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IMC OnAir ...

Broadcasting show No. 63


– 21th September 2010 (Tuesday - 21:00-21:58 p.m.)
radio station: TideRadio 96.0 (www.tidenet.de)

Raga CDs des Monats:

„ Mother Durga (Ma DURGA) -


Patiency & Freedom from Fear”
- Moderationstext / DOKU v. 21.09.2010-1 -

! seit 1.8.2007 gibt’s IMC OnAir als echtes Internetradio !


LiveStream  http://radiostream.india-meets-classic.net

© 09/2010 – Verbundkonzept EUFLETZ (Stiftung i.G.) – Teilprojekt IMC – India meets Classic (Lothar J.R. Maier)
Hintergrund ...
IMC OnAir gliedert sich als Radiosendung (Kabel/Antenne + Internetstream/PodCast)
historisch u. hierarchisch in folgenden Aufbau. Die Struktur soll als konzeptionelle
Markenarchitektur für alle sozialen Projekte von IMC verstanden werden.
Projektbüro „Sinn-Macher.net“ – personalisierte Marke des
Ideengebers und Initiators Lothar J.R. Maier mit
Erstkonzeptionierung in 04/2003.
Die Inhalte dieser auf „Sinn“ fokussierten Website (www.sinn-
macher.net) befasst sich mit nahezu allen Aspekten rund um die
Begrifflichkeit “Sinn” – Und reflektiert das lebensphilosophische
Verständnis, aus dem alle Teilprojekte wie IMC
(www.india-meets-classic.net) entwickelt werden.
Die Teilprojekte von IMC sind Bestandteile des
Gesamtkonzeptes der EUFLEHTZ Stiftung i.G. (Europäisches
Forschungs-, Lehr-/Lern- u. Therapiezentrum für Life-Sciences)
– www.eufletz-stiftung.de .
IMC wurde gegründet zur Realisierung von
musiktherapeutischen Angeboten auf der Basis indisch
klassischer Musik, als Ergänzung zu dem segeltherapeutischen
Konzept „3iE“.
Unter IMC – India meets Classic subsumieren sich alle IMC-
Teilsegmente. Das Logo darf als Dachmarke aller Teilleistungen
und Sub-Brands verstanden werden.
„IMC OnAir“ steht für die Broadcasting-Plattform von IMC via
Radio (www.imcradio.net) und konvergenter Medien, wie das
PodCasting (RSS Feeds – Push-&Pull-Technologie) oder
PhoneCasting.

IMC-Förderinitiative „TablaPerformance – TablaGroup


Hamburg“, das erste der Öffentlichkeit vorgestellte Teilprojekt ...
unter der Themenüberschrift „Heimat – Individuum &
Gesellschaft“ wurde als Weltpremiere beim Festival der Kulturen
2005 das Textrezitativ (Deutschfassung) des englischen
Originalwerkes „Creative Unity“ (1922) von Rabindranath Tagore
interpretiert, Indien’s grösster Philosoph und erster
Nobelpreisträger für Literatur.
Culturebridge „Water is Life – Living with Water“ wurde im
Rahmen des Förderwettbewerbes der FHH in 4/2005 als
Konzept vorgestellt. Es legt den Focus auf Live-Performances
(„night of ragas“) u. Nachwuchsförderung (Schüleraustausch-
programm) mit dem Ziel des interkultureller Dialoges, für einen
KnowHow-Transfer von Indien nach Deutschland.
IMC – India meets Classic verfügt in seinem Gesamtansatz über
ein Konzept für musikpädagogische Arbeit an Schulen als
kleinere Teilleistung (6-wöchiger Workshop).
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Raga CDs des Monats:

Ma DURGA - Patiency & Freedom from Fear


Erstausstrahlung: 21.09.2010 (21:00-21:58 Uhr)
Wiederholungstermin: ---

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IMC OnAir/Raga CDs des Monats: Mother DURGA - 21.9.10 (21:00-21:58 /Sendeplatz: www.tidenet.de)

[0.] Jingle (Intro)

IMC - India meets Classic ... eine Sendung für indisch klassische Musik.

IMC bietet Ihnen ein monatliches Hör- und Leseangebot mit Werken indischer
Musikmeister, Raga-CDs, Festivalreports und Special Features.

Über die Website Ihres Radiosenders oder mit einem Besuch bei IMC im Internet
finden Sie in deutscher und englischer Sprache weitere Infos zu den
Musikmeistern, zu indischen Instrumenten, dem Musiksystem Indiens und
vorgestellten CD-Titeln.

IMC - India meets Classic wird auch im Podcasting-Verfahren, im MPEG-Format


als Download angeboten. Stellen Sie sich Ihr ganz individuelles Radioprogramm
zur indisch klassischen Musik zusammen unter:

www.imcradio.net
(Englisch: uu-uu-uu_dot_aiemciereidio_dot_net)
imcradio.net
(Deutsch: i em Ce Radio Punkt Net)

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1.1 Begrüssung...

Sehr verehrte Zuhörerinnen und Zuhörer,


liebe Freunde der indisch-klassischen Musik!
Am Mikrophon begrüsst Sie Lothar J.R. Maier, mit einer neuen Sendung zur
indischen Musikkultur. IMC – India meets Classic präsentiert Ihnen „Geduld &
Furchtlosigkeit – Mutter Durga“:
Wie in all unseren Sendungen „Raga CDs des Monats“ hören Sie dazu
Beispiele original indisch-klassischer Musik. – Beachten Sie auch die
Hinweise zu unserem Hörertelefon und Internetangebot im weiteren Verlauf
der Sendung.
_____________________

1.2 Einführung... Bezug: Raga Durga + September – Oktober „Durga Puja“


Ma Durga, Mutter Durga ist eine der höchsten weiblichen Gottheiten Indiens...
zu Ehren von Durga feiert man in Indien und einigen Nachbarländern wie
Bangladesh und Nepal ein mehrtägiges Fest, die Durga-Puja. Wie wir noch
kennenlernen werden, gestaltet man dazu die hinduistischen Zeremonien in
einigen Bundestaaten sehr unterschiedlich. Das Durga-Fest wird bis zu zehn
(10) Tage ausgelassen gefeiert. Besonders in West-Bengalen und Indien’s
Kulturhauptstadt Kolkatta hat das Durga-Fest große Bedeutung. Der gläubige
Inder nimmt dafür Urlaub, kleidet sich neu ein, nutzt diese Gelegenheit zu
verreisen und Verwandte zu besuchen und seine Liebsten mit Geschenken zu
überhäufen.
Das Durga-Fest ist heute ein Ereignis für Jedermann, bisweilen sehr
kommerzialisiert und kann vielerorts – neben den religiösen Zeremonien - mit
dem Karneval in Rio de Janeiro verglichen werden.
Dennoch bleibt die „Durga Puja“ das bedeutendste religiöse Fest im
Hinduismus. Der jährliche Termin datiert sich nach dem hinduistischen
Sonnen- und Mondkalender „Chaitra“. Das Durga_Fest kann in unserem
gregorianischen Kalender aber nicht genau datiert werden. Der indische
Jahresanfang fällt in der Regel auf den April. Nach unserer Jahresrechnung
wird das Durga-Fest Ende September, Anfang Oktober zelebriert.
Es wird Im 7. Monat Ashwin, in den ersten 9 Tagen gefeiert. Dabei spielt die
Mondbewegung (Tithi) eine entscheidende Rolle. Der Monat des Mondes
besteht aus zwei Hälften: der ersten Vollmondphase und zweiten
Neumondphase. Der erste Tag „Mahalaya“ fällt auf den Neumondtag und
feiert die Rückkehr der verheirateten Tochter Durga zu ihrem Vater Himalaya.

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1.3 Desi Durga… Ma Durga…


In unserer Musiksendung, die der indisch-klassischen Musik gewidmet sein
soll, möchten wir nicht zu sehr in das hinduistische Reich der Mythen und
Legenden abschweifen, das uns im Westen ein wenig an die griechische
Götter- und Sagenwelt erinnert. Um den Geist der Durga-Puja zu erfassen,
darum nun in Kurzform die Heldentat der Göttin Durga:
„Es gab eine Zeit, als der Dämonenkönig Mahisasura sich mit zunehmender
Gewalttätigkeit gegen die Götter stellte, die sich nicht mehr gegen die
Angriffe der machthungrigen Asuras, Dämonen in nicht-menschlicher
Gestalt zu erwehren wussten. Die Götter baten darum dringend Vishnu, die
höchste Gottheit, den Dämonenkönig und seine Gehilfen zu vernichten. Die
Dreifaltigkeit, Brahma, Gott des Erschaffens und Maheswara, uns eher
bekannt als Shiva, der Zerstörer und Vishnu selbst kamen also zusammen,
um den Kampf gegen Mahisasura aufzunehmen. Dafür erschufen sie eine
weibliche, mächtige Gestalt, ausgestattet mit zehn (10) Armen: die Göttin
Durga oder Mahamaya. Die Mutter des Universums war geboren.
Als sich Durga zum Kampf mit Mahisasura stellte, unterschätzte dieser ihre
Kampfeskraft. Erst ein Brüllen von Durga, das ein Erdbeben auslöste, liess
Mahisasura Durga’s Macht gewahr werden. Eine Vielzahl von Angriffen, für
die der Dämonenkönig seine Gestalt in einen Büffel, einen Elfanten und
Löwen und auch in die eines Menschengestalt wechselte, konnte Durga mit
dem Schwert erfolgreich abwehren.
Als sich Mahisasura zu einem neuen Angriff schickte, und sich wieder in die
Büffelgestalt verwandeln wollte, wurde er von einem Licht, das Durga’s
göttlicher Körper ausstrahlte, geblendet. Mit einem Lachen schlug Durga
den Kopf des Büffels ab.“
Durga ging als Schlächter von Mahishasur, der den Himmel und die Erde
terrorisiert hatte, in die Geschichte ein. Als Dank für ihren Erfolg vermachte
Durga selbst ihrer Armee das Wissen, wie man Juwelen herstellt. Noch heute
ist die kriegerische Kaste der Sonara-Gemeinschaft im Juwelengeschäft tätig.
So ist Indien weltweit die führende Nation in der Diamantenschleiferei.

1.4 1. Hörbsp. ... „Jaya Jaya Durga Jaya Ma Tara” (Durga Kirtan)
Stimmen wir uns nun auf den Geist einer Durga-Puja ein. Für diese
Festivitäten sind Mantras und das Chanten zwingender Bestandteil. Shantanu
Bhattacharyya ist ein Sänger der indischen Klassik und stammt aus Kolkatta.
Bhattacharyya hat sich neben Gesangstilen wie dem modernen Khayal oder
dem Thumri der leichten indischen Klassik auf Aufnahmen von s.g. Kirtans
spezialisiert. Aus seiner CD Durga Kirtan, veröffentlicht in 2008 bei Isha
Music, hören wir „Jaya Jaya Durga Jaya Ma Tara“.
Oh Divine Mother Come to Me, I Want
To Become One With You (Refrain).
Oh Divine Mother Let Me Hear, The Whisper
Of Your Gentle Voice (Refrain).
Oh Divine Mother Let Me See, The Love That
Reflects From Your Eyes (Refrain).
Oh Divine Mother Let Me Feel, The Joy That's
Deep Within My Heart (Refrain).
Oh Divine Mother Let Me Know, How You
Protect And You Guide Me (Refrain).

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2.1 Raga Durga… Bhilawal Thaat.


Nach unserem musikalischen Einstieg mit dem Stimmungbild des Chantes
von „Jaya Jaya Durga Jaya Ma Tara” im südindischen Gesangsstile „Kirtan“
wollen wir uns der nordindischen Ragaform Durga zuwenden.
Raga Durga ist ein 5-Ton-Raga, audav - ein pentatonischer Abendraga. Er
wird zu späten Abenstunde gespielt In der aufsteigenden wie absteigenden
Skala dürfen von den sieben (7) Hauptnoten nur fünf (5) verwendet werden.
Die 3. Stufe Ga und 7. Stufe Ni entfallen. Das entspricht in unserer westlichen
Notenskala dem E und H. Alle anderen Hauptnoten werden als natürlich
„suddha“, also weder erniedrigt noch erhöht gespielt. Die modale Form von
Raga Durga findet sich bei keinem anderen Raga in der nordindischen
Klassik, in der Hindustani-Musik wieder.
Raga Durga wird im Klassifikationsschema der nordindischen Klassik dem
Bilawal Thaat zugeordnet. Raga Bilawal, einer der zehn (10) Hauptragas, gilt
in seiner Natur als männlich. Alle abgeleiteten Ragas, dazu gehört auch
Durga, gelten als weiblich, als Ragini-s.
Die Herkunft von Raga Durga ist nicht eindeutig. Es wird bisweilen die
Meinung vertreten, dass sich Raga Durga aus dem südindischen Ragam
„Suddha Saveri“ ableitet. Das gleiche Notenmaterial, allerdings mit anderen
Ausgangsstufen, finden wir auch im Raga Malkauns oder Bhupali.
Die 5-Tonskalen sind aber weltweit in vielen Musiksystemen, wie auch in der
griechischen Pentatonik, vertreten. So dass wir als Herkunft für Raga Durga
nur den Großraum Südasiens gesichert eingrenzen können.

2.2 2. Hörbsp. ...


Hariprasad Chaurasia – Track 3: Raga Durga (Gat In Matta Taal, 11:54) - Raga Cycle
(Navras Records, 2006)
Als der herausragende Vertreter auf der Bansuri, der indischen Bambusflöte
präsentiert uns nun Hariprasad Chourasia Raga Durga aus der im Jahre 2006
bei Navras Records veröffentlichen CD „Raga Cycle“.
Hariprasad Chourasia spielt den Hauptteil Gat von Raga Durga, in einem 9er
Beat, Matta Taala.
Alle heute vorgestellten Titel wie auch die zu unseren früheren Sendungen,
finden Sie in einer playlist auf unserer Website.

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3.1 Durga Puja... Mythen (Bilddarstellung)


Um die Göttin Durga ranken sich viele Mythen. Als die Verkörperung der
vereinigenden Kraft allen Göttlichen Daseins, des Erschaffens, des Schutzes
und der Zerstörung der Welt trifft man Durga, ganz typisch für den Hinduismus
in vielerlei Gestalt und Inkarnationen an.
Über den Zeitraum von mehr als 1.500 Jahren haben sich die Darstellungen
stark gewandelt, in Wandskulpturen, Malereien und als Statuen, die jährlich für
das Durga-Fest von spezialisierten Künstlern und Handwerkern fertiggestellt
und in alle Welt exportiert werden.
Heutzutage ist Durga in menschlicher Gestalt mit acht (8) oder zehn (10)
Armen ausgestattet, die eine Vielzahl von Waffen zur Abwehr des Bösen in
allen Richtungen tragen. Bogen und Pfeil repräsentieren die Kontrolle über die
potentielle und kinetischen Energien. Der Donnerkeil steht für Standfestigkeit,
das Schwert symbolisiert das Wissen, das die Schärfe dieser Waffe besitzt,
frei von allem Zweifel im Glanze des Schwertes. Der Dreizack wendet die
physische, mentale und spirituelle Not ab, und verkörpert drei Qualitäten:
Satwa, die Inaktivität, Raja, die Aktivität und Tamas, das Nicht-Aktive.
Muschelschale und Lotusblüte (Pankaja) symbolisieren die Treue zu Gott in
Form des Klangs OM (Aum) und den gesicherten Erfolg, der nie versiegen
mag. Der Lotus steht auch für die kontinuierliche Entwicklung der spirituellen
Qualität zur Überwindung der weltlichen Gier und Begierde des Gläubigen, der
selbst aus Dreck entstanden ist.
Die armierte Ausstattung von Durga spiegelt gleichermassen die
Wortbedeutung im Sanskrit wieder: „Ein Platz, der schwer einzunehmen ist.“ -
Durga ist also diejenige, die alles Leiden auslöscht, ihre Anhänger vor dem
Bösen beschützt und sie von aller Not befreit.
Durga reitet auf einem Löwen, der die Kraft, den Willen und Entschlusskraft
symbolisiert. Durga ist wie Shiva, mit einem Dritten Auge ausgestattet. Als
dreiäugige Göttin, Triyambake repräsentiert sie mit dem linken Auge das
Verlangen und den Mond, Aktivität und die Sonne mit dem rechten Auge. Das
zentrale Auge steht für Wissen, für Feuer.
Zur geschichtlichen Herkunft dieses mystischen Symbolik nach unserem
nächsten Musikbeispiel...

3.2 3. Hörbsp. ...


Rajan & Sajan Mishra -Track 3: Raga Durga (14:40) - Evening Ragas (Vol. 3) - (Music
Today, Jewel Case (2003))

Der Platz der Gesangsbrüder Rajan & Sajan Mishra ist gleichfalls schwer
einzunehmen wie namentlich der der Göttin Durga. Wenn Rajan & Sajan auch
Meister des modernen Gesangsstiles Khayals sind, entstammen Sie einer
300-Jahre alten Familie, die bis heute in der Tradition der Banaras Gharana
steht.
Von Rajan & Sajan Mishra hören wir im Jugalbandi, im indischen Duett den
Raga Durga aus der CD Evening Ragas (Volume 3). Sie wurde von Music
Today im Jahre 2003 als „Jewel Case“ wiederveröffentlicht.

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4.1 Durga Pujy... Geschichtlicher Hintergrund/ Antike Schriften...


Wie ist es um die geschichtliche Herkunft der Göttin Durga bestellt ? Die
Verehrung von weiblichen Gottheiten ist immer ein wichtiger Bestandteil im
Hinduismus. - Durga verkörpert neben dem heroischen als die Beschützerin
der Welt auch den weiblichen Aspekt des Göttlichen: Devi. Im Hinduismus ist
mit dem Begriff Shakti das weibliche Gegenstück zum männlichen Part
gemeint, der wiederum für Bewusstsein, gleichermaßen für Diskriminierung
steht.
Ohne dem Weibliche ist das Männliche unvollkommen und leer. Das
Männliche beinhaltet auch immer einen Anteil von Shakti, der weiblichen
Stärke.
Shiva, die höchste Gottheit enthält also auch Shakti... An der Seite von Shiva
ist Durga die Manifestation der furchtlos, die Dämonen bekämpfende Ehefrau
und kann in der Inkarnation als Shakti erscheinen.
Im Devi Mahatmyam auch bekannt als Durga Saptashati, einer antiken Schrift,
die im Sanskrit verfasst wurde und auf ca. 400-500 n.Chr. Geburt datiert wird,
hat man den Versuch unternommen, das aus der vorchristlichen, vedischen
Zeit (ca. 1500-2000 vor Christi Geburt) dominierende Männliche mit dem seit
ca. 900 vor Christi Geburt bestehenden Kult der Verehrung der Gottesmutter
zu vereinen, und das Göttliche als ein weibliches Prinzip umzudeuten.

4.2 4. Hörbsp. ... Mahishasura Mardini (2 hours radio programme AIR)


Noch heute werden am ersten Tag der Durga-Puja, Mahalya, zu früher
Morgenstunde im indischen Radio die Hymnen aus dem Durga Saptashati
rezitiert. All India Radio (AIR) sendet dieses 2-stündige Programm seit 1931
mit einer Sammlung von Shlokas, eine vedische Versformen.
Der Sprecher ist der legendäre Birendra Krishna Bhadra, ein Schauspieler und
Theaterdirektor aus Kolkatta. Bhadra wurde 1905 geboren und lebte in der
indischen Kulturmetropole bis zu seinem Ableben im November 1991.
Wie die Inder den 1. Tag der Durga-Puja beginnen, vermittelt uns ein
Mitschnitt aus dem Broadcasting von All India Radio im Jahre 2008. Es
spricht: Birendra Krishna Bhadra

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5.1 Durga Puja... Navaratri (9 Nächte / 9 Tage)... Abwehr des Bösen...


Die Gottesgestalt Durga, wie sie sich uns heute als die Mutter und Erschaffin
der Welt darstellt, erklärt sich auch aus dem philosophischen Verständnis der
vedischen Zeit. Energie ist nicht vergänglich. Dies scheint in der Tendenz
durch moderne Wissenschaften aus der Metaphysik und Weltraumforschung
bestätigt zu werden. Mit der Anbetung von Durga und einer Danksagung an
das universelle Gleichgewicht durch diese göttliche Kraft soll das energetische
Potential des Menschen, physisch und mental all jährlich neu in’s
Gleichgewicht gebracht werden.
Die Durga-Puja dauert 10 Tage und 9 Nächte, von dem Ritual Mahalaya am
ersten Tag, mit dem die Heimkehr der verheirateten Tochter Durga zu ihrem
Vater Himalaya gefeiert wird bis zu der ritualisierten Verabschiedung. Am
letzten Tag wird eine Durga-Statue in einer Prozession von Trommelschlägen
und lautem Chanten („Bolo Durga mai-ki- jai“ (Glory be to mother Durga),
„aashchhe bochhor abar hobe“ (It will happen again next year) zum Fluß oder
zu einem Gewässer geleitet, auf dem Durga zu ihrem Ehemann in den
Himalayas zurückkehren kann. Im Anschluß besuchen die Teilnehmer ihre
Familien. Den Besuchern werden Süßigkeiten überreicht.
Die neun Nächte gliedern sich in 3x3 Einheiten. In den ersten drei (3) Tagen
wird die mächtige Kraft Durgas erweckt, um alles Üble, Defekte im Menschen
zu zerstören. Die darauffolgenden drei (3) Tage dienen der Verehrung Durgas
als Spender von spiritueller Gesundheit, als Lakshmi. Und mit den letzten drei
(3) Tagen wird Durga als die Göttin der Weisheit verehrt, Saraswati.
Um rundherum im Leben Erfolg zu haben, braucht es den Segen von Durga,
Lakshmi und Saraswati.
Auf die neun Gestaltformen von Durga, wie sie im Markendeya Purana
beschrieben werden, einer der achtzehn bedeutenden religiösen Texte für den
Hinduismus, kommen wir nach unserem nächsten Hörbeispiel zu sprechen.

5.2 5. Hörbsp. ...


Pt. Kumar Gandharva -Track 1: Raga Durga (28:52) - Deep Ki Jyot Jare Re (Venus
Records & Tapes Pvt. Ltd., 2004)

Shivaputra Siddramayya Komkalimath, dieser Ausnahmesänger der


nordindischen Klassik hat unter dem Künstlernahmen „Kumar Gandharva“, der
ihm bereits als Wunderkind gegeben wurde, einen ganz eigenen Gesangsstil
entwickelt.
Obgleich Kumar Gandharva an Lungenkrebs erkrankt, in Folge er durch eine
Operation einen Lungenflügel verlor, blieb Kumar hartnäckig und sang weiter.
Diese aussergewöhnliche Persönlichkeit verweigerte sich auch der indischen
Tradition, einer bestimmten Musikschule, einer Gharana zu folgen.
Kumar Gandharva starb 1992 im Alter von 67 Jahren. Wir hören ihn mit einer
Aufnahme, die von Venus Records & Tapes Pvt. Ltd. in 2004 auf der CD
„Deep Ki Jyot Jahre Re“ veröffentlicht wurde.

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6.1 Durga Puja... Die neun Gestaltformen (1) - Navadurga


Die Göttin Durga wird im Markendeya Purana mit neun Gestaltformen
beschrieben. Diese religiöse Schrift des Hinduismus gehört zu den achtzehn
großen Mahapurana-s, geschrieben in einer Dialogform zwischen dem antiken
Weisen Markandeya und Jaimini, einem Schüler von Vyasa, einer der sieben
(7) Unsterblichen, die seit der vedischen Zeit unverändert existieren... in der
Vaishnava-Tradition verstanden als ein Avatar von Vishnu, der höchsten
Gottheit.
Nava Durga, die neun (9) göttlichen Manifestationen von Durga werden in den
neun Nächten, Navaratri, mit religöser Hingabe verehrt. Damit wird das
Göttlich-Spirituelle im Menschen freigelegt. Es erfüllt den Gläubigen mit einer
erneuernden Glückseligkeit.
In der ersten Nacht der Durga-Puja wird die Erscheinungsform Shailaputri
verehrt, die Tochter der Berge von Hemavana, dem König der Himalayas.
Shailaputri reitet einen Bullen, trägt einen Dreizack und Lotus in ihren beiden
Händen und verkörpert die Kraft von Brahma, Vishnu und Shiva.
Die zweite Nacht ist Bharmacharini gewidmet, die zweite Form der
Gottesmutter Durga. Bharmacharini bedeutet devote, selbstauferlegte
Sparsamkeit, mit der man zur Erleuchtung findet, und die große Stärke und
göttlicher Würde von Durga erfährt. Bharmacharini hält in ihrer rechten Hand
einen Rosenkranz und ein Wasserbehälter in der Linken. Anmutig strahlt sie
glückselige Freude, Frieden, Wohlstand aus. Bharmacharini führt einen zur
Selbstbehauptung (Emanzipation).
Die dritte Erscheinung, in der dritten Nacht gefeiert, ist Chandraghanta. Sie ist
eine charmante Erscheinung, die auf einem Löwen reitend, für Frieden, Ruhe
und Wohlstand im Leben steht. Chandraghanta besitzt 10 Arme, drei Augen
und auf der Stirn einen Halbmond. Ihre Händen halten Waffen und sie ist mit
Kühnheit und großer Stärke ausgestattet, um gegen die Dämonen in die
Schlacht zu ziehen.
Als vierte Gestalt erscheint Ku-shm-anda, die Erschafferin des Universums,
das zuvor nur aus Dunkelheit bestand, bis Kushmanda sonnenstrahlengleich
Licht in alle Richtungen verstreute. Sie ist mit Waffen und einem Rosenkranz
in ihren Händen geschmückt.
Skanda Mata ist die fünfte Durgaform, Mutter von Skanda, von Lord Kartikeya,
der von den Göttern als ihr Anführer auserwählt wurde, um gegen die
Dämonen zu kämpfen. Skanda Mata besitzt vier (4) Arme und drei (3) Augen,
hält den Säugling Infant und einen Lotus in ihren rechten Armen. Auch in
ihrem linken Arm hält sie einen Lotus. Oft wird Skanda Mata mit freundlichem
Wesen auf einem Lotus sitzend, dargestellt.
Als sechste Erscheinung von Durga wird Katyayani gezeigt. Sie wird als
Avatar von Durga geboren, Tochter von Kata, einem berühmten Heiligen, der
sich strengster Buße unterwarf, um die Gnade der Gottesmutter zu erhalten.
Kata wünschte sich eine Tochter in Gottesgestalt. Seine Bitte wurde ihm von
der Gottesmutter erfüllt.

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6.2 6. Hörbsp. ...


Pt. Shivkumar Sharma -Track 1: Raag Durga (31:36) - Sangeet Sartaj - Vol. 2 (Music
Today, 2002)

Es spielt uns nun kein geringerer als Shivkumar Sharma den Raga Durga aus
seiner CD Sangeet Sartaj – Volume 2. Sie wurde veröffentlicht in 2002 bei
Music Today.
So wie sich der Heilige Kata strengster Disziplin unterwarf, folgte der Meister
auf dem indischen Hackbrett, auf dem Santoor dem Wunsch seines Vaters,
dieses klanglich filigrane Instrument zu lernen. Der Santoor war usprünglich
ein Instrument der indischen Folklore, beheimatet im Kashmir. Shivkumar
Sharma modifzierte dieses Instrument und etablierte den Santoor erfolgreich
in der nordindischen Klassik.

6.3 Durga Puja... Die neun Gestaltformen (2) - Navadurga


Nach den ersten sechs Nächten und den hierzu beschriebenen Gestaltformen
der Göttin Durga, von Mutter Durga, fehlen uns noch drei (3) weitere Figuren.
Kaal Ratri wird in der 7ten Nacht verehrt. Sie reitet auf einem Esel und ist von
dunkler Erscheinung. Ihre schwarze Gestalt erinnert an die grausame Göttin
Kali. Ein Lichtblitz umgibt Kaal Ratri’s Nacken. Mit zerzaustem Haar und ihrer
Körperhaltung strahlt sie Furchtlosigkeit aus. Kaal Ratri besitzt drei Augen, die
hell leuchten. Aus ihrem Atem schlagen schreckliche Flammen. Ihre erhobene
rechte Hand scheint allen Betenden den Segen erteilen zu wollen. Auf der
rechten Seite trägt sie auch ein Schwert, das alles Böse abwendet. Ihre linke
tiefer liegende Hand mildert die Furcht, die höher Liegende trägt eine
stachelartige Waffe, aus Stahl angefertigt. Kaal Ratri ist Shubhamkari,
diejenige, die Gutes tut.
Am achten Tage erscheint Maha Gauri. Ihre Kraft ist nicht zu erschüttern und
immer während von positiver Wirkung. Mit ihrer Anbetung werden alle Sünden
der Vergangenheit, der Gegenwart und Zukunft weggewaschen, gereinigt in
allen Lebensbereichen. Maha Gauri ist intelligent, friedfertig und ruhig. Wegen
ihrer langen Einsamkeit in den tiefen Wäldern des Himalayas ist sie von
dunkler Gestalt. Sie trägt weiße Kleidung, besitzt vier Arme und reitet einen
Bullen. Ihre rechte Hand zeigt die Abwehr aller Furcht und auf der rechten
Seite trägt sie einen Dreizack; auf der linken Seite eine kleine Trommel, eine
Damaru, gestenreich ihren Gläubigern den Segen erteilend.
In der letzten Nacht wirkt Siddhidatri mit ihren übernatürlichen, heilenden
Kräften. Diese Gottheit besitzt vier Arme und verharrt in einer immerwährend
freudvollen, glücklichen, bezaubernden Pose. Siddhidatri reitet einen Löwen
und segnet als Manifestation der Gottesmutter alle Götter, Heiligen, Yogis,
Tantriker und Gläubigen.
So erfuhr Lord Shiva durch Siddhidatri’s Segen eine Verwandlung. Eine Hälfte
wurde weiblich, die Andere Hälfte wurde männlich als Avatar von
Ardhnarishvara.

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7.1 Durga Puja... Der Weg in die Moderne... 19th/20th Jahrhundert...


Die neun (9) Gestaltformen Durgas sollen uns nicht täuschen, dass die Inder
ihr Durga-Festival nicht auch „modern“ oder mit politischen Ambitionen feiern
könnten. Im 16ten Jhdt. bis ins 18te Jhdt. war es noch dem Landadel und den
Rajas vorbehalten, eine Durga-Puja auszurichten, konnten nur sie die Kosten
bestreiten. Die Adeligen wollten sie gar mit aufwendig gestalteten Durga-Pujas
gegenseitig übertreffen, um ihre Macht und Größe zudemonstrieren.
Beliebt wurde das Durgafest zwischen 1858 und 1947 - während des
britischen-indischen Empires in Bengal; die hinduistischen Reformisten
stellten Indien, in der Gestalt von Durga personifiziert dar, als eine Ikone der
indischen Unabhängigkeitsbewegung. So waren Community-Pujas im ersten
Viertel des 20sten Jahrhunderts sehr beliebt. Seit 1910 feiert man in Delhi,
heute mit ca. 400 Puja-s.
In der Moderne ist die Durga-Puja längst angekommen. Die Durga-Statuen
werden ursprünglich aus mit Lehm ummantelten Strohpuppen angefertigt.
Glasfieber und Plastik hat hier Einzug gehalten, zum Ärger der
Umweltschützer. Indien lebt seinen Puja-Rausch in der Hochburg, im Stadtteil
Salt Lake City von Kolkata aus, als den Karneval Südasiens.
Themenorientierte Durga-Pujas werden von Jahr zu Jahr von Festival-
Kommittees organisiert. Da ist auch schon mal überlebensgroß Spiderman
oder Harry Potter anzutreffen.

7.2 7. Hörbsp. ...


Naseeruddin Sami (Dehli Gharana) & Wajid Hussain on Tabla -Track 1: Durga (4:36) -
Round the Clock Ragas - Vol III (22.2.2003)

Um wieder zum Traditionellen im Sinne des „Besonders Wertvollen“


zurückzukehren, singt uns Naseeruddin Sami eine Interpretation des Ragas
Durga.
Naseeruddin Sami folgt der Musikschule, die bereits von seinen direkten
Vorfahren begründet wurde... und sich als Delhi Gharana etablierte. Mit zehn
(10) Jahren begann seine gesangliche Ausbildung. Dafür wurde er von 1958
bis 1962 in Lahore, in Pakistan von seinem Großonkel Sardar Khan unter die
Fittiche genommen. Naseeruddin’s friedvoller, ruhiger Gesangsstil wird als
„Sudh Bani“ bezeichnet.
Die CD „Round the Clock Ragas – Volume IIII“ mit Raga Durga wurde 2003
veröffentlicht. Auf der Tabla begleitet Wajid Hussain.

© 09/2010 – Verbundkonzept EUFLETZ (Stiftung i.G.) – Teilprojekt IMC – India meets Classic (Lothar J.R. Maier)
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(DOKU - Sendemoderation /21092010-1)

IMC OnAir/Raga CDs des Monats: Mother DURGA - 21.9.10 (21:00-21:58 /Sendeplatz: www.tidenet.de)

8.1 Gepflogenheiten... Durga Puja: indische Bundesstaaten, Nachbarn, Übersee...


Trotz aller Moderne, der sich Indien nicht entziehen möchte, brauchen die
Traditionalisten keine Sorge zu haben. Im Bundesstaat Orissa wird die Durga
Puja noch in der alten Form des 11. Jahrhunderts mit Erdfiguren gefeiert.
Während in Maharashtra, dem Bundesstaat, zu dem Mumbai gehört, das
Durga-Fest ein Fun-Ereignis ist, geht’s im Punjab streng nach Fastenritualen
einher. Sieben (7) Tage nur Milch, angereichert mit Früchten...
In Gujarat strömen täglich, von morgens bis abends die Besucher zu den
Tempeln. Und mit Volkstänzen wird auf öffentlichen Plätzen und in den
Straßen gefeiert.
In Kerala gar beginnt mit dem Durga Puja für die Kleinen und Kleinsten der
Ernst des Lebens. Für jedes Kind im Alter von 3 bis 5 Jahren startet nun die
formale Ausbildung. Nur in den Tempeln werden alle zehn (10) Tage
zelebriert, während man zu Hause drei (3) Tage von Bedeutung sind. In
Kottayam werden die Saraswati-Tempel zahlreich besucht, um im heiligen
Teich zu baden, dessen Quelle bis heute unbekannt ist.
Auch im Kashmir, in dem die Hindus eine Minderheit darstellen, wird das
Durga-Puja mit Pomp und viel Show gefeiert, allerdings zurückgezogen im
trauten Heim. An allen neun (9) Tagen werden die Tempel der Göttin Kheer
Bhawani besucht. Und Fasten bedeutet sich auf eine ausreichende
Wasseraufnahme. Abends können Früchte eingenommen werden.
Symbolisch wird in Erdkrügen Gerste gepflanzt. Wenn die Saat aufgeht und
gut gedeiht, verspricht dies ein Jahr voller Wohlstand.
Viele Inder, die im Exil leben, lassen sich Durga-Figuren, die man übers
Internet bestellen kann und zwischen 6-12.000 Dollar kosten können, aus der
ehemaligen Heimat, aus dem Handwerkerviertel Kumortuli, einem nördlichen
Stadtteil Kolkatas, einfliegen. Meist verkürzt an einem Wochenende, wird in
den Desi- und Browny-Communites die Göttin Durga gelobpreist. In
Deutschland organisiert man seit mehr als 40 Jahren Durga-Pujas.

8.2 8. Hörbsp. ...


Ustad Salamat Ali Khan -Track 2: Durga (11:45) - The Legendary Salamat Ali Khan -
Vol. 4 (EMI Pakistan, 1999).…..
Im Herzen des Punjab, in Schamchaurasi (im Distrikt Hoshiarpur) wurde 1943
Ustad Salamat Ali Khan geboren. Salamat Ali Khan stammt aus einer Familie,
die als Vertreter der Shamchaurai Gharana gilt, eine Musikschule, die man bis
in’s 16. Jahrhundert zurückverfolgen kann. Salamat Ali Khan beherrschte mit
seinem älteren Bruder Nazakath das gesamte Spektrum des indischen
Gesangs und der pakistanischen Klassik, vom ältesten Gesangsstil, dem
Dhrupad bis zum modernen Khayal, in denen sich das Gesangsduo wellweit
hervorgetan hatte. 1998 beendete Salamat Ali Khan seine Karriere wegen
einer Diabeteserkrankung. Aus der CD „The Legendary Salamat Ali Khan„
(Volume 4) hören wir den Raga Durga. EMI Pakistan veröffentlichte dieses
Meisterwerk im Jahre 1999, noch zu Lebzeiten von Salamat Ali Khan.
Am 11. Juli 2001 verlor die Welt diesen wahrhaftigen Botschafter der
indischen und pakistanischen Klassik.

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9.1 Verabschiedung...
Dies war unsere Sendung „IMC – India meets Classic“ mit dem Thema
„Geduld & Furchtlosigkeit – Mutter Durga“.
Es spielten auf der Flöte Hariprasad Chaurasia, auf dem Santoor Shivkumar
Sharma und im Gesang waren es: Shantanu Bhattacharyya, die Gebrüder
Rajan & Sajan Mishra, Kumar Gandharva, Naseeruddin Sami und Ustad
Salamat Ali Khan.
Vielen Dank fürs Zuhören.
Am Mikrophon verabschiedet sich Lothar J.R. Maier. - Und vielleicht bis zum
nächsten Mal. – Namaste.

9.2 Abspann...

Hinweise zu kommenden Sendeterminen entnehmen Sie dem Internetangebot Ihres


Radiosenders.

- Oder besuchen direkt die Website von IMC - India meets Classic:

www.imcradio.net
(Englisch: uu-uu-uu_dot_aiemciereidio_dot_net)
imcradio.net
(Deutsch: i em Ce Radio Punkt Net)
...
Sie hörten die Sendung "IMC - India meets Classic" mit der Reihe "Raga CDs des
Monats".

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(Deutsch: i em Ce Radio Punkt Net).

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*) 12 cent aus dem Netz der Dt. Telekom.

IMC-Kontaktdaten ...

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