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Bartleby der Schreiber

Bartleby der Schreiber ist eine Erzählung des amerikanischen


Schriftstellers Herman Melville, die unter dem Originaltitel Bartleby the
Scrivener veröffentlicht wurde. Es ist das erste Werk, das Melville nach
Moby Dick verfasste, und wurde zunächst anonym im November und
Dezember 1853 in zwei Teilen in der Zeitschrift Putnam’s Monthly
Magazine veröffentlicht. Eine leicht veränderte Fassung wurde
zusammen mit fünf anderen Erzählwerken in Prosa-Kurzform, unter
anderem Benito Cereno und Billy Budd, erstmals in Buchform 1856 in
den Sammelband The Piazza Tales aufgenommen.[1]

Die deutsche Erstübersetzung von Karl Lerbs erschien 1946 unter dem
Titel Bartleby im Züricher Arche Verlag. Seitdem sind zahlreiche weitere
Übersetzungen unter verschiedenen Titeln wie Der Schreiber Bartleby
oder Bartleby, der Schreibgehilfe veröffentlicht worden, teilweise mit
Untertiteln wie Das seltsame Leben eines Kanzleischreibers im alten
New York oder Eine Geschichte aus der Wallstreet. Zwei neuere Herman Melville, Ölgemälde 1846–
Übersetzungen erschienen 2002 von Elisabeth Schnack im Züricher 47
Manesse Verlag und 2010 von Felix Mayer im Kölner Anaconda Verlag.

Die Erzählung wird mitunter mit Der Mantel von Gogol verglichen, weist aber auch auf das 20. Jahrhundert, vor
allem auf Kafka, voraus. Für zahlreiche Kritiker gilt sie als die gelungenste der Erzählungen Melvilles.[2]

Inhaltsverzeichnis
Inhalt
Erzählweise
Unterschiedliche Deutungsansätze
Werkgeschichtliche Zusammenhänge
Ausgewählte deutsche Textausgaben
Ausgewählte deutsche Audioausgaben
Ausgewählte Literatur
Ausgewählte Verfilmungen
Ausgewählte Opern
Siehe auch
Weblinks
Einzelnachweise
Inhalt
Ein älterer Anwalt und Notar berichtet als Ich-Erzähler von einem seiner Schreibgehilfen namens Bartleby, den er
eines Tages in sein von Hochhäusern umstelltes lichtloses Büro in der Wall Street aufnimmt. Bartleby beginnt seine
Tätigkeit mit stillem Fleiß und einsiedlerischer Ausdauer. Er kopiert unermüdlich Verträge, lehnt aber zur
Überraschung seines Arbeitgebers schon bald jede andere Tätigkeit mit den Worten ab: „Ich möchte lieber nicht“ (“I
would prefer not to”). Bald weigert er sich sogar, Verträge zu kopieren, wohnt aber inzwischen in dem Büro – höflich,
freudlos, ohne Freunde und fast ohne zu essen. Der Rechtsanwalt kann oder will ihn nicht gewaltsam aus der Kanzlei
entfernen lassen und auch eine großzügige Abfindung interessiert Bartleby nicht. Wegen eines unerklärlichen
Einverständnisses mit Bartleby sieht sich der Rechtsanwalt am Ende gezwungen, selbst aus der Kanzlei auszuziehen,
statt Bartleby vor die Tür zu setzen. Seine Nachmieter – weniger verständnisvoll – lassen Bartleby bald durch die
Polizei abführen und in das Gefängnis The Tombs („Die Gräber“) bringen. Dort verweigert Bartleby sowohl alle
Kommunikation als auch alle Nahrung. Der Rechtsanwalt versucht, sich um seinen „Freund“ zu kümmern, aber nach
wenigen Tagen stirbt Bartleby an seiner Lebensverweigerung.

Das einzige, was der Anwalt über das Vorleben Bartlebys erzählen kann, ist ein ihm später zu Ohren gekommenes
Gerücht, wonach Bartleby früher in einem Dead Letter Office arbeitete, einer Sammelstelle für nicht zustellbare
Briefe.

Erzählweise
Das mit dem Auftreten Bartlebys einsetzende Handlungsgeschehen wird im Hauptteil der Geschichte von dem Ich-
Erzähler in einer Reihe von Episoden geschildert, deren Abfolge jeweils durch zeitliche Signale wie „eines Morgens“,
„am dritten Tag“ oder „einige Tage darauf“ deutlich strukturiert wird.[3]

Die Ereignisse werden linear erzählt und obgleich die Zeitangaben relativ vage bleiben, könnte die erzählte Zeit etwa 4
Wochen umfassen. In dieser Zeitspanne wird eine allmähliche Klimax der Verweigerung beschrieben: von der
Einstellung des irgendwie entrückten Angestellten Bartleby über seine baldige Ablehnung von Zusatzaufgaben und die
Beschränkung seines Lebenskreises auf das Büro bis zu seiner völligen Ablehnung aller Arbeit und, später im
Gefängnis, seiner Ablehnung des Lebens überhaupt.

In dem Maße, in dem das Verhalten Bartlebys zunehmend unabhängig von den an ihn gestellten Anforderungen wird,
verlagert sich das Bemühen des Ich-Erzählers von der Anstrengung, auf seinen Schreiber einzuwirken, auf das
Bemühen, ihn verstehen zu lernen. Demgemäß nehmen in den einzelnen Episoden das seltsame Verhalten Bartlebys,
die Einwirkungsversuche des Erzählers und dessen Überlegungen unterschiedlichen Raum ein. Ist das Verhalten
Bartlebys gradlinig auf dessen Entwicklung bis hin zur absoluten Verweigerung einer jeden Lebensäußerung hin
angelegt, so ist die Reaktion des Erzählers geprägt durch das Schwanken zwischen verschiedenen Versuchen, Bartleby
in seine eigene Welt einzubeziehen und ihn zu verstehen, wobei die Betroffenheit des Erzählers mehr und mehr
wächst.[4]

Während im ersten Teil der Erzählung der Schwerpunkt auf der Entrückung Bartlebys von der sozialen Außenwelt
und der zwischenmenschlichen Entfremdung liegt, thematisiert die Geschichte in ihrem zweiten Teil vor allem die
zunehmende Selbstentfremdung und das Auseinanderfallen der Persönlichkeit des Protagonisten in dem Sinne, wie es
rund 100 Jahre später 1960 in dem bekannten Werk The Divided Self. An Existential Study on Sanity and Madness
(dt.: Das geteilte Selbst. Eine existentielle Studie über geistige Gesundheit und Wahnsinn, 1987) des renommierten
britischen Psychiaters Ronald D. Laing beschrieben wird.[5]
Eine Ausnahme in dieser im Sichtbaren so transparenten, in den Hintergründen jedoch so rätselhaften Geschichte ist
die nachträgliche Erwähnung eines Gerüchts: Bartleby sei vor seiner Anstellung in der Kanzlei Angestellter im Dead
Letter Office gewesen, einer Abteilung für unzustellbare Briefe. Dieser nachgestellte Hinweis auf den Beginn von
Bartlebys Veränderung erhält damit eine Schlüsselfunktion.

Während der späte Hinweis auf Bartlebys vorherige Anstellung die Linearität des Erzählverlaufs durchbricht, läuft
demgegenüber parallel eine gleichmäßige Textur mehrerer Motive der allmählichen Steigerung bis zur Groteske
entgegen. So wird von Anfang an das Büro des Notars ähnlich dem Gefängnis beschrieben, in das Bartleby schließlich
eingeliefert wird: Das Licht stürzt durch Lichtschächte wie in ein Verlies, die Mauern der Nachbarhäuser stehen dicht
vor den Fenstern und vor einem Fenster mit Blick auf eine Mauer steht Bartleby und träumt öfter im Stehen im Büro,
ebenso wie er später im Gefängnishof mehrmals lange eine Mauer betrachtet. Des Weiteren verrichten auch die
anderen Mitarbeiter des Notars ihre sogar von diesem als langweilig eingeschätzten Dienste wie „Soldaten“; in der
Ausweitung dieses metaphorischen Vergleichs lassen sie ihre „Kolonnen“ aufmarschieren und greifen den Feind an.
Zudem ist Bartleby sinnbildlich von Anfang an ein Todgeweihter, „immerfort stumm, bleich, mechanisch“, und sein
früher sozialer und psychischer Tod wird am Ende nur durch seinen baldigen physischen ergänzt. Diese immer wieder
anklingenden Motive sind damit sowohl Rahmen als auch Bestimmung der sich mit ihnen vollziehenden Handlung.[6]

Wie in vielen anderen seiner Werke bedient sich Melville in diesem Fall gleichfalls der Figur eines älteren Anwalts als
Ich-Erzähler, der in seiner beruflichen Tätigkeit mit einer Reihe interessanter und exzentrischer Menschen zu tun hat.
Der Erzähler verzichtet jedoch darauf, auf das Leben der übrigen Schreiber in seiner Kanzlei näher einzugehen und
konzentriert sich in seiner Erzählung weitgehend auf den Bericht seiner Begegnung mit Bartleby, der seiner Aussage
zufolge „ein Schreiber war und zwar der seltsamste, den ich je gesehen, von dem ich je gehört habe“. Außergewöhnlich
ist jedoch, dass er gerade von Bartleby kaum etwas weiß, wie er dem Leser berichtet: „Bartleby gehörte zu den
Menschen, über die sich nichts ermitteln läßt, es sei denn an den Quellen selbst, und die flossen in seinem Fall nur
äußerst spärlich. Was ich mit eigenen erstaunten Augen von Bartleby gesehen habe, das stellt meine gesamte Kenntnis
von ihm dar – abgesehen allerdings von einem ziemlich unbestimmten Bericht, der später hier wiedergegeben werden
wird“.

Der Anwalt erzählt demzufolge nicht, um den Leser zu unterhalten oder emotional zu bewegen, sondern teilt einzig
sein Erstaunen und seine Fragen über eine Gestalt mit, die ihm verwunderlich erscheint und über die sich kaum etwas
ermitteln lässt. Für den Leser folgt aus dieser grundlegenden Erzählsituation, dass er ausschließlich auf die
Perspektive des Ich-Erzählers angewiesen ist und nur sehr Spärliches von Bartleby erfahren wird, umso mehr dagegen
allerdings von der Betroffenheit des Anwalts und dessen Bemühen, Bartleby durch die Ergründung des aus seiner
Sicht Unfassbaren zu verstehen. Von Anfang an wird der Leser damit vollständig in die Betrachtungsweise des
Erzählers einbezogen, hat teil an dessen Erstaunen und wird zugleich angeregt, das Phänomen Bartleby wie der
Erzähler in seine eigene Erfahrungswelt einzuordnen.

Ähnlich wie Edgar Allan Poe in einer Reihe seiner kürzeren Erzählungen ist der Ich-Erzähler in Melvilles Geschichte
sehr darum bemüht, sich dem Leser als glaubwürdig darzustellen. So gibt Melville seinem Ich-Erzähler hinreichend
Raum, sich als Mensch vorzustellen, der in seiner Welt mit Umsicht agiert und sich zu behaupten weiß. Dennoch
erfolgt diese Selbstcharakterisierung nicht ohne ein erhebliches Maß an Selbstgefälligkeit. So berichtet der Anwalt
beispielsweise von seiner Beziehung zu dem berühmten John Jacob Astor: „Nicht um mich dessen zu berühmen,
sondern als einfache Tatsache berichte ich bei dieser Gelegenheit, daß ich nicht ohne berufliche Beziehungen zu dem
verewigten John Jacob Astor gewesen bin.“ Die Verwendung der Litotes (im Original: „not unemployed in my
profession by the late John Jacob Astor“) steht im Gegensatz zu der Verneinung im Hauptsatz und deckt die Eitelkeit
des Erzählers auf. Ebenso ist die Ironie des Autors in dieser Textpassage ersichtlich, die den Leser davon abhalten soll,
sich ohne Weiteres mit der Sichtweise des Erzählers zu identifizieren.
Derart wird der Leser schon eingangs auf doppelte Weise verunsichert: Durch die Erzählperspektive wird er dazu
angehalten, mit dem Ich-Erzähler dessen Verunsicherung im Hinblick auf das Phänomen Bartleby zu teilen; zugleich
wird der Leser jedoch darüber hinaus verunsichert in Bezug auf die Zuverlässigkeit des Anwalts als Erzähler und
Berichterstatter, da er schon früh von dessen Grenzen erfährt. Der Leser fühlt sich dementsprechend ebenfalls im
weiteren Verlauf der Erzählung umso mehr versucht, das Phänomen Bartleby selber zu deuten und dieses besser als
der Erzähler zu verstehen.[7]

Unterschiedliche Deutungsansätze
Wie nahezu alle Werke Melvilles ist auch diese Erzählung angesichts der Ambiguität des hier werkimmanent zum
Ausdruck kommenden Weltverständnisses des Verfassers offen für unterschiedliche, oftmals widersprüchliche oder
sich gegenseitig ausschließende Deutungen.[8]

So hat man in der Figur Bartlebys in Ansätzen ein Selbstporträt des Autors sehen wollen oder auch eine Parabel auf
die Lage eines erfolglosen Schriftstellers, der angesichts des Unverständnisses seiner Zeitgenossen verstummt und
sich verweigert. Die Beschreibung des erdrückenden Büros in der Wall Street wird ebenso als eine Kritik Melvilles an
dem seelenlosen Betrieb der im Aufschwung begriffenen Finanzmetropole New York gelesen.[9] Demgemäß nennt der
Autor seine Erzählung auch im Titel A Story of Wall Street, und die Mauern der die Kanzlei umgebenden Häuser und
die des Gefängnisses sind ein beherrschendes Symbol. Ausdeutungsversuche in dieser Richtung greifen jedoch
insoweit zu kurz, dass sie damit ein konkretes Motiv für das rätselhafte Verhalten des Titelhelden unterstellen, das in
der Geschichte selbst so nicht genannt wird und das andere, ebenfalls denkbare Gründe ausschließt.[10]

Alle weitergehenden Deutungsversuche stehen vor der Doppelaufgabe, sowohl die Veränderungen Bartlebys als auch
das heimliche Einverständnis seines Arbeitgebers mit ihm erschließen zu müssen.

Bartleby scheint sich bei seinem Umgang mit unzustellbaren Briefen mit Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung
infiziert zu haben und tritt schon in diesem Zustand einer latenten Antriebslosigkeit in die Kanzlei ein. Sein „Ich
möchte lieber nicht“ lässt sich zunächst als Rettungsversuch eines sensiblen und kranken Individuums vor einer
mehrfach als sehr verbreitet und als äußerst langweilig beschriebenen Arbeit begreifen. Da Bartlebys
Widerstandskräfte schwinden, und er seine Träume von einem sinnerfüllten Leben nicht Wirklichkeit werden sieht,
bleibt ihm auf Grundlage einer solchen Lesart nur die sich ausweitende Ausschließung von Zumutungen und –
schließlich – des Lebens selbst. Bartlebys groteske Konsequenz hebt sein Verhalten jedoch aus dem gegebenen
konkreten Rahmen und verweist damit auf ein Allgemeines.[11]

Denn in der Situation der vielen Bartlebys braucht es andere Menschen zum Überleben: Menschen wie Turkey (dt.
Puter) und Nippers (dt. Beißzange), die beiden anderen Schreiber der Kanzlei, die aus dem Lauf der Sonne – wie
indirekt auch immer – und aus den permanent konsumierten scharfen Pfeffernüssen ihre Lebensenergie gewinnen.
Diese beiden stehen mit ihrer teils besonnenen, teils aktivistischen, teils ironisch distanzierten Arbeitshaltung der
sanften Verletzlichkeit Bartlebys gegenüber – keineswegs als Vorbilder, sondern wie eine noch unbestimmte
Warnung.

Ihr Arbeitgeber, der wegen seiner Spezialisierung auf Grundbesitzübertragungen auch mit den höchsten Kreisen in
Kontakt stehende Notar, verhält sich in diesen Wochen Bartleby gegenüber sehr „unamerikanisch“. Auch wenn der
Anwalt sich als wenig ehrgeizig und selbstironisch als „Verfasser schwerverständlicher Dokumente aller Art“
bezeichnet, entwickelt er doch eine überraschende Sympathie für den die Arbeit verweigernden Bartleby, den er
schließlich mehrmals seinen „Freund“ nennt. Er ist beeindruckt von dessen psychologischem Stoizismus, der sich in
Bartlebys Bemühen zeigt, sich von allen äußeren Einflüsse in seine innere Welt zurückzuziehen und sich allem Druck
der Außenwelt zu widersetzen. Der Notar verwirft seinen anfänglichen Impuls, Bartleby zu entlassen; in einer
bezeichnenden bildhaften Analogie ruft ihm dessen Verhalten eine Büste Ciceros in Erinnerung, die er in seinem Büro
stehen hat und ebenso gut anstelle Bartelebys aus der Kanzelei entfernen könnte. So schreibt er als Ich-Erzähler in
seinem Bericht: „Wäre nur die mindeste Unsicherheit, Empörung, Ungeduld oder Unverschämtheit an ihm
wahrzunehmen gewesen, mit anderen Worten: hätte er nur irgendwie menschlich im normalen Sinn auf mich
gewirkt, so hätte ich ihn zweifellos mit allem Nachdruck aus dem Hause gewiesen. Wie die Dinge aber lagen, hätte
ich genau so gut meine gipserne Cicerobüste aus dem Hause weisen können“.[12]

Anstatt Bartleby zu entlassen, gewährt er ihm stattdessen eine von den anderen Angestellten und von den
Geschäftspartnern mit Unverständnis registrierte Freistatt in seinem Büro.

Das Motiv für dieses vordergründig unverständliche Nachgeben des Ich-Erzählers liegt einigen Interpreten zufolge in
der Sanftheit und Milde, aber auch der Bestimmtheit Bartlebys, die sich sprachlich schon in seinem „Ich möchte lieber
nicht“ äußert und den Erzähler entwaffnet.[13]

Andere Interpreten sehen den Grund für dieses unerklärliche Einverständnis des Notars darin, dass Bartlebys
Weigerungen bei dem Ich-Erzähler ein besonderes Mitleid, eine christliche Brüderlichkeit und solidarische
Schwermut hervorrufen. Denn sowohl der Notar als auch seine anderen Angestellten sehen möglicherweise in
Bartleby mehr als nur einen negativen Geist, da sich Bartlebys „Ich möchte lieber nicht“ auch in ihr Sprechverhalten
einzuschleichen beginnt. Bartleby wird nach dieser Lesart damit derjenige, der auch für sie den Anspruch auf ein
Leben in Hoffnung und Sinnerfüllung erhebt und der sich diesen Anspruch nicht noch einmal wie im Dead Letter
Office mit einer entfremdeten oder wenig erfüllenden Tätigkeit abkaufen lassen will.[14]

Der renommierte amerikanische Literaturwissenschaftler und Interpret Mordecai Marcus sieht demgegenüber in
seiner Ausdeutung der Erzählung Bartleby als einen psychologischen Doppelgänger des namenlosen Ich-Erzählers
und Anwalts. Dessen obsessive Sorge um Bartleby und die Tatsache, dass auch Bartleby als Protagonist ohne jeglichen
biografischen Hintergrund bleibt, deutet nach Mordecai darauf, dass Bartleby eine rein imaginäre Gestalt im
Bewusstsein des Ich-Erzählers sei. Weitere Belege für eine solche Ausdeutung der Erzählung sieht Mordecai in dem
geschilderten Verhalten Bartlebys, der niemals die Kanzlei verlässt und praktisch von nichts lebt. Nach der
Weigerung, seine Tätigkeit fortzuführen, führt er Mordecai zufolge ein parasitäres Dasein auf Kosten des Ich-
Erzählers, wobei die genaue Abhängigkeitsbeziehungen zwischen den beiden auf mysteriöse Weise vage bleibe.
Mordecai deutet ebenso Bartlebys Weigerung, die Kanzlei trotz aller Verlockungen und Drohungen zu verlassen, als
Ausdruck dafür, dass es seine Lebensaufgabe sei, im Lebensbereich des Ich-Erzählers zu bleiben. Seine zwanghafte
Lebensweise wie auch seine ansonsten unerklärliche Hartnäckigkeit deuten demzufolge suggestiv an, dass Bartleby
die unbewusste Verkörperung einer gleichsam perversen Entschlossenheit des Anwalts sei, die in dem sanften und
menschenfreundlichen Ich-Erzähler zum Ausbruch käme, sollte er seinem Verlangen nach einer unerbitterlichen
Passivität als Protest gegen seine bisherige Lebensführung nachgeben. Auch die Tatsache, dass Bartleby im Verlauf
der Geschichte zunehmend Macht über den Ich-Erzähler gewinne und dieser sich zunehmend, wie sich in zahlreichen
Details zeigen lässt, mit Bartleby identifiziere, stützen Mordecais Interpretation der Erzählung in dieser Hinsicht.[15]

In anderen Deutungen wird Bartlebys „Ich möchte lieber nicht“ so verstanden, dass damit eine Freiheit der
menschlichen Handlungswahl unterstellt werde, die zwar sozial utopisch und in ihrer Konsequenz grotesk sei, aber als
bedeutsame Alternative den Arbeitgeber wie auch Bartlebys Kollegen fasziniere. So schlage sich der Notar schon bald
auf die Seite seines an einem Mangel an Hoffnung und Sinn sterbenden Angestellten. Dabei gerate der Anwalt mit
seinem tätigen Mitleid aus christlicher Verantwortung selber in Konflikt mit der protestantischen Ethik des frühen
amerikanischen Kapitalismus, die hinter jedem Scheitern moralische Mängel erkennen will, und beende seine
Erzählung mit dem prophetisch-pessimistischen Ausruf: „O Bartleby! O Menschheit!“[16]
Der Text selbst kann indes an keiner Stelle der Erzählung auf eine positive Deutung des Verhaltens des Protagonisten
festgelegt werden, weder als moralisch-ethische Gerechtigkeit im Sinne eines „moral law“, noch im Sinne der
„chronometrical characters“, die der Torheit oder Sünde verfallen, wie Melville sie zuvor in der Figurenwelt von
Redburn, Moby Dick, Billy Budd oder Pierre gestaltet hatte.

Gleiches gilt für Deutungsansätze, die Bartleby in erster Linie als Darstellung des Konfliktes zwischen Individuum
und Gesellschaft verstehen. Demnach wird die Titelfigur entweder als Repräsentant eines extremen Individualismus
verstanden, der nicht willens ist, sich den Geboten oder Gesetzen des menschlichen Zusammenlebens zu fügen, oder
aber als Opfer einer inhumanen Gesellschaft, die nicht bereit ist, seiner Individualität Rechnung zu tragen. Der
Erzähler selbst beugt sich zwar an bestimmten Stellen in der Erzählung den Gesetzen der Gesellschaft, beispielsweise
als er meint, auf seine Geschäftsfreunde Rücksicht nehmen zu müssen; insoweit kommt die Unvereinbarkeit von
Individuum und Gesellschaft in der Erzählhandlung tatsächlich zum Tragen. Dennoch kann die immer wieder
zweideutige Beziehung zwischen dem Erzähler und seinem Schreiber Bartleby einer solchen Antinomie insgesamt
nicht stimmig untergeordnet werden. Ein Teil der Aussage der Erzählung liegt gerade in der Offenheit beider
Möglichkeiten von sozialer Konformität zum einen und Exzentrizität oder Dissidenz zum anderen. Eine Ausdeutung
der Sinnaussage der Erzählung, die eine Bewertung zugunsten eines dieser entgegengesetzten Pole enthält, hat ihre
Berechtigung einzig als eine durch die Erzählung beim Leser angeregte „Kontemplation“, die individuelle
Wertvorstellungen des jeweiligen Betrachters oder Interpreten bereits von vornherein voraussetzt.[17]

Wiederholt wurde Bartleby als Sinnbild für passiven Widerstand bzw. zivilen Ungehorsam diskutiert, unter anderem
im Rahmen der Occupy-Bewegung.[18] Der Anglist und Übersetzer Jan Wilm sieht den im Herzen der aufstrebenden
Finanzbranche arbeitenden Bartleby als jemanden, der sich der Welt des Kapitals total verweigert: Er arbeitet nicht, er
konsumiert nicht, er nimmt kein Geld von seinem Arbeitgeber entgegen.[19] Für Gilles Deleuze ist Bartleby eine Art
Held der Postmoderne, der sich weigert, ein Rädchen im Getriebe großer Systeme und Weltentwürfe zu sein: Er sei
"...der von den großen Metropolen niedergedrückte und mechanisierte Mensch, von dem man indes vielleicht
erwartet, dass aus ihm der zukünftige Mensch oder eine neue Welt hervorgeht."[20] Laut Christian Holl verkörpere
Bartleby "...ein Prinzip, ein System bloßzustellen, indem man dessen Mechanismen nicht akzeptiert", in diesem Fall
der Bürokratie, das durch sinnlose und langweilige Schreibarbeiten charakterisiert ist.[21] Der Ich-Erzähler ist
erstaunlich machtlos gegen Bartlebys Verhalten: Bis zum Schluss scheut er sich davor, die Polizei zu rufen, um seinen
rätselhaften Kopisten aus dem Büro zu entfernen, unter anderem, weil er gar nicht weiß, mit welcher Begründung er
zur Polizei gehen soll. Schließlich tut Bartleby nichts Kriminelles – er tut einfach gar nichts.

Werkgeschichtliche Zusammenhänge
Eine wichtige Vorlage Melvilles für seine Erzählung war vermutlich eine Anzeige für ein Buch mit dem Titel The
Lawyer’s Story, die sowohl in der Ausgabe der New York Tribune wie auch der New York Times für den 18. Februar
1853 erschien. Dieses Werk wurde später im selben Jahr anonym veröffentlicht, tatsächlich jedoch von dem bei
zeitgenössischen Lesern beliebten Schriftsteller James A. Maitland verfasst.[22]

In der Anzeige war das erste Kapitel von The Lawyer’s Story vollständig abgedruckt, das im Eröffnungssatz folgenden
Wortlaut hatte: „In the summer of 1843, having an extraordinary quantity of deeds to copy, I engaged, temporarily,
an extra copying clerk, who interested me considerably, in consequence of his modest, quiet, gentlemanly demeanor,
and his intense application to his duties“. Außer diesem thematisch sinnträchtigen Einleitungssatz lassen sich jedoch
keine weiteren auffälligen Parallelen oder Übereinstimmungen zwischen dem in der Anzeige abgedruckten ersten
Kapitel von The Lawyer’s Story und Melvilles Erzählung finden, wie Hershel Parker in seiner 2002 erschienenen
Melville-Biografie feststellt.[23]
Der amerikanische Literaturwissenschaftler Andrew Lyndon Knighton vermutet zudem, dass Melville als weitere
Quelle oder Inspiration für seine Erzählung auch ein unbedeutendes Werk von Robert Grant White Law and
Laziness: or Students at Law of Leisure aus dem Jahre 1846 gedient habe. Dieses Werk enthält eine Szene und
verschiedene Charaktere einschließlich eines untätigen oder müßigen Schreibers, die Melvilles Geschichte beeinflusst
haben könnten.[24]

Möglicherweise verfasste Melville Bartleby the Scrivener gleichermaßen als emotional gefärbte Antwort auf die
Verrisse, mit denen die Kritik auf seinen ein Jahr zuvor 1852 erschienenen Roman Pierre; or, The Ambiguities (Pierre
oder die Doppeldeutigkeiten, deutsche Erstausgabe 1965) reagiert hatte.[25]

Jorge Luis Borges setzt Bartleby mit der Erzählung Wakefield von Nathaniel Hawthorne in Verbindung, der von
Melville als Vorbild bewundert wurde und der auch mit ihm in brieflichem Kontakt stand. Wakefield handelt von
einem Mann, der eines Tages ohne erkennbaren Grund seine Frau verlässt, nur um sich 20 Jahre lang heimlich in eine
Wohnung einzumieten, die eine Straßenecke von seiner alten Wohnung entfernt liegt.[26]

Der amerikanische Melville-Forscher Christopher W. Sten geht davon aus, dass Melvilles Erzählung ebenfalls durch
die Arbeiten von Ralph Waldo Emerson inspiriert wurde und sieht gewisse Parallelen insbesondere zu dessen Essay
The Transcendentalist, in dem die grundlegende Doktrin des amerikanischen Transzendentalismus begründet
wurde.[27]

Einige Literaturwissenschaftler sehen auch autobiografische Einflüsse in Bezug auf die Entstehung der Erzählung. Im
Frühjahr 1851 habe Melville während der Arbeit an seinem berühmten Roman Moby Dick sich selbst zum Teil in einer
ähnlichen Lage gesehen wie die Titelfigur Bartleby in seiner Erzählung, der sich beharrlich weigert, die
Schreibarbeiten zu erledigen, die von ihm verlangt werden.[28] So versuche Melville möglicherweise, in Bartleby der
Schreiber seiner Frustration und Enttäuschung über seine eigene Tätigkeit als Schriftsteller in einem zunehmend
kommerzialisierten Kulturbetrieb und einer entfremdeten Gesellschaft Ausdruck zu verleihen.[29]

Melvilles Ausgestaltung der Erzählfigur des Kanzleiangestellten mit dem Spitznamen Nippers (dt. Beißzange) enthält
zahlreiche sinngebende Anspielungen auf den in jungen Jahren wenige Jahre zuvor verstorbenen Dichter Edgar Allan
Poe, dessen Schicksal Melville während der Entstehungszeit von Bartleby der Schreiber in besonderem Maße
beschäftigte. Poe war für Melville ein herausragendes Beispiel für das tragische Scheitern eines amerikanischen
Künstlers und Literaten, der sich mit seinen Kritikern und seinem eigenen Zeitalter in Zwietracht befand. Poes
Reizbarkeit und seine gescheiterten Ambitionen finden in Melvilles Geschichte ihren Ausdruck als die augenfälligsten
Eigenschaften von Nippers: Wie Poe ist Nippers ein beißender Kritiker; seine Flüche und Schmähungen bleiben
jedoch wirkungslos. Nippers zeigt ebenso eine Art von Wahn und extremer Gereiztheit, wie sie auch Poe in den letzten
Jahren seines Lebens in der misslungenen Suche nach Geldgebern für die Gründung eines eigenen literarischen
Magazins entwickelte, das es ihm ermöglicht hätte, seine Vorstellungen ohne Einmischung und Kontrolle von außen
umzusetzen.[30]

Bartleby der Schreiber kann als Melvilles erster Versuch in der Form einer Prosaform der selbständigen kürzeren
Erzählung gesehen werden; umso erstaunlicher ist es auf diesem Hintergrund, dass es ihm gelingt, in seinem zu
epischer Breite neigenden Erzählstil die Schilderung auf die Situation des Erzählers gegenüber Bartleby zu
beschränken. Dazu trägt vor allem die konsequent durchgehaltene Perspektive und die Fokussierung des Erzählers auf
die gradlinige Entwicklung in dem Verhalten seines Schreibers bei. Melville zeigt hier die Verwandtschaft zu der
Kurzprosa seiner Zeit, lässt neben einer Ähnlichkeit in einer Reihe von Merkmalen jedoch ebenso seine
Unterschiedlichkeit zu den anderen Schriftstellern seiner Zeit erkennen. Wie bei Poe zeigt Melville, wie sein Ich-
Erzähler schrittweise von dem Ungewöhnlichen fasziniert wird. Dabei gelingt es ihm zugleich, diese Faszination des
Erzählers auf den Leser zu übertragen. Im Gegensatz zu Poe erreicht Melvilles Erzählung ihren Höhepunkt jedoch
bereits in der Mitte der Geschichte und trägt die Erzählspannung nicht auf der gleichen Höhe bis zum Schluss durch.

Die Frage nach den Beweggründen für das ungewöhnliche Verhalten des Helden hat Melville zudem mit einer Reihe
von Erzählungen Nathaniel Hawthornes gemein. Allerdings erlaubt die Unfassbarkeit des seltsamen Verhaltens seines
Protagonisten anders als bei Hawthorne keine Unterscheidung mehr zwischen Gut und Böse.

Die Faszination, die von Bartleby ausgeht, wird für den Leser zunehmend gebrochen durch die Zweifel an der
Richtigkeit des Verhaltens und des Urteilens des Erzählers. In der die Geschichte durchziehenden Ironisierung des
Ich-Erzählers liegen ebenso die formal bedingten Unterschiede zu Poe und Hawthorne.

Eine unity of effekt im Sinne Poes kommt dadurch nicht zustande; der Leser fühlt sich zunehmend angehalten, das
Geheimnis Bartlebys selbst zu ergründen. In seinem Versuch, eine Erklärung für das merkwürdige Verhalten des
Helden zu finden, wird er insbesondere durch die vielfältigen Bilder und Metaphern wie beispielsweise der Mauer
hinter dem Fenster von Bartlebys Schreibpult oder der aufgestellten Faltwand hinter Bartleby unterstützt, die zwar
unmittelbar von dem Erzähler abhängen, letztlich jedoch auf die Intention des Verfassers zurückverweisen.

So stirbt Bartleby am Schluss in den Tombs mit den Augen auf die dicken Gefängnismauern gerichtet, die der Erzähler
mit dem Mauerwerk ägyptischer Pyramiden vergleicht. Ebenso vergleicht der Erzähler das heitere sonntägliche
Treiben auf dem Broadway mit der erschreckenden Einsamkeit der Wall Street, die der Protagonist nicht mehr
verlassen will. Eine weitere Analogie wird dem Leser von dem Erzähler nahegelegt, als er von dem Gerücht berichtet,
nach dem Bartleby zuvor in dem Dead Letter Office tätig gewesen sein soll.

In dieser Analogie wird die Mauer zum Symbol der Isolation, durch die derjenige, der Hilfe und Unterstützung
benötigt, nicht mehr zu erreichen ist. Allerdings erschöpft sich die Bedeutung dieser bildhaften Analogie damit noch
nicht. In gleicher Weise, wie der Erzähler von Bartleby fasziniert ist, scheint dieser selbst von der Mauer so gebannt zu
sein, dass er seinen Blick nicht mehr abwenden kann. Das Epitheton dead in der Verbindung dead-wall wie auch
dead-end wird zum Verweiszeichen auf den Tod; die Gefängnismauer der Tombs, in denen Bartleby stirbt, wird mit
den Gräbern der ägyptischen Könige gleichgesetzt.

Mit dieser Erweiterung der Faszination des Erzählers um die Faszination Bartlebys durch die Mauer wird zwar
weiteres Fragen unmöglich gemacht, zugleich jedoch beim Leser Unruhe erzeugt, die dazu anregt, danach zu fragen,
was sich hinter der Mauer verbirgt und die Antworten zu hinterfragen, die der Erzähler dem Leser an die Hand gibt.

Mit der Gestaltung des Unfassbaren in einer Weise, die beim Leser Unruhe hinterlässt, wird dieser nicht nur in seiner
Betroffenheit angeregt, eigene Antworten zu finden, sondern in der Gestaltung der Geschichte letztlich auch ein
gewisser unity of effect erzielt, wenngleich in einer anderen Form, wie sie Poe als poetisches Prinzip in seiner
Philosophy of Composition von 1846 vorschwebte.[31]

Die Erzählsituation und der Erzähler in Bartleby der Schreiber weisen darüber hinaus gleichermaßen verschiedene
Ähnlichkeiten mit Benito Cereno auf. Ebenso lässt sich die Weiterentwicklung von Melvilles Vorstellungswelt oder
zumindest eine Variante darin anhand eines Vergleichs des Mauerbilds in Bartleby der Schreiber und Moby Dick
aufzeigen.

Während Kapitän Ahab an zentraler Stelle in Moby Dick es noch für möglich hält, die Mauer zu durchbrechen („All
visible objects ... are but paste-board masks. [...] If man will strike, strike through the mask! How can the prisoner
reach outside except by thrusting through the wall. To me the white whale is that wall, shoved near to me.“), hat
Bartleby den Versuch, die Wand zu durchbrechen, aufgegeben oder aber niemals unternommen.
Inwiefern sich hierin Melvilles eigene Resignation vor allem im Hinblick auf seinen Misserfolg oder sein Gefühl der
Enttäuschung, mit Moby Dick und Pierre nicht verstanden worden zu sein, spiegelt, lässt sich allerdings nicht mit
Sicherheit beantworten.[32]

Darüber hinausgehende Deutungen von weiteren werkgeschichtlichen Zusammenhängen, die Melvilles Erzählung als
unmittelbare Reaktion auf spezifische Schriften seiner Zeitgenossen zu begreifen versuchen, heben sich jedoch, wie
Link in seiner Analyse feststellt, gegenseitig auf, wenn sie einerseits Bartleby als eine Satire auf Henry David Thoreaus
Werke wie Walden oder auch Civil Disobedience, andererseits aber als Antwort auf Thomas Carlyles Konzeption des
Everlasting Yea sehen wollen, wie sie in dessen Werk Sartor Resartus von 1831 als andauernde Bejahung der
Gütigkeit der Welt zum Ausdruck der eigenen spirituellen Vollkommenheit dargestellt wird. Link zufolge liegt der
richtige Ansatzpunkt der Untersuchung solcher Zusammenhänge darin, dass Melville seine Erzählung durchaus im
Bewusstsein der damaligen intellektuellen oder geistigen Auseinandersetzungen verfasst hat, mit Bartleby jedoch
seine eigene Antwort oder auch sein eigenes Dilemma künstlerisch zu gestalten versuchte.[33]

Ausgewählte deutsche Textausgaben


Die Erzählung liegt in mindestens 14 deutschsprachigen Übersetzungen vor, die auch unter anderen Titeln wie
Bartleby, Der Schreiber Bartleby oder Bartleby, der Schreibgehilfe veröffentlicht wurden und teilweise mit
Untertiteln wie Das seltsame Leben eines Kanzleischreibers im alten New York oder Eine Geschichte aus der
Wallstreet erschienen. Aus dem amerikanischen Englisch übersetzten unter anderem:

Maria Bamberg, Bartleby, Bertelsmann-Club, Gütersloh 1967, und Der Schreiber Bartleby, Edition Weitbrecht,
Stuttgart 1984, auch Bertelsmann-Club, Gütersloh / Buchgemeinschaft Donauland Kremayr und Scheriau, Wien /
Dt. Bücherbund [u. a.], Stuttgart 1993, Lizenz des Winkler-Verl., München.
John von Düffel und Peter von Düffel, Bartleby, Merlin-Verl., Gifkendorf 1999, ISBN 978-3-926112-92-7.
Marianne Graefe, Bartleby : Erzählungen, Reclam, 2. erw. Aufl., Leipzig 1981, Reclams Universal-Bibliothek Bd.
721.
Jürgen Krug, Bartleby, der Schreiber - eine Geschichte aus der Wall Street, Insel-Verlag, Frankfurt am Main /
Leipzig 2004, ISBN 978-3-458-34734-7.
Karl Lerbs, Bartleby; Verlag Die Arche, Zürich 1946, ohne ISBN.
Isabell Lorenz, Bartleby, der Schreiber : eine Geschichte aus der Wall Street, Ullstein, Berlin 1997 und Econ /
Ullstein / List, München 2001, ISBN 978-3-548-24278-1.
Felix Mayer, Bartleby, der Schreiber : eine Geschichte von der Wall Street, Anaconda, Köln 2010, ISBN 978-3-
86647-560-1.
Richard Möring (1948), Bartleby, der Schreiber, Verlagshaus Jacoby & Stuart, Berlin 1948, Neuauflage bearbeitet
von Stéphane Poulin, Berlin 2014, ISBN 978-3-942787-37-6.
Richard Mummendey, Der Schreiber Bartleby, Edition Weitbrecht im Thienemanns Verlag, Stuttgart 1983 und
Büchergilde Gutenberg, Frankfurt, M. / Wien / Zürich 2007, ISBN 978-3-522-71170-8.
Elisabeth Schnack, Bartleby, der Schreibgehilfe : eine Geschichte aus der Wallstreet, Manesse-Verlag, Zürich
2002, ISBN 978-3-7175-4030-4.
Ferdinand Schunck, Bartleby, Reclam, Stuttgart 1985; Nachdruck 2013, ISBN 978-3-15-009190-6.
Alice Seiffert und Hans Seiffert; Marianne Graefe, Bartleby : Erzählungen, Reclam, Leipzig 1960 (1.–10. Tsd.),
Reclams Universal-Bibliothek Nr 8591/93.
Wilhelm Emanuel Süskind, Bartleby : Erzählung, Jacobi, Bremen 1974 und Fischer-Taschenbuch-Verlag,
Frankfurt am Main 1988, ISBN 978-3-596-29302-5, Lizenz d. Claassen-Verl., Hamburg.
Karlernst Ziem, Bartleby der Schreiber, Langewiesche-Brandt, Ebenhausen b. München 1966, Deutscher
Taschenbuch-Verlag, München 1975, und Beck, München 2011, 2. Aufl. 2015, ISBN 978-3-406-62420-9.

Ausgewählte deutsche Audioausgaben


Bartleby, der Schreiber. Gelesen von Lambert Hamel. Regie: Thorsten Feuerstein. Nach der Übers. von Petra
Schmied. Argon-Verlag, Berlin 2007, 2 CDs, ISBN 978-3-86610-211-8.
Der Schreiber Bartleby. Ungekürzte Lesung mit Walter Hilsbecher. Regie Wolfgang Schenck. DAV, Berlin 2015,
ISBN 978-3-86231-619-9.
Bartleby. Gelesen von Gustav-Peter Wöhler. Aus dem Amerikan. von John und Peter von Düffel. Regie: Margrit
Osterwold. Hr2, Hamburg 2013, 2 CDs, ISBN 978-3-89903-126-3.

Ausgewählte Literatur
Giorgio Agamben: Bartleby oder die Kontingenz gefolgt von Die absolute Immanenz. Merve, Berlin 1998, ISBN 3-
88396-146-9.
Christopher Bollas: Melvilles verlorenes Selbst: Bartleby. In: Psyche. Heft 2, 1978, S. 155–164.
Gilles Deleuze: Bartleby oder die Formel. Merve, Berlin 1994, ISBN 3-88396-113-2.
Jane Desmarais: Preferring not to: The Paradox of Passive Resistance in Herman Melville’s “Bartleby”. In:
Journal of the Short Story in English, Band 36, Frühjahr 2001, S. 25–39, online zugänglich auf [12] (https://jsse.re
vues.org/575).
Franz H. Link: Melville • Bartleby, The Scrivener. In: Karl Heinz Göller et al. (Hrsg.): Die amerikanische
Kurzgeschichte. August Bagel Verlag, Düsseldorf 1972, ISBN 3 513 022123, S. 118–128.
Mordecai Marcus: Melville's Bartleby As a Psychological Double. In: College English 23 (1962), S. 365–368, hier
S. 365. Archiviert im Internet Archive unter [13] (https://web.archive.org/web/20110107111254/http://web.ku.edu/~
zeke/bartleby/marcus.html).
Stéphane Poulin: Bartleby, der Schreiber (Graphic Novel). Verlagshaus Jacoby & Stuart, Berlin 2014, ISBN 978-
3-942787-37-6.
Enrique Vila-Matas: Bartleby & Co. Fischer, Frankfurt 2009, ISBN 978-3-596-17875-9.

Ausgewählte Verfilmungen
USA 1969 (Regie: Larry Yust; Encyclopædia Britannica Short Story Showcase Series)
England 1970 mit John McEnery in der Titelrolle (Regie: Anthony Friedman)
Frankreich 1978 mit Maxence Mailfort in der Titelrolle (Regie: Maurice Ronet)
USA 2001 mit Crispin Glover in der Titelrolle (Regie: Jonathan Parker)
Deutschland 2009 mit James Spencer Thiérrée in der Titelrolle (Regie: Andreas Honneth)

Ausgewählte Opern
Musik: Walter Aschaffenburg, Libretto: Edward Albee
Informationen über Bartleby. Kurzoper in 11 Stationen nach Herman Melville (2003), Musik: Benjamin Schweitzer,
Libretto: Benjamin Schweitzer und Norbert Lange mit Material von Herman Melville
Dead Wall Tales, Musiktheater nach "Bartleby der Schreiber" von András Hamary (Musik, Videoanimationen) und
Christian Golusda (Textfassung, Inszenierung) mit Patrik Erni (Bartleby) und Christian Golusda (Anwalt);
Würzburg und Frankfurt, 2015.

Siehe auch
Haus Bartleby

Weblinks
Wikisource: Bartleby the Scrivener – Quellen und Volltexte (englisch)
Herman Melville: Bartleby (http://gutenberg.spiegel.de/buch/bartleby-2754/1) - Deutsche Textausgabe auf Projekt
Gutenberg-DE
Sparknotes: Melville Stories - Bartleby the Scrivener (http://www.sparknotes.com/lit/melvillestories/section1.rhtml)
- Englischsprachige Zusammenfassung und Interpretation
Cliffs Notes: Bartleby, the Scrivener - Herman Melville (https://www.cliffsnotes.com/literature/b/bartleby-the-scrive
ner/story-summary) - Englischsprachige Zusammenfassung und Interpretation
Die neuen Neinsager - Warum jetzt Herman Melvilles Figur Bartleby wiederentdeckt und Politik-Verweigerung
betrieben wird. (http://www.zeit.de/2013/39/melville-bartleby-politik/komplettansicht) - Artikel von Thomas
Assheuer zur wiederentdeckten Aktualität der Erzählung. In: Die Zeit, 19. September 2013.
Jan Wilm: Herman Melville: „Bartleby, der Schreiber“ (http://blogs.faz.net/lesesaal/2016/02/17/herman-melville-ba
rtleby-458/) - Aktuelle Einführung auf FAZ-net vom 17. Februar 2016

Einzelnachweise
1. Vgl. zur Publikationsgeschichte beispielsweise Harrison Hayford, Alma a. MacDougall und G. Thomas Anselle
hrsg. Ausgabe von Herman Melville: The Piazza Tales and Other Prose Pieces. The Writings of Hermann
Melville. North Western University Press and The Newberry Library, Evanston und Chicago 1987, 3. Auflage
1995, ISBN 0-8101-0550-0, S. 572f. Siehe auch Browse Making of America - Putnam's Monthly from 1855 (http://
ebooks.library.cornell.edu/p/putn/putn.1855.html) auf Cornell University Library. Abgerufen am 8. Juni 2017.
2. Vgl. Robert Milder: Hermann Melville. In: Emory Elliott (Hrsg.): The Columbia Literary History of the United
States. Columbia University Press 1988, ISBN 978-0231058124, S. 439. Siehe auch Hershel Parker: Herman
Melville: A Biography. Volume 2, 1851-1891. The Johns Hopkins University Press, Baltimore and London 2002,
ISBN 0801868920, S. 179. Ebenso Franz H. Link: Melville • Bartleby, The Scrivener. In: Karl Heinz Göller et al.
(Hrsg.): Die amerikanische Kurzgeschichte. August Bagel Verlag, Düsseldorf 1972, ISBN 3 513 022123, S. 118–
128, hier S. 118.
3. Vgl. Franz H. Link: Melville • Bartleby, The Scrivener. In: Karl Heinz Göller et al. (Hrsg.): Die amerikanische
Kurzgeschichte. August Bagel Verlag, Düsseldorf 1972, ISBN 3 513 022123, S. 118–128, hier S. 121.
4. Vgl. Franz H. Link: Melville • Bartleby, The Scrivener. In: Karl Heinz Göller et al. (Hrsg.): Die amerikanische
Kurzgeschichte. August Bagel Verlag, Düsseldorf 1972, ISBN 3 513 022123, S. 118–128, hier S. 121.
5. Siehe dazu Jane Desmarais: Preferring not to: The Paradox of Passive Resistance in Herman Melville’s
“Bartleby”. In: Journal of the Short Story in English, Band 36, Frühjahr 2001, S. 25–39, hier S. 18, online
zugänglich auf [1] (https://jsse.revues.org/575). Desmarais verweist in diesem Zusammenhang auf die
zahlreichen Deutungen der Erzählung in der literaturwissenschaftlichen Sekundärliteratur, in denen auf die
Persönlichkeitsspaltung oder das doubling der Persönlichkeit Bartlebys eingegangen wird.
6. Vgl. dazu beispielsweise den Interpretationansatz in den Sparknotes Hermann Melville -Bartleby the Scrivener.
Analysis. (http://www.sparknotes.com/lit/melvillestories/summary.html). Abgerufen am 4. Juni 2017
7. Vgl. zu dieser Analyse der Erzählsituation und -perspespektive Franz H. Link: Melville • Bartleby, The Scrivener.
In: Karl Heinz Göller et al. (Hrsg.): Die amerikanische Kurzgeschichte. August Bagel Verlag, Düsseldorf 1972,
ISBN 3 513 022123, S. 118–128, hier S. 119f.
8. Vgl. Franz H. Link: Melville • Bartleby, The Scrivener. In: Karl Heinz Göller et al. (Hrsg.): Die amerikanische
Kurzgeschichte. August Bagel Verlag, Düsseldorf 1972, ISBN 3 513 022123, S. 118–128, hier S. 118 u 128.
9. Vgl.beispielsweise die Rezension von Thomas Harbach Hermann Melville - Bartleby (http://www.sf-radio.net/buch
ecke/bibliothek-babel/isbn3-9401-1117-1.html). Auf: sf-radio.net. Abgerufen am 4. Juni 2017. Siehe ebenso Jane
Desmarais: Preferring not to: The Paradox of Passive Resistance in Herman Melville’s “Bartleby”. In: Journal of
the Short Story in English, Band 36, Frühjahr 2001, S. 25–39, hier S. 25f., online zugänglich auf [2] (https://jsse.re
vues.org/575). Vgl. auch den Deutungsansatz in den Sparknotes Hermann Melville - Bartleby the Scrivener (http:/
/www.sparknotes.com/lit/melvillestories/summary.html). Abgerufen am 4. Juni 2017
10. Vgl. Franz H. Link: Melville • Bartleby, The Scrivener. In: Karl Heinz Göller et al. (Hrsg.): Die amerikanische
Kurzgeschichte. August Bagel Verlag, Düsseldorf 1972, ISBN 3 513 022123, S. 118–128, hier S. 127.
11. Vgl. zu dieser Lesart beispielsweilsweise den Deutungsansatz in den Sparknotes Bartleby the Scrivener -
Themes, Motifs, and Symbols (http://www.sparknotes.com/lit/melvillestories/themes.html). Abgerufen am 4.
Juni2017.
12. Vgl. die unten angegebene deutsche Textausgabe auf Projekt Gutenberg-De. Im Original lautet die Stelle: „Had
there been the least uneasiness, anger, impatience or impertinence in his manner; in other words, had there been
any thing ordinarily human about him, doubtless I should have violently dismissed him from the premises. But as
it was, I should have as soon thought of turning my pale plaster-of-paris bust of Cicero out of doors.“ Vgl. die
unten angegebene Textausgabe auf Wikisource. Siehe zu der Deutung dieser Textpassage die Interpretation von
Jane Desmarais: Preferring not to: The Paradox of Passive Resistance in Herman Melville’s “Bartleby”. In:
Journal of the Short Story in English, Band 36, Frühjahr 2001, S. 25–39, hier S. 21f., online zugänglich auf [3] (htt
ps://jsse.revues.org/575).
13. Vgl. beispielsweise Franz H. Link: Melville • Bartleby, The Scrivener. In: Karl Heinz Göller et al. (Hrsg.): Die
amerikanische Kurzgeschichte. August Bagel Verlag, Düsseldorf 1972, ISBN 3 513 022123, S. 118–128, hier S.
122.
14. Vgl. zu einem Deutungsansatz in dieser Richtung beispielsweise John Matteson: “A New Race Has Sprung Up”.
Prudence, Social Consensus and the Law in “Bartleby the Scrivener”. Leviathan. 10 (1), 2008, S. 25–49. Siehe
auch Barlteby the Scrivner: Theme Analysis (http://www.novelguide.com/bartleby-the-scrivener/theme-analysis)
auf novelguide.com. Abgerufen am 6. Juni 2017. Siehe ähnlich in Ansätzen auch Franz H. Link: Melville •
Bartleby, The Scrivener. In: Karl Heinz Göller et al. (Hrsg.): Die amerikanische Kurzgeschichte. August Bagel
Verlag, Düsseldorf 1972, ISBN 3 513 022123, S. 118–128, hier S. 123. Link interpretiert die Reaktion des Ich-
Erzählers als resignativen Rückzug „auf das Gebot der christlichen Nächstenliebe“, nachdem die Vernunft des
Anwalts keine Macht mehr über Bartleby hat.
15. Vgl. Mordecai Marcus: Melville's Bartleby As a Psychological Double. In: College English 23 (1962), S. 365–368,
hier S. 365. Archiviert im Internet Archive unter [4] (https://web.archive.org/web/20110107111254/http://web.ku.ed
u/~zeke/bartleby/marcus.html). Abgerufen am 6. Juni 2017
16. Im Original lautet die Stelle: „Ah Bartleby! Ah humanity!“ (siehe Textausgabe auf Wikisource). Vgl. zur
Interpretation der Textaussage in dieser die Darstellung unterschiedlicher Deutungsansätze der Geschichte in
Jane Desmarais: Preferring not to: The Paradox of Passive Resistance in Herman Melville’s “Bartleby”. In:
Journal of the Short Story in English, Band 36, Frühjahr 2001, S. 25–39, online zugänglich auf [5] (https://jsse.rev
ues.org/575). Abgerufen am 4. Juni 2017. Siehe auch summarisch die Zusammenfassung der in diese Richtung
gehenden Interpretationsansätze bei Mordecai Marcus: Melville's Bartleby As a Psychological Double. In: College
English 23 (1962), S. 365–368, hier S. 365. Archiviert im Internet Archive unter [6] (https://web.archive.org/web/2
0110107111254/http://web.ku.edu/~zeke/bartleby/marcus.html). Abgerufen am 6. Juni 2017
17. Vgl. dazu eingehender Franz H. Link: Melville • Bartleby, The Scrivener. In: Karl Heinz Göller et al. (Hrsg.): Die
amerikanische Kurzgeschichte. August Bagel Verlag, Düsseldorf 1972, ISBN 3 513 022123, S. 118–128, hier S.
127f.
18. Thomas Assheuer: Demokratie: Die neuen Neinsager. In: Die Zeit. 21. September 2013, ISSN 0044-2070 (http://
zdb-katalog.de/list.xhtml?t=iss%3D%220044-2070%22&key=cql) (zeit.de (http://www.zeit.de/2013/39/melville-bar
tleby-politik) [abgerufen am 14. August 2017]).
19. Herman Melville: "Bartleby, der Schreiber" - F.A.Z. Lesesaal. In: F.A.Z. Lesesaal. 17. Februar 2016 (faz.net (http://
blogs.faz.net/lesesaal/2016/02/17/herman-melville-bartleby-458/) [abgerufen am 14. August 2017]).
20. An die Arbeit: Warum Bartleby sich selbst abschaffen müsste - Sebastian Dörfler. In: Sebastian Dörfler.
15. September 2012 (sebastian-doerfler.de (http://sebastian-doerfler.de/2012/09/an-die-arbeit-warum-bartleby-sic
h-selbst-abschaffen-musste/) [abgerufen am 14. August 2017]).
21. Christian Holl: Das Prinzip Bartleby. (http://www.frei04-publizistik.de/data/webserver/download/frei04_Holl_Bartle
byNet2.pdf) Abgerufen am 14. August 2017.
22. Vgl. Johannes Dietrich Bergmann: “Bartleby” and The Lawyer's Story. In: American Literature, 47 (3), November
1975, 432–436, online als PDF-Datei zugänglich unter [7] (http://ap-juniors.hs.tenafly.k12.nj.us/modules/locker/file
s/get_group_file.phtml?gid=2984019&fid=27197631). Abgerufen am 5. Juni 2017.
23. Siehe Hershel Parker: Herman Melville: A Biography. Volume 2, 1851-1891. The Johns Hopkins University Press,
Baltimore and London 2002, ISBN 0801868920, S. 150 und 178f. Der zitierte Einleitungssatz aus The Lawyer’s
Story ist ebenda auf S. 150 abgedruckt. Vgl. ebenso Johannes Dietrich Bergmann: „Bartleby“ and The Lawyer's
Story. In: American Literature, 47 (3), November 1975, 432–436, online als PDF-Datei zugänglich unter [8] (http://
ap-juniors.hs.tenafly.k12.nj.us/modules/locker/files/get_group_file.phtml?gid=2984019&fid=27197631). Abgerufen
am 5. Juni 2017
24. Siehe Andrew Lyndon Knighton: The Bartleby Industry and Bartleby's Idleness. In: ESQ: A Journal of the
American Renaissance, Volume 53, Number 2, 2007, S. 184–215, hier S. 191–192.
25. Siehe Daniel A. Wells: Bartleby the Scrivener, Poe, and the Duyckinck Circle. In: ESQ: A Journal of the American
Renaissance. Number 21, First Quarter 1975, S. 35–39, archiviert im Internet Archive unter [9] (https://web.archiv
e.org/web/20070302215846/http://web.ku.edu/~zeke/bartleby/wells.html). Abgerufen am 6. Juni 2017.
26. Jorge Luis Borges: Inqusitionen. Fischer, 1992, S. 72.
27. Siehe Christopher W. Sten: Bartleby, the Transcendentalist: Melville's Dead Letter to Emerson. In: Modern
Language Quarterly 35, März 1974, S. 30–44.
28. Siehe beispielsweise Leo Marx: Melville's Parable of the Walls. In: Sewanee Review 61 (1953), S. 602–627,
archiviert im Internet Archive unter [10] (https://web.archive.org/web/20070819113442/http://web.ku.edu/~zeke/ba
rtleby/MARX.HTML). Abgerufen am 6. Juni 2017.
29. Siehe beispielsweise Compassion: Toward Neighbors - Reading: “Bartleby, the Scrivener: A Story of Wall-Street”
By Herman Melville (http://www.whatsoproudlywehail.org/curriculum/the-meaning-of-america/compassion-toward-
neighbors#1.introduction). Abgerufen am 6. Juni 2017.
30. Siehe Daniel A. Wells: Bartleby the Scrivener, Poe, and the Duyckinck Circle. In: ESQ: A Journal of the American
Renaissance. Number 21, First Quarter 1975, S. 35–39, archiviert im Internet Archive unter [11] (https://web.archi
ve.org/web/20070302215846/http://web.ku.edu/~zeke/bartleby/wells.html). Abgerufen am 6. Juni 2017.
31. Vgl. ausführlicher Franz H. Link: Melville • Bartleby, The Scrivener. In: Karl Heinz Göller et al. (Hrsg.): Die
amerikanische Kurzgeschichte. August Bagel Verlag, Düsseldorf 1972, ISBN 3 513 022123, S. 118–128, hier S.
124–126.
32. Vgl. detailliert Franz H. Link: Melville • Bartleby, The Scrivener. In: Karl Heinz Göller et al. (Hrsg.): Die
amerikanische Kurzgeschichte. August Bagel Verlag, Düsseldorf 1972, ISBN 3 513 022123, S. 118–128, hier S.
124–126. Die zitierte Textstelle aus Moby Dick ist dort ebenfalls abgedruckt.
33. Vgl. dazu Franz H. Link: Melville • Bartleby, The Scrivener. In: Karl Heinz Göller et al. (Hrsg.): Die amerikanische
Kurzgeschichte. August Bagel Verlag, Düsseldorf 1972, ISBN 3 513 022123, S. 118–128, hier S. 127.

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Diese Seite wurde zuletzt am 30. April 2018 um 19:19 Uhr bearbeitet.

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