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Uwe Timm (libertärer Autor)


aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Uwe Timm (* 5. Februar 1932 in Hamburg) ist ein deutscher Autor libertär
orientierterPublikationen sowie Mitherausgeberder libertären Zeitschriftespero.

Inhaltsverzeichnis
1 Leben
2 Literatur
3 Werke
4 Siehe auch
5 Weblinks
6 Einzelnachweise
Uwe Timm im Oktober 2009

Leben
Timm erlebte in seiner Kindheit die totalitäreStaatsgewalt und autoritären Erziehungsmaßnahmen der staatlichenInstanzen.
Hierüber schrieb er: „Wir waren die Generation der Kellerkinder, Kinder die das Spielen verlernten, dafür im „Jungvolk“ in
den Geländespielen auf einen Staat eingeübt wurden“.[1] Als ältester Sohn war er aufgrund familiärerVerhältnisse bereits als
Jugendlicher gezwungen, Verantwortung zu übernehmen und selbstständigsein Leben zu gestalten.[2]

In den 1940er Jahren machte Timm Bekanntschaft mit der Freidenker-Bewegung, dem Freigeistigen Kreis in Ahrensburg. Für
diese Gruppe organisierte er Kurse und Jugendweihen. Als Gruppenleiter der Hamburger Genossenschaftsjugend arbeitete er
in der Redaktion der GenossenschaftlichenJugendbriefe und las die Bücher von Robert Owen, später die Schriften von Silvio
Gesell und Werner Zimmermann; letzterer war Mitbegründer der früheren WIR-Genossenschaft (heute WIR-Bank). Timm
lernte den Lebensreformer Zimmermann persönlich kennen und besuchte darüber hinaus Kurse des Geldreformers Hans
Schumann. Zum Kriegsende hatte Uwe Timm den Gegner des Nationalsozialismusund Anhänger der FreiwirtschaftHermann
Albert Prüss kennengelernt; dies war Timms erster politischerKontakt.

Timm absolvierte eine Ausbildung zum Maschinenbauer und erhielt eine Weiterbildung zum Techniker, sowie eine
Ausbildung zum technischen Kaufmann. Danach war er tätig als Konstrukteur im Anlagenbau; freigestellterBetriebsrat,
stellvertretenderBetriebsratsvorsitzender, und Sprecher des Personalausschusses.

In seiner Tätigkeit bei der Genossenschaftsjugend kam Uwe Timm in Verbindung mit einer Hamburger Anarchisten-Gruppe,
zu der u.a. Otto Reimers gehörte und wurde mit dem libertären Gedankengut von Erich Mühsam, Peter Kropotkin, Michael
Bakunin und John Henry Mackay vertraut. Zu dieser Zeit beteiligteer sich aktiv an Diskussionen über Notstandsgesetze,
Wehrpflicht und atomare Aufrüstung; Timm wurde Mitglied der Internationaleder Kriegsdienstgegner(IDK) auf Anregung
von Wolfgang Borchert; „W. Borchert besaß für uns eine besondere Bedeutung. […] Er brannte uns mit seinem Gedicht ‚Sag
Nein‘ ins Herz, künftig Widerstand gegen alle und jeden zu leisten, die Menschen uniformierenwollten und um sie zum Töten
und zum Morden zu zwingen. Ohne Zweifel, Borchert brachte mich zum Antimilitarismus, ohne einem Wenn und Aber.“[3]
Timm war 1958 aktiv im Aktionskreis für Gewaltlosigkeit[4] und nahm ebenfalls bei den Hamburger Ostermärschen teil. 1987
erhielt Timm den Friedenspreis vom unabhängigen Arbeitskreis Karl Liebknecht für „35 Jahre Einsatz für eine humane
Gesellschaft“. „Timm wurde damit für sein jahrzehntelangesEngagement in der Gewerkschafts– und Friedensbewegung […]
geehrt“. Der Preis wurde ihm „im Rahmen einer kleinen Feier im Türkischen Volkshaus überreicht“.[5]

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In diesen Jahren beschäftigte er sich mit den Werken des individualistischenAnarchisten Kurt Zube und begann sich weiter
mit der Lektüre des Anarchismus zu beschäftigen. In der Zeitschrifteigentümlich frei schrieb er: „Als Anarchist beanspruche
ich für mich das Recht der freien Entscheidung über meine Person, ohne in die Rechte anderer einzugreifen. Anarchie und
Ordnung widersprechen einander nicht. Anarchie ist ebenso ein Ordnungsbegriff wie Demokratie oder Monarchie“.[6]

Vorwiegend die kritischen Publikationen von Kurt Zube (Pseudonym: K.H.Z. Solneman) überzeugten ihn. Uwe Timm lernte
Zube persönlich kennen und zusammen mit drei weiteren Personen gründeten sie 1974 die Mackay Gesellschaft, deren
Treuhänder Timm von 1977 bis 1984 war. Uwe Timm ist heute noch als Schriftstellertätig; er ist Mitherausgeberder libertären
Zeitschriftespero. 1954 hatte er die beiden ZeitschriftenMahnruf junger Individualistensowie zusammen mit Willy Huppertz
Der junge Antiautoritäre herausgegeben.[7] Der junge Antiautoritäre erschien als Beilage zur ZeitschriftBefreiung (Mülheim/
R.).

Literatur
Günter Bartsch: Anarchismus in Deutschland. 1945–1965, Band 1: Mahnruf junger Individualisten, Seite 235–236 und
Der junge Antiautoritäre, Seite 229, 236–237. Fackelträger-Verlag, Hannover 1972, ISBN 3-7716-1331-0.
Hans Jürgen Degen (Hrsg.): Anarchie ist Gesetz und Freiheit. Uwe Timm zum 60. Geburtstag. Mit Beiträgen von
Stefan Blankertz, Rolf Cantzen, Rolf Raasch, Wolfram Beyer, Peter Petersen und anderen. Oppo-Verlag 1992, ISBN
3-926880-06-6

Werke
„Verlorene Kindheit - Errungene Freiheit. Biografie eines unbequemen Libertären“, Oppo-Verlag, Berlin 2007. ISBN
3-926880-17-1. [1] (http://d-nb.info/986859133) In der DNB
„Gesammelte Schriften. Veröffentlichungen von 1955 - 2002“. Neu Wulmstorf 2002. ISBN 3-8311-4482-6. [2] (http://d-
nb.info/965838870) In der DNB
„Ökologie und Freiheit. Umweltproblem und Anarchismus“, Lernziel Anarchie Nr. 7. Verlag der Mackay Gesellschaft,
Freiburg/Br. 1980. ISBN 3-921388-33-3. [3] (http://d-nb.info/800937945) In der DNB
„Anarchie, eine konsequente Entscheidung für Freiheit und Wohlstand“, Lernziel Anarchie Nr. 3. Verlag der Mackay
Gesellschaft, Freiburg/Br. 1976. ISBN 3-921388-10-4. [4] (http://d-nb.info/770540902) In der DNB
Anarchismus heute. Positionen. Verlag Schwarzer Nachtschatten, Bösdorf. ISBN 3-89041-006-5
Gegen das Geschäft mit dem Klimawandel - Plädoyer für eine freie und soziale Gesellschaft. espero - Sonderheft Nr.
13. Edition Anares & Espero. ISBN 3-905052-75-X

Siehe auch
Liste bekannter Anarchisten

Weblinks
Commons: Uwe Timm (//commons.wikimedia.org/wiki/Category:Uwe_Timm_(libertarian_author)?uselang=de) –
Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur von und über Uwe Timm (https://portal.d-nb.de/opac.htm?query=Woe%


3D135543479&method=simpleSearch) im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Artikel von Andre F. Lichtschlag (http://www.ef-magazin.de/2007/02/05/anarchisten-uwe-timm-zum-75-geburtstag) im
Online „ef-magazin“
Gesammelte Schriften des Anarchisten Uwe Timm (http://ur.dadaweb.de/UTimm.htm) bei „Dadaweb“
Offizielle Website von Espero (http://www.espero-versand.net) und Nachfolger der Mackay Gesellschaft
Autor Uwe Timm (http://www.ef-magazin.de/autor/uwe-timm/) . Veröffentlichungen in der Zeitschrifteigentümlich frei.

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Einzelnachweise
1. Buchbesprechung (http://www.buchausgabe.de/public_products/Verlorene-Kindheit-Errungene-Freiheit-Uwe-
Timm-835) von Markus Henning
2. Zu Uwe Timms (http://www.anarchie.de/main-72391.html) Erinnerungen eines unbequemen Libertären
3. Zitat aus: Uwe Timm: Gegen Krieg und Militär – den Regierungen das Geld entziehen. Ein Interview; aus: Wolfram
Beyer (Hrsg.): Kriegsdienste verweigern – Pazifismus aktuell, Libertäre und humanistische Positionen. Oppo-Verlag,
Berlin 2007, Seite 114
4. ebenda, 2.Auflage 2011, S.140
5. N. G. (Autor): 35 Jahre Einsatz für eine humane Gesellschaft; in: Frankfurter Rundschau. Stadtrundschau, Ausgabe
vom 7. Dezember 1987
6. Uwe Timm: Anarchismus in Zukunft (http://www.ef-magazin.de/archiv/ef/1/inhalt.html) . In eigentümlichfrei, Nr. 1, S.
8
7. Günter Bartsch: Anarchismus in Deutschland, Band 1

Normdaten (Person): GND: 135543479 | VIAF: 35674007 |


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Kategorien: Person des Anarchismus Person des Libertarismus Autor Deutscher Person (Hamburg) IDK-Mitglied
Geboren 1932 Mann

Diese Seite wurde zuletzt am 29. November 2012 um 13:09 Uhr geändert.
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