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DAS GENUS DER SUBSTANTIVE

Bei circa 50% aller Substantive kann man das Genus


erkennen, meistens an der Endung. Die Pluralbildung weist
einige Regelmäßigkeiten auf.

In diesem Dokument finden Sie die wichtigsten


Informationen zu folgenden Themen:

1. Feminine Substantive

2. Maskuline Substantive

3. Neutrale Substantive

4. Das Dativ-Plural-n

5. Verbableitungen

Feminine Substantive
Es gibt viele Endungen, die das Genus femininer Substantive
anzeigen. Die wichtigsten Endungen finden Sie hier in
Tabelle 1:

Tabelle 1

-ei Bäckerei, Bücherei


-in Lehrerin, Ärztin
-keit Heiterkeit, Schwierigkeit
-heit Faulheit, Freiheit
-schaft Herrschaft, Meisterschaft
-ung Erzählung, Meinung
-a Kamera, Aula
-ade Marmelade, Schokolade
-ette Toilette, Marionette
-ie Kolonie, Theorie
-ik Musik, Kritik
-ine Maschine, Lawine
-ion Dimension, Tradition
-tät Realität, Qualität
-ive Alternative, Offensive
-sis Basis, Skepsis
-ur Natur, Kultur

Auch alle femininen Personen sind feminin. Einzige


Ausnahmen:

das Mädchen

das Fräulein*

das Weib*

* Heutzutage werden die Begriffe „Fräulein“ (für eine unverheiratete Frau) und
„Weib“ (für Ehefrau) nicht mehr verwendet.

Pluralbildung auf „-n/-en“:

Die femininen Substantive bilden zu 97 % ihren Plural auf


„-n/-en“.

Frau(en) Information(en) Meinung(en) Rose(n)


Vergessen Sie auf keinen Fall die Substantive mit der
Endung „-in“.

Studentin - Studentinnen

Schülerin - Schülerinnen

Sie haben im Plural ein Doppel-n!

Andere Pluralendungen

Nur 3 Prozent der femininen Substantive haben eine andere


Pluralendung als „-n/-en“. Dazu gehören viele einsilbige
feminine Substantive, deren Plural mit Umlaut + „-e“ gebildet
wird:

die Hand, Hände - die Wand, Wände - die Kraft, Kräfte -

die Nacht, Nächte - die Stadt, Städte ...

andere Pluralformen oder Ausnahmen:

die Mutter, Mütter - die Tochter, Töchter - die Oma, Omas -


die Kamera, Kameras ...

Substantive mit der Endung „-e“

Die Singularendung „-e“ ist bei Substantiven häufig.

Hose, Jacke, Rose, Tasse, Blume ...


Sehr, sehr oft ist das ein Hinweis darauf, dass das
Substantiv auf „-e“ feminin ist. Aber natürlich gibt es hier
ein paar Ausnahmen: die wichtigsten sind:

neutrum: Ende, Interesse, Auge, Café, Gebirge, Gemüse...

maskulin: Name, Käse, Glaube, Wille, Gedanke...

Auch einige maskuline Personen enden auf „-e“:

Junge, Zeuge, Türke, Kollege, Kunde, Experte...

außerdem:

1. Zahlen als Substantive: immer feminin.

die Vier, die Zehn

2. Ländernamen auf „-ei“, „-ie“ oder „-e“: feminin.

die Türkei, die Slowakei, die Normandie, die Ukraine

Maskuline Substantive
Tabelle 2

-ig Honig, König


-ling Schmetterling, Frühling
-ent Student, Dozent
-ier Offizier, Kavalier
-ismus Realismus, Optimismus
-ist Jurist, Optimist
-or Motor, Rektor
-ör Frisör, Likör
-iker Akademiker, Mechaniker
-ast Phantast, Gymnasiast
-eur Friseur, Amateur
Wie Sie an dieser Tabelle erkennen, sind viele
Personenbezeichnungen dabei (König, Student, Offizier,
Jurist...). Alle männlichen Personen sind im Genus
maskulin.

Pluralbildung

Die wichtigste Pluralendung im Maskulinum ist das „-e“.

der Tisch, Tische der Stuhl, Stühle der Baum, Bäume

Im Gegensatz zu femininen Substantiven finden wir den


Umlaut im Plural (Beispiel: Stühle, Bäume...) sehr häufig!

Sonderfall „n-Deklination“

Substantive, die zur n-Deklination gezählt werden, erhalten


schon in den Singularformen (Ausnahme Nominativ) und
natürlich in allen Pluralformen ein „-n“ oder „-en“.

Nominativ Singular: der Mensch, der Dozent

alle anderen Formen, Sing. + Plural: Menschen, Dozenten

Zu dieser Gruppe gehören nur maskuline Substantive;


Ausnahme: das Herz.
Substantive auf „-er“, „-el“ oder „-en“

Maskuline Substantive mit den Endungen „-er“, „-el“ oder


„-en“ haben im Plural dieselbe Form wie im Singular. Oft
werden sie auch - wenn es möglich ist - umgelautet.

der Lehrer, die Lehrer - der Schüler, die Schüler

der Schlüssel, die Schlüssel - der Vogel, die Vögel

der Wagen, die Wagen - der Schaden, die Schäden

Ausnahmen:

der Muskel, die Muskeln - der Bauer, die Bauern

Außerdem:

1. Tageszeiten, Jahreszeiten, Monate, Tage: maskulin!

der Vormittag, der Frühling, der Januar, der Mittwoch

aber Vorsicht: die Nacht, die Woche, das Jahr

2. Himmelsrichtungen, Winde, Niederschläge: maskulin.

der Norden, der Sturm, der Regen, der Schnee

3. viele Geldbezeichnungen: maskulin.

der Dollar, der Franken, der Escudo, der Euro

aber: die Mark, das Pfund


Neutrale Substantive

Tabelle 3

-chen Mädchen, Männchen


-lein Fräulein, Kindlein
-tel Drittel, Viertel
-tum Eigentum, Christentum
-in Benzin, Nikotin
-ing Doping, Meeting
-um Datum, Album
-ma Klima, Komma
-ment Dokument, Experiment
-ett Tablett, Ballett
-o Büro, Auto

Pluralbildung

Die wichtigste Pluralendung im Neutrum ist das „-e“.

Spiel(e) Pferd(e) Telefon(e) Substantiv(e)

Substantive auf „-er“, „-el“ oder „-en“

Neutrale Substantive auf „-er“, „-el“ oder „-en“ haben im


Plural dieselbe Form wie im Singular.
das Fenster, die Fenster - das Messer, die Messer

das Schlüssel, die Schlüssel - das Viertel, die Viertel

das Mädchen, die Mädchen - das Essen, die Essen

Substantive auf „-o“, „-a“ oder „-y“

Substantive mit den Endungen „-o“, „-a“ oder „-y“ bilden


ihren Plural mit „-s“, egal ob sie neutrum, maskulin oder
feminin sind.

das Auto, Autos

die Kamera, Kameras

das Baby, Babys

Einsilbige neutrale Substantive

Oft erhalten einsilbige neutrale Substantive die


Pluralendung „-er“. Meistens werden sie dann auch
umgelautet.

das Haus, Häuser

das Bild, Bilder

das Dach, Dächer

außerdem

1. Kollektivbegriffe mit der Vorsilbe „Ge-“: neutrum!


das Gebirge, das Gewässer, das Geschrei

2. Wörter aus anderen Wortklassen, die manchmal


substantiviert werden: immer neutrum!

das Schöne das Lesen,

das vertraute Du das Ja und Nein

3. Geographische Namen <Artikel nur mit Attribut> *: sehr,


sehr oft neutrum!

<das moderne> Frankreich, <das alte> Europa, <das heiße>


Afrika

aber: die Schweiz, der Libanon, der Irak, der Iran, die
Niederlande

* Denken Sie daran: Geographische Namen ohne Attribut haben im Allgemeinen


keinen Artikel.