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M USIKWISSENSCHAFTLICHES I NSTITUT , J OHANNES G UTENBERG -U NIVERSITÄT M AINZ

Richtlinien zum Verfassen einer wissenschaftlichen Arbeit im Fach Musikwissenschaft

1. ALLGEMEIN

- Abgabe nur in getippter Form (Computer oder Schreibmaschine)


- Seitenformat A 4
- Seiten beginnend mit Einleitung durchnumerieren
- 1,5facher Zeilenabstand, Punktgröße 12, Blocksatz
- Rand links: 2 cm, (Korrektur-)Rand rechts: 3–4 cm
- längere Zitate in kleinere Schrift setzen (10 pt) sowie links und rechts je 0,5 cm einrücken
(Zitatblock); auch in diesem Fall Anführungszeichen setzen
- sparsamer Einsatz von „Layout-Spielereien“ (Inhalt ist entscheidend,
nicht äußeres Erscheinungsbild)
- Abbildungen und Notenbeispiele nur mit unmittelbarem Textbezug anbringen
- generell (auch bei schriftlichen Ausarbeitungen von Kurzreferaten und Protokollen)
ausformulierter, zusammenhängender Text, keine Stichworte, PowerPoint-
Präsentationen o. ä.

2. DECKBLATT

- zusätzlich zum Standard-Formular


- ohne Paginierung
- enthält: Kopfzeile: „Musikwissenschaftliches Institut – Johannes Gutenberg-Universität
Mainz“ // Titel und Untertitel der Arbeit // Name des Verfassers // Verweis: „Hausarbeit im
Proseminar xy bei Dozent xy“ // Semester // Kontaktdaten des Verfassers // Fachsemesterzahl
// Matrikelnummer // Abgabedatum

3. INHALTSVERZEICHNIS

- zentrale Funktion: nicht nur Orientierungshilfe, sondern erster Überblick über


Gedankengang, daher aussagekräftige Überschriften wählen (sinnvoll auch: größere Einheiten
mit Unterkapiteln bilden, die Aufschluss über Haupt- und Detailschritte geben)
- Seite nicht paginiert
- Auflistung aller nachfolgenden Bestandteile der Arbeit (Kapitel, Unterkapitel, ggf. Anhang,
Literaturverzeichnis) mit Seitenangabe

4. EINLEITUNG

- zentrale Funktion: „Aushängeschild“ der Arbeit


- Funktion: Formulierung von Thema und Fragestellung; Problem muss deutlich werden (als
Leitidee hilfreich: unkundiger Leser soll davon überzeugt werden, dass es sich lohnt,
weiterzulesen)
- mit Erwägungen zum persönlichen Zugang sparsam umgehen (oft von keinerlei Interesse für
einen Leser, der den Autor oder die Autorin nicht privat kennt).
- Umfang: ca. 10 – 20 % der Arbeit
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Möglicher Aufbau:
- wenige hinführende Sätze zu (themenbezogenen, z. B. historischen) Rahmenbedingungen
- daraus abgeleitet Formulierung eines Problems, das der Untersuchung bedarf, bzw. einer Fragestellung, die
verfolgt werden soll (in der Regel heißt das: Präzisierung, wie der vorgegebene Titel der Arbeit genau
verstanden wird)
- Beschreibung, wie zur Lösung vorgegangen werden soll (wichtig v. a. Problemorientierung: Warum wird so
oder so vorgegangen? Welche Eingrenzung/Zuspitzung erschien sinnvoll? Nicht zu verwechseln mit bloßer
Beschreibung der Arbeitsschritte)
- Skizzierung des herangezogenen Quellen- bzw. Notenmaterials
- Abriss des Forschungsstandes: Welche Literatur gibt es zum speziellen Thema, welche wurde hinzugezogen,
welche nicht (warum)? Welche Fragen ergeben sich? Welche ungelösten Probleme werden sichtbar?

5. HAUPTTEIL
Aufbau nicht standardisiert; wichtige Grundmaximen:
- Aufbau sollte sich vom Allgemeinen zum Besonderen bewegen (erst Dinge wie historische
Rahmenbedingungen, gattungsgeschichtlicher Vorlauf, biographische Voraussetzungen o. ä.;
dann Hinwendung zum konkreten Fall)
- keine Biographie um ihrer selbst willen! [Auch keine überflüssigen biographischen Angaben
zu bekannten Personen – also nicht: „Ludwig van Beethoven war ein deutscher Komponist
und lebte von 1770 bis 1827.“]
- nie den Themenbezug und die Fragestellung aus dem Auge verlieren, d. h. bei jeder
mitgeteilten Information prüfen, ob sie für die Fragestellung relevant ist oder nicht
- Abschnitte sollten vom Umfang her mehr oder weniger ausgewogen sein
- Umfang: ca. 70 – 80 % der Arbeit

6. SCHLUSS
- zentrale Funktion: Ergebnisse zusammenfassen, ungelöste Probleme benennen,
weitergehende Perspektiven, Forschungsbedarf etc. formulieren
- wichtig wiederum: problemorientiert, keine deskriptive Wiederholung der Arbeitsschritte
- Einheit mit Einleitung: Leser sollte durch bloße Lektüre von Einleitung und Schluss (sowie
Gliederung) das zentrale Problem, das grundsätzliche Vorgehen und die Ergebnisse der Arbeit
nachvollziehen können
- Umfang: ca. 10 – 20 % der Hausarbeit

7. QUELLENBELEGE, ZITATE UND FUßNOTEN


- alle Informationen und Einschätzungen, die aus der Literatur oder aus Quellen übernommen
sind, müssen nachgewiesen werden [Alles andere wäre unwissenschaftlich oder
schlimmstenfalls ein Plagiat!].
Dies gilt sowohl für gedruckte Publikationen als auch für Informationen aus dem Internet.
- Achtung: „Copy-Paste-Verfahren“ (Übernahme von fertigen Texten oder Textpassagen
aus dem Internet) führt automatisch zur Nichtanerkennung der Arbeit mit der
Konsequenz einer nicht bestandenen Prüfung
- Internetseiten wie Wikipedia gelten im Allgemeinen nicht als zitierfähig; hier bitte
unbedingt auf die einschlägige Fachliteratur zurückgreifen. Sollte im Ausnahmefall Zitieren
aus dem Internet angezeigt sein (etwa bei wissenschaftlichen Online-Zeitschriften), muss
die Fußnote unbedingt das Datum des Zugriffs enthalten.
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- Zitate durch Anführungszeichen markieren. Text muss wörtlich übernommen


werden (Kürzungen werden mit [...], Fehler und ungewöhnliche Schreibweisen mit [!] oder
[sic] kenntlich gemacht1, Zitate im Zitat mit einfachen Anführungszeichen, Zusätze oder
Erläuterungen in eckigen Klammern).
- Herkunft eines Zitats oder dem Sinn nach übernommener Informationen bzw. Gedanken
wird mit Seitenangabe in Fußnote nachgewiesen. Bei erstmaliger Nennung Titel komplett,
später Kurztitel mit Verweis auf die Fußnote der ersten Nennung (wie Anm. x) oder auf
Kürzel im Literaturverzeichnis.
- Quellenzitate, auf die man in der Literatur stieß, sollten, wenn irgend möglich, anhand der
Quelle überprüft und letztlich nach dieser zitiert werden. Ist dies nicht möglich, erfolgt die
Angabe in der Fußnote wie folgt: {Titel, Brief etc.}, zitiert nach: {hier Literatur mit
Seitenzahl angeben}. Bei Briefen von Komponisten ist in jedem Fall (sofern vorhanden) die
jeweilige wissenschaftliche Briefausgabe heranzuziehen.
- folgende ABKÜRZUNGEN können in Fußnoten verwendet werden:
vgl./vgl. auch: „vergleiche“, wird vor den zitierten Titel gesetzt, wenn keine wörtliche
Übernahme eines Gedankens vorliegt oder dort ergänzende Informationen zu finden sind
ebd.: „ebenda“, selbe Belegstelle wie in vorheriger Fußnote bzw. im zuvor zitierten Titel
ders./dies.: „derselbe“/„dieselbe“, selber Autor/selbe Autorin wie in zuvor zitiertem Titel
f.: „folgende (Seite)“, angegebene Seite + 1. Folgeseite
ff.: „folgende (Seiten)“, angegebene Seite + unbestimmte Zahl von Folgeseiten; besser ist es
aber, exakte Seitenzahlen anzugeben, z. B. „S. 125–134“ statt „S. 125 ff.“
passim: „überall“, „an verschiedenen Stellen“; auch hier sollte man einer exakten Seitenzahl
den Vorzug geben

8. LITERATURVERZEICHNIS/BIBLIOGRAPHIE
- Bibliographie: enthält sämtliche (recherchierbare) Literatur zu einem Thema (unabhängig
davon, ob sie benutzt wurde oder nicht)
- Literaturverzeichnis: enthält sämtliche für die Arbeit benutzte Literatur (unabhängig davon,
ob die Titel in den Fußnoten auftauchen oder nicht)
- Verzeichnis der zitierten Literatur: enthält nur die in den Fußnoten auftauchende Literatur
- Quellenverzeichnis: Verzeichnis der verwendeten Quellen, ggf. separat vor dem
Literaturverzeichnis
- hierbei immer untergliedern in „Quellen“ und „Literatur“ (Begriffe wie „Primärquellen“,
„Sekundärliteratur“ und dergleichen sollten vermieden werden)

9. ZITIERWEISE
Allgemein:
Prinzipiell sind die Möglichkeiten zur Gestaltung von Literaturangaben vielfältig.
Entscheidend sind Einheitlichkeit und Vollständigkeit. Ferner sollten Angaben generell mit
Punkt abgeschlossen, Vornamen nicht abgekürzt und bei unselbständigen Publikationen die
genauen Seitenzahlen (ohne ff.) vermerkt werden.
- generell: Layoutmaßnahmen (etwa Autor/Komponist in Kapitälchen, Haupttitel kursiv,
Untertitel in Anführungszeichen) sind fakultativ
- bei alphabetischer Auflistung von Titeln (Bibliographie, Literaturverzeichnis) empfiehlt es
sich, erst den Nachnamen, dann den Vornamen des Autors zu nennen (z. B. „Eichhorn,
Andreas“); umgekehrte Reihenfolge („Andreas Eichhorn“) bei Angabe in Fußnote oder wenn
der Nachname schrifttechnisch hervorgehoben wird (Kapitälchen etc.)
- einzelne Informationen können durch Kommata (danach Kleinschreibung)
oder Punkte (danach Großschreibung) abgetrennt werden

1
Dies gilt nicht für Zitate in alter Rechtschreibung.
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- Titel recte oder kursiv, bei unselbständigen Publikationen, v. a. Lexikonartikeln, auch


Anführungszeichen möglich

- Monographien
Autorname, Vorname: Titel. Untertitel, Ort {bis 3 alle aufzählen, bei mehr als 3 nur den
ersten Ort u. a.} { >1. Auflage als Hochzahl}Jahr (Reihe Nr.).
Eichhorn, Andreas: Beethovens Neunte Symphonie. Die Geschichte ihrer Aufführung und Rezeption, Kassel u. a.
1993 (Kasseler Schriften zur Musik 3).

- Nachfolgeauflagen durch hochgestellte Ziffer kennzeichnen; Jahr der Erstauflage sollte in


Klammern angegeben werden, z. B.:
Schmitz, Eugen: Musikästhetik [1915], Leipzig 21925 (Handbücher der Musiklehre 13).

- Sammelpublikationen
Titel. Untertitel, hrsg. von Vorname Name {bis 3 alle aufzählen, bei mehr als 3 nur den ersten
Namen u. a.}, Ort { > 1. Auflage als Hochzahl}Jahr.
Probleme der symphonischen Tradition im 19. Jahrhundert. Kongressbericht, hrsg. von Siegfried Kross, Tutzing 1990.

- Beiträge in Sammelpublikationen (Aufsätze)


Autor: Titel, in: Titel, hrsg. von Herausgeber, Ort Jahr, S. xx–yy.
Bresch, Siegfried: Kompositorische Änderungen in der Partitur der 9. Symphonie nach den ersten Aufführungen
1824?, in: Probleme der symphonischen Tradition im 19. Jahrhundert. Kongressbericht, hrsg. von Siegfried
Kross, Tutzing 1990, S. 113–144.

- Aufsätze in Periodika
Autor: Titel, in: Zeitschrift Jahrgang [bei nicht fortlaufender Paginierung: Jahrgang /
Heftnummer] (Jahr), S. xx–yy.
Lütteken, Laurenz: Die Macht der Namen. Autorzuschreibungen als Problem am Beispiel des Codex Emmeram,
in: Archiv für Musikwissenschaft 62 (2005), S. 98–110.

- Lexikonartikel
Titel von Lexikonartikeln durch vorgestelltes „Art.“ kennzeichnen, dann neben Titel und Herausgeber(n) des
Lexikons auch Teil/Band und Seiten-/Spaltenzahl nennen

Autor: Art. Titel, in: Name (oder Sigle) des Lexikons, hrsg. von Herausgeber, Bd. XY, Ort
Jahr, S. (oder Sp.) xx–yy.
Kropfinger, Klaus: Art. Beethoven, Ludwig van, in: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, 2. neubearb.
Ausg., hrsg. von Ludwig Finscher, Personenteil 2, Kassel u. a. 1996, Sp. 667–944.

- Musikalien
„Einfache“ Ausgaben
Komponist: Titel. Untertitel, {Tonart}, {opus}, {Besetzung}, {hrsg. von / bearb. von / für
Klavier zu 4 Händen von / Vorname Name}, Ort: Verlag Jahr {falls zu ermitteln, sonst: o. J.}
[Verlags- oder Plattennummer].
Beethoven, Ludwig van: Symphony No. 9, D minor, Op. 125, hrsg. von Max Unger, London: Eulenburg o. J.
(Edition Eulenburg 411).

Einzelwerke in Sammelausgaben
Komponist: Titel. Untertitel, {Tonart}, {opus}, {Besetzung}, in: Titel der
Sammelausgabe{hrsg. von / bearb. von / für Klavier zu 4 Händen von / Vorname Name}, Ort:
Verlag Jahr {falls zu ermitteln, sonst: o. J.} {Verlags- oder Plattennummer – diese dann direkt
an den Verlag anschließen}, S. xx–yy.
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Einzelwerke in Gesamtausgaben
Komponist: Titel. Untertitel, {Tonart}, {opus}, {Besetzung}, in: Titel der Gesamtausgabe,
Serie x, Reihe y, Abteilung z, Band n, hrsg. von Vorname Name, Ort: Verlag Jahr, S. xx–yy.
Mozart, Wolfgang Amadeus: Quartett in D für zwei Violinen, Viola und Violoncello, KV 575, in: Wolfgang
Amadeus Mozart. Neue Ausgabe sämtlicher Werke, VII, 20, 1.3: Kammermusik […] Streichquartette, Bd. 3,
vorgelegt von Ludwig Finscher, Kassel: Bärenreiter 1961, S. 37–64.

Einzelwerke in Denkmalausgaben
Komponist: Titel. Untertitel, {Tonart}, {opus}, {Besetzung}, in: Titel des konkreten Bandes
der Denkmalausgabe, hrsg. von / bearb. von Vorname Name, Ort: Verlag Jahr (= Kürzel der
Denkmalausgabe, Bandzahl), S. xx–yy.
Starzer, Joseph: Divertimento in C-Dur, in: Wiener Instrumentalmusik vor und um 1750. Vorläufer der Wiener
Klassik, bearb. von Karl Horwitz und Karl Riedel, [Wien 1908] Reprint Graz 1959 (DTÖ, XV/2 = 31), S. 94–104.

ältere Musikdrucke vor 1900


Komponist: Titel. Untertitel, {Tonart}, {opus}, {Besetzung}, {hrsg. von / bearb. von / für
Klavier zu 4 Händen von / Vorname Name}, Ort: Verlag Jahr {falls zu ermitteln, sonst: o. J.}
{Verlags- oder Plattennummer – diese dann direkt an den Verlag anschließen}, {RISM-Nr.}
Gesualdo, Carlo: Madrigali a cinque voci, libro quinto, Venedig: Gardano 1614, RISM G 1740.

Handschriften
Komponist: Titel. Untertitel, {Tonart}, {opus}, {Besetzung}, {hrsg. von / bearb. von / für
Klavier zu 4 Händen von / Vorname Name}, Ms. in Bibliothekskürzel {laut RISM} [Signatur
der Handschrift in der Bibliothek].
Vento, Ivo de: Teutsche Lieder von Ivo de Vento München 1573 [RISM V 1126], Ms. in D-Mbs, Sign. Mus.ms. 17569.

Angaben in {geschweiften Klammern} sind nur zu machen, falls die entsprechenden Informationen
überhaupt vorhanden sind.

Bei mehrfacher Nennung von Titeln im Fußnotenapparat sind Abkürzungen möglich; beim
ersten Mal vollständige Angaben, ab dem zweiten Mal Kurzform, entweder
Nachname Autor: Kurztitel, Verweis auf Fußnote der ersten Erwähnung, Seitenzahl des Zitats
(Eichhorn: Beethovens Neunte Symphonie, wie Anm. 3, S. 147)

oder
Nachname Autor Jahr, Seitenzahl des Zitats
(Eichhorn 1993, S. 147)

10. WEITERE HINWEISE


Insgesamt gilt es, Darlegungen und Argumentationen auf einem wissenschaftlichen Niveau zu
halten. Dazu gehört in erster Linie ein kritischer Umgang mit den Quellen sowie mit der
Forschungsliteratur. Dieser wird u. a. erreicht durch eine beständige historische
Perspektivierung der Fakten, Personen (auch und gerade Autoren von Forschungsliteratur)
und Termini (Begriffsgeschichte / was hat ein Begriff in einer bestimmten Zeit für eine
Bedeutung? / wie verwendet man ihn wissenschaftlich?). Wertungen und persönliche Urteile
sollten hingegen vermieden werden. Eine abschließende Stellungnahme, deren Richtung
sich aus dem Abwägen der verschiedenen Quellen und Forschungsmeinungen
erklärt, ist aber unbedingt angezeigt. Wertlegen sollte man grundsätzlich auf eine sachliche
und nüchterne Sprache sowie auf eine korrekte Terminologie. In aller Regel sollte dabei die
Ich-Form ebenso vermieden werden wie das „historische Präsens“.
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11. SITZUNGSPROTOKOLLE
Ein Protokoll hält die Inhalte und Ergebnisse der jeweiligen Sitzung in Form eines
zusammenhängenden, ausformulierten Textes fest. Wichtig ist dabei, dass es sich um ein
„Ergebnisprotokoll“ handelt, nicht um ein „Verlaufsprotokoll“.
Das heißt:
- Gliederung folgt nicht dem Verlauf der Diskussion, sondern orientiert sich an den jeweils
darzustellenden Inhalten (es empfiehlt sich ein kurzes Inhaltsverzeichnis am Beginn)
- keine Bemerkungen wie: „Der Referent legt dar…“; „Studentin X wendet ein…“; „Der
Dozent führt uns vor…“ o. ä.
- Grundsatz: Protokoll soll als eigenständiger Text zur Darstellung des jeweiligen Themas
funktionieren, unterscheidet sich im Prinzip nur hinsichtlich des geringeren Umfangs von
einer Hausarbeit
- bezüglich Zitierweise, wissenschaftlichem Anspruch etc. gelten dieselben Regeln wie bei
einer „normalen“ Arbeit (siehe oben)