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GRATIS RFID

Nr. 429
September 2006
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Elektronikring 1 · 26452 Sande

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ACTIVE-Leuchte inkl. Batterien Schnellladegerät
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VARTA DL 2AA Leuchtdauer: 1,9 h / -weite: 40 m 7.95 Ausgelegt zum Laden von max. 4 NiCd- / NiMH-Akkus.
VARTA DL 2D Leuchtdauer: 11,5 h / -weite: 53 m 12.45 Optimale Akkupflege dank Mikroprozessor. Die Lade-
WORK-Leuchte inkl. Batterien abschaltung erfolgt durch die Minus-Delta-U-Methode. Ein
Sicherheitstimer sowie die Überwachung der Akkutemperatur
verhindern zusätzlich eine Schädigung durch Überladung.
Inkl. Netzteil (100-240 VAC) & Kfz-Ladekabel.

VARTA WL 2AA Leuchtdauer: 5,1 h / -weite: 20 m


VARTA WL 2D Leuchtdauer: 12,0 h / -weite: 37 m
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MINI-Leuchte inkl. Batterien
Ladegeräte & Akkus
VARTA ML 1AAA Leuchtdauer: 1,3 h / -weite: 6,9 m 3.45
VARTA ML 2AAA Leuchtdauer: 2,0 h / -weite: 6,0 m 4.95
LED-Leuchten NH 4X2500 EN Energizer AA (Mignon) 4x 2500 mAh 7.75
inkl. Batterien NH 4X2400 CEL Cellcon AA (Mignon) 4x 2400 mAh 9.65
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NH 4X2700 TEC Tecxus
AA (Mignon)
AA (Mignon)
4x 2300 mAh
4x 2700 mAh
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LED D602 3x superhelle LEDs, Leuchtdauer: bis 100 h9.23.95
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für 1-10 NiCd/NiMh-AA- / AAA-Akkus 31.20
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NH 4X850 GP GP
NH 4X1000 EN Energizer
AAA (Micro) 4x 850 mAh 6.20
8.20
LED M62 6x weiße LEDs, Länge: 140 mm für 1x - 4x AA- / AAA-Akkus AAA (Micro) 4x 1000 mAh
LED HEADLIGHT Kopfleuchte mit 2 weißen / 1 roten LED 11.45 LADER C200 SET Lader C200 + 4x 2400-mAh-AA-Akkus 27.50 NH 4X950T GP GP AAA (Micro) 4x 950 mAh 11.60

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elektronik, die begeistert

Elektor RFID-
RFID-Praxis
und Projekte
Das Thema RFID lässt uns schon einige Zeit
28
nicht mehr los. Dabei geht es natürlich
RFIDs sind dabei, viele Bereiche zu erobern, in denen bisher
nicht nur um Berichte, sondern vor allem
Barcodes und Chipkarten verwendet wurden. Dazu
um Projekte. Für ELEKTOR gehören
Theorie und Praxis zusammen. Dafür sorgt
kommen noch viele neue Möglichkeiten, wie zum
bei ELEKTOR die für eine Zeitschrift Beispiel in Reisepässen oder sogar in Banknoten. Als
einzigartige „Arbeitsgemeinschaft“ aus erste Elektronikzeitschrift bietet ELEKTOR den Lesern
Redaktion und Labor. mit dieser Ausgabe nicht nur eine Gratis-RFID-Karte,
Das erste RFID-Projekt in ELEKTOR war sondern auch den dazu passenden professionellen
der rein analoge RFID-Detektor (für RFID-Reader für eigene Anwendungen. Der hier
13,56-MHz- Signale) aus Heft 2/2005.
vorgestellte Entwurf kann alle RFIDs lesen und
Die digitale Seite und damit die
schreiben, die mit den weit verbreiteten Standards
praktische Nutzung der RFID-Technik hat
MIFARE® und ISO 14443-A kompatibel sind.
dann erstmals Martin Ossmann mit
seinem RFID-Leser-Projekt in Heft
10/2005 erschlossen. Ein Problem war
dabei allerdings die Erhältlichkeit der
passenden RFIDs in kleinen Stückzahlen.
16 Mit Funk-Chips in die Zukunft
Schon damals entstand die Idee, ein RFID
als kostenloses Muster dem Heft
beizulegen. Leider kosten RFIDs Mit RFID-Tags lassen sich
(Siliziumchip + Antenne + Laminierung + lebende Tiere
Aufdruck) auch bei Abnahme von genauso markieren
100.000 Stück noch deutlich mehr als wie Container oder
nur ein paar Cents. Aber wir hatten noch
Geräteverpackungen.
Auch Reisepässe und
ein Idee: Eine Aktion mit einem RFID als
Stadion-Tickets können
„elektronisches Rubbel-Los“. Und für
Funk-Chips enthalten. So
diese außergewöhnliche RFID-
unterschiedlich wie die
Anwendung konnten wir mit Philips
Anwendung ist aber auch die
Semiconductors in Gratkorn bei Graz
Technik, die dahinter steckt.
(Österreich) den idealen Partner finden.
Dabei ist es selbstverständlich reiner
Zufall, dass auch der Verfasser dieser
Zeilen aus der gleichen Gegend stammt
(und sich natürlich freut, dass dort einer
der weltweit führenden Hersteller von ICs
für Chipkarten und RFIDs zu Hause ist).
Als Ergebnis dieser Zusammenarbeit, die
auch durch den Distributor ACG
60 USB/DMX512-Interface...
unterstützt wurde, erhalten Sie mit dieser
ELEKTOR-Ausgabe eine voll
funktionstüchtige RFID-Karte und in dieser Ein DMX512-
Ausgabe die Bauanleitung für einen Interface im Format
professionellen RFID-Reader. Und wenn eines XLR-Steckers!
Sie die unsichtbare Seriennummer der Bei Preisen von
Karte elektronisch frei rubbeln, können mehreren hundert Euro
Sie auch gleich auf Seite 22 und 23 allerdings eher
nachsehen, ob Sie mit Ihrer Nummer unverhältnismäßig. Doch selbst ist
gewonnen haben! der Elektroniker: Für eine Hand voll €
kann man sich ein winziges DMX-
Ernst Krempelsauer Interface selbst bauen.
INHALT 37. Jahrgang
September 2006
Nr. 429

-Reader LE RFID Grundlagen


16 Mit Funk-Chips in die Zukunft
S EN & 24 Die ELEKTOR-RFID-Karte

GEWINN 50 Von 17/4 bis Channel-Router

Seite 2
EN
2
Praxis
28 ELEKTOR-RFID-Reader
36 Experimenteller RFID-Reader
54 DiSEqC-Monitor
60 USB/DMX512-Interface
65 Entwicklungstipps
THD-Filtervergleich
66 FGPA-Kurs 4.Teil
70 Workshop: Laserprojektor

Technik
44 Freie Bahn für Cubesats!
74 E-Blocks plus ARM

Info & Markt


44 Freie Bahn für Cubesats! 6 Impressum
8 Mailbox September 2006
11 elekTermine
12 Forschung & Technik
14 Produkte
84 Preview

Funkverbindungen im 70-cm- und 2-m-Band mit Infotainment


Nordamerika? Ohne Satellit unmöglich! Doch wie wär’s mit einem
kleinen Privat-Satelliten? Der niederländische Delfi-C3 wird seinen 22 Schlüssel zum Glück
Transponder allen interessierten Funkamateuren zur Verfügung RFID lesen und gewinnen!
stellen. Und der deutsche Compass-1 wird schon bald Fotos nach
78 Hexadoku
Wunsch aus dem Weltraum zur Erde senden. Die technischen
Herausforderungen sind allerdings nicht von Pappe … 79 Retronik
Einzelheft Jahres- und Studentenabonnements (11 Hefte) dauern immer
Deutschland € 6,50 1 Jahr und verlängern sich automatisch um weitere 12
Österreich, Belgien, Luxemburg € 7,15 Monate, wenn nicht spätestens 2 Monate vor Ablauf schriftlich
Schweiz CHF 12.50 gekündigt wird. Probeabonnements (3 Hefte) laufen
automatisch aus; sie müssen nicht gekündigt werden.
Abo-Service Jahresabonnement-Standard Preisänderungen vorbehalten.
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Bestellannahme und Bestellservice Commerzbank Aachen
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Freitag von 08:30 bis 12:30 Uhr Deutschland € 12,50 Bestellungen & Abos für Österreich
Tel. +49 241 88 909-0 Österreich, Belgien, Luxemburg € 12,50
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redaktion@elektor.de zu richten. Alle Länder € 9,95 Internet: www.thali.ch

IMPRESSUM
37. Jahrgang, Nr. 429 Technische Redaktion Der Herausgeber ist nicht verpflichtet, unverlangt einge-
Ton Giesberts, Paul Goossens, sandte Manuskripte oder Geräte zurückzusenden. Auch
September 2006
Luc Lemmens, Karel Walraven wird für diese Gegenstände keine Haftung übernommen.
Nimmt der Herausgeber einen Beitrag zur Veröffentli-
Erscheinungsweise: 11 x jährlich Grafische Gestaltung und Layout chung an, so erwirbt er gleichzeitig das Nachdruckrecht
(inkl. Doppelheft Juli/August) Ton Gulikers, Giel Dols für alle ausländischen Ausgaben inklusive Lizenzen. Die
in dieser Zeitschrift veröffentlichten Beiträge, insbeson-
ELEKTOR möchte Menschen anregen, sich die Elektronik zu Eigen zu
Geschäftsführer/Herausgeber dere alle Aufsätze und Artikel sowie alle Entwürfe, Pläne,
machen – durch die Präsentation von Projekten und das Aufzeigen von
Entwicklungen in der Elektronik und technischen Informatik. Paul Snakkers Zeichnungen einschließlich Platinen sind urheberrechtlich
geschützt. Ihre auch teilweise Vervielfältigung und Ver-
ELEKTOR erscheint auch in Englisch, Französisch, Niederländisch und Marketing (Leitung) breitung ist grundsätzlich nur mit vorheriger schriftlicher
weiteren Sprachen. ELEKTOR ist in über 50 Ländern erhältlich. Carlo van Nistelrooy Zustimmung des Herausgebers gestattet.
Die veröffentlichten Schaltungen können unter Patent-
Verlag Vertrieb (Leitung) oder Gebrauchsmusterschutz stehen. Herstellen, Feilhal-
Elektor-Verlag GmbH Margriet Debeij ten, Inverkehrbringen und gewerblicher Gebrauch der Bei-
Süsterfeldstraße 25, 52072 Aachen träge sind nur mit Zustimmung des Verlages und ggf. des
Tel. 02 41/88 909-0 Anzeigen Schutzrechtsinhabers zulässig. Nur der private Gebrauch
Fax 02 41/88 909-77 ID Medienservice ist frei. Bei den benutzten Warenbezeichnungen kann es
Tel. 05 11/334 84-36 sich um geschützte Warenzeichen handeln, die nur mit
Technische Fragen bitten wir per E-Mail an Fax 05 11/334 84-81 Zustimmung ihrer Inhaber warenzeichengemäß benutzt
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Redaktion ELEKTOR Deutschland tigkeit und Brauchbarkeit der veröffentlichten Schaltun-
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Internationale Redaktion Internet: www.ips-pressevertrieb.de © 2006 Segment B.V.
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hoontetijl, Zwolle, Niederlande
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Redaktionssekretariat
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Niederalm 300
Tel. +43/62 46/37 21-0
ISSN 0932-5468 w
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Zum Schluss noch ein Tipp: vorgeschrieben. Als zugelassene


Eigentlich ist sehr schade, wenn Nachrüstlösung gibt es unseres
der UV-Belichter “nur” für die Wissens nach bisher nur automa-
Platinenbelichtung verwendet tisches Tagfahrlicht mit separaten
wird und damit die meiste Zeit Zusatzscheinwerfern (zum Bei-
inaktiv ist. Außerhalb des Elektro- spiel von Hella, siehe www.tag-
nik-Labors kann unser Belichter fahrlicht.de).
auch hervorragend als “Pflan-
zenlampe” verwendet werden
(siehe Foto). Der Leistungsver-
brauch ist mit 12 V /500 mA
minimal gegenüber herkömm- Rauscharme Opamps
lichen UV-Lampen. Ich plane einen eventuell
Reinhardt Weber zweistufigen, besonders emp-
findlichen Mikrofon-Vorver-
stärker, der einen besonders
hohen Rauschabstand in der
UV-Belichter (1) machen würde, könnte man Vorstufe haben sollte. Können
Ich habe das Platinenbelich- eine Luxus- oder Power-Ver- Automatisches Tagfahrlicht Sie mir da weiterhelfen? Was
tungsgerät aus ELEKTOR sion mit integrieren, die mit Ich konnte in ihrer Zeitschrift gibt es da über dem TL071?
5/2006 aufgebaut. Das Teil 96 LEDs bestückt werden noch keine Schaltung für Tag- Die LF-Typen scheinen da
funktioniert einfach toll! Ich könnte. Dann hat man nur fahrlicht finden. Die Schal- ohnehin nicht mehr ganz ran-
kann jetzt die ganzen Nitra- 1/4 der Belichtungszeit. Die tung sollte so funktionieren zukommen und scheiden von
photlampen und UV-Röhren LEDs dürften im 100er Pack wie handelsübliche Nachrüst- vornherein aus.
auf den Müll werfen! Einfach ca. 100 € kosten, und der lösungen, die beim Start auf Für die zweite Stufe ist dann
unglaublich! Belichter wäre dann vielleicht die Spannungserhöhung rea- allerdings der TL071 wieder
Helmut Weiss auch semiprofessionell ver- gieren und dann automatisch aktuell, denn wenn das
wendbar.
Aber bitte Lampen und UV-Röhren Wolfgang Mertens
ordnungsgemäß entsorgen ;-)
Die Ausführung als doppelseitige
Platine ist selbstverständlich mög-
lich, nur ist die im Artikel vorge-
schlagene Beklebung einer ein-
UV-Belichter (2) seitigen Platine mit Alu-Folie mei-
Anbei ein paar Punkte, die ner Meinung nach einfacher zu
mir beim Lesen des Artikels realisieren.
spontan eingefallen sind: Auch die Antiparallelschaltung im
Wäre es nicht sinnvoll, eine Wechselspannungsbetrieb ist
doppelseitige Leiterplatte zu prinzipiell möglich. Die Vorwider-
verwenden? Eine Seite kom- stände müssen dann exakt dem
plett als Massefläche, Kupfer jeweiligen Trafo angepasst wer-
blank mit Klarlack oder bes- den, um den zulässigen Maxi- das Licht einschalten. Zur Ganze mit 80 bis 100 dB
ser glanzverzinnt (dient als malstrom nicht zu überschreiten. Schonung der Lampen Rauschabstand am Ausgang
Reflektor). Wenn man immer Halogentrafos verschiedener Leis- (Abblendlicht) sollte die der zweiten Stufe auf 200 bis
zwei LEDs antiparallel schal- tung haben auch unterschiedliche Schaltung mit Impulsbreiten- 500 mV verstärkt ankommt,
ten würde und dann zwei die- Leerlaufspannungen! Dieses Pro- steuerung versehen sein. Als reicht das für meine Vorstel-
ser Paare in Reihe, könnte blem tritt bei Versorgung der eifriger ELEKTOR-Leser wäre lungen vollauf aus.
man sich Schutzdiode und LEDs mit stabilisierter 12-V-Gleich- ich ihnen für eine solche Ent- Walter Bechtle
DC-Netzteil “sparen” und spannung nicht auf. Das Wegfal- wicklung dankbar.
zum Beispiel einen Halogen- len der Verpolungsschutzdiode R. Kölpl Grundsätzlich ist es richtig, dass
lampentrafo (AC statt DC) zur bringt nur Pfennige und ist im im Wesentlichen die erste Stufe
Speisung verwenden. Natür- Vergleich zu den Kosten der UV- Das Problem ist nicht die Entwick- den Rauschabstand bestimmt –
lich bei verminderter UV-Leis- LEDs total vernachlässigbar. lung einer solchen Schaltung, vorausgesetzt, dass die erste
tung bei gleicher Wider- Selbstverständich können Sie sondern die Frage der Zulas- Stufe auch (kräftig) verstärkt. Das
standswahl. Da die LEDs aber auch eine Luxus-Power-Version für sung. Für Selbstgebautes gibt es Rauschen der zweiten Stufe geht
dann mit 50 % Einschalt- eine noch kürzere Belichtungszeit weder ABE (Allgemeine Betriebs- nämlich nur geteilt durch die Ver-
dauer betrieben würden, herstellen. Den erforderlichen erlaubnis) noch ABG (Allgemeine stärkung der ersten Stufe in die
könnte man die Widerstände Abstand der LEDs untereinander Bauartgenehmigung) und auch Gesamtrauschzahl ein und ist
verkleinern und den Strom können Sie dem Diagramm in keine EG-Betriebserlaubnis. daher bei ausreichend hoher
erhöhen, um wieder auf die Bild 1 (ELEKTOR 5/2006, S.66) Damit bleibt wohl (leider) nichts Verstärkung der ersten Stufe fast
gleiche Belichtungszeit zu entnehmen. Man muss aber anderes übrig, als eine handels- vernachlässigbar.
kommen. Die 24 LEDs kosten immer die Kosten der UV-LEDs übliche und zugelassene Schal-
überschlägig etwa 35 €. mit der erforderlichen Belich- tung zu verwenden. In Deutsch- Ein sehr guter, aber auch teurer
Wenn man ein neues Layout tungszeit in Relation setzen. land ist Tagfahrlicht (noch) nicht Opamp ist der OPA627 (oder

8 elektor - 9/2006
Hexadoku-Lösung (aus ELEKTOR Juni 06) Matter Eindruck Seit geraumer Zeit gibt es unter
Ich habe im ELEKTOR-Shop den Elektronik-Versendern viele
vor kurzem einen Bausatz für Anbieter, die in ihrem Sortiment
den “Autonomen OBD-2-Ana- auch SMD-Bauteile anbieten.
lyser” bestellt. Ich hatte bei Neben den allseits bekannten
den Lötkontakten der Platine Namen (Reichelt, Conrad & Co.)
zunächst den Eindruck, dass gibt es für Sortimente und Con-
sie mit einer weißen Schutz- tainer auch Spezialisten wie zum
schicht überzogen sind. Oder Beispiel Mira (www.mira-electro-
ist diese Platine bereits aus nic.de). Bei bestimmten Bautei-
bleifreiem Material und sieht len ist es schon schwierig, über-
daher das Metall matter aus? haupt noch eine bedrahtete Ver-
Lässt sich eine solche Platine sion zu bekommen.
eigentlich noch mit bleihalti-
gem Lot verlöten ?
Torben Postel

Die Platine ist tatsächlich schon


bleifrei. Die Kontakte sind nicht
wie früher verzinnt, sondern ver-
silbert. Wahrscheinlich ist es
das, was sie etwas weißer und
matter erscheinen lässt. Mit blei-
haltigem Lot kann man hier den-
noch sehr gut löten.

OPA637) von Texas Instruments alten NE5534 verwenden. Es


(Burr Brown). Er ist vor allem sind aber nicht alle genannten
auch für höhere Impedanzen Opamps unity-gain-stabil. Kein
geeignet. Problem, wenn die erste Stufe SMD-Bauteil-Sortimente
Wenn die Impedanz niedriger ist mehr als 3-fach verstärkt – aber Wo gibt es SMD-Sortimente
(dynamische Mikrofonkapsel), es darf dann auch kein Kondensa- zu kaufen? BUZ41
kann man auch einen LT1028, tor in der Gegenkopplung zur Robert Eichhorn Ich möchte den Akkuvitalisie-
LT1115 oder sogar den guten HF-Entstörung verwendet werden. rer aus dem Septemberheft

Updates, Bezugsquellen und Nachlese


ELEKTOR Juli/August zum Drucker geschickt wur- Elektronischer - Die Pads GND, GND wur-
2006 (Halbleiterheft) den, war es dann nicht mehr Zauberstift, den in der rechten “Spalte”
die deutsche Version. Die fin- ELEKTOR Juni 2006, S. 64 hinzugefügt.
- S. 24: RS232 via Bluetooth den Sie jetzt als Gratis-Down- In Bild 1 hat sich ein Fehler
Aus unerfindlichen Gründen load auf der ELEKTOR-Website eingeschlichen. Hier die korri-
wurde dieser Beitrag auf (www.elektor.de), wenn Sie gierte Version (siehe Abbil-
Niederländisch gedruckt. unter „Zeitschrift“ im Heft- dung) mit folgenden Änderun-
Das ist zwar noch nie vorge- Inhalt Juli/August 2006 den gen: Stereo-Sender,
kommen, aber wenn etwas Artikel “Serial2Bluetooth” aus- ELEKTOR Juni 2006, S. 52
schief gehen kann, dann geht wählen. Im Textkasten auf S. 54 steht
es irgendwann auch schief. in der fünften Zeile von
Und schief gehen kann es - S. 65: Multicolor-Blink-LED unten in Klammern „R17“,
deshalb, weil alle vier ELEK- Der im Text genannte Herstel- gemeint ist aber R34. In der
TOR-Ausgaben (Deutsch, ler I.C. Engineering Ltd. ist auf gleichen Zeile wird für C33
Englisch, Französisch, der Website www.fbice.com ein Wert von 33 nF genannt,
Niederländisch) am gleichen zu finden. Erhältlich ist die richtig ist aber 1,5 nF (wie
DTP-Arbeitsplatz (d.h. auf Blink-LED dieses Herstellers im Schaltplan angegeben).
dem gleichen Computersys- zum Beispiel bei Conrad. In der vorletzten Zeile wird
tem) zusammengestellt wer- ein Poti oder Trimmpoti zur
den. Alle Artikel werden vor- - S. 86: Geigerzähler Pegeleinstellung vorgeschla-
her (auf Papier) korrigiert, Der im Schaltplan mit C5 gen. Der Autor hält es für
und zur Korrektur haben wir verbundene Anschluss der richtiger, statt dessen zur
noch den deutschsprachigen Sekundärwicklung von TR1 - Die Pads R3, GND wurden Pegelanpassung geeignete
Artikel bekommen. Nur bei ist auch mit Masse zu ver- in der linken “Spalte” hinzu- Werte für R17 umzuschalten.
den Dateien, die am Schluss binden. gefügt.

9/2006 - elektor 9
INFO & MARKT MAILBOX

2001 nachbauen. Leider ist Elektorskop. Positiv war gespielt hat. Die im Vergleich
der Transistor BUZ41 nir- jedoch die eingebaute Zwei- zum RIM-Oszilloskop geringere
gendwo zu finden. Welchen kanaligkeit mit internem Bandbreite ergab sich aus der Vielen Dank
Ersatztyp kann ich einsetzen? Chopper und die Triggerung. selbstbaufreundlichen und nach- für den Tipp.
Michael Stahl Ich habe kein Elektorskop bausicheren Auslegung der Ein- Die PCMCIA-Lösung ist nicht nur
nachgebaut, jedoch Teilschal- gangsabschwächer des Elektor- kostengünstig, sondern dank der
Die Auswahl des Transistors ist tungen daraus im Unterricht an skops. Wenn wir die Abschwä- (internen) PCMCIA-Busbreite
relativ unkritisch. Ein BUZ10 der Kieler Technikerschule cher hätten vorfertigen lassen, auch ziemlich schnell.
oder BUZ100 lässt sich ebenfalls (1990) vorgestellt. Teilschaltun- wäre die Bandbreite auch größer
verwenden. gen für ein Skop (Y-Verstärker ausgefallen. Dies wäre aber mit
und Triggerung) wurden in der damaligen Verlagspolitik nicht
Elektor auch schon 1972 vor- zu vereinbaren gewesen.
gestellt... 32-bit-Mikrocontroller-ARMee
Henning Weddig Von Tony Dixon, dem Entwickler
Retronik-Skop des ARMee-Development-Sys-
Das in Ihrem Rückblick „Retro- Das Elektorskop war sicher nicht tems (ELEKTOR April 2005)
nik“ (ELEKTOR 06/2006) das erste volltransistorisierte Oszil- Radios der 50er Jahre erhielten wir eine neue ARM-
beschriebene Elektorskop ist loskop der Welt, aber das erste Ich war früher viele Jahre Übersicht. Die Tabelle ermöglicht
nicht das erste volltransistori- volltransistorisierte Selbstbau- Abonnent und neugierig, was einen Vergleich der aktuellen
sierte Oszilloskop. Baube- Oszilloskop in ELEKTOR. Die aus ELEKTOR geworden ist. Ich ARM-Mikrocontroller von Analog
schreibungen dafür gab´s in angesprochenen Teilschaltun- Devices, Philips, OKI, Atmel,
der Funkschau /Funktechnik gen in ELEKTOR waren erste ST und Texas Instruments.
schon ab Mitte der 60er Schritte auf dem Weg zum Wegen des großen Platzbe-
Jahre (1965 mit AF114 etc!). Elektorskop, und das von darfs finden Sie diese Tabelle
Mein RIM Rog 7 GL (aufge- Ihnen genannte Rog 7 war auf der ELEKTOR-Website
baut 1973) ist bis auf die der in der Retronik erwähnte unter www.elektor.de/arm.
Braunsche Röhre volltransisto- RIM-Entwurf, der bei dem Bei dieser Gelegenheit soll
risiert und hat eine höhere missglückten „1-Wochen-Pro- nicht unerwähnt bleiben, dass
Bandbreite (10 MHz) als das jekt“ eine unrühmliche Rolle wir gerne auch einige Leser-
Applikationen mit dem recht
Anzeige habe mir daher wieder einmal oft gebauten ARMee-Board vor-
ELEKTOR gekauft und war stellen würden.
angenehm überrascht.
Besonders deshalb, weil ich im
Abschnitt „Retronik“ ein Thema
fand, mit dem ich mich seit
einigen Jahren befasse (natür-
lich habe ich auch gleich das
Röhren-Sonderheft bestellt). Der
Retronik-Artikel beschreibt die
Wieder-Inbetriebnahme eines
PHILIPS 1002 - den ich auch
besitze. Genau zu diesem

FUNK
Thema habe ich ein Buch

FUNK tioniert
niert
nachhaltig.
tio-
geschrieben, das aber auch
die Maßnahmen behandelt,
die dem Gerät bei großer Laut- MailBox
stärke wieder zu einem brillan-
nach- ten Klang verhelfen. Näheres
In dieser Rubrik veröffentlichen wir
Kritik, Meinungen, Anregungen, Wün-
haltig. über mein Buch finden Sie sche oder Fragen unserer Leser.
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10 elektor - 9/2006
elekTermine
26. - 1.10. Köln, Messegelände
Photokina
Dank der Digitaltechnik gibt’s auch auf dieser Foto- und Videomesse eine Menge
Elektronik zu sehen. Für Fachbesucher und „Endverbraucher“.
www.photokina.de

27. - 28. Dortmund, Hilton Hotel


Wireless Technologies
Der jährliche Kongress hat in 2006 die Schwerpunkte Automotive,
Gebäudeautomation und Automatisierung. Mit Workshops und Ausstellung.
www.mesago.de

OKTOBER 2006
9. + 10. + 11. + 12. + 13.
Nürnberg / Stuttgart / Köln / Hannover / Berlin
Flachbildfernseher dürften auch dieses Jahr das Bild der IFA beherrschen (Bild: Messe Berlin) Dewetron Seminar
Kostenloses Halbtages-Seminar des Messtechnik-Herstellers Dewetron über
Signalkonditionierung/Sensorik, zeitsynchrone Messdatenerfassung und mehr.
SEPTEMBER 2006 www.dewetron.com/de/news/events
1. - 6. Berlin, Messegelände 10. - 13. Wien, Messezentrum
Internationale Funkausstellung 1. Vienna TEC
Die IFA findet jetzt jedes Jahr statt. Themenschwerpunkte auch in 2006: Sechs Fachmessen (Elektronik, Automatisierung, Messtechnik u.a.) finden hier
Flachbildfernseher, HDTV und natürlich die neuen Disc-Formate. gleichzeitig statt. Darunter die Industrieelektronik-Messe IE.
www.ifa-berlin.de www.vienna-tec.at
5. - 7. Dresden, International Congress Center 18. Baden-Baden, Kongresshaus
ESTC2006 Fahrzeugelektronik im Fokus
Die erste „Electronics Systemintegration Technology Conference“ mit Vom VDI veranstaltete Kurztagung mit Ausstellung. Kraftstoffeinsparung mit
240 Präsentationen zu den Themen Packaging, Optoelektronik, Produktion und mehr. Elektronik, Diagnose, Nutzfahrzeugelektronik und Licht heißen die Schwerpunkte.
www.estc-conference.net www.wissensforum.de/index.php?id=102
12. - 14. Heidelberg, Universität 18. - 20. Berlin, Messegelände
Mechatronics 2006 Belelektro
Auf der Konferenz werden über 300 Experten dieses Fachgebietes erwartet. Themen Schwerpunkte dieser Regionalmesse sind unter anderem: Licht, Messtechnik,
sind unter anderem Regelungsverfahren und die Mensch-Maschine-Kommunikation. Regelung und Steuerung, Energieversorgung, Gebäudetechnik, Sicherheit.
www.mechatronics2006.com www.messe-berlin.de
12. + 13. + 19. + 20. + 21. + 25. + 26. + 28. 23. - 25. Aachen, Eurogress
Berlin / Weimar / Hannover / Oberhausen / Darmstadt / Stuttgart / München / Zürich VDE-Kongress 2006
TechTrends 2006 Auf dem Programm stehen fünf Fachtagungen mit 150 Beiträgen. Außerdem
Kostenloses Entwickler-Seminar des Distributors EBV. Diesjährige Schwerpunkte sind präsentieren junge Forscher Innovationen aus Elektronik und IT.
unter anderem „Embedded Control“ und die Sensorik. www.vde.com
www.ebv.com/en/events/events_seminars.html

13. - 15. Hamburg, Messegelände


Nord Elektro
Gebäudetechnik, Beleuchtung, Energieversorgung, Mess-, Regel- und Steuerungs-
technik, Kommunikation, Sicherheit und mehr sind Themen dieser Regionalmesse.
www.hamburg-messe.de/nordelektro

25. - 26. Stuttgart, Haus der Wirtschaft


f-cell Symposium
Forum und Messe für Produzenten und Anwender der Brennstoffzelle. Bereiche:
Fahrzeugtechnik, Stromerzeugung in Haushalten, Brennstoffzellen in tragbaren Geräten.
www.f-cell.de

25. - 28. Bad Homburg, Steigenberger Hotel


CARTS Europe 2006
Auf dieser Konferenz werden technische Innovationen auf dem Gebiet der passiven
Bauelemente vorgestellt (Anwendungen, Werkstoffe u.a.).
www.zvei.org/index.php?id=881 Bei diesem Anblick lacht das Herz des Gerätefreaks. Auf zur Photokina! (Foto: Koelnmesse)

9/2006 - elektor 11
Forschung & Technik Von Phil Knurhahn

Nanolicht für die Nanowelt Magnetischer Halbleiter


Forscher am National Institute of Standards and Technology (NIST) mit interessanter Zukunft
lassen Nanodrähte aus Galliumnitrid auf einem Siliziumsubstrat auf- Im Francis Bitter Magnetic Laboratory des MIT wurde ein neues mag-
wachsen. Sie können Licht emittieren und so zur Beleuchtung der netisches Halbleitermaterial entwickelt, das aus Chrom-dotiertem Indi-
Nanowelt beitragen (Bild: Lorelle Mansfield, NIST). Die Nanodrähte umoxid besteht. Damit lassen sich Bauelemente realisieren, die nicht
haben Durchmesser zwischen 30 und 500 nm und sind etwa 12 µm nur Ladung schalten und transportieren, sondern auch noch den
lang. Werden sie durch Laser oder elektrischen Strom angeregt, dann Elektronenspin nutzen (er äußerst sich als winziges Magnetfeld der
emittieren sie Lichtwellen im infraroten oder sichtbaren Bereich, je Elektronen). Und so wäre ein Tor offen für die gleichzeitige Verarbei-
nach Zusammensetzung des GaN-Materials. Solch eine „Nanobe- tung von mehreren verschiedenen Informationszuständen. Die „Spin-
leuchtung“ könnte zum Beispiel für ein „Lab-on-Chip“ eingesetzt wer- tronic“ hat längst Einzug gehalten in Laptops und iPods: Die Infor-
den, um Chemikalien und biologische Stoffe optisch zu identifizieren. mationsspeicherung in den Festplatten mit höchster Speicherkapa-
zität nutzt den Spinstatus. Wenn es jetzt gelingt, auch Logikelemente
http://www.nist.gov/public_affairs/techbeat/tb2006_0525.htm damit auszurüsten, dann käme es zu einem dramatischen Anstieg
der Verarbeitungsleistung – und gleichzeitig zur Energieeinsparung,
weil keine Elektronen mehr transportiert werden müssen, was Wärme-
verluste mit sich bringt. Gleichzeitig ließen sich die Abmessungen
der Bauteile drastisch reduzieren. Die optische Transparenz des
neuen Materials macht auch Anwendungen in der Solarstromerzeu-
gung und bei „Touch Screen Displays“ möglich. Das Bild (Photo:
Donna Coveney) zeigt den Wissenschaftler Jagadeesh Moodera
(links) mit Kollegen an einer Anlage zur Herstellung dünner Schichten.

http://web.mit.edu/newsoffice/2006/spintronics-0524.html

Wer friert, arbeitet schneller –


aber nur als Chip
Mit einem auf 4,5 Kelvin herunter gekühlten Chip ist es Forschern
von IBM und dem Georgia Institute of Technology gelungen, erstmals
SiGe-Bipolar-Transistoren auf eine Arbeitsfrequenz von mehr als
500 GHz zu bringen. Das ist über 100 Mal mehr als heute übliche
PC-Prozessoren realisieren können. Bei Raumtemperatur brachten es
die Transistoren immerhin noch auf 350 GHz. Der Hintergrund für
diese Arbeiten ist weniger Forschungsdrang als vielmehr die Suche
nach neuen Hochleistungs-Bausteinen für eine extreme Breitbandüber-
tragung. Daran sind neben der Raumfahrt-Branche vor allem Unterneh-
men interessiert, die große Mengen von HDTV-Kanälen „on demand“
zugleich übertragen wollen. Das Photo (Bild: Georgia Tech) zeigt die Kleinster Roboter der Welt
Kühltechnik, in deren Mitte man die Chips als kleine schwarze Qua-
drate erkennen kann. Er ist 250 µm lang und 60 µm breit - damit würden rund 200 Stück
auf eine Fingerspitze passen. Sein Konstruktionsprinzip ist völlig
www.gatech.edu/news-room/release.php?id=1019 anders als bei anderen Mini-Robotern üblich: Keine winzigen Moto-
ren, keine Räder, keine Batterien. Stattdessen findet sich ein Stück
flexibles Silizium mit zwei Aktuatoren „on board“. Die Aktuatoren
werden durch externe Felder mit Energie versorgt und können die
Mikroroboter mit jedem Impuls 10 nm fortbewegen. Die Höchstge-
schwindigkeit ist bei 20.000 Impulsen pro Sekunde erreicht, was
200 µm pro Sekunde entspricht. Der am Dartmouth College (Dur-
ham, North Carolina, USA) von Professor Bruce Donald und seinen
Mitarbeitern entwickelte Mikroroboter ist damit ein klassisches MEMS
(Micro Electromechanical System). Er soll von der Firma MEMSCAP
(Grenoble, Frankreich) gefertigt werden. Was man mit diesem Mikro-
roboter machen will? Er kann zum Beispiel winzige Staubpartikel auf
Siliziumchips entfernen. Im Team mit vielen gleichen Robotern könnte
man ihn auch auf Fehlersuche im PC schicken.

http://engineering.dartmouth.edu/other/microeng/robot05.html
www.memscap.com/05-06-2006-1.pdf

12 elektor - 9/2006
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Besitz der jeweiligen Eigentümer. © Microchip Technology 2006. Alle Rechte vorbehalten. ME156Ger/07.06
INFO & MARKT NEWS

ARM7-Mini-Boards
nen (16 KByte SRAM und Das kleine Modul ist als 24-Pin-
64 KByte Flash bzw. 64 KByte DIP-Bauteil ausgeführt; die Takt-
SRAM und 256 KByte Flash) frequenz wird hier mit 60 MHz
sowie mit einem JTAG-Interface, angegeben. Im Speicher befin-
EEPROM und einer RTC als det sich ein Basic-Compiler, der
zusätzlich integrierter Hardware. über eine serielle Schnittstelle mit
Abhängig vom Speicherbedarf Basic „beladen“ wird. Im
können Anwendungen direkt aus 128 KByte großen Flash stehen
dem Flash oder im SRAM ausge- noch 40 KByte für den eigent-
führt werden. Atmels integrierter lichen Programmcode zur Verfü-
Bootloader SAM-BootAssistant gung, 4 KByte sind frei vom User
(SAM-BA) erlaubt die einfache beschreibbar. Dazu gibt’s
Programmierung des Flashspei- 64 KByte SRAM für Variablen.
chers. Programme lassen sich
unter Verwendung des Open- Das Board besitzt 16 TTL-kompa-
Source-Compilers WINARM in tible Digital-Ein/Ausgänge; wei-
C schreiben. Ein entsprechendes tere Features sind eine 8-bit-
Das SAMDIP-7S der taskit GmbH handen. Der Prozessor wird Starterkit (98 € zuzüglich Mehr- PWM sowie SPI- und I2C-Schnitt-
ist ein Mini-Board mit einem durch einen effektiven DMA-Con- wertsteuer) enthält das Mini- stellen. Auch eine Regelung für
Atmel ARM7TDMI-Controller, troller entlastet, welcher den Board und ein Evaluationboard. die Versorgungsspannung ist auf
welches als 40-pin-Standard-DIP- beidseitigen Datentransport zwi- Auf letzterem ist die gesamte dem DIP-Board integriert. Das
Bauteil ausgeführt ist (Vertrieb schen internem SRAM und der Zusatzhardware für USB, Modul ist für ab 59 US-$ erhält-
über www.at91shop.com). Peripherie sicherstellt. Eine RS232C und die Regelung der lich, ein Evaluation-Board ist für
Die Taktfrequenz beträgt PWM-Einheit sowie acht ADC- Spannungsversorgung integriert. 149 US-$ zu haben.
48 MHz. Als Peripherie sind Kanäle erlauben die Interaktion
USB 2.0, 32 programmierbare mit zusätzlicher Hardware. Das Ein von der Form her ähnliches www.at91shop.com
I/O-Ports, TWI (entspricht I2C), kleine Board gibt es in zwei ver- ARM7-Mini-Board bietet der kali- www.coridiumcorp.com/
SPI, SSC und drei USARTS vor- schiedenen Speicherkonfiguratio- fornische Hersteller Coridium an. ARMexpress.phtml

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Neues vom Tiger


Neue Control-
ler der Tiger-
Familie stellt
Wilke Techno-
logy vor. Die
T I N Y- Ti g e r- 2 -
Module sind
weitgehend soft-
ware- und hard-
warekompatibel
zu den beste-
henden Tiger-Controllern und SPI, Microwire, Multi-UART,
zeichnen sich durch stärkere freie Ports, Expansion-Bus, Inter-
CPUs, mehr Speicher und I/Os rupt-/Counter-Eingänge, 12
sowie eine Reihe neuer Funktio- Eingänge digital/analog
nen aus. (10 bit), PWM-Ein-/Ausgänge,
Bei nur 90 mA Stromaufnahme Grafik-LCD-Interface und zahl-
bieten die neuen Bausteine reiche weitere Schnittstellen.
beachtliche Verarbeitungsge- Ein 1 MByte großes Static-
schwindigkeiten und können RAM, eine Echtzeit-Uhr mit
direkt in „Multitasking BASIC“ Kalender und ein Watchdog
programmiert werden. Ein C- sind weitere Features. Für den
Compiler ist in Vorbereitung. Entwickler stehen hunderte Spe-
Der kompakte und schnelle cial-Functions und Device-Trei-
Runtime-Code bootet in einem ber zur Verfügung. Dazu gibt
Bruchteil einer Sekunde und es ein reichhaltig ausgestattetes
bietet bei 2,5 bis 4,5 MByte Starter-Kit mit Windows-IDE,
internem Flash genug Platz USB, Ethernet, COM-Ports,
auch für umfangreiche Projekte 1/4-VGA-LCD, Analog- und
von 50.000 und mehr Code- Digital-I/Os, Patcharea und
zeilen. Zubehör.
Das Modul enthält 56 univer-
selle I/O-Lines, CAN-Bus, I2C, www.wilke.de/tiger2.php

14 elektor - 9/2006
Röhren-
Sonderheft –
zum Zweiten
Musiker und audiophile HiFi-
Freaks lieben die Elektronenröhre.
In Röhrenverstärkern erzeugt sie
den unverkennbaren, warmen
Sound, den nach Meinung der
Röhren-Fans kein „kalter“ Transistor
erreicht. Darum ist das klassische
Bauteil auch heute noch aktuell.
Grund genug für den ELEKTOR-
Verlag, ein zweites Röhren-
Sonderheft zu veröffentlichen. Auf
100 Seiten findet man Grundla-
gen, Pläne und Tipps für Selbst-
bauprojekte, technische Erklärun-
gen und viele Daten. Fragen wie
„Welche Vorstufenröhre ist die
richtige?“, „Welchen Einfluss hat
die Qualität des Vakuums?“ und
„Sind Röhrenmikrofone noch
immer das Maß aller Dinge?“
werden von Experten kompetent
beantwortet. Zusätzlich gibt’s
Buchbesprechungen zum Thema.
Das Sonderheft kostet 15,90 €
und ist natürlich im Zeitschriften-
handel erhältlich. Bequem bestel-
len kann man es im ELEKTOR-
Shop (siehe hinten in diesem Heft
oder unter www.elektor.de).
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www.elektor.de

Immer informiert mit dem


Forums-Abo
Die Foren auf der ELEKTOR- mit Benutzernamen und einer
Website erfreuen sich großer E-Mail-Adresse zur Verfügung
Beliebtheit. Kein Wunder - wer- steht, haben wir jetzt noch auf-
den doch vier unserer sieben gewertet. Auf einfache Weise
Foren von kompetenten Experten kann man ein Forum jetzt auch
moderiert. ELEKTOR-Autoren, abonnieren: Immer wenn sich
Entwickler, Mikrocontroller- dort etwas tut, wird man per E-
Cracks und weitere Spezialisten Mail automatisch informiert. Mit
stehen allen Lesern hier bei Fra- einem Klick auf den mitgesand-
gen und Problemen zur Seite. ten Link kann man sich dann
Nicht weniger populär sind die direkt in das betreffende Forum
Leserforen - denn auch zu ausge- hineinklicken. Das Abonnieren
fallen Problemen rund um die geht ganz einfach: Einfach das
Elektronik findet sich hier (fast) Kästchen anklicken, welches
immer jemand, der Rat weiß. oben in der Beitragsübersicht
des Forums angezeigt wird.
Den Service, der allen Lesern
nach einer kurzen Registrierung www.elektor.de

9/2006 - elektor 15
GRUNDLAGEN RFID

Mit Funk-Chips in di Von Renke Bienert

Mit RFID-Labeln lassen sich lebende Tiere


genauso markieren wie Container oder
Parfüm-Verpackungen. Auch Reisepässe
und Stadion-Tickets können Funk-Chips
enthalten. So unterschiedlich wie die
Anwendung ist aber auch die Technik, die
dahinter steckt.
Ein Angestellter des Handelskonzerns Metro zieht eine Palette Windeln durch ein RFID-Reader-Gate, das
blitzschnell die Daten der Chips ausliest. Links und rechts (auf der rechten Seite zu sehen) liegen die
Antennen des RFID-Lesegerätes (Fotos: Philips).

Gegenstände - aber auch Tiere und theoretisch auch Men- bewusst oder unbewusst mitgeführten RFID-Senders durch
schen - lassen sich berührungslos und maschinell identifi- staatliche Behörden, Firmen oder fanatische Hacker ist
zieren, wenn sie einen kleinen RFID-Sender („Radio Fre- daher eine Befürchtung, der sich die Hersteller dieser
quency Identification“) tragen. Für deutsche Branchenver- Technologie stellen müssen. Horrorgeschichten wie die
bände steht die Technologie noch in diesem Jahr vor dem von der Sicherheitsfirma, die allen Angestellten die Auf-
Durchbruch. In naher Zukunft sollen die RFID-Label dann lage machte, sich RFID-Chips unter die Haut transplantie-
so billig sein, dass sich auch relativ niedrigpreisige ren zu lassen, nähren die Ängste zusätzlich.
Waren damit auszeichnen lassen. Der Weg jeder Tüte Wie bei fast allen Innovationen darf man aber auch hier
Milch, jeder Packung Aspirin und jeder Zeitschrift ließe nicht die ganze Technik über bestimmte Anwendungen
sich dann von der Herstellung bis zum Verkauf elektro- verteufeln. Darüber hinaus ist RFID beileibe nicht gleich
nisch verfolgen (und eventuell auch darüber hinaus). RFID! So bedeutet das gleichzeitige Auftauchen von
Während Logistiker die neue Technologie bejubeln, weil „RFID-Viren“ und mit „RFID-Chips ausgestatteten WM-
sich bei Transport und Lagerung viel Zeit und Geld einspa- Tickets und Reisepässen“ in den Medien eben nicht, dass
ren lässt, befürchten viele Verbraucherverbände und so sich in Zukunft bösartige Progrämmchen über unsere Aus-
manche Datenschützer den „gläsernen Kunden“. weise oder Eintrittskarten verbreiten werden (siehe hierzu
auch unsere Weblinks).
Fluch oder Segen?
Genauso widersprüchlich ist die Stimmung in der Bevöl- Kleine RFID-Kunde
kerung - dies zeigt schon eine internationale Kurzumfrage Ganz kurz zu den Begriffen: „RF“ in „RFID“ steht für den
auf der ELEKTOR-Website. So gehen 80 % der teilneh- Einsatz einer Funkfrequenz zur Übertragung von Daten
menden Leser davon aus, dass RFIDs den eigenen Alltag und gegebenenfalls Energie. Mit dem Begriff „ID“ lassen
erleichtern werden – doch ein ebenso großer Anteil hält sich viele Anwendungen verbinden: vom einfachen Ausle-
auch die Persönlichkeitsrechte und den Datenschutz für sen einer Nummer bis zum verschlüsselten Datenaustausch
„bedroht“. Vielleicht ist die Unsicherheit schon deswegen oder einer komplizierten Berechnung zur Echtheits-Überprü-
so groß, weil man die funkbasierte Identifizierung eben fung eines Ausweises. Normalerweise spricht man in
nicht sehen oder hören kann - genauso wenig wie auch einem RFID-System von einem Schreib-/Lesegerät
den „Elektrosmog“. Das unbemerkte Auslesen eines („Reader“) und einer Anzahl von RFID-„Transpondern“, die

16 elektor - 9/2006
ie Zukunft
unter Umständen auch „Tag“ oder Karte genannt werden.
Ein kleiner
RFID-Überblick
mehr als 5 m) ist ohne weiteres möglich.
Dabei muss man zwischen aktiven und passiven Trans- Demgegenüber stehen die kleinen Datenmengen von
pondern unterscheiden. Die aktiven Transponder benut- wenigen Bytes und eine Datenrate von wenigen Kilobit
zen eine Batterie als Energieversorgung, während die pro Sekunde. Auf dem Tag ist meist nur eine Nummer
passiven ihre Energieversorgung aus dem vom Schreib-/ gespeichert, die in Datenbanken mit den Produkteigen-
Lesegerät abgestrahlten Feld beziehen. Im Folgenden schaften verknüpft werden kann. Diese lassen sich in vie-
werden wir nur auf die passiven Transponder eingehen: len Fällen über das Internet - also von Peking aus
Denn diese sind kleiner, billiger und damit für alltägliche
Anwendungen ungleich bedeutender.

Kopplungsmethoden
Bei der Datenübertragung vom Transponder zum Reader
und zurück unterscheidet man zwischen kapazitiver und
induktiver Kopplung sowie der elektromagnetischen Über-
tragung, die bei sehr hohen Frequenzen eine Rolle spielt.
Die kapazitive Kopplung verwendet das elektrische Feld
und hat nur eine geringe Übertragungsreichweite. Sie ist
daher in der Praxis recht unbedeutend. Die induktive
Kopplung nutzt das Magnetfeld zur Übertragung von
Energie und Daten und eine Spule als Antenne (Bild 1).
Weit verbreitet sind Anwendungen bei 125 bzw.
135 kHz sowie bei 13,56 MHz. Der Grund für die Aus- Bild 1.
wahl gerade dieser Frequenzen ist übrigens nicht in der RFID-Label mit Antenne
und Chip.
Technik zu suchen, sondern in der Gesetzgebung, denn
diese Frequenzen sind für RFID-Applikationen freigege-
ben. Anwendungen mit induktiver Kopplung sind bereits
sehr gängig.
Bei sehr hohen Frequenzen (434 MHz, 862 bis 956 MHz
und 2,45 GHz) kann man nicht mehr von rein induktiver
oder kapazitiver Kopplung sprechen, da hier die Wellen-
längen klein gegenüber der Bauteilgröße sind. Hier wird
die Ausbreitung eines elektromagnetischen Feldes im
Raum zur Übertragung von Energie und Daten genutzt.
Bild 2.
Tagging Label-Inlays von der
Rolle. Ein Inlay besteht
Im Wesentlichen unterscheidet man „objektbezogene“ aus dem Chip, einer
und „personenbezogene“ Anwendungen. Bei ersteren ist Antennenspule und dem
der Transponder wie ein Etikett auf einem Objekt befes- Trägermaterial (Papier
tigt (siehe Bilder 2 und 3). Etikett heißt im Englischen oder Folie).
„Tag“ oder „Label“, daher findet man häufig für an
Waren befestigte Transponder den Ausdruck RFID-Tag
oder RIFD-Label.
Der Logistiker will beispielsweise wissen, wann eine
Ware wo ist. Mit Hilfe von RFID-Tags können bei einer
Warenanlieferung automatisch alle gelieferten Paletten
und Kartons erfasst werden (siehe Eingangsbild). Dies
vereinfacht eine Inventur und hilft zum Beispiel, Schwund
durch Diebstahl zu verringern oder echte von gefälschter
Ware zu unterscheiden. Bild 3.
Bei dieser Anwendung sind eine große mögliche Lesedis- Produktion von RFID-
tanz sowie eine einfache Handhabung wichtig. Hier wer- Labeln. Bei genauem
den keine komplexen Rechenoperationen auf dem RFID- Hinsehen erkennt man
Tag oder große Datenmengen benötigt, doch müssen hinter der Walze die
viele Tags quasi gleichzeitig gelesen werden. Das Lesen Unterseite mit der
von mehreren Hundert bis Tausend Tags in der Sekunde durchschimmernden
bei Reichweiten im Dezimeter- und Meterbereich (bis zu Antennenspule.

9/2006 - elektor 17
GRUNDLAGEN RFID

Frequenzen für RFID-Tags


100 bis 150 kHz 13,56 MHz UHF 2,45 GHz
Einfluss von Wasser und Feuchtigkeit gering gering groß sehr groß
Einfluss von Metall gering groß groß* groß*
Transponderdesign einfach einfach komplex sehr komplex
Reichweite groß groß sehr groß sehr groß
Lesbare Transponder / s wenige viele viele viele
* dies lässt sich aber mit einem entsprechendem Tag-Design minimieren

Kontaktlose Die Datengeschwindigkeit beträgt 106 kbit/s in beiden


Richtungen (optional bis zu 847,5 kbit/s). Die Energie, die
der Reader zur Verfügung stellt, reicht aus, um einen
Schnittstelle nach Mikrocontroller zu betreiben.

ISO/IEC 14443 Da man grundsätzlich nicht vorhersagen kann, ob sich nicht


auch mehr als eine Karte im Schreib-/Lesebereich des
Readers befindet, muss vor der eigentlichen Kommunikation
eine Kartenselektion erfolgen, die sicherstellt, dass immer nur
Der analoge Teil eine Karte angesprochen wird (Kollisionsschutz).

Die Mifare-Technologie verwendet eine „kontaktlose


Schnittstelle“ laut Standard ISO/IEC 14443. Zum Übertragen Der digitale Teil
der Energie und zum Austausch der Daten zwischen Reader
Wenn die Karte selektiert ist, können (Nutz-) Daten übertra-
und Karte wird eine Trägerfrequenz von 13,56 MHz genutzt.
gen werden. Dabei gilt grundsätzlich:
Die Schreib- und
Lesereichweite ist auf • „Reader talks first“,
Distanzen unter 10 cm das heißt das Schreib-
begrenzt. Lesegerät sendet
immer zuerst, und die
Wie im Bild gezeigt,
Karte antwortet, und
kann man sich die
kontaktlose • die Karte antwortet
Schnittstelle verein- innerhalb einer verein-
facht mit dem barten Zeit, während
Transformatorprinzip das Schreib-/Lesegerät
erklären: Der Reader sich Zeit lassen kann.
erzeugt mit einer Im einfachen Fall (wie
Antennenspule ein bei dem im RFID-
Wechselmagnetfeld Reader-Projekt verwen-
bei 13,56 MHz. Die deten Mifare Ultralight)
Readerantenne kann geschieht dies durch
vereinfacht als direkte Verwendung
Primärwicklung eines von entsprechenden
lose gekoppelten Kartenkommandos
Transformators darge- (beim Mifare Ultralight
stellt werden. Die „Read“ oder „Write“).
Kartenantenne wirkt Es gibt also nur ein
als Sekundärwicklung einfaches starres Protokoll, und Fehler führen zu einem
und nimmt einen Teil des erzeugten Magnetfeldes auf. Damit Abbruch der Kommunikation.
steht dem Kartenchip die nötige Energie zur Verfügung (die
im Bild verwendeten Bezeichnungen PCD und PICC stammen Für aufwendigere Anwendungen ist dies natürlich nicht prakti-
aus dem ISO-Standard und werden in unserem Glossar kabel, daher gibt es für mikrocontrollergesteuerte Smartcards
erklärt). ein flexibleres Übertragungsprotokoll, das im Teil 4 der
ISO/IEC 14443 spezifiziert ist. Dieses Protokoll
Zur Übertragung der Daten vom Reader zur Karte wird das
Magnetfeld vom Reader amplitudenmoduliert, hier gemäß • lässt verschieden große Datenblöcke zu (je nach
ISO/IEC14443A mit einem millerkodierten Datenstrom und Buffergröße von Karte oder Reader),
einer binären 100-%-Amplitudenmodulation. Die Übertragung
der Daten in die andere Richtung (von der Karte zurück zum
• definiert eine Fehlerbehandlung (Fehlererkennung und -kor-
rektur),
Reader) wird mittels der so genannten Lastmodulation durch-
geführt: Die Karte schaltet mit dem modulierenden • erlaubt das Zusammensetzen größerer Datenmengen aus
Datensignal ihre Last. Diese Laständerung auf der mehreren Übertragungsblöcken („Chaining“),
„Sekundärseite des Trafos“ wird vom Reader, also auf der • unterstützt flexibles Timing (d.h. die Karte kann für die
„Primärseite“, detektiert. Ausführung eines Kommandos mehr Zeit anfordern).

18 elektor - 9/2006
genauso wie aus San Francisco - abrufen. Weltweit ein-
zigartige Produkt-Nummern werden durch den neuen
Standard EPC (Electronic Product Code) gewährleistet, Verhinderung von „Replay“
welcher eine Art elektronischer Barcode darstellt. Eine typische Anwendung einer kontaktlosen Smartcard ist ein
Zugangskontrollsystem, z.B. bei einer Firma. Zugangsberechtigte Mitarbeiter tra-
gen einen Ausweis, der eine kontaktlose Smartcard enthält. Vor dem Betreten des
Smartcards Sperrbereichs wird die Karte vor ein Lesegerät gehalten, wodurch der Zugang
„Personenbezogene“ Transponder erfordern andere tech- freigegeben wird oder sich die Tür automatisch öffnet.
nische Voraussetzungen. Im Allgemeinen spricht man hier Natürlich werden die Berechtigungsdaten zwischen Karte und Lesegerät verschlüs-
auch nicht mehr von Tags, sondern von „kontaktlosen selt übertragen. Aber um zu verhindern, dass ein Angreifer die übertragenen
Smartcards“. Bei Smartcards soll der Nutzer immer selbst Daten mitschreibt und einfach ein zweites Mal benutzt („Replay“), benötigt man
und aktiv einen Schreib-/Lesevorgang starten, indem er so genannte „Session-Keys“.
die Karte in die direkte Nähe eines Schreib-/Lesegerätes
Bei der „3-Pass-Mutual-Authentication“ wird zum einen die Richtigkeit der gehei-
bringt. Eine große Reichweite ist hier nicht nur überflüs-
men Schlüssel überprüft und zum anderen ein Session-Key gebildet. Dies funktio-
sig, sondern sogar unerwünscht. Denn mit einer kleinen niert so:
möglichen Reichweite beugt man einem unberechtigten
Auslesen der Daten schon von vorneherein vor. Die stan- 1) Die Karte erzeugt eine Zufallszahl RndB, die mit dem geheimen Schlüssel ver-
dardisierte „Schnittstelle“ für kontaktlose Smartcards schlüsselt und an das Lesegerät geschickt wird.
(ISO/IEC 14443) definiert daher die technischen Para- 2) Die Entschlüsselung im Lesegerät ergibt nur dann die gleiche Zufallszahl RndB,
meter so, dass Reichweiten bis maximal 10 cm möglich wenn im Lesegerät der gleiche geheime Schlüssel verwendet wird. Die entschlüs-
sind (siehe Kasten). selte Zahl wird zu RndB* „verwürfelt“ (Permutation). Anschließend werden diese
Dafür kann hier aber durchaus der Austausch größerer beiden Zahlen RndB* und RndA verschlüsselt und zur Karte zurückgesendet.
Datenmengen gefordert sein (bis zu mehreren KBytes) 3) Die Karte gewinnt die beiden empfangenen Zufallszahlen durch Enschlüsselung
und natürlich eine entsprechende Datensicherheit. Die zurück und macht für RndB* die Permutation rückgängig. Nur dann, wenn das
kontaktlose Schnittstelle ist daher so ausgelegt, dass sie Ergebnis gleich der (von der Karte selbst erzeugten) Zahl RndB ist, sind die ver-
richtige Mikrokontroller in den Smartcards mit Energie wendeten Schlüssel identisch. Die Karte erkennt so, dass das Lesegerät authen-
versorgen und auch größere Datenmengen übertragen tisch ist. Dann permutiert die Karte RndA nach RndA*, verschlüsselt RndA* und
kann (bis zu mehreren 100 kbit/s). Anwendungsbei- sendet diese Zahl zurück an das Lesegerät.
spiele sind der neue elektronische Reisepass (siehe 4) Nun kann das Lesegerät RndA* entschlüsseln und nach Rückwandlung in RndA
Weblinks) oder das elektronische Ticketing im öffent- die Richtigkeit der verwendeten Schlüssel prüfen. Bei einer erfolgreichen Prüfung
lichen Personennahverkehr. hat das Lesegerät erkannt, dass die Karte echt ist.
Ohne dass die Schlüssel die Karte oder das Lesegerät verlassen haben, wissen
Welche Frequenz wofür? nach der Authentifizierung beide Seiten, dass sie dieselben Schlüssel verwenden.
Aus den nur dem Lesegerät und der Karte bekannten Zufallszahlen - diese wurden
Kontaktlose Smartcards benutzen im Wesentlichen die
ja nur verschlüsselt übertragen - kann nun ein temporärer „Session-Key“ gebildet
Frequenz 13,56 MHz und verwenden typischerweise
werden, der dann für die folgende Kommunikation zur Datenverschlüsselung
den Standard ISO/IEC 14443 (siehe Kasten). Die beim benutzt wird. Der Vorteil eines solchen „Session-Keys“ ist, dass er auf
RFID-Reader-Projekt (in diesem Heft) vorgestellte „Mifare“- Zufallszahlen basiert; d.h. es wird bei jeder Session ein neuer Schlüssel verwen-
Technologie definiert die weltweit am weitesten verbrei- det. Eine „Replay“-Attacke ist damit abgewehrt.
tete Smartcard.
Im Tagging-Bereich ist die Wahl der richtigen Frequenz
schon aufwendiger. Wie in der Tabelle gezeigt, gibt es
bei den unterschiedlichen Frequenzen verschiedene zuerst einmal natürlich nicht viel mehr Sicherheit als bei
Dinge zu beachten. Während bei ganz niedrigen Fre- Verwendung von Barcode (aber auch nicht weniger!).
quenzen der Einfluss von Wasser zu vernachlässigen ist, Die Daten sind gemäß einem Standard gespeichert und
steigt er bei hohen Frequenzen an. Da Wasser zum Bei- können schreibgeschützt sein. Genau wie beim Barcode
spiel bei 2,45 GHz sehr viel Energie absorbiert, sollte kann aber jeder die gespeicherten Daten lesen und
man für Anwendungen in hoher Luftfeuchtigkeit eher kopieren, der Zugang zu dem Tag hat.
135 kHz wählen. Bei metallischer Umgebung (zum Bei- Im Gegensatz zu Barcode-Systemen kann man bei RFIDs
spiel bei einem RFID-Tag auf einem Bierfass) kann man die Funktionalität und Sicherheit auf einfache Weise erhö-
ebenfalls die niedrige Frequenz wählen oder aber einen hen. Ein erster Schritt ist, die Daten vor Kopieren zu
UHF-Tag mit entsprechender Antenne konstruieren.
Das Antennendesign bei Tags mit induktiver Kopplung ist
weniger aufwendig als bei den hohen Frequenzen. Dafür
ist die Reichweite bei UHF theoretisch höher; sie wird im Weblinks:
Wesentlichen nur durch die gesetzlichen Bestimmungen Anwendungen von RFID-Karten in aller Welt:
begrenzt. Aufgrund der größeren zur Verfügung stehen- www.mifare.net/news/#press
den Bandbreite können bei höheren Frequenzen natürlich
auch mehr Tags pro Sekunde gelesen werden. WM-Tickets mit RFID-Chips:
www.elektor.de/Default.aspx?tabid=27&art=5550754&PN=On
Technische Details des elektronischen Reisepasses:
Sicherheit www.elektor.de/Default.aspx?tabid=27&art=5550755&PN=On
Vor dem Einsatz eines Systems muss man sich Gedanken
RFID-Viren:
über die nötige System- und Datensicherheit machen. Die
www.elektor.de/Default.aspx?tabid=27&art=5550756&PN=On
Anforderungen sind verständlicherweise von der Anwen-
dung abhängig. DES und Triple-DES erklärt:
In einem System mit objektbezogenen RFID-Tags, die im http://de.wikipedia.org/wiki/3DES
einfachsten Fall nur Barcode-Aufkleber ersetzen, hat man

9/2006 - elektor 19
GRUNDLAGEN RFID

verschlüsselt erfolgt. Auch wenn hier sehr viel technisch


möglich ist, wird in einfachen Systemen meist aus Kosten-
gründen auf aufwendige Verfahren verzichtet.

Datentresor
Smartcards erfordern typischerweise eine größere Sicher-
Bild 4. heit, denn auf Smartcards werden in vielen Fällen perso-
Speziell bei nenbezogene Daten (Beispiel: Reisepass) oder größere
verderblichen Waren Geldwerte (Beispiel: elektronisches Ticket) gespeichert.
könnte die RFID- Grundsätzlich lassen sich mit einer kontaktlosen Smart-
Technologie ihre card dieselben Sicherheitsanforderungen erfüllen wie mit
Vorzüge ausspielen, einer Kontaktkarte.
denn sie spart Zeit Der erste Schritt ist natürlich, die übertragenen Daten zu
beim Transport. verschlüsseln. Dafür gibt es verschiedene Standards, bei
denen man typischerweise die „Höhe der Sicherheit“ in
Form einer Schlüssellänge angibt. Denn diese entspricht
schützen. Das kann zum Beispiel dadurch geschehen, vereinfacht ausgedrückt der statistischen Anzahl der Fehl-
dass der RFID-Tag eine einmalig vorkommende Identifika- versuche, wenn man den Schlüssel nicht kennt. Für einen
tionsnummer „UID“ benutzt. Diese wird von den RFID- DES-Algorithmus, der 8 Byte lange Schlüssel benutzt, von
Chipherstellern unveränderbar im Speicher abgelegt und denen nur 56 Bit als nutzbare Schlüssellänge verwendet
bietet damit einen Basisschutz gegen Kopieren. werden, muss man aus 72.000.000 Milliarden Schlüs-
seln den einen richtigen herausfinden.
Das klingt nach sehr viel, aber im Zeitalter von parallel
Geheime Schlüssel arbeitenden Computern bleiben viele Anwendungen, bei
Im nächsten Schritt können (wieder-)beschreibbare Berei- denen auch dies nicht mehr reicht. Ein weiterer Schritt
che des Speichers mit dieser Methode gegen einfachen sind dann längere Schlüssel (zum Beispiel sind es bei Tri-
Missbrauch geschützt werden: Man benutzt die UID zur pleDES 112 Bit) bzw. andere Verschlüsselungsverfahren.
individuellen Erzeugung eines geheimen Schlüssels, mit Auch hier gilt es, Aufwand und Kosten gegen die erfor-
dem die Daten verschlüsselt werden. Um die Daten eines derliche Sicherheit abzuwägen, daher gibt es viele unter-
solchen Tags auswerten zu können, braucht der Anwender schiedliche Konzepte. Die Sicherheit eines Systems aus
• die UID, mehreren Komponenten ist aber immer nur so sicher wie
• einen geheimen Schlüssel und natürlich die schwächste Stelle im System. Es macht daher wenig
• die Kenntnis über das verwendete Verschlüsselungsver- Sinn, die Daten auf der Karte zu verschlüsseln, wenn die
fahren. Kommunikation „belauscht“ und dann nachgeahmt wer-
den kann. Doch sogar gegen diese - und einige andere
Weitere Möglichkeiten, Daten zu sichern, sind Passwort- Attacken - gibt es wirksame Schutzmechanismen (siehe
funktionen oder richtige Verschlüsselungsverfahren auf Kasten „Replay“).
dem Tag, bei dem dann auch die Übertragung der Daten (060204)

RFID-Glossar UHF Ultra High Frequency, hier:


Tagging Erfassen von (RFID-) Tags Frequenzen um 862 bis 956 MHz

ISO International Standardization Eavesdropping unerwünschtes Abhören einer RFID-


Organisation Kommunikation

IEC International Electrotechnical Skimming unerwünschtes Betreiben eines RFID-


Commission Labels oder einer kontaktlosen
Smartcard
ISO/IEC 14443 Internationaler Standard für eine kon-
taktlose Smartcard-Schnittstelle: Replay-Attacke unberechtigte Transaktion durch
Reichweite max. 10 cm, Betrieb bei Wiederholen einer vorher abgehör-
13,56 MHz ten Übertragung

PCD Proximity Coupling Device: modifizierte Pulsabstandskodierung, bei der


Schreib-/Lesegerät für kontaktlose Miller-Kodierung bestimmte Pulse weggelassen wer-
Smartcards (gemäß ISO/IEC 14443) den, um Energie zu sparen
DES „Data Encryption Standard“ = sym-
PICC kontaktlose Smartcard (gemäß
metrisches Verschlüsselungsverfahren
ISO/IEC 14443)
für 8 Bytes lange Blöcke,
ISO/IEC 15693 Internationaler Standard für eine kon- Schlüssellänge 56 bit (= 8 Bytes
taktlose Label-Schnittstelle: Reichweite ohne Paritybits), siehe auch Weblinks
max.1,5 m, Betrieb bei 13,56 MHz
3-DES, Triple DES Verschlüsselungsstandard, bestehend
ISO/IEC 18000-6 Internationaler Standard für eine kon- aus drei DES-Durchläufen zur
taktlose Label-Schnittstelle: Reichweite Erhöhung der Sicherheit,
max. 3 bis 7 m, Betrieb im UHF- Schlüssellänge entweder 112 bit
Bereich und/oder bei 2,45 GHz oder 168 bit (siehe auch Weblinks)

20 elektor - 9/2006
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Heft aufmerksam durchblättern…). gesandten RFID-Karte auslesen lassen. Einsendeschluss ist
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ber 14-1
Novem
(Munich, nd A5.531
A 5 , S ta id
Hall r.com/rf
w.elekto
Info: ww

Die diesem ELEKTOR-Heft beigelegte 13,56-MHz-RFID-Karte beinhaltet mit dem IC


Mifare Ultralight (MF0 IC U1001) den kleinsten Vertreter der MIFARE-Produktfa-
milie von Philips. Kernapplikationen dieses ICs sind Tages-, Wochenend- und
Wochenkarten im öffentlichen Verkehr sowie Veranstaltungstickets. Die Vorteile
gegenüber älteren Technologien wie Magnetstreifentickets sind Benutzerfreundlich-
keit, erhöhte Sicherheit, kurze Transaktionszeiten, geringe Wartungskosten und
geringere Fehlerraten auf Seite der Terminals.

Der Kern der RFID-Karte ist ein Silizium-Chip, der so dünn


geschliffen wird, dass er sich sogar in ein Blatt Papier
integrieren lässt. Fertig konfektioniert mit Gehäuse wird
RF-Interface Digital Control Unit EEPROM der Chip auch als „Modul“ bezeichnet. Selbst der kleins-
te Vertreter der Mifare-Familie verfügt über ein umfangrei-
ches Innenleben, wie das Blockschema in Bild 1 zeigt.
Das Mifare-Ultralight-Karten-IC besteht aus einem 512-bit-
Anticollision EEPROM-Speicher, einem HF-Interface und einer Steuerlo-
Antenna

gik mit einem Kommandointerpreter und einer Antikolli-


EEPROM- sionslogik. Über den Aufbau der kontaktlosen Schnitt-
Interface stelle (der Verbindung zum „Reader“) informiert der
Artikel über den ELEKTOR-RFID-Reader an anderer Stelle
Command
Interpreter in dieser Ausgabe.

060132 - 20

Bild 1. Blockschaltbild des RFID-ICs Mifare-Ultralight von Philips.

24 elektor - 9/2006
Eigenschaften

ID-Karte
Mifare UltraLight ICs:

• 100 % MIFARE kompatibel


• Unterstützt das Antikollisionsverfahren nach dem ISO/IEC 14443-3 A-Standard
• Bis zu 10 cm Schreib- und Lesereichweite
• 106 kbit/s Datengeschwindigkeit
• Jeder Kartenchip besitzt eine einzigartige 7-Byte-Seriennummer

ight-IC von Philips • Hohe Datensicherheit – 16 bit CRC, Parity, Bitkodierung, Überprüfung der
Bitanzahl

• 512-bit-EEPROM, organisiert in 16 Pages zu je 4 Bytes


• davon 32 bits OTP (one-time programmable)
• davon 384 bits Anwendungsdaten (Schreib- und Lesespeicher)
• Vom Reader programmierbare EEPROM-READ-ONLY-Funktion
• Unterstützt DESFire SAM (Secure Access Module)-Sicherheitsmethoden

Speicherlayout
Bild 2 zeigt das Speicherlayout des 512 bit umfassen-
Befehlssatz der
den EEPROM-Speichers, der in 16 Pages zu je 4 Bytes
organisiert ist. Jede Karte besitzt eine einzigartige 7-Byte-
Mifare UltraLight ICs
Seriennummer, genannt UID (Unique Identification Num-
ber), die bei der Chipherstellung in Page 0 bis 1 pro- Zur Kartenaktivierung (kompatibel zu ISO/IEC-Standard 14443-3A):
grammiert wird. Philips garantiert, dass diese Nummer
nur einmal weltweit vorkommt. Das Verändern der Serien- REQA
nummer durch den Anwender ist nicht möglich. WUPA
In der Page 3 befindet sich der 32 bit große OTP- (One ANTICOLLISION of Cascade Level1
Time Programmable-)Bereich. Jedes einzelne Bit kann irre- SELECT of Cascade Level1
versibel vom logischen Zustand „0“ auf „1“ program-
ANTICOLLISION of Cascade Level2
miert werden. Das bedeutet, dass ein Zurücksetzen der
Bits auf „0“ nicht möglich ist. Der OTP-Bereich kann zum SELECT of Cascade Level2
Beispiel bei einem elektronischen Fahrschein zum Entwer- HALT
ten von Einzelfahrten genutzt werden.
In Page 4 bis 15 befindet sich der 384 bit große Anwen-
Zur Speichermanipulation:
dungsdatenspeicher. Dieser Speicher kann von einem
Reader sowohl beschrieben als auch gelesen werden. READ
Mit den beiden Lock-Bytes Lock0 und Lock1 ist es mög- WRITE
lich, einzelne Pages des Anwendungsdatenspeichers und
COMPATIBILITY WRITE
die OTP-Page für den Schreibzugriff zu sperren. Somit
können Daten aus diesen gesperrten Speicherbereichen
nur mehr gelesen, jedoch nicht mehr verändert werden.

Byte Number 0 1 2 3 Page


Befehlssatz und Kartenaktivierung
Der Befehlssatz der Mifare-Ultralight-Karte ist voll kompa- Serial Number SN0 SN1 SN2 BCC0 0
tibel zu den MIFARE-Standard-Karten, die aber einen grö- Serial Number SN3 SN4 SN5 SN6 1
ßeren EEPROM-Speicher (1 KByte oder 4 Kbyte) sowie
Internal / Lock BCC1 Internal Lock0 Lock1 2
zusätzliche Kryptofunktionen besitzen. Daher unterstützen
MIFARE-Standard-Karten zusätzliche Befehle für die Kar- OTP OTP0 OTP1 OTP2 OTP3 3
tenauthentifikation und spezielle Befehle für den Zugriff Data Read/Write Data0 Data1 Data2 Data3 4
auf den EEPROM-Speicher. Data Read/Write Data4 Data5 Data6 Data7 5
Grundsätzlich kann man den Befehlsatz einer Mifare-
Karte in zwei Gruppen unterteilen: Befehle zur Kartenak- Data Read/Write Data8 Data9 Data10 Data11 6
tivierung und Befehle zur Speichermanipulation (siehe Data Read/Write Data12 Data13 Data14 Data15 7
Kasten). Data Read/Write Data16 Data17 Data18 Data19 8
Der Ablauf der Kartenaktivierung ist nach ISO 14443-3
standardisiert. Gelangt eine damit kompatible Karte in Data Read/Write Data20 Data21 Data22 Data23 9
das Ansprechfeld eines Readers, so muss zuerst eine Data Read/Write Data24 Data25 Data26 Data27 10
Kommunikationsbeziehung zwischen dem Reader und Data Read/Write Data28 Data29 Data30 Data31 11
der Karte aufgebaut werden. Dabei berücksichtigt der
Befehlsatz, dass sich mehr als eine Karte gleichzeitig im Data Read/Write Data32 Data33 Data34 Data35 12
Data Read/Write Data36 Data37 Data38 Data39 13
Data Read/Write Data40 Data41 Data42 Data43 14
Data Read/Write Data44 Data45 Data46 Data47 15
060132 - 21

Bild 2. Layout des EEPROM-Speichers im Mifare-Ultralight-IC.

9/2006 - elektor 25
GRUNDLAGEN RFID

Ansprechfeld des Readers befindet oder bereits eine „pollen“ (suchen). Empfängt der Reader einen ATQA
aktive Kommunikation mit einer anderen Karte läuft. Block, startet dieser durch das Senden des ersten ANTI-
Sobald eine Karte durch das HF-Feld eines Readers aus- COLLISON1 Kommandos das Antikollisionsverfahren, mit
reichend Energie erhält, ist sie im Leerlauf (Idle). In die- dem erreicht wird, dass alle im Empfangsbereich vorhan-
sem Zustand reagiert sie nur auf die Befehle REQA denen Karten einzeln erfasst und angesprochen werden
(Request) oder WUPA (WakeUp), um eine bereits vorhan- können, ohne sich gegenseitig zu stören. Eine detaillierte
dene Kommunikation zwischen dem Reader und einer Beschreibung dieses trickreichen Ablaufs ist auf der Inter-
anderen Karte nicht zu stören. Auf ein gültiges REQA- netseite www.elektor.de/rfid zu finden. Für weitere Infor-
oder WUPA-Kommando antwortet die Karte mit dem mationen rund um die Mifare-RFID-Familie sei auf die Phil-
ATQA-Block (Answer to Request) und wechselt in den ips-Website www.semiconductors.philips.com/products/
READY1-Zustand. Solange ein Reader keinen ATQA- identification/mifare/ und auf das offene Mifare-Forum
Block empfangen hat, sendet er etwa alle 5 ms ein REQA http://mifare.net verwiesen.
oder WUPA, um nach neuen Karten im Readerfeld zu 060132-IIe

RFID-Chipkarte mit gedruckter Antenne


Bisherige Herstellungsverfahren für RFID-Chipkarten-Antennen beruhen meist auf sequentiellen Verfahren, bei denen Karte nach
Karte hergestellt wird. Als Antennen kommen hauptsächlich gelegte oder gewickelte Drahtantennen, aber auch geätzte Antennen
zum Einsatz. Der Durchsatz an Karten ist hier begrenzt und kann nur durch eine Erweiterung des entsprechenden
Maschinenparks erhöht werden. Auch lassen sich bei diesem Verfahren Kostenreduktions-Potentiale nur sehr schwer finden, da
der Prozess selbst recht statisch ist.
Die dieser ELEKTOR-Ausgabe beigefügte RFID-Karte wurde von ACG mit einer komplett neuen Technologie für RFID-
Chipkartenantennen hergestellt: Dem Drucken der Antenne. Dabei wird das Antennenlayout mit einer speziellen Silberpaste in
einem Standard-Siebdruckverfahren auf einen PVC-Träger aufgebracht. Diese spezielle Silberpaste ist ein zähflüssiger (druckba-
rer) Grundträger, in dem metallisch leitende Silberpartikel eingebracht sind. Nach der Durchtrocknung der Paste bleiben die
Silberpartikel zurück, die leitend aneinander haften und somit einen elektrischen Stromfluss durch die Schicht ermöglichen. Ein
ähnliches Verfahren kommt in der Automobilindustrie beim Aufbringen der Heizdrähte einer Heckscheibenheizung zum Einsatz.
Mittels einer zum Patent angemeldeten Technik werden Verbindungs-Brücke und Kontakte zur Ankontaktierung des Chipmoduls
hergestellt. Das Layout der Antenne kann je nach Chip und Modultyp variieren und leicht angepasst werden. Dafür ist lediglich
die Herstellung eines neuen Drucksiebes notwendig.
Das Chip-Modul wird ankontaktiert und die Karte mittels Deckfolien, Druckbögen und Overlays fertig laminiert.
Die gedruckte Antenne bringt mehrere Vorteile mit sich. Gegenüber einer gewickelten Drahtantenne wird eine hohe
Produktionsgeschwindigkeit erreicht. Des Weiteren können mehrere RFID-Chipkartenantennen durch gleichzeitige Bedruckung
parallel hergestellt werden, womit
sich der Durchsatz um ein
Vielfaches erhöht. Dazu kommen
umwelttechnische Vorteile gegenü-
ber dem Ätzen von Antennen, das
den Einsatz vieler und teilweise
hochgiftiger Chemikalien erfor-
dert.
Die Druck-Technologie steht erst
am Anfang ihrer Entwicklung und
bietet daher noch viel Potential für
Optimierungen und
Kostenreduktionen. Ein zentraler
Punkt ist das verwendete
Druckmaterial. Es laufen bereits
intensive Forschungen, um in der
Druckpaste die (teureren)
Silberpartikel durch kostengünsti-
gere Kupferpartikel zu ersetzen.
Mit der gedruckten Antenne kön-
nen alle gängigen Module im
13,56-MHz-Bereich kontaktiert
werden. Die Fertigung von RFID-
Karten mit gedruckter Antenne
erfolgt bei Visioncard im eigenen
Haus. Hierzu pflegt Visioncard mit
ACG eine enge Technologie-
partnerschaft.
Uwe Adamczyk, ACG

26 elektor - 9/2006
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9/2006 - elektor 27
PRAXIS RFID

ELEKTOR-RFID-Reader
Für MIFARE®- und ISO 14443-A
Von Gerhard H. Schalk

RFID-Halbleiter sind
dabei, viele Bereiche zu
erobern, in denen bisher
Barcodes und Chipkarten
verwendet wurden. Dazu
kommen noch viele neue
Möglichkeiten, wie zum
Beispiel in Reisepässen oder
sogar in Banknoten. Als erste
Elektronikzeitschrift bietet
ELEKTOR den Lesern mit dieser
Ausgabe nicht nur eine Gratis-RFID-
Karte, sondern auch den dazu
passenden professionellen RFID-Reader
für eigene Anwendungen. Der hier
vorgestellte Entwurf kann alle RFID-ICs
lesen und schreiben, die mit den weit
verbreiteten Standards MIFARE® und
ISO 14443-A kompatibel sind.

Ziel bei der Entwicklung des ELEK- Karten zu lesen und zu beschreiben, dos per Mausklick zu senden. Damit
TOR-RFID-Readers war es, den Reader ohne ein eigenes Programm für den kann man auf sehr einfache Weise die
so universell wie möglich einsetzen zu Reader erstellen zu müssen. Eigenschaften unterschiedlicher Kar-
können. Der Reader eignet sich sowohl MIFARE Magic unterstützt direkt eine ten untersuchen. Ein geeignetes
für den PC-Anschluss über USB als Reihe von kontaktlosen 13,56-MHz- Objekt ist zum Beispiel die diesem
auch für den autonomen Betrieb mit MIFARE-Karten, wie zum Beispiel Phil- Heft beigelegte MIFARE-UltraLight-
einem LC-Display. In Verbindung mit ips MIFARE® UltraLight, MIFARE® 1K RFID-Karte, deren Eigenschaften ein
dem kostenlosen PC-Programm und MIFARE® 4K. Die Oberfläche von separater Artikel in dieser Ausgabe
MIFARE Magic ist es sehr einfach Mifare Magic (Bild 1) bietet auch die erklärt. Auch im autonomen Betrieb
möglich, unterschiedlichste MIFARE- Möglichkeit, einzelne Kartenkomman- -zum Beispiel für eine Zutrittskontrolle-

28 elektor - 9/2006
Eigenschaften • Anpassung an eigene Entwicklungen möglich
ELEKTOR-RFID-Reader:
• Tools für eigene Programmierung verfügbar
• Nahfeld-Reader für 13,56-MHz-RFIDs
• Kompatibel mit MIFARE - und ISO 14443-A
®
Reader-IC RC 522:
• Lesen und Schreiben möglich • Hochintegriertes ( Single-chip-) Reader-IC für
• USB-Schnittstelle für PC-Anschluss ISO 14443 A und MIFARE®

• Sofort verwendbar ohne Programmierung • Unterstützt kontaktlose Übertragungsgeschwindigkeiten


von 106, 212 und 424 kbit/s
• Gratis-PC-Software für Betrieb am PC
• Autonomer Betrieb mit LC-Display (auch mobil) • Lese- /Schreibreichweite bis zu 50 mm (je nach Antenne)
• Spezial-Reader-IC RC522 • Integrierter MIFARE Classic Kryptoblock
®

• Zusätzlicher Mikrocontroller auf Reader-Platine • Wahlweise über UART, I2C oder SPI programmierbar
• I2C- und SPI-Schnittstelle • 64 Byte Sende- und Empfangs-FIFO-Puffer
• Freier 8-bit-Mikrocontroller-Port • Programmierbare Reset- und Power-down-Modes
• Gepufferter Schaltausgang • Programmierbarer Timer
• Bestückte und getestete SMD-Platine verfügbar • Interner Oszillator ermöglicht direkten Anschluss eines
27,12-MHz-Quarzes

ist der Reader mit der entwickelten taktlosem Interface bietet viele Mög- direkt über einen Mikrocontroller
Firmware sofort einsatzbereit. Nach lichkeiten für kreative Lösungen… gesteuert wird. Im ELEKTOR-Reader
dem Einschalten sucht der Reader ist es ein 8051-kompatibler LPC936
sofort nach Karten im Erfassungsbe- von Philips. Seine CPU benötigt nur
reich der Antenne. Karten im Umkreis Reader-Hardware zwei Zyklen pro Befehl und wird mit
von einigen Zentimetern werden aus- Bild 2 zeigt das Blockschaltbild des 16 MHz getaktet. Diese Geschwindig-
gelesen. Das LC-Display (wenn ange- Readers. Die eigentliche Readerfunk- keit und der 16 KByte große Flashspei-
schlossen) zeigt dann sowohl den Kar- tionalität, sprich das Erzeugen des HF- cher sind vollkommen ausreichend, um
tentyp als auch die Seriennummer, Felds, die Modulation und Demodula- unterschiedlichste Readerapplikatio-
gleichzeitig wird ein Schaltausgang tion und das Erzeugen der ISO 14443- nen zu realisieren. Der Controller kann
des Readers aktiviert. Signale ist mit dem MF RC522 mit jedem 8051-Compiler sehr einfach
Der Reader ist mit dem neuesten Phi- realisiert. Vereinfacht betrachtet ist der programmiert werden. Der USB/RS232
lips-Reader-IC MF RC522 und einem RC522 ein kontaktloser UART, welcher Schnittstellenbaustein FT232R von
eigenen Mikrocontroller vom Typ
LPC936 aufgebaut. Da das Reader-IC
nur in einem HVQFN32-Gehäuse liefer-
bar ist, haben wir die Löt- und Monta-
geprobleme durch das Angebot eines
fertig bestückten und getesteten
Readerboards mit bereits program-
miertem Mikrocontroller gelöst.

Der ELEKTOR-RFID-Reader eignet sich


natürlich nicht nur für Experimente mit
der Gratis-MIFARE®-UltraLight-Karte.
Dank seines leistungsfähigen Mikro-
controllersystems mit I2C-, SPI-, UART-
und USB-Schnittstelle und der kosten-
losen Entwicklungstools eignet er sich
bestens für die Entwicklung von eige-
nen Anwendungen und Systemen, wie
zum Beispiel für kontaktlos codege-
steuerte Tor- und Türöffner, Mitglieds-
ausweis-Systeme, das Abspeichern
von Passwörtern und Konfigurations-
daten, Bezahlfunktionen an Automa-
ten, das Absichern von elektronischen
Geräten im Haushalt (z.B. Fernseher,
Videorekorder, PC), die Überwachung
von Akkupacks und vieles andere
mehr. Die Kombination von gesicherter
Identität, Datenspeicherung und kon- Bild 1. Das für den ELEKTOR-RFID-Reader entwickelte PC-Programm Mifare Magic erlaubt das Schreiben,
Lesen und Programmieren von Mifare®- und ISO 14443-A-RFIDs.

9/2006 - elektor 29
PRAXIS RFID

Fehlererkennung (Parity und CRC)


erfolgt im digitalen Block des kontakt-
RFID Reader LCD I/O I2 C
losen UART. Der FIFO-Puffer ermöglicht
das Senden und Empfangen von
I2 C µC / Philips 64 Byte großen Blöcken (T=CL-Proto-
MF RC522 koll) im ISO 14443A-Betrieb. Im
LPC 935
Matching
Antenna

MIFARE®-Betrieb werden maximal


RS232
16 Byte große Datenblöcke ausge-
tauscht, so dass kein Aufteilen der
Voltage FT232R USB
Regulator USB / UART Kommandoblöcke im Mikrocontroller
erforderlich ist. Programmiert werden
die Register des RC522 entweder über
Optional Power Supply 060132 - 13 RS232, I2C oder SPI. Da der LPC936 nur
5V über eine serielle RS232 Schnittstelle
verfügt und diese für die Kommunika-
tion mit dem PC benötigt wird, erfolgt
Bild 2. Blockschaltbild des ELEKTOR-RFID-Readers. die Kommunikation mit dem RC522
über I2C.
An P0 des LPC932 wird bei Bedarf
Future Technolgy Devices (FTDI) Anschluss PC1 anliegende Spannung über den Steckverbinder K2 das zwei-
ermöglicht eine sehr einfache Kommu- über die Schottky-Diode D4 automa- zeilige LC-Display angeschlossen. Ein
nikation mit dem PC. tisch die Stromversorgung. An PC1 durch einen Transistor gepufferter
Der vollständige Schaltplan ist in Bild 3 kann eine Batterie (in dem in der Stück- Schaltausgang (P0.0), der freie Port
zu sehen. Beim Anschluss an den PC liste angegebenen Gehäuse sind es P2.0 und die I2C- sowie die SPI-
über das Mini-USB-Kabel (Buchse K1) vier Mignonzellen) oder auch ein 5-V- Schnittstelle des LPC-Controllers
erfolgt die Stromversorgung über den Steckernetzteil angeschlossen werden, ermöglichen eine sehr einfache Erwei-
USB-Port. Der USB-Interface-Baustein das 300 mA liefern kann. terung mit zusätzlicher Hardware. So
FT232R (IC1) ist bereits so vorkonfigu- könnte mit einem RTC-Baustein eine
riert, dass sich der Reader bei der USB- Eine Übersicht über das Innenleben Stand-Alone-Zeiterfassung sehr ein-
Bus-Initialisierung (Enumeration) als des Reader-ICs gibt das sehr verein- fach realisiert werden, und über den
High-Power-Gerät anmeldet und somit fachte Blockschaltbild des MF RC522 in Schaltausgang lässt sich zum Beispiel
als Bus-powered-device bis zu 500 mA Bild 4. Die gepufferten Ausgangstrei- ein Türöffner steuern (siehe auch
entnehmen darf. Sobald die USB-Bus- ber des MF RC522 ermöglichen den unsere RFID-Reader-Seite unter
Enumeration erfolgreich abgeschlossen direkten Anschluss der Sende- und www.elektor.de/rfid).
ist, schaltet das Signal /PWRNEN an Empfangsantenne ohne zusätzlichen
Pin 11 von IC1 den P-Kanal-MOSFET T2 aktiven Leistungsverstärker. Für die
leitend, der dann die 5-V-Spannung (sehr wichtige) Antennenanpassung Get started
zum Spannungsregler IC5 durchschal- sind nur wenige passive Bauelemente Die (zweilagige) Platine des ELEKTOR-
tet. Der LM2937 liefert ausgangsseitig nötig. Das Analog-Interface übernimmt RFID-Readers ist in Bild 5 zu sehen.
3,3 V für den LPC-Controller (IC3) und auch die Demodulation und die Deko- Das Reader-IC lässt sich nur per
den MF RC522 (IC4). Die rote LED D6 dierung der von der Karte zurückgesen- Reflow löten, weshalb die Platine im
zeigt die 3,3-V-Betriebsspannung an. deten Antworten. Das Erzeugen von ELEKTOR-Shop bestückt und getestet
Ist keine 5-V-Spannung von der USB- ISO 14443A- oder MIFARE®-Protokoll- erhältlich ist. Für den Einbau in das
Seite vorhanden, übernimmt eine am Rahmen sowie die dazugehörige ebenfalls lieferbare Gehäuse wird eine
detaillierte Anleitung mitgeliefert.
Die beiden Jumper auf der Reader-Pla-
tine (JP1 und JP2) werden im Normal-
betrieb nicht gesetzt. Ist die Reader-
Platine mit dem LC-Display verbun-
Register Bank den, so ist der Reader nach dem
Analog Contactless Einschalten der Betriebsspannung
Interface UART sofort einsatzbereit. Die Seriennummer
einer RFID-Karte wird dann auf dem
Display angezeigt, solange sich die
FIFO Serial UART
Karte im Erfassungsbereich der
Host
SPI Antenne („Readerfeld“) befindet.
I 2C Sollte das Display nichts anzeigen,
MFRC5222 muss der Kontrast mit P1 eingestellt
werden.
Für die Inbetriebnahme der USB-Ver-
bindung zum PC ist es erforderlich,
060132 - 14 den auf der ELEKTOR-Website kosten-
los bereitgestellten CMD-FTDI-USB-
Treiber herunterzuladen. Dieser Treiber
Bild 4. Blockschaltbild des hochintegrierten Reader-ICs MF RC522 von Philips. ist zwingend erforderlich, weil der

30 elektor - 9/2006
31
+5V IC5
+4V8...+6V LM2937
+3V3
D4
T2
BAS19 IRLM6402
D3

Bild 3. Der vollständige Schaltplan des Readers, der sowohl autonom mit LC-Display als auch über USB am PC arbeitet.
T1
14 IRLM6402
C30 C32 RE
IC2
R13 R12 D6
7
1k

100k 2µ2 2µ2


R5 R3 R4
C6 CPU PWR C9 C10 C11 C12
R16

4k7

4k7
4k7

JP1 R15
10k

1k

100n 100n 100n 100n 100n


L1
D1 D2 C4 C5
GR YE 100n 100n IC2.D
12
13
IC2.B 11 ≥1
5 JP2 2 3 15 12
R1 R2 19 1 4 21
≥1 IC2.C

TVDD
DVDD
PVDD

AVDD
6
VCC VCCIO 9 VDD
1k

1k

18 16 10 4 1 17
RESET 3V3OUT 8 ≥1 P1.7 I2C RX
C31 D5 6 5 6 19 R6 R7
IC1 P1.5/RST P1.6 NRSTPD AUX1 C22

1k

2k2
22 30 17 10 23 20
CBUS0 TXLED TXD P1.1/RXD P1.4/INT1 IRQ AUX2
100n BAT54 21 31 11 9 IC4
10
CBUS1 RXLED
CBUS2
DTR
RXD
2 18
P1.0/TXD
P1.3/SDA/INT0
P1.2/SCL
12 25
SVDD
D1 A5 VMID
16 *
C21 R8
L2
11 3 26 11
CBUS3 PWRNEN RI IC2.A IC3 D2 A4 TX1 4Ω7
9 32 2 27 7 560nH L4
CBUS4 SLEEP RTS 1 D3 A3 RXD 27p
K1 6 3 ≥1 IC2 = 74HC02 P89LPC935 28 C17 C18 C25 C26
DSR 3 1 D4 A2
1 7 P0.0 P2.0 29 10
DCD RS 26 2 D5 A1 TVSS
220p 68p Ant.
2 15
USBDM CTS
8
R/W 25
P0.1
P0.2
P2.1
P2.2/MOSI
13
30
D6 A0 * * L5
3 14 31 14 C19 C20 C27 C28
USBDP E 24 14 D7 SCL TVSS
4 P0.3 P2.3/MISO 24 8
D4 23 15 ALE SDA TXD
220p 68p
5
27
OSCI
FT232RQFN
D5 22
P0.4
P0.5
P2.4/SS
P2.5/SPICLK
16
32
EA MFRC522
* C23 *R9 Ant.
5 13 L3
28 D6 20 27 PVSS TX2 4Ω7
OSCO 26 P0.6 P2.6 560nH
MINI USB-B C3 C1 C2 TEST D7 19 28 27p
P0.7/T1 P2.7

DVSS

AVSS
OSC
GND GND GND GND C24 C15
100n 47p 47p VSS P3.1/X1 P3.0/X2 IN OUT
4 17 20 24
7 8 9 4 21 22 18
1n
+5V
X1 X2
*
C29 C7 C8 C13 C14 C16
R11
10 Ω
2µ2
R10 12p 12p 12p 12p 100n * see text
16MHz

10 Ω
27.12MHz
* voir texte
P1 10k
T3
* siehe Text
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 R14
10k
* zie tekst
K2
R17 BC517

1k
VDD

A
R/W
E
D0
D1
D2
D3
D4
D5
D6
D7
RS
VSS

K
VO
LCD1 D7
LC DISPLAY
060132 - 11

9/2006 - elektor
PRAXIS RFID

FT232R die ELEKTOR-Vendor-ID und


K2 C29 R11 R10
P1
D3 C30 T2 Product-ID enthält.

C32

C4
+- R12 R13 L1 + Anschließend wird der RFID-Reader
14 1

C6
über das USB-Kabel mit dem PC ver-

R15
C31 D4

R4
R3
R5
D7 R17

IC5
T1

D6
IC4
X2 JP1 R16
bunden. Windows erkennt automa-

C13C14
IC3 -
D5
tisch ein neues USB-Device. Als USB-

D2

D1
C9
R14

JP2
C10

R1
R2
Treiber muss jetzt der zuvor herunter-

C3
X1 C8 C12

C16
C5

R7
R6
geladene Treiber ausgewählt werden.

C11

C19
C7

K1
C17
L2

L3
T3

C1
T

C2
060132-1 C15
C18 C20
C21 C25 C27C23 IC2
Sollte die Treiberinstallation Probleme
IC1
C22 C26 C28 C24 bereiten, kann man einen „Installation
R8 R9
Guide“ von der FTDI-Webseite
(www.ftdichip.com) herunterladen und
zu Rate ziehen. Dieser Guide ist auch
für den modifizierten Treiber gültig.
Mit der Installation des CMD-FTDI-
Treibers wird sowohl der „D2XX-“
(Direct Driver) als auch der „VCP-“ (Vir-
tueller COM Port) Treiber installiert.
Mit Hilfe des VCP-Treibers wird der
USB-Port des RFID–Readers sowohl
auf der PC- als auch auf der Mikrocon-
trollerseite wie eine gewöhnliche
RS232-Schnittstelle angesprochen.
Der D2XX-Treiber wird auch benötigt,
wenn man den ELEKTOR-Reader im
Zuge eigener Entwicklungen so weit-
gehend modifiziert, dass Konfigura-
tionsdaten im internen EEPROM des
FT232R geändert werden müssen.
Dafür gibt es auf der FDTI-Website das
PC-Programm MPROG als Gratis-
060132-1 (C) ELEKTOR Download, das wiederum nur mit dem
D2XX-Treiber arbeitet.

MIFARE Magic
Nach der Treiberinstallation kann das
speziell für den ELEKTOR-RFID-
Reader entwickelte PC-Programm
MIFARE Magic verwendet werden,
das ebenfalls als Gratis-Download auf
www.elektor.de bereitsteht. Nach dem
Download muss der Inhalt des ZIP-File
in ein frei wählbares Unterverzeichnis
kopiert werden. Beim Start des Pro-
gramms durch einen Doppelklick auf
MifareMagic.exe sollte der Reader
bereits mit dem USB-Port verbunden
sein, damit sich MIFARE Magic auto-
matisch mit dem Readerport verbin-
den kann. Es ist nicht erforderlich,
einen COM-Port auszuwählen, da
MIFARE Magic intern den „D2XX“-
Treiber verwendet. Bild 6 zeigt den
„Terminal“-View“ von MIFARE Magic,
der ein VT100-Terminal emuliert und
alle Zeichen darstellt, die vom LPC-
Controller über den FDTI-Schnittstel-
lenkonverter gesendet werden.
Die Firmware im LPC-Controller befin-
det sich nach dem Einschalten eben-
falls im „Terminal“-Betrieb. Sobald der
Reader eine neue Karte im Feld
Bild 5. Die zweilagige Platine enthält auch die Antenne. Wegen des nicht manuell lötbaren Reader-ICs ist sie erkennt, wird diese angesprochen
fertig bestückt und getestet erhältlich. (aktiviert). Erkennt der Reader, dass

32 elektor - 9/2006
Stückliste
Widerstände (SMD 0805, 5%):
R1, R2, R6, R12, R15, R17 = 1 k
R3,R4,R5 = 4k7
R7 = 2k7
R8, R9 = 4Ω7
R10 = 270 Ω
R11 = 10 Ω
R13 = 100 k
R14, R16 = 10 k
P1 = 10-k-Trimmpotentiometer, SMD,
4 mm SQ

Kondensatoren
(SMD 0805, 16 V, keramisch):
C1, C2 = 47 p NP0
C3, C4, C5, C6, C9, C10, C11,
C12, C16, C31 = 100 n
C7, C8, C13, C14 = 12 p NP0
C15 = 1 n NP0
C17, C19 = 220 p NP0
C18, C20 = nicht bestückt
C21, C23 = 27 p NP0
C22, C24 = nicht bestückt
C25, C27 = 68 p NP0
C26, C28 = nicht bestückt
C29, C30, C32 = 2µ2

Halbleiter:
D1 = SMD-LED (0805) grün,
Low-current
D2 = SMD-LED (0805) gelb,
Low-current
D3, D6, D7 = SMD-LED (0805), rot,
Low-current
D4 = BAS19 (200 mA, SOT23)
D5 = BAT54S (30 V/300 mA,
SOT23)
T1, T2 = 6402 (P-Kanal-MOSFET,
20 V/3,7 A, SOT23)
T3 = BC517 (NPN-Darlington, TO92)
IC1 = FT232RQFN (QFN32, FTDI)
IC2 = 74HC02 (TSSOP14,
NORGATE)
IC3 = P89LPC936FDH-S (SSOP28,
Philips)
IC4 = MFRC52201HN1 (HVQFN32,
Philips)
IC5 = LM2937 (Low-drop, 3V3,
SOT223)

Außerdem:
X1 = 16-MHz-Quarz (18-p-
Parallelkapazität, 5 mm x 3,2 mm)
X2 = 27,12-MHz-Quarz (18-p-
Parallelkapazität, 5 mm x 3,2 mm)
K1 = Mini-USB-B-Buchse, SMD,
5-polig
L1 = SMD-Ferrit (1,5 A, 0805)
L2, L3 = SMD-Induktivität 560 nH
(0805)
JP1, JP2 = 0,1”-Jumper (siehe Text)
LCD1 = LCD-Modul, 2 x 16 Zeichen
mit Hintergrundbeleuchtung
Gehäuse, 146 x 91 x 33 (mm) mit
LCD-Fenster und Batteriefach für
4 Mignon-Zellen (AA)
Platine EPS 060132-91 (bestückt und
getestet, inklusive USB-Kabel, siehe
Elektor-Shop-Anzeige am Heftende)
Passendes LC-Display (siehe Elektor-
Shop-Anzeige am Heftende)
Hex- und Source-Kode für LPC LPC936
(kostenloser Download unter
www.elektor.de)
PC-Software Mifare Magic mit Source-
Kode (kostenloser Download unter
www.elektor.de)

9/2006 - elektor 33
PRAXIS RFID

eine MIFARE®-UltraLight-, MIFARE®-


1K- oder eine MIFARE®-4K-Karte im
Feld ist, wird der gesamte Speicherin-
halt der Karte gelesen und im „Termi-
nal“ von MIFARE Magic angezeigt. Bei
MIFARE®-1K- und 4K-Karten wird
dabei der Standard-MIFARE®-Schlüs-
sel verwendet. Sollte eine Karte unter-
schiedliche Schlüssel verwenden, so
kann der Dateninhalt des jeweiligen
Sektors nicht gelesen werden. Wenn
man an Stelle von Mifare Magic ein
anderes Terminalprogramm verwen-
den möchte (z.B. Hyper Terminal oder
das in das LPC-Tool Flash Magic inte-
grierte Terminalprogramm), so muss
als Port der vom VCP-Treiber erzeugte
virtuelle COM-Port ausgewählt wer-
den. Die Parameter sind: 115.200 Baud,
Bild 6. Der „Terminal-View“ von MIFARE Magic visualisiert alle Zeichen, die der Reader über USB ausgibt. No Parity, 8 Datenbits, 1 Stoppbit.
Über das Menü „Window“ kann in
MIFARE Magic zwischen den Ansich-
ten „Terminal“, „Mifare UltraLight“
und „Show All Cards“ gewechselt
werden (siehe Bild 7). Das Fenster
„Mifare UltraLight“ (Bild 1) stellt die
entsprechenden Kartenkommandos
per Mausklick zur Verfügung. Somit ist
es auf sehr einfache Weise möglich,
eine MIFARE-UltraLight-Karte (Gratis-
Muster in diesem Heft) zu program-
mieren. Sobald dieses Fenster aufgeru-
fen wird, wechselt die Firmware im
LPC-Controller der Reader-Platine vom
Terminal-Betrieb in den PC-Reader-
Betrieb. In diesem Betrieb wartet der
Bild 7. Das Programmfenster „Mifare UltraLight“ ermöglicht die einfache Programmierung der RFID-Karte. Mikrocontroller auf Kartenbefehle vom
PC und ruft die dazugehörige Funktion
in seiner Software auf. Diese Betriebs-
art eignet sich auch, um eigene Reader-
applikationen am PC zu entwickeln. Im
Fenster „Show All Cards“ werden die
Seriennummern aller Karten angezeigt,
welche vom Reader noch gleichzeitig
erkannt werden können. Dieses Fens-
ter eignet sich zum Test von Reich-
weite und erfassbarer Kartenanzahl.

Selbst programmieren
Für eigene Entwicklungen und
Anwendungen kann man sowohl die
Firmware im LPC936 als auch die PC-
Software selbst modifizieren oder neu
programmieren. Auch ein möglicher
Update der ELEKTOR-Reader-Firm-
ware kann ein Grund sein, um den
LPC936 neu zu flashen. Auf der ELEK-
TOR-Website steht immer die aktuelle
Software zum Download kostenlos zur
Verfügung, außerdem wird ein Hinweis
auf einen Update auch auf der News-
Seite bei www.elektor.de und in der
Bild 8. Das kostenlose PC-Programm Flash Magic zur Programmierung des LPC-Mikrocontrollers über die USB- Mailbox-Rubrik im Heft (unter „Nach-
Schnittstelle des ELEKTOR-RFID-Readers. lesen und Updates“) veröffentlicht.

34 elektor - 9/2006
Der LPC936 auf der Reader-Platine
lässt sich mit dem kostenlosen PC-Pro-
gramm Flash Magic (Bild 8) direkt Listing
über den USB programmieren. Dieses while(1)
Programm, das von Embedded Sys- {
tems Academy stammt (Esacademy, status = ISO14443_Request(WUPA, &bATQ);
www.esacademy.com) und von Philips if(status != STATUS_SUCCESS)
(www.semiconductors.com) gespon- continue;
sert wird, unterstützt verschiedene
Philips-Controllertypen. status = ISO14443_Anticoll(Level1,0,&abSNR[0]);
Zum Programmieren des LPC-Control- if(status != STATUS_SUCCESS)
lers werden die beiden Jumper auf der continue;
Reader-Platine (JP1 und JP2) gesetzt.
Eine detaillierte Anleitung zur Pro- status = ISO14443_Select(Level1, &abSNR[0], &bSAK);
grammierung finden Sie bei www.elek- if(status != STATUS_SUCCESS)
tor.de auf der Webseite zum ELEKTOR- continue;
RFID-Reader-Artikel. Dort sind auch
alle Reader- und Kartenkommandos für // Check if UID is complete
MIFARE® UltraLight aufgelistet. if((bSAK & 0x04) == 0x04)
Die Readerfirmware für den LPC-Con- {
troller wurde mit dem C-Compiler Keil // UID not complete
µVision3 programmiert. Für die Ent- status = ISO14443_Anticoll(Level2,0,&abSNR[4]);
wicklung von eigenen Programmen if(status != STATUS_SUCCESS)
stehen bereits alle erforderlichen Kar- continue;
tenkommandos als Funktionen zur Ver-
fügung. Somit ist es nicht erforderlich, status = ISO14443_Select(Level2, &abSNR[4], &bSAK);
sich mit den einzelnen Registern des if(status != STATUS_SUCCESS)
MF RC522 auseinanderzusetzen. continue;
Das Listing zeigt die erforderlichen }
Codes für die Kartenaktivierung und
Datenblöcke einer MIFARE®-Ultra- // Read UltraLight Block 0..3
Light-Karte. Anschließend werden status = Read(0,abDataBuffer);
diese über die serielle Schnittstelle des }
Controllers ausgegeben.
Wie schon erwähnt, erlaubt der „PC-
Reader-Betrieb“ der LPC-Firmware das
Aufrufen der Kartenfunktionen über
eine PC-Applikation. In diesem Fall
werden die Funktionsauf-
rufe über ein sehr
einfaches
serielles Pro-
tokoll direkt
an die Control-
lersoftware über-
tragen. Diese sen-
det nach der Aus-
führung der
Funktion die Antwort-
daten wieder an den
PC. Name und Parameter
der Funktionen für die PC-
und Controllerprogrammie-
rung sind identisch.
Als Basis für eigene Entwick-
lungen können die Sourceco-
des der PC-Software Mifare
Magic und der Firmware des LPC-
Controllers von der ELEKTOR-Web-
site kostenlos heruntergeladen wer-
den!
(060132-1e)

9/2006 - elektor 35
PRAXIS RFID

Experimenteller RFID
Von Martin Ossmann

Nach dem Eintreffen der


ersten MIFARE-Muster-
Karten in der Redaktion
wurde fleißig diskutiert, ob
man diesen RFIDs auch mit
einfachen Mitteln etwas
entlocken kann. Dass ein
Lesegerät ohne ein spezielles
Reader-IC zu bauen sein
könnte, konnte sich kaum
jemand vorstellen. Es geht
aber doch - und zwar mit
einem handelsüblichen
Mikrocontroller! Im Artikel
gehen wir auch detailliert auf
Protokolle und Codierungen
ein. Die Software zu diesem
Projekt eignet sich daher
bestens für eigene
Entwicklungen.

Als Prozessor wird ein leicht erhält- Informations(not)stand Stelle ganz besonders Gerhard Schalk
licher ATmega 16 von ATMEL verwen- von Philips für die tatkräftige Unter-
det. Er lässt sich über die ISP-Schnitt- Wie kommt man nun an die notwendi- stützung. Zusätzliche Informationen
stelle einfach mit Public-Domain-Hilfs- gen Informationen zur Entwicklung bekommt man dann noch bei Herstel-
mitteln programmieren, so zum eines eigenen Readers? Die definitive lern von ISO 14443-Karten und Lese-
Beispiel mit der AVR-Studio-Entwick- Referenz ist natürlich der ISO-Stan- ICs. Das alles führt zusammen mit
lungsumgebung, dem WINAVR-Com- dard, der aber nur teuer zu beschaffen einer gehörigen Portion Software zur
piler und dem PONYPROG-Program- ist. Vor der Standardisierung haben die Codierung und Decodierung der Proto-
mieradapter (siehe auch Artikel „Mini- Dokumente aber den (öffentlichen) kolle schließlich zum Erfolg!
Mega-Board” in ELEKTOR 05/2006). FCD-Status (Final Committee Draft,
Der hier vorgestellte experimentelle also endgültiger Entwurf) und sind
Reader lässt sich auch so umrüsten, dadurch teilweise im Internet zu Testsender
dass er ISO 15693-Karten lesen kann! bekommen. Gleichzeitig hilft es unge- Studiert man das Datenblatt der
Diese Karten kommen zum Beispiel bei mein, wenn man einen funktionsfähi- MIFARE-Ultralight-Card, so sieht man,
der Warenidentifikation vielfach zum gen Reader für Messungen zur Verfü- dass die einfachste Reaktion der Karte
Einsatz. gung hat. Der Autor dankt an dieser darin besteht, dass sie nach Power-On-

36 elektor - 9/2006
D-Reader Komplett selbst entwickelt!
Reset (POR) auf ein REQA-Kommando
(Request Command Type A) antwor-
tet. Hat man dieses erste Ziel erreicht, +5V
kann man schon die Antwort der Karte
studieren und versuchen, sie zu entzif-
20
fern. Zum Senden des Kommandos C1
IC2 = 74F00 IC2.C
muss man natürlich verstehen, wie 100n &
1
RST
Kommandos an die Karte gesandt wer- 12 Rahmen
PB0
den. Die ISO 14443-2 beschreibt, wie 13
PB1 PD0
2
IC1 L1
die Befehle als Bitfolgen codiert und Trig. 14
PB2 PD1
3
15 6
zur Karte gesandt werden. Versorgt PB3 PD2 IC2.A
IC2.B
IC2.D
16 7
werden die Karten durch das Magnet- 17
PB4 PD3
8 & &
PB5 PD4 &
feld, das eine Spule erzeugt. Nominell 18 9
40mm x 50mm
1 Wdg 0,5 CuL
PB6 PD5
beträgt die Frequenz fc („carrier-fre- 19
PB7 PD6
11

quency“) des Feldes 13,56 MHz. Dieser ATTiny2313 +5V


XO XI IC3
Träger wird zwecks Informationsüber- 10 4 5
tragung zur Karte mit 100 % amplitu-
denmoduliert. Eine einfache Schaltung
für einen ersten Test zeigt Bild 1. 13.56MHz
060221 - 11
Ein Quarzoszillator erzeugt die Träger-
frequenz fc, die wir gleichzeitig als
Taktfrequenz für den Mikrocontroller
(hier ein ATtiny2313) verwenden. Ein Bild 1. Einfacher MIFARE-Testsender.
Port-Pin dient zusammen mit NAND-
Gattern (74F00) als einfacher Amplitu-
denmodulator. Der 74F00 ist dabei
stark genug, um ausreichend Strom für
das Ansprechen einer MIFARE-Karte
durch eine einfache Sendespule zu trei-
ben (Hinweis: ein 74HC00 schafft das
nicht!). Bild 2 zeigt die aufgebaute
Schaltung im Testeinsatz.
Die Bits vom Reader zur Karte werden
dabei wie folgt übertragen: Für jedes Bit
steht eine Zeit TBit = 128/fc = 9,439 µs
zur Verfügung. Das ergibt eine Bitrate
von 13,56 MHz/128 = 105,9375 kbit/s.
Etwas gerundet haben wir etwa
100 kbit pro Sekunde und 10 Mikrose-
kunden pro Bit. Wie die Bits im Einzel-
nen verpackt werden, erläutert Bild 3.

Bitcodierung
Die Bit-Zeit TBit denken wir uns in vier
gleiche Teile (je ca. 2,5 µs Länge)
unterteilt. Es gibt nun drei Signalver-
läufe innerhalb einer solchen Zeit, die Bild 2. Sendeschaltung mit MIFARE-Karte und Schnüffelspule.
mit X, Y und Z bezeichnet werden. Bei
Form X wird der Träger - beginnend in
der Mitte des Bit-Intervalls - kurzzeitig
ausgetastet. Bei Form Y wird er nicht Z. Eine Bitfolge beginnt immer mit Z sten Bit beginnend übertragen. Damit
ausgetastet, und bei Form Z erfolgt die (als Startsequenz) und endet mit einer ergibt sich die in Bild 3 gezeigte Sig-
Austastung am Anfang des Bit-Inter- Null, gefolgt von Y (genau steht’s in nalform. Die Austastung des Trägers
valls. Eine logische Eins wird durch die der Norm). Das REQA-Kommando erfolgt für etwa ein Viertel der Bitzeit,
Signalform X signalisiert. Die erste Null besteht aus 7 Bits, hexadezimal ist also für ca. 2,5 µs, wobei die Norm die
einer Folge von Null-Bits wird mit Y REQA = 026H. Die Bits eines Bytes Form des Pulses genauer festlegt. Das
codiert, die nachfolgenden Nullen mit werden beginnend beim niederwertig- so gewählte Übertragungsprotokoll

9/2006 - elektor 37
PRAXIS RFID

erfüllt mehrere Forderungen: Der Trä-


128 / fc ger wird immer nur kurz ausgetastet,
so dass die Karte im Mittel weiter mit
X Y Z
genügend Energie versorgt wird. Des
Weiteren ist der Bittakt aus dem Signal
leicht zurückzugewinnen.
REQA = 026H = 0100110B (7 Bit) Nun ist es interessant, einmal die Sig-
Start LSB MSB End nalform im Moment einer solchen Aus-
0 1 1 0 0 1 0 0 tastung zu beobachten. Dazu wird eine
Z Z X X Y Z X Y Z Y Karte unter die Sendespule gelegt und
das Kartensignal mit einer „Schnüffel-
060221 - 12 spule“ (Näheres weiter unten) oszillo-
graphiert (siehe Bild 2 und Bild 4). Da
unsere Sendespule nicht mit einem
Bild 3. Bitcodierung bei der Informationsübertragung zur Karte. Kondensator zu einem Schwingkreis
ergänzt wurde, kann sie ohne Ein- und
Ausschwingen getastet werden. Nach
dem Ausschalten (linke Cursor-Linie in
Bild 4) ist aber klar ein Ausschwingen
zu beobachten, wenn die Sendespule
nah an einer Karte ist. Es ist der
Schwingkreis in der Karte, der dieses
Ausschwingen bewirkt.

Reaktion
Wenn wir das REQA-Kommando korrekt
und stark senden, müsste die Karte
eigentlich als Antwort eine Sequenz aus
zwei Bytes zurücksenden. Für diese
Rücksendung von Information an den
Reader wird eine Lastmodulation ver-
wendet, die dadurch entsteht, dass die
Karte das Readerfeld gezielt höher belas-
tet. Dabei wird eine Modulationsfre-
quenz von fm = fc/16 = 847,5 kHz ver-
wendet. Die Bitdauer ist wieder (im ein-
fachsten Fall) TBit = 128/fc = 9,439 µs.
Dabei wird eine „Eins” dadurch codiert,
Bild 4. Schnüffelsondensignal bei der Trägeraustastung. dass die Lastmodulation während der
ersten Hälfte der Bit-Zeit (erstes Halb-
Bit) stattfindet. Bei einer „Null” wird für
die zweite Hälfte des Bit-Intervalls last-
moduliert. Die Lastmodulation kann man
mit der Schnüffelsonde gut beobachten.
In Bild 5 sieht man das Signal der
Schnüffelsonde genauer. Die oberste
Spur zeigt einen relativ langen Aus-
schnitt. Im linken Teil sind die sieben
Austastimpulse des REQA-Kommandos
zu sehen. Ganz rechts ist schwach in
der oberen Spur die Lastmodulation zu
erkennen. Diese ist unten vergrößert
dargestellt. Zwischen den Cursor-Linien
ist das erste Bit der Antwort der Karte
zu sehen. Die erste Hälfte (ca. 5 µs) ist
mit fm moduliert, das sind genau 4 Peri-
oden. Dann folgt die unmodulierte
Bithälfte der „Eins“. Nach der Eins fol-
gen, wie man gut erkennt, zwei Nullen.

Reader-Konzept
Nach dieser Beobachtung ist eigent-
Bild 5. Schnüffelsondensignal der Lastmodulation. lich klar, wie man einen einfachen

38 elektor - 9/2006
Reader bauen kann. Der Sender kann
fast so bleiben wie gehabt, aber die +5V
Sendestufe muss etwas stärker wer-
den, um Karten auch sicher lesen zu L2

können. Wir verwenden eine zweite UKW-Drossel

Spule, um die Lastmodulation gut IC1 = 74HC00


detektieren zu können. Zwischen die C3
beiden Spulen bringen wir die Karte.
4n7
Die Lastmodulation detektieren wir CLK1 MOD IC1.C
(XTAL1) (PORTB.0) T2
durch Amplituden-Demodulation des &
Signals der zweiten Spule. Damit ist
Rahmen
das Konzept der analogen Seite schnel- IC1.A
IC1.B BS250 50mm x 65mm
5 Wdg 1,0 CuL
ler geklärt als die digitale Komponente, &
&
die aus einem geeigneten Mikrocon- T1 L1
troller mit reichlich Software besteht. R1
2M2
&
X1
BS170
Welcher Controller? IC1.D
C4 R2
C1 C2
Der Mikrocontroller soll sowohl das

2k2
Sendesignal erzeugen als auch das 33p 33p 60p

Antwortsignal von der Karte empfan-


13,56MHz
gen und auswerten. Da ist schon ein 060221 - 13

flotter Controller gefragt, und das nicht


nur fürs Senden. Beim Empfang kom-
men die Bits mit ca. 100 kbit pro Bild 6. Takterzeugung und Sendeteil des experimentellen Readers.
Sekunde daher. Pro Bit sollten wir die
Amplitude des Modulationssignals
wenigstens vier Mal abtasten, um Nul- gelangt es auf den Serienresonanzkreis tung folgt ein dreifaches RC-Tiefpassfil-
len und Einsen gut detektieren zu kön- L1/C4. R2 bedämpft den Resonanzkreis, ter und ein Komparator. Der Vergleichs-
nen. Von Vorteil ist dabei, dass man um beim Austasten das Ausschwingen wert ist mit R13 eingestellt. Das Digi-
genau weiß, wann die Karte sendet - zu verkürzen. An dieser Stelle ist anzu- talsignal am Ausgang ist als DEMOD-
und dass sie nicht allzu viele Bits sen- merken, dass man den Reader nicht Signal für den Prozessor auswertbar.
det. Man kann also die detektierten unbedingt mit 13,56 MHz betreiben An Stelle des Komparators IC2 hätte
Signale zuerst in einem Speicher sam- muss. Versuche haben ergeben, dass man auch den internen Komparator des
meln und danach auswerten. Hier ist MIFARE-Karten alle Frequenzen zwi- ATmega16 verwenden können, aber so
ein Controller mit ausreichend Spei- schen 12 MHz und 16 MHz akzeptieren. ist das Signal bei der Inbetriebnahme
cherplatz hilfreich. Da die Protokolle Da aber der Controller in unserem Reader leichter zu oszillographieren und die
diverse delikate Feinheiten wie Parity- auch die Baudrate von der Taktfrequenz Funktion besser zu kontrollieren.
Bits, Block-Prüfsummen und CRC- ableitet, erfordert die Verwendung einer
Checks beinhalten, ist eine reine abweichenden Quarzfrequenz auch eine
Assemblerprogrammierung ziemlich andere Einstellung der seriellen Kommu- Digitalteil
aufwendig. Besser ist es, weitgehend nikation in der Software - das Programm Der Digitalteil in Bild 8 bietet schal-
in C zu programmieren. Die Wahl fiel muss dann neu kompiliert werden! tungsmäßig keine Überraschungen.
auf einen ATmega16 von Atmel, der Ein MAX232 ermöglicht den Anschluss
alles hat, was man braucht: Genügend über eine RS232-Schnittstelle. Ein
Prozessorleistung, leichte Beschaffbar- Empfangsschaltung zweizeiliges LC-Display erlaubt den
keit, kostenlose Software (WINAVR) Die Empfangsschaltung (Bild 7) muss Stand-Alone-Betrieb mit Anzeige der
und ein unkompliziertes Programmie- die Lastmodulation demodulieren und gelesenen Daten. Eine einfache Regler-
rinterface. Damit müsste es eigentlich dem Prozessor als Digitalsignal zur schaltung mit Verpolungsschutz
zu machen sein! Und damit zeichnet Verfügung stellen. ermöglicht den Betrieb mit einfachen
sich bereits das Gesamtkonzept unse- Die Spule L3 empfängt das lastmodu- Steckernetzteilen. Schalter S1 fungiert
res komplett selbst entwickelten RFID- lierte Signal, welches von D1 gleichge- als Resettaster, und am Anschluss K2
Readers ab, der sich aus drei Teilschal- richtet wird. Der Schwingkreis L4/C6 steht die ISP-Schnittstelle zur In-Sys-
tungen zusammensetzt. hat seine Resonanzfrequenz ungefähr tem-Programmierung bereit.
bei fm = 847 kHz. Wichtig ist, dass die-
ser Schwingkreis eine genügend hohe
Sende-Schaltung Bandbreite hat, um die Modulation mit Aufbau und Spulensystem
Wie Bild 6 zeigt, ist der Sendeteil einfach einer Bitrate von ca. 100 kHz noch Für den Probeaufbau (siehe Foto am
geblieben. IC1 erzeugt den 13,56-MHz- durchzulassen. Dazu dient die Bedämp- Artikelanfang) wurde eine einfache
Takt, den der Controller mit dem MOD- fung mit R6. Transistor T3 verstärkt das Lochrasterplatine verwendet. Wichtig ist
Signal (Pin PORTB.0) moduliert (austas- Signal, und der Schwingkreis L5/C7/R8 es dabei, die HF-verarbeitenden Schal-
tet). Das vom 74HC00 gelieferte 13,56- bewirkt eine weitere Filterung. Das tungsteile gut mit Kondensatoren abzu-
MHz-Signal durchläuft eine Vorhandensein der Modulation kann blocken. Eine Besonderheit sind die zwei
„Gegentaktendstufe“ aus zwei simplen nun mit einem Gleichrichter (Diode D2) rechteckigen Spulen (50 mm x 65 mm)
kleinen MOSFETs (T1 und T2). Dann detektiert werden. Auf die Gleichrich- im Abstand von 30 mm mit jeweils

9/2006 - elektor 39
PRAXIS RFID

+5V

R5 R7 R14 R15

330 Ω

1k
2k2

4k7
D1
T3
R3 BAT43 C1
220 Ω
100n
L3 L4
R6
C6
BC560

1k
330p

50mm x 65mm 100µH D2


5 Wdg 1,0 CuL IC2
BAT43 R10 R12
2k2 2k2 DEMOD.
L5 LM393
R4 R8 R9 R11 R13
(PINB.4)
C5 C7 C9 C10 C11
1k

4k7

4k7
100n
22k 330p 220p 220p 220p 4k7

100µH
060221 - 14

Bild 7. Empfangs- und Demodulationsschaltung.

5 Windungen aus 1-mm-Kupferlackdraht. Software und Inbetriebnahme tionen auf der Projektseite zu diesem
Die Positionierung der MIFARE-Karte Beitrag, die Sie über das Heft-Inhalts-
erfolgt am besten dazwischen, die opi- Die Software für den Controller steht verzeichnis auf der ELEKTOR-Website
male Position muss erprobt werden. auf der Elektor-Website - und auch über unsere RFID-Über-
Auch andere Konstellationen sind einen (www.elektor.de) zum Download sichtseite unter www.elektor.de/rfid -
Versuch wert. Eventuell muss man die bereit. Sie finden die entsprechende erreichen. Zur Software gehört auch
Trimmer entsprechend neu einstellen. Datei ebenso wie alle Zusatzinforma- ein umfangreiches PDF-Dokument mit

+5V +5V +5V


IC4
D3
1N4007 7805

R17 R16
K1
C12
330 Ω
8V... 12V

C13
C14 C15 LCD 100n
D4 GND 100n
10µ VCC 10 30 32
10µ
VO VCC AVCC AREF
29 1
RS (TOSC2)PC7 PB0(XCK/T0) MOD
28 2
RW (TOSC1)PC6 PB1(T1) TP1-TRIG
27 3
E (TDI)PC5 PB2(INT2/AIN0) TP2 +5V
26 4
D0 (TDO)PC4 PB3(OC0/AIN1) TP3-SAMPLE
+5V 25 5 K2
D1 (TMS)PC3 PB4(SS) DEMOD
24 6 1 2
C19 D2 (TCK)PC2 PB5(MOSI)
23 7 3 4
D3 (SDA)PC1 PB6(MISO)
22 8 5 6
D4 (SCL)PC0 PB7(SCK)
2 7 8
K3 D5
V+ IC5
1 16 9 9 10
1 C16 C1+ D6 RESET
6 D7
3 IC3 ATmega16-16 ISP
2 C1–
8 9 14 40 +5V
7 R2IN R2OUT PD0(RXD) (ADC0)PA0
7 10 15 39
3 T2OUT T2IN PD1(TXD) (ADC1)PA1
13 12 JA 16 38 R18
8 R1IN R1OUT PD2(INT0) (ADC2)PA2
10k

14 11 JB 17 37
4 T1OUT T1IN PD3(INT1) (ADC3)PA3
4 JC 18 36
9 C17 C2+ PD4(OC1B) (ADC4)PA4
JD 19 35
5 MAX232 PD5(OC1A) (ADC5)PA5
5 15 JE 20 34 R19
C2– PD6(ICP1) (ADC6)PA6
100 Ω

V- JF 21 33
PD7(OC2) (ADC7)PA7
SUB D9 6
C18 GND GND XTAL1 XTAL2
11 31 13 12

CLK1 S1

060221 - 15

Bild 8. Digitalteil mit RS232 und LCD.

40 elektor - 9/2006
folgenden Abschnitten: Verwendung der gleichen Frequenz zu lesen. Da diese Karten eine andere
• Programmierung des handelt es sich aber um sehr unter- Hilfsträgerfrequenz verwenden, sind
Atmel-Controllers schiedliche Systeme: ISO 14443 defi- insbesondere die LC-Kreise L4/C6 und
• Bau einer Schnüffelsonde niert eine kontaktlose Schnittstelle für L5/C7 zu ändern. Des Weiteren ist eine
zur Feldstärkemessung Smartcards mit einer Reichweite von ganz andere Software notwendig, da
• Senderabgleich und maximal 10 cm, während ISO 15693 die Modulations- und Codierungsme-
Funktionskontrolle eine kontaktlose Label-Schnittstelle thoden sich deutlich von ISO 14443
• Empfängerabgleich mit einer Reichweite von maximal unterscheiden. Die abweichenden Fre-
• Verwendete Software-Tools 1,5 m ist. Mit anderen Worten: quenzen der Hilfsträger und Bitraten
und Tricks ISO 15693 haben Sie auf den Waren im ermöglichen aber auch einen selekti-
• Sicherheitsverfahren Einkaufskorb, wenn dereinst RFID- veren Reader mit größerer Reichweite
• Kollisionserkennung Scanner die Barcode-Scanner an der und eventuell auch mit Kollisionserken-
Kasse ersetzen, und ISO 14443 haben nung. Wenn die Entwicklung einer
Sie vielleicht schon jetzt in Ihrer Kun- ISO 15693-Version erfolgreich verläuft,
ISO 15693-RFIDs denkarte… werden Sie es erfahren - in dieser
ISO 15693 ist der neben ISO 14443 am Erste Versuche haben ergeben, dass Elektronik-Zeitschrift und auch im kos-
häufigsten verwendete Standard für man den experimentellen Reader auch tenlosen ELEKTOR-Newsletter!
13,56-MHz-RFIDs. Abgesehen von der umrüsten kann, um ISO 15693-RFIDs (060221-1e)

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Funkverbindungen im 70-cm- und 2-m-Band mit Nordamerika? Ohne Satellit unmöglich!


Doch wie wär’s mit einem kleinen Privat-Satelliten? Der niederländische Delfi-C3 wird
seinen Transponder allen interessierten Funkamateuren zur Verfügung stellen. Und der
deutsche COMPASS-1 wird schon bald Fotos nach Wunsch aus dem Weltraum zur Erde
senden. Die technischen Herausforderungen sind allerdings nicht von Pappe …

Nachrichten-Satelliten für jedermann, ist das nicht Uto- Projekt


pie? Für einige Studierende und die Mitarbeiter des
Delfi-C3-Teams [1] wird die Utopie voraussichtlich bald Der Grundstein für den Satelliten Delfi-C3 wurde im Jahr
Wirklichkeit. Mit Hochdruck setzen diese Idealisten 2004 gelegt. Das Projekt hat seinen Ursprung in einem
alles daran, die Entwicklung des „Delfi-C3“-Satelliten wissenschaftlichen Forschungsvorhaben der Fakultät für
[2] so voranzutreiben, dass er im kommenden Jahr in Luft- und Raumfahrt an der TU Delft (Niederlande). Mit
den Orbit geschossen werden kann. Allerdings wird Delfi-C3 wird das Forschungsprogramm MISAT vorberei-
der Delfi-C3 nicht allein auf die Weltraumreise gehen. tet, dessen Schwerpunkt das Implementieren und Testen
von Neuentwicklungen für die Raumfahrt ist. Studienab-
Er könnte zum Beispiel Passagier einer russischen SS- solventen haben hier Gelegenheit, Kenntnisse und Erfah-
18-Rakete werden, die noch weitere Fahrgäste an Bord rungen unmittelbar „am Objekt“ zu sammeln. Gleichzei-
nimmt. Bis zum „Lift-off“ ist noch eine Unmenge Arbeit tig demonstriert die TU Delft ihr hohes Potential an wis-
zu leisten. Das Entwickeln und Ausrüsten der Elektronik senschaftlichem Know-how. Delfi-C3 ist der fünfte
für die schwierige Mission in der ungastlichen Umge- niederländische Satellit nach ANS (1974), IRAS (1983),
bung des Weltraums verlangt vollen Einsatz. Die Betei- YES (1997) und Sloshsat (2005). Außerdem ist Delfi-C3
ligten sind aber hoch motiviert - und sie bekommen das erste niederländische Satellitenprojekt, an dem Stu-
von vielen Seiten, zum Beispiel von der TU Delft, tat- dierende einer Technischen Universität maßgeblich betei-
kräftige Unterstützung. ligt sind.

44 elektor - 9/2006
Diese CAD-Zeichnung
zeigt, dass der Delfi-C3
bis zum Rand mit
Elektronik voll gepackt
ist.

Der in seinen äußeren Maßen (34 cm · 10 cm · 10 cm) Die Empfangssysteme sind in der Lage, die von den
eher bescheidene Satellit beherbergt drei Einzelprojekte: Satelliten übertragenen Telemetriedaten zu decodieren.
Einen linearen Transponder aus eigener Entwicklung, Die Boden-Crew des Delfi-C3 wird ihren Satelliten von
einen Solarsensor der niederländischen Technik-Behörde diesem Standort aus steuern und die empfangenen Tele-
TNO sowie ein neu entwickeltes Dünnfilm-Solarzellen- metriedaten auswerten. Auf der Seite des Satelliten emp-
Modul der Firma Dutch Space. Die Projekte tragen die
offiziellen Bezeichnungen „Innovativer Satelliten-Sende-
empfänger“ (TU Delft), „Autonomer drahtloser Solarsen-
sor“ (TNO) und „Dünnfilm-Solarzellen“ (Dutch Space“).
Die drei Objekte, die demnächst ihre Weltraumtauglich-
Delfi-C3 - wichtige Daten
keit beweisen müssen, werden nicht zur Erde zurückkeh- • Dreiteiliger Cubesat, 34 cm · 10 cm · 10 cm
ren. Nach Ende seiner Mission wird der Satellit beim Ein- • Drei Versuchsobjekte:
tauchen in die Erdatmosphäre verglühen. Abhängig von Dünnfilm-Solarzellen (Dutch Space),
der erreichten Höhe wird jedoch bis dahin noch einige Autonomer drahtloser Solarsensor (TNO),
Zeit vergehen. Wenn die Umlaufbahn in 500 km mittlerer Innovativer Satelliten-Sendeempfänger (TU Delft)
Höhe liegt, bleibt der Satellit etwa 25 Jahre im All. Bei • Vier Solarmodule, bestehend aus fünf Gallium-Arsenid-
1000 km mittlerer Höhe kann er eine Lebensdauer von Solarzellen, Leistung 2,5 W
mehreren hundert Jahren (!) erreichen.
• Downlink auf 145 MHz, AX25 Packet-Radio,
1200 Baud, BPSK
Konzept • Sendeleistung 400 mW
Die Bodenstation von Delfi-C3 ist auf dem Dach eines • Linearer UV-Radioamateur-Transponder
Gebäudes der TU Delft installiert. In der gemeinsam von • Pass-over durchschnittlich sechs Mal am Tag, davon drei
den Fakultäten Luft- und Raumfahrt, Elektrotechnik, Mathe- Überfliegungen nutzbar (Betrieb mit Solarenergie)
matik und Informatik errichteten Bodenstation können • Kommunikationsfenster 10 bis 15 Minuten beim Pass-over
Wissenschaftliche Mitarbeiter und Studierende praxis-
nahe Erfahrungen im Bereich der Satellitenkommunika- • Umlaufhöhe 500...1000 km
tion sammeln. Die installierten Empfangssysteme verfol- • Umlaufzeit 1,5 Stunden
gen zum Beispiel die „Low earth orbiting“-Satelliten, die
ihre Funksignale im VHF-, UHF- und S-Band abstrahlen.

9/2006 - elektor 45
TECHNIK SATELLITEN

fängt der vom Delfi-Team entwickelte Transceiver die


Befehle der Bodenstation und sendet die gesammelten
Telemetriedaten zur Erde zurück.
Der „Cubesat“ schickt ungefähr im Sekundenabstand ein
Datenwort zur Erde, das Informationen über alle relevan-
ten Satellitenfunktionen enthält. Außer der elektrischen
Spannung im Bordnetz, den im Bordnetz fließenden Strö-
men und der Bordtemperatur werden auch die relevanten
Daten der beiden anderen Projekte übertragen. An Hand
der Daten können zum Beispiel Rückschlüsse auf die I/U-
Charakteristik der Solarzellen gezogen werden. Das
Von Beginn an werden Speichern von Daten an Bord des Satelliten ist nicht vor-
alle Platinen am gesehen, der Satellit sendet sämtliche Daten zur Erde.
Computer entwickelt. Die Frequenzen liegen innerhalb der Funkamateur-Bän-
Hier ist die der; und zwar in den für den Amateur-Satellitenverkehr
Bodenplatine freigegebenen Bereichen bei 145 MHz und 435 MHz.
dargestellt. Delfi-C3 ist mit einem Standard kompatibel, den die US-
amerikanische Radio Amateur Satellite Corporation
AMSAT (siehe Weblinks) entwickelt hat. Wenn der Satellit
über dem Atlantik unterwegs ist, können Funkamateure
über seinen linearen Transponder Verbindung mit dem
nordamerikanischen Kontinent aufnehmen. Als Gegenleis-
tung erwartet das Team lediglich, dass die in fernen
Regionen der Welt von Delfi-C3 empfangenen Daten an
die Bodenstation in Delft weitergeleitet werden.
Zurzeit ist eine spezielle Software in der Entwicklung, mit
denen Funkamateure die empfangenen Daten auswerten
können. Die internationale Zusammenarbeit hat unter
anderem zum Ziel, dass auch dann wertvolle Daten
gesammelt werden, wenn sich der Satellit nicht in Reich-
weite der Bodenstation befindet.
Nahaufnahme des Das Versuchsobjekt von TNO ist ein neuartiger Solarsen-
Antennenbereichs im sor mit drahtloser Schnittstelle. Interessant ist der Einsatz
Delfi-C3-Satelliten. dieses Solarsensors dort, wo der Platz begrenzt ist und
jeder Kubikzentimeter zählt. Zum Beispiel müssen im
Innern von Satelliten keine Kabel verlegt werden.
Bei den Solarzellen von Dutch Space handelt es sich
ebenfalls um eine Neuentwicklung, die im rauen Umfeld
des Weltraums getestet werden soll. Für beide Unterneh-
men ist das Delfi-C3-Projekt eine nicht alltägliche Chance,
die im Labor entwickelten Produkte unter den extremen
Weltraumbedingungen zu erproben.

Von links nach rechts: Technik (1)


Grundkonstruktion des
dreiteiligen Cubesat Ein spezifisches Problem bei der Konstruktion von Nano-
Delfi-C3, früher satelliten ist ihre Energieversorgung. Das Volumen für die
Versuchsaufbau der Akkus ist stark eingeengt, und die für Solarzellen nutz-
internen Systeme sowie bare Fläche lässt sich nicht beliebig ausdehnen. Deshalb
ein Modell der muss die Bordelektronik möglichst ökonomisch mit der
endgültigen Version. Energie haushalten. Zu dem vom Delfi-Team entwickelten
Transceiver gehört ein Antennenverstärker, der mit inte-
grierten HF-Trafos im negativen „Feedback-loop“ arbeitet.
Dadurch wird der Verstärker-Wirkungsgrad zu Lasten der
Linearität gesteigert. Die Nichtlinearitäten werden durch
negative Gegenkopplung kompensiert. Das Ergebnis ist
eine hohe Effizienz bei gleichzeitig hoher Linearität. Eine
hohe Verstärker-Linearität ist für die Satellitenkommunika-
tion besonders wichtig, wenn für die Datenübertragung
mehrere Frequenzbänder genutzt werden. Durch die
Mehrfachnutzung wird das Volumen der übertragbaren
Daten erhöht.
Die Elektronik des Delfi-C3 besteht zum großen Teil aus
Der Satellit ist Standardkomponenten, auf die Entwicklung von Spezial-
tatsächlich ein bauelementen konnte weitgehend verzichtet werden.
Winzling. Die Euro- Gute Ideen stecken in vielen Details, wie zum Beispiel in
Münze dient zum der Antennenkonstruktion. Die Antennen sind aus dem
Vergleich. gleichen Material gefertigt, aus dem auch Rollbandmaße

46 elektor - 9/2006
Schritt für Schritt zum eigenen Satelliten
Bauelement jedoch angemessen.
• Entwickeln Sie ein technisches System, das Sie im Weltraum erpro-
ben möchten. • Die elektronischen Bauelemente für die interne Elektronik beziehen
Sie wie gewohnt vom Fachhandel. Diese Bauelemente genügen den
• Gründen Sie eine kleine Firma und suchen Sie sich einen finanzkräfti-
gen Sponsor, der die Finanzierung übernimmt. Anforderungen, sie sind gleichzeitig preiswert.

• Viele Hände schaffen mehr als eine, deshalb suchen Sie mehrere • Die Platinen können aus gewöhnlichem FR4-Material hergestellt wer-
Teilhaber, die ebenfalls möglichst finanzstark sind. den. Nach kleineren Anpassungen erfüllen sie den vorgesehenen
Zweck.
• Erwerben Sie einen Cubesat (die Kosten liegen bei 5000 €). Für die-
sen Betrag erhalten Sie einen Aluminium-Kasten, der speziell präpa- • Der mit Abstand größte Posten in der Kostenrechnung ist die mensch-
riert und außen mit Teflon beschichtet ist. Die Konstruktion ist interna- liche Arbeitskraft. Kalkulieren Sie diesen Posten unbedingt ein, wenn
tional zertifiziert, sie hält der mechanischen Beanspruchung bei der die Arbeit so umfangreich wird, dass Sie Mitarbeiter beschäftigen
Raketenbeschleunigung stand. müssen. Eine mögliche Alternative sind Vereinigungen von
• Die Spezial-Solarzellen für die Energieversorgung kosten einige hun- Amateuren des betreffenden Fachgebiets. Dort finden Sie meistens
dert Euro je Zelle; der Preis erscheint für ein so exotisches Idealisten, die Ihnen gern hilfreich zur Seite stehen!

hergestellt werden. Den extremen Temperaturschwankun- ein neues, für den Weltraum entwickeltes Bussystem
gen im All, der Funktionsfähigkeit im Vakuum und der erprobt werden soll (siehe Weblinks und ELEKTOR
Unempfindlichkeit gegen kosmische Strahlung muss 10’05, S. 12). Zur Ausrüstung von COMPASS-1 gehören
besondere Aufmerksamkeit zuteil werden. So sind zum ein GPS-Empfänger, eine Spezialkamera, ein Energie-
Beispiel Standard-Elkos für den Einsatz im Vakuum nicht Backup-System, ein dreiachsiges Magnetometer, fünf
brauchbar, an ihre Stelle müssen Tantalkondensatoren tre- Solarzellen und zwölf Temperatursensoren. Fünf Sensoren
ten. Die kosmische Strahlung kann erhebliche Störungen befinden sich außen, ein Sensor ist im Akku-Modul einge-
und sogar Totalausfälle verursachen. Bei der Wahl der baut, die übrigen sind in ICs integriert. Ferner sind ver-
Abschirmmaßnahmen ist auch die Lebensdauer des Satel- schiedene Strom- und Spannungssensoren sowie ein Feld-
liten und die während dieser Zeit aufgenommene stärkemesser vorhanden, der die Feldstärke des Uplink-
Gesamtstrahlungsmenge zu berücksichtigen. Delfi-C3 ist Signals misst. Die Satellitenposition wird mit Hilfe von
für eine Lebensdauer von drei Monaten konzipiert. Zum Luftinduktivitäten korrigiert, die auf das erdmagnetische
Testen der Funktionsfähigkeit über die vorgesehene Feld reagieren. Diese Induktivitäten wurden speziell für
Lebensdauer wurde komplexe Simulations-Software entwi- den Weltraum entwickelt. Die Isolierungen der Leiter
ckelt, sie wird von Laboraufbauten mit unterschiedlichen bestehen aus Polyurethan, das eine Schmelztemperatur
Strahlungsquellen ergänzt. von ungefähr 180 °C hat. Das Polyurethan wird
Das Konzept, die Elektronik mit Standard-Bauelementen geschmolzen und wieder abgekühlt, so dass die Wicklun-
aufzubauen, ist übrigens nicht neu. Dieses Konzept gen mechanisch sicher und dauerhaft fixiert sind.
wurde bereits bei OSCAR-7 erfolgreich angewendet,
einem Amateursatelliten, der bereits seit 1974 die Erde
umkreist. Damals kamen CMOS-ICs der ersten Genera- Technik (2)
tion zum Einsatz - und der Satellit ist noch heute in Auch der COMPASS-1 wird seine Signale auf Frequen-
Betrieb! zen bei 145 MHz und 435 MHz zur Erde senden.
Ebenso wie dem Delfi-C3 wurden ihm von der AMSAT
im 70-cm- und 2-m-Band Exklusiv-Frequenzen zugewie-
Kalter Weltraum? sen. Im 70-cm-Band sind zwei Downlink-Kanäle vorgese-
Ein weiteres Problem, das gelöst werden muss, ist das hen. Auf einem Kanal wird die FSK-Modulation zusam-
Abführen der Verlustwärme. Die Stromversorgung leistet men mit dem AX20-Protokoll angewendet, damit größere
ungefähr 2,5 W, etwa 0,4 W werden als Funkwellen Datenmengen - wie zum Beispiel Fotos - zur Erde übertra-
über die Antenne in den Raum abgestrahlt. Die in gen werden können. Der zweite Kanal ist für ein CW-Sig-
Wärme umgesetzte Leistung beträgt rund 2 W, sie muss nal (Morse-Signal) reserviert.
auf irgendeine Weise abgeführt werden. Da im Vakuum Der GPS-Empfänger macht die präzise Positionsbestim-
keine Konvektion auftritt, ist dies nur durch interne Wär- mung des Satelliten möglich. Die Sensoren sammeln Tele-
meleitung und Abstrahlung möglich. Eine abzuführende metriedaten, sie werden zur Erde übertragen und dort
Wärmeleistung von 2 W ist relativ hoch. Berücksichtigt ausgewertet.
werden muss auch die Strahlungsleistung der Sonne, sie Wenn der COMPASS-1 nach einigen Monaten seine Forschungs-
liegt bei ca. 1000 W/m2. mission abgeschlossen hat, wird auch dieser Satellit der Fachöf-
Die einzige Möglichkeit, dieses Problem in den Griff zu
bekommen, ist die überlegte Wahl des Materials, aus
dem die äußere Satellitenhülle besteht. Die Wärme-
Reflektivität des Materials hat hier entscheidende Bedeu-
tung. Eine gründliche und umfassende Simulation ist
nötig, um herauszufinden, welche Kombination von wär-
meisolierenden und wärmestrahlenden Materialien die
gestellten Anforderungen erfüllt.

Nicht die einzige


Die Delfter Forschergruppe ist nicht die einzige, die sich
mit der Thematik befasst. Im grenznahen Aachen wird
ein anderes Forschungsprojekt vorangetrieben, bei dem
ebenfalls ein Cubesat zum Einsatz kommt. Dort wird an Mitarbeiter des
der Fachhochschule ein Satellit mit dem Namen „COM- COMPASS-1-Projekts
PASS-1“ für den Weltraumflug vorbereitet, der nicht nur führen Messungen am
Fotos der Erdoberfläche aufnimmt, sondern mit dem auch COMPASS-1 durch.

9/2006 - elektor 47
TECHNIK SATELLITEN
h a l t u ng
c
Ihre S in den
l t r a u m! zu den wichtigsten Kriterien zählen.
We ateur-Vereinigung s faüurf Die Höhe, in der ein Satellit ausgesetzt wird, ist eben-
falls eine wichtige Größe. Die tatsächliche Höhe hängt
n d is c h e Am R a k e t enstart hier vom Trägersystem ab. Es kann notwendig sein,
ie N ie d e r lä t s ic h private w ic k e ln und noch unmittelbar vor dem Start Anpassungen vorzu-
D O ha Ent
t e n t e c h nik NER w ä h r e nd das k t b e i ELEK- nehmen, um den Satellit auf die endgültige Höhe
Rake ben, rpun
h n e n geschrie a lt u n g e n Schwe h e r h e it span- abzustimmen.
ihre F a c her Sch t mit Sic n
t r o n is r t , is s o lc h e Der Huckepack-Transport eines Kleinsatelliten in den
ren elek mbinie NERO e
inen
Realisie , d e r b eides ko e it m it b e v o n Weltraum kostet regulär zwischen 20.000 € und
werb narb usga
ic k lu n g swettbe R in Z usamme d e r d e u tschen A n B o r d 50.000 €. Mit viel Glück ist diese Reise allerdings
in Entw ELEKTO Leser Platz a
is t . E w ir d a u c h d ie e in e n auch zum Nulltarif zu haben. Die japanische
TOR 2007 rlich erhält r auf-
d . Im F rühjahr n , z u d em natü L e s e r s c haltung 2 0 0 8 d en bishe n Raumfahrt-Agentur JAXA bietet einige derartige
nen d u rchführe P r e is: Die o ll im Jahr m e rreiche
e r b t e r e s 0 k Transporte in Verbindung mit dem GOSAT-Projekt
Wettbew geladen sind. Er
s Raket mindest
ens 4
sichtlich
e in R a k e t e! Diese h e v o n v o r a u s an. Dieses Projekt hat unter anderem zum Ziel,
ELEKTOR elten e Hö rden
N E R O entwick e n , w o b ei sie ein ic h t fe s t; sie we Treibhausgas-Konzentrationen in der Erdatmo-
n brech noch n
einer vo n r e k o r d s t e h e n sphäre aufzuspüren.
n Höhe Wettbew
erbs
gestellte il s d e s c h t . Das deutsche Satellitenprojekt COMPASS-1 wird vom
ie Deta ffentli
muss. D r e s 2 0 07 verö Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) finanziell geför-
des Jah
Anfang fentlichkeit zur dert, und auch die Fachhochschule Aachen ist an den Kosten
Verfügung stehen. Das bedeutet beteiligt. Für die verbleibende Finanzierungslücke mussten Sponso-
unter anderem, dass jeder Funkamateur den Satelli- ren gefunden werden. Die Kosten des niederländischen Delfi-C3-
ten veranlassen kann, Fotos aufzunehmen und die Ergebnisse zur Projekts werden von der TNO, von Dutch Space und von der TU
Erde zu senden. Delft gemeinsam getragen.
(060227)gd

Vor den Erfolg... Unser Dank gilt W. J. Ubbels von der Firma ISIS (siehe Weblinks) und dem
Zu Beginn eines Satellitenprojekts muss das gesamte Kon- Delfi-C3-Team, Jeroen Brinkman (NERO) sowie der Arbeitsgruppe
zept einschließlich der Aufgaben und Eigenschaften aller COMPASS-1 der FH Aachen für die tatkräftige Unterstützung.
Subsysteme definiert und dokumentiert werden. Anschlie-
ßend wird ein stufenweiser Arbeitsplan erstellt, in dem
die Arbeitsphasen bis zum „Lift-off“ detailliert festgelegt Weblinks
sind. Besonders wichtig für den Erfolg sind gründliche Team Delfi-C3: www.delfic3.nl
und umfassende Tests sämtlicher Systeme und Subsys-
teme. Die fehlerverursachenden Umweltbedingungen COMPASS-1-Team: www.raumfahrt.fh-aachen.de
müssen möglichst realitätsnah simuliert werden, wobei Radio Amateur Satellite Corporation AMSAT:
die Temperaturen im Weltraum, die Funktionsfähigkeit im www.amsat.org
Vakuum und die Schwingungsfestigkeit beim Raketenstart Website der Firma ISIS: www.isispace.nl

Zur Erde zurück – mit einer Leine Kapsel enthält wissenschaftliche Mess- und Aufzeichnungssysteme, die die
Rückkehr zur Erde im Detail protokollieren sollen.
An vielen Orten der Welt wird daran gearbeitet, Weltraumprojekte Erst in einem relativ späten Stadium der Entwicklungsarbeiten kam man
bezahlbar zu machen. Beispiel Niederlande: An seinem Standort Leiden auf die Idee, die Kapsel mit einem Fallschirm-Landesystem auszurüsten,
ist das Unternehmen Delta-Utec bereits seit zehn Jahren damit beschäf- das eine weiche Landung gewährleistet. Um keine Zeit zu verlieren,
tigt, zusammen mit Studierenden aus ganz Europa Satelliten zu entwi- suchte man nach vorhandenem Know-how auf diesem Spezialgebiet. Es
ckeln und auf den Weg zu bringen. Zurzeit ist der zweite „Young wurde bei der Niederländischen Amateur-Vereinigung für Raketentechnik
Engineers’ Satellite“ (YES2) in Vorbereitung. Zweck dieses Satelliten ist (NERO) schnell gefunden. Auf dem Gebiet der kleinen Fallschirm-
die Beweisführung, dass ein Halteband („tether“) genügt, um einen
Landesysteme konnte man hier aus dem Vollen schöpfen. Neue Kontakte
Satelliten zur Erde zurückkehren zu lassen.
zu Herstellern, die sich parallel dazu ergaben, erwiesen sich als ebenso
Weil die Schwerkraft und die Zentrifugalkraft im Gleichgewicht sind, wertvoll wie die Nutzung der dort vorhandenen Testeinrichtungen.
bewegen sich Satelliten auf Kreisbahnen; ferne Satelliten kreisen langsa-
Die Raketentechnik-Amateure von NERO waren natürlich begeistert, dass
mer als erdnahe Satelliten um die Erde. Aus dem gleichen Grund
sie einen wichtigen Beitrag zu einem Raumfahrtprojekt leisten durften. Für
braucht der Mond rund einen Monat für einen Umlauf, während ein
das Projekt „Fotino“ wurde ein interdisziplinäres Projektteam gegründet,
Space Shuttle den Umlauf in nur 1,5 Stunden schafft.
das von Delta-Utec bei der Konzeption und Realisierung des Fallschirm-
Wenn man aus einem schweren Satelliten in einer hohen Umlaufbahn Landesystems tatkräftig unterstützt wird. Das System musste innerhalb weni-
einen leichten Satelliten an einem Halteband hinablässt, bewegt sich der ger Monate nach den Standards der ESA entwickelt und getestet werden.
leichte Satellit wegen des Haltebandes mit der gleichen niedrigen Dabei trat zu Tage, dass sich die Methodik der professionellen Entwickler
Geschwindigkeit wie der schwere Satellit. Schneidet man das Halteband nicht grundlegend von der Herangehensweise der Amateure bei NERO
durch, dann ist die Geschwindigkeit des leichten Satelliten zu niedrig, unterscheidet. Dort, wo die Profis die Großrechner mit komplexen
um sich auf seiner Umlaufbahn zu halten. Er kehrt, falls er nicht in der Simulationen beschäftigen, wird bei den Amateuren verstärkt probiert und
Atmosphäre verglüht, zur Erde zurück.
getestet. Die erreichten Ziele sind nahezu identisch: Entwickelt werden aus-
Zu dem beschriebenen Zweck hat der YES2 eine 30 km lange Schnur an gereifte Systeme auf hohem wissenschaftlichen und technischen Niveau.
Bord, an der eine kleinere Kapsel befestigt ist. Im Jahr 2007 soll die Kapsel
gezielt und mit hoher Präzision zur Erde zurückkehren. Diese Kapsel,
„Fotino“ genannt, wiegt nur 5 kg, sie ist wahrscheinlich das bisher leichteste Weblinks:
Objekt, das aus dem All als Ganzes zurückkehrt. Auch an der Entwicklung www.yes2.info
von Fotino waren Studierende verschiedener Universitäten beteiligt. Die www.nerorockets.org

48 elektor - 9/2006
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(CH) EBV Elektronik: +41 17 45 61 61 SASCO Semiconductor: +41 18 17 62 80
Copyright © 2005 Altera Corporation. Alle Rechte vorbehalten. Altera, The Programmable Solutions Company, das Altera Logo, spezifische Baustein-Bezeichnungen sowie bestimmte
Bezeichnungen und Logos, die entsprechend gekennzeichnet sind, sind Warenzeichen und/oder Service-Zeichen der Altera Corporation in den USA und anderen Staaten. Weitere Marken und
Produkte sind Warenzeichen der jeweiligen Besitzer. Altera Produkte sind durch zahlreiche US-Patente, Patente in anderen Ländern und anstehende Patente sowie Copyrights geschützt.

9/2006 - elektor 49
GRUNDLAGEN TV-EMPFANG

Von 17/4 bis Chann


Von Marc Neujahr

In punkto Programmvielfalt ist der Satelli-


tendirektempfang (noch immer) nicht zu
schlagen. Mit Hilfe entsprechender Kompo-
nenten genügt dabei eine einzige Schüssel
für weit mehr als 100 Teilnehmer. Immer-
hin bis zu acht Receiver lassen sich nun
mit einem neuartigen System versorgen -
und das über ein einziges Kabel!

Als Mitte der 90er Jahre der Satellitenempfang für viele Da über ein Kabel immer nur eine komplette Ebene voll-
Fernsehzuschauer erstmals erschwinglich wurde, waren ständig übertragen werden kann, ist es erforderlich, zu
die Anlagen in den allermeisten Fällen nur für den Ein- jedem Receiver eine einzelne Leitung legen. Die Vertei-
satz eines einzelnen Reveivers vorgesehen. Schon lung und Auswahl der Ebenen findet dabei entweder im
damals benutzte man das Empfangskabel zusätzlich als LNB oder aber in einem so genannten Multischalter statt.
Versorgungsleitung für den LNB (diesen und weitere
Fachbegriffe erklären wir im Kasten). Mit der Umschal-
tung zwischen 14 und 18 Volt Versorgungsspannung Schaltende LNBs und Multischalter
kann der Receiver dem LNB mitteilen, ob die horizontal Gerade bei den häufig preiswert angebotenen Komplett-
oder die vertikal polarisierte Ebene des von der Schüssel systemen mit mehreren Receivern haben sich die schalten-
empfangenen Signals übertragen werden soll - denn den LNBs durchgesetzt. Diese LNBs werden heute mit
über ein einziges Kabel lässt sich nur immer ein Teil der einem (Single), zwei (Twin), vier (Quattro) und inzwi-
vom Satelliten ausgestrahlten Programme gleichzeitig schen auch mit acht (Octo) Ausgängen angeboten - sie
zum Receiver weiterleiten. können also einen, zwei, vier oder acht Receiver versor-
gen. Bei diesen Anlagen muss von jedem der Receiver
Mit der Erweiterung der Empfangsfrequenzen (10,7 bis ein einzelnes Kabel zu dem entsprechenden LNB-Aus-
11,7 GHz) um das so genannte High-Band (von 11,7 bis gang gelegt werden. Im LNB findet dann aufgrund der
12,7 GHz) wurden die möglichen Empfangsebenen pro angelegten Steuerspannung die Auswahl der entspre-
Satellit auf vier verdoppelt (horizontal Low-Band, vertikal chenden Ebene statt. Der Namensvorsatz „Uni“ bedeutet
Low-Band, horizontal High-Band, vertikal High-Band). Da bei diesen LNBs, dass alle vier Ebenen empfangen wer-
das High-Band fast ausschließlich für die digitale Fernse- den können. In den allermeisten Fällen - und wenn auch
hübertragung genutzt wird, spricht man häufig fälschli- auf den Empfang zusätzlicher Programme über die vor-
cherweise vom Digitalband. Um das High-Band auszu- handene terrestrische Antenne oder den Kabelanschluss
wählen, überlagert der Receiver der LNB-Versorgungs- verzichtet werden kann - reichen diese Komplettanlagen
spannung ein 22-kHz-Signal. vollkommen aus.

50 elektor - 9/2006
nel-Router Verteilung von
Satelliten-TV

Bild 1.
Der „ECS1708“ der
GTN GmbH ist ein Kas-
kademultischalter zur
Verteilung von 16
Satellitenebenen auf
acht Teilnehmer - mit
einem zusätzlichen Ein-
gang für terrestrische
Programme.

entsprechenden Multifeed-Halterungen (mehrere nebenein-


ander angeordnete LNBs peilen über eine einzige Schüssel
verschiedene Satelliten an) lassen sich dabei Programme
von bis zu vier Satelliten problemlos empfangen. Gleichzei-
tig beugt man dem oft bei Mehrfamilienhäusern zu sehen-
den „Schüsselwald“ vor. Und da mit der Einführung des
digitalen DVB-T die terrestrische Fernsehversorgung eben-
falls wieder erheblich an Attraktivität gewonnen hat, kom-
men die (fast immer vorhandenen) terrestrischen Eingänge
der Multischalter ebenfalls allen Empfängern zugute.
Sobald die Anzahl der zu versorgenden Teilnehmer
jedoch die Möglichkeiten der Einzelmultischalter überstei-
gen, ist die Installation von kaskadierfähigen Multischal-
tern (Bild 1) eine Lösung. Hiermit können weitaus mehr
Bild: GTN GmbH
als 100 Receiver versorgt werden, also auch große
Mehrfamilienhäuser oder mehrere in geringer Entfernung
stehende Einzelhäuser.
Sollen Programme von mehreren Satelliten oder zusätz- Ein großer Vorteil dieser Anlagen ist die einfache Erweite-
lich terrestrisch ausgestrahltes oder Kabelfernsehen emp- rung von einer auf bis zu vier Satellitenpositionen, indem
fangen werden, dann ist ein separater Multischalter erfor-
derlich. Auch wenn mehr als die üblichen vier Receiver
versorgt werden sollen, ergibt sich dessen Einsatz. Die
Multischalter werden vorzugsweise mit fest codierten
LNBs betrieben, bei denen je ein LNB-Ausgang einer
Ebene zugeordnet ist. Vom LNB zum Multischalter wer-
den dann vier Kabel verlegt. Die Auswahl der Ebene für
den jeweiligen Receiver findet in diesem Fall ausschließ-
lich im eingesetzten Multischalter statt.
Setzt man trotz der Verwendung eines Multischalters
auch einen schaltenden LNB ein, so muss man gleichzei-
tig dafür Sorge tragen, dass über die entsprechenden
LNB-Eingänge am Multischalter auch die notwendigen
Spannungen und das 22-kHz-Steuersignal zum LNB
geführt werden. Gerade dies führt immer wieder zu
Problemen bei der Aufrüstung vorhandener Anlagen mit
Multischaltern.
Bild 2.
Die SMD-bestückte
Von kleinen zu großen Anlagen Leiterplatte eines
Für die Versorgung von bis zu 16 Teilnehmern eignen sich Multischalters wird hier
herkömmliche Einzelmultischalter, die es heute für den Emp- optisch kontrolliert
fang von bis zu 16 Satellitenebenen gibt. In Verbindung mit (Foto: GTN GmbH).

9/2006 - elektor 51
GRUNDLAGEN TV-EMPFANG

Weblinks
Infos zum LNB-Mikrocontroller ST7LNB:
http://mcu.st.com/mcu/
inchtml.php?fdir=pages&fnam=st7lnb

Spezial-Chip Channel-Router:
www.st.com/stonline/products/literature/bd/10465.htm

Infos zu DiSEqC:
www.eutelsat.com/deutsch/pdf/DiSEqC2001.pdf

Bild 3. Umschalter statt. Diese Umschalter sind zurzeit mit zwei,


Mit kaskadierfähigen vier und sogar schon acht Eingängen erhältlich. An den
Multischaltern lassen vorhandenen LNB-Anschlüssen findet die Auswahl der zu
sich mehr als 100 empfangenden Ebene dann wieder über die bekannten
Receiver versorgen. In
Schaltkriterien 14/18 V und 22 kHz statt.
der Mitte laufen die 17
Stammleitungen (4
Im Handel sind häufig so genannte „17 auf 4“-Multischalter
Satellitenpositionen x 4
Ebenen + terrestrischer
erhältlich, in denen sich vier einzelne 4 in 1-DiSEqC-Schal-
Empfang). Die Multi- ter in einem Gehäuse befinden, mit dessen Hilfe zusätzlich
schalter verteilen die eine terrestrische Einspeisung ermöglicht wird. Da die kom-
Signale auf die ange- plette Spannungsversorgung, auch die der LNBs, in diesem
schlossenen Receiver Fall einzig und allein über die angeschlossenen Receivern
(links und rechts), erfolgt, benötigt man für diese speziellen Multischalter keine
geben die Signale aber zusätzliche Spannungsversorgung. Da die DiSEqC-Schalter
auch an nachgeschaltete die notwendige Versorgungsspannung immer nur an den
Multischalter weiter. ausgewählten LNB weitergeben, kann es bei solchen Multi-
schaltern durch ebendiese Lastwechsel leider durchaus zu
Störungen der anderen Teilnehmer kommen.
man nur die Multischalterlinie austauscht, ohne die Instal-
lation bis zum Teilnehmer neu verlegen zu müssen. Wie
aus Bild 3 ersichtlich, werden alle zu empfangenden Einkabel-Lösungen
Ebenen über die einzelnen Stammleitungen von Gerät zu Mit der zunehmenden Digitalisierung des Satellitenemp-
Gerät weitergeleitet. Um die dabei entstehenden Dämp- fangs kamen immer wieder spezielle Einkabellösungen
fungen durch die Kabel und durch die Kaskademultischal- (besonders im deutschsprachigen Raum) in den Handel.
ter auszugleichen, müssen entsprechende Verstärker zum Dabei machte man sich zu Nutze, dass aus jeder Ebene
Ausgleichen der Verluste eingesetzt werden. nur spezielle Frequenzbänder innerhalb der einzelnen
Ebenen für den Empfang in Deutschland interessant sind.
Diese begrenzten Frequenzbänder fügte man im LNB so
DiSEqC-Schalter hintereinander zusammen, dass alle vermeintlich interes-
Mit Hilfe von schaltenden LNBs und zusätzlichen DiSEqC- santen Programme empfangbar waren. So sind im Han-
Schaltern können kleine Mehrteilnehmeranlagen für bis del spezielle LNBs erhältlich, mit denen der Empfang der
zu vier Receiver mit Hilfe von Quad-LNBs aufgebaut wer- Privatsender, der öffentlich-rechtlichen Stationen und
den. Dabei findet die Auswahl der Satellitenposition über sogar von Premiere möglich ist.
einen auf entsprechende DiSEqC-Befehle reagierenden
Ein großer Nachteil dieser Lösung ist, dass die Spezial-
LNBs meist proprietäre Lösungen von Receiver-Herstellern
Bild 4. sind. Darüber hinaus muss bei einem hin und wieder vor-
Prinzip des Channel- kommenden Transponderwechsel eines Programms im
Ch 1 Ch 5
Routings: Der Unicable-
Ebene 1 schlimmsten Fall auch der LNB gewechselt werden!
LNB setzt die von den
einzelnen Receivern Ch 2
angeforderten Pro- Ebene 2 Channel-Router
gramme aus den ver-
schiedenen Satelliten-
Ch 3 Um die obigen Nachteile vollständig umgehen zu kön-
ebenen hintereinander
Ebene 3 nen, hat sich der bekannte Halbleiterhersteller
auf das SAT-ZF-Fre- STMicroelectronics eine spezielle Variante einer Einka-
quenzband. Jedem der bellösung einfallen lassen. Zum 8-bit-Mikrocontroller
an das Einzelkabel ST7LNB, der im LNB für die DiSEqC-Kommunikation
angeschlossenen Recei- und die Steuerung zuständig ist, gesellen sich hier noch
ver ist dabei eine feste Spezial-Chips namens „Channel-Router“ (siehe
Frequenz zugeordnet. Receiver 1 Receiver 2 Receiver 3 Receiver 4
Weblinks). Seit einiger Zeit gibt es die ersten LNBs
(Zeichnung: unter dem Namen „Unicable“ von mehreren Herstellern
STMicroelectronics) im Handel zu kaufen. Bis zu acht Receiver lassen sich

52 elektor - 9/2006
dabei an nur einem einzelnen Koaxkabel völlig unab-
hängig voneinander betreiben.
Dabei wird jedem Receiver eine feste Frequenz im SAT- Wichtige
ZF-Frequenzband zugeteilt. Zusätzlich existiert für jeden
Receiver ein Frequenzumsetzer, der die vom Receiver
eigentlich zu empfangende Frequenz eines Transponders
Fachbegriffe
auf die spezielle Frequenz des Receivers anpasst
(Bild 4). Hierzu ist es erforderlich, dass der Receiver zur LNB: Abkürzung für Low-Noise-Block. Der vor der Schüssel
schon vorhandenen Ebenenauswahl zusätzlich die Infor- angeordnete LNB setzt (einen oder mehrere Teile) der vom
mationen über die gewünschte Empfangsfrequenz an den Satelliten empfangenen Signale (10,7 bis 12,7 GHz) in den
Channel-Router mit übergibt, der dann alle notwendigen Frequenzbereich von 950 bis 2150 MHz um und leitet sie
Schalt- und Mischvorgänge im angesprochenen Umsetzer über ein oder mehrere Koaxkabel an den Receiver weiter.
ausführt. Da ST dazu das schon bestehende DiSEqC-Pro- Sat-ZF: Frequenzbereich von 950 bis 2150 MHz zur
tokoll mit nur einigen wenigen zusätzlichen Befehlen Übertragung der Signale vom LNB zum Receiver.
erweitert hat, wäre mit diesem System sogar der Emp-
fang mehrerer Satelliten problemlos möglich. Twin-Receiver: Receiver mit zwei getrennten Tunern zum
Empfang zweier unterschiedlicher Programme zur gleichen
Die dabei immer noch vorhandene Beschränkung auf Zeit (etwa für einen Fernseher und einen Videorekorder).
gegenwärtig maximal acht Receiver pro Kabel reicht für DiSEqC: Abkürzung von Digital Satellite Equipment Control.
die allermeisten Einfamilienhäuser vollkommen aus. 1994 von Eutelsat und Philips entwickelter Standard für die
Außerdem ist eine einfache und schnelle Erweiterung Kommunikation zwischen LNB bzw. Multischalter und
eines Receivers auf einen Twin-Receiver (also ohne zusätz- Receiver (siehe Weblinks und den DiSEqC-Monitor-Artikel in
liche Verlegung von Kabeln) möglich, wobei durchaus diesem Heft).
auch Receiver mit noch mehr Tunern denkbar wären. Der
Preis eines solchen „Unicable“-LNBs liegt mit rund 150 bis Transponder: Empfangskanal auf einer Ebene mit einer
200 € zur Zeit noch deutlich über denen eines kleinen festen Frequenz, dient zur Übertragung eines analogen oder
mehrerer digitaler Fernsehprogramme.
Multischalters mit dazugehörigem LNB. Allerdings spart
man sich beim Ausbau einer bestehenden Anlage die Stammleitung: Bezeichnet in kaskadierten Anlagen die
Installation zusätzlicher Kabel zu den neuen Teilnehmern. jeweils von Gerät zu Gerät weitergereichten Signale einer
(060228) Ebene.

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www.elektor.de

9/2006 - elektor 53
PRAXIS MESSTECHNIK

DiSEqC-Monitor
PIC hört mit – auf dem SAT-Bus

Von Wilfried Wätzig

Mit DiSEqC™ (Digital Satellite Equipment Control) -Befehlen lassen


sich Satelliten-Empfangsanlagen und -Zubehör steuern. Viele Probleme mit
Multischaltern sind auf Probleme bei der DiSEqC-Kommunikation mit Receivern
zurückzuführen. Der DiSEqC-Monitor ermöglicht die Analyse der Befehle auf dem SAT-Bus
und gehört damit zur Grundausstattung bei der Fehlersuche.

54 elektor - 9/2006
IC2

+5V 78L05 L2 L1 K1
SAT-Bus
R1 27nH 27nH
C5

15k
2n2
R4
39k
R3 R2
C4 C3 C6 C2 C1

3k0
1M
100n 100n 100n 1n 100p

SAT-Bus
K2
22kHz 14V/18V
+5V

D5 D6

COM
14
R7 R6 R5
560 Ω

680 Ω
39k

17 6 S1
RA0 RB0 D1 S1
18 7
RA1 RB1
1
IC1 8
RA2 RB2 1N4148
2 9 S2
RA3 RB3 D2 S2
3 10
RA4 RB4
PIC16F628 11
RB5 1N4148
12 S3
RB6 D3 S3
4 13
MCLR RB7
1N4148
OSC1 OSC2 S4
D4 S4
16 15 5
X1
1N4148
P1 R9
C7 C10 C9 47k
+5V
C8 10k
10µ R8
100n 22p 4MHz 22p
22 Ω
16V

14 13 12 11 10 9 8 7 6 5 4 3 2 1
LCD1
VDD
E
D7
D6
D5
D4
D3
D2
D1
D0

RS

VSS
R/W

VO

LC DISPLAY

040398 - 11

Bild 1. Der Schaltplan des DiSEqC-Monitors zeigt, dass vor allem der PIC-Mikrocontroller (beziehungsweise seine Software) für die gewünschte Funktion sorgt.

Eine TV-Satelliten-Empfangsanlage GHz für den Receiver um. Wie im Arti- von digitalem Satellitenfernsehen alle
besteht im Prinzip immer aus zwei kel über die SAT-TV-Signalverteilung Funktionen zu einem SAT-Bus über das
Teilen: („Von 17/4 zum Channel-Router“) an Koax-Kabel zusammengefasst:
• der Außeneinheit mit Spiegel und anderer Stelle in dieser Ausgabe näher • Stromversorgung aller Geräte (LNB,
LNB (Low Noise Block Converter) erläutert wird, erfolgt die Umschaltung Umschalter, Positionierer etc.),
• dem eigentlichen Satelliten-Receiver. der Polarisationsebene des LNBs durch • die Steuerfunktionen mit einem 22-
Beide sind mit einem Koaxialkabel ver- den Wechsel der LNB-Betriebsspan- kHz-Signal und
bunden, das auch die Betriebsspan- nung zwischen 14 V (für vertikal) und • nicht zu vergessen die auf
nung für den LNB führt. Der LNB arbei- 18 V (für horizontal). Bei mehreren 0,95…2,15 GHz umgesetzten Satel-
tet als Umsetzer für die zwei wählba- LNBs wird der LNB- Betriebsspannung litensignale für den Receiver.
ren Frequenzbänder, die von den ein zuschaltbares 22-kHz-Signal über-
TV-Satelliten abgestrahlt werden: lagert. Ohne dieses Signal ist dann Um die Möglichkeiten auf mehrere
• Low-Band: ca. 10,7…11,8 GHz zum Beispiel LNB1 in Betrieb und mit Satelliten und LNBs zu erweitern,
• High-Band: ca. 11,7…12,75 GHz dem 22-kHz-Signal LNB2. Um zusätzli- wurde für den SAT-Bus eine digitale
Der LNB verstärkt diese vom Satelliten che Steuerleitungen ganz zu vermei- Steuerung der angeschlossenen
empfangenen Signale und setzt sie in den (zum Beispiel für einen drehbaren Geräte entwickelt. Diese so genannte
den Frequenzbereich von 0,95 bis 2,15 Spiegel), wurden mit der Einführung DiSEqC-Steuerung verwendet eine

9/2006 - elektor 55
PRAXIS MESSTECHNIK

die DiSEqC-Schalter oder LNBs korrekt


ansteuert.
INTERRUPT

reset TIMER Hardware


external cnttimer = 0
interrupt cntint + = 1 Der geringe Umfang der Schaltung in
? Bild 1 lässt schon vermuten, dass es
vor allem der PIC beziehungsweise
cntint > 32 cntint = 32
? seine Software ist, die für die
gewünschte Funktion sorgt. Das biss-
TIMER- chen „Peripherie“ rund um den PIC hat
interrupt cnttimer + = 1
?
im Wesentlichen folgende Aufgaben:
• Auskopplung der interessierenden
cnttimer > 16 cnttimer = 16 Signale und der Betriebsspannung
?
vom SAT-Bus (Koaxkabel)
• Unterdrückung der unerwünschten
HF-Signale
cnttimer > 16
no 22 kHz-signal
datacnt = 0 • Benutzerinterface (Display und Tas-
? ter)
• Takterzeugung (Quarz).
permanent 22 kHz-signal
cntint = 32 cntint = 0 Die Verbindung zum SAT-Bus erfolgt
?
über die beiden koaxialen F-Buchsen K1
und K2. Da diese Buchsen direkt mitein-
cnttimer = 4 cntint = 22 set bit "0" ander verbunden sind und das Tief-
? ?
passfilter mit L1, L2 und C1 eine hohe
Impedanz darstellt, ist die Dämpfung
cnttimer = 8 cntint = 11 set bit "1"
für das durchgeschleifte HF-Signal ver-
? ? nachlässigbar. Das Filter hat gleichzei-
tig die Aufgabe, die für den DiSEqC-
Monitor unerwünschten Hochfrequenz-
shift bit-value signale von der Schaltung fernzuhalten.
into data-byte Die auf der Koaxleitung zur LNB-Versor-
gung liegende Gleichspannung von 14
datacnt + = 1
oder 18 V gelangt über den Tiefpass
zum Spannungsregler IC2, der daraus
datacnt = 8 set flag: die 5-V-Betriebsspannung für den
? "byte is complete"
DiSEqC-Monitor ableitet. Gleichzeitig
wird die LNB-Betriebsspannung
return from
(14 V/18 V) vom PIC-Mikrocontroller
INTERRUPT (IC1) auch für die LED-Anzeige (D6)
040398 - 12
ausgewertet. Dazu reduziert der Span-
nungsteiler R1/R2 die 14-/18-V-Gleich-
spannung auf einen Wert von
Bild 2. Vereinfachtes Flussdiagramm der Interrupt-Routine. 2,3 V/3,0 V für den Komparator 1 (Ein-
gang RA0, Pin 17). Ausgang RA3 (Pin 2)
treibt die LED D6, die aufleuchtet, wenn
Amplitudenmodulation des 22-kHz- und bezieht auch von dort die Versor- das Koaxkabel 18 V führt.
Signals zur Übertragung der Datenbits. gungsspannung. Am Referenzausgang für die Kompara-
Das Protokoll wurde von Eutelsat Der PIC-Mikrocontroller „horcht“ auf toren (RA2, Pin 1) liegt die halbe
bereits 1998 in der Version 2.0 festge- dem SAT-Bus auf die Steuerkomman- Betriebsspannung des PIC (2,5 V) an.
legt [2]. dos und speichert diese in seinem Diese Spannung reduziert der Span-
RAM. Es werden maximal 80 Bytes, nungsteiler R4/R3 am Eingang des
das heißt bis zu 26 DiSEqC Befehle, Komparators 2 (RA1, Pin 18) auf 2,34 V.
Prinzip gespeichert. Nach Ablauf der Daten- An diesen Komparator gelangt über
Der DiSEqC-Monitor mit Ankopplung aufnahme zeigt das Display die einzel- den Koppelkondensator C5 auch das
eines Mikrocontrollers an den SAT-Bus nen Befehle als Hexadezimalzahlen 22-kHz-Signal. Wenn dieses 22-kHz-
wurde auf der Basis einer Applika- oder in einer Befehls-Kurzform an, die Signal anliegt, steuert der Ausgang
tionsschaltung von Eutelsat [1] entwi- in [2] festgelegt ist. RA4 (Pin 3) die LED D5 und erzeugt
ckelt. Zur Darstellung der DiSEqC- Der DiSEqC-Monitor eignet sich zur über den Eingang RB0 (Pin 6) bei
Befehle wird ein PIC16F628 mit einem Funktionskontrolle und zur Fehlersuche jedem positiven Spannungswechsel
zweizeiligen LCD-Modul (2 x 16 Zei- bei Steuerungs-Problemen. Mit der (ansteigende Flanke) einen Interrupt.
chen) eingesetzt. Die Schaltung wird Schaltung kann man überprüfen, ob Die LCD-Anzeige wird im 4-bit-Daten-
in das Koax-Kabel einer digitalen Satel- der Receiver einer Satelliten-Anlage modus an RB4…RB7 betrieben und mit
liten-Anlage (SAT-Bus) eingeschleift mit DiSEqC-Steuerung zum Beispiel den Signalen von RB2 und RB3 ange-

56 elektor - 9/2006
steuert. Die Abfrage der Funktionstas-
ter (S1..S4), die über die Dioden D1..D4
von den LCD-Datenleitungen entkop- S1 S2 S3 S4
pelt sind, erfolgt im Multiplexverfahren
mit der Display-Steuerung über den 040398-1 C2 C7 R6
D5 D6

Eingang RB1. R1
R2
R7
R5
C3 R4
Der Quarz X1 kann auch durch einen IC2
C4 COM C6 K2

keramischen Resonator mit 4 MHz S1 S2 S3 S4 IC1 R3 L2


ersetzt werden. Die Kondensatoren C9 C5
L1
R9 C8 D4
und C10 entfallen dann. D3 X1 C1
P1 D2 K1
D1 C9 C10
R8

Bits und Bytes LCD1

Wie schon erwähnt, wird das 22-kHz-


Signal (Nennpegel 0,65 VSS) zur Über-
tragung der DiSEqC-Befehle amplitu-
denmoduliert. Ein Datenbit auf dem

S4

S2

S1
S3
SAT-Bus wird dabei folgendermaßen

COM
erzeugt:
„0“ Datenbit: 1,0 ms 22-kHz-Sig-
nal / 0,5 ms Pause
„1“ Datenbit: 0,5 ms 22-kHz-Sig-

(C) ELEKTOR
040398-1
nal / 1,0 ms Pause
Das ergibt eine Dauer von 1,5 ms für
ein Datenbit.
Ein Datenbyte besteht aus acht Daten-
bits und einem Paritätsbit |P| und hat
entsprechend eine Dauer von 9 x
1,5 ms = 13,5 ms. Der Aufbau der
DiSEqC-Kommandos ist in Tabelle 1
zusammengefasst.
Der Satelliten-Receiver ist grundsätz-
lich der Master. Über das Address-Byte
werden die verschiedenen Slave-
Geräte (z.B. LNB, Polarisator, Positio-
nierer, Schalter etc.) mit den entspre-
chenden Befehlen im Command-Byte
angesprochen.
Ab DiSEqC V 2.0 können auch die
Slave-Geräte auf Master-Anfragen ant-
worten. Einige Beispiele für Komman-
dos aus der DiSEqC-Bus-
Spezifikation V 2.0 [2] sind in Tabelle 1
ebenfalls aufgeführt.
Bild 3. Die kompakte Platine ist größtenteils SMD-bestückt.

PIC-Software
Das Programm im PIC16F628 lässt sich aufgetreten (16 x 110 = 1760 µs), dann Ausgabe auf dem Display. Wurde
in drei Funktionsblöcke einteilen: wird Dauerpause (= kein Signal) ange- einer der Taster PB1..PB4 betätigt,
• die Interruptbehandlung, nommen. erfolgt eine Verzweigung zu der ent-
• die Warteschleife zur Darstellung Der Wert von Datenbit „0“ ergibt sich sprechenden Routine.
eines gelesenen Bytes und zur aus 22 Pulsen und vier Pausen, der von • Die Ausgabe-Routinen liefern die
Abfrage der Taster, Datenbit „1“ aus 11 Pulsen und acht Byte-Werte in Hexadezimal-Form
• die Routinen zur Ausgabe der Zei- Pausen. und ein Kommando nach Funktions-
chen und Texte. Die Bitwerte werden in ein Byte weise in Kurzform mit vier Zeichen
gepackt und mit dem Paritätsbit ver- (wie in [2] angegeben). Das Kom-
Das 22-kHz-Signal erzeugt alle 45 µs glichen. mando # 7 wird zum Beispiel dar-
einen externen Interrupt über den Bild 2 zeigt ein vereinfachtes Flussdi- gestellt durch # 7 E01038F4 (im
Anschluss PORT B.0. Sind mehr als 32 agramm der Interrupt-Routine. Im Fol- Hexadezimal-Modus) und
zusammenhängende Pulse des 22-kHz- genden eine kurze Erklärung zu zwei M LNBs wrN0:F4 (in Kurzform).
Signals aufgetreten, dann wird ein wichtigen Abschnitten: Das Kürzel „M LNBs wrN0:F4“ steht für
22-kHz-Dauerton angenommen. • In der Warteschleife wird perio- „Master (E0) to LNBs (10) write to Port
Der TIMER0 zählt die Pausenzeit und disch abgefragt, ob ein Byte gelesen Group 0 (38) Data (F4)” und bedeutet:
erzeugt alle 110 µs einen Interrupt. oder ein Taster gedrückt wurde. Der Master (SAT-Receiver) sendet an
Sind mehr als 16 Pausen-Interrupts Wurde ein Byte gelesen, erfolgt die alle LNBs oder Switches das Kom-

9/2006 - elektor 57
PRAXIS MESSTECHNIK

Bild 4. Die bestückte Labor-Musterplatine.

mando „clear all flags” (Nibble F) „and Platine und Bautipps dürfte, ein passendes Gehäuse zu fin-
set Flag 2” (Nibble 4). Bei einem den. Ein weiterer Vorteil des Layouts
Switch wird damit ein Eingang ausge- Die sehr kompakte Platine (Bild 3) hat besteht darin, dass die beiden F-Koax-
wählt. den Vorteil, dass es kein Problem sein buchsen um 0, 90 oder 180 ° gegenein-

Stückliste Induktivitäten:
L1,L2 = 27 nH (fR > 2 GHz)
Widerstände: SMD-Bauform 0603 (z.B. B82496A3270J von Epcos, Farnell
(alle außer P1: SMD-Bauform 0805) Order Code 158-604)
R1 = 15 k
R2 = 3k0 Halbleiter:
R3 = 1 M D1...D4 = 1N4148 SMD-Bauform 0805 (z.B. TS4148, Farnell
R4 = 39 k Order Code 815-0206)
R5 = 680 Ω D5 = grüne LED 3 mm
R6 = 560 Ω D6 = rote LED 3 mm
R7 = 39 k IC1 = PIC16F628A-20/P (EPS 040398-41)
R8 = 22 Ω IC2 = 78L05
R9 = 47 k
P1 = 10 k Trimmpotentiometer Außerdem:
K1,K2 = F-Buchse, gewinkelt, 75 ø, für Platinenmontage (z.B.
Kondensatoren: Amphenol, Farnell Order Code 1111377)
(alle außer C8: SMD-Bauform 0805) S1...S4 = 6-mm-Taster, 1-polig, Schließer, für Platinenmontage
C1 = 100 p (Prellzeit < 4 ms)
C2 = 1 n X1 = 4-MHz-Quarz
C3,C4,C6,C7 = 100 n LCD1 = LCD-Modul, 2 x 16 Zeichen
C5 = 220 p 2 x 14-polig Stift- und Buchsenleiste für LCD-Anschluss (optional,
C8 = 10 µF/16 V (SMD-Bauform B) siehe Text)
C9,C10 = 27 p Platine 040398-1 (siehe PCBShop bei www.elektor.de)

58 elektor - 9/2006
ander versetzt montiert werden kön-
nen. Die vier Taster sind auf einem Tabelle 1. Aufbau der DiSEqC-Kommandos:
abtrennbaren Platinenstreifen ange-
Master Command: FRAMING |P| ADDRESS |P| COMMAND |P| DATA |P|
ordnet, so dass man auch andere Tas-
ter-Typen (auch frei verdrahtet) ver- Byte 1: Framing-Byte E0..E3 = Master
wenden kann.
Die LEDs können natürlich auch auf Byte 2: Address Byte oberes Nibble: „Familie“ (LNB, Positionierer)
einer Frontplatte montiert und mit
Schaltdraht (oder Litze) angeschlossen unteres Nibble: Untergruppe
werden. Byte 3: Command Byte vereinbarte Kommandos
Die Resonanzfrequenz der beiden
Drosseln L1 und L2 sollte über der Byte 4: Data Byte Daten abhängig vom Kommando
Ausgangsfrequenz des (oder der) LNB
liegen. Bei den in der Stückliste ange- Byte 5: Data Byte Daten abhängig vom Kommando
gebenen EPCOS-Typen ist das der Fall.
Slave Reply: FRAMING |P| DATA |P| DATA |P|
Bei den SMD-Dioden D1…D4 ist der
Kathodenanschluss markiert (im Byte 1: Framing-Byte E4..E7 = Slave
Bestückungsaufdruck durch einen
etwas dickeren Strich). Byte 2: Data Byte Antwort-Daten abhängig vom Kommando
Für die F-Koaxbuchsen kann man ver-
Byte 3: Data Byte Antwort-Daten abhängig vom Kommando
schiedene Fabrikate verwenden. Lei-
der sind die Anschlüsse durchaus Beispiele:
unterschiedlich. Deshalb wurde auf
der Platine etwas Spielraum gelassen. Byte Kommando-Name Bedeutung
Das hat zur Folge, dass man bei den
LNB: Auswahl des unteren
in der Stückliste angegebenen Exem- 20 Set Lo
Frequenzbandes
plaren beim Einlöten darauf achten
muss, dass sie schön symmetrisch LNB: Auswahl des oberen
24 Set Hi
platziert werden. Frequenzbandes
Das Display wird über zwei 14-polige
21 Set VR LNB: Vertikale Polarisation
Stift- und Buchsenleisten und Verbin-
dungsdrähte (eventuell Flachbandka- 25 Set HL LNB: Horizontale Polarisation
bel) angeschlossen. So kann man das
Display so anordnen, wie es beim ver- 38 Write N0 SWITCHES: schaltet vier Leitungen WXYZ
wendeten Gehäuse am besten passt. oberes Nibble:
Leider haben nicht alle Displaymodule CLEAR WXYZ
die gleiche Anschlussbelegung. Auf Folgendes Datenbyte:
den Anschluss einer eventuell vorhan- unteres Nibble:
SET WXYZa
denen Hintergrundbeleuchtung sollte
man verzichten, um die Stroment-
nahme aus dem Koaxkabel (das heißt, Danach befindet er sich im Daten-Auf- Aufnahme anhalten und wieder neu
aus dem Satellitenreceiver) und dem nahme-Modus mit der LCD-Anzeige: starten. Im Anzeige-Modus (nach
78L05 möglichst gering zu halten. Die Ende der Daten-Aufnahme) können die
Stromaufnahme der Schaltung des * DiSEqC raw data einzelnen DiSEqC-Kommandos (einge-
DiSEqC-Monitors beträgt inklusive leitet durch das Framing-Byte “E0”)
LCD-Modul (ohne Hintergrundbeleuch- Das Aktivitäts-Zeichen “*” zeigt an, fortlaufend aufsteigend (mit Taster S2)
tung) lediglich etwa 12 mA. Natürlich dass jetzt alle auf dem SAT-Bus gesen- oder absteigend (mit Taster S3) ange-
kann man den 78L05 weglassen und deten Bytes als Rohdaten im RAM des zeigt werden. Der Taster S4 schaltet
ein stabilisiertes 5-V-Steckernetzteil an Mikrocontrollers gespeichert und wahlweise in die Darstellung der Kom-
C4 anschließen, um den SAT-Bus nicht zugleich auf der LCD-Anzeige als Hexa- mando-Kurzform um. Zusätzliche Infor-
mit einer stromfressenden Displaybe- dezimalzahl dargestellt werden. Ist der mationen und Erläuterungen zum
leuchtung zu belasten. RAM-Puffer voll, wird der Daten-Auf- Satelliten-Empfang und zu den
nahme-Modus automatisch beendet. DiSEqC-Kommandos findet man in [3].
Mit dem Taster S1 lässt sich die Daten- (040398ek)
Anwendung
Nach dem Einschalten initialisiert sich
der Monitor (Power-up-Reset über Weblinks:
R7/C7) und zeigt die Meldung:
[1] Applications Information for Using a “PIC” Microcontroller in DiSEqC™ and
Simple Switcher (1999), PDF-Dokument auf: www.eutelsat.com
DiSEqC-Monitor
Elektor V.05/06 [2] DiSEqC Bus Functional Specification V. 4.2 (1998), PDF-Dokument auf:
www.eutelsat.com
Sollte nichts zu sehen sein, liegt es [3] DiSEqC Praxis-Ratgeber, PDF-Dokument auf: www.eutelsat.com
möglicherweise an der Einstellung des [4] Source- und Hexfile der Software für den PIC16F628 auf: www.elektor.de
Displaykontrasts mit P1.

9/2006 - elektor 59
PRAXIS LICHTTECHNIK

USB/DMX512-In
Von Jean-Marc Lienher

Der Traum aller Disk- und


Light-Jockeys:
Ein DMX512-
Interface im
Format eines
XLR-Steckers!
Bei Preisen
von mehreren
hundert Euro
allerdings eher
unverhältnismäßig.
Doch selbst ist der
Elektroniker: Für eine Hand
voll € kann man sich ein
winziges DMX-Interface
selbst bauen.

Das hier vorgestellte USB/DMX512- bietet diese Selbstbauversion keine nes Innenlebens in Bild 1), preiswert
Interface ist dank USB mit praktisch galvanische Trennung. Solange die ist und über eine USB-Schnittstelle
beliebigen PCs zu betreiben. DMX angeschlossenen Geräte in Ordnung verfügt, gibt es kaum eine bessere
(Digital MultipleX) ist ein Steuerproto- sind, spielt das keine Rolle. Bei inter- Wahl. Da die Daten auf dem DMX-Bus
koll mit 512 Kanälen für die Beleuch- nen Defekten einer Lichtanlage könnte aufgrund seiner Definition vor der
tungstechnik. Das USB/DMX512-Inter- allerdings Netzspannung rückwärts (computertechnisch gesehen)
face erreicht eine Datenrate von über das Interface in den steuernden unglaublich langen Zeit von 16 Jahren
42 Paketen/s für 512 Kanäle, was ange- PC gelangen und mindestens diesem mit nur 250 Kbit/s vorwärts kommen,
sichts des theoretischen Limits von gefährlich werden! ist bei unserem Projekt ein USB-1.1-
44 Paketen/s einen exzellenten Wert Interface mit der als „Low Speed“
bedeutet. Die ganze Schaltung passt bekannten Geschwindigkeit von
auf eine Platine mit den Abmessungen Ein PIC16C745? 1,5 Mbit/s immer noch sechs mal
14 mm x 26 mm und wird daher mit Das dürfte die erste Frage sein, die schneller. Das Problem liegt auf einer
SMDs bestückt. sich einem Elektroniker mit Erfahrung anderen Ebene: USB kennt mit dem
in Sachen Mikrocontroller aufdrängt. „control mode“ und dem „interrupt
Wichtig: Anders als viele käufliche und Und tatsächlich: Da der PIC16C745 mode“ zwei verschiedene Verfahren
genau deshalb auch teure Interfaces viel kann (siehe Blockschaltbild sei- der Datenübertragung. Der „control

60 elektor - 9/2006
terface ...im Miniaturformat
mode“ nutzt die mögliche Bandbreite 13 8 PORTA
Data Bus
und ist deshalb der übliche Modus, EPROM Program Counter
RA0/AN0
Program RA1/AN1
auf den ein USB-Empfänger einge- Memory
8 Level Stack
RAM
File
RA2/AN2
RA3/AN3/VREF
stellt ist. Der Interrupt-Modus hinge- 8K x 14 (13 bit) Registers
256 x 8
RA4/T0CKI
RA5/AN4

gen kommt nur auf geradezu lächerli- Program


Bus
14
RAM Addr (1) 9 PORTB

che 800 Byte pro Sekunde! Instruction reg


Addr MUX
RB0/INT
Direct Addr 7 Indirect
8 Addr

FSR reg RB<7:1>

Anormal! 8
STATUS reg
PORTC
RC0/T1OSO/T1CKI
Aufgrund technischer Gegebenheiten Powe r-up
3 MUX RC1/T1OSI/CCP2
RC2/CCP1
Timer
wird der 16C745 in einer Weise ver- Instruction Oscillator
Start-up Timer
RC6/TX/CK
RC7/RX/DT
Decode & ALU
wendet, die nicht so ganz der USB- Control
Powe r-on
Reset 8 PORTD
OSC1/
Norm entspricht: Der „control-mode“ CLKIN Timing
Generation
Watchdog
Timer W reg
RD3:0/PSP3:0 (2)
OSC2/ x4 PLL
wird hier für den Datenverkehr zwi- CLKOUT Brown-out
Reset
RD4/PSP4(2)
RD5/PSP5(2)
schen Computer und Mikrocontroller RD6/PSP6(2)
RD7/PSP7(2)

eingesetzt. Aus diesem Grund wurde Parallel Slave Port (2)


MCLR VDD, V SS PORTE
auch ein extra Treiber geschrieben, RE0/AN5/RD (2)
RE1/AN6/WR (2)
der Windows diese Betriebsart unter- Timer0 Timer1 Timer2 8-bit A/D RE2/AN7/CS (2)

schiebt. Der Source-Code der Firm-


ware für den Mikrocontroller ist kos-
tenlos von der ELEKTOR-Webseite CCP2 CCP1 USART
Dual Port
RAM USB XCVR
VUSB
D-
64 x 8 D+
verfügbar. Nur den Quellcode können
Note 1: Higher order bits are from the STATUS register.
wir aus rechtlichen Gründen nicht 2: Not available on PIC16C745. 060012 - 12

von unseren Servern aus anbieten.


Hingegen ist auch ein fertig program-
mierter PIC direkt von ELEKTOR Bild 1. Der interne Aufbau eines PIC16C745.
beziehbar.

+5V
Die Schaltung
Ein Blick auf die Schaltung in Bild 2
C1 IC1
macht klar, warum sie so winzig aus- 8

fallen kann: Zwei ICs, ein Keramikre- 150n

sonator, drei weitere passive Bauele- 20


1
R
6 DO
mente - und fertig ist das ganze Inter- 1
MCLR RC7
18 2 6

face! Der PIC16C745 (IC2) steckt in 1


+5V
RC6
17 3
7 DO
D– 15 7
einem SMD-Gehäuse (28-Pin-SOIC) 2
D+ 16
D– IC2
28
4
D
3 D+ RB7
und erzeugt seinen Takt mit Hilfe des 4
GND R1
RB6
27 5
GND_DMX
keramischen 6-MHz-Resonators X1.
1k5

26
RB5 5
25 DS75176BM
Durch eine integrierte PLL (Phase 14
RB4
24
VUSB RB3
Locked Loop) wird dieser Takt auf 13
RC2 RB2
23
24 MHz vervielfacht. Durch die nie- C2
12
RC1 RB1
22
11 21
drige Frequenz von X1 wird so gleich- RC0 RB0
220n PIC16C745SO
zeitig parasitäre HF-Abstrahlung ver- 7
RA5
mindert. Über R1 gelangt die von C2 RA4
6
9 5
entkoppelte 3,3-V-Signalspannung X1
OSC1 RA3
4
VUSB an die USB-Datenleitung D- und RA2
3
RA1
signalisiert so dem angeschlossenen 10
OSC2 RA0
2

Computer das Vorhandensein einer


8 19
Lowspeed-Gerätschaft. USB ist mit
seinen beiden Datenleitungen D+ und 060012 - 11
D- direkt mit dem Mikrocontroller ver-
bunden. Der Entkoppelkondensator C1
ist unkritisch und kann auch gut mit Bild 2. Die Schaltung besteht fast nur aus dem PIC-Controller,
Werten zwischen 100 nF und 220 nF der zwischen USB und dem RS485-Bustreiber vermittelt.

9/2006 - elektor 61
PRAXIS LICHTTECHNIK

dimensioniert werden. IC1 ist ein spe-


zieller RS485-Bus-Treiber im SO8-SMD-
Gehäuse, der den integrierten USART
(Universal Synchronous/Asynchronous
Receiver Transmitter) des Controllers
bidirektional an RS485 koppelt. Auf
diese Weise ist es sogar möglich, die
Firmware des 16C745 so zu verändern,
dass die Schaltung als DMX512-Ein-
gang arbeitet. Der nichtinvertierende
Ausgang Pin 6 des Treibers ist mit
Pin 3 und der invertierende Ausgang
Pin 5 entsprechend mit Pin 2 eines
XLR-Steckers verbunden. Nun kommt
Masse noch an XLR-Pin 1 und das
DMX-USB-Interface ist hardwaremä-
ßig komplett. Wenn das Interface
gleich in das Steckergehäuse einge-
baut wird, muss am USB-Ende der
Schaltung noch ein entsprechendes
USB-Kabel angelötet werden. Da es
USB-Stecker ja kaum einzeln gibt,
knipst man am besten von einem USB-
Kabel passender Länge einen Stecker
ab und spleißt das Kabel an der Stelle
etwas auf. Typischerweise kommen
dann vier Drähte plus Abschirmung
Bild 3. Anregung zum Selbstbau eines DIL-nach-SOIC-Adapters. zum Vorschein. Die beiden dickeren
Leitungen sind für 5 V und Masse vor-
gesehen. Die beiden dünneren verdrill-
ten Leitungen führen die Datensignale
D- und D+.
C1

060012-1
4
7 2 3 1

IC1

5
X1
060012-1 060012-1
PIC-Programmierung
Der Controller muss programmiert
werden, bevor er auf die Platine gelö-
Bild 4. Ist der Controller auf der einen Seite der doppelseitigen Platine fest gelötet, tet wird. Geeignete Programmierge-
hat man das Schwierigste schon überstanden. räte verfügen hierzu über einen
DIL/SOIC-Adapter. Wie in Bild 3 zu
sehen ist, kann man sich so einen
Adapter auch selbst bauen, indem
man eine normale DIL-IC-Fassung via
Flachbandkabel mit einer SOIC-Kon-
taktklemme verbindet. Die eigentliche
Programmierung wird mit der Utility
usb2dmx.hex (downloadbar von der
ELEKTOR-Webseiten unter EPS
060012-11.zip) erledigt, wenn man sich
nicht für einem fertig programmierten
Controller (EPS 060012-41) entschließt.

Stückliste: SMD-Löten
IC2 = 16C745-I/SO (programmiert, Die paar SMD-Bauteile bekommt man
EPS 060012-41) mit ruhiger Hand und einem konven-
Widerstände:
R1 = 1k5/0,25 W 5% (0805) Außerdem: tionellen Lötkolben korrekt leitend und
X1 = Keramischer Resonator 6 MHz ohne Kurzschlüsse auf die Miniatur-
Kondensatoren: CSTCR6M00G53-R0 (MuRata) Platine (Bild 4). Selbstverständlich
C1 = 150 n keramisch (0603) Dreipoliger XLR-Stecker mit ausreichend benötigt man eine feine Lötspitze und
C2 = 220 n keramisch (0603) Raum für die kleine PlatineUSB-Kabel dünnes Lötzinn. Als erstes SMD
Platine 060012-1 (erhältlich bei
Halbleiter: www.thepcbshop.com) kommt der Controller an die Reih, es
IC1= DS75176BM (National Software 060012-11 (Gratis-Download folgen dann die restlichen SMDs auf
Semiconductor) bei www.elektor.de) der anderen Platinenseite. Bei den ICs
muss man genau auf die Polung ach-

62 elektor - 9/2006
ten, da beim Auslöten eines SMD-ICs Kabel an die Reihe: Der typischerweise
das Risiko der Zerstörung droht. ICs schwarze Draht (Masse) kommt an
lötet man am besten so, dass man Anschluss 4 der Platine. Die rote Lei-
zuerst jeweils einen Pin an diagonalen tung (+5 V) dann an Anschluss 1, der
Enden festlötet. Die restlichen Pins weiße Draht (D-) and Anschluss 2 und
machen dann keine Schwierigkeiten das verbleibende grüne Litzenende
mehr. Zweipolige Bauelemente wie (D-) an Anschluss 3. Diese Arbeit ver-
Widerstände und Kondensatoren lötet langt etwas Fingerspitzengefühl, da
man am besten so fest, dass man eine die Platine keine Lötstifte hat.
Lötinsel mit dem Lötkolben erhitzt und
das Bauteil per Pinzette zuführt. Dann Die Abschirmung kommt selbstver-
Abkühlen lassen und kurz den zweiten ständlich an das Steckergehäuse. Zum
Anschluss löten. Bei X1 kann es etwas Schluss muss die fertige Platine noch
kniffeliger werden, da es sich hier um in den Stecker eingebaut werden. Je
ein Bauteil handelt, das eigentlich für nach Fabrikat ist dazu eventuell ein
Reflow-Lötung gedacht ist. Stück der Kabelklemme zurechtzustut-
zen. Anschluss 5 der Platine kommt
dann an Pin 1 des Steckers, Bild 5. Die typische Windows-Frage nach dem
Mikrochirurgie Anschluss 6 wird mit Pin 3 und schließ- Treiber. Eine Installationsanleitung ist im Software-
Nun kommt das verstümmelte USB- lich Anschluss 7 mit Pin 2 verbunden. Download bei www.elektor.de enthalten.

Bild 6. Mit Hilfe von „test_ccpp.exe“ kann die Bild 7. Der Treiber „oGenInt.sys“ sorgt für das Bild 8. Die Konfiguration von FreeStyler.
Funktion des USB/DMX512-Interface einfach richtige Format der USB-Requests.
überprüft werden.

9/2006 - elektor 63
PRAXIS LICHTTECHNIK

des USB/DMX-Converters schnell und


einfach überprüft werden. Der Quell-
code demonstriert die Verwendung der
einzigen Funktion der DLL
„DasHard.dll“.
Nahezu alles spielt sich in der Datei
„test_cppDlg.cpp“ ab. Die Funktion
„Ctest_cppDlg::OnVScroll“ kopiert die
Werte von Schiebereglern in den Aus-
gangspuffer „OutDmx“. Die Funktion
„Ctest_cppDlg::OnTimer“, die in fixen
Zeitintervallen aufgerufen wird, lädt
die DLL und erhält beim ersten Aufruf
einen Pointer auf die Funktion „Oksid-
Command“ . Bei den folgenden Aufru-
fen wird lediglich der Inhalt des Aus-
gangspuffers an die Funktion „Oksid-
Command“ übergeben.

Die DLL DasHard.dll


Dieses DLL ist mit dem Treiber ver-
knüpft und wird gestartet, sowie das
Interface korrekt vom PC erkannt
Bild 9. FreeStyler bietet alle Funktionen eines guten Lichtsteuerprogramms. wurde. Der zugehörige Datenstrom
wird in einem speziellen Thread gene-
riert, der in einer Endlosschleife ver-
bleibt, solange die DLL benötigt wird.
Nachdem das USB-Kabel zum Bei- Programmier-Umgebung Im Quellcode kann man die Details
spiel mit Heißkleber fixiert und der nachvollziehen.
Stecker komplett zusammengebaut PIC-Firmware
wurde, kann das Interface für einen Der Assembler-Quellcode des Control- Der Treiber oGenInt.sys
ersten Test an einen PC angeschlos- lers wurde von der Firmware-Version Der Treiber (siehe Screenshot in Bild 7)
sen werden. Nach dem Einstöpseln 1.25 abgeleitet, die auf der Webseite übersetzt die „Control-Requests“ in das
des USB-Kabels sollte ein neues von Microchip verfügbar ist. Mittler- für USB geeignete Format. Zur Installa-
Gerät erkannt und nach dem passen- weile ist zwar schon eine Version 2.00 tion des Treibers ist zusätzlich auch
den Treiber (aus dem Zip-File) gefragt erschienen, die sich aber für unseren die Datei „OGENINT.INF“ notwendig,
werden (Bild 5). Zweck nicht so gut eignet. In da damit die Verbindung des USB-
„usb_main.asm“ liest eine Endlos- Interfaces mittels zweier „identifiers“
Eine ausführliche Installationsanlei- Schleife die vom PC gesendeten mit den Bezeichnungen „VendorID“
tung für den Treiber ist ebenfalls in Datenpakete ein. Diese Funktion wird und „ProductID“ realisiert wird.
dem Zip-File 060012-11 enthalten, mit von „dmx512.asm“ benötigt, um den
dem Sie die gesamte Software für die- USB-Datenempfang mit der Übertra- FreeStyler, ein Freeware DMX512-
ses Projekt von der ELEKTOR-Website gung über den seriellen DMX512-Bus Programm
gratis herunterladen. Nachdem der zu synchronisieren. Diese Datei ent- FreeStyler wurde in Visual Basic
Treiber installiert wurde und Win- hält auch den Code, der die am Ende geschrieben und dient zur Ansteue-
dows zufrieden ist, kann der XLR-Ste- der DMX-Pakete erforderlichen Pausen rung diverser DMX512-Gerätschaften.
cker in ein DMX-Gerät gesteckt und generiert. Es unterstützt mit dem Parallell-Port,
das Testprogramm „test_cpp.exe“ USB und Ethernet die wichtigsten
gestartet werden, das sich im glei- Das Utility test_cpp.exe Schnittstellen. Die neueste Version
chen Zip-Archiv im Verzeichnis Mit Hilfe dieses Programms (siehe unterstützt den USB/DMX-Konverter
„cpp_test\bin“ befindet. Voilà! Screenshot Bild 6) kann die Funktion unter der Bezeichnung „Oksidizer
USB2DMX“, wie der Screenshot in
Bild 8 belegt. FreeStyler kann von der
Webseite des Autors kostenlos herun-
ter geladen werden. An gleicher Stelle
URLs: steht auch eine komplette Bedienungs-
anleitung zur Verfügung.
Webseite des Autors: www.oksidizer.com
Die in Bild 9 zu sehenden vielen
http://membres.lycos.fr/epatix/dmx_512.htm
unterschiedlichen Symbole sind nur
http://users.pandora.be/FreeStylerdmx/ für den Laien verwirrend. Für den
Profi und den ambitionierten Amateur
www.beyondlogic.org/usbnutshell/
ist die Programmoberfläche wie ein
http://ogloton.free.fr/dmx_512/index.html offenes Buch.
(060012)

64 elektor - 9/2006
ENTWICKLUNGSTIPPS TECHNIK

THD: Sallen&Key versus MFB


1 +15V
2 +15V

C4 C3
Sallen-Key Multiple-Feedback
100n 100n

R2
C1 C2 C2

3k48
IC1
1n 1n 1 1n
7 IC1
2
5 R1 R3 1
6 2 7
R1 R2 TL081 3k48 3k83 5
3 6
5k62 5k62 TL081
4 3
C1
4
C3
4n7
1n

C5 C4

100n 100n

054034 - 11 -15V 054034 - 12 -15V

Von Ton Giesberts oder versilberte Glimmer-Typen

Es gibt aktive Filter in verschie-


3 0.5
1 verzichtet und einen einfachen
Opamp (TL081) eingesetzt, um
denen Versionen, wobei die Sal- 0.2 ein deutliches und für die Praxis
len&Key-Version wohl der am 0.1 relevantes Ergebnis zu erhalten.
häufigsten verwendete Typ ist. 0.05 Das Ergebnis der Messungen hat
Dabei wird meist von einem 0.02
uns überrascht. Das Multiple-
Spannungsfolger Gebrauch 0.01
Feedback-Filter weist eindeutig
gemacht, aber auch Verstärkung %
0.005
geringere Verzerrungen auf als
ist möglich (mit zwei zusätz- Sallen-Key die Sallen&Key-Ausführung.
0.002
lichen Widerständen). Ein Nach- In Bild 3 sind die beiden Mes-
0.001
teil dieses Filters ist die relativ sungen dargestellt, und sie spre-
0.0005
hohe Empfindlichkeit gegenüber Multiple-Feedback
chen für sich. Der Amplitudenver-
Toleranzen der Bauteile. Messun- 0.0002 lauf stimmt bis auf einige Zehn-
gen an diesem Filtertyp erga- 0.0001 tel dB überein. Anders bei den
20 50 100 200 500 1k 2k 5k 10 k 20 k
ben, dass das nicht nur die Fil- Hz 054034 - 13
Verzerrungen: Bei einigen Fre-
tercharakteristik betrifft, sondern quenzen ist der Klirrfaktor des
auch die Verzerrungen. Ein Vor- Sallen&Key-Filters sogar um den
teil ist jedoch, dass mit nur einer ohne zusätzliche Bauteile größer von Texas Instruments, mit dem Faktor 10 höher. Allerdings fällt
Verstärkerstufe auch komplexere als Eins sein kann. Auch ist das sogar die Bauteilwerte für die der Unterschied kleiner aus,
Filter als solche dritter Ordnung Filter weniger empfindlich verschiedenen E-Reihen ausge- wenn man beim Sallen&Key-
möglich sind. In diesem Fall wer- gegenüber Bauteil-Toleranzen. rechnet werden können (und Konzept bessere Kondensatoren
den allerdings hohe Anforderun- Ein anderer Nachteil ist, dass auch die genauen Werte). und OpAmps (zum Beispiel OPA
gen an die Komponenten diese Ausführung auf Filter zwei- Wir haben für beide Filterversio- 627) einsetzt. Fest steht jeden-
gestellt. ter Ordnung begrenzt ist. Für nen ein 20-kHz-Butterworth-Tief- falls, dass der Multiple-Feed-
Ein Gegenstück zu Sallen&Key höhere Ordnungen sind zusätz- pass-Filter mit einem Standard- back-Aufbau auch beim Klirrfak-
ist die so genannte Multiple- liche Stufen erforderlich, also TL081 aufgebaut (Bild 1 und tor erheblich unempfindlicher auf
Feedback-Variante (MFB). Der mehrere Operationsverstärker. Bild 2) und dann bei 5 Veff Ein- Bauteiltoleranzen reagiert.
Name weist auf die aus zwei So weit, so gut, aber wie gangssignal die Verzerrungen
Zweigen bestehende Gegen- berechnet man so ein Filter? des Ausgangssignals gemessen. (054034ote)
kopplung hin. Ein kleiner Nach- Manuell ist das praktisch nicht Als Kondensatoren wurden Stan-
teil ist vielleicht der invertierende möglich. Zum Glück gibt es spe- dard-Polyester-Typen (MKT) aus- FilterPro:
Aufbau; dem steht allerdings zielle Software wie das gut gewählt. Wir haben bewusst auf http://focus.ti.com/docs/toolsw/
gegenüber, dass die Verstärkung geeignete Programm „Filterpro“ teure Polypropylen-, Polystyrol- folders/print/filterpro.html

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9/2006 - elektor 65
PRAXIS FPGA

FGPA-Kurs
Von Paul Goossens

Das Thema dieser Folge ist die FPGA-


Simulation unter Quartus. Die Suche
nach Programmierfehlern wird durch
die Simulation beträchtlich erleichtert.
Die zugehörigen Beispiele demonstrie-
ren gleichzeitig die Anwendung der zur
Experimentierplatine gehörenden
Audio-Hardware.

In VHDL können so genannte Test- dem ursprünglichen Schaltplan ist MHz-Signal CLK. Signal NEW_COUNT
Benches eingerichtet werden, die das diese Verbindung leider nicht darge- enthält stets den Wert, auf den COUNT
Testen und Simulieren von VHDL-Ent- stellt. Das Taktsignal für die Daten- beim nächsten Taktimpuls gebracht
wicklungen vereinfachen. übertragung (BCKIN) wird vom FPGA werden muss. Erreicht wird dies durch
Quartus unterstützt VHDL-Test-Ben- generiert. Seine Frequenz muss mit der die folgende Programmzeile:
ches leider nicht, sondern bietet statt Frequenz des CODEC-Taktsignals
dessen einen grafischen Simulator an. gleich laufen. NEW_COUNT<=(COUNT+1)MOD 256;
Dem Anwender steht zwar weniger In Bild 1 ist der Ablauf der Datenüber-
Funktionalität zur Verfügung, der gra- tragung zwischen CODEC und FPGA Da diese Programmzeile nicht
fische Simulator lässt sich jedoch ein- dargestellt. Dort ist erkennbar, dass für Bestandteil eines Prozesses ist, wird
facher handhaben. Für die meisten die Übertragung eines Samples beider die Funktion immer dann neu berech-
Anwendungsbeispiele dieses FPGA- Kanäle 256 Taktimpulse des an IC12 net, wenn sich COUNT ändert.
Kurses ist der in Quartus eingebaute liegenden Taktsignals SYSCLK not- In Zeile 71 wird der Wert von
Simulator weit mehr als ausreichend. wendig sind. Wenn wir die Frequenz NEW_COUNT synchron zum Takt nach
Den Simulator von Quartus können wir dieses von IC13 erzeugten Signals COUNT kopiert.
als Kombination eines virtuellen Signal- durch 256 teilen, erhalten wir die Sam-
generators mit einem virtuellen Logic- ple-Frequenz 48 kHz.
Analyser betrachten. Mit diesen virtuel- Simulieren
len Werkzeugen wollen wir eine Audio- Der Programmcode kann nun im Simu-
Schnittstelle simulieren, bevor wir sie Zähler lator von Quartus getestet werden. Für
auf der Experimentierplatine realisieren. Die gesamte Kommunikation findet den Test haben wir die Simulator-Datei
synchron mit diesem Taktsignal statt. „ex10-1.vwf“ erstellt. Nach Öffnen der
Es liegt nahe, zuerst einen Zähler zu Datei erscheinen in der linken Spalte
CODEC konstruieren, der die Taktimpulse des die Namen der Eingangssignale, wäh-
In Beispiel „ex10“, das zu dieser Kurs- Signals SYSCLK herunterteilt. In unse- rend die rechte Spalte ihren zeitlichen
folge gehört, kommt der Audio-CODEC rem Beispiel hat dieses Signal die Verlauf darstellt.
PCM3006 (IC12) auf der Experimentier- Bezeichnung „12_288MHz“. Vor der Simulation muss Quartus so
platine zum Einsatz. Das Beispiel kann In der Datei „PCM3006.VHD“ finden konfiguriert werden, dass der Simula-
ebenso wie die übrigen Beispiele frei wir den Zähler in Zusammenhang mit tor diese Datei lädt. Klicken Sie im
von der ELEKTOR-Website herunter dem Signal COUNT wieder. In Zeile 54 Menü „Assignments“ auf „Settings“,
geladen werden. Aus dem Schaltplan wird COUNT als vorzeichenlose 8-bit- in dem sich öffnenden Fenster klicken
geht hervor, dass der Baustein mit Zahl deklariert. Das Signal kann folg- Sie auf „Simulator Settings“. Tragen
einem Taktsignal arbeitet, dessen Fre- lich die Werte 0...256 durchlaufen, was Sie in das Feld „Simulation Input“ den
quenz 12,288 MHz beträgt. Das Takt- für den vorgesehenen Zweck genau Dateinamen „ex10-1.vwf“ ein.
signal liegt auch an einem I/O- passend ist. Die Simulation startet, wenn Sie im
Anschluss des FPGA an (Pin B12). In Der Zähler zählt synchron zum 12,288- Menü „Processing“ die Option „Start

66 elektor - 9/2006
Teil 4: Simulation
chen Ziel führt, ist das Anwenden des Wie Bild 2 zeigt, müssen die Daten bei
Schlüsselworts „alias“. Mit diesem der Rückflanke von Signal BCK über-
Schlüsselwort lassen sich einem Sig- tragen werden. Aus diesem Grund
nal mehrere Namen zuweisen. Durch wird nach der gleichen Methode das
die Programmzeile Signal NEGEDGE_BCK generiert.

ALIAS NEW_LRCOUT : STD_LOGIC is


NEW_COUNT(7); Glitches
Dies sind Signale, die intern entstehen;
wird der Compiler davon in Kenntnis wir wollen sie etwas genauer betrach-
gesetzt, dass das Signal ten. Stellen Sie den Simulator in „Set-
„NEW_LRCOUNT“ identisch mit dem tings“ so ein, dass die Datei „ex10-
Signal NEW_COUNT(7) ist. Anschlie- 2.vwf“ geladen wird, und starten Sie
ßend können im gesamten folgenden die Simulation. Das Simulationsergeb-
Programmcode wahlweise beide Sig- nis enthält die Signale
Simulator“ anklicken. Nach Ende der nalnamen verwendet werden. NEGEDGE_BCK, POSEDGE_BCK und
Simulation gibt Quartus das Ergebnis LRCIN. Signal LRCIN ist mit Signal
aus, wie es in Bild 2 dargestellt ist. LRCOUT des VHDL-Beispiels iden-
Wir betrachten hier zunächst nur das Synchron tisch.
Signal COUNT. Die Simulation ergibt, Die Daten-Bit werden zeitgleich mit Die Signale POSEDGE_BCK und
dass der Zähler wie erwartet bei jeder der Vorderflanke des Signals BCK emp- NEGEDGE_BCK resultieren aus einer
ansteigenden Flanke des 12,288-MHz- fangen. Um die Vorderflanke erkennen kombinatorischen Logik-Anordnung.
Signals inkrementiert wird. Beachten zu können, wird das Signal Deshalb werden diese Signale nicht
Sie, dass COUNT aus Gründen der POSEDGE_BCK eingeführt. Dieses Sig- durch ein Flipflop synchronisiert. Es
Optimierung in eine 7-bit-Zahl gewan- nal soll anzeigen, ob Signal BCK bei besteht die Gefahr, dass die Signale
delt wird. Was es damit auf sich hat, der nächsten Vorderflanke des Haupt- kurzzeitig invertiert sind, falls die Ein-
soll erst später betrachtet werden. Hier taktsignals von „0“ nach „1“ wechselt. gangssignale unterschiedliche Laufzei-
ist lediglich wichtig, dass der Zähler Als Kriterien dienen der aktuelle Sta- ten aufweisen. In der Simulation macht
synchron mit dem Taktsignal arbeitet. tus von BCK sowie der Status nach sich diese Erscheinung in Gestalt
dem nächsten Taktimpuls. Dies sind schmaler Impulse bemerkbar. Diese
die Signale COUNT(2) und Impulse werden „Glitches“ genannt.
Alias NEW_COUNT(2); sie haben in den Pro-
Der nächste Schritt besteht darin, das grammzeilen 62 und 63 durch einen
Taktsignal für die Datenübertragung „alias“ die alternativen Namen Schieberegister
(BCKIN) zu generieren. Das Signal BCK_INT und NEW_BCK erhalten. Sig- Die ankommenden und abgehenden
muss während zwei Perioden des nal POSEDGE_BCK entsteht durch die Signale werden in Schieberegister hin-
Haupttaktsignals „0“ sein, während folgende Programmzeile: eingeschoben beziehungsweise aus
der folgenden zwei Perioden muss ihnen hinausgeschoben. Mit den
es „1“ sein. Die gewünschte Eigen- POSEDGE_BCK <= NEW_BCKOUT Vorderflanken des Signals BCK wird
schaft hat das dritte Bit des Signals AND (NOT BCKOUT_INT); der Inhalt von Register „shiftin“ um ein
COUNT. Daher kann dieses Signal (in Bit nach links geschoben. Dabei wird
der VHDL-Datei BCKOUT) unmittelbar
zum Ausgang geführt werden. Das
Gleiche gilt für das Signal LRCK, das
während 128 Perioden „0“ und wäh-        
rend der folgenden 128 Perioden „1“   
sein muss. Diese Eigenschaft hat das   
MSB (das höchste Bit) des Signals
    
   
 
COUNT. Bit 7 von COUNT wird des-
halb als Signal LRCKOUT verwendet.       
   


Der neue logische Zustand von     


LRCKOUT kann durch die folgende
Programmzeile definiert werden:
  ! " 

060025 - 4 - 11
NEW_LRCKOUT <=NEW_COUNT(7);

Eine zweite Methode, die zum glei- Bild 1. Verlauf der Datenübertragung zwischen CODEC und FPGA.

9/2006 - elektor 67
PRAXIS FPGA

die empfangenen Samples bei der


nächsten Datenübertragung zum
CODEC zurückgeführt. Die Folge ist,
dass die Eingangssignale mit kurzer
Verzögerung unverändert an den Aus-
gängen erscheinen.

Noch einmal simulieren


Mit Hilfe der Datei „ex10-3.vwf “ lässt
sich die Arbeitsweise des entwickel-
ten Systems insgesamt ergründen. Bei
dieser Simulation haben wir dem Sig-
nal DOUT ein willkürliches Bitmuster
zugeordnet. Die Simulation ergibt,
dass der Datenstrom nach ungefähr
31 µs an Ausgang DIN erscheint. Die
empfangenen Daten werden tatsäch-
lich unverändert an das CODEC
zurückgegeben.
In dieser Simulation fehlen einige
Bild 2. Die Simulation zeigt, dass die Daten mit der Rückflanke von Signal BCK übertragen werden. ursprüngliche Signale, sie sind beim
Compilieren eliminiert worden. Das
liegt daran, dass der Compiler den Pro-
das empfangene Bit nach Bit 0 des einer Taktperiode auf „1“ gesetzt. grammcode optimiert, bevor er die
Schieberegisters übernommen. Damit wird signalisiert, dass das näch- Compilierung durchführt. Durch das
Schieberegister „shiftout“ arbeitet auf ste Sample-Paar empfangen wurde. Optimieren können nicht mehr benö-
ähnliche Weise, hier finden die Schie- Periphere Bausteine können dieses tigte Signale wegfallen. Die weggefal-
bevorgänge bei den Rückflanken des Signal für die weitere Verarbeitung der lenen Signale werden vom Compiler
Signals BCK statt. Das MSB dieses Daten auswerten. nicht im FPGA implementiert. Aus
Schieberegisters ist zuständig für die Um Samples zu senden, müssen die dem gleichen Grund kann Quartus
serielle Datenausgabe. Immer wenn Daten an den Eingängen RIGHT_IN und diese Signale nicht simulieren.
das nächste Sample-Paar ausgegeben LEFT_IN liegen. Eine „1“ an Eingang
werden muss, werden die Signale LOAD hat zur Folge, dass die Daten
R_IN und L_IN in dieses Schieberegis- gespeichert werden. Sie werden bei der Filter
ter geladen. Außerdem wird der Inhalt folgenden Übertragung gesendet. Die beschriebene Daten-Bypass-Funk-
des eingangsseitigen Schieberegisters tion hat sicher nur wenig praktischen
in die Register LEFT_OUT und Nutzen. Das ändert sich, sobald das
RIGHT_OUT übertragen. Beispiel Eingangssignal vom FPGA gezielt ver-
Im Beispiel sind die Datenausgänge arbeitet wird. Das verarbeitete Signal
unmittelbar an die zugehörigen Daten- kann anschließend über den CODEC
Interface eingänge gekoppelt; Ausgangssignal ausgegeben werden.
Zum gleichen Zeitpunkt wird auch NEW_SAMPLE ist gleichzeitig Ein- In Beispiel „ex11“ wird dieses Vorha-
Ausgang NEW_SAMPLE während gangssignal LOAD. Dadurch werden ben in die Tat umgesetzt, das Ergebnis
ist ein digitales Audio-Filter. Die Kom-
munikation mit dem CODEC wird von
+0 dem bereits erwähnten Kern
-8
„PCM3006.VHD“ gesteuert.
Die Verarbeitung der Samples findet
-16 im Modul „FIR.VHD“ statt. Das Filter
-24 arbeitet nach der FIR-Methode, wobei
die Abkürzung „FIR“ für „Finite
d -32
B Impulse Response“ steht. Dieser Filter-
LOWPASS 500Hz
r -40 BANDPASS 1kHz - 4kHz typ wird in digitalen Signalverarbei-
A -48
tungssystemen häufig angewendet.
Die Durchlass-Charakteristik eines FIR-
-56
Filters hängt von einer Gruppe von
-64 Zahlenwerten ab, die hier „Koeffizien-
-72
ten“ genannt werden. Diese Koeffizien-
ten lassen sich mit Hilfe von Quartus
-80 beliebig ändern. Zum Bearbeiten dient
10 20 50 100 200 500 1k 2k 5k 10k 20k
Hz 060025 - 4 - 13
der bereits in der letzten Kursfolge
erwähnte „Memory Content Editor“.
Die Koeffizienten werden in Speicher
Bild 3. Charakteristiken des FIR-Filters mit verschiedenen Koeffizienten-Sätzen. COEF abgelegt, die letzten 128 Audio-

68 elektor - 9/2006
Samples stehen in Speicher IN. das Modul die zugehörigen Werte tion „mag_phase_accu“. Das Signal
Zur Software dieser Kursfolge (frei x (cos) und y (sin). „new_sample“ ist während der Über-
downloadbar von www.elektor.de) Das Modul wendet den so genannten tragung eines Samples kurzzeitig „1“.
gehören verschiedene Hex-Dateien, die CORDIC-Algorithmus an, der sich zur Der Zustandswechsel hat zur Folge,
unterschiedliche Koeffizienten-Sätze Berechnung einfacher Winkelfunktio- dass „mag_phase_accu“ den Wert von
enthalten. Mit ihnen können die Filter- nen eignet. Der CORDIC-Algorithmus „phase“ erhöht. Der Betrag lässt sich
eigenschaften gezielt modifiziert wer- hat die Besonderheit, dass er die Län- mit dem DIP-Schalter einstellen. Das
den. Die Durchlass-Charakteristiken gen von Vektoren mit einem Faktor Einstellen höherer Werte hat zur Folge,
der damit realisierbaren Filter sind in multipliziert (ungefähr 1,645). dass die Frequenz des Signals am
Bild 3 dargestellt. Ferner muss sicher gestellt sein, dass CODEC-Ausgang steigt.
das Ergebnis die Länge einer vorzei- Anschließend führt Funktion „cordic“
chenbehafteten 16-bit-Zahl nicht über- die Berechnung durch, das Ergebnis
Signalgenerator schreitet. Aus diesem Grund darf der wird dem CODEC übergeben.
Das letzte Beispiel dieser Kursfolge ist Wert an Eingang „mag“ nicht größer (060025-4)gd
„ex12“. In diesem Beispiel wird ein als hex. 4DD0 sein. Sobald dieser Wert
einfacher Signalgenerator realisiert, überschritten wird, treten im Sinussig-
der sinusförmige Signale erzeugt. Das nal starke Verzerrungen auf. Hinweis zum
Signal des rechten Kanals ist gegenü- Konfigurationsspeicher:
ber dem Signal des linken Kanals um Im Forum haben sich Leser bereits
90° phasenverschoben. Sinussignal Gedanken über die Programmierung
Zum Generieren des sinusförmigen Um sinusförmige Signale zu erzeugen, des Konfigurationsspeichers des FPGAs
Signals bedienen wir uns eines mathe- muss Eingang „mag“ auf einen kon- gemacht, die im Kurs später noch
matischen Moduls, das Sinus- und stanten Wert gelegt werden, und behandelt wird. Wer sich jetzt schon
Cosinus-Werte berechnet. Nach Vor- außerdem muss der Phasenwinkel mit dafür interessiert, der findet vorab eine
gabe des Phasenwinkels („phase“) jedem Sample um einen bestimmten Beschreibung bei www.elektor.de
und der Amplitude („mag“) berechnet Betrag wachsen. Dafür sorgt die Funk- auf der FPGA-Projektseite.

CORDIC sind. Wegen dieser Eigenschaften von CORDIC lässt sich das Verfahren sehr
effizient mit digitalen Schaltkreisen realisieren.
Ein recht effizientes Verfahren, goniometrische Funktionen digital zu berech-
nen, ist unter dem Namen „Coordinate Rotation Digital Computer“ (CORDIC) Beispiel
bekannt. Für die Berechnung der Werte von Sinus, Cosinus usw. sind lediglich
die Operationen „Binäre Addition“ und „Binäres Schieben“ notwendig. Basis Es soll die Funktion a = 100 · cos 30° berechnet werden. Ausgehend von
des Verfahrens ist das Rechnen mit Vektoren. Ein Vektor kann als komplexe einem Anfangsvektor mit der Länge 100 und dem Winkel 0° (Schreibweise:
100,0) ist der Winkel 30° größer als der Winkel 0°. Deshalb wird der
Zahl dargestellt werden, die aus einem reellen und einem imaginären Teil
Anfangsvektor zunächst mit dem Vektor (0,1) multipliziert. Der Vektor hat nun
besteht (x- und y-Koordinate). Eine andere Beschreibung eines Vektors sind
den Winkel 90°, damit ist er größer als 30°. Folglich muss der Winkel beim
seine Länge zusammen mit dem Winkel, den er mit der horizontalen Koordina-
nächsten Schritt verkleinert werden. Er wird aus diesem Grund mit dem Vektor
tenachse bildet.
(1,-1) multipliziert. Die y-Koordinate ist nun negativ, so dass der Winkel des
Wenn man die Vektoren A und B miteinander multipliziert, ist die Länge des resultierenden Vektors ebenfalls negativ ist.
resultierenden Vektors C gleich der Länge von Vektor A multipliziert mit der Nach der letzten Multiplikation beträgt der Winkel des Vektors 90° –
Länge von Vektor B. Der Winkel des resultierenden Vektors C ist gleich der 45° = 45°. Da der Winkel 45° größer als der Winkel 30° ist, wird der resul-
Summe des Winkels von Vektor A und des Winkels von Vektor B. Für die Koor- tierende Vektor diesmal mit dem Vektor (1,–1/2) multipliziert. Der resultie-
dinaten-Darstellung mit den Koordinaten x und y gilt: rende Vektor ist nun 45° – 26,57° = 18,43°, er ist jetzt kleiner als 30°. Des-
xc = xa · xb – ya · yb halb wird der resultierende Vektor beim nächsten Schritt mit dem Vektor
(1,1/4) multipliziert. Dadurch wird der resultierende Vektor um 14,04° grö-
yc = ya · xb + xa · yb
ßer, er beträgt nun 32,51°. Mit jedem Schritt wird der zu berechnende Winkel
Daraus geht hervor, dass außer den Operationen Addition und Subtraktion 30° sukzessive angenähert, das Ergebnis wird mit jedem Schritt genauer.
auch die Operation der Multiplikation angewendet werden muss. Wenn die Bei den einzelnen Multiplikationen ändert sich nicht nur jedes Mal der Winkel,
Multiplikationen nur mit Zahlen durchgeführt werden müssen, die sich als sondern auch die Länge des Vektors. Im betrachteten Fall beträgt die Länge
Potenzen der Zahl 2 darstellen lassen, können die Multiplikationen leicht mit 100 · (1 · 1,41 · 1,12 · 1,03) = 162,66. Dieser Wert muss noch mit einem
den Mitteln der Digitaltechnik realisiert werden. Im binären Zahlensystem ist Korrekturfaktor multipliziert werden. Eine Alternative wäre die Wahl des Werts
nämlich die Multiplikation mit einer Zahl, die eine Potenz von 2 darstellt (zum 61,5 als Anfangswert, so dass die resultierende Länge 100 ist. Der Korrektur-
Beispiel 2–2), äquivalent mit dem Verschieben von Bits in einem Schieberegis- faktor ist eine Konstante, sie ist unabhängig vom zu berechnenden Winkel.
ter. Schon mit digitalen Logik-Baustei-
nen ist dies leicht zu bewerkstelligen. Beide Alternativen führen zum glei-
X Y Winkel Länge chen Ergebnis: Die x-Koordinate des
Mit dem CORDIC-Verfahren werden 0 1 90° 1 resultierenden Vektors ist gleich dem
goniometrische Funktionen berechnet, 1 1 45° 1,41 gesuchten Cosinus des Winkels 30°,
indem ein Anfangsvektor sukzessive 1 1/2 26,57° 1,12 und die y-Koordinate ist gleich dem
mit Vektoren multipliziert wird, deren Sinus des Winkels 30°. Der Sinus
1 _ 14,04° 1,03
x-Koordinaten stets 1 und deren y- wird bei diesem Verfahren gleich mit-
…. …. …. ….
Koordinaten stets eine Potenz von 2 geliefert!

9/2006 - elektor 69
PRAXIS WORKSHOP

Programmierbare
Lightshow
Laserprojektor für den Selbstbau
Von Jeroen Domburg & Thijs Beckers dem PC verbundenes Display wäre eine gute Lösung,
doch es geht noch besser. Wie wäre es mit einem selbst
gebauten Laserprojektor, der sich auch hervorragend
zum allgemeinen Experimentieren eignet?

Mit einfachen, im PC-Gehäuse montierten Prinzip


Displays begnügen sich richtige Casemod- Der hier beschriebene Projektor lässt sich (und das ist das
Besondere) aus Einzelteilen aufbauen, die man in fast
der schon lange nicht mehr. „Auffallen” jeder Bastelkiste findet. Auch wenn es eine Reihe ver-
schiedener Lösungsmöglichkeiten zur Konstruktion eines
heißt die Devise - und was wäre dazu bes- Laserprojektors gibt, funktionieren sie doch stets nach
demselben Prinzip, nämlich der Ablenkung eines Laser-
ser geeignet als ein Laserprojektor? Unser strahls.
Dies geschieht meistens über elektronisch gesteuerte Spie-
Exemplar lässt sich natürlich auch in zahl- gel. Je nachdem, wie diese Spiegel abgelenkt werden,
zeichnet der Laser dabei ein Muster oder ein Bild auf
losen anderen Anwendungen einsetzen! eine Projektionsfläche. Auch ein Oszilloskop mit seinen
horizontalen und vertikalen Ablenkplatten funktioniert
nach einem ähnlichen Prinzip.
Im Handel erhältliche Laserprojektoren sind allerdings sehr
Vor allem, wenn ein durch Casemodding aufgewerteter teuer, so dass der Selbstbau eine durchaus lohnenswerte
PC unter dem Schreibtisch steht, ist es sehr umständlich, Alternative darstellt. Doch die „Galvos”, also die Ele-
die Informationen auf einem eingebauten Display abzule- mente, die für die Bewegung der Spiegel zuständig sind,
sen. Ein auf dem Schreibtisch stehendes, über Kabel mit lassen sich nur sehr schwer selbst bauen. Und wenn man

Auf das Gehäuse des Lüfters können wir ebenso verzichten wie auf die
Der Lüfter ist der Kern des Ganzen.
Lüftungsblätter.

70 elektor - 9/2006
Heißkleber eignet sich gut, um die Spiegel in unterschiedlichen Mit Hilfe eines DIN A4-Blatts lassen sich die Ablenkwinkel bequem
Winkeln zu befestigen. einstellen.

sie kauft, sind sie zu teuer, um damit zu experimentieren. Die Schaltung


Zum Glück lässt sich die Ablenkung des Laserstrahls auch
mit einfacheren Mitteln durchführen. Das Ganze funktio- Das Herz der Schaltung besteht aus dem Mikrocontroller
niert wie folgt: An den Rand eines Zylinders werden ATTiny2313 (siehe Bild 1), der das Lasermodul (LM1)
lückenlos mehrere kleine Spiegel montiert. Wenn der über T1 ansteuert. Der Motor, der für die Rotation der
Zylinder rotiert, wird ein auf die Spiegel gerichteter Spiegel sorgt, stammt aus einem alten PC-Lüfter. Nicht
Laserstrahl so abgelenkt, dass der auf der Projektions- jedes Modell ist dafür geeignet: Der Motor darf beim
wand abgebildete Punkt sich gleichmäßig entlang einer Drehen (bei 12 V Versorgungsspannung) keine durch
horizontalen Linie von linken zum rechten Bildrand (oder Unwuchten bedingte Vibrationen und Geräusche erzeu-
umgekehrt) bewegt und dann wieder zum Ausgangs- gen. Die Drehzahl des Motors wird über T1 durch den
punkt zurückspringt. Mikrocontroller gesteuert. Da T1 mit einem digitalen Sig-
Werden die Spiegel dabei noch geringfügig gegeneinan- nal (PWM) angesteuert wird, muss er nicht besonders
der um ihre horizontale Achse gekippt montiert, so zeich- aufwendig gekühlt werden. Aus diesem Grund genügt
net der Laserstrahl nacheinander eine Reihe vertikal über- hier ein ganz normaler BC547. Der Mikrocontroller
einander angeordneter Linien, deren Anzahl mit der Zahl erfasst übrigens auch die Position des Lasers und sorgt für
der Spiegel übereinstimmt. Der Bildaufbau ähnelt damit die Kommunikation mit dem PC.
dem eines Röhrenfernsehers: Durch die Steuerung der IC1 ist für die Spannungsversorgung des Laserpointers
Helligkeit des Laserstrahls entstehen Zeile für Zeile ein- und des Mikrocontrollers zuständig. Mit P1 wird die Aus-
zelne Bilder. gangsspannung von IC1 festgelegt.
Neben dem Laser (ein preiswerter Laserpointer genügt Die Peripherie um T4 und T5 verwandelt das invertierte
vollkommen) und den rotierenden Spiegeln benötigen wir und auf TTL-Niveau gesetzte Signal des Mikrocontrollers
noch einen optischen Sensor zur Synchronisation und in ein fast RS232-kompatibles Signal zwischen 0 und
eine Schaltung zur Ansteuerung des Ganzen. Trotz all 12 V: Obwohl die bei RS232-Signalen übliche Spannung
dieser Zutaten handelt es sich immer noch um ein recht von -12 V fehlt, funktioniert die Schaltung in 99 % aller
einfaches, nachbausicheres Gerät. Fälle, wenn es sich beim verwendeten PC nicht um einen

So ungefähr muss es aussehen. Achten Sie auf die Zwischenräume Bei laufendem Motor verwandelt sich der rote Laser-Punkt in eine
zwischen den Spiegeln. Reihe paralleler Linien.

9/2006 - elektor 71
PRAXIS WORKSHOP

Laptop handelt. Im Prinzip hätten wir die Schaltung auch Nach dem Entfernen aller überflüssigen Teile darf der
mit einem MAX232 aufbauen können, doch dazu fehlt Motor nur noch aus einem feststehenden Teil und dem
uns die erforderliche Spannungsversorgung von 5 V. darüber angeordneten, rotierenden Zylinder (in der Form
Der Fototransistor T3 muss so positioniert werden, dass er eines Eishockey-Pucks) bestehen. Montieren Sie den fest-
vom abgelenkten Laserstrahl am Anfang aller gezeichne- stehenden Teil des Motors auf eine solide Basis, zum Bei-
ten Linien getroffen wird. Auf diese Weise wird der spiel eine Holzplatte.
Mikrocontroller mit dem Motor synchronisiert. An der Außenkante des Zylinders müssen nun sieben
kleine Spiegel (ein Spiegel für jede Zeile) festgeklebt wer-
den. Nach den Spiegelchen können Sie in einem Bau-
Der Job des µC markt oder Bastelladen schauen, oder Sie „rupfen“ eine
Klar, dass der Mikrocontroller in dieser Schaltung den nicht mehr genutzte Discokugel.
Löwenanteil der zu bewältigenden Aufgaben übernimmt. Bei der Montage der Glaselemente sollten Sie möglichst
Das in ihm enthaltene Programm besteht aus einer Reihe präzise vorgehen. Jeder Spiegel wird so positioniert,
einzelner Blöcke: Der Synchronisationsroutine, der Rou- dass er den Laserstrahl ein wenig höher ablenkt, als dies
tine für das Ansteuern des Lasers und einem Menü-Teil. beim vorhergehenden Spiegel der Fall ist. Um die Anord-
Die Routine zur Synchronisation misst die Zeiten zwi- nung der Spiegel zu kontrollieren, empfiehlt es sich, ein
schen den durch den Fototransistor gemessenen Pulsen weißes Blatt Papier in einem Abstand von etwa 50 cm so
und reagiert entsprechend. Die gemessene Zeitspanne anzubringen, dass der reflektierte Laserstrahl auf ihm
wird zur Ansteuerung des Lasers benötigt. Die Länge abgebildet wird. Nachdem der Spiegel nun in der richti-
eines Pixels beträgt genau 1/128 der längsten gemesse- gen Position festgeklebt wurde, muss die vom Laser auf
nen Zeit, die zum Schreiben einer Linie benötigt wird. dem Blatt gezeichnete Linie mit einem Schreibstift mar-
Auf diese Weise lassen sich in der Praxis genau 96 Pixel kiert werden. Nun wird der Puck so gedreht, dass der
darstellen. Die Zeit, die zur Darstellung eines Pixels benö- Laserstrahl vom nächsten Spiegel auf das Blatt reflektiert
wird. Stellen Sie diesen Spiegel nun so ein, dass die von
ihm erzeugte Laserlinie etwa 1 bis 2 cm oberhalb der per
Stift gezeichneten Linie erscheint. Wiederholen Sie diese
IC1 Schritte für alle restlichen Spiegel.
+12V LM317 +VCC
Jetzt kann der Laserpointer an seiner endgültigen Stelle
adj.
R2
LM1 montiert werden. Bei eingeschaltetem Laser und laufen-
470 Ω

R3 R5 P2
M1 C5 C4
dem Motor müssen auf der Projektionsfläche nun sieben
1k
1k

D1 C3 2k5
M
10µ
100n 10µ
Zeilen in gleichen Abständen erscheinen. Der Fototransis-
P1 20 1

RESET
tor muss sich an der Stelle befinden, an der die Zeilen
2k5
1N4001 19
PB7 IC2 K1
beginnen. Außerdem sollte er so nahe wie möglich beim
18 11
Motor montiert werden, weil dadurch nur ein einziger
PB6 PD6 T2
R4
17 9 1
PB5 PD5 470 Ω

T1
16
PB4 PD4
8 6
Sensor zur Erfassung aller übereinander liegenden Zeilen
15 7 BC547 2
TO COMPUTER

R1
470 Ω
14
PB3
PB2
PD3
PD2
6 7 erforderlich ist. Die Position des Fototransistors kann am
BPW40
BC547
13
12
PB1 PD1
3
2
T3 3
8
Anfang erst einmal grob ermittelt und später durch die
PB0
ATTiny2313
PD0
R6 4 Hilfe der Software genau bestimmt werden. Wenn man
T4
den Fototransistor in ein kleines Röhrchen einbaut, ist er
4k7

XO XI 9
R7
10 4 X1 5 T5 5
4k7
besser vor störendem Tageslicht geschützt.
C1 C2
BC547
BC547 SUB D9 Noch ein paar Worte zum Laserpointer: Damit dieser
22p 22p
sehr schnell ein- und ausgeschaltet werden kann und
12.288MHz
065118 - 11
nicht nachleuchtet, müssen eventuell in seinem Gehäuse
enthaltene Entstörkondensatoren entfernt werden. Einige
Lasermodule verfügen über einen Enable-Anschluss zum
Bild 1. Die Schaltung ist dieses Mal etwas umfangreicher, aber immer noch
schnellen Ein- und Ausschalten. Sofern vorhanden sollte
recht kompakt. dieser Anschluss auf jeden Fall zur Ansteuerung verwen-
det werden.

tigt wird, ist abhängig von der Drehzahl des Motors. Auf
Grund der Synchronisation bleibt das dargestellte Pixel- Abgleich
muster bei sich ändernden Drehzahlen unverzerrt, Nachdem die Mechanik fertig aufgebaut ist, können wir
beginnt jedoch bei einer zu langsamen Drehzahl zu flim- zum Abgleich der Elektronik übergehen. Zunächst muss
mern. die Versorgungsspannung für den Laser eingestellt wer-
Im Mikrocontroller befindet sich ein Menüsystem, mit dem den. Achten Sie darauf, dass der Laser während dieses
der Anwender ohne teure Messgeräte auf bequeme Vorgangs nicht eingeschaltet ist. Versorgen Sie die Pla-
Weise umfangreiche Tests und Kalibrierungen durchfüh- tine mit einer Spannung von maximal 6 V und stellen Sie
ren kann. P1 so ein, dass zwischen den Pins 1 und 10 von IC2 die-
Der Mikrocontroller verwendet einen Open-Source-Code, selbe Spannung zu messen ist, die von den Batterien des
der von der Elektor-Webseite [1] oder von der Seite des Laserpointers zur Verfügung gestellt wird (zum Beispiel
Autors [2] heruntergeladen werden kann. 3 V). Die betreffende Spannung darf jedoch niemals klei-
ner als 2,7 und größer als 6 V sein, da ansonsten der
Mikrocontroller nicht funktioniert.
Handarbeit Für den Rest des Abgleichs muss das System aufgebaut
Der mechanische Aufbau ist nicht allzu komplex und und angeschlossen sein. Stellen Sie eine serielle Verbin-
kann mit Hilfe einer Heißklebepistole in ein paar Stunden dung zu Ihrem PC her und starten Sie einen Terminal-
bewerkstelligt werden. Als Motor haben wir einen Emulator (zum Beispiel HyperTerminal oder Minicom).
80-mm-Lüfter eingesetzt, den man häufig in PCs vorfindet. Folgende Einstellungen müssen aktiv sein: 9600 baud,

72 elektor - 9/2006
Über den Autor
Jeroen Domburg studiert Elektrotechnik an der „Saxion
Hogeschool” in Enschede (Niederlande). Als begeisterter Freizeit-
Elektroniker beschäftigt er sich unter anderem mit
keine Parität, 8 Datenbits, 1 Stoppbit, kein Handshaking. Mikrocontrollern und Computern.
Nun wird das Laserdisplay eingeschaltet. Zunächst muss
In dieser Rubrik stellt er uns seine Schaltungen und Basteleien
der Motor seine Drehzahl erreichen. VORSICHT: Über- vor, die nicht unbedingt sehr nützlich sein müssen, sicher keinen
prüfen Sie zuvor noch einmal, ob auch alle Spiegel gut Schönheitspreis gewinnen werden und auch im Hinblick auf die
befestigt sind! Sicherheit hin und wieder noch Wünsche offen lassen. Doch darum
Nachdem der Motor seine maximale Drehzahl erreicht geht es auch gar nicht, so lange die betreffende Schaltung das
hat, wird wahrscheinlich die Fehlermeldung angezeigt, tut, wozu sie gedacht ist. Es soll jedoch niemand sagen, wir hät-
dass der Motor noch nicht synchron läuft. Schreiben Sie ten ihn vorher nicht gewarnt!
dann im Terminalprogramm ein „i”, um diesen Fehler zu
ignorieren.
Drücken Sie anschließend die „Escape”-Taste, um ins Bleibt zum Schluss noch die Frage, warum die Menü-
Hauptmenü des Mikrocontrollers zu gelangen. Optionen so kurz und bündig verfasst wurden. Die Ant-
Zunächst muss die Drehzahl des Motors auf einen wort ist einfach: Das Programm benötigt fast den gesam-
annehmbaren Wert eingestellt werden. Wählen Sie dazu ten Speicherplatz des Mikrocontrollers: Von den zur Ver-
im Menü die Option „m”. Stellen Sie die Geschwindig- fügung stehenden 2 Kilobytes sind nur noch ganze 2
keit so ein, dass der Motor sich zwar schnell dreht, aber Byte übrig geblieben!
keine Geräusche oder Vibrationen entstehen. Die Dreh- (065118)
zahl darf andererseits jedoch nicht so niedrig sein, dass
das vom Laserstrahl geschriebene Bild flimmert.
Sind diese Bedingungen erfüllt, so können wir mit der
Escape-Taste wieder ins Hauptmenü zurückkehren.
Weblinks:
Nun erfolgt die Kalibrierung des Fototransistors. Das [1] www.elektor.de
geschieht mit der Menü-Option „show timings“. Geben [2] http://sprite.student.utwente.nl/~jeroen/projects/laserdisp
Sie dazu den Wert „9“ ein. Diese Option zeigt die zwi-
schen zwei Laserstrahl-Treffern vergangene Zeit an. Im
Idealfall sind diese Zeiten für jede der sieben Zeilen
nahezu gleich. Die längste Zeit ergibt sich wahrscheinlich
bei der ersten Zeile.
Bei einem richtig montierten Fototransistor kann das opti-
male Zeitmuster mit P2 eingestellt werden. Gelingt dies
nicht, so muss der Fototransistor besser positioniert wer-
den (noch näher an die Spiegel oder in ein Röhrchen).
Mit einem Oszilloskop lässt sich der Abgleich etwas ein-
facher durchführen. Messen Sie am Verbindungspunkt
P2/T3. Hier muss ein aus Spikes bestehendes Signal zwi-
schen ungefähr 0 und 3 V (je nach Einstellung von P1)
erscheinen. Bei jedem siebenten Spike ist der Abstand
zum benachbarten Spike etwas größer als in allen ande-
ren Fällen (siehe auch das Bildschirmfoto in der Bilderse-
rie). Verwenden Sie gegebenenfalls die Menü-Option
„8“, die für ein Dauerleuchten des Lasers sorgt.
Bei richtiger Einstellung des Fototransistors muss nur noch
für die optimalen horizontalen Offsetwerte der Spiegel
gesorgt werden. Das ist einfach: Verwenden Sie die Das Bildschirmfoto des Oszilloskops zeigt das Signal des
Menü-Optionen „1“ bis „7“, um die Zeilen so horizontal Fototransistors.
zu verschieben, dass sie genau untereinander stehen.
Wenn die Kalibrierung erfolgreich beendet ist und das
Menü verlassen wurde, können wir uns durch das Eintip-
pen von zwölf Buchstaben einen Text anzeigen lassen.
Genauso kann das Laser-„Display“ auch Meldungen von
Programmen anzeigen: Hierzu eignet sich jede Software,
die Zeichen über einen seriellen Port ausgeben kann.

Zum Schluss noch einige Anmerkungen: Am Motor auftre-


tende, durch eine Unwucht bedingte Vibrationen können
durch einen Tropfen Heißkleber an der richtigen Stelle
kompensiert werden. Damit die angeklebten Spiegel
keine Schäden anrichten, falls sie sich bei hohen Dreh-
zahlen losreißen, empfiehlt es sich, die gesamte Anord-
nung in ein durchsichtiges Gehäuse einzubauen.
Die im Handel allgemein erhältlichen Laserpointer der
Klasse 1 sind normalerweise nicht in der Lage, ernsthafte
Schäden an den Augen zu verursachen. Die Sicherheit
der hier beschriebenen Anordnung wird durch die ver-
wendete Firmware zusätzlich erhöht: Der Laser wird
abgeschaltet, sobald der Motor sich nicht mehr dreht.
Mit dem Endergebnis werden Sie garantiert Eindruck machen!
Achten Sie dennoch stets darauf, niemals direkt in den
Laserstrahl zu blicken.

9/2006 - elektor 73
TECHNIK MIKROCONTROLLER

E-blocks plus ARM


Von John Dobson

Mit der Vorstellung eines


neuen ARM-basierten E-
blocks-Entwicklungs-Boards
hat man jetzt drei
verschiedene Controller-
Plattformen zur Auswahl:
PIC, AVR und ARM. Eine tolle
Sache, denn ARM-
Mikrocontroller spielen in
einer ganz anderen
Leistungs-Liga.

Wenn ich früher einem Elektroniker


ohne tiefer gehende Computer-Kennt-
nisse in wenigen Worten erklären
Features des AT91SAM7S128
sollte, was eigentlich ein Mikrocontrol- • 128 k Flash-ROM
ler ist, dann erklärte ich das in der • 32 k RAM
Regel so: „Kannst Du Dich an die Zeit
erinnern, als man einen Z80 oder 6502
• 80 MHz interne Taktfrequenz
zusammen mit einer UART, etwas • 2 USARTs
EPROM, RAM und noch einigen CMOS- • USB-Programmierung und Kommunikations-Interface
und TTL-ICs mit Mühe auf eine doppel- • 32 I/O-Leitungen
seitige Eurokarte packen konnte? Nun,
ein Mikrocontroller ersetzt all das mit • 4-Kanal-16-bit-PWM-Ausgänge
einem einzigen Chip!“ • 32-bit-Prozessor
Seit es aber einen ARM7 von Atmel • 8 x 300 kHz 10-bit-A/D-Konverter
gibt, bekommt das Wort „Mikrocontrol-
ler“ eine völlig neue Bedeutung. Also
wird es auch Zeit für eine moderni- AT91SAM7 unter der Lupe macht zunehmend auch eine Low-
sierte Metapher. Vielleicht in dieser Cost-Lösung für den Hobby-Bereich
Art: „Denk mal an die ersten 386er- Bis vor kurzem waren ARM-Rechen- realistisch. In dieser Hinsicht war das
Motherboards für PCs. Ihre Funktion kerne für gelegentliche Mikrocontrol- ARMee Entwicklungs-Board aus
und Leistung sind nun in einem einzi- ler-Programmierer völlig außer Reich- ELEKTOR März 2005 (siehe
gen ARM7-Chip untergebracht!“ weite. Aber der technische Fortschritt Weblinks), das auf der ARM-CPU

74 elektor - 9/2006
Inklusive C-Compiler
LPC210x von Philips basierte, ein
richtiger Meilenstein.
Zunächst machten verringerte Struk-
turbreiten bei der Chip-Produktion eine
immer größere Zahl an Transistoren auf
gegebener Siliziumfläche möglich. Und
da die Kosten hauptsächlich von der
benötigten Siliziumfläche pro Chip
abhängen, bedeutet dieser Fortschritt
schlicht sinkende Preise. Bei Atmels
ARM7-Version reden wir von gerade
einmal zehn Euro! Kleinere Transisto-
ren lassen sich zudem mit kleineren
Spannungen betreiben, damit der
Stromverbrauch im Zaum gehalten
wird. Der ARM-Chip wird mit 1,8 V
betrieben - so verbraucht ein integrier-
ter Transistor nur rund 1/8 der Energie,
die er an 5 V benötigen würde. Damit
der Anschluss konventionellerer ICs
keine artistischen Kunststücke erfor-
dert, arbeiten die I/O-Leitungen mit
besser handhabbaren 3,3 V. Die Ein-
gänge verkraften dabei locker auch
konventionelle 5-V-Pegel. Lediglich die
Ausgänge bringen nur maximal 3,3 V,
womit aber viele Peripherie-ICs umge-
hen können.
Außerdem hat Atmel mittlerweile eine
Serie Chips herausgebracht, die über
eingebaute USB-2.0-Fähigkeiten verfü-
gen. Als Resultat braucht man nicht
einmal mehr ein spezielles und oftmals
teures Programmiergerät! Wenn man
allerdings noch einen JTAG-Program-
mer herumstehen hat: Damit lassen 1. Schraubanschlüsse 9. Port C I/O
sich diese modernen Chips auch pro- 2. Stromanschluss 10. Port D I/O
grammieren. Da geeignete Software 3. USB-Steckverbindung 11. JTAG-Interface
schon integriert ist, lässt sich so ein 4. Power-Selektor 12. Power-Schalter
ARM einfach an einen PC anschließen 5. Port E I/O 13. ARM-Tochterplatine
und ohne Aufwand mit dem Programm 6. Reset-Schalter 14. Programm-Selektor
„füllen“. Logischerweise schlägt man 7. Port A I/O 15. Programm-Schalter
damit gleich zwei Fliegen mit einer 8. Port B I/O 16. Recovery-Selektor
Klappe: Ein vorhandener USB-Port
bedeutet natürlich auch, dass man nun
für eigene Projekte gleich über eine Bild 1. Tochter- und Basisplatine für ARM-Controller.
USB-Anbindung verfügt. USB ist übri-
gens nicht die einzige Stärke des
AT91SAM7. Atmels Liste mit Features
(Tabelle 1) liest sich wie der Wunsch- vorkommen! Zum Leidwesen für Men- Doch zum Glück haben wir eine
zettel eines Ingenieurs an den Weih- schen mit Lötkolben stellt Atmel die- Lösung: Neuerdings gibt es ein ARM-
nachtsmann ... sen Chip nur in High-Density-SMD-Ver- Board für das E-blocks-System, was
Wenn Sie bisher PICs, 8051-Derivate packung her - in diesem Fall im 64-Pin- gleich einige Probleme löst. Die Hard-
oder Atmels 8-bit-Controller gewohnt LQFP-Gehäuse. Die Anschlussdrähte ware besteht aus zwei Platinen. Der
sind, dann wird Ihnen der liegen dabei so dicht beieinander, dass ARM-Controller selbst sitzt auf einer
AT91SAM7S128 geradezu monströs manuelles Löten zum Glücksspiel wird. kleinen Tochterplatine, die so problem-

9/2006 - elektor 75
TECHNIK MIKROCONTROLLER

los auf eine Basis-Platine gesteckt wer-


den kann - siehe Bild 1. Die Tochterpla-
tine verfügt über Kontakte im üblichen
Zehntel-Zoll-Raster und kann so leicht
bei eigenen Entwicklungen eingesetzt
werden. Die Handhabung wird damit
so einfach wie bei einem konventionel-
len Nicht-SMD-IC.

Der Atmel AT91SAM7S128 auf der


Tochterplatine wurde mit einem spe-
ziellen Bootloader und einem Win-
dows-Programm geladen, was die ein-
fache Übertragung von Binär-Dateien
über den USB-Anschluss der Basis-Pla-
tine erlaubt. Das E-blocks-Modul hat
fünf E-blocks-Ports, welche die I/O-Lei-
tungen an stabile 9-Pin-Sub-D-Steck-
verbinder legen. Je ein Anschluss für
die Stromversorgung und den USB
kommen noch dazu. Auf diese Weise
kann eine ARM-basierte Lösung auch
die mehr als 25 verschiedenen E-
Bild 2. Der Screenshot zeigt einen virtuellen ARM-Controller aus dem E-blocks-ARM-Programmierkurs. blocks-Module - von der einfachen LED
bis hin zu speziellen Schnittstellen wie
Bluetooth, IrDA und CAN-Bus - nutzen.
Weitere Angaben finden Sie unter
int main(void) www.elektor.de/e-blocks.
{
/* Set all of PORTA as an output */
AT91F_PIO_CfgOutput( AT91C_BASE_PIOA, PORTA ) ; ARM-Programmierung
Eine neue CD-ROM mit der Bezeich-
while ( 1 ) nung „C Programming for ARM Micro-
{ controllers“ enthält einen passenden
/* Set pin 0 of PORTA high */ C-Compiler samt IDE (Integrated
AT91F_PIO_SetOutput( AT91C_BASE_PIOA, PORTA0 ) ; Development Environment) und einen
kompletten Programmier-Kurs für
/* Set pin 0 of PORTA low */ ARM-Controller (in englischer Spra-
AT91F_PIO_ClearOutput( AT91C_BASE_PIOA, PORTA0 ); che). Der Kurs ist gleichzeitig eine Bei-
} spielsammlung, aus der sich viele
} Anregungen für eigene Programme
gewinnen lassen. Der Kurs enthält
sogar eine Anzahl virtueller ARM-
Bild 3. Eine einfache LED-Blink-Routine verwendet Pin „A0“. Simulationen, die das Verständnis der
Programmierkonzepte auf besondere
Weise vertiefen. Bild 2 gibt einen Ein-
druck von dieser Methodik.
Der Kurs auf CD-ROM ist direkt mit
ARM-Hintergründe dem Compiler und der IDE verknüpft.
Eine Anzahl C-Code-Beispiele zeigen
Die AT91SAM7-Serie von Atmel basiert auf dem ARM7TDMI-Kern, der von der die Kunst der Programmierung eines
englischen Firma ARM (Advanced RISC Machines Ltd.) entwickelt wurde. Diese ARM-Controllers. Die Beispiele reichen
ARM-Kerne sind einer der größten englischen Elektronik-Erfolge der letzten zehn vom einfachem Schalten einer LED bis
Jahre. Erstaunlicherweise ging diese Firma aus einer Konkurrenz von Apple und hin zur Ansteuerung eines LC-Displays
IBM hervor: In den 80ern baute die Firma Acorn Computer, die allerdings auf via serieller Kommunikation. Der C-
dem Festland nie besonders erfolgreich waren. Dennoch mutierte ein Team von Compiler basiert auf dem Open-
Ingenieuren zu einem der auch kommerziell erfolgreichsten Prozessor-Entwickler. Source-GNU-Compiler, weshalb auch
Anders als Intel oder AMD fertigte ARM seine Entwicklungen nicht selbst. ARM die Verwendung von anderen freien
liefert Entwürfe und lizenziert diese an Prozessor-Hersteller weltweit. Fast alle GNU-Bibliotheken problemlos möglich
namhaften Halbleiter-Hersteller gehören zu ARMs Kunden. In diesem Fall hat ist. Die Floating-Point-Library ist schon
Atmel eine Lizenz erworben. Auf diese Weise werden Millionenstückzahlen jähr- auf CD integriert, weshalb vom Start
lich gefertigt, ohne dass ARM über eine einzige Fabrik verfügt. Bei Handys ist weg ein komplettes Entwicklungssys-
ARM der Quasi-Standard. ARM-Chips finden sich auch in iPods und im tem mit voller Mathematik-Unterstüt-
Gameboy Advanced. zung inklusive Fließkommafunktionen
zur Verfügung steht.

76 elektor - 9/2006
Sprung von 8 auf 32 bit Hintergrund sind schon vordefiniert. platine, ein LED-Modul, ein Schalter-
Einem Anwender von 8-bit-Controllern Modul, eine LCD-Platine und die CD-
Der ARM-Controller verfügt über einen wird auffallen, dass die verwendeten ROM, die den Programmier-Kurs und
32-bit-Kern, was ordentlich Power, Strings ungewöhnlich lang sind. Statt den C-Compiler enthält. Weitere
viele Variablentypen und vielfältigste „AT91F PIO SetOutput“ würde es der Details finden sich unter
Mathematik-Funktionen mit sich sparsamere String „SetOutput“ ja www.elektor.de/e-blocks.
bringt. Doch wenn es um die Steue- genauso tun. Doch haben die Autoren
rung einzelner Pins eines 8 bit breiten der CD-ROM (Rob und David Miles)
Ports geht, dann wird es unelegant, den Stil und die Bezeichnungen sinn- Fazit
da man für diesen Zweck immer gleich vollerweise an Atmels eigenen Code- Die Kombination von niedrigen Kosten,
das ganze Wort - sprich 32 bit - lesen, Bibliotheken angelehnt. geringem Stromverbrauch und hoher
manipulieren und schreiben muss. Leistung macht Chips mit ARM-Kern zu
Genau dafür gibt es aber ein „Include den wohl populärsten aktuellen Prozes-
file“ auf CD, was den simplen Zugriff Einfaches ARM-Paket soren. Lag ein 32-bit-Controller bisher
auf die I/O-Leitungen in der Form 8 bit Für einen schnellen und einfachen Ein- außerhalb der Möglichkeiten für Hobby-
breiter Ports (A bis E) ermöglicht, ohne stieg in die 32-bit-ARM-Welt wurde ein isten, so hat der neue ATMEL-Chip so
mit unnötigen Bits jonglieren zu müs- spezielles Kit zusammengestellt. Es viele Vorteile zu bieten, dass der Ersatz
sen. Selbst ein ARM lässt sich auf enthält neben einem USB-Kabel eine alter 8-bit-Technik leicht fällt.
diese Weise wie ein gewöhnlicher 8- ARM-Tochterplatine, eine ARM-Basis- (065069-I)
bit-Mikrocontroller programmieren.
Diese Maßnahme erleichtert insbeson-
dere die Portierung älterer Programme
auf die neue 32-bit-Technik. Weblinks:
Bild 3 demonstriert, wie mit man mit „Entwicklungen mit ARM“, ELEKTOR März 2005:
Hilfe einer einfachen Routine eine an www.elektor.de/Default.aspx?tabid=27&art=5550410&PN=On
Port A angeschlossene LED blinken „ARMee-Entwicklungsboard“, ELEKTOR April 2005:
lassen kann. Das ist alles, was dazu www.elektor.de/Default.aspx?tabid=27&art=5550432&PN=On
nötig ist, denn die Funktionen im

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9/2006 - elektor 77
INFOTAINMENT RÄTSEL

Hexadoku
Sudoku für Elektroniker
Einsenden
Schicken Sie die Lösung (die
Zahlen in den grauen Käst-
chen) per E-Mail, Fax oder
Post an:

Elektor Redaktion
Süsterfeldstraße 25
Nach dem super-schwierigen Alphadoku in unserem Halbleiterheft wollen wir 52072 Aachen
Fax: 02 41 / 88 909-77
dieses Mal wieder zu einem „normalen” Niveau zurückkehren. Unser wohlbe- E-Mail: hexadoku@elektor.de
kanntes Hexadoku ist aber auch nicht von schlechten Eltern und garantiert ein (als Betreff bitte nur die
Lösung angeben)
paar Stündchen Rätselspaß. Machen Sie mit – es winken tolle Preise!
Einsendeschluss ist der
30. September 2006 !
Die Regeln dieses Rätsels sind 4 x 4 Kästchen (markiert
ganz einfach zu verstehen. durch die dickeren schwar-
Bei einem Hexadoku werden zen Linien) genau einmal Die Gewinner des Juni-Hexadokus (Lösung in der
die Hexadezimalzahlen 0 bis vorkommen. Einige Zahlen
F verwendet, was ganz im sind bereits eingetragen, was
stehen fest!
Rubrik Mailbox in diesem Heft)
Stile von Elektronikern und die Ausgangssituation des
Programmierern ist. Füllen Sie Rätsels bestimmt.
Das E-blocks Die 50€-Gutscheine haben gewonnen:

das Diagramm mit 16 x 16 Wer das Rätsel löst - sprich Starter Kit Professional Hans Grilnberger (Wien),
Kästchen derart aus, dass die Zahlen in den grauen geht an Vera Günther (Cottbus) und
alle Hexadezimalzahlen von Kästchen herausfindet - kann Marcel Kersting (Wadersloh).
0 bis F (also von 0 bis 9 und wie jeden Monat einen Steven Herrschaft
A bis F) in jeder Reihe, jeder Hauptpreis und drei „Trost- aus Berlin. Herzlichen Glückwunsch!
Spalte und in jedem Fach mit preise“ gewinnen!

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7 D 0 5 3 2 im Wert von je 50 €.

3 B 4 2 A D F 7 Der Rechtsweg ist ebenso ausgeschlossen wie die


Teilnahme von Mitarbeitern der in der Unternehmens-
gruppe Segment B.V. zusammengeschlossenen
F C 2 4 6 Verlage und deren Angehörigen.

78 elektor - 9/2006
RETRONIK INFOTAINMENT

Pontavi-Thomson Messbrücke
erklären, wie das Ganze funktio-
niert: Die Widerstände an beiden
Seiten des Strommessgerätes sind
so groß, dass nur wenig oder gar
kein Strom durch die Spannungs-
klemmen Xe fließt. Ihre Übergangs-
widerstände und diejenigen der
Messkabel können daher vernach-
lässigt werden.
Der Serienwiderstand zwischen
dem Schleifkontakt und dem Minus-
pol der Versorgung vermindert die
Spannung über der Brücke, stört
jedoch nicht das Brückengleichge-
wicht. Dasselbe gilt auch für den
Widerstand in der Plus-Leitung.
Von Rolf Blijleven bestimmt werden kann. Der Mess- ter der Multiplikationsfaktor able- Die Brücke befindet sich im Gleich-
bereich erstreckt sich von 0,0001 sen. Das Zeigerinstrument verfügt gewicht, wenn sich der Widerstand
Ein kleines Plastikgehäuse mit abge- bis 2,1 Ω bei einem Messfehler über eine Spiegelskala zur Vermei- S (links vom Schleifkontakt) zu Rx
rundeten Ecken, Messklemmen, von weniger als 5 Prozent. dung von Parallaxefehlern. genau so verhält wie die beiden
zwei Knöpfen und einem eingebau- Der zu messende Widerstand Rx Wenn wir solch ein Gerät in ELEK- vom Schleifer an W gebildeten Teil-
ten Messinstrument, und dazu auch wird sowohl an die linken Klemmen TOR beschreiben, interessiert natür- widerstände.
noch gut erhalten! Das Gerät sollte als auch (über zwei Mess-Schnüre) lich das Messprinzip. Laut Geräte- Der Wert von Rx ergibt sich dann
entsorgt werden, um im Lager Platz an die oberen Klemmen ange- handbuch handelt es sich um die anhand der Stellung von W in Ver-
für Neues zu schaffen. Es diente schlossen (Bild 1). Die Klemmen “bekannte Thomson-Schaltung”. bindung mit der Stellung von S. Ein-
einst zum Messen von Widerstän- auf der rechten Geräteseite werden Der Begriff ist wohl nicht mehr fach und genial!
den bei der Herstellung von Gas- mit einer 2-V-Spannungsquelle ver- jedem Elektroniker vertraut. Dafür Im Inneren (siehe Foto) erkennen wir
Analysatoren und wurde der Ein- bunden, die einen Strom von meh- gibt es aber heutzutage das Inter- unter anderem die Drahtwider-
fachheit halber stets als “Rx-Wider- reren Ampere liefern kann. net, in dem Google so schöne Sei- stände des Dekadenschalters W.
stand” bezeichnet. Da ich es nicht In der Schalterstellung “1 Ω” wird ten wie die unter [1] findet. Da Insgesamt macht das Gerät einen
übers Herz bringe, solch alte der Taster “T” rechts oben kurz aber noch nicht einmal die italieni- sehr gediegenen, professionellen
“Schätzchen” einfach in den Con- gedrückt. Schlägt der Zeiger nach sche Wikipedia einen Erfinder Eindruck, so dass man glauben
tainer zu werfen, beschloss ich, das links aus, dreht man den großen namens Pontavi kennt, andererseits könnte, die Elektronen fast mit blo-
gute Stück mit nach Hause zu neh- Drehknopf so lange nach nach aber „Pont“ auf die (Thomson-)Brü- ßem Auge fließen zu sehen. Was ist
men und erst mal einzulagern. rechts, bis der Zeiger in der Mitte cke hindeutet, muss man davon dagegen schon eine von Roboter-
Irgendwann ergab es sich, dass ich (auf Null) steht. Bewegt sich der ausgehen, dass es sich dabei um hand bestückte SMD-Platine!
die Werte von sehr kleinen Wider- Zeiger nicht nach rechts, obwohl eine Wortschöpfung der Firma Angesichts solch präziser Mecha-
ständen messen musste, und so der Drehknopf schon am rechten Hartmann & Braun handelt. Zumal nik möchte man unvermittelt den
erinnerte ich mich seiner wieder. Anschlag ist, dann ist der Wider- „Pontavi“ in einer Reihe mit den bekannten Satz ausrufen: “So
Die Bedienungsanleitung war stand größer als 2,4 Ω und damit Gerätebezeichnungen „Kapavi” etwas gibt es heute nicht mehr!”.
schnell studiert, und zu meiner zu groß zum Messen. Schlägt der und “Inkavi“ steht, die dieser Her- Gibt es in der modernen Elektro-
Erleichterung stellte sich heraus, Zeiger nach rechts aus und lässt steller im Zusammenhang mit der nik überhaupt noch Anwen-
dass die Handhabung sehr einfach sich nicht in die Mitte stellen, schal- Messung von Kapazität und Selbst- dungsmöglichkeiten für solch ein
war. Beim “Pontavi-Thomson” von tet man so oft in den nächst kleine- induktion verwendet. [2]. Schließ- Messinstrument?
Hartmann & Braun handelt es sich ren Messbereich, bis es gelingt. Am lich wurde ich auch in einem Lehr- Vielleicht könnte man damit bei
um eine Messbrücke, mit der ein Drehknopf lässt sich jetzt der Zah- buch meiner Technikerschule fündig High-End-Audioverstärkern strom-
kleiner Widerstand (Rx) sehr genau lenwert und am Messbereichsschal- [3]. Anhand von Bild 2 lässt sich führende Leiterbahnen genau aus-
messen, um eine bessere Symme-
trie zu erreichen. Ich selbst werde
das Gerät auf jeden Fall noch für
1 2 einige Projekte nutzen, zu denen
ich noch nichts verraten möchte…
(065062ekd)

Weblinks und Literatur


[1] www.alte-messtechnik.de
[2] www.jogis-roehrenbude.de
[3] K.B. Klaassen:
Elektrotechnisch meten,
Delftse Uitgeversmaatschappij,
1983, ISBN 906562 033 8

In der Rubrik “Retronik” stellen wir Historisches und Antikes aus der Welt der Elektronik vor – darunter natürlich auch legendäre ELEKTOR-Projekte aus dem vorigen Jahrhundert. Beiträge, Vorschläge und Anfragen sind
willkommen. Bitte senden Sie Ihre E-Mail mit dem Betreff “Retronik” an: redaktion@elektor.de

9/2006 - elektor 79
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Preisänderungen und Irrtümer vorbehalten! vertrieb@elektor.de • www.elektor.de

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wird schnell langweilig, zumal sie in
Diese CD-ROM umfasst alle der Regel auch keine echte Aufgabe
wesentlichen Informationen zur erfüllen können.
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blättern spezifischer USB- oder weniger geschickt umher bewegt,
Bauteile vieler Hersteller. Zum sondern dabei gleichzeitig noch das
Ausrüsten einer Mikrocontroller-
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schaltung mit einer USB-Schnittstelle bieten verschiedenste Möglichkeiten zum
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alle Elektor-Beiträge des tronik: Audio & Video, Spiel & Hobby,
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gestaltete Benutzeroberfläche, Stromversorgung & Ladetechnik sowie
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und die Digitaltechnik. Allerdings
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Elektronik oft zu kurz. Die Radio-
technik eignet sich besonders gut
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Der PC als Mikrocontroller
7 C-Programmierung
Es ist nichts besonderes, dass für 8051er (1-3)
Personalcomputer (PCs) zum
ISBN 3-89576-170-2 g 99,00
Steuern x-beliebiger Einrichtungen
und zur Programmentwicklung für
Mikrocontroller verwenden werden. 8 High-End mit Röhren
Moderne Personalcomputer sind ISBN 3-89576-157-5 g 39,80
aber für ganz andere Anwendungen
ausgelegt. Die heutige System- 9 Visual Basic ohne Stress
software ist sehr komfortabel, ISBN 3-89576-150-8 g 36,00
verhindert aber den direkten Zugriff
auf die Hardware. 10 Der PC als Mikrocontroller
ISBN 3-89576-151-6 g 39,80
336 Seiten (kartoniert) • ISBN 3-89576-151-6
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Theorie und Praxis des Röhrenverstärkers TOP 5 CD-ROMs


Es ist heute nicht mehr ganz einfach,
1
ein Buch über Röhren zu verfassen, Elex-DVD
da in den letzten Jahrzehnten viel ISBN 3-89576-164-8 g 19,90
Wissen über dieses interessante
Gebiet verloren gegangen ist. Genau
2 CD-Elektor 2005
das aber ist einer der Gründe, warum ISBN 90-5381-202-4 g 25,00
dieses Buch geschrieben wurde.
Der Autor hat sich zur Aufgabe ge-
macht, die für den Einsatz von Röhren
3 Domotik
ISBN 90-5381-195-8 g 19,90
im Audiobereich bedeutsamen theo-
retischen und praktischen Kennt-
nisse zu bündeln und darzustellen.
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253 Seiten (kartoniert) • ISBN 3-89576-161-3


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060132-81 Software-CD-ROM 7,50 I2C-I/O-Box
Experimenteller RFID-Reader 060098-1 Platine 25,95
060221-41 Programmierter Controller 12,95 060098-91 Bestückte und getestete Platine 149,00
060221-11 Software-Diskette 7,50 JUNI 2006 (Nr. 426)
DiSEqC-Monitor Netzwerkkabel-Tester
040398-41 Programmierter Controller 7,95 050302-1 Platine 11,95
040398-11 Software-Diskette 7,50 050302-11 Diskette mit Source- und Hexcode 7,50
USB/DMX512-Interface 050302-41 Programmierter Controller 24,50
060012-41 Programmierter Controller 9,95 Stereo-Tester
060012-11 Software-Diskette 7,50 050268-1 Platine 16,95
JULI/AUGUST 2006 (Nr. 427/428) MAI 2006 (Nr. 425)
Servo-Tester Autonomer OBD-2-Analyser
040172-11 Software 7,50 050176-41 Programmierter Controller 14,95
040172-41 Programmierter Controller 14,95 050176-71 Bausatz mit Platine Mini-Mega-Board + Programmieradapter mit
040172-71 Bauteilsatz (Platine, programmierter Controller und allen Bauteilen, inklusive programmiertem Controller (ohne Display) 35,95
alle Bauteile) 32,95 050176-73 LCD mit 4 x 20 Zeichen und Hintergrundbeleuchtung 41,95
LED-Thermometer 050176-74 Gehäuse Bopla Unimas 160 mit Plexiglas-Frontscheibe
030190-11 Software (mit Sourcecode) 7,50 und Montageplatte 23,00
030190-41 Programmierter Controller 23,95 050092-71 Bausatz mit Platine, allen Bauteilen, Gehäuse und RS232-Kabel 74,95
Zahnputzuhr 050092-72 EOBD-Kabel 39,95
050146-11 Software (mit Sourcecode) 7,50 Mini-Mega-Board
050146-41 Programmierter Controller 9,95 050176-1 Platine (inkl. Programmieradapter-Platine) 12,95
IR-Empfänger fürs Wohnzimmer APRIL 2006 (Nr. 424)
050233-11 Software (mit Sourcecode) 7,50 Amperestunden-Kontrolleur (für Mignon-Zellen)
050233-41 Programmierter Controller 14,95 050394-1 Platine ohne Bauteile 6,95
LCD-Controller
050259-11 Software (mit Sourcecode 7,50
050259-41 Programmierter Controller 9,95
Das komplette Lieferprogramm mit allen
Eindraht-Thermometer mit LCD noch lieferbaren Platinen finden Sie
060090-11 Software (mit Sourcecode) 7,50
060090-41 Programmierter Controller 14,95
im Internet unter www.elektor.de
INSERENTENVERZEICHNIS SEPTEMBER 2006

ACG Identification Technologies .www.acg.de . . . . . . . . . . . . . . 23


Altera . . . . . . . . . . . . . . . . .www.altera.com. . . . . . . . . . . 49

Elektor-Röhren- Beta-Layout . . . . . . . . . . . .www.pcb-pool.com . . . . . . . . 14


Cadsoft Computer . . . . . . . .www.cadsoft.de . . . . . . . . . . . 15
Sonderheft 2
Cardomatic . . . . . . . . . . . . .www.cardomatic.de . . . . . . . . 77
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Ob Fachhochschule, Ingenieurbüro oder Entwicklungslabor: Elektronik-Entwicklung ohne Schaltungssimula-
tion ist oft kaum noch vorstellbar. Wesentliche Vorteile sind neben der Zeitersparnis auch eine erhöhte
Designsicherheit. Das Verhalten einer Schaltung kann über einen weiten Temperaturbereich und bei unter-
schiedlichen (auch höheren) Frequenzen und alterungs- und toleranzabhängigen Bauelemente-Parametern
untersucht werden. In der Oktober-Ausgabe beschäftigen wir uns mit den Möglichkeiten und Grenzen der
Schaltungssimulation und unterstützen das praktische Kennen lernen mit einer Software-Sammlung auf
DVD, die neben Demo- und Testversionen auch Vollversionen von Programmen zum Simulieren - und teils
auch zum Entwickeln - von Schaltungen enthält.

GBEKG - GAMEBOY ELEKTORKARDIOSKOP


Wenn man mit einem Gameboy (und ELEKTOR) ein digitales Speicheroszilloskop bauen kann, müsste eigentlich noch viel mehr
möglich sein. Nach dem GBDSO und der Gameboy-SPS präsentieren wir im Oktoberheft ein kompaktes Elektrokardioskop, das
ein EKG auf den Gameboy-Bildschirm schreibt. Wer es gerne mit noch geringerem Aufwand (und dafür weniger kompakt)
haben möchte, der findet im gleichen Heft auch eine Lösung über den Soundkarteneingang des PCs oder Notebooks.

IN-CIRCUIT-DEBUGGER/PROGRAMMER FÜR PIC


PIC-Mikrocontroller der 8-bit-Serien 16F und 18F sind auch bei ELEKTOR-Lesern sehr beliebt.
Schon mit geringem Aufwand ist es möglich, interessante Applikationen aufzubauen. Allerdings
benötigt man eine Schaltung zum Laden des Programms und zur Fehlersuche einen In-Circuit-
Debugger (ICD). Beide Aufgaben übernimmt dieses Projekt, das mit dem von Microchip vertrie-
benen ICD2-Modul weitgehend kompatibel, aber wesentlich kostengünstiger ist.

ELEKTOR Oktober 2006 erscheint am 20. September 2006.


Änderungen ELEKTOR gibt es im Bahnhofsbuchhandel, Elektronik-Fachhandel, an ausgewählten Kiosken und garantiert beim Presse-Fachhändler.
vorbehalten! Ein Verzeichnis finden Sie unter: http://www.blauerglobus.de Sie können ELEKTOR auch direkt bei www.elektor.de bestellen.

Die Elektor-Website - Service & News!


In dem projektorientierten System hat man alles, was zu einem Projekt gehört, auf einer Seite im Blick:
Artikel-Download im PDF-Format, Software-Download, Bestellmöglichkeiten und auch Korrekturen und Ergänzungen.
Unser Service:
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Die aktuellen Top-10-Downloads*:


• Der R8C und seine Familie
• OBD-2-Analyser
• FPGA-Chamäleon-Chip
• SMD-Lötofen
• Hexadoku
• FPGA-Experimentierplatine
• Baukastensystem für Elektroniker
• UV-LEDs statt Röhren
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* inklusive Platinenlayouts

84 elektor - 9/2006
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spare ich beim Standard-Abonnement g 8,85 (bei der PLUS-Variante
sogar bis zu g 29,-).
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(sofort nach Zahlung der Abonnementsrechnung) gratis zugeschickt.
Bitte wählen Sie Ihr Jahresabonnement aus: Reinigungsroboter selbstgebaut g 34,80
Jahresabonnement-Standard für nur g 67,75 Röhren-Special 2 g 15,90
Jahresabonnement-PLUS (inkl. Jahrgangs-CD-ROM 2006**) für nur g 77,70
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