
erschrecken, die Klänge dich in Panik versetzen, die Strahlen dich erschrecken. Wenn du den
Schlüssel von dieser Anweisung nicht kennst, wirst du nicht die Klänge, Lichter und Strahlen
erkennen, und du wirst in den Kreislauf des Lebens zwischen den physischen und geistigen
Realitäten verwoben werden. Dies ist, warum ich dir diese Informationen vorlese. Damit du deinen
Weg in die geistige Realität findest.

DIE ERSTE PERIODE

Sei gegrüßt, Unsterbliche, die Anna hieß! Nachdem du eine Zeit lang ohne deinen physischen
Körper gewesen, schreite jetzt weiter. Du hast in der Verwirrung Angst und Sorge erweckt, dich zu
fragen: Was ist los mit mir? Erkenne, dass du nun in der geistigen Welt bist! Nun, dein
Lebenszyklus ist hinweg, und alle Dinge manifestieren sich als Lichter und Gottheiten. Aller Raum
manifestiert sich voll blauen Lichts. Nun, vom zentralen Buddha-Land, als alles durchdringende
Tropfen, erscheint der Herr Vairochana vor dir, mit weißem Körper, auf einem Löwenthron sitzend,
in der Hand ein Speichenrad, vereint mit seiner Gemahlin Akasha Dhatvishvari. Die natürliche
Reinheit des Bewusstseins-Mosaiks, das blaue Licht der Realität der Perfekten Weisheit, eine klare
und lebendige blaue Farbe, erschreckend intensiv, scheint durchbohrend vom Herzzentrum des
Vairochana-Paares, blendend deine Augen unerträglich. Gleichzeitig wird das weiche, weiße Licht
der Götter auf dich scheinen und dringt zusammen mit dem hellen blauen Licht auf dich ein.
Verwirrt in der Manifestation der geistigen Wirklichkeit, wirst du panisch und bist vor diesem
hellen blauen Licht der Wirklichkeit der Perfekten Weisheit voller Angst und versuchst, vor ihm zu
fliehen. Du neigst dazu, eine Anziehungskraft des weichen, weißen Lichts der Götter zu fühlen, und
näherst dich ihm. Höre! Du musst nicht vor dem blauen Licht in Panik sein; die klare,
durchbohrende, brillante, erschreckende höchste Weisheit des klaren Lichts! Befürchte sie nicht! Es
ist der Lichtstrahl des transzendenten Herrn, die Realität der Perfekten Weisheit, die Einheit der
unendlichen Potenz. Fühle dich von Glauben und Ehrfurcht angezogen! Mache es zu deinem Gebet,
zu antworten, zu denken: Es ist der Lichtstrahl des Mitgefühls von Herrn Vairochana, ich muss
Zuflucht nehmen zu ihm!Es ist die Art und Weise, wie der Herr Vairochana kommt die Straße von
der geistigen Welt, dich zu geleiten. Es ist der Lichtstrahl des Mitgefühls von Vairochana. Lass dich
nicht von dem weichen, weißen Licht der Götter anlocken. Du wirst nicht zu ihm gebracht werden!
Nicht lange danach! Wenn du dich festklammerst, wirst du in das Reich der Götter wandern, und du
wirst durch die sieben Reiche getriebener Existenz im Lebenszyklus dein Leben fortsetzen. Es ist
ein Hindernis, mit der unendlichen Einheit zu verschmelzen, den Weg des Friedens und der
Harmonie zu gehen, so schaue nicht darauf. Sei gewidmet dem strahlend blauen Licht, das
durchdringen will deine intensive Willenskraft in Richtung Vairochana, und wiederhole folgendes
Gebet: Wenn ich den Lebenszyklus durchstreife, von Verwirrung in den Manifestationen des
Unendlichen angetrieben, leite mich der Herr Vairochana auf dem Weg des klaren Lichts der
Perfekten Weisheit! Möge seine Gefährtin Dhatvishvari mich auf dem Weg zurückführen, mich von
den gefährlichen Meerengen der Zwischenwelt retten und mich tragen zur perfekten Erleuchtung! -
So mit heftiger Hingabe bete, löse im Regenbogenlicht dich in das Herz des Vairochana-Paares auf.
Dort findest du das zentrale reine Land Ghanavyuha, Gehe ein und werde ein Buddha in dem
Körper der Perfekten Glückseligkeit!

DIE ZWEITE PERIODE

Sei gegrüßt, Unsterbliche, die Anna genannt wurde! Höre, ohne zu wanken! In dieser zweiten
Periode dämmert das weiße Licht, das ist die Reinheit des Elements Wasser, vor dir. Zu diesem
Zeitpunkt aus dem blauen östlichen reinen Land von Abhirati, Intensive Wonne, entsteht der blaue
Herr Vajrasattva Akshobhya, vor dir auf einem Elefanten sitzend, ein fünfzackiges Vajra-Zepter
tragend, in der Vereinigung mit seiner Gefährtin Buddhalochana, begleitet von den männlichen
Bodhisattvas Kshitigarblh und Maitreya und den weiblichen Bodhisattvas Lasya und Pushpa, einer
Gruppe von sechs Urform-Gottheiten. Das weiße Licht des Spiegels der Weisheit, der Reinheit der
Form-Mosaike, weiß und durchbohrend, hell und klar, scheint aus dem Herzen des Vajrasattva-
Paares vor dir, durchdringend, unerträglich deinen Augen. Zugleich scheint das weiche rauchige
Licht der Hölle vor dir, zusammen mit der Weisheit Licht. Zu diesem Zeitpunkt unter dem Einfluss
von Hass fühlst du Panik, von diesem strahlend weißen Licht erschreckt, und du versuchst, vor ihm
zu fliehen. Du fühlst eine Vorliebe für das weiche rauchige Licht der Hölle und näherst dich ihm.
Aber jetzt musst du furchtlos erkennen das strahlende Weiß, das durchbohrende, blendend klare
Licht der Weisheit. Lass dich von ihm mit Glauben und Verehrung erfreuen! Bete und steigere deine
Liebe für die Weisheit und das Denken: Das ist das Licht des Mitgefühls von Herrn Vajrasattva! Ich
nehme Zuflucht zu ihm! Es ist des Herrn Vajrasattvas Glänzen, das dich durch die Schrecken der
Zwischenwelt begleitet. Es ist der Führungsstrahl des Lichts des Mitgefühls von Vajrasattva, habe
Glauben an ihn! Lass dich von diesem weichen rauchigen Licht der Hölle nicht verlocken! Siehe!
Das ist der Weg der Zerstörung, von der Verwirrung und dem starken Hass geprägt! Wenn du dich
daran klammerst, wirst du in die Hölle fallen; du wirst in den Sumpf der unerträglichen Qualen des
Leidens stürzen, ohne je wieder zu entkommen. Es ist ein Hindernis für den Weg des Friedens und
der Harmonie. Schau nicht auf dieHölle und lass allen Hass! Klammere dich nicht daran! Nicht
lange danach! Hab Vertrauen in dieses blendend helle weiße Licht! Richte deine intensiven
Willenskraft auf den Herrn Vajrasattva und sprich das folgende Gebet: Ach, wenn ich den
Lebenszyklus vom starken Hass abwende, kann der Herr Vajrasattva mich führen auf dem Weg des
klaren Lichts des Spiegels der Weisheit! Möge mir seine Gemahlin Buddhalochana wieder auf die
Art und Weise helfen, mich zu retten vor den gefährlichen Meerengen des geistlichen
Zwischenreichs und mich tragen zur Perfekten Erleuchtung! Durch das Beten auf diese Weise mit
intensivem Glauben wirst du dich im Regenbogenlicht im Herzen von Lord Vajrasattva auflösen,
und du wirst zu seinem östlichen reinen Land gehen und Erleuchtung im Körper der Perfekten
Glückseligkeit erreichen.

DIE DRITTE PERIODE

Sei gegrüßt, Unsterbliche, die Anna genannt wurde! Höre, ohne zu wanken! In dieser dritten
Periode macht sich bemerkbar das gelbe Licht, das ist die Reinheit des Elements der Erde. Zu
diesem Zeitpunkt erscheint aus dem gelben südlichen Buddha-Land Shrimat der gelbe Herr
Ratnasambhava, auf einem feinen Pferd sitzend, ein kostbares wunscherfüllendes Juwel tragend, in
der Vereinigung mit seiner Gefährtin Mamaki, begleitet von den männlichen Bodhisattvas
Akashagarbha und Samantabhadra und den weiblichen Bodisattvas Mala und Dhupa, eine Gruppe
von sechs Buddha-Gottheiten vor dem Hintergrund eines Regenbogens, Strahlen und Leuchten. Das
gelbe Licht der gleichmachenden Weisheit, die Reinheit der Empfindung der Mosaike, gelb und
durchbohrend, blendend und klar, geschmückt mit Perlen von Tropfen glitzernd, scheint aus dem
Herzen des Ratnasambhava-Paares vor dir, dein Herzzentrum durchdringend, unerträglich zu sehen
deinen Augen. Zur gleichen Zeit leuchtet das weiche blaue Licht des menschlichen Bereichs vor
deinem Herzen, parallel mit dem Weisheits-Licht eindringend. Zu diesem Zeitpunkt unter dem
Einfluss von Stolz fühlst du Panik und wirst von diesem brillanten, energisch gelben Licht
erschreckt, und du fliehst vor ihm. Du fühlst eine Vorliebe für dieses weiche blaue Licht der
menschlichen Reiche und näherst dich ihm. Aber du musst furchtlos erkennen das leuchtend gelbe,
durchbohrende, blendend klare Licht der Weisheit. Auf sie setze deinen Verstand, entspanne das
Bewusstsein in der Erfahrung, nichts mehr zu tun. Oder indem du mit Glauben und Verehrung
erfreut wirst! Wenn du es als die natürliche Energie des eigenen Bewusstseins erkennen kannst,
ohne auch nur den Glauben zu fühlen oder zu beten, löst du dich unteilbar von allen Bildern und
Lichtstrahlen, und du wirst ein Buddha werden. Wenn du es nicht als die natürliche Energie der
eigenen Bewusstseins erkennst, dann bete und erhöhe deine Liebe für die Weisheit und denke: Es ist
der Lichtstrahl des Mitgefühls von Herrn Ratnasambhave! Ich nehme Zuflucht zu ihm! Es ist der
Strahl der Lichtstrahlen des Mitgefühls von Herrn Ratnasambhave, habe Glauben an ihn! Lass dich
von diesem weichen blauen Licht der menschlichen Reiche nicht verlocken, denn das ist der Weg
der Verwirrung in den Übertretungen, die von deinem harten Stolz geprägt sind! Wenn du dich
daran klammerst, wirst du in die menschlichen Reiche fallen; du wirst das Leiden von Geburt,
Krankheit, Alter und Tod erleben, und du wirst keine Zeit zur Befreiung vom Lebenszyklus finden.
Das weiche blaue Licht ist ein Hindernis für den Weg der Befreiung und blockiert dich. Schau nicht
darauf, und verlass allen Stolz! Lass alle Instinkte! Klammere dich nicht daran! Nicht lange danach!
Hab Vertrauen in dieses blendend helle gelbe Licht! Richte deine Willenskraft auf den Herrn
Ratnasambhava und sprich das folgende Gebet: Oh, wenn ich den Lebenszyklus durchstreife, vom
starken Stolz getrieben, möge der Herr Tarnasambhava mich führen auf dem Weg des klaren Lichts
der ausgleichenden Weisheit! Möge seine Gemahlin Buddha-Mamaki mich auf dem Weg zurück
führen, mich befreien von den gefährlichen Meerengen des geistlichen Zwischenreichs und mich
tragen zur Perfekten Erleuchtung! Durch die Zusammenarbeit mit dem starken Glauben bete auf
diese Weise, und du wirst dich im Regenbogenlicht im Herzen des Ratnasambhava-Paares auflösen
und du wirst in das südliche reine Land Shrimat gehen und Erleuchtung im Körper der Perfekten
Glückseligkeit erreichen.

DIE VIERTE PERIODE

Sei gegrüßt, unsterbliche Seele, die Anna genannt wird! Höre, ohne zu schwanken! In dieser vierten
Periode kommt das rote Licht, das ist die Reinheit, da das Element des Feuers dämmert. Zu diesem
Zeitpunkt kommt aus der roten westlichen Welt von Sukhavate der rote Herr Amitabha, vor dir auf
einem Pfauenthron sitzend, ein Lotus, in der Vereinigung mit seiner Gefährtin Pandaravasini,
begleitet von den männlichen Bodhisattvas Avalokiteshvara und Manjushri und den weiblichen
Bodhisattvas Gita und Aloka, einer Gruppe von sechs Buddha-Gottheiten in einem Hintergrund von
Regenbögen und Lichtern. dem roten Licht der unterscheidenden Weisheit, der Reinheit des
konzeptionellen Mosaiks, rot und durchbohrend, blendend und klar, mit Tropfen verziert und
Tröpfchen, scheint es aus dem Herzen des Amitabha-Paares, genau dein Herzzentrum
durchdringend, unerträglich mit deinen Augen zu sehen. Befürchte es nicht! Zugleich scheint ein
weiches gelbes Licht des hungrigen Geister-Reiches vor dir, in dein Herz parallel mit der Weisheit
Licht eindringend. Fröne dem nicht! Verlasse das Anhaften und die Sehnsucht! Zu diesem Zeitpunkt
unter dem Einfluss der heftigen Leidenschaft wird dich Panik ergreifen und du wirst von diesem
brillanten, energischen roten Licht erschreckt, und du willst vor ihm fliehen. Du fühlst eine Vorliebe
für das weiche gelbe Licht aus dem hungrigen Geister-Reich und näherst dich ihm. Aber zu dieser
Zeit musst due furchtlos erkennen das leuchtende Rot, durchbohrend, blendend, als das klare Licht
der Weisheit. Dem mustt du deinen Geist ergeben, dein Bewusstsein hat in der Erfahrung nichts
mehr zu tun, als zu entspannen. Oder auch, indem du die Weisheit mit Glauben und Verehrung
erfreust! Wenn du sie als die natürliche Energie deines eigenen Bewusstseins erkennen kannst, ohne
den Glauben zu fühlen, ohne Gebete zu sprechen, verschmilzt du unteilbar mit allen Bildern und
Lichtstrahlen, und du wirst ein Buddha werden. Wenn du sie nicht als die natürliche Energie deines
eigenen Bewusstseins erkennen kannst, dann bete und dein Streben zu ihr bewahre und denke: Es
ist der Lichtstrahl des Mitgefühls des Herrn Amitabha! Ich nehme Zuflucht zu ihm! - Es ist der
Strahl der Lichtstrahlen des Mitgefühls des Herrn Ambitabha, habe den Glauben an ihn! Fliehe ihn
nicht! Wenn du ihn fliehst, wird er dich dennoch nicht verlassen! Fürchte ihn nicht! Lass dich von
diesem weichen gelben Licht des hungrigen Geister-Reiches anlocken! Es ist der Weg der Triebe
der Übertretungen, die du in deiner harten Befestigung angesammelt hast! Wenn du dich daran
festklammerst, wirst du in die hungrigen Geister-Reiche fallen; du wirst die unerträglichen Leiden
von Hunger und Durst erleben, und es wird ein Hindernis für den Weg des Friedens sein und die
Harmonie blockieren. Ohne dich festzuklammern, verzichte dein Instinkt auf alles! Verlange nach
nichts! Habe Vertrauen in das schillernde helle rote Licht, dem Ziel deines eindeutigen Willens zum
Amitabha-Paar, und sprich das folgende Gebet: Wenn ich vom Lebenszyklus angetrieben durch eine
starke Leidenschaft wandere, möge der Herr Amitabha mich auf dem Weg des klaren Lichts führen
zur Weisheit! Möge mich seine Gefährtin Buddha-Pandaravasini auf dem Weg zurück vor den
gefährlichen Meerengen des Geistigen retten und meine Erleuchtung perfektionieren! Auf diese
Weise mit intensivem Glauben betend, wirst du vom Regenbogenlicht überblendet des Herzens des
Paares Amitabha und in das westliche reine Land Sukhavati gehen und Erleuchtung im Körper
Perfekter Glückseligkeit erreichen.

DIE FÜNFTE PERIODE

Sei gegrüßt, Unsterbliche, die du Anna genannt wurdest! Höre, ohne zu schwanken! In dieser
fünften Periode wird das grüne Licht, das die Reinheit des Elements Wind darstellt, dämmern. Zu
dieser Zeit ist aus dem grünen Norden des Buddha-Landes Prakuta der grüne Herr Amoghasiddhi
erschienen auf einem Adler-Thron, Samayatara mit einen Vajra-Kreuz, in der Vereinigung mit seiner
Gefährtin, besucht von den männlichen Bodhisattvas Vajrapani und Sarvanivaranaviskambhin und
den weiblichen Bodhisattvas Gandha und Nartya, einer Gruppe von sechs Buddha-Gottheiten vor
einem Hintergrund von Regenbögen und Lichtern. Das grüne Licht der All-Erfüllung der Weisheit,
die Reinheit der Schöpfung, grün, durchbohrend, blendend und klar, verziert mit glitzernden
Tropfen und Tröpfchen, scheint aus dem Herzen des Amoghasiddhi-Paares, genau dein
Herzzentrum durchdringend, unerträglich zu sehen mit deinen Augen. Habe nicht Angst davor, sie
als die natürliche Kraft der Weisheit des eigenen Bewusstseins zu kennen, mache die Erfahrung des
großen unbewohnten Gleichmuts, frei von Anziehung des Bekannten und Abneigung gegen die
Fremden! Zur gleichen Zeit ein weiches beneidenswertes rotes Licht des Titanen-Reiches scheint
auf dich zusammen mit der Weisheit Lichtstrahl. Meditiere darüber mit Anziehung und Abneigung
im Gleichgewicht. Wenn du von minderer Geisteskraft bist, schwelge nicht drin! Zu diesem
Zeitpunkt unter dem Einfluss von heftiger Eifersucht, wird dich Panik ergreifen und du wirst von
diesem brillanten stechend grünen Licht erschreckt, und du wirst es alarmiert fliehen. Genuss ist bei
diesem weichen roten Licht des Titanen-Bereichs angebracht, wenn man sich ihm nähert. Aber zu
dieser Zeit musst du furchtlos erkennen das leuchtend grüne, durchbohrende, blendend klare Licht
als Weisheit. Bei ihr entspanne dein Bewusstsein in der Erfahrung der Transzendenz des Nichtstun.
Oder wieder bete und erhöhen deine Liebe für die Weisheit und denke: Es ist der Lichtstrahl des
Mitgefühls von Herrn Amoghasiddhi! Ich nehme Zuflucht zu ihm! - Es ist die All-Weisheit zu
erreichen, es wird der Lichtstrahl des Strahls des Mitgefühls des Herrn Amoghasiddhi sein, habe
Glauben an ihn! Fliehe das Licht nicht! Wenn du es fliehst, wird es dennoch dich nicht verlassen!
Fürchte es nicht! Lass dich von diesem weichen roten Licht der Titanen-Reiche anlocken! Es ist der
Weg der Zerstörung der negativen evolutionären Aktionen, die du mächtig durch Eifersucht
begangen hast! Wenn du dich festklammerst, wirst du in die Titanen-Reiche fallen; du wirstn die
unerträglichen Leiden der endlosen Kämpfe erleben, und es wird ein Hindernis dir blockieren den
Weg der Befreiung. Ohne dich festzuklammern, verzichte dein Instinkt auf alles! Verlange nach
nichts! Habe Vertrauen in dieses blendend helle grüne Licht! Richte dein eindeutige Willenskraft
auf den Herrn Amoghasiddhi und sprich das folgende Gebet: Wenn ich den Lebenszyklus,
angetrieben durch starken Neid, durchwandere, möge der Herr Amoghasiddhi mich führen auf dem
Weg des klaren Lichts der allumfassenden Weisheit! Seine Gefährtin Buddha-Samayatara sei mit
mir! Möge sie mich auf dem Weg zurück befreie von den gefährlichen Meerengen des geistlichen
Zwischenreichs und meine Erleuchtung perfektionieren! Durch die Zusammenarbeit mit starken
Glauben auf diese Weise betend, wirst du im Herzen des Herrn im Regenbogenlicht dich auflösen,
im Amoghasiddhi-Paar, und du wirst in das nördliche reine Land Prakuta gehen und Erleuchtung im
Körper Perfekter Glückseligkeit erreichen!
DIE SECHSTE PERIODE

Sei gegrüßt, Unsterbliche, die du Anna genannt wurdest! Höre, ohne zu schwanken! Gestern die
Vision der fünf Buddhas erschien dir einer nach dem anderen. Obwohl sie klar beschrieben wurden,
unter dem Einfluss der negativen Entwicklung bist du in Panik geraten, und bis jetzt bist du noch
zurück. Wenn du bereits das natürliche Glänzen einer der Weisheiten erkannt hättest, fünf Buddhas
als deine eigene Vision wären da, dass du inf dem Körper von einem der fünf Buddhas im
Regenbogenlicht dich auflösen könntest und Erleuchtung im Leib der Seligpreisung erreichen. Wie
es ist, hast du das Licht nicht erkannt und du wanderst immer noch hier. Nun siehe, ohne
Ablenkung! Nun ist die Vision von allen fünf Buddhas da und die Vision der Verbindung der vier
Weisheiten ist gekommen, dich zu begleiten, in ihrer Richtung. Erkenne sie! Unsterbliche, die du
Anna hießest! Die Reinheit der vier Elemente dämmert als die vier Lichter. In der Mitte, wie das
Vairochana-Buddha-Paar kommt aus dem reinen Land All-Durchdringender-Tropfen. Im Osten wird
das Vajrasattva-Buddha-Paar erscheinen mit dem Gefolge aus dem reinen Land Abhirati. Im Süden
wir das Ratnasambhava-Buddha-Paar mit dem Gefolge oben erscheinen aus Shrimat, dem reinen
Land. Im Westen wird das Amitabha-Buddha-Paar mit dem Gefolge oben erscheinen aus dem Lotus
des reinen Landes Sukhavate. Im Norden wrd das Amoghasiddhi-Buddha-Paar mit dem Gefolge
oben erscheinen aus dem reinen Land Prakuta, in einem Regenbogen-hellem Hintergrund.
Unsterbliche, die Anna hieß! Außerhalb dieser fünf Buddha-Paare erscheinen die wilden
männlichen Türhüter Vijaya, Yamantaka, Hayagriva und Amertakundali; die wilden weiblichen
Türhüter9innen Amkusha, Pasha, Sphota und Ghanta; und die sechs Herren-Buddhas: Indra
Shatakratu, der Buddha der Götter; Vemachitra, der Buddha der Titanen; Shakyamuni, der Buddha
der Menschen; Simham, der Buddha der Tiere; Jvalamukha, der Buddha der hungrigen Geister; und
Dharmaraja, der Buddha der Höllen. Auch erscheint die All-Güte von Samantabhadra, Vater-Mutter,
der allgemeine Vorfahr aller Buddhas. Insgesamt ist das Heer der zweiundvierzig Gottheiten des
Seligen Körpers entstanden, von deinem Herzzentrum Besitz ergreifend. Erkenne, wie du die reine
Vision besitzt! Unsterbliche, die Anna hieß! Diese reinen Länder sind nirgendwo anders, sie sind in
deinem eigenen Herzen in seiner Mitte und den vier Richtungen enthalten. Sie entstehen nun aus
aus deinem Herzen und erscheinen zu Ihnen! Diese Bilder kommen nicht von irgendwo anders! Sie
sind vorgeordnet als die natürliche Manifestation des eigenen Bewusstseins geschaffen, so solltest
du wissen, wie sie zu erkennen sind!Unsterbliche, die Anna hieß! Diese Gottheiten, nicht groß,
nicht klein, symmetrisch, jeweils mit Verzierungen, Farbe, Haltung, Thron und Geste: die
Gottheiten sind jede von fünf Mantras durchdrungen, jede von einer fünffarbigen Regenbogen-Aura
eingekreist; mit männlichen Bodhisattvas jeder Clan des männlichen Teils und weiblichen
Bodhisattvas jeder Clan des weiblichen Teils, mit allen Mandalas entstehen sie gleichzeitig ganz, sie
sind deine Urbild-Gottheiten, so dass man sie erkennen sollte! Unsterbliche, die du Anna genannt
wurdest! Aus dem Herzen der fünf Buddha-Paare kommen vier kombinierte Weisheits-Lichtstrahlen
der Morgendämmerung in deinem Herzzentrum, die jeweils äußerst subtil und klar sind, wie
Sonnenstrahlen miteinander verwoben in einem Seil. Nun zunächst aus Vairochanas Herzzentrum
kommt ein Tuch der erschreckend strahlend weißen Lichtstrahlen der Realität der Perfektion der
Weisheit und sich deinem Herzzentrum verbindet. Innerhalb dieses Lichtstrahlen-Tuchs glitzern
weiße Tropfen mit ihren Strahlen, wie Spiegel auf dich gerichtet, sehr klar, brillant und schrecklich
eindringend, wobei jeder Tropfen selbst fällt, natürlich mit fünf anderen Tropfen verziert. So, dass
das Lichtstrahlen-Tuch wird mit Tropfen und Tröpfchen ohne Grenzen in der Mitte verziert. Aus
dem Herzen des Vajrasattva, des Spiegels der Weisheit, scheint ein Tuch von blauen Lichtstrahlen
glänzend auf dich zuzukommen, dass sich mit deinem Herzzentrum verbindet, auf dem strahlend
blauen Tropfen wie Türkis nach unten zu dir, geschmückt mit anderen Tropfen und Tröpfchen, die
alle leuchten über dir. Aus dem Herzen des Ratnasambhave scheint ein Tuch der ausgleichenden
Weisheit mit gelben Lichtstrahlen glänzend auf dich, auf dem goldenen Tropfen, wie goldene
Schalen von anderen goldenen Tropfen verziert, und Tröpfchen mit dem Gesicht nach unten und der
Morgendämmerung auf dir. Vom Herzens-Zentrum des Amitabha leuchtet die unterscheidende
Weisheit wie ein Tuch von rotem Licht brillant auf dich, auf dem leuchtend roten Tropfen, wie
Korallen, mit dem tiefen Glanz der Weisheit ausgestattet, sehr hell und durchdringend, jeweils von
fünf natürlichen roten Tropfen geschmückt, all diese leuchten über dir von Tropfen und Tröpfchen
ohne Zentrum oder Grenze. Diese leuchten auch auf dich zu deinem Herzzentrum sich verbindend.
Unsterbliche, die Anna hieß! Diese alle ergeben sich aus der natürlichen Bewegung deines eigenen
Bewusstseins. Sie kommen nicht von irgendwo anders! Also mit ihnen verbunden werde! Sei ohne
Angst vor ihnen! Entspanne dich in der Erfahrung des Ungewordenseins. Innerhalb dieser
Erfahrung alle Gottheiten und Lichtstrahlen werden in dich sich auflösen, und du wirst ein Buddha
werden! Sei gegrüßt, Unsterbliche, die Anna hieß! Da die Ausübung der Weisheit deines
Bewusstsein nicht vollkommen ist, scheint der allumfassenden Weisheit grünes Licht nicht.
Unsterbliche, die Anna hieß! Dies sind die Visionen der vier Weisheiten in Kombination, der innere
Durchgang von Vajrasattva. Zu diesem Zeitpunkt solltest du dich an die Ausrichtung erinnern, die
dir zuvor von deinem spirituellen Lehrer gegeben worden! Wenn du dich an diese Orientierung
erinnerst, wirst du diesen Visionen vertrauen, wirst du erkennen die Realität wie ein Kind seine
Mutter oder wie die Begrüßung einer lang vertrauten Person; und du wirst alle falschen
Vorstellungen einstellen. Erkenne deine Visionen als deine eigenen Kreationen, dann wirst du
vertrauen auf dem unwandelbaren Pfad der reinen Realität, und du wirst die Samadhi der
Kontinuität erreichen. Dein Bewusstsein wird sich in den Körper von großer Leichtigkeit auflösen,
und du wirst ein Buddha in dem Seligen Körper werden. Unsterbliche, die Anna hieß! Zusammen
mit der Weisheit Leuchten gibt es auch Unreines, das entsteht, irreführende Visionen der sechs
Arten; nämlich das weiche weiße Licht der Götter, das weiche rote Licht der Titanen, das weiche
blaue Licht der Menschen, das weiche grüne Licht der Tiere, das weiche gelbe Licht der hungrigen
Geister und das weiche rauchige Licht der Hölle. Diese sechs entstehen parallel zu der reinen
Weisheit Lichtern. Daher erfasse keins davon, klammere dich nicht an diese Lichter. Entspanne dich
in der Erfahrung des Ungewordenseins! Wenn du der Weisheit Lichter siehst und klammerst dich
zugleich an die unreinen sechs Arten der Lichter, wirst du einen Körper eines Wesens der sechs
Arten annehmen. Du wirst nicht die Zeit der Befreiung vom großen Ozean des Leidens des
Lebenszyklusses erreichen. Du wirst nur Schwierigkeiten erleben. Unsterbliche, die Anna hieß!
Wenn dir die Orientierung, gegeben in der Anweisung des spirituellen Lehrers, fehlt, und du
fürchtest dich und hast vor den oben genannten Bildern und der reinen Weisheit Lichtern Angst,
kommst du zu dem unreinen Lebenszyklus. Klammere dich nicht an falsche Lichter! Habe
Vertrauen in diese blendenden, durchbohrenden, reinen Weisheits-Lichter! Das Vertrauen setze in
sie und denke: Diese Lichtstrahlen der Weisheit des Mitgefühls der Glückseligen Herren der fünf
Buddhas sind zu mir gekommen, um mich mit Mitleid zu erfüllen, ich nehme Zuflucht zur
Weisheit!

DIE SIEBENTE PERIODE

Sei gegrüßt, Unsterbliche, die Anna hieß! Weiter gilt es es in der Zwischenwelt zu wandern! Höre,
ohne zu schwanken! In der siebten Periode ist eine fünffarbiges Regenbogen-Licht der
Morgendämmerung, es scheint auf deinen Instinkt, dich durch Eintauchen in die Realität zu
reinigen. Zu dieser Zeit kommt von dem reinen Land der Engel der Wissenschaftler Gottheit, dich
zu begleiten. In der Mitte eines Mandala in Regenbögen umkränzt und Lichtern, der unübertroffene
Wissenschaftler der evolutionären Entwicklung, Ardhanarishvara, entsteht, sein Körper glänzend
mit den fünf Farben, seiner Gemahlin, der Rote Engel, gewickelt um seinen Körper, den Tanz
durchführend und mit blutgefüllten Schädelschalen bekränzt, in der Haltung in Richtung Himmel.
Aus dem Osten des Mandala der Bühnen betrachtet der Wissenschaftler, weiß, sein Ausdruck
lächelnd, seine Gemahlin, der Weiße Engel, gewickelt um seinen Körper, den Tanz durchführend
und mit Schädelschalen bekränzt und die Geste des Blicks in den Weltraum entsteht. Aus dem
Süden des Mandala kommt der Lebensdauer Meister-Wissenschaftler, gelb mit schönen Zeichen,
seine Gemahlin, der Gelbe Engel, gewickelt um seinen Körper, den Tanz durchführend und mit
Schädelschalen bekränzt und die Geste des Blicks in den Weltraum entsteht. Aus dem Westen des
Mandala kommt des Großen Siegels Wissenschaftler, rot, mit einem lächelnden Ausdruck, seine
Gemahlin, der Rote Engel, gewickelt um seinen Körper, den Tanz durchführend und mit
Schädelschalen bekränzt und die Geste des Blicks in den Weltraum entsteht. Aus dem Norden des
Mandala kommt der Mühelosigkeit Wissenschaftler, grün, und lächelnd, seine Gemahlin, der Grüne
Engel, gewickelt um seinen Körper, den Tanz durchführend und mit Schädelschalen bekränzt und
die Geste des Blicks in den Weltraum entsteht.

GEBET FÜR ANNA


„Our Purgatory-Lady, Our Wonder-Woman!“
(Holy Mass)

Weiser und liebender Jesus,


Dessen verwundetes Herz voll Mitleid ist
Mit dem Elend der Menschen,
Schau mit Liebe auf die heilige Seele Anna,
Die im Purgaorium geläutert wird.
Ewigen Frieden gib ihr, Meister,
Und die ewige Glorie lass ihr strahlen!

O Jahwe, Gottheit aller Tröstung,


In deiner Schönen Liebe
Und mütterlichen Barmherzigkeit
Verwandle die Dunkelheit des Todes
In die Morgenröte des ewigen Lebens!
Im Namen Jesu bitt ich dich, Herr,
Für die heilige Seele Anna,
Die im Purgatorium jubelt und seufzt!
Heiße sie herzlich willkommen
In deiner Gegenwart, Gottheit,
Und segne sie mit der himmlischen Glorie
Und dem Reich des ewigen Friedens!
Erhebe sie mit allen Seligen
In der Auferstehung des Fleisches,
Zu leben und zu lieben
Von Ewigkeit zu Ewigkeit!
Darum bitt ich dich, o Jahwe Zebaoth,
Im Namen Jesu, des Messias.

O Gottheit, Schöpferin und Erlöserin der Menschheit,


Gewähre der Seele meiner geliebten Toten
Die Verzeihung all ihrer Schuld,
Dass sie durch mein stetes Gebet und Singen
Empfange die Wonnen des himmlischen Paradieses!
Sie hat sich immer nach dem Paradies
Und dem Reich der Liebe und des Friedens gesehnt.
Darum bitt ich dich, allweiser Jahwe,
Durch Jesus, meinen Meister.

Barmherziger Jahwe,
Ich empfehle in deinen Schoß
Die Geliebte, die von mir gegangen!
Ich bin von der immerjungen Hoffnung erfüllt,
Dass am letzten Tag der Welt
Alle auferstehen werden,
Die mit dem Blick auf den Leib Christi gerichtet
Selig lächelnd gestorben sind.
Ich danke dir für alle Liebe
Und allen Freuden und Wonnen,
Die Anna mir auf Erden gespendet!

O Jahwe, in dem Mutterschoße deiner Barmherzigkeit


Nimm an mein Beten, Seufzen und Singen,
Dass die enge Perlenpforte des Paradieses
Sich öffnet für deine Tochter Anna!
Ich möge getröstet werden
Durch die Hoffnung des Wiedersehens
Im Reich der Schönen Liebe
In vergöttlichter Seele
Und glorifiziertem Körper!
In der lichten und harmonischen Glorie
Wird mich Anna lachend begrüßen
Und dort werde ich wandeln mit ihr
In Gegenwart der göttlichen Liebe!

Mein weiser Jesus, mein Philosoph,


Bei dem Kummer, den du im Ölgarten hattest,
Bei deiner Dornenkrone und deinen psychischen Leiden,
Bei deiner Kreuzigung und Gottverlassenheit,
Bei deinem Tod und Hinabstieg zur Hölle,
Erbarme dich über meine geliebte Anna,
Die heilige Seele im Purgatorium.
Hilf ihr, die verzehrende Sehnsucht zu erdulden,
Rufe sie zu dir, Bräutigam der Seele,
Zu deiner Liebesvereinigung
In den Freuden und Wonnen des Paradieses!

Erbarme dich, süßes Jesuskind,


Über all meine Toten im Purgatorium
Und vor allem über Anna,
Gewähre ihr die Ruhe am Meer der Ruhe,
Und die ewige Schönheit der Glorie
Möge ihre Sonne über ihr strahlen lassen!

Allmächtiger Gott, Papa der Kinder Gottes,


Ewige Gutheit und Schöne Liebe,
Erbarme dich über die heiligen Seele
Und gewähre ihnen deine göttliche Liebe:

Erbarme dich über meine geliebte Großmutter!


Jesus Maria! Barmherzigkeit!

Erbarme dich über meine treue Tante!


Jesus Maria! Barmherzigkeit!

Erbarme dich über meinen Vater und meinen Vetter!


Jesus Maria! Barmherzigkeit!

Erbarme dich über meine Jugendgeliebte!


Jesus Maria! Barmherzigkeit!

Ich bete für deine Vielgeliebte Anna!


Jesus Maria! Barmherzigkeit!

Ich bete für Anna, die Offenbarung deiner schönen Liebe!


Jesus Maria! Barmherzigkeit!

Ich bete für Anna, die sich nach Liebesvereinigung sehnt!


Jesus Maria! Barmherzigkeit!

Ich bete für Anna, die schmachtet in verzehrender Sehnsucht!


Jesus Maria! Barmherzigkeit!

Ich bete für Anna, für die sonst keiner betet!


Jesus Maria! Barmherzigkeit!

Ich bete für Anna wegen ihres Wunsches,


Dass ihre Kinder getauft werden!
Jesus Maria! Barmherzigkeit!

Ich bete für die arme Anna, die jetzt reich ist!
Jesus Maria! Barmherzigkeit!

Ich bete für Anna, die hilfsbedürftig war


Und nun meine mächtige Hilfe ist!
Jesus Maria! Barmherzigkeit!

Ich bete für die Törin Anna,


Die nun wissend und weise ist!
Jesus Maria! Barmherzigkeit!

Ich bete für die wollüstige Anna,


Die nun eine reine Intelligenz ist!
Jesus Maria! Barmherzigkeit!

Ich bitte für die Bettlerin Anna,


Die nun den Schatz des Himmels erbt!
Jesus Maria! Barmherzigkeit!
Anna hatte wenig Zeit zur Meditation,
Nun ist sie eine mächtige Fürsprecherin!
Jesus Maria! Barmherzigkeit!

Anna war angewiesen auf den Arm der Caritas,


Nun ist sie selbst ein Arm der Caritas!
Jesus Maria! Barmherzigkeit!

Anna hat nur ein einziges Sakrament empfangen:


Die Begierde-Kommunion auf dem Sterbebett!
Jesus Maria! Barmherzigkeit!

Anna war eine stadtbekannte Dirne,


Nun ist sie Beata Meretrix!
Jesus Maria! Barmherzigkeit!

Ich bete für Anna, die ihre Kinder geliebt hat!


Jesus Maria! Barmherzigkeit!

Ich bete für Anna, die Studentin der russischen Literatur!


Jesus Maria! Barmherzigkeit!

Ich bete für Anna, die mir Geld geschenkt hat


Und mich so zum Urlaub eingeladen!
Jesus Maria! Barmherzigkeit!

Ich bete für Anna, die Freude am Sex hatte,


Nun hat sie ihre Lust an Gott!
Jesus Maria! Barmherzigkeit!

Ich bete für die sprachbegabte Anna,


Die sich für Flüchtlinge engagierte!
Jesus Maria! Barmherzigkeit!

Ich bete für Anna, die beim Tod eines Onkels


Halleluja gerufen!
Jesus Maria! Barmherzigkeit!

Ich rufe Papst Johannes Paul den Großen!


Jesus Maria! Barmherzigkeit!

Ich rufe Frère Roger, den Gründer von Taizé!


Jesus Maria! Barmherzigkeit!

Ich rufe Seine Kaiserliche Majestät Otto von Habsburg!


Jesus Maria! Barmherzigkeit!

Ich bete für meine eigene Seele in der Todesstunde,


Möge Maria meine Seele retten!
Jesus Maria! Barmherzigkeit!
O Herr, mein Gott, Jahwe Zebaoth,
Möge die heilige Seele Anna,
Die Beata Meretrix im Purgatorium,
Im Schoße des Friedens selig ruhen!

O verwundetes Herz Jesu,


Ich erinnere dich an dein Versprechen
Der Auferstehung der Körper!
In Demut und Wahrheit opfre ich dir
Gebete und Messen für Anna,
Meine Geliebte, die abgereist ist.
Mit Wonne danke ich für alle Liebe,
Die sie mir auf Erden gespendet!
Mit der Tugend der jungen Hoffnung
Bringe ich dir das Opfer meiner Gebete,
Dass Anna reisen möge in das Land
Der Fülle des Lebens und der Liebe
Und dass sie die Glückseligkeit empfinde
Der Vereinigung mit Gott im Himmel!
Du wirst sie purgieren wie Gold.
Möge sie bald wohnen in Gottes Schoß!
Möge sie sich vereinigen mit dem Geheimnis
Deiner vollkommenen Liebe!
Mit Ungeduld erwarte ich den kommenden Äon,
Wenn ich dank deiner rettenden Gnade
Mit Anna wieder vereinigt werde
In deinem Weinberg der Provinz des Paradieses!

O Herz Jesu, sanftmütig und von Herzen demütig,


Realpräsenz in der Eucharistie,
Du verzehrst dich vor Leidenschaft
Und eifriger Liebe
Zur heiligen Seele Anna im Purgatorium!
O mütterliche Allbarmherzigkeit, erbarme dich!
Christus, sei nicht streng in deinem Urteil,
Spende nur Einen Tropfen deines Blutes
Und Einen Tropfen der Milch deiner Mutter
Der glühenden Seele Anna im Purgatorium!
Barmherziger Retter,
Sende deine Seraphim, die Engel der Liebe,
Die heilige Seele Anna zu führen
In das Land der Liebe, der Wonne
Und der ewigen Lust an Gott!

O süßer Jesus, bei deiner Seele, die zu Tode betrübt war


Und bei deinen blutigen Tränen in der Einsamkeit,
Erbarme dich über die selige Anna!
Erbarme dich, o mütterliche Allbarmherzigkeit!

O süßer Jesus, bei der Beleidigung deiner Seele,


Als du angespuckt und verspottet worden bist,
Erbarme dich über die selige Anna!
Erbarme dich, o mütterliche Allbarmherzigkeit!

O süßer Jesus, bei den psychischen Leiden deines Kopfes,


Als du die Dornenkrone getragen,
Erbarme dich über die selige Anna!
Erbarme dich, o mütterliche Allbarmherzigkeit!

O süßer Jesus, bei deinen Leiden,


Als du Mühsal und schwere Lasten auf dich genommen,
Erbarme dich über die selige Anna!
Erbarme dich, o mütterliche Allbarmherzigkeit!

O süßer Jesus, bei den unaussprechlichen Schmerzen,


Als du gefoltert wurdest
Und dich von Gott und den Menschen verlassen sahst,
Erbarme dich über die selige Anna!
Erbarme dich, o mütterliche Allbarmherzigkeit!

O süßer Jesus, bei der namenlosen Qual der Liebe,


Als dein gebrochenes Herz verblutet ist
Und deine Seele aus allen Wunden blutete,
Erbarme dich über die selige Anna!
Erbarme dich, o mütterliche Allbarmherzigkeit!

O süßer Jesus, bei deinem göttlichen Atem,


Den du Anna in die Nase geblasen,
Erbarme dich der seligen Anna!
Erbarme dich, o mütterliche Allbarmherzigkeit!

Selige Anna, ich bin einsam und verlassen


Und meine Seele ist betrübt,
Von keinem Menschen mehr geliebt,
Bitte tröste mein schweres Herz!

O selige Anna, ich bete für dich und zu dir,


Die du die leidenschaftlich Geliebte Gottes bist,
Die du gerettet bist ins Reich der schönen Liebe,
Bitte für mich elendes Würmchen,
Dass ich mich ewig vereinigen darf
Mit der ewigen Weisheit Gottes!
Jesus, mein Retter,
Ich war ein Sünder und Götzendiener
Und war auf der Straße zur Hölle.
Ich danke dir für die Geduld,
Die du mit mir hattest.
Lieber Gott, ich liebe dich über alles
Und bin dir von Herzen dankbar,
Weil du so lieb zu mir bist.
Ich möchte dich nicht mehr beleidigen,
bitte hilf mir, denn ohne deine Gnade schaff ich es nicht.
Ich will dir treu sein.
Hab Mitleid mit meinem Elend und meiner Schwäche
Und hab Mitleid mit meiner Geliebten,
Der heiligen Seele Anna im Purgatorium!
Maria, Liebe Frau und Große Mutter,
Führe Anna bald durch deine allmächtige Fürsprache
In das Paradies, das Land von Milch und Honig!

Weh mir Unglücklichem!


Die Hälfte meines Lebens hab ich verbracht
Außerhalb der rettenden Kirche,
Ich betete Anubis an
Und war auf der Straße zur Hölle!
Ich danke dir, mein Schöpfer,
Dass du mir noch eine Frist gewährst
Zur Buße und Sühne meiner Sünden.
Mein lieber Gott, es tut mir leid,
Dass ich dich beleidigt habe
Durch Götzendienst und Hurerei!
Sende mir die himmlische Hilfe,
Dass ich die mir noch verbleibende Zeit
Auf Erden gut anwende,
Um dich zu lieben und dir zu dienen.
Hab Mitleid mit mir, o Jesus,
Und hab Mitleid mit Anna,
Der heiligen Seele im Purgatorium!
O Maria, Miterlöserin,
Gottesgebärerin,
Hilf mir in meinem Purgatorium auf Erden
Und Anna in ihrem Purgatorium im Jenseits
Durch deine fürsprechende Allmacht auf den Knien,
O meine allmächtige Prinzessin!

O meine Gottheit, du bist reine Gutheit,


Ich liebe dich über alles, Jahwe!
Ich bereue meine Sünden und Schwächen
Und auch alle Kränkungen,
Mit denen ich das Unbefleckte Herz
Der Gottesgebärerin beleidigt habe!
Gib mir Treue zu deiner Weisheit, Jahwe!
Hab Mitleid mit mir, o göttliche Barmherzigkeit,
Und hab Mitleid mit meiner Jugendgeliebten,
Mit der seligen Anna im Purgatorium!
Maria, Immaculata von Lourdes,
Hilf uns beiden durch deine Fürsprache
Aus dem Purgatorium ins Paradies,
In den Süden deiner Liebe!

Mein Herr und mein Gott,


Du bist vollkommene Güte
Und schöne und zärtliche Liebe!
Es tut mir leid, dich beleidigt zu haben
Durch meines Unglaubens Sünde!
Ich möchte lieber sterben und bei Gott sein,
Als ohne Gott auf Erden zu leben.
Gib mir unwandelbare Treue
Zu deiner bräutlichen Weisheit!
O göttliche Barmherzigkeit, hab Erbarmen
Mit mir und meiner Geliebten Anna,
Wir verzehren uns in brennender Sehnsucht
Gemeinsam im Fegefeuer
Und dürsten nach der Vereinigung mit Gott!
O Maria, Himmelskönigin,
Hilf uns durch die Allmacht deiner Gebete
In die schönste Provinz des Paradieses!

Weh mir Unglücklichem!


Satan hatte meine Seele in seiner Gewalt
Und ich tanzte zu den Glocken der Hölle
Und ich jagte dahin auf der Hölle Schnellstraße!
Aus der ewigen Isolationshaft der Hölle
Gibt es in Ewigkeit keine Errettung!
Ich liebe dich über alles, Jahwe Zebaoth,
Und es tut mir leid, die reine Liebe beleidigt zu haben.
Gib mir die Gnade der unwandelbaren Treue
Zu deinem Wort, denn ich will
Der Bräutigam deines Wortes sein!
Und hab auch zärtliches Mitleid
Mit meiner Vielgeliebten Anna,
Der schmachtenden Seele voll glühender Sehnsucht,
Der nackten Seele ohne Kleid des Körpers!
O Maria, Mittlerin, Miterlöserin, Advokatin,
Befreie durch deine Gebete
Anna aus dem Purgatorium
Und lass sie reisen in den ewigen Sommer
Am Ozean der Schönen Liebe!

Mein göttlicher Freund Jesus,


Du bist für mich den Liebestod gestorben
Und täglich vereinigst du dich
Mit meiner Seele in der geistigen Kommunion!
Lass mich immer dankbar sein!
Ich liebe dich über alles, o Jahwe,
Und ich bin traurig über meinen Hochmut.
Ich will lieber sterben,
Als so gottverlassen zu sein!
Gib mir die Treue zu deinem Wort!
Hab Mitleid mit meinem Elend
Und hab Mitleid mit Anna,
Der nackten Seele in ihrer heißen Gier!
Maria, Unsere Liebe Frau
Und Schwarze Muttergottes,
Komm und hilf Anna und mir
Mit deiner Allmacht auf den Knien!

O Gott, o Barmherzigkeit,
Befriedige Annas heiße Sehnsucht!
Sende ihr deine brennenden Seraphim,
Anna zu verkünden,
Dass du, o Jesus, ihr Bräutigam bist!
Dass Gott versöhnt ist durch die Passion Jesu!
Ja, dass der Augenblick der Befreiung gekommen ist!

O mein Gott, ich bin einer dieser Stolzen,


Denn nach dem du mir die Gnadengabe geschenkt
Der Schwester Weisheit und Freundin Einsicht,
Bin ich stolz wie ein Pfau,
Als wäre dies mein eignes Verdienst.
Verschone mich vor deinem Zorn!
Ich liebe dich über alles, allein weiser Gott,
Und es tut mir leid, dich zu kränken.
Ich will lieber sterben und bei Gott sein,
Als zu leben und verloren zu sein!
Gib mir die eheliche Treue
Zu Unserer Lieben Frau Maria!
Hab Mitleid mit mir, o mütterlicher Gott,
Und hab Mitleid mit Anna,
Der seligen Seele im Feuer der Sehnsucht!
O Maria, bei deinen Tränen beschwör ich dich,
Führe Anna und mich zusammen
Aus dem Feuerofen der Trübsal
In das Freudenhaus des Paradieses!

Mein Gott, wie konnte ich nur leben


So lange ohne deine Gnade?
Unendliche Güte und Sanftmut,
Wie geduldig warst du doch mit mir!
Von nun an will ich dich über alles lieben,
O Elohim Jahwe Zebaoth!
Ich bin der Sünden überdrüssig!
Sei barmherzig mit meinen Schwächen!
Hab Mitleid mit der heiligen Seele Anna
In der Phase ihrer Reinigung,
Bitte, stille ihre Sehnsucht,
Sie dürstet nach dir, o göttlicher Bräutigam!
Nimm sie bald auf ins Land der Lebenden
Am Ozean der Schönen Liebe
Unter der Sonne deines Angesichts!
Lass sie deine göttliche Schönheit schauen
Und vereinige dich mit ihr in Liebe
Und vergöttliche Anna
Zur Menschengöttin in Gott!
Maria, meine Geliebte, Große Mutter,
Führe auch Annas Söhne
Von der Erde in den Himmel!
DAS JENSEITS

ERSTES KAPITEL
DIE HÖLLE

Viele Heilige haben behauptet, übernatürliche Visionen der Hölle gehabt zu haben. Natürlich sind
alle privaten Enthüllungen der Heiligen nicht autoritativ, also solltest du dies nicht zum Fundament
deiner Theologie machen.
Vielmehr sollten die Himmelsvisionen der Heiligen uns daran erinnern, was unser Glaube
bereits lehrt: die Hölle ist ein wirklicher und schrecklicher Ort, und die Menschen können wirklich
dorthin gehen.
Die große mystische Sankt Faustina sagte, dass ihre Vision der Hölle diese Wirkung auf sie
hatte:
„Daher bete ich noch eifriger für die Bekehrung der Sünder. Ich flehe unaufhörlich die
Barmherzigkeit Gottes an. O mein Jesus, ich wäre lieber in Todesangst bis zum Ende der Welt,
inmitten der größten Leiden, als dich zu beleidigen durch die geringste Sünde.
So fürchtet euch nicht nur, sondern wendet euch von euren Sünden ab und arbeitet, um
andere zu Christus zu führen!“
Anna Katharina Emmerich sagte: „Niemand konnte das ohne Zittern sehen.“
Die selige Anna Katharina Emmerich lebte Ende des 18. und frühen 19. Jahrhunderts im
Heiligen Römischen Reich. Sie war eine Mystikerin, die Visionen aller möglichen geistigen Dinge
gehabt hatte. Hier ist ein Auszug aus einer ihrer Höllenvisionen:
„Das Äußere der Hölle war entsetzlich und schrecklich; es war ein ungeheures, schwer
aussehendes Gebäude, und der Granit, aus dem es gebildet war, obwohl schwarz, war von
metallischer Helligkeit; und die dunklen und schwerfälligen Türen waren mit solch schrecklichen
Schrauben gesichert, dass niemand sie ohne Zittern sehen konnte.
Tiefes Stöhnen und Schreie der Verzweiflung konnten deutlich unterschieden werden, sogar
während die Türen fest geschlossen waren; aber, ach, wer kann die schrecklichen Rufe und Schreie
beschreiben, die auf das Ohr stießen, als die Bolzen entfesselt wurden und die Türen aufgestoßen;
und, ach, wer kann das melancholische Aussehen der Bewohner dieses elenden Platzes darstellen!
In der Hölle ist alles eng, verwirrt und überfüllt; jedes Objekt neigt dazu, den Geist mit
Schmerzens- und Leidensempfindungen zu füllen; die Zeichen des Zornes und der Rache Gottes
sind überall sichtbar; Verzweiflung, wie ein Geier, nagt an jedem Herzen, und Zwietracht und Elend
herrschen. In der Stadt der Hölle ist nichts zu sehen als düstere Kerker, dunkle Höhlen, schreckliche
Wüsten, stinkende Sümpfe, die mit allen erdenklichen Spezies von giftigen und ekelhaften Reptilien
gefüllt sind.
in Hölle gibt es ewige Szenen der erbärmlichsten Zwietracht und jede Sorte von Sünde und
Korruption, entweder unter den schrecklichsten Formen, die man sich vorstellen kann, oder durch
verschiedene Arten von schrecklichen Qualen dargestellt. Alle in dieser traurigen Wohnung neigen
dazu, den Geist mit Schrecken zu füllen; nicht ein Wort des Trostes ist zu hören oder eine tröstende
Idee zugelassen; dass die Gerechtigkeit eines allmächtigen Gottes den verdammten Menschen
nichts anderes als das, was sie vollkommen verdient haben, zufügt, ist die absorbierende ungeheure
Überzeugung, die jedes Herz belastet.
Das Laster erscheint in seinen eigenen, grimmigen, ekelhaften Farben und wird von der
Maske befreit, unter der es in dieser Welt verborgen ist, und die höllische Viper wird gesehen, wie
sie diejenigen verschlingt, die sie auf Erden gepflegt oder gefördert haben. Mit einem Wort, die
Hölle ist der Tempel der Angst und Verzweiflung“
Die große Mystikerin des 16. Jahrhunderts und Doktorin der Kirche, Sankt Teresa von Jesus,
hatte diese Erfahrung der Hölle:
„Der Eingang schien durch einen langen schmalen Durchgang zu gehen, wie ein Ofen, sehr
niedrig, dunkel und nahe. Der Boden schien mit Wasser gesättigt zu sein, bloßem Schlamm,
übermäßigem Gestank, der Pestgerüche aussandte und von ekelhaftem Ungeziefer bedeckt war. Am
Ende war ein hohler Platz in der Wand, wie ein Schrank, und darin sah ich mich gefangen.
Ich fühlte ein Feuer in meiner Seele. Meine Leiden waren unerträglich. Ich habe die meisten
schmerzlichen Leiden in diesem Leben durchgemacht, doch all dies war nicht vergleichbar mit dem,
was ich damals empfand, besonders wenn ich sah, dass es keine Pausen und kein Ende mit ihnen
gäbe.
Ich sah nicht, wer mich so quälte, aber ich fühlte mich in Brand gesteckt und zerfetzt, wie es
mir schien; Und ich wiederhole es, dieses innere Feuer und die Verzweiflung sind die größten
Qualen von allen.
Ich konnte weder sitzen noch mich hinlegen: es gab kein Zimmer. Ich wurde wie in einem
Loch in die Wand gelegt; und diese Wände, schrecklich zu sehen, säumten mich in auf jeder Seite.
Ich konnte nicht atmen. Es gab kein Licht, sondern alles war dunkle Finsternis.
Ich war so erschrocken durch diese Vision, dass der Terror in mir ist auch jetzt, während ich
schreibe, obwohl es vor fast sechs Jahren geschah, dass die natürliche Wärme meines Körpers von
Angst gekühlt wird auch jetzt, wenn ich nur daran denke.
Es war diese Vision, die mich mit der großen Bedrängnis erfüllt, die ich vor dem Anblick so
vieler verlorener Seelen, vor allem der Lutheraner, fühlte, weil sie einst Mitglieder der Kirche
waren, und gab mir auch die heftigsten Wünsche für die Heil der Seelen ein; denn ich glaube, dass
ich, um auch nur eine Seele vor den überwältigenden Qualen zu retten, am liebsten viele Todesopfer
erdulden würde.“
Im Jahre 1868 hatte Sankt Don Bosco einen Traum von der Hölle:
„Sobald ich die Schwelle überschritt, fühlte ich einen unbeschreiblichen Schrecken und
wagte nicht, einen weiteren Schritt zu gehen. Vor mir sah ich so etwas wie eine ungeheure Höhle,
die allmählich in tief in die Därme der Berge versenkte Vertiefungen verschwand. Sie standen alle
in Flammen, aber es war kein irdisches Feuer mit springenden Zungen der Flammen. Die gesamte
Höhle - Wände, Decke, Boden, Eisen, Steine, Holz und Kohle - alles war ein leuchtendes Weiß bei
Temperaturen von tausend Grad. Doch das Feuer verbrennt nicht, verbraucht sich nicht. Ich kann
einfach keine Worte finden, um das Grauen der Höhle zu beschreiben.
Mein Führer ergriff meine Hand und drückte sie gegen die erste der tausend Wände. Die
Empfindung war so unerträglich, dass ich mit einem Schrei zurückfuhr und mich im Bett
aufrichtete.
Meine Hand war stechend und ich rieb sie, um die Schmerzen zu lindern. Als ich heute
morgen aufstand, bemerkte ich, dass sie geschwollen war. Meine Hand, an die Wand gedrückt,
obwohl nur im Traum, fühlte sich so real an, dass später die Haut von meiner Handfläche
abgezogen ward.
Denke daran, dass ich versucht habe, dich nicht zu erschrecken, und deshalb habe ich diese
Dinge nicht in all ihrem Entsetzen beschrieben, wie ich sie sah und wie sie mich beeindruckten. Wir
wissen, dass der Herr immer die Hölle in Symbolen dargestellt hat, weil, wenn er sie so beschrieben
hätte, wie sie wirklich ist, wir ihn nicht verstanden hätten. Kein Sterblicher kann das begreifen.“
Schwester Lucia von Fatima starb vor kurzem im Jahr 2005, sie war einer der Visionäre von
Fatima im frühen 20. Jahrhundert, eine anerkannte Erscheinung in der Kirche. Als Teil dieser Vision
sah sie die Hölle:
Wir sahen gleichsam ein riesiges Feuermeer. In dieses Feuer gestürzt sahen wir die
Dämonen und die Seelen der Verdammten.
Die letzteren waren wie transparente brennende Glut, alle wie geschwärzte oder bräunliche
Bronze, menschliche Gestalten. Sie schwebten in dieser Feuersbrunst, die jetzt durch die Flammen,
die aus ihrem Inneren herausgaben, zusammen mit großen Rauchwolken in die Luft gehoben
wurde. Jetzt fielen sie wie Funken in riesigen Bränden, ohne Gewicht und Gleichgewicht, unter
Schreien und Stöhnen von Schmerz und Verzweiflung, die uns erschreckten und uns vor Schrecken
zittern ließen. Es musste sein, dass ich geschrien habe, wie die Leute sagen, sie haben mich schreien
gehört.“
Die Dämonen wurden von den Seelen der Verdammten durch ihre schreckliche und
abstoßende Ähnlichkeit mit schrecklichen und unbekannten Tieren, schwarz und transparent wie
brennende Kohlen, unterschieden.“
Sankt Maria Faustyna Kowalska war eine polnische Nonne, die in den dreißiger Jahren des
20. Jahrhunderts eine große Anzahl mystischer Erfahrungen gehabt hat. Hier ein Auszug aus ihrem
Tagebuch zu einer ihrer Visionen:
„Heute wurde ich von einem Engel zu den Abgründen der Hölle geführt. Es ist ein Ort
großer Folter; wie furchtbar groß und umfangreich ist sie!
Die Qualen, die ich sah, sind: die erste Folter, die die Hölle ausmacht, ist der Verlust Gottes;
die zweite ist die ewige Gewissensreue; die dritte ist, dass der Zustand sich nie ändern wird; die
vierte ist das Feuer, das die Seele durchdringt, ohne sie zu zerstören - ein schreckliches Leiden, weil
es ein rein geistiges Feuer ist, das von Gottes Zorn erleuchtet wird; die fünfte Folter ist beständige
Finsternis und ein schrecklich erstickender Geruch, und trotz der Finsternis sehen sich die Teufel
und die Seelen der Verdammten gegenseitig und all das Böse, das der anderen und ihre eigenen
Bosheiten; die sechste Folter ist die ständige Gesellschaft des Satans; die siebte Folter ist
schreckliche Verzweiflung, Hass auf Gott, schändliche Worte, Flüche und Lästerungen.
Jede Seele erleidet schreckliche und unbeschreibliche Leiden, die sich auf die Weise
beziehen, in der sie gesündigt hat. Es gibt Höhlen und Gruben von Folter, wo eine Form von Qual
von einer anderen sich unterscheidet.
Aber ich bemerkte eins: dass die meisten Seelen dort sind, die nicht glaubten, dass es eine
Hölle gibt. Als ich zu mir kam, konnte ich mich kaum von dem Schreck erholen. Wie schrecklich
die Seelen dort leiden!“ Der US-Oberste Gerichtshof sagt, er glaubt an die Hölle und den
Teufel, und er wird verspottet. Aber seine Verbündeten sind wichtiger als seine Kritiker: Abgesehen
von der Mehrheit der Amerikaner sprechen Jesus, der Sohn Gottes, und sein Vikar, Papst
Franziskus, über diese beiden Dinge in ihren Lehren ständig.
Ja, die Hölle ist echt, und für die Katholiken ist ihre Existenz eine Frage des Dogmas. Das
Konzil Florenz im Jahre 1439 lehrte: „Wir definieren, dass die Seelen derer, die dieses Leben in der
wirklichen Todsünde oder in der ursprünglichen Sünde allein verlassen, sofort in die Hölle gehen,
um bestraft zu werden, aber mit ungleichen Schmerzen.“
Da es nur ein Ort für die Verstorbenen ist, kann die Hölle nicht von denen erlebt werden, die
von uns noch leben - zumindest unter normalen Umständen. Viele Heilige in der Geschichte der
Kirche haben behauptet, lebendige mystische Höllenerfahrungen zu haben, und haben darüber
geschrieben.
Der Katechismus macht deutlich, dass die privaten Offenbarungen die Sätze des Glaubens
nicht verbessern oder vervollständigen, sondern bedeuten, dass sie uns in einer gewissen Periode
der Geschichte besser helfen können. So lese diese Visionen mit einem Körnchen Salz, wenn sie
helfen können, dich zu inspirieren, die Realität des ewigen Reiches der Verdammten ernster zu
nehmen.
Schwester Faustina schrieb: „Das sind die Qualen aller Verdammten, aber das ist nicht das
Ende ihrer Leiden. Es gibt besondere Qualen, die für bestimmte Seelen bestimmt sind. Das sind die
Qualen der Sinne. Jede Seele erleidet schreckliche und unbeschreibliche Leiden, die sich auf die
Weise beziehen, in der sie gesündigt hat. Es gibt Höhlen und Gruben von Folter, wo eine Form von
Qual von einer anderen sich unterscheidet. Ich wäre bei dem Anblick dieser Qualen gestorben,
wenn die Allmacht Gottes mich nicht unterstützt hätte. Der Sünder weiß, daß er durch alle Ewigkeit
gefoltert wird, in den Sinnen, die er der Sünde zur Verfügung stellte. Ich schreibe dies auf Befehl
Gottes, damit keine Seele eine Entschuldigung finden kann, indem sie sagt, dass es keine Hölle gibt,
oder dass niemand dort gewesen sei und so niemand sagen könne, wie sie sei.
Ich, Schwester Faustina, habe durch die Anordnung Gottes die Abgründe der Hölle besucht,
damit ich Seelen davon erzählen und ihre Existenz bezeugen kann. Ich kann jetzt nicht darüber
sprechen; aber ich habe einen Befehl von Gott erhalten, ihn schriftlich zu verlassen. Die Teufel
waren voller Hass auf mich, aber sie mussten mir auf Befehl von Gott gehorchen. Was ich
geschrieben habe, ist nur ein bleicher Schatten der Dinge, die ich sah. Aber ich bemerkte eins: dass
die meisten Seelen dort sind, die nicht glaubten, dass es eine Hölle gibt. Als ich zu mir kam, konnte
ich mich kaum von dem Schreck erholen. Wie schrecklich die Seelen dort leiden! Daher bete ich
noch eifriger für die Bekehrung der Sünder. Ich flehe unaufhörlich die Barmherzigkeit Gottes an. O
mein Jesus, ich wäre lieber in Todesangst bis zum Ende der Welt, inmitten der größten Leiden, als
dich durch die geringste Sünde zu beleidigen.“
Schwester Lucia von Fatima sagte: „Diese Vision dauerte nur einen Augenblick, dank
unserer guten himmlischen Mutter, die bei der ersten Erscheinung versprochen hatte, uns zum
Himmel zu bringen. Ohne das glaube ich, daß wir vor Terror und Angst gestorben wären.“
Inspiriert? Mögen wir uns alle auf die Barmherzigkeit Gottes in Christus werfen und so
etwas vermeiden, das diesen Schilderungen nahe kommt, und stattdessen die Ewigkeit in der
Vereinigung mit Gott im Himmel verbringen.
Pater Pio wurde einmal gefragt, was er von Menschen, die nicht an die Hölle glauben, denkt.
Er antwortete klugerweise: „Sie werden sehr gut an die Hölle glauben, wenn sie dort ankommen.“
Gott will, dass wir alle mit ihm im Himmel für alle Ewigkeit verbunden sind. Doch in den
Evangelien sprach Jesus oft von der Hölle und der ewigen Bestrafung und sprach von einem Ort der
äußersten Finsternis, wo das Weinen und Zähneknirschen sein wird und der ewigen Bestrafung der
Ungehorsamen und Ungläubigen, die zu seiner Linken im Gericht gestellt wurden, und er wird
sagen zu ihnen: Weiche von mir, du verfluchte Seele, in das ewige Feuer, das für den Teufel und
seine Engel bereitet ist. Oder Jesus sagte: Wenn deine Hand oder dein Fuß bewirkt, dass ihr sündigt,
schneidet sie ab und werft sie weg. Es ist besser für euch, verstümmelt oder verkrüppelt in das
Leben einzutreten, als mit zwei Händen oder zwei Füßen ins ewiges Feuer geworfen zu werden.
Und wenn euer Auge euch zur Sünde bringt, reißt es aus und werft es weg. Es ist besser für dich,
mit einem Auge in das Leben einzutreten, als mit zwei Augen in die feurige Gehenna geworfen zu
werden.- Und das sind nur einige der vielen Gelegenheiten, bei denen Jesus von der Hölle sprach.
Darüber hinaus ist die Lehre der Hölle ein unfehlbares Dogma der katholischen Kirche. Es
ist eines der vier letzten Dinge - der Himmel, die Hölle, der Tod und die Strafe - die die Kirche
jedem von uns vorstellt, um darüber nachzudenken. Kurzum, sowohl Jesus als auch seine Kirche
haben immer eine heilsame Furcht vor der Hölle gefördert. Und diejenigen, die das Leben der
Heiligen und anderer frommer Personen studiert haben, haben festgestellt, dass die Mehrheit von
ihnen eine sehr gesunde und vorteilhafte Angst vor der Hölle hatte, die sie inspirierte und ermutigte,
die bösen Versuchungen, die auf ihren Weg kamen, zu bekämpfen.
Wir werden mit dem Zeugnis des seligen Richard, einem franziskanischen Priester beginnen,
der im Jahre 1622 auf dem Scheiterhaufen in Nagasaki in Japan verbrannt wurde. Diese berühmte
Erscheinung einer verdammten Seele, die wir erzählen, wurde vom seligen Richard bestätigt als der
Hauptgrund, der ihn dazu veranlasste, den Franziskanern beizutreten.
Während der selige Richard 1604 in Brüssel lebte, gab es zwei junge Studenten, die anstatt
zu studieren, nur daran dachten, wie man in Lust und Sünde leben könne. Eines Abends, als sie
gegangen waren, um der Sünde in einem Haus der Prostitution zu frönen, verließ einer der beiden
nach einiger Zeit den Ort und ließ seinen Gefährten in der Sünde hinter sich zurück.
Als er nach Hause kam, war er im Begriff, sich ins Bett zu legen, als er sich daran erinnerte,
dass er an diesem Tag die wenigen Ave Marias nicht rezitiert hatte, die er seit der Kindheit jeden
Tag zu Ehren der Heiligen Jungfrau sagen wollte. Als er vom Schlaf überwältigt wurde, war es für
ihn sehr schwer, die kurzen Gebete zu rezitieren; aber er bemühte sich und sagte sie, obgleich ohne
Hingabe; dann schlief er fest. Nicht lange danach hörte er plötzlich ein unhöfliches Klopfen an der
Tür; und unmittelbar danach sah er vor ihm seinen Begleiter, entstellt und abscheulich. Wer bist du?
sagte er zu ihm. Was, kennst du mich nicht? antwortete der unglückliche Jugendliche. Aber wie bist
du so verändert? Du siehst aus wie ein Teufel! - Oh, erbarme dich meiner, denn ich bin verdammt! -
Wie ist das? - Nun, wisse, dass nach dem Verlassen dieses verfluchten Hauses ein böser Mensch
mich ansprang und mich erwürgte, mein Körper ist mitten auf der Straße geblieben, und meine
Seele ist in der Hölle, und wisse, daß dieselbe Züchtigung dich erwartet hat. Die Jungfrau bewahrte
dich davor, dank deiner Praxis, jeden Tag die drei Ave Marias zu ihrer Ehre zu rezitieren, und
gesegnet seid ihr, wenn ihr wisst, wie ihr von diesen Informationen profitieren könnt, die die Mutter
Gottes euch durch mich gibt.
Während er diese Worte vervollständigte, öffnete die verdammte Seele ihr Gewand, ließ die
Flammen und bösen Geister, die ihn zu sehen pflegten, verschwinden. Dann warf der junge Mann,
unkontrolliert schluchzend, sein Gesicht auf den Boden und betete für eine lange Zeit und dankte
der Heiligen Jungfrau Maria, seiner Erlöserin. Jetzt, während er auf diese Weise betete, begann er
darüber nachzudenken, was er tun sollte, um sein Leben zu ändern, und in diesem Augenblick hörte
er die Glocke im Franziskanerkloster.
In diesem Augenblick rief er aus: So ist es dort, wo Gott mich zur Buße ruft.
Sehr früh am nächsten Morgen ging er zum Kloster und bat den Vater Wächter, ihn zu
empfangen. Der Vater Wächter, der sich seines schlechten Lebens bewusst war, war überhaupt nicht
daran interessiert, ihn aufzunehmen. Der junge Student, der einen Strom von Tränen vergoss,
erzählte ihm alles, was geschehen war. Der gute Priester sandte sogleich zwei Ordensleute auf die
angegebene Straße und fand dort den Leichnam des elenden Jünglings. Der junge Mann wurde bald
als ein Postulant unter den Brüdern zugelassen, die er bald durch ein Leben erbaute, das völlig der
Buße und Wiedergutmachung gewidmet war.
Es waren diese schrecklichen Tatsachen, die einen tiefen Akkord sowohl der heiligen Furcht
vor der Hölle als auch der Hingabe an die gesegnete Jungfrau Maria in dem seligen Richard
bewirkten, so dass er sich auch sofort ganz Gott und der seligen Jungfrau Maria im selben Orden zu
weihen beschloss, wie es der junge, von Maria so wunderbar geschützte Schüler, gerade empfangen
hatte.
Der nächste Vorfall ist von einem ehrenhaften Priester und Vorgesetzten einer religiösen
Gemeinschaft. Dieser Priester hatte die Einzelheiten der Geschichte aus einer engen Beziehung zu
der Dame, der es geschehen war. Zum Zeitpunkt des Schreibens, am Weihnachtstag 1859, lebte
diese Person noch und war ungefähr vierzig Jahre alt, daher wird in der Aufzeichnung dieses
Ereignisses kein Name erwähnt, um die Identität der Personen zu schützen.
Die in dieser Geschichte behandelte Frau lebte im Winter 1847-1848 in London. Sie war
eine Witwe, ungefähr neunundzwanzig Jahre alt, ziemlich reich und weltlich. Unter den jungen
Männern, die sie besuchten, war ein junger Herr von schlechtem Benehmen, der sie umgab und mit
dem sie schließlich eine Vielzahl von Sünden begangen hatte.
Eines Nachts war sie im Bett und las einen Roman, als eine Uhr schlug; Sie blies ihre
Lampe aus und wollte einschlafen, als sie zu ihrem großen Erstaunen merkte, daß aus der Türe des
Salons, die sich allmählich in ihr Zimmer öffnete, ein merkwürdiges Licht schimmerte. Erst betäubt
und nicht wissend, was das bedeutete, begann sie zu erschrecken, als sie die Salontür langsam
öffnete und der junge Herr, der Partner ihrer Übel, das Zimmer betrat. Bevor sie Zeit hatte, ein
einziges Wort zu sagen, ergriff er sie am linken Handgelenk, und mit einer zischenden Stimme sagte
er zu ihr: Es gibt eine Hölle! Der Schmerz, den sie plötzlich in ihrem Arm fühlte, war so groß, dass
sie sofort ohnmächtig wurde.
Als sie eine halbe Stunde später wieder zu sich kam, klingelte sie sofort nach ihrem
Zimmermädchen. Letztere bemerkte beim Betreten einen starken Brandgeruch. Zu ihrer Herrin
tretend, die verzweifelt war und kaum sprechen konnte, bemerkte sie sofort an ihrem Handgelenk
eine so tiefe Verbrennung, dass der Knochen bloß lag und das Fleisch fast verbraucht war.
Außerdem bemerkte sie, dass der Teppich von der Tür des Salons, zum Bett und von dem Bett zu
derselben Tür zurückkehrend, den Abdruck der Schritte eines Mannes zeigte, da die Fasern
verbrannt waren. Durch die Hinweise ihrer Herrin öffnete sie die Salontür und fand dort noch mehr
Spuren auf dem Teppich.
Am folgenden Tage hörte die unglückliche Dame, mit einem entsetzlichen Schrecken, dass
in derselben Nacht, ungefähr um 1 Uhr morgens, ihr Freund, der Herr, unter dem Tische betrunken
gefunden worden war und seine Diener ihn getragen hatten in sein Zimmer, und dass er an einer
Alkoholvergiftung in ihren Armen gestorben sei.
Ich weiß nicht sicher, fügte der Priester hinzu, ob diese schreckliche Lehre das Herz dieser
unglückliche Dame umwandelte, aber was ich weiß, ist, dass sie noch lebt und dass sie, um die
Spuren ihres unheilvollen Brandes zu verbergen, am linken Handgelenk wie ein Armband ein
breites Goldband trägt, das sie Tag und Nacht nicht abnimmt. Ich wiederhole es: Ich habe alle diese
Details aus ihrer Nähe, eine seriöse Christin, an deren Wort ich den vollsten Glauben habe. Sie sagt,
dass diese Geschichte nie ausgesprochen wurde, auch nicht in der Familie; Und dass sie es mir nur
anvertraute und jeden Eigennamen unterdrückte.
Ungeachtet der Anonymität, unter der diese Erscheinung offenbart wurde und eingehüllt
werden muss, scheint es unmöglich, sagt ein Schriftsteller, die schreckliche Authentizität der
Einzelheiten in Zweifel zu ziehen.
Monsignor de Segur schrieb:
„Im Jahre 1873 war es wenige Tage vor der Himmelfahrt (am 15. August), dass wieder eine
dieser Erscheinungen von jenseits des Grabes kam, die die Wirklichkeit der Hölle so wirkungsvoll
bestätigt hat: ein Bordell, das in der Stadt nach der Invasion des Piemont aufgetaucht war, stand bei
einer Polizeistation. Eines der unglücklichen Mädchen, die dort wohnten, war an der Hand
verwundet worden, und es wurde für notwendig befunden, sie ins Krankenhaus des Trostes zu
bringen Von schlechten Lebewesen oder von einer Infektion der Wunde oder von einer unerwarteten
Komplikation, edenfalls starb sie dennoch plötzlich während der Nacht. Im selben Augenblick
begann eine ihrer Begleiterinnen, der völlig unwissend war, was im Krankenhaus geschehen war,
die Bewohner des Ortes zu wecken, eine Raserei unter den elendigen Geschöpfen des Hauses zu
schaffen und das Eingreifen der Polizei zu provozieren, und das tote Mädchen des Krankenhauses,
das von Flammen umgeben war, war ihr erschienen und sprach: Ich bin verdammt! Und wenn du
nicht wie ich sein willst, so verlasse diesen Ort der Schande und kehre zu Gott zurück.
Nichts konnte die Verzweiflung dieses Mädchens unterdrücken, das bei Tagesanbruch
abreiste und das ganze Haus verwirrt zurückließ, noch mehr, als die Nachricht vom Tod ihrer
Begleiterin im Krankenhaus bekannt wurde.
Gerade zu dieser Zeit wurde die Herrin des Ortes krank, eine erhabene Garribaldianerin und
bekannt als solche bei ihrer Familie und ihren Freunden, und schickte bald nach einem Priester, um
die Sakramente zu empfangen. Die kirchliche Autorität stellte für diese Aufgabe einen würdigen
Prälat, Monsignore Sirolli, den Pfarrer der Pfarrkirche des Heiligen Erlösers in Laura, der stellte
sich vor, und er rief sie in Anwesenheit vieler Zeugen zur der ganzen und vollständigen
Zurückziehung ihrer Lästerungen gegen den Souveränen Papst auf. Das unglückliche Geschöpf tat
es, ohne zu zögern und willigte ein, ihr Haus zu reinigen, legte dann ihre Beichte ab und empfing
das heilige Viaticum mit großen Empfindungen von Buße und Demut.
Sie fühlte, dass sie im Sterben lag, und bat den guten Pfarrer unter Tränen, sie nicht zu
verlassen, erschreckt, wie sie bei der Erscheinung dieses verdammten Mädchens war, und natürlich
konnte Monsignore Sirolli ihre Forderung wegen des öffentlichen Skandals nicht befriedigen. Er
erbat daher von der Polizei zwei Männer, die blieben, bis die sterbende Frau den letzten Hauch
geatmet hatte.
Sehr bald wurde Rom mit den Einzelheiten dieser tragischen Ereignisse bekannt, wie es
unter solchen Umständen üblich war, verspotteten die Gottlosen sie und sorgten dafür, dass sie
keine zusätzlichen Informationen über sie erhielten, aber die Guten, denen das zugute kam, wurden
noch frömmer und treuer in ihren Pflichten.“
Ein Jesuit schrieb: „Die natürliche Vernunft bestätigt das Dogma der Hölle. Ein Atheist
rühmte sich einst, er glaube nicht an die Hölle. Unter seinen Zuhörern war ein vernünftiger junger
Mann, bescheiden, der aber dachte, er solle den dummen Sprecher beim Wort nehmen. Er stellte
ihm eine einzige Frage: Herr, sagte er, die Könige der Erde haben Gefängnisse, um ihre bösen
Untertanen zu bestrafen, wie kann Gott, der König des Universums, ohne Gefängnis für diejenigen
sein, die Seine Majestät empören? Der Atheist hatte natürlich kein Wort zu antworten. Der Appell
wurde dem Licht seiner eigenen Vernunft vorgelegt, das verkündet, dass, wenn Könige Gefängnisse
haben, Gott auch eine Hölle haben muss.“
Zusätzlich gibt es die bekannte Geschichte von Pascals Wette. Blaise Pascal war ein
französischer Philosoph, Mathematiker und Physiker des 17. Jahrhunderts. Anders als viele Männer
von Wissenschaft und Wissen in diesen Tagen, benutzte er seine Gabe der Vernunft, um seinen
Glauben an Gott, Himmel und Hölle zu unterstützen, und er entwickelte eine logische
Voraussetzung, die allgemein als Pascals Wette bekannt ist,
„Wenn man an Gott glaubt, so entdeckt man nach dem Tode, dass Gott nicht existiert, man
verliert absolut nichts im Leben oder im Tode, wohingegen, wenn Gott existiert und man an Gott
glaubt, man alles im Tode erlangt (die ewige Belohnung im Himmel).
Wenn man aber an Gott glaubt und den Tod findet, so erhält man nichts im Leben oder im
Tode, wohingegen man, wenn man fälschlich Gott und den Glauben verleugnet, nach dem Tode
feststellt, dass Gott existiert, so verliert man alles (die ewige Verdammnis in der Hölle).“
Kurz gesagt, arbeitet Pascals Wette unter der sehr logischen Voraussetzung, dass es nicht
schadet, an Gott zu glauben und die Hölle zu fürchten. Aber um es nicht zu tun, nimmt man ein sehr
ernstes Risiko auf sich; ein Risiko von potentiell verheerenden Konsequenzen für alle Ewigkeit. Wir
nehmen eine Feuerversicherung für unserem Grundstück auf, wäre es da nicht klug, wenigstens für
unsere Person das Gleiche zu tun, vor allem, wenn in diesem Fall die Versicherung absolut nichts
kostet, und während in Wirklichkeit dieser Glaube an Gott in der Regel einen fürsorglicher macht
und zu einer mitleidigeren Person?
Einige Heilige und fromme Seelen, wie die heilige Teresa von Jesus und Schwester Josefa
Menendez, waren im Geiste in die Hölle aufgenommen worden. Andere, wie SanktGemma Galgani,
wurden schreckliche Vision des Teufels und der Dämonen gezeigt: in ihrem Schreiben an ihren
geistigen Direktor schrieb Gemma: „Komm schnell, Vater, oder mache wenigstens den Exorzismus
aus der Ferne, der Teufel verfolgt mich! O wie ich gelitten habe, und wie erfreut er in dieser Nacht
war, er packte mich an den Haaren und zerrte mich, indem er sagte: Ungehorsam, Ungehorsam,
jetzt gibt es keine Zeit mehr, komm mit mir! Und er versuchte, mich in die Hölle zu tragen, er
quälte mich so mehr als vier Stunden, und so verlebte ich die Nacht.“
Die drei Kinder von Fatima, Jacinta Marto, Francisco Marto und Lucia Dos Santos, denen
die Jungfrau Maria eine schreckliche Vision von der Hölle zeigte, als sie erst im Alter von 9 und 10
Jahren waren - diese erschreckende Vision veränderte sie vollständig in ihrem tiefsten inneren
Geist. Auch wenn sie nur kleine Kinder waren, nach der Vision, die ihnen die Jungfrau gegeben
hatte, wollten sie nicht zögern, die Seelen vor der Hölle zu retten. Unter anderem lehrte die Heilige
Jungfrau Maria und der Engel Gottes das wichtige Gebet: O mein Jesus; Vergib uns unsere Sünden.
Rette uns vor dem Feuer der Hölle. Führe alle Seelen in den Himmel, besonders jenige, die deiner
Gnade am meisten bedürfen.
„Wenn ich sehe, dass Jesus weint, ist mein eigenes Herz von Sorge durchbohrt; ich denke
daran, wie ich durch meine Sünden zu der Bedrückung beigetragen habe, in der Jesus im Garten
gelitten hat. Damals sah Jesus alle meine Sünden, alle meine Unterlassungen, und er sah den Platz,
den ich in der Hölle besetzen sollte, wenn dein Herz, o Jesus, mir nicht Vergebung gewährt hätte.“
Gemma Galgani.
Am 19. und 20. Juni 1962 wurden auch die jungen Visionäre in Garabandal von der
Gottesmutter zur Hölle geführt. Die Ortsansässigen nannten diese beiden Nächte die Nächte der
Schreie, weil die jungen Seher in Schrecken schrien in den Momenten, da ihnen die Hölle gezeigt
wurde. Und danach, wie die Visionäre in Fatima, wollten sie immer Opfer und
Wiedergutmachungen darbringen, um die Sünder davon abzuhalten, in die Hölle zu gehen.
Es wird gesagt, dass am nächsten Tag die meisten Frauen und einige Männer in der Stadt
ihre Beichte ablegten.
„Ihr habt nur zwei endgültige Schicksale: Himmel oder Hölle, wisst, dass der Satan
versuchen wird, die Realität der Existenz seines Königreichs, der Hölle, von euch zu entfernen.
Wenn er eine Farce seiner Existenz unter euch macht, wird er euch so täuschen So werdet ihr
sündigen und euch vom Geist des Lichts loslösen, und wenn ihr euch von dem Geist des Lichts löst,
so könnt ihr euch vom ewigen Leben im Reich eures Vaters, des höchsten Gottes im Himmel,
entfernen.“ Unsere Liebe Frau von den Rosen.
Teresa von Jesus schrieb: „Eine lange Zeit, nachdem der Herr mir schon viele der erwähnten
und andere sehr hohen Gnaden bewilligt hatte, während ich eines Tages im Gebet war, stellte ich
plötzlich fest, dass ich, ohne zu wissen wie, anscheinend in die Hölle gesteckt worden war. Ich
verstand, dass der Herr wollte, dass ich die Stelle sehe, die die Teufel für mich vorbereitet hatten
und die ich wegen meiner Sünden verdiente, und diese Erfahrung fand innerhalb kürzester Zeit statt,
aber selbst wenn ich viele Jahre leben würde, denke ich, wäre es für mich unmöglich, es zu
vergessen.“
„Tut Buße auf eurem Wege, und ihr werdet in das Reich zurückgeholt werden, und niemand
wird in die Hölle fallen, wenn er nicht diesen Weg freiwillig gegangen ist, mein Kind.“ Unsere
Liebe Frau.
„Euer Leben auf eurer Erde ist nur eine kurze Pilgerreise, euer Leben ist ewiglich, und wo
seid ihr, wenn ihr über den Schleier geht, die Wahl ist euer, Meine Kinder.“ Unsere Liebe Frau.
Die Seherin Veronica: „Oh, meine Güte! Ich sehe. es ist ein Gestank! Der Geruch ist so
schrecklich! Ich sehe eine riesige Grube, und sie ist echt brennend. Die Wände sind orange und
heiß. Oh, und ich sehe diese schrecklichen Geschöpfe; sie klammern sich an die Seiten der Felsen.
Manche haben Flügel mit schrecklichen Federn, sie sehen fast menschlich aus, halb Mensch, halb
Tier, aber sie haben Ohren. Und sie haben… Oh mein Gott, bitte, gesegnete Mutter, nimm mich hier
heraus! Oh, mein Gott, sie haben Füße, die wie Klauen sind, und Arme mit Haaren, aber die Finger
haben lange Fingernägel, sie sind wie Krallen. Und sie haben die schrecklichsten grinsenden
Ausdrücke auf ihren Gesichtern. Jetzt sehe ich, ich sehe Körper von Menschen fallen, fallen. Wenn
sie fallen, beginnen sie zu glühen. Sie glühen wie eine orange Farbe, wie Kohlen. Und sie schreien:
Hilfe, Barmherzigkeit, Barmherzigkeit, zu spät, zu spät! - Oh mein Gott! Und ich sehe, sie gehen so
schnell. Ich weiß nicht, wohin sie fallen. Sie scheinen zu regnen, fast wie vom Himmel in diese
Grube. Und ich sehe, oh, mein Gott! Ich sehe, einige sind Priester. Oh, und ich sehe einen, er hat, oh
mein Gott, einen Kardinalshut auf dem Kopf. Und es gibt drei. Jetzt kann ich sie zählen, es sind
drei. Sie haben Mitren auf dem Kopf. Oh mein Gott! Oh, es ist so schrecklich! Die Hitze ist so groß,
und der Gestank! Ich fühle mich, wie ich bin, nur brennend!“ Unsere Liebe Frau: „Mein Kind, du
hast die elenden Seelen gesehen, die für immer in alle Ewigkeit verloren sind.“
„Die Eltern sind verantwortlich für die Führung und die Rettung der Kinderseelen, die
Disziplin muss der Heimat zurückgegeben werden, und die Eltern müssen ein Beispiel für Reinheit
und Gottseligkeit in ihren Häusern geben. Es ist eure Pflicht, es ist euer Ziel, es ist euer Stand im
Leben, und ihr werdet eure Verantwortung nicht verwerfen können, denn ihr lehnt eure Kinder ab
und werft sie auf den Weg zur Hölle.“ Jesus.
„Viele rufen den Heiligen Geist an, Mein Kind, aber die Geister, die sie anrufen, sind nicht
vom Himmel und vom Licht, sondern sie kommen schnell aus dem Abgrund. Flieht, habt keinen
Teil an diesen Versammlungen, denn sie sind nicht aus dem Licht. Du brauchst nicht diese
Ablenkung, mein Sohn ist immer bei dir in der Eucharistie.“ Unsere Liebe Frau.
„Homosexualität wird nicht geduldet, sie ist ein Greuel in den Augen des ewigen Vaters und
als solches verdammt sie viele zur Hölle.“ Jesus.
„Viele Priester sind auf dem Weg zur Verdammnis, mit ihnen nehmen sie andere, denn die
unterste Grube des Abgrunds wird die Ewigkeit sein! Diejenigen, die meines Sohnes Haus
anvertraut wurden, wurden für das Volk verantwortlich gemacht für den Fall der jungen Seelen,
dein Rang ist keine Garantie für deinen Eintritt in das Königreich.“ Unsere Liebe Frau.
„Das sind die Gebote des Vaters, brecht sie, und die Tore der Hölle sind offen für euch.“
Mose.
„Lenin und Stalin sind nicht bei uns, sie wurden abgelehnt, um sich mit ihrem Gott, dem
Fürsten der Finsternis, zu treffen. Es steht Mir zu, dies zu sagen, und es zerreißt Mein Herz in
Angst, dass sie sich nicht zu retten gesucht haben.“ Unsere Liebe Frau.
„Mein Kind, du wirst nicht zögern, die Erkenntnis der Wahrheit zu enthüllen. Ihr Führer,
Roosevelt, ist in der Hölle, Franklin Roosevelt, Mein Kind, sein Geist ist einer in der Finsternis des
Abgrunds.“ Unsere Liebe Frau.
„Ja, mein Kind, du wirst bei der Erkenntnis der Existenz der Hölle ohnmächtig werden, dass
die Menschheit Angst vor dem Ewigen Vater hat, wenn sie keine Liebe hat, denn jetzt sind viele in
einer Leere des Geistes, und sie kennen ihren Gott nicht, noch interessieren sie sich dafür, ihren
Gott zu kennen.“ Unsere Liebe Frau.
„Fallt nicht herein auf den Fehler, den Satan in der Menschheit geschaffen hat, dass alle am
Ende gerettet werden. Viele sind über den Schleier gegangen und haben niemals die Gelegenheit
gehabt, es wieder gut zu machen und wurden in die dunkelste Höllengrube geschickt.“ Jesus.
„Ich sage euch, als eure Mutter, dass jede, Mann oder jede Frau, die an diesem Greuel des
Mordes an den Ungeborenen teilnimmt, eine schwere Buße auf der Erde gegeben wird, oder wenn
diese Buße nicht auf Erden gegeben wird, diese Person, schuldig in den Augen ihres Gottes, wird
die ewige Verdammnis im Feuer der Hölle erleiden.“ Unsere Liebe Frau.
„Wie töricht sind diejenigen, die die leichte Straße wählen, die Straße, die zur Dunkelheit
führt, wie traurig, dass sie ein Leben der Schönheit im Königreich gegen die Qualen der
Verdammnis in der Hölle mit Luzifer eintauschen.“ Unsere Liebe Frau.
Der heilige Don Bosco hatte eine prophetische Vision der Hölle im Jahre 1868. Viele der
Träume Don Boscos könnten besser als Visionen bezeichnet werden, denn Gott benutzte dieses
Mittel, um seinen Willen für den Heiligen und für die Jungen des Oratoriums und die Zukunft der
Salesianischen Kongregation zu offenbaren. Seine Träume führten nicht nur den Heiligen, sondern
gaben ihm Weisheit und Führung, durch die er in der Lage war, anderen zu helfen und andere zu
führen. Er war erst neun Jahre alt, als er seinen ersten Traum hatte, der seine Lebensaufgabe
auslegte. Es war dieser Traum, der Papst Pius IX. so sehr beeindruckte, dass er dem heiligen Don
Bosco befahl, seine Träume zur Ermutigung seiner Kongregation und für alle aufzuschreiben.
Durch Träume erlaubte Gott ihm, die Zukunft von jedem der Jungen seines Oratoriums zu kennen.
Durch Träume ließ Gott ihn den Zustand der Seelen der Jungen wissen. Am 1. Februar 1865
kündigte Don Bosco an, dass einer der Jungen bald sterben wird. Er kannte den Jungen durch den
Traum am Abend zuvor. Am 16. März 1865 starb Antonius Ferraris nach dem Empfang der letzten
Sakramente. Johannes Bisio, der Antonius und seine Mutter während der letzten Stunde geholfen
hat, bestätigte die Geschichte in dieser Episode durch einen formellen Eid und schloss wie folgt:
„Don Bosco erzählte uns noch viele andere Träume über den Tod des Oratoriums, um die wahren
Prophezeiungen zu erleben. Wir sind in den sieben Jahren, in denen ich im Oratorium gelebt habe,
nicht gestorben, ohne dass Don Bosco einen Tod voraussagte, und wir waren auch überzeugt, dass
jeder, der dort unter seiner Fürsorge und Hilfe starb, sicherlich in den Himmel kam.“
Am Sonntagabend, dem 3. Mai 1868, dem Fest des heiligen Josef, nahm Don Bosco die
Erzählung seiner Träume wieder auf:
„Ich habe noch einen Traum, um ihn dir zu erzählen, eine Art von Nachwirkungen von
denen, die ich dir am vergangenen Donnerstag und Freitag erzählt habe, die mich total erschöpft
haben. Nenne sie Träume oder wie auch immer du magst. Immer, wie du weißt, schien in der Nacht
des 17. April einer schrecklichen Kröte geboten, mich zu verschlingen. Als sie schließlich
verschwand, sagte eine Stimme zu mir: Warum sagst du es ihnen nicht? - Ich drehte mich in diese
Richtung und sah eine vornehme Person, die an meinem Bett stand. Ich fühlte mich schuldig wegen
meines Schweigens und fragte: Was soll ich meinen Jungs sagen?
Was du in deinen letzten Träumen gesehen und gehört hast und was du wissen wolltest und
morgen Nacht dir offenbart wird! - Dann verschwand die Person.
Ich verbrachte den ganzen nächsten Tag mit Sorgen um die miserable Nacht, die für mich
aufgehoben war, und als der Abend kam, ging ich ungern zu Bett, ich saß an meinem Schreibtisch
und durchforschte Bücher bis Mitternacht. Der bloße Gedanke, mehr Alpträume zu haben,
erschreckte mich gründlich. Doch mit großer Anstrengung ging ich endlich ins Bett.
Steh auf und folge mir nach! sagte die Person.
Um Himmels willen, protestierte ich, lass mich in Ruhe, ich bin erschöpft, ich werde seit ein
paar Tagen von Zahnschmerzen geplagt und brauche Ruhe, außerdem haben mich die Albträume
völlig verschlissen. - Ich sagte dies, weil die Erscheinung dieses Mannes immer Mühe, Müdigkeit
und Schrecken für mich bedeutete.
Steh auf, wiederholte er. Du hast keine Zeit zu verlieren.
Ich folgte ihm. Wo bringst du mich hin? fragte ich.
Das macht nichts, du wirst es sehen. - Er führte mich zu einer weiten, grenzenlosen Ebene,
einer wahrhaft leblosen Wüste, ohne eine Seele in Sicht oder einen Baum oder Bach. Vergilbte,
ausgetrocknete Vegetation, die der Verwüstung hinzugefügt wurde, ich hatte keine Ahnung, wo ich
war oder was ich tun sollte. Für einen Augenblick verlor ich sogar meinen Führer aus den Augen
und fürchtete, dass ich verloren war, ganz allein. Vater Rua, Vater Francesia, nirgends zu sehen. Als
ich endlich meinen Freund auf mich zukommen sah, seufzte ich erleichtert.
Wo bin ich? fragte ich.
Komm mit mir, und du wirst es herausfinden!
Gut, ich geh mit dir.
Er führte den Weg, und ich folgte schweigend, aber nach einem langen, düsteren Mißtrauen
begann ich, mir Sorgen zu machen, ob ich jemals in der Lage wäre, diese Weite zu überqueren, dazu
mit meinen Zahnschmerzen und geschwollenen Beinen. Plötzlich sah ich einen Weg vor uns.
Wohin jetzt? fragte ich meinen Führer.
Diesen Weg, antwortete er.
Wir nahmen die Straße. Sie war schön, breit und ordentlich gepflastert. Der Weg der Sünder
ist mit Steinen deutlich gemacht, und an ihrem Ende ist die Hölle und die Finsternis und die
Schmerzen. Beide Seiten waren von prächtigen grünen Hecken begleitet, gepunktet mit
wunderschönen Blumen. Rosen, vor allem, guckten überall durch die Blätter. Auf den ersten Blick
war die Straße eben und bequem, und so wagte ich es ohne den geringsten Verdacht, aber bald
merkte ich, dass sie unmerklich nach unten geneigt war. Obwohl sie überhaupt nicht steil aussah,
fühlte ich mich so schnell, dass ich fühlte, ich würde mühelos durch die Luft gleiten. Wirklich, ich
glitt und ging kaum mit meinen Füßen. Dann kam mir der Gedanke, dass der Rückweg sehr lang
und anstrengend sein würde.
Wie sollen wir zum Oratorium zurückkehren? fragte ich besorgt.
Keine Sorge, antwortete er. Der Allmächtige will, dass du gehst. Er, der dich führt, weiß
auch, wie du zurückfindest.
Die Straße war nach unten geneigt. Als wir unterwegs waren, flankiert von Rosen und
anderen Blumen, wurde mir bewußt, dass die Oratoriumsjungen und viele andere, die ich nicht
kannte, mir folgten. Irgendwie fand ich mich in ihrer Mitte. Als ich sie betrachtete, bemerkte ich
jetzt einen, bald einen weiteren Fall auf den Boden und wurde sofort von einer unsichtbaren Kraft
zu einem schrecklichen Tropfen hinabgezogen, der weit sichtbar war, der in einen Ofen
hineinschlich. Was lässt diese Jungen fallen? fragte ich meinen Gefährten. Die Stolzen haben ein
Netz für mich verborgen, und sie haben Stricke als eine Schlinge ausgestreckt, sie haben mir einen
Stolperstein auf die Straße gelegt.
Wirf einen genaueren Blick, antwortete er.
Ich tat es. Fallen waren überall, einige dicht am Boden, andere auf Augenhöhe, aber alle gut
verborgen. Unbewusst ihrer Gefahr, wurden viele Jungen gefangen, und sie stolperten, sie fielen zu
Boden, die Beine in der Luft ausbreitend. Dann, wenn sie es geschafft, wieder auf die Beine zu
kommen, liefen sie kopfüber hinunter die Straße in Richtung Abgrund. Manche wurden am Kopf
gefangen, andere an Hals, Händen, Armen, Beinen oder Seiten und wurden sofort heruntergezogen.
Die Bodenfalle, fein wie Spinnenweben und kaum sichtbar, schienen sehr dürftig und harmlos; doch
zu meiner Überraschung fiel jeder Junge, den sie gefangen, zu Boden.
Ich bemerkte mein Erstaunen, der Führer bemerkte: Weißt du, was das ist?
Nur eine dünne Faser, antwortete ich.
Ein bloßes Nichts, sagte er, einfacher menschlicher Respekt.
Ich sah, dass viele Jungen in diesen Netzen gefangen wurden. Ich fragte: Warum werden so
viele gefangen, wer zieht sie herunter?
Tritt näher, und du wirst sehen! sagte er mir.
Ich folgte seinem Rat, sah aber nichts Besonderes.
Schau näher hin, beharrte er.
Ich nahm eine der Fallen und zerrte daran. Ich fühlte sofort einen Widerstand. Ich zog fester,
nur um zu fühlen, dass, anstatt den Faden näher zu ziehen, ich selbst abgerissen wurde. Ich
widerstand nicht und fand mich bald am Mund einer schrecklichen Höhle. Ich blieb stehen und
wollte nicht in diese tiefe Höhle mich wagen und zog wieder den Faden an mich. Es ging ein wenig,
aber nur durch große Anstrengung von meiner Seite. Ich zog weiter, und nach langer Zeit tauchte
ein riesiges, scheußliches Ungeheuer auf, das ein Seil umklammerte, an das alle Fallen gebunden
waren. Er war derjenige, der sofort irgendjemanden, der in ihnen gefangen wurde,
heruntergeschleppt hatte. Es wird nicht gelingen, meine Stärke mit seiner zu messen, sagte ich mir.
Ich werde sicher verlieren. Ich kämpfe besser mit dem Zeichen des Kreuzes und mit kurzen
Anrufungen.
Dann ging ich zurück zu meinem Führer. Jetzt weißt du, wer er ist, sagte er zu mir.
Das tue ich, es ist der Teufel!
Sorgfältig untersuchte ich viele der Fallen, da sah ich, dass jede eine Inschrift hatte: Stolz,
Ungehorsam, Neid, sechstes Gebot, Diebstahl, Völlerei, Faultier, Zorn und so weiter. Wenn ich ein
wenig zurücktrat, um zu sehen, welche die größere Anzahl von Jungen gefangen hielten, entdeckte
ich, dass die gefährlichsten diejenigen der Unreinheit, des Ungehorsams und des Stolzes waren. In
Wirklichkeit waren diese drei miteinander verknüpft. Viele andere Fallen taten auch großen
Schaden, aber nicht so großen wie die ersten beiden. Immer noch beobachtete ich viele Jungen, die
liefen schneller als andere. Warum so eilig? fragte ich.
Weil sie durch die Schlinge des menschlichen Respekts angezogen werden.
Noch genauer sah ich Messer unter den Fallen. Eine vorsorgliche Hand hatte sie dorthin
gebracht, um sich los zu schneiden. Die größeren, die die Meditation symbolisierten, waren für den
Gebrauch gegen die Falle des Stolzes; andere, nicht ganz so groß, symbolisierten die spirituelle
Lesung, gut gemacht. Es gab auch zwei Schwerter, die die Hingabe zum allerheiligsten Sakrament
darstellten, vor allem durch häufige heilige Kommunion, und an die selige Jungfrau. Es gab auch
einen Hammer, der die Beichte symbolisierte, und andere Messer, die die Hingabe an den heiligen
Josef und andere Heiligen bedeuteten. Auf diese Weise konnten ein paar Jungen in der Lage sein,
sich zu befreien oder der Einnahme zu entgehen.
In der Tat sah ich einige Jungs, die sicher durch all jene Fallen gingen, entweder durch ein
gutes Timing, bevor die Falle vor ihnen aufgesprungen war, oder indem sie ausrutschten, wenn sie
erwischt wurden.
Als mein Führer zufrieden war, dass ich alles beobachtet hatte, ließ er mich auf dieser Straße
meinen Weg fortsetzen, aber je weiter wir gingen, desto weniger wurden die Rosen. Lange Dornen
fingen an zu erscheinen, und bald waren die Rosen nicht mehr da. Die Hecken wurden
sonnenverbrannt, blattlos und mit Dornen besetzt. Aus den Büschen lagen zerrissene Zweige kreuz
und quer über dem Straßenbett und verstopften es mit Dornen und machten es unpassierbar. Wir
waren jetzt zu einer Schlucht gekommen, deren steile Seiten verbargen, was jenseits lag. Die Straße,
die immer noch nach unten geneigt war, wurde immer schrecklicher, rissig, wüst, und strotzte vor
Felsen und Felsbrocken. Ich verlor alle meine Jungen, von denen die meisten diesen verräterischen
Weg für andere Wege verlassen hatten.
Ich ging weiter, aber je weiter ich vorrückte, desto anstrengender und steiler wurde der
Abstieg, so dass ich mehrmals stolperte und fiel, lag niedergeschlagen da, bis ich den Atem wieder
fließen lassen konnte. Ab und zu unterstützte mich mein Führer oder half mir, aufzustehen. Bei
jedem Schritt schienen meine Gelenke nachzugeben, und ich dachte, dass meine Schienbeine
zusammenbrechen würden. Ich sagte zu meinem Führer: Mein guter Kerl, meine Beine werden
mich nicht weiter treiben, ich kann einfach nicht weiter. - Er antwortete nicht, sondern ging weiter.
Unter Herzklopfen folgte ich, bis ich schwitzte und vollkommen erschöpft war, und er führte mich
zu einer kleinen Lichtung neben der Straße. Ich setzte mich, atmete tief ein und fühlte mich etwas
besser. Von meiner Ruhestätte aus war die Straße, die ich schon bereist hatte, sehr steil, gezackt und
mit losen Steinen bestreut, aber was vor uns lag, schien so viel schlimmer, daß ich die Augen vor
Entsetzen schloss.
Gehen wir zurück, flehte ich. Wenn wir weiter gehen, wie sollen wir jemals wieder zum
Oratorium zurückkehren?
Nun, da wir so weit gekommen sind, willst du, dass ich dich hier lasse? hat mein Führer
streng gefragt.
Bei dieser Bedrohung weinte ich: Wie kann ich ohne deine Hilfe überleben?
Dann folge mir.
Wir setzten unseren Abstieg fort, den Weg, der jetzt so schrecklich steil wurde, dass es fast
unmöglich war, aufrecht zu stehen. Und dann, am Grunde dieses Abgrunds, am Eingang eines
dunklen Tales, erschien ein enormes Gebäude, ein hoch aufragendes Portal, das fest auf uns
gerichtet war. Als ich endlich auf den Grund kam, wurde ich von einer erstickenden Hitze erstickt,
während ein schmieriger, grün getönter Rauch, der von scharlachroten Flammen aufleuchtete, hinter
den riesigen Mauern aufstieg, die höher als die Berge auftauchten.
Wo sind wir, was ist das? fragte ich meinen Führer.
Lies die Inschrift auf dem Portal, und du wirst es wissen.
Ich blickte auf und las diese Worte: Der Ort, an dem es keine Erlaubnis gibt. - Ich erkannte,
dass wir vor den Toren der Hölle waren. Der Führer führte mich an diesem schrecklichen Ort
herum. In regelmäßigen Abständen sah ich bronzene Portale wie die erste übersehene steile
Abfahrten; auf jedem Portal war eine Inschrift, wie: Weicht von mir, ihr Verfluchten, in das ewige
Feuer, das für den Teufel und seine Engel vorbereitet wurde. Jeder Baum, der nicht gute Früchte
gibt, wird abgehauen und in das Feuer geworfen werden.
Ich versuchte, sie in mein Notizbuch zu kopieren, aber mein Führer hielt mich zurück: Es
gibt keine Notwendigkeit dafür, du hast sie alle in der Heiligen Schrift, sogar einige von ihnen sind
in deine Säulen eingeschrieben.
Bei solch einem Anblick wollte ich wenden und zum Oratorium zurückkehren. Tatsächlich
fing ich wieder davon an, aber mein Führer ignorierte meinen Versuch. Nachdem wir durch eine
steile, nie endende Schlucht gestapft waren, kamen wir wieder zum Fuß des Abgrundes, der dem
ersten Portal zugewandt war. Plötzlich wandte sich der Führer an mich. Verwirrt und erschrocken
zeigte er mir, dass ich beiseite schreiten sollte. Schau! sagte er.
Ich blickte erschreckt auf und sah in der Ferne, wie jemand mit unkontrollierbarer
Geschwindigkeit den Weg hinabstieg. Ich hielt meine Augen auf ihn gerichtet und versuchte, ihn zu
identifizieren, und als er näher kam, erkannte ich ihn als einen meiner Jungen. Sein zerzaustes Haar
stand teilweise aufrecht auf dem Kopf und wurde teilweise vom Wind zurückgeworfen. Seine Arme
waren ausgestreckt, als treibe er im Wasser in einem Versuch, über Wasser zu bleiben. Er wollte
aufhören, konnte es aber nicht. Er stolperte über die vorspringenden Steine und fiel immer
schneller. Wir helfen ihm, wir wollen ihn aufhalten, schrie ich und streckte meine Hände in einer
eitlen Anstrengung aus, um ihn zurückzuhalten.
Lass ihn in Ruhe, erwiderte der Führer.
Warum?
Weißt du nicht, wie furchtbar Gottes Rache ist? Denkst du, du könntest einen zurückhalten,
der vor Gottes gerechtem Zorn flieht?
Inzwischen hatte der Jüngling seinen feurigen Blick nach hinten gerichtet, um zu sehen, ob
Gottes Zorn ihn noch verfolgte. Im nächsten Augenblick fiel er auf den Grund der Schlucht und
stürzte gegen das Bronzetor, als könne er keine bessere Zuflucht finden.
Warum schaute er vor Schrecken zurück? fragte ich.
Weil Gottes Zorn die Höllenpforte durchbohrt, um ihn auch in der Mitte des Feuers zu
erreichen und zu quälen!
Als der Junge ins Portal stürzte, sprang er mit einem Gebrüll auf, und sofort öffneten sich
tausend innere Portale mit einem ohrenbetäubenden Geschrei, wie von einem Körper getroffen, der
von einem unsichtbaren, gewalttätigsten, unwiderstehlichen Sturm angetrieben worden war. Da
diese bronzenen Türen - hintereinander, in einem beträchtlichen Abstand von einander - zeitweilig
offen blieben, sah ich weit in die Ferne so etwas wie Backöfen, die feurige Kugeln zeigten, sobald
der Jüngling hineinschlüpfte. So schnell sie sich öffneten, so schnell klappten die Portale wieder zu.
Ein drittes Mal versuchte ich, den Namen des unglücklichen Jungen aufzuschreiben, aber der
Führer hielt mich zurück. Warte, befahl er.
Siehe!
Drei andere Jungen von uns, die in Schrecken und mit ausgestreckten Armen schrien, rollten
sich wie massive Felsen hintereinander herab, ich erkannte sie, als sie auch gegen das Portal
stürzten. In dieser zweiten Sekunde sprang es auf, und so taten auch die anderen tausend. Die drei
Jungen wurden in den endlosen Gang unter einem langgestreckten, verblassenden, höllischen Echo
eingesogen, und dann klappten die Portale wieder zu. In Intervallen kamen viele andere Jungs nach
ihnen herunter. Ich sah einen unglücklichen Jungen, der von einem bösen Gefährten den Hang
hinabgestoßen wurde. Andere fielen einzeln oder mit anderen, Arm in Arm oder Seite an Seite.
Jeder von ihnen trug den Namen seiner Sünde auf seiner Stirn. Ich rief sie an, als sie rannten, aber
sie hörten mich nicht. Wieder öffneten sich die Portale und donnerten mit einem Rumpeln. Dann
war tote Stille!
Schlechte Gefährten, schlechte Bücher und schlechte Gewohnheiten, rief mein Führer, sind
hauptsächlich verantwortlich für so viele ewig Verlorenen.
Die Fallen, die ich früher gesehen hatte, zogen die Jungen tatsächlich in den Ruin. Als ich so
viele in den Tod gezogen sah, schrie ich enttäuscht: Wenn so viele unserer Jungen auf diese Weise
umkommen, arbeiten wir vergebens. Wie können wir solche Tragödien verhindern?
Das ist ihr gegenwärtiger Zustand, antwortete mein Führer, und dorthin würden sie gehen,
wenn sie jetzt sterben würden.
Dann lass mich ihre Namen aufschreiben, damit ich sie warne und sie auf den Weg zum
Himmel zurückführe."
Glaubst du wirklich, dass sich einige von ihnen reformieren würden, wenn ihr sie warnen
würdet? Da und dort wird einen eure Warnung beeindrucken, aber bald werden sie es vergessen und
sagen: Es war nur ein Traum, und sie werden es noch schlimmer treiben. Die andere, die erkennen,
dass sie entlarvt worden sind, empfangen die Sakramente, aber das wird weder spontan noch
verdienstvoll sein, andere werden wegen einer augenblicklichen Furcht vor der Hölle zur Beichte
gehen, aber weiter der Sünde angehören.
Dann gibt es keine Möglichkeit, diese unglücklichen Burschen zu retten? Sag mir bitte, was
ich für sie tun kann.
Sie haben Vorgesetzte, sie sollen ihnen gehorchen, sie haben Regeln, sie sollen sie
beobachten, sie haben die Sakramente, sie sollen sie empfangen.
In diesem Augenblick trat eine neue Gruppe von Jungen heran, und die Portale öffneten sich
augenblicklich. Gehen wir rein, sagte der Führer zu mir.
Ich zog mich entsetzt zurück. Ich konnte es kaum erwarten, wieder zum Oratorium zu eilen,
um die Jungen zu warnen, damit auch andere nicht verloren gehen müssten.
Komm, beharrte mein Führer. Du wirst viel lernen, aber zuerst sag mir: Willst du allein oder
mit mir gehen? - Er bat mich, mir klar zu machen, dass ich nicht mutig genug war und deshalb seine
freundliche Hilfe brauchte.
Allein an diesen schrecklichen Ort? antwortete ich. Wie werde ich jemals in der Lage sein,
meinen Weg ohne deine Hilfe zu finden? - Dann kam mir ein Gedanke und erregte meinen Mut.
Bevor man zur Hölle verdammt ist, sagte ich mir, muss man gerichtet werden. Und ich bin noch
nicht gerichtet!
Gehen wir, rief ich entschlossen. Wir traten in diesen engen, schrecklichen Korridor ein und
tanzten mit blitzschneller Geschwindigkeit hindurch. Bedrohliche Inschriften leuchteten unheimlich
über allen inneren Toren. Das letzte öffnete sich in einen riesigen, grimmigen Hof mit einem
großen, unglaublich verbietenden Eingang am anderen Ende. Über ihm stand diese Inschrift:
Diese werden zur ewigen Strafe gehen. - Die Wände waren ähnlich beschriftet. Ich fragte
meinen Führer, ob ich sie lesen könnte, und er willigte ein. Das waren die Inschriften:
Er wird Feuer senden und Würmer in ihr Fleisch, und sie müssen brennen und für immer
Schmerzen fühlen.
Der See des Feuers, wo das Tier und der falsche Prophet Tag und Nacht für immer und ewig
gepeinigt werden.
Und der Rauch ihrer Qualen wird aufgehen für immer und ewig. (Apokalypse 14: 11)
Ein Land des Elends und der Finsternis, wo der Schatten des Todes ist und keine Ordnung,
sondern ewiges Grauen.
Es gibt keinen Frieden für die Bösen.
Es wird dort Weinen und Zähneknirschen sein.
Während ich von einer Inschrift zur anderen zog, kam mein Führer, der in der Mitte des
Hofes stand, zu mir herauf.
Von hier an, sagte er, kann niemand einen hilfsbereiten Begleiter, einen tröstlichen Freund,
ein liebendes Herz, einen mitleidigen Blick oder ein wohlwollendes Wort haben, das alles ist für
immer verschwunden. Willst du lieber diese Dinge selber erleben?
Ich will nur sehen! antwortete ich.
Dann komm mit, fügte mein Freund hinzu, und als er mich im Schlepptau hatte, trat er durch
das Tor auf einen Korridor, an dessen weitem Ende eine Beobachtungsplattform war, die von einer
riesigen Einkristallscheibe, die vom Pflaster bis zur Decke reichte, umschlossen war. Sobald ich die
Schwelle überschritt, fühlte ich einen unbeschreiblichen Schrecken und wagte nicht, einen weiteren
Schritt zu machen. Vor mir sah ich so etwas wie eine ungeheure Höhle, die allmählich in tief in die
Därme der Berge versenkte Vertiefungen verschwand. Sie standen alle in Flammen, aber es war
kein irdisches Feuer mit springenden Zungen der Flammen. Die gesamte Höhle - Wände, Decke,
Boden, Eisen, Steine, Holz und Kohle - alles war ein leuchtendes Weiß bei Temperaturen von
tausend Grad. Doch das Feuer nicht verbrannte, noch ward es verbraucht. Ich kann einfach keine
Worte finden, um das Grauen der Höhle zu beschreiben. "Die Nahrung davon ist Feuer und viel
Holz: der Atem des Herrn als ein Sturzbach des Schweifs, der ihn anzündet.
Ich starrte verwirrt über mich, als ein Bursche aus einem Tor stürzte. Scheinbar ahnte er
nichts anderes, er stieß einen höchst schrillen Schrei aus, wie einer, der im Begriff ist, in einen
Kessel voll flüssiger Bronze zu fallen, und der in die Mitte der Höhle stürzte. Sofort wurde er auch
zur Glühlampe und vollkommen bewegungslos, während das Echo seines sterbenden Klageliedes
noch einen Augenblick anhielt.
Schrecklich erschrocken starrte ich ihn eine Weile kurz an. Er schien ein Oratorianer zu sein.
Ist er nicht so und so? fragte ich meinen Führer.
Ja, war die Antwort.
Warum ist er so still, so weißglühend?
Du hast es gewählt, antwortete er. Sei damit zufrieden, schau weiter: Jeder soll mit Feuer
gesalzen werden.
Als ich wieder hinsah, kam ein anderer Junge mit rasender Geschwindigkeit in die Höhle.
Auch er war aus dem Oratorium. Als er fiel, blieb er liegen. Auch er gab einen einzigen
herzzerreißenden Schrei von sich, der mit dem letzten Echo des Schreies, der von dem Jüngling
kam, der ihm vorausgegangen war, verschmolz. Andere Jungen standen da in gleicher Weise in
zunehmender Zahl, alle schreien auf die gleiche Weise, und dann wurden alle gleichmäßig
bewegungslos und weißglühend. Ich bemerkte, dass der erste an der Stelle festgefroren schien, eine
Hand und einen Fuß erhoben in die Luft; der zweite Junge schien fast doppelt auf den Boden
gebeugt. Andere standen oder hingen in verschiedenen anderen Positionen, balancierten auf einem
Fuß oder einer Hand, sitzend oder liegend auf dem Rücken oder auf ihren Seiten, stehend oder
kniend, die Hände rauften ihre Haare. Kurz, die Szene ähnelte einer großen Gruppe von
Jugendlichen, die in immer schmerzhaftere Haltungen geworfen wurde. Andere Jungs rannten in
denselben Ofen. Einige kannte ich; andere waren mir fremd. Ich erinnere mich, was in der Bibel
geschrieben steht, dass, wenn einer in die Hölle fällt, so wird er für immer darin bleiben. An
welchen Ort es fallen wird, da wird es liegen bleiben.
Erschreckter als je zuvor fragte ich meinen Führer: Wenn diese Jungen in diese Höhle
stürzen, wissen sie nicht, wohin sie gehen?
Sie wurden gewiss tausendmal gewarnt, aber sie entscheiden sich immer noch dafür, in das
Feuer zu stürzen, weil sie die Sünde nicht verabscheuten und es ablehnten, sie zu verlassen, und sie
verachteten und verwarfen Gottes unaufhörlichen, barmherzigen Einladungen zur Buße. So
provozieren sie die göttliche Gerechtigkeit, diese verfolgt sie und stachelt sie an, damit sie nicht
aufhören, bis sie diesen Ort erreichen.
Ach, wie elend diese unglücklichen Knaben fühlen müssen, dass sie keine Hoffnung mehr
haben, rief ich. Wenn du wirklich ihre innerste Raserei und Wut kennen willst, tritt ein wenig näher,
bemerkte mein Führer.
Ich machte ein paar Schritte vorwärts und sah, dass viele dieser armen Elenden auf einander
wie wilde Hunde schlugen. Andere krallten sich an ihre Gesichter und Hände, zerfetzten ihr eigenes
Fleisch und schüttelten es. Gerade da wurde die gesamte Decke der Höhle so durchsichtig wie
Kristall und zeigte einen Flecken des Himmels, und ihre strahlenden Gefährten waren für alle
Ewigkeit sicher.
Die armen Wesen, die in Neid und Nebel trieben, verbrannten vor Wut, weil sie die Gerechte
einst verspottet hatten. Die Gottlosen sehen es und werden zornig, sie werden mit den Zähnen
knirschen und sich beißen. Warum hört man keinen Laut? fragte ich meinen Führer,
Tritt näher! riet er.
Ich drückte mein Ohr an das Kristallfenster und hörte Schreie und Schluchzen, Lästerungen
und Verwünschungen gegen die Heiligen. Es war ein Tumult von Stimmen und Schreien, schrill und
verwirrt.
Wenn sie sich an das glückliche Los ihrer guten Gefährten erinnern," antwortete er, sind sie
verpflichtet, es zuzugeben: Wir Narren schätzten euer Leben als Wahnsinn und euer Ende ohne
Ehre. Siehe, wie sie nun zu den Kindern Gottes gezählt werden, und ihr Los gehört zu den Heiligen.
Darum haben wir uns von dem Weg der Wahrheit verirrt, und das Licht der Gerechtigkeit hat uns
nicht geleuchtet, und die Sonne der Erkenntnis ist uns nich aufgegangen. Wir müdeten uns ab in der
Weise der Ungerechtigkeit und Zerstörung, und wir sind harte Wege gegangen, aber den Weg des
Herrn haben wir nicht gekannt. Was half uns der Stolz? Oder welchen Nutzen hat die Prahlerei des
Reichtums uns gebracht? All diese Dinge sind wie ein Schatten vergangen.
Hier ist die Zeit nicht mehr, hier ist nur die Ewigkeit.
Während ich den Zustand vieler meiner Jungen in völligem Schrecken betrachtete, schlug
mir plötzlich ein Gedanke: Wie können diese Jungs verdammt sein? fragte ich. Letzte Nacht waren
sie noch im Oratorium am Leben!
Die Jungen, die du hier siehst, antwortete er, sind für die Gnade Gottes tot. Würden sie jetzt
sterben oder auf ihren bösen Wegen bestehen, so würden sie verdammt sein. Aber wir
verschwenden Zeit.
Er führte mich weg, und wir gingen durch einen Korridor in eine untere Höhle, an deren
Eingang ich las: Ihr Wurm soll nicht sterben, und ihr Feuer soll nicht gelöscht werden. Er wird
Feuer senden und Würmer in ihr Fleisch, und sie werden brennen und können es für immer fühlen.
Hier sah man, wie grausam die Buße der Schüler war, die in unseren Schulen waren. Was für
eine Qual war es, an jede unvergebene Sünde und an ihre gerechte Strafe zu denken, so mussten die
unzähligen, ja außergewöhnlichen Mittel, die sie hatten, ihre Lebensweise zu verbessern, in der
Tugend hartnäckig bleiben und das Paradies verdienen und sahen ihre mangelnde Resonanz auf die
vielen versprochenen und verliehenen Gefälligkeiten der Jungfrau Maria. Was für eine Folter zu
denken, dass sie so leicht gerettet hätten werden könnten, und sind doch jetzt unwiederbringlich
verloren und sich an die vielen guten Entschließungen erinnern und sie nie behalten. Der Weg zur
Hölle ist tatsächlich mit guten Absichten gepflastert!
In dieser unteren Höhle sah ich wieder jene Oratoriumsbuben, die in den feurigen Ofen
gefallen waren. Einige hören mich jetzt an; andere sind ehemalige Schüler oder auch Fremde für
mich. Ich näherte mich ihnen und bemerkte, dass sie alle mit Würmern und Schädlingen bedeckt
waren, die an ihren Gliedmaßen, Herzen, Augen, Händen, Beinen und ganzen Körpern so närrisch
nagten, dass es sich der Beschreibung entzieht. Hilflos und regungslos waren sie eine Beute für jede
Art von Qual. Ich hoffte, ich könnte mit ihnen sprechen oder etwas von ihnen hören, ich ging noch
näher, aber niemand sprach mit mir oder sah mich an. Ich fragte dann meinen Führer, warum, und er
erklärte, dass die Verdammten völlig der Freiheit beraubt sind. Jeder muss seine eigene Strafe voll
und ganz aushalten, mit absolut keine Reue über was auch immer. Und jetzt, fügte er hinzu, musst
du auch in diese Höhle eintreten.
Ach nein! wandte ich vor Schrecken ein. Bevor wir zur Hölle gehen, muss man gerichtet
werden, ich bin noch nicht gerichtet, und so gehe ich nicht in die Hölle!
Höre, sagte er, was würdest du lieber tun: Besuchen die Hölle und retten deine Jungen oder
draußen bleiben und sie lassen in der Qual?
Einen Augenblick lang war ich sprachlos. Natürlich liebe ich meine Jungs und möchte sie
alle retten, erwiderte ich, aber ist nicht ein anderer Ausweg?
Ja, es gibt einen Weg, fuhr er fort, vorausgesetzt, du tust alles, was du kannst.
Ich atmete leichter und sofort sagte ich, ich habe nichts dagegen, wenn ich diese geliebten
Söhne aus diesen Qualen retten kann.
Komm hinein, fuhr mein Freund fort, und siehe, wie unser guter, allmächtiger Gott liebevoll
tausend Mittel liefert, um deine Jungen zur Buße zu führen und sie vom ewigen Tod zu retten.
Er nahm meine Hand und führte mich in die Höhle. Als ich eintrat, befand ich mich plötzlich
in einen prächtigen Saal, dessen Vorhängeglastüren mehr Eingänge verbargen.
Über einer von ihnen las ich diese Inschrift: Das sechste Gebot. Daraufhin rief mein Führer:
Übertretungen dieses Gebotes haben den ewigen Untergang vieler Jungen verursacht.
Gehen sie nicht zur Beichte?
Sie taten es, aber sie gaben entweder die Sünden gar nicht zu oder lebten nur unzureichend
die schöne Tugend der Reinheit, indem sie sagten, sie hätten zwei oder drei Mal solche Sünden
begangen, als es vier oder fünf waren in ihrer Kindheit und schämten sich niemals, oder es war
ihnen zu wenig, andere waren nicht wirklich traurig oder aufrichtig in ihrer Entschlossenheit, es in
Zukunft zu vermeiden, und es gab sogar einige, die, anstatt ihr Gewissen zu untersuchen, ihre Zeit
damit verbrachten, herauszufinden, wie man ihren Beichtvater am besten täuschen kann. Wer in
dieser Gemütsverfassung stirbt, wird unter den Verdammten sein, und so ist er für alle Ewigkeit
verurteilt, nur wer ehrlich umkehrt, wird ewig glücklich sein. Warum hat uns unser barmherziger
Gott hierher gebracht? - Er hob den Vorhang, und ich sah eine Gruppe von Oratorium-Jungen, die
alle mir bekannt waren, die wegen dieser Sünde da waren. Unter ihnen waren einige, deren
Verhalten schien gut zu sein.
Jetzt wirst du mir bestimmt die Namen nennen, damit ich sie einzeln warne, rief ich. Dann,
was schlägst du vor, was ich ihnen sage?
Immer gegen die Unbescheidenheit predige, es genügt eine generische Warnung, dass man
selbst, wenn man sie einzeln mahnt, es versprechen würde, aber nicht immer aufrichtig, denn für
eine feste Entschlossenheit braucht man die Gnade Gottes, die man nicht verleugnen darf. Jungs,
wenn sie beten, Gott offenbart ihnen seine Macht, vor allem, indem er barmherzig und vergebend
ist, auf deiner Seite sollst du beten und Opfer bringen. Wie den Jungen, sollen sie auf deine
Ermahnungen hören und ihr Gewissen konsultieren, es wird ihnen gesagt, was zu tun ist.
Wir verbrachten die nächste halbe Stunde mit den Voraussetzungen einer guten Beichte.
Danach rief mein Führer mehrmals mit lauter Stimme: Avertere! Avertere!
Was meinst du? fragte ich.
Ändere dein Leben!
Verwirrt verbeugte ich meinen Kopf und machte, als ob ich mich zurückziehen wollte, aber
er hielt mich zurück.
Du hast noch nicht alles gesehen, erklärte er.
Er drehte sich um und hob einen weiteren Vorhang, der diese Inschrift trägt: Wer reich wird,
fällt in Versuchung und in die Schlinge des Teufels.
Das gilt nicht für meine Jungen! entgegnete ich, weil sie so arm sind wie ich. Wir sind nicht
reich und wollen es nicht sein. Wir geben ihm keinen Gedanken.
Als der Vorhang aufgehoben wurde, sah ich eine Gruppe von Jungen, die alle mir bekannt
waren. Sie hatten Schmerzen, wie die, die ich vorher gesehen hatte. Als ich auf sie zeigte, bemerkte
mein Führer: Wie du siehst, gilt die Inschrift für deine Jungen.
Aber wie?" fragte ich.
Nun, sagte er, einige Jungen sind so an materielle Besitzungen angeheftet, dass ihre Liebe zu
Gott vermindert wird, also sündigen sie gegen Nächstenliebe, Frömmigkeit und Sanftmut, auch der
bloße Wunsch nach Reichtum kann das Herz verderben, die Jungen sind arm, aber denke daran,
dass Gier und Müßiggang schlechte Ratgeber sind: Einer deiner Jungen hat in seiner Geburtsstadt
erhebliche Diebstähle begangen, und obwohl er umkehren konnte, gibt er dem keinen Gedanken.
Versuche, in die Speisekammer oder das Büro des Präfekten oder des Ökonomen einzudringen,
diejenigen, die in den Koffern ihrer Begleiter nach Nahrung, Geld oder Besitz stöbern, die Bücher
stehlen...
Nachdem er diese Jungen und andere benannt hatte, fuhr er fort: Einige sind hier, weil sie
Kleider, Leinen, Decken und Mäntel aus dem Oratoriums-Kleiderschrank gestohlen haben, um sie
ihren Familien zu schicken, andere für vorsätzliche, ernste Schäden, denn sie hätten nicht
zurückgegeben, was sie geliehen haben, oder wenn sie Geld gehabt hätten, das sie dem Vorgesetzten
übergeben sollten, und nun, da du weißt, wer diese Jungen sind, mahne sie und sage ihnen, sie
sollen alle zügeln die Eitelkeit, schädliche Begierden, sollen dem Gesetz Gottes gehorchen und
ihren Ruf eifersüchtig bewahren, damit die Gier sie nicht zu größeren Exzessen führe und sie in
Leid, Tod und Verdammnis stürzen.
Ich konnte nicht verstehen, warum solche schrecklichen Strafen für Verletzungen
herausgestellt werden sollten, an die die Jungen so wenig dachten, aber mein Führer schüttelte mich
aus meinen Gedanken heraus, indem er sagte: Erinnere dich, was du gesagt hast, als du die
verdorbenen Trauben des Weines sahst. - Mit diesen Worten hob er einen weiteren Vorhang, der
viele unserer Oratoriumsjungen verbarg, die ich alle sofort erkannte. Die Inschrift auf dem Vorhang
lautete: Die Wurzel allen Übels.
Weißt du, was das bedeutet? fragte er mich sofort.
Auf welche Sünde bezieht sich das? Stolz?
Nein!
Und doch habe ich immer gehört, dass der Stolz die Wurzel allen Übels ist.
Es ist so, allgemein gesprochen, aber genau wisse, was führte Adam und Eva dazu, die erste
Sünde zu begehen, für die sie aus ihrem irdischen Paradies vertrieben wurden?
Ungehorsam?"
Der Ungehorsam ist die Wurzel allen Übels.
Was soll ich meinen Jungs davon erzählen?
Höre gut zu: Die Jungen, die du hier siehst, sind diejenigen, die solch ein tragisches Ende für
sich vorbereiten, indem sie ungehorsam sind. So-und-so und so-und-so, von den en du denkst, sie
seien zu Bett gegangen, verlassen den Schlafsaal später in der Nacht, um auf dem Spielplatz
herumzustreifen und im Gegensatz zu den Befehlen in gefährliche Gebiete und auf Gerüste sich zu
verirren, die sogar ihr Leben gefährden, andere gehen in die Kirche, ignorieren aber die
Empfehlungen, anstatt zu beten, träumen sie oder stören, sie sind auch diejenigen, die es sich
bequem machen, während der Gottesdienste dösen, und diejenigen, die nur glauben, dass sie in die
Kirche gehen, wehe denen, die das Gebet vernachlässigen, wer nicht beten will, anstatt Gesänge zu
singen oder das Kleine Amt der Gesegneten Jungfrau zu sagen, lesen sie leichtsinnige oder
verbotene Bücher. - Dann erwähnte er andere ernste Disziplinbrüche.
Als er fertig war, war ich tief bewegt.
Darf ich all diese Dinge vor meinen Jungen erwähnen? fragte ich und sah ihm gerade in die
Augen.
Ja, du kannst ihnen alles sagen, an was immer du dich erinnerst.
Welchen Rat soll ich ihnen geben, um sie vor einer solchen Tragödie zu schützen?
Sage ihnen, dass sie, wenn sie Gott, der Kirche, ihren Eltern und ihren Vorgesetzten
gehorchen, auch in kleinen Dingen, gerettet werden.
Noch etwas?
Warne sie vor dem Faulpelz, denn wegen der Untätigkeit fiel David in die Sünde, und sage
ihnen, dass sie immer zu tun haben, denn der Teufel wird dann nicht die Chance haben, sie zu
verführen.
Ich verbeugte mich und versprach es. Ich konnte nur murmeln: Danke, dass du so gut zu mir
gewesen bist, jetzt führe mich bitte hier raus.
Gut, dann komm mit mir. - Er ergriff meine Hand und hielt mich fest, weil ich kaum auf den
Beinen stehen konnte. Als wir diesen Saal verließen, haben wir unsere Schritte durch diesen
schrecklichen Hof und den langen Korridor zurückverfolgt. Aber sobald wir über das letzte
Bronzeportal stiegen, wandte er sich an mich und sagte: Jetzt, da du gesehen hast, was andere
leiden, musst du auch eine Berührung der Hölle erfahren.
Nein, nein! rief ich erschrocken.
Er bestand darauf, aber ich weigerte mich.
Fürchte dich nicht, sagte er zu mir. Versuch es einfach.
Ich konnte nicht genug Mut aufbringen und versuchte, wegzukommen, aber er hielt mich
zurück. Versuch es, beharrte er. Er packte meinen Arm fest und zog mich an die Wand. Nur eine
Berührung, zürnte er, damit du sagen kannst, dass du die Mauern des ewigen Leidens gesehen und
angerührt hast und dass du verstehen kannst, wie die letzte Mauer sein muss, wenn die erste so
unerträglich ist. - Ich tat es aufmerksam. Sie schien unglaublich dick. Es gibt tausend Mauern
zwischen dieser und dem wahren Feuer der Hölle, fuhr mein Führer fort. Tausend Wände umfassen
sie, jede tausend Massen dick und gleich weit entfernt von der nächsten. Jedes Maß ist tausend
Meilen. Diese Wand ist daher Millionen und Millionen von Kilometern vom wahren Feuer der
Hölle entfernt, es ist nur ein abgelegener Rand der Hölle selbst.
Als er das sagte, zog ich instinktiv meine Hand zurück, aber er ergriff meine Hand, drückte
sie gegen die erste der tausend Wände. Die Empfindung war so unerträglich, dass ich mit einem
Schrei zurückfuhr und mich im Bett aufrichtete. Meine Hand war stechend, und ich rieb sie, um die
Schmerzen zu lindern. Als ich heute morgen aufstand, bemerkte ich, dass sie geschwollen war.
Meine Hand, an die Wand gedrückt, obwohl nur im Traum, fühlte sich so real an, dass später die
Haut von meiner Handfläche abgezogen war.
Denke daran, dass ich versucht habe, dich nicht zu erschrecken, und deshalb habe ich diese
Dinge nicht in all ihrem Entsetzen beschrieben, wie ich sie sah und wie sie mich beeindruckten. Wir
wissen, dass der Herr immer die Hölle in Symbolen dargestellt hat, weil, wenn er sie so beschrieben
hätte, wie sie wirklich ist, wir ihn nicht verstanden hätten. Kein Sterblicher kann das begreifen. Der
Herr kennt sie und er offenbart sie, wem er will.“
Es gibt mehr als 30 wiederholte Hinweise auf die Hölle im Alten Testament allein. In den
Evangelien spricht Jesus mehr von der Hölle als vom Himmel.
Es gibt über dreißig wiederholte Hinweise auf die Existenz der Hölle im Alten Testament
allein. Zum Beispiel: Die Leiden des Todes haben mich umgürtet, und die Gefahren der Hölle haben
mich gefunden. Denn der Herr, der Allmächtige, wird sich rächen, am Tage des Gerichts wird er sie
heimsuchen, denn er wird Feuer und Würmer in ihr Fleisch geben, damit sie verbrennen und für
immer es fühlen werden. Geht weg von mir, kommt nicht in meiner Nähe, denn ihr seid unrein! Das
soll Rauch sein in meinem Zorn, ein Feuer, das den ganzen Tag brennt. Ein Feuer entbrennt in
meinem Zorn und soll brennen bis in die unterste Hölle. Ich werde Böses an den Übertretern meines
Gesetzes tun und meine Pfeile auf sie abschießen. Die Gemeinde der Sünder ist wie ein
zusammengehäuftes Tau, und das Ende von ihnen ist eine Flamme des Feuers. Er wird für alles
gestraft werden, was er getan hat, und wird doch nicht verzehrt werden: er wird brennen, und jedes
Leid wird auf ihn fallen. Die ganze Finsternis ist in ihren geheimen Orten verborgen: ein Feuer, das
nicht entfacht wird, verschlang ihn.
In den Evangelien spricht Jesus mehr von der Hölle als vom Himmel. Jesus sagt: Aber ich
sage euch, dass jeder, der mit seinem Bruder zornig ist, in Gefahr des Gerichts sein wird. Und wer
immer sagt: Du Narr, der wird in Gefahr sein des Höllenfeuers. Der Sohn des Menschen wird seine
Engel senden, und sie werden aus seinem Reich alle sammeln, die andere zur Sünde und zu
Übeltaten verführten. Sie werden sie in den feurigen Ofen werfen, wo es Klagen und
Zähneknirschen geben wird. Jesus warnt: Und wenn deine Hand dich zur Sünde verleitet, dann
schneide sie ab, denn es ist besser, wenn du verstümmelt in das Leben gekommen bist, als mit zwei
Händen, um in die Hölle zu gehen, in das unauslöschliche Feuer.
Eine Beschreibung des letzten Urteils im Buch der Apokalypse macht es deutlich: Und ich
sah die Toten, die Großen und die Kleinen, die vor dem Thron standen, und die Bücher wurden
geöffnet, und ein anderes Buch wurde geöffnet, das war das Buch des Lebens. Und die Toten
wurden durch das, was in den Büchern geschrieben war, nach ihren Werken, gerichtet, und das
Meer gab die Toten heraus, die darin waren, und Tod und Hölle gaben ihre Toten heraus, die in
ihnen waren, und sie wurden je nach ihren Werken beurteilt, und die Hölle und der Tod wurden in
den Feuersee geworfen, das ist der zweite Tod. Und wer nicht in dem Buche des Lebens
geschrieben war, wurde in den Feuersee geworfen.
Schwester Faustina schrieb: „Ich sah viele weltliche Menschen in die Hölle fallen, und keine
Worte können ihre schrecklichen und furchtbaren Schreie beschreiben: Verdammt für immer... Ich
täuschte mich, ich bin verloren... Ich bin hier für immer... Es ist keine Heilung möglich .. ein Fluch
auf mir...
Einige beschuldigten Menschen, andere die Umstände, und alle verleugneten die
Gelegenheiten ihrer Verdammnis.
Heute sah ich eine große Anzahl von Menschen in die feurige Grube fallen. Sie schienen
Welten zu sein, und ein Dämon weinte laut: Die Welt ist reif für mich... Ich weiß, der beste Weg,
Seelen zu ergreifen, ist es, ihr Verlangen nach Freude zu wecken... Setzt mich an die erste Stelle...
mich vor den Rest... keine Demut für mich, aber lasst mich genießen... Diese Art von Sache
versichert mir den Sieg... und sie stürzen kopfüber in die Hölle.
Ich hörte einen Dämon, dem eine Seele entkommen war, gezwungen, seine Ohnmacht zu
bekennen. Verwechselt alles! Wie können so viele es schaffen, mir zu entfliehen, sie waren mein! -
Und er rasselte ihre Sündenab. Ich arbeite hart genug, aber sie schlüpfen durch meine Finger.
Jemand muss für sie leiden und alles reparieren.
Heute Nacht wurde ich an einen Ort transportiert, an dem alles dunkel war. Um mich herum
waren sieben oder acht Personen, ich konnte sie nur durch die Reflexionen des Feuers sehen, sie
saßen und redeten miteinander: Wir müssen sehr vorsichtig sein, um nicht herausgefunden zu
werden, denn wir könnten leicht entdeckt werden.
Der Teufel antwortete: Setz dich ein, indem du Unachtsamkeit in ihnen hervorrufst, aber
bleibe im Hintergrund, damit du nicht herausgefunden werden kannst. Nach und nach werden sie
schwielig, und du kannst sie zum Bösen neigen. Versuche diese anderen zum Ehrgeiz, zum
Eigennutz, zum Erwerb von Reichtum, ohne zu arbeiten, sei es rechtmäßig oder nicht, errege etwas
zur Sinnlichkeit und zur Liebe zum Vergnügen, lass das Laster blind sein! Was den Rest anbetrifft -
das Herz ... du kennst die Neigungen ihres Herzens ... machen sie lieben, leidenschaftlich, arbeite
gründlich, nimm dir keine Ruhe, habe kein Mitleid, lass sie sich mit Nahrung vollstopfen! Machen
es um so leichter für uns! Lass sie mit ihrem Bankett einsteigen! Die Liebe zum Vergnügen ist die
Tür, durch die du sie erreichen kannst.“
Josefa schrieb: „Von Zeit zu Zeit antworteten die Satanten dem Satan: Wir sind deine
Sklaven,wir werden unaufhörlich arbeiten und trotz der Vielen, die gegen uns kämpfen, werden wir
Tag und Nacht arbeiten, wir kennen deine Macht!
Alle sprachen miteinander, und der, von dem ich annahm, Satan zu sein, verwendete Worte
voller Entsetzen, und in der Ferne hörte ich ein Geschrei, wie das Klirren von Gläsern, und er rief:
Es wird uns um so leichter werden, lasst sie mit ihrem Bankett einsteigen! Die Liebe zum
Vergnügen ist die Tür, durch die ihr sie erreichen werdet.
Er fügte solche schrecklichen Dinge hinzu, dass sie weder geschrieben noch gesagt werden
können. Dann verschwanden sie wie in Rauchwolken.
Der Böse beklagt die Flucht der Seele: Fülle ihre Seele mit Furcht, treibe sie zur
Verzweiflung, alles wird verloren sein, wenn sie ihr Vertrauen in die Barmherzigkeit legt! (Hier
sprachen sie blasphemische Worte über unseren lieben Herrn.) Ich bin verloren, aber nein, treibe sie
zur Verzweiflung, lasse sie nicht für einen Augenblick ruhen, vor allem, sie sollen verzweifeln!
Dann hallte die Hölle mit wütenden Schreien wider, und als der Teufel mich schließlich aus
dem Abgrund schob, drohte er mir weiter, unter anderem sagte er: Ist es möglich, dass solche
Schwächlinge mehr Macht haben als ich, der mächtig ist? Ich muss meine Anwesenheit verbergen,
in der Dunkelheit arbeiten, jeder Winkel wird es tun, um sie zu verführen... in der Nähe eines
Ohres... in den Blättern eines Buches... unter einem Bett... manches zahlt sich nicht aus. Aber ich
werde reden und reden... und durch Andeutungen wird etwas hängen bleiben... Ja, ich muss mich an
ungeahnten Orten verstecken.
Die Seelen verfluchten die Berufung, die sie empfangen hatten, aber nicht folgte die
Berufung, die sie verloren hatten, weil sie nicht willens waren, ein verborgenes und kränkliches
Leben zu führen.
Als ich einmal in der Hölle war, sah ich viele Priester, Mönche und Nonnen, die ihr
Gelübde, ihre Ordnung, ihre Vorgesetzten und alles verfluchten, was ihnen das Licht und die Gnade
verliehen hätte, die sie verloren hatten.
Ich sah auch einige Prälaten, sie beschuldigte sich gegenseitig, die Güter der Kirche
unrechtmäßig benutzt zu haben.
Die Priester riefen Flüche mit ihren Zungen ihr Amt, die auf ihren Fingern den heiligen Leib
des Herrn geheiligt hatten, die Absolution, die sie gegeben hatten, während sie ihre eigenen Seelen
verloren hatten, und bei der Gelegenheit waren sie in die Hölle gefallen, obwohl sie geweiht waren.
Ein Priester sagte:" Ich aß Gift, denn ich benutzte Geld, das nicht mein eigenes war, das
Geld, das ich für die Massen gezahlt habe, die ich nicht geopfert habe.
Ein anderer sagte, er gehörte zu einer geheimen Gesellschaft, die die Kirche und die
Religion verraten hatte, und er war bestochen worden, um an schrecklichen Profanationen und
Sakrilegien teilzunehmen.
Noch ein anderer sagte, dass er verdammt sei, bei profanen Spielen geholfen zu haben,
wonach er die Messe nicht hätte sagen sollen, und dass er ungefähr sieben Jahre damit verbracht
hatte.“
Josefa stellte fest, dass die größere Zahl von Gottgeweihten in das Höllenfeuer gestürzt
waren für abscheuliche Sünden gegen die Keuschheit und für Sünden gegen das Gelübde der Armut
und für die unberechtigte Nutzung der Güter der Gemeinschaft und für Leidenschaften gegen die
Nächstenliebe, wie Eifersucht, Antipathien und Hass, für Lauheit und Entspannung, für
Bequemlichkeiten, die sie sich erlaubten und die zu gravierenden Sünden geführt hatten, für
schlechte Beichten, durch menschlichen Respekt und Mangel an Aufrichtigkeit und Mut.
„Die Meditation des Tages war über das besondere Urteil der religiösen Seelen, und ich
konnte meinen Gedanken nicht loslassen, trotz der Unterdrückung, die ich fühlte, und plötzlich
fühlte ich mich gebunden und überwältigt von einem vernichtenden Gewicht, dass ich in einem
Augenblick deutlicher als je zuvor spürte, wie gewaltig die Heiligkeit Gottes und seine Abscheu vor
der Sünde ist.
Ich sah in meinem ganzen Leben, seit meiner ersten Beichte bis zum heutigen Tag, alles
lebendig: Meine Sünden, die Gnaden, die ich empfangen hatte, den Tag, an dem ich in den Orden
eingetreten war, meine Einkleidung als Novizin, meine ersten Gelübde, spirituelle Lesungen und
Gebetszeiten, Ratschläge und alle Hilfsmittel des religiösen Lebens. Unmöglich, die Verwirrung
und Schande zu beschreiben, die eine Seele in diesem Moment fühlt, wenn sie realisiert: Alles ist
verloren, und ich bin für immer verdammt.“
Wie in ihren früheren Abfahrten in die Hölle, beschuldigte Josefa nie eine bestimmte Sünde,
die zu solch einem Unglück geführt hätte. Der Herr bedeutete ihr nur, zu fühlen, was die
Konsequenzen gewesen wären, wenn sie eine solche Strafe verdient hätte. Sie schrieb:
„Sofort fühlte ich mich in der Hölle, aber nicht wie zuvor dorthin geschleppt, die Seele fiel
dorthin, wie um sich vor Gott zu verstecken, um frei zu sein, ihn zu hassen und zu verfluchen.
Meine Seele fiel in tiefe Tiefen, deren Boden nicht zu sehen ist, denn es ist unermesslich.
Auf einmal hörte ich, wie andere Seelen jubelten und sich freuten, dass sie mit mir ihre Qualen
teilen konnten, es war ein Märtyrertum genug, die schrecklichen Verwünschungen zu hören von
allen Seiten, aber was kann mit dem Durst zu verfluchen verglichen werden, der eine Seele ergreift,
und je mehr man verflucht, desto mehr will man es tun. Nie zuvor hatte ich mich so gefühlt, früher
war meine Seele von Trauer unterdrückt worden, schreckliche Blasphemien auszustoßen, wenn
auch nicht einmal einen Akt der Liebe zu produzieren, aber heute war es anders.
Ich sah die Hölle wie immer, die langen dunklen Korridore, die Hohlräume, die Flammen.
Ich hörte dieselben Enttäuschungen und Verwünschungen, denn obwohl keine körperlichen Formen
sichtbar sind, riefen manche: Hallo, ihr hier, ihr seid wie wir. Wir waren frei, diese Gelübde
abzulegen oder nicht... aber nein! Und sie verfluchten ihr Gelübde.
Dann wurde ich in eine jener feurigen Höhlen geschoben und gedrückt, sozusagen zwischen
brennenden Brettern und scharfen Nägeln und glühenden Eisen, es schien mein Fleisch zu
durchbohren.
Ich fühlte mich, als wollten sie mir die Zunge herausziehen, konnten es aber nicht. Diese
Qual war für mich so erschütternd, dass meine Augen aus ihren Höhlen heraus zu kommen
schienen, ich glaube, das lag an dem Feuer, das brennt, das brennt... nicht ein Fingernagel entgeht
den schrecklichen Qualen, und die ganze Zeit kann man sich nicht bewegen, nicht auch nur einen
Finger, um eine gewisse Erleichterung zu gewinnen, noch kann man ändern die Haltung, denn der
Körper scheint abgeflacht und doch verdoppelt.
Das alles fühlte ich wie früher, und obwohl diese Qualen furchtbar waren, würden sie
erträglich sein, wenn die Seele friedlich wäre, aber sie leidet unbeschreiblich, und wenn ich in die
Hölle hinabstieg, dachte ich, daß ich für mein Vergehen verdammt gewesen wäre. Ich hatte ein
besonderes Zeichen, ein Zeichen, dass ich ein religiöser Mensch war, eine Seele, die Gott gekannt
und geliebt hatte, und es gab andere, die das gleiche Zeichen tragen, und ich kann nicht sagen, wie
ich es erkannt habe, vielleicht wegen der besonders beleidigenden Weise, in der die bösen Geister
und andere verdammte Seelen behandelt wurden. Es gab viele Priester dort. Dieses besondere
Leiden kann ich nicht erklären. Es war ganz anders als das, was ich zu anderen Z