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Aufgabe 076 S1

i Auf einem waagerecht angeordneten eindimensionalen Wellenträger kann sich eine Punkte
mechanische Querwelle mit der Geschwindigkeit c = 1,50 m/s ausbreiten. Der Träger ist
zunächst in Ruhe (siehe Abb. 1).
Der Anfang A des Wellenträgers mit xa= 0 wird nun so zu einer harmonischen Schwin­
gung angeregt, dass er zum Zeitpunkt t = 0 durch die Ruhelage nach oben schwingt. Die
Schwingungsamplitude ist s = 0,20 m, die Frequenz beträgt f = 2,5 Hz.

St
Abbildung 1
OJ-------------- 1----------------- h- ►
XA XB XC X

1.1 Beschreiben Sie in Worten die Bewegung des Wellenträgers an einer beliebigen Stelle x. 2

1.2 Berechnen Sie die Wellenlänge X der sich ausbildenden Querwelle. 1

1.3 Der Wellenträger wird nun zum Zeitpunkt t = 0,90 s betrachtet.


1.3.1 Zeichnen Sie ein Momentbild des Wellenträgers zu diesem Zeitpunkt im
Maßstab 1 : 10 für 0 < x < 1,5 m. 3
1.3.2 Geben Sie nun für diesen Zeitpunkt das zugehörige Elongation-Ort-Gesetz s(x)
allgemein und mit Zahlenwerten an. 2
1.3.3 Berechnen Sie ebenfalls für diesen Zeitpunkt die Elongation des Wellenträgers am Ort B
mit xB = 0,36 m . 1

1.4 Zeichnen Sie das Elongation-Zeit-Diagramm für die Stelle xB im Zeitintervall


0 < t < 0,64 s . (Maßstab: s-Achse: 1 cm = 10 cm; t-Achse: 1 cm = 0,1 s ) 3

1.5 Für einen weiteren Versuch wird der Wellenträger am Ort C mit xc = 0,80 m fest
eingespannt und nahe bei dieser Stelle zu Schwingungen angeregt. Am Ort C
befindet sich ein festes Ende, der Ort A an der Stelle xAist als loses Ende zu betrachten.
Die Anregungsfrequenz wird nun von 0 Hz beginnend kontinuierlich erhöht. Bei
bestimmten Frequenzen beobachtet man stehende Wellen auf dem Träger.

Fertigen Sie für die ersten beiden Eigenschwingungszustände geeignete Skizzen des
Wellenträgers an.
Berechnen Sie, bei welcher Frequenz fo sich zum ersten Mal und bei welcher Frequenz fi
sich zum zweiten Mal eine stehende Welle auf dem Träger ausbildet. 5
Aufgabe 076 S2
Punkte
2 Ein Doppelspalt mit dem
Spaltabstand g = 0,50 mm wird
senkrecht mit kohärentem Licht
eines Lasers der Wellenlänge X
beleuchtet (siehe Abb. 2). Die
Beobachtung erfolgt auf einem
parallel zum Doppelspalt
stehenden ebenen Schirm im
Abstand a = 10 m hinter dem
Doppelspalt.

2.1 Erklären Sie, warum man nur unter bestimmten Winkeln 0Ck zur optischen Achse helle
Punkte beobachtet. 2
2.2 Leiten Sie anhand einer Skizze eine Beziehung für die Winkel ctk der
Helligkeitsmaxima her.
Das Maximum 3. Ordnung hat von der Mitte M den Abstand d3 = 3,80 cm.
Berechnen Sie die Wellenlänge des verwendeten Lichtes. 4

2.3 Die nebenstehende Abbildung 3 zeigt


den Doppelspalt, der jetzt unter einem
variablen Winkel ß mit kohärentem
Licht der Wellenlänge X = 633 nm
beleuchtet wird. Die Beobachtung
erfolgt unter dem gleichen Winkel ß.
Für einen bestimmten Winkel ßi lässt
sich das Maximum 1. Ordnung
beobachten. Doppelspalt

2.3.1 Berechnen Sie allgemein mithilfe einer Skizze den Winkel ßi 3

2.3.2 Der Raum zwischen dem Doppelspalt und dem Beobachtungsschirm wird jetzt mit
einem transparenten Medium der Brechzahl n = 2 gefüllt.
Untersuchen Sie, was man jetzt unter dem in Teilaufgabe 2.3.1 berechneten Winkel ßi
beobachtet.

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Aufgabe 076 S3
Punkte

1.1 Die nachfolgenden Stellen des Wellenträgers machen die gleiche harmonische
Schwingung wie die Stelle A (gleiche Schwingungsrichtung, gleiche Frequenz, gleiche
Amplitude), allerdings phasenverzögert gegenüber der Stelle A . Die Phasenverzögerung
ist umso größer, je weiter die Stelle von der angeregten Stelle entfernt ist.

c 15 m
1-2 Ausc = f-Ä, folgt: X = — = ——f- = 0,6m = 60cm = X 1
6 f 2,5-S

1-3.1 x = c t = l,5— 0,9 s = 1,35 m = 135 cm


s

2-71
1.3.2 s(x) = s -cos (k-x) mit k = —— = 10,5^ und s = 20 cm folgt
A

s(x) = 0,2 m -cos (10,5 — x)

1.3.3 s(0,36m) = 0,2m -cos (10,5--¡^-0,36 m ) s(0,36m) = -0,16m


Aufgabe 076 S4
Punkte
1.5 Länge des Trägers: l = 80 cm. Bei einer stehenden Skizzen:
Welle ist der Abstand benachbarter Knoten gleich der
2
halben Wellenlänge. Also gilt:
\
1. Mal (Grandschwingung): £ = -^ -= >X 0 = 4£ ;

1,50
damit = 0,47 Hz = f0
X0 4£ 4-0,80 m
3-X,
2. Mal (1. Oberschwingung): £ =
4
4-1 _ XQ _ 3
=> Xj = 3 f 0 =1,4 Hz = f\

2.1 Von jedem der beiden Spalte gehen Elementarwellen aus. Unter den zugehörigen
Wellenstrahlen gibt es solche mit einem Gangunterschied mit ganzzahligem Vielfachen
der Wellenlänge X. In diesen Richtungen gibt es konstruktive Interferenz, man
2
beobachtet helle Streifen.
2.2 Das Helligkeitsmaximum k. Ordnung tritt auf, wenn Skizze:
der Gangunterschied zwischen jeweils zwei 1.5
benachbarten Strahlen 8k = k T ist. Für die
S X
zugehörigen Winkel gilt dann: sinak = — = k — 1.5
g g

Mit tana3 = — => a3 = 0,2177° und


a
3-X sina3-g sin(0,2177°)-0,5mm
sin a3 = ---- => A = ----- 5— = --------------------------
g 3 3
X = 633 nm 1

2.3.1 Für den gesamten Gangunterschied zwischen Skizze:


zwei benachbarten Strahlen gilt hier: 8 = 2-8i.
Beim Helligkeitsmaximum 1. Ordnung ist auch 1.5

hier 5 = 1 , d.h. 8, = —= — .
1 2 2
? ^
Für sinßj gilt: sinßj = — = — 1.5
g 2g
Q
2.3.2 Mit dem Brechungsgesetz folgt: — = n = 2 <=> f-^L = 2 -
K
f' 2

Mit 5 jL — ^ und SjM —XM => 5 —8[L + S1M — ^ + X L — ^ X L


3
Interferenzbedingung für das 2. Minimum 8 = —XL, d. h. man beobachtet eine dunkle
Stelle.
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