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Semantik (grich.: sēmantikós – zum Zeichen gehörig, engl.: semantics, frz.

: sémantique) ist die Bezeichnung


für wissenschaftliche Teildisziplinen (u.a. der Philosophie, Semiotik und Linguistik), die die Bedeutung von
Zeichen, speziell von Sprachzeichen erforschen
Semantik (auch Semasiologie) ist die Bezeichnung für die Teildisziplin der Sprachwissenschaft, die sich mit
der Analyse und Beschreibung der sogenannten „wörtlichen“ Ausdrücken beschäftigt
Die Semantik als Bedeutungslehre ist keine rein sprachwissenschaftliche Angelegenheit.
Die verschiedenen Wissenschaften müssen sich mit ihren Perspektiven ergänzen.
Das Grunzkonzept der Semantik, die W o r t b e d e u t u n g , auch lexikalische Bedeutung
genannt, kann nicht nur aus der Sicht einer Einzelwissenschaft definiert werden. Wir müssen den Wörtern
dieselbe Bedeutung zuteilen wie unser(e) Gesprächspartner, sonst wird die Kommunikation unverständlich.
Din Text Dem Bett sagte er Bild--Dem Tisch sagte er Teppich
Wortbedeutung ist der gesamte Vorstellungsinhalt, der sich für die Mitglieder einer Sprachgemeinschaft
(individuell und als Gesamtheit) mit einem Wort ergibt. Dieser ist gleichermaßen:
- konventionalisiert (Zeichensystem einer Sprachgemeinschaft);- kognitiv (buchstäblich im Kopf der
Sprachbenutzer);- kooperativ (als Resultat gemeinsamen Sprachgebrauchs);- kontextabhängig (abhängig von
der Verwendungsumgebung);- kodifiziert (im Wörterbuch);
Konventionalisiert- eine Bedeutung kann über mehrere Ausdrucksseiten abgedeckt werden (Orange vs.
Apfelsine – Synonyme) oder es verbergen sich hinter einem Signifikanten (Ausdrücksseite des sprachliche
Zeichen) mehrere Bedeutungen wie erwa bei Kiefer/ Nadelbaum und Kiefer/ Knochen des Geschichtsschädels
(Ambiguität, Homonymie);
- Beziehung des Zeichens zum bezeichneten außersprachlichen Sachverhalt oder Gegenstand;
Beziehung zu anderen Zeichen (paradigmatische Bedeutungsbeziehungen wie Bedeutungsähnlichkeit oder
Gegensätzlichkeit);
Beziehung des Zeichens zu Sender und Empfänger (pragmatische Beziehung);
Kognitiv orientiert
Die lexikalischen Bedeutungen sind aus dieser Perspektive als „gesellschaftliche geprägtes kommunikativ
verarbeitetes Wissen“ zu verstehen.
Dieses Bedeutungswissen wird im Sprachgebrauch immer wieder modifiziert, aber nie endgültig für alle
Zeiten festgelegt.
Kooperativ-Nach dieser Vorstellung existiert Bedeutung nur als Ergebnis der Anwendung von
Gebrauchsregeln in einer Sprachgemeinschaft. Bedeutungen existieren nur in Abhängigkeit von sozialen
Gruppen, die sie auf der Grundlage ihres Gebrauchssregel-Wissen generieren und weiterentwickeln.
Kontextabhängig-Die Bedeutung resultiert erst aus dem Kontext von Wörtern. So kommt das Wort b i s s i g
häufiger zusammen mit Wörtern wie H oder
•Auch mehrdeutigen Wörtern wie etwa B a n k ordnen wir durch den gegebenen Kontext nur eine der
möglichen Bedeutungen zu.
Kodifiziert-Diejenigen Wortbedeutungen, die von einer Sprachgemeinschaft aus den bisher besprochenen
Blickwinkeln anerkannt sind, werden in Wörterbüchern festgehalten, kodifiziert.
Dass Wörterbücher immer nur Momentaufnahmen eines Wortschatzes sind, zeigt der Blick in ältere
Semantisch gesehen ist ein Lexem nicht nur einfach ein Wort, sondern man unterscheidet:--Autosemantika
(Inhaltswörter)--Synsemantika (Funktionswörter)
Man kann die Lexik (den Wortschatz) einer Sprache in diese zwei Große Gruppen einteilen.

Autosemantikum-Ein Autosemantikum ist ein Inhaltswort (wie Baum, trinken, grün, hoch) das unabhängig
vom Kontext eine selbstständige Bedeutung besitzt und satzgliedfähig ist. Dies trifft im Deutschen auf die
Wortklassen der Substantive, Verben und Adjektive zu.

Synsemantikum-Sysemantika sind Funktionswörter wie z.B. der, und, wegen,---die häufig keine eigene
kontextunabhängige lexikalische Bedeutung tragen,---sondern primär grammatische Funktionen
übernehmen und---nicht satzgliedfähig sind.
Insbesondere Artikel, Konjunktionen und manche Präpositionen sind Synsemantika.

Elemente der Wortbedeutung:


Eine Wortbedeutung besteht nicht nur aus einem fixen Bedeutungskern, sondern ist sehr vielschichtig
(heterogen).
Die Denotation (lat.: denotare = bezeichnen, deutlich hinweisen) bildet dabei die kontext- und
situationsunabhängige konstante begriffliche Grundbedeutung eines Wortes oder sprachlichen Ausdruckes.
Die Konnotation (lat.: connotatio = Mitbezeichnung) stellt die individuelle (oft emotionale), stilistische,
regionale u.a. Bedeutungskomponente(n) eines Wortes oder sprachlichen Ausdrucks dar. Konnotation wird
auch als affektive/asoziative/okkasionelle Bedeutung bzw. als Nebensinn bezeichnet.

Semantische Relationen-Auch außerhalb konkreter Kontexte stehen Lexeme aufgrund ihrer Bedeutung
bereits in beschreibaren Beziehungen zu anderen Wörtern.
Beim Verstehen der Bedeutung des einen Wortes kommt paradigmatisch die Bedeutung des jeweils anderen
Wortes oft implizit zum Ausdruck.

Paradigmatische Bedeutungsbeziehungen-Diese Bedeutungsbeziehungen lassen sich danach ordnen, ob sie


in einem Verhältnis: --der Übereinstimmung,--einer Über-oder Unterordnung;--einem Gegensatz oder--einer
Reihung zwischen den jeweiligen Lexemen bestehen.

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