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Verdachtslehre: Verdacht hegen heißt, mehr oder anderes vermuten, als sich offen zeigt.

Weg der Verdachtsfindung: Wahrnehmung → Misstrauen → Vermutung → Verdacht


Anfangsverdacht: Wenn zureichende tatsächliche Anhaltspunkte für eine Straftat vorliegen.
Hinreichender Verdacht: Verdächtig ist derjenige, der als Täter oder Teilnehmer einer Tat in
Betracht kommt. Dringender Verdacht: Beschuldigter ist derjenige, gegen den sich das
Verfahren richtet und gegen den mit dem Ziel der Anklageerhebung ermittelt wird.

Beweisführung: Beweise sind Tatsachen und Mittel, die für die Entscheidung von Bedeutung
sind. Beweisen heißt, dass der Richter von einer Tatsache überzeugt sein muss.
I. Beweisführung: gesamter Prozess des Beweisens; Beginnt im Ermittlungsverfahren →
Bewertung und Analyse der gesicherten Beweise → Endet mit Bewertung in Hauptverhandl.
II. Beweisarten: Strengbeweise (beziehen sich auf die Schuld): Zeugen (§§48 ff.),
Sachverständige (§§249 ff. StPO), Urkunden & Schriftstücke (§§249 ff.) Indirekte Beweise
(deuten auf weitere Tatsachen hin, „Hilfstatsache“): sie zu schützen, sichern, auszuwerten,
interpretieren und dem Gericht nachvollziehbar zur Verfügung stellen = Kernaufgabe
kriminalistischer Ermittlungsarbeit. Verknüpfung der Indizien → auf den Tatverdächtigen
bezog. Beweiskette.
III. Beweismittel = Personalbeweis ( Zeuge, Sachverständiger, Beschuldigter) / Sachbeweis
(Augenscheinsobjekt, Urkunde).

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