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Positives („Was ich gut finde…“)

… zur Vereinfachung

­ Ein verständliches Bezahlmodell.


­ Ein übersichtliches Angebot, dass in meinen Augen die doch teils irritierenden Parallel-Ange-
bote gut auflöst und in einen nachvollziehbaren Informationsstrom leitet.
­ Die Bemühung, möglichst alle Angebote in wenigen Bezahlmodellen und Preismodellen zu
vereinen.
­ Die Vereinheitlichung.
­ Endlich eine bezahlbare Flatrate für alles vom Spiegel. Da hätte man wohl auch schon vor fünf
Jahren drauf kommen können, den Erfolg von Netflix und Spotify gibt's ja nicht erst seit ges-
tern. Egal – sign me up.
­ Übersichtlicher. Ein einfacheres Bezahlmodell.
­ All in one – digital. Egal in welcher Nutzungssituation ich bin, bekomme ich, was ich gerade
haben will.
­ Das ist das, worauf ich lange und sehnsüchtig gewartet habe. Ich habe vor Jahren angefangen,
den SPIEGEL zu lesen, aber im vergangenen Jahr mein Digital-Abo wieder gekündigt, weil mir
ein integrierter journalistischer Ansatz gefehlt hat, der auf der Höhe der Zeit und auch der
technologischen Möglichkeiten liegt. Insbesondere als junger, politisch-interessierter und tech-
nikaffiner Mensch hat sich mein Eindruck, dass der SPIEGEL weiter unter seinen Möglichkei-
ten bleibt, weiter verstärkt. Nachdem ich diesen Artikel gelesen habe, ging mir das Herz auf.
Ich werde, sobald verfügbar, ein Kunde von SPIEGEL+ werden.
­ Klar und einfach, gut kommuniziert, keine künstlichen internen Schranken (zu Print). Dazu das
Beibehalten der guten Features (Daily, Opinary etc.)
­ Wenn ich es richtig verstanden habe, ist das neue S+ eine digitale Einheit aus Print, SPIEGEL
ONLINE und dem bisherigen Plus. Super! Kein Hin und her mehr...
­ Alle Bezahlmodelle zugusten einer Flatrate abzulösen, ist der richtige Schritt. Diesen Ansatz
muss man nicht erklären.
­ Ein einfaches Modell.
­ Ein einheitliches Abomodell für alle Inhalte statt Zerfaserung.
­ Es ist ein Gesamtpaket.
­ Ein einfaches Modell
­ Ein Flatrateangebot.
­ Gut gelernt. Holt mich als Ex-Printi mit Faible für die gestaltete Seite eher ab als fragmentari-
sches Online-Kleinklein. Das gefällt mir an den Angeboten der FAZ und der ZEIT auch.
­ Ein Angebot, das auch die Abonnenten einschließt.
­ Endlich alles auf einmal mit einer Flatrate.
­ Sehr einfach zu verstehen.
­ Die vereinfachte Produktstruktur ist super.
­ Die Anzahl der Angebote wird reduziert.
­ Die Konsolidierung vieler überlappender Angebote (Magazintexte tauchen bei SPIEGEL,
SPIEGEL Plus, SPIEGEL Daily etc. auf, der Abonnent hätte sie unter Umständen doppelt be-
zahlen müssen).
­ Die Harmonisierung des Angebots, die offene Begleitung des Entstehungsprozesses.
­ Einmal zahlen, alle Inhalte erhalten. Außerdem Texte des Magazins lesen, wenn sie fertig sind
(ggf. vor Magazin-Veröffentlichung).
­ Ein Abo-Modell statt mehrerer Alternativen, die nebeneinander stehen.
­ Einfache Preise, bitte – Flatrate.
­ Die einfache Preisgestaltung.
­ Die Vereinfachung der Bezahlmodelle.
­ Endlich ein Bezahlmodell, das das Wirrwarr beendet und bei dem der Leser jeden Content le-
sen kann.
­ Ein Modell statt mehrere nebeneinander.
­ Ein wettbewerbsfähiger Preis, die Bündelung in einem Produkt.
­ Deutlich einfachere Modelle – das bisherige System war wirklich sehr kompliziert.
­ Die Zusammenführung verschiedener Paid-Angebote.
­ Die Einfachheit — alle drei Modelle zu einem.
­ Eine Vereinfachung ist grundsätzlich gut, da die Vielzahl an Angeboten tatsächlich verwirrend
war.
­ Die Vereinheitlichung des Bezahlsystems zur Flatrate.
­ Flat für Premium!
­ Die Einheitlichkeit, Verständlichkeit, Preisgestaltung.
­ Die klare Preisgestaltung.
­ Ein einheitlicher Preis für alle digitalen Angebote.
­ Ein einfaches und klares Pricing.
­ Ein verständliches Preismodell.
­ Es scheint alle übersichtlicher zu werden – super!
­ Einmal für alles bezahlen ist wesentlich besser — nicht gegebenenfalls mehrmals bezahlen zu
müssen. Und vorher klar zu wissen, was ich bekomme.
­ Dass alles unter einem Angebot zu finden sein wird. Einfach und simpel klingt gut.
­ Kiss! ;)
­ Ein einheitliches Abo – und hoffentlich auch künftig über Blendle abrufbare Einzelartikel.

Antworten auf die Fragen:


ú Ja, man wird weiter auf Blendle SPIEGEL-Artikel einzeln kaufen können.

… zum Angebotsversprechen
­ Mehr verstehen. Denn das ist es, was man vom SPIEGEL kennt und erwartet. Es darf dabei
gerne mit zeitgenössischen Mitteln aufbereitet/unterstützt werden. Information statt Unterhal-
tung.
­ Verstehen können. Und wenig lesen, aber dafür Gutes — das das eigene Verständnis der Welt
um mich herum erweitert.
­ Die Simplizität und der Qualitätsansatz mit Longreads.
­ Längere Texte, gründlich recherchierte Hintergrundinfos.
­ Endlich erkennt jemand, dass Menschen gern für Qualität bezahlen. Und nicht für den Quatsch
aus dem Panorama-Ressort. Nachricht kostenlos, Hintergrund kostenpflichtig.
­ Die Philosophie "weniger ist mehr", das Pay-Modell einfach und verständlich – das kann über-
zeugen.
­ Das Ziel, einfachere Nutzung möglich zu machen. Dass man außerdem SPIEGEL GE-
SCHICHTE, BIOGRAFIE etc. dazu haben kann
­ Eine gelungene Kombination.
­ Ich mag Ihre Produkte sehr gern, wäre also bereit für Qualität auch zu bezahlen. Wenn das
ganze einfacher zu überblicken wird, ohne, dass man auf Inhalte verzichten muss, ist das sehr
positiv. Wichtig wäre mir einer Art Rückhol-Artikel, also die gesammelte Reaktion auf einen
Artikel.
­ Harald Schmidt soll erhalten bleiben, ebenso das Daily-Duell mit Augstein und Fleischhauer.

Antworten auf die Fragen:


ú Die Idee zu „Rückhol-Artikeln“ ist gut — wir berichten schon heute öfter über Reaktionen zum
Beispiel auf exklusive Geschichten, aber vielleicht findet man diese Texte noch zu selten oder
schlecht. Danke!
ú Schmidt und Augstein/Fleischhauer bleiben erhalten.

… zum Preis

­ Der Preis von rund 20€/Monat ist fair für eine SPIEGEL-Flatrate.
­ Die Entwirrung der Bezahlangebote und ein günstiger Einstiegspreis (vor allem für junge Le-
ser).
­ Einfaches System, akzeptabler Preis.
­ Die meisten Abo-Modelle im Netz finde ich einfach verwirrend und unübersichtlich. Außer-
dem sind sie für mich als Berufseinsteiger deutlich zu teuer. Das neue SPIEGEL+ ist zum einen
leicht zu verstehen und bietet zum anderen einen guten Einstiegspreis (zumindest für unter 30-
Jährige).
­ Die Vereinfachung, und der U30-Preis.
­ Die Zentralisierung des Abos auf S+ statt der bisherigen unübersichtlichen Parallelstruktur, das
Abo für junge Leute unter 30 mit vergleichsweise günstigem Preis.
­ Der günstige Preis für jüngere Leute und das „All in One“.
­ Günstiger für U30, und übersichtlich.
­ Gut ist ein geplanter Flatrate-Tarif, der so ziemlich alles umfasst, und dass dieser für junge
Leute (wie mich) bezahlbar ist. Irritieren tut mich, dass es dann noch Artikel geben soll, die
nicht enthalten sind. Wenn es gute Artikel (aufwändig recherchiert etc.) sind, sollten sie in den
SPIEGEL. Wenn sie nicht so super sind, sollte man sie einfach auf SPIEGEL ONLINE gratis
bringen. Niemand wird, wenn er ein Flatrate-Abo hat, noch für einzelne Artikel bezahlen.
­ Diese 12 Euro, die ich als unter 30-Jähriger zahlen werde, werden meinen Alltag ungemein ent-
schleunigen. Endlich ein niedrigschwelliges Angebot, das ich zur Routine werden lassen kann.
­ Der Preis für unter 30-Jährige.
­ Dass alle Bezahlangebote, die vorher ziemlich unübersichtlich waren, zu einem verschmolzen
werden. Außerdem finde ich es eine wahnsinnig tolle Idee, dass Nutzer unter 30 eine vergüns-
tigte Variante bekommen (sehr gut mitgedacht!). Insgesamt nach dem Lesen des Blogeintrages:
ein gutes Konzept zwischen täglicher SPIEGEL-ONLINE-Lektüre und dem Lesen des wö-
chentlichen SPIEGEL.

… zum Strategischen

­ Alles in Einem. Digital und Print arbeiten endlich Hand in Hand.


­ Das Zusammenfassung der Bezahlmodelle und Marken in der einen Marke.
­ Die Zusammenführung von allen Produkten – und die Einbeziehung von Print.
­ Das konsequente Zusammen-Denken von Print und Digital – für viele Leser*innen war diese
Grenze schon lange eine künstliche.
­ Aus betriebswirtschaftlicher Sicht ein sehr nachvollziehbarer Schritt.
­ Die konsequente Ausrichtung auf die besten Customer.
­ Ein Freemium-Modell ist sicher der beste Weg, für Inhalte wie auf SPIEGEL ONLINE noch
Geld zu verlangen. Auch schön, dass Ihr das – selbst für Abonnenten – undurchschaubare Kud-
delmuddel aus verschiedenen Bezahlangeboten übersichtlicher machen wollt.

… zu Innovation, Transparenz und weiteren Ideen

­ Dass Innovationslust zu erkennen ist.


­ Die Idee 💡.
­ Dass ihr Euch aus finanzieller Enttäuschung über das Bezahl-Online-Angebot überhaupt Ge-
danken macht.
­ Dass Sie sich überhaupt Gedanken machen.
­ Endlich ernsthafte Gedanken zum Thema Digital, war auch Zeit.
­ Auch der Prozess der Verbreitung von journalistischem Gut gehört iterativ unter die Lupe ge-
nommen. So früh und so oft wie möglich Feedback zum eigenen Vorgehen zu sammeln und
sich selbst kritisch zu hinterfragen ist das beste Zeichen dafür, dass der SPIEGEL etwas richtig
macht.
­ Danke für die Offenherzigkeit. Mich habt ihr vom Start weg sicher an Bord.
­ Da schwingt endlich so etwas wie Demut mit. Leider hat eine gewisse journalistische Hybris
derlei Konsequenz und Innovation in den vergangenen 20 Jahren größtenteils verhindert.
­ Für mich als UX-Fanatiker und Digital-Evangelist ist Offenheit und Struktur besonders wichtig.
Das Verfassen eines Blog-Artikels darüber gibt mir Transparenz und hilft mir zu verstehen, wie
ich vom SPIEGEL erreicht werden will. Ich erkenne: Es geht nicht darum, nur an mein Geld zu
wollen, sondern mir guten Content zu bieten. Nun muss sich nur noch bewahrheiten, ob der
Content meinen (oder den Anforderungen vieler anderer) entspricht. Mal ein paar Vorschläge:
Warum keine einmonatige Testphase? Warum keine besondere Preisstruktur für Universitäten
und Schulen? Das neue Modell scheint perfekt mit "digitalen" Unterrichtsformen vereinbar zu
sein. Mal zwei Denkanstöße eines Außenstehenden, ob sie gut sind, sei mal dahingestellt :) –
und bitte mehr Blogartikel, andere können davon lernen und sich inspirieren lassen, und es
schafft Transparenz, die meines Erachtens nach immer wichtiger wird :) . Weiter so!
­ Schön, über SPIEGEL+ auf Medium lesen zu können. Auf Medium werde ich nicht angeme-
ckert, weil ich mich mit einen Werbeblocker vor Animationen schütze. Ich habe das digitale
Abo des Print-SPIEGEL. Gut finde ich, wenn ich dadurch auch Vollzugriff auf die Website
habe. Aber nur, wenn ich dort von animierter Werbung verschont werde. Wenn sich im Blick-
feld etwas bewegt, ist es unmöglich, sich auf einen Text konzentrieren zu können.
­ Endlich ein Preis, ein Abo für alle Inhalte auf der Homepage. Ich möchte sicher sein, dass ich
als SPIEGEL-Abonnent auch alle digitalen Inhalte lesen kann.
­ Ich finde gut, dass die verschiedenen Bezahlprodukte vereint werden. Ich habe nie verstanden,
weshalb ich als Digital-Abonnent für SPIEGEL+-Artikel extra zahlen sollte. Toll wäre noch
eine werbefreie SPON-Seite für Abonnenten! Ich zahle gerne für Journalismus, will aber nicht
für Werbezwecke "durchanalysiert" werden.

Antworten auf die Fragen:


ú Eine einmonatige Testphase wird es geben — man zahlt im ersten Monat nichts, und wenn
man nicht zufrieden ist, kann man vor dem ersten bezahlten Monat (und auch danach jeder-
zeit) das Abo kündigen.
ú Die Anregung zu Universitäten und Schulen finden wir gut. Diesen Gedanken hatten wir selbst
schon und werden darauf vermutlich in der einen oder anderen Form zurückkommen. Danke!
ú Werbeblocker verhindern, dass wir Geld mit Anzeigen verdienen — das ist für unsere Finanzie-
rung ein Problem, auch wenn wir durch Abos Erlöse über die Anzeigen hinaus erhalten. Zu-
gleich verstehen wir, dass einige unserer Abonnenten diesen Wunsch haben. Wir denken des-
halb über ein 95-Prozent-Werbefrei-Abo nach (100 Prozent sind wegen einzelner Integrationen
zum Beispiel in Podcasts schwierig) bzw. über eine deutlich günstigere SPIEGEL+-Zusatzoption.

Negatives („Was ich schlecht finde…“)

... zum Preis

­ Ich kann es mir nicht leisten. Das sind nach wie vor 240€ im Jahr. Das ist es mir nicht wert.
Sorry.
­ Ich empfinde die Altersbeschränkung für das Angebot nicht ganz durchdacht. Es gibt mehr als
genug Leute in ihren Zwanzigern, die mehr als gut verdienen. Ich würde das Angebot klassisch
auf Studenten runterbrechen, denn exakt dieser Umstand ist ja derjenige, der zu finanziellen
Engpässen führt. Ich für meinen Teil bin Ende 20 und in meinem Erststudium nach einer Be-
rufsausbildung. Ich würde das Angebot gerne nutzen, würde aber durch meinen Hintergrund
rausfallen. Ein offeneres Modell wäre hierbei eine faire Lösung.
­ Dass der günstigere Einstiegspreis für Menschen unter 30 gilt. In dieser Altersgruppe gibt es be-
reits Menschen, die extrem gut verdienen. Und umgekehrt gibt es ältere Menschen, die nur we-
nig Geld zur Verfügung haben. Im Schnitt haben die Jüngeren sicher weniger Geld, aber einem
Magazin sollte es um den einzelnen Leser gehen.
­ Vergessen Sie im Preismodell die Rentner nicht.
­ Der Preis bemisst sich an der Konkurrenz, nicht den Erwartungen und Gewohnheiten der Le-
serinnen und Leser. Die Messlatte müssten Spotify, Netflix und New York Times/Washington
Post sein (die in Wahrheit nur circa 5 Dollar im Monat verlangen), nicht SZ und FAZ. Und
schließlich: SPIEGEL Daily ist leider eine Enttäuschung – maue Inhalte, wenig Nutzwert, ent-
sprechend schlechte Zahlen (5000 Abos sind kein Erfolg, sondern eine Blamage). Also: Schön,
dass Ihr umdenkt – aber das beschriebene neue Modell klebt leider immer noch zu sehr an den
Kosten-/Nutzenrechnungen der Verlagsleitung; der Blick geht nach hinten, nicht nach vorn.
­ Ich zahle derzeit nur für das Magazin digital – ein Preis von 240 Euro im Vergleich zu bisher
circa 120 Euro ist mir zu teuer für Mehrwert, den ich kaum nutze.
­ Leider immer noch zu teuer. Die 11,99 für alle, das wär's. 24,99 für Print und Digital wertet
beide Angebote ab.
­ Der Fokus auf den Print-SPIEGEL; der Digi-SPIEGEL ist ein Abklatsch davon und kein eigen-
ständiges Produkt.
­ Ich habe noch nicht verstanden, ob wir als klassische SPIEGEL-Digital-Abonnenten in Zukunft
weniger zahlen werden.
­ Preis 🥇
­ Nur ganz oder gar nicht? Preislich zu hoch, um eben mal im Vorbeigehen zuzugreifen. Damit
eine Langfrist-Entscheidung à la Print-Abo.
­ Ich möchte eine Presse-Flatrate! Wäre also nett, wenn ich mit dem Abo auch in der Berliner
Zeitung, der SZ und vielen anderen blättern könnte. Das Berlin-ABC-Ticket vom VBB ist ja
auch nicht nur auf Berlin beschränkt. Gründet einen Presseverbund, der solche Flatrates mög-
lich macht. (Blendle ist zu teuer.)
­ Der Preis von 20 Euro im Monat ist viel zu hoch angesetzt. Auch wenn ich SPIEGEL ONLINE
gerne lese, wäre ich nicht bereit, mehr als 5 Euro für solch ein Abo zu investieren.
­ Zu teuer für Geringverdiener. (Ja! Es gibt auch gebildete Geringverdiener.)
­ Ein Jahresabo anbieten für 199,99 Euro?
­ Der Preis scheint mir noch immer zu hoch für wirklich breite Nutzung. Das scheint mir der
Knackpunkt, den die Präsentation des Angebots schaffen muss: Hochwertige Inhalte antea-
sern, ohne den Nicht-Abonnenten das Gefühl zu geben, sie lesen künftig nur noch die unattrak-
tiven Reste.
­ Hoher Einstiegspreis (Entscheidung zwischen 0 und 20 Euro im Monat). Bei der New York
Times kommt man meist mit circa 5 Euro aus, bei der NZZ mit 100 Euro im Jahr etc.
­ Ich hadere mit dem Preis. 20 Euro pro Monat für ein Abo unter vielen ist mehr, als ich mir
wahrscheinlich leisten will. Isoliert betrachtet ist es das vermutlich wert. Aber: Neben dem
Spiegel gibt es Patreon und Creator, die man dort unterstützt. Und Twitch und Creator, die
man unterstützt. Und Spotify. Und Netflix. Und Amazon Prime. Und die eine oder andere
Website mit Abo-Modell — und bei keiner dieser Optionen ist der Preis in dieser Größenord-
nung.
­ Ich möchte weiter den SPIEGEL lesen und nicht mehr zahlen als bisher (17,77/Monat) für An-
gebote, die ich nicht nutzen werde, da zu kompliziert ohne echten Mehrwert (ständiger Login
für Plus-Artikel, Daily mache ich nicht, auch wenn schon jetzt Teil meines Abos — obwohl
oder gerade weil ich IT-affiner Softwareentwickler bin). Würde den Spiegel vermutlich kündi-
gen, wenn der Preis auf 19,90/Monat steigt.

Antworten auf die Fragen:


ú Jeder unserer Leser empfindet einen anderen Preis als gut, das ist uns klar — für viele sind gut
20 Euro angemessen, siehe oben bei den positiven Rückmeldungen, für andere nicht, etwa Ge-
ringverdiener oder ältere Menschen wie Rentner. Weil wir wissen, dass vor allem bei den unter
30-Jährigen die Empfindsamkeit besonders hoch ist wegen des durchschnittlich geringen Ein-
kommens (leider nicht nur bei Studenten, sondern oft auch bei jungen Arbeitnehmern), haben
wir den simplen Rabatt mit gut 12 Euro geplant. Wir werden außerdem neben dem Gratis-Test-
monat — der ein Ausprobieren quasi im Vorbeigehen ermöglicht — auch weitere Rabatte vor
allem in den ersten Monaten bieten, damit jeder Leser entscheiden kann, ob ihm das Abo ge-
nug Mehrwert bietet. Später wäre wohl auch ein günstigeres Jahresabo vorstellbar.
ú Ob wir Netflix, Spotify oder die New York Times als Preisvorbild nehmen sollten (die mit ihrem
weltweiten Geschäft allerdings ganz andere Kosten-Nutzen-Rechnungen haben), haben wir
uns auch gefragt. Aber was ist schon die richtige Messlatte? Ein Abendessen in einem Restau-
rant kostet zum Beispiel schnell mehr als 20 Euro, und alle konkurrierenden Digitalmedien ver-
langen für Abos diesen Umfangs mehr als unsere 19,99 Euro: Darum finden wir den Preis
durchaus fair, zumal wir unseren Journalismus langfristig finanzieren müssen.
ú Ansätze für eine Presse-Flatrate haben in Deutschland bisher kaum funktioniert; über Portale
wie Blendle erwirtschaften wir nicht genug Einnahmen — abgesehen davon, dass eine faire
Aufteilung und überhaupt ein Konsens vieler verschiedener Medienhäuser, die aus guten Grün-
den ihre inhaltliche wie wirtschaftliche Diversität pflegen, schwierig zu organisieren wäre.
ú Bisherige Abonnenten von SPIEGEL Digital bekommen SPIEGEL+ als neues Alles-in-einem-An-
gebot einfach dazu. Für sie wird die Nutzung weniger kompliziert, weil sie sich nicht für jedes
Produkt einzeln anmelden oder dazwischen navigieren müssen.

... zum Einzelkauf

­ Ein Abo-Modell ist okay, und 20 Euro sind absolut gerechtfertigt. Ich fände einzelne Artikel für
wenige Cent oder Euro dennoch super, am besten bezahlbar per PayPal.
­ Mangelnde Flexibilität für den digitalen Leser, Print first gedacht — das A und O sind schnelle
Zahlungen von Artikeln ohne große Anmeldung, mit PayPal etc.
­ Aus persönlicher Nutzersicht (und das war ja euer Einstieg) würde ich mir größtmögliche Flexi-
bilität über Einzelkäufe wünschen - und wäre im Zweifel auch bereit mehr dafür zu zahlen. Der
Vergleich zu Spotify hinkt: Spotify deckt 95% meines Musikkonsums ab, ein einzelnes Abo ist
also ausreichend. Das ist im Journalismus anders. Hier möchte ich ja gerade die Vielfalt nutzen.
Dafür bleibt mir dann noch Blendle...
­ Nicht jeder will eine Flatrate beziehungsweise das Gesamtangebot nutzen. Die Einzelverkaufs-
variante via Laterpay war fair und preiswert. Schade, dass sie aufgegeben wird.
­ Keine Möglichkeit, nur Einzelartikel zu kaufen. Man will nicht jeden Monat Geld für eine Flat-
rate ausgeben.
­ Schlecht finde ich, dass die Möglichkeit wegfällt, einzelne Artikel zu kaufen. Ich habe regelmä-
ßig einzelne Artikel über LaterPay gekauft. Ein Abo-Modell würde ich nicht wählen, da ich zu
selten regelmäßig zum Lesen komme. Auch die Wochen- und Tagespässe waren mir zu teuer,
wenn ich nur an einem Artikel interessiert bin.
­ Anscheinend kein Pay-per-Article-Modell, was schade ist und das einzig Interessante für mich
wäre. Schade, ich würde Ihnen gerne Geld geben.....
­ Einzelne Artikel bei Daily sollen doch extra kosten?
­ Der Verzicht auf den Einmalkauf ohne Abonnement. Gerade LaterPay ist für mich genial, da
ich sehr selektiert Artikel lese, aber ungern Abonnements abschließe und mir diese Möglichkeit
bei anderen Zeitungen fehlt. Falls dieses Bezahlmodell verloren geht, wäre ich sehr enttäuscht.
­ Keine Einzelartikel mehr kaufen können, schade.
­ Ich informiere mich täglich aus vielerlei Quellen. Sehr oft und gerne auch auf SPIEGEL ON-
LINE. Gerne hab ich bisher einzelne Artikel, die mich sehr interessierten, einzeln bezahlt. Eine
Flatrate „nur“ für einen Online-Nachrichtendienst aber werde ich nicht zahlen.
­ Keine Einzelartikel-Abos mehr: Zu teuer für Geringverdiener.
­ Dass ich nicht mehr einzelne Artikel kaufen kann. Dass ich keinen Wochenpass mehr kaufen
kann.
­ LaterPay ist großartig! Einfach, niedrigschwellig, extrem gut umgesetzt. Bitte zumindest als
Teaser für das neue SPIEGEL+ beibehalten!
­ Es ist „nur“ Single-Publisher — das macht vielleicht aus Ihrer Sicht Sinn, aus Nutzersicht macht
es keinen Sinn. Nutzer brauchen Cross-Publisher Single-Sign on (und Cross-Publisher Payment
natürlich auch). Selbst dann noch, wenn Sie ein Abo exklusiv für Content Ihres Hauses anbie-
ten wollen. Das Abomodell ist für Anbieter ökonomisch effizient (weil es das Risiko und die
Arbeit, stets mehr konsumieren zu müssen, als als Wert erfahren wird, beim Nutzer abliefert).
Für Nicht-Power-User ist es aber nicht effizient, und die merken das früher oder später. Das
heißt, auch Ihr jetziger Ansatz wird die Polarisierung in eine prozentual immer kleiner wer-
dende Power-User-Gemeinde und die prozentual immer größter werdende Gruppe der Gele-
genheitsnutzer nicht aufhalten. (Auch wenn Sie sich jetzt hoffentlich erstmal über kräftiges ab-
solutes Wachstum an Digitalabonnenten freuen dürfen). Meiner Einschätzung nach dürfte da-
her aber langfristige Profitabilität ohne die Gruppe der Gelegenheitsnutzer (zumindest Teile
davon) nur sehr schwer beziehungsweise gar nicht zu erreichen sein. Ein (geschlossenes)
Abomodell kann nicht von Netzwerkeffekten partizipieren. Das heißt, Sie verzichten (freiwil-
lig?) auf den stärksten ökonomischen Faktor im Internet.
­ Der Ansatz ist von innen nach außen. Gerade in der digitalen Welt will ich einzeln selektieren
und Artikel kaufen oder kleine Abos. "One size fits all" gilt für Print. Wenn ich mich entsinne
ist das Zahlen beim SPIEGEL zu komplex (kein Paypal?). Ob solche schweren Abos die großen
Steigerungsraten bringen, wage ich zu bezweifeln, aber man lernt nie aus, bekanntlich...

Antworten auf die Fragen:


ú Der Verkauf einzelner Artikel mit Pay-per-Article rechnet sich für uns nicht — wir machen da-
mit, wie im Devblog schon geschildert, zu wenig Umsatz und können damit kein nachhaltiges
Modell zur Finanzierung unseres Journalismus aufbauen. Über die Cross-Publisher-Plattform
Blendle wird es aber weiter möglich sein, einzelne Artikel zu kaufen.
ú Bezahlpflichtige Artikel, die im neuen Daily präsentiert werden, werden nicht noch extra kosten,
sondern in SPIEGEL+ enthalten sein. Einen Wochenpass wie im bisherigen SPIEGEL Plus wird
es nicht geben, aber für etwas mehr Geld bekommt man im neuen Monatsabo deutlich mehr
Texte. Und Paypal wird dort auch integriert sein.

... zu Anzeigen
­ Eventuell habe ich es überlesen, aber ich würde mir als zahlender Kunde wünschen, eine Seite
ohne nervige Werbung zu bekommen! Derzeit ist SPIEGEL ONLINE ohne Adblocker für mich
nicht zu ertragen! Dafür würde ich sehr gerne zahlen!
­ Die absolute Katastrophe wird sein, dass die Werbung auch für Bezahlkunden nicht wegfällt.
Ich surfe mit Adblocker, weil ich mich vor Malware schützen will und weil Werbung nervt, be-
sonders Eure Tapeten und Bewegtbild-Ads. Mit der Datenschutzgrundverordnung werdet Ihr
es schwer haben, schlüssig darzulegen, warum und mit welch dubiosen Trackern Ihr Eure Nut-
zer ausspäht. Ich besuche SPIEGEL ONLINE deshalb nicht mehr, obwohl ich Eure Inhalte gut
finde. Aber Ihr habt wirklich die meisten Schnüffeltools von allen seriösen Medien installiert,
das geht auf keine Kuhhaut.
­ Animationen. Egal wo und zu welchen Zweck. Keine animierten Werbebanner, keine selbstab-
laufende Animationen in Infografiken, bitte.
­ 19,99 Euro für die Flatrate ist zu viel. Da überschätzt ihr Euren Wert leider. Zumal man als
Flatrate-Kunde vermutlich weiterhin die nervige animierte und flackernde Werbung ertragen
muss.
­ So lange es getrennte Redaktionen gibt, wird das nichts mit der Zusammenarbeit. Mischung aus
Werbe- und Nutzerfinanzierung heißt vermutlich, dass es kein Angebot komplett ohne Wer-
bung u.v.a. Tracking gibt.
­ Fallstricke: Werbung, Adblocker-Handling, Tracking-Code, "Personalisierung", Finanzierung
durch Dritte (mein Kunde ist mein Produkt) etc.
­ Auf das Thema Werbung wird in dem Artikel gar nicht eingegangen. Wie stark wird sie vor-
handen sein oder wird ein komplett werbefreies Angebot geben?

Antworten auf die Fragen:


ú Siehe oben — wir halten ein 95-Prozent-werbefrei-Abo bzw. eine deutlich vergünstigte Zu-
satzoption für SPIEGEL+-Abonnenten für ein interessantes Modell.

... zur Produktkonstruktion

­ Dass Daily so nicht fortgeführt werden soll. Unklar ist außerdem das Preismodell für den ge-
druckten SPIEGEL ohne Digitales.
­ Ich fand SPIEGEL Daily in seiner bisherigen Form herausragend gut. Aber es war natürlich wie
eine Art Abendzeitung konzipiert. Es wurde zu wenig beworben und war zu wenig bekannt.
Das Konzept wollt Ihr grundsätzlich ja aber auch nicht aufgeben, sondern integrieren. Ich bin
gespannt.
­ Das „All in One“ kann auch problematisch werden, wenn man zum Beispiel nur den Tages-
überblick haben möchte. Vielleicht kann man es auch als „Puzzlemodell“ gestalten, wo sich je-
der sein eigenes Abo zusammenstellen kann und dann eigenständig Daily, SPIEGEL+ und so
weiter kombinieren kann.
­ Ist der gedruckte SPIEGEL dabei?
­ Was bedeutet das nun für mich als Bestandsabonnent des Print- und digitalen SPIEGEL? Wann
wird das neue Modell eingeführt, wie werden bisher geleistete Zahlungen verrechnet?
­ Alles muss dabei sein! Warum nicht Daily? Dann lieber höherer Preis.
­ Kein USP gegenüber den Konzepten der anderen erkennbar.
­ Eventuell exklusive S+-Podcasts?
­ Mir ist als SPIEGEL-E-Paper-Abonnent wichtig, dass es nach wie vor viele (oder noch mehr!)
Artikel auch zum Hören für unterwegs gibt!
­ Daily muss sich als Push-Angebot erst bewähren — mein E-Mail-Account quillt jetzt schon mit
Medien-Newslettern über.
­ Umsetzung bleibt abzuwarten, da die App nicht das Angebot komplett abgebildet hat. Was ist
mit den Tochterfirmen wie bento und manager magazin: Wird es hierzu ein gemeinsames An-
gebot geben?

Antworten auf die Fragen:


ú Beim gedruckten SPIEGEL und den Bestandsabonnenten ändert sich erst mal gar nichts. Ein
eigenes Abo aus verschiedenen Komponenten zusammenzustellen, war bisher in Teilen mög-
lich — dies hat viele Leser aber verwirrt, weshalb wir die neue, simplere Lösung entwickelt ha-
ben. Einzige Ausnahmen: Der gedruckte SPIEGEL ist bei SPIEGEL+ optional dazuzubestellen (für
insgesamt 24,99 Euro), wie auch auf Wunsch Nebenprodukte wie GESCHICHTE und WISSEN.
ú S+-Podcasts werden wir später integrieren, nämlich den Audible-Podcast „Sagen, was ist“;
gleich von Beginn an werden wir Einzeltexte mit einer Vorlese-Option zum Hören anbieten.
ú bento hat kein Bezahlmodell und wird deshalb weiter für alle frei zu lesen sein. Das manager
magazin bietet als eigenständige Marke demnächst ein eigenständiges Premium-Abo an.

... zum Inhalt

­ Die Konzentration auf Magaziniges birgt die Gefahr, dass die Inhalte ins Beliebige abdriften,
oder aber, dass es sogenannte Service-Stücke werden, die oft nur aus zusammengegoogelten
Infos bestehen. Journalismus ist meiner Meinung nach immer noch vor allen a. aktuelle Nach-
richt und b. tiefgehende Recherche.
­ Ich sehe zwei große Schwächen. Erstens: Es ist immer noch ein Print-First-Ansatz. Es geht vor
allem um die Vermarktung von Print-Content und bleibt damit seiner Zeit zurück. Keinerlei
Innovation in Erzählformaten, dabei ist klar — mit dem Blick in die USA —, dass in vielen
Ressorts der lange Text ausgedient haben könnte. Und der lange Text ist ein Anachronismus
aus Bleisatz-Zeiten, den man jetzt wirklich mal über Bord werfen könnte. Zweitens wird die
Schere zwischen Qualität/Überblick/Ruhe/Magazin/Wochenend-Lesen und Schnell/Billig/Ad-
Banner nicht geschlossen. Dabei wäre gerade beim SPIEGEL mit der herannahenden Fusion
der Redaktionen möglich, eine tatsächliche Digital-First-Redaktion aufzubauen und dabei
Schrott-Content auf die Müllhalde zu werfen.
­ Schlecht finde ich, dass man dann nur das liest, was einen vorrangig eh interessiert.
­ Insgesamt geht das noch sehr vom bestehenden Produktportfolio aus. Keine klare Abkehr vom
nicht zu rettenden Reichweitendenken. Wie sind die konkreten Schritte die Qualität wirklich
massiv zu steigern? "Das können wir sowieso" reicht nicht.
­ Dass kein Wort zur Qualität der Beiträge drin steht. Bei euch dreht sich alles nur um neue
Strukturen. Bringt vielleicht ein paar Cent mehr, aber das war's. In zwei Jahren sitzt Ihr wieder
in gleicher Runde zusammen. Viel wichtiger: ihr solltet euch Gedanken machen, warum man
Euch schon als das Schwesterblatt der Bild-Zeitung bezeichnet. Warum erinnern sich so viele
wehmütig an vergangenen Zeiten des SPIEGEL? Könnt Ihr selbst beantworten, aber wollt Ihr
nicht.
­ "Textmarketing"? Leider springt der gemeine Leser auf Clickbait-Überschriften an. Solche
wird der Spiegel also in Zukunft noch häufiger generieren – und als "alternativer Leser" muss
man das erst mal ertragen lernen (falls man sich nicht weigert)...
­ Bisher habe ich vor allem Paid Content gesehen, der im wesentlichen die Geschichten aus dem
Print waren. Ändert sich das?
­ Eine Insellösung, um an die digitale Printausgabe zu kommen.
­ Bloß nicht durch Marktforschung herausfinden, was die LeserInnen wollen — und sich dann
danach richten. Der SPIEGEL muss immer auch Geschichten bringen, mit denen niemand ge-
rechnet hat und die man nur zufällig entdeckt und dann liest.
­ Hoffe, dass nicht nur die User Experience einer Generalüberholung unterzogen wird. Der
SPIEGEL-Journalismus muss auch dringend überdacht werden: Wir leben in Zeiten einer star-
ken politischen Polarisierung. Diese scheint in vielen SPIEGEL-Artikeln durch "Meinungs-
sätze" der Journalisten einseitig durch. Besinnen Sie sich doch wieder stärker auf die Werte der
Aufklärung: Suchen Sie nach Fakten, nach Daten, nach empirischen Beweisen. Lassen Sie The-
sen und Antithesen zu. Geben Sie Kritikern eine Stimme! Und vor allem: Lassen Sie endlich
die SPIEGEL-typische Schwarzfärbung weg! In alten Zeiten war das ein Signum eines kriti-
schen Journalismus, heute wirkt es verdruckst, irgendwie zaudernd und gewollt. Der moderne
Journalist muss Sender und Empfänger gleichzeitig sein, eine Durchlaufstation von Text. Wenn
er etwas publiziert, fängt der Diskurs erst an. Bleiben Sie am Ball, ordnen Sie ein, verknüpfen
Sie die Fragmente!

Antworten auf die Fragen:


ú Dass wir nicht ins Beliebige abdriften, sondern Tiefe und Einordnung bieten, ist unser Anspruch,
natürlich gerade auch bei SPIEGEL+ — wir meinen den Claim „Gutes lesen. Mehr verstehen“
durchaus wörtlich. Wir haben dabei keinen Print-first-Ansatz, sondern werden erstens eigen-
ständige Artikel in SPIEGEL+ präsentieren, die niemals gedruckt werden, und zweitens immer
wieder Stücke schon präsentieren, bevor sie im Magazin gedruckt werden. Natürlich ist ein ge-
wisser Schwerpunkt aber auf dem Ende der Woche, Stichwort Magazin- und Wochenend-Le-
sen mit Qualität, Überblick und Ruhe; das gründet auch auf Erfahrung aus Leseranalysen.

... zur Nutzbarkeit

­ Ohne Full-RSS-Feed werde ich das nicht zahlen. Ich will nicht auf die Web-Site, ich will keine
Sonder-App für den Spiegel. Ich will alles in meinem RSS-Reader konsolidieren.
­ Wie plant man das mit RSS-Feeds, sodass alternative Reader möglich sind?
­ Was für mich am Ende wichtig sein wird: dass ich mich in der App einmal anmelden kann und
dann für Bezahlangebote nicht mehr zum Browser weitergeleitet werde, um mich dort erneut
anzumelden.
­ Nur eine Bitte: Klickt man im Moment einen SPIEGEL-Plus-Text in der SPIEGEL-ONLINE-
App für iOS an, öffnet er sich im Webbrowser. Unbedingt dann die Texte hinter der Paywall in
die App einbinden.
­ Anscheinend gibt es trotz einer monatlichen Gebühr zusätzliche Bezahlartikel. Das leuchtet
mir nicht ein und ist ein großer Minuspunkt. Hat sowas von In-App-Käufen.
­ Leider ist die App-Situation bei Windows 10 noch nicht sehr befriedigend. Die App ist eher
schwerfällig zu bedienen und ersetzt die Eleganz eines Papier-Heftes leider noch nicht so ganz.
­ Wenn ich mich einloggen muss: Bitte Abo einmalig in der App hinterlegen und dann lesen kön-
nen, ohne darauf achten zu müssen, ob es free oder paid ist.

Antworten auf die Fragen:


ú Einmal anmelden, überall nutzen — das wird überall gewährleistet sein, auch in der SPIEGEL-
ONLINE-App, ohne dass sich ein Webbrowser in der App öffnet. SPIEGEL+ wird eine echte
Flatrate für alle Kernprodukte des SPIEGEL sein, zusätzliche Bezahlartikel wird es darüber hin-
aus nicht geben.
ú Apps wie jene für Windows 10 sind leider inzwischen eine Randerscheinung, weil sich diese
App-Lösungen nicht durchgesetzt haben — allerdings wird SPIEGEL+ für alle Nutzer in allen
Webbrowsern bequem auf SPIEGEL ONLINE zu nutzen sein und so den Komfort verbessern.
ú RSS-Feeds mit allen Inhalten von SPIEGEL+ werden wir leider nicht anbieten können, weil wir
dann den gesamten exklusiven Inhalt frei im Internet abrufbar machen würden.

... zu generellen Themen

­ Der Name! Das Plus-Zeichen sieht aus wie ein Kreuz!


­ "Gutes lesen": Das muss man nicht suggerieren. Der Leser entscheidet am Ende sowieso selbst,
ob es gut war, was er gelesen hat und ob er wiederkommt oder nicht. Das Versprechen des
SPIEGEL ist: "Mehr Verstehen". Wenn das erfüllt wird, war das Gelesene automatisch gut.
Wenn nicht, dann nutzt auch der vollmundige Slogan nichts. Man ist dann um so mehr ent-
täuscht.
­ Warum erst jetzt?
­ Nichts direkt an SPIEGEL+ selbst, sondern eher die Homepage des SPIEGEL generell: Sie ist
einfach nicht ästhetisch. Darauf zu lesen, bereitet nur wenig Freude.
­ Als regelmäßiger SPIEGEL-ONLINE-Leser sind die Kommentarforen einer der größte Mehr-
wert gegen über anderen Medien. Die Entscheidung, was kommentiert werden darf und was
nicht, wirkt willkürlich. Solange es dafür keine klare Richtline von SPIEGEL ONLINE gibt,
werde ich auch keine Geld für SPIEGEL+ ausgeben — es liegt nicht an dem Betrag!
­ Ich erkenne die Komplexität des Themas an. Einen richtig großen Wurf vermag ich aber bei all
den (sehr guten und intelligenten) Überlegungen nicht zu entdecken. Vielleicht ist das aber
auch zu viel verlangt. Ich wünsche mir, dass es funktioniert. Viel Erfolg!
­ Hypothetische Frage, habe die SPIEGEL-App noch nicht verwendet: Warum ist diese Art von
Feedback nicht integraler Bestandteil der App oder Website, und wird fortlaufend und direkt
an die Product Owner weitergeleitet? Wie in dem tollen Comic angedeutet: Der User will meist
gar nicht so viel, dafür aber schnell und zuverlässig. Gebt den Early adoptern oder Kernusern
doch die Möglichkeit, aktiv an "ihrem Produkt" oder "ihrem Erlebnis" mitzuarbeiten. Das
wäre doch mal eine Ansage im langweiligen deutschen Digitalmarkt! :)

Antworten auf die Fragen:


ú Vielen Dank zunächst für dieses gesammelte Feedback! Wir haben es komplett ausgewertet
und werden es einfließen lassen. Wie die/der letzte Leser/in richtig schreibt: Wir wollen es
künftig regelmäßig erheben und in unsere Produktentwicklung selbstverständlich integrieren.
Außerdem führen wir seit kurzem monatlich Umfragen auf SPIEGEL ONLINE durch, mit deren
Ergebnissen wir dann in Entwicklungsprojekten zur Verbesserung unserer Angebote arbeiten.
Ihr Input kommt an, wir setzen uns damit auseinander und antworten — wie hier. Merci!