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Situationsspuren sind Spuren, die sich aus Vorhandensein o.

Fehlen von Gegenständen


und Materialien und deren besonderer Lage am Ort ergibt und der Rekonstruktion des
Geschehens dient. (zB Lage von Blutspuren, Leiche, Tatmitteln...)
Gegenstandsspuren sind Gegenstände, die am TO aufgefunden werden und eine beweis-
erhebliche Bedeutung haben. (zB Werkzeug, Tatwaffe, vom Täter verlorene Gegenstände)
Materialspuren sind Substanzen (fest,flüssig,gasförmig), deren stoffliche Eigenschaften
o. Zusammensetzung kriminalistische Schlüsse zulassen (Schussspuren, Haare, Schmutz,
körperzellhaltige Spuren, Glas, Lack, Metall, Kunststoff...)
Formspuren sind dreidimensionale/plastische Abbildungen eines Spurenverursachers bzw
seiner Merkmale auf oder in einem Spurenträger
- Abdrücke: Übertragung von Substanzen: Fett,Schweiß,Blut
- Eindrücke: Plastische Verformungen
- Gleitriefen: Parallel verlaufende Rillen, die beim Hinübergleiten durch einen Spurenver-
ursacher (bsp: Brechstange) unter Druckanwendung verursacht werden.
Spurendiskussion:
Spurenart, Allg. Beweiskraft: Gruppenbeweis o Individualbeweis, Konkr. Beweiswert:
Lage der Spur, Entstehung der Spur, Verbreitungsgrad
Kriminalistische Fallanalyse
1. Anlass 1.1. Ausgangssituation
1.1.1. Gefahrenlage: Gefahren für Personen o. Sachen, Gefahren, die von Personen o.
Sachen ausgehen (Hilfeleistungspflichten)
1.1.2. Verdachtslage im Hinblick auf eine Tat: Mögliche Delikte aufgrund der im SV
dargelegten Tathandlung, Verdachtserregende Umstände, Fakten die gegen ein Delikt
sprechen, Anfangsverdacht einer Straftat ja/nein
1.1.3. Verdachtslage im Hinblick auf eine Person: Belastende und entlastende Umstände,
konkreter Verdachtsgrad AV o. D TV, Verfahrensrechtl. Stellung (Beschuldigter, TV)
1.2. Allgemeine Beurteilung: Kriminalpolit. Bedeutung des Delikts (Strafandrohung),
öffentliches Interesse, Einsatzintensität, Meldeerfordernis, Führungsverantwortung
1.3. Einsatzsituation: Uhrzeit, Tag/Nacht, Wochentag, Wetter, Raum, Kräfte, FEM
2. Tatsituation 2.1. Tatort: Fundort gleich Tatort?, Kriminalistische Bedeutung der Lage des
Tatortes/Fundortes, warum wählte der Täter diesen TO?, Veränderungen möglich oder
wahrscheinlich?, Beobachtungsmöglichkeiten
2.2. Tatzeit: Feststellbar, kriminalistische Bedeutung, warum diese Tatzeit?, Sicht- und
Lichtverhältnisse
2.3. Modus Operandi: Typische Begehungsmerkmale, persönlichkeitsgebundene Merkmale,
besondere Fertigkeiten und Kenntnisse, Rückschlüsse auf Tätertyp, Wahrnehmbarkeit durch
andere, Tatzusammenhänge, Serienstraftat, Was hat T getan, was nicht zur Tatausfüh. nötig war
2.4. Tatmittel: Besondere Fertigkeiten/Kenntnisse, Legale Beschaffung?, Individualisierbarkeit
2.5. Beute: Besondere Merkmale, Individualisierbarkeit, Wert-Nutzen-Relation, Ideeller Wert,
Leicht verwertbar?, Absatzwege
2.6. Motivlage: Erkennbar? Ziel erreicht? Alternativen, Hinweis auf bestimmte Person?
2.7. Opfer: Identifiziert? Opfer-Täter-Beziehung, Opferpersönlichkeit, Opferaussage, Täuschung
2.8. Tatverdächtiger: Eingrenzung Täterkreis, Personenbeschreibung, besondere Merkmale,
Identifizierungsmöglichkeiten, Tatortbild, Lichtbildvorzeigekartei, Montagebild
3. Beweissituation 3.1. Personalbeweis: Bekannte Zeugen, Mögliche Zeugen, Glaubwürdigkeit,
Verweigerungsrechte, Beweisverwertungsverbote, Geständnis
3.2. Sachbeweis: Vorhandene Spuren, mögliche Spuren, Kriminalistische und naturwissenschaftl.
Möglichkeiten, was kann bewiesen werden Beweisverwertungsverbote?
4. Vorläufiges Ergebnis/Hypothese
5. Fahndungssituation: Vorsprung des Täters, konkrete Fahndungsdaten, Aufenthalt des Täters
bekannt oder zu ermitteln, Alarmfahndung, Öffentlichkeitsfahndung