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Sicherungsangriff (Tatort schützen)

1. Anlaufphase – Kenntnisnahme
Maßnahmen der Lst (7 goldenen W)
Wer/Wann/Wo/Was/Wie/Womit/Warum:
- Personalien feststellen (IDF) - Anweisungen geben/Verhaltensweise
beobachten (aufgeregt, nervös etc.) - evtl. beruhigen - Täter am Ort (wie
viele)? - weitere Umstände (Lage, Sicht, Umgebung, wie viele
Eingänge etc.) erfragen - wurden schon eigene Maßnahmen
vorgenommen? (RTW gerufen, Dieb eingesperrt etc.) - Frage nach RTW
(sie oder andere verletzt – wie viele)? - Telefonnummer für Rückruf
(Rückruf ihrerseits bei Lageentwicklung) - Kräfte entsenden (evtl. Anfahrt
koordinieren – sofortige Freigabe Sonder-/Wegerechte?) - eCEBIUS /
Polas / EMA etc. Abfrage (was zutrifft)

2. Anlaufphase – Fahrt zum Ereignisort


- Einsatz quittieren (Status 3) - Sonder/Wegerechte? (erfragen bei Lst.)
- Absprache, wer macht objektiven, wer subjektive Befund- tatrelevante
Umstände bei Anfahrt beachten - Anfahrt organisieren (wenn nötig und
noch nicht geschehen) - vor allem bei mehreren Kräften (wer kommt von
wo?) - Fz am Tatort taktisch klug abstellen (kürzeste Weg etc.) - wenn nötig
bei neuer Lage Kontakt zur Lst. (wenn nötig Verstärkung) - Ankunft
quittieren (Status 4)

Zunächst durchsuchen beide Beamte nach weiteren Tätern, Opfern etc.!


Erst wenn alles sicher ist geht’s weiter! Erst draußen dann drinnen
schützen!

3. Schutz des objektiven Befunds


- Absperren (Flatterband, selber hinstellen etc.) (oder erst durchsuchen, je
nach SV) (KOMPLETTEN TATORT – AUCH DRAUßEN, BALKON
(O.Ä.) ETC.) - Durchsuchen nach weiteren Personen/Tätern (GA) (evtl.
zuerst, je nach SV) Überblick verschaffen (was liegt wo, Gefahren? Etc.)
Trampelpfad von Beginn an (markieren oder Kollegen drauf aufmerksam
machen) - Durchsuchen des Tatobjekts nach Spuren (StrafV) - Sachbeweis
schützen (Spurenschutz), also dafür sorgen, dass nichts an die Spuren
kommt. Wie kann ich sie schützen? (Hütchen, Mütze etc.). Wenn nötig
Notsicherung (Spur sonst nicht schützbar) (Kripo darüber informieren, was
war wo vor Notsicherung) (ALLE SPUREN – DRIN UND DRAUßEN!!)
- ist kein Täter vor Ort, so viele Fotos wie möglich machen
- Auswertungsangriff anfordern

4. Schutz des subjektiven Befunds (im Gegensatz zur KFA nur Befunde
am Tatort i. kriminal. S.)
- Anwesende Personen identifizieren & Status ermitteln (Zeuge, Betroffener,
Angehöriger,...) - Nachbarn befragen - Sondierungsfragen stellen - IDF
machen mit jeder Person - Zeugen strikt trennen, um Absprache/Austausche
zu vermeiden - einzeln die Zeugen befragen (= Vernehmung) nach
vorheriger Belehrung! Personalien & Erreichbarkeit gem. § 163b (2)
feststellen Zeuge nach §§ 52, 55, 57 StPO Belehren

5. Festnahme & Sicherstellung (AUFPASSEN)


- vorläufige Festnahme nach § 127 (2) StPO i.V.m.§ 112 StPO (Haftgrund
gegeben??) (Gefahr im Verzug??) - was ist sicherzustellen/was zu
beschlagnahmen? (Unterschied?) dazu § 94 StPO - Tatort ist nach der
Absperrung beschlagnahmt bzw. in anderer Weise in Verwahrung
genommen (Gegenstand kann nicht mitgenommen werden, zu groß etc., wie
z.B. Tatort) durch Absperrung

6. Nachlaufphase
- wer ist zuständig? (Fachdienststelle bei Bürozeiten, außerhalb der Zeiten
die K-Wache) - vor Ort bleiben bis FD oder K-Wache da ist, die machen den
Auswertungsangriff - Tatort an diese übergeben mit Infoaustausch - Leiter
des Sicherungsangriffs und der des Auswertungsangriffs begehen zs den
Tatort und tauschen alle Infos über Spuren, den subj. bzw. Obj. Befund (..)
aus. (über alles quasi) - der Leiter des Auswertungsangriffs entlässt uns -
Berichtpflichten (Anzeige, NW1, Bericht über den Sicherungsangriff, bei
Festnahme eine sog. Festnahmeanzeige, bei Sicherstellung/Beschlagnahme
die Sicherstellungs-/Beschlagnahmeanzeige, IGVP