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M4A2 Sherman III

Ein Umbau auf Basis des M 10 Panzerjägers von Academy, aus dem mit Hilfe einiger Resinteile und einer
langen Latte von Überbleibseln ein britischer Sherman in Italien wird. Immer auf der Suche nach farbigen
Varianten des Shermans stieß ich vor einiger Zeit auf einen äußerst interessanten Vertreter dieser Gattung.

Zusätzlich zu der gewöhnlichen sandfarbenen / grünen Standardtarnung, die man häufig auf britischen und
auch polnischen Shermans findet, trug dieser Sherman noch schwarze Flecken über dem Sandgelb.
Mike Canaday’s Website lieferte hier die Anregung. Wir finden dort ein Foto dieses M4A2, auf dem
basierend Mike einen farbigen Seitenriss erstellt hat. Das einzige, mir bekannte Foto zeigt den Sherman von
links, etwas schräg von hinten. Das Getriebegehäuse ist nicht zu sehen, es wäre sowohl ein dreiteiliges, wie
auch ein frühes, einteiliges denkbar. Der Seitenriss zeigt das einteilige, das auch mir plausibler erscheint, da
die Oberwanne die charakteristischen, eckigen Erker zeigt. Diese kamen nur bei M4A2 eines bestimmten
Herstellers zum Einsatz. Mein Umbau hat diese Zeichnung bzw. das Foto zum Vorbild.
Meine Basis bildete der M 10 von Academy, ein Bausatz den ich für ganze 10 € über das Internet ergattert
habe. Von ihm kam die Unterwanne abzüglich der Heckplatte, sowie das Fahrgestell und das frühe, einteilige
Getriebegehäuse zum Einsatz. Die Inneneinrichtung, der Turm, die Decals und der umfangreiche Rest an
Kleinteilen wanderten in die berühmte Ersatzteilkiste.

Bei der Oberwanne entschied ich mich für Verlinden’s M4A2 Umbausatz. Schon reichlich betagt und nicht
100% korrekt, bekam ich das Ding so billig, dass ich über die Schwächen hinwegsah. Von der zugehörigen
Heckplatte habe ich die Auspufftöpfe entfernt, um die Bemalung zu erleichtern. Die komplette
Laufradaufhängung entnahm ich dem Academy M10, ein wenig anpassen und das war’s Außerdem habe ich
die seitliche Zusatzpanzerung der Oberwanne komplett entfernt. Mein Sherman hatte diese
Zusatzpanzerung nicht, die Verlinden-Zusatzpanzerung ist meiner Meinung nach auch überdimensioniert.
Also Minifräse marsch! Ergänzt wurde noch die Aufhängung für die hinteren Sandschürzen. Etwas
Plastiksheet gelocht mit einem Punch-and-Die-Set ist kaum schlechter als ein Satz Ätzteile.
Ganz ähnlich erging es dem Turm, der zum Einsatz kam. Wieder ein Verlinden Umbausatz, der mit der
breiteren, späteren M34A1 Kanonenblende. Diesem Turm rückte ich wieder kräftig mit der Minifräse zu
Leibe. Es blieb eigentlich nur der Korpus, dem ich eine komplett neue Front mit einer Dragon M34 Blende
verpasste. Zum Einsatz kam hier auch ein gedrehtes Alurohr und ein Heckstaukasten. Den Staukasten
entnahm ich einem Italeri-Crusader, aufgewertet wurde mit ein paar Ätzteilen. Einen Italeri-Antennensockel
habe ich aufgebohrt und entsprechend verfeinert, der zweite Antennenfuß stammt wieder von einem
Crusader. Die Rückholfedern an Fahrer- und Funkerluke bzw. Oberwanne habe ich entfernt, entsprechend
dem Original. Diese Federn kamen erst bei später produzierten Shermans zum Einbau. Kommt die geöffnete
Luke praktisch waagrecht zum Liegen, siehe Original-Foto, so fehlt diese Feder.
Die Sandschürzen entnahm ich einem Italeri Bausatz.
Kommandanten-, Fahrer- und Funkerluke bekamen neue Periskope verpasst, mit ein bisschen Feilen ist die
Anpassung der Academy-Teile kein Problem. Die originalen Teile von Verlinden, bzw. Tamiya
(Kommandantenluke) können hier meiner Meinung nach nicht mithalten.
Schön ist hier die 60 Grad geneigte Front unseres Shermans zu sehen. Die charakteristischen Erker, so nur
bei dieselgetriebenen Shermans zu sehen und die geöffneten Periskope. Die Rahmen für die
Ersatzkettenglieder stammen von Dragon, die geätzten Scheinwerferschutzbügel sind von Eduard.
Scheinwerfer selbst habe ich keine angebracht. Sie waren in der Realität abnehmbar und konnten im
Inneren verstaut werden. Tagsüber wurden Sie ja nicht gebraucht und waren so vor Beschädigung und
Beschuss geschützt. Außerdem habe ich die Ausgabe für Scheinwerfergläser gescheut. Und so blieb nur gar
keine Scheinwerfer oder die aus dem Bausatz zu nehmen und sie aufzubohren. Auch in der Wirklichkeit
waren diese Scheinwerfer sicher mehr als einmal beschädigt und das Glas dann zerbrochen und heraus
gebröselt. Ich habe Sie also komplett weggelassen.
Nach der weißen Grundierung und der Schattierung sehen wir unseren Sherman hier in der sandfarbenen
Basisfarbe. Viele Kleinteile fehlen noch, ebenso das Fahrgestell. Da ich die vorderen Sandschürzen
anbringen werde, die Teile der Kette und des Fahrgestelles verdecken, sollte man sich vorher überlegen
welche Teile man zu welchem Zeitpunkt anbringt.

Und etwas später mit den grünen Tarnflecken. Diese sind mit der Airbrush aufgetragen. Als Maske verwende
ich Plastilin, zu dünnen Würsten ausgerollt, ca. 3mm Durchmesser. Lässt sich rückstandslos wieder
abnehmen, in jede Form bringen und die Übergänge sind nicht messerscharf wie bei Abdeckfolie.
Schon jetzt lässt sich erahnen, wie die Tarnung die Konturen des Fahrzeuges auflöst. Mal was anderes als
das ewige Standard-Olivgrün