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Alter Orient und Altes Testament

Veröffentlichungen zur Kultur und Geschichte des Alten Orients und des Alten Testaments

Herausgeber Manfried Dietrich· Oswald Loretz

1997

Verlag Butzon & Bercker Kevelaer

Neukirchener Verlag Neukirchen-Vluyn

Ana sadl Labnani lü allik

Beiträge zu altorientalischen und

mittelmeerischen Kulturen

Festschrift für Wolfgang Röllig

Herausgegeben von Beate PongratzcLeisten Hartmut Kühne Paolo Xella

1997

Verlag Butzon & Bercker Kevelaer

Neukirchener Verlag Neukirchen-Vluyn,

324

S. Parpola

324 S. Parpola Toponyme als Ansdruck assyrischen Herrschaftsanspruchs Beate Pongratz-Leisten, Tübingen In einer
324 S. Parpola Toponyme als Ansdruck assyrischen Herrschaftsanspruchs Beate Pongratz-Leisten, Tübingen In einer
324 S. Parpola Toponyme als Ansdruck assyrischen Herrschaftsanspruchs Beate Pongratz-Leisten, Tübingen In einer

Toponyme als Ansdruck assyrischen Herrschaftsanspruchs

Beate Pongratz-Leisten, Tübingen

In einer früheren Arbeit habe ich in Anlehnung an das von H. Cancik entwickelte Konzept

In einer früheren Arbeit habe ich in Anlehnung an das von H. Cancik entwickelte Konzept der "sacred landscape HI ein Modell-der- Wahrnehmung und religiösen Besetzung des Raumes in Mesopohmuen entworfen, das in der mental map zwischen der Mythologisierung des Raumes einerseits und seiner Ritualisierung andererseits unterscheidet.' Im Blickpunkt standen dabei zum einen der spracWiche Akt der Besetzung von Raum mit mythi- schen Konnotationen, wie er sich in Kosmologien, Mythen der Städtegrün- dung, der Deifizierung von Flüssen und Gebirgen oder der Zuordnung von Göttern und Dämonen zu bestimmten Bereichen äußert,3 also die Mytholo- gisierung 4es gesamten Lebensraumes, und zum anderen die Ritualisierung

des Raumes über symbolische Handlungen während der Festzeit,4 die inner-

halb der mythologisierten Landschaft Akzente setzt und zwischen bestimm- ten Bereichen, die im profanen Alltag unabhängig voneinander existieren, eine Beziehung herstellt.' Programm dieser Ritualisierung während der Festzeit war die Unterwerfung des als ungeordnet wahrgenommenen Be- reichs unter die Kontrolle des Zentrums. Als Möglichkeiten der Realisie- rung dieser Kontrolle wurde zum einen die akUu-Prozession der Götter Marduk und Assur in Babylonien und Assyrien angeführt, durch die der auf der mythologischen Ebene als Bereich der Antiordnung konnotierte Raum

der Herrschaftskontrolle des Zentrums unterworfen wird. Auf der anderen

der Herrschaftskontrolle des Zentrums unterworfen wird. Auf der anderen

Seite ließ sich die gemeinschaftliche Prozession von Stadtgott und assyri- schem König anläßlich von akftu-Festen in assyrischen Residenzstädten und

 

militärstrategisch wichtigen Provinzstädten als Mittel deuten, den terri- torialen Führungsanspruch des assyrischen Königs über das Universum 6 zu visualisieren.

Ziel des vorliegenden Artikels ist es, auf dem Wege einer weitergehen-

den Differenzierung nun die Kontrolle über den Sprachakt

im Kontext mi li-

I

Cancik (1985-86) 250-260.

, Pongratz-Leisten (1994), fUr die theoretischen Ausftihrungen s. Kap. 11.2.

3 Pongratz-Leisten a.O. 15.

3 Pongratz-Leisten a.O. 15.

4 Zum sakralen versus profanen Alltag im Kult s. Assmapr.c(1991) ·105 f.

5 Pongratz-Leisten a.O. 16.

6 Pongratz-Leisten (1996) im Druck. Eine leicht veränderte Version ist zu fmden in: - The Interplay of Military Strategy and Cultic Practice in Assyrian Politics, Vortrag gehalten auf dem Kongress Assyria, 1995 in Helsink:i, im Druck.

326

B. Pongratz-Leisten

tärischer Eroberungspolitik herauszuarbeiten. Im Zentrum der folgenden Ausführungen soll der Akt der Umbenennung von Städten bzw. die Benen- nung von Neugründungen in eroberten Gebieten im Rahmen assyrischer Militärpolitik stehen.

Neben der Zerstörung von Städten und ihrem agrarischem Umland 7 so- wie der Deportation der Bevölkerung,8 cl.h. der Eliminierung eines Gemein-

wesens,' verfolgte die assyrische Politik in den eroberten Gebieten seit der

mittelassyrischen Zeit ,den Aufbau eines Netzwerkes assyrischer Zentren,

die im Laufe des 8. Jahrhunderts zu nudei assyrischer Provinzen wurden. lO Aus den mittel- und neuassyrischen Inschriften wird deutlich, daß der Auf-

bau dieses Netzwerkes von assyrischen Zentren entweder auf dem Ausbau

bereits existierender Orte oder auf Neugründungen beruhte. H. Kühneil hat überzeugend dargestellt, daß im Gebiet des unteren Jjäbür allerdings auch

das Hinterland dieser Zentren bereits in mittelassyrischer Zeit unter assyri-

scher Kontrolle stand, und die politische Entwicklung im 9. Jahrhundert eher als Kontinuum der mittelassyrischen Zeit betrachtet werden sollte. Die

Übernahme von Orten.- ana ramänija a$bat/lü amnu - ging, wie bereits von

M. Liverani hervorgehoben,12 mit der Aneignung lJ oder neuen Errichtung J4

eines ekallu als staatlich administrativem Zentrum 15 einher. Daneben

7 S. eole, The Destruction or"Orchards and Gardens in Assyrian Warfare, Vortrag gehalten auf dem Kongress Assyria, 1995 in Helsinki, im Druck.

s Oded (1979); Freydank (1972).

9 Häufig beschrieben mit der mythischen Konnotation der Sintflut wie z.B. bei

Tigl. 1.: ON URU dan-nu-ti-su-nu ki-ma DU 6 a-bu-be a§-bu-up "Ich zerstörte ON,

ihre Festungsstadt, so daß sie aussah wie ein (von) der Sintflut (zurückgelassener)

Ruinenhügel." (RlMA 11, S.24, A.O.87.1, 99-100; ähnlich Adad-nirärI 1I: S.149,

A,0.99.2,31-32).

10 M. Liverani CI 988)

Umwandlungsprozeß von Städten als Zentren eines Netzwerkes zu nuclei von assy-

,,network empire" und

"territorial empire"; S. 81 Anm. 2-5 Verweise auf frühere Literatur.

11 Kühne (1995).

12 Liverani a.O. 88.

13 Adad-nlrärI II: E.GALmeS- su a-na ra-ma-ni-ia fl u' am-nu "Seine Paläste betrach-

tete ich als die meinen." (RlMA 11, S. ISO, A.O.99.2, 47).

14 Adad-nIrärI II. baut Apku neu auf und errichtet darin seinen Palast: E.GAL be-lu- ti-la su-tur-ta i-na qe-reb-su ar-$fp (RlMA Ir, S. 149 A.O.99.2, 38). Zur Schreibung Apku anstatt Apqu s. J.N. Postgate (1985) 99. Zur Lokalisierung s. Karte bei

Cancik-Kirschbaum (1996) 34 Abb. 7.

auch Cancik-

Kirschbawn a.O. 26.

rischen Provinzen und benutzt dafür die Schlüsselworte:

umschreibt die Entwicklung des assyrischen Reiches als

15 Zu Städten mit solchen ekalläte für die mittel assyrische Zeit s.

Toponyme als Ausdruck assyrischen Herrschaftsanspruchs

327

erfolgte die Einrichtung von Getreid~spe.ichem,16 deren ~weck d;r Tribut~

zahlung wie wDhi auch der Verprovlantlerung des assynschen Heeres bel

einem weiteren Durchzug galt Ein idealtypisches Beispiel für eine Aneignung einer bereits ~xistieren­

de~ assyr!-

den Stadt, verbunden zusätzlich mit der Aufstellung einer Statue

sehen Königs und der Anbringung seiner Stele an der Stadtmauer, bIetet dIe Schilderung Assurnä!irpals H. anläßlich der Eroberung von Tusha: I7

is-tu KUR ni-Ir-bi at-tum,-sa a-na URU tu-us-ba Jlaq-ti-rib URU tu-

2l

us-ha ana es-su-te a$-bat BAD-su la-he-ru u-na-kir7 a-sar-su u-me-si

da~-na-S!, ak-sud BAD GIBIL 41TA us-se-su a-di gaba-dib-bi-su ar-$ip ii-sek-li! u-sar-rih E.GAL-lum li-na su-bat MAN-ti-a ina lib-bi ad-di

u-re-te 5)E.GAL si-i TA us-se-sa. a-di

giSIGmeS DU-us fna KAmeS

M

gaba-dib-bi-sa ar-$ip u-sek-li! $a-lam bu-na-ni-.a sa NA 4 pi-li BABB~­

e DU-us

ta-na-ti

6)kis-su-ti-a

su-tu-ur-te

u

i/-ka-kat

qur-dl-w

sa

KUR.KUR na-i-ri e-tap-pa-su iz NA 4 .NA.RU.A ina BAD-szi

GAR-un UNmes KUR as-sur an-sa-te sa

TA pa-an su-un-qi bu-bu-te a-na KURKURme! 81§li-ni-ate a-na KUR sub-re-e e-/i-u-ni u-te-ra-su-nu ina URU tu-us-ba u-sa-a~-bit-su-nuURU

su-a-tu a-na ra-me-ni-a 91 a $-bat SE.AMme! SE.IN.NUme! sa KUR ni-ir- bi ina lib-bi DUB-uk

ina sA SAR ina URU tu-us-ba 71 u - se - z i-

,,'" Von Nirbu aus näherte ich mich Tusha. 31Tusha reorganisierte ich.

Seine alte Mauer riß ich nieder, maß sein Gebiet aus, erreIchte semen

Baugrund und errichtete eine neue Mauer 41 von ihrem Fundament bis zu ihrer Zinne und vollendete und verschönte (sie). Emen Palast als SItz

meines Königtums errichtete ich. Ich fertigte Türen an ~d hängte si.e in ihre Tore. 5)Diesen Palast errichtete und vollendete Ich von semen Fundamenten bis zu seinen Zinnen. Ich fertigte ein Bildnis meiner selbst

aus weißem Kalkstein an und schrieb darauf 61den Ruhm meiner über-

Jroßen Macht und meiner Ruhmestaten, die ich in den Nairi-Ländem

~ollbrachthabe, schrieb ich darauf und stellte sie in der Stadt Tusha 71 au f. Eine Stele beschrieb ich und brachte sie an der Stadtmauer an. DIe

geschwächten Assyrer, die aus Hungersnot in 8)ander~ ~.egiqnen nach

16 Tiglatpilesar 1.: RlMA 11, S.26, A.0.87.1 VI 1_00:104:. A~sur~~än IL RlMA ~I,.

(! 135 A.O.98.1 64-65' Tukulti~NinurtaH.: [ekallatt ma slddl mtillla ar$lp epznniitl ~~asiddf mälfia arkus ~E.A]M.MEStab~ka-ral-[ni ana eristi mätfia eli sa.pän usiitir

atbuk eli miit assur mata eli UNj.'MES7-sa UN.ME[S uraddi] ,,[Ich emchtete Pa-

läste in verschiedenen Bereichen meines Landes, bespannte Pflüge In vers.chlede.nen Bereichen meines Landes] und [hortete mehr] [Getr]eide als [der Bedarf memes Landes (erforderte). Zum Land Assyrien fUgte ich Land, zu den Menschen] Men·

sehen

RlMA 11, S. 202, A.0.101 col.II 9.

[hinzu]."

(RlMA 11,

S.168,

Rs.

17 RJMA 1I, S. 202 A.0.101.1 col.112-9.

3'-4');

des

weiteren

Assumä!irpalll.

328

B. Pongratz-Leisten

Subria gezogen waren, holte ich zwiick und siedelte sie in Tusha an. Ich eignete mir Tusga 9)an und lagerte Gerste und Stroh ein." -

Neben der Aneignung existierte der bereits erwähnte Akt der Neugrün- dung von (Garnisons)städten zur Errichtung des militärischen und kommu-

nikativen Netzwerkes.'Nach Aussage von M. Liverani l8 sind dazu die in den

Königsinschriften zahlreichen vertretenen Städte mit Namen, die die Ele-

mente Dür-

und Kär-

enthalten," zu zählen. Dabei sind, zumindest ur-

sprünglich, mit dem Element Dür- Landfestungen, mit Kär- die an den Flüs- sen gelegenen Garnisonsstädte bezeichnet. 20 Gleichzeitig beinhaltet das Ele:n ent Kär- wohl auch immer den ökonomischen Aspekt der Handels- statIOn oder Handelsstadt. In der rnittelassyrischen Zeit werden die Namen

von Festungen kleineren Ausmaßes oder sogar befestigter Gehöfte mit dem

Es scheint, daß der Namenstyp Dunni-

+ PN 11'; der neuassynschen Zeit von dem Typ Kapar + PN abgelöst wird,"

ob es SIch dabeI allerdmgs auch um befestigte Gehöfte gehandelt hat unsicher.

Die Ortsnamen des Typs DÜf-KN/GN oder Kär-KN/GN sind keine Er- findung der mittelassyrischen Zeit, sondern sind - wenn auch verhältnis- mäßig selten:- bereits seit der präsargonischen Zeit belegt." In der altbaby- 10msehen Zelt 1St em Zuwachs des Typs Dür-KN und Dilr-GN zu beob- acbten. So ist fast ftir jeden Konig der Dynastie BabyIons ein Ortsname des Typs Dilr-KN belegt. 24 Dasselbe gilt ftir die Könige Jagdun-Lim 25 und

ist

Element Dunni- + GNIPN gebildet."

'

18 Liverani a.O. 88.

19 S. Belege bei Parpola NAT 108 passim und 195 passim.

20 Zu den Toponymen mit den Elementen Kär-, Dur-, Til- und BIt~ s. H. Limet

(1977), spez. 109 ff.

21 S. Ortsnamen bei Nashef, RGTC 5, 84-87; Parpola, NAT, weist fUr die neuas-

sY,nsche Zelt nur das elamitische Dunni-Samas auf. In der mittelassyrischen Zeit WIrd ~as Eler.nent Dunnu- in der babylonischen Region mit einem GN wie z.B. DU;:llu-Adad,.m der assyrisc.hen ~egion dagegen bis auf wenige Ausnalunen (Dunni- Assur, ?unm-~~gal, Cancik-Kirschbaum 31, Abb.6) mit einem PN verbunden:

Dunnu-~a AsuslJa, Dunnu-sa-Bel-musallaje, Dunnu-sa-Bür-na$ir, Dunnu-sa Erabi,

~unnu-sa-Ete1pü, I?unn~~Sa-IluJIlI

L~UM-ME, Dunnu-~a~.man

Dunnu-sa-Kidin-iläni, Dunnu-sa-LU

:eris,

, Dunnu-sa-mär-sarri, Dunnu-sa-Ninuaje, Dunnu-sa-

, Dunnu-sa-Sulmanu-

Pallpala, Dunnu~sa·SmIJa, Dunnu-Sa-Salme, Dunnu-sa-Silli-

nfuiir, Dunnu-sa-Sumu-libSi, Dunnu-sa-Suzube, RGTC 5, 84-87.

" S. zahlreiche Belege in den Indices von SAA I S. 237, SAA V S. 340 f. S. 181, SAA XII S. 154.

SAA XI

'

2l

S . RGTC 1,22 f., 32 ff., 83; RGTC 2, 22 ff., 35 f., 92 f.

~4 Dür-S_umul~el, Dür-Apil-Sfn,

Dür-Stn-muballil,

Dür-Hammurabi, Dfir-Samsu-

Iluna, Dur-Abl-esu!), Dilr-Ammiditana, Dür-Ammi!aduqa (s. RGTC 3,57-63).

Toponyme als Ausdruck assyrischen Herrschaftsanspruchs

329

Jasmag-Adad von Mari." ISbi-Erra, der letzte König der Isin-Dynastie, be- vorzugt dagegen Ortsnamen des Typs Dür-KN/GN + prädizierendem" Zu-

satz, und läßt damit als erster Herrscher ein ausformuliertes Programm in seinem Städteonomastikon erkennen, wie es dann in der neuassyrischen Zeit

geläufig wird:

DÜY-lStar-taram-ISbi-Erra 28 ,,Festung, 0 Htar, du liebst ISbi-Erra" Dur-libür-Isbi-Erra "Festung, ISbi-Erra möge dauern"

DÜr-rim-dEnlil

"Festung, Stier des Enlil"

Daneben sind in der altbabylonischen Zeit vermehrt die Typen Dür-GN und Kär-GN bezeugt." Diese Tradition wird in der mittelbahylonischen Zeit auch in der babylonischen Region verstärkt fortgeftihrt, wobei nun das offizielle babylonische Pantheon in den Ortsnamen voll vertreten ist." Das Element Dür- ist allerdings nicht auf das Onomastikon der Städte beschränkt, sondern ist auch Bestandteil vonPersonennamen. 3 \ Thema der folgenden Ausftihrungen sind nun nicht die anfangs geschil- derten realpolitischen Praktiken der Aneignung oder Zerstörung des "Fremden'\ die auch dem Jubilar ein Anliegen gewesen sind. J2 Vielmehr

25 Zu den mit dem Element -Lim gebildeten Namen s. M. Krebernik, RIA 7 (1987-

1990) 25-27.

2~ DÜf-Jaj)dun-Lim, DÜf-Jasma!)-Adad.

27 Zu prädizierenden und attribuierenden Aussagen im Babylonischen und Assy-

rischen s. Landsberger (1926) 360 f.

28 Mit tardm-lSbi-Erra liegt eine Krasis vor « tarammf-lSbi~Erra).

29 RGTC 3, 59-63, 133-134.

30 Dür- + ON: Amurru, Belet-ilI, Bel-matäti, Enlil, Oula, !Star, ISum, Marduk, Nabl1,

Nergal, Ningal, Ninlil, Ninmaj), Ninurta, Nusku, Papsukkal, Sebettu, Sin, SI-lab at

(RGTC 5, 88-100).

Kär- + GN: Baba, Bel-mätäti, Damu, Enlil, IStar, Mami, Marduk, Nabü, Nineanna, :N"ingirsu, Ninlil, NinSAR, Ninsianna, Ninurta, Nusku, Sin, Sukkal, Samas, SI-läbat,

Uras (RGTC 5,152-161).

DUr + KN: Kadasman-Enlil, Kurigalzu, der älteren Zeit: Rim-Sin, Sin-muballit,

Sumu-Ia-El, Sarru-ken, Sulgi (ebenda).

Kär- + KN: Kastiljalu (RGTC 5, 156).

Kombination: aus Dür+Kär- : Kär-Dilr-Apil-Sin (RGTC 5, 153).

JI SO z.B. DÜf-maki-Adad (APN 72), DÜf-malG-AsSur (APN, 72; NATA I 27 obv. 5), Dilr-maki-lStar (APN 72), Nabil-dilr-maki (NATA I 35, r. 20), Dilr-Assur (APN 71, NATA 1 60 r. 12), DÜf-keni (OMA 1 195), DÜf-mäti-Assur (Eponym 901 v.Chr., SAAS 2, S. 94), Dilr-nä'id (APN 72), Nabfr-dilr-qäii (APN 72).

32 Röllig (1996), siehe dort auch Anm. 2 mit weiterfUhrender Literatur.

330

B. Pongratz-Leisten

soll im Blickpunkt der Aneignungsprozeß auf sprachlicher Ehene stehen, d.h. der Akt der Inhesitznahme über den Weg der Umbenennung von Städten und der Benennung von Neugründungen, da dieser Sprachakt ebenso wie die Bildkunst - Errichtung der Königsstatue und Königsstele - Ausdruck eines ideologischen Programms ist.

Aus Platzgründen kann hier nicht jeweils in extenso die historische Situation geschildert werden, ebenso muß auf das ausführliche Zitieren der

entsprechenden TextsteIlen verzichtet werden.

Tukulti-Ninurta I.

In der mittelassyrischen Zeit liegt mit TukultI-Ninurta I. der erste Beleg für die Verbindung von Kär- und Königsname vor:

- Neugründung seiner Residenzstadt Kär-Tukulti-Ninurta 33

Assur-bel-kala

Assur-bel-kala berichtet

in

seinem "Zerbrochenen Obelisken H34

zum

ersten Mal über die Stadt Dür-katlimmu im .zusammenhang mit seinem

Feldzug gegen die Aramu.

- Där-katlimmu 35

Assur-resa-isi 1.

Aus Apku-sa-Adad stammt eine Ziegelinschrift" mit einem Hinweis auf den Bau eines Palastes durch Assur-resa-isi, die implizit auf die Aneignung der Stadt und ihre Umbenennung oder ihre Neugründung hinweist.

Tiglatpilesar I.

Aus der Zeit Tiglapilesars 1. sind vor einiger Zeit Zylinderinschriften eines Provinzfürsten namens Assur-kettI-leser bekannt geworden,37 die er-

Jl RlMA I, S.270, A.0.78.22; S. 271 ff., A.0.78.23; S.275 A.0.78.24; S. 277 f.,

A.0.78.25.

J4 RIMA 11, A.0.89.7, Zln. 21-22.

35 Bereits von E. Ungerversuchsweise mit dem altbabylonischen DÜf-Igitlim iden-

tifiziert, Röllig, OrNS 47, 421. Nach Röllig a.O. 429 wurde wohl bereits in der

mittelassyrischen Zeit die Herkunft von dem Gott Lim als Element des Namens nicht mehr verstanden, da der Name stets auf ~limu endet. Neuassyrisch findet sich dann die etymologisierte Schreibung adÜk-l-iim "ich tötete eintausend" (Röllig ebenda).

30

RlMA I A.0.86.IO.

37

Maul (1992).

ebenda). 30 RlMA I A.0.86.IO. 37 Maul (1992). kennen lassen, daß dieser den heute unter dem

kennen lassen, daß dieser den heute unter dem Namen Tall Bderi bekannten Hügel besiedelt, befestigt und ihr seinen Namen gegeben hat."

"Dür-Assur-kettl-leser"

DÜI'-Assur-ketti-leser

-

Tukulti-Ninurta II.

Als Neugründung ist wahrscheinlich die in den Inschriften TukultI-

Ninurtas H.

Tukulti-Ninurta anzusehen,

envähnte,

aber

ansonsten

deren Name

unbekannte

Stadt

Nemed-

auf einer Steinplatte

aus

Ninive in Verbindung mit einem ekallu erwähnt wird. 39

Assurnti.?irpal Il.

Ausgangspunkt für Feldzug zum Nispi-Berg 4O in der 4. Kampagne:

Arragdi

Tukulti-Assur-a$bat"

,,(Mit) der Hilfe von Assur habe ich (sie ~ die Stadt) erobert.""

(Bezeichnung

d. Lullu)

Feldzug nach Mazamua, in den Bergen östlich von Kirkük gelegen, Wiederaufbau und Umbenennung:

der Stadt Atlila

---7

Diir-Assur"

,,Festung des Assur"44

38 a.O. 20 2ln. 2-8. Hier ist die in dem PN ausgedIückte Ideologie ,,0 Assur, meine Legitimität möge gedeihen" durch das Element Dür- in den ON übertragen.

39 RlMA 11, S. 179 i., A.0.I00.6, 10.

40 Liverani (1992) 49.

41 RIMA H, S.205, A.O.lOl.l, H 48. Ansonsten nicht belegt; zu Lokalisierungs- verschlag s. Kessler ebenda.

42 In dem Mazamua Itinerary SAA XI 14 19 aus der Zeit Sargons H. wird die Be-

zei.chnung Assurnä$irpals nicht (mehr?) benutzt, sondern Arragdi, die Eigen-

Zamua

bezeichnung der Lullu,

zum

Itinerar s.

L.D.

Levine,

K.4675+

-

The

Itinerary, SAAB 3 (1989) 75-92. Als Parallele zu vorliegendem Ortsnamen ist der

Personenname {Ina)-Assur-asbat ,,(Mit) Assur habe ich erobert" anzuführen. Daß es sich hier um einen stat. constr. im Genitiv handeln muß, ist-dadurch erwiesen, daß der Nominativ im Assyrischen tukuita Assur und babylonisch tuklat Assur lauten müßte. Als Erklärung :fiir die Tatsache, daß bis auf geringe Ausnahmen (Ana-Assur- uter-a$bat, NAT 18; Ina~birmanat, NAT 174) keine Ortsnamen mit den Präpositio- nen ina oder ana gebildet werden, mag gelten, daß ihnen ebendiese Präpositionen im Satz häufig vorangehen, und ansonsten eine Verdopplung der Präposition ge- geben wäre. Bei den Personennamen dagegen lassen sich beide Variationen beob- achten, so existieren PN mit Präpositionen wie auch ohne dieselben, s. OMA I 86-

87,254-256.

4l RlMA 11, S. 208, A.O.IOU 11 84b-86a; S. 249 A.0.I0U7. I11136'-137'.

44 Dur-AMur wird nochmals im Mazamua ltinerary {SAA XI 14 r.3.5.6).erwährit, s. auch Levine a.D. 87 f.; ebenso ist es bei Assurbanipal in seiner 5. KamPl:lgne gegen

D. rungralz-LelS~en

Feldzüge im Bereich des Mittleren Euphrats und Uäbürs während der 7. und 8. Kamp. (877-876 v.Chr.), Gründnng der Städte:

-

Kiir-Assurn~irpal

Nebarti-Assur 46

Wiederaufbau mit Errichtung von

,,Kai des Assurnä:;iirpal<l4S "Furt des Assur,,47

Palast und

Tempel

für Mamu,

Umbenennung von

Imgur-Bel

"Es gefiel Bel""

(wobei der alte Name nicht genannt wird)

Salmanassar 111.

Feldzüge nach BIt Adini, Eroberung der Hauptstadt Til Barsib 856 v.Chr.)

(854-

Pilru (heth. Be- zeichnung)

-->

Ana-Assur-uter-asbat

"Ich habe (sieles = die Stadt/das Land) (der Herrschaft) Assurs wieder zugeführt und

 

reorganisiert 49 "

Til-Barsib

-->

Kiir-Sulmänu-asared

"Kai des Salma-

 

nassar"so

Nappigi

-7

Lft-Assur

"Sieg des Assur"Sl

die Mannäer genannt, Iraq 7, Nr. 25, 18 (parpola NAT 108); zu Lokalisierungsvor- schlag s. K. Kessler, Assyrien bis 800 v.Chr., B IV 10 (1987); Liveranl (1992) 55.

45 Röllig (1980b). Liverani (1992) 71. Der Ortsname wird in der Stele der Nergal- eres aus der Zeit Adad-nlrärls III. erwähnt, Unger, PKOM 2 (1916) 12,24 (Parpola NAT 196).

46 RIMA 11, S. 216, A.0.I01.1 1II 50; zur geographIschen Lage s. Liverani (1988) ligA.

47 Liverani (1992) 71.

" RIMA 11, S.320, A.0.I01.50, 21b-34a; S.323, A.0.I01.51, 28b-30. Wieder erwähnt bei Samsi-Adad V. (I R 29.45); Sanherib (in Dokument ausMamu-Tempel, Iraq 25,95 BT 119, 3-4); Asarhaddon (Iraq 25, 92, BT 107,2) s. Parpola NAT 173; Assurbanipal (SAA XI 1 Rs. II 31). Dieser Ortsname existiert ebenso als Personen-

name und als Name der Stadtmauer von Babyion (BTT s. Angaben in General

Index, S. 484).

49 "Schwarzer Obelisk", Luckenbill §§ 560 (ICC pis. 88-89 11.35-44), njwtiier

~fegt.

>" /r-; :}'.

:~

r'~: ::-

J:),

![H-/

}

/"

50 "Monolith Inscription", Luckenbill §§ 602 (3 III pI. 8 col. II 30-35) wieder er- wähnt bei Samsi-Adad V. (I R 30 11 9); Sahnanassar stellt zwei Löwen am Stadttor auf (RA 27, 18, 19), Parpola, NAT 199. Der Name der Stadt lautet auch noch in der Zeit Assurbanipals Kiir-8ulmänu-asared (SM XI 1 RS.1I 21'; SM XI 178 14').

51 Bereits 100 Jahre später ist unter Tiglatpilesar III. die Umbenennung Sahna- nassars IH. nicht mehr in Erinnerung und der Ort taucht unter seiner alten Benen-

loponyme als Ausdruck assynschen Herrschaftsanspruchs

333

A/ligu

--> A~bat-lakum?2

"leh eroberte (die Stadt und) will (dort)

 

bleiben"

Rugu/lti

-->

Qibft-

"

(Auf) Befehl [von

 

GN?)"53

Tiglatpilesar III.

- Feldzug gegen die Aramäerstämme im Jahre 745 v.Chr., Umbenen- nung der Stadt und Errichtung eines ekallu:

lfumut

Feldzug nach Medien, Neugriindung der Stadt:

-7

Kiir-Assuy 4

"Kai des Assur"

Dur-tukultf-apil-Esarra

-->

,,Dür-Tiglatpilesar"55

Kampagne gegen Ulluba (739 v.Chr.), Annexion an das assyrische Reich, Neugründung und Einsetzung eines Eunuchen:

A§§ur-iqfsa

','"

'.",

-->

a<. ':

,,Assur hat (sie = die Stadt)

mir geschcnkt"S6

"

<

,<. )

"~I;.\1"':;"

Sargon 11.:

Im Gegensatz zu seinen Vorgängern beschränkt sich Sargon II. bis auf

+ ;I/CV?f'.lU.'4/IU'~';i\ f\ ~O }){;,!;:

'v

(i

'L"

''':''

wenige Ausnahmen 57 auf Ortsnamen, die eine

Verbindung aus Kar- oder

PI

I

l-.

(

nung in den Inschriften Tiglatpilesars auf (Tadmor, Tigl. III., Mise. I 5, St 11 5).

M.E. darf aufgrund dieser Belege in Summary Inser. 9 11' nicht zu

in

Mazamua Itinerary SAA XI 14 Rs, 2.3) belegt.

52 Assyrischer Prekativ mit überhängendem Vokal -u nach geschlossener Silbe.

Nach Parpola NAT 41 nur hier belegt.

53 Auch hier handelt es sich wieder um einen stat. constr. Ün ÖenÜiv mit vorail-

gehender, aber nicht geschriebener Präposition ina; als Konstruktion ist hier (InaJ- qibit-GN anzusetzen. Nach ParpolaNAT 286 das einzige Toponym mit dem Ele-

und nur hier belegt. Qibit-Assur kann nicht' gemeint sein, denn das

ment Qibft-

ergänzt werden.

Li]-ti-As-sur

185 und

Ebenso

ist Nampigi

der Zeit

Sargons 11. (SAA I

wird erst von Adad-nIrärI!IL gegründet (SAA XII 1 Vs.5). Im neuassyrischen Onomastikon ist die Verbindung I(Ina)-qibit-GN häufiger anzutreffen, so IQibit-

Assur (NATA I 33 obv. 12 passim; 51 obv. 3 passim), I Qibit-IStar (NATA I 14').

54 Tadmor, Tig!. IH., Ann. 9 2-3; Summ, 1 7, Summ. 7 10-11; s. zur Frage der

Lokalisierung Brinkman, PHPKB 230 m. Anm. 1447. Wieder erwähnt bei

Sargon 11. (SM V 250), Asarhaddon (Borger, Ash., § 64 Vs. 23); s. auch SAA VII 23 Rs. 7 (Zeit Ash. oder Asb.).

S5 Tadmor, Tigt IIL, Summ. 7 40, wieder erwähnt im Mazamua ltinerary SAA XI

14 Rs. 17.19; in SAA XI 105 6' sollte statt Kiir]- zu DUr]- ergänzt werden.

" Tadmor a.O. 127,29; 135, 29'-30'.

57 S.u. Enlil-iqIsa. Wahrscheinlich gehört auch Sarru-iqbi dazu, obwohl es in den Inschriften Sargons H. nicht explizit als Ort, der erobert und umbeIiannt wurde,

334

B. Pongratz-Leisten

Dür- mit einem Gottesnamen oder dem Köriigsnamen aufweisen. Seine neu gegründete Residenz nennt er Diir-Sarru-ken.'8 Die Auswahl der Gottes- namen in den Namenstypen KärlDür + ON ist teilweise vergleichbar mit

den Göttern, denen Sargon in seiner Residenz einen Tempel gestiftet hat: so sind in den Toponymen ebenfalls die Götter Nabfi, Sln und Adad belegt.

Hinzu kommen der Gott Nergal in Kär-Nergal (anstatt Ninurta?) und die

Göttin Istar (Kar-IStar).

- Feldzug gegen Medien im 6. Regierungsjahr, Eroberung, Ernennung

zur Provinzhauptstadt und Umbenennung von:

KiSessim

-.

Kär-Nergaf'

in NartuJMedien Eroberung, Ernennung zur Provinzhauptstadt und Um-

benennung

ljarbar

---7

Kär-Sarru-ukin 60

Ausbau und Urnbenennung von Festungen in Närtu: 61

Prunk. 64

Kise§!u

Kindäu

Bft-Bagaja

Anzaria

Ann.l13

Kiseslu

Kindäu

- Anzaria

Bft-Gabaja

umbenannt in:

. Kär-Nabii"

Kär-Sfn 63

Kär-Adad"

Kär-Istar

- Eroberung des Gebietes von Gambulu im 12. Reg.-Jahr verbunden mit Eroberung, Ernennung zur Hauptstadt der Provinz und Umbe- nennung von: 65

Dür Atbara

->

Dür-NabU

envähnt wird (ND 2664,6 (Parker, Iraq 23, 42). Sarru-iqbi wird als assyrische Festung wieder unter Asarhaddon in den Anfragen eIWähnt (SAA IV 29). Assur- banipal rühmt sich, diese Festung von den Mannäern riickerobert zu haben (AS 5,

52.71).

58 S. Belege in Fuchs, Index, S. 431.

59 Röllig (1980d) ist hier zu revidieren; Fuchs, Ann. 93-95, Prunk. 59-60 und

S.442, 443; es fragt sich, wie der Text SAA XI 2 zu datieren ist, der in Z.5 Kisessim und in Z. 3 Jjarbar erwähnt; er gehört entweder in die Zeit vor die Erobe- rung dieser Städte durch Sargon oder in die Zeit Asarhaddons oder Assurbanipals.

6il Fuchs a.O. Ann. 96-100 und S. 437, 442.

61

Fuchs a.O. Ann. 113-114, Prunk 64-65 und S. 442, 445 f.

"

Röllig (1980c).

63

Röllig (1980e).

64 Wieder erwähnt in SAA VII 161 Rs. 10, aus der Zeit Ash. oder Asb. Bei TigI.lIl.

Ann. 22, 3 kann nicht dasselbe Kär-Adad gemeint sein, s. auch Tadmor, S.61 Anm. 6, der es mit Balab identifizieren möchte.

65 Fuchs a.O. Ann. 279-280 und S. 430; Röllig (19801).

Toponyme als Ausdruck assyrischen Herrschaftsanspruchs

335

- Feldzug gegen Elam, Eroberung und Umbenennung von

Sam)üna

-?

Enlil-iqfsa

"Enlil hat sie mir ge-

schenkt"66

Sanherib:

2. Kampagne gegen Kassiten, Elippi, BIt-Barrü Eroberung und Umbenennung der Provinzhauptstadt von Bit Barrü:

E!enzas

->

Kär-Sin-abbi!-eriba 67

Asarhaddon:

- Feldzug gegen Sidon, Zerstörung der Stadt und NeugTÜndung von:

Kär-Asarhaddon"

Nur in den Anfragen an den Sonnengott wird auf eine als explizit von Asarhaddon gegründete Stadt namens Dür-Enlil verwiesen, die er an- scheinend an die Mannäer vorübergehend verloren hat. 69

Auf Ägyptenfeldzug Umbenennung von Sais?

Sais

~

Kar-Bel-mätiiti 7o

Den Abschluß soll der "Bericht" Asarhaddons an Assur über den Feld- zug nach Subria bilden 71 , der am Ende eine Aufzählung von Toponymen aufweist, die als Namen von Neugrundungen oder Umbenennungen anzuse-

hen sind.

Die Liste der Toponyme kann wohl als kohärenter Entwurf des Autors

-

des Königsberichtes gelten. Aufgrund dieser Koharenz eignet sie sich be- sonders gut für eine Untersuchung zum einen des Formulars und zum ande- ren des ideologischen Programms, das mit der Benennung und Umbenen- nung von eroberten Städten verfolgt wird. Die einzelnen Namen sind mit Siglen versehen, um die ideologische Zielsetzung für den Leser zu veran-

schaulichen:

66 Fuchs a.O. Ann. 297-298. S. zuletzt Sader (1997) 367.

67 Röllig (19801); "Bellino Cylinder" (K 1680), ICC pI. 63 33 (Luckenbill, OlP 2,

59:32).

" Röllig (1980a): Borger, Ash., § 27 (Nin.A II 65-82): s. auch die Verwaltungstexte SAA XI 38:2, 84:4.

69 SAA IV 30-32.

70 Borger a,O. § 6425. Es ist zwar nicht von einer Umbenennung die Rede, aber der Schreiber Asarhaddons kennt den alten Namen; wie der Fall für das zuvor erwähnte Kär-Assur zu bewerten ist, und ob hier tatsächlich eine parallele Formulierung zu ergänzen ist, ist fraglich. Der Ortsname ist ebenfalls belegt bei AssurbanipalVAB 7,

162, K 228 Vs.52.

71 Borger, Ash., S. 102 ff. § 68.

jjb

B. Pongratz-Leisten

Präsentation von K (König); G (Gott); S (Stadt)

K

27

uruAs-sur-mät-su-utfr

G

uruMan-nu-.sa-nin-As-sur

G

uruAs-sur-man-nu-i-sa-na-an

G

28

uruA-bat-Aii-iiur-la-te-ni

K

umA-bat-sarri-la-te-ni

G

ufUMan-nu-li Si-su

K

29

uruKu-nu-us-la-kan-su

S

uruLi-tir-a-a-im-ti

S

uruA-mir-iiu-li-ig-lu[d]

G

30

uruMu-ii[ak]-iiid-na-ki-ri

G 30 uruMu-ii[ak]-iiid-na-ki-ri K uru$a-bit-su-li-ku[n] K 31

K

uru$a-bit-su-li-ku[n]

K

31

uruLix-bur-mu-ni-ilj-libbi-A§§ur

K

urubllrJAs-sur-abu-idina

s

uruSa-ni-ni-a-a-ir-.f[ i]

K

32

ufUIGI_x_su_ul_mi_a_mat 76 -sarri-su

"lch

(wieder) zugeführt"

"Wer ist der Rivale Assurs'?"

.,Wer kommt Assur gleich?"

habe

Assur

sein

Land

,,Ändere

Assurs!"

"Ändere nicht das Wort des

Königs!"

"Wer sollte ihn (Assur) ver-

achten?"n

Wort

nicht

das

"Unterwirf die Rebellen!"

,,(Das

Land/die Stadt)

möge

mehr sein, aber nicht weni-

ger"7J

"Sie (die Stadt) sehend, möge er (der Feind) erschrecken"

"Der (Gott, der den König) die Feinde erobern läßt""

"Derjenige, der sie (die Stadt)

erobert, möge dauern"

"Derjenige, der sie (die Stadt)

gefangen hält, möge dauern"

,,Es möge dauern, der das Herz Assurs bemhigt"

"Dfu-Asarhaddon"

"Rivalen möge sie (die Stadt) nicht bekommen"

Heils

seines Königs"

"

des

ist

das

Wort

72 S. CAD 8/2, 344 s.v. selu 2.

73 Zitat aus der Serie Ana ittisu I IV 72 (MSL 1) / Rh I 357, wo sich diese Fonnu- lienmg auf ein Stück Land bezieht.

74 Vgl. den PN Assur-musakSid, Hirsch, UAR, 12b.

75 Pongratz-Leisten (1994) 215.

 

Toponyme als Ausdruck assyrischen Herrschaftsanspruchs

337

K

uruPi-tab-ma-mät-ka-iial-lim

"Sei

ehrflirchtig

und

erhalte

 

dein Land unversehrt"77

 

K

33

["ruLa ]-ip-Idb-mät-su-ib-pi

"Er fürchtete sich nicht,

 

(deshalb) hat er sein (des Feindes) Land zerstört"

G

uruAs-sur-i-nar-ga-ru-u-a

,,Assur tötet meine Feinde"78

G

34

[U']UAii-iiur-ni-ir-iiu- u-rap-p iii

"Assur hat

sein Joch

erwei-

 

tert"

G

uruAii-iiur-ni-ir-ka-rap-p[i!i]

,,0

Assur,

erweitere

dein

Joch"79

M. Liverani hat für die in den Königsinschriften Assumäsirpals ll. ge-

nannten Städte eine fiinfstufige Hierarchie entworfen, die repräsentativ für die neuassyrischen Königsinschriften insgesamt stehf ilO

I) Die Königsresidenz,

2) die "royal city" (äl iiarrüti), versehen mit einem ekallu als admi-

nistrativem

und

kommunikativem

Zentrum,

in

den

assyrischen

Provinzen,

3) die lokalen administrativen und kommunikativen Zentren in der Peri-

pherie,

4) die ,,fortified cities" (äl dannüti) als kleinere Städte mit Festungs-

charakter,

5) die Städte mit dörflichem Charakter (kapru),

Diesen Städten ist jeweils eine spezifische Funktion zuzuschreiben, so in

den ersten drei Fälien die der Beherbergung der politischen Elite, der Auf-

häufung von Reichtümern und Vorratshaltung 81 ; die Städte der vierten

Kategorie dienen der sicheren Abwicklung dieses Prozesses; Zweck der Städte der flinften Kategorie ist die Nahrungsmittelproduktion, sie liegen ungeschützt in der Landschaft.

76 Auffällig ist die babylonische Schreibung amat- anstatt assyrisch abat-sarri wie oben in Z. 28.

77 Zu den mit Pilab- gebildeten PN s. Hirsch a,O, 4a, 6a, 11 E, 18b, 21a, 42b.

78 Vgl. den PN Aiiiiur-gärÜa-nfri (postkanonischer Eponym), s. Millard (1994) 83.

79 Vgl. den PN des Vaters der Königin Mullissu-mukannisat-Ninua, Assur-nfrka- da:;:;ini "Assur stärke dein Joch!", Fadhil (1990) 475 Rs. 15.

80 M. Liverani (1992) 125 E, 131 E

81 ZurUnterdifferenzierung in der Administration s. Liverani (1992) 132.

338

B. Pongratz-Leisten

Die Städte, die Ziel einer Neu- oder Umbenennung sind, gehören den

Kategorien 1-4 an und werden aufgrund ihrer Funktion in den Inschriften explizit erwähnt. Dabei läßt sich für all diese Kategorien die Vergabe von Namen des Typs Dür/Kar + GNIKN wie auch des attribuierenden und prä- dizierenden Namenstyps feststellen. Das Bewußtsein für diesen Sprachakt

drückt sich u.a. auch in dem expliziten toponomastischen Bilingualismus 82

aus, wie er in den Inschriften Adarl-nlräris lI.,S] Salmanassars III,84, Assurna,irpals Il. 8S und Asarhaddons" zum Ausdruck kommt.

Aus dem oben dargebotenen Überblick ist weiterhin erkennbar, daß

Herrschaftsanspruch und Inbesitznahme über den Weg des

Sprachaktes

immer auch in einem Fall mit der Präsentation des Königs über seine ex-

Dabei ist

den Autoren bei der Neuvergabe von Toponymen sehr wohl bewußt ge- wesen, ob sie den Typ Kär-KN oder Dür-KN bereits vergeben hatten, denn dann wurde im zweiten Fall in einer anderen Region jeweils der andere Typ benutzt. Bestimmte Konstruktionen von Toponymen stellen Übernahmen aus der

Terminologie der ideologischen Präsentation königlichen Handeins in den Königsinschriften dar, wie z.B. in den Fällen Tukulti-Assur-a$bat, wo die

Konstrnktion auf das Formular "ina tukulti GN handelte KN" zurückgeht, oder QibTt-[GN], das in Anlehnung an das Formular "ina qibTt GN handelte KN" gestaltet ist. Des weiteren wurden häufig Anleihen aus dem Onomasti- kon der Personennamen festgestellt. 88 Bemerkenswert ist, daß in den Toponymen des prädizierenden und attri- buierenden Typs bis auf eine Ausnahme" der Gott Assur, der assyrische König oder die Stadt als "Waffe" des Gottes im Zentrum stehen. Gemäß

plizite Namensnennung in den eroberten Gebieten verbunden ist. 87

82 a.O. 139.

83 a-na URU gi-da-ra sa KUR a-ru-mu.MES URU ra-qa-ma-tu

(RlMA 11, S. 150, A.0.99.2 52).

84 S. Anm. 40.

85 a-na URU gi~Tukulti-as-sur-a$-bat sa KUR lu-lu a-ra-ak-di i-qa-bu-su-ni at-ta-

rad (RlMA 11, S. 207, 11 77).

86 Borger, Ash., § 27 Nin A III 57-58: a-si-bu-te KUR Til-A-sur-ri sa ina pi-i nisem eS KUR Mi-i!)-ra-(a)-nu KUR Pi-ta-a-nu i-nam-bu-u. Til-Assur wird bereits von Tiglatpilesar IH. auf seinem Feldzug in die Osttigrisregion 737 v.ehr. erobert, scheint aber diesen Namen schon besessen zu haben; Tadmor a.O. 73 Anm. 12, nimmt dagegen an, daß unter Asarhaddon der Ort wieder Pitanu genannt wurde.

87 Käi-TukultI-Ninurta,

i-qa-bi-su-u-ni

Nemed-Tukulti-Ninurta,

Kär-Assurna~irpal, Kär-Salma-

nassar, Dür-Tiglatpilesar, Kär-Sanu-ken, Dür-Sarru-ken, Kär-Sanherib, Kär-Asar- haddon, Dür-Asarhaddon.

88 Vgl. jeweils die Anmerkungen zu den einzelnen Toponymen.

so Imgur-Bel (Salmanassar III.)

den einzelnen Toponymen. so Imgur-Bel (Salmanassar III.) ·~if k/\,~r.~i' -SM.;t)14 ~4S~ Toponyme als Ausdruck

·~if k/\,~r.~i'

-SM.;t)14 ~4S~

Toponyme als Ausdruck assyrischen Herrschaftsanspruchs

339

dem Programm der offiziellen Königsideologie präsentieren auch die Topo- nyme Gott und König als die einzigen Handlungsträger im Geschehen mili- tärischer Eroberungspolitik. In den Toponymen des Typs Kär/Dür-GN kön-

nen dagegen die Götter des offiziellen assyrischen Pantheons vertreten sein wie sie aus den Götterinvokationen in den Königsinschriften und Staats~ verträgen bekannt sind. 90 Hier rallt auf, daß Sargon 1L den Namen seiner

Residenzstadt mit dem Element Dür- gebildet hat, somit bereits im Namen den Festungscharakter ausdrückt, während er in den Toponymen der Pro. vmzhauptstadt Kar-Sarru-ken, der eroberten Provinz Nartu und des sie um. gebenden Festungskranzes der Stadte Kar-Nabü, Kar-Sin, Kar-Adad uni Kar-War zumindest auf ideologischer Ebene den friedvollen Aspekt vermit. teIn will. Neben der Kohärenz in der ideologischen Botschaft, die dem Programrr de; offiziellen Königsinschriften voll entspricht, zeichnet sich die Städtelist,

bel Asarhaddon auch durch Kenntnis der gelehrten Tradition aus, wie au~ dem Zitat der S"erien Ana ittisuIURs.ra=bubullu zu ersehen ist,9!

Betrachtet man den Akt der Benennung und Umbenennung Von Städter

:or d~m Hintergrund des gesamten Repertoires der assyrischen Königs- mschnften, so fällt auf, daß nur bestimmte Regionen Ziel dieser Aktior gewesen sind, so vor allem Städte in den osttigridischen und nördlicher

Bergregionen sowie in Gebieten der Aramäerstämme. Politisch-kulttnell<

Zentren wie Babyion, Karkemis oder Damaskus 92 sind nie diesem Herr-

schaftsanspruch über die Typonymisierung zum Opfer gefallen, und e, scheint, daß der Westen in dieser Hinsicht eine bestimmte kulturelle Auto. nomie behaupten konnte. Ist somit dieser Sprachakt als eine Art Kultur. imperialismus gegenüber Städten und Bewohnern zu sehen, die die Assyre, als ,,~a!.1J.~~!''' betrachteten? Der Blick in die Verwaltungstexte hat bewie.

sen; daß es sich keineswegs nur Um einen Sprachakt handelt, der der ideo.

logischen Ebene der Königsinschriften verhaftet bleibt, sondern daß di, Namen sehr wohl Eingang in die Alltagspraxis gefunden haben und teil.

~else auch noch von späteren Königen verwendet wurden. Wie allerding~

die Toponymenliste im Bericht Asarhaddons zu werten ist, bleibt fraglich Daneben gibt es FäHe, wie die Städte Arragdi und Nappigi, deren assyrisch,

Namen späteren Königen nicht mehr präsent sind, was vielleicht damit Zl

erklären ist, daß diese Städte nicht ständig im assyrischen Besitz verblieber

sind.

.

Es läßt sich somit ebenso wie im ideologischen Programm der visueller

Präsentation -

Stele, Statue des Königs, kakku des Gottes AMur -, dei

90 Dazu Pongratz-Leisten (1994) 115-124.

" S. Anm. 70.

92 Nicht

ftir

die

Stadt,

aber

flir

die

Provinz

Damaskus

ist

d<,;r

Name

uru§d_

ANSE.NITA-su belegt, s. dazu Sader (1984) 279-283.

340

B. Pongratz-Leisten

kultisch-rituellen Präsentation im Fest 93 , der literarischen Präsentation in

den Königsinschriften auch speziell in den Toponymen der Ausdruck eines

universalen Herrschaftsanspruchs erkennen, der der konzertierten Aktion

von Gott und König vorbehalten bleibt.

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