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Mein Musikportfolio

Nachdem ich mich seit ca. zwei Jahren mit eLearning beschäftige, war es irgendwie
klar, dass ich mich irgendwann einmal der e-Portfolioarbeit widmen würde. Nun
möchte ich mich mit SchülerInnen einer 5. Klasse des Realgymnasiums an ein
Musikportfolio heranwagen. Als Grundlage für mein didaktisches Konzept
verwendete ich den Artikel „So planen Sie Portfolioarbeit“ von Ilse Brunner. Als
Software habe ich vor Mahara zu verwenden.

Inhalt
Die inhaltliche Gestaltung meines Musikportfolios habe ich im folgenden MindMap
dargestellt:

Für welchen Zeitraum lege ich das Musikportfolio an?


Das Portfolio sollte das ganze Schuljahr über geführt werden. Inhaltlich soll es eine
intensive Auseinandersetzung mit der Lieblingsmusik der SchülerInnen, mit ihrem
musikalischen Umfeld, ihren musikalischen Vorlieben und auch Abneigungen, aber
auch Präsentation ihrer eventuell vorhandenen musikalischen Fähigkeiten sein. Die
SchülerInnen erhalten Vorschläge was sie ins Portfolio aufnehmen könnten, die Wahl
überlasse ich allerdings ihnen selbst. Vorgaben gibt es nur insofern, dass ihr e-
Portfolio ein Profil mit Foto, einen Cover Letter und einen Lern-Blog enthalten muss.

Wie kann ich das Portfolio in den Unterricht integrieren?


Ich habe vor in regelmäßigen Abständen meine Stunden der Portfolioarbeit zu
widmen. Nachdem ich die SchülerInnen einmal in die Software Mahara eingeführt
habe, wird in den Stunden auch besprochen welche Ziele mit dem Portfolio verfolgt
werden, welche Artefakte mit einbezogen werden können. Außerdem sollen diese
Stunden auch für Rückmeldungen bzw. zur Behebung etwaiger Probleme genutzt
werden.

Welche Ziele kann ich mit der Portfolioarbeit verbinden?


Mit diesem Portfolio verfolge ich das Ziel, die SchülerInnen über ihre Musik auch
anderen Musikrichtungen zu öffnen und Neues zu entdecken, Musik in ihrem Umfeld
bewusster wahrzunehmen und sie zu einer neuen Art, nämlich der des selbständigen
Lernens hinzuführen.
Da es das erste Mal ist, dass meine SchülerInnen ein e-Portfolio machen und ich
keinen Leistungsdruck auf sie ausüben möchte verzichte ich auf eine Beurteilung.
Meiner Meinung nach reicht es wenn die SchülerInnen verschiedene Feedbacks
erhalten und in ihrem Lernblog selbst reflektieren.

Mit welchen Grundhaltungen kann ich die Arbeit am Portfolio


unterstützen?
Wichtig ist, dass die SchülerInnen bei ihrer Arbeit immer wieder darin unterstützt
werden ihr Bestes zu geben. Durch die Wahl des Themas „Mein Musikportfolio“
haben die SchülerInnen die Chance auf ihren eigenen Interessen und Stärken
aufzubauen und können genau das in ihre schulische Arbeit einfließen lassen. Durch
den Lernblog werden sie auch angeregt über ihre Arbeit zu reflektieren und lernen
dadurch sich selbst besser einzuschätzen.
Wie gestalte ich den Unterricht?
Da es sich bei diesem Portfolio um die ganz persönliche Auseinandersetzung mit der
Musik geht, werde ich an meinem Unterricht nicht allzu viel ändern, außer, dass ich –
wie bereits oben erwähnt – in regelmäßigen Abständen Stunden für die
Portfolioarbeit verwenden werde.

Wie beurteile ich das Musikportfolio?


Das Portfolio an sich möchte ich nicht beurteilen, da ich glaube, dass die
SchülerInnen freier und entspannter arbeiten, wenn sie nicht den Notendruck haben.
Das Arbeiten an sich werde ich jedoch in die Mitarbeit miteinbeziehen, wobei ich
dazu mit den SchülerInnen gemeinsam Kriterien festlegen werde. Sollte jedoch der
dringende Wunsch von Seiten der SchülerInnen kommen, dass das Portfolio an sich
bewertet wird, werde ich diesem Wunsch natürlich nachkommen und mit ihnen
gemeinsam Kriterien festlegen.

Wie bereite ich Kolleginnen, Schüler/innen und Eltern auf die Arbeit
mit Portfolios vor?
Die SchülerInnen bereite ich mit der am Beginn des Seminars erstellten
Powerpointpräsentation auf die Arbeit an einem e-Portfolio vor und hoffe, dass ich mit
meinen Erläuterungen zum selbständigen Arbeiten und Reflektieren ihre Neugierde
wecken kann.
Die FachkollegInnen wissen bereits, dass ich mit einer Klasse ein e-Portfolio
gestalten werde, kennen aber noch keine Details. Diese erfahren sie dann bei der
Präsentation der Portfolios zu der ich bzw. die SchülerInnen sie einladen werden.
Die Eltern werde ich jetzt nicht darauf vorbereiten, sondern auch zur Präsentation
einladen.
Wie sollen die Musikportfolios aussehen?
Ich möchte in Bezug auf das Aussehen eigentlich keine Vorgaben machen, außer
dass die Ansicht Profilinformationen mit Foto, Cover Letter und Lernblog enthalten
muss. Ansonsten sollen die SchülerInnen verschiedene Dinge probieren und sich bei
ihren KollegInnen dazu Feedbacks holen.

Wie plane ich die Portfoliogespräche ?


Portfoliogespräche finden eigentlich ständig statt. Einerseits durch den Lernblog, in
dem die SchülerInnen selbst reflektieren und andererseits durch die (schriftlichen)
Feedbacks der KollegInnen und meiner Wenigkeit. Außerdem finden in den
periodischen Portfoliostunden Gespräche über die Arbeit am e-Portfolio statt.

Wie kann ich die anfängliche Portfoliobegeisterung meiner


SchülerInnen erhalten?
Ich glaube durch die regelmäßigen Gespräche und die Feedbacks kann man den
SchülerInnen die Wertschätzung und das Interesse an ihrer Arbeit zeigen, was sie
sicherlich motiviert weiterhin ihr Bestes zu geben und am Ball zu bleiben. Besonders
wichtig erscheint mir sie in diesen Gesprächen immer wieder auf ihre Stärken und
Fähigkeiten hinzuweisen und sie damit weiter anzuspornen.
Kurz vor Schulschluss plane ich eine Präsentation der e-Portfolios zu der ich Eltern,
interessierte KollegInnen und Direktor einladen möchte. Immerhin wären meine
SchülerInnen die ersten an unserer Schule, die sich an ein e-Portfolio heranwagen
und das sollte man dann schon auch speziell würdigen!
Die Präsentation stelle ich mir momentan so vor, dass die SchülerInnen eine
allgemeine Einführung machen. Hier sollten sie einmal präsentieren was ein e-
Portfolio überhaupt ist, wie wir an die Arbeit herangegangen sind, wie so eine Ansicht
einmal ganz allgemein aussieht. Anschließend sollen die Zuhörer zu den einzelnen
SchülerInnen gehen und sich die Portofolios zeigen und präsentieren lassen, die sie
interessieren. Ich möchte bewusst keine Portfolios auswählen, die präsentiert werden
sollen, da jede/r die Chance haben sollte seines/ihres zu präsentieren. Dazu ist es
natürlich notwendig, dass jedeSchülerin und jeder Schüler einen eigenen Arbeitsplatz
im EDV-Raum hat.