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Auf der Jagd nach ewiger Jugend: Firma

verkauft Teenie-Blut gegen das Altern


29. April 2018 aikos2309

Nein, es handelt sich weder um eine Verschwörungstheorie noch um sogenannte FakeNews.

Die Suche nach dem Jungbrunnen führt auch die Medizinmänner der Gegenwart zum Blut. Im
wissenschaftlichen Gewand gekleidet soll der Vampirismus der Neuzeit nichts mit den
Menschenopfern früherer Blutkulte zu tun haben.

Weil ein Eidgenosse mit am Werk ist, berichtet auch der Blick über das Thema: „Mittels
Bluttransfusionen junger Menschen das Älterwerden aufhalten, damit wirbt das Start-up
Ambrosia aus den USA. Hinter dieser Idee steckt ein Schweizer Neurologe.“

Den Alptraum des Schweizers teilt auch der deutschstämmige Milliardär und Paypal-Gründer
Peter Thiel und die gesamte Hollywood-Elite. Eine Handvoll Psychopharmaka sind
manchmal vielleicht doch die bessere Alternative.

Peter Thiel, der aus Frankfurt am Main stammende US-Investor träumt von der ewigen
Jugend. Dafür hat er eine Menge von seinem Vermögen in die Anti-Aging Forschung
investiert. Im US-Wahlkampf grub die Transatlantikpresse die Story hinter dem Trump-
Supporter aus. Thiel will sich nach dem Tod einfrieren lassen, so verrückt sind also „The
Donald“- Fans. Von Wolfgang van de Rydt.

Passend zur Anti-Trump-Kampagne wurde auch sein Vorhaben, sich zur Verjüngung das Blut
junger Menschen spritzen zu lassen, noch mal extra in eine Überschrift mit Trump
gepresst: „Scharf auf junges Blut: Silicon-Valley-Milliardär und Trump-Fan Peter Thiel will
den Tod überlisten.“

Trump wurde trotz seines blutdürstigen Unterstützers zum Präsidenten gewählt, so


schockierend war die vermeintliche FakeNews dann doch nicht. Der Typ ist aber tatsächlich
so „durchgeknallt“, wie ihn die Presse schildert und was seinem Verlangen nach Blut und
ewiger Jugend anbelangt, beileibe kein Einzelfall.

Die wissenschaftliche Forschung hat aber den Zusammenhang zwischen altersbedingter


Blutarmut und Altern längst bewiesen. Verantwortlich für den Prozess ist das Protein
„RhoGTPase Cdc42“ – es lässt Stammzellen altern, wodurch diese nicht mehr in der Lage
sind, ausreichend Blut zu produzieren.

An Mäusen konnte man erstmals den Prozess im Labor aufhalten. Solange das nicht beim
Menschen funktioniert, ist frisches Blut, regelmäßig dem Körper zugeführt, die einzige
Möglichkeit, das Altern zu verzögern.

Wissenschaft meets Vampirismus – sind die alten satanischen Blutrituale in diesem


Zusammenhang zu sehen? Galt nicht seit jeher besonders reines Blut von Jungfrauen und
Kindern als Geheimnis ewiger Jugend?
In den Herrschaftshäusern galt Blut schon immer als besonderer Saft. Mit der erblich
bedingten und durch Inzucht in diesen Kreisen verbreiteten Bluterkrankheit war man direkt
mit der Frage nach frischem Blut konfrontiert und suchte nach allerlei Wegen, das Übel zu
kurieren.

Wie gedachten wohl mittelalterliche Ärzte, oftmals auch Astrologen und Magiekundige, den
Blutverlust ihrer Herrschaft auszugleichen? Die Vampirlegende wurde auch durch eine
weitere erblich bedingte Krankheit genährt, der Porphyrie. Die Symptome treten schubweise
als Blutarmut und hohe Lichtempfindlichkeit auf.

Es sind zahlreiche Fälle bekannt, bei denen Patienten ein Verlangen nach rohem Fleisch oder
frischem Blut verspüren. Darum nennt man die Porphyrie auch die „Vampirkrankheit.“ Die
Patienten reagieren während der akuten Schübe derart allergisch auf Sonnenlicht, dass bei
Kontakt an ungeschützten Stellen großflächige Dermatosen entstehen, nach deren Abheilen
oftmals vermehrte Behaarung auftritt.

Da das meistens im Gesicht der Fall ist, spricht man auch von den sogenannten „Werwolf-
Symptomen“.

Wen also wundert es, dass Blut in elitären Kreisen, denen heutzutage Milliardäre wie Peter
Thiel und internationale Künstler angehören, eine derart magisch aufgeladene Bedeutung
besitzt, welche jetzt auch noch von der Wissenschaft in gewisser Hinsicht bestätigt wird?

Auch der verharmlosend als Pädophilie bezeichnete sexuelle Missbrauch von Kindern wird
oft in Zusammenhang mit satanischen Ritualen genannt. Hier eine Doku von Bestsellerautor
und Filmemacher Guido Grandt, in der ein Opfer solcher Praktiken zu Wort kommt.

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