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Hans-Ulrich Wehler
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Hans-Ulrich Wehler (* 11. September 1931 in Freudenberg bei Siegen) ist ein deutscher Historiker. Seine fünfbändige
Deutsche Gesellschaftsgeschichtezählt zu den Standardwerken[1] der deutschen Geschichtsschreibungfür die Zeit von der
Mitte des 18. Jahrhunderts bis 1990.

Inhaltsverzeichnis
1 Leben
1.1 Hochschullehrer
1.2 Werk und wissenschaftlichesWirken
1.3 Beiträge zu öffentlichen Debatten
2 Auszeichnungen
3 Schriften
4 Weblinks
5 Einzelnachweise

Leben
Aufgewachsen in der Zeit des Nationalsozialismusin Gummersbach und seither mit dem zwei Jahre älteren Jürgen Habermas
bekannt, mit dem er in der Hitlerjugend zusammentraf[2] und dasselbe Gymnasium besuchte, legte Wehler 1952 das Abitur ab.
Er studierte Geschichte, Soziologie und Ökonomie an den Universitäten Köln, Bonn und mit einem Fulbright-Stipendium an
der Ohio University in Athens, Ohio. 1960 wurde er bei Theodor Schieder mit der Arbeit Sozialdemokratie und Nationalstaat
(1840–1914) promoviert und war anschließend Schieders Assistent am Historischen Seminar in Köln.

Der UnternehmensberaterGerhard Kienbaum war ein Vetter Wehlers.[3]

Hochschullehrer

Seine erste HabilitationsschriftAufstieg des amerikanischen Imperialismus 1865–1900 aus dem Jahr 1964 wurde von der
Fakultät der Universität Köln abgelehnt. Auch seine zweite Arbeit Bismarck und der Imperialismus (1967) stieß in der
Habilitationskommissionauf starken Widerstand. Nach einem Kolloquium über Clausewitz und die Entwicklung vom
absoluten zum totalen Krieg wurde die Habilitationschließlich 1968 in einer knappen Abstimmung der Fakultät angenommen.

Bis 1970 blieb Wehler als Privatdozent in Köln, bevor er 1970 Professor für amerikanische Geschichte an der Freien
Universität Berlin wurde. Von 1971 bis zu seiner Emeritierungim Jahr 1996 war er Professor für Allgemeine Geschichte mit
besonderer Berücksichtigung der Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts in Bielefeld. Er lehrte außerdem als Gastprofessor
in Harvard, Princeton, Stanford, Yale und Bern.

Werk und wissenschaftliches Wirken


An der ReformuniversitätBielefeld gehörte Wehler zu den Begründern der so genannten Bielefelder Schule, die sich
ursprünglich als Vertreterin einer historischen Sozialwissenschaftverstand. Ziel war es, die bislang hauptsächlich
ereignisgeschichtlicheHistoriographiegegenüber den Sozialwissenschaften(Soziologie, Wirtschaftswissenschaften) aber auch
der Psychoanalyse zu öffnen. Als Publikations- und Diskussionsorgan wurde 1975 von Wehler die Geschichte und
Gesellschaft. Zeitschriftfür Historische Sozialwissenschaftwesentlich mitgegründet. In den folgenden Jahrzehnten bis zu
seiner Emeritierungblieb er die prägende Kraft der Zeitschrift.

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In den ersten Bielefelder Jahren war Wehler stark theorie- und strukturgeschichtlichorientiert. Strukturen und Prozesse
erschienen bei ihm wichtiger als die Entscheidungen von Personen. Dieser Ansatz war in weiten Teilen der
Geschichtswissenschaftstark umstritten. Im Laufe der Zeit setzte er sich durch, und jüngere Historiker, etwa aus dem Umfeld
der Alltagsgeschichteund neuen Kulturgeschichte, begannen, Wehler und seine Schule als „Bielefelder Orthodoxie“
anzugreifen.[4] In theoretischerHinsicht stützt sich Wehler in erster Linie auf die Arbeiten von Max Weber. Dabei übernahm
er nicht dessen Ergebnisse, sondern in erster Linie die Art der Fragestellung und einige Grundkonzepte.

Das Konzept fand Niederschlag in zahlreichen kleineren und größeren Arbeiten. In der Fachwelt hat das Buch Das Deutsche
Kaiserreich 1871–1918 von 1973 für erhebliche Aufmerksamkeitgesorgt. In diesem setzte Wehler seinen
strukturgeschichtlichenAnsatz erstmals konsequent um. Neben der Hervorhebung soziökonomischerProzesse spielte dabei
die Sonderwegsthese eine erhebliche Rolle. Obwohl sie mittlerweilein wichtigen Details als widerlegt gilt, hat sie einen
internationalenForschungsboom zum Deutschen Kaiserreich ausgelöst und das Geschichtsbewusstseinin Deutschland
nachhaltig geprägt.

Nach zahlreichen Arbeiten etwa zum amerikanischen Imperialismus, aber auch zu theoretischen Fragen erschien 1987 der
erste Band seiner Deutschen Gesellschaftsgeschichte. Dieses Projekt, wiederum anknüpfend an Max Weber,[5] untersucht die
deutsche Geschichte seit etwa 1700. Mit Erscheinen des 5. Bandes im Jahre 2008, der den Zeitraum von 1949 bis 1990
behandelt, hat Wehler die Reihe zum Abschluss bringen können. Die Bände versuchen eine Art histoire totale zu liefern und
folgen dabei einem einheitlichenSchema. Nach einem Überblick über Demographie und Bevölkerungsentwicklung folgt die
Analyse von Wirtschaft, den Strukturen der sozialen Ungleichheit, den Strukturen und Entwicklungen der politischen
Herrschaft und der Kultur.[6] Dieses opus magnum gilt zwar mittlerweileals Standardwerk, einige Aspekte stießen jedoch
auch auf heftige Kritik. Dies gilt etwa für Wehlers Versuch, den Erfolg des Nationalsozialismusund Adolf Hitlers mit Hilfe
des an Max Weber angelehnten Charismakonzepts zu erklären.[7][8]

Beiträge zu öffentlichen Debatten


Neben seinen fachwissenschaftlichenArbeiten hat sich Wehler auch immer wieder an historisch-politischen Debatten beteiligt.
Dazu zählte im Jahr 1986 sein Eingreifen in den Historikerstreit, der sich an den Thesen von Ernst Nolte entzündete. Wehler
war neben Jürgen Habermas einer der führenden Kritiker der von Nolte und seinen Unterstützern vertretenen Thesen. Im Jahr
1989 heizte Wehler den Streit noch einmal an. Auch 1996 bezog er in der Debatte über die Thesen von Daniel Goldhagen
Position.

In seiner Universitätsstadtschaltete er sich 1998 in die Debatte um die Kunsthalle der Stadt Bielefeld ein, und verlangte die
Entfernung des Namens Richard Kaselowsky. Zur Begründung hieß es, der Namenspatron habe der NSDAP angehört und sei
Förderer des „Freundeskreises des Reichsführers SS“ gewesen.

Im Jahr 2002 erregten Wehlers Thesen gegen den Beitritt der Türkei zur EU erhebliche Aufmerksamkeit.[9] Im selben Jahr
äußerte er sich auch zur neu konzipierten Wehrmachtsausstellung.[10]

2003 kritisierteWehler die Schulpolitik der NRW-Landesregierung.[11 ] 2007 positioniertesich Wehler im Zusammenhang mit
dem Streit um die geplante DITIB-Zentralmoschee Köln in dem Sinne, dass „endlich eine offenherzige Diskussion über die
Stellung der deutschen Muslime zu führen“ sei, da die DİTİB dazu neige, „sich in einer eigenen Subkultur einzuigeln und jede
Assimilationzu verweigern.“[12]

In einer Rezension für Die Zeit kritisiertWehler die auch auf genetische Aspekte gestützte Argumentation des Sarrazin-Buches
Deutschland schafft sich ab. Er meint jedoch, die Analyse, die sich auch allein aus den sozialpolitischenErkenntnissen des
Buches ableiten lasse, treffe „ins Schwarze“, und verteidigt das Werk insgesamt gegen eine „fehlgesteuerteDiskussion“, in der
Wehler eine massive „Attacke gegen die Meinungsfreiheit“ erkennt.[13]

Die umstritteneÄußerung von Bundespräsident Christian Wulff zum 20. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung am 3.
Oktober 2010, der Islam gehöre zu Deutschland, kritisierteWehler im Tagesspiegel: „Der Islam ist über die Jahrhunderte
hinweg immer ein Gegner dieses Europas gewesen. Der Islam ist kein Teil der Kultur oder des gesellschaftlichenLebens in
Deutschland geworden, egal ob sie das Recht, die Politik oder das Verfassungsdenken ansehen.“[14]

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Auszeichnungen
Wehler wurde mit mehreren Ehrendoktorwürden ausgezeichnet. 1999 wurde Wehler zu einem auswärtigen Ehrenmitgliedder
American Historical Association (AHA), dem mitgliederstärkstenHistorikerverbandder USA, ernannt. Als Begründung
wurde angegeben, kein „lebender Historiker in der Bundesrepublik Deutschland in der Nachkriegszeit“ mehr getan habe „für
die Neuorientierung und Belebung der modernen deutschen Geschichtswissenschaft.“[15] Wehler war der achte deutsche
Historiker nach Leopold von Ranke (1885), Theodor Mommsen (1900), Friedrich Meinecke (1947), Franz Schnabel (1952),
Gerhard Ritter (1959), Fritz Fischer (1984) und Karl Bosl (1990), der diese Auszeichnung erhielt.[16]

2003 wurde Wehler mit dem Staatspreis des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet; 2004 ernannte ihn die Universität
Bielefeld zum Ehrensenator; im selben Jahr erhielt er „als einer der wenigen Geisteswissenschaftlerdie Helmholtz-Medaille
der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.“[17]

Schriften
Sozialdemokratie und Nationalstaat. Nationalitätenfragein Deutschland 1840–1914. Diss., 1962.
Bismarck und der Imperialismus. 1969.
Krisenherde des Kaiserreichs 1871–1918. 1970.
Das Deutsche Kaiserreich 1871–1918. 1973.
Der Aufstieg des amerikanischen Imperialismus. Studien zur Entwicklung des Imperium Americanum 1865–1900.
1974.
Modernisierungstheorieund Geschichte. Göttingen 1975.
Historische Sozialwissenschaftund Geschichtsschreibung. Studien zu Aufgaben und Traditionen deutscher
Geschichtswissenschaft. Göttingen 1980.
Entsorgung der deutschen Vergangenheit? Ein polemischer Essay zum „Historikerstreit“. C.H. Beck, München 1988.
Deutsche Gesellschaftsgeschichte. 5 Bände. Verlag C. H. Beck, München, 1987–2008. (4900 Seiten als broschierte
Ausgabe ISBN 3-4065-7872-1)
Bd. 1: Vom Feudalismus des Alten Reiches bis zur Defensiven Modernisierung der Reformära 1700–1815 (http://
books.google.de/books?id=PEyJLl1SBXMC) 1987, 4. Auflage 2006, 676 Seiten. ISBN 3-4063-2261-1
Bd. 2: Von der Reformära bis zur industriellenund politischen 'Deutschen Doppelrevolution' 1815–1845/49
(http://books.google.de/books?id=0rXFtPKqaxkC) 1989, 4. Auflage 1996, 914 Seiten. ISBN 3-4063-2262-X
Bd. 3: Von der 'Deutschen Doppelrevolution' bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges 1845/49–1914 (http://
books.google.de/books?id=9z5pLhoWdhwC) . 1995, 1515 Seiten. ISBN 3-4063-2263-8
Bd. 4: Vom Beginn des Ersten Weltkrieges bis zur Gründung der beiden deutschen Staaten 1914–1949 (http://
books.google.de/books?id=rxv1V-UyW9YC) 2003, 1173 Seiten. ISBN 3-4063-2264-6
Bd. 5: Bundesrepublik Deutschland und DDR 1949–1990 (http://books.google.de/books?id=4PzvV1qadMMC)
2008, 529 Seiten. ISBN 3-4065-2171-1
Europäischer Adel 1750–1950. Göttingen 1990.
Die Herausforderung der Kulturgeschichte. München 1998.
Nationalismus. Geschichte, Formen, Folgen. München 2001.
Historisches Denken am Ende des 20. Jahrhunderts 1945–2000. Essener KulturwissenschaftlicheVorträge 11,
Göttingen, Wallstein Verlag 2001
Konflikte zu Beginn des 21. Jahrhunderts: Essays. München 2003
„Eine lebhafte Kampfsituation“. Ein Gespräch mit Manfred Hettling und Cornelius Torp. München 2006
Notizen zur deutschen Geschichte. Essays. In: Beck'sche Reihe. Band 1743, Beck, München 2007, ISBN
978-3-406-54770-6.
Mit einem Vorwort von Hubert Christian Ehalt: Literarische Erzählung oder kritische Analyse? Ein Duell in der
gegenwärtigen Geschichtswissenschaft. Vortrag im Wiener Rathaus am 18. Oktober 2006. In: Wiener Vorlesungen im
Rathaus. Band 131, Picus, Wien 2007, ISBN 978-3-85452-531-8.
Der Nationalsozialismus : Bewegung, Führerherrschaft, Verbrechen ; 1919 - 1945. Beck, München 2009, ISBN
978-3-406-58486-2.

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Weblinks
Wikiquote: Hans-Ulrich Wehler – Zitate

Literatur von und über Hans-Ulrich Wehler (https://portal.d-nb.de/opac.htm?query=Woe%


3D118973959&method=simpleSearch) im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Webseite von Hans-Ulrich Wehler (http://wwwhomes.uni-bielefeld.de/hwehler/index.html)

Rezensionen

lesesaal.faz.net (http://lesesaal.faz.net/wehler/article_list.php?txtgrp=12) Wehler und die F.A.Z.: Auswahl von


Rezensionen, Leserbriefen und Artikeln von und über Hans-Ulrich Wehler, die 1966–2008 in der FAZ erschienen.
fr-online.de (http://www.fr-online.de/literatur/gesellschaftsgeschichte-so-was-macht-uns-keiner-
nach-,1472266,3099136.html) zu Bundesrepublik Deutschland und DDR 1949–1990 in der Frankfurter Rundschau
hsozkult.geschichte.hu-berlin.de (http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/REZENSIO /buecher/2001/AlCl0801.htm) zu
Historisches Denken am Ende des 20. Jahrhunderts 1945–2000 in H-Soz-u-Kult
hsozkult.geschichte.hu-berlin.de (http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2004-2-209) zu Konflikte zu
Beginn des 21. Jahrhunderts: Essays in H-Soz-u-Kult
hsozkult.geschichte.hu-berlin.de (http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2007-2-165) zu Notizen zur
deutschen Geschichte: Essays in H-Soz-u-Kult
hsozkult.geschichte.hu-berlin.de (http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2007-1-026) zu Eine lebhafte
Kampfsituation in H-Soz-u-Kult
hsozkult.geschichte.hu-berlin.de (http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2007-2-165) zu Notizen zur
deutschen Geschichte: Essays in H-Soz-u-Kult
perlentaucher.de (http://www.perlentaucher.de/autoren/4497.html) Zu mehreren Titeln

Interviews

Rüdiger Hohls, Konrad H. Jarausch (Hrsg.): Versäumte Fragen. Deutsche Historiker im Schatten des
Nationalsozialismus. DVA , Stuttgart 2000, ISBN 3-421-05341-3, S. 240−266 (Interview zum Thema: „Neubeginn und
Entwicklung der deutschen Geschichtswissenschaftin den 1950/60er Jahren“, online (http://hsozkult.geschichte.hu-
berlin.de/BEITRAG /intervie/wehler.htm) ).
Historische Allüren (http://www.taz.de/1/archiv/archiv/?dig=2006/07/12/a0180) . Interview mit Hans-Ulrich Wehler in
der taz vom 11. Juli 2006.
«Wir haben wacker gestritten» (http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2007-01/artikel-2007-01-wir-haben-wacker-
gestritten.html) . Interview von Peer Teuwsen mit Hans-Ulrich Wehler in der Weltwoche 01/2007. Dort auch: Peer
Teuwsen: Zur Person. Letzter seiner Art (http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2007-01/artikel-2007-01-letzter-seiner-
a.html) . Vgl. das Interview Hans-Ulrich Wehler. «Ich hab knüppeln gelernt» (http://www.weltwoche.ch/
ausgaben/2008-38/artikel-2008-38-ich-hab-knueppel.html) . In der Weltwoche 38/2008 und Zur Person. Hans-Ulrich
Wehler (http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2008-38/artikel-2008-38-hans-ulrich-wehl.html) .
Eine Frage der Gewalt (http://www.tagesspiegel.de/kultur/interview-eine-frage-der-gewalt/1366238.html) : In:
Tagesspiegel vom 8. November 2008.

Einzelnachweise
1. Eintrag zu Wehler (http://www.whoswho.de/templ/te_bio.php?PID=2402&RID=1) In: whoswho.de.
2. Andreas Zielcke: NS-Vorwürfe gegen Habermas – Verleumdung wider besseres Wissen (http://www.sueddeutsche.de/
kultur/ns-vorwuerfe-gegen-habermas-verleumdung-wider-besseres-wissen-1.897564) . In: Süddeutsche Zeitung, 27.
Oktober 2006.
3. Vgl. Hans-Ulrich Wehler: «Ich hab knüppeln gelernt» (http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2008-38/artikel-2008-38-
ich-hab-knueppel.html) . In: Weltwoche, 17. September 2008 (Interview mit Philipp Gut und Peer Teuwsen).
4. Kritisch zur Sozial- und Gesellschaftsgeschichteder 1970/80er Jahre etwa: Hans Medick: „Missionare im Ruderboot“?
Ethnologische Erkenntnisweisen als Herausforderung an die Sozialgeschichte. In: Geschichte und Gesellschaft, Heft 3,
1984, S. 295–319.
5. Dazu etwa: Hans-Ulrich Wehler: Was ist Gesellschaftsgeschichte. In: ders.: Aus der Geschichte lernen? Essays.
München 1988, ISBN 3-406-33001-0.

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6. Zu den erkenntnisleitendenInteressen, genutzten Theorien und dem Aufbau des Werkes vgl. v.a.: Einleitung. In: Hans-
Ulrich Wehler: Deutsche Gesellschaftsgeschichte. Bd. 1, S. 6–34.
7. Richard J. Evans. Kursänderung. Mit dem vierten Band kommt Hans-Ulrich Wehlers Gesellschaftsgeschichtein der
NS-Zeit an. Frankfurter Rundschau 8. Oktober 2003. Auch: www.buechersee.de, Wehler: Deutsche
Gesellschaftsgeschichte1914 - 1949 (http://www.buechersee.de/wehlergesellschaftsgeschichte2.html) .
8. Ludolf Herbst. Wehler, der Nationalsozialismusund die Sozialgeschichte. Rezension zu: Wehler, Hans-Ulrich:
Deutsche Gesellschaftsgeschichte, Bd. 4: Vom Beginn des Ersten Weltkriegs bis zur Gründung der beiden deutschen
Staaten 1914-1949. München 2003. In: H-Soz-u-Kult 23.10.2003 hsozkult.geschichte.hu-berlin.de (http://
hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/id=3400)
9. Hans-Ulrich Wehler: Das Türkenproblem. Der Westen braucht die Türkei – etwa als Frontstaat gegen den Irak. Aber in
die EU darf das muslimische Land niemals. In: Die Zeit Nr. 38, 2002; Hans-Ulrich Wehler (im Gespräch mit Christian
Geyer): „Wir sind nicht die Samariter für die Türken“. Plädoyer gegen den EU-Beitritt eines islamischen Landes. In:
Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 5. November 2002; Hans-Ulrich Wehler: Die Kluft zwischen den Kulturen. In:
Kölner Stadt-Anzeiger vom 21. Dezember 2002. Vgl. das taz-Interview „Muslime sind nicht integrierbar“ (http://
www.taz.de/index.php?id=archivseite&dig=2002/09/10/a0132) vom 10. September 2002 und das Interview mit Wehler
in der MDR-Sendung Radio Figaro vom 19. Februar 2004. Vgl. auch Hanno Helbling: Der Historiker und die Gründe.
Hans-Ulrich Wehlers „Türkenproblem“ (http://www.nzz.ch/2002/10/15/fe/article8G1L4.html) . In: Neue Zürcher
Zeitung vom 15. Oktober 2002.
10. Wehrmacht und Nationalsozialismus. (http://www.uni-bielefeld.de/Universitaet/Einrichtungen/Pressestelle/dokumente/
Reden/Rede_Wehler_Er%C3%B6ffnungWA .html) Vortrag des Bielefelder Historikers Hans-Ulrich Wehler zur
Eröffnung der Ausstellung „Verbrechen der Wehrmacht. Dimensionen des Vernichtungskrieges 1941–1944“ am 27.
Januar 2002 in der Ravensberger Spinnerei Bielefeld auf der Seite der Universität Bielefeld.
11. Hans-Ulrich Wehler: Jugend ohne Geschichte. Nordrhein-Westfalens üble Schulpolitik. In: Frankfurter Allgemeine
Zeitung vom 3. März 2003. Nachgedruckt und kommentiertvon Rolf Brütting: Die Lehrer und ihre Pläne. Reaktion des
Einzelnen und Aktion des Verbandes. In: Saskia Handro u. a. (Hrsg.): GeschichtsdidaktischeLehrplanforschung.
Münster 2004, S. 251–263.
12. Hans-Ulrich Wehler: Türkenprobleme ohne Ende (http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/signale/661998/) . In:
Deutschlandradio Kultur, 26. August 2007.
13. Hans-Ulrich Wehler: „Ein Buch trifft ins Schwarze (http://www.zeit.de/2010/41/Wehler-Sarrazin/komplettansicht) “ -
DIE ZEIT Nr. 41 vom 7. Oktober 2010, S. 55.
14. Hans-Ulrich Wehler: „Mit Zähnen und Klauen verteidigen (http://www.tagesspiegel.de/politik/islam-mit-zaehnen-und-
klauen-verteidigen/1951782.html) “ - Der Tagesspiegel vom 8. Okt. 2010
15. Bielefelder Historiker Hans-Ulrich Wehler ist zum auswärtigen Ehrenmitglied des amerikanischen Historiker-
Verbandes ernannt worden (http://www.uni-bielefeld.de/presse/pm/pm5_00.htm) . Pressemitteilungder Universität
Bielefeld, 19. Januar 2000.
16. Andreas Daum: German Historiography in Transatlantic Perspective: Interview with Hans-Ulrich Wehler (http://
www.ghi-dc.org/publications/ghipubs/bu/026/b26wehler.html) . In: Bulletin of the GHI (Washington DC), Nr. 26,
Frühjahr 2000.
17. Bielefelder Universitätszeitung217/2004 (http://www.uni-bielefeld.de/Universitaet/Einrichtungen/Pressestelle/
dokumente/BUZ/buz217/buz_217.pdf) , S. 7 (PDF, 1,65 MB).

Normdaten (Person): PND: 118973959 | LCCN: n50020937 | VIAF: 51704141


Von „http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Hans-Ulrich_Wehler&oldid=113324112“
Kategorien: Neuzeithistoriker Sozialhistoriker Hochschullehrer (Universität Bielefeld)
Hochschullehrer (Freie Universität Berlin) Hochschullehrer (Universität zu Köln) Person (Oberbergischer Kreis)
Person (Siegerland) Ehrensenator der Universität Bielefeld Deutscher Geboren 1931 Mann

Diese Seite wurde zuletzt am 23. Januar 2013 um 18:18 Uhr geändert.
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