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DAVID, SÜNDE UND DER GOTT DER LIEBE

*Wir verwenden die TSBM Bibel, weil diese sehr nahe am Urtext ist.

Wir lesen in 2. Samuel, Kapitel 11 und 12 eine turbulente Geschichte über David und darüber, wie
der Gott der Liebe die Sünde der Menschen trägt, vergibt und die Verantwortung dafür auf sich
nimmt.
Der vergebende Liebesakt Gottes in diesen Kapiteln stimmt mit der Definition der Liebe in 1. Korin-
ther 13 überein.

2. Samuel Kapitel 11

Nachdem Gott David ein Königreich und auch Erfolg gegeben hatte, war David selbstsicher ge-
worden und entfernte sich immer mehr von Gott. Sich aber von Gott zu entfernen bedeutet
gleichzeitig, ihn abzulehnen. Und Gott abzulehnen bedeutet, Satan anzunehmen. Eine andere
Möglichkeit gibt es nicht. Die unausweichliche Folge, wenn man Gott verlässt, sieht man in der
Handlung Davids: Ehebruch, Lüge und Mord.

2. Samuel 12,13: „So hat auch JHWH deine Sünde hinweggetan (eigentlich: vorübergehen lassen),
du wirst nicht sterben…„

Trotz mehrfacher Sünden (Ehebruch, Lüge, Mord), die eigentlich den Tod zur Folge haben (siehe
Römer 6,23 und Hesekiel 18,4), musste David nicht sterben, sondern Gott hat seine Sünde ver-
geben. Hier sehen wir, dass die Liebe „läßt sich nicht erbittern, sie rechnet Böses nicht zu“ (1. Ko-
rinther 13,5)

2. Samuel 12,1-6

Der Prophet Nathan wurde zu David geschickt, um ihm bewusst zu machen, dass er gesündigt
hatte. Gott hat David nicht direkt beschuldigt, sondern ihn durch eine Geschichte und Fragen
aufgerufen, seine Sünde selbst zu erkennen und zu beurteilen. Hier sehen wir „Die Liebe ist
langmütig, ist gütig“ (1. Korinther 13,4).

2. Samuel 12,7-12.14-15

Als David Gott ständig ablehnte und dadurch Satan annahm, konnte Gott ihn nicht zwingen, bei
ihm zu bleiben. Gott musste David gehen lassen. Der Prophet Nathan wurde gesandt, um David
zu informieren, dass Gott ihn nicht mehr beschützen konnte und seine schützende Hand über
ihn wegnehmen musste, weil er Gott immer wieder ablehnte. Und ohne den Schutz Gottes war
David dem Bösen Satans ausgeliefert.

Für das Wegnehmen von Gottes Schutz und das darauf folgende Unglück und die Leiden durch
Satan nimmt Gott die Schuld auf sich und trägt selbst die Verantwortung für das Unglück, ob-
wohl das Unglück eigentlich nur deshalb geschieht, weil die Menschen Ihn ständig ablehnen und
sich dadurch selbst in die Hand Satans begeben. So sahen die Menschen in der Zeit des Alten
Testaments das Wegnehmen des Schutzes Gottes als Strafe, die von Gott kommt. Und Gott ließ
es zu, dass sie ihn verantwortlich machten. Wie im Neuen Testament Jesus die Schuld der Men-
schen auf sich genommen hat, so nahm Gott, der Vater, die Schuld der Menschen auf sich. Hier
sehen wir: Die Liebe „erträgt alles“ und „erduldet alles“ (1. Korinther 13,7)
Da wir deutlich sehen können, dass Gott nicht der Verursacher des Unglückes ist, sondern die
Ablehnung Gottes durch die Menschen und das darauf folgende Geschehen des Bösen von Sa-
tan kommt, sollen die Verse 10 bis 12 und 14 bis 15 eigentlich so lauten:

„Nun denn, so wird von deinem Hause das Schwert nicht weichen ewiglich, darum daß du mich
verlassen und das Weib Urijas, des Hethiters, genommen hast, daß sie dir zum Weibe sei. So
spricht JHWH: Siehe, Satan will aus deinem Hause Unglück über dich erwecken, und Satan will
deine Weiber vor deinen Augen nehmen und sie deinem Nächsten geben, daß er bei deinen
Weibern liege vor den Augen dieser Sonne! Denn du, du hast es im Verborgenen getan; Satan
aber, Satan werde dieses tun vor ganz Israel und vor der Sonne!“
„Nur weil du den Feinden JHWHs durch diese Sache Anlaß zur Lästerung gegeben hast, so wird
auch der Sohn, der dir geboren ist, gewißlich durch Satan sterben. Und Nathan ging nach seinem
Hause. Und Satan schlug das Kind, welches das Weib Urijas dem David geboren hatte, und es
wurde todkrank.“

Hier sehen wir, wie Gott David über alle bösen Pläne Satans informierte, die Unglück über ihn
bringen würden, weil David Gott verlassen und stattdessen Satan angenommen hatte.

2. Samuel 12,16-25

Als David seine Sünde bereut hatte und wieder zu Gott ging und sich Ihm annäherte, hatte Gott
wieder Zugang zu David und konnte ihn wieder mit Liebe überschütten. Gott schenkte David ein
Kind, Salomo, den Gott lieb hatte. Hier sehen wir: Die Liebe „sucht nicht das Ihrige, sie läßt sich
nicht erbittern, sie rechnet Böses nicht zu.

2. Samuel 12, 26-31

Aber leider verließ David Gott erneut und ging zu Satan. David tötet nicht nur, sondern unter den
Einfluss Satans machte er grausame Dinge mit dem Volk Ammon. Deshalb konnte Gott ihn wie-
der nicht beschützen, weil David sich von Ihm entfernt hatte und sich völlig Satan übergeben hat-
te und das durchführte, was Satan wollte.

Die Folge davon war, dass Satan alle seine eigenen Pläne durchführen konnte, die in 2. Samuel
12,7-12.14-15 beschrieben werden. Das Kapitel 13 bis zum Ende des Buches 2. Samuel erzählt,
wie das Unglück Satans über David, seine Familie und sein Königreich kam.

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