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Walter Jens – Wikipedia 1

Walter Jens
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Walter Jens (* 8. März 1923 in Hamburg) ist emeritierterOrdinarius für Rhetorik an


der Eberhard Karls Universität Tübingen, Altphilologe, Literaturhistoriker,
Schriftsteller, Kritiker und Übersetzer. Er war Präsident des P.E.N.-Zentrums der
Bundesrepublik Deutschland und Präsident der Akademie der Künste zu Berlin.

Inhaltsverzeichnis
1 Leben
Jens bei einer Rede vor der Akademie
1.1 Kindheit und Studium
der Künste (2005)
1.2 Assistent und Gruppe 47
1.3 Professor in Tübingen
1.4 Öffentliches Wirken
1.5 Christ und Pazifist
2 Mitgliedschaftenund Ehrungen
3 Werke
3.1 Fiktion
3.2 Non-Fiktion
3.3 Übersetzungen
4 Literatur
5 Weblinks
6 Einzelnachweise

Leben
Kindheit und Studium

Walter Jens ist der Sohn eines Bankdirektors und einer Lehrerin. Ab 1929 besuchte er
die koedukative Grundschule Breitenfelder Straße 35 in Hamburg- Eppendorf, die
Hälfte seiner Mitschüler war jüdischen Glaubens.[1] Von 1933 bis zum Abitur 1941
war er Schüler der Hamburger Gelehrtenschule des Johanneums. Von 1941 bis 1945
studierte Jens Germanistik und Klassische Philologie – zunächst in seiner Heimatstadt
Hamburg, ab April 1943 in Freiburg im Breisgau. Zu seinen akademischen Lehrern
zählten Bruno Snell und Martin Heidegger. Wegen seines schweren Asthmaleidens
blieb er von einem Kriegseinsatz verschont. In der Zeit des Nationalsozialismuswar
Jens Mitglied in der Hitlerjugend und im NS-Studentenbund. Seit dem 1. September
1942 wurde er als Mitglied der NSDAP geführt.[2] Darüber hinaus war er seit seiner
Jugend vom Fußball begeistert. Er besuchte Spiele des EimsbüttelerTV, eines Gelehrtenschule des Johanneums in
Hamburger Stadtteilklubs. Später war er Torwart in einer Freiburger Hamburg
Studentenmannschaft.[3]

„Was sollte denn schon aus einem Asthmatiker werden, der ein volles Viertel seiner Schulzeit in Sanatorien
zubringen mußte (und es mit Freuden tat: KindersanatoriumSchwester-Frieda-Klimsch-Stiftung, Königsfeld im
badischen Schwarzwald – ein Refugium, wo ich geborgen war)? Wie hätte einer bestehen können, der verloren
war für die heroische Zeit, weil er Bronchovydrin und Alludrin in hohen Dosen brauchte, um überhaupt existieren
zu können – und der zugleich doch seiner Krankheit dankbar war, weil sie ihn vorm Marschieren bewahrte und er
zeitlebens nie eine Waffe in die Hand nehmen mußte?“

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– WALTER JENS[4]

Assistent und Gruppe 47

1944 wurde Jens an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg bei Karl Büchner mit
einer Arbeit über die sophokleische Tragödie promoviert.[5] Das Rigorosum fand im
Luftschutzkellerstatt.[6] Von 1945 bis 1949 arbeitete er als Wissenschaftlicher
Assistent in Hamburg und Tübingen. Sein erster literarischerText Das weiße
Taschentuch erschien 1947 unter dem Pseudonym Walter Freiburger. Jens habilitierte
sich 1949 im Alter von 26 Jahren mit der nicht gedruckten Schrift Tacitus und die
Freiheit an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Ab 1950 gehörte er zur „Gruppe
47“, in diesem Jahr gelang ihm der Durchbruch mit dem Roman Nein. Die Welt der
Angeklagten. Ernst Rowohlt hatte ihn bereits 1948 verpflichtet, einen Roman zu
schreiben. Walter Jens (Mitte) mit Ehefrau Inge
und Josef Tal
„Die Bedingungen waren erfreulich. 300 Reichsmark im Monat, außerdem, das
war das Wichtigste, 1000 Blatt holzhaltig-graues Papier. Ich ging an die Arbeit,
machte Notizen, skizzierte das Schema der Komposition und schrieb das Buch, im Mai 1949, in ganzen drei
Wochen: 16 Seiten pro Nacht, mit Bleistiftauf Rowohlts Holzblattpapier; mehr Zeit stand dem Habilitanden Jens
nicht zur Verfügung.“
– WALTER JENS[7]

Jens protestiertemit diesem Roman gegen ein utopisches Modell totalitärerMacht. Hauptfigur ist Walter Sturm, ein ehemaliger
Dozent und Literat, der Kafka mehr als alles andere liebt. Diesem erklärt der oberste Richter und Machthaber der Staates, dass
es „auf der ganzen Welt nur Angeklagte und Zeugen und Richter gibt.“[8] Der Roman entstand unter dem Eindruck des
Nationalsozialismusund Stalinismus. Die Kritik zeigte sich begeistert, das Buch wurde in Frankreich von Émile Favre
dramatisiertund errang in dieser Fassung den Preis der Amis de la liberté.[9] Seit 1951 ist Walter Jens verheiratet mit Inge, geb.
Puttfarcken. Sie haben zwei Söhne, Tilman (* 1954) und Christoph (* 1965).

Professor in Tübingen
Als Altphilologe suchte Jens die Bedeutung der antiken Göttermythen und der neutestamentlichenGottesgeschichte für
aktuelle Fragen nach Wahrheit und Frieden durch Übersetzungen griechischer Literatur und der Bibel zu erweisen.[10] 1956
wurde Walter Jens als außerplanmäßigerProfessor für Klassische Philologie an die Universität Tübingen berufen. In seiner
Erzählung Das Testament des Odysseus deutete er die antike Gestalt um. Odysseus wird zu einem Antihelden, der seinem
Enkel Prasidas einen Lebensbericht überliefert. Er ist nicht der tapfere Abenteurer, sondern ein Pazifist, der das Gemetzel
verabscheut und den Trojanischen Krieg mit allen Mitteln verhindern will. Doch er scheitert.

„Es war ein Bild des Schreckens, Prasidas. Die Stadt brannte noch immer. Plündernde Trupps durchkämmten die
Häuser — drei Tage lang durften sie tun, was sie wollten; auf der Straße lagen Kinder mit offenem Mund, die
Bälle, Klötze und Puppen noch im Arm; aus halb zertrümmertenHäusern drangen die Schreie der Verwundeten
[…]“
– WALTER JENS[11 ]

Mit der Rede „Plädoyer für das Positive in der modernen Literatur“ eröffnete Jens 1961 die Frankfurter Buchmesse. 1962
wurde er ordentliches Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. In dem fiktiven Briefwechsel Herr
Meister. Dialog über einen Roman untersuchte Jens die Möglichkeit dichterischerProduktion: Die Protagonisten, ein
Literaturwissenschaftlerund ein Dichter, erörtern ein scheiterndes Romanprojekt.[12] Von 1963 bis 1988 hatte Jens den
bundesweit ersten Lehrstuhl für Allgemeine Rhetorik an der Eberhard Karls Universität Tübingen inne, der eigens für ihn
eingerichtetworden war.[13] Er war zugleich Direktor des Seminars für Allgemeine Rhetorik. Nachfolger wurde sein Schüler
Gert Ueding.

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Öffentliches Wirken

Unter dem Pseudonym Momos verfasste Jens seit 1963 fast wöchentlich Fernsehkritikenfür die Wochenzeitung Die Zeit. Seit
1965 ist er Mitglied der Freien Akademie der Künste Hamburg. In der Gruppe 47 avancierte er zum gefürchteten Kritiker bei
den Vorlesungen. Martin Walser beschrieb 1966 in seinem Brief an einen ganz jungen Autor satirisch seinen Umgang mit den
Texten:

„[…] vor allem aber wird er Dein Vorgelesenes immer wieder in die Luft werfen und wird das Vorgelesene in der
Luft verfolgen lassen von einem Geschwader heftig dröhnender Substantive, die im Verbandsflug geschult sind
[…] Erstaunt also und ergriffen wirst Du zusehen, das weiß ich jetzt schon, wenn er in stürmischerGenauigkeit
mit Dir umgeht; an Kinski oder Demosthenes wirst Du denken […]“
– MARTIN WALSER[14]

1971 wurde Jens in den Gründungssenat der Universität Bremen berufen. Er verstand sich als „Literat und Protestant“.[15]
Präsident des P.E.N.-Zentrums der Bundesrepublik Deutschland war er von 1976 bis 1982 und nochmals nach dem Tod
Martin Gregor-Dellins von 1988 bis 1989. Von 1989 bis 1997 war er Präsident der Akademie der Künste zu Berlin, ihm
gelang die problematischeVereinigung mit der Ostakademie.[16] Er ist deren Ehrenpräsident. Von 1990 bis 1995 war er
außerdem Vorsitzender der Martin-Niemöller-Stiftung.

Christ und Pazifist

In seinem letzten Roman Der Fall Judas behandelte Jens 1975 einen fiktiven Seligsprechungsprozessfür Judas Ischariot in der
Form einer forensischen Fallstudie: „Ohne Judas kein Kreuz, ohne das Kreuz keine Erfüllung des Heilsplans. Keine Kirche
ohne diesen Mann; keine Überlieferung ohne den Überlieferer.“[17] Er übersetzte Teile des Neuen Testaments: die vier
Evangelien, den Brief des Paulus an die Römer und die Offenbarung des Johannes.[18] Mit Hans Küng verbindet ihn eine
langjährige Freundschaft, ebenso mit Ralph Giordano, den er bereits aus seiner Schulzeit in Hamburg kennt. Jens engagierte
sich ab Anfang der 1980er Jahre im Widerstand der Friedensbewegung gegen den NATO -Doppelbeschluss und die
Stationierung von Pershing-Raketen. Mit Heinrich Böll und anderen bekannten Schriftstellernsowie Theologen beteiligteer
sich Anfang September 1983 an der „Prominentenblockade“ vor dem Pershing-Depot in Mutlangen.[19] Während des zweiten
Golfkrieges 1990 versteckte er desertierteUS-Soldaten in seinem Haus. Jens ist Mitglied im Beirat der Humanistischen Union.
Zwischen Januar 1989 und April 2011 war er Mitherausgeberder politisch-wissenschaftlichenMonatszeitschriftBlätter für
deutsche und internationalePolitik.[20]

Seit 2004 leidet Walter Jens an Demenz.[21]

„Wäre es denn wirklich ein Gewinn …, ein Gewinn für den Menschen, wenn er unsterblich wäre, statt — wie
bald! — zu vergehen und plötzlich dahinzumüssen? Wäre es ein Gewinn für ihn: nicht in der Zeit zu sein,
sondern unvergänglich wie – vielleicht– ein Stein oder ein ferner Stern? Liegt nicht gerade in der
Vergänglichkeit, und vor allem, im Wissen darum, seine ihn auszeichnende unvergleichliche Kraft?“
– WALTER JENS[22]

Mitgliedschaften und Ehrungen


Von 1961 bis 1993 Mitglied der Akademie der Künste, Berlin (West), Sektion Literatur. Von 1986 bis 1990
Korrespondierendes Mitglied der Akademie der Künste, Berlin (Ost), Sektion Literatur und Sprachpflege. Von 1990 bis 1993
Ordentliches Mitglied der Akademie der Künste, Berlin (Ost), Sektion Literatur und Sprachpflege. Seit 1993 Mitglied der
Akademie der Künste, Berlin, Sektion Literatur. Mitglied des P.E.N., der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung,
Darmstadt, der Freien Akademie der Künste, Hamburg, und der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste, Frankfurt am
Main. Ehrendoktorwürden der Universität Stockholm, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Universität Hamburg.

1951 Preis der Amis de la Liberté


1959 Deutscher Jugendliteraturpreis
1968 Lessing-Preis der Freien und Hansestadt Hamburg
1981 Heinrich-Heine-Preis der Stadt Düsseldorf
1982 Ehrenpräsident des P.E.N.-Zentrums der Bundesrepublik Deutschland
1983 ÖsterreichischesVerdienstzeichen
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1984 Adolf-Grimme-Preis
1988 Alternativer Büchnerpreis; Theodor-Heuss-Preis zusammen mit Inge Jens
1989 Hermann-Sinsheimer-Preis
1990 ÖsterreichischerStaatspreis für Kulturpublizistik
1992 ÖsterreichischesEhrenzeichen für Wissenschaft und Kunst; StiftungsgastdozenturPoetik der Goethe-Universität
Frankfurt am Main
1997 Bruno Snell-Plakette für beispielhaftesWirken in Wissenschaft und Gesellschaft der Universität Hamburg
1997 Ehrenpräsident der Akademie der Künste, Berlin
1998 Ernst-Reuter-Plakette
2002 Predigtpreis des Verlags für die Deutsche Wirtschaft
2003 Bundesverdienstkreuz
2003 Corine zusammen mit seiner Frau Inge Jens

Werke
Fiktion

Das weiße Taschentuch. Hansischer Gildenverlag, Hamburg 1947, DNB


452195780 (als Walter Freiburger; neueste Ausgabe von Faber & Faber, Berlin/
Leipzig 1994, ISBN 3-928660-19-5).
Nein. Die Welt der Angeklagten. Roman. Rowohlt Verlag, Hamburg/Stuttgart/ Signatur von Walter Jens
Baden-Baden 1950, DNB 452195721 (neueste Ausgabe von Kranichsteiner
Literatur, Darmstadt 1993, ISBN 3-929265-02-8).
Der Blinde. Erzählung. Rowohlt Verlag, Hamburg 1951, DNB 452195519 (neueste Ausgabe von Piper, München/
Zürich 1976, ISBN 3-492-02191-3).
Vergessene Gesichter. Roman. Rowohlt Verlag, Hamburg 1952, DNB 452195551 (neueste Ausgabe von Droemer
Knaur, München 1985, ISBN 3-426-01255-3).
Der Mann, der nicht alt werden wollte. Roman. Rowohlt Verlag, Hamburg 1955, DNB 452195683 (neueste Ausgabe
von Droemer Knaur, München 1987, ISBN 3-426-01484-X).
Das Testament des Odysseus. Neske, Pfullingen 1957, DNB 452195799 (neueste Ausgabe von Volk & Welt, Ost-
Berlin 1984, DNB 840736231).
Ilias und Odyssee. Nacherzählt. Verlag O. Maier, Ravensburg 1958, DNB 452195616 (neueste, 16. Auflage 1996,
ISBN 3-473-35503-8).
Herr Meister. Dialog über einen Roman. Piper Verlag, München 1963, DNB 452195705 (neueste Ausgabe von
Droemer Knaur, München 1987, ISBN 3-426-01484-X).
Die Verschwörung. Norstar, Grünwald 1969, DNB 457097000.
Der tödliche Schlag. Piper Verlag, München 1974, ISBN 3-492-00411-3.
Der Fall Judas. Verlag Kreuz, Stuttgart 1975, ISBN 3-7831-0453-X (neueste Ausgabe vom Ludwigsfelder Verlag
2006, ISBN 978-3-933022-39-4).
Der Ausbruch. Libretto. Rotsch, Tübingen 1975, ISBN 3-87674-021-5.
Der Untergang. Nach den Troerinnen des Euripides. Kindler Verlag, München 1982, ISBN 3-463-00845-9.
Die Friedensfrau. Nach der Lysistrate des Aristophanes. Kindler Verlag, München 1986, ISBN 3-463-40044-8.
Der Teufel lebt nicht mehr, mein Herr! Erdachte Monologe, imaginäre Gespräche. Radius-Verlag, Stuttgart 2001,
ISBN 3-87173-216-8.

Non-Fiktion
Hofmannsthal und die Griechen. Max Niemeyer Verlag, Tübingen 1955, DNB 452195608.
Statt einer Literaturgeschichte. Dichtung im zwanzigsten Jahrhundert. Neske, Pfullingen 1957, DNB 452195756
(neueste Ausgabe von Artemis & Winkler, Düsseldorf/Zürich 2004, ISBN 3-491-69121-4).
Die Götter sind sterblich. Neske, Pfullingen 1959, DNB 452195586 (neueste Ausgabe von dtv, München 1983, ISBN
3-423-10076-1).
Deutsche Literatur der Gegenwart. Themen, Stile, Tendenzen. Piper Verlag, München 1961, DNB 452195632.
Zueignungen. 11 literarischePorträts. Piper Verlag, München 1962, DNB 452195810.
Fernsehen, Themen und Tabus. Momos 1963–1973. Piper Verlag, München 1973, ISBN 3-492-00351-6.
Republikanische Reden. Kindler Verlag, München 1976, ISBN 3-463-00677-4.

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Eine deutsche Universität. 500 Jahre Tübinger Gelehrtenrepublik. Mit Inge Jens. Kindler Verlag, München 1977,
ISBN 3-463-00709-6 (neueste Ausgabe von Rowohlt, Reinbek 2004, ISBN 3-499-61690-4).
Ort der Handlung ist Deutschland. Reden in erinnerungsfeindlicherZeit. Kindler, München 1981, ISBN
3-463-00813-0.
Momos am Bildschirm. 1973–1983. Piper Verlag, München/Zürich 1984, ISBN 3-492-00604-3.
Kanzel und Katheder. Reden. Kindler Verlag, München 1984, ISBN 3-463-00886-6.
Dichtung und Religion. Pascal, Gryphius, Lessing, Hölderlin, Novalis, Kierkegaard, Dostojewski, Kafka. Mit Hans
Küng. Kindler Verlag, München 1985, ISBN 3-463-40028-6.
Deutsche Lebensläufe in Autobiographien und Briefen. Mit Hans Thiersch. Juventa-Verlag, Weinheim/München 1987,
ISBN 3-7799-0803-4.
Nationalliteraturund Weltliteratur, von Goethe aus gesehen. Essay. Kindler Verlag, München 1988, ISBN
3-463-40117-7.
Feldzüge eines Republikaners. Ein Lesebuch. Deutscher Taschenbuch-Verlag, München 1988, ISBN 3-423-10847-9.
Reden. Kiepenheuer, Leipzig/Weimar 1989, ISBN 3-378-00318-9.
Juden und Christen in Deutschland. 3 Reden. Radius-Verlag, Stuttgart 1989, ISBN 3-87173-784-4.
Dichter und Staat. Über Geist und Macht in Deutschland; eine Disputation zwischen Walter Jens und Wolfgang Graf
Vitzthum. Verlag Walter de Gruyter, Berlin/New York City 1991, ISBN 3-11-013207-9.
Einspruch. Reden gegen Vorurteile. Kindler Verlag, München 1992, ISBN 3-463-40200-9.
Mythen und Dichter. Modelle und Variationen; vier Diskurse. Kindler Verlag, München 1993, ISBN 3-463-40215-7.
Anwälte der Humanität. Thomas Mann, Hermann Hesse, Heinrich Böll. Mit Hans Küng. Piper Verlag, München/
Zürich 1993, ISBN 3-492-11267-6.
Vergangenheit – gegenwärtig. Biographische Skizzen. Mit Inge Jens. Radius-Verlag, Stuttgart 1994, ISBN
3-87173-011-4.
Menschenwürdig sterben. Ein Plädoyer für Selbstverantwortung. Mit Hans Küng. Piper Verlag, München/Zürich 1995,
ISBN 3-492-03791-7 (Taschenbuch der erweiterten und aktualisiertenNeuausgabe 2010, ISBN 978-3-492-25852-4).
Dialog mit Hans Küng. Mit Hans Küngs Abschiedsvorlesung. Piper Verlag, München/Zürich 1996, ISBN
3-492-03898-0.
Macht der Erinnerung. Betrachtungen eines deutschen Europäers. Artemis und Winkler, Düsseldorf/Zürich 1997,
ISBN 3-538-07054-7.
Aus gegebenem Anlaß: Texte einer Dienstzeit. Parthas Verlag, Berlin 1998, ISBN 3-932529-19-7.
Rudolf Radler (Redaktion), Walter Jens (Hrsg.): Kindlers Neues Literatur-Lexikon. Komet, Frechen 2001, ISBN
3-89836-214-0 (Lizenzausgabe des Kindler-Verlags, München).
Pathos und Präzision. Acht Texte zur Theologie. Radius-Verlag, Stuttgart 2002, ISBN 3-87173-248-6.
Frau Thomas Mann. Das Leben der Katharina Pringsheim. Mit Inge Jens. Rowohlt Verlag, Reinbek 2003, ISBN
3-498-03338-7.
Katias Mutter. Das außerordentliche Leben der Hedwig Pringsheim. Mit Inge Jens. Rowohlt Verlag, Reinbek 2005,
ISBN 3-498-03337-9.
Auf der Suche nach dem verlorenen Sohn. Die Südamerika-Reise der Hedwig Pringsheim 1907/08. Mit Inge Jens.
Rowohlt Verlag, Reinbek 2006, ISBN 3-498-03337-9.

Übersetzungen
Am Anfang der Stall, am Ende der Galgen: Jesus von Nazareth. Seine Geschichte nach Matthäus. Verlag Kreuz,
Stuttgart 1972 (Originaltitel: εὐαγγέλιονκατὰ Ματθαῖον, Euangelion kata Mathaion, übersetzt von Walter Jens), ISBN
3-423-02086-5.
Aischylos: Die Orestie. Eine freie Übertragung. Deutscher Taschenbuch-Verlag, München 1981 (Originaltitel:
᾿Ορέστεια, Oresteia, übersetzt von Walter Jens), ISBN 3-423-02086-5.
Das A und das O. Offenbarung des Johannes. Radius-Verlag, Stuttgart 1987 (Originaltitel: αποκάλυψις, Apokalypsis,
übersetzt von Walter Jens), ISBN 3-87173-732-1.
Die Zeit ist erfüllt. Die Stunde ist da. Das Markus-Evangelium. Radius-Verlag, Stuttgart 1990 (Originaltitel: εὐαγγέλιον
κατὰ Μᾶρκον, Euangelion kata Markon, übersetzt von Walter Jens), ISBN 3-87173-807-7.
Und ein Gebot ging aus. Das Lukas-Evangelium. Radius-Verlag, Stuttgart 1991 (Originaltitel: εὐαγγέλιονκατὰ Λουκᾶν,
Euangelion kata Loukan, übersetzt von Walter Jens), ISBN 3-87173-826-3.
Am Anfang das Wort. Das Johannes-Evangelium. Radius-Verlag, Stuttgart 1993 (Originaltitel: εὐαγγέλιονκατὰ
Ἰωάννην, Euangelion kata Ioannen, übersetzt von Walter Jens), ISBN 3-87173-872-7.

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Paulus von Tarsus: Der Römerbrief. Radius-Verlag, Stuttgart 2000 (übersetzt von Walter Jens), ISBN 3-87173-205-2.

Literatur
Ulrich Berls: Walter Jens als politischerSchriftstellerund Rhetor. Stauffenburg-Verlag, Tübingen 1984, ISBN
3-923721-08-0 (Zugleich: München, Univ., Diss., 1983).
Thomas Grimm, Manfred Mayer: Gespräch mit Inge Jens und Walter Jens. In: Sinn und Form. Heft 3, 2007, ISSN
0037-5756, S. 370–377.
Walter Hinck: Walter Jens. Un homme de lettres. Zum 70. Geburtstag. Kindler, München 1993, ISBN 3-463-40171-1.
Inge Jens: In guten und in schlechten Tagen, aus: Unvollständige Erinnerungen. Rowohlt, Reinbek 2009, ISBN
978-3-498-03233-3. S. 264-308, (Dieses Kapitel 13 behandelt explizit die Entwicklung der Demenzerkrankung von Walter Jens vor
dem Hintergrund seiner früheren Vorstellungen über ein selbstbestimmtes Leben .)
Tilman Jens: Demenz. Abschied von meinem Vater. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2009, ISBN
978-3-579-06998-2.
Herbert Kraft: Das literarischeWerk von Walter Jens. Rotsch, Tübingen 1975, ISBN 3-87674-018-5.
Karl-Joseph Kuschel: Walter Jens. Literat und Protestant. Patmos-Verlag, Düsseldorf 2003, ISBN 3-491-72473-2
(AktualisierteNeuauflage. Attempto-Verlag, Tübingen 2008, ISBN 978-3-89308-405-0).
Manfred Lauffs: Walter Jens. C. H. Beck, München 1980, ISBN 3-406-07440-5 (Autorenbücher 20).

Weblinks
Commons: Walter Jens (//commons.wikimedia.org/wiki/Category:Walter_Jens?uselang=de) – Sammlung von
Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur von und über Walter Jens (https://portal.d-nb.de/opac.htm?query=Woe%


3D118557327&method=simpleSearch) im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
„Frau Walter Jens“ (http://www.zeitzeugen-tv.de/zz_cms/cms/front_content.php?idart=66) – Dokumentarfilmvon
Thomas Grimm (2009)
Inge Jens im Interview mit Arno Luik: „Ich sehe seinem Entschwinden zu“ stern 2. April 2008 (http://www.stern.de/
unterhaltung/buecher/:Inge-Jens-Ich-Entschwinden/615899.html)
Gerhard Stadelmaier: Der Linke als Zaubersteiger FAZ 8. März 2008 (http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/
walter-jens-zum-geburtstag-der-linke-als-zauberbergsteiger-1513761.html)
Interview (Willi Winkler): „Ich war lange Jahre angepasst“ Süddeutsche Zeitung 8. Dez. 2003 (http://
www.sueddeutsche.de/kultur/interview-mit-walter-jens-ich-war-lange-jahre-angepasst-1.432552)
Götz Aly: Was wusste Walter Jens? Wahrscheinlich geschah seine Aufnahme in die NSDAP ohne eigene Kenntnis, in
DIE ZEIT 7. März 2008 (http://www.zeit.de/2004/04/W_Jens/komplettansicht)
Walter Jens in der deutschen (http://www.imdb.de/name/nm0421301/) und englischen (http://www.imdb.com/name/
nm0421301/) Version der Internet Movie Database
„…für die Geknechteten und Beladenen“ (http://www.auricher-wissenschaftstage.de/jensint.htm) Inge und Walter Jens
im Gespräch für die Auricher Wissenschaftstage
Vergangenheit – gegenwärtig (http://www.mediaculture-online.de/fileadmin/bibliothek/jens_skizzen/jens_skizzen.html)
– Auszug
Walter Jens auf der Akademie der Künste (http://www.adk.de/de/akademie/mitglieder/mitglieder-datenbank.htm?we_
objectID=21062&show=druckansicht)

Einzelnachweise
1. Walter Jens: Gelehrter-Schriftsteller-Rhetor. Ein Selbstporträt, in: Welt und Wort 18/1963, S. 334
2. Götz Aly: Was wusste Walter Jens? Wahrscheinlich geschah seine Aufnahme in die NSDAP ohne eigene Kenntnis, in
DIE ZEIT 7. März 2008 (http://www.zeit.de/2004/04/W_Jens/komplettansicht)
3. Walter Jens, Republikanische Reden, 1976, S. 188 ff.: „Als ich zur Schule ging, war alles ganz einfach: Das
Identifikations-Objekt hieß TV Eimsbüttel […]“; Ich liebe den ETV, Interview mit Walter Jens, in: ETV-Magazin
2/2006, S. 8 (http://www.etv-hamburg.de/uploads/media/etv-mag_2-06.pdf) : „Ich liebe den ETV, ich bin als Kind in
Eimsbüttel groß geworden. Und in meiner Familie, die fußballbegeistertwar, gab´s nur einen Favoriten und das war der
ETV, das war Eimsbüttel. […] Ich bin nicht in Eimsbüttel aktiv gewesen. Da stand ich mehr auf den Rängen. Ich war

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Walter Jens – Wikipedia 7
Torwart in einer Freiburger Studentenmannschaft. Torwart, das ist der schwerste Posten, den es auszuüben gibt. Ich
habe ihn nur kurz ausgeübt, wegen des Asthmas, das ich seit meinem dritten Lebensjahr habe.“
4. Walter Jens, Vergangenheit gegenwärtig. Biographische Skizzen, 1994, S. 65f.
5. Walter Jens, Die Funktion der Stichomythie in Sophokles' Tragödien der Mannesjahre, Diss. Freiburg i. Br. 1944
6. Laufs (1980), S. 13
7. Walter Jens, Nachwort zu Nein. Die Welt der Angeklagten, München 1977, S. 300
8. Walter Jens, Nein. Die Welt der Angeklagten, 1954, S. 37
9. Lauffs (1980), S. 27
10. Maria Behre, Jens, Walter, Artikel in: Walter Killy (Hrsg.), Literaturlexikon, Bd. 6, 1990, S. 96
11. Walter Jens, Das Testament des Odysseus, Pfullingen 1957, 4. Aufl. 1968, S. 40
12. Walter Jens, Herr Meister. Dialog über einen Roman, München 1963
13. Den ersten dieser Art in Deutschland überhaupt seit 1829.
14. Martin Walser, Brief an einen ganz jungen Autor, in: Hans Mayer (Hrsg.), Deutsche Literaturkritik. Vom Dritten Reich
bis zur Gegenwart (1933–1968), Frankfurt am Main 1978, S. 629 f.
15. So der Titel der Biographie Karl-Josef Kuschels, vgl. Literaturverzeichnis.
16. Hink (1993), S. 128
17. Walter Jens, Der Fall Judas, Stuttgart 1975, S. 8
18. Die Übersetzungen aus dem Neuen Testament erschienen zunächst einzeln und über die Jahrzehnte gestreckt. Walter
Jens übersetzte in der Reihenfolge: Zuerst Am Anfang der Stall – am Ende der Galgen. Jesus von Nazareth, seine
Geschichte nach Matthäus, Stuttgart 1972; Das A und das 0. Die Offenbarung des Johannes, Stuttgart 1987; Die Zeit ist
erfüllt. Die Stunde ist da. Das Markus-Evangelium, Stuttgart 1990; Und ein Gebot ging aus. Das Lukas-Evangelium,
Stuttgart 1991; Am Anfang: das Wort. Das Johannes-Evangelium, Stuttgart 1993; Die vier Evangelien. Matthäus –
Markus – Lukas – Johannes, Stuttgart 1998; zuletzt Der Römerbrief, Stuttgart 2000.
19. Vgl. Kuschel (2003), S. 182 f.
20. Große Köpfe für große Fragen, Blätter für deutsche und internationalePolitik 5/11 (http://www.blaetter.de/archiv/
jahrgaenge/2011/mai/grosse-koepfe-fuer-grosse-fragen)
21. Tilman Jens: Vaters Vergessen (http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/walter-jens-vaters-vergessen-1513397.html) . In:
F.A.Z., 4. März 2008, Nr. 54 / Seite 37.
22. Walter Jens, Über die Vergänglichkeit. Der 90. Psalm, in: ders. Einspruch. Reden gegen Vorurteile, 1992, S. 228

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