Sie sind auf Seite 1von 10

RD 14 365/07.

03
Ersetzt: 01.98

Lenkaggregat
Typ LAGC

Nenngröße 50 bis 630


Serie 1X

H/A/D 5898/98
Nenndruck 175 bar
Maximaler Volumenstrom 63 L/min.
Lenkaggregat Typ LAGC...

Inhaltsübersicht Merkmale

Inhalt Seite – Das Lenkaggregat LAGC wird in hydraulischen Lenkkreisläufen


Merkmale 1 von Fahrzeugen und mobilen Arbeitsmaschinen mit hohen
Achslasten und Fahrgeschwindigkeiten von maximal 50 km/h
Bestellangaben 2
eingesetzt.
Funktion, Schnitt 3
Ausführungen 4 und 5
– Mit Hilfe eines Lenkaggregats lassen sich auch schwere Fahrzeu-
Funktionen im Lenkkreislauf 5 ge leicht lenken. Das Fehlen einer mechanischen Verbindung zwi-
Technische Daten 6 und 7 schen Lenkaggregat und Lenkachse erlaubt dem Konstrukteur Lö-
Berechnung: Lenkmoment, Lenkzylinder sungen, die mit konventionellen Lenkungen nicht möglich sind.
und Lenkpumpe 7 und 8
Geräteabmessungen 9 und 10 – Das Lenkaggregat enthält alle, für den hydraulischen Lenkkreislauf
erforderlichen Ventile zur Absicherung von Lenkaggregat und
Lenkzylinder, dadurch entfällt zusätzlicher Verrohrungsaufwand.

– Bei Ausfall der Hydropumpe können Fahrzeuge mit dem LAGC


auch manuell gelenkt werden, das LAGC arbeitet dann als Hand-
pumpe zum Lenkzylinder.

© 2003
by Bosch Rexroth AG, Mobile Hydraulics, D-97813 Lohr am Main
Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form ohne vorherige schriftliche Zustimmung von
Bosch Rexroth AG, reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt
oder verbreitet werden. Zuwiderhandlungen verpflichten zu Schadensersatz.

LAGC 1/10 RD 14 365/07.03


Bestellangaben

LAG C 1X / – M *

Lenkaggregat
– = Besondere Spezifikationen
Bauart
bitte mit unserer Verkaufs-
mit integrierten Ventilen =C organisation abstimmen
3
Verdrängungsvolumen (cm /U) 5) Leitungsanschlüsse P, T, L, R / LD

Baugröße OC; LD R1); LDA2) 01 = Rohrgewinde nach DIN 3852


50 = 50 02 = metr. ISO-Gewinde nach DIN 3852
63 = 63 12 = UNF-Gewinde nach SAE
80 = 80 M= NBR-Dichtungen, geeignet für
100 = 100 Mineralöl (HL, HLP) nach DIN 51 524
125 = 125 4)
Einstellung Druckbegrenzungsventil
160 = 160 (Druckdifferenz)
200 = 200 90 = 90 bar
250 = 250 140 = 140 bar
320 = 320 175 = 175 bar
400 = 400 4)
Einstellung Schockventil
500 = 500 (Druckdifferenz)
630 = 630 150 = 150 bar
200 = 200 bar
Andere Ausführungen in allen 240 = 240 bar
Baugrößen lieferbar
Reaktion
Geräuschverhalten ohne Bez. = ohne Reaktion
Standard =– R= mit Reaktion
niedrig 3) =N
Load Sensing
Serie
Serie 10 bis 19 = 1X ohne Bez. = ohne Lastsignal in Open Center (OC)-Ausführung
(10 bis 19: unveränderte Einbau- und Anschlussmaße) LD = dynamisches Lastsignal
LDA = dynamisches Lastsignal, aufflanschbar
= Standardprogramm
= erweitertes Programm
Bestellbeispiel:
1) LAGC 200 -1X/LD150-90M01
mit Reaktion
2) Lenkaggregat mit integrierten Ventilen
dynamisches Lastsignal, aufflanschbar
3) Baugröße 200, dynamisches Lastsignal
nur in Open Center (OC)-Ausführung
bis Baugröße 200 Schockventile 150 bar, Druckbegrenzung 90 bar
4) Der Ansprechdruck der Schockventile muß 50 bar Leitungsanschlüsse P, T, L, R in G 1/2 , LD in G 1/4
höher, maximal jedoch 2,2 mal so hoch eingestellt sein LAGC 200 N1X/150-90M01
wie das Druckbegrenzungsventil der Hydropumpe.
Lenkaggregat mit integrierten Ventilen
(siehe §38 StVZO)
Vorzugsweise 150 zu 90; 200 zu 140; 240 zu 175 Baugröße 200, niedriges Geräuschverhalten
5) Gewindeabmessungen siehe Geräteabmessungen Schockventile 150 bar, Druckbegrenzung 90 bar
Seite 9 und 10 Leitungsanschlüsse P, T, L, R in G 1/2

RD 14 365/07.03 2/10 LAGC


Funktion, Schnitt

Über die Lenksäule wird der Steuerkolben (1) des Steuerventils ge- Über das Druckbegrenzungsventil (5) wird der Systemdruck des Lenk-
genüber der Steuerhülse (2) verdreht. Damit öffnet zwischen Kolben kreislaufs begrenzt. An dessen Stelle ist bei den Load-Sensing-Aus-
und Hülse ein Querschnitt. Das Drucköl wirkt auf den Rotorsatz (3) führungen (siehe Schnitt) das Vorsteuerventil für das Lastsignal ein-
und setzt diesen in Bewegung. Über den Rotorsatz gelangt das Öl gebaut.
zum Lenkzylinder. Die Drehung des Rotors wirkt auf die Hülse, die
Die beiden Schockventile (6) sichern die Anschlüsse L und R zum
dadurch der Drehbewegung des Kolbens nachgeführt wird.
Lenkzylinder. Spricht eines der Schockventile an wird das abspritzen-
Die Größe des geöffneten Querschnitts hängt von der Dreh- de Öl über das Nachsaugventil (7) der Gegenseite zugeführt, bzw.
geschwindigkeit des Lenkrades und vom Lenkdruck ab, bei den Load- fehlendes Lecköl aus dem Tank nachgesaugt.
Sensing-Ausführungen ausschließlich von der Drehgeschwindigkeit.
Fällt die Hydropumpe aus, arbeitet das LAGC als Handpumpe. Über
Wird die Lenkbewegung unterbrochen, der Kolben steht, bewirkt das
das Nachsaugventil (8) kann in diesem Betriebsfall Öl aus der Tank-
noch über den offenen Querschnitt zum Rotor strömende Öl, dass
leitung nachgesaugt werden, wobei das Rückschlagventil (9) verhin-
sich der Rotor und damit die Hülse weiterdreht.
dert, dass über den Pumpenanschluss (P) Luft angesaugt wird. Im
Über die Drehbewegung wird dann der Querschnitt geschlossen - Normalbetrieb verhindert das gleiche Ventil, dass hohe äußere Lenk-
nun steht auch der Rotor; und mit ihm der Lenkzylinder in der ge- kräfte zu Stößen am Lenkrad führen.
wünschten Position. Die Zentrierfeder (4) bringt und hält dabei Kol-
ben und Hülse zueinander in Neutralstellung. 9

1
3

7 6 1 Steuerkolben
2 Steuerhülse
3 Rotorsatz
4 Zentrierfeder
5 Druckbegrenzungsventil
6 Schockventil
7 Nachsaugventil
8 Nachsaugventil
9 Rückschlagventil

LAGC 3/10 RD 14 365/07.03


Ausführungen
L R L R
Standardausführung
Open Center mit Non Reaction = OC / NR
Überwiegend in Lenksystemen mit konstanter Hydropumpe einge-
setzt.
Wird nicht gelenkt, ist die Verbindung Pumpenanschluss (P) zum Tank-
anschluss (T) geöffnet (OC) und der Pumpenvolumenstrom wird na-
hezu drucklos zum Tank geleitet. Die Anschlüsse L1) (links) und R1)
(rechts) sind in Neutralstellung gesperrt. Auf diese Weise werden
äußere, über den Lenkzylinder wirkende Kräfte abgestützt, ohne dass
der Fahrer eine Reaktionskraft daraus am Lenkrad spürt (Non
Reaction).
1) Bei Lenkungen werden die Arbeitsleitungen entgegen der Nor-

mung üblicherweise mit L und R bezeichnet, nicht mit A und B.


Hinweis:
Lenkaggregate für Fahrzeuge mit Knickrahmen- oder Hinterachs-
lenkung müssen immer in NR ausgeführt werden. P T P T

L R L R
Sandardausführung
Open Center mit Reaction = OC / R
Die Zylinderanschlüsse sind in Neutralstellung mit einander verbun-
den. Äußere, über den Lenkzylinder wirkende Kräfte werden als
Reaktionskraft vom Fahrer am Lenkrad wahrgenommen (Reaction).
Läßt der Fahrer das Lenkrad nach abgeschlossener Kurvenfahrt los,
stellen sich Räder und Lenkrad, bei entsprechender Lenkgeometrie,
selbstständig in Geradeausfahrt zurück.

P T P T

L R L R
Load-Sensing-Ausführung
Lenkaggregate mit Load-Sensing stellen ein Lastsignal zur Verfügung,
das zur Steuerung eines Prioritätsventils und/oder einer Pumpe ver-
wendet werden kann. Sie werden als Closed-Center-Lenkungen aus-
geführt wobei die Verbindung: Pumpenanschluß (P) zum Tankanschluß
(T) in der Neutralstellung geschlossen ist.
Werden Lenkung und Arbeitshydraulik von einer gemeinsamen Pumpe
versorgt, ist die Verwendung eines Prioritätsventils erforderlich. Die- LD
ses Ventil sichert die bevorzugte Versorgung des Lenkaggregats mit
Öl, wobei die Steuerung des Ventils durch das Lastsignal des Lenk-
aggregats erfolgt. Wird nicht gelenkt steht das gesamte Ölvolumen
der Pumpe der Arbeitshydraulik zur Verfügung. Als Hydropumpe kann LD
eine Konstant- oder eine Verstellpumpe verwendet werden.

P T P T
LAGC in LD-Ausführumg für nicht aufgeflanschtes Prioritätsventil

RD 14 365/07.03 4/10 LAGC


Ausführungen
Lastsignal, dynamisch
Das in der Lastsignalleitung fließende Öl überträgt das Last-
signal wobei das Steueröl vom Prioritätsventil zum Lenkaggregat
fließt. Auch in Neutralstellung fließt kontinuierlich ein geringer
Steuerölvolumenstrom von ca. 0,5 L/min. Als Folge hat das Lenk-
aggregat annähernd die gleiche Temperatur wie das Öl.
Temperaturschocks werden weitgehend vermieden.
Die LD-Ausführung bewirkt ein schnelleres Reagieren des Prioritäts-
ventils. Der harte Punkt beim Anlenken - auch bei Kaltstart - ist ge-
wöhnlich nicht mehr spürbar.

P T R L P T
LD R
L
LD
LAGC in LD- Ausführung für aufgeflanschtes Prioritätsventil

Geräuschreduzierte Ausführung
Lenkaggregate der Bauart LAGC können in den Varianten
OC/NR und OC/R auch geräuschreduziert geliefert werden. Die
Geräuschentwicklung der optimierten Variante ist je nach Volumen-
strom und Einbausituation zwischen 3 und 10 dBA geringer.

Funktionen im Lenkkreislauf
Servobetrieb Druckbegrenzungsventil
Lenkaggregate der Bauart LAGC bestehen aus einem handbetätigten Das Druckbegrenzungsventil ist in drei Einstellungen lieferbar:
Servoventil in Drehschieberbauart, einem Rotorsatz, der nach dem
90 bar; 140 bar; 175 bar
Gerotorpinzip arbeitet und den für den Lenkkreislauf notwendigen
Ventilen. Hinweis:
Die Baugröße des Rotorsatzes bestimmt das Ölvolumen, das pro Der Druck in der T-Leitung addiert sich zum Einstelldruck.
Lenkradumdrehung zum Lenkzylinder fließt. Die Baugröße des Rotor- Schock- und Nachsaugventile
satzes wird so gewählt, dass mit 3 bis 5 Lenkradumdrehungen von Diese im LAGC zylinderseitig eingebauten Ventile werden in drei Ein-
Anschlag zu Anschlag gelenkt werden kann. stellungen geliefert:
Notbetrieb 150 bar; 200 bar; 240 bar
Bei normalem Betrieb des Lenkaggregats, wenn die Hydropumpe ein Nachsaugventil
ausreichendes Ölvolumen fördert, ist das Drehmoment am Lenkrad
kleiner als 5 Nm. Bei Ausfall der Hydropumpe arbeitet das Lenk- Bei Ausfall der Hydropumpe wird über dieses, zwischen P- und
aggregat im Notbetrieb, der Rotorsatz wirkt als Handpumpe und das T-Anschluss eingebaute Ventil, Druckflüssigkeit aus dem Tank nach-
Fahrzeug wird manuell, ohne Servounterstützung, gelenkt. Der von gesaugt.
Hand erreichbare Druck ist abhängig von der Baugröße des Rotor- Rückschlagventil
satzes und der Kraft am Lenkrad. Je kleiner der Rotorsatz desto grö- Das im P-Anschluss eingebaute Ventil verhindert:
ßer ist der manuell aufbaubare Druck. • den Ölrückfluss vom Lenkzylinder in das Hydrauliksystem wenn
Bei einem manuellen Lenkmoment von 120 Nm werden folgende der Zylinderdruck, durch Fahrwiderstände verursacht, größer als
Drücke erreicht: der Systemdruck wird. Lenkstöße auf das Lenkrad werden dadurch
weitgehend unterdrückt.
Baugröße 050 063 080 100 125 160 • das Nachsaugen von Luft über den P-Anschluss im Notbetrieb.
p in bar 90 85 80 60 50 40

Baugröße 200 250 320 400 500 630


p in bar 30 25 20 15 12 10
Wird zum Lenken im Notbetrieb ein höherer Druck benötigt, kann
ein Lenkaggregat mit Untersetzung eingebaut werden.
Achtung!
Der Notbetrieb ist nicht als Dauerbetrieb vorgesehen!

LAGC 5/10 RD 14 365/07.03


Technische Daten, allgemein
Nenndruck p bar 175
Umgebungstemperaturbereich ϑ °C –20 bis +80
Druckflüssigkeit siehe unten
Druckflüssigkeitstemperaturbereich ϑ °C –20 bis +80
Viskositätsbereich ν mm2/s 10 bis 800
Verschmutzungsgrad Max.zulässiger Verschmutzungsgrad der Druckflüssigkeit nach
ISO 4406 Klasse 19/16/13. Dafür empfehlen wir einen Filter mit
einer Mindestrückhalterate von β20 ≥ 100 nach ISO 4572
Lenkmoment - normal M Nm ≤5
Lenkmoment - Notbetrieb M Nm ≤ 160 zulässig
Max. Anzugsmoment MA für die Montageschrauben Nm 30 siehe RD 11 874 „Lenksäule“

Technische Daten der Druckflüssigkeit


Druckflüssigkeiten Filterung der Druckflüssigkeit
Vor der Projektierung bitten wir ausführliche Informationen zur Aus- Je feiner die Filterung um so besser die erreichte Reinheitsklasse der
wahl der Druckflüssigkeiten und den Einsatzbedingungen aus unse- Druckflüssigkeit, um so höher die Lebensdauer der gesamten
ren Katalogblättern RD 90 220 (Mineralöl) und RD 90 221 (umwelt- Hydraulikanlage.
freundliche Druckflüssigkeiten) zu entnehmen. Diese Katalogblätter Zur Sicherstellung der Funktionssicherheit des Lenkaggregats ist für
beziehen sich auf Axialkolbenmaschinen, die Angaben können aber die Druckflüssigkeit mindetens die Reinheitsklasse 19/16/13 nach
sinngemäß für Lenkaggregate übernommen werden. Bei Druck- ISO 4406 erforderlich.
flüssigkeiten die FPM-Dichtungen voraussetzen, bitte Rücksprache.
Betriebsviskosität
Wir empfehlen die Betriebsviskosität (bei Betriebstemperatur) in den Auswahldiagramm
für Wirkungsgrad und Lebensdauer optimalen Bereich von
2500–40º –20º 0º 20º 40º 60º 80º 100º
νopt = optimaler Betriebsviskositätbereich 16 bis 46 mm2/s 1600 1600
1000
600
zu wählen, bezogen auf die Temperatur. 400
VG

VG 68
VG 32
VG 46
VG

Grenzviskosität 200
10
22
Viskosität in mm2/s

Für Grenzbedingungen gelten folgende Werte: 100


60
νmin = 10 mm2/s bei maximal zulässiger Temperatur von
40 46
ϑmax = 80 °C νopt
νmax = 800 mm2/s 20
16
Temperaturbereich: (vgl. Auswahldiagramm)
10
ϑmin = –20 °C
ϑmax = 80 °C
Falls mit Temperaturdifferenzen von mehr als 20 °C zwischen Lenk- 5 5
–40º –25º –10º 0º 10º 30º 50º 70º 90º 115º
aggregat und Druckflüssigkeit zu rechenen ist, sollte entweder eine Temperatur ϑ in ºC
LD- oder LDA-Ausführung oder eine Open-Center-Ausführung zur
ϑmin = –40 °C Druckflüssigkeitstemperaturbereich ϑmax = +115 °C
Erwärmung des Lenkaggregats eingebaut werden.
Erläuterung zur Auswahl der Druckflüssigkeit
Für die Wahl der richtigen Druckflüssigkeit wird die Kenntnis der
Betriebstemperatur und der Umgebungstemperatur vorausgesetzt.
Die Auswahl der Druckflüssigkeit soll so erfolgen, daß die Betriebs-
viskosität νopt bei Betriebstemperatur im optimalen Bereich liegt (siehe
Auswahldiagramm).
Wir empfehlen jeweils die höhere Viskositätsklasse zu wählen.
Beispiel: Bei einer Umgebungstemperatur von X °C stellt sich eine
Tanktemperatur von 60 °C ein. Im optimalen Viskositätsbereich ent-
spricht dies den Viskositätsklassen VG 46 bzw. VG 68; zu wählen:
VG 68.

RD 14 365/07.03 6/10 LAGC


Technische Daten, hydraulisch
Lenkaggregat Verdrängungs- Volumenstrom max. zul. Druck im Anschluss
Typ volumen Nenn1) max.2) P T L und R
cm 3 L/min L/min bar bar bar
LAGC 050 50 5,0 15 175 20 240
LAGC 063 63 6,3 20 175 20 240
LAGC 080 80 8,0 25 175 20 240
LAGC 100 100 10,0 30 175 20 240
LAGC 125 125 12,5 35 175 20 240
LAGC 160 160 16,0 50 175 20 240
LAGC 200 200 20,0 50 175 20 240
LAGC 250 250 25,0 50 175 20 240
LAGC 320 320 32,0 63 175 20 240
LAGC 400 400 40,0 63 175 20 240
LAGC 500 500 50,0 63 175 20 240
LAGC 630 630 63,0 63 175 20 240

1) bezogen auf eine Lenkgeschwindigkeit von 100 Lenkumdrehungen / min.


2) max. Volumenstrom für die Variante „Geräuschverhalten niedrig“ 40 L/min

Ermittlung des Lenkmoments


1 b µ
Lenkmoment M = 0,05 • FA • ––– • –––– • ––– [Nm]
e 200 0,7
1+ ––
b
M 3
Lenkkraft F = ––– • 10 [N]
l
h
b
l

e
Formelzeichen
A = erforderliche Zylinderfläche [mm2] l = kleinster, wirksamer Lenkhebel [mm]
A1 = Zylinderkolbenfläche Differentialzylinder [mm2] M = Lenkmoment [Nm]
A2 = Zylinderringfläche Differentialzylinder [mm2] n = Lenkraddrehzahl [min–1]
b = Reifenbreite [mm] nleer = Leerlaufdrehzahl des Motors [min–1]
d = Kolbenstangendurchmesser [mm] nMotor = Betriebsdrehzahl des Motors [min–1]
D = Zylinderdurchmesser [mm] p = Lenkdruck [bar]
e = Abstand Schwenklager - Reifenmitte [mm] qvp = Volumenstrom der Pumpe [L/min]
F = Lenkkraft [N] V = Verdrängungsvolumen des Lenkaggregats [cm3 /U]
FA = Lenkachslast [N] VP = Verdrängungsvolumen der Lenkpumpe [cm3 /U]
h = Hublänge des Zylinders [mm] VZYL = Zylindervolumen [cm3 ]
i = Anzahl Lenkradumdrehungen µ = Reibzahl

LAGC 7/10 RD 14 365/07.03


Auslegungung Lenkzylinder und Lenkpumpe

Lenkzylinder Lenkpumpe
F Die Pumpe sollte so ausgelegt werden, daß bei Leerlauf des Motors
Erford. Zylinderfläche A = –– • 10 [mm2]
p noch eine Lenkgeschwindigkeit von ca. 50 min–1 erreicht wird. Die
π maximale Lenkgeschwindigkeit liegt je nach Lenkraddurchmesser bei
Zylinderfläche (Kolbenseite) A1 = –– • D2 [mm2] ca. 100 bis 150 min–1.
4
π Volumenstrom der Pumpe qVP = V • (n +10) • 10–3 L/min.
Zylinderfläche (Stangenseite) A2 = –– • (D2 –d2 ) [mm2] Das erforderliche Verdrängungsvolumen der Pumpe ( BG) ist für
4
das Lenken im Leerlauf und bei Betriebsdrehzahl des Fahrzeugs zu
Bei Einsatz eines Differentialzylinders oder eines Gleichgangzylinders ermitteln.
muß A2 größer sein als die erforderliche Zylinderfläche. qVP • 103
Baugröße der Pumpe im Leerlauf VP = ––––––– [cm3/U]
Werden zwei kreuzverbundene Differentialzylinder eingesetzt, muß nleer
A1 + A2 größer sein als die erforderliche Zylinderfläche. qVP • 103
Baugröße der Pumpe bei Betriebsdrehzahl VP = ––––––– [cm3/U]
Aus dem Zylindervolumen und der gewünschten Zahl der Lenkrad- nMotor
umdrehungen errechnet sich die Baugröße des Lenkaggregats.
Zylindervolumen VZYL = A • h • 103 [cm3]
VZYL
Verdrängung LAGC V = ––– [cm3/U]
i
Üblich sind 3 bis 5 Lenkradumdrehungen von Anschlag zu Anschlag.

Weitere Informationen!
Passende Lenksäulen finden Sie in RD 11 874 und zugeordnete
Prioritätsventile für Lenkungen in Lastsignalkreisläufen in RD 27 548

RD 14 365/07.03 8/10 LAGC


Geräteabmessungen: Typ LAGC... / LAGC...LD... (Maßangaben in mm)

Zahnnabenprofil 16/32
Diametral Pitch nach 60
ANS B921-1970
Ø44,4 Ø25,4

6,3
2,8
34 ±0,5

15 min.
30 ±1
L
63 ±0,5

T
L

M10; 15
LD

44
l1
R

P R

1)

l2
44

80 +3
°
45 Baugröße l1 l2
050 125 6,8
063 127 8,3
080 129 10,5
100 132 13,2
125 135 16,5
Ø88 +3
80 +3

160 139 21,1


200 145 26,4
Ø8
2± 250 151 33,0
0,3
320 161 42,3
400 172 52,9
59 M10; 16 500 186 68,0
3/8-16 UNC; 16 2) 630 202 83,3

1) LD-Bohrung bei Ausführung LAGC...LD... Zoll, metrisch - Gewinde


90°
2) nur bei Ausführung „12“ Ø d4

d1

Anschluß Ausführung d1 Ø d2 Ø d4 b min. a1 a2 α


a1
b

01 G 1/2 – 28+0,4 14 max. 0,2 – –


P, T, L, R 02 M22x1,5 – 28+0,4 14 max. 0,2 – –
12 3/4-16 UNF 20,6+0,1 30+0,5 14,3 max. 0,2 2,4+0,4 15° ±1° UNF - Gewinde
01 G 1/4 – 25+0,4 12 1 ±0,5 – – Ø d4
Ø d2
LD 02 M12x1,5 – 25+0,4 12 1 ±0,5 – –
α
d1
12 7/16-20 UNF 12,4+0,1 21+0,5 11,5 1 ±0,5 2,3+0,4 12° ±1°
a1
b

a2

45°

LAGC 9/10 RD 14 365/07.03


Geräteabmessungen: Typ LAGC... LDA.. (Maßangaben in mm)

Zahnnabenprofil 16/32
Diametral Pitch nach
ANS B921-1970 60

Ø44,4 Ø25,4

6,3
2,8

15 min.
30 ±1
T L
L

M10; 15

44
l1
R

P R
LD

l2

44

80 +3
°
45

Baugröße l1 l2
050 125 6,8
Ø88 +3

063 127 8,3


80 +3

080 129 10,5


100 132 13,2
Ø8 125 135 16,5

0,3
160 139 21,1
200 145 26,4
59
M10; 16

Bosch Rexroth AG Bosch Rexroth AG Die angegebenen Daten dienen allein der
Mobile Hydraulics Mobile Hydraulics Produktbeschreibung. Eine Aussage über eine
D-97813 Lohr am Main D-19370 Parchim bestimmte Beschaffenheit oder eine Eignung für
Zum Eisengießer 1 • D-97816 Lohr am Main Ludwigsluster Chaussee 5 einen bestimmten Einsatzzweck kann aus
Telefon 0 93 52 / 18-0 Telefon 0 38 71 / 60 60 unseren Angaben nicht abgeleitet werden.
Telefax 0 93 52 / 18-23 58 • Telex 6 89 418-0 Telefax 0 38 71 / 60 63 70 oder 60 62 01 Die Angaben entbinden den Verwender nicht
eMail info.brm-mc@boschrexroth.de von eigenen Beurteilungen und Prüfungen.
Internet www.boschrexroth.com/brm Es ist zu beachten, dass unsere Produkte einem
natürlichen Verschleiß- und Alterungsprozess
unterliegen.

RD 14 365/07.03 10/10 LAGC

Das könnte Ihnen auch gefallen