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Inschriften an Uruguays Küste stellen die Geschichte auf den

Kopf: Waren die Westafrikaner vor Columbus in Amerika?


Epoch Times20. September 2017 Aktualisiert: 20. September 2017 14:10
Dass Columbus vermutlich nicht der erste Europäer in Amerika war, belegen unzählige
Wikinger-Artefakte auf beiden Seiten des Atlantiks. Doch auch Stämme aus Afrika, waren,
nach neuesten Forschungen, schneller als der "Entdecker der neuen Welt" Christoph
Columbus.

Links: Christoph Columbus, gemalt von Sebastiano del Piombo, 1519. Rechts: Mansa Musa, ein Herrscher des
Mali Reiches aus dem 14. Jahrhundert, dargestellt im katalanischen Atlas, 1375. Hintergrund: Uruguay ist auf
einer Karte Südamerikas markiert. (Foto: Wikimedia Commons)

Gold, das Columbus in Amerika gefunden hat, scheint aus Westafrika zu stammen. Ein
Hinweis unter mehreren – dass ihm eine westafrikanische Expedition vorausgegangen sein
könnte. Der Archäoastronom William James Veall hat Satellitenbilder der Küste Uruguays
gesichtet und dabei eine Vielzahl von Inschriften entdeckt, die in die Oberfläche einer 4.700
Meter langen, weißen und kristallinen Felsformation eingemeißelt sind. Beim Studium der
Inschriften erkannte er, dass er möglicherweise Beweise für eine erfolgreiche Expedition von
der Alten in die Neue Welt gefunden hatte – vor der Ankunft von Christoph Columbus. Und
es war auch kein Wikinger-Skript. Die Inschriften scheinen also von einer Expedition
zurückgelassen worden zu sein, die nicht in den Geschichtsbüchern von heute verzeichnet ist.

Veall’s Spezialität als Archäoastronom ist es, zu untersuchen, wie und warum die Astronomie
eine so wichtige Rolle im Leben der frühen Kulturen spielte. Diese Spezialität hat ihn dazu
gebracht, alte Geoglyphen und Inschriften zu studieren. Das wiederum hat ihn veranlasst, die
antike Epigraphie (die Wissenschaft der Inschriften) zu studieren.
Seine erste epigraphische Begutachtung der Uruguayinschriften veranlasste ihn zu der
Hypothese, dass sie etwa 3000 Jahre alt sein könnten.

Die Technik der Felsgravur ähnelt einer proto-sinaitischen Technik, bei der „eine Reihe von‘
gepickten‘ Löchern durch eine dünne Spur verbunden sind, um jedes einzelne Zeichen zu
erschaffen“, schrieb Veall in einem Artikel auf seiner Website. Proto-Sinaitisch wurde ca.
zwischen 1850 v. Chr. und 1100 v. Chr. verwendet. Es soll das ägyptische Hieroglyphen-
hieratische „kombinierte“ Schriftsystem ersetzt haben; welches wiederum durch das 22-
stellige phönizische Schriftsystem ersetzt wurde. Dieses fand nach und nach Einzug in alle
westsemitische Sprachen und verdrängte die Hieroglyphenschrift.

Ein Satellitenbild zeigt das von dem Archäoastronomen William James Veall entdeckte
Material an der Südatlantikküste Uruguays, Südamerika. (Foto: William James Veall)

Veall bat den Epigraphen Dr. Clyde A. Winters, Ph. D. vom Uthman dan Fodio Institute,
Illinois, um seine Stellungnahme zu den Inschriften.

Westafrikanische Expeditionen – mindestens 200 Jahe


VOR Columbus
Dr. Winters glaubt, dass die Inschriften in Uruguay von einer westafrikanischen Expedition
angefertigt wurden. Die – kontroverserweise – 200 Jahre vor Columbus in Südamerika
gelandet sein soll. „Ich glaube, dass diese Inschriften von einigen Pfadfindern Mansa
Abubakaris geschrieben wurden, die er vor der Expeditionstruppe von mindestens 25.000
Mann aussandte. Es scheinen Inschriften zu sein, wie jene, die ich in Brasilien und
Nordamerika gefunden habe. Solche, die den Mitgliedern der späteren Expedition die besten
Orte für Siedlungsgründungen verrieten“, schrieb Winters an Veall. Mansa Abubakari war der
Kaiser von Mali. 1311 übergab er den Thron an seinen Bruder und machte sich auf den Weg
zu einer Expedition, um zu sehen, ob er auf der anderen Seite des Atlantiks eine Küste finden
könnte. Winters sagte, dass die Inschriften Uruguays eindeutig dem Manding-Schrift-System
angehören, das von Abubakaris Expedition benutzt worden wäre.

Satellitenbilder der Inschriften mit nachgezeichneten Schriftbildern. (Beide Fotos: William


James Veall)
Winters analysierte die Uruguay-Inschriften nach dem Manding-System

Im Jahr 2000 untersuchte die BBC weitere Beweise, dass Abubakari vor Columbus
Südamerika erreichte. Ein Forschungsprojekt in Mali, das die Reisen Abubakaris verfolgte,
fand Beweise dafür, dass Abubakari 1312 einen Teil der Küste Brasiliens erreichte, in der
Nähe des heutigen Recife. Die Forscher sagten, dass sie schriftliche Berichte über Abubakaris
Expedition in Ägypten in einem Buch von Al Omari aus dem 14. Jahrhundert fanden.

Die BBC untersuchte weiterhin Berichte von Columbus selbst, die besagen, dass er schwarze
Händler fand, die bereits in Amerika präsent waren. Außerdem beriefen sie sich auf
chemische Analysen der Goldspitzen, die Columbus auf Speeren in Amerika fand, heran.
Diese zeigen, dass das Gold wahrscheinlich aus Westafrika stammte.

Traditionelle afrikanische Historiker, die als Griots bekannt sind und die Geschichte mündlich
weitergeben, haben die erfolgreiche Expedition vielleicht absichtlich geheim gehalten. Der
malische Gelehrte Gaoussou Diawara, der das Buch „Die Saga von Abubakari II.“ schrieb,
erzählte der BBC: „Die Griots fanden die Abdankung [von Abubakari] eine beschämende
Handlung, die des Lobes nicht würdig war … Aus diesem Grund haben sie es abgelehnt,
Loblieder auf ihn zu singen oder von diesem großen afrikanischen Mann zu sprechen.“ Aber
die Griots begannen, sich über den Erfolg von Abubakari II zu öffnen.

Mündliche Erzählungen werden von vielen Historikern jedoch nicht so ernst genommen wie
physische Beweise, bemerkte Diawara.

Obwohl die Uruguay-Inschriften das Manding System verwenden, was Winter dazu
veranlasst zu glauben, dass sie von einer westafrikanischen Expedition aus dem 14.
Jahrhundert verfasst wurden, fragt sich Veall immer noch, ob sie nicht vielleicht auch schon
früher entstanden sind.

Während man gemeinhin davon ausgeht, dass das Manding-System nicht lange vor Abubakari
entstanden ist, hat Winters nahegelegt, dass die Ursprünge des Systems viel älter sein könnten
– Tausende von Jahren älter.

Auch die Inschriften entlang der Küste scheinen laut Veall zu variieren, was auf mehrere
Quellen und damit möglicherweise mehrere Expeditionen über einen langen Zeitraum
hindeutet. Er studiert die Inschriften weiter und hofft, dass sich weitere Forscher ihm
anschließen.

Noch immer keine Antwort des Ministeriums


Er schrieb:“Ich habe das uruguayische Ministerium für Bildung und Kultur über diese
bahnbrechende Entdeckung informiert“, doch das Ministerium antwortete daraufhin, dass sie
keine Kenntnis von solchen Orten hätten und der Ort höchstwahrscheinlich falsch sei. Dann
schickte er ihnen eine Skizze mit dem Satellitenfoto und den Koordinaten, die bestätigt, dass
die uruguayische Position korrekt ist. Eine Antwort steht bis heute noch aus …

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