Sie sind auf Seite 1von 7

Seite 1 Christoph Wesseler

Aufgabe 1:

Welches ist die größte natürliche Zahl mit der Eigenschaft, dass jede ihrer Ziffern
außer der ersten und letzten kleiner ist als das arithmetische Mittel ihrer beiden
Nachtbarziffern?

Lösung:

Die größte natürliche Zahl mit der oben genannten Eigenschaft ist 96433469.

Die Zahl selbst erhält man, indem man Ziffernwert und Anzahl der Ziffern maximiert,
unter Berücksichtigung der Ausgangsbedingung:

Die kleinste Zahl mit der verlangten Eingenschaft ist 11.

11
99 Die Erhöhung der Zifferwerte steigert den Zahlenwert
989 Das Hinzuzufügen einer Ziffer steigert den Zahlenwert
9889 Das Hinzuzufügen einer Ziffer steigert den Zahlenwert
98789 Bildet einen Widerspruch zur Ausgangsbedingung
97679 Durch Reduzierung des Ziffernwertes von 8 und 7 ist es möglich, eine
weitere Ziffer hinzuzufügen, um so den Zahlenwert zu vergrößern
976679 Das Hinzuzufügen einer Ziffer stergert den Zahlenwert
9765679 Bildet einen Widerspruch zur Ausgangsbedingung
9643469 Durch Reduzierung des Ziffernwertes von 7,6 und 5 ist es möglich, eine
weitere Ziffer hinzuzufügen, um so den Zahlenwert zu vergrößern
96433469 Das Hinzuzufügen einer Ziffer steigert den Zahlenwert

Ab hier ist eine Vergrößerung der Zahl ohne Widerspruch zur Ausgangsbedingung nicht
mehr möglich. Das sieht man wie folgt:

Das Hinzuzufügen einer Ziffer:

964323469 verstößt gegen die oben genannte Bedingung, da 3 gleich dem


arithmetischem Mittel von 4 und 2 ist, jedoch nicht kleiner.

Selbst das Erhöhen des Ziffernwertes zum Ausgleich schlägt fehl:

965323569 erfüllt ebenfalls nicht die oben genannte Bedingung, da das arithmetische
Mittel von 6 und 3 kleiner als 5 ist.

Das Erhöhen des Ziffernwertes:

98655689 verstößt gegen die oben genannte Bedingung, da das arithmetische Mittel von
9 und 6 kleiner ist als 8.
Seite 2 Christoph Wesseler

Aufgabe 2:

Bestimme alle reellen Zahlen x für die ⌊ 20/(18+ x) ⌋ + ⌊ ( x+ 18)/20 ⌋ =1 gilt.

Lösung:

Alle reellen Zahlen x, für die -8<x<22 und x≠2 gilt, erfüllen für die Gleichung.

Für x≥22 gilt:

x+ 18≥40 sowie x+ 18≥40


( x+ 18)/20≥2 20 /( x+ 18)≤0.5
⌊ ( x+ 18)/20 ⌋ ≥2 ⌊ 20/( x+ 18) ⌋ =0

Also gilt ⌊ 20/(18+ x) ⌋ + ⌊ (x+ 18)/20 ⌋ ≥2

Daher darf x nicht größer oder gleich 22 sein. Also muss x kleiner als 22 sein, um die
oben genannte Gleichung zu erfüllen.

Für x=-18 ist ⌊ 20/(18+ x) ⌋ nicht definiert.

Für x<-18 gilt:

⌊ 20/(18+ x) ⌋ < 0 und ⌊ ( x+ 18)/ 20 ⌋ < 0


Also ist gilt ⌊ 20/(18+ x) ⌋ + ⌊ ( x+ 18)/20 ⌋ < 0

Für −18< x≤−8 gilt:

x+ 18≤10 sowie x+ 18≤10


( x+ 18)/20≤0.5 20 /(18+ x )≥2
⌊ ( x+ 18)/20 ⌋ =0 ⌊ 20/(18+ x) ⌋ ≥2

Also gilt ⌊ 20/(18+ x) ⌋ + ⌊ (x+ 18)/20 ⌋ ≥2

Daher darf x nicht kleiner oder gleich -8 sein. Also muss x größer als -8 sein um die
oben genannte Gleichung zu erfüllen.

Für x=2 gilt:

⌊ ( x+ 18)/20 ⌋ =1 und ⌊ 20/(18+ x) ⌋ =1


Daher darf x nicht gleich 2 sein um die oben genannte Gleichung zu erfüllen.
Seite 3 Christoph Wesseler

Für -8<x<2 gilt:

⌊ ( x+ 18)/20 ⌋ =0 sowie ⌊ 20/( x+ 18) ⌋ =1


Also gilt ⌊ 20/(18+ x) ⌋ + ⌊ (x+ 18)/20 ⌋ =1

Für 2<x<22 gilt:

⌊ ( x+ 18)/20 ⌋ =1 sowie ⌊ 20/( x+ 18) ⌋ =0


Also gilt ⌊ 20/(18+ x) ⌋ + ⌊ (x+ 18)/20 ⌋ =1
Seite 4 Christoph Wesseler

Aufgabe 3:

Im spitzwinkligen Dreieck ABC wird der Höhenschnittpunkt mit H bezeichnet. Die


Höhe von A schneide die Seite BC im Punkt Ha und die Parallele zu BC durch H
schneide den Kreis mit Durchmesser AHa in den Punkten Pa und Qa.
Entsprechend seien die Punkte Pb und Qb sowie Pc und Qc festgelegt. Beweise, das
die sechs Punkte Pa, Qa, Pb, Qb, Pc und Qc auf einem Gemeinsamen Kreis liegen.

Lösung:

Weil gemäß der Definition der Punkte Pa, Qa, Pb, Qb, Pc und Qc gilt ∣PcH∣=∣QcH∣ ,
∣PbH∣=∣QbH∣ und ∣PaH∣=∣QaH∣ genügt es zu zeigen, dass
∣PaH∣=∣PbH ∣=∣PcH∣ ,damit die Punkte Pa, Qa, Pb, Qb, Pc und Qc auf einem Kreis
um H liegen.

Für den Beweis kann ohne Beschränkung der Allgemeinheit angenommen werden, dass
der Punkt A im Ursprung eines Koordinatensystems liegt, der Punkt B auf die X-Achse,
„rechts“ des Ursprungs. Die x-Koordinate des Punktes B muss also größer als 0 sein, da
A und B sonst auf demselben Punkt liegen würden und das Dreieck nicht mehr
spitzwinklig wäre. Der Punkt C liege im erstern Quadranten des Koordinatensystems.
Für die X-Koordinate von C muss gelten 0<c<b, damit das Dreieck spitzwinklig ist.

Dementsprechend seien den Punkten die Koordinaten gegeben:


A( 0 / 0 ), B( b / 0 ), C( c / d ) mit b>0 und 0<c<b und d>0

Also sind die Gleichungen der Geraden durch je 2 dieser Punkte, mit welchen des
Dreieck beschrieben werden kann:
AB : y=0 AC : y=(d /c )∗x und CB: y =(−d /(b−c))∗x+ d∗b/ (b−c)

Da die Lote orthogonal zu entsprechenden Geraden stehen, lässt sich die Steigung der
Geraden CHc , AHa und HbB mittels der Formel M=-1/m berechnen. Die
Lotfußpunkte Ha, Hb und Hc ergeben sich als Schnittpunkte dieser Geraden und den
dazu orthogonalen Geraden durch die Dreieckspunkte.

Die Gleichungen der Lotgeraden lauten:


CHc : x =c ,
HbB : y =−c/d∗x+ b∗c /d und
AHa : y=(b−c)/d∗x

Damit berechnet man die Koordinaten der Lotfußpunkte:

Ha ( d^2*b/(d^2+(b-c)^2 / (b-c)*d*b/(d^2+(b-c)^2) )
Hb ( c^2*b/(d^2+c^2) / d*c*b/(d^2+c^2) )
Hc ( c / 0 )
Seite 5 Christoph Wesseler

Der Punkt H kann durch Schnitt der Lotgeraden brerchnet werden:

x=c
y=(b-c)/d*x
y= (b-c)/d*c

Somit ist der Punkt H bestimmt, H ( c / (b-c)/d*c )

(Analog zu B und C) Da um den Mittelpunkt Ma ein Kreis durch Ha und A geht und die
Gerade durch Ha und A auch durch H geht liegt H in dem Kreis. Nun schneidet eine
weitere Gerade den Kreis an Pc und Qc. Diese Gerade ist parallel zur Geraden durch C
und B, weshalb sie orthogonal zur Geraden durch A und Ha steht, das Lot auf CB .
Da diese Gerade orthogonal zum Durchmesser des Kreises steht liegen die beiden
Schnittpunkte gleich weit von H entfernt. Somit ist PcH =QcH .

(Analog zu B und C) Die Gerade durch A, H und Ha teilt den Kreis um Ma in zwei
Halbkreise. Aufgrund des Satz des Thales lässt sich sagen, dass A, Ha und Pa ein
rechtwinkliges Dreieck bilden mit dem rechten Winkel bei Pa. Mittels des Höhensatzes
von Euklid lässt sich sagen, dass die Entfernung von H zu Pc gleich der Strecke von H
zu A mulipliziert mit der Strecke von H zu Ha ist.

(Analog zu B und C) Die Entfernung einzelner Punkte lässt sich mittels Satz der
Pythagoras berechnen, indem man die Different ihrer x- und y-Werte quadriert, diese
dann addiert und darauß die Wurzel zieht.

Der Höhensatz besagt, bezogen auf das beschränkte Dreieck:


2 2 2
∣PaH∣ =∣HA∣∗∣HaH∣ , ∣PbH∣ =∣HB∣∗∣HHb∣ und ∣PcH∣ =∣HC∣∗∣HcH∣

Um nachzuweisen, dass Pa, Qa, Pb, Qb, Pc und Qc auf einemKreis um einen Punkt
liegen muss also nur ihre Entfernung zu H mittels Höhensatz nachgewiesen werden.

∣HcH∣=√ (c−c)2+ (((b−c )∗c /d )−0)2 =(b−c )∗c /d


Sei also und
Sei also ∣HC∣=√ ( c−c) + ( d −((b−c )∗c /d )) =d −((b−c)∗c /d )
2 2

2 c∗(b−c)∗( d 2−(b∗c)+ c 2)
Darauß folgt: ∣PcH∣ =
d2

Desweiteren sei

∣HA∣=√ (c−0)2+ ((( b−c)∗c /d )−0)2=√ c 2+ ((b−c )∗c /d )2=


√ c 2∗d 2+ (b−c)2∗c 2
d2


2 2 2
d ∗b (b−c)∗d∗b (b−c )∗c
und ∣HHa∣= ( 2 2
−c) + ( 2 2
− )
d + (b−c) d + (b−c) d
ist gleich

√ (
d 3∗b
( d 2+ (b−c)2 )∗d

c∗d∗( d 2+ (b−c)2 ) 2
d∗( d 2+ (b−c)2 )
) + (
(b−c)∗d 2∗b
(d 2 + (b−c)2)∗d

( b−c)∗c∗(d 2+ (b−c)2 ) 2
(d 2 + (b−c)2)∗d
)
Seite 6 Christoph Wesseler

ist gleich

√ (
d 3∗b−(c∗d∗(d 2+ (b−c)2)) 2 (b−c )∗d 2∗b−(b−c)∗c∗( d 2+ (b−c)2 ) 2
2 2
(d + (b−c) )∗d
)+( 2 2
(d + (b−c) )∗d
)

Also sei ∣PaH∣4 gleich


d 3∗b−( c∗d∗( d 2+ (b−c)2 )) 2 (b−c)∗d 2∗b−(b−c)∗c∗(d 2 + (b−c )2) 2 c 2∗d 2+ (b−c)2∗c 2
(( ) +( ) )∗( )
(d 2 + (b−c )2)∗d ( d 2+ (b−c) 2)∗d d2

Dies müsste also dem Quadrat von ∣PcH∣2 entsprechen.


4 4
∣PaH∣ wäre gleich ∣PcH∣
2 2 2 2 2 2 2 3 2
4 c∗(b−c)∗( d −(b∗c)+ c ) c∗( d b−cb + 2bc −cd −c )
So ist ∣PcH ∣ =( 2
) =( 2
)
d d

∣PaH∣4 vereinfacht ergibt:


2 2 2 2 2 2 2
c ∗(b ∗c−b∗( 2c + d )+ c∗(c + d ))
4
d
Somit ergibt sich der Term:
c∗( d 2 b−cb 2+ 2bc 2−cd 2−c 3) 2 c 2∗( b2∗c−b∗(2c 2+ d 2)+ c∗( c 2+ d 2 )) 2
( )=
d2 d4
Gekürtzt ergibt dieser:
2 2 2 2 3 2 2 2 2 3 2 2
(d b−cb + 2bc −cd −c ) =(cb −2bc + bd + c + cd )
Ersetzt man das innere der Klammer zeigt sich: (d 2 b−cb 2+ 2bc2−cd 2−c3 )=u
u 2=(−u )2 was äquivalent zu 0=0 ist, eine wahre Aussage, womit beweisen wäre,
dass ∣PcH∣=∣PaH ∣ .

Dasselbe Lösungsprinzip wird nun für die Entfernung von H zu Pb angewand.

c∗( b−c)∗(d 2−(b∗c)+ c 2) 2 c∗( d 2 b−cb 2+ 2bc 2−cd 2−c 3) 2


∣PcH∣4=( ) =( )
d2 d2

∣PbH∣2=∣HB∣∗∣HHb∣ äquivalent zu ∣PbH∣4=∣HB∣2∗∣HbH∣2

√ c 2∗b (b−c)∗c 2
2
b∗c∗d
∣HHb∣= (c−( 2 2 )) + (( 2 2 )−( )) ,dies sei äquivalent zu
(d + c ) (d + c ) d
c∗(d 2+ c 2 )∗d bc2∗d 2
b∗c∗d 2 ( d 2+ c 2 )∗(b−c)∗b 2
∣HHb∣2=( − ) + ( − ) =
( d 2+ c 2)∗d (d 2 + c 2)∗d (d 2+ c 2)∗d (d 2 + c 2)∗d
c 2∗(bc−c 2−d 2 )2
∣HHb∣2=
d 2∗( d 2+ c 2 )

Seite 7 Christoph Wesseler


Die Stecke zwischen H und B ist nun:
∣HB∣= √ (b−c)2+ (((b−c )∗c /d )−0)2 äquivalent zu
2 2 2 2 2
∣HB∣ =(b−c ) ∗(c + d )/d
So ergibt sich:
2 2 c 2∗(b−c)2∗(bc−c 2−d 2)2
∣Hb∣ ∗∣HbH∣ =
d4

Dieses wird nun der Strecke von Pc zu H hoch 4 gleichgesetzt wodurch sich ergibt:

c∗( b−c)∗(d 2−(b∗c)+ c2 ) 2 c 2∗(b−c )2∗(bc−c 2−d 2) 2


( )= Dies ist äquivalent zu:
d2 d4
2 2 2 2 2 2 2 2
(d + c −bc ) =(bc−c −d ) Somit ergibt sich bei einsetzten von u=d + c −bc
u 2=(−u )2 was äquivalent ist zu u2 =u 2 , eine wahre Aussage, womit schlussendlich
beweisen wäre das ∣PcH∣=∣QcH∣=∣PbH ∣=∣QbH∣=∣PaH∣=∣QaH∣
und das die Punkte Pa, Qa, Pb, Qb, Pc und Qc auf einem Kreis um H liegen.