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Franz Josef Kugelbeer

Aussagen Kugelbeers in der Sammlung Pater Ellerhorsts[1]


„Text nach Aufzeichnungen von P. Ellerhorst O.S.B, auf Grund von 1922
gemachten persönlichen Befragungen des Sehers. Die Visionen geschahen im
Traum und später auch im Wachzustand in filmartigen, farbigen Bildern. Eine
klare Stimme forderte zum Aufschreiben des Geschauten auf. Nach Aussagen
des Sehers ereigneten sich diese Schauungen zuerst 1922 im Traume und
traten später im Wachzustand wiederholt wie die Farbbilder eines Kinofilms
auf, wobei er die klare Stimme hörte, die ihn zur schriftlichen Niederlegung
des Geschauten mahnte.

Ein symbolisches Bild: Ein schönes Knäblein im weißen Kleide zieht sich vor
gewaltigen Überschwemmungsfluten zurück. Christus flieht vor der
Schlechtigkeit der Menschheit, und überläßt sie sich selbst und dem Fürsten
der Finsternis.

Es herrscht eine große Sittenverderbens. Mädchen und Frauen werden


öffentlich vergewaltigt und auch mit dem Tode bedroht. An manchen Orten ist
eine solche Hungersnot, daß die Leute Baumrinde zu Mehl mahlen, um daraus
Brot zu backen, und daß sie Gras essen.

Über Nacht kommt die Revolution der Kommunisten, verbunden mit den
Nationalsozialisten, der Sturm über Kloster und Geistliche. Die Menschen
wollen es, zuerst nicht glauben, so überraschend tritt es ein. Viele werden
eingekerkert und hingerichtet. Alles flieht in die Berge, der Pfänder ist ganz
voll Menschen.

Wie ein Blitz von heiterem Himmel kommt der Umsturz von Rußland her
zuerst in Deutschland, dar auf in Frankreich, Italien und England. Allerorts ist
Aufruhr und Zerstörung. Der Seher sieht an einem Ort eine lange, breite
Straße, von Soldaten umsäumt, darin Jung und Alt, Frauen, Kinder, Greise. Am
Straßenrande steht eine Köpfmaschine, die der Oberhenker durch einen
Druckknopf in Tätigkeit setzt, zu beiden Seiten von je zwei Henkern
unterstützt. Alle diese Menschen werden enthauptet, Es fließt so viel Blut, daß
die Köpfmaschine 2 bis 3 mal versetzt werden muß.

Die Rheinlande werden zerstört, mehr durch Flugzeuge als durch Heere. Die
Flugzeuge schwärmen wie die Schwalben und- lassen Bomben gleich
Regentropfen fallen. Ebenso wird Münster, mitgenommen.

Brand von Paris. Marseille wird von der Finsternis von einer Meeresflut in
einen tiefen Graben, der sich um es gebildet hat, geschwemmt.

Aufstand in Österreich. Kein Geld mehr. Abfall der Beamten, Polizei,


Gendarmerie. Kein Gericht. Gefängnis voll Bürger und Priester.
Erschießungen im Hof zu Bregenz. Dann schaffen die Bauern aus dem Gebirge
Ordnung. Jene Bürger, die den Nächsten lieben, werden wunderbar verschont;
wer ihn hart behandelte, wird bestraft.

Mord in Rom. 3-4 m hohe Berge von Leichen von Geistlichen und Bürgern.
Der Papst Pius XII - als solchen erkennt der Seher ihn an seinen
Gesichtszügen - flieht mit 2 Kirchenfürsten auf Nebenwegen zu einer alten
Kutsche und in ihr über Genua in die Schweiz. Später kommt er nach Köln, wo
er im Dom den neuen Kaiser salbt.

In den Dom wird ein junger Herr in Zivil geführt, er kleidet sich in der
Sakristei in eine Offiziersuniform ähnlich, der ungarischen um. Im Chore
stehen zwei Throne. Dem neuen Monarchen werden Haupt und Hände
gesalbt. Er erhält den Ritterschlag mit einem. breiten Schwert, die alte
Kaiserkrone, den Krönungsmantel aus Weiß mit goldenen Lilien, das Zepter
und den Reichsapfel. Das Zepter wird ihm gegen ein Kreuz umgetauscht. Er
schwört den Treueid und den Schutz gegenüber der Kirche. Te Deum unter
dem Jubeln des Volkes. Der große Monarch schwingt sein Schwert nach allen
Himmelsrichtungen als Zeichen, daß er die Kirche beschützen will.
Abdankung eines alten Herrn auf seine Rechte. Den großen Monarchen
begleitet ein Heer von Engeln unter Anführung des hl. Michael, der vom
Seher in prächtiger Waffenrüstung und höher Gestalt geschaut wird. Der
Monarch besiegt alle seine Feinde. Auf dem Rückzug nach Italien kommen
Papst und Kaiser nach L., wo der Seher ihnen die Hand drückt.

Finsternis von drei Tagen und Nächten. Beginn mit einem furchtbaren
Donnerschlag mit Erdbeben. Kein Feuer brennt. Man kann weder essen noch
schlafen, sondern nur beten. Nur geweihte Kerzen brennen. Blitze dringen in
die Häuser, gräßliche Flüche von Teufeln sind zu hören. Erdbeben, Donner,
Meeresrauschen. Wer neugierig zum Fenster hinausschaut, wird vom Tode
getroffen. Man verehre das kostbare Blut Jesu und rufe Maria an. Die Teufel
holen die Gottlosen bei lebendigem Leibe. Vergebens flehen diese um
Verlängerung ihres Lebens. Es herrscht die Pest, große schwarze Flecken am
Arm sieht man. Schwefeldämpfe erfüllen alles, als wenn die ganze Hölle los
wäre.

Ein Kreuz erscheint am Himmel. Das ist das Ende der Finsternis Die Erde ist
ein Leichenfeld wie eine Wüste. Die Menschen kommen ganz erschrocken aus
den Häusern. Die Leichen werden auf Wägen gesammelt und in
Massengräbern beerdigt. Es fahren weder Eisenbahn, noch Schiffe, noch
Autos in der ersten Zeit Die Fabriken liegen still, denn es gibt keine Leute zur
Bedienung der Maschinen. Das rasende Tempo früherer Zeit hat aufgehört.

Die übrig gebliebenen Menschen sind wie Heilige. Gott beruft neue Priester
wie Christus seine Apostel, die in schnellerer Weise auf ihr Amt vorbereitet
werden. Nur Gotteslob und Heiligenlieder sind zu hören. Die Erde ist ein
Paradies. Die Liturgie wird einfach gefeiert wie zu Zeiten der Apostel, das
Volk antwortet ähnlich wie in der Gemeinschaftsmesse.
Gemeinschaftskommunion. Der Seher hört manche Teile von Priestern laut in
Deutsch gebetet, auch die Konsekrationsworte. Abends findet ein
Dankgottesdienst statt.
Die Engel werden den Menschen in Rat und Tat in ihrer Not beistehen. Es
wird in 8 Tagen mehr gebetet als früher in einem Jahr. Beim Hören der Glocke
läßt man die Arbeit liegen und eilt in die Kirche.

Die herrenlosen Güter werden neu verteilt In einer Völkerwanderung werden


die Menschen dorthin geschickt, wo sie nötig sind. Die Berggemeinden
werden als Almen genützt. Die Menschen ziehen in die Tale und Ebenen
hinab, wo die Arbeit leichter ist.“