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Bundesgerichtshof

 –  Wikipedia 1
Bundesgerichtshof
Koordinaten: 49°  0 ′  21,6″  N, 8°  23′  47,6″  O

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe ist das oberste


Gericht der Bundesrepublik Deutschland auf dem Gebiet der
ordentlichen Gerichtsbarkeit und damit letzte Instanz in Zivil-­‐
Bundesgerichtshof
und Strafverfahren . Ferner ist er für verwandte
Spezialrechtsgebiete zuständig wie etwa das Berufsrecht in
 
der RechtspVlege. Der BGH soll durch seine Rechtsprechung
die Rechtseinheit wahren und das Recht fortbilden, vor allem
aber die Entscheidungen der ihm untergeordneten Gerichte —  BGH  —
überprüfen . Er ist neben dem Bundesarbeitsgericht,
BundesVinanzhof, Bundessozialgericht und
Bundesverwaltungsgericht einer der fünf obersten
Gerichtshöfe des Bundes (Art.  95 Abs.  1 GG). Im Gegensatz
zum Bundesverfassungsgericht , das seinen Sitz ebenfalls in
Karlsruhe hat, stellt der BGH kein eigenes Verfassungsorgan
dar.

Hauptsächlich entscheidet der BGH über Revisionen gegen


Urteile der Landgerichte und Oberlandesgerichte. Wie jedes
Revisionsgericht erhebt er dabei  – anders als ein Staatliche
Bund
Berufungsgericht  – keine Beweise, sondern entscheidet Ebene
lediglich darüber , ob das Urteil des Land-­‐ oder
Oberlandesgerichts auf Rechtsfehlern beruht. Stellung
Als Behörde ist der Bundesgerichtshof   – wie der Oberster Gerichtshof des Bundes
BundesVinanzhof und das Bundesverwaltungsgericht  –
ressortmäßig dem Bundesministerium der Justiz unterstellt
und unterliegt dessen allgemeiner Dienstaufsicht. Als Gericht Gründung
[1]
ist der BGH aufgrund der richterlichen Unabhängigkeit
1. Oktober 1950
allerdings keiner Aufsicht unterstellt.

Hauptsitz
Inhaltsverzeichnis Karlsruhe (gemäß §  123 GVG)

Leitung
1 Gründung und Sitz
Klaus Tolksdorf, Präsident des

2 Gerichtsorganisation Bundesgerichtshofs

2.1 Spruchkörper
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Bundesgerichtshof  –  Wikipedia 2
Website
2.2 Geschäftsverteilung
www.bundesgerichtshof .de (http://

2.2.1 Strafsenate www.bundesgerichtshof .de/)

2.2.2 Zivilsenate

2.2.3 Weitere Senate

Ehemaliges Erbgroßherzogliches
2.2.4 Geschichte der Geschäftsverteilung Palais, heute Hauptgebäude des
BGH, Karlsruhe

2.3 Arbeitsweise

3 Verfahren

Briefmarke „50 Jahre


Bundesgerichtshof “

3.1 Revision in Strafsachen

3.2 Revision und Rechtsbeschwerde in Zivilsachen

4 Große Senate

5 Verhältnis zu anderen Gerichten

6 Beschäftigte

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Bundesgerichtshof  –  Wikipedia 3
6.1 Präsident

6.2 Vizepräsident

6.3 Richter

6.4 Wissenschaftliche Mitarbeiter

6.5 Sonstige Beschäftigte

7 Rechtsanwälte

8 Elektronische Eingaben

9 Baugeschichte und Gebäudenutzung

10 Bibliothek

11 Veröffentlichung der Entscheidungen

12 Literatur

13 Siehe auch

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Bundesgerichtshof  –  Wikipedia 4
14 Weblinks

15 Einzelnachweise

Gründung und Sitz


Der Bundesgerichtshof wurde am 1. Oktober 1950 gegründet und hat seinen
Hauptsitz seitdem in Karlsruhe. Der 5. Strafsenat des BGH hat seinen Sitz in der
Villa Sack in Leipzig. Ursprünglich sollte nach der Wiedervereinigung
Deutschlands der gesamte BGH in das historische Reichsgerichtsgebäude in
Leipzig ziehen, doch konnte sich dieser Vorschlag, zumal gegen den Willen der
Richter, politisch nicht durchsetzen. Leipzig erhielt daher gemäß der
Empfehlung der Föderalismuskommission nur den 5. Strafsenat, der zuvor als
einziger BGH-­‐Senat zur PVlege der „gewachsenen Verbindungen zwischen
West-­‐Berlin und der Bundesrepublik“ in Berlin residiert hatte. In das
Reichsgerichtsgebäude zog am 22. August 2002 das bis dahin ebenfalls in
Villa Sack (5. Strafsenat ), Leipzig
Berlin ansässig gewesene Bundesverwaltungsgericht .

Gerichtsorganisation
Spruchkörper

Die Richter des BGH sind in Senate eingeteilt, die je einen Vorsitzenden und sechs bis acht weitere Mitglieder haben.
An den einzelnen Entscheidungen der Senate sind nicht alle Mitglieder beteiligt, sondern die Richter arbeiten in
sogenannten Sitzgruppen. Diese bestehen gemäß §   139 Abs.   1 Gerichtsverfassungsgesetz (GVG) aus dem
Vorsitzenden und vier Beisitzern aus dem Kreis der weiteren Mitglieder, sodass ein Senat als Spruchkörper
grundsätzlich in der Besetzung von fünf Mitgliedern entscheidet.

Die Zahl der Senate wird gemäß §  130 GVG vom Bundesminister der Justiz bestimmt und erhöhte sich seit
Gründung des BGH mehrfach. Seit 1990 gibt es zwölf Zivilsenate, die mit römischen Zahlen durchnummeriert sind,
und fünf Strafsenate, die mit arabischen Zahlen durchnummeriert sind. Zusätzlich bestand von 2003 bis 2004 ein
Hilfssenat (IXa-­‐Zivilsenat) zur vorübergehenden Entlastung des IX. Zivilsenats und von 2009 bis 2010 ein weiterer
Hilfssenat (Xa-­‐Zivilsenat) zur vorübergehenden Entlastung des X. Zivilsenats.

Zudem gibt es acht Spezialsenate. Sechs davon beschäftigen sich mit dem Berufsrecht in der RechtspVlege,
namentlich das Dienstgericht des Bundes (mit Ausnahme der Verfahren in Wehrdienstsachen , die dem
Bundesverwaltungsgericht speziell zugewiesen sind), der Senat für Notarsachen, der Senat für Anwaltssachen, der
Senat für Patentanwaltssachen, der Senat für Wirtschaftsprüfersachen und der Senat für Steuerberater -­‐ und
Steuerbevollmächtigtensachen. Die beiden weiteren sind der Kartellsenat und der Senat für Landwirtschaftssachen.
Den Spezialsenaten gehören die Richter zusätzlich zu ihrer Tätigkeit in einem der Zivil-­‐ oder Strafsenate an, da die
Spezialsenate nur gelegentlich zusammentreten.

Für die Entscheidungen über Ermittlungsanträge des Generalbundesanwalts in Strafverfahren (z.   B.


Hausdurchsuchung , Beschlagnahme, Haftbefehl) sind wie bei jedem Strafgericht besondere Ermittlungsrichter
bestellt, deren Zahl  – gegenwärtig sechs  – vom Bundesminister der Justiz bestimmt wird (§   130 GVG). Auch diese
Tätigkeit erfolgt zusätzlich zu der in einem der Straf-­‐ oder Zivilsenate. Die Entscheidungen der Ermittlungsrichter

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können in bestimmten
Bundesgerichtshof   –  WFällen (§  304 Abs.  5 StPO) durch Beschwerde angefochten werden, über welche ein
ikipedia 5
Strafsenat des Bundesgerichtshofs entscheidet (kleiner Devolutiveffekt), der dann gemäß §   139 Abs.  2 GVG
ausnahmsweise nur mit drei Richtern besetzt ist.

Geschäftsverteilung

Die Verteilung der einzelnen Verfahren auf die verschiedenen Senate ist im Geschäftsverteilungsplan des Gerichts
geregelt. Das Prinzip des gesetzlichen Richters verlangt, dass von vornherein nach abstrakt-­‐generellen Kriterien
festgelegt ist, welcher Senat in welcher Besetzung für einen Fall zuständig ist, bevor der Bundesgerichtshof für eine
Rechtssache zuständig wird. Auf diese Weise sollen InteressenkonVlikte vermieden werden.

Der Geschäftsverteilungsplan des Bundesgerichtshofs regelt die Zuständigkeit der Senate dabei in Zivilsachen nach
den betroffenen Rechtsmaterien, in Strafsachen in der Regel danach, welches Gericht die angegriffene Entscheidung
erlassen hat. Zusätzlich sind den Strafsenaten Sonderzuständigkeiten zugewiesen, so etwa dem 3. Strafsenat, der
daher als Staatsschutzsenat bezeichnet wird. Der vollständige Geschäftsverteilungsplan steht auf den Seiten des
[2]
Bundesgerichtshofs zum Download zur Verfügung . Gegenwärtig (Geschäftsverteilung 2013, unverändert
[3]
gegenüber 2012 ) bestehen im Groben folgende Zuständigkeiten:

Strafsenate

1.  Strafsenat: Bezirke der Oberlandesgerichte Bamberg, Karlsruhe, München,

Nürnberg und Stuttgart, Militärstrafsachen und Vergehen gegen

die Landesverteidigung sowie Steuer-­‐ und Zollstrafsachen

Die 24 Oberlandesgerichte und die


2.  Strafsenat: Bezirke der Oberlandesgerichte Frankfurt am Main, Jena,
fünf zuständigen Strafsenate (Stand
2013).
Die Zahlen beYinden sich am Sitz
des jeweiligen Oberlandesgerichts .
Koblenz und Köln

3.  Strafsenat: Bezirke der Oberlandesgerichte Celle, Düsseldorf, Oldenburg

und Rostock sowie Staatsschutzdelikte

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4.  Strafsenat: Bezirke der Oberlandesgerichte Hamm, Naumburg und

Zweibrücken sowie Verkehrsstrafsachen

5.  Strafsenat: Bezirk des Berliner Kammergerichts sowie Bezirke der

Oberlandesgerichte Brandenburg , Braunschweig, Bremen,

Dresden , Hamburg, Saarbrücken und Schleswig

Zivilsenate

I.   Zivilsenat: Urheberrecht , Gewerblicher Rechtsschutz

II.   Zivilsenat: Gesellschaftsrecht

III.   Zivilsenat: Staatshaftungsrecht

IV.   Zivilsenat: Erbrecht

V.   Zivilsenat: Sachenrecht

VI.   Zivilsenat: Recht der unerlaubten Handlungen

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VII.   Zivilsenat: Werkvertragsrecht

VIII.   Zivilsenat: Kaufrecht und Wohnraummietrecht

IX.   Zivilsenat: Insolvenzrecht, Haftung der Rechtsanwälte und Steuerberater

X.   Zivilsenat: Patentrecht, Vergaberecht , Reisevertragsrecht

XI.   Zivilsenat: Banken-­‐ und Kapitalmarktrecht

XII.   Zivilsenat: Familienrecht, gewerbliches Mietrecht

Weitere Senate

Kartellsenat: Revisionen gegen Entscheidungen der Kartellsenate der Oberlandesgerichte und weitere

gesetzliche Zuständigkeiten

Dienstgericht des

Nach dem Deutschen Richtergesetz zugewiesene Aufgaben

Bundes:

Senat für Notarsachen: Nach der Bundesnotarordnung zugewiesene Aufgaben

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Anwaltssenat: Nach der Bundesrechtsanwaltsordnung zugewiesene Aufgaben

Patentanwaltssenat: Nach der Patentanwaltsordnung zugewiesene Aufgaben

Landwirtschaftssenat: Landwirtschaftssachen nach dem Gesetz über das gerichtliche Verfahren in

Landwirtschaftssachen

Wirtschaftsprüfersenat : Nach der Wirtschaftsprüferordnung zugewiesene Aufgaben

Steuerberatersenat : Nach dem Steuerberatungsgesetz zugewiesene Aufgaben

Geschichte der Geschäftsverteilung

Die Zuständigkeitsbereiche der Senate haben sich seit der Errichtung des BGH vielfach geändert, beispielsweise um
der zunehmenden Bedeutung bestimmter Rechtsbereiche Rechnung zu tragen und eine ausgeglichene
Arbeitsbelastung der Senate zu erreichen. Besonders anschaulich kann dies am Beispiel der regionalen
Zuständigkeit der fünf Strafsenate für die Oberlandesgerichtsbezirke für die Zeit ab 1990 gezeigt werden:

Bis zur Wiedervereinigung hatte der 5. Strafsenat seinen Sitz in West-­‐Berlin, war jedoch stets auch für andere
westdeutsche Oberlandesgerichtsbezirke zuständig. Im Zuge der Wiedervereinigung wurde der Senat nach Leipzig
verlegt, behielt jedoch bis heute die Zuständigkeit für das (dann vergrößerte ) Land Berlin.

In den ersten Jahren nach der Wiedervereinigung bestanden in den neuen Ländern die Bezirksgerichte der DDR
fort. Jedem Strafsenat wurde die Zuständigkeit für die Bezirksgerichte in einem der fünf Länder zugewiesen
(Mecklenburg-­‐Vorpommern zum 1. Strafsenat, Thüringen zum 2. Strafsenat, Sachsen zum 3. Strafsenat, Sachsen-­‐
Anhalt zum 4. Strafsenat und Brandenburg zum 5. Strafsenat). Erst 1993 und 1994 wurden die Oberlandesgerichte
Jena, Naumburg, Rostock, Brandenburg und Dresden errichtet.

Auch nach der Wiedervereinigung wurden gelegentlich einzelne Oberlandesgerichte der Zuständigkeit eines
anderen Strafsenats unterstellt. So wechselte 1991 das OLG Oldenburg vom 5. in den 3. Strafsenat (Bild 2) und
1993 das OLG Rostock mit seiner Errichtung vom 1. in den 4. Strafsenat (Bild 3). 1998 tauschten die OLGs Celle und
Dresden die Senate, d.   h. ab 1998 war Celle dem 3. Strafsenat und Dresden dem 5. Strafsenat zugewiesen (Bild 4).
[4]
2010 wechselte die Zuständigkeit für das OLG Schleswig vom 3. in den 5. Strafsenat (Bild 5) und 2012 die
Zuständigkeit für das OLG Rostock vom 4. in den 3. Strafsenat und für das OLG Saarbrücken vom 4. in den 5.
[5]
Strafsenat (Bild 6).
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Bundesgerichtshof  –  Wikipedia 9

Bild 2: 1991 und 1992 Bild 3: 1993 bis 1997 Bild 4: 1998 bis 2009 Bild 5: 2010 und 2011

Bild 1: 1990

Bild 6: ab 2012

Arbeitsweise

Ist durch die Geschäftsverteilung des Gerichts ein Fall dem zuständigen Senat
zugeteilt worden, so bestimmt anschließend die von den Richtern des
jeweiligen Senats gemäß §  21g GVG vor Beginn des Geschäftsjahres zu
beschließende senatsinterne Geschäftsverteilung, in welcher personellen
Besetzung über die Sache entschieden wird und welcher Richter
Berichterstatter ist, also die Akten bearbeitet und den Fall vorbereitet. Der
Vorsitzende übt keine Berichterstattertätigkeit aus, sondern liest die Akten aller
dem Senat zugewiesenen Fälle zusätzlich zum jeweiligen Berichterstatter (Vier-­‐
Augen-­‐Prinzip).

Der Senat trifft sich in regelmäßigen Abständen zur Beratung, die in Beratungszimmer eines Strafsenats
Zivilsachen durch „Voten“ (gutachtliche Stellungnahmen und
Entscheidungsvorschläge) der jeweiligen Berichterstatter vorbereitet wird. In Strafsachen dagegen werden in der
Beratung von jedem Richter die ihm als Berichterstatter zugewiesenen Fälle mündlich zusammengefasst und die
rechtlichen Probleme herausgestellt. Anschließend wird gemeinsam über den Fall beraten. Unter bestimmten
Voraussetzungen , die im Abschnitt Verfahren beschrieben sind, kann der Senat aufgrund des Beratungsergebnisses
durch schriftlichen Beschluss entscheiden, ohne dass eine Verhandlung stattVindet. Anderenfalls wird eine
Verhandlung anberaumt, welche grundsätzlich öffentlich ist. Eine Verhandlung in Revisionssachen entspricht einem
Gespräch zwischen den Richtern und den Verfahrensbeteiligten über die Frage , ob das angefochtene Urteil auf
Rechtsfehlern beruht. In der anschließenden Urteilsberatung wird, sofern keine Einigkeit besteht, eine
Entscheidung durch Abstimmung herbeigeführt, wobei jeder der fünf Richter eine Stimme hat. Die Entscheidung
wird anschließend als Urteil verkündet.

Verfahren
Der Bundesgerichtshof wird gemäß §§   133,   135 Gerichtsverfassungsgesetz (GVG) hauptsächlich als
Revisionsgericht tätig. Zudem entscheidet der BGH in Zivilsachen über Sprungrevisionen, Rechtsbeschwerden und
Sprungrechtsbeschwerden (§  133 GVG) sowie in Strafsachen über Beschwerden gegen Beschlüsse und
Verfügungen der Oberlandesgerichte und Beschwerden gegen Verfügungen der Ermittlungsrichter des BGH (§   135
GVG). Durch Sondervorschriften in anderen Gesetzen sind ihm weitere Verfahren zugewiesen.

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Im Jahr 2012 hatte –der
Bundesgerichtshof   BGH in Zivilsachen 4.238 Revisionen einschließlich Nichtzulassungsbeschwerden , 1.617 10
 Wikipedia
Rechtsbeschwerden und ähnliche Verfahren sowie 594 sonstige Rechtssachen zu bearbeiten; in Strafsachen waren
[6]
es 3.032 Revisionen einschließlich Vorlegungssachen und 447 sonstige Rechtssachen.

Revision in Strafsachen

Die Revision in Strafsachen zum BGH erfolgt gegen die in erster Instanz ergangenen Urteile der Landgerichte
[1]
(Große StraVkammern) und der Oberlandesgerichte (in Staatsschutzsachen nach §   120 GVG). Sie kann sowohl
vom Angeklagten als auch von der Staatsanwaltschaft oder der Nebenklage eingelegt werden. Hält der Senat
aufgrund seiner Beratung die Revision für unzulässig (§   349 Abs.   1 Strafprozessordnung ) oder dem Antrag des
Generalbundesanwalts entsprechend einstimmig für offensichtlich unbegründet (§   349 Abs.  2 StPO) oder hält er
eine zugunsten des Angeklagten eingelegte Revision einstimmig für begründet (§   349 Abs.  4 StPO), so kann er durch
[1]
Beschluss entscheiden. In den übrigen Fällen (ca. 5   % der Revisionen ) wird aufgrund einer Hauptverhandlung
durch Urteil entschieden (§  349 Abs.  5 StPO).

In der Hauptverhandlung vor dem Bundesgerichtshof wird die Staatsanwaltschaft durch einen Vertreter des
Generalbundesanwalts vertreten, der Angeklagte durch seinen Verteidiger , sofern er einen hat. Der Angeklagte darf
zwar, sofern es ihm möglich ist, persönlich an der Verhandlung teilnehmen, hat jedoch keinen Anspruch darauf.
Insbesondere hat er keinen Anspruch auf Überführung zur Verhandlung , sofern er sich in Haft beVindet (§  350
Abs.   2 StPO). Dies ist dadurch begründet, dass die Verhandlung der Erörterung von Rechtsfragen dient (keine
Beweisaufnahme) und somit der Anspruch des Verteidigers auf Anwesenheit zur Wahrung der Interessen des
Angeklagten genügt. In der Praxis nimmt der Angeklagte sehr selten an der Verhandlung teil. Gemäß §   351 StPO
beginnt die Hauptverhandlung mit dem Vortrag des Berichterstatters. Daran schließt sich der Vortrag desjenigen
Beteiligten an, der Revision eingelegt hat. Anschließend folgen die Ausführungen der Gegenseite. Sofern der
Angeklagte anwesend ist, erhält er das letzte Wort.

Hält der BGH eine Revision für begründet, so wird das angefochtene Urteil aufgehoben (§   353 StPO). Der BGH kann
anschließend jedoch nur selbst in der Sache entscheiden, sofern keine weiteren Tatsachenfeststellungen
erforderlich sind und keine neue Strafzumessung vorzunehmen ist. Dies ist gemäß §   354 StPO unter anderem der
Fall, wenn der Angeklagte nach Ansicht des BGH aus rechtlichen Gründen freizusprechen ist, das Verfahren
einzustellen ist oder in Übereinstimmung mit dem Antrag der Staatsanwaltschaft auf die Mindeststrafe erkannt
werden kann. Auch Fehler beim Strafausspruch kann der BGH teilweise selbst korrigieren. Liegen die
Voraussetzungen für eine eigene Entscheidung des BGH nicht vor, insbesondere wenn weitere
Tatsachenfeststellungen erforderlich sind, so verweist er die Sache zur erneuten Verhandlung und Entscheidung an
einen anderen Spruchkörper des erstinstanzlichen Gerichts zurück (§  354 Abs.   2 StPO).

Revision und Rechtsbeschwerde in Zivilsachen

Die Revision in Zivilsachen zum BGH erfolgt in der Regel gegen in der Berufungsinstanz erlassene Endurteile der
Land-­‐ und Oberlandesgerichte. Sie ist nur möglich, wenn sie vom Berufungsgericht zugelassen wurde oder der
Bundesgerichtshof sie aufgrund einer Nichtzulassungsbeschwerde nachträglich für zulässig erklärt (§   543 Abs.   1
Zivilprozessordnung). Die Revision ist zuzulassen, wenn die Rechtssache grundsätzliche Bedeutung hat oder zur
Fortbildung des Rechts oder Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des
Bundesgerichtshofs erforderlich ist (§  543 Abs.  2 ZPO). Hält der Senat eine Revision für unzulässig, verwirft er sie,
was durch Beschluss erfolgen kann (§  552 ZPO). Sind nach einstimmiger Ansicht des Senats die Voraussetzungen
für die Zulassung der Revision durch das Berufungsgericht nicht gegeben und zudem keine Erfolgschancen
ersichtlich, wird die Revision durch Beschluss zurückgewiesen (§  552a ZPO). In der Mehrzahl der Verfahren
[1]
entscheidet der Senat jedoch aufgrund einer mündlichen Verhandlung (§  553 ZPO) durch Urteil.

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In Zivilsachen müssen
Bundesgerichtshof   –  Wsich die Parteien von einem beim BGH zugelassenen Rechtsanwalt vertreten lassen (siehe 11
ikipedia
Abschnitt Rechtsanwälte). Hat eine Revision Erfolg, so wird das angefochtene Urteil aufgehoben. Ist der Sachverhalt
rechtsfehlerfrei festgestellt worden und die Sache danach reif zur Entscheidung, so entscheidet der BGH selbst über
sie (§   563 Abs.   3 ZPO). Andernfalls verweist er die Sache zur erneuten Verhandlung und Entscheidung an das
Berufungsgericht zurück (§  563 Abs.  1 ZPO).

In Familiensachen wurde zum 1. September 2009 das Rechtsmittel der Revision durch das der Rechtsbeschwerde
[1]
abgelöst, welche hier grundsätzlich nur bei Zulassung durch die Vorinstanz möglich ist. Eine Rechtsbeschwerde
wird ähnlich behandelt wie eine Revision (vgl. §  577 ZPO), über sie wird jedoch gemäß §  577 Abs.   6 ZPO durch
Beschluss entschieden, welcher nicht begründet werden muss, sofern die Sache keine grundsätzliche Bedeutung
hat. Auch in anderen Bereichen als dem Familienrecht erfolgt die Beanstandung bestimmter Arten von
Entscheidungen nicht durch Revision, sondern durch Rechtsbeschwerde , beispielsweise die Beanstandung von
Nebenentscheidungen und Entscheidungen in Nebenverfahren wie Zwangsvollstreckungs-­‐, Insolvenz-­‐ und
[1]
Kostensachen.

Große Senate
Beim Bundesgerichtshof sind gemäß §  132 Abs.  1 GVG ein Großer Senat für Zivilsachen und ein Großer Senat für
Strafsachen eingerichtet, welche zusammen die Vereinigten Großen Senate bilden. Gemäß §   132 Abs.   5 GVG besteht
der Große Senat für Zivilsachen aus dem Präsidenten und je einem Mitglied der Zivilsenate, der Große Senat für
Strafsachen aus dem Präsidenten und je zwei Mitgliedern der Strafsenate. Die Mitglieder der Großen Senate
werden vom Präsidium bestimmt (§  132 Abs.  6 GVG). HäuVig sind die Senatsvorsitzenden auch Vertreter ihres
Senats im Großen Senat.

Will ein Senat in einer Rechtsfrage von der Entscheidung eines anderen Senats abweichen, an welcher der andere
Senat auf Anfrage festhält, so muss die Sache gemäß §   132 Abs.  2   und  3 GVG dem Großen Senat vorgelegt werden,
welcher dann verbindlich über die Rechtsfrage entscheidet (§   138 Abs.   1 GVG). Will ein Zivilsenat von einem
anderen Zivilsenat abweichen, so ist der Große Senat für Zivilsachen anzurufen, bei Abweichungen zwischen
Strafsenaten der Große Senat für Strafsachen. Will hingegen ein Zivilsenat von einem Strafsenat abweichen oder
umgekehrt, so entscheiden die Vereinigten Großen Senate. Des Weiteren kann ein Senat eine Frage von
grundsätzlicher Bedeutung dem Großen Senat zur Entscheidung vorlegen, wenn das nach seiner Auffassung zur
Fortbildung des Rechts oder zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung erforderlich ist (§  132 Abs.  4 GVG).

Die Großen Senate entscheiden nur über Rechtsfragen , der vorlegende Senat ist jedoch bei seiner anschließenden
Sachentscheidung an die Entscheidung des Großen Senats zur Rechtsfrage gebunden (§   138 Abs.  1 S.   3 GVG). Da
die Großen Senate nur über Rechtsfragen beVinden, können sie ohne mündliche Verhandlung entscheiden (§   138
Abs.   1 S.  2 GVG), wobei in Strafsachen stets der Generalbundesanwalt zu hören ist, was auch in der Beratung
geschehen kann (§  138 Abs.  2 GVG). Entscheidungen werden im Fall der Uneinigkeit durch Abstimmung
herbeigeführt, wobei jeder Richter eine Stimme hat; bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden, also
des Präsidenten, den Ausschlag (§  132 Abs.  6 S.  3 GVG).

Verhältnis zu anderen Gerichten


Der Bundesgerichtshof steht als oberstes Gericht der ordentlichen Gerichtsbarkeit im Instanzenzug über den Amts-­‐,
Land-­‐ und Oberlandesgerichten der Länder. Gegen seine Entscheidungen ist somit grundsätzlich kein Rechtsmittel
mehr möglich, sie werden mit ihrer Verkündung rechtskräftig. Zwar kann auch gegen Entscheidungen des BGH   –
wie gegen jeden Akt der deutschen Öffentlichen Gewalt   – Verfassungsbeschwerde vor dem
Bundesverfassungsgericht eingelegt werden, doch stellt diese keine vollständige Überprüfung der Entscheidung des
BGH dar, sondern lediglich eine Überprüfung am Maßstab des Verfassungsrechts .

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Zu den anderen obersten
Bundesgerichtshof   Gerichtshöfen des Bundes ist der BGH gleichrangig, kann sich also nicht über deren
–  Wikipedia 12
Rechtsauffassungen hinwegsetzen. Für die Entscheidung von Rechtsfragen bei abweichenden Rechtsauffassungen
zwischen dem Bundesgerichtshof und einem anderen obersten Gerichtshof des Bundes ist gemäß Art.  95 Abs.  3 GG
der Gemeinsame Senat der obersten Gerichtshöfe des Bundes zuständig.

Hat der Bundesgerichtshof Recht der Europäischen Union anzuwenden, so ist er gemäß Art.  267 AEUV als letzte
innerstaatliche Instanz grundsätzlich dazu verpVlichtet, eine noch ungeklärte Rechtsfrage vorab im Rahmen eines
Vorabentscheidungsverfahrens dem Gerichtshof der Europäischen Union in Luxemburg vorzulegen, dessen
Beantwortung der Rechtsfrage für den BGH bei seiner anschließenden Sachentscheidung bindend ist.

Mögliche Verstöße gegen die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK) durch Entscheidungen des BGH   –
ebenso wie jedes anderen letztinstanzlichen Gerichts  – können vor dem Europäischen Gerichtshof für
Menschenrechte (EGMR) in Straßburg geltend gemacht werden. Bislang nicht abschließend geklärt ist, welche
Bindungswirkung die Urteile des EGMR in Deutschland haben.

Die Rechtsprechung des BGH ist auch für die österreichische Rechtswissenschaft von Bedeutung: Im Bereich des
Handelsrechts, das überwiegend durch das in Österreich im Jahr 1938 eingeführte deutsche Handelsgesetzbuch
geregelt ist, orientieren sich die Gerichte in Auslegungsfällen bevorzugt an Entscheidungen des BGH. Das
österreichische Handelsgesetzbuch wurde zwar zum 1. Januar 2007 im Zuge einer umfassenden Novelle in
Unternehmensgesetzbuch umbenannt, stimmt jedoch weiterhin in vielen Teilbereichen mit dem deutschen
Handelsgesetzbuch überein.

Beschäftigte
Der Bundesgerichtshof hat derzeit (Stand 2012) 404,5 Planstellen. Davon sind 129 Richter, 48 wissenschaftliche
[7]
Mitarbeiter, 106,5 Beamte, 116 tariVliche Arbeitnehmer und 5 Auszubildende. Da einige Personen in Teilzeit
beschäftigt sind, liegt die tatsächliche Zahl der Beschäftigten etwas höher   – im Jahr 2012 lag sie bei 406 Personen.
[1]

Präsident

An der Spitze des Gerichts steht der Präsident. Er ist Dienstvorgesetzter aller Beschäftigten. Als Präsident eines
Obersten Gerichtshofs des Bundes ist er in die Besoldungsgruppe R 10 eingestuft. Er ist gemäß §   21a GVG kraft
Amtes Vorsitzender des Präsidiums des BGH, welchem des Weiteren zehn gewählte Richter angehören und welches
gemäß §   21a Abs.   1 GVG für die Besetzung der Senate und die Geschäftsverteilung zuständig ist. Der Präsident
gehört in der Regel keinem der Zivil-­‐ oder Strafsenate an, häuVig jedoch einem oder mehreren Spezialsenaten. Er
führt zudem kraft Gesetzes (§  132 Abs.  6 S.  3 GVG) den Vorsitz in den Großen Senaten, wo seine Stimme bei
Stimmengleichheit den Ausschlag gibt. Gegenwärtiger und bislang achter Präsident des BGH ist seit 2008 der
vorherige Vorsitzende des 3. Strafsenats Klaus Tolksdorf. Im Folgenden eine Liste aller bisherigen Präsidenten des
Bundesgerichtshofs:

http://de.wikipedia.org/wiki/Bundesgerichtshof 4.  Januar  2014  10:51:31


[8]
Präsidenten des Bundesgerichtshofs
Bundesgerichtshof  –  Wikipedia 13
Nr. Name Beginn der Amtszeit Ende der Amtszeit

1 Hermann Weinkauff (1894–1981) 1. Oktober 1950 31. März 1960

2 Bruno Heusinger (1900–1987) 1. April 1960 31. März 1968

3 Robert Fischer (1911–1983) 1. April 1968 30. September 1977

4 Gerd Pfeiffer (1919–2007) 1. Oktober 1977 31. Dezember 1987

5 Walter Odersky (* 1931) 1. Januar 1988 31. Juli 1996

6 Karlmann Geiß (* 1935) 1. August 1996 31. Mai 2000

7 Günter Hirsch (* 1943) 15. Juli 2000 31. Januar 2008

8 Klaus Tolksdorf (* 1948) 1. Februar 2008

Vizepräsident
Der Vizepräsident des Bundesgerichtshofs ist der ständige Vertreter des Präsidenten. Er ist zugleich Vorsitzender
Richter eines der Senate des BGH und als solcher in die Besoldungsgruppe R 8 eingestuft. Bis 1968 war die Stelle
des Vizepräsidenten nicht besetzt beziehungsweise nicht eigenständig vorgesehen. Ständiger Vertreter des
Präsidenten war in dieser Zeit gemäß §   5 der Geschäftsordnung des Bundesgerichtshofs der jeweils dienstälteste
[9]
Senatsvorsitzende (damals Senatspräsident genannt). Später wurde die Stelle formell besetzt. Gegenwärtiger
Vizepräsident ist der Vorsitzende des III. Zivilsenats Wolfgang Schlick. Im Folgenden eine Liste aller Vizepräsidenten
des Bundesgerichtshofs kraft Ernennung:

http://de.wikipedia.org/wiki/Bundesgerichtshof 4.  Januar  2014  10:51:31


Bundesgerichtshof  Vizepräsidenten
–  Wikipedia des Bundesgerichtshofs[10] 14
Name Beginn der Amtszeit Ende der Amtszeit

Roderich Glanzmann (1904–1988) 1968 30. April 1972

Fritz Hauß (1908–2003) 23. Mai 1972 31. Oktober 1976

Gerd Pfeiffer (1919–2007) 3. November 1976 30. September 1977

Walter Stimpel (1917–2008) 1. Oktober 1977 30. November 1985

Ludwig Thumm (1920–2011) 2. Dezember 1985 30. April 1988

Hannskarl Salger (1929–2010) 1. Mai 1988 30. November 1994

Horst Hagen (* 1934) 1. Dezember 1994 28. Februar 1999

Burkhard Jähnke (* 1937) 1. März 1999 31. Mai 2002

Joachim Wenzel (1940–2009) 1. April 2002 30. Juni 2005

Gerda Müller (* 1944) 1. Juli 2005 30. Juni 2009

http://de.wikipedia.org/wiki/Bundesgerichtshof 4.  Januar  2014  10:51:31


Bundesgerichtshof  –  Wikipedia 15

Wolfgang Schlick (* 1949) 1. Juli 2009

Richter

Die Richter am Bundesgerichtshof tragen durch die ihnen übertragenen Aufgaben eine besondere Verantwortung .
Durch die Auswahl der Richter kann die Rechtsprechung in der Bundesrepublik Deutschland erheblich beeinVlusst
werden. Deshalb wird sie von einem Richterwahlausschuss vorgenommen (§  125 Abs.   1 GVG), welchem die
Justizminister der Länder und 16 vom Bundestag gewählte Mitglieder angehören. Kandidaten können gemäß §   10
Richterwahlgesetz (RiWG) vom Bundesjustizminister und von den Mitgliedern des Richterwahlausschusses
vorgeschlagen werden. Gewählt werden kann nur, wer die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt und das 35.
Lebensjahr vollendet hat (§  125 Abs.  2 GVG). Der Bundesgerichtshof gibt durch seinen Präsidialrat eine
Stellungnahme zur persönlichen und fachlichen Eignung der Vorgeschlagenen ab, welche für den
Richterwahlausschuss aber nicht bindend ist. Der Richterwahlausschuss entscheidet in geheimer Abstimmung mit
der Mehrheit der abgegebenen Stimmen (§  12 RiWG). Nach ihrer Wahl werden die Richter vom Bundespräsidenten
ernannt.

Die Richter am Bundesgerichtshof sind grundsätzlich hauptamtliche und planmäßige Berufsrichter . Lediglich bei
den Entscheidungen der Spezialsenate zum Berufsrecht kommen neben drei Berufsrichtern zwei ehrenamtliche
Richter aus dem jeweiligen Berufszweig zum Einsatz. Die Berufsrichter sind als Bundesrichter an einem der
Obersten Gerichtshöfe des Bundes grundsätzlich in die Besoldungsgruppe R 6 eingeordnet, Vorsitzende Richter in
die Besoldungsgruppe R 8; zusätzlich erhalten alle eine Bundeszulage. Die derzeit 129 Richter und Vorsitzenden
[11]
Richter üben ihr Amt wie alle Richter unabhängig aus (Art.   97 Abs.  1 GG) und werden auf Lebenszeit ernannt
(Art.   97 Abs.   2 S.  2 GG), können also vor Erreichen des Renteneintrittsalters nur aufgrund schwerwiegender
Verstöße aus dem Amt entfernt werden. Das Dienstgericht des Bundes ist als einer der Spezialsenate beim
Bundesgerichtshof selbst eingerichtet, hätte letztlich also gemäß §   62 DRiG über Disziplinarmaßnahmen gegen
Kollegen bis hin zur Entfernung aus dem Amt zu entscheiden.

Der Frauenanteil unter den Richtern am Bundesgerichtshof beträgt derzeit mit 26 von 130 Personen (einschließlich
des Präsidenten) genau 20 Prozent. Damit liegt der Bundesgerichtshof hinter den anderen vier Obersten
Gerichtshöfen des Bundes, beispielsweise dem Bundesarbeitsgericht (31   %) oder dem Bundesverwaltungsgericht
[12]
(29   %).

Siehe auch: Liste der Richter am Bundesgerichtshof

Wissenschaftliche Mitarbeiter

Der BGH beschäftigt stets etwa 50 wissenschaftliche Mitarbeiter, ofViziell „wissenschaftliche


Hilfskräfte“ (§   193   Abs.  1   GVG), intern meist „Hiwis“ genannt. Die wissenschaftlichen Mitarbeiter müssen die
Befähigung zum Richteramt haben und sind meist Richter am Amts-­‐, Land-­‐, Oberlandes-­‐ oder Bundespatentgericht
oder Staatsanwälte. Sie werden für drei Jahre an den BGH abgeordnet und einem Senat zugeteilt. Dort sollen sie die
Richter durch vorbereitende Arbeiten, insbesondere durch Recherche , Voten und Entscheidungsentwürfe, in ihrer
juristischen Arbeit unterstützen. In der Regel erhält jeder Zivilsenat drei und jeder Strafsenat zwei
[13]
wissenschaftliche Mitarbeiter.

http://de.wikipedia.org/wiki/Bundesgerichtshof 4.  Januar  2014  10:51:31


Sonstige Beschäftigte
Bundesgerichtshof   –  Wikipedia 16

Die etwa 240 weiteren Beschäftigten des BGH sind teilweise den einzelnen Senaten zugeordnet, wie etwa die
Geschäftsstellen und Schreibkräfte, oder sie nehmen die zahlreichen am Gericht bestehenden allgemeinen
Verwaltungsaufgaben wahr, wie etwa Bibliotheksführung, Öffentlichkeitsarbeit, Sicherheit, Poststelle oder
technische Dienste.

Rechtsanwälte
Vor dem Bundesgerichtshof können in Zivilsachen grundsätzlich (abgesehen von Patent-­‐Nichtigkeitsverfahren) nur
besonders zugelassene Rechtsanwälte auftreten. Die Zulassung erfolgt gemäß §   170 Bundesrechtsanwaltsordnung
(BRAO) durch das Bundesministerium der Justiz. Zugelassen werden kann nur, wer das 35. Lebensjahr vollendet
hat, den Rechtsanwaltsberuf mindestens fünf Jahre ohne Unterbrechung ausgeübt hat und durch den
[1]
Wahlausschuss für Rechtsanwälte bei dem Bundesgerichtshof benannt wird (§   164 BRAO). Der Wahlausschuss
besteht aus dem Präsidenten und den Senatsvorsitzenden der Zivilsenate des Bundesgerichtshofes sowie aus den
Mitgliedern des Präsidiums der Bundesrechtsanwaltskammer und des Präsidiums der Rechtsanwaltskammer bei
dem Bundesgerichtshof (§  165 BRAO). Die beim Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsanwälte sind
PVlichtmitglieder der Rechtsanwaltskammer beim Bundesgerichtshof und nur dort zugelassen (Singularzulassung).
[14]
Gegenwärtig (Stand 2013) sind 37 Rechtsanwälte beim BGH zugelassen.

Die Zulassungsbeschränkung wird mit dem Erfordernis erhöhten revisionsrechtlichen Sachverstands begründet. Ob
sie mit der Verfassung (insbesondere Art.  12 GG) vereinbar ist, wird seit Jahren immer wieder aufs Neue diskutiert.
[15]
Der BGH hat es mit Beschluss vom 5. Dezember 2006 bejaht. Die dagegen eingelegte Verfassungsbeschwerde
[16]
wurde vom Bundesverfassungsgericht mit Kammerbeschluss vom 27. Februar 2008 nicht zur Entscheidung
angenommen, jedoch führt der Beschluss aus, dass Art.   12 GG nicht verletzt sei.

In Strafsachen kann hingegen jeder Verteidiger vor dem BGH auftreten.

Elektronische Eingaben
Das Gericht nimmt eine Vorreiterrolle im elektronischen Rechtsverkehr ein. Zusammen mit dem
[17]
Bundespatentgericht war der BGH an der Entwicklung von XJustiz maßgeblich beteiligt, mit dem bundesweit
[18]
einheitliche Standards für den Austausch elektronischer Informationen geschaffen werden sollen.

Bereits seit 2001 besteht für die beim BGH zugelassenen Rechtsanwälte in Zivilsachen die Möglichkeit, Schriftsätze
in elektronischer Form einzureichen, und in Strafsachen wird an einer elektronischen Kommunikationmit der
[1]
Behörde des Generalbundesanwalts gearbeitet. Die technischen Voraussetzungen und die zulässigen
Dokumentenformate für elektronische Eingaben ergeben sich aus der Verordnung über den elektronischen
Rechtsverkehr beim Bundesgerichtshof und Bundespatentgericht (BGH/BPatGERVV) (http://www.gesetze-­‐im-­‐
[19]
internet.de/bgh_bpatgervv/BJNR213000007.html). Die elektronischen Eingaben erfolgen über ein elektronisches
[20]
Postfach, wofür der BGH seit 2010 das Elektronische Gerichts-­‐ und Verwaltungspostfach verwendet , an welchem
[21]
sich mittlerweile viele deutsche Gerichte beteiligen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Bundesgerichtshof 4.  Januar  2014  10:51:31


Baugeschichte
Bundesgerichtshof   und Gebäudenutzung
–  Wikipedia 17

Der Bundesgerichtshof beVindet sich seit


seiner Gründung auf dem etwa vier
[1]
Hektar großen Gelände des ehemaligen
Erbgroßherzoglichen Palais, welches im
Südwesten der Karlsruher Innenstadt
zwischen der Kriegs-­‐, Herren-­‐, Blumen-­‐
und Ritterstraße liegt. Die Gebäude sind
rings um eine zentrale RasenVläche
Erbgroßherzogliches Palais mit gruppiert, welche von einem Galatea-­‐
Weinbrennergebäude (2012)
Galatea -­‐Brunnen (2006) Brunnen geziert wird. Von der
ursprünglichen Bebauung bestehen heute
noch das Palais selbst an der Südseite des
Grundstücks und das ehemalige
Gärtnerhaus (heute
„Weinbrennergebäude “ genannt) an der
[22]
Nordwestseite. Das
Erbgroßherzogliche Palais beherbergt
heute den Präsidenten und die
Verwaltung des BGH sowie einige
Zivilsenate und deren Sitzungssäle.
Westgebäude (2012) Nordgebäude (2012)
Bereits in den 1950er Jahren wurden
erste Um-­‐ und Anbauarbeiten
durchgeführt , um dem wachsenden
Platzbedarf des Gerichts gerecht zu
werden. Von 1958 bis 1960 entstand
entlang der Herrenstraße das
Westgebäude sowie ein südlich daran
angeschlossener abhörsicherer
Sitzungssaal für die Strafsenate. Im
Westgebäude beVinden sich heute die vier
Neues Empfangsgebäude mit in Karlsruhe sitzenden Strafsenate, die Neuer Sitzungssaal im
Eingangsschleuse (2012)
Ermittlungsrichter des Obergeschoss des
Bundesgerichtshofes, einige Zivilsenate Empfangsgebäudes
und die Kantine des Gerichts. Ebenfalls
von 1958 bis 1960 wurde ein Nordgebäude errichtet, welches unter anderem
[22]
Platz für die Bundesanwaltschaft bot.

Bis 1978 war das Gelände des Bundesgerichtshofs für die Bevölkerung frei zugänglich. Nach dem Mord an
Generalbundesanwalt Siegfried Buback und einem missglückten Raketenangriff durch die RAF wurde die gesamte
Anlage jedoch von einer videoüberwachten Doppelzaunanlage umzogen. Als Haupteingang wurde ein
[22]
Kontrollgebäude mit Eingangsschleuse zwischen Westgebäude und Weinbrennergebäude errichtet.

Bereits seit den 1970er Jahren waren verschiedene Konzepte für Erweiterungsbauten im Gespräch, da der
Platzbedarf des Gerichts mit zunehmendem ArbeitsauVkommen stetig stieg und zwischenzeitlich zusätzliche
Gebäude in der Karlsruher Innenstadt angemietet werden mussten. Schließlich entschloss man sich, die
Bundesanwaltschaft aus dem Gelände auszulagern. 1998 bezog sie ihren neuen Dienstsitz in der Brauerstraße ,
sodass der Weg frei war für eine Modernisierung und Erweiterung des Nordgebäudes . Zudem war nach der
Wiedervereinigung der zunächst formell nur provisorische Dienstsitz in Karlsruhe endgültig zum Sitz des
Bundesgerichtshofes erklärt worden, sodass die dringend nötige Erweiterung nicht mehr mit Verweis auf den
http://de.wikipedia.org/wiki/Bundesgerichtshof 4.  Januar  
provisorischen Zustand verweigert werden konnte. Nach Abriss des alten Nordgebäudes entstand von 2014  
2000 10:51:31
bis
2003 auf der Nordhälfte
Bundesgerichtshof   des BGH-­‐Geländes ein zur zentralen Parkanlage offener U-­‐förmiger Bau, in welchem sich18
–  Wikipedia
heute einige Zivilsenate und deren Sitzungssäle, die Bibliothek des Bundesgerichtshofs sowie das Rechtshistorische
[22]
Museum Karlsruhe beVinden.

2011 wurde das sanierungsbedürftige und als zu abweisend erachtete Kontrollgebäude abgerissen und
anschließend durch ein neues Empfangsgebäude ersetzt. In dessen Obergeschoss beVindet sich zudem ein neuer
großer Sitzungssaal für die Strafsenate, welcher am 6. März 2012 erstmals durch den 1. Strafsenat genutzt und am
[23]
18. April 2012 ofViziell eingeweiht wurde. Verhandlungsbesucher müssen nun nicht mehr vom Haupteingang
zum alten Sitzungssaal geleitet werden, sondern passieren die Kontrolle im Erdgeschoss des Empfangsgebäudes
und gelangen von dort direkt ins Obergeschoss zum neuen Sitzungssaal. Dieser umfasst 120 Zuschauerplätze.

Bibliothek
Die Bibliothek des Bundesgerichtshofs
verfügt über einen Bestand von über
430.000 Druckwerken sowie über 20.000
weiteren Medieneinheiten und ist damit
die größte Gerichtsbibliothek
[24]
Deutschlands. Nach der
Wiedervereinigung wurden ihr die
Bestände der Bibliothek des Obersten
Gerichts der DDR übertragen , darunter
Innenansicht der Bibliothek Außenansicht der Bibliothek
auch sehr viele historisch wertvolle Werke
[24] (OstYlügel des U-­‐förmigen
Nordgebäudes )
aus der Bibliothek des Reichsgerichts.
Die Bibliothek des Bundesgerichtshofs erfasst die relevante juristische
Literatur von 1800 bis 1970 fast vollständig und hat seitdem bei der Beschaffung von Medieneinheiten den
[1]
Schwerpunkt entsprechend der Tätigkeit des Bundesgerichtshofs auf zivil-­‐ und strafrechtliche Literatur gelegt.
[24]
Die jährlichen Ausgaben belaufen sich auf 700.000 bis 800.000  €.

Durch den 2003 erfolgten Umzug in das neu gestaltete Nordgebäude erhielt die Bibliothek erstmals repräsentative
[1]
Räumlichkeiten mit 21,5  km Buchstellmöglichkeiten und modern ausgestatteten Arbeitsplätzen. Sie wird
vorrangig von den Richtern des Bundesgerichtshofs, den beim BGH zugelassenen Rechtsanwälten und
akkreditierten Pressevertretern und den Mitarbeitern der Bundesanwaltschaft genutzt und wird für diese tätig,
[24]
beispielsweise bei der Beschaffung benötigter Medien. Sie ist während der allgemeinen Dienstzeiten jedoch auch
[1][24]
für Fremdbenutzer zugänglich, wovon jährlich knapp 3.000 Personen Gebrauch machen.

Veröffentlichung der Entscheidungen


Der Bundesgerichtshof veröffentlicht seine seit dem 1. Januar 2000
ergangenen Entscheidungen in elektronischer Form auf seiner Website im
Internet, wo sie kostenlos abgerufen werden können. Persönliche Daten
werden vor der Veröffentlichung stets anonymisiert. In gedruckter Form wird
die vollständige Entscheidungssammlung des BGH nicht veröffentlicht, sondern
lediglich beim BGH archiviert. Vor dem 1. Januar 2000 ergangene

http://de.wikipedia.org/wiki/Bundesgerichtshof 4.  Januar  2014  10:51:31


Entscheidungen können
Bundesgerichtshof   gegen eine Kopiergebühr beim Entscheidungsversand
–  Wikipedia 19
des Bundesgerichtshofs angefordert werden; auch sie werden vor dem
[25]
Versenden anonymisiert.

Zudem beteiligt sich der BGH seit 1980 am elektronischen juristischen


Informationssystem „juris“. Hierfür wertet die Dokumentationsstelle des
Bundesgerichtshofs die Entscheidungen sämtlicher Instanzen aus dem Bereich
der ordentlichen Gerichtsbarkeit sowie ca. 220 Fachzeitschriften aus und stellt
jährlich über 50.000 Entscheidungen, Fundstellen und Anmerkungen in die
[1]
Datenbank ein. Die Entscheidungen des BGH sind dort seit etwa 1984 im
Wesentlichen vollständig erfasst, davor lückenhaft. Der Zugriff auf „juris“ ist
allerdings kostenpVlichtig.

Von den Richtern des Bundesgerichtshofs und den Mitgliedern der


Bundesanwaltschaft werden die Entscheidungssammlungen BGHZ und BGHSt Einige Bände der vollständigen
herausgegeben . Die in gedruckter Form ungefähr halbjährlich respektive Entscheidungssammlung aus dem
jährlich erscheinenden Bände enthalten eine Auswahl der nach Ansicht des Bestand der Bibliothek des BGH
BGH wichtigsten aktuell ergangenen Entscheidungen. Sie werden vom
Bundesgerichtshof in erster Linie zitiert und Vinden sich in nahezu jeder
deutschen Gerichtsbibliothek, sind aber im strengen Sinn keine amtliche Sammlung. Die früher ebenfalls in
gedruckter Form herausgegebene Entscheidungssammlung BGHR, eine nach Paragraphen sortierte Sammlung
wichtiger BGH-­‐Entscheidungen, wird hingegen nur noch digital herausgegeben . Lediglich der Veröffentlichung von
BGH-­‐Entscheidungen  – zum Teil mit Besprechung  – ist die vierzehntäglich erscheinende Zeitschrift BGH-­‐Report
gewidmet. Daneben veröffentlichen die führenden juristischen Fachzeitschriften regelmäßig Entscheidungen des
Bundesgerichtshofs.

Die Pressestelle des BGH veröffentlicht häuVig Pressemitteilungen zu anstehenden und ergangenen Entscheidungen
sowie zum Zu-­‐ und Abgang von Richtern oder zur Ernennung von Vorsitzenden.

Literatur
Karlmann Geiß, Kay Nehm, Hans Erich Brandner , Horst Hagen (Hrsg.): Festschrift aus Anlaß des fünfzigjährigen
Bestehens von Bundesgerichtshof, Bundesanwaltschaft und Rechtsanwaltschaft beim Bundesgerichtshof. Heymann,
Köln 2000, ISBN 3-­‐452-­‐24597-­‐7.

Siehe auch

Liste deutscher Gerichte

Reichsgericht (Vorläufer des BGH)

Oberstes Gericht (oberste Gerichte in anderen Staaten)

http://de.wikipedia.org/wiki/Bundesgerichtshof 4.  Januar  2014  10:51:31


Weblinks –  Wikipedia
Bundesgerichtshof   20

 Commons: Bundesgerichtshof (//commons.wikimedia.org/wiki/Category:Bundesgerichtshof?uselang=de)

  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Website des Bundesgerichtshofs (http://www.bundesgerichtshof.de/)

Selbstdarstellung des BGH in Form einer Broschüre auf dem Stand von 2012 (http://

www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Downloads/DE/DerBGH/broschuereBGHAktuell.pdf?__

blob=publicationFile) (PDF; 261   kB)

Einzelnachweise

1. Der Bundesgerichtshof. (http://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Downloads/DE/DerBGH/

broschuereBGHAktuell.pdf?__blob=publicationFile) Bundesgerichtshof, 2009, abgerufen am 17.   November

2012 (PDF).

http://de.wikipedia.org/wiki/Bundesgerichtshof 4.  Januar  2014  10:51:31


Bundesgerichtshof  –  Wikipedia 21
2. Geschäftsverteilung 2013 des Bundesgerichtshofs (http://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/

Downloads/DE/DerBGH/GeschaeftsvertPDF /2013/geschaeftsverteilung2013.pdf?__blob=publicationFile)

(abgerufen am 26. März 2013)

3. Geschäftsverteilung 2012 des Bundesgerichtshofs (http://www.bundesgerichtshof.de/DE/BGH/

Geschaeftsverteilung/Geschaeftsverteilung2012/geschaeftsverteilung2012_node.html) (abgerufen am 11.

März 2012)

4. Geschäftsverteilung 2010 des Bundesgerichtshofs (http://www.bundesgerichtshof.de/DE/BGH/

Geschaeftsverteilung/FruehereJahre /Geschaeftsverteilung2010/Strafsenate2010/strafsenate2010_

node.html) (abgerufen am 12. März 2012)

5. Geschäftsverteilung 2012 des Bundesgerichtshofs (http://www.bundesgerichtshof.de/DE/BGH/

Geschaeftsverteilung/Geschaeftsverteilung2012/geschaeftsverteilung2012_node.html) (abgerufen am 11.

März 2012)

http://de.wikipedia.org/wiki/Bundesgerichtshof 4.  Januar  2014  10:51:31


Bundesgerichtshof  –  Wikipedia 22
6. Tätigkeitsbericht des Bundesgerichtshofs für das Jahr 2012 (http://www.bundesgerichtshof.de/DE/BGH/

Statistik/Taetigkeitsberichte/Taetigkeit2012/taetigkeit2012_node.html) (abgerufen am 24. Juni 2013)

7. Stellenplan des Bundesgerichtshofs 2012

8. Die Präsidenten des Bundesgerichtshofs (http://www.bundesgerichtshof.de/DE/BGH/Praesidenten/

Praesidenten_node.html;jsessionid=24164EFB3E93062A272BDBF635971CBC.2_cid354)

www.bundesgerichtshof.de (abgerufen am 17. November 2012)

9. Geschäftsordnung des Bundesgerichtshofes vom 3. März 1952, veröffentlicht im Bundesanzeiger 83, 30. April

1953, S.  9–10.

10. Handbücher der Justiz seit 1953

11. Besetzung der Senate des Bundesgerichtshofs (http://www.bundesgerichtshof.de/DE/Richter/

BesetzungSenate/besetzungSenate.html) www.bundesgerichtshof.de (abgerufen am 18. November 2012)

http://de.wikipedia.org/wiki/Bundesgerichtshof 4.  Januar  2014  10:51:31


Bundesgerichtshof  –  Wikipedia 23
12. Geschäftsverteilungspläne der fünf Obersten Gerichtshöfe des Bundes Stand 18. November 2012 (abgerufen

am 18. November 2012)

13. Webseite der wissenschaftlichen Mitarbeiter des BGH (http://www.bgh-­‐hiwis.de/ueberuns.htm) (abgerufen

am 17. November 2012)

14. Rechtsanwaltskammer beim Bundesgerichtshof – Zugelassene Rechtsanwälte (http://www.rak-­‐bgh.de/)

(abgerufen am 26. März 2013)

15. BGH, Beschluss vom 5. Dezember 2006 (http://lexetius.com/2006,3756), Az.   AnwZ   2/06, Volltext.

16. BVerfG , Beschluss vom 27. Februar 2008 (http://www.bundesverfassungsgericht .de/entscheidungen/

rk20080227_1bvr129507.html), Az.  1   BvR  1295, Volltext.

17. Bundespatentgericht – Die elektronische Poststelle als erster elektronischer Dienst beim Bundespatentgericht

(http://www.bundespatentgericht.de/cms/index.php?option=com_content&view=article&id=43&Itemid=56)

(abgerufen am 3. Juni 2012)

http://de.wikipedia.org/wiki/Bundesgerichtshof 4.  Januar  2014  10:51:31


Bundesgerichtshof  –  Wikipedia 24
18. XJustiz: Elektronischer Rechtsverkehr mit XML (http://www.xjustiz.de/) (abgerufen am 11. Juni 2012)

19. Verordnung über den elektronischen Rechtsverkehr beim Bundesgerichtshof und Bundespatentgericht

(BGH/BPatGERVV ) (http://www.gesetze-­‐im-­‐internet.de/bundesrecht/bgh_bpatgervv/gesamt.pdf) (abgerufen

am 11. Juni 2012; PDF; 38   kB)

20. Bundesgerichtshof – Elektronischer Rechtsverkehr (http://www.bundesgerichtshof.de/DE/Service/Kontakt/

ElektrRechtsverkehr/elektrRechtsverkehr _node.html) (abgerufen am 11. Juni 2012)

21. Elektronisches Gerichts-­‐ und Verwaltungspostfach – Gerichte / Justizbehörden (http://www.egvp.de/

gerichte/index.php) (www.egvp.de, abgerufen am 11. Juni 2012)

22. Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe – Das Gericht und seine Gebäude (herausgegeben vom

Bundesministerium für Verkehr , Bau-­‐ und Wohnungswesen und vom Bundesgerichtshof, Karlsruhe 2005)

http://de.wikipedia.org/wiki/Bundesgerichtshof 4.  Januar  2014  10:51:31


Bundesgerichtshof  –  Wikipedia 25
23. Bundesgerichtshof Karlsruhe – Neubau Empfangsgebäude mit Sitzungssaal (Herausgeber : Staatliches

Hochbauamt Baden-­‐Baden Bundesbau für das Bundesministerium für Verkehr , Bau und Stadtentwicklung,

2012)

24. Bibliothek des Bundesgerichtshofs in Zahlen 2011 (http://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/

Downloads/DE/Bibliothek/Bibliotheksstatistik/geschaeftsjahr2011.pdf?__blob=publicationFile) (abgerufen am

3. Juni 2012)

25. Entscheidungen des Bundesgerichtshofs (http://www.bundesgerichtshof.de/DE/Entscheidungen/

EntscheidungenVor2000/entscheidungenVor 2000.html) (abgerufen am 3. Juni 2012)

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Normdaten   (Körperschaft): GND: 35118-­‐0

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Bundesgerichtshof  –  Wikipedia 26
Kategorien: Bundesgerichtshof Gericht der ordentlichen Gerichtsbarkeit Bundesgericht (Deutschland)

Gericht (Karlsruhe)

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