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Kapitel 4

Persönlichkeit & Gesundheit


- Es wird generell nicht mehr angenommen, dass Persönlichkeitsmerkmale als
alleinstehende Ursache für Krankheiten gelten können
o Die Frage ist eher, ob die Persönlichkeit als alleinstehender Risikofaktor gelten
kann

Typ A Persönlichkeit

- Streben nach Anerkennung, Aggressivität, Wettbewerb, Kontrollbedürfnis,


Hyperaktivität
- Macht dein Herz kaputt
- Typ B: Geringe Ausprägung des Typ A
- Hypothesen über Zusammenhang mit Gesundheit
o Personen des Typs A begeben sich häufiger in stressige Situationen und üben
dort öfter Risikoverhalten aus
o Höhere Reaktivität des Herzkreislaufs in stressigen Situationen
o Weil Frauen meist später als Männer an Herzversagen sterben, wird
angenommen, dass für Frauen andere Risikowirkmechanismen gelten
- Nach dem ersten Infarkt stellen die meisten Typ A Personen ihr Verhalten relativ
effizient um und überleben so noch a bissl
- Die Komponenten „Ärger“ und „Feindseligkeit“ sind die Komponenten der Typ A
Person die die Gesundheit am stärksten gefährden
- Wird per Interview (SI) oder Fragebogen (JAS) gemessen
o Die beiden sind allerdings nur ungenügend miteinander korreliert, das SI wird
eher empfohlen
- Die Typ A Persönlichkeit bleibt mittelmäßig stabil über das Leben gesehen

Typ C Persönlichkeit

- Unterdrückung negativer Emotionen, Hoffnungslosigkeit und mangelhafte


Bewältigungsstrategien
o Überangepasst und scheu
- …Und dann kriegste davon Krebs
- Psychosozialer Pfad: Durch die Signalisierung des nicht-Angewiesenseins auf Hilfe
wird das Individuum isoliert
- Psychoneuroimunnologischer Pfad: Verhalten sorgt für eine Immunsupression
- Das Hauptproblem für die Gesundheit liegt in den unterdrückten Emotionen
- Schwer zu messen, da die Unterdrückung der Emotionen meist unbewusst passiert

Resilienz

- Salutogenetischer Ansatz: Was macht dich nur so unfassbar resistent gegen


Krankheiten?
- 2 Aspekte:
o Wiederherstellung normaler Funktion nach erlittenem Trauma
o Erhalt der Funktionsfähigkeit trotz beeinträchtigender Umstände
- Arten von Risiko- und Schutzfaktoren:
o Persönlichkeit
o Umwelt
o Biologisch
o Psychosozial
o Behavioral

Resilienz als Personeneigenschaft

- Kohärenzsinn: Grundvertrauen in
o Verstehbarkeit
o Handhabbarkeit
o Sinnhaftigkeit
 Frauen haben weniger und es nimmt im Alter ab
- Hardiness:
o Control: Glaube an Kontrolle in den eigenen Lebenssituationen
o Commitment: Hohes Engagement für Pläne
o Challenge: Suche nach Herausforderung in neuen Situationen
 Ist gut für die Gesundheit, unabhängig ob ein Stressor da ist oder nicht

Resilienz als Person-Umwelt-Konstellation

- Bei diesem Konzept gelten sowohl Personenmerkmale als auch Umweltfaktoren als
relevant und veränderbar
- Sieht Kriterien für Anpassung differenzierter: Jemand kann z.B. gut im Job
funktionieren, aber dafür anfälliger für Infektionen sein
o Kriterien als „normativ“
o Empirische Forschung kann helfen, sinnvolle Anpassungskriterien zu finden,
z.B. durch Forschung bei den Entwicklungsstadien der Kinder
- 4 Hauptannahmen des relationellen Resilienzkonzepts:
o Anfälligkeit für Stress ist ein Kontinuum, kein Mensch ist zu 100% resistent
o Individuelle und Umweltcharakteristiken können zur Resilienz beitragen
o Resilienz in einem Lebensabschnitt bezieht sich niemals auf ALLE Stressoren
o Faktoren können in einem bestimmten Abschnitt protektiv wirken, in anderen
Abschnitten kann der gleiche Faktor jedoch auch das Risiko erhöhen
- Puffermodell: Ein Person- oder Umweltfaktor wird vor allem dann zu einem
protektiven Faktor, wenn ein Risiko vorliegt
- Die Resilienzforschung ist toll, weil es nicht nur um die Verringerung von
Risikofaktoren geht, sondern auch um die Stärkung von Ressourcen