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Bundesrat (Deutschland) – Wikipedia http://de.wikipedia.

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Bundesrat (Deutschland) Koordinaten: 52° 30′ 33,3″ N, 13° 22′ 52,8″ O

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Der Bundesrat
Bundesrat
ist ein

Staatliche Ebene Bund


Stellung Verfassungsorgan
Gründung 23. Mai 1949
Hauptsitz Preußisches Herrenhaus, Berlin
Vorsitz Bundesratspräsident Winfried Kretschmann
(Baden-Württemberg)
Website bundesrat.de (http://www.bundesrat.de/)

Verfassungsorgan der
Bundesrepublik Deutschland,
durch das die Länder bei der
Gesetzgebung und Verwaltung
des Bundes sowie in
Angelegenheiten der
Europäischen Union mitwirken.
Jedes Land ist durch Mitglieder
seiner Landesregierung im
Bundesrat vertreten. Auf diese
Weise werden die Interessen Ehemaliges Preußisches Herrenhaus,
der Länder bei der politischen Sitz des Bundesrates
Willensbildung des
Gesamtstaates berücksichtigt. Der Bundesrat ist damit auch ein
Ausdruck des Föderalismus in Deutschland, der nach der so genannten
Ewigkeitsklausel des Art. 79 Abs. 3 GG nicht wesentlich geändert oder
gar abgeschafft werden kann.

Inhaltsverzeichnis
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1 Sitz
2 Funktionen
2.1 Gesetzgebung
2.1.1 Zustimmungsgesetze
2.1.2 Einspruchsgesetze
2.1.3 Verordnungen und Verwaltungsvorschriften
2.2 Europäische Union
2.3 Ausnahmefälle
2.3.1 Verteidigungsfall
2.3.2 Innerer Notstand
2.3.3 Gesetzgebungsnotstand
2.4 Sonstige Befugnisse und Rechte
2.4.1 Wahl der Verfassungsrichter
2.4.2 Organklage
2.4.3 Kompetenzkontrollverfahren
2.4.4 Präsidentenanklage
2.4.5 Mitwirkung in Personalfragen
3 Organisation
3.1 Präsident und Präsidium
3.2 Mitglieder und Stimmenverteilung auf die Länder
3.3 Stimmenverteilung auf die Parteien
3.4 Aktuelle Situation für die Bundesregierung
3.5 Ständiger Beirat
3.6 Ausschüsse
3.6.1 Zusammensetzung
3.6.2 Sitzungen und Beschlussfassung
3.7 Sekretariat
4 Arbeitsweise
4.1 Einberufung des Plenums
4.2 Vorbereitung und Ablauf der Plenarsitzung
4.3 Arbeitsatmosphäre
4.4 Stimmabgabe
4.4.1 Einheitlichkeit
4.4.2 Weisungsgebundenheit
4.4.3 Stimmführerschaft
4.4.4 Art der Abstimmung
5 Stellung des Bundesrates
6 Siehe auch
7 Literatur
8 Weblinks
9 Einzelnachweise

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Sitz
Der Bundesrat – nur zu Beginn der
Bundesrepublik Deutschland offiziell mit der
Bezeichnung „Deutscher Bundesrat“, heute
nicht mehr[1] – hat seit dem Umzug im Jahr
2000 von Bonn nach Berlin seinen Sitz im
ehemaligen Preußischen Herrenhaus.

Im Plenarsaal nehmen die Mitglieder des


Plenarsaal des
Bundesrates in 16 Sitzblöcken
hufeisenförmig Platz. Jedem Land steht ein Bundesrates
Block mit je sechs Sitzplätzen zur
Verfügung. An der Stirnseite des Plenarsaales etwas erhöht ist der Platz
des Präsidiums, das die Sitzung leitet. Vor diesem steht das Rednerpult,
davor wiederum sitzen die Stenografen. Vom Präsidium aus gesehen
rechts ist die Bank für Mitglieder der Bundesregierung und ihrer
Beauftragten. Zur Linken des Präsidiums sitzen Mitarbeiter des
Bundesrates. Die Plätze sind in alphabetischer Reihenfolge der
Ländernamen angeordnet: Vom Präsidium aus rechts außen sitzen die
Bundesratsmitglieder Baden-Württembergs, links außen schließlich
diejenigen aus Thüringen.

An den Seiten und an der Rückwand des Saales befinden sich Sitzplätze
für Beauftragte der Länder und des Bundes. Schließlich befinden sich
oberhalb des Saales an den Seitenwänden die Pressetribünen und an
der Rückseite die Besuchertribüne. Oberhalb des Präsidiums sind an der
Stirnwand die Länderwappen in alphabetischer Reihenfolge der Länder
angebracht.

Von der Gründung der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 1949 an bis


zum Umzug im Sommer 2000 nach Berlin war der Bundesrat im
Nordflügel des Bundeshauses in Bonn untergebracht. Im dortigen
Plenarsaal hatte 1948/49 schon der Parlamentarische Rat das
Grundgesetz erarbeitet. Der Bundesrat unterhält dort eine Außenstelle, in
der sich die Zentrale Stelle der Länder in Europaangelegenheiten
befindet. Außerdem treten hier regelmäßig die Fachausschüsse
zusammen, deren zuständige Bundesressorts nach dem Berlin/Bonn-
Gesetz ihren ersten Dienstsitz in Bonn behalten haben. Es sind der

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Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und


Reaktorsicherheit, der Ausschuss für
Agrarpolitik und Verbraucherschutz sowie
der Ausschuss für Kulturfragen, die immer
dann in Bonn tagen, wenn nicht zeitgleich
der Deutsche Bundestag seine Ausschuss-
und Plenarwoche hat.

Bundesratsgebäude in
Funktionen Bonn (Außenstelle)

Das Grundgesetz formuliert den Auftrag


des Bundesrates in Art. 50 mit knappen Worten wie folgt: „Durch den
Bundesrat wirken die Länder bei der Gesetzgebung und Verwaltung des
Bundes und in Angelegenheiten der Europäischen Union mit.“ Die
Länder, vertreten durch die Landesregierungen, handeln im Bundesrat
und wirken auf diese Weise in den genannten Bereichen mit, wobei die
Arten der Mitwirkung jeweils unterschiedlich ausgestaltet sind.

Der Parlamentarische Rat hatte für den Bundesrat zunächst auch den
Namen Länderkammer diskutiert (als Gegensatz zur ebenfalls
vorgeschlagenen Volkskammer als Bezeichnung für den Bundestag),
dies wurde später jedoch wieder verworfen.[2] Auch heute wird der
Bundesrat gelegentlich als „zweite Kammer“ bezeichnet. Er ist dennoch
nach dem Grundgesetz ein eigenständiges Verfassungsorgan des
Bundes und „nicht eine zweite Kammer eines einheitlichen
Gesetzgebungsorgans, die gleichwertig mit der ‚ersten Kammer‘
entscheidend am Gesetzgebungsverfahren beteiligt wäre“.[3]

Gesetzgebung

→ Hauptartikel: Gesetzgebungsverfahren (Deutschland)

Der Bundesrat hat neben der Bundesregierung und dem Bundestag das
Recht zur Gesetzesinitiative. Beschließt er einen Gesetzentwurf, so wird
dieser zunächst der Bundesregierung zugeleitet, die hierzu Stellung
nehmen kann. Der Entwurf sowie die Stellungnahme sind dem
Bundestag in der Regel innerhalb von sechs – in bestimmten Fällen
innerhalb von drei bzw. neun – Wochen zuzuleiten.

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Schema des Gesetzgebungsverfahrens

Gesetzentwürfe der Bundesregierung werden zunächst dem Bundesrat


zugeleitet, der im ersten Durchgang hierzu Stellung nehmen kann. Auch
hier gilt regelmäßig eine Frist von sechs (in besonderen Fällen drei oder
neun) Wochen. Die Bundesregierung kann zu der Stellungnahme des
Bundesrates eine Gegenäußerung abgeben, bevor sie den
Gesetzentwurf beim Deutschen Bundestag einbringt.

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Die Beteiligung des Bundesrates im so genannten zweiten Durchgang


unterscheidet sich dahingehend, ob das vom Bundestag beschlossene
Gesetz die Zustimmung des Bundesrates benötigt, um in Kraft treten zu
können. Ein solches Gesetz wird auch als „Zustimmungsgesetz“ oder
„zustimmungsbedürftiges Gesetz“ bezeichnet. Bei allen übrigen
Gesetzen kann der Bundesrat nach Durchführung eines
Vermittlungsverfahrens Einspruch einlegen. Diese Gesetze werden
daher als „Einspruchsgesetze“ bezeichnet.

Die Zustimmungsbedürftigkeit ergibt sich aus dem Grundgesetz und


betrifft drei Arten von Gesetzen:

Gesetze zur Änderung der Verfassung (hier ist für die Zustimmung
eine Zweidrittelmehrheit erforderlich, das sind derzeit mindestens 46
Stimmen),
Gesetze mit Auswirkungen auf die Finanzen der Länder (z. B.
Steuergesetze, die Auswirkungen auf die Einnahmen der Länder
haben oder Gesetze, die die Länder zu Ausgaben oder
Sachleistungen verpflichten) und
Gesetze mit Auswirkungen auf die Organisations- oder
Verwaltungshoheit der Länder

Nach der vom Bundesverfassungsgericht bestätigten „Einheitsthese“[4]


erstreckt sich die Zustimmungsbedürftigkeit immer auf das Gesetz in
seiner Gesamtheit und nicht nur auf einzelne Vorschriften, die die
Zustimmungsbedürftigkeit auslösen.

Von der Gründung der Bundesrepublik Deutschland bis zum Ende der
15. Legislaturperiode des Bundestages sind 3362 Zustimmungsgesetze
(etwa 53 %) und 2973 Einspruchsgesetze in Kraft getreten.[5][6] Der
Anteil der zustimmungsbedürftigen Gesetze hat sich in der 16.
Wahlperiode (2005–2009) auf 41,7 % verringert,[7] was mit der am 1.
September 2006 in Kraft getretenen Föderalismusreform
zusammenhängen dürfte.

Zustimmungsgesetze

Bei zustimmungsbedürftigen Gesetzen sieht das Grundgesetz für den


Bundesrat drei Entscheidungsmöglichkeiten vor:[8]

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Er stimmt dem Gesetz zu.


Er verlangt die Einberufung des Vermittlungsausschusses.
Er stimmt dem Gesetz nicht zu.

Kommt im Vermittlungsausschuss keine Einigung zustande („unechtes


Ergebnis“) und stimmt der Bundesrat diesem unechten Ergebnis nicht zu
oder entscheidet sich der Bundesrat ohne Vermittlungsausschuss zu
einem „Nein“, so ist das Gesetz dann gescheitert, wenn weitere
Anrufungen des Vermittlungsausschusses (durch die Bundesregierung
oder den Deutschen Bundestag) zum selben Ergebnis, also zur
Nichtzustimmung im Bundesrat, führen.

Der Vermittlungsausschuss kann also dreimal (durch Bundesrat,


Deutschen Bundestag und Bundesregierung) einberufen werden und hat
seine Entscheidungen „in angemessener Frist“ zu fassen.
Zustimmungserforderliche Gesetze sind ausdrücklich im Grundgesetz
genannt – beispielsweise die Finanzhilfen nach 104b. Bei der formellen
Verfassungsmäßigkeit ist eine Prüfung der Voraussetzungen nicht
erforderlich. Die reine Gesetzgebungskompetenz ist notwendig.[9]

Einspruchsgesetze

Bei Gesetzen, die zu ihrem Inkrafttreten nicht die Zustimmung des


Bundesrates benötigen, hat der Bundesrat weniger Einfluss, da sein
Votum vom Bundestag überstimmt werden kann. Ist er mit dem Gesetz
nicht einverstanden, kann er zunächst den Vermittlungsausschuss
einberufen und versuchen, hier eine Einigung mit dem Bundestag zu
erzielen. Schlägt der Vermittlungsausschuss Änderungen vor, müssen
diese zunächst vom Bundestag beschlossen werden, bevor der
Bundesrat abschließend entscheidet, ob er gegen das nunmehr
geänderte Gesetz Einspruch einlegt oder nicht. Macht der
Vermittlungsausschuss keine Änderungsvorschläge oder kommt eine
Einigung nicht zustande, entscheidet der Bundesrat ohne erneute
Beteiligung des Bundestages über einen Einspruch gegen den noch
unveränderten Gesetzesbeschluss.

Über einen Einspruch muss der Bundesrat innerhalb von zwei Wochen
beschließen, wobei die Frist mit dem Eingang des
Änderungsbeschlusses des Bundestages oder mit der Mitteilung des

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Vorsitzenden des Vermittlungsausschusses über das Ergebnis des


Vermittlungsverfahrens beginnt.

Ein Einspruch des Bundesrates kann vom Deutschen Bundestag


überstimmt werden. Beschließt der Bundesrat den Einspruch mit
absoluter Mehrheit (insgesamt hat der Bundesrat 69 Stimmen, absolute
Mehrheit = 35 Stimmen, Zweidrittelmehrheit = 46), kann der Einspruch
nur mit der absoluten Mehrheit im Bundestag (Mehrheit der Mitglieder =
Kanzlermehrheit) abgewiesen werden. Legt der Bundesrat den
Einspruch mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit ein, müssen für die
Zurückweisung des Einspruchs im Bundestag zwei Drittel der
abgegebenen Stimmen zusammenkommen, mindestens jedoch die
Stimmen der Hälfte aller Mitglieder. Weist der Bundestag den Einspruch
nicht zurück, ist das Gesetz gescheitert.

Verordnungen und Verwaltungsvorschriften

Unterhalb der Ebene eines Bundesgesetzes gibt es Rechtsverordnungen


des Bundes, die je nach Verordnungsermächtigung der Zustimmung des
Bundesrates – gegebenenfalls auch des Deutschen Bundestages –
bedürfen. Diese Verordnungen werden in der Regel durch einen
Bundesminister erlassen.

Die Zustimmung des Bundesrates zu Bundesverordnungen ist nach


Art. 80 Abs. 2 des Grundgesetzes der Fall,

wenn die Ermächtigung zum Erlass der Verordnung in einem


Zustimmungsgesetz, also einem Gesetz, das die Zustimmung des
Bundesrates bedarf, ergangen ist;
wenn die Verordnung von den Ländern als eigene Angelegenheit
oder im Auftrag des Bundes ausgeführt wird, was aufgrund des
Art. 83 und des Art. 85 der Fall ist;
bei bestimmten Verordnungen auf dem Gebiet des Postwesens, der
Telekommunikation und des Eisenbahnwesens.

Wird dem Bundesrat ein Verordnungsentwurf zugeleitet, so kann er


diesem zustimmen, nach „Maßgaben von Änderungen“ zustimmen, nicht
zustimmen oder die Beratung vertagen.

Der Bundesrat kann auch Entwürfe für Rechtsverordnungen des Bundes


beschließen, die seiner eigenen Zustimmung bedürfen. Beschlüsse zu

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eigenen Rechtverordnungsentwürfen werden anschließend der


Bundesregierung übergeben.

Auch für Allgemeine Verwaltungsvorschriften ist in der Regel eine


Zustimmung des Bundesrates erforderlich. Dies sind behördeninterne
Rechtsvorschriften, die weitere Definitionen und Modalitäten zur
einheitlichen Rechtsanwendung enthalten. Verwaltungsvorschriften
entfalten keine unmittelbare Rechtswirkung und sind dann
zustimmungsbedürftig, wenn die Länder Bundesgesetze als eigene
Angelegenheit oder im Auftrag des Bundes ausführen.

Europäische Union

Mit dem weiteren Zusammenwachsen Europas werden mehr und mehr


staatliche Kompetenzen auf die Europäische Union übertragen. In viele
Lebensbereiche kann die EU unmittelbar oder mittelbar durch den Erlass
von Vorschriften eingreifen. Ganz ähnlich wie die Länder bei
innerstaatlichen Maßnahmen ein Mitspracherecht bei der Gesetzgebung
des Bundes haben, werden bei Maßnahmen der EU die Regierungen der
einzelnen Mitgliedstaaten beteiligt. Nach Art. 23 Abs. 4 des
Grundgesetzes ist in diesen Fällen der Bundesrat an der Willensbildung
des Bundes zu beteiligen, soweit er an einer entsprechenden
innerstaatlichen Maßnahme mitzuwirken hätte oder soweit die Länder
innerstaatlich zuständig wären.

Soll in der EU also ein Rechtsgebiet geregelt werden, bei dem die
Länder auf nationaler Ebene ein Mitspracherecht hätten, so ist der
Bundesrat in Korrespondenz mit dem Grad seines innerstaatlichen
Mitspracherechts auch auf europäischer Ebene zu beteiligen. Dies kann
so weit gehen, dass der Bundesrat den deutschen Vertreter im Rat der
Europäischen Union bestimmt; hierbei ist nur die Beteiligung und die
Abstimmung mit der Bundesregierung vorgesehen und die Wahrung
gesamtstaatlicher Interessen zu sichern.

Art. 52 des Grundgesetzes ermöglicht es dem Bundesrat seit 1992, eine


Europakammer einzurichten, deren Beschlüsse in EU-Angelegenheiten
als Beschlüsse des Bundesrates gelten. Jedes Land entsendet ein
Mitglied oder ein stellvertretendes Mitglied des Bundesrates in die
Europakammer. Die Stimmenanzahl eines Landes in der Europakammer

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ist identisch mit derjenigen im Plenum des Bundesrates. Die


Europakammer kann auch im Wege einer schriftlichen Umfrage
entscheiden. Da der Bundesrat im Drei-Wochen-Rhythmus
zusammentritt, gab es kaum so dringliche Fälle, dass die Europakammer
zwischenzeitig einberufen werden musste.

Ausnahmefälle

In bestimmten verfassungsrechtlichen Ausnahmesituationen hat der


Bundesrat weitere Aufgaben, Befugnisse und Rechte, die nur sporadisch
anfallen und daher nur selten oder bislang noch nicht zur Anwendung
gekommen sind.

Verteidigungsfall

→ Hauptartikel: Verteidigungsfall (Deutschland)

Der Bund hat auf der Grundlage der Notstandsgesetze[10] im


Verteidigungsfall das Recht der konkurrierenden Gesetzgebung auch für
die Gebiete, die zur Gesetzgebungszuständigkeit der Länder gehören.
Entsprechende Gesetze bedürfen der Zustimmung des Bundesrates.
Das Gesetzgebungsverfahren kann mittels einer gemeinsamen Beratung
eines Gesetzentwurfes durch Bundestag und Bundesrat beschleunigt
werden.

Wahlperioden der Länderparlamente (und damit die Amtszeiten der


Landesregierung) enden frühestens sechs Monate nach dem Ende des
Verteidigungsfalls.

Ist der Bundestag im Verteidigungsfall nicht handlungsfähig, so tritt an


seine Stelle der Gemeinsame Ausschuss. Dieser besteht zu zwei Dritteln
aus Abgeordneten des Bundestages und zu einem Drittel aus Mitgliedern
des Bundesrates. Jedes Land entsendet ein Mitglied des Bundesrates,
das – anders als bei der Mitwirkung an der Gesetzgebung und der
Verwaltung des Bundes sowie in Angelegenheiten der Europäischen
Union – an Weisungen nicht gebunden ist. Dem gemeinsamen
Ausschuss gehören neben den 16 Mitgliedern des Bundesrates weitere
32 Mitglieder des Bundestages an; er hat damit insgesamt 48 Mitglieder.
Sind die Voraussetzungen für den Zusammentritt des Gemeinsamen

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Ausschusses gegeben, so nimmt er die Aufgaben und Befugnisse des


Bundestages und des Bundesrates einheitlich wahr. Auch die
Feststellung des Verteidigungsfalles kann vom Gemeinsamen Ausschuss
getroffen werden. Gesetze des Gemeinsamen Ausschusses werden
durch Beschluss des Bundestages mit Zustimmung des Bundesrates
aufgehoben; der Bundesrat kann verlangen, dass der Bundestag
hierüber beschließt.

Die Aufhebung des Verteidigungsfalls bedarf der Zustimmung des


Bundesrates. Dieser kann verlangen, dass der Bundestag hierüber
beschließt.

Innerer Notstand

Im Falle eines inneren Notstandes,[11] z. B. bei Naturkatastrophen oder


bei Gefahr für den Bestand eines Landes oder des Bundes oder deren
freiheitlich demokratischer Grundordnung, kann die Bundesregierung
Streitkräfte zur Unterstützung der Polizeikräfte der Länder und der
Bundespolizei beim Schutz von zivilen Objekten und bei der Bekämpfung
organisierter und militärisch bewaffneter Aufständischer einsetzen. Ein
Land kann in diesem Falle Polizeikräfte anderer Länder sowie Kräfte und
Einrichtungen anderer Verwaltungen und der Bundespolizei anfordern.
Die Bundesregierung kann die Polizei eines Landes und die Polizeikräfte
anderer Länder ihren Weisungen unterstellen sowie Einheiten der
Bundespolizei einsetzen, wenn das gefährdete Land nicht selbst zur
Bekämpfung der Gefahr bereit oder in der Lage ist.

Der Einsatz von Streitkräften sowie die Unterstellung der Polizeikräfte


der Länder unter die Weisungsbefugnis der Bundesregierung sind
jederzeit einzustellen, wenn der Bundesrat es verlangt.

Gesetzgebungsnotstand

Scheitert eine Vertrauensfrage des Bundeskanzlers und löst der


Bundespräsident den Bundestag nicht auf, so kann der Bundespräsident
auf Antrag der Bundesregierung und mit Zustimmung des Bundesrates
den Gesetzgebungsnotstand ausrufen, wenn die Vertrauensfrage mit
einem Gesetzentwurf verbunden war. Gleiches gilt, wenn der Bundestag
nach der Vertrauensfrage einen von der Bundesregierung als dringlich

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bezeichneten Gesetzentwurf ablehnt oder zu lange nicht behandelt.

Lehnt der Bundestag die Gesetzesvorlage nach Erklärung des


Gesetzgebungsnotstandes erneut ab oder nimmt er sie in einer für die
Bundesregierung als unannehmbar bezeichneten Fassung an, so gilt das
Gesetz als zustande gekommen, soweit der Bundesrat ihm zustimmt.
Das Grundgesetz kann durch dieses Verfahren weder geändert noch
ganz oder teilweise außer Kraft oder außer Anwendung gesetzt werden.

Der Bundesrat wird hierdurch zu einem Notparlament, das die


Handlungsfähigkeit der Minderheitsregierung sicherstellen soll. Der
Bundestag kann jederzeit einen neuen Bundeskanzler wählen und damit
den Gesetzgebungsnotstand beenden. Auch die übrigen Kompetenzen
des Bundestages, wie z. B. das Einbringen und Verabschieden von
Gesetzen, bleiben bestehen. Auf diese Weise können die über den
Gesetzgebungsnotstand verabschiedeten Gesetze auch wieder außer
Kraft gesetzt werden, falls sich eine konstruktive Mehrheit dafür im
Bundestag findet.

In der Geschichte der Bundesrepublik ist der Gesetzgebungsnotstand


noch nie ausgerufen worden.

Sonstige Befugnisse und Rechte

Neben den konkreten Aufgaben und Zuständigkeiten, die das


Grundgesetz dem Bundesrat zuweist, hat der Bundesrat eine Reihe von
verfassungsrechtlichen Funktionen.

Wahl der Verfassungsrichter

Art. 94 GG sieht vor, dass je die Hälfte der Richter des


Bundesverfassungsgerichts vom Bundestag und vom Bundesrat gewählt
werden. Während für die vom Bundestag zu wählenden Richter gemäß
§ 6 BVerfGG der, aus zwölf Abgeordneten bestehender, Wahlausschuss
gebildet wird, werden die vom Bundesrat zu berufenden Richter gemäß
§ 7 BVerfGG aus dem Plenum mit mindestens zwei Dritteln der Stimmen
gewählt. Wegen der erforderlichen Zweidrittelmehrheit ist die Wahl der
Verfassungsrichter durch den Bundesrat nur möglich, wenn ein breiter
Konsens im Plenum besteht.

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Organklage

Für die sich aus der Stellung als Verfassungsorgan ergebenden


Streitigkeiten mit anderen Verfassungsorganen über den Umfang der
gegenseitigen Rechte und Pflichten ist der Bundesrat zur Organklage vor
dem Bundesverfassungsgericht befugt.[12] Bisher hat der Bundesrat
zweimal von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht:

Im ersten Fall war der Antrag gegen den Bundespräsidenten gerichtet,


der das Gesetz über die Stiftung Preußischer Kulturbesitz vom 25. Juli
1957 entgegen der Auffassung des Bundesrates für nicht
zustimmungsbedürftig hielt. Der Bundesrat hat die Klage jedoch
zurückgenommen, nachdem das Bundesverfassungsgericht das Gesetz
in einem Parallelverfahren für verfassungsmäßig bestätigt hat.

Im zweiten Fall wandte sich der Bundesrat gegen die Bundesregierung


und deren „Apostillenverordnung“ vom 23. Februar 1966. Auch hier war
die Zustimmungsbedürftigkeit strittig.[13]

Kompetenzkontrollverfahren

Im Bereich der konkurrierenden Gesetzgebung hat der Bund die


Gesetzgebungskompetenz zur Regelung bestimmter
Lebenssachverhalte nur, wenn und soweit die Herstellung gleichwertiger
Lebensverhältnisse im Bundesgebiet oder die Wahrung der Rechts- oder
Wirtschaftseinheit im gesamtstaatlichen Interesse eine
bundesgesetzliche Regelung erforderlich macht. Für Streitigkeiten über
die Frage, ob diese Voraussetzungen vorliegen, ist der Bundesrat neben
den Landesregierungen und den Länderparlamenten zur Klage vor dem
Bundesverfassungsgericht befugt.[14]

Präsidentenanklage

Der Bundesrat kann – ebenso wie der Bundestag – den


Bundespräsidenten vor dem Bundesverfassungsgericht anklagen, wenn
er der Auffassung ist, dass der Bundespräsident vorsätzlich das
Grundgesetz oder ein anderes Bundesgesetz verletzt hat. Der von einem
Viertel der Mitglieder des Bundesrates oder des Bundestages zu

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stellende Antrag bedarf zu seiner Annahme jeweils einer


Zweidrittelmehrheit (Art. 61 GG). Das Bundesverfassungsgericht kann
den Bundespräsidenten – im Wege der einstweiligen Anordnung auch
bereits im laufenden Verfahren – des Amtes entheben. Seit Bestehen der
Bundesrepublik Deutschland kam es noch zu keiner Präsidentenanklage.

Mitwirkung in Personalfragen

Der Bundesrat wirkt bei der Bestellung diverser Amtsträger und Organen
des Bundes in verschiedener Intensität mit. Im Einvernehmen mit der
Bundesregierung schlägt der Bundesrat nach § 7 BBankG die Hälfte der
Mitglieder des Vorstandes der Bundesbank vor, nach § 379 SGB 3
benennt er drei Mitglieder der Gruppe der öffentlichen Körperschaften im
Verwaltungsrat der Bundesagentur für Arbeit. Nach § 149 GVG bedürfen
die Vorschläge des Bundesministers der Justiz für das Amt des
Generalbundesanwalts und der Bundesanwälte der Zustimmung des
Bundesrates. Weitere Nominierungsrechte beziehen sich auf den
Finanzplanungsrat, die Rundfunkräte der Deutschen Welle und des
Deutschlandfunks sowie den Beirat bei der Bundesnetzagentur.

Organisation
Präsident und Präsidium

Das Präsidium besteht aus dem Bundesratspräsidenten und zwei


Vizepräsidenten. Nach der Geschäftsordnung wählt der Bundesrat sein
Präsidium jeweils für ein Jahr neu. Bereits im Jahre 1950 hat man sich
mit der Königsteiner Vereinbarung auf eine Reihenfolge geeinigt, nach
der diese repräsentativen Ämter besetzt werden sollen: Beginnend mit
dem Land mit den meisten Einwohnern werden jeweils die
Ministerpräsidenten der Länder in absteigender Reihenfolge ihrer
Einwohnerzahlen zum Präsidenten gewählt. Veränderungen in der
Bevölkerung werden hier vernachlässigt. Dadurch weicht die Reihenfolge
mittlerweile teilweise von der Bevölkerungsgröße ab. Nach einem
entsprechenden Schlüssel werden auch die Vizepräsidenten bestimmt.
Präsident und Vizepräsidenten werden regelmäßig einstimmig gewählt.
Sie treten ihr Amt jeweils zu Beginn des Geschäftsjahres am 1.
November eines jeden Jahres an. Scheidet ein Ministerpräsident aus

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dem Amt, so gibt er auch sein Amt als Bundesratspräsident auf. Sein
Nachfolger als Ministerpräsident folgt ihm auch ins Präsidium des
Bundesrates nach. Auf diese Weise ist das Amt des
Bundesratspräsidenten wechselnden Mehrheitsverhältnissen und
parteipolitischen Diskussionen entzogen. Außerdem entspricht dies dem
föderalen Prinzip, wonach jedes Land unabhängig von Größe oder
Einwohnerzahl gleichrangig ist und den Präsidenten stellt.

Der Präsident vertritt die Bundesrepublik Deutschland in allen


Angelegenheiten des Bundesrates. Er ist oberste Dienstbehörde der
Bundesratsbeamten und er übt das Hausrecht aus. Das Präsidium ist für
die Aufstellung des Haushaltes des Bundesrates verantwortlich.
Außerdem richtet es jährlich die offiziellen Feierlichkeiten zum Tag der
Deutschen Einheit (3. Oktober) in der Hauptstadt des den Präsidenten
stellenden Landes aus.

Der Bundesratspräsident nimmt nach Art. 57 des Grundgesetzes die


Aufgaben des Bundespräsidenten wahr, wenn dieser verhindert ist oder
vorzeitig aus dem Amt scheidet. Während er als Bundespräsident
amtiert, ist er an der Ausübung seines Amtes als Bundesratspräsident
gehindert. Die Vizepräsidenten vertreten den Bundesratspräsidenten im
Falle der Verhinderung jeweils nach Maßgabe ihrer Reihenfolge, also
zuerst der erste und danach der zweite Vizepräsident.

Durch Beschluss des Bundesrates vom 8. Juni 2007 wurde die Zahl der
Vizepräsidenten mit Beginn des Geschäftsjahres 2007/2008 von drei auf
zwei verringert. In der Begründung heißt es unter anderem: Die
„Verkleinerung des Präsidiums und Konzentration seiner Aufgaben
ermöglicht eine Verstärkung der Kontinuität der Zusammensetzung des
Präsidiums. Diese Neuerungen lassen positive Auswirkungen auf die
Arbeit des Präsidiums und die Wahrnehmung des Bundesrates
insgesamt erwarten.“[15]

Mitglieder und Stimmenverteilung auf die Länder

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Stimmenverteilung im Bundesrat, Sitzverteilung alphabetisch


Regierungs- Nächste
Land Einwohner[16] Stimmen
parteien Landt.-Wahl
Baden- 6 ██
10.512.441 Grüne, SPD 2016
Württemberg ████
6 ██
Bayern 12.443.372 CSU 2018
████
4 ██
Berlin 3.326.002 SPD, CDU 2016
██
4 ██
Brandenburg 2.453.180 SPD, Linke 2014
██
3 ██
Bremen 652.182 SPD, Grüne 2015

3 ██
Hamburg 1.718.187 SPD 2015

5 ██
Hessen 6.018.000[17] █ █ █ CDU, FDP 2018

Mecklenburg- 3 ██
1.606.899 SPD, CDU 2016
Vorpommern █
6 ██
7.774.253 SPD, Grüne 2018
Niedersachsen ████
Nordrhein- 6 ██
17.544.938 SPD, Grüne 2017
Westfalen ████
4 ██
3.990.033 SPD, Grüne 2016
Rheinland-Pfalz ██
3 ██
Saarland 997.855 CDU, SPD 2017

4 ██
Sachsen 4.054.182 CDU, FDP 2014
██
Sachsen- 4 ██
2.276.736 CDU, SPD 2016
Anhalt ██
Schleswig- 4 ██ SPD, Grüne,
2.802.736 2017
Holstein ██ SSW
4 ██
Thüringen 2.181.603 CDU, SPD 2014
██
gesamt 80.327.900 69

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Bundesrat (Deutschland) – Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Bundesrat_(Deutschland)

1. Präsidium des Bundesrates im Jahr, in dem die Periode mehrheitlich


stattfindet; also das Folgejahr der Wahl

Der Bundesrat besteht aus Mitgliedern der Regierungen der Länder, die
sie bestellen und abberufen. Sie können durch andere Mitglieder ihrer
Regierungen vertreten werden (vgl. Art. 51 GG). Ein Mitglied des
Bundesrates darf nicht gleichzeitig Mitglied des Deutschen Bundestages
sein. Das Mitglied muss einen Sitz und eine Stimme in einer
Landesregierung haben; dies sind die Ministerpräsidenten und Minister
der Flächenländer sowie die Bürgermeister und Senatoren der
Stadtstaaten. Auch Staatssekretäre können dem Bundesrat angehören,
sofern sie Kabinettsrang haben. Jedes Land kann so viele Mitglieder
bestellen, wie es Stimmen hat. Die übrigen Mitglieder der
Landesregierung werden üblicherweise als Stellvertretende Mitglieder
des Bundesrates benannt. Welches Regierungsmitglied ordentliches
oder stellvertretendes Mitglied des Bundesrates wird, entscheidet jede
Landesregierung selbst. Eine Gesamtzahl an ordentlichen Mitgliedern ist
damit in der Verfassung nicht festgelegt, diese ergibt sich erst aus der
aktuellen Anzahl und Einwohnerzahl der Bundesländer.

Die Anzahl der Stimmen für jedes Land ist nach seiner Einwohnerzahl
gestaffelt, ohne diese jedoch proportional abzubilden:

Jedes Land hat mindestens drei Stimmen,


Länder mit mehr als zwei Millionen Einwohnern haben vier Stimmen,
Länder mit mehr als sechs Millionen Einwohnern haben fünf
Stimmen,
Länder mit mehr als sieben Millionen Einwohnern haben sechs
Stimmen.

Nach diesem System sind im Bundesrat derzeit insgesamt 69 Stimmen


durch ordentliche Mitglieder vertreten. Die für Beschlüsse erforderliche
absolute Mehrheit wird mit 35 Stimmen erreicht. Änderungen des
Grundgesetzes sind nach Art. 79 Abs. 2 GG nur bei Zustimmung von
zwei Dritteln der Mitglieder des Bundesrates möglich, also mindestens 46
Stimmen.

Die Stimmenverteilung soll einen Ausgleich zwischen Gleichbehandlung


der Länder einerseits und summarisch exakter Repräsentation der
Länderbevölkerungen andererseits schaffen. Kleine Länder erhalten im
Verhältnis ein größeres Stimmgewicht. Größere Länder haben – bezogen

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auf ihre Einwohnerzahl – ein relativ geringeres Stimmgewicht im


Bundesrat. Die vier größten Länder haben jeweils sechs Stimmen und
können gemeinsam die für Grundgesetzänderungen erforderliche
Zweidrittelmehrheit verhindern („Sperrminorität“). Sie stellen jedoch
alleine nicht die Mehrheit aller Stimmen und können so auch keine
Beschlüsse gegen die restlichen Länder bewirken.

Die Gesamtzahl der Stimmen und ihre Verteilung auf die Länder ist für
die Abstimmungen im Plenum des Bundesrates wichtig, da ein
Beschluss bereits von einer Stimme abhängig sein kann. Veränderungen
in den Einwohnerzahlen wirken sich unmittelbar auf die
Stimmenverteilung im Bundesrat aus, da das Grundgesetz keinen
weiteren rechtsgestaltenden Akt vorsieht. Ein Über- oder Unterschreiten
der Schwellenwerte ändert die Zusammensetzung des Bundesrates
unmittelbar nach der amtlichen Feststellung und Bekanntgabe der
Ergebnisse von Volkszählungen und Bevölkerungsfortschreibungen.[18]
In der Geschichte des Bundesrates hat sich die Stimmenverteilung
bislang nur einmal durch Veränderung der Einwohnerzahl verändert: Am
18. Januar 1996 wurde durch das Hessische Statistische Landesamt
festgestellt, dass Hessen zum Stichtag 31. August 1995 6.000.669
Einwohner hatte. Seit dem 18. Januar 1996 ist das Land daher mit fünf
Stimmen im Bundesrat vertreten.[19]

Die Mitglieder des Bundesrates sind zugleich Mitglieder ihrer


Landesregierung und erhalten für ihre Tätigkeit im Bundesrat keine
Vergütung. Reisekosten werden jedoch erstattet und wie für alle
Mitglieder gesetzgebender Körperschaften des Bundes besteht Anspruch
auf freie Benutzung der Deutschen Bahn AG; derzeit wird den
Betroffenen eine BahnCard 100 First zur Verfügung gestellt.[20]

Stimmenverteilung auf die Parteien

Die Parteien der Regierungskoalitionen der Länder, die die


Bundesregierung (CDU/CSU und FDP) widerspiegeln, haben derzeit im
Bundesrat 15 Stimmen: Die zwei CDU-FDP-Regierungen (9) in Hessen
und Sachsen sowie die CSU-Alleinregierung in Bayern (6).

Rein auf die Opposition entfallen 36 Stimmen, nämlich die SPD mit den
Linken (4) in Brandenburg, die SPD mit den Grünen (19) in Bremen,

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Niedersachsen, Nordrhein-
Westfalen und Rheinland-Pfalz,
die SPD mit Grünen und dem
SSW (4) in Schleswig-Holstein
sowie die Grünen mit der SPD
(6) in Baden-Württemberg. Dazu
kommen die Stimmen der
SPD-Alleinregierung (3) in
Hamburg.

Die 18 Stimmen des neutralen


Lagers entfallen auf fünf Länder
mit Koalitionen der CDU mit der Zusammensetzung des Bundesrates
SPD. Dabei stellt die CDU im (Stand: 19. Februar 2013)
Saarland, in Sachsen-Anhalt
und in Thüringen den
Ministerpräsidenten (11 Stimmen), die SPD in Berlin und Mecklenburg-
Vorpommern (7 Stimmen).

Damit verfügen die Länder unter Landesregierungen von Parteien der


Opposition (SPD, Grüne, Linke, SSW) über die absolute Mehrheit (36
Stimmen) im Bundesrat. Eine andere Möglichkeit für eine absolute
Mehrheit ist die Zusammenarbeit von Union, SPD und FDP (ebenfalls 36
Stimmen) oder Union, SPD und Grünen (52 Stimmen).

Die letztgenannte ist auch die einzige Möglichkeit für eine Zwei-Drittel-
Mehrheit im Bundesrat.

Aktuelle Situation für die Bundesregierung

Infolge der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen 2012 regiert eine


Koalition aus SPD und Grünen im Landtag in Düsseldorf. Schon seit der
Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen am 9. Mai 2010 verfügte die bis
dahin amtierende CDU-FDP-Regierung nicht mehr über eine Mehrheit im
Landtag; SPD und Grüne bildeten am 14. Juli 2010 eine
Minderheitsregierung. Seitdem haben auch die Länder mit einer
CDU-FDP- und CSU-FDP-Regierungskoalition im Bundesrat ihre
gemeinsame Mehrheit verloren.

Nach der Bürgerschaftswahl in Hamburg am 20. Februar 2011 und dem

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# Parteien Länder
Kooperationen mit Zwei-Drittel-Mehrheit
52 ███
Kooperationen mit einfacher Mehrheit
36 ███
36 ████
Kooperationen ohne Mehrheit
32 ███
32 ███
31 ███
28 ██
27 ██
15 ██
7 ██
6 █
3 █

Diese Tabelle stellt mögliche Kooperationen im Bundesrat dar.

Von insgesamt 69 Stimmen werden 35 für eine Mehrheit, 46 für


eine Zwei-Drittel-Mehrheit benötigt.

Gezeigt werden alle möglichen Kooperationen, die die zwei


Kriterien der minimalen Gewinnkoalition erfüllen:

1. Jeder Partner der Kooperation trägt Stimmen bei.


2. Keine echte Teilmenge der Partner erreicht bereits die
entsprechende Mehrheit.

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Legende:
█ CDU/CSU █ SPD █ FDP █ Grüne █ Linke █ SSW

Gewinn der absoluten SPD-Mehrheit wanderten drei weitere Stimmen ins


Oppositionslager. Der vorherige Bruch der Regierungskoalition aus CDU
und Grünen (damals Grün-Alternative Liste) in Hamburg am 28.
November 2010 führte zu einer kurzzeitigen CDU-Minderheitsregierung
in der Hansestadt.

Nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg am 27. März 2011 und


der Bildung einer Regierungskoalition aus Grünen und SPD wanderten
sechs weitere Stimmen aus dem Lager der Bundesregierung in das
Oppositionslager.

Nach der Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin 2011 verlor die
bestehende rot-rote Koalition unter Klaus Wowereit ihre Mehrheit.
Daraufhin bildeten SPD und CDU eine große Koalition, wodurch vier
Stimmen aus dem Oppositionslager (A-Länder) in das neutrale Lager
übergingen.

Die Landtagswahl im Saarland 2012 hatte eine große Koalition aus CDU
und SPD zur Folge, wodurch diese drei Stimmen ins neutrale Lager
gingen. Davor hatte die Ministerpräsidentin des Saarlands Annegret
Kramp-Karrenbauer die bestehende Jamaika-Koalition aufgekündigt, und
die Minister der FDP und der Grünen am 19. Januar 2012 aus der
Regierung entlassen. Dem Kabinett gehörten zeitweise nur noch Minister
der CDU an.

Am 12. Juni 2012 verlor das Lager der Bundesregierung erneut vier
Stimmen an die Opposition durch die Dänen-Ampel in Schleswig-
Holstein.

Bei den Wahlen zum Landtag in Niedersachsen am 20. Januar 2013


verlor die Regierung aus CDU und FDP im Landtag ihre Mehrheit. Seit
dem 19. Februar 2013 regiert dort Rot-Grün unter Stephan Weil (SPD).
Somit hat die Opposition aus SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke
und SSW eine Mehrheit von 36 Stimmen im Bundesrat.

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Ständiger Beirat

Die 16 Bevollmächtigten der Länder beim Bund bilden den Ständigen


Beirat. Dieser tagt nicht öffentlich wöchentlich und unterstützt beratend
das Präsidium insbesondere bei der Vorbereitung der Plenarsitzungen,
bei Fristverkürzungsbitten der Bundesregierung sowie bei
Verwaltungsaufgaben. An den Sitzungen nimmt auch ein Vertreter der
Bundesregierung teil.

Die Bevollmächtigten der Länder beim Bund sind häufig politische


Beamte im Rang eines Staatssekretärs und gehören organisatorisch
zumeist zur Staatskanzlei des jeweiligen Landes.

Ausschüsse

Die ständigen Ausschüsse des Bundesrates


Ausschuss für Agrarpolitik und Verbraucherschutz (AV)
Ausschuss für Arbeit und Sozialpolitik (AS)
Ausschuss für Auswärtige Angelegenheiten (AA)
Ausschuss für Fragen der Europäischen Union (EU)
Ausschuss für Familie und Senioren (FS)
Finanzausschuss (Fz)
Ausschuss für Frauen und Jugend (FJ)
Gesundheitsausschuss (G)
Ausschuss für Innere Angelegenheiten (In)
Ausschuss für Kulturfragen (K)
Rechtsausschuss (R)
Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (U)
Verkehrsausschuss (Vk)
Ausschuss für Verteidigung (V)
Wirtschaftsausschuss (Wi)
Ausschuss für Städtebau, Wohnungswesen und Raumordnung
(Wo)

Die Hauptarbeit des Bundesrates wird in den Ausschüssen geleistet. Ist


eine Vorlage fachlich sehr umfangreich, so kann der entsprechende
Ausschuss nach Geschäftsordnung zunächst einen Unterausschuss
einberufen, der mit seiner Arbeit die fachlichen Votierungen für den
eigentlichen Ausschuss vorbereitet. Ein Unterausschuss wird in der

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Regel mit Experten aus den Landesministerien besetzt.

Alle Vorlagen – mit wenigen Ausnahmen, wie Plenaranträge oder


Vorlagen zur sofortigen Sachentscheidung – werden unabhängig davon,
ob sie von der Bundesregierung, dem Bundestag oder einem Land
stammen, zunächst in den Ausschüssen fachlich beraten bevor sie zur
Beschlussfassung dem Bundesratsplenum vorgelegt werden. Die
Ausschüsse prüfen alle Vorlagen fachlich, beraten Änderungsanträge
und bringen somit die Erfahrung und das Fachwissen der Länder, das
diese bei der Ausführung der Gesetze oder Verordnungen erlangen, in
das Bundesratsverfahren ein. Anders als im Bundesratsplenum hat jedes
Land bei der Abstimmung im Ausschuss nur eine Stimme, d. h. einer
Vorlage kann maximal mit 16 Stimmen zugestimmt werden. Werden
gleich viele Stimmen für und gegen eine Vorlage abgegeben
(Stimmengleichheit), so ist die Vorlage vom Ausschuss abgelehnt.

Der Bundesrat hat 16 ständige Ausschüsse, die im Wesentlichen die


Zuständigkeiten der Bundesministerien widerspiegeln (vgl.
nebenstehende Auflistung; in Klammern ist das Kürzel zur
Kennzeichnung der den Ausschüssen zugewiesenen Drucksachen
aufgeführt).

Die Gesamtzahl der Ausschüsse entspricht seit dem Jahr 1991 der
Anzahl der Bundesländer. Auf diese Weise stellt jedes Land
gleichberechtigt einen Ausschussvorsitz.

Von den auch als Fachausschüsse bezeichneten ständigen


Ausschüssen des Bundesrates sind der Vermittlungsausschuss und der
Gemeinsame Ausschuss abzugrenzen, da diese besonderen Aufgaben
von Verfassungsrang haben und in anderer Besetzung zusammentreten.

Zusammensetzung

Jede Landesregierung sendet einen ständigen Vertreter in jeden


Ausschuss, der dort nur eine Stimme hat. In der Regel werden die
Fachminister der Länder formal auch zu Mitgliedern des
Fachausschusses benannt. So werden z. B. die Innenminister der
Länder in aller Regel zu Mitgliedern des Ausschusses für Innere
Angelegenheiten, die Finanzminister zu Mitgliedern des
Finanzausschusses benannt. In den Ausschuss für auswärtige

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Angelegenheiten und den Verteidigungsausschuss werden die


Regierungschefs der Länder berufen. Diese werden daher auch als
„politische Ausschüsse“ bezeichnet. Die Bestellung und Abberufung der
Ausschussmitglieder obliegt der jeweiligen Landesregierung. Auf diese
Weise werden die Länder in jedem Ausschuss durch ein Mitglied des
Bundesrates, ein stellvertretendes Mitglied oder einen ständigen
Vertreter vertreten. Nur wenige Ausschüsse tagen – wie etwa der
Finanzausschuss – auf Ministerebene. Meist wird in „Beamtenbesetzung“
beraten. Durch die Teilnahme der Ministerialbeamten, die auch innerhalb
einer Ausschusssitzung wechseln können, wird bis auf die Ebene
einzelner Tagesordnungspunkte Expertenwissen in das
Beratungsverfahren eingebracht. Sollte die Beratung einer Vorlage zu
umfangreich oder zu fachlich sein, kann der jeweilige Ausschuss einen
Unterausschuss einsetzen, der dem eigentlichen Ausschuss zuarbeitet.

Sitzungen und Beschlussfassung

Die Ausschüsse des Bundesrates tagen in nicht öffentlichen Sitzungen.


Neben den Mitgliedern oder deren Beauftragten nehmen an den
Sitzungen Mitarbeiter der Ausschussbüros teil, die den Ausschuss
organisatorisch und im Hinblick auf die Rechtsförmlichkeit der
Beratungsgegenstände unterstützen. Ferner haben die Mitglieder der
Bundesregierung das Recht und auf Verlangen die Pflicht, an den
Sitzungen des Bundesrates und seiner Ausschüsse teilzunehmen.[21] Zu
jedem Tagesordnungspunkt erfolgt zunächst eine zusammenfassende
Berichterstattung durch ein Ausschussmitglied und sodann eine
Aussprache, bei der auch Fragen an die Vertreter der Bundesregierung
gestellt werden können. Liegen Änderungsanträge oder Stellungnahmen
der Länder vor, wird zunächst hierüber abgestimmt, bevor in einer
Schlussabstimmung über die Vorlage insgesamt abgestimmt wird. Die
Abstimmungsfrage richtet sich hierbei nach dem Inhalt der Vorlage und
nach dem Stand des Gesetzgebungsverfahrens. Bei Gesetzentwürfen
werden über Stellungnahmen abgestimmt oder keine Einwendungen
erhoben. Bei Gesetzen (z. B. im 2. Durchgang) kommen etwa
Zustimmung, Einberufung des Vermittlungsausschusses, Einspruch oder
Entschließungen in Betracht, bei Berichten der Bundesregierung
hingegen könnte die Empfehlung auf Kenntnisnahme oder
Stellungnahme lauten. Schlägt der Ausschuss eine Änderung oder
Ablehnung der Vorlage vor, so ist dies zu begründen.

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Die Ergebnisse der einzelnen Ausschussberatungen sind die


Empfehlungen an den Bundesrat, die der jeweils federführende
Ausschuss in einer Empfehlungsdrucksache (im Fachjargon auch
„Strichdrucksache“) zusammenstellt.

Sekretariat

Auf der Grundlage der verfassungsrechtlich verankerten


Geschäftsordnungsautonomie hat der Bundesrat ein Sekretariat
eingerichtet, dem alle Bediensteten des Hauses angehören. Im
Bundeshaushalt des Jahres 2009 sind für das Sekretariat insgesamt
195,5 Stellen (117 Planstellen für Beamtinnen und Beamte und 78,5
Stellen für Tarifbeschäftigte) und ca. 21,3 Mio. Euro an
Haushaltsmitteln[22] ausgebracht. Das Sekretariat hat die Aufgabe, als
Parlamentsverwaltung die Arbeit des Bundesrates in personeller,
organisatorischer und technischer Hinsicht zu unterstützen. Hierzu sind
folgende Organisationseinheiten eingerichtet:

Direktor und stellvertretender Direktor


Präsidialbüro, Parlamentarische Beziehungen
Parlamentsdienst, Parlamentsrecht
Büros der Ausschüsse
Presse und Öffentlichkeitsarbeit, Besucherdienst, Eingaben
Informationstechnik
Dokumentation
Verwaltung
Bibliothek
Stenografischer Dienst

Nach seiner Stellung in der Behördenorganisation des Bundes ist das


Sekretariat eine oberste Bundesbehörde, da es keiner anderen
Bundesbehörde nachgeordnet ist.

Arbeitsweise
Einberufung des Plenums

Der Bundesrat tritt regelmäßig etwa alle drei bis vier Wochen,
grundsätzlich freitags um 9.30 Uhr, zusammen. Der Sitzungsrhythmus
wird unter Berücksichtigung des Sitzungskalenders des Deutschen

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Bundestages im Voraus festgelegt. Hierbei steht der Gedanke einer


möglichst effizienten Arbeitsweise im Vordergrund. Da die Mitglieder des
Bundesrates im Hauptamt Mitglieder ihrer Landesregierung sind, muss
die zeitliche Belastung durch die Bundesratssitzungen möglichst gering
gehalten werden. Auch unter Kostenaspekten sollten die
Bundesratsberatungen, die für einen Großteil der Mitglieder mit
erheblichem Reiseaufwand verbunden sind, so rationell wie möglich
organisiert werden. Neben diesen Wirtschaftlichkeitsüberlegungen ergibt
sich aus den in der Verfassung verankerten Fristen im
Gesetzgebungsverfahren (drei, sechs oder neun Wochen) die
Notwendigkeit eines dreiwöchigen Sitzungsrhythmus’. Aufgrund einer
Vereinbarung zwischen dem Bundesrat und dem Deutschen Bundestag
werden Gesetzesbeschlüsse des Bundestages dem Bundesrat terminlich
so zugestellt, dass ihm die Beratungsfristen ungekürzt zur Verfügung
stehen.

Der Präsident beruft den Bundesrat in der Regel mündlich am Ende einer
jeden Plenarsitzung durch Bekanntgabe des nächsten Sitzungstermins
ein. Förmlich erfolgt die Einberufung durch Übersendung bzw.
Veröffentlichung der Tagesordnung. Nach Art. 52 Abs. 2 Satz 2 GG hat
der Präsident das Plenum einzuberufen, wenn die Vertreter von
mindestens zwei Ländern dies verlangen. Die Geschäftsordnung des
Bundesrates hat in § 15 Abs. 1 diese Regelung insoweit erweitert, dass
der Präsident den Bundesrat bereits einberufen muss, wenn ein Land
dies verlangt. In der Praxis wird von diesem Einberufungsverlangen
jedoch kein Gebrauch gemacht.

Vorbereitung und Ablauf der Plenarsitzung

In der Woche vor der Plenarsitzung finden –


neben der Koordinierung in den Ländern
selbst, bei der sich die beteiligten
Landesministerien auf ein einheitliches
Abstimmungsverhalten einigen müssen –
diverse Vorbesprechungen zwischen den
Ländern auf unterschiedlichen Ebenen
statt. So werden auf A- und B-Seite Plenarsitzung des
getrennte Besprechungen auf Bundesrates (1971)
Beamtenebene durchgeführt, um sich

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politisch zu den vorgesehenen Themen zu positionieren und Verbündete


zu finden. Am Mittwoch vor der Plenarsitzung wird in einer gemeinsamen
Vorbesprechung mit Beamten der Landesvertretungen und den
Bundesratsbeamten und am Nachmittag in der Sitzung des Ständigen
Beirats der Ablauf der Plenarsitzung weitestgehend vorbereitet. Dabei
werden die einzelnen Beratungsgegenstände besprochen und
Probeabstimmungen durchgeführt. Landesanträge werden angekündigt,
Redewünsche der Bundesratsmitglieder werden aufgenommen und die
Reihenfolge und eine Zusammenfassung von Abstimmungen werden
festgelegt. Unstrittige Vorlagen, denen nicht mehr als vier Länder
widersprechen und die zumeist politisch weniger bedeutsam sind,
werden in der so genannten „Grünen Liste“ zusammengefasst, über die
mit nur einer Abstimmung Beschluss gefasst wird.

Am Abend vor der Plenarsitzung finden in der Landesvertretung


Rheinland-Pfalz sowie in der Vertretung eines unionsgeführten Landes
(Gastgeberland rotiert) weitere nach A- und B-Seite getrennte
Vorbesprechungen auf höchster politischer Ebene statt, an der die
Ministerpräsidenten sowie die Mitglieder der Bundesregierung
teilnehmen (sog. „Beck-Runde“ und „Merkel-Runde“)[23]. Hier werden
letzte politische Absprachen in Bezug auf die Bundesratssitzung
vorgenommen.

Am Plenartag findet um 9.00 Uhr eine nicht öffentliche Vorbesprechung


im Plenum statt, um insbesondere letzte Abstimmungen und
Organisatorisches zu regeln. Um 9.30 Uhr eröffnet der Präsident die
Sitzung des Bundesrates. Er führt durch die Tagesordnung, die
regelmäßig zwischen 50 und 80 Punkte umfasst. Nach Aufruf der
jeweiligen Tagesordnungspunkte verweist er auf die schriftlich
vorliegenden Ausschussempfehlungen (so genannte
„Strichdrucksachen“) und bittet um Wortmeldungen zur Aussprache.
Redebeiträge werden oftmals zur Straffung der Sitzung zu Protokoll
gegeben. Abschließend wird über die Ausschussempfehlungen und
etwaige Länderanträge abgestimmt, bevor der nächste
Tagesordnungspunkt aufgerufen wird.

Die Mitglieder der Bundesregierung haben das Recht und auf Verlangen
des Bundesrates die Pflicht, an den Beratungen des Bundesrates
teilzunehmen und Rede und Antwort zu einzelnen

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Bundesrat (Deutschland) – Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Bundesrat_(Deutschland)

Beratungsgegenständen zu stehen. In der Praxis kam es noch nie zu


einer förmlichen „Zitierung“. Vielmehr nehmen die Mitglieder der
Bundesregierung ihr Rederecht im Plenum des Bundesrates freiwillig
wahr, um für ihre Vorlagen zu werben.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsweise des Bundesrates weicht stark von der Arbeitsweise des
Bundestages ab. Während bei hitzigen Debatten im Bundestag Beifall,
Zwischenrufe, lauter Protest, Lachen oder scharfe Angriffe auf den
politischen Gegner normal sind, verlaufen die Plenarsitzungen des
Bundesrates betont sachlich und in ruhigem, gemäßigtem Ton. Beifall
und Missbilligungsäußerungen sind unerwünscht und gelten als
stilwidrig.

Stimmabgabe

Das Grundgesetz schreibt in Art. 51 Abs. 3 Satz 2 vor, dass die Stimmen
eines Landes nur einheitlich abgegeben werden können. Dies bedeutet,
dass alle einem Land zustehenden Stimmen gleich lauten müssen, also
„Ja“, „Nein“ oder „Enthaltung“. Da für Beschlüsse mindestens die
absolute Mehrheit der Stimmen (zurzeit 35 Stimmen), bei
Grundgesetzänderungen auch eine Zweidrittelmehrheit erforderlich ist,
werden bei den Abstimmungen nur die Ja-Stimmen gezählt. Damit
wirken Enthaltungen nicht neutral, sondern wie Ablehnungen.

Einheitlichkeit

Im Bundesrat soll der Wille des Landes gegenüber dem Bund


repräsentiert werden. Die Landesregierung muss sich also vor der
Plenarsitzung des Bundesrates darüber einigen, wie sie sich zu jedem
einzelnen Tagesordnungspunkt positioniert. Dies kann
Koalitionsregierungen bei politisch umstrittenen Vorhaben stark belasten.
In den meisten Koalitionsvereinbarungen ist jedoch geregelt, dass sich
das Land bei unterschiedlichen Auffassungen zwischen den
Regierungsparteien im Bundesrat der Stimme enthält. In der Geschichte
des Bundesrates kam es erst zweimal zu einer uneinheitlichen
Stimmabgabe. Im ersten Fall handelte es sich um ein Missverständnis,
das noch in der Sitzung geklärt wurde.[24] Im zweiten Fall handelte es

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Bundesrat (Deutschland) – Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Bundesrat_(Deutschland)

sich um das Abstimmungsverhalten des Landes Brandenburg zum


Zuwanderungsgesetz[25]. In seinem Urteil zum Zuwanderungsgesetz hat
das Bundesverfassungsgericht u. A. die im Grundgesetz zum Ausdruck
kommende Erwartung zur einheitlichen Stimmabgabe dahingehend
konkretisiert, dass bei einem offensichtlichen Dissens zwischen den
Mitgliedern eines Landes die Stimmen dieses Landes als ungültig zu
werten sind. Dies wirkt sich wie eine Enthaltung bzw. eine Nein-Stimme
aus.

Weisungsgebundenheit

Das Gebot der einheitlichen Stimmabgabe legt den Schluss nahe, dass
die Mitglieder bei der Stimmabgabe nicht frei sind. Der Wortlaut des
Grundgesetzes enthält in dieser Frage keine ausdrückliche Regelung.
Allerdings lässt sich die Weisungsgebundenheit der Mitglieder aus
diversen Fundstellen der Verfassung herleiten:

Es sind nicht die Mitglieder, sondern die Länder, die nach Art. 50
durch den Bundesrat bei der Gesetzgebung des Bundes mitwirken.
Art. 51 Abs. 2 spricht von den Stimmen, die jedes Land – und nicht
etwa jedes Mitglied – hat. Nach Absatz 3 kann jedes Land so viele
Mitglieder entsenden, wie es Stimmen hat. Wenn es aber auch
weniger Mitglieder entsenden kann, aber trotzdem alle Stimmen
einheitlich abgeben muss, so folgt daraus, dass die Stimmen den
Willen des Landes – und nicht die des Mitglieds persönlich –
repräsentieren.
Für die Bundesratsmitglieder im Gemeinsamen Ausschuss und im
Vermittlungsausschuss sieht Art. 53a Abs. 1 Satz 3 und Art. 77 Abs.
2 Satz 3 jeweils vor, dass diese nicht an Weisungen gebunden sind.
Wenn diese „Ausnahmen“ schriftlich fixiert sind, lässt sich aus dem
Umkehrschluss folgern, dass die Verfassung unausgesprochen vom
Regelfall der Weisungsgebundenheit ausgeht.

Ferner lässt sich die Weisungsgebundenheit der Mitglieder aus den


Diskussionen im Parlamentarischen Rat über das Modell des
Bundesrates ableiten und sie entspricht langjähriger Übung, die auch
höchstrichterlich bestätigt ist.[26]

Stimmführerschaft

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Die Stimmen werden im Bundesrat durch anwesende Mitglieder


abgegeben. Da die Stimmen eines Landes nur einheitlich abgegeben
werden können, einigen sich die Vertreter eines Landes in der Regel auf
ein Mitglied, das für das Land abstimmt, den so genannten Stimmführer.
Dieser hat keine herausgehobene Position. Er hat lediglich das
Landesvotum im Plenum zu vertreten. Die Stimmführerschaft kann
während der Sitzung auf andere anwesende Mitglieder übertragen
werden. Es genügt, wenn für ein Land ein stimmberechtigtes Mitglied
anwesend ist; es ist nicht notwendig, dass so viele Mitglieder anwesend
sind, wie das Land Stimmen hat.

Das Bundesverfassungsgericht hat 2002 entschieden, dass ein Mitglied


des Bundesrates dem Stimmführer seines Landes widersprechen kann.
In diesem Falle fällt die Stimmführerschaft in sich zusammen und das
Land bringt seinen gespaltenen Abstimmungswillen zum Ausdruck, der
wie eine ungültige Stimme wirkt.[27]

Art der Abstimmung

Im Regelfall stimmen die Mitglieder des Bundesrates durch


Handaufheben ab. Dabei zählt der Präsident die Stimmen aus, die die
jeweiligen Stimmführer vertreten. Hierbei wird er vom Protokollführer und
dem Direktor des Bundesrates unterstützt.

Auf Antrag eines Landes wird durch Aufruf der Länder abgestimmt. In
diesen Fällen – etwa bei Änderungen des Grundgesetzes oder bei
politisch umstrittenen Vorhaben – werden die Länder in alphabetischer
Reihenfolge aufgerufen und die Stimme wird durch Zuruf des
Stimmführers abgegeben. Die Stimmabgabe nach Länderaufruf wird im
Sitzungsprotokoll vermerkt.[28]

Stellung des Bundesrates


Die Stellung des Bundesrates im Machtgefüge der Bundesrepublik
Deutschland, also insbesondere das Verhältnis zum Deutschen
Bundestag und zur Bundesregierung, ist abhängig von den
parteipolitischen Mehrheitsverhältnissen im Bund einerseits und in den
Ländern andererseits. Dieses Machtgefüge wandelt sich möglicherweise

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von Wahl zu Wahl. Sowohl im Deutschen Bundestag als auch im


Bundesrat sind Politiker vertreten, die im Regelfalle einer Partei
angehören und deren politischen Willen vertreten. Insofern wirken sich
die parteipolitischen Machtverhältnisse in den Ländern auf die
Machtverhältnisse des Bundes aus. Die Interessen der 16 Länder sind
nicht immer deckungsgleich mit den Mehrheiten im Deutschen
Bundestag und damit den Interessen des Bundes. Herrschen im Bund
die gleichen politischen Kräfte wie im Bundesrat vor, so wird der
Bundesrat die Vorhaben des Bundes häufiger mittragen als bei
unterschiedlichen Kräfteverhältnissen. Aufgrund der unterschiedlichen
Wahlperioden und Wahltermine im Bund und den Ländern können sich
die politischen Mehrheiten im Bundesrat ständig verändern, während die
Zusammensetzung des Bundestages in einer Legislaturperioden von vier
Jahren zumeist konstant bleibt.

Der Bundesrat soll zum Ausgleich der Interessen und Kräfte von Bund
und Ländern dienen.[29]

Seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland ist die Frage nach dem
Ausmaß des Einflusses des Bundesrates auf die Bundespolitik und damit
des parteipolitischen Einflusses immer wieder Gegenstand politischer
Diskussionen. Dies ist verstärkt in solchen Zeiten der Fall, in denen im
Bundesrat die Mehrheit von den Oppositionsparteien des Deutschen
Bundestages dominiert wird. Die Polarisierung nach den beiden großen
parteipolitischen Linien hat sich in den 1970er Jahren mit der
Abgrenzung zwischen A-Ländern und B-Ländern auch sprachlich
etabliert, als der sozial-liberalen Koalition im Deutschen Bundestag
erstmals eine absolute Mehrheit der Opposition im Bundesrat
gegenüberstand. Die Zeiten, in denen die Regierungsparteien im Bund
auch über eine Mehrheit im Bundesrat verfügten, waren seit 1969 nicht
die Regel, sondern eher die Ausnahme.[30] Bei unterschiedlichen
Mehrheiten kann der Bundesrat zustimmungsbedürftige Gesetze aus
parteipolitischem Kalkül blockieren und auf diese Weise ganze
„Reformvorhaben“ der Regierungskoalition stoppen. Vereinzelt wurden
bereits Gesetze in einen zustimmungsfreien und einen
zustimmungsbedürftigen Teil aufgespalten – so etwa beim
zustimmungsfreien Lebenspartnerschaftsgesetz und beim
zustimmungsbedürftigen Lebenspartnerschaftsergänzungsgesetz.

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Bundesrat (Deutschland) – Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Bundesrat_(Deutschland)

Unter anderem um die Blockademöglichkeiten des Bundesrates zu


begrenzen und dadurch die Effizienz des gesetzgeberischen Handelns
des Bundes zu steigern, beschlossen der Bundesrat und der Deutsche
Bundestag am 17. Oktober 2003, eine Föderalismuskommission
einzusetzen, die Vorschläge für eine umfassende Reform der
Kompetenzen von Bund und Ländern erarbeiten sollte. Erste Ergebnisse
der Kommission flossen in das Gesetz zur Änderung des
Grundgesetzes[31] und das Föderalismusreform-Begleitgesetz[32] ein.

Die Finanzbeziehungen zwischen Bund und Ländern wurden hierbei


thematisch zunächst ausgespart und einer weiteren Kommission
(Kommission von Bundestag und Bundesrat zur Modernisierung der
Bund-Länder-Finanzbeziehungen) vorbehalten, die ihre Beratungen am
5. März 2009 abgeschlossen hat. Die von der Kommission
vorgeschlagenen Rechtsänderungen sind vom Bundestag am 29. Mai
2009 verabschiedet worden, der Bundesrat hat am 12. Juni 2009
zugestimmt. Zentrales Element ist eine grundgesetzlich verankerte
Schuldenregel für Bund und Länder ab dem Haushaltsjahr 2011
(„Schuldenbremse“).

Für den Bürger ist die Funktion, die dem Bundesrat ursprünglich
zugedacht war, aus den zuvor beschriebenen Gründen (Missbrauch als
Oppositionsplattform) schwer zu erkennen, was sich in der politischen
Diskussion (z. B. auf Schulwesen oder Hochschulen bezogen) in der
schimpflichen Bezeichnung „Kleinstaaterei“ spiegelt. Daran lässt sich ein
Regelungsbedürfnis erkennen.

Siehe auch
Geschichte des Bundesrates
Sitzverteilung in den deutschen Landesparlamenten
Liste der Präsidenten des deutschen Bundesrates
Liste der Mitglieder des deutschen Bundesrates
Reichsrat
Bundesrat (Österreich)
Bundesrat (Schweiz)

Literatur

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Bundesrat (Deutschland) – Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Bundesrat_(Deutschland)

Konrad Reuter: Praxishandbuch Bundesrat. Verfassungsrechtliche


Grundlagen, Kommentar zur Geschäftsordnung, Praxis des
Bundesrates. 2. Auflage. C.F. Müller, Heidelberg 2007, ISBN
3-8114-5223-1.
Der Bundesrat (Hrsg.): Der Bundesrat als Verfassungsorgan und
politische Kraft. Neue Darmstädter Verlagsanstalt, Bad Honnef-
Darmstadt 1974, ISBN 3-87576-027-1.
Kerstin Wittmann-Englert, René Hartmann (Hrsg.): Bauten der
Länder. Die Landesvertretungen in Bonn, Berlin und Brüssel,
Kunstverlag Josef Fink, Lindenberg im Allgäu 2013, S. 203-210.
ISBN 978-3-89870-796-1.
Gebhard Ziller, Georg-Berndt Oschatz: Der Bundesrat. 10. Auflage.
Droste, Düsseldorf 1998, ISBN 3-7700-7068-2.

Weblinks
Commons: Bundesrat (Germany) (//commons.wikimedia.org
/wiki/Category:Bundesrat_(Germany)?uselang=de) – Sammlung von
Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur von und über den Bundesrat (https://portal.d-


nb.de/opac.htm?query=atr%3D5054695-8+OR+nid%3D5054695-8&
method=simpleSearch) im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
(http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Nationalbibliothek)
Bundesrat (http://www.bundesrat.de)
Geschäftsordnung des Bundesrates (GOBR)
(http://www.bundesrat.de/nn_9718/SharedDocs/Gesetzestexte
/go__br,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/go_br.pdf) mit
einschlägigen Artikeln des Grundgesetzes (PDF; 192 kB)

Einzelnachweise
1. Archiv des Bundesrates: Akten 3003, Anordnung des
Bundesratspräsidenten Reinhold Maier vom 12. September 1952 zur
Festlegung der Bezeichnung „Bundesrat“
2. 48. Sitzung des Hauptausschusses am 9. Februar 1949, HA-Steno
S. 753.
3. So wörtlich das Bundesverfassungsgericht in einer Entscheidung
aus dem Jahre 1974, vgl. BVerfGE 37, 363, Aktenzeichen 2 BvF 2,
3/73
4. BVerfGE 8, 274
5. Zahlen der auf den Internetseiten des Bundesrates veröffentlichten

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Bundesrat (Deutschland) – Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Bundesrat_(Deutschland)

Gesamtstatistik
6. Konrad Reuter: Praxishandbuch Bundesrat. Verfassungsrechtliche
Grundlagen, Kommentar zur Geschäftsordnung, Praxis des
Bundesrates. Müller Juristischer Verlag, Heidelberg 1991, ISBN
3-8114-6590-2, Teil IV, S. 705
7. Gesamtstatistik der Bundesratsverwaltung (http://www.bundesrat.de
/cln_161/SharedDocs/Downloads/DE/statistik
/gesamtstatistik,templateId=raw,property=publicationFile.pdf
/gesamtstatistik.pdf) (PDF; 61 kB)
8. Art. 77 Abs. 2 und 2a GG
9. Dreyer in: Dreyer, 3. Aufl., S. 1443
10. Vgl. Art. 115a ff. GG
11. Vgl. Notstandsgesetze, insbes. Art. 87a Abs. 4 sowie Art. 91
12. Art. 93 GG
13. BVerfGE 24, 184 (http://www.servat.unibe.ch/law/dfr/bv024184.html)
14. Art. 93 Abs. 1 Nr. 2a sowie Abs. 2 GG
15. Zit. nach BR-Drs. 310/07 (Beschluss) (http://www.bundesrat.de
/cln_050/SharedDocs/Drucksachen/2007/0301-400
/310-07_28B_29,templateId=raw,property=publicationFile.pdf
/310-07(B).pdf) (PDF; 36 kB)
16. Einwohnerzahlen vom destatis (https://www.destatis.de
/DE/PresseService/Presse/Pressekonferenzen/2013/Zensus2011
/Pressebroschuere_zensus2011.pdf) mit Stand 31. Dezember 2011
mit der Korrektur durch den Zensus 2011
17. Statistische Ämter des Bundes und der Länder (http://www.statistik-
portal.de/Statistik-Portal/de_zs01_he.asp). Stand: 31. März 2013,
abgerufen am 23. September 2013. Von besonderer Bedeutung, da
die stimmenzahlbestimmende Einwohnerschwelle von 6 Mio. seit
den Zensuserhebungen von Mai 2011 überschritten wurde.
18. Art. 51 Abs. 2 GG i.V.m. § 27 Geschäftsordnung des Bundesrates
(http://www.bundesrat.de/cln_050/nn_9548/DE/struktur/recht/go/go-
node.html?__nnn=true)
19. Konrad Reuter: Praxishandbuch Bundesrat. Verfassungsrechtliche
Grundlagen, Kommentar zur Geschäftsordnung, Praxis des
Bundesrates. Müller Juristischer Verlag, Heidelberg 1991, ISBN
3-8114-6590-2, § 27 GO, Rn. 13
20. Vgl. Bestimmungen über die Kosterstattung für die Mitglieder des
Bundesrates (http://www.bundesrat.de/cln_050/nn_9548/DE/struktur
/recht/kostenerst/kostenerst-node.html?__nnn=true)
21. Vgl. Art. 53 Satz 1 und 2 GG
22. Vgl. Gesetz über die Feststellung des Bundeshaushaltsplans für das
Haushaltsjahr 2009 (Haushaltsgesetz 2009) – Veröffentlichung einer
Lesefassung unter www.bundesfinanzministerium.de
(http://www.bundesfinanzministerium.de) steht noch aus.

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Bundesrat (Deutschland) – Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Bundesrat_(Deutschland)

23. "Arbeitsalltag als Minister: Der Freitag ist Berlin- oder Wahlkreis-Tag"
(http://www.rainerwiegard.de/ministeralltag-freitag.php) auf der Seite
von Rainer Wiegard
24. Stenografischer Bericht zur 10. Sitzung des Bundesrates am 19.
Dezember 1949, S. 116
25. Vgl. Der Eklat um das Zuwanderungsgesetz 2002
26. BVerfGE 8, 104 (120)
27. BVerfGE 106, 310 (http://www.bverfg.de/entscheidungen
/fs20021218_2bvf000102.html)
28. Vgl. § 29 Abs. 1 Geschäftsordnung des Bundesrates
(http://www.bundesrat.de/nn_9718/SharedDocs/Gesetzestexte
/go__br,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/go_br.pdf)
(PDF; 196 kB)

29. „Der Aufbau eines Bundesstaats erfordert, dass Volk und


Länder Träger der Bundesgewalt sind und dass ihre
Vertretungen auf Bundesebene in wohlabgewogenem
Verhältnis gemeinsam den Bundeswillen bestimmen, dem
sich der Einzelne und die Glieder einzuordnen haben.“
– ABGEORDNETER HANS-CHRISTOPH SEEBOHM

10. Sitzung des Parlamentarischen Rat am 8. Mai 1949,


Stenografischer Bericht S. 201
30. Konrad Reuter: Praxishandbuch Bundesrat. Verfassungsrechtliche
Grundlagen, Kommentar zur Geschäftsordnung, Praxis des
Bundesrates. Müller Juristischer Verlag, Heidelberg 1991, ISBN
3-8114-6590-2, Art. 50 GG, Rn. 69 ff.
31. Gesetz zur Änderung des Grundgesetzes (http://www.bgbl.de/Xaver
/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&
bk=Bundesanzeiger_BGBl&start=
//*%5B@attr_id=%27bgbl106s2034.pdf%27%5D)
32. Föderalismusreform-Begleitgesetz (http://www.bgbl.de/Xaver
/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&
bk=Bundesanzeiger_BGBl&start=
//*%5B@attr_id=%27bgbl106s2098.pdf%27%5D)

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