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WB Elektro- und Informationstechnik

Prof. Dr.-Ing. R. Schröder


Prof. Dr.-Ing. M. Gehnen

Fachprüfung 20.03.2009
Elektrische Maschinen
Elektrische Maschinen I
Grundlagen elektr. Maschinen

Klausur SS 2009 (Anfang) Dauer: 120 min

Name: Matrikel-Nr: Unterschrift:

Anzahl abgegebener Lösungsblätter: ________

Bitte beachten Sie folgende Hinweise:

- erlaubte Hilfsmittel sind vorlesungsbezogene Formelsammlung und Taschen-


rechner,
- beschriften Sie jedes Lösungsblatt mit Ihrem Namen und Ihrer Matrikelnummer,
- geben Sie das unterschriebene Deckblatt und die Aufgabenblätter zusammen
mit Ihren Lösungsbögen ab.

Punkteverteilung:

1. Aufgabe 25 Punkte erreichbar, davon erzielt Punkte

2. Aufgabe 25 Punkte erreichbar, davon erzielt Punkte

3. Aufgabe 25 Punkte erreichbar, davon erzielt Punkte

4. Aufgabe 25 Punkte erreichbar, davon erzielt Punkte

Summe 100 Punkte erreichbar, davon erzielt Punkte

Bewertung:
FP-Klausur Elektrische Maschinen SS 2009 20.03.2009

Aufgabe 2:

Folgende Bemessungsangaben eines Asynchronmotors mit Kurzschlussläufer sind bekannt:

Δ-Schaltung IrΔ
Ur = 500 V Ur
nr = 1440 min-1
fN = 50 Hz
MiK = 298 Nm
Ma = 158 Nm.

Eisensättigung, Reibungsverluste und der Einfluß der Stromverdrängung sind zu vernachlässigen.

Die Maschine ist in Δ-Schaltung an ein 500 V-Drehstromnetz angeschlossen.

a) Berechnen Sie den Kippschlupf der Maschine! 4P

b) Welchen Wert haben das Bemessungsdrehmoment und die Bemessungs- 3P


leistung?

c) Berechnen Sie den Streublindwiderstand XK sowie den bezogenen Rotorwider- 3P


stand R´2 der Maschine!

d) Wie groß ist der bezogene Rotorstrom bei Bemessungsbetrieb? 3P


(Betrag und Phasenlage!)

Durch den Wegfall der 500 V-Versorgung kann der Motor in seiner ur-
sprünglichen Verwendung nicht mehr betrieben werden. Um ihn nicht ver-
schrotten zu müssen soll geprüft werden, wie weit er in einem 400 V-Netz
eingesetzt werden kann.

e) Welche Werte haben Kippmoment und Anlaufmoment bei der reduzierten Span- 4P
nung?

f) Bei welchem Schlupf bzw. bei welcher Drehzahl ist der bei bezogene Rotor- 5P
strom genau so groß wie bei Bemessungsbetrieb gemäß d)?

g) Berechnen Sie Drehmoment und Leistung zu dem Betriebszustand gemäß f)! 3P

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FP-Klausur Elektrische Maschinen I SS 2009 20.03.2009
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Aufgabe 3: Verständnisfragen Teil 1

a) Nennen Sie zwei Verlustarten, die zu den Reibungsverlusten gezählt werden! 2P

b) Ein massiver Eisenzylinder rotiert zwi- 4P


schen den Polen eines Magneten, Wel-
che zwei Arten von Verlusten treten in
dem Zylinder auf? Durch welche physi-
kalischen Effekte entstehen diese Ver-
luste? Wie lassen sie sich verringern?

c) Warum müssen im Ersatzschaltbild einer Gleichstrommaschine für stationäre bzw. 2P


quasistationäre Vorgänge die Induktivitäten von Anker und Feldwicklung nicht be-
rücksichtigt werden?

d) In welchem Betriebszustand befindet sich eine Gleichstrommaschine, die - im 2P


Verbraucherzählpfeilsystem - eine positive elektrische Leistung und eine negative
mechanische Leistung entwickelt? Erläuterung erforderlich!

e) Gegen welchen mit dem Oberbegriff Ankerrückwirkung bezeichneten Effekt wird bei 3P
Gleichstrommaschinen die Wendepolwicklung eingesetzt? Von welchem Strom
wird die Wendepolwicklung durchflossen? Skizzieren Sie Lage und Aufbau der
Wendepolwicklung.

f) Die dargestellte Gleichstrommaschine 4P


soll ein antreibendes Drehmoment im
Uhrzeigersinn erzeugen. Zeichnen Sie
die Stromrichtungen in der Erreger-
wicklung, die Ankerspannung ein-
schließlich ihrer Polarität sowie die
Stromrichtungen im Rotor passend ein.

g) Durch welche konkreten Maßnahmen kann ein Transformator kurzschlussfest ge- 2P


macht werden?

h) Zwei Transformatoren mit unterschiedlicher relativer Kurzschlußspannung sollen 2P


ohne Überlastungen parallel betrieben werden. Geben Sie zwei Möglichkeiten an!
FP-Klausur Elektrische Maschinen I SS 2009 20.03.2009
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i) Unter welchen Bedingungen können zwei Drehstromtransformatoren der Schalt- 2P
gruppen Yy und Dy einwandfrei parallel arbeiten? Begründung!

j) Erläutern Sie den unterschiedlichen Aufbau von Zylinderwicklungen und Scheiben- 2P


wicklungen bei Transformatoren!

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Aufgabe 4: Verständnisfragen Teil 2

a) Eine 4polige Asynchronmaschine arbeitet als Motor mit dem Schlupf 0,04 im 3P
Rechtslauf. Während dieser Betriebsweise wird die Maschine in den Linkslauf um-
geschaltet. Wie groß ist der Schlupf unmittelbar nach dem Umschalten? (50 Hz)

b) Was versteht man beim Schleifringläufer unter der Läuferstillstandsspannung und 2P


welche Bedeutung hat diese für die Maschine?

c) Bei welchen beiden Drehzahlen haben die Ströme im Rotor einer 4poligen Dreh- 2P
stromasynchronmaschine die Frequenz 60 Hz (Netzfrequenz sei 50 Hz)?

d) Nennen Sie zwei Gründe, warum Rundstäbe bei Käfigläufern relativ selten ausge- 2P
führt werden?

e) Erläutern Sie, warum eine Drehstrom-Asynchronmaschine mit Rücksicht auf ihre 2P


elektrischen Eigenschaften in einem Antrieb nicht überdimensioniert gewählt wer-
den soll.

f) In einem Spannungszwischenkreisumrich- 4P
ter wird zusammen mit der Frequenz die
Ausgangsspannung wie abgebildet ver-
ändert. Skizzieren Sie die zugehörigen
Drehmoment-Drehzahlkennlinien für Fre-
quenzen unterhalb und oberhalb von fN!
Unter welchen Umständen kann diese Art
von Kennliniensteuerung eingesetzt wer-
den und welcher Vorteil ergibt sich dabei?

g) Kann eine Synchronmaschine leichter im untererregten oder leichter im übererreg- 3P


ten Betrieb außer Tritt fallen? Begründung!

h) Im Liniendiagramm sind Netz- 2P


spannung und Polradspan-
nung einer Synchronmaschine
dargestellt. Um welchen Be-
triebszustand hinsichtlich
Wirk- und Blindleistung han-
delt es sich? (Begründungen!)
FP-Klausur Elektrische Maschinen I SS 2009 20.03.2009
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i) Was versteht man bei einer Synchronmaschine unter dem Polradwinkel? Erläutern 3P
Sie seine Bedeutung für die Entstehung eines mittleren Drehmomentes.

j) Beschreiben Sie den Aufbau der Dämpferwicklung eines Synchronschenkelpolge- 2P


nerators!

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