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2008 8:25 Uhr Seite 585

Fachthemen

Bernhard Odenwald DOI: 10.1002/bate.200810044


Markus Herten

Hydraulischer Grundbruch: neue Erkenntnisse


Der Beitrag beinhaltet die Ergebnisse von Untersuchungen zum geführt, wobei sich prinzipielle Fragen zum Nachweis ge-
Nachweis gegen hydraulischen Grundbruch bei unterströmten, gen hydraulischen Grundbruch bei geringer Einbindung
relativ gering in den Untergrund einbindenden Wänden mit bau- von unterströmten Wänden in den Baugrund und bau-
grubenseitigem Auflastfilter. Auf Grundlage von numerischen grubenseitiger Sicherung mittels Auflastfilter ergaben. Ba-
Grundwasserströmungsberechnungen wird dargestellt, dass sich sierend auf dem Beitrag von Hettler [1] zum hydraulischen
in diesem Fall unterhalb des Wandfußes signifikante, vertikale Grundbruch sind im Folgenden die Ergebnisse der bisher
Strömungsanteile ergeben, die beim Nachweis gegen hydrauli- durchgeführten Untersuchungen dargestellt.
schen Grundbruch berücksichtigt werden müssen. Zur Ermittlung
der erforderlichen Höhe des Auflastfilters in Abhängigkeit vom 2 Vereinfachtes Berechnungsmodell
Wandabstand wird ein auf der Strömungsberechnung basieren-
des Verfahren vorgestellt und mit den bisher verwendeten Be- Die numerischen Strömungsberechnungen wurden auf
rechnungsansätzen verglichen. Weiterhin wird die Berücksichti-
Grundlage eines stationären, vertikal-ebenen Grundwasser-
gung von Sicherheiten nach DIN 1054 sowie von Reibungskräften
modells (Bild 1) mit folgenden, vereinfachten Modellannah-
innerhalb des Auflastfilters auf Grundlage dieses Verfahrens er-
men durchgeführt:
läutert.
– An den oberen Modellrändern beidseits der unterström-
ten Wand wurde ein konstantes Grundwasserpotential auf
Hydraulic heave: new findings. The contribution presents the re-
sults of investigations for the verification of hydraulic heave for Höhe der jeweiligen Geländeoberfläche vorgegeben.
excavations in front of walls with small embedment in the ground – Die Wand wurde als undurchlässiges Element und so-
and with filter layers at the excavation side of the wall. For this mit als Randstromlinie abgebildet.
case numerical groundwater flow computations show that there – Die Wanddicke wurde so gering gewählt, dass ihr Ein-
are significant vertical flow components below the wall which fluss auf die Grundwasserströmung als vernachlässigbar
have to be considered in the verification of hydraulic heave. Ba- angenommen werden kann.
sed on the flow computation a procedure is presented to calcu- – Das Modellgebiet wurde so groß gewählt, dass die Ein-
late the required height of the filter depending on the distance to flüsse aus den weiteren als Randstromlinien vorgegebenen
the wall. This is compared with commonly used approaches. Fur- Modellrändern auf die Strömung ebenfalls als vernachläs-
thermore, on the basis of this procedure, the integration of safety sigbar angenommen werden können.
factors in accordance with DIN 1054 and of friction forces within – Die hydraulische Durchlässigkeit des Bodens wurde im
the filter are explained. gesamten Modellgebiet als homogen und isotrop angesetzt.

1 Einführung

Bei Aus- und Ersatzbaumaßnahmen an Schifffahrtskanälen


werden in zunehmendem Maße tiefe Baugruben unmittel-
bar neben in Betrieb befindlichen Kanalstrecken erstellt,
um den Schifffahrtsbetrieb auch während der Baumaß-
nahme zu ermöglichen. Dabei ist der Nachweis gegen hy-
draulischen Grundbruch, insbesondere unter Berücksich-
tigung von Leckagen in der Sohldichtung der in Betrieb
befindlichen Kanalstrecke, oft maßgebend für die Gestal-
tung der Baugrube. Um die erforderliche Einbindetiefe der
Baugrubenumschließungswände in den Baugrund zu re-
duzieren, erfolgt die Sicherung gegen hydraulischen Grund-
bruch vermehrt durch einen Auflastfilter auf der Baugruben-
sohle. Dazu wurden von der Bundesanstalt für Wasserbau Bild 1. Vereinfachtes Strömungsmodell
(BAW) numerische, geohydraulische Berechnungen durch- Fig. 1. Simplified groundwater flow model

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Aus diesen Modellannahmen resultieren die folgen- liegt (Bereich grau hinterlegt), während er im oberen Be-
den Vereinfachungen für die Strömungsberechnung: reich bis zur Baugrubensohle kleiner 1 ist. Der Bereich der
– Die Grundwasserströmung lässt sich als Potentialströ- hohen hydraulischen Gradienten reicht dabei geringfügig
mung unter Verwendung der Laplace-Gleichung beschrei- bis unter den Wandfuß. Unter Annahme einer für einen
ben. nichtbindigen Boden typischen Auftriebswichte von g ¢ =
– Die Grundwasserpotentialverteilung ist unabhängig von 10 kN/m3, gleich der Wichte des Wassers g W, ergibt sich
der Durchlässigkeit des Bodens. der hydraulische Grenzgradient, bei dem sich Strömungs-
– Die Grundwasserpotentialverteilung ist nur abhängig kraft und Gewichtskraft bei einer vertikal nach oben ge-
von den beiden geometrischen Größen t (Einbindetiefe der richteten Strömung gerade aufheben, zu igr = 1,0.
Wand unter Baugrubensohle) und Dh (Grundwasserpoten- Aus der Überlagerung der hydraulischen Gradienten
tialdifferenz) und lässt sich somit in Abhängigkeit vom mit den Stromlinien kann ein Versagenskörper für hydrau-
Verhältnis t/Dh beschreiben. lischen Grundbruch angenommen werden, der gering-
fügig bis unter den Wandfuß reicht und der qualitativ in
3 Nachweis gegen hydraulischen Grundbruch Bild 4 mit einer gestrichelten Linie dargestellt ist. Im
Grenzzustand werden sich im unteren Bereich des Ver-
Zum besseren Verständnis der Besonderheiten beim Nach- sagenskörpers hydraulische Gradienten größer als der
weis gegen hydraulischen Grundbruch für gering einbin- Grenzgradient und im oberen Bereich kleiner als der
dende Wände mit Sicherung durch einen Auflastfilter Grenzgradient ergeben. Da im oberen Bereich des Ver-
werden zunächst die Grundlagen des Nachweises für un- sagenskörpers die effektive Bodenspannung größer Null
terströmte Wände kurz dargestellt. Dabei wird nur auf das ist (Gewichtskraft > Strömungskraft), werden hier im
Grenzgleichgewicht eingegangen. Für den Nachweis ge- Grenzzustand auch Reibungskräfte wirken. Der Grenz-
gen hydraulischen Grundbruch sind zusätzlich die Teil- zustand ist erreicht, wenn durch die Strömungskraft die
sicherheitsbeiwerte nach DIN 1054 [2] zu berücksichti- am Versagenskörper wirkenden Gewichts- und Reibungs-
gen. Weiterhin gelten die nachstehenden Ausführungen kräfte aufgehoben werden.
nur für nicht bindige Böden und stationäre Grundwasser-
strömungsverhältnisse.

3.1 Unterströmte Wand ohne baugrubenseitigen Auflastfilter

In Bild 2 sind die numerisch berechneten Grundwasser-


potentiallinien sowie Stromlinien in einem Teilbereich des
Modells für eine Einbindetiefe t = 2 m und eine Potential-
differenz Dh = 8 m (t/Dh = 0,25) dargestellt.
Aus den Potential- und Stromlinien ist ersichtlich,
dass in dem für den hydraulischen Grundbruch maßgeb-
lichen Bereich zwischen Wandfuß und Baugrubensohle die
Strömungsgeschwindigkeiten und somit auch die örtlichen
hydraulischen Gradienten nicht konstant sind.
Bild 3 zeigt die Isolinien der hydraulischen Gradien-
ten sowie Stromlinien für den Bereich zwischen Wandfuß
Bild 3. Isolinien der hydraulischen Gradienten und
und Baugrubensohle. Dabei ist ersichtlich, dass der (ört-
Stromlinien für t = 2 m und Dh = 8 m
liche) hydraulische Gradient am Wandfuß deutlich über 1
Fig. 3. Isolines of hydraulic gradient and streamlines
for t = 2 m and Dh = 8 m

Bild 2. Grundwasserpotential- und Stromlinien für t = 2 m Bild 4. Nachweis gegen hydraulischen Grundbruch nach
und Dh = 8 m Terzaghi/Peck
Fig. 2. Groundwater potential- and streamlines for t = 2 m Fig. 4. Verification of hydraulic heave according to Terzaghi/
and Dh = 8 m Peck

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Beim Nachweis gegen hydraulischen Grundbruch für Nachweis nach Baumgart/Davidenkoff gegenüber dem
den Boden baugrubenseitig einer unterströmten Wand Nachweis nach Terzaghi/Peck stets auf der sicheren Seite.
wird das Kräftegleichgewicht an einem Ersatzkörper er- Für das hier verwendete Beispiel ergibt sich nach
mittelt, der nicht exakt dem tatsächlichen Versagenskör- Bild 5 eine Restpotentialdifferenz von Dhr = 2,47 m. Somit
per entspricht. Dabei wird der Nachweis an dem Ersatz- betragen die Gewichtskraft unter Auftrieb G¢ und die
körper wie bei einem vertikal durchströmten Bodenkörper Strömungskraft S:
mit konstantem Querschnitt geführt. Einerseits wird bei
diesem Ansatz nicht der bezogen auf die Strömungsver- G¢ = g ¢ · t = 20 kN/m2
hältnisse ungünstigste Körper ermittelt, andererseits wird S = g W · Dhr = 24,7 kN/m2
jedoch die zusätzlich haltend wirkende Reibungskraft nicht
angesetzt. Die Gültigkeit der nachstehend erläuterten Nach- Das Grenzgleichgewicht wird somit beim Nachweis gegen
weisverfahren wurde anhand einer Vielzahl von Versuchen hydraulischen Grundbruch nach Baumgart/Davidenkoff
bestätigt. deutlich unterschritten (G¢ < S).
Der nach Terzaghi & Peck [3] für den Nachweis ge-
gen hydraulischen Grundbruch anzusetzende Ersatzkör- 3.2 Unterströmte Wand mit baugrubenseitigem Auflastfilter
per ist in Bild 4 dargestellt. Die Höhe des Körpers ent-
spricht der Einbindetiefe t der Wand unter der Baugruben- Zur Darstellung des Nachweises gegen hydraulischen
sohle und die Breite der halben Einbindetiefe (b = t/2). Grundbruch mit einem Auflastfilter auf der Baugruben-
Für das hier verwendete Beispiel mit einer Einbinde- seite der unterströmten Wand (Bild 6) wurde für das in
tiefe t = 2 m und einer Potentialdifferenz Dh = 8 m ergeben Abschn. 2 beschriebene Modell eine deutlich geringere
sich die in Bild 4 angegebenen Potentiale an der Unter- Einbindetiefe von t = 0,5 m bei einer erhöhten Potential-
kante des Ersatzkörpers und daraus eine gemittelte Rest- differenz von Dh = 9,5 m (t/Dh = 0,053) gewählt. Zusätz-
potentialdifferenz bis zur Baugrubensohle von Dhr = 2,02 m. lich wurde baugrubenseitig der Wand ein Auflastfilter mit
Mit den Wichten g ¢ = g W = 10 kN/m3 ergeben sich die Ge- einer Höhe dF = 0,6 m und einer Wichte von 18 kN/m3
wichtskraft unter Auftrieb G¢ und die Strömungskraft S berücksichtigt. Für die Grundwasserströmung wurde wie
zu: beim Beispiel ohne Auflastfilter als Randbedingung das
Grundwasserpotential baugrubenseitig der Wand entspre-
G¢ = g ¢ · t · t/2 = 20 kN/m chend der Höhe der Geländeoberfläche angesetzt, d. h.,
S = g W · Dhr · t/2 = 20,2 kN/m der Auflastfilter wird als nicht durchströmt und nicht ein-
gestaut angenommen. Dadurch hat er keinen Einfluss auf
Auf Grundlage des Nachweises gegen hydraulischen die Strömungsverhältnisse, sondern stellt lediglich eine
Grundbruch nach Terzaghi/Peck wird für das hier ver- baugrubenseitige Auflast dar. In Bild 6 sind die numerisch
wendete Beispiel ungefähr Grenzgleichgewicht (G¢ ª S) berechneten Grundwasserpotentiallinien dargestellt.
ermittelt. Bild 7 zeigt Isolinien der hydraulischen Gradienten
Nach Baumgart/Davidenkoff (in Davidenkoff [4]) sowie Stromlinien unterhalb und seitlich des Wandfußes.
wird der Nachweis gegen hydraulischen Grundbruch für Daraus ist ersichtlich, dass der Bereich mit einem (ört-
einen Ersatzkörper mit zu vernachlässigender Breite lichen) hydraulischen Gradienten über 1 (Bereich grau
(Stromfaden), der ebenfalls von der Baugrubensohle bis hinterlegt) wesentlich größer ist und deutlich weiter unter
zum Wandfuß reicht (Bild 5), geführt. Bei einer Wandun- den Wandfuß reicht als bei dem Beispiel mit größerer
terströmung ist das Grundwasserpotential am Wandfuß Wandeinbindung (Bild 3, t = 2 m). Aus der Überlagerung
immer höher als das mittlere Potential an der Unterkante der hydraulischen Gradienten mit den Stromlinien, kann
des Ersatzkörpers nach Terzaghi/Peck. Deshalb liegt der für dieses Beispiel ein Versagenskörper für hydraulischen

Bild 5. Nachweis gegen hydraulischen Grundbruch nach Bild 6. Grundwasserpotentiallinien für t = 0,5 m und
Baumgart/Davidenkoff Dh = 9,5 m
Fig. 5. Verification of hydraulic heave according to Baum- Fig. 6. Groundwater potential lines for t = 0,5 m and
gart/Davidenkoff Dh = 9,5 m

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Grundbruch angenommen werden, der deutlich unter den Für das hier verwendete Beispiel mit einer Einbinde-
Wandfuß reicht (qualitativ in Bild 7 mit gestrichelter Linie tiefe t = 0,5 m und einer Potentialdifferenz Dh = 9,5 m er-
dargestellt). geben sich die in Bild 8 angegebenen Grundwasserpoten-
Im Grenzzustand werden sich bei ausreichender Auf- tiale an der Unterkante des Ersatzkörpers und daraus eine
last im gesamten Bereich des Versagenskörpers hydrau- gemittelte Restpotentialdifferenz bis zur Baugrubensohle
lische Gradienten größer als der Grenzgradient ergeben. von Dhr = 1,52 m. Mit der Filterhöhe dF = 0,6 m und den
Aufgrund der Auflast ist jedoch im oberen Bereich des Wichten g ¢ = g W = 10 kN/m3 und g F = 18 kN/m3 ergeben
Versagenskörpers die effektive Bodenspannung hier eben- sich die haltende Kraft F (Auflast + Gewichtskraft unter
falls größer Null (Auflast + Gewichtskraft > Strömungs- Auftrieb) und die Strömungskraft S zu:
kraft), so dass auch hier im Grenzzustand zusätzlich Rei-
bungskräfte wirken. Der Grenzzustand ist erreicht, wenn F = (g F · dF + g ¢ · t) · t/2 = 3,95 kN/m
durch die Strömungskraft die am Versagenskörper wirken- S = g W · Dhr · t/2 = 3,8 kN/m
den Auflast-, Gewichts- und Reibungskräfte aufgehoben
werden. Auf Grundlage des Nachweises gegen hydraulischen
Der Nachweis gegen hydraulischen Grundbruch wird Grundbruch nach Terzaghi/Peck wird für das hier verwen-
auch hier an einem Ersatzkörper ohne Berücksichtigung dete Beispiel ebenfalls ungefähr Grenzgleichgewicht er-
von Reibungskräften geführt (Bild 8). Dabei reicht die mittelt.
Höhe des nach Terzaghi & Peck [3] für den Nachweis an- Nach dem Verfahren von Baumgart/Davidenkoff mit
zusetzenden Ersatzkörpers vom Wandfuß bis zur Ober- dem Nachweis am Stromfaden ergibt sich für das hier ver-
fläche des Auflastfilters (d = t + dF). Die Breite des Ersatz- wendete Beispiel gemäß Bild 8 ein Restpotentialabbau
körpers entspricht jedoch nur der halben Einbindetiefe von Dhr = 1,80 m. Somit betragen die haltende Kraft F
der Wand unter der Baugrubensohle (b = t/2). Der nicht (Auflast und Gewichtskraft unter Auftrieb) und die Strö-
durchströmte Auflastfilter wird bei der Festlegung der mungskraft S:
Breite des Ersatzkörpers somit nicht berücksichtigt (siehe
hierzu Hettler [1]). F = (g F · dF + g ¢ · t) = 15,8 kN/m2
S = g W · Dhr = 18,0 kN/m2

Da der Nachweis gegen hydraulischen Grundbruch nach


Baumgart/Davidenkoff gegenüber dem Nachweis nach
Terzaghi/Peck auf der sicheren Seite liegt, wird auch hier
das Grenzgleichgewicht deutlich unterschritten.
Für die beiden Beispiele werden jeweils ungefähr glei-
che Sicherheiten ermittelt. Dabei erscheint überraschend,
dass das deutlich ungünstigere Verhältnis aus Wandein-
bindetiefe und Potentialdifferenz (t/Dh = 0,053 anstatt
t/Dh = 0,25) hinsichtlich der Sicherheit gegen hydrauli-
schen Grundbruch durch die Verwendung eines Auflast-
filters mit einer relativ geringen Höhe kompensiert werden
kann.
Bild 7. Isolinien der hydraulischen Gradienten und
Stromlinien für t = 0,5 m und Dh = 9,5 m 4 Erforderlicher Auflastfilter bei geringer Wandeinbindung
Fig. 7. Isolines of hydraulic gradient and streamlines
for t = 0,5 m and Dh = 9,5 m Die im Folgenden dargestellten Berechnungen zur Er-
mittlung des erforderlichen Auflastfilters bei unterström-
ten, gering in den Boden einbindenden Wänden wurden
mit dem in Abschn. 2 beschriebenen vereinfachten Strö-
mungsmodell durchgeführt und basieren auf den in Ab-
schnitt 3 dargestellten Nachweisen gegen hydraulischen
Grundbruch.

4.1 Ohne Berücksichtigung der Vertikalströmung unterhalb


des Wandfußes

Zunächst erfolgt die Darstellung der Ermittlung der er-


forderlichen Höhe des Auflastfilters aus dem Nachweis
gegen hydraulischen Grundbruch auf Grundlage eines nur
bis zum Wandfuß reichenden Ersatzkörpers.

Bild 8. Nachweis gegen hydraulischen Grundbruch bei bau- 4.1.1 Potentialdifferenz am Ersatzkörper
grubenseitigem Auflastfilter nach Terzaghi/Peck
Fig. 8. Verification of hydraulic heave for excavations with Zur Ermittlung der Strömungskraft wird das Grundwasser-
filter layers according to Terzaghi/Peck potential am Fuß des Ersatzkörpers bzw. die Restpoten-

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tialdifferenz bis zur Baugrubensohle benötigt. In dem ver-


wendeten vereinfachten Strömungsmodell ist die Poten-
tialverteilung nur vom Verhältnis der Einbindetiefe t der
Wand unter der Baugrubensohle zur Potentialdifferenz Dh
abhängig. Aus diesem Grund lässt sich der Quotient aus
der Restpotentialdifferenz am Ersatzkörper und der ge-
samten Potentialdifferenz Dhr/Dh als Funktion von t/Dh
darstellen. In Bild 9 ist diese funktionale Beziehung auf
Grundlage der für verschiedene t/Dh-Verhältnisse nume-
risch ermittelten Potentialverteilung für die jeweiligen Er-
satzkörper nach Terzaghi/Peck und Baumgart/Daviden-
koff grafisch dargestellt.

4.1.2 Erforderliche Filterhöhe

Für den Nachweis gegen hydraulischen Grundbruch am


Ersatzkörper ergibt sich das Grenzgleichgewicht zu:

dF · gF + t · g B
¢ = Dhr · g W. Bild 10. Erforderliche Filterhöhe dF aus dem Nachweis gegen
hydraulischen Grundbruch für das Grenzgleichgewicht
Für gegebene Wichten lässt sich daraus die erforderliche Fig. 10. Required filter height dF based on the verification of
Höhe dF des Auflastfilters als Funktion der Restpotential- hydraulic heave for the equilibrium of forces
differenz Dhr und der Einbindetiefe t der Wand bestim-
men. Wiederum bezogen auf die Gesamtpotentialdiffe- Aus Bild 10 ist ersichtlich, dass bei Verwendung des
renz Dh sowie auf die Wichte des Wassers g W ergibt sich Nachweises nach Terzaghi/Peck eine geringere erforder-
eine dimensionslose Kennzahl zur Ermittlung der erfor- liche Filterhöhe ermittelt wird als beim Nachweis nach
derlichen Filterhöhe: Baumgart/Davidenkoff. Bei beiden Ansätzen steigt die er-
forderliche Filterhöhe bei gleicher Potentialdifferenz zu-
dF g F Dh r g¢ t nächst mit abnehmender Einbindetiefe der Wand wie er-
◊ = - B ◊ .
Dh g W Dh g W Dh wartet an. Je nach Ansatz ergibt sich jedoch ein Maximum
der dimensionslosen Kennzahl der Filterhöhe für ein Ver-
Unter Verwendung der in Bild 9 dargestellte funktionale hältnis t/Dh von ca. 0,05 bis 0,08. Unterhalb dieses Maxi-
Beziehung zwischen Dhr/Dh und t/Dh kann diese dimen- mums nimmt die erforderliche Filterhöhe bei konstanter
sionslose Kennzahl in Abhängigkeit von t/Dh und g B ¢ /g W Potentialdifferenz mit verringerter Einbindetiefe der Wand
beschrieben werden. Dies ist in Bild 10 für g B
¢ /g W = 1 so- bis auf Null ab.
wohl für den Ansatz nach Terzaghi/Peck als auch nach Dies resultiert aus dem Ansatz des Ersatzkörpers aus-
Baumgart/Davidenkoff dargestellt. gehend von der Unterkante der Wand bis zur Baugruben-
sohle. Ohne Einbindung der Wand (t = 0) ergibt sich dabei
kein Restpotentialabbau innerhalb des auf eine Höhe Null
reduzierten Ersatzkörpers. Vertikalströmungen im Unter-
grund unterhalb des Wandfußes werden bei Ansatz eines
Ersatzkörpers, ausgehend vom Wandfuß, nicht berück-
sichtigt. Dieser nur bis zum Wandfuß reichende Ersatzkör-
per ist offensichtlich für einen Nachweis gegen hydrauli-
schen Grundbruch bei Wänden mit geringer Einbindetiefe
nicht geeignet.

4.2 Mit Berücksichtigung der Vertikalströmung unterhalb


des Wandfußes

Nachstehend erfolgt die Darstellung der Ermittlung des


erforderlichen Auflastfilters aus dem Nachweis gegen hy-
draulischen Grundbruch mit Berücksichtigung der Ver-
tikalströmung unterhalb des Wandfußes.

4.2.1 Angepasster Ersatzkörper


Bild 9. Restpotentialdifferenz Dhr am Ersatzkörper in Abhän-
gigkeit von der Einbindetiefe t der Wand und der Gesamt- Um einen Ersatzkörper zu bestimmen, durch den die Ver-
potentialdifferenz Dh tikalströmung im Untergrund ausreichend berücksichtigt
Fig. 9. Potential difference Dhr at the relevant soil column wird, ist eine Ermittlung des vertikalen Anteils des lokalen
depending on the embedment depth of the wall t and the hydraulischen Gradienten iz unterhalb des Wandfußes er-
total potential difference Dh forderlich. Dieser ist in Bild 11 für einen vertikalen Schnitt

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durch den Untergrund, ausgehend vom Wandfuß (z = 0), Strömungskraft innerhalb des Bodens oberhalb der Grenz-
dargestellt. Die Berechnung erfolgte unter Verwendung tiefe durch die entsprechende Gewichtskraft unter Auftrieb
des in Abschn. 2 beschriebenen Strömungsmodells für und die Auflast kompensiert wird.
den Fall ohne Wandeinbindung (t = 0) und eine Potential- In Bild 12 sind die aus den einzelnen Kräften resul-
differenz Dh = 10 m. tierenden Vertikalspannungen im Boden unterhalb des
Daraus ist ersichtlich, dass der vertikale hydraulische Wandfußes für den Fall ohne Wandeinbindung grafisch
Gradient unmittelbar unterhalb des Wandfußes sehr groß dargestellt. Dabei wird angenommen, dass die Wand voll-
ist und mit zunehmender Tiefe rasch abnimmt. (Der unru- kommen starr ist und keine Kräfte infolge Wandverfor-
hige Verlauf der Kurve ergibt sich aus der Diskretisierung mung auf den Boden übertagen werden. Weiterhin wird
des numerischen Modells.) Der Grenzgradient igr (= g B
¢ /g W = vereinfacht angenommen, dass die Vertikalspannung in-
1,0) wird für dieses Beispiel bei einer Tiefe unterhalb des folge Gewichtskraft im Boden unterhalb der Baugruben-
Wandfußes von z = –0,47 m erreicht. Im Bodenbereich sohle linear zunimmt. Ohne Auflast ergibt sich aus der
oberhalb dieser Grenztiefe ist die lokale Strömungskraft Überlagerung von Strömungskraft S und Gewichtskraft
größer als die lokale Gewichtskraft unter Auftrieb. Unter- G¢ eine (theoretische) negative Spannung (Zugspannung)
halb dieser Grenztiefe ist dagegen die Gewichtskraft unter im Boden, die ihren Minimalwert bei der Grenztiefe er-
Auftrieb stets größer als die Strömungskraft, so dass für reicht. Im vorliegenden Beispiel beträgt diese 9,21 kN/m2.
diesen Bodenbereich das Grenzgleichgewicht für den Um diese im Grenzgleichgewicht zu kompensieren, muss
Nachweis gegen hydraulischen Grundbruch unterschritten an der Bodenoberfläche gerade diese Spannung durch
wird. Ohne Berücksichtigung von Reibungskräften muss eine Auflast A erzeugt werden. Dadurch ergibt sich bei der
die Auflast somit gerade so groß sein, dass die gesamte zuvor ermittelten Grenztiefe unterhalb des Wandfußes im
Grenzzustand die resultierende Vertikalspannung im Bo-
den zu Null.
Um beim Nachweis gegen hydraulischen Grundbruch
die Vertikalströmung unterhalb des Wandfußes zu berück-
sichtigen, muss der für das Kräftegleichgewicht verwen-
dete Ersatzkörper angepasst werden. Dazu wird der Er-
satzkörper um die Tiefe Dz unterhalb des Wandfußes, bis
zu der der Grenzgradient igr überschritten wird, verlängert.
Die zusätzliche Grundwasserpotentialdifferenz zwischen
der Unterkante des angepassten Ersatzkörpers und dem
Wandfuß wird mit Dhz bezeichnet.
Prinzipiell ist der Nachweis gegen hydraulischen
Grundbruch auf Grundlage eines angepassten Ersatzkör-
pers sowohl in Anlehnung an das Verfahren nach Baum-
gart/Davidenkoff als auch nach Terzaghi/Peck möglich.
Beim letzterem müssen jedoch zusätzliche Annahmen
Bild 11. Vertikaler hydraulischer Gradient unterhalb des hinsichtlich der Breite und der unteren Begrenzung des
Wandfußes bei keiner Wandeinbindung (t = 0) Ersatzkörpers getroffen werden. Aus diesem Grund ist im
Fig. 11. Vertical hydraulic gradient below the wall not
Folgenden der Nachweis am angepassten Ersatzkörper nur
embedded in the ground (t = 0)
in Anlehnung an den Nachweis nach Baumgart/Daviden-
koff dargestellt, für den eine konsistente Vorgehensweise
ohne zusätzliche Annahmen möglich ist.

4.2.2 Erforderliche Filterhöhe

Das Grenzgleichgewicht für den Nachweis gegen hydrau-


lischen Grundbruch am angepassten Ersatzkörper lässt
sich somit darstellen durch:

dF · g F + (t + Dz) · g B
¢ = (Dhr + Dhz) · g W,

Daraus ergibt sich die dimensionslose Kennzahl zur Be-


stimmung der erforderlichen Filterhöhe zu:
dF g F ( Dh r + Dh z ) g ¢ (t + Dz)
◊ = - B ◊ ,
Dh g W Dh gW Dh
bzw. nach Umstellung zu:
dF g F Dh r g¢ t Dh z g¢ Dz
Bild 12. Vertikalspannungen im Boden unterhalb des ◊ = - B ◊ + - B ◊ .
Dh g W Dh g W Dh Dh g W Dh
Wandfußes bei keiner Wandeinbindung (t = 0)
Fig. 12. Vertical soil stress below the wall not embedded in Aus dieser Gleichung ist ersichtlich, dass sich die Diffe-
the ground (t = 0) renz zwischen den auf Grundlage des nicht angepassten

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und des angepassten Ersatzkörpers ermittelten dimen- Bei Ansatz des angepassten Ersatzkörpers ergibt sich
sionslosen Kennzahlen durch die beiden letzten Terme er- infolge der Berücksichtigung der Vertikalströmung unter-
gibt. In Bild 13 sind diese beiden Terme in Abhängigkeit halb des Wandfußes durch die Korrekturterme auch ohne
¢ /g W = 1 dargestellt. Die Überlagerung der
von t/Dh für g B Einbindung der Wand (t = 0) das Erfordernis eines Auf-
beiden Terme gemäß oben stehender Gleichung ergibt, lastfilters. Bei dem hier verwendeten, vereinfachten Strö-
dass bei Ansatz angepasster Ersatzkörper die Korrektur mungsmodell mit g B ¢ /g W = 1 ergibt sich die dimensionslose
der dimensionslosen Kennzahl der Filterdicke am stärks- Kennzahl zur Ermittlung der erforderlichen Höhe des Auf-
ten für t/Dh = 0 erfolgt und danach abnimmt. lastfilters im Grenzgleichgewicht für t = 0 zu dF/Dh · g F¢ /g W =
Die dimensionslose Kennzahl zur Ermittlung der er- 0,095. Allerdings stellt sich ein Maximum für die dimen-
forderlichen Höhe des Auflastfilters kann damit ebenfalls sionslose Kennzahl von ca. 0,16 für ein t/Dh-Verhältnis
in Abhängigkeit von t/Dh und g B ¢ /g W beschrieben werden. von ca. 0,06 ein, das deutlich über dem Wert für t/Dh = 0
Dies ist in Bild 14 für g B¢ /g W = 1 in Anlehnung an den liegt. Das heißt: unterhalb des Maximums (t/Dh < 0,06) er-
Nachweis nach Baumgart/Davidenkoff für das Kräfte- gibt sich bei gleicher Potentialdifferenz eine geringere er-
gleichgewicht am angepassten Ersatzkörper sowie zum forderliche Höhe des Auflastfilters, wenn die Einbinde-
Vergleich am nicht angepassten Ersatzkörper (ab Wand- tiefe der unterströmten Wand reduziert wird. Es erscheint
fuß) dargestellt. jedoch fraglich, ob durch eine Reduzierung der Wandein-
bindung in den Boden eine Erhöhung der Sicherheit gegen
hydraulischen Grundbruch erzielt werden kann.

4.2.3 Erforderliche Filterabmessungen

Mit dem oben beschriebenen Verfahren zur Ermittlung


der erforderlichen Höhe des Auflastfilters lassen sich auch
die erforderlichen Filterabmessungen bestimmen. Bei unter-
strömten Wänden mit einer im Vergleich zur Potential-
differenz Dh geringen Einbindetiefe t in den Boden ergibt
sich baugrubenseitig der Wand ein von der Baugrubenober-
fläche bis unter den Wandfuß reichender Durchströmungs-
bereich, in dem der vertikale Anteil des lokalen hydrauli-
schen Gradienten stets größer als der Grenzgradient igr ist.
In diesem Bodenbereich ist also die spezifische Strömungs-
kraft immer größer als die spezifische Gewichtskraft unter
Auftrieb, so dass ohne zusätzliche Auflast im gesamten
Bereich das Grenzgleichgewicht für hydraulischen Grund-
Bild 13. Korrekturterme zur Ermittlung der erforderlichen
bruch überschritten ist. Aus den numerischen Strömungs-
Filterhöhe auf Grundlage angepasster Ersatzkörper
Fig. 13. Correction terms for the calculation of the required berechnungen kann die Isolinie für den Vertikalanteil des
filter height based on the improved relevant soil column hydraulischen Gradienten iz, der dem Grenzgradienten igr
entspricht, und damit dieser Strömungsbereich ermittelt
werden. In Bild 15 ist die Isolinie für iz = 1 unter Annahme
von g B
¢ /g W = 1 als Begrenzung dieses, durch hydraulischen
Grundbruch gefährdeten Bereichs dimensionslos, bezogen
auf die Potentialdifferenz Dh, für verschiedene t/Dh-Verhält-

Bild 14. Erforderliche Filterhöhe dF aus dem Nachweis gegen


Hydraulischen Grundbruch am angepassten Ersatzkörper
für das Grenzgleichgewicht Bild 15. Durch hydraulischen Grundbruch gefährdeter
Fig. 14. Required filter height dF based on the verification of Bereich baugrubenseitig der unterströmten Wand
hydraulic heave at the improved relevant soil column for the Fig. 15. Zone of potential hydraulic failure at the excavation
equilibrium of forces side of the wall

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sätzlich die lastfallabhängigen Teilsicherheiten nach DIN


1054 [2] zu berücksichtigen. Für die Ermittlung des durch
hydraulischen Grundbruch gefährdeten, von der Bau-
grubensohle bis unter den Wandfuß reichenden Boden-
bereichs ist die Strömungskraft mit dem Teilsicherheits-
beiwert g H und die Gewichtskraft des unter Auftrieb ste-
henden Bodens mit dem Teilsicherheitsbeiwert g G,stb zu
multiplizieren. Dabei wird bei der Strömungskraft zwi-
schen günstigem und ungünstigem Boden unterschieden.
In Tabelle 1 sind die Teilsicherheitsbeiwerte für die in den
nachstehenden Berechnungsbeispielen angenommenen
Lastfälle LF 1 und LF 3 sowie für ungünstigen Untergrund
Bild 16. Erforderliche Abmessungen des Auflastfilters aus angegeben.
dem Nachweis gegen hydraulischen Grundbruch im Grenz-
zustand Tabelle 1. Verwendete Teilsicherheitsbeiwerte nach
Fig. 16. Required filter dimensions based on the verification of DIN 1054 für GZ 1A
hydraulic heave for the equilibrium of forces without security Table 1. Used partial factors for the verification of safety
against hydraulic heave according to DIN 1054

nisse dargestellt. Der Koordinatenursprung der dimensions- Einwirkung Formelzeichen LF 1 LF 3


losen Wegkoordinaten x/Dh und z/Dh befindet sich dabei
Günstige ständige
am Schnittpunkt der Baugrubenoberfläche mit der Wand. gG,stb 0,95 0,95
Einwirkungen
Zur Ermittlung der erforderlichen Filterhöhe im dem
durch hydraulischen Grundbruch gefährdeten Bereich wird Strömungskraft bei
gH 1,80 1,35
das Grundwasserpotential aus der numerischen Strömungs- ungünstigem Untergrund
berechnung entlang der unteren Begrenzung dieses Be-
reichs benötigt. Die Berechnung der Filterhöhe erfolgt auf Da der Grenzgradient dem Quotienten aus spezifi-
Grundlage der in Abschn. 4.2.2 angegebenen Gleichun- scher Gewichtskraft unter Auftrieb und spezifischer Strö-
gen. In Bild 16 ist die Oberfläche des erforderlichen Auf- mungskraft entspricht, erhält man den maßgebenden ver-
lastfilters wiederum dimensionslos für verschiedene t/Dh- tikalen hydraulischen Gradienten zur Erzielung einer aus-
Verhältnisse dargestellt. Zur besseren Vergleichbarkeit von reichenden Sicherheit aus der Multiplikation des Grenz-
erforderlicher Höhe und Länge der Auflastfilter wurden gradienten mit dem Quotienten g G,stb/g H. Unter Annahme
sowohl Filterhöhe dF als auch der Abstand zur Wand x auf von g B
¢ /g W = 1 ergibt sich der maßgebende vertikale Gra-
die Potentialdifferenz Dh bezogen. Die Darstellung basiert dient im Lastfall LF 1 zu iz = 0,53 und im Lastfall LF 3 zu
deshalb zusätzlich zu g B ¢ /g W = 1 auf einem Wichtenver- iz = 0,7. In Bild 17 ist der durch hydraulischen Grund-
hältnis von Filtermaterial und Wasser von g F¢ /g W = 1,8. Aus bruch gefährdete Bereich für das Grenzgleichgewicht (iz =
Bild 16 ist ersichtlich, dass die erforderliche Höhe des 1) sowie unter Berücksichtigung der Sicherheiten für LF 3
Auflastfilters mit zunehmendem Wandabstand rasch ab- (iz = 0,70) und LF 1 (iz = 0,53) beispielhaft für ein t/Dh-
nimmt. Unter den zuvor beschriebenen Annahmen ent- Verhältnis von 0,053 dargestellt. Daraus ist ein deutlich
spricht die maximal erforderliche Länge des Auflastfilters vergrößerter gefährdeter Bereich bei Reduzierung des maß-
ungefähr der zweifachen maximal erforderlichen Höhe. geblichen hydraulischen Gradienten zur Erzielung einer
Wie bei Hettler [1] beschrieben, hat bereits Terzaghi ausreichenden Sicherheit ersichtlich.
[5] eine vergleichbare Vorgehensweise zur Bestimmung der Aus dem Grundwasserpotential an der unteren Be-
Filterabmessungen vorgeschlagen. Jedoch bleibt die genaue grenzung des maßgebenden, durch hydraulischen Grund-
Definition des von Terzaghi als Auftriebsbereich bezeich-
neten, für die Bestimmung des Strömungsdrucks maßge-
benden Bereichs unklar. In Terzaghi und Jelinek [6] wird
ebenfalls ein Verfahren zur punktweisen Bestimmung der
erforderlichen Höhe des Auflastfilters beschrieben. Die
Bestimmung des maßgebenden Strömungsdrucks erfolgt
dabei jedoch entlang einer horizontalen Linie unterhalb
der Baugrubensohle, deren Höhe zu variieren ist, um die
ungünstigste Strömungsbelastung zu ermitteln. Dies ent-
spricht weitgehend der oben dargestellten Vorgehensweise.
Allerdings erlaubt die numerische Berechnung eine ge-
nauere Ermittlung des durch hydraulischen Grundbruch
gefährdeten Bodenbereichs und der daraus resultierenden,
maßgebenden Strömungsbelastung.
Bild 17. Durch hydraulischen Grundbruch gefährdeter
4.2.4 Berücksichtigung von Sicherheiten Bereich in Abhängigkeit vom maßgebenden vertikalen
hydraulischen Gradienten
Bei der Bemessung von Auflastfiltern auf Grundlage des Fig. 17. Zone of potential hydraulic failure depending on
Nachweises gegen hydraulischen Grundbruch sind zu- the relevant vertical hydraulic gradient

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Zusätzlich ist die Gewichtskraft des Auflastfilters GF zu


berücksichtigen. Diese ergibt sich für einen Bruchkörper
mit der beliebigen, dem Abstand von der Wand entspre-
chenden Breite x zu:

GF = g F · dF,R · x.

Im Grenzzustand müssen diese beiden Kräfte der vorher


ohne Berücksichtigung von Reibungskräften bis zum Wand-
abstand x, ebenfalls für den Grenzzustand ermittelten Auf-
last entsprechen. Diese Auflast entspricht dem Produkt aus
der Querschnittsfläche A(x) des Filters bis zum Wandab-
stand x und der Wichte des Filtermaterials g F.
Bild 18. Erforderliche Abmessungen des Auflastfilters in
Abhängigkeit vom maßgebenden vertikalen hydraulischen 1
A( x ) ◊ g F = ◊ g ◊ d 2 ◊ K 0 ◊ tan jF + g F ◊ dF,R ◊ x .
Gradienten 2 F F ,R
Fig. 18. Required filter dimensions depending on the relevant
vertical hydraulic gradient Die Filterquerschnittsfläche ergibt sich aus der numeri-
schen Integration der ohne Reibung ermittelten Filterhöhe
dF bis zum Wandabstand x. Durch Lösung der Gleichung
bruch gefährdeten Bodenbereichs lässt sich wiederum die für das Kräftegleichgewicht erhält man die erforderliche
erforderliche Höhe des Auflastfilters bestimmen. Da der Filterhöhe dF,R in Abhängigkeit vom Wandabstand x:
Auflastfilter eine günstige ständige Einwirkung darstellt,
2
ist zur Ermittlung der Filterhöhe die aus dem Kräftegleich- x 2 A( x ) Ê x ˆ
gewicht ermittelte Höhe zusätzlich durch den Teilsicher-
dF2,R = - + +Á ˜
c c Ë c¯
heitsbeiwert g G,stb zu dividieren. Basierend auf den oben
dargestellten Annahmen ist die Größe des erforderlichen mit
Auflastfilters in Bild 18 wiederum für die unterschied-
lichen in den einzelnen Lastfällen maßgebenden, vertika- c = K0 · tan · jF.
len hydraulischen Gradienten und ein t/Dh-Verhältnis von
0,053 dargestellt. Auch hier ist eine deutliche Zunahme Maßgebend ist die maximal erforderliche Filterhöhe dF,R,
der erforderlichen Größe des Auflastfilters bei Erhöhung die bis zum zugehörigen Wandabstand x eingehalten wer-
der Sicherheiten ersichtlich. den muss. Für einen Reibungswinkel des Filtermaterials
von jF = 35° und die Wichteverhältnisse g B ¢ /gW = 1,8 und
4.2.5 Berücksichtigung von Reibungskräften g F/g W = 1,0 sind in Bild 19 die maximal erforderliche Fil-
terhöhe dF,R und der zugehörige Wandabstand x, jeweils
Wie von Hettler [1] dargestellt, können bei einem nicht bezogen auf die Potentialdifferenz Dh, für verschiedene
durchströmten Auflastfilter zur Sicherung eines Boden- t/Dh-Verhältnisse dargestellt.
bereichs gegen hydraulischen Grundbruch Scherkräfte in- In Bild 20 sind die erforderlichen Filterabmessungen
nerhalb des Auflastfilters als zusätzliche haltende Kräfte mit Berücksichtigung von Reibungskräften im Filter denen
angesetzt werden. Auf der sicheren Seite liegend, wird nur
an der als vertikal angenommenen Scherfläche durch den
Auflastfilter, nicht jedoch an der Wand, eine Reibungskraft
angesetzt. Im Folgenden ist der Ansatz zur Berücksichti-
gung von Reibungskräften im Auflastfilter wiederum für
den Grenzzustand (mit charakteristischen Werten) ohne
Berücksichtigung von Teilsicherheitsbeiwerten dargestellt.
Als wirksame Horizontalkraft innerhalb des nicht
durchströmten und nicht eingestauten Filters wird die aus
dem Erdruhedruck resultierende Kraft E0h angesetzt:
1
E 0h = ◊ g ◊ d2 ◊ K 0 ,
2 F F ,R
mit der erforderlichen Höhe des Filters dF,R, der Wichte
des Filtermaterials g F, dem Reibungswinkel des Auflastfil-
termaterials jF und dem Erdruhedruckbeiwert K0 mit:

K0 = 1 – sin jF.

Daraus ergibt sich die seitlich am Bruchkörper im Auflast- Bild 19. Erforderliche Höhe des Auflastfilters bei Berück-
filter anzusetzende Reibungskraft RF zu: sichtigung von Reibungskräften im Filter
Fig. 19. Required filter height taking into account friction
1
RF = ◊ g ◊ d 2 ◊ K 0 ◊ tan jF . forces within the filter
2 F F ,R

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deutlich überschreitet. Durch einen ausreichend schweren


Auflastfilter wird ein durch die Strömungskraft verursach-
tes Aufbrechen des Boden mit dem überlagernden Filter
verhindert. Die örtlichen hydraulischen Gradienten unter-
halb des Auflastfilters sind jedoch ausreichend, um einen
vertikal aufwärts gerichteten Materialtransport zu verur-
sachen, falls keine vollständige Rückhaltung des Bodens
durch den Auflastfilter erfolgt.
Als kritisch ist hier ein oft verwendeter, aus Wasser-
bausteinen auf einem geotextilen Filter bestehender Auf-
lastfilter zu beurteilen. Die Bodenrückhaltung kann bei den
oben beschriebenen Strömungsverhältnissen durch den
Bild 20. Erforderliche Abmessungen des Auflastfilters für geotextilen Filter nicht vollständig garantiert werden, da
unterschiedliche Ansätze nicht von einer vollflächigen Belastung des Geotextils
Fig. 20. Required filter dimensions for different approaches durch die Wasserbausteine ausgegangen werden kann. Auch
bei exakt hergestellten Anschlüssen des Geotextils an Bau-
ohne Berücksichtigung von Reibungskräften in dimensions- werksteile kann deshalb ein Anheben des Geotextils durch
loser Darstellung für ein t/Dh-Verhältnis von 0,053 gegen- die vertikal aufwärts gerichtete Strömungskraft in Rand-
übergestellt. Bei der Wahl der Filterabmessungen mit Be- bereichen nicht verhindert werden. In diesen Bereichen
rücksichtigung von Reibungskräften im Filter sind folgende kann dadurch ein Bodenaustrag in den Auflastfilter und
zusätzliche Bedingungen einzuhalten: damit bei Abtransport des Bodens im Auflastfilter durch
– Ab dem Wandabstand x, bis zu dem die ermittelte, ma- die Wasserströmung eine rückschreitende Erosion bewirkt
ximale Filterhöhe dF,R einzuhalten ist, muss die Filterhöhe werden. Aus diesem Grund ist hier ein aus einem gegen-
mindestens der ohne Reibung ermittelten Filterhöhe ent- über dem Boden filterstabilen, mineralischen, ggf. mehr-
sprechen. stufigem Korngemisch bestehender Auflastdrän vorzuzie-
– Das Gesamtgewicht des Auflastfilters mit Berücksichti- hen.
gung von Reibungskräften muss mindestens dem ohne Be-
rücksichtigung von Reibungskräften entsprechen. 6 Schlussfolgerungen
Diese Bedingungen sind bei dem in Bild 20 darge-
stellten Auflastfilter mit Berücksichtigung von Reibungs- Auf Grundlage der bisher durchgeführten Untersuchungen
kräften eingehalten. lassen sich für gering in den Untergrund einbindenden,
Wie von Hettler [1] beschrieben, kann nach Terzaghi unterströmten Wänden mit erforderlichem, baugruben-
und Jelinek [6] der auf Grundlage einer punktweisen Er- seitigem Auflastdrän zur Sicherung gegen hydraulischen
mittlung bestimmte Auflastfilter durch einen flächenglei- Grundbruch folgende Schlussfolgerungen ziehen:
chen Auflastfilter mit Rechteckquerschnitt ersetzt werden. – Beim Nachweis gegen hydraulischen Grundbruch muss
Dies wird mit den Ergebnissen der von Terzaghi durchge- die maßgebende Unterkante des zugrunde gelegten Ersatz-
führten Modellversuche begründet. In Bild 20 ist der ent- körpers zur Berücksichtigung der Vertikalströmung unter-
sprechend umverteilte Auflastfilter mit Rechteckquer- halb des Wandfußes ermittelt werden. Dazu ist die Tiefe
schnitt ebenfalls dargestellt. Daraus ist ersichtlich, dass unterhalb des Wandfußes zu bestimmen, bis zu der der lo-
die umverteilte, über die gesamte Filterbreite konstante, kale, vertikale hydraulische Gradient den Grenzgradien-
mittlere Höhe die mit Berücksichtigung einer Reibungs- ten überschreitet. Zur Bemessung des Auflastfilters ist der
kraft im Filter ermittelte Höhe im wandnahen Bereich maßgebende hydraulische Grenzgradient unter Verwen-
deutlich unterschreitet. Allein auf Grundlage des Ansatzes dung der Teilsicherheitsbeiwerte nach DIN 1054 festzu-
einer Reibungskraft im Filter ist diese Umverteilung der legen. Als zusätzliche haltende Kräfte können Reibungs-
Filterhöhe demnach nicht gerechtfertigt. Wie oben dar- kräfte in einem nicht durchströmten Auflastfilter berück-
gestellt, ergeben sich jedoch auch in dem unterhalb des sichtigt werden.
Auflastfilters befindlichen Bodenbereich Vertikalspannun- – Auch bei Ansatz eines angepassten Ersatzkörpers zur
gen, so dass Reibungskräfte aktiviert werden. Dadurch er- Berücksichtigung der Vertikalströmung unterhalb des
geben sich zusätzliche Kräfte, die einem Versagen durch Wandfußes ergibt sich aus dem Nachweis gegen hydrau-
hydraulischen Grundbruch entgegenwirken. Auf Grund- lischen Grundbruch die maximal erforderliche Auflast
lage einer Kräftegleichgewichtsbetrachtung erscheint die nicht für eine Einbindetiefe der Wand von t = 0, sondern
Berücksichtigung dieser im Boden unterhalb des Auflast- für einen Wert t > 0. Zur Dimensionierung eines Auflast-
filters wirkenden Reibungskräfte jedoch analytisch nicht filters wird empfohlen, die Einbindetiefe der Wand immer
möglich. größer als diesen Wert, der durch eine Variationsrechnung
ermittelt werden muss, zu wählen.
5 Gefährdung durch Bodenerosion in den Auflastfilter – Bei der Auswahl der Materialien und der Konstruktion
des Auflastfilters ist die Filterfunktion auch in den Rand-
Wie oben erläutert, ergibt sich bei unterströmten, gering in bereichen sicherzustellen, um eine Erosion von Boden in
den Untergrund einbindenden Wänden mit erforderlicher den Auflastdrän zu vermeiden, da im Boden unterhalb des
Sicherung gegen hydraulischen Grundbruch durch einen Auflastdräns von einem für einen vertikalen Materialtrans-
Auflastfilter ein vertikaler hydraulischer Gradient unmittel- port ausreichenden hydraulischen Gradienten auszugehen
bar unterhalb des Auflastfilters, der den Grenzgradienten ist.

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7 Ausblick messung möglich ist. Dies soll durch Rückrechnung von


Versuchen und Ermittlung erforderlicher Sicherheiten er-
Als nächster Schritt ist geplant, den oben dargestellten Wi- folgen.
derspruch aufzulösen, wonach sich die maximal erforder-
liche Auflast nicht bei einer Wandeinbindetiefe von t = 0, Literatur
sondern für einen Wert t > 0 ergibt. Hierfür wird ein schon
von Terzaghi [5] beschriebenerAnsatz verfolgt, wonach auch [1] Hettler, A.: Hydraulischer Grundbruch: Literaturübersicht
und offene Fragen, Bautechnik 85 (2008), H. 9, S. 578–584.
horizontale Strömungs- und Erddruckkräfte berücksichtigt
[2] DIN 1054 (2005): Baugrund – Sicherheit im Erd- und
werden müssen. Terzaghi verwendete hierfür Kraftlinien,
Grundbau, Deutsches Institut für Normung e. V., Beuth-Ver-
die sich aus Erddruck- und Strömungskräften ergaben und lag.
die die von ihm ermittelten, erforderlichen Filterhöhen maß- [3] Terzaghi, K., Peck, R. B.: Die Bodenmechanik in der Bau-
geblich beeinflussten. Eigene Untersuchungen, den hy- praxis, Springer-Verlag, 1961.
draulischen Grundbruchnachweis in einen Gelände- oder [4] Davidenkoff, R.: Unterläufigkeit von Stauwerken, Werner
Grundbruchnachweis zu überführen, um diese horizonta- Verlag Düsseldorf, 1970.
len Kräfte zu berücksichtigen, brachten keinen Erfolg. [5] Terzaghi, K.: Erdbaumechanik auf bodenphysikalischer
Statt der Berechnung von Kraftlinien bieten sich heute Grundlage, Abschnitt 28h Die Beanspruchung des Baugrun-
Spannungs-Verformungsberechnungen mittels Methode des unterhalb von Stauwerken, Verlag Franz Deuticke, Leip-
der Finiten Elemente an. Mit ihrer Hilfe lässt sich der Ein- zig und Wien, 1925.
[6] Terzaghi, K., Jelinek, R.: Theoretische Bodenmechanik,
fluss von Strömungskräften auf die effektiven Spannun-
Springer-Verlag, 1954.
gen berechnen, und es können Reibungskräfte im Bau-
grund berücksichtigt werden. Da der Ansatz von Reibung Autoren dieses Beitrages:
beim Nachweis gegen hydraulischen Grundbruch, basie- Dr.-Ing. Bernhard Odenwald, Dr.-Ing. Markus Herten, Bundesanstalt für
rend auf dem in den Regelwerken verankerten Bruchkör- Wasserbau (BAW), Kussmaulstraße 17, 76187 Karlsruhe
per nach Terzaghi/Peck, nicht vorgesehen ist, muss hierfür bernhard.odenwald@baw.de
jedoch erst nachgewiesen werden, dass eine sichere Be- markus.herten@baw.de

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