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ÜBER DIESES BUCH

Erwarten Sie ein Baby und planen das Kinderzimmer? Oder wollen Sie
das Kinderzimmer endlich mal renovieren und suchen Gestaltungs-
tips? Vielleicht haben Sie auch Probleme mit Ihrem Kind und möchten
ihm und sich selbst helfen? Ob Sie Ihr Kind allgemein in seiner Ent-
wicklung unterstützen oder es gezielt fördern möchten - dieser GU-
Ratgeber zeigt Ihnen zahlreiche praktische Wege auf, wie Sie mit Hilfe
von Feng Shui ganz individuell auf Ihr Kind eingehen können:
• Mit Hilfe der Fünf-Elemente-Lehre und der Neun-Sterne-Ki-Zahl
lernen Sie, die einzigartigen Anlagen Ihres Kindes zu erkennen und es
typgerecht zu fördern.
• Das Transparent-Bagua hinten im Buch zeigt die neun Bereiche eines
Kinderzimmers, die jeweils wichtige Lebensthemen symbolisieren.
Sie können es herausnehmen und auf Ihren eigenen Grundriß legen:
So erfahren Sie, wo gegebenenfalls ein gezielter Ausgleich sinnvoll ist. GÜNTHER SATOR
• Von der Wahl des Zimmers bis zu kindgerechten Feng-Shui-Acces-
soires reicht das Spektrum der praktischen Tips: Mit den richtigen
Möbeln, Farben, Bildern und Pflanzen können Sie positive Lebens-
energien stärken und negative Einflüsse vermeiden.
• Extra: Feng-Shui-Spiele für Eltern und Kinder, die richtig Spaß
machen und helfen, spezielle Begabungen von Kindern zu unterstüt-
zen sowie schwierige Situationen gemeinsam zu meistern.
• Intuition, Kreativität, Lernfähigkeit und Intelligenz, aber auch die
Eltern-Kind-Beziehung profitieren von den richtigen Feng-Shui-
Maßnahmen.

> Kinderzimmer ideal gestalten


ÜBER DEN AUTOR
> Kreativität, Intuition, Intelligenz fördern
Günther Sator ist der erste europäische Feng-Shui-Experte, der diese
Methode unserer westlichen Kultur anpaßte und für die Selbsthilfe > EXTRA: Feng-Shui-Spiele
öffnete. Er hat bereits mehrere erfolgreiche Ratgeber zum Thema Feng
Shui veröffentlicht, ist bekannt durch Vorträge und Seminare und
einer der gefragtesten internationalen Berater für Privatkunden und
Unternehmen. Seine Arbeit mit Kindern in Kreativprojekten im Sinne
eines freudvollen, vorbildorientierten Miteinanders wurde zur Basis
seiner ganzheitlichen Sicht des »Feng Shui für Kinder«.
Die Persönlichkeit Muster und Formen 43
des Kindes fördern 22 Positive Blick-Fänger 44
Die Anlagen erkennen 22 Atmosphäre schaffen 45
Wie die Elemente das Wenn Energie »durch-
Verhalten prägen 23 rauscht«: Sha-Chi 44
Jedes Kind ist einzigartig 27
Ab ins Bett! 46
Elemente-Test 28
Das Neun-Sterne-Ki 30 Rundherum frei von
Die dreiteilige Störungen 46
»Neun-Sterne-Ki«-Zahl 30 Freiraum für gute Träume 46
Die Kinderzahl 30 Strahlende Lieblinge 47
»Element« oder »Stern«? 31 Unterirdisches 48
Tabelle: Die Zahlen 32 Raus aus dem Durchzug 48
Ein Wort zuvor 5 Das innere Wesen
Die Charakterbilder Der Kraftplatz fürs Bett 48
Natürlich gesund: optimal unterstützen 73
Warum Feng Shui? 7 der neun Sterne 34
Anlagen liebevoll unterstützen 37 das Material 48 Das »Heimatelement« stärken 73
Form & Größe 49
Das Umfeld prägt Stock- oder Hochbetten 49 Ein Garten für Kinder 75
Entwicklung und Schicksal 8 Die optimale Schlafrichtung 50 Freiraum und eine
Was ist Feng Shui? 8 Vier förderliche Himmels- Extra-Portion Chi 75
Europäisches »Feng Shui« 9 Freiräume & Spielräume richtungen 51 Einladung zum Spiel 76
Was kann Feng Shui? 10 schaffen 39 Was hat Vorrang? 52

Alles lebt - alles ist Energie 11 Die Basis: kindgemäß Lernen - leicht gemacht 53 Raum für Erfahrungen 79
Energie will frei fließen 11 einrichten 40 Der optimale Lernplatz 53
Feng Shui ist Akupunktur Wichtig: ein eigener Raum 40 Die besondere Qualität Spielend fürs Leben lernen 80
im Raum 12 Welches Zimmer darf's jeder Himmelsrichtung 54 Die Entwicklung sanft fördern 80
denn sein? 40 Spiele für alle Elemente 81
Das innere Feng Shui 13 Möbel für Kinder 41 Die neun Lebensfelder
Gleiches zieht Gleiches an 13 Die Gestaltung 42 im Bagua 55 Erziehung durch Beziehung 88
Positives Denken kultivieren 13 Farbenvielfalt 42 Das Kinderbagua 55 Das Chi der Verständigung 88
Es fällt zu, was fällig ist... 14 Fehlbereiche und Die liebe Ordnung 89
Wohnung, Schicksal - und hilfreiche Erweiterungen 56 Mit Ritualen den Alltag
Kinder: ein Spiegel 14 Jede Zone ein Lebensthema 56 beleben 90
Aus der Verwicklung Das klassische Bagua 57 Auch wichtig: die Ernährung 91
zur Entfaltung 15 Das Bagua richtig deuten 59 Eltern sein, Paar bleiben 92
Miteinander lernen 16 Das Kinderzimmer im
Wohnungsbagua 61
Gleichgewicht der Kräfte 17
Yin und Yang 17 Accessoires und Hilfsmittel 63
... in der Wohnung 17 Die richtige Wahl 63 Zum Nachschlagen 93
Die Fünf Elemente 19 Bewährte Standards 64 Bücher und Adressen,
Zyklus der Schöpfung 20 Mit Vorsicht zu behandeln 70 die weiterhelfen 93
Zyklus der Kontrolle 21 Kreative Extras 71 Sachregister 94
Ein Wort zuvor
Kinder sind viel sensibler und offener für Umwelteinflüsse als wir
Erwachsene. Kinder leiden daher auch am meisten unter einem pro-
blematischen Umfeld, sei es im Kindergarten, in der Schule oder zu
Hause. Darüber hinaus müssen sich unsere Kleinen heute wesentlich
früher und intensiver, als es jemals der Fall war, mit einem immer
schnelleren Alltagstempo, mit Leistungsdruck, Zeitmangel in der Fa-
milie, wachsender Kontaktarmut und unnatürlicher Lebensweise
auseinandersetzen. In zunehmendem Maße besteht die Gefahr, daß
vieles an natürlicher Kindlichkeit verloren geht - ein großes Hinder-
nis für die normale und wesensgemäße Entwicklung der inneren
Anlagen des Kindes.
Eine unterstützende und förderliche Umgebung ist die Basis für jede
gesunde Entwicklung. Feng Shui bietet ein großes Spektrum einfacher
Maßnahmen, mit deren Hilfe Sie für Ihr Kind das bestmögliche Um-
feld und einen ausreichend großen persönlichen Entwicklungsraum
schaffen können.
Feng Shui ist eine uralte asiatische Kunst, positive Energien zu nutzen
und in Harmonie mit seinem Umfeld zu leben. Im »Feng Shui für
Kinder« geht es daher einerseits darum, das Potential der räumlichen
Umgebung bestmöglich zu nutzen (beispielsweise des Kinderzim-
mers). Es geht aber ebenso sehr darum, durch ein harmonisches
Zusammenleben und den wesensgerechten Umgang miteinander ein
optimales Beziehungsumfeld für Ihr Kind zu schaffen. Feng Shui ver-
bindet somit Innenwelt (Verhalten, Persönlichkeit) mit dem Äußeren
(Auswahl und Gestaltung der Räume).
Vom Säuglingsalter bis etwa zum Einsetzen der Pubertät bietet Ihnen
dieses Buch eine Fülle an Informationen und praktischen Tips.
Zunächst lernen Sie Ihr Kind und seine individuellen Anlagen mit
Hilfe verschiedener Methoden besser kennen. Daraus leiten sich kon-
krete Verhaltenstips für den täglichen Umgang mit Ihrem Kind ab
sowie umfassende Hinweise zur optimalen Gestaltung des Kinder-,
Lern- und Spielzimmers. Spezielle »Fünf-Elemente-Spiele« helfen
Ihrem Kind, auch verborgene Persönlichkeitsanteile auf sanfte und
lustvolle Weise zu entwickeln.
Ihnen und Ihrem Kind wünsche ich für diesen gemeinsamen Weg
»viel gutes Feng Shui«!
Günther Sator
Nicht allein Veranlagung, Vor-
bild und Erziehung prägen
die Entwicklung eines Kindes.
Auch die Umgebung, die
Räume und Gegenstände neh-
men großen Einfluß darauf,
ob ein Kind seine Wesensart
optimal entfalten und zu
einer intakten Persönlichkeit
heranreifen kann. Denn das
Umfeld hat eine energetische
Kraft, die nicht zu unterschät-
zen ist.
Feng Shui bietet ein breites
Spektrum an Möglichkeiten,
diese Energie optimal zu
nutzen, damit sich Ihr Kind
wohl fühlt und die besten
Bedingungen für seinen Start
ins Leben hat.
Daß Sie sich an bestimmten Plätzen besonders wohl fühlen, an ande-
ren hingegen gar nicht, hat mit der speziellen »Energie« dieser Plätze
zu tun. Feng Shui beschreibt, wie diese Umgebungsenergien auf uns
wirken. Und es lehrt uns, wie wir durch die optimale Gestaltung auch
eines eher ungünstigen Umfeldes diese Energien beeinflussen und so
unsere persönliche Entwicklung unterstützen und zu einem glückli-
chen, harmonischen Leben finden können.
In unserer modernen Welt, die geprägt ist von Streß und Leistungs-
druck, wird es immer wichtiger, für eine Umgebung zu sorgen, die
regenerierend, ausgleichend, stärkend wirkt. Gerade für Kinder spielt
das eine große Rolle, da sie noch sensibler als Erwachsene auf äußere
Einflüsse reagieren. Die Wohnung, das Kinderzimmer, der Lernplatz,
der Kindergarten und das Klassenzimmer - all diese Räume prägen
nachhaltig das Schicksal und die Entwicklung des Kindes.

Feng Shui ist eine jahrtausendealte Wissenschaft, die ursprünglich aus


China stammt. Wörtlich übersetzt bedeutet es »Wind und Wasser«:
Diese beiden Naturkräfte symbolisieren die natürlichen Energien der
Umgebung, die mit Hilfe von Feng Shui »gebändigt« und genutzt wer-
den können.
Nicht nur in China, sondern überall auf der Welt erkannten die Men-
schen schon früh, wie sinnvoll es ist, Haus und Alltagsleben so auszu-
richten, daß die Naturkräfte nützlich und nicht schädlich wirkten. So
entwickelten sich der Landschaft und dem Klima angepaßte Baustile.
Beachtet wurde die richtige Orientierung eines Gebäudes, die Lage des
Einganges, der Türen und Fenster; auch die Anordnung der Räume
und sogar die Plazierung der Möbel geschahen keineswegs willkürlich.
Störenergien (beispielsweise von unterirdischen Wasseradern) wur-
den mit speziellen Methoden aus den Räumen ferngehalten, um die
Bewohner vor hinderlichen Einflüssen zu bewahren und ihnen ein
möglichst harmonisches Umfeld zu schaffen.
Überalt auf
der Welt
baute man
traditionell
an Orten,
die einem
Haus opti-
malen
Schutz und
wohltuende
Energien
sicherten.

Ein Wissen um den »richtigen Platz« und wie man auf ihm bauen
und sich einrichten sollte, hatten auch unsere europäischen Vorfahren.
Die Geomantie war die westliche Form des Feng Shui, nach deren Er-
kenntnissen man Schlösser, Klöster, Kirchen oder Bauernhäuser baute.
Allerdings war dieses Wissens großenteils nur wenigen Eingeweihten
vorbehalten und ist heute fast gänzlich vergessen.
In Asien dagegen ist der Erfahrungsschatz des Feng Shui vollständig
überliefert - vieles davon ist durchaus allgemeingültig und auf unsere
heutigen Bedürfnisse übertragbar.

Ganz ohne Drachen und Fächer

Für die praktische Umsetzung der Feng-Shui-Maßnahmen müssen wir


keine traditionellen asiatischen Hilfsmittel einsetzen, die bei uns doch
eher befremdlich wirken würden. Exotische Gegenstände, beispiels-
weise die in China häufig verwendeten Bambusflöten, Fächer oder Dra-
chenfiguren, sind nicht nötig, um effektives Feng Shui zu betreiben.
Es gibt heimische Methoden und Hilfsmittel, die ebenso wirksam sind.
Die in diesem Buch erläuterten Feng-Shui-Maßnahmen wurden aus-
schließlich auf unsere westliche Kultur abgestimmt.
Die ersten, die Feng Shui in der westlichen Welt einsetzten, waren
internationale Konzerne und Großbetriebe. Sie hatten erkannt, daß
zufriedene Mitarbeiter und Kunden wesentlich für den wirtschaftli-
chen Erfolg sind: Wenn das Umfeld »stimmt«, spüren das die Men-
schen, die Motivation steigt, und generell verbessern sich das Betriebs-
Mit Feng klima und die Leistung. Ein disharmonisches Umfeld erzeugt hinge-
Shui helfen gen Spannungen und auch gesundheitliche Schwächen.
Sie Ihrem Ob am Arbeitsplatz oder in der Wohnung: Feng Shui kann aus jeder
Kind, sich Situation das Optimale machen. Auch wenn dabei die Plazierung der
seinem Möbel und die Gestaltung der Räume sehr wichtig sind, geht es letzt-
inneren lich um ein ganzheitliches Konzept, um das Wechselspiel zwischen
Wesen Mensch (»Inneres Feng Shui«, Seite 13) und Umfeld (»Äußeres Feng
gemäß zu Shui«). Erst wenn beide Aspekte miteinander in Harmonie sind, kann
entfalten. langfristig die optimale Lebensqualität erreicht werden.

Wenn Sie »Feng Shui für Kinder«


anwenden, können Sie Ihr Kind
und seine speziellen Fähigkeiten
von nun an viel effizienter unter-
stützen. Denn ein harmonisches
Umfeld hilft dem Kind gleich auf
zwei Ebenen: Zum einen spürt es,
daß es verstanden wird, und kann
daher seine Sensibilität und sein
Gespür für den wahren Kern der
Dinge in einer Atmosphäre des
Vertrauens ideal ausleben und
entfalten. Und außerdem lernen
die Eltern, das Kind so zu sehen
und zu behandeln, wie es entspre-
chend seinem inneren Wesen wirklich veranlagt ist. Sie werden daher
darauf verzichten, das Kind nach ihrem Idealbild umformen zu wollen
Das erspart den Eltern so manche Enttäuschung und bewahrt das
Kind vor seelischem Schaden. Beide können ihre Energien statt dessen
für die persönliche Weiterentwicklung einsetzen.
»Alles lebt«, behaupteten schon
die alten Weisen, und ihre Aussage
wird von der modernen Wissen- Jedes Kind kommt mit einer hoch ent-
schaft bestätigt: Alles, was uns wickelten Intuition und Sensibilität auf die
umgibt, schwingt - alles ist Ener- Welt. Es kann Energien wahrnehmen, die
gie. Allerdings ist mit diesem uns Erwachsenen in der Regel verborgen
Begriff weniger der elektrische bleiben. Daher begegnen Kleinkinder
Strom aus der Steckdose gemeint manchen Menschen spontan sehr zutrau-
Chi ist als vielmehr die universelle lich, während sie bei anderen ängstlich rea-
universelle Lebensenergie (Chi/Qi, sprich gieren. Kinder nehmen die Ausstrahlung,
Lebens- »Tschi«), die Haus, Mensch, Berg, die Energie eines Menschen intuitiv wahr,
energie, Natur, aber auch Kinderzimmer und sie zeigen durch ihr Verhalten, ob des-
die Grund- oder Lernplatz »belebt«. sen Energiefeld (die Aura) überwiegend
substanz Sowohl die uns umgebende Welt positiv oder negativ strahlt. Ebenso sensi-
des Kosmos. der Materie als auch die nicht bel reagieren sie auf Umgebungsenergien.
greifbare Welt des Unsichtbaren Diese Sensibilität ist den meisten Erwach-
ist letztlich nur eine jeweils ver- senen fast gänzlich verloren gegangen. Spä-
schiedene Erscheinungsform der testens im Teenageralter werden wir zu-
gleichen Energie. Diese fein- nehmend außenorientiert und von Gesell-
stoffliche Substanz, aus der der schaft und persönlichem Umfeld geprägt.
gesamte Kosmos besteht, fließt Dadurch entfernen wir uns immer mehr
auch in uns. Auch unsere seelische von unserer intuitiven Wahrnehmung.
und geistige Entwicklung wird Feng Shui ist eine Möglichkeit, die eigene
von diesem universellen Energie- Intuition wieder mehr spüren zu lernen.
strom gelenkt.

In Wohnräumen sollte die unsichtbare Chi-Lebensenergie frei fließen


können, wie ein Bächlein, das sich in natürlichen Schwüngen durch die
Landschaft windet. Ob die Energie ungehindert schwingen kann,
hängt von der Lage und Nutzung der Räume und von der Anordnung
der Möbel und Einrichtungsgegenstände ab. Mit Hilfe von Feng-Shui-
In einer energiereichen Wohnung herrscht
eine heitere und gelöste Stimmung, die
Menschen fühlen sich einfach wohl, sind
gesund und glücklich. Dafür müssen die
Räume nicht teuer oder gar aufwendig ein-
gerichtet werden. Meist reicht es, sich von
Unwichtigem zu trennen (Seite 64) und die
vorhandenen Gegenstände und Möbel bes-
ser zu plazieren und zu nutzen. Räume und
Möbel sollten so angeordnet sein, daß sie
Ihren Bedürfnissen entsprechen und daß
zugleich jeder Bereich gleichmäßig mit Chi
versorgt wird. Ergänzende Feng-Shui-Maß-
nahmen sorgen überall dort für Belebung
und Harmonie, wo zusätzliche Akzente
benötigt werden. Mehr darüber ab Seite 63.
Die Umgebung prägt uns mehr, als uns manchmal recht ist. Dennoch
haben schlechte äußere Einflüsse niemals »schuld« an einer Misere.
Vielmehr entscheidet unsere eigene »Resonanz«, wie sehr wir die Ener-
gien der Umgebung annehmen - oder eben nicht. Denn jeder kann
durch seine Lebenshaltung stark zu seinem Wohlbefinden beitragen,
selbst wenn sich scheinbar die ganze Welt gegen ihn verschworen hat.

Die Erfahrung hat gezeigt, daß ein fröhlicher und optimistischer


Mensch auch mit schwersten Herausforderungen leichter fertig wird
als jene Zeitgenossen, die auch hinter kleineren Problemen immer
gleich das Schlimmste vermuten.
Jeder Spitzensportler oder Top-Unternehmer kann Ihnen bestätigen,
wie wichtig die richtige Einstellung ist. Denn jeder Gedanke erzeugt
eine bestimmte Schwingung, die die Aura prägt (Seite 11) und in die
Umwelt ausstrahlt. Und dort schwingt sie sich auf Energien derselben
Ebene ein: »Gleiches zieht Gleiches an«, sagt der Volksmund. Daher
ziehen Menschen, die in allem eine positive Herausforderung und eine
Möglichkeit zum Weiterlernen sehen, auch harmonischere Menschen
und ein besseres Schicksal an als negativ gepolte, neidische oder angst-
erfüllte Menschen. Diese finden sich wiederum mit ihresgleichen zu-
sammen - und leiten daraus die Erfahrung ab, daß die Welt »schlecht,
hart und ungerecht« sei. Sie erkennen nicht, daß sie selbst die Ursache
für ihr beschwerliches Schicksal sind, da sie die negativen Energien
nähren, statt sich auf das Positive zu konzentrieren.

Der erste Schritt zu erfolgreichem Feng Shui ist daher die Kultivierung
und Harmonisierung der Gedanken, Gefühle und inneren Dialoge.
Je öfter es Ihnen gelingt, in Ihrem inneren »Heimkino« aufbauende
Gedanken zu produzieren, desto häufiger werden positive »Zufälle« Ihr
Leben bereichern. Schon nach
kurzer Zeit wird sich Ihr Leben,
Ihr Freundeskreis, vielleicht Ihre
Gesundheit, sicher Ihre Beziehung
zu den Kindern und zum Partner
entscheidend verbessern.

»Was Sie aussenden, das ziehen Sie


an« oder »Wie Sie in den Wald
hineinrufen, so schallt es zurück«:
Was immer Sie verursachen, in
Ihren Taten, Gedanken und
Gefühlen, ist eine kraftvolle Ener-
gie, die Sie nach außen abstrahlen. Ob Sie wollen oder nicht - Sie prä-
gen damit Ihre Umgebung.
»Alles ist miteinander verbunden«, erkannten bereits die alten Natur-
völker. Mittlerweile werden durch aktuelle Forschungsresultate, etwa
der Quantenphysik, diese Erkenntnisse bestätigt. Nichts existiert iso-
liert in diesem Universum, daher geschieht nichts in Ihrer Umgebung
rein »zufällig«. Statt dessen fällt Ihnen zu, was fällig ist (die wahre
Bedeutung des Wortes Zufall). Ereignisse haben also immer mit Ihrem
aktuellen inneren Zustand zu tun. Wenn Sie etwa Probleme mit Ihrem
Nachbarn oder Arbeitskollegen haben, spiegelt Ihnen das deutlicher,
als es oft in der Partnerbeziehung erkennbar ist, daß und in welchem
Bereich Sie Ihre Beziehungsfähigkeit noch nicht voll entwickelt haben.

Ihre Wohnung ist genauso ein Spiegel Ihrer Persönlichkeit wie Ihr
Schicksal, Ihre Beziehungen, Ihre Gesundheit, Ihre Hobbys, der bevor-
zugte Einrichtungsstil - alles, was unmittelbar mit Ihnen zusammen-
hängt. Es ist also auch kein Zufall, wo und wie Sie wohnen.
Es gibt im Feng Shui eine Methode, das »Bagua«, mit dem die Woh-
nung in Zonen eingeteilt wird, die bestimmte Lebensbereiche symboli-
sieren. Wenn sich nun in jenem Bereich Ihrer Wohnung, der die Kinder
symbolisiert (Seite 57), ein wirres Durcheinander aus Bügelwäsche,
Büchern und unerledigter Arbeit findet, dann fühlen sich möglicher-
weise Ihre Kinder unbewußt durch bestimmte Umstände unter Druck
gesetzt. Oder vielleicht ist die Eltern-Kind-Beziehung eher schwierig.

Feng Shui zeigt Ihnen die Zusammenhänge zwischen Außenwelt und


Ihrer Persönlichkeit und hilft zu erkennen, welche Lebensthemen
anstehen, wo etwas gelöst werden sollte. Probleme mit den Kindern
zeigen immer auch ein noch zu lösendes »Thema« bei den Eltern an -
denn solange Kinder von den Eltern abhängig sind, »hängen« sie
gewissermaßen energetisch an ihnen, wie an einer unsichtbaren Nabel-
schnur. Wenn Sie bereit sind, sich weiterzuentwickeln, und dies parallel
durch die richtigen Feng-Shui-Maßnahmen unterstützen, dann wird
nicht nur vieles plötzlich einfacher gehen, Sie werden auch feststellen,
daß sich Ihre Kinder wie durch ein Wunder ganz anders entwickeln.

Ihre Kinder sind also auch der äußere Spiegel Ihres eigenen inneren
Wesens. Alle ungelösten Probleme, selbst wenn Sie sich nur ein biß-
chen »unrund« fühlen, werden von den Kindern unbewußt erkannt
und gespiegelt. So kann aufmüpfiges Verhalten der Hinweis dafür sein,
daß sich das Kind in seiner Umge-
bung unbewußt eingeengt fühlt;
Bettnässen etwa oder auch Lern-
schwierigkeiten zeigen »zerstreu-
tes Chi« an, sind daher oft ein Der erste Schritt, um das Umfeld Ihres Kin-
Signal dafür, daß Ihr Kind mehr des zu verbessern, besteht also darin, eigene
Zuwendung, Wärme und Auf- »blinde Flecke« zu erkennen. Erst danach
merksamkeit benötigt. kommt die Umgestaltung und Harmonisie-
Umfeld und Akteure passen rung der Wohnung und des Kinderzimmers,
zusammen - wie in einem perfekt auch wenn solche Maßnahmen natürlich
inszenierten Schauspiel. Insofern eine große Bedeutung für das Wohlergehen
»passen« auch Vater, Mutter und des Kindes haben.
die Kinder immer zusammen,
selbst wenn es auf den ersten Blick
gar nicht danach aussehen mag. Bei ganzheitlicher Betrachtung bieten
nämlich oftmals die schwierigen oder leidvollen Erfahrungen die
intensivsten Lern- und Entwicklungschancen. Auch wenn hinter allem
ein verborgener Sinn zu stecken
scheint, den man manchmal erst
»Selbst- viel später erkennen kann, so
erkenntnis kann die Eltern-Kind-Beziehung
ist der erste ebenso wie die eigene Lebensent-
Schritt zur wicklung auch anders als über
Besserung.« Schmerz, Sorgen oder Leid weiter-
gebracht werden. Einfacher und
befriedigender ist nämlich der
Weg der Selbsterkenntnis.

Die Betrachtung einer Situation


aus der Sicht des Inneren Feng
Shui bringt zunächst mehr Klar-
heit, bedeutet aber nicht, daß jemand »schuld hat«. Schließlich kön- Jedes Pro-
nen wir im Kind nur bewirken und auslösen, was in seiner persönli- blem birgt
chen Anlage bereits vorhanden ist. Immer greifen verschiedene Ele- eine Lern-
mente ineinander - daher benötigen sich beide, Eltern und Kinder, für aufgabe und
ihre gegenseitige Entwicklung, beide sind sowohl »Lehrer« als auch Entwick-
»Lernende«. lungschance
Die Sprache Inneres Feng Shui hilft Ihnen, die Sprache des »Zufalls« rechtzeitig und für Eltern
des Zufalls genauer zu verstehen. Bald werden Sie besser in der Lage sein, Un- und Kind.
und des gleichgewichte zu erkennen und durch aktives Tun selbst Maßnahmen
Umfeldes zu ergreifen, um das eigene Leben und das der Familie und der Kinder
verstehen zu bereichern und in die richtige Richtung zu lenken. Damit folgen
Sie einfach den Gesetzen der Natur, denn nichts ist jemals ganz perfekt,
alles strebt ständig nach Wandlung. Dementsprechend wichtig ist die
innere Bereitschaft, ehrlich zu seinen eigenen Stärken und Schwächen
zu stehen und den Spiegel der Umwelt, der sich über die Kinder (und
auch über die Partnerschaft, Buchtip Seite 93) sehr direkt zeigt, anzu-
schauen, um daraus zu lernen. Dann werden Sie Ihre Kinder plötzlich
nicht mehr als die »Kleinen« betrachten, sondern in ihnen einen Ihrer
wichtigsten Lebenslehrer erkennen.
Aus dieser Perspektive werden Sie wahrscheinlich auch die folgenden
Inhalte ganz anders verstehen und sie noch besser für sich und Ihre
Familie nutzen können.
Um ein Leben in Harmonie zu erreichen, müssen die vielfältigen
Aspekte des täglichen Lebens »unter einen Hut gebracht werden«.
In Asien entwickelte sich aus der Naturbeobachtung und einem tie-
fen Verständnis der verschiedenen Energien schon früh die Lehre
von den beiden gegenteiligen, sich aber ergänzenden Kräften »Yin«
und »Yang«.
Keine dieser beiden Kräfte ist bes-
ser oder schlechter als die andere -
beide benötigen sich gegenseitig
zur Ganzheit. Allein kann keine
der beiden Energien existieren.
Dabei hat mal das Yang, mal das
Yin die Vorherrschaft: Zum Beispiel ist die Jahreszeit Sommer mehr
Yang; der Winter (Yin) ist genauso wichtig im Jahreskreis, nur zu
einem anderen Zeitpunkt. Wer viel arbeitet (Yang), benötigt viel Zeit
für Ruhe und Regeneration (Yin). Der dynamischen Kraft der Kinder
(wachsendes Yang) steht die Erfahrung und liebevolle Fürsorge der
Großeltern (wachsendes Yin) gegenüber.
Wenn ein Aspekt überhand nimmt, droht Gefahr. Wie bei einem zu
stark aufgepumpten Ballon reguliert die Natur jedes extreme Ungleich-
gewicht, indem schlagartig der Gegenpol in Kraft tritt: Der Ballon
platzt! Was der Herzinfarkt für den Workaholic, die Verletzung für den
Extremsportler, sind beispielsweise Gewaltausbrüche bei einem Kind,
dem es an Halt, Aufmerksamkeit und Geborgenheit fehlt: Jedes Pro-
blem, auch innerhalb der Familie, zeigt also immer unter anderem ein
Ungleichgewicht im Yin-Yang-Gefüge an.

Typisch Yang: Ist Ihre Wohnung extrem hell, offen, spartanisch einge-
richtet, mit vielen geraden Linien, und leben hier überwiegend aktive
Menschen? Dann bewohnen Sie eine Yang-Wohnung, was zwar grund-
sätzlich wünschenswert ist, aber
eben nur bis zu einem bestimm-
ten Ausmaß. Wirken die Räume
nämlich steril, sind die Wände mit
riesigen Fensterflächen bis zum
Bei Yang- Boden geöffnet, führt eine Treppe
Überschuß mitten in den Wohnraum und
fehlt Gebor- wirkt das Gebäude insgesamt wie
genheit ein Durchzugshaus, dann herrscht
ein Yang-Überschuß vor, es fehlt
an Geborgenheit und Intimität.
> Kinder brauchen ganz beson-
ders viel Wärme und Zuwendung,
um sich in einer so dynamischen
Umgebung nicht gänzlich zu ver-
lieren. Schaffen Sie den Ausgleich
durch weichere Materialien (Gar-
dinen, Teppiche), wählen Sie auch
mal gedämpftere Farben, sorgen
Sie für persönliche Accessoires
und ausreichend Zimmerpflanzen
(ideal: Pflanzen der Elemente Was-
ser und Metall, etwa Azalee, Glo-
xinie, Grünlilie; Buchtip Seite 93).

Typisch Yin: Ist Ihre Wohnung sehr dunkel, nur selten strahlt Sonnen- Im Wohn-
licht in die Räume, und insgesamt wirken die Räume eher überladen? zimmer darf
Yin-Über- Dann haben Sie es überwiegend mit Yin-Energie zu tun. Auf Dauer ruhig Yang
schuß wirkt wird sich hier das Leben Ihrer Familie wahrscheinlich schwieriger und etwas über-
hemmend zäher gestalten als unter anderen Bedingungen. Auch die natürliche wiegen, da
Entwicklung und Entfaltung der Kinder könnte in einem solchen es ein Raum
Ambiente gehemmt sein. der Kommu-
> Sorgen Sie daher für belebenden Ausgleich: Öffnen Sie Gardinen, nikation
und lassen Sie mehr Licht in die Räume. Installieren Sie zusätzliche und gemein-
Beleuchtungskörper, und sorgen Sie auch durch helle und aktivierende samen Akti-
Farben für frisches Chi (Seite 64). Fröhliche Musik, die Stimmung von vität ist.
Tanzen und Lachen sollte in Ihrer Wohnung Einzug halten. Günstig
wäre es, wenn auch die Einrichtungsgegenstände und Accessoires diese
heitere Qualität ausstrahlten.
Die Fünf Elemente

Yin und Yang ausgewogen: Das Wohnzimmer wirkt weit, hell und ein-
ladend, das elterliche Schlafzimmer liegt in einem ruhigeren Abschnitt
der Wohnung, Küche und Eßplatz werden gerne und häufig benutzt?
Die Woh- Im Kinderzimmer steht der Schreibtisch so, daß das Kind mit dem
nung im Rücken zur schützenden Wand lernt (Seite 53), das Bett befindet sich
Gleich- in einem ruhigeren Raumabschnitt (Seite 48), und außerdem ist da
gewicht noch genügend Platz zum Spielen und Herumtoben? Ihr Kind hält sich
gerne im Kinderzimmer auf? In der Wohnung gibt es einige kräftige
Zimmerpflanzen, genügend Sonne erhellt die Räume? Dann scheint
wohl Ihr Yin-Yang-Gefüge in Ordnung zu sein.
Hier können sich Vater und Mutter gleichwertig entfalten, und hier
erleben auch die Kinder auf natürliche Art Balance und Stabilität. Ein Spiegel
Denn die ausgewogene Yin-Yang-Energie der Wohnung ist kein Zufall, der Eltern
sie spiegelt den inneren Zustand beider Elternteile und den Entwick-
lungsstand der Beziehung wider. Je ausgewogener die Energien, desto
klarere Orientierung bietet sich dem Kind - es erlebt Kontinuität und
entwickelt das unbewußte Vertrauen, daß es sich auf die Eltern (und
zwar auf beide!) verlassen kann und daß es nicht allein ist.

Yin und Yang lassen sich noch genauer aufteilen und beschreiben im
weiterführenden Ordnungssystem der »Fünf-Elemente-Lehre«. Darin
Verschiedene werden alle Phänomene des Lebens fünf verschiedenen Energiequalitä-
Energie- ten zugeordnet, symbolisiert durch die »Elemente« Holz, Feuer, Erde,
qualitäten Metall und Wasser. Im Feng Shui dient das Fünf-Elemente-System
hauptsächlich dazu, Umgebung, Formen, Materialien und Farben so
aufeinander abzustimmen, daß sie harmonisch zusammenspielen und
zugleich die Persönlichkeit der Bewohner optimal fördern. Denn auch
diese läßt sich über die Fünf Elemente beschreiben und harmonisieren
(Seite 22).

Kein Element existiert isoliert für sich - alle fünf Elemente befinden Ein Wechsel-
sich im ständigen Wechselspiel miteinander. Sie beeinflussen sich ge- spiel
genseitig, daher werden sie auch häufig als »Wandlungen« (oder als
»Wandlungsphasen«) bezeichnet. Wann immer Sie eine Landschaft, ein
Frühling, Morgen, Osten, Grün, hoch, aufstrebend, Alle Eigen-
Wachstum, Elastizität, Verwurzelung, Stärke, Flexibilität schaften, ob
Sommer, Mittag, Süden, Rot, spitz, scharfkantig, von Dingen
Hitze, Trockenheit, Bewegung, Ausdrucksstärke oder Men-
Spätsommer, Nachmittag, Mitte, Gelb und Braun, flach, schen, kön-
Fruchtbarkeit, Wachstumspotential, Aufrichtigkeit nen einem
Herbst, Abend, Westen, Weiß, rund, kuppeiförmig, hart, Element
schneidend, leitend, Redegewandtheit zugeordnet
werden.
Winter, Nacht, Norden, Blau und Schwarz, wellig, unregelmäßig, kühl,
naß, absteigend, fließend, nachgiebig, Kontaktfähigkeit

Grundstück, ein Haus oder einen Raum betrachten, nehmen Sie unbe-
wußt die in Form, Farbe und Materialien repräsentierten Elemente
wahr und spüren, ob deren Mischung ausgewogen ist oder ob ein Ele-
ment dominiert. Bei einem größeren Ungleichgewicht werden Sie
sich an diesem Platz unwohl fühlen, meist wissen Sie gar nicht, warum.
Um nun festzustellen, wie sich die einzelnen Elemente gegenseitig
beeinflussen, betrachten Sie die zwei wichtigsten Energiezyklen:

Der »Zyklus der Schöpfung« beschreibt, wie die einzelnen Wandlungs-


phasen harmonisch ineinander übergehen, sich ineinander (ver-)wan-
Ein Element deln. Ebenso wie der Geburt das Wachstum und dem Frühjahr der
stärkt das Sommer folgt, folgt nach dem Osten der Süden, dem Holz das Feuer
andere und so fort. Wenn die Elemente im Lebensumfeld auf »nährende«
Weise zusammenspielen, kann das Chi harmonisch fließen - die Men-
schen fühlen sich wohl, die Wohnräume wirken stimmig.
Ein ungleichmäßiger Kreislauf würde zu Krankheiten oder Problemen
führen. Ein Beispiel: Im Frühjahr (Holzzeit) wird gesät und gepflanzt,
im Sommer (Feuerzeit) wächst und reift die Pflanze und die Frucht;
wenn aber im Spätsommer (Erdezeit) das Wetter Kapriolen schlägt, ist
der natürliche Kreislauf gestört, und die Ernte leidet. Jede Unterbre-
chung oder Einseitigkeit im Zusammenspiel der Elemente führt zu
Ungleichgewicht. Auch in der Wohnung und im Alltag sollten deshalb
die Elemente in einem ausgewogenen Verhältnis vorhanden sein.
Zyklus der Zyklus der
Schöpfung Kontrolle
(äußere (Pfeile
Pfeile): innen):
Holz nährt Holz (Wur-
das Feuer, zelwerk)
Feuer wird durchdringt
zu Asche Erde, Erde
und düngt begrenzt
die Erde, Wasser,
in der Erde Wasser
entsteht löscht Feuer,
Metall, auf Feuer
Metall kon- schmilzt
densiert Metall,
Wasser, und Metall
Wasser schneidet
sorgt für das Holz.
Wachstum
von Holz.

Wie sich die Elemente gegenseitig kontrollieren, entnehmen Sie dem


»Kontrollzyklus,« dargestellt durch die fünf Pfeile im Zentrum der
Ein Element Abbildung. Der Kontrollzyklus ist ebenso wichtig wie der schöpferi-
mildert ein sche, denn über ihn kontrollieren (und regulieren) sich die Elemente
anderes, gegenseitig - sie »passen auf«, daß keines überhandnimmt.
falls es zu In einem extrem sonnigen, offenen und sehr aktiv genutzten Wohn-
stark wird. zimmer (Feuerelement) wünschen sich die Bewohner häufig ein Aqua-
rium oder einen Zimmerbrunnen: Wasser löscht einen Teil des Feuers,
und somit wird Ausgleich gegen den Feuerüberschuß geschaffen.
Allerdings könnte zu starke Kontrolle auch zu »Zerstörung« führen.
Harmonie entsteht dann, wenn ein Element das übernächste des
Schöpferischen Zyklus ausreichend kontrolliert, und wenn es selbst
wiederum vom vorletzten Element angemessen kontrolliert wird.
Feng Shui für Kinder ist mehr als nur »Möbelrücken«. Es geht darum,
das Kind in seiner ganz speziellen Eigenart zu fördern. Um die Persön-
Das Kind lichkeit Ihres Kindes besser zu begreifen, stehen Ihnen zwei Methoden
besser ver- zur Verfügung, die beide mit den Fünf Elementen zu tun haben und
stehen und sich perfekt ergänzen. Wenn Sie wissen, welcher Grundcharakter in
gezielt Ihrem Kind angelegt ist, werden sowohl das tägliche Zusammenleben
unterstützen als auch die Gestaltung des Kinderzimmers mehr Freude bereiten und
einfacher sein. Denn nun können Sie genau die Hilfsmittel, Farben
und Accessoires wählen, die Ihr Kind braucht - und gleichzeitig wissen
Sie bestimmte Verhaltensweisen Ihrer Jüngsten richtig zuzuordnen.
Sie können die inneren Anlagen Ihres Kindes viel besser bestätigen und
unterstützen. Dadurch wird sich Ihr Kind geliebt und verstanden füh-
len und harmonischer und gesünder aufwachsen.

Zwei Wege bietet das Feng Shui an, um die individuellen Anlagen Ihres
Kindes zu erkennen:
> Die »Neun Sterne«, die sich aus dem Geburtsdatum errechnen und
den Grundcharakter anzeigen. Jeder Mensch ist unter einem dieser
Sterne geboren, denen wiederum jeweils eines der fünf Elemente zuge-
ordnet ist. Dieses prägt somit den Charakter in besonderer Weise.
> Die »Fünf Elemente«, die in jedem Menschen angelegt sind, aller-
dings unterschiedlich stark. Im Idealfall sollten wir in jeder Situation
aus der angemessenen Elementequalität heraus reagieren. Sie können
diese Fähigkeit im Kind fördern und die Elementekräfte ausbalan-
cieren. Dazu analysieren Sie das Verhalten Ihres Kindes nach typischen
Merkmalen der Fünf Elemente. So erfassen Sie vor allem seine
momentane Lebenssituation.
Beginnen Sie also mit den Fünf Elementen, um zu erkennen, wo Ihr
Kind gerade besondere Hilfe braucht. Weitere Anregungen finden Sie
ab Seite 63 - dort erfahren Sie, wie Sie ein Ungleichgewicht ausglei-
chen und die positiven Eigenschaften Ihres Kindes fördern können.
Jedes Element kann in »reifer« oder »unreifer Form« erlebt werden. Es
ist unsere Lebensaufgabe, alle Fünf Elemente zur reifen Form zu ent-
wickeln. Eltern kommt die Aufgabe zu, dies zu unterstützen, dabei aber
nicht das Kind verändern zu wollen.
Beobachten > Um die Elemente-Gewichtung Ihres Kindes zu erkennen, verfolgen
Sie Ihr Kind! Sie sein Verhalten aufmerksam. Nichts zeigt aussagekräftiger und un-
mittelbarer die Grundtendenz und den momentanen Zustand Ihres
Kindes. Im Folgenden die wichtigsten Eigenschaften und Zuordnun-
gen der Fünf Elemente in ihrem »gesunden« Zustand und in ihrer »ge-
hemmten«, unreifen Version. Ob ein unausgewogenes Element zu
stark oder zu schwach ausgeprägt ist, spiegelt oft die Gestaltung des
Kinderzimmers wider (das Element herrscht vor oder fehlt ganz).

• Wenn der Holzaspekt in Ihrem


Kind ausgewogen ist, dann erken-
nen Sie dies daran, daß Ihr Kind
mit großem Forscher- oder Taten-
drang gerne neue Dinge angeht,
spontan, kreativ und abenteuerlu-
stig ist, vor Ideen sprüht, häufig zu
Streichen aufgelegt ist, sich gerne
bewegt und dabei eine natürliche
Fähigkeit zur Übersicht bewahrt.
Solche Kinder folgen einer klaren inneren Vorstellung. Daher führen Holz symbo-
sie auch gerne und selbstsicher ihre Kindergruppe an; wenn aber ein lisiert Wachs-
anderer eine bessere Idee hat, sind sie auch sofort bereit, begeistert tum und die
mitzumachen. Bei Konfrontationen verteidigen sie mutig ihr Revier. kreative
Kinder mit harmonischer Holzenergie leben sehr körperbetont. Energie des
Manchmal überrollen sie ihre Umgebung wie ein Wirbelsturm mit leb- Frühlings.
haften, freudigen, aber gut koordinierten Bewegungen.

• Ist der Holzaspekt Ihres Kindes im Ungleichgewicht, verhält es sich


möglicherweise etwas stur und »hölzern«. In diesem Zustand verträgt
es Widerrede nur sehr schwer, eine andere Meinung wird gleich als
Angriff gewertet. Aggressives Verhalten und Rückzug sind die wahr-
scheinliche Folge von Holzenergie im unreifen Zustand, oft auch der Die Qualitä-
Wunsch, die anderen Kinder zu beherrschen. Ebenso könnte über- ten der reifen
mäßige Empfindlichkeit ein Hinweis auf ein unausgewogenes Holzele- Energie schla-
ment sein: Egal was vorfällt, das Kind fühlt sich gleich schuldig, unab- gen im unaus-
hängig davon, ob es etwas mit der Sache zu tun hat oder nicht. Schul- gewogenen
ter oder Nacken wirken verspannt, durch Nägelkauen wird die Aggres- Zustand ins
sion gegen sich selbst gerichtet. Insgesamt fehlt es dem Kind Gegenteil um.
offensichtlich an Lebendigkeit, passiv und desinteressiert läßt es die
Dinge um sich herum geschehen. Wenn es sich bewegt, dann wirkt es
steif und unbeholfen — und auch im Leben verfügt es nur über eine
beschränkte Flexibilität. Auf ein »Nein« reagiert es mit beleidigtem
Schmollen oder mit dramatischen Gefühlsausbrüchen.

• Kinder mit ausgewogener Feuerenergie sind wegen ihrer raschen


Auffassungsgabe und ihrer begeisternden, mitreißenden Art äußerst
beliebte Spielpartner. Sie motivieren andere zu Bestleistungen, und lie-
bevoll kümmern sie sich auch um Schwächere. Sie wirken unkompli-
ziert und fröhlich. Gleichzeitig strahlen sie ein hohes Maß an Sicher-
heit aus, das ihnen eine natürliche Autorität verleiht. Dadurch fühlen
sie sich überall anerkannt und geliebt. Ihre lebhafte Art zeigt sich an
einem wachen Gesichtsausdruck und einer »gesunden« Wangenfarbe.

• Heftiges Schwitzen, sich in den Vordergrund drängen und ungeho-


beltes Verhalten sind auffällige Zeichen dafür, daß die Feuerenergie
im Kind noch ungebändigt lodert. Sprunghaft und unruhig wirken
solche Kinder dann, begegnen
Fremden zunächst mißtrauisch,
häufig zeigen sich auch Sprach-
oder Hörauffälligkeiten. Beim
Spielen sind sie ungeduldig, bes-
serwisserisch oder aufdringlich,
daher werden sie von Gruppen
immer wieder ausgeschlossen.
Kinder mit unausgewogener
Feuer-Energie neigen zu starken
Stimmungsschwankungen und
extremen Reaktionen.
Erd-Energie
• Kinder mit ausgewogener Erd-
energie sind sehr selbstsicher und
sorgen gut für sich und andere.
Sie drängen sich nicht vor, erhal-
ten aber immer, was sie brauchen.
Wenn Freundschaften auch zu-
nächst eine gewisse Anlaufzeit
benötigen, so sind diese Kinder
dennoch sehr beliebt und halten
treu zum anderen. Sie fördern die
Entstehung eines echten Gruppengefühls. Sie wirken sehr stabil und
sind mit der Welt zufrieden. Daher überstehen sie auch unruhige Zei-
ten leichter als andere Kinder. Sie kuscheln gerne und suchen den Kör-
perkontakt, sind aber niemals fordernd. Beim Lernen und Spielen sind
sie sehr konzentriert bei der Sache. Sie sind Sammler von Eindrücken
und Erfahrungen und können Zusammenhänge gut erkennen.

• Kinder mit einem Ungleichgewicht in ihrem Erdelement ziehen sich


gerne in eine Scheinwelt zurück, zum Beispiel durch Lesen. Sie können
aber Informationen nicht so gut verarbeiten, was sie manchmal ver-
wirrt, und dadurch fehlt es ihnen an natürlicher innerer Ruhe. Alles
Neue und Fremde wirkt deshalb beunruhigend. Ihre Unsicherheit
macht sie off aggressiv, übellaunig und unausgeglichen. Dadurch be-
kommen sie immerhin Aufmerksamkeit, denn sie brauchen andere für
Bestätigung und Zuneigung - manchmal versuchen sie es auch mit
übertriebener Fürsorglichkeit oder einschmeichelndem Verhalten. Sie
verfallen schnell in Selbstmitleid, fühlen sich oft übergangen und
haben nicht genügend Selbstwertgefühl. Sie können unbeholfen wir-
ken, neigen zu blauen Flecken und sind auch anfällig für Übergewicht.
Sie neigen zum Naschen, oft auch zu Auffälligkeiten im Eßverhalten.

• Ein Kind mit ausgeglichener Metallenergie liebt Struktur, Ordnung


und Klarheit. Es widmet sich diszipliniert und eifrig den ihm zugeteil-
ten Aufgaben. Von allen »Elementen« durchschaut und analysiert es
intuitiv die Dinge am schnellsten und am tiefgründigsten. Es ist ein
kluges Kind. Es steht offen zu sei-
nen Stärken und Schwächen und
erwartet das auch von anderen. Es
spürt sehr genau, wer oder was
ihm guttut, und vermeidet, was
nicht so gut paßt. Dabei geht es
stets diplomatisch und gefühlvoll
vor. Gerechtigkeit, Pflichterfüllung
und Ehrlichkeit sind ihm sehr
wichtig. Das musikalische Rhyth-
musgefühl ist gut ausgeprägt.

• Kinder mit einer unausgewogenen Metallenergie ziehen sich oft


zurück, sie wirken blockiert, sind kontaktscheu, und nicht selten geben
sie sich seufzend ihrer niedergeschlagenen Stimmung hin. Ein Metall-
kind braucht extrem viel Ruhe, jede äußere Veränderung ist ihm ein
Greuel. Es braucht einen klaren Orientierungsrahmen, also viel Struk-
tur, um von sich selbst nicht mehr zu fordern als notwendig. Seine
Ideale und Ansprüche sind so hoch gesteckt, daß es sie nie erreichen
kann. Daher wird auch selten etwas zu Ende gebracht. Der Mangel an
innerer Sicherheit wird kompensiert, indem fremde Wertvorstellungen
übernommen werden, aber auch durch extremen Reinlichkeits- oder
Ordnungssinn. Freunde üben auf das unausgewogene Metallkind oft
einen beherrschenden Einfluß aus, dem es sich nicht entziehen kann.
Hilfreich gemeinte Annäherungsversuche anderer Kinder werden da-
gegen nicht angenommen. Gelerntes kann das Kind berechnend ein-
setzen, durchaus auch, um andere auszunutzen. Das häufig als verhal-
tensauffällig empfundene, unausgewogene Metallkind überschreitet
immer wieder die Grenzen anderer Menschen.

• Bei harmonischer Wasserenergie ist das Kind wie ein Fluß in seinem
Bett: angepaßt, geduldig, beharrlich, konsequent. Ruhig und ernsthaft
kann es sich selbst beschäftigen, zurückgezogen wartet es auf den rich-
tigen Augenblick zum Handeln. Dann aber wird mutig und beherzt
eingegriffen. Wasserkinder wissen nur allzu genau um ihre Stärken
und Schwächen. Auffallen zu müssen ist ihnen unangenehm. Prahlerei
haben sie nicht nötig, viel lieber verblüffen sie die Erwachsenen mit
überraschend eingestreuten Kostproben ihres Wissens. Schon früh er-
zählt man dem so verständnisvoll und aufgeschlossen wirkenden Was-
serkind mehr als anderen Kindern — Geheimnisse behält es für sich.
Wie das Wasser im Becken sammelt es selbst gerne Wissen an. Lesen
und komplizierte Dinge auszutüfteln, liebt es daher über alles. Es hat
viel Ausdauer. Wasserkinder können leicht entspannen, sie schlafen
gut und können sich bei Körperkontakt völlig fallenlassen. Sie sind mit
einem großen Urvertrauen beschenkt.

• Sollte Ihr Kind ein Ungleichge-


wicht seiner Wasserenergie haben,
erkennen Sie das an seinem man-
gelnden Selbstbewußtsein und
seinem Zweifel an den eigenen
Ideen und Idealen. Es fehlt ihm an
Beständigkeit, Mut und Vertrauen
in die eigenen Bedürfnisse und die
eigene Stärke. Bei Problemen wird
es sich daher nicht mit Rückgrat
für eine Sache einsetzen, sondern
versuchen, auf indirektem Wege
ans Ziel zu gelangen. Da es sich ständig an andere anpassen möchte, Wasser-
schwankt auch seine Meinung sehr schnell - man weiß nie so rich- energie ist
tig, wie man mit ihm dran ist. Solche Kinder wirken sehr introvertiert, fließend,
sind häufig verzagt und schwermütig. Sie sind schnell »angerührt«, ruhig, kon-
und vieles nervt sie. Tiefe Gefühle werden kaum gezeigt, auch die sequent.
Zuwendung an andere bleibt oberflächlich. Häufig halten sie an Ver-
gangenem fest, mit Veränderungen in ihrer Umgebung kommen sie
nur schwer zurecht.

Nicht in Kein Kind gleicht dem anderen, und außerdem zeigen sich in jedem
»Schub- Kind die unterschiedlichsten Symptome mehrerer Elemente. Dies ist
laden« normal und auch richtig so, schließlich sollte ja jeder Mensch in sei-
denken! nem Leben alle Fünf Elemente in einem ausgewogenen Ausmaß leben.
Als Erwachsene haben wir vieles durch Erziehung und Erfahrung
»gelernt« und uns angeeignet. Aber ein Kind erlebt die Dinge zunächst
Die folgenden Schlüsselfragen können Ihnen helfen, die Ausprägung der
Elementequalität noch besser zu erkennen. Je mehr Punkte Sie eindeutig Ordnung und Struktur
mit »Ja« beantworten können, desto reifer ist das Element in Ihrem Kind sind ein natürliches
veranlagt. Je häufiger Sie bei einem Element zu »Nein« tendieren, desto Bedürfnis Ihres Kindes?
mehr Unterstützung braucht Ihr Kind, um dieses besser zu integrieren.
Kann es Zusammenhänge
Manche Fragen werden Sie gar nicht so eindeutig beantworten können -
gut durchschauen?
dann steht dieses Thema vermutlich auch nicht im Vordergrund.
Es geht in diesem Test nicht darum, Ihr Kind »zuzuordnen«. In erster Schwächen und Anders-
Linie soll er Themen deutlich machen und Sie anregen, Ihr Kind bewußter artigkeit anderer Men-
wahrzunehmen. Anhand der Fragen ergibt sich nicht unbedingt gleich ein schen kann Ihr Kind gut
klares Bild, meist entsteht eher ein Gefühl für die Persönlichkeit und für akzeptieren?
die anstehenden Lern- und Entwicklungschancen. Ihr Kind hat ein gutes
musikalisches Taktge-
fühl? Und auch im Um-
gang mit anderen Men-
Interessiert sich Ihr Kind Kann sich Ihr Kind für ver- schen verhält es sich
für neue Spiele, und hat schiedenste Dinge ausge- taktvoll und achtet deren
es selbst auch eigene sprochen begeistern? persönliche Grenzen?
(Spiel-) Ideen? Kann Ihr Kind Herzens- Ihr Kind ist sehr ehrlich
Beteiligt sich Ihr Kind wärme und Zuneigung und pflichtbewußt?
aktiv an Gemeinschafts- geben und annehmen?
ereignissen und -spielen? Bringt sich Ihr Kind aktiv
Kann sich Ihr Kind auf in Ihre Beziehung ein?
Vorschläge anderer Kin- Kann Ihr Kind sich gut
der, auf neue Situationen entspannen und auch mal
und neue Spielkamera- Bleibt Ihr Kind auch in »still« sein?
den gut einstellen? schwierigen Situationen Scheint Ihr Kind manch-
Findet Ihr Kind ausrei- zentriert und geerdet? mal Momente tiefer inne-
chend Raum für Bewe- Kann Ihr Kind seinen rer Einsicht zu erleben,
gung und für kreatives Standpunkt/seine Posi- treffen Sie es in Selbstge-
Experimentieren? tion vertreten, ohne sich spräche versunken vor?
Drückt Ihr Kind Ärger und verdrängen zu lassen? Ihr Kind hat ein gutes
Frustration genügend Widmet sich Ihr Kind Gespür für den »richtigen
aus? dem, was es tut, mit Augenblick« und greift
voller Aufmerksamkeit? dann mutig ein?
Lebt es in einem Umfeld, Ihr Kind kann gut zu-
(Er)lebt Ihr Kind sehr viel das ihm genügend Schutz hören?
Freude und Spaß? und Geborgenheit bietet? Wie geht Ihr Kind mit
Kann Ihr Kind klar und Wird die Meinung des neuen Situationen um -
direkt mit anderen kom- Kindes ausreichend ge- probiert es gerne mal
munizieren? würdigt und anerkannt? etwas Neues aus?
hauptsächlich anlagebedingt, das heißt, Kinder agieren und reagieren
weniger über den »Filter« des Bewußtseins.
In Kindheit und Jugend werden wertvolle Lebenserfahrungen gesam-
melt, die für die weitere Entwicklung sehr wichtig sind. Starke Defizite
oder Ungleichgewichte führen zu Problemen für das Kind. Denn nun
wird das Leben einseitig von diesem Problem überlagert und geprägt.
Die Folge: Die natürliche Entwicklung und das ausgewogene Erleben
aller wichtigen Facetten des Lebens werden behindert, es entsteht Ein-
seitigkeit, Mangel oder sogar Isolierung.
Reagiert nun die Umwelt falsch - was sie meist tut -, wenn also Eltern,
Lehrer und nahestehende Bezugspersonen zu stark auf das einseitige
Verhalten reagieren, wird das Kind noch tiefer in sein Ungleichgewicht
hineingedrängt. Es kann nur sehr schwer - oder gar nicht - aus dieser
Rolle heraus, die Entwicklung nimmt einen anderen Weg, als sie neh-
men könnte, und wahrscheinlich werden die Jugendjahre dadurch
unnötig zur Qual.
Hier als Erwachsener den Überblick zu behalten und auf liebevolle
Weise dem Kind zum Ausgleich zu verhelfen kann seinem Leben eine
völlig neue Wendung geben. Durch die »elementerichtige« Gestaltung
des Kinderzimmers, durch bewußteren Umgang mit dem Kind und
gezielte Förderung im Spiel können Sie viel für diesen Ausgleich tun
(Tips und Anregungen finden Sie in den folgenden Kapiteln).
Jedes Kind »klinkt« sich zum Zeitpunkt seiner Geburt in kosmische
Energierhythmen ein, die für sein Schicksal ein Leben lang bestim-
Chinesische mend sein werden und die individuellen Anlagen prägen. Die »Neun
Variante der Sterne« geben Auskunft über den Grundcharakter, über Stärken und
Astrologie Schwächen, und sie zeigen beispielsweise auch, welche versteckten Ten-
denzen in einem Menschen schlummern.
Diese chinesische Variante der Astrologie kann helfen, Ihr Kind besser
zu verstehen, seine inneren Anlagen gezielt zu fördern und schwierige
Eigenschaften gefühlvoll zu lenken, statt blindlings herumzuexperi-
mentieren. Indem Sie die innere energetische Natur Ihres Kindes ken-
nen und ein Umfeld schaffen, das diesem Naturell entspricht, bereiten
Sie einen gesunden Boden, auf dem Ihr Kind gut gedeihen und sich
seinen Anlagen gemäß entwickeln kann.

Betrachtet werden neun verschiedene Energien (»Sterne«), denen


bestimmte Eigenschaften und Qualitäten zugeordnet werden. Um fest-
zustellen, welche Energien einen Menschen durch das Leben begleiten, Drei Energie-
wird aus dem Geburtsdatum eine dreiteilige »Neun-Sterne-Ki«-Zahl qualitäten
ermittelt. Bei Erwachsenen steht die erste (»äußere«) Zahl für das prägen ein
soziale Verhalten und das Handeln nach außen, die zweite (»innere«) Leben
Zahl beschreibt das innere Wesen und die charakterlichen Anlagen des
Menschen, und die dritte (»energetische«) Zahl gibt Auskunft über das
spontane Verhalten und über Lebensstrategien.
Da Kinder viele Anlagen erst entwickeln und zur Reife bringen müs-
sen, ist im Alter von 0 bis etwa 18 Jahren hauptsächlich die zweite Zahl
entscheidend. Diese wird auch als »Kinderzahl« bezeichnet. In der
Tabelle auf Seite 32/33 finden Sie die Kinderzahl jeweils in der Mitte
der dreiteiligen Neun-Sterne-Zahl.

Die Diese Zahl gibt Auskunft darüber, »woher jemand kommt«, also über
»Heimat- die tiefsten inneren Strukturen. Bis etwa 18 Jahre ist im heranwachsen-
energie« den Kind die Energie der Inneren Zahl am stärksten wirksam. In die-
sem Zeitraum ist es noch sehr von anderen abhängig und hat noch
Das Neun-
Sterne- Ki
hilft Ihnen,
Ihr Kind
besser zu
verstehen
und seine
Anlagen
gezielt zu
fördern.

nicht ausreichend Kontrolle über die eigenen Lebensumstände. Die


Art, wie wir auf andere reagieren und mit ihnen interagieren, ist also in
der Kindheit und Jugend vorwiegend von den Qualitäten geprägt, wel-
che die Innere (»Kinder«-) Zahl symbolisiert.
Weist etwa die äußere Zahl eine ganz andere Energie aus als die Kin- Von der
derzahl, wird sich das Verhalten und das gesamte Leben stark verän- Inneren
dern, wenn Jugendliche ins Erwachsenenleben hinüberwachsen. Dann zur Äuße-
kann beispielsweise aus einem ruhigen und verinnerlichten »1-Was- ren Zahl
ser«-Kind ein im Auftreten und Handeln dynamischer und extrover-
tierter »9-Feuer«-Erwachsener werden. Konnte sein inneres »Wasser«-
Wesen in der Kindheit genügend reifen, wird er als Erwachsener auf
diesem Fundament auch seine andere Seite ausgewogen leben können.

Aktuelles Auch wenn aus dem Verhalten des Kindes ein bestimmtes Problem-
überdeckt Element (Seite 28) hervorsticht, sollten Sie, bevor Sie irgendwelche
manchmal Maßnahmen ergreifen, zunächst die Kinderzahl des Neun-Sterne-Ki
das innere ermitteln. Diese spiegelt die von Geburt an veranlagte innere Tendenz
Wesen. des Kindes wider. Vielleicht durchläuft Ihr Kind momentan eine
schwierige Phase, weil es zum Beispiel in der Schule nicht so gut klappt
oder weil die Beziehung der Eltern in einer ernsthaften Krise steckt.
Für Mäd-
chen und
Jungen gibt
es jeweils
eine eigene
Tabelle. Folgen Sie
Denn nach der Spalte, in
dem Prinzip der Sie das
Geburtsjahr
von Yin und
finden, nach
Yang ver-
unten - und
laufen die
Sie finden die
Energie- dreiteilige
rhythmen Neun-Sterne-
für Mann Ki-Zahl.
und Frau
nicht iden-
tisch, son-
dern ge-
genläufig.
Der chinesi-
sche Kalen-
der beginnt
zumeist am
4. Februar.
Folgen Sie * Sternchen
der Spalte, in markieren
der Sie das die Jahre,
Geburtsjahr
die am 5.2.
finden, nach
beginnen.
unten - und
Der Zeit-
Sie finden die
dreiteilige
raum vom
Neun-Sterne- 1.1. bis
Ki-Zahl. 3./4.2. ge-
hört also
noch zum
Vorjahr.
Wer zum
Beispiel am
4.2.1968
geboren ist,
zählt noch
zum Jahr-
gang 1967.
Lassen Sie sich dann von dem rein äußerlichen Verhalten nicht über
die innere Natur hinwegtäuschen. Denn vorübergehend kann die
innere Anlage von einem anderen Element überlagert werden.
> Für Sie bedeutet dies nun, daß Sie trotz aller gerade anstehenden
Probleme nicht das innere Wesen Ihres Kindes aus den Augen verlie-
ren dürfen. Reagieren Sie angemessen auf die momentane Situation
(Maßnahmen siehe ab Seite 63), und steuern Sie, sobald sich alles
einigermaßen eingerenkt hat, wieder auf die ursprüngliche Energie der
Kinderzahl zu. Diese innere Energie ist das Fundament der Persönlich-
keit Ihres Kindes und sollte immer ausreichend genährt werden. So
In jedem wie ein Schiff einen Heimathafen hat, in den es immer wieder zurück-
Verhalten kehrt, so spiegelt die Kinderzahl die Heimatenergie des Kindes.
stecken
besondere
Qualitäten
und Bedürf-
nisse - wer-
den sie von
den Eltern Ein Kind mit der Kinderzahl Eins wirkt zurückgezogen, ruhig, manch-
gewürdigt, mal sogar schüchtern. Gedanken und Gefühle werden nicht an die
stärkt das große Glocke gehängt, sondern für sich behalten. Aber dennoch sind
das Kind. Einser-Kinder innerlich hochaktiv — Entscheidungen kommen da-
her für andere oft überraschend.
Unter Druck lassen sie sich
manchmal zu Handlungen ver-
führen, die sie später bereuen.
Von einem Einser geht eine ge-
wisse Magie aus, er ist charmant
und durchaus auch lebhaft in
seinem Auftreten. Das Einser-
Kind hat eine gute Intuition und
eine ausgeprägte soziale Ader.

Zweier-Kinder sind verläßlich,


hingebungsvoll bei allem, was sie
tun. Anderen helfen zu können
tut ihnen gut und gibt ihnen das
Gefühl, gebraucht zu werden. Dabei vergessen sie aber allzuleicht sich
selbst. Da sie nicht sehr selbstbewußt sind, kann heftige Kritik vieles in
ihnen zerstören, und sie werden noch unsicherer. Dann ziehen sie sich
ermattet zurück, auch depressive Gefühle könnten sich einstellen.
Zweier sind keine besonders innovativen oder trendbewußten Kinder.
Lieber umgeben sie sich mit altbekannten und vertrauten Dingen.

Immer aktiv und in Bewegung, das sind Dreier-Kinder. Denken und


Handeln sind innovativ und zukunftsorientiert. Sie sind äußerst ideen-
reich und erfinderisch, aber mit der Umsetzung tun sie sich manchmal
schwer - auch deshalb, weil sie gerne zu vieles gleichzeitig machen.
Ihre Abenteuerlust und impulsive Natur steckt andere an. Geht es
Dreier-Kindern gut, geht es auch der Umgebung gut, aber umgekehrt
hat ihre schlechte Stimmung auch starken Einfluß auf andere. Nieder-
lagen nehmen sie meist sehr persönlich, auch wenn es sie gar nicht
unmittelbar betrifft. Aber ihr Ärger löst sich meist schnell wieder auf.

Wechselhaft und gleichzeitig äußerst anpassungsfähig sind Vierer-Kin-


der. Ein bißchen chaotisch, sprunghaft und launisch mögen sie
erscheinen, aber das gleichen sie durch ihre hingebungsvolle und liebe-
volle Art wieder aus. Sie wollen geachtet und gelobt werden und holen
sich Selbstwertgefühl, indem sie anderen helfen. Für Umgebungsein-
flüsse sind sie äußerst sensibel. Ihre besondere Gabe ist Vertrauen und
Offenheit. Dadurch führen sie ein sehr reiches Leben, sie müssen aber
darauf achten, nicht ausgenutzt zu werden. Vierer können, wenn sie
etwas sehr fesselt, eine einmal begonnene Sache trotz ihrer sprunghaf-
ten Art sehr beharrlich bis zum Abschluß verfolgen.

Ein Fünfer-Kind hat einen inneren Drang, »im Mittelpunkt zu stehen«


und zu kontrollieren. Das kann auf andere dreist und fordernd wirken,
ist aber nicht so gemeint. Das Kind will nur, daß seine »natürliche«
Stellung anerkannt wird. Fünfer-Kinder sind stark und beharrlich, und
sie haben die Fähigkeit, sich selbst zu schützen. Ihr Leben neigt zu
Extremen, aller Durchschnitt ist ihnen fremd. Aus Fehlern lernen sie
schnell, auch Niederlagen stecken sie rasch weg. Ihre Meinung über
sich selbst ist sehr hoch, Kritik mögen sie aber nicht. Obwohl sie selbst
gerne im Mittelpunkt stehen, sind sie auch gerne für andere da. Schon
in jungen Jahren werden ihr Rat und ihre Meinung geachtet.

Element: Sechser-Kinder lieben es geradlinig und direkt, haben dabei eine aus-
Metall geprägte Intuition. Sie stehen mit beiden Beinen fest auf dem Boden,
sind charakterstark, agieren logisch und ethisch und lassen sich auf
keine halben Sachen ein. Wegen ihrer festen Vorstellungen reagieren
sie manchmal ein bißchen unflexibel. Ihre klare und unmittelbare Art
macht sie zur Führungsfigur. Von sich und anderen fordern sie viel,
und sie sind sehr stolz auf das, was sie tun. Kritik trifft sie ungewöhn-
lich stark. Pläne halten sie meist geheim, um Verletzungen und Ent-
täuschungen zu vermeiden; sie erscheinen daher oft in sich gekehrt.

Das fröhlichste und witzigste Naturell haben Siebener-Kinder. Sie sind Element:
der personifizierte Spaß, brauchen Dynamik, Abwechslung und den Metall
Austausch mit vielen anderen Menschen. Sie sind Freigeister, anpas-
sungsfähig und unkompliziert. Bei öffentlichen Aktionen oder Auf-
tritten wirken sie sehr überzeugend. Aber auch Zuhören und anderen
Mut-Machen ist eine große Stärke der Siebener-Kinder. Sie können
dem anderen zeigen, wie wichtig er ist. Sie sind sehr geduldig. In ihrer
Gegenwart erscheinen selbst unangenehme Situationen harmloser
und harmonischer. Siebener schöpfen intuitiv aus dem Wissen ihrer
Familie und der Vorfahren.

Element: Harte Schale - weicher Kern: Am stillsten von allen präsentiert sich
Erde das Achter-Kind. Es braucht viel Privatsphäre und ist auch in der Kom-
munikation sehr zurückhaltend. Um sich auszudrücken, braucht es
ein Ventil, beispielweise Musik, Spiel, künstlerische Betätigung oder
Arbeit. Nach außen wirken Achter-Kinder ruhig, gelassen und stabil.
Wenn sie sich eine Aufgabe in den Kopf setzen, dann konzentrieren sie
ihre gesamte Aufmerksamkeit dar
auf und erledigen sie meist selb-
ständig und allein. Manchmal
kann es aber auch aus ihnen her-
ausbrechen, dann sind sie impul-
siv und energiegeladen, streben
nach Freiheit und Abenteuer.

Element: Ein besonders strahlendes und


Feuer lebhaftes Kind ist der Neuner.
Sehr offen und herzlich begegnet
es anderen. Seine übersprudelnde
Persönlichkeit wirkt inspirierend
und sorgt für eine heitere Stim-
mung. Wenn aber Stolz, Egoismus
oder Selbstgefälligkeit dazukommen, schlägt die gute Energie schnell Akzeptieren
um und der beliebte Neuner fühlt sich isoliert. Neuner handeln oft Sie Ihr Kind
sehr spontan, manchmal ohne die Konsequenzen zu bedenken. Auch so, wie es
wenn sie etwas vorschlagen oder anregen, sind die Folgen nicht immer ist, und
durchdacht. Ein Neuner-Kind lebt ganz im Augenblick. Seine glän- unterstützen
zende Ausstrahlung beeinflußt andere, auch seine oft geniale Art, seine Sie es bei
Großzügigkeit und seine Fähigkeit zur Hingabe machen ein Neuner- der Selbst-
Kind zu einer Persönlichkeit, die man nicht übersieht. entfaltung.

Kein Element ist besser oder schlechter als ein anderes. Versuchen Sie
Einen nicht, Ihr Kind so umzuformen, wie es Ihrem persönlichen Idealbild
wesens- entspricht. Jedes Wesen ist einzigartig, und es hat seinen Sinn, daß Ihr
gemäßen Kind genau diese Anlagen mitbekommen hat. Nähren und unterstüt-
Lebens- zen Sie Ihr Kind bei der Entfaltung dieser Anlagen, und zeigen Sie ihm
rahmen dadurch, wie sehr Sie es als perfektes Wesen im Sinne der höheren
schaffen Ordnung schätzen. Lieben und akzeptieren Sie Ihr Kind, so wie es ist,
und schaffen Sie ihm einen wesensgemäßen Lebensrahmen - dann
wird sowohl Ihre Beziehung zu ihm als auch seine persönliche Ent-
wicklung viel Anlaß zur Freude geben.
Das Kinderzimmer ist ein
Allzweckraum: Er dient zum
Spielen, Träumen, Sichver-
stecken, zum Schlafen, Lernen
und Musikhören, hier werden
Freunde empfangen, Kissen-
schlachten ausgetragen...
und hierher kann das Kind sich
zurückziehen, wenn die Stim-
mung mal nicht so toll ist.
Ein gutes Kinderzimmer sollte
daher genügend Freiraum zum
Spielen bieten und zugleich
schön behaglich sein.
Eine Gestaltung, die zudem
ausgleichend auf die Fünf Ele-
mente wirkt, ist die beste Vor-
aussetzung für eine harmoni-
sche Entwicklung des Kindes.
Es ist einfach praktisch, das Kind Nicht jeder Raum eignet sich als
in den ersten Lebensmonaten bei Kinderzimmer.
sich im Elternschlafzimmer zu > In unseren Breiten sollte das Viel Licht
Erste sanfte haben. In dieser Zeit braucht der Kinderzimmer der hellste Raum ist wichtig
Abnabelung Säugling besonders viel Aufmerk- mit dem meisten Sonnenlicht
nach der samkeit und Zuwendung — sein. Da das Wachsen dem Yang
Säuglings- eigentlich kann der emotionale zugeordnet ist (Seite 17) und ein
zeit und auch der körperliche Kon- Kind sehr viel Yang-Energie für
takt gar nicht intensiv genug sein. seine Entwicklung braucht, tut
Allzulange sollten Sie Ihr Kind ihm ein heller, yangiger Raum
aber nicht in Ihrem Schlafzim- besonders gut. Ein nordseitiges
mer lassen. Zum einen steht nach Kinderzimmer oder eines, dem
der erschöpfenden ersten Zeit etwa durch ein Nachbargebäude
mit dem Kind nun auch den oder allzu dichte Gartenbepflan-
Eltern wieder ein bißchen Pri- zung die Sonne fehlt, wäre daher
vatsphäre und intime Zweisam- als Kinderzimmer eher ungeeig-
keit zu (Seite 92). Und auch dem net. Läßt sich das nicht ändern,
Kind tut ein erster, sanfter Abna- sollten Sie durch aktivere Farbge-
belungsschritt gut: staltung, gute Beleuchtung und
Ein eigener Raum schafft bereits aktivierende Hilfsmittel (Seite 64)
in jungen Jahren die (noch unbe- für genügend Yang-Energien sor-
Förderung wußte) Erfahrung, daß das Kind gen. (Siehe auch Bagua, Seite 55.)
des Selbst- als eigenständiges Wesen mit > Da Ihr Kind in seinem Zim- ... und viel
wertgefühls eigenen Bedürfnissen anerkannt mer nicht nur schlafen, sondern Raum für
wird. Das »eigene Revier«, selbst auch tagsüber viel Zeit verbrin- Bewegung
wenn Mutter oder Vater anfangs gen wird, sollte der Raum ausrei-
noch häufig im Raum sein wer- chend groß sein. Schaffen Sie
den, kann die Eigenidentität und Ihrem Kind genügend Bewe-
den Selbstwert des heranwach- gungsraum, geben Sie ihm also
senden Wesens stärken. das größere der Schlafzimmer.
Das ideale
Kinderzim-
mer ist hell,
läßt Raum
für Kreati-
vität und
bietet genü-
gend Mög-
lichkeit zum
Spielen,
Lernen und
Herumtoben.

> Der Raum soll dem Kind


Sicherheit vermitteln, deshalb ist
eine Tür mit Glaseinsatz unge- Kinder spüren intuitiv, was gut
schickt: Sie läßt das Flurlicht ins für sie ist. Die Kinderzimmerge-
Glastüren Zimmer scheinen, und das kann staltung sollte diese intuitiven
und Durch- stören. Sollte sich Ihr Kind ein Bedürfnisse unterstützen.
gangszim- Einschlaflicht wünschen, reicht > Kinder wachsen sehr schnell,
mer beein- die halbgeöffnete Tür oder ein und auch ihre Persönlichkeit
trächtigen (möglichst schwaches) »Schlum- verändert sich manchmal rasch. Flexibilität
Geborgen- merlicht« im Zimmer. Störun- Die ideale Einrichtung und ist das
heit und gen von außen werden zwar von Raumgestaltung nimmt darauf Wichtigste
notwendige kleineren Kindern noch nicht Rücksicht, indem sie durch
Abgrenzung. kritisiert, aber besonders sensible Beweglichkeit und freie Wände
Kinder entwickeln unbewußt die genügend Veränderungsmöglich-
Empfindung, daß man mit ihnen keiten zuläßt.
verfahren kann, wie es gerade be- > Möbel sollten leicht im Raum
liebt - Licht aus, Licht an ... verschoben werden können. Ein-
Problematisch sind auch Durch- bauschränke sind zu unbeweglich
gangszimmer. Hier sollte das Bett und entsprechen nicht dem kind-
an einem ausgesprochen »sta- lich-dynamischen Gemüt.
bilen«, also gut abgeschotteten > Alte Möbel mit viel Geschich-
Platz stehen (Seite 48). te haben im Kinderzimmer
nichts zu suchen. Denn alles Alte
und Schwere steht im krassen
Gegensatz zum zarten und zer- Sobald Ihr Kind alt genug ist
brechlichen Wesen des Kindes. (und nicht irgendwelche gravie-
> Steht ein schwerer Schrank renden Probleme vorliegen), soll-
unmittelbar neben dem Bett, ten Sie es bei der Gestaltung mit-
kann dies unbewußt als Bedräng- entscheiden lassen. Unsere »er- Das Kind mit
Wuchtige nis empfunden werden, was den wachsenen« Vorstellungen sind einbeziehen
Möbel normalen Bewegungsausdruck nicht immer das, was ein Kind
entfernen und die gesunde Entfaltung des wirklich braucht. Wenn sich das
Kindes ungünstig beeinflussen Kind selbst einbringen kann,
kann. Solche »eingesperrten« wird es sich besser mit dem
Kinder neigen häufig zu abrupten Raum identifizieren, und es wird
Aggressionsanfällen, auch Kno- daran auch lernen, Entscheidun-
chenbrüche des »gegen eine un- gen zu treffen und mit den Kon-
sichtbare Begrenzung ankämp- sequenzen umzugehen.
fenden« Kindes sind nicht selten.
Am besten, Sie entfernen allzu
wuchtige Schränke aus dem Kin-
derzimmer. Oder Sie rücken Wie schon gesagt: Morgen kann
schwere Möbel zumindest mehr überholt sein, was heute noch
als einen Meter vom Bett weg. gilt. Rechnen Sie daher damit, die
> Mehr zum Bett ab Seite 46, Farben des Kinderzimmers alle
zum Lernplatz auf Seite 53. zwei Jahre zu verändern.
> Im Spielbereich sollten leuch-
tende, fröhliche Farben überwie- Im Spiel-
gen. Ausnahme: Wenn Ihr Kind bereich
hyperaktiv und ausgesprochen kunterbunt
Ein harmonischer Grundriß gilt als ideal: unruhig ist, verzichten Sie auf sti-
Rechteckig oder quadratisch sollte der mulierende Rottöne und wählen
Raum sein, diese Formen geben dem Kind besser besänftigende, »kühle« Pa-
einen klar strukturierten Bezugsrahmen. stellfarben, etwa Grün-, Türkis-
Recht verschachtelte oder irgendwie un- oder Hellblautöne.
übersichtliche Räume mit versteckten > Insgesamt darf das Kinder-
Nischen führen, wie die Beobachtung zimmer nicht zu unruhig wirken. Ansonsten
gezeigt hat, dazu, daß manche Lebensbe- Außerhalb des Spielbereichs sind eher sanfte
reiche (siehe Bagua, Seite 55) vernachläs- daher ruhige und sanfte, aber Farben
sigt oder ausgegrenzt werden. heitere Farben günstig, insbeson-
dere für den Schlafbereich. Falls
Eine hori-
zontale
Trennung
des Raums
durch die
Wandgestal-
tung wirkt
weniger pro-
blematisch,
wenn die
Linie nicht
gerade ver-
läuft.

sich die Bereiche nicht gut tren- Lebensphase ihre eigenen Ent-
nen lassen, verzichten Sie im wicklungsschritte und somit
Vorsicht Zimmer besser auf das eventuell auch ganz bestimmte Lieblings-
mit Rot schlafstörende, »feurige« Rot. farben mit sich bringt.
und Blau > Blau wirkt allzuschnell sehr > Wenn Ihr Kind besondere
kühl, sollte also nur beschränkt Unterstützung benötigt, können
eingesetzt werden. Besser wären Sie auch die Farbe des Elements
zarte Gelb-, Beige-, Grün- oder einbringen (Seite 65), das der
Türkistöne für eine freundliche Neun-Sterne-Ki-Zahl Ihres Kin-
Grundstimmung des Raumes. des entspricht. Diese Farbe gibt
> Mit Tagesdecken, Teppichen dem Kind gewissermaßen »Hei-
oder Postern kann zusätzlich für matenergie« mit auf den Weg.
Abwechslung gesorgt werden.
> Nehmen Sie stets Rücksicht
auf den Geschmack Ihres Kindes.
Extreme Nur bei extremen Wünschen, > Bei Tapetenmustern oder bei Ungünstig:
Farb- etwa wenn der Raum in Schwarz einer Holzvertäfelung würde eine horizontale
wünsche oder in knalligem und zuviel horizontale Linienführung in der Linien an
Unruhe erzeugendem »Plastik- unteren Zimmerhälfte stören. Da der Wand
Pink« ausgemalt werden soll, dies die Höhe ist, in der sich das
müssen Sie ausgleichend eingrei- Kind bewegt, würde es ständig
fen. Bedenken Sie aber, daß jede begrenzende Linien in Kopfnähe
vorfinden: Diese können wie eine delnde Gemüt des Kindes viel
künstliche Wachstumsgrenze besser als alles zu Geradlinige.
wirken, was ungünstig wäre für
die freie Entfaltung des Kindes.
> Wenn überhaupt Bordüren in
Weich der Zimmermitte angebracht > Optimal ist es, wenn die Wän-
fließende, werden, dann sollte deren Motiv de nicht übervoll wirken und es Der Raum
luftige offen und luftig sein. eindeutige, angenehme Blick- sollte noch
Muster und > Grundsätzlich sollten nicht zu fänge gibt - als positive Orientie- »atmen«
Farbverläufe viele linear-geometrische Drei- rungspunkte für eine optimisti-
sind ideal. ecks-, Streifen- oder Karomuster sche Entwicklung. Schöne Bilder
im Kinderzimmer vorkommen. oder Mobiles sind hierfür hervor-
Als Ausgleich zu der geradlinigen ragend geeignet.
Form des Raumes (und in der > An schrägen Wänden sollten
Regel auch der Möbel) sind blu- besser keine Poster angebracht Dach-
mige, weich fließende und werden, denn sie verstärken nur schrägen
abwechslungsreiche Designs und unnötig die drückende Wir-
Farbverläufe das richtige. Diese kung der Dachschräge (mehr
nähren das fließend sich wan- dazu auf Seite 46).

Energie ist nicht zwangsläufig förderlich, sie kann unter bestimmten Vorausset-
zungen auch belastend wirken. Im Feng Shui nennt man sie dann Sha-Chi.
Bett, Arbeits-, Spiel- und Sitzplätze sollten vor solcher Energie geschützt werden.
• In einem langen Gang zum Beispiel beschleunigt sich die Energie zu stark und Problem:
wirkt dadurch überwältigend. Auch wenn Tür und Fenster oder Tür und Treppe Tür-Fenster-
genau gegenüberliegen, rauscht die Energie ungebremst durch. In solch einem Durchzug
»Durchzug« sollte man nicht schlafen oder sitzen. Geht's nicht anders, können und scharfe
Feng-Shui-Hilfsmittel den Energiefluß bremsen und harmonisieren: Paravents Kanten
oder Pflanzen, quer verlegte Bodenfliesen oder Teppichmuster, von der Decke
hängende Mobiles, Klangspiele, DNS-Spiralen, ins Fenster gehängte Regenbo-
genkristalle oder Fensterbilder schaffen Abhilfe (mehr dazu ab Seite 63).
• Auch scharfkantige Ecken von Möbeln oder Mauern wirken »aggressiv«. Diese
sollten ebenfalls - sofern Sie oder Ihr Kind nahe daran vorbeigehen müssen
oder unmittelbar daneben sitzen, arbeiten oder schlafen — verdeckt, abgerundet
oder mit Hilfe »zerstreuender« Hilfsmittel entschärft werden (ab Seite 66).
> Günstig ist eine Tapete, eine
Wandbemalung oder ein Bild mit
einem duftigen Baum, etwa einer
Die Frage Birke. Dieser symbolisiert Wachs- Sie finden in diesem Buch viele Tips und
der Motive tum und Stärke, was dem Kind Hinweise, wie Sie die Energie des Kinder-
zu mehr Selbstbewußtsein und zimmers allgemein verbessern und zudem
Unabhängigkeit verhilft. auf die individuellen Bedürfnisse Ihres
> Wenn Ihr Kind Motive und Kindes abstimmen können.
Stars wählt, die Ihnen nicht gefal- • Viele dieser Maßnahmen mögen durch-
len (Seite 68), dann haben Sie aus allgemeingültigen Charakter haben,
etwas Geduld, und denken Sie an aber niemals läßt sich eine Situation eins zu
Ihre eigene Kindheit. Auch diese eins auf eine andere übertragen. Prüfen Sie
Phase geht irgendwann vorbei. daher stets, ob Sie die Maßnahme wirklich
auch selbst so wollen, und fragen Sie sich,
wie Ihr Kind damit zurechtkommen wird.
• Sobald Ihr Kind alt genug ist, sollten Sie
> Ein Kind, dem seine Kuschel- es ohnehin in den Entscheidungsprozeß
tiere sehr wichtig sind, signali- einbeziehen. Denn Kinder wissen meist
siert, daß es besonders viel Wär- sehr genau, was ihnen gefällt und guttut.
Das me und Geborgenheit braucht. • Vor allem sollten die Maßnahmen den
eine Kind Schenken Sie ihm Aufmerksam- »Spaßfaktor« erhöhen. Je phantasievoller
braucht's keit und Zuwendung, wann und individueller, um so besser. Das Kind
behaglich ... immer sich die Gelegenheit dazu erfährt dadurch, wie sehr seine Persönlich-
ergibt und Sie spüren, daß das keit geschätzt wird. Wenn aber Streß und
Kind dafür aufnahmebereit ist. nervenaufreibender Streit zum Beispiel mit
Und sorgen Sie für viele warme dem Umstellen des Kinderbettes verbun-
und behagliche Elemente im Kin- den sind, beeinflußt das selbst die bestge-
derzimmer. Ein Himmelbett mit meinte Feng-Shui-Maßnahme negativ.
sanft wallenden Tüchern, über- • Am besten ist es immer, gemeinsam vor-
haupt viel Stoff und vor allem zugehen, so daß alle Beteiligten die Verän-
weiche, kuschelige Materialien derung als stimmig empfinden. Mit großer
sind hier angesagt. Dieser Raum Wahrscheinlichkeit werden sich Kinder
darf ruhig wie eine (helle!) und Eltern dann auch wirklich wohler
Höhle gestaltet werden. fühlen als vorher. Und das ist ja der Zweck
... das > Das Zimmer eines selbstbe- der Maßnahme. So werden Sie viel Freude
andere klar wußten, aktiven Kindes dagegen, und Inspiration bei Ihrem gemeinsamen
und offen das Klarheit und Raum für sich Feng-Shui-Abenteuer haben.
beansprucht, sollte entsprechend
offen und klar gestaltet sein.
Im Schlaf erholt sich Ihr Kind, schläft, unter
verarbeitet in Träumen seine Alpträumen
Guter Schlaf Erlebnisse und tankt neue Kräfte leidet oder über-
ist essentiell für den Tag. Guter Schlaf ist äu- haupt nicht in seinem
ßerst wichtig für die Entwicklung Bett bleiben möchte. Phantasie-
und Gesundheit - und ein guter Alles Schwere oder Drückende, volle Lam-
Schlafplatz ist die Voraussetzung also beispielsweise auch größere pen wie
dafür. Sowohl Standort als auch Glas-, Keramik- oder Metallam- diese brin-
Ausführung des Bettes haben pen, Blumenampeln sowie mas- gen Stim-
großen Einfluß darauf, ob Ruhe sive Deckenbalken oder Dach- mung in den
und Erholung möglich sind. schrägen über dem Bett wirken Raum.
potentiell belastend.
Je nach Größe und Masse des
störenden Objektes und je nach
Abstand zum Körper wird die
Belastung zwar unterschiedlich
In erster Linie geht es darum, stark ausfallen, aber spätestens,
alles zu vermeiden, was den wenn Ihr Kind unruhig schläft,
Schlaf stören könnte. Neben den sollten Sie den Raum analysieren
bereits erwähnten schweren und rasch für Abhilfe sorgen.
Möbeln gibt es weitere Quellen > Am besten, Sie entfernen bela-
für Störenergien. stende Gegenstände oder Sie ver- Dachschrä-
ändern die Position des Bettes, gen und
so daß Ihr Kind nicht mehr unter Balken
der drückenden Schräge oder
Grundsätzlich gilt: Der Bereich dem Balken schlafen muß.
über dem Kopfteil des Bettes > Ein sanft wallendes Tuch an
Alles sollte frei sein. Befindet sich etwa der Decke über dem Bett kann
Schwere hinter oder gar über dem Kopf- die belastenden Energien eines
über dem ende ein vollgeräumtes Regal, ste- Balkens oder einer Schräge »weg-
Bett stört hen darauf Bücher, Topfpflanzen filtern«.
oder andere schwere Dinge, so > Auch unter dem Bett sollten
dürfen Sie sich nicht wundern, sich nicht zu viele Spielsachen
wenn Ihr Kind darunter schlecht oder andere Dinge befinden -
Wie sieht denn das, worauf man schläft, wäre es, sie in einen eigenen
es unterm beeinflußt die Qualität des Schla- Raum zu verlegen.
Bett aus? fes. Selbst Spielzeug kann Unru- > Je näher am Bett, desto un-
heenergien verursachen. Vor günstiger für das Kind - Mindest- Abstand
allem bei Schlafproblemen sollte abstand sollte zwei Meter sein. halten!
alles unter dem Bett weggeräumt > Vorsicht: Das gilt auch für
werden. Geräte in nebenliegenden Räu-
men. Wenn beispielsweise hinter
der Wand des Bettes ein Fern-
seher im Wohnzimmer steht,
Fernseher, Aquarium, Computer dann belastet die Störenergie Ihr
- alle Elektrogeräte strahlen elek- Kind auch durch das Mauerwerk
Störschwin- tromagnetische Störschwingun- hindurch.
gungen gen ab, die die Lebensenergie > Stehen stark strahlende Elek-
durch Elek- schwächen, wenn man zu nahe trogeräte im Kinderzimmer, soll- Frische Luft
trogeräte daneben schläft oder viel Zeit ten Sie regelmäßig lüften (frische und Pflan-
verbringt. Verhindern läßt es sich Luft mit viel Sauerstoff steigert zen helfen
in der heutigen Zeit fast nicht das Chi und somit die Abwehr-
mehr, daß Elektrogeräte im Kin- kräfte des Kindes). Pflanzen in
derzimmer stehen. Zumindest der Nähe der Geräte unterstützen
sollten sie aber so weit wie mög- diese Wirkung. Besonders gute
lich weg vom Bett sein. Besser »Strahlenwandler« sind Kakteen.

Ein guter
Schlafplatz,
der erholsa-
men Schlaf
ermöglicht,
ist äußerst
wichtig für
die Entwick-
lung und
Gesundheit
des Kindes.
untersuchen und gegebenenfalls
Abhilfemaßnahmen vorschlagen.
Suchen Sie einen Schlafplatz, der
nicht durch Wasseradern oder
Wasser- andere unterirdische Störzonen
adern & Co. belastet ist. Selbst wenn Möbel > Wenn das Bett mit dem Kopf-
entfernt oder Raumnutzungen teil zur Tür steht oder im
geändert werden müssen, lohnt »Durchzug« zwischen Tür und Das hilft
sich das. Denn es würde Ihr Kind Fenster (Seite 44), dann schützen gegen
nur unnötig schwächen, lange Sie das Bett vor dem Energie- Energie-
Zeit auf energieabziehenden durchzug: Plazieren Sie einen durchzug
Störzonen zu schlafen. Seine Ent- Paravent, ein Regal, eine Trenn-
wicklung könnte dadurch ge- wand oder eine Gardine so zwi-
hemmt und das Kind insgesamt schen Tür und Bett, daß der
krankheitsanfälliger werden. Energiestrom nicht mehr direkt
> Hören Sie sich im Bekannten- über das Bett streichen kann.
kreis um, und lassen Sie sich Ein Himmelbett ist ideal, denn es
einen guten Radiästheten emp- bietet Ihrem Kind eine geborgene
fehlen (der beste Weg, den »rich- und schützende Höhle.
tigen« zu finden). Er wird Schlaf- > Stellen Sie das Bett nicht
plätze und andere wichtige Auf- schräg ins Eck, weil durch die Das Bett
enthaltszonen in Ihrer Wohnung Ecke der harmonische Chi-Fluß schräg
hinter dem Kopf unterbrochen im Eck?
wird. Am besten ist immer noch
die Position an der Wand.

In jedem Raum gelten Türen und Fenster


als besonders unruhige Bereiche, weil hier
das Chi ein- und ausströmt. Die ideale
Stelle für das Bett ist daher der Platz, der
am weitesten von Tür und Fenster entfernt > Das ideale Kinderbett ist ganz
ist, weil dort das Chi am ruhigsten fließt. aus Holz, weil Holz dem natürli-
Das Bett sollte an einer geschlossenen chen Wesen des Kindes besonders Gestell
Wand stehen, möglichst nicht im Tür-Fen- entspricht. Ungünstig wäre ein und Latten-
ster-Durchzug (siehe rechts). Und es sollte Bett aus Metall oder mit Metall- rost ganz
kein Heizkörper zu nahe am Bett sein bestandteilen: Die Metallteile zie- aus Holz
(wegen der Hitze, aber auch wegen der hen positive Energien ab und
ungünstigen Abstrahlung des Metalls). können Störenergien aus der
Umgebung anziehen.
Ein erholsamer und gesunder
Schlaf ist so wichtig, daß Sie bei
der Anschaffung der Matratze
nicht sparen sollten.
> Wählen Sie eine möglichst
»natürliche« Matratze, zum Bei-
Natürliche spiel aus Naturkautschuk (Latex)
Materialien Schafwolle oder Roßhaar.
bester > Eine ungesunde Schlafatmo-
Herkunft sphäre erzeugen Schaumstoff
(zuviel Chemie, daher schädliche
Abdampfungen) oder Federkern-
matratzen (die Federn wirken
wie unsichtbare »Antennen« und
ziehen Störenergien an).
> Beachten Sie, auch in Hinblick So ein
auf Allergien, die Herkunft und Hochbett ist
Verarbeitung der Materialien: etwas Tolles.
Chemische Herstellungsverfah- Entweder aus Platzgründen oder Aber man-
ren - etwa zum Aufschäumen weil es einfach kuschelig ist: ches Kind
von Latex - oder mit Pestiziden Hoch- oder Stockbetten sind sehr kann darin
behandelte Schafwolle könnten beliebt. Die Energie eines Hoch- »den Boden
langfristig Ursache von gesund- bettes beziehungsweise des obe- unter den
heitlichen Problemen werden. ren Schlafplatzes im Stockbett ist Füßen ver-
allerdings ganz anders als die lieren«.
eines traditionellen Bettes.
Je weiter ein Bett vom Boden ent-
fernt ist, desto mehr geht die
> Das Betthaupt sollte höher »Bodenhaftung« verloren - dies
sein als das Fußende. kann zu zappeligem Verhalten
> Ein zu kleines Bett sollte führen oder zu großer Ver-
Groß genug rechtzeitig, also bevor das Kind träumtheit. Ein Kind, das ohne-
muß das keinen Platz mehr hat, gegen ein hin dazu tendiert, wird sich mög-
Bett sein! größeres ausgetauscht werden. licherweise noch mehr in seine
Genügend Platz im Bett schafft eigene Welt zurückziehen und
symbolisch auch Platz für eine sich mit den Dingen des Alltags
freie persönliche Entwicklung. eher schwer tun.
> Wenn Sie das Gefühl haben,
daß es Ihrem Kind an Sicherheit,
Robustheit und Stabilität fehlt,
sollte es vom Hochbett runter.
> Ein Hochbett muß besonders Wenn Ihr Kind nicht gut schläft,
stabil sein, denn selbst ein ganz im Dunkeln unter Angstzustän-
leichtes Wackeln kann bereits das den leidet, durch Bettnässen Hilfreich
Wichtig: Gefühl innerer Instabilität oder inneres Ungleichgewicht signali- bei Schlaf-
Stabilität Unsicherheit wecken. siert - oder wenn Sie schon bei problemen
und Raum > Außerdem auch hier wichtig der Ersteinrichtung des Kinder-
nach oben (wie beim Schlafen unter Dach- zimmers so viel wie möglich
schrägen): Der Abstand zur richtig machen wollen: Dann
Decke sollte im Sitzen minde- lohnt sich die Kontrolle der
stens 30 bis 50 cm sein. Eine zu Schlafrichtung. Denn für jeden
nahe Decke würde auf Dauer Menschen gibt es - entsprechend
das Chi des Kindes einschränken. den Energiemustern, in die er
sich bei seiner Geburt »einklinkt«
(Seite 30) - günstige und weniger
günstige Himmelsrichtungen.
Teilen sich zwei Geschwister ein
Stockbett, kann das ein Ungleich-
gewicht zwischen »oben« und
»unten« ergeben. Wer oben liegt, Liegt Ihr Kind in einer günstigen
Geschwister hat mehr Übersicht - und er Schlafrichtung, befindet es sich in
im Stockbett »drückt« mit seinem Gewicht auf Harmonie mit den Energien der
den unten Liegenden. Umgebung, und die persönlichen
> Im Alter von etwa 10 bis ma- Energien werden positiv akti- Wohltuend
ximal 12 Jahren sollten Geschwi- viert. Die richtige Himmelsrich- für Körper,
ster jeweils ein eigenes, »geerde- tung hilft, ruhiger und ausge- Geist und
tes« Bett erhalten. Dies ist nicht glichener zu werden und auch Seele
nur wichtig für die Balance zwi- schwierigere Lebensphasen stabil
schen den beiden Kindern, son- zu überstehen. Außerdem unter-
dern auch für die Entwicklung stützt sie die Gesundheit und
ihrer Eigenständigkeit. hilft dem Kind, seine ureigenste
Nur wenn ein Kind sehr viel Persönlichkeit zur Entfaltung zu
Schutz braucht und es diesen bringen.
durch das sehr nahe Geschwister- > Versuchen Sie insbesondere
kind bekommt, kann ein Stock- dann eine gute Schlafrichtung zu
bett auch länger benutzt werden. wählen, wenn Ihr Kind unter
Die erste Alle vier
(äußere) Richtungen
Zahl der sind hilf-
dreiteiligen reich. Mehr
Neun- über die
Sterne-Ki- speziellen
Zahl (Tabelle Wirkungen
Seite 32/33) finden Sie
gibt die in- auf Seite 54.
dividuell
förderlichen
Himmels-
richtungen
A bis D vor.

schulischem oder emotionalem


Streß leidet oder Anzeichen von
Unausgeglichenheit zeigt.
> Auch beim Essen, Lernen, > Falls Sie nur annähernd wis-
Spielen sollte sich Ihr Kind mög- sen, nach welcher Himmelsrich-
lichst in eine dieser Richtungen tung Ihre Wohnung ausgerichtet
Nicht nur wenden (Seite 54). ist, benötigen Sie einen Plan, in
im Schlaf dem der Norden eingezeichnet Wohnungs-
ist. Oder Sie besorgen sich einen plan und
Kompaß; Metall oder Strom kön- Kompaß
Schauen Sie sich noch mal die nen die Magnetnadel allerdings
dreiteilige Neun-Sterne-Ki-Zahl ablenken: Kontrollieren Sie Ihre
Ihres Kindes an (Seite 32/33). Die Messung lieber an mehreren
erste Ziffer, also die »Äußere Punkten des Raumes - oder noch
Zahl«, führt Sie zu seinen persön- besser vor dem Haus.
lichen vier starken Himmelrich- > Nun können Sie die Schlaf-
tungen. Diese wiederum finden richtung Ihres Kindes genau
Sie in der Tabelle oben. bestimmen: Der Kopf weist im
Schöpfen Sie alle Möglichkeiten
aus, die Ihnen Feng Shui bietet:
Ausgehend vom bestmöglichen
Standort, können Sie einiges
dafür tun, um unvermeidliche
Störeinflüsse abzuschwächen
(Hilfsmittel ab Seite 63).
Hier einige strategische Tips zur
Vorgehensweise:
> Könnten Schlafzimmer ge- Was können
tauscht werden (Ihr Kind braucht Sie grund-
den besten Raum, denn es ver- sätzlich ver-
Es muß Liegen dorthin, das Betthaupt bringt hier die meiste Zeit)? ändern?
nicht die steht also in dieser Richtung. > Könnten Schränke oder
genaue Falls nötig und machbar, ändern andere blockierende Möbel ent-
Himmels- Sie die Schlafrichtung in eine der fernt werden, um so einen besse-
richtung vier für Ihr Kind idealen Him- ren Platz fürs Bett zu finden?
sein. Ein melsrichtungen. Kein Möbelstück kann so wichtig
Spielraum sein wie das Wohlbefinden Ihres
von 22,5° Kindes.
beidseits > Lassen sich energetische Hilfsmittel
der exakten Durchzüge bremsen (Seite 44)? nutzen
Richtung ist Auf der Suche nach dem optima- > Welche anderen störenden
möglich. len Standort fürs Bett stehen Einflüsse lassen sich beseitigen?
Eltern oft vor scheinbar unlösba- > Was benötigt der Raum bezie-
ren Problemen: hungsweise das Kind als zusätz-
Am Kraftplatz des Raumes paßt liche Aufbesserung (Seite 73)?
die Schlafrichtung nicht; stellt
man das Bett so, daß die Him- Gehen Sie bei der Auswahl und Wichtig
melsrichtung paßt, liegt das Kind Gestaltung des Kinderzimmers
neben dem Heizkörper oder keine Kompromisse aus Bequem-
gar zwischen Tür und Fenster; lichkeitsgründen ein. Ihr Kind
und am Feng-Shui-gemäß gün- wird viele Jahre in diesem Raum
stigen Ausweichplatz verläuft verbringen müssen, und dessen
eine unterirdische Wasserader ... Beschaffenheit wird seine Ent-
Was tun? wicklung nachhaltig beeinflussen.
Wenn sich Ihr Kind mit dem Ler- > Genügend Tageslicht braucht
nen schwertut, Legasthenie oder der Lernplatz, möglichst von
eine andere ernsthafte Lern- links (für Linkshänder von
schwierigkeit hat, kann Feng- rechts) einfallend.
Shui sehr hilfreich sein. > Wie ist die Aussicht nach vorn?
Den Schlaf- > Häufig schlafen Kinder mit Steht der Schreibtisch mit Blick
platz prüfen Lernproblemen an einem unru- aus dem Fenster, so neigt das
higen Platz, was sofort geändert Kind erfahrungsgemäß zur Tag-
werden sollte (Seite 46). träumerei. Auch hier fällt kon- Aus einer
zentriertes Lernen schwer. Blickt Position der
Ihr Kind in den Raum, sollte die Kraft, mit
gegenüberliegende Wand »lern- inspirieren-
förderlich«, also inspirierend dem Aus-
gestaltet sein. Die Gestaltung die- blick, lernt
Am Lernplatz sitzen Kinder mit ser Wand ist auch wichtig, da sie es sich
Lernpoblemen häufig mit dem die »Zukunft« symbolisiert, also gleich viel
Rücken zur Tür. Das gibt ein das, worauf das Kind zustrebt. besser.
Gefühl der Unsicherheit, da der
Rücken nicht vor »Überra-
schungsangriffen« geschützt ist —
ein uralter Instinkt, der auch
Erwachsenen das Konzentrieren
an so einem Platz schwermacht.
Am Kraft- > Ihr Kind wird am besten an
platz lernen einem Kraftplatz (Seite 48) ler-
nen: Rücken zur Wand, Tür und
Fenster gut im Blick, nicht im
Tür-Fenster-Durchzug. Dann
lernt es aus einer Position der
Ruhe und Gelassenheit.
> Besorgen Sie einen kleinen
und somit beweglichen Arbeits-
tisch, der gedreht oder schräg in
den Raum gestellt werden kann.
Wachheit. Ihr Kind wird seine
Aufgaben rascher erledigen und
Mit Blick in Beim Lernen können auch die danach noch ausreichend Ener-
die richtige vier starken Himmelsrichtungen gien für Spiel und Spaß haben.
Richtung (Seite 51) sehr gut helfen. Sie för- Optimal wäre es also, mit Blick in
dern Konzentration und geistige eine dieser Richtungen zu lernen.

Jede der vier persönlichen Himmelsrichtungen ist förderlich. Sollten Sie die Aus-
wahl zwischen mehreren Richtungen haben, können Sie entsprechend ihrer
inneren Qualitäten und der aktuellen Situation Ihres Kindes »feinjustieren«:
• Richtung A (Sheng Chi) hat eine universell günstige Schwingung. Sie eignet sich
für jede Art von Aktivität, sei es Spielen, Lernen, Basteln oder Lesen. Wenn Sie
nicht genau zuordnen können, was Ihr Kind bedrückt oder was ihm gerade Pro-
bleme macht, dann tut diese Richtung besonders gut. Sie wirkt ausgleichend auf
die Seele und unterstützt mit zusätzlichen Energien die Pläne und Ziele.
• Richtung B (Tien Yi) fördert und aktiviert »heilende«, kräftigende Schwingun- Wenn Sie

gen, sie hilft besonders, sich nach Krankheit schnell wieder zu erholen. Wann die Auswahl

immer Ihr Kind sich nicht richtig wohlfühlt, sollten Sie diese Richtung »anzap- haben, kön-

fen«, etwa am Eßtisch, als Schreibtisch- und Bettorientierung oder beim gemein- nen Sie je

samen Spielen. nach Bedürf-

• Richtung C (Nien Yen) wirkt harmonisierend. Bei innerer Unruhe, Gefühlen nis »fein-

der Einsamkeit oder des Zerrissenseins, wie Kinder sie häufig erleben, wirkt diese justieren«.

Richtung lindernd und vermittelt inneren Seelentrost. Sie hilft auch, Spannun-
gen, etwa mit Geschwistern, Schulkameraden oder den Eltern, abzubauen. In
schwierigen Lebensphasen die bevorzugte Richtung!
• Richtung D (Fu Wei) gilt als die Richtung der Klarheit. Hier wird konzentrier-
tes Lesen, Schreiben, Malen und Lernen, aber auch Nachdenken und Pläne-
schmieden besonders gefördert — für konzentrationsschwache Kinder die bevor-
zugte Himmelsrichtung. Sie hilft, die Energien nicht zu zerstreuen, Unwichtiges
von Wichtigem zu unterscheiden und konzentriert bei einer Sache zu bleiben.
Da Kinder intuitiv ein Gespür für ihre starken Richtungen entwickeln, wählen
sie oft von sich aus die optimale Richtung. Sollte sich Ihr Kind an einem be-
stimmten Platz auffallend gegen seine veranlagte Ausrichtung orientieren, dann
liegt es vielleicht an einer Wasserader oder einem anderen Störeinfluß (Seite 46).
Ein sehr hilfreicher, geradezu
unersetzlicher Spiegel der Wohn-
und Lebenssituation ist das Das Bagua fürs Kinderzimmer ist
»Bagua«. Es ist eine Art »Rönt- eine Variante des »klassischen«
Hinweis genbild Ihrer Wohnung«, das Bagua und gibt Auskunft über Variante
auf aktuelle Ihnen zeigt, welche Lebensthe- die momentane Lebenssituation des »klas-
Lebens- men im Moment besonderer des Kindes, auch über anlagenbe- sischen«
themen Unterstützung bedürfen. Denn dingte Stärken und Schwächen. Bagua
nichts ist zufällig, also weder die Der Grundriß des Raumes sowie
Form Ihres Wohnungsgrundris- die Nutzung einzelner Raum-
ses, noch die Art, wie Sie Ihre zonen werden dafür betrachtet.
Räume nutzen und gestalten.
Sowohl für die Gesamtwohnung
als auch für jedes einzelne Zim-
mer liefert das Bagua eine Aus- Das Bagua wird immer so ange-
sage über die Lebenssituation der legt, daß die Grundlinie mit den
Familienmitglieder (Seite 57). Bereichen »Lernen/Entwick-

Der Bagua-
Raster wird
dem Grund-
riß angepaßt,
kann also in
jede recht-
eckige Form
»gedehnt«
werden. Die
Grundlinie
»Lernen...«
liegt immer
an der Ein-
gangsseite.
Hilfreiche Fehlbereich:
Erweiterung: Ein Teil des
Der Vorbau Grundrisses
erreicht in ragt deutlich
Länge oder heraus und
Breite keine ist minde-
50 Prozent stens halb
des Haupt- so lang oder
teils. breit wie der
Hauptteil -
dadurch
lung/Vater« an der Seite der Ein- Bereich (Abbildung oben rechts). fehlt eine
gangstür liegt. Diese ist der Es entsteht dort ein Defizit, das Baguazone
»Mund des Chi« und prägt die ausgeglichen werden sollte (Tips oder ist un-
weitere Energieverteilung. dazu auf Seite 68). Im entspre- vollständig.
chenden Lebensbereich braucht
Ihr Kind besondere Unterstüt-
zung, denn es mangelt ihm an
ausreichenden Ressourcen.
Ist das Zimmer ganz einfach > Erreicht der vorstehende Teil
rechteckig oder quadratisch, gilt keine 50 % des Hauptteils (oben
das Bagua-Raster als ausgewogen, links), so liegt er außerhalb des
Mit dem alle Lebensbereiche sind gleich- Bagua und verstärkt die Zone,
Transparent- mäßig vertreten. Ist der Grundriß aus der er hervorragt, als »hilfrei-
Bagua hin- jedoch zum Beispiel L-förmig, che Erweiterung«. Eine hilfreiche
ten im Buch gibt es eine Nische, hereinragen- Erweiterung braucht nicht ausge-
geht's ganz de Einbauten (etwa ein Kamin glichen zu werden. Sie gibt aber
einfach. oder tapezierter Einbauschrank) einen Hinweis auf eine mögli-
oder aber einen Erker, so hat das cherweise stark ausgeprägte Ver-
Bagua »Fehlbereiche« oder eine anlagung oder ein besonders
»hilfreiche Erweiterung«. wichtiges »Thema« Ihres Kindes.

> Ist der vorragende Teil minde-


stens halb so groß wie der Haupt-
teil (in der Breite oder Länge), so Acht Zonen gruppieren sich als
wird er ins Bagua miteinbezogen Symbol für innere und äußere
- dadurch fehlt mindestens ein Harmonie um das Zentrum.
Das hier dargestellte Kinder-
Die Zone der Entwicklung liegt bagua gilt ausschließlich für
in der Mitte der Grundlinie des das Kinderzimmer oder für
Bagua. Sie symbolisiert, inwie- andere überwiegend kinder-
weit sich Ihr Kind im Fluß seines orientierte Räume wie das
Lebens befindet und ob äußere Spiel- oder Bastelzimmer.
Einflüsse es zu sehr von seiner Auch im Kindergarten findet
ursprünglichen Entwicklung es seine Anwendung. Für die Im klassi-
fernhalten. allgemeine Wohnungsana- schen Bagua
> Je »fließender« und heller die- lyse wird das »klassische« werden die
ser Abschnitt, desto leichter wird Bagua verwendet, wie es in Zonen zum
Ihr Kind auch bei Ablenkungen anderen Feng-Shui-Büchern Teil anders
und Herausforderungen auf sei- (Buchtips Seite 93) erklärt bezeichnet;
nen eigenen Weg zurückfinden. wird. Darin werden die mei- ihre Bedeu-
sten Zonen anders bezeich- tung aber
net. Aus »Reichtum« wurde ändert sich
im Kinderbagua »Fülle«, nur insofern,
»Karriere« wurde zu »Ent- als sie nicht
Sie liegt rechts hinten im Kinder- wicklung« und so weiter. speziell auf
zimmer und symbolisiert die Die Anwendung des klassi- Kinder bezo-
Beziehung des Kindes zur weibli- schen Wohnungsbagua ent- gen ist.
chen (Yin-) Kraft des Univer- spricht der des Kinderbagua,
sums, wie sie am unmittelbarsten Ausgangsbasis ist der Woh-
durch die Mutter repräsentiert nungseingang (bzw. die
wird. Auch Gefühle, Intuition Treppe, wenn Sie über mehr
und Sensibilität werden von die- als eine Etage wohnen).
ser Zone gespiegelt - Qualitäten,
die das Kind auf seinem Weg ins
Erwachsenwerden möglichst
bewahren und selbstbewußt
leben sollte. Ein Fehlbereich oder
ein anderer Mangel in diesem
Abschnitt/Lebensbereich führt
sonst beim Erwachsenen zu Defi-
ziten in der Partnerfähigkeit.
> Gestalten Sie diese Zone eher
sinnlich, kuschelig, sanft.
Links in der Mitte liegt das Revier Die Mitte des Zimmers repräsen-
der Familie: Gemeint sind damit tiert die Mitte des Körpers und
die Vorfahren in ihrem energeti- steht auch für die Gesundheit. Da
schen Gesamteinfluß auf das in der Körpermitte (Hara/Dan
Kind. Familiengeschichte und Tien) auch die Lebensenergie
Abstammung sind Ursprung und gesammelt und verteilt wird,
Basis für die Zukunft des Kindes. symbolisiert die Raummitte auch
> Eine ausgewogene Gestaltung die Lebensenergie Ihres Kindes.
dieser Zone im Kinderzimmer > Damit diese sich frei entfalten
erleichtert eine harmonische kann, sollte hier einfach Freiraum
Beziehung zu den eigenen fami- sein für Spiel und Bewegung.
liären Wurzeln. Ungeliebte, abge-
wohnte alte Möbel oder kaputte
Gegenstände sollten aus dieser
Zone entfernt werden.
An der Grundlinie rechts findet
sich die Zone des Vaters. Dieser
Abschnitt symbolisiert die Yang-
Kräfte des Universums, repräsen-
Wenn Ihr Kind Fülle und segens- tiert durch den Vater und die
reiche Ereignisse nur so anzieht, Beziehung des Kindes zu ihm.
dann ist die linke hintere Ecke Auch ausreichender Rückhalt für
des Kinderzimmers wohl bestens eine stabile Lebensentwicklung
in Schuß. Dieser Abschnitt des sowie Unterstützung durch hilf-
Kinderbaguas repräsentiert die reiche Freunde, wann immer Ihr
vielen bereichernden und glück- Kind sie benötigt, sind dieser
lichen Fügungen des Lebens. Zone zugeordnet.
> Wenn er abwechslungsreich, > Die Gestaltung sollte sachlich,
hell und lebendig gestaltet ist, dynamisch, »yangig« ausfallen.
dann stärkt er auch das Selbst-
wertgefühl und fördert die innere
Gewißheit Ihres Kindes, daß es
so, wie es ist, ein wichtiges und
wertvolles Mitglied der Familie, Dieser Bereich des Kinderzim-
der Schulklasse oder einer ande- mers - rechts in der Mitte - weist
ren Gemeinschaft ist. eine sehr aktive Energie auf, wes-
halb sich Kinder hier sehr gerne
zum Spielen aufhalten. Hier
sollte kein blockierender Schrank
stehen, sondern besser genügend Die Ausstrahlung Ihres Kindes
Bewegungsraum freibleiben und wie sehr es von anderen Kin-
(Seite 72). dern und Erwachsenen geachtet
Der freudvolle, kreative Selbst- wird, spiegelt sich in diesem
ausdruck des Kindes wird von Abschnitt — hinten in der Mitte
dieser Zone gespiegelt - letztlich des Kinderbagua.
auch die generelle Entwicklung > Wenn Ihr Kind früh eine Aura
des Kindes. Im »Erwachsenen- natürlicher Autorität und Selbst-
Bagua« wird dieser Abschnitt sicherheit entwickelt, wird diese
daher meist als »Kinderzone« Zone im Kinderzimmer wohl
bezeichnet - Kinder repräsentie- strahlend und inspirierend ge-
ren im übertragenen Sinn das staltet sein. Andernfalls sollten
kreativste, lebendigste Potential Sie für eine Aufwertung in die-
einer Familie. sem Abschnitt sorgen. Licht und
> Gestalten Sie diese Zone pfif- glänzende, reflektierende Gegen-
fig, bunt und lebendig. stände tun hier besonders gut.

Die Lernen-Zone liegt an der


Grundlinie links. Die Fähigkeit Die Interpretation des Bagua
Ihres Kindes, Informationen zu muß in jedem Fall mit Vorsicht
Wissen zu verarbeiten, ist hier und Gefühl durchgeführt wer-
angesprochen. Dabei geht es aber den, denn ein einzelnes Detail
nicht so sehr um »äußeres«, fach- kann manchmal sehr täuschen.
liches Wissen als vielmehr um Wenn im Bagua des Kinderzim-
die Fähigkeit, mit allen Sinnen mers die Kreativitätsecke fehlt,
eine eigene, innere Wahrneh- kann dies auf Probleme mit dem
mung von sich und der Welt zu Selbstausdruck hinweisen, aber
entwickeln. es muß nicht so sein. Das Bagua
> Bei Lern- oder Konzentra- gibt kein Schicksal vor, es zeigt
tionsschwierigkeiten sollte für lediglich Tendenzen a u f — die
besonders viel Ruhe und Klarheit vielleicht schon unbewußt gelöst
(Ordnung!) in diesem Kinder- oder durch gestalterische Maß-
zimmerabschnitt gesorgt werden. nahmen ausgeglichen wurden.
Wenn Sie einen problematischen
Lebensaspekt geortet haben,
suchen Sie in der zugehörigen
Baguazone nach einem oder
mehreren der folgenden Hin-
weise für Energiemangel:
• Fehlbereich im Grundriß des Hinweise
Kinderzimmers (Seite 68) für Energie-
• Selten oder gar nicht genutzt mangel in
• Baumängel, Schäden oder einer Zone
Feuchtigkeit; nicht funktionie-
rende Gegenstände
• Einseitigkeiten, wie zu dunkel,
zu hell
Kinder tun > Vor einem Eingriff im Kinder- • Total vollgestopft mit Gegen-
meist intui- zimmer sollten Sie daher zu- ständen; Unordnung, Chaos
tiv das Rich- nächst einfach schauen, wo das > Verändern Sie - in Absprache
tige - lassen Kind durch sein Verhalten mögli- mit Ihrem Kind, am besten gleich
Sie Ihrem che Ungleichgewichte oder Ein- gemeinsam — zunächst die Ein-
Kind des- seitigkeiten zeigt. Nun suchen Sie seitigkeiten. Dies reicht meist
halb genü- die zugehörige Zone im Kinder- schon aus, um das Chi wieder
gend Spiel- zimmer, entfernen kaputte und richtig ins Fließen zu bringen.
raum für unordentliche Gegenstände und > Wenn Sie nach einigen Wo-
Erfahrun- ersetzen sie durch harmonisie- chen merken, daß eine zusätzli-
gen, und rende Dinge (siehe rechts). che Energetisierung der Zone
greifen Sie > Manchmal ist aber auch Ab- guttun würde, finden Sie Tips ab
nicht zu warten angesagt: Häufig stellen Seite 64. Haben Sie aber Geduld, Weniger
schnell ein. sich Kinder auf bevorstehende und verändern Sie niemals zuviel ist mehr
Themen intuitiv ein und verän- auf einmal. Dies würde Unruhe
dern bereits selbst, was nicht und allzu rasche Veränderungen
paßt. Und umgekehrt muß jedes für Ihr Kind bedeuten. Besser, Sie
Kind auch die Möglichkeit führen eine Maßnahme durch
bekommen, selbst Erfahrungen und beobachten die Auswirkun-
zu machen, die vielleicht aus der gen. Dann können Sie gezielt ein-
Sicht der Erwachsenen vermeid- greifen, wenn etwas zuwenig oder
bar wären. auch zu stark wirkt.
•... in der Baguazone Partner-
schaft, dann wird die Beziehung
häufig »über das Kind« gelebt.
Das Verhältnis zum Kind - gut
Je nachdem, in welcher Zone des oder stressig - prägt die Partner- Die Partner-
Wohnungsbagua das Kinderzim- schaft. Die Gefahr besteht, daß schaft
mer liegt, stehen andere Themen das Kind wichtiger wird als der pflegen
Die Zone für die Familie im Vordergrund. Partner. Später, wenn die Kinder
weist auf Auf ein Single-Elternteil wirkt die das Haus verlassen, fehlt es häufig
bestimmte Thematik intensiver als in einer an gemeinsamen Inhalten - denn
Themen Paarbeziehung oder einer größe- Partnerschaft fand fast nur über
in der Fami- ren Familie, in der sie sich auf je- das Kind statt. Sorgen Sie für
lie hin. den etwas anders auswirken kann. regelmäßige »private« Aktivitäten
Je besser es Ihrem Kind allgemein mit Ihrem Partner, um genügend
geht, desto positiver wird sich die eigenes Chi einzubringen.
Thematik, die die Lage des Rau- •... in der Baguazone Familie,
mes symbolisiert, in Ihrem Leben so kann es über die Kinder zu
bemerkbar machen. Gute Bezie- einer Verbesserung der Bezie-
hung und glückliches Kind be- hung zu Ihren Eltern kommen - Versöhnung
deuten gutes Chi für die jeweilige egal ob äußerlich wahrnehmbar mit den
Zone, und umgekehrt. oder mehr innerlich. Nutzen Sie eigenen
> Legen Sie das »Erwachsenen«- das über die Kinder entstehende Eltern
Bagua (Seite 57) über Ihre ge- »frische Chi« dazu, die Beziehung
samte Wohnung. In welcher Zone zu Ihren Eltern zu »verlebendi-
liegt das Kinderzimmer? Nimmt gen«. Bedenken Sie, daß das, was
es gar die gesamte Zone ein? Sie an Ihre Kinder weitergeben,
stark von Ihrer eigenen Geschich-
te geprägt ist. Je harmonischer
Ihre Beziehung zu Ihren Eltern,
•... in der Baguazone Karriere, desto besser für Ihre Kinder.
dann beeinflußt das Kind Ihren
weiteren Lebensweg und Ihre
Einfluß auf Lebensperspektive intensiv. Mög-
Lebensweg licherweise verändern sich Ihre Um die Eltern-Kind-Beziehung zu fördern,
und Ziele Prioritäten, Ihre wichtigen Ziele sollten die Familien- und die Kinderzone
und Themen stark. Bleiben Sie des Elternschlafzimmers besonders harmo-
im Fluß, und genießen Sie das nisch gestaltet sein. Dies schafft Balance
belebende Chi, daß durch Ihr und Ausgewogenheit für beide Seiten.
Kind in Ihr Leben kommt.
•... in der Baguazone Reichtum, •... in der Baguazone Kinder,
so ist das Kind Ihr ein und alles. dann gaben Sie Ihrem Kind
Ihr Leben hat mit dem Kind gewissermaßen einen Platz in sei-
Erfüllung einen neuen Sinn bekommen, ner energetischen »Heimat«. Hier
allein Sie sind ganz besonders stolz auf darf das Kind Kind sein - die Spieleri-
durchs Ihr Kind und schöpfen Kraft Gefahr, über das Kind unbewußt scher
Kind? auch aus seinen kleinsten Fort- eigene Wünsche auszuleben, ist Umgang mit
schritten. Vergessen Sie dabei hier am geringsten. Die freie Ent- dem Leben
aber nicht Ihr eigenes Leben, wicklung Ihres Kindes fördert
denn neben Ihrem Kind sollte auch Ihre eigene Kreativität und
auch noch Platz sein für andere unterstützt einen spielerischen,
bereichernde Erfahrungen. freudvollen Umgang mit den
•... in der Baguazone Tai Chi, schönen Dingen des Lebens.
Ihrem Zentrum. Ihr Kind steht •... in der Baguazone Wissen,
im Mittelpunkt Ihres Lebens, es verbindet sich die Fähigkeit zu
prägt und beeinflußt so ziemlich tiefer Innenschau mit der unbe-
Das Kind im alles um Sie herum. Sorgen Sie schwerten Fröhlichkeit des Kin- Offenheit
Mittelpunkt dafür, daß es Ihrem Kind gutgeht, des. So werden versteckte Persön- für neue
aber denken Sie auch an sich lichkeitsanteile und Wünsche Erkennt-
selbst und die anderen Familien- eher bewußt, und Sie lernen, un- nisse
mitglieder. Sonst fühlt sich bald kompliziert mit tieferen Wahr-
jemand ausgeschlossen, und es heiten und Erkenntnissen umzu-
entsteht ein Ungleichgewicht in gehen. Der Auftrag: Offen sein
den häuslichen Beziehungen. »wie ein Kind« für neue Erkennt-
•... in der Baguazone Hilfreiche nisse. Vielleicht entwickelt auch
Freunde, dann erleben Sie - aus- Ihr Kind früh einen intensiven
gelöst durch Ihr Kind - mögli- Zugang zu innerem Wissen.
cherweise bald eine neue und •... in der Baguazone Ruhm,
Unterstüt- vielleicht bisher unbekannte dann freuen Sie sich über eine
zung finden Form der »Unterstützung« und unbeschwerte und heitere Aus-
und geben der segensreichen »Zufälle«. strahlung, die von Ihrem Haus-
Erfreuen Sie sich der Gunst des halt in die Umgebung wirkt. Heitere,
Schicksals, tun Sie aber auch Je fröhlicher und aufgeweckter charismati-
selbst »helfende« Schritte, um Ihr Kind, desto lebendiger, viel- sche Aus-
Gutes für Ihre Umgebung zu leicht sogar charismatischer strahlung
schaffen. Das schafft eine frucht- erscheinen Sie Ihrer Umgebung.
bare Dynamik, und auch in Ihr Kind symbolisiert in gewis-
Zukunft werden Sie viel Schönes sem Sinne das Licht, das »die
und Interessantes erleben. Umgebung zum Strahlen bringt«.
Im klassischen Feng Shui verwen- einer Sache begeistert sind, ist
dete man spezielle Hilfsmittel wie auch die Wirkung besser.
Bambusflöten, Fächer, Glücks- Am besten suchen Sie Hilfsmittel
symbole oder spezielle Rituale, immer in Ihrem eigenen Umfeld,
um das Chi zu lenken und zu denn sie haben dann die stärkste
harmonisieren. Die Gegenstände Wirkung, wenn Sie beziehungs-
Passend zur wurden auch wegen ihrer tradi- weise Ihr Kind eine emotionale
Kultur und tionellen Symbolik eingesetzt. Bindung daran haben.
zum persön- Denn Hilfsmittel wirken unter
lichen anderem über ihre Symbolik.
Geschmack Hilfsmittel sollten aber zur eige-
nen Kultur passen und auf die
Umgebung, den persönlichen • Jede Veränderung, ob Sie nun Möbel
Geschmack und die konkrete rücken oder eine dunkle Ecke ausleuchten,
Verwendung abgestimmt sein. verändert die Energie eines Raumes spür-
Nur dann können sie optimal bar. Er wirkt danach vielleicht freier, drük-
wirken. Im folgenden möchte ich kender, belebter ...
Sie mit »modernen« Hilfsmitteln • Manche Gegenstände haben eine beson-
und Methoden vertraut machen, dere Ausstrahlung, die die Raumenergie
die besonders gut für den Einsatz ebenfalls stark beeinflußt. Solche Wirkun-
im Kinderzimmer geeignet sind. gen machen Sie sich im Feng Shui zunutze.
• Eine wichtige Unterstützung jeder Feng-
Shui-Maßnahme ist die Kraft der Gedan-
ken. Zwar wirkt jedes Hilfsmittel allein
schon durch seine Ausstrahlung und sym-
Je nach Verwendungszweck kön- bolische Botschaft. Zusätzlich aber fördert
nen manchmal verschiedene eine klare Vorstellung von dem Ziel, das Sie
Hilfsmittel zu einem ähnlichen anstreben, die Wirkung.
Resultat führen. Überlegen Sie Fragen Sie sich aber bitte stets, ob Sie eine
zuerst, was Sie mit einer Maß- Veränderung hauptsächlich wollen, damit
nahme erreichen möchten. Und es Ihnen persönlich besser geht, oder ob sie
wenn Ihr Kind alt genug ist, soll- uneigennützig ausschließlich zum Besten
ten Sie es in die Auswahl mit ein- Ihres Kindes ist.
beziehen. Denn wenn alle von
jährlicher »Großreinemachtag«
sind unerläßlich.
Es gibt auch einige sehr bewährte Das Kind entwickelt sich so
»Standard-Werkzeuge«, die viel- schnell, daß viele Gegenstände
seitig einsetzbar sind. Gehen Sie ohnehin bald überholt und daher
bei der Auswahl mit Bedacht und unwichtig sind. Platz zu schaffen
Gefühl vor, und beobachten Sie für Neues sorgt für geistige und
anschließend, was passiert. energetische Belebung.

Wirkung auf Löst Stagnationen, bringt Chi in Aktivierend und belebend. Stärkt Wirkung auf
Raum und Fluß, aktiviert alle Fünf Elemente. das Feuerelement. Raum und
Elemente Ein mit Spielzeug, Möbeln, Licht ist ein essentielles »Lebens- Elemente
Pflanzen oder sonstigem überla- mittel«. Kinder benötigen ausge-
denes Kinderzimmer hemmt den sprochen viel davon. Genügend
Energiefluß und behindert die Tageslicht im Kinderzimmer ist
freie Entwicklung des Kindes. daher äußerst wichtig, ebenso
> Regelmäßiges Entrümpeln eine gute künstliche Beleuchtung
und ein zumindest (!) einmal für die düsteren Abend-, Nacht-,
Herbst- und Winterstunden.
> Ein Kinderzimmer braucht
also ein großes Fenster oder
zumindest mehrere kleine.
Jeder Gegenstand strahlt Energie und so- > Lampen sollten sich stim-
mit Schwingung in die Umgebung ab - mungsvoll ergänzen und den
deshalb ist es am unaufgeräumten Schreib- Raum in helles, aber nicht
tisch schwieriger, sich zu konzentrieren aggressives Licht tauchen. Spots
und zu lernen. Die Erfahrung hat gezeigt, sollten nicht auf die Menschen
daß ein kleiner Schreibtisch weniger gerichtet sein. Indirektes Licht
Unordnung erlaubt und daher auch häufi- schafft Stimmung, auch Eck-
ger abgeräumt wird. Daher sollte der leuchten oder Wandlampen.
Arbeitsplatz Ihres Kindes eher klein ausfal- Nach oben strahlendes Licht
len und besser ein zweiter Ablage- oder bringt neben yangiger Feuer-
Computertisch (Seite 47) daneben aufge- energie auch anhebende »Holz«-
stellt werden. Das schafft ein freies »Cock- Schwingungen in den Raum.
pit« und sorgt für klarere Lernenergien. Dies kann besonders in »drük-
kenden« Räumen (Dachschräge,
Balken) für Ausgleich sorgen.
Wirkung auf Farben harmonisieren, gleichen
Raum und Defizite oder Überschüsse in der
Elemente Elementeverteilung aus.
• Grün, Hellblau und Türkis akti-
vieren Holzenergie (Yang),
• Rot belebt Feuer (Yang),
• Gelb, Orange, Braun, Terrakotta,
Beige entsprechen der Erde (neu-
tral, also weder Yin noch Yang),
• Weiß, Grau, Silber und Gold
sind Metallfarben (Yin),
« Dunkelblau und Schwarz ent-
sprechen dem Wasser (Yin).
Generell braucht ein Kind genü-
gend Yang-Energie für Wachstum
und Entfaltung. Neben Farben
können auch Muster, Formen
oder Licht für die nötige Yang-
Energie sorgen.
Farbwahl > Ein ohnehin sehr aktives und
entspre- lebendiges Kind sollte nicht über-
chend der stimuliert werden. Vermeiden Sie
Persönlich- daher jedes Extrem an Yang-Ele-
keit des menten. Um aber ein introver- > Wolkige, lasierende Maltech- Kräftige
Kindes tiertes, zurückgezogenes Kind zu niken sind für sehr aktive Kinder, Farben tun
unterstützen, dürfen lebendigere klare Farben für Verträumte introver-
und mutigere Farbtöne gewählt besonders gut geeignet. tierten Kin-
werden. dern gut.
> Fügen Sie dem Raum stets
auch die Farbe des eigenen Ele-
mentes (Mittlere/Kinderzahl des Lenken Energieflüsse, je nachdem,
Neun-Sterne-Ki, Tabelle Seite wohin das Muster zeigt. Können
32/33, Farben siehe oben) bei. jedes der Fünf Elemente betonen.
> Dunkle Farben sollten Sie vor- • Vertikalstreifen, alles Aufstre-
sichtig einsetzen, denn insgesamt bende entspricht Holzenergie,
soll das Kinderzimmer hell und * spitze, dreieckige Formen akti-
freundlich wirken (Seite 42). vieren Feuer,
Wirkung auf • Horizontale Muster sind dem > Schon ein einfacher Flicken-
Raum und Erdelement zugeordnet, teppich gibt dem Raum Stim-
Elemente • metallisch ist alles Runde, Kup- mung und Harmonie, ist strapa-
pel- und Halbkreisförmige, und zierfest und kann regelmäßig
• »wäßrig« sind alle welligen, gewaschen werden.
fließenden und unregelmäßigen > Betonen Sie mit dem Teppich
Formen. ein »Zentrum« im Raum, oder
> Tapeten, Gardinen, Teppiche, schaffen Sie mit seiner Hilfe eine
Holzvertäfelungen oder Jalousien ruhige Nische.
betonen unterschiedliche Muster > Beachten Sie die Web- oder
und Formen im Kinderzimmer. Musterrichtung bei langflorigen
Je nachdem, welche Eigenschaf- Teppichen, denn der Teppich
ten und Energien Sie besonders sollte so liegen, daß er — mit der
fördern möchten (Seite 37), kön- Webrichtung - von der Tür in
nen Sie einzelne Elemente mit den Raum hineinführt.
Mustern gezielt ansprechen.

Regenbogen-
kristalle wir-
Wirkung auf Schaffen ein Zentrum im Raum Lichtwandler und Harmonisie- ken harmoni-
Raum und oder lenken die Energie in rungskünstler. Heben in sonnen- sierend und
Elemente bestimmte Richtungen. Aktivieren beschienenen Fenstern die Raum- aktivierend.
je nach Farbe und Muster unter-
schiedliche Elemente, fördern aber,
wenn das Kind auf dem Teppich
spielt, den »Erdbezug«.
Optimal fürs Kinderzimmer ist
ein Holzboden und daraufgelegte
Teppiche. Teppichböden sind aus
hygienischen Gründen nicht
empfehlenswert.
> Vermeiden Sie Kunstfaserpro-
dukte. Besser sind Naturmateria-
lien, da sich die Kinder wahr-
scheinlich sehr häufig am Boden
aufhalten werden. Atmungsak-
tive, natürliche Materialien haben
nämlich eine bessere Chi-Aus-
strahlung als Kunstprodukte.
Wirkung auf energie, wirken in energetischen
Raum und Durchzugsachsen harmonisierend
Elemente und beruhigend. Verteilen das Chi.
Auch als Mobile oder vor Problem-
kanten (Seite 44) geeignet. Akti-
vieren - in Kombination mit Licht
— unbelebte Ecken.
Funkelnde Regenbogenkristalle
werden von Kindern intuitiv heiß
geliebt. Sie sind wahre Lichtbo-
ten und verzaubern die Raum-
schwingung. Kugelformen erzeu-
gen mehr Yin-, Tropfenformen
überwiegend Yang-Energien. Mobiles ver-
Ideal auch zum Bremsen eines breiten luf-
Tür-Fenster-Durchzugs. sene) ihre fröhliche, »leicht- tige und hei-
> Hängen Sie die Kristalle ein- füßige« Ausstrahlung. tere Schwin-
fach mit einem Faden innen ans > Um zwischen Bett und Tür gungen.
Fenster. den allzu dynamischen Chi-
> Die Kristalle sollten eine Strom zumindest teilweise zu zer-
unbeschädigte Oberfläche haben streuen oder um aggressives Sha-
und stets sauber geputzt sein. Chi (Seite 44) einer Kante neben
dem Bett zu »verwirbeln«, kann
ein Mobile ebenfalls hervorra-
gende Dienste leisten.
Wirkung auf Beleben Raumzonen, in denen
Raum und Energie stagniert, sorgen für luftige
Elemente und heitere Schwingungen. Ver-
teilen Chi und harmonisieren zu Bremsen Energiedurchzug und Wirkung auf
starke Energieflüsse. harmonisieren das Chi am Fenster. Raum und
Fast ein Muß für das Kinderzim- Können je nach Farbe und Motiv Elemente
mer: ein buntes, duftig sich an jedes Element aktivieren.
der Decke bewegendes Mobile Bunte Fensterbilder, auch selbst-
bringt »Lebendigkeit« hinein. gebastelte, mit farbigem Papier
> Mobiles über der Wiege oder hinterklebte Scherenschnitte,
dem Gitterbettchen erfreuen und sind wunderbare Chi-Aktivierer
fesseln jedes Kind. und Freudenbringer. Je bunter,
Aber in jedem Alter schätzen luftiger und lustiger die Motive,
Kinder (und auch viele Erwach- desto besser.
> Im Fenster gegenüber der Tür > Achten Sie bei der Motivwahl
können sie zudem beunruhigen- auf das Gleichgewicht im Raum,
den Energiedurchzug stoppen. vermeiden Sie Einseitigkeiten
> Oder sie helfen, von einem oder Extreme. Motive von Ge-
unerfreulichen Anblick außer- walt, Zerstörung oder Verfall sind
halb des Fensters abzulenken. fürs Kinderzimmer ungeeignet.
Poster, die Wachstum, Frische,
Fröhlichkeit und Unbeschwert-
heit symbolisieren, sind dagegen
Wirkung auf Harmonisieren (je nach Motiv) die günstig. Lassen Sie Ihrem Kind
Raum und Raumenergie und können unbe- aber seinen Geschmack, auch in
Elemente lebte Bereiche aufwerten. Je nach »heftigen« Phasen (Seite 43) - sie
Motiv kann Poster jedes der Fünf sind Teil seiner Entwicklung.
Elemente aktiviert werden. > Um Dachschrägen nicht noch
Ihr Sohn liebt Bilder ausbrechen- zusätzlich zu betonen, sollten
der Vulkane, Ihre Tochter steht hier keine Poster hängen - oder
mehr auf Delphine? So verschie- zumindest nur helle und luftige
den wie die Bildaussage, so Motive von Himmel, Ballonen,
unterschiedlich sind auch die Weitblick und Offenheit.
Energien: Feuer und Wasser. > Wenn Sie einen drückenden
Balken ausgleichen möchten,
sollte das Bild darunter ebenfalls
ein »aufstrebendes«, »anheben-
des« Motiv haben.
Es gibt drei einfache Möglichkeiten, Fehl-
bereiche (Seite 56) auszugleichen:
• Ein Bild, das optische Tiefe hat, »öffnet«
die Wand zum Fehlbereich. Auch ein Spie- Klangspiele bremsen, harmonisie- Wirkung au
gel tut dies, sollte aber nicht im Schlafbe- ren und verteilen ein- und aus- Raum und
reich eingesetzt werden (Seite 70). strömende Energien; Warnsignale Elemente
• Sie beleben die betreffende Zone ersatz- an Plätzen mit Tür im Rücken.
weise in einem anderen Wohnraum, in Aktivieren das Wasserelement.
dem sich Ihr Kind öfters aufhält. Geeignet Wohltuender Klang harmonisiert
sind alle aktivierenden Hilfsmittel. die Umgebung. Wichtig: Der
• Von außen: Liegen in der Zone Treppen- Klang sollte dem Kind gefallen.
haus, Garten oder Balkon, gestalten Sie den > Als Ausgleich bei Lärm- und
Bereich bewußt mit Licht, bewegtem Was- Störeinflüssen aus der Umwelt
ser, Kunst oder einer schönen Pflanze. sind Klangspiele hervorragend
geeignet, aber auch, um einzelne
Raumzonen »energetisch vonein-
ander abzugrenzen« (zum Bei-
spiel den Flur oder den Rest der
Wohnung vom Kinderzimmer,
oder innerhalb des Raumes die
Arbeitszone vom Ruhebereich).

Wirkung auf Beleben das Kinderzimmer, har-


Raum und monisieren aggressive Raumkan-
Elemente ten und bremsen energetische Ideal fürs
Durchzüge (Seite 44). Sorgen für Kinderzim-
Ausgleich bei Einseitigkeiten in der mer: die
Raumgestaltung. Symbolisieren Topfrose
Leben und aktivieren Lebensener- Rosa chi-
gie. Je nach innerer Schwingung nensis.
gibt es Pflanzen aller Fünf Ele- > Auch als Motive auf Postern,
mente (Buchtip Seite 93). Bettdecken oder Tapeten sind
Die frühlingshafte Lebensenergie Pflanzen zu empfehlen.
der Pflanzen ist für Kinder be-
sonders wichtig.
> Es sollten nicht zu viele sein,
aber einige Topfpflanzen sind Sorgen für Lebendigkeit im Kin- Wirkung auf
günstig. Ideal wäre es, wenn Ihr derzimmer und der ganzen Woh- Raum und
Kind sich selbst um seine Pflan- nung. Heben das Chi. Tiere mit Elemente
zen kümmern würde. Gehen Sie Fell aktivieren das Element Feuer,
aber davon aus, daß Sie gelegent- Fische das Element Wasser.
lich selbst ein bißchen mithelfen. Haustiere sind mitunter die
> Eine ideale Pflanze für das besten Freunde von Kindern. Auf
Kinderzimmer ist die zartrosa feinstofflicher und intuitiver
blühende »Topfrose« (Rosa chi- Ebene »verstehen« sich Kinder
nensis). Sie hat eine stark stim- und Tiere. Die Beziehung zu sei-
mungsanhebende Ausstrahlung nem Tier gibt dem Kind Rück-
und hilft, seelische Verwundun- halt, und es lernt, Verantwortung
gen schneller zu überwinden. für ein anderes Lebewesen zu
Damit sie ihre harmonisierende übernehmen. Im Gegenzug
Wirkung voll entfalten kann, bekommt es von seinem Tier
sollte sie gut im Blickfeld stehen. Wärme und Zuneigung.
> Jene Zonen des Kinderzim- gerne aufhält, sind erfahrungs-
mers, in denen sich das Tier auf- gemäß »gute« Plätze.
hält, sind von besonderer Energie > Tiere können mit »ihrem«
geprägt. Tiere aktivieren durch Menschen energetisch sehr eng »Wie der
ihre Anwesenheit einen Platz. verbunden sein. Deshalb zeigen Herr, so's
Allerdings sollten die Stellen, an sie durch ihr Verhalten oft an, wie Gescherr.«
denen sich eine Katze gerne auf- es ihrer Bezugsperson ergeht. Ist
hält, nicht vom Kind genutzt das Tier häufig krank, so erlebt
werden - Katzen sind »Strahlen- meist auch das Kind gerade eine
sucher« und bevorzugen belastete schwierige Phase.
Ob Hund, Plätze. Liegt die Katze daher häu-
Katze oder fig im Bett Ihres Kindes, kann
Hamster- dies zwar mit der wohligen Wär-
ein Tier ist me oder der Nähe zu Ihrem Kind
oft der beste zu tun haben, es kann aber auch
Freund des ein Hinweis auf eine unterirdi- Nicht alle Feng-Shui-Hilfsmittel
Kindes. Auf sche Störung sein. Ziehen Sie passen gleich gut ins Kinderzim-
intuitiver einen erfahrenen Radiästheten mer. Manche Gegenstände kön-
Ebene ver- (Seite 48) zur Analyse des Schlaf- nen den Raum auch allzustark
stehen sich platzes heran. mit Energien aufladen.
die beiden Hunde hingegen meiden Strah- > Von Spiegeln weiß man, daß Spiegel kön-
bestens. lenplätze. Wo sich der Hund sie unterschiedlichste Energien nen Unruhe
kreuz und quer durch den Raum verbreiten
reflektieren. Um Unruhe und
Schlafprobleme zu vermeiden,
sollten Sie daher auf Spiegel im
Kinderzimmer besser verzichten.
> Ähnlich verhält es sich mit DNS-Spira-
den DNS-Spiralen (zwei ineinan- len wirken
der gedrehte Spiralen, ein belieb- sehr stark
tes Feng-Shui-Hilfsmittel), deren
Energien fürs Kinderzimmer
ebenfalls zu stark sein könnten.
> Auch Zimmerbrunnen oder Wasser kann
Aquarien sollten — falls über- den Schlaf
haupt im Kinderzimmer - nur stören
mit gehörigem Abstand zum Bett
(siehe dazu auch Seite 46) auf-
gestellt und in der Nacht besser
ausgeschaltet werden. Nun kann
sich die Raumenergie wieder
so weit beruhigen, daß auch Ihr
Kind ausreichend Ruhe und
Geborgenheit findet.

Alles, was den Raum zusätzlich


lebendiger macht und eine krea-
tive Nutzung fördert, ist günstig
für das Kind. Je »neutraler« der
Raum - einfarbige Wände, Par-
kettboden und Fichtenholzmöbel
- desto wichtiger sind ergän-
zende Accessoires und praktische
Hilfsmittel. Eine Schatz-
Mehr Farbe > Mehr Farbe bringen Sie in den kiste für
Raum, indem Sie Möbel bunt In einem allzu braven, von den all die klei-
bemalen - die Spielzeugtruhe, Eltern bereits fertig eingerichte- nen Schätze
das Bett, das Regal oder der ten »Vorzeige«-Kinderzimmer der Kinder
Schrank können Farbe gut ver- wird sich Ihr Kind immer ein hilft beim
tragen (Tips zur Farbwahl finden bißchen fremd fühlen. Sorgen Sie Aufräumen.
Sie auf Seite 42 und 65). dafür, daß das Kind sich ausrei-
Stauraum > Das Kind sollte bald lernen, chend selbst einbringen darf, und
für Spiel- für Ordnung im eigenen Zimmer helfen Sie ihm aktiv bei seinen
zeug zu sorgen (Seite 89). Je aufge- Gestaltungs- und Dekorations-
räumter, desto mehr Freiraum bemühungen.
zum Spielen! Einfache Weiden- > Eine knapp über dem Boden
körbe oder stapelbare Boxen an der Wand befestigte, mit
schaffen Extra-Stauraum. Tafelfarbe bestrichene Hartfaser- Malen
Zusätzlichen Stauraum für Spiel- platte unterstützt auf praktische erlaubt!
zeug und die vielen kleinen Weise den natürlichen Mal- und
Schätze des Kindes schaffen auch Schreibdrang des Kindes.
aus Stoff oder Jute genähte > Überhaupt sollte es nichts
Taschen, die Sie an die Wand, das ausmachen, wenn Wände, Boden
Regal oder ans Stockbett hängen oder Möbel mit Buntstiften, Fin-
können. gerfarben oder Ölkreiden »ver-
ziert« werden. Kinder müssen
sich austoben können, und je
mehr Möglichkeiten Sie dazu
schaffen, um so besser. Der Wert des unbeschwerten Spielens
> Jede Bagua-Zone eignet sich wurde lange Zeit nicht richtig erkannt und
für Kreatives, ganz besonders daher auch nicht gewürdigt: Kinder brau-
wichtig ist aber die lebendige chen aber den kreativen Selbstausdruck, die
Gestaltung Gestaltung der Kreativitätszone Auseinandersetzung, das Abenteuer und
der Kreati- im Kinderzimmer. Hier sollte die Euphorie des gemeinsamen Spiels.
vitätszone anstelle eines schweren Schrankes Schaffen Sie sowohl räumlich als auch zeit-
lieber das Bett sein oder der lich genügend Freiraum für tägliches Spiel.
Spielbereich. Und hier ist der Und unterstützen Sie den Kontakt und
beste Platz für Selbstgemaltes Austausch Ihres Kindes mit gleichaltrigen
und Selbstgebasteltes, für vom Freunden. Wenn Tennisstunde, Ballett-
Spaziergang mitgebrachte Kiesel- unterricht und Nachhilfe nahezu den
steine, Muscheln, Blätter oder ganzen Nachmittag vereinnahmen, dann
Holzstücke. Erlaubt ist, was bleibt zuwenig Zeit für unbeschwertes,
gefällt, und - besonders wichtig - unreguliertes Erleben und Lernen.
wozu Ihr Kind einen persönli- Wie Sie gemeinsam mit Ihrem Kind spielen
chen Bezug hat. Außerdem zeigen können und es dabei ganz ohne Streß
Sie ihm Anerkennung, wenn Sie gezielt fördern und seinen Anlagen gemäß
Ihrem Kind ermöglichen, seine unterstützen, erfahren Sie ab Seite 80.
schöpferischen Produkte ausrei-
chend zur Schau zu stellen.
Die Woh- > Übrigens sollten Kinderwerke
nung als auch außerhalb des Kinderzim- Zeitungen werden rettende Inseln
Galerie mers an verschiedenen Stellen im Meer, und einer Prinzessin
der Wohnung Platz finden - das genügt eine aus Papier gefertigte Je einfa-
stärkt das Selbstwertgefühl und Krone zum Glück. cher, desto
wirkt verbindend auf die Familie. > Sammeln Sie übers Jahr die anregen-
verschiedensten Requisiten in der für die
einer Kiste, und Sie werden mit Phantasie
Freude erleben, wie wenig Kinder
Ihr Kind wird beim Spielen mit zum Glücklichsein brauchen -
Haut und Haaren in die Welt der sofern sie noch nicht durch über-
Phantasie eintauchen. Pappkar- mäßigen Einfluß von TV, Com-
tons werden kurzerhand zu Bur- putern oder Elektronikspielzeu-
gen, Feuerwehrhäusern oder gen zu passiven Konsumenten
Tankstellen umfunktioniert, aus »erzogen« wurden.
Sie kennen nun eine Menge Ein- spielsweise Holz: Aufstrebende
richtungstips für die kindgerech- Formen, die Farbe Grün oder
te und energierichtige Gestal- Naturmotive sind hier richtig.
tung der Kinderzimmer. Sobald > Bringen Sie außerdem die
...aufgrund- Sie mehr über die innere Energie Energie des fördernden Elemen-
der Neun- Ihres Kindes wissen, also über tes ein (Seite 20). Bei Holz wäre
Sterne- seine individuelle Persönlichkeit das Wasser, also dunkelblau, wel-
Kinderzahl und die inneren Anlagen, kön- lige Formen und Wassermotive Kein Ele-
nen Sie aus der Vielzahl an Mög- oder auch ein Zimmerbrunnen. ment sollte
lichkeiten noch genauer aus- > Zwar sollten die drei anderen überhand-
wählen. Dazu benötigen Sie die Elemente ebenfalls im Raum vor- nehmen -
»Kinderzahl« des Neun-Sterne- kommen, aber der Schwerpunkt in diesem
Ki (Seite 30). Diese beschreibt die sollte auf den beiden Haupt-Ele- Raum sind
wesentlichen Anlagen Ihres Kin- menten liegen. In Zahlen ausge- Wasser- und
des — und daraus können Sie drückt: Diese beiden sollten etwa Holzener-
konkrete Maßnahmen ableiten. zur Hälfte oder geringfügig mehr gie zu stark
im Raum vorhanden sein, vertreten.

Jeder der neun Zahlen wird ein


Element zugeordnet (Seite 32),
... mit den und dieses »Heimatelement der
richtigen Kinderzeit« sollte bei der Gestal-
Farben, tung des Kinderzimmers beson-
Formen und ders berücksichtigt werden. Wel-
Accessoires che Hilfsmittel welches Element
fördern, finden Sie ab Seite 64.
> Sorgen Sie dafür, daß durch
Farben, Formen und Accessoires
das »Heimatelement« ausrei-
chend stark vertreten ist. Bei der
Kinderzahl 3 oder 4 wäre es bei-
ren Wesen besonders entspricht.
2 Das zweite herausragende Ele-
ment ist das für Holz förderliche
»Wasser« (Seite 20). Am besten
bringen Sie Wasserenergie ins Holz mit
Zimmer durch Gardinen (wellige Wasser
Form), etwas dunkleres Blau nähren
(allerdings nicht zuviel, weil das
Zimmer sonst »kalt« wirken
könnte), Tapeten oder Stoffmu-
ster in unregelmäßigem, welli-
gem Dekor oder durch Bilder mit
Wasserlandschaften. Auch ein
Aquarium oder ein kleiner Zim-
während sich die verbleibenden merbrunnen aktivieren Wasser-
drei Elemente die restlichen 40 energie. Diese Hilfsmittel sollten
bis 50 Prozent teilen. aber sehr behutsam eingesetzt
werden, denn kein Element darf
auf Kosten der anderen extrem
überbetont werden (Seite 19). Dazu ein
Marcus, geboren am 12.6.1993 3 Ergänzen Sie nun den Raum bißchen
hat als Kinderzahl eine 4 (7-4-8). mit Gegenständen und Hilfsmit- Feuer, Erde
Bis er etwa 18 Jahre alt ist, wird teln, die den drei weiteren Ele- und Metall
sein Leben unter dem dominan- menten entsprechen: etwa mit
ten Einfluß der Vier - und des einem roten Bilderrahmen
Holzelementes - stehen. (Feuer), einem Teppich mit vie-
l Sein Kinderzimmer sollte also len Gelb-, Orange- oder Ocker-
Das Holz- besonders »holzig« gestaltet sein. anteilen (Erde), und lassen Sie
element her- Hellblau, Grün oder Türkis, auf- die Deckenfarbe weiß (Metall).
vorheben strebende Formen und Muster, > Sollte Ihr Kind gerade eine
dazu Bilder, Vorhänge oder Bett- Phase haben, in der ganz andere
wäsche mit Naturmotiven, auch Farben und Formen »angesagt« Unterstüt-
Zimmerpflanzen bringen Holz- sind, dann sorgen Sie dafür, daß zung in allen
energie in den Raum. Das Ganze zumindest ein wenig Heimat- »Phasen«
sollte besonders kreativ-lebendig und Förder-Element im Raum
wirken. Damit haben Sie das spürbar sind. Das hilft Ihrem
»Heimatelement« ausreichend Kind, auch extreme Lebenspha-
verankert und Marcus ein Um- sen mit Hilfe der stärkenden
feld geschaffen, das seinem inne- Energien leichter zu bewältigen.
Wenn Sie sich in der glücklichen cher, Hecken und sonstige Pflan-
Das erwei- Lage befinden, einen eigenen zen sorgen für eine geballte
terte Kin- Garten zu besitzen, sollten Sie Ladung an Chi. Da Kinder eine
derzimmer diesen zum »erweiterten Kinder- große Dosis Chi benötigen, um
zimmer« umfunktionieren. zu wachsen, sich gesund und
selbstbewußt zu entwickeln, bie-
tet der Garten eine gute und
notwendige Ergänzung zum Auf-
enthalt in Innenräumen.

Kinder brauchen Bewegungs-


raum und Platz zum Herumtol-
len, zum Verstecken und Spielen.
Im Garten werden viele neue Je freier sich ein Kind bewegen
Möglichkeiten eröffnet, die selbst kann, desto besser. Wer nur in
in der größten Wohnung nicht Innenräumen aufwächst, wird
vorstellbar wären. Bäume, Sträu- nicht nur zum Stubenhocker, es

Draußen
zu spielen
fördert das
Chi und
ermöglicht
Erfahrun-
gen, wie sie
kein Innen-
raum bieten
kann.
verkümmern auch viele natürli- wickeln, wenn es sich auch bei
che Reflexe, und so manche nur wechselnden Witterungsverhält-
über Spiel und Sport erlernbaren nissen im Freien aufhält.
Stuben- Eigenschaften können sich nicht
hockern ausprägen. Häufig entwickeln
mangelt Kinder mit mangelndem Natur-
es an kontakt schon früh eine betont
»Erdung«. geistige und intellektuelle Orien-
tierung. Ihnen fehlt es an »Er- Gestalten Sie Ihren Garten betont
dung«, Verwurzelung und kraft- abwechslungsreich und lebendig.
voller innerer Beständigkeit, was > Die sterile Rasenfläche, auf Abwechs-
sich oft erst viel später im Leben der neben pflegeleichten Nadel- lung ist das
als Einseitigkeit oder Mangel her- gehölzen nichts anderes Platz fin- A und O
ausstellt. det, könnte durch Laubgehölze,
Blumen, Krauter, Beeren und
Früchte (ganz wichtig!) oder eine
Blumenwiese ersetzt oder zumin-
Beziehen Sie daher den Garten - dest ergänzt werden.
auch wenn er noch so klein ist - > Schaffen Sie etwas dichter
in Ihre Freizeitaktivitäten mit ein. bewachsene Zonen mit Unter-
Hauptsache: Und ermuntern Sie Ihre Kinder, holz zum Verstecken, lassen Sie
im Freien! sich so oft wie möglich im Freien aber auch ein Wiesenstück frei
zu bewegen. Dazu muß nicht zum Ballspielen und Herum-
immer die Sonne scheinen, im tollen.
Gegenteil wird Ihr Kind viel > Wasser hat bekanntlich auf
mehr Widerstandskräfte ent- Kinder eine besondere Anzie- Ein bißchen
hungskraft: Schaffen Sie eine Wasser zum
Stelle im Garten, wo Ihre Kleinen Pritscheln
nach Herzenslust »pritscheln«
Die Natur in ihrer ganzen Vielseitigkeit zu
dürfen, und schauen Sie einfach
erleben, regt die Phantasie an und fördert
weg, wenn Sie Ihre Kinder auf
die Kreativität - ein notwendiger Ausgleich
den ersten Blick nicht wieder-
zur »vorgefertigten« Lebens- und Spielum-
erkennen ...
gebung im Kinderzimmer, in der Woh-
nung, im Kindergarten und in der Schule.
Gehen Sie deshalb möglichst viel mit Ihrem
Kind ins Grüne, wenn Sie keinen eigenen
Es muß nicht immer der super-
Garten haben!
aufwendige Spielplatz sein, der
Kinder glücklich macht.
> Manchmal reicht auch die
improvisierte Schaukel am Ast
eines Baumes, und zum Graben
Perfektion und Burgenbauen tut's oft auch
ist nicht der einfach angeschüttete Erd-
gefragt oder Sandhaufen. Stellen Sie
kindgerechte Schaufeln, Eimer,
Siebe und sonstige Kleinwerk-
zeuge zur Verfügung - Anleitung
müssen Sie nicht geben, die Kin-
der werden schon selbst heraus-
finden, was sie damit alles anstel-
len können.

Baumhaus, Hütte oder Indianer-


zelt - die Phantasie der Kinder Ein Garten,
blüht auf, und schnell wird dies in dem es
der Lieblingsplatz aller Kinder Nicht die Stelle ist so wichtig, wo sich so rich-
aus der Nachbarschaft. Denn die Kinder spielen dürfen, son- tig abenteu-
auch im Garten wollen Kinder dern die Tatsache, daß sie über- erlich und
sich verstecken, ihr »eigenes haupt genügend Raum und eine phantasie-
Haus« bewohnen und sich ver- inspirierende Umgebung zur Ver- voll spielen
Das »eigene kriechen in eine gemütliche fügung haben. Idealerweise wäre läßt, ist für
Haus«-eine Höhle. der Kinderspielbereich natürlich Kinder das
wichtige > Bauen Sie (mit älteren Kin- in der Bagua-Zone Kinder Größte.
Erfahrung dern gemeinsam) eine Hütte, (»Kreativität« im Kinder-Bagua),
oder stellen Sie ein Zelt auf - und da sich Ihre Kleinen hier beson-
lassen Sie die Kinder dort unge- ders gerne aufhalten werden.
stört ihren eigenen Phantasien Aber nur, wenn es die Situation
und Spielen nachgehen. in Ihrem Garten auch wirklich
Das ist eine wichtige Schlüssel- zuläßt und genügend Platz zur
erfahrung für ihr Leben, denn Verfügung steht, sollten hier die
hier gibt es einen Platz, über den Spielgeräte untergebracht wer-
sie selbst bestimmen können. den. Ansonsten tut's auch jeder
Eigenverantwortlichkeit und andere Bereich - Hauptsache, die
Selbstwert werden dadurch be- Kinder dürfen sich ungezwun-
sonders gestärkt. gen bewegen.
Von klein auf lernen Kinder
fürs Leben, in erster Linie
durch Erfahrung und Vorbild.
Erziehung ist deshalb am
fruchtbarsten, wenn sie dem
Kind ermöglicht, durch das
Verhalten der Eltern und durch
vielfältige eigene Erfahrungen
zu erleben, welche Reaktionen
und Strategien erfolgreich und
ihm gemäß sind. Zusammen
mit einem stimmigen Umfeld
sorgt eine solche Erziehung für
eine harmonische Zukunft.
Gelingt es Eltern, Lehrern und
Bezugspersonen, das Kind in
seinem wahren Wesen zu
erkennen, um daraus den rich-
tigen Umgang mit ihm abzu-
leiten, werden die Kindheits-
erfahrungen überwiegend
positiv und förderlich sein.
Die Prinzipien des Feng Shui
sind dabei sehr hilfreich.
Am besten und am lustvollsten für Gleichgewicht und Harmonie
lernen Kinder beim Spielen - zu sorgen. Auf Basis der Fünf-
das ist bei Erwachsenen übrigens Elemente-Lehre (Seite 19) kön-
nicht anders. nen Sie Ihr Kind gezielt unter-
stützen.
Welche der Elemente sind in Stärken
Ihrem Kind besonders stark ver- und Schwä-
anlagt und welche eher schwach? chen in der
> Beobachten Sie Ihr Kind im Elemente-
Kinder spielen gerne und freuen Alltag und beim Spielen, denn verteilung
sich über alles, was Bewegung Einseitigkeiten oder Mängel zei-
verspricht und Spaß macht. Spie- gen sich manchmal sehr deutlich.
len Sie also mit Ihren Kindern! Auch der Test auf Seite 28 kann
Spiele • Sie können damit die Entwick- Sie dabei unterstützen, Ihr Kind
wirken lung Ihres Kindes sanft und un- besser zu verstehen.
vielfältig aufdringlich fördern;
• Einseitigkeiten lassen sich spie- Sollten Sie dabei größere Defizite
lerisch ausgleichen (Seite 22); entdecken, ist das noch lange
• Sie können die momentane kein Malheur, denn Ungleichge-
Situation Ihres Kindes besser wichte sind die Triebfeder des
wahrnehmen und auf ungezwun- normalen menschlichen Lernens.
gene Weise feststellen, was Ihrem Wenn Sie Ihrem Kind die best-
Kind zur Zeit besonders fehlt. mögliche Unterstützung für sei-
• Beim Spielen erlebt Ihr Kind nen Entfaltungs- und Reifungs- Liebevolle
Situationen, die Alltagsereignis- weg geben, wenn es sich auch in Unter-
sen ähnlich sind; dabei kann es schwierigen Situationen nicht stützung
wichtige Erfahrungen sammeln. alleingelassen fühlt, wird es mit
der Zeit seine innere Harmonie
finden.
Bedenken Sie aber stets, daß len-
Jedes Kind hat seine Stärken und kende Maßnahmen für Ihr Kind
Schwächen. Im Feng Shui der nur dann hilfreich sind, wenn
Erziehung geht es - wie bei der sie liebevoll und nicht manipula-
Wohnungseinrichtung - darum, tiv eingesetzt werden.
Wenn Sie Ihr Kind nun beobach-
ten und wenn Sie gemeinsam
spielen, sollten Sie sich dessen be- Durch spezielle Spiele und
wußt sein, daß nichts ausschließ- Übungen kann Ihr Kind genau
lich »schwarz« oder »weiß« ist - jene Erfahrungen sammeln, die
zu viele individuelle Zwischen- ihm derzeit aufgrund eines Ele-
töne sind in der Persönlichkeit mentedefizits noch fehlen.
eines Menschen möglich. Nun sollten Sie aber nicht nur die Wichtig:
Bleiben Sie stets offen und un- schwächeren Elemente fördern. alle Fünf
Im Spiel voreingenommen, und begegnen > Am besten kann Ihr Kind die Elemente
wird die Per- Sie Ihrem Kind mit Liebe und derzeit noch nicht so harmonisch »durch-
sönlichkeit Verständnis: Insofern zeigen alle veranlagten Elemente entwickeln, spielen«
sichtbar - Informationen dieses Buches wenn es sie im Zusammenhang
aber sie hat lediglich »Möglichkeiten« auf, mit »starken Erfahrungen« üben
mehr Facet- niemals aber ein »Muß«. kann. Denn wenn das Kind »in
ten, als es Vertrauen Sie in erster Linie Ihrer seinem Element« ist, wird es sich
auf den Intuition, und passen Sie jede leichter tun und erfolgreicher
ersten Blick Maßnahme an Ihre individuelle sein als in »fremdem Terrain«, wo
erscheinen Situation an - dann werden sich es eher mal zu Frustrationen
mag. alle Beteiligten damit gut fühlen. kommt. Deshalb sollten alle
Fünf-Elemente-Spiele abwech-
selnd angeboten werden.

> Die folgenden Übungen sind


eigentlich überall einsetzbar: Wo
Wenn Sie mit Ihren Kindern im spielen?
Garten oder in der Wohnung
herumtollen, beim Sonntagsaus-
flug oder am Urlaubsort - immer
können spontan einige lustvolle
Minuten dem »Fünf-Elemente-
Lernen« gewidmet werden.
> Auch wenn Sie noch nicht so Was
genau wissen, worauf Sie zusteu- spielen?
ern sollen: Wenn Sie bei der Aus-
wahl der Spiele genügend Raum
für alle Elemente schaffen, dann
werden Sie automatisch das Rich- > Ziel: Neues ausprobieren;
tige tun, denn Sie vermeiden Ein- Raumorientierung, Körperkoor-
seitigkeit und verschaffen allen dination und Bewegungsausdruck
Energien ausreichend Raum. verbessern.
Wer spielt? > Mutter, Vater, Tante, Oma,
Opa & Kind: Alle Spiele wurden
so ausgewählt, daß sie gut zu
zweit machbar sind, einige eignen 1 Sich zum Himmel strecken Für 3- bis
sich aber auch hervorragend als wie die höchsten Äste eines Bau- 6jährige
Gruppenspiele. mes, fast unerreichbar hängende
Variationen > Variationen sind — je nach ört- Äpfel pflücken, sich recken, um
sind erlaubt lichen Erfordernissen und spon- noch die allerhöchsten Wolken
tanen Bedürfnissen — durchaus zu »berühren« - alle diese Übun-
erlaubt, verlieren Sie aber nie das gen fördern Holzenergie.
Ziel des Spiels aus den Augen: Sie 2 Wenn dann genügend Äpfel
finden die Zielbeschreibung im Korb sind und alle Wolken
jeweils zu Beginn der Anleitung. berührt wurden, verwandeln sich
> Letztlich sind die Übungen als die Spieler in junge Häschen und
Modelle zu verstehen: Sie können springen, hoppeln und laufen
selbst ähnliche, zu Ihrem Kind übermütig kreuz und quer »über
und der Situation passende Spiele die Wiese«.
und Übungen erfinden. 3 Nach einigen Minuten Auslauf
hocken sie sich einander gegen-
über auf den Boden. Nun sprin-
gen sie auf Zuruf abwechselnd
oder gleichzeitig aus der Hocke
Ein kleines Ritual zu Beginn ist vor allem so hoch wie möglich »zu den
für jüngere Kinder ein guter »Startschuß«. Wolken«, als wollten die Häschen
unbedingt fliegen lernen.
> Ideal ist zum Beispiel eine Klopfmas-
Der Größenunterschied zwischen
sage: Einer stellt oder legt sich entspannt
Erwachsenem und Kind wird
hin, der andere klopft mit lockeren Fäusten
sicher lustig wirken, aber Ihr
sanft auf Schultern, Arme, Rücken, Po und
Kind wird das nicht stören.
Beine.
Sollten Sie als »alter Hase« aus
> Auch ausgiebiges Dehnen und Gähnen
der Puste kommen, darf Ihr Kind
paßt gut als Einstieg.
zweimal springen, während Sie
sich ein bißchen ausruhen.
3 Bleibt ein Spieler aber stehen, Für 7- bis
friert er am eisigen See sofort an. 10jährige
So festgefroren, muß er nun den
Körper warmhalten, indem er
sich möglichst intensiv bewegt.
Kopf, Schultern, Oberkörper,
Hüften, Zehen und was sonst
noch möglich ist, werden bewegt,
geschüttelt, gerieben und gebeugt
— aber Achtung auf das Tablett!

> Ziel: Gemeinsamkeit erleben,


Spaß haben und lachen, sich mit
anderen austauschen.

l Ein Spieler stellt sich mit Für 3- bis


einem Spielseil in die Mitte des 6jährige
Raumes: Das Seil ist jetzt eine
»gefährliche Schlange«.
Schlingernd zischelt die hungrige
Beim Holz- Schlange durch den Raum - am
Spiel »Häs- Anfang noch sehr langsam, später
chen auf der 1 Die Spieler »wackeln« wie Pin- immer schneller. Dabei kommt
Wiese« guine mit schlenkernden Armen sie dem verfolgten Kind gefähr-
kann's ganz über eine spiegelglatte Eisfläche. lich nahe. Die einzige Rettungs-
schön wild 2 Erschwert wird die Sache da- möglichkeit, um dem tödlichen
zugehen. durch, daß der Pinguin auch als Biß zu entgehen: beherzt drüber-
Kellner im Eisrestaurant arbeitet: springen. Gerettet ist man, wenn
Obwohl er ständig auszurutschen das Seil nicht berührt wird.
droht, muß er ein Tablett voll mit Doch kaum wähnt sich das Kind
köstlichen Eisbechern sicher an in Sicherheit, wird es bereits wie-
sein Ziel bringen. Je ausgefallener der verfolgt. Da die Schlange nun
und abenteuerlicher die Verren- so richtig in Fahrt kommt, fol-
kungen, Grimassen und Körper- gen auch die rettenden Sprünge
haltungen, desto lustiger. in immer kürzeren Abständen.
1 Die Spieler dürfen sich bei Für 7- bis
rhythmischer Musik zunächst 10jährige
mal so richtig »auslaufen«, kreuz
und quer über den Platz.
2 Danach stellen sich die Partner
einander gegenüber und nehmen
einen weichen Ball so zwischen
sich, daß er möglichst tief zwi-
schen ihnen eingeklemmt wird,
ohne herunterzufallen.
Ab jetzt dürfen die Hände nicht
mehr verwendet werden.
3 Nur durch Körperverrenkun-
gen müssen die Partner den Ball
nach oben befördern. Fällt er
herunter, beginnen sie von vorn.
4 Geübtere Paare werden dann
mit dem Ball durch den Raum
geschickt - sie bewegen sich seit-
lich, rückwärts, vorwärts - auf
abwechselndes Kommando.
Lange hält der Ball nie, und je
Zischelnd • Variante für eine Gruppe: mehr gelacht wird, desto besser.
verfolgt die
hungrige 2 Sobald die Kinder genügend
Schlange Sicherheit beim Drüberspringen
das Kind... haben, gilt die Regel: zu zweit > Ziel: Erdung, Zentrierung und
eine span- oder zu dritt gleichzeitig sprin- Standfestigkeit finden und in die
nende gen, dabei darf kein Kind die eigene Mitte kommen.
»Feuer«- Schlange berühren, sonst sind
Übung. alle verloren.
3 Noch schwieriger wird das
Spiel, wenn die Kinder sich auch l Behäbig wie schwere Elefanten Für 3-bis
noch an den Händen fassen müs- stapfen die Kinder durch den 6jährige
sen. Dabei darf die Schlange aber Raum und stellen sich vor, daß
nur sehr langsame Bewegungen sie tiiiiefe Fußspuren ins feuchte
machen. Erdreich drücken.
2 Nun wird der Boden aber der etwas Neues einfallen, um
nach einem Gewitter erst so rich- den Baum zu fordern. Von allen
tig schlammig. Um nicht ganz im Seiten wird mal sanfter, dann
Matsch zu versinken und wenig- plötzlich wieder heftiger gepu-
stens ein Bein sauber zu halten, stet, gestürmt, gerüttelt - und
tun sie sich zu zweit oder zu dritt vielleicht auch ein bißchen gekit-
zusammen, um den Dschungel zelt. Nun muß der Baum seine
zu durchqueren. So hebt jeder Stabilität beweisen.
das linke Bein, sie umfassen sich 3 Wenn der Baum genügend
mit den Armen, und als »Einbei- gerüttelt und getestet wurde, darf
nige« hopsen sie nun elefanten- er sich kurz erholen.
mäßig behäbig gemeinsam zur Danach wird gewechselt.
Futterstelle.
3 Auf dem anderen Bein geht's
dann gemeinsam zum nächsten
Futterplatz. > Ziel: Grenzen erkennen - bei
sich und anderen; Toleranz, Eigen-
wahrnehmung, Respekt und
soziale Kompetenz entwickeln.
Für 7- bis 1 Die Spieler stehen einander
10jährige gegenüber. Mit geschlossenen
Augen, die Füße etwa hüftbreit,
verwandelt sich einer der beiden l Zu zweit bewegen sich die Für 3- bis
in einen Baum - zunächst ist es Spieler durch den Raum. Dabei 6jährige
nur ein zartes Pflänzchen, wächst spielt einer den Schatten des an-
dann aber rasch zu einem Bäum- deren: Er folgt ihm und kopiert
chen heran und wird schließlich die Bewegungen des Vorder-
ein stattlicher, kräftiger Riese. manns. Diese dürfen ruhig aus-
Seine Wurzeln sind tief in der gefallen sein.
Erde vergraben und geben ihm Die Spieler sollen achtgeben, daß
Halt und Stabilität. sie sich auch in besonders schnel-
2 Nun verwandelt sich der Part- len Spielphasen nie berühren.
ner in einen Sturm. Zunächst Vor allem, wenn ein Erwachsener
umfächelt er noch sanft den mit einem Kind spielt, kann die-
Baum, doch rasch rüttelt er wie ses Spiel durch den Größen- und
ein wilder Orkan am Baum — Altersunterschied sehr komisch
er darf dabei den Baum auch an- sein. Lachen Sie aber den anderen
fassen, aber ihm nicht wehtun. nicht aus, Andersartigkeit
Der Sturm läßt sich immer wie- braucht Toleranz, und gerade die
wollen wir ja mit diesem Spiel unterschiedliche Bewegungs-
ebenfalls üben. übungen gemacht werden, zum Für 7- bis
Beispiel: rückwärts hüpfen, mit 10jährige
dem Kopf eine Acht beschreiben,
Arme seitlich ausstrecken und im
1 Die Spieler gehen durch den Gehen niemanden berühren.
Raum und beobachten dabei die Jeweils ein Spieler sagt die Übun-
»Metall«- Atmung: Wie und wo bewegt gen an, der andere darf nach ein,
Spiel für die sich der Brustkorb? zwei Minuten den Kreis ein
Kleinen: 2 Mit einer genügend langen bißchen verkleinern.
Einer ahmt Schnur wird dann am Boden ein 3 So wird das Spielfeld von Mal
den ande- großer Kreis um die Spieler zu Mal kleiner, bis es fast unmög-
ren nach ausgelegt. Das Kreisinnere ist das lich wird, sich noch zu bewegen.
(Seite 85). Spielfeld. Hier müssen nun Am Schluß sind fast artistische
Fähigkeiten gefragt, um die Auf-
gabe richtig durchzuführen, wei-
terhin innerhalb des Kreises zu
bleiben und gleichzeitig den Mit-
spieler nicht zu berühren.

• Variante für eine Gruppe:


Diese Übung ist mit einem Spiel-
leiter und mehreren Spielern
besonders toll. Sie brauchen dann
nur eine längere Schnur.

> Ziel: Mut für Neues entwickeln,


sich fallenlassen und die Fähigkeit
erlernen, ruhig zu sein und sich zu
entspannen.

l Ein Spieler legt sich auf eine Für 3-bis


Bodenmatte oder eine Decke. Der 6jährige
Rest (gleichgültig ob ein Kind
oder mehrere) übernimmt den
aktiven Part und kniet oder hockt
sich seitlich daneben.
2 Nun beginnt es zu »regnen«:
Mit den Fingerkuppen wird sanft
auf den Körper des Liegenden
geklopft und gepocht - die ersten
Tropfen fallen. Langsam, aber ste-
tig nimmt der Regen an Heftig-
keit zu, bis schließlich ein richti-
ges Gewitter auf das Kind nieder-
prasselt. Jede Körperstelle - von
den Zehen bis zum Scheitel —
sollte gut »naß« werden, aber
immer sollten die Berührungen
angenehm sein.
3 Dann läßt der Regen plötzlich
nach, die Tropfen fallen sanfter
und versiegen schließlich ganz. • Variante für eine Gruppe: »Regentrop-
4 Nach einer kurzen Nachspür- Legen Sie zu dieser Übung ruhige fen« pochen
phase wird der Nächste sanft Musik auf. mal sanft,
»beregnet«. 1 Ein Kind stellt sich mit ge- mal hefti-
schlossenen Augen in die Mitte ger auf den
der Gruppe. Ganz eng bilden die Körper-
anderen um den »Blinden« einen natürlich
Für 7-bis Als Eltern-Kind-Spiel kann diese schützenden Kreis. ein »Was-
10jährige Übung nur »one-way« durchge- 2 Steif wie ein Stehaufmänn- ser«-Spiel.
führt werden, bei zwei etwa chen läßt sich das mittlere Kind
gleich großen und ähnlich star- nun nach hinten kippen. Die
ken Kindern wird gewechselt: anderen Mitglieder des »Vertrau-
1 Die Spieler stellen sich paar- enskreises« fangen ihn mit den
weise in etwa einem halben bis Händen auf und schieben ihn
dreiviertel Meter Abstand hinter- vorsichtig in verschiedene Rich-
einander auf. tungen im Kreis herum.
2 Der Vordere macht sich ganz Sorgen Sie für harmonisches und
steif und läßt sich langsam nach diszipliniertes Spielen, dann wird
hinten fallen. Der Hintere fängt der Mittlere die Übung sehr
ihn auf und stellt ihn sanft wie- genießen.
der in die Vertikale. Das sollte 3 Nach etwa zwei Minuten darf
einige Male wiederholt werden. das nächste Kind in die Mitte.
Christina will sich einfach nichts • Sprechen Sie offen und ehrlich So kann
sagen lassen und faßt die Bitten über Wichtiges, Kommuni-
Wenn's ihrer Mutter immer gleich als • nehmen Sie sich füreinander kation
schwierig Kritik auf - und macht dann Zeit, hören Sie wirklich zu, gelingen
wird ... auch das genaue Gegenteil... • betrachten Sie die Dinge mal
Und Kevin liebt Geheimnisse aus der Perspektive des anderen,
und läßt niemand an seinem • verzichten Sie auf Schuldzu-
Innenleben teilhaben. Wenn er weisungen, und
dann mißverstanden wird, zieht • formulieren Sie Ihre Anliegen
er sich beleidigt zurück ... stets vorwurfsfrei; das vermeidet
Streß und drängt Ihr Kind nicht
in eine Abwehrhaltung (Buchtip
Seite 93).
All dies ist eine gute Grundlage
für mehr Harmonie und weni-
Wo Menschen miteinander leben, ger Probleme (Chi-Stau) im täg-
gibt es Irrtümer, nichterfüllte lichen familiären Miteinander.
Erwartungen, Mißverständnisse,
mal gute, mal schlechte Laune ...
und irgendwie muß man doch
miteinander klarkommen. Aus der Beobachtung der unter-
Hilfe durch > Mit Hilfe des Neun-Sterne-Ki schiedlichen Rollen und Verhal-
Neun Sterne und der Fünf Elemente werden tensmuster innerhalb der Familie
und Fünf Sie Ihr Kind besser verstehen ler- entwickelt das Kind auf unbe-
Elemente nen und anders auf sein Verhal- wußte Weise ein eigenes Abbild Vorbilder
ten reagieren können (Seite 22). der Welt. Dabei erlebt es bei- prägen das
spielsweise, ob es sich auf Vater Weltbild
und Mutter wirklich verlassen
kann, oder es »bohrt« instinktiv
> Das wichtigste Bindeglied und in die geheimsten Schwachstellen
Ausdrucksmittel ist die Kommu- der Eltern. Je nachdem, wie offen
nikation - wenn sie »funktio- und konsequent Sie nun reagie-
niert«, fließt gutes, kraftvolles Chi ren, erlebt das Kind, ob man zu
zwischen Eltern und Kind: seinen Stärken und Schwächen
stehen darf oder eben nicht.
Diese Erfahrungen übernimmt
es als eigene »Muster« für sein
weiteres Leben. Ordnung, Sauberkeit und Sichtrennen von
> Zeigen Sie daher Ihrem Kind nicht mehr benötigten Dingen sind eine
Fehler durch aktives Vorleben, daß jeder wichtige Grundlage des Feng Shui. Nur
sind zum Mensch Fehler und Schwächen wenn es genügend Freiraum in der Woh-
Lernen da haben darf und daß das noch nung gibt und viele »klare« Energien im
lange kein Unglück ist, solange Raum sind, kann das Chi vital und frei
man bereit ist, daraus zu lernen fließen. In solchen Räumen lebt es sich hei-
und sich weiterzuentwickeln. terer und unbeschwerter.
Ein spezieller Fall ist aber das Kinderzim-
mer, weil es der Intimbereich Ihres Kindes
ist und idealerweise spätestens ab dem
Schulalter vom Kind selbst in Ordnung
Ein weiteres wichtiges Thema gehalten werden sollte.
sind Regeln und Verbote. Diese
Werte, lösen erfahrungsgemäß meist > Beim Aufräumen kann Ihr Kind schon
Regeln und inneren Widerstand aus und früh Selbständigkeit und Disziplin üben.
Verbote stören daher den freien Energie- Allerdings sollten Sie zunächst mal lernen
vermitteln fluß zwischen Eltern und Kind. »wegzuschauen«. Schreiten Sie erst dann
Auch hier sollten Sie mit gutem ein, wenn das Chaos im Kinderzimmer
Beispiel vorangehen: unerträglich wird. Damit geben Sie auch
> Leben Sie Ihre Werte und einem Kind, das sich nichts aus Ordnung
Ideale klar erkennbar, und auch macht, die Chance, den energetischen Un-
für das Kind spürbar, vor! Über- terschied zwischen Ordnung und Unord-
legen Sie daher, wie Sie Ihrem nung selbst zu spüren. Schrauben Sie aber
Kind ein positives Beispiel sein Ihre Meßlatte nicht zu hoch, denn Kinder
können. Wenn Sie möchten, daß müssen Grenzen ausloten und üben das
Ihr Kind Toleranz und Nächsten- auch an der Erfahrung von Unordnung.
liebe lebt, dann zeigen Sie selbst > Das regelmäßige Aufräumen können
Toleranz, und schimpfen Sie bei- Sie übrigens als ein (anfangs) gemeinsames,
spielsweise nicht über die Fehler fröhliches Ritual gestalten, zum Beispiel
Ihres Nachbarn. Oder halten Sie beim Bauklötze-Einsammeln: Abwechselnd
zunächst bei den eigenen Dingen wirft jeder eine Handvoll Klötzchen in die
Ordnung, dann werden Sie auch Spielzeugkiste. Wer das letzte einsammelt,
Ihrem Kind viel glaubwürdiger hat gewonnen.
den Wert des Aufräumens näher-
bringen können.
Auch Reime
und Finger-
spiele kön-
nen liebe-
volle kleine
Rituale sein
- als »run-
ning gag«
zum Ein-
schlafen,
wenn es mal
wehtut
oder beim
Kuscheln.

Wohlbefinden und innere Har-


monie. Und das ist gerade in
unserer schnellebigen Zeit beson-
ders wichtig.
Rituale sind Jedes Kind braucht — gewisser-
»Anker- maßen als Orientierungshilfe -
plätze« im wiederkehrende Höhepunkte, die
Alltag,... den Alltag beleben. Jahreszeiten- Kein Zeitpunkt ist verkehrt und
feste wie Weihnachten, Ernte- kein Anlaß zu gering, um daraus
dank oder Ostern, die lang ein nettes Ritual zu machen.
ersehnte Geburtstagsparty oder > Wichtig für ein gutes Ritual Erfinden Sie
die sonntägliche Radtour mit ist, daß Sie es liebevoll und regel- Ihre eigenen
Mama und Papa sind der Stoff, mäßig machen. Mit Kreativität Rituale!
aus dem wichtige positive Erfah- und Gespür werden Ihnen
rungen abgeleitet werden. Sol- bestimmt viele sinnvolle Rituale
... geben che zuverlässigen »besonderen« einfallen. Hier ein Beispiel:
Halt, Gebor- Ereignisse geben Ihrem Kind
genheit Halt und Geborgenheit.
und neue Im übertragenen Sinne wirken
Energie. diese Rituale wie das »Tai Chi«, > Befestigen Sie einen Sonne-
das Zentrum der Wohnung - sie Mond-Anhänger so, daß Ihr Kind
sorgen für Energie, emotionales ihn vom Bett aus sehen kann,
etwa an der Innenseite der Kin-
derzimmertür oder neben dem
Bett. Der Anhänger soll vorn die > Einmal im Monat zum Bei-
Der Sonne- Sonne, hinten den Mond zeigen. spiel nehmen sich Mutter und
Mond- Sie können dies entweder selbst Vater abwechselnd Zeit, um
Anhänger auf Karton malen oder finden gemeinsam mit dem Kind »aus-
brauchbare Accessoires in Bastel- zubrechen«, während der Partner
oder Einrichtungsgeschäften. ein paar Stunden für sich hat.
> Nach der abendlichen Gute- Einen Nachmittag oder gar einen Viel Zeit nur
Nacht-Geschichte drehen Sie als ganzen Tag lang wird etwas ganz fürs Kind
symbolischen Abschiedsgruß die anderes getan als sonst - Haupt-
Sonne um, und nun wacht der sache, es macht Spaß und Ihr
freundliche Mond über den Kind freut sich darauf.
Schlaf des Kindes. Sie lassen dadurch den Alltags-
Wenn dann am nächsten Morgen trott hinter sich, und die gemein-
die Jalousie geöffnet wird und es samen Abenteuer vertiefen Ihre
Zeit zum Aufstehen ist, drehen Beziehung und stärken das »Ver-
Sie wieder die Sonne nach vorn, trauenskonto« zwischen Ihnen.
die nun strahlend den Tag Ihr Kind spürt deutlich, wie
begrüßt und bis zum Abend über wichtig es Ihnen ist. Denn trotz
das Zimmer wacht.

Ganz gleich, ob alleinerziehend Nahrung ist Energie. Auch durch die


oder Elternpaar: Dem Familien- Ernährung können Sie den Chi-Haushalt
leben tun intensive gemeinsame Ihres Kindes stärken und bestimmte kör-
Gemein- Erlebnisse ausgesprochen gut. perliche oder emotionale Schwachpunkte
same Erleb- Denn Kinder sollen nicht nur ausgleichen. Mit Hilfe der »Fünf-Ele-
nisse sind versorgt werden, sie brauchen vor mente-Küche« (Buchtip Seite 93) finden
wichtig allem Nähe und Zuwendung. Sie heraus, welche Nahrungsmittel und
Kreieren Sie daher regelmäßige welche Art der Zubereitung optimal für Ihr
Ereignisse, bei denen Sie Ihrem Kind (und Sie selbst) sind. Ohne großen
Kind Ihre ganze, ungeteilte Auf- Aufwand können Sie Ihrem Kind nun
merksamkeit schenken können - genau jene Gerichte zubereiten, die seiner
fernab vom Alltagsstreß. Persönlichkeit und seinen Bedürfnissen am
besten entsprechen — »Feng Shui für die
Ein besonders schönes Feng- Küche« sozusagen.
Shui-Ritual:
Haushalt und Arbeit nehmen Sie > Gestalten Sie parallel dazu die
sich ausschließlich Zeit für Ihr Partnerecke Ihres Schlafzimmers
Kind. Diese Erfahrung ist ausge- (Seite 57) besonders liebevoll.
sprochen wertvoll und wirkt ins-
gesamt genauso »Chi-anhebend«
wie etwa die Aktivierung der
Familien- und Kinderzone des
Bagua mit Feng-Shui-Hilfsmit- Nicht nur Kinder, sondern auch
teln (Seite 63). Eltern brauchen ausreichend
Freiraum. Sobald Ihr Kind ein Symbol
eigenes Zimmer hat (Seite 40), für Innen-
sollte daher das Elternschlafzim- leben und
mer wieder so aussehen wie vor Intimität
der Geburt. Das Schlafzimmer
Kinder Vergessen Sie bei all den Gedan- symbolisiert nämlich Ihr intim-
verändern ken über Ihr Kind sich selbst und stes Inneres und gleichzeitig
die Part- Ihre Partnerschaft nicht! auch Ihre Partnerschaft. Daher
nerschaft Sobald das erste Kind geboren ist, sollte es frei von störenden
verändert sich das Zusammen- Fremdeinflüssen sein.
leben eines Paares enorm. Viele > Gerade, wenn die gesamte
neue Herausforderungen warten Wohnung ohnehin auf das Kind
auf die jungen Eltern, und der ausgerichtet ist, sollten Sie aus
Umgang mit dem Partner muß dem elterlichen Schlafzimmer
regelrecht neu gelernt werden. Spielsachen, Kinderbilder und
Gerade in den ersten Lebensmo- Gitterbettchen bald wieder ent-
naten braucht ein Kind beson- fernen. Schaffen Sie eine intime,
ders viel Aufmerksamkeit. Das kuschelige und sinnliche Atmo-
kostet Energie und Zeit. Häufig sphäre der Zweisamkeit.
leben sich Paare in dieser Phase > Wenn Ihr Kind noch in Ihrem
auseinander. Dabei kann nichts Bett einschlafen darf, sollten Sie
so wichtig sein wie Ihre Bezie- es doch bald an sein eigenes Zim- So fühlt
hung! Denn auch Ihr Kind profi- mer gewöhnen. Daß es sich dort sich Ihr Kind
Wichtig: tiert von ausgeglichenen und wohlfühlen kann, können Sie mit im eigenen
Nehmen Sie glücklichen Eltern. all dem, was Sie jetzt über Feng Bett wohl
sich Zeit für- > Achten Sie also auf Ihr Wohl- Shui wissen, unterstützen. Eine
einander! befinden, sorgen Sie rechtzei- Salzkristallampe als Einschlaflicht
tig für genügend Ausgleich (Sei- im Raum und die regelmäßige
te 17), und nehmen Sie sich re- Gute-Nacht-Geschichte am Kin-
gelmäßig Zeit füreinander. derbett tun ein übriges.
Flemming, Irene / Fritz, Jürgen:
Wahrnehmungsspiele für
Grundschulkinder; Matthias-
Grünewald-Verlag
Maschwitz, Gerda und Rüdiger:
Feng Shui & Fünf Elemente Versender für westliche
Stille Übungen mit Kindern;
Karstadt, Uwe: Ganz in meinem
Element - Die Kraft der Persön-
Kösel Verlag Feng-Shui-Artikel
Nitsch, Cornelia; Die schönsten
lichkeit in den Fünf Elementen Einen Produktkatalog »Vom rich-
Familienrituale - Mit vertrauten
entdecken; Kösel Verlag tigen Wohnen« können Sie gegen
Sachen Kindern Halt und
Meyer, Hermann / Sator, Gün- einen Druck- und Portobetrag
Geborgenheit geben; Goldmann
ther: Besser leben mit Feng Shui; von DM 5,-/öS 35,- (in Briefmar-
Verlag
Irisiana/Hugendubel Verlag ken oder als Internationale Rück-
Pulkkinen, Anne: Babys spielerisch
Sator, Günther: Feng Shui. Die antwortscheine der Post) anfor-
fördern mit dem Prager-Eltern-
Kraft der Wohnung entdecken dern bei:
Kind-Programm; Gräfe und
und nutzen; Gräfe und Unzer
Unzer Verlag
Sator, Günther: Feng Shui - Har- Willy Penzel Handels-GmbH
monie in Partnerschaft und Willy-Penzel-Platz 2
Liebe; Gräfe und Unzer Verlag Garten & Pflanzen
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Fax: (0049) 05533 / 97 37 67
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Gordon, Thomas: Familienkonfe- lag
renz, Heyne Verlag Sator, Günther: Feng Shui - Gar-
Feng Shui & more
Gordon, Thomas: Lehrer-Schüler- ten für die Sinne; Gräfe und
Günther Sator
Konferenz; Heyne Verlag Unzer Verlag
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schrift); Mit-Kindern-wachsen- Harmonisches Wohnen mit
Fax: (0043) 0 6 2 3 2 / 4 8 l 36
Verlag, Am Herrwald 6, Pflanzen; Gräfe und Unzer
Internet:
D-79348 Freiamt Verlag
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Nagel, Greta: Tao für Eltern - E-Mail: fengshui@eunet.at
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Kindererziehung; Econ Verlag Wohlfeil, Gottfried Joachim: und allen anderen Ländern
und List Taschenbuchverlag Gesund wohnen —gesund schla- außer Deutschland)
Shapiro, Lawrence E.: EQ für fen. Elektrosmog und Wohngifte
Kinder, Deutscher Taschenbuch vermeiden; Jopp Verlag
Verlag Feng-Shui-Seminare
Wild, Rebecca: Erziehung zum Ernährung nach der
Sein; Arbor Verlag Fünf-Elemente-Lehre Hagia Chora
Wild, Rebeca: Kinder wissen, was Fahrnow, I. u. J. H. / Sator, Schule für Geomantie
sie brauchen; Herder Verlag Günther: Feng Shui in der Luitpoldallee 35
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Kinderspiele & Rituale monie nach den 5 Elementen; Fax: (0049) 08631/37 96 34
Flemming, Irene: Experimentier- Gräfe und Unzer Verlag
und Geschicklichkeitsspiele für Fahrnow, Ilse u. Jürgen: Fünf- Günther Sator hält Einführungs-
Grundschule u. Kindergruppen; Elemente-Ernährung; Gräfe Vorträge. Kontaktadresse: Feng
Matthias-Grünewald-Verlag und Unzer Verlag Shui & more (siehe oben).
Kinder sind besonders empfänglich
für äußere Einflüsse. Deshalb ist ein
positives, unterstützendes Umfeld für
sie so wichtig. Aber auch Sie selbst
und die Beziehung zu Ihrem Kind
profitieren davon.

Tests auf der Basis der Fünf-Elemen-


te-Lehre sowie der 9-Sterne-Ki-Astro-
logie helfen Ihnen, Ihr Kind besser zu
verstehen, es in seiner Einzigartigkeit
zu schätzen und es gezielt zu fördern.
Mit dem herausnehmbaren Kinder-
Bagua können Sie selbst die idealen
Schlaf-, Lern- und Kreativzonen im
Kinderzimmer ermitteln. Viele Tips
rund um Einrichtung und Gestaltung
des Kinderzimmers machen es Ihnen
leicht, das ideale, typgerechte Umfeld
für Ihr Kind zu schaffen: So kann es
sich frei entwickeln und seine Fähig-
keiten voll entfalten. Spezielle Feng-
Shui-Spiele unterstützen diesen Weg.

Für Kinder von 0 bis 12 Jahren