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Humanmedizin The translated (English) version starts at p. 9. Forschungsarbeit

Famulaturreife: Eine Idee auf dem Prüfstand

Zusammenfassung
Hintergrund: Mit dem Modellstudiengang Humanmedizin hat die Medi- Christoph Stosch1,2
zinische Fakultät der Universität zu Köln begonnen, die praktische
Alexander Joachim3
Ausbildung, deren erster Schritt die „Famulaturreife“ ist, systematisch
zu planen. Dabei wurden die handlungsleitenden Strukturen, entlang Joahnnes Ascher2
derer das Curriculum entwickelt wurde, auf Experteneinschätzung ba-
sierend entworfen. Dieses Vorgehen wurde nun einer Validierung unter- 1 Universität zu Köln,
worfen. Medizinische Fakultät,
Material und Methode: Sowohl Studierende als auch Lehrende wurden Studiendekanat, Köln,
mit einem Fragebogen zur Ausbildung in Praktischen Fertigkeiten kon- Deutschland
frontiert, um das Konstrukt „Famulaturreife“ zu bestätigen. 2 Universität zu Köln,
Ergebnisse und Diskussion: Das Kölner Ausbildungsprogramm zur Medizinische Fakultät,
„Famulaturreife“ kann insgesamt empirisch durch die Tätigkeiten der Interprofessionelles Skills
Studierenden im Rahmen der Famulatur sowie durch die Einschätzung Lab und Simulationszentrum,
seitens der ausbildenden Ärzte bestätigt werden. Der subjektiv durch Köln Deutschland
die Studierenden bewertete Nutzen ist steigerungsfähig. Hier kann, 3 Universität zu Köln,
neben kleineren Programmverbesserungen, am ehesten eine überre- Fachschaft Medizin, Köln,
gionale Gesamtstrategie für die Etablierung von curricular geplantem Deutschland
Fertigkeitstraining nachhaltig Abhilfe schaffen.
Schlüsselwörter: Fertigkeitstraining, Curriculumsentwicklung

Einleitung • Studienbegleitende Patientenbetreuung („StudiPat“)


in welcher Studierende ab dem 1. Studiensemester
Zum Wintersemester 2003/2004 wurde an der Universi- in Praxen für Allgemeinmedizin mit jeweils einem Pati-
tät zu Köln der Modellstudiengang Medizin „4C“ (Compe- enten für die ersten vier Studienjahre in Kontakt ge-
tence-based Curriculum Concept Cologne) eingeführt [1], bracht werden
[2], [3]. Ergänzend zu den Zielvorstellungen der Approba- • Organisation von klinischen Blockpraktika ab dem 5.
tionsordnung für Ärzte [4] ist das spezifische Profil des Studiensemester
Modellstudiengangs im sog. Leitbild Lehre festgelegt [5]: • Angebot eines Wahlcurriculums am Ende eines jeden
„Kölner Absolventen haben Semesters über Wahlpflichtblöcke
• wissenschaftliche Qualifizierung über zwei Projekte,
• die erforderlichen Kenntnisse und Fertigkeiten, um in denen die Studierenden sich in wissenschaftliche
die wichtigen und häufigen Erkrankungen sowie akut Themen einarbeiten sollen
lebensbedrohliche Situationen zu erkennen und deren • Fertigkeitstraining im KISS (Kölner Interprofessionelles
Behandlung einzuleiten; Skills Lab und Simulationszentrum).
• legen Verhaltensweisen und Einstellungen an den Tag,
welche ihrer Akzeptanz durch Patientinnen und Patien- Das KISS ist eine zentrale Einrichtung des Studiendeka-
ten und Angehörigen der Heilberufe, sowie dem Anse- nats und dient dem Erlernen und selbstständigen Üben
hen der Ärzteschaft in der Gesellschaft förderlich sind; praktischer ärztlicher Tätigkeiten in allen Outcome-Berei-
• sind willens und geeignet, eine eigenverantwortliche chen nach Harden [6], [7]. Entgegen der in der deutsch-
und wissenschaftlich fundierte Weiterbildung in Allge- sprachigen Diskussion tradierten, prozessualen Untertei-
meinmedizin, aber auch in einer klinischen Disziplin lung von Wissen, Fertigkeiten und Einstellungen, geht die
oder einem Grundlagenfach ihrer Wahl aufzunehmen.“ Outcome-basierte Ausbildung von der Definition des
Endzustandes (=outcome oder an anderer Stelle und
Diese Zielvorgabe wird im Wesentlichen durch die folgen- begrifflich unscharf „kompetenzbasiert“ [8], [9]) aus. Hier
den, neuen Studienelemente [1], [2] in Kombination mit werden drei unterschiedliche Ebenen zur Curricularent-
traditionellen Fach- und Querschnittsveranstaltungen wicklung diskutiert (aufeinander aufbauend): „Doing the
umgesetzt: right thing“ meint dabei die Ebene des Wissens und der
• interdisziplinäre Kompetenzfelder (insgesamt 88, mit Fertigkeit, Anforderungen im klinischen Alltag zu erfüllen.
5-12 Stunden Unterrichtszeit zu wichtigen und häufi- Die zweite Stufe („Doing the things right“) meint die
gen Themen der ambulanten und stationären Versor- emotionale, analytische und kreative Intelligenz, die
gung; Kompetenzfelder 1-24 im 1. Studienabschnitt) richtigen Dinge richtig einzusetzen (Reflexion 2. Ordnung).
Auf einer dritten Ebene steht die Person und deren zu-

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künftige Entwicklung im Mittelpunkt („The right one doing Akademischen Lehrkrankenhäuser und der Lehrpraxen
it“): die professionelle Rolle in der sozialen und gesell- in Köln, sowie an die Leitenden Ärzte der Uniklinik Köln
schaftlichen Realität. Tatsächlich wurden in den letzten per Post versendet.
Jahren immer mehr Curricularentwicklungen aus diesem Zur Erhebung unter den Studierenden wurde ein vom
Blickwinkel heraus betrieben, konsekutiv auch die Anpas- oben genannten Fragenkatalog abgeleiteter, halbstandar-
sung an Akkreditierungskriterien im englischsprachigen disierter, maschinenlesbarer Fragebogen erstellt, der sich
Raum gefordert [10]. Dies erstaunt allerdings angesichts an der Lehrwirklichkeit orientiert. Dabei stand in der Be-
des sehr dünnen bis fehlenden Wirksamkeitsnachweises fragung der Studierenden nicht deren Einschätzungen
insbesondere mit Blick auf die 3. Ebene „Attitudes“ und der Wichtigkeit von Inhalten des Fertigkeitstrainings
„Professionalism“ [11]. sondern die Angabe über die Häufigkeit der Anwendung
Basierend auf diesen Entwicklungsprinzipien und adap- („empirische Relevanz“) im Rahmen der Famulaturen im
tiert an die Notwendigkeiten der ärztlichen Ausbildungs- Vordergrund (Fragebogen in Auszügen2 siehe Tabelle 3).
ordnung werden die klinischen Fertigkeiten und Fähigkei- Beide Fragebögen beziehen sich sowohl auf das Lehr-
ten in Köln in drei großen Bereichen unterrichtet: Notfall- /Lernangebot im Skills Lab KISS als auch auf die in der
kompetenz, Gesprächstraining und „Technische Skills“. Famulatur de facto geforderten Fertigkeiten. Zudem
Diese Elemente ziehen sich in einer Lehr-Lern-Spirale wurden hier auch soziodemographische Daten wie Alter
durch das gesamte Studium, wobei als Lehrziel nach fünf und Geschlecht, Studiensemester und Anzahl der Famu-
Semestern die sog. Famulaturreife erreicht werden sollte laturwochen erfragt sowie nach einer abgeschlossenen
und nach zehn Semestern die „PJ-Reife“. In Tabelle 1 Ausbildung im medizinischen Bereich gefragt. Mit einer
sind die Unterrichtsinhalte des Fertigkeiten-Trainings bis Gruppe von 14 Studierenden wurde für die Studierenden-
zur Famulaturreife nach Semestern dargestellt. befragung ein Prätest durchgeführt. Es wurde allen Stu-
In einem sich anschließenden formativen OSCE (Objective denten und Studentinnen der Zielgruppe (siebtes Fach-
Structured Clinical Examination, vgl. Harden und Gleeson semester) der Fragebogen zugeschickt.
[12]) im 5. Studiensemester mit sechs Stationen erhalten Die ausgefüllten Bögen wurden mit Hilfe des Programms
die Studierenden ein Feedback über die praktischen Remark® digitalisiert. Anschließend wurden die Daten mit
Fertigkeiten auf einem deutsch-englischen Zertifikat: die Microsoft Excel® 2003 ausgewertet. Im Folgenden werden
Famulaturreife. Mittelwerte und Standardabweichungen angegeben. Die
Das Programm vom ersten Studiensemester bis zur Fa- Grafiken wurden mit Microsoft Excel® 2003 erstellt. Die
mulaturreife ist auf Expertenwissen basierend in einer Auswertung der offenen Fragen erfolgte durch qualitative,
Arbeitsgruppe der Studienkommission der Medizinischen strukturierende Inhaltsanalyse nach Mayring [13].
Fakultät der Universität zu Köln beginnend mit dem
Wintersemester 2003/2004 und unter Beteiligung ver-
schiedener Fachrichtungen (Anästhesie, Psychosomatik, Ergebnisse
Transfusionsmedizin, Innere Medizin) entlang des im
Delphi-Verfahren festgelegten „Leitbild Lehre“ [5] erarbei- Erhebung unter Ärztinnen und Ärzten: 36 von 80 (45%)
tet worden. Um dieses Vorgehen retrospektiv einer Vali- der an die Krankenhäuser, sowie 77 der 140 (55%) an
dierung zu unterziehen, wurden zwei Fragestellungen die niedergelassenen Allgemeinmediziner in Lehrpraxen
untersucht: der Universität zu Köln verschickten Fragebögen wurden
• Welche Fertigkeiten verlangen die betreuenden Klini- ausgefüllt und zurückgesandt. Eine Nacherfassung fand
aufgrund der Anonymisierung nicht statt. Abbildung 1
kärzte und niedergelassenen Ärzte von den Famulie-
zeigt die Einschätzung der Notwendigkeit bzw. Wichtigkeit
renden?
verschiedener Fertigkeiten für eine Famulaturreife durch
• Wie häufig konnten die Studierenden im Rahmen der
die Lehrenden. Während alltägliche Maßnahmen wie etwa
Famulatur welche Fertigkeiten anwenden und welche
die Händedesinfektion oder das Messen von Blutdruck
Vorteile brachte die Famulaturreifeprüfung ggf. dabei
und Puls eine hohe Wertung erfahren, werden die selte-
aus ihrer Sicht?
neren oder in dem Stadium als zu früh empfundenen
Fertigkeiten „abgewertet“ (Legen einer Magensonde oder
eines ZVK). Dabei lassen sich signifikante Unterschiede
Material und Methoden zwischen niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen
Zur Erhebung unter den Lehrenden wurde ein halbstan- sowie den in der Klinik tätigen Ärztinnen und Ärzten ledig-
dardisierter, maschinenlesbarer Fragebogen erstellt, lich in den Bereichen Blutabnahme, i.v.-/i.m.-Injektionen
dessen Inhalte auszugsweise1 in Tabelle 2 dargestellt sowie Nahttechniken finden (siehe Abbildung 2). Es zeigt
sind. Die Entwicklung der Fragen bezog sich im Wesentli- sich, dass insbesondere die für die Stationsroutine er-
chen unmittelbar auf die vorangegangene Programmpla- wünschten Tätigkeiten durch die Klinikärzte einen signi-
nung im KISS. Offene Fragen wurden zur Ergänzung her- fikant höheren Zuspruch erhalten.
angezogen. Der Fragebogen wurde nach einem Prätest Menschliche Qualitäten werden von den Klinikern und
zum Fragenverständnis durch zehn zufällig ausgewählte Praxisärzten unterschiedlich häufig genannt: während
Studierende an die Leitenden Ärztinnen und Ärzte der hier in den Praxen mit 64% der Nennungen die Fähigkeit
zur „Empathie“ als häufigstes Kriterium genannt wurde,

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Tabelle 1: Die Kurse und Unterrichtsinhalte des KISS in den ersten fünf Semestern

fordern dieses nur 36% der Kliniker. Von beiden Gruppen stellt. Es zeigt sich, dass Häufigkeit und Notwendigkeit
gleichermaßen werden mit jeweils 20% „Zuhören können (Wichtigkeit) in einigen Fällen deutlich divergieren (insbe-
/ Umgang mit dem Patienten“ bzw. „Interesse am Patien- sondere bei Notfallsituationen). Während die Lehrenden
ten“ genannt. die Ausbildungen in den Untersuchungstechniken für
Ergänzungsvorschläge bzgl. Fertigkeiten und Fähigkeiten, ausgesprochen sinnvoll halten (1,4±0,9), empfinden die
die in das Angebot im KISS hinsichtlich der Ausbildung Studierenden dies deutlich weniger (2,9±1,7).
zur Famulaturreife aufgenommen werden sollten, werden In den Freitext-Fragen zu Verbesserungsvorschlägen zum
insgesamt nur vereinzelt genannt (z.B. „EDV-Kenntnisse“, Skills-Training vor der Famulaturreife wurde durch die
„Wundversorgung“ oder „Teamfähigkeit“) und lassen Studierenden u.a. folgendes geäußert:
daher keine einheitliche Betrachtung zu.
• bessere Vermittlung des Stoffes (neun Nennungen).
Erhebung unter den Studierenden: Der Fragebogen wurde
• mehr Möglichkeiten zum Üben und Wiederholen (fünf
an 140 Studierende versandt. Es wurden 75 ausgefüllt
zurückgegeben, was einer Rücklaufquote von 54% ent- Nennungen)
spricht. Unter den 75 antwortenden Famulierenden be- • Üben an realen Personen (drei Nennungen)
fanden sich 24 männliche und 45 weibliche Studenten • Erlerntes selbst üben statt dem Dozenten zuschauen
(sechs Bögen ohne Angabe des Geschlechts) mit einem (drei Nennungen)
Durchschnittsalter von 26 Jahren. 59 Studierende befan- • kleinere Gruppen (zwei Nennungen).
den sich im siebten, sieben im achten und drei in höheren Obwohl anamnestische Fertigkeiten, wie in Abbildung 1
Semestern. Sieben Studierende gaben eine abgeschlos- ersichtlich, als relevant und häufig durchgeführt beschrie-
sene Ausbildung im medizinischen Bereich an, davon drei ben werden beschrieben werden (aber immerhin 16%
Rettungssanitäter (häufigste Nennung). Nur fünf der re- konnten eigenen Angaben zufolge in den Famulaturen
tournierten Bögen waren durch Studierende des Regel- keine Anamnese üben), beurteilen die Studierenden
studiengangs ausgefüllt worden. Daher wurde auf einen selbst den Lerneffekt des Anamnese- und Gesprächskur-
Vergleich der Angaben von Modell- bzw. Regelstudien- ses als eher moderat (von 2,9±1,7 bis 3,1± ,4, s. Frage
gangsangehörigen verzichtet. 7b in Tabelle 3). Dies ist konsistent mit den durch die
In Abbildung 1 sind die Angaben der Studierenden zur Ärzte geforderten verstärkten Trainings der Anamnese
Häufigkeit in der Famulatur anzuwendender Fertigkeiten (1,7±1,1; s. Frage 10 in Tabelle 2).
den Einschätzungen der Notwendigkeit bzw. Wichtigkeit Das nach der OSCE-Prüfung im 5. Semester ausgestellte
dieser Fertigkeiten durch die Lehrenden gegenüber ge- Zertifikat sollte ebenfalls durch die Studierenden beurteilt

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Tabelle 2: Ausschnitt aus dem Fragebogen an die Lehrenden

werden: sie beurteilten das hiermit verbundene Feedback Es zeigt sich, dass die im Skills Lab explizit gelehrten
zu ihren praktischen Leistungen als eher mäßig hilfreich Fertigkeiten zur Famulaturreife in der Tat in den Famula-
(3,4±1,7 auf einer 6-Punkte Likert-Skala mit 1=maximal turen überwiegend häufig Anwendung finden. Auch der
hilfreich und 6=überhaupt nicht hilfreich). Als noch gerin- Umgang mit Infusionen, der nicht ausdrücklicher Inhalt
ger wurde der Nutzen des Zertifikats für die Bewerbung des Fertigkeitstrainings ist, wird sozusagen „en passant“
um einen Famulaturplatz beurteilt (4,7±1,8). Dies korre- mit dem Legen von Venenverweilkanülen gemeinsam
spondiert mit der Angabe der Ärzte, die nur zu 6% anga- vermittelt. Interessanterweise sehen sich die Studieren-
ben, das Zertifikat überhaupt zu kennen. den häufiger mit den Themen „Ultraschall- und EKG-Dia-
gnostik“ konfrontiert als vermutet. Hier kann überlegt
werden, ob programmatisch nachgebessert werden muss,
Diskussion um dem Bedarf in den Famulaturen nachzukommen. Auf
der anderen Seite werden diese Unterrichtsinhalte des
Mit dieser Studie sollte die expertenbasierte Ausbildungs- klinischen Studienabschnittes zu einem späteren Zeit-
planung hinsichtlich praktischer Fertigkeiten der ersten punkt eingehender unterrichtet. Das entspricht dann
fünf Studiensemester im Modellstudiengang Humanme- auch der Einschätzung der befragten Ärzte, die beide
dizin an der Medizinischen Fakultät der Universität zu Fertigkeiten nicht zu den für die Famulatur notwendigsten
Köln empirisch validiert werden. Zur Validierung der zählen (Ultraschall noch weniger nötig als EKG).
Ausbildungsziele wurden sowohl die Studierenden als Die aufgedeckten Divergenzen zwischen der durch die
auch die Lehrenden befragt und diese Ergebnisse mitein- Lehrenden eingeschätzten Notwendigkeit einerseits und
ander verglichen. Zudem wurden die Studierenden nach der von Studierenden genannten, erlebten Häufigkeit von
ihrem subjektiven Gewinn durch einen Teil der Ausbildung in den Famulaturen angewandten, notfallmedizinischen
im KISS befragt. Kompetenzen lassen sich zwanglos dadurch erklären,
Im Großen und Ganzen lässt sich das Ausbildungsziel der dass diese Fertigkeiten zwar in bestimmten Situation
„Famulaturreife“, wie es für Köln postuliert wurde, anhand immens wichtig (ggf. lebensrettend), in der Realität aber
der Daten der Studierenden und Lehrenden bestätigen: fast nie durch die Studierenden anzuwenden sind. Bemer-

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Tabelle 3: Ausschnitt aus dem Fragebogen an die Studierenden

kenswert sind Abweichungen in der von den Studierenden Die Unterschiede zwischen der eingeschätzten Notwen-
angegebenen Häufigkeit der Anwendung der Techniken digkeit in der Bereichen „Blutabnahme“, „i.v.-/i.m.-Injek-
zur körperlichen Untersuchung von der Einschätzung der tion“ und „Nahttechniken“ durch Klinikärzte einerseits
Notwendigkeit laut ausbildender Ärzte: Diese werden in und niedergelassene Kollegen andererseits verwundern
der Rangreihenfolge durch die Lehrenden an 2. Stelle angesichts der jeweiligen Tätigkeitsfelder wenig. Hier ist
und durch die Studierenden erst an 5. Stelle geführt. aber zu beachten, dass die Praktische Ausbildung auf
Zwar kann der methodische Ansatz, die Häufigkeit der beide Situationen, eine Famulustätigkeit im stationsärzt-
Anwendung klinischer Fertigkeiten auf Seiten der Studie- lichen und im niedergelassenen Alltag, vorbereiten muss.
renden mit der Notwendigkeitseinschätzung der Lehren- Wenn auch der Nutzen des größten Teils der in der Aus-
den zu vergleichen als problematisch angesehen werden. bildung vermittelten Fertigkeiten durch die Ergebnisse
Es ist aber nicht unwahrscheinlich, dass die Studierenden unserer Befragung bestätigt wird, gibt ein kleiner Teil, wie
zu diesem Zeitpunkt -erstes bis zweites klinisches Semes- zum Beispiel das Katheterisieren der Harnblase, welches
ter- über nur geringe Einschätzung zur Notwendigkeit ei- offensichtlich eine eher geringe Relevanz im klinischen
ner Fertigkeit verfügen, wohl aber die Häufigkeiten an- Alltag eines Famulanten hat (Rangreihenfolge Platz 15
hand der eigenen Erfahrung wiedergeben können. Die von 18 Items aller Fertigkeiten nach Abbildung 1), Raum
Häufigkeiten des Einsatzes von Fertigkeiten in den Famu- für Reorganisation: im Fokus dieser Vermittlungseinheit
laturen durch die Lehrenden schätzen zu lassen, scheint liegt mittlerweile der Umgang mit „sterilen Flächen“ und
ebenfalls unsicher, da die Einschätzung aufgrund von dies wird am Beispiel der Harnblasenkatheterisierung
Arbeitsbelastung und Betreuung eines Famulanten durch vermittelt.
verschiedene Ausbilder nicht valide sein kann. Eine Vor- Interessant ist die doppelt so häufige Nennung der Kate-
stellung über die Notwendigkeit bestimmter Fertigkeiten gorie „Empathie“ in den Freitextantworten auf die Frage
für die klinische Tätigkeit der Famulanten aber besitzen nach menschlichen Qualitäten der Studierenden in den
alle Ärzte. Augen der klischeehaften Vorstellung vom Alltag im
Krankenhaus einerseits und in der Hausarztpraxis ande-
rerseits, liegt ein Erklärungsansatz hierfür in der Hetero-

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Abbildung 1: Gegenüberstellung der Häufigkeit der durch die Studierenden in den Famulaturen angewendeten Fertigkeiten
und der jeweiligen Wichtigkeit aus Sicht der Lehrenden (Vergleiche Tabellen 2 und 3; dargestellt sind Mittelwerte und
Standardabweichungen aufgeteilt nach Ausbildungsbereichen des Skills-Trainings (Studierende: 1 sehr häufig – 5 gar nicht;
Lehrende: 1 stimme voll zu – 5 stimme nicht zu): (a) „Gesprächstraining“, (b) „Notfallkompetenz“ und (c) „Technische Skills“)

Abbildung 2: Bewertung der Notwendigkeit verschiedener Fertigkeiten durch Kliniker (Klinik) bzw. Niedergelassene (Praxis):
Mittelwert und Standardabweichung

genität der in der Qualitativen Inhaltsanalyse verwendeten Medizinpsychologie“ (heute: „Einführung in die Bio-Psy-
Kodierung, bei der unter „Empathie“ auch Forderungen cho-Soziale Medizin“ als Auftaktveranstaltung für die
wie „Demut“ (dem Patienten gegenüber) subsumiert Vermittlung der Gesprächskompetenz) gezeigt werden,
wurden. Wie dem auch sei gibt dies im Weiteren Anlass dass die Denkrationale der Studierenden nachhaltig in
insbesondere über die Vermittlung von „Einstellungen“, Richtung eines multidimensionalen Verständnisses von
wie sie auch im Leitbild Lehre (s.o.) genannt sind und der Gesundheit und Krankheit gelenkt wird [14], [15], [16],
dritten Ebene des „Outcome-basierten“ Lernens (Profes- [17]. Einer komplexen Einstellungsmodulation3, wie im
sionalisierung [6]) entsprechen, nachzudenken; denn Leitbild Lehre [5] gefordert, entspricht dies allerdings
Empathie gilt als eine Voraussetzung für gelungene Arzt- noch nicht (s. hierzu auch [6]). In sofern kann der Hinweis
Patienten-Interaktion. Zwar konnte – als erster Schritt in den Freitexten der Ärzte als Hinweis auf Unzulänglich-
auf dem Weg zu einer reflektierteren Arzt-Patienten-Inter- keiten der bisherigen Bemühungen, eine adäquate Arzt-
aktion – schon früher für das „Erstsemestertutorium Patienten-Kommunikation zu lehren, interpretiert werden.

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In diesem Zusammenhang lässt die Einschätzung der Modellstudiengangsstudierenden für die Befragten offen-
Studierenden des Modellstudiengangs, in der Ausbildung sichtlich nicht möglich war.
2
der Arzt-Patienten-Kommunikation noch nicht ausreichend Darüber hinaus beinhaltete der studentische Fragebo-
trainiert zu sein, allerdings auch die Interpretation einer gen eine Einschätzung der eigenen Kompetenz im Ver-
nunmehr reflektierteren Tätigkeitsausführung in Kenntnis gleich zu Regelstudierenden (Studierende nach alter
der Prozedur und ihrer „Gefahren“ zu. Insbesondere weil Studienordnung bzw. 8. ÄAppO). Diese Fragen wurden
die Qualität der Selbstangaben der Studierenden als aufgrund des geringen Rücklaufs nicht weiter untersucht.
Quelle fraglich ist, muss diese Fragestellung allerdings 3
Siehe am Leitbild Lehre in der Studienordnung Human-
durch weitere Studien bearbeitet werden. Der mögliche medizin der Medizinischen Fakultät der Universität zu
Hinweis indes, dass eine intensivere Beschäftigung mit Köln entwickelte Ausbildungsziele (§ 1 Abs. 3 „Einstellun-
der praktischen Ausbildung (zunächst) auch zu einer un- gen“) [5]:
vermuteten Verunsicherung führen kann, darf nicht uner-
wähnt bleiben. • Bereitschaft, die ethischen Prinzipien der Medizin in
Da ein geordnetes Curriculum im Bereich des Fertigkeits- Praxis und Forschung anzuwenden;
trainings in Deutschland nicht zum Ausbildungsstandard • Respekt und Ehrlichkeit gegenüber Patientinnen und
Patienten und Kolleginnen und Kollegen;
gehört (und in der aktuellen ÄAppO nicht explizit gefordert
• Realistische Einschätzung der eigenen Fähigkeiten,
wird), verwundert es nicht, dass die Ergebnisse der Frage
Möglichkeiten und Grenzen sowie Bereitschaft, daraus
nach der Nützlichkeit des OSCE-Zertifikats am Ende der
angemessene Konsequenzen zu ziehen;
Ausbildungsphase in Semester fünf keinen subjektiven
• Verantwortungsbereitschaft und Genauigkeit;
Nutzen für die Studierenden erkennen lassen. Ob das
alleine dem Umstand geschuldet ist, dass diese Zertifizie-
rung in den Kliniken und Praxen bislang noch zu wenig
bekannt ist oder ob die Studierenden das Zertifikat bei
Danksagung
ihrer Famulaturbewerbung erst gar nicht erwähnen, Besonderer Dank gilt Frau Imke Wietoska, Frau Marlen
können unsere Daten nicht beantworten. Interessanter- E. Sauer und Frau Charlotte M. Schober, die an der Erstel-
weise ergeben die (vereinzelten) Erfahrungsberichte von lung der Datenbasis der Umfragen im Rahmen ihres
Famulierenden im Ausland ein anderes Bild. wissenschaftlichen Projektes mitgewirkt haben. Herrn
Auch wenn an der Wahrnehmung eines Zugewinns durch PD Dr. Jan Matthes danke ich herzlichst für die Unterstüt-
das Fertigkeitstraining in der Vorklinik mit dem Ziel einer zung bei der Erstellung dieser Masterarbeit im Rahmen
Famulaturreife offensichtlich noch gearbeitet werden des MME-D.
muss (der Nutzen des OSCE-Feedbacks kann ggf. durch
fertigkeitsbereichsbezogene Auswertungen – Hygiene-
Skills, feinmotorische Skills, u.a. – gesteigert werden), Literatur
scheint das Konstrukt an sich viabel und valide. Der Erfolg
des Konzepts insgesamt und mithin die positive Wahrneh- 1. Stosch C, Novak DC, Herzig S. Competence-based Contextualised
mung bei den Studierenden kann sich aber erst im Kanon Curriculum Cologne (4C®): The evolution of the new first year
students in Cologne. (Abstract) Annual Conference of the
der bundesweiten Ausbildungsdebatte um den gerade Association for Medical Education in Europe in Edinburgh, UK,
entstehenden Nationalen Kompetenzbasierten Lernziel- 05.-08.09.2004. Edinburgh: AMEE Abstract Book; 2004. S.25-
katalog [18] voll entfalten: ob eine Übertragbarkeit dieses 26.
Konzepts der Famulaturreife (und darauf basierend der 2. Herzig S, Stosch C, Kruse S, Eikermann M, Mosges R. The
PJ- und Weiterbildungsreife) möglich ist, wird sich erst zu Competence-based Curriculum Concept of Cologne (4C) – a
einem späteren Zeitpunkt zeigen lassen. Die Entwicklung curriculum mapping procedure to integrate discipline, problem,
and outcome-based learning. (Abstract) Annual Conference of
von an die lokale Ausbildung angepassten Trainingspro- the Association for Medical Education in Europe in Edinburgh,
grammen für ärztliche Fertigkeiten jedenfalls steckt im UK, 31.08-03.09.2003. Edinburgh: AMEE Abstract Book. 2003.
deutschsprachigen Raum eben immer noch in den Kin- S.71. Zugänglich unter/available from: :http://www.amee.org/
derschuhen und muss vielfältig weiter betrieben werden. index.asp?lm=49
Die Idee der Famulaturreife kann hierzu zumindest einen 3. Stosch C, Lehmann K, Herzig S. Time for Change – Die
konzeptionellen Rahmen liefern. Implementierung des Modellstudiengangs Humanmedizin in
Köln. ZFHE. 2008;3(3):36-47.
4. Bundesministerium für Gesundheit. 9. Novelle der
Anmerkung Approbationsordnung für Ärzte. Bundesgesetzbl. 2002;Teil I (Nr.
44):2405-2435.
1
Darüber hinaus enthielt der Fragebogen an die Lehren- 5. Universität zu Köln. Amtliche Mitteilungen der Universität zu
den einstellungsbezogene Fragen zur generellen Trainier- Köln. Studienordnung für den Studiengang Medizin an der
Medizinischen Universität zu Köln mit dem Abschluss der
barkeit von Fertigkeiten sowie zur unterschiedlichen Ärztlichen Prüfung vom 13.08.2008. Köln: Universität zu Köln;
Performanz der Studierenden aus Regelstudiengang 2008. S,67.
(nach 8. ÄAppO) und Modellstudiengang (nach 9. ÄAppO).
Auf diese Fragen wird im Rahmen dieser Arbeit nicht
eingegangen, da die Unterscheidung von Regel- und

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14. Obliers R, Heindrichs G, Köhle H. Konzeption und Evaluation http://www.egms.de/en/journals/zma/2011-28/zma000753.shtml
eines problemorientierten Erstsemester-Tutoriums in der
Medizinpsychologie. In Senf W, Heuft G (Hrsg). Gesellschaftliche Eingereicht: 30.06.2009
Umbrüche - individuelle Antworten: Aufgaben für die Überarbeitet: 19.04.2011
psychosomatische Medizin. Frankfurt: VAS - Verlag für Angenommen: 27.04.2011
Akademische Schriften; 1995. S261-282. Veröffentlicht: 08.08.2011
15. Heindrichs G, Obliers R, Köhle K. Welche Fähigkeiten fördert
Problemorientiertes Lernen bei Studierenden der Medizin? Copyright
Evaluation eines Erstsemester-Tutoriums, Medizinische ©2011 Stosch et al. Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht
Psychologie’? Psychother Psychosom Med Psychol. unter den Creative Commons Lizenzbedingungen
1999;49(6):208-213. (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf
vervielfältigt, verbreitet und öffentlich zugänglich gemacht werden,
16. Obliers R, Schwan R, Koerfer A, Köhle K. Fördert
vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.
problemorientiertes Lernen die Verbindung von biologischen und
psychosozialen Krankheitskonzepten? Med Ausbild.
2000;17:131.

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OPEN ACCESS This is the translated (English) version.
medicine The orginal (German) version starts at p. 1. research article

Clerkship maturity: Does the idea of training clinical skills


work?

Abstract
Background: With the reformed curriculum “4C”, the Medical Faculty Christoph Stosch1,2
of the University of Cologne has started to systematically plan practical
Alexander Joachim3
skills training, for which Clerkship Maturity is the first step. The key
guidelines along which the curriculum was development were developed Joahnnes Ascher2
by experts. This approach has now been validated.
Materials and methods: Both students and teachers were asked to fill 1 University of Cologne,
in a questionnaire regarding preclinical practical skills training to confirm Medical Faculty, Students
the concept of Clerkship Maturity. Dean´s Office, Cologne,
Results and discussion: The Cologne training program Clerkship Maturity Germany
can be validated empirically overall through the activities of the students 2 University of Cologne,
awaiting the clerkship framework and through the evaluation by the Medical Faculty, Cologne
medical staff providing the training. The subjective ratings of the advant- Interprofessional Skills Lab
ages of the training by the students leave room for improvement. Apart and Simulation Center,
from minor improvements to the program, the most likely solution Cologne, Germany
providing sustainable results will involve an over-regional strategy for 3 University of Cologne,
establishing skills training planned as part of the curriculum. Medical Students
Keywords: Skills Training, Curriculum Development Association, Cologne,
Germany

topics of in- and out-patient treatment; competence


areas 1-24 are for undergraduate students)
Introduction • patients treatment in parallel to the course (“Studipat”)
in which medical students are brought into contact
Starting with winter semester 2003/2004, the University with one patient each at a GP surgery for the first four
of Cologne introduced the new degree course at the years of study
medical faculty called 4C (Competence-based Curriculum • organization of week-long block placement from the
Concept Cologne) [1], [2], [3]. Apart from fulfilling the 5th semester onwards
goals of the Medical Licensure Act (Approbationsordnung • offering electives at the end of each semester via
für Ärzte [4]), the specific profile of the 4C model is compulsory blocks of electives
defined in the so-called General Teaching Principles • scientific qualification through two projects in which
(Leitbild Lehre) [5], according to which Cologne graduates: the students immerse themselves into a scientific
• have the necessary knowledge and skills to identify subject
important and common diseases and acutely life- • skills training in the KISS (Cologne Inter-Professional
threatening situations and to induce their treatment; Skills Lab and Simulation Center).
• show behavior and attitudes that are conducive to KISS is a central institution of the deanery of student af-
their acceptance by patients and medical staff and to fairs and serves to provide training and independent
improving the standing of physicians in society; practice of practical medical skills in all outcome-areas
• are willing and capable to engage in independent and as defined by Harden [6], [7]. In contrast to the traditional
science-based CPD in general practice but also in a process-based separation of knowledge, skills and atti-
clinical discipline or a basic subject of their choice. tudes in the German-speaking world, outcome-based
These goals are primarily achieved through the following trainings starts by defining outcomes (elsewhere also
new elements in the curriculum [1], [2] which are com- vaguely termed “competence-based” [8], [9]. Three differ-
bined with traditional subject and cross-subject teaching: ent levels for curriculum development are discussed
(which build on each other). The first is “Doing the right
• interdisciplinary competence areas (88 in total, each thing” which refers to the knowledge level and the ability
with 5-12 hours of lectures on important and common to handle the daily clinical routine. The second is “Doing
the things right”, the level of emotional, analytic and

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creative intelligence to use knowledge and skills appro- To evaluate the opinion of the students a semi-standard-
priately. The third level focuses on the person and their ized, machine-readable questionnaire based on the above
future development - “The right one doing it”, the profes- described questionnaire was designed to reflect the
sional role in its social and societal reality. Recently more reality of education. In this context the primary concern
and more curricula have been developed from this point was not an evaluation of the importance of the skills
of view and as a result, there are also calls for the adapt- training content by the students but data on the frequency
ation to accreditation criteria from the English-speaking of skills used (“empirical relevance”) as part of the
world [10]. This is somewhat surprising, especially in view clerkships (For Questionnaire Excerpts see Table 3)2. The
of the thin to non-existent proofs of efficacy, in particular questionnaire was sent to every student of the target
with regard to the 3rd level “Attitudes” and “Professional- group (7th semester).
ism" [11]. Both questionnaires looked at the teaching/learning on
Based on these development criteria, and bearing in mind offer in the KISs skills lab and the skills actually required
the requirements of the medical licensure act, clinical during the clerkships. In addition, the form collected socio-
skills are grouped into three fields in Cologne: emergency demographic data regarding the age, sex, year of study,
skills, communication skills and technical skills. These number of completed weeks on clerkship and additional
elements transcend the entire degree course as a medical training that may have been gained.
teaching and learning helix, with the educational objective The completed questionnaires were digitized using Re-
of students reaching Clerkship Maturity after five mark®. The data was evaluated statistically using Mi-
semesters and the Internship Maturity (”PJ-Reife”) after crosoft Excel® 2003. Mean values and standard deviation
ten semesters. Table 1 shows the teaching content of are also shown. The graphics were generated using Mi-
skills training taught up to Clerkship Maturity divided into crosoft Excel® 2003. The open questions were analyzed
semesters. using qualitative, structured content analysis after
In a subsequent formative OSCE (Objective Structured Mayring [13].
Clinical Examination, cf Harden & Gleeson [12]) with six
stations during the 5th semester, students receive feed-
back on their practical skills on a German-English bilingual Results
certificate, ”Famulaturreife - Clerkship Maturity”.
The program running from the first semester of study to Results of the teaching staff questionnaire: 36 of 80
Clerkship Maturity was developed in 2003/2004 by an (45%) hospital-based physicians and 77 of 140 (55%)
expert task force of the Advisory Board of Study Affairs GPs returned completed questionnaires. There was no
of the Medical Faculty of the University of Cologne. follow-up due to anonymisation. Figure 1 shows the
Starting with the winter semester 2003/2004, and with evaluation of the necessity/importance of different skills
broad participation from many different disciplines (anes- for Clerkship Maturity as viewed by the teaching staff.
thesia, psychosomatic medicine, transfusion medicine, While frequently needed skills such as disinfecting hands
internal medicine) and following the Delphi-model the or taking blood pressure and pulse are rated quite high,
“Leitbild Lehre” was developed [5]. To validate this pro- more rarely needed skills or skills deemed as premature
cedure retrospectively, two questions were investigated: for this stage were rated low (such as placing a stomach
tube or a CVL). Significant differences between the hos-
• What skills are required by the physicians and GPs pital-based physicians and GPs were only seen with a few
supervising students on clerkships? items such as taking blood samples, iv/im injections and
• How frequently were students able to perform these suturing techniques (see Figure 2). It became clear that
skills as part of their clinical clerkship and which ad- skills desirable for the ward round where rated more
vantages did the Clerkship Maturity examination bring highly by hospital-based physicians significantly more
them from their point of view? frequently.
Interpersonal skills were rated differently by hospital-
based physicians and GPs too. While empathy with 64%
Materials and methods was the most frequently mentioned criterion by GPs, only
36% of hospital-based physicians rated this skill as being
To evaluate the opinions of the teaching staff, a semi-
important. With 20%, both groups equally mention the
standardized, machine-readable questionnaire was de-
“ability to listen/handle patients” or “interest in the pa-
signed. Some of the content is shown in Table 21. The
tient” as an important skill for students.
questions were primarily developed on the immediate
Additional suggestions for skills that should be included
basis of the earlier KISS planning. In addition, open
in the KISS offer regarding Clerkship Maturity are only
questions were used for additional information. The
given sporadically (e.g. computer skills, wound manage-
questionnaire was tested using ten randomly selected
ment or team skills) and thus do not allow a consistent
students to ensure its comprehensibility and subsequently
overview.
sent to the senior physicians of the Cologne Teaching
Results of the student questionnaire: The questionnaire
Hospitals, the GP surgeries and the senior physicians at
was sent to 140 students of which 75 were returned
the University Clinic of Cologne by post.
completed, a return rate of (54%). 24 of the 75 students

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Table 1: KISs courses and content during the first five semesters

who responded were male, 45 female (6 did not specify). Although skills in taking patient histories are rated as
The mean age of the students was 26 years. 59 students relevant and frequently needed, as can be seen in Figure
were attending the 7th semester, 7 the 8th semester and 1, (note that 16% of the students stated they did not have
3 higher semesters. 7 students listed a qualification in the opportunity to take medical histories in their clerk-
the medical field, including 3 paramedics (most frequent ship), students rate the learning effect of the course on
mention). Only 5 students who had returned their ques- taking histories and communication rather moderately
tionnaires were studying under the regular degree course. (2.9±1.7 to 3.1±1.4, cf question 7b in Table 3). This is
For this reason, there is no comparison between the consistent with requests by the teaching staff for more
regular and the model degree course responses. Figure training in taking patient histories (1.7±1.1, cf Question
1 contrasts the student responses regarding the fre- 10 in Table 2).
quency of skills needed during the clerkship and their The students also assessed the certificate they received
importance as rated by the teaching staff. It is clear that following the OSCE examination during the 5th semester.
the frequency and necessity (importance) of some skills The feedback on their practical skills provided by the
diverge rather drastically (especially in emergency care). certificate is rated rather modestly (3.4± 1.7 on a 6-point
While the teaching staff rate training in examination-skills Likert-scale, 1=very helpful and 6=not helpful at all). The
as very important (1.4±0.9) whereas the students rate certificate was seen as even less helpful when it comes
this as less important (2.9±1.7). to applying for clerkship placements (4.7±1.8). This cor-
Students suggested the following in the open questions responds to statements made by the physicians of which
regarding possible improvements of the skills training only 6% stated to be familiar with the certificate.
prior to Clerkship Maturity:
• better knowledge transfer (9 mentions)
• more opportunities for practicing (5 mentions)
Discussion
• practicing with real patients (3 mentions) The aim of this study was to validate the planning of
• ability to practicing rather than watching the lecturer training on practical skills as designed by the experts for
(3 mentions) the first 5 semesters of study in the new degree course
• smaller groups (2 mentions) in human medicine at the University of Cologne empiric-

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Table 2: Questionnaire for the teaching staff

ally. As a validation of training goals, both teaching staff skills extremely important to have in some situations (in
and students were questioned and the data of these two some cases life-saving) but in reality these are rarely re-
groups was compared. The students were also asked for quired of students on clerkships. There is a remarkable
their subjective experience gain through the KISS training. difference concerning the divergence between the fre-
Generally speaking, it was possible to confirm the validity quency of applying skills for clinical examination as stated
of the Clerkship Maturity goal based on the data collected by the students and the perceived necessity as rated by
from the teaching staff and the students. the teaching staff. The teaching physicians rate this item
Skills explicitly taught in the Skills Lab for achieving in place 2, whereas the students rank this skill in place
Clerkship Maturity are usually indeed frequently needed 5. The method of comparing the frequency of a clinical
in clinical clerkships. Even the handling of drips which is skill used by students on the one hand with a ranking of
not explicitly part of the skills training and which is taught the importance by teaching staff on the other could be
quasi in passing through the teaching of placing winged seen as problematic. But it is not unlikely that at this
infusion sets. Interestingly, students are confronted with stage students (in the first or second clinical semester)
the topics ultrasound and ECG rather more frequently only possess a limited ability to evaluate the necessity of
than suspected. It might be worthwhile considering if the a skill but are quite capable of reporting the frequency
program needs to be amended to reflect demand in the based on their own experiences. Allowing the frequency
clerkships. On the other hand, this content is taught later of skills used during clerkships to be rated by the teaching
on in the clinical section in more detail. This also corres- physicians is also questionable as such an evaluation
ponds to the opinion of the physicians who rate neither might not be valid due to the workload and the fact that
as very important skills for the clerkships (ultrasound students are supervised by different members of staff.
even less so than ECGs). However, all physicians are able to rate the necessity of
These differences that were discovered between skills certain skills for the clinical activities of students on
rated as necessary by the teaching staff on the one hand clerkships.
and the experienced frequency of emergency care com- The differences between the rated necessity of the skills
ponents needed during the clerkships as reported by the in “taking blood samples”, ”iv/im injections” and “suture
students on the other hand can be easily explained. These techniques” between hospital-based staff and GPs is not

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Table 3: Questionnaire for students

Figure 1: Comparison of the frequency of the skills used by the students on their clerkships compared to their respective
necessity or importance as ranked by the teaching staff (see also Table 2and 3; the values shown are mean values and standard
deviation subdivided into the different units of the skills training; (students (Studierende): 1 very frequently – 6 not at all/teaching
staff (Ärzte): 1 strongly agree – 6 strongly disagree). (a) “Communication Training”, (b) ”Emergency Skills”, (c) “Technical Skills”

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Figure 2: Ranking of the necessity of different skills as assessed by the hospital-based physicians (Klinik) and GPs (Praxis);
mean values and standard deviation

surprising, given the different fields of activity. Neverthe- ation of the model degree course by the students that
less, it must be borne in mind that the practical training they had not received enough training in doctor-patient
has to prepare students both for clerkships at a hospital communication can also allow the conclusion that being
and in GP’s surgery. familiar with a procedure and its risks leads to more re-
Although the use of the majority of skills taught in training flective actions. Especially because the quality of the self-
was confirmed by the questionnaire, a small number of evaluation given by the students is questionable as a
skills at the bottom end of the ranking suggest room for valid source, more research is needed in this area. It
re-organization. For example catheterizing the bladder, should not be left unmentioned that there is a possible
which seems to have a rather low relevance in the clinical clue that more intensive practical training can (initially)
routine of a student on clerkship (ranked 15th of 18 items lead to unexpected uncertainty.
of all skills, see Figure 1). The focus of this unit has Because a structured curriculum for skills training in
already been changed to “working with sterile surfaces Germany is not part of standard education (and not cur-
and material” using catheterizing as an example. rently required by the ÄAppO), it is not surprising that the
It is interesting that the category “empathy” is given twice answers to the question on the usefulness of the OSCE
as frequently in the open questions when asked about certificate at the end of the training phase in the 5th
the soft skills students should have with hospital-based semester is subjectively not seems as being advantage-
doctors citing this item twice as often as GPs. A possible ous by the students. Based on our data we cannot clarify
explanation of this is the fact that the qualitative content if this is simply down to the fact that this certificate is not
analysis summed up related words like “humbleness” (in sufficiently well known in hospitals and surgeries to date
front of the patient) under the umbrella term “empathy”. or if students do not even mention it in their applications.
In any case this should give food for thought further down Interestingly, isolated reports of experiences by students
the line, in particular regarding the teaching of “attitudes,” applying for international clerkships present a different
as they are referred to in the General Teaching Principles picture.
(see above), corresponding to the third level of the out- Even though there is room for improvement regarding
come-based learning (professionalism [6]); because em- the perceived bonus of the skills training during the pre-
pathy is seen as a prerequisite skill for a successful inter- clinical phase with the aim of Clerkship Maturity (the
action between the doctor and the patient. Although it usefulness of the OSCE feedback could, if necessary, be
was shown in the past that, as a first step to a conscious increased by skills area relevant evaluations such as hy-
doctor-patient interaction, the “First Semester Tutorial giene skills, fine motor skills, etc.), the construct itself
on Medical Psychology” (now called “Introduction to Bio- seems valid and reliable. The success of this initiative
psycho-social Medicine” as an introduction to teaching overall and a positive view by the students can only come
communicative competences) that the thinking of stu- into its forte through the national debate on education
dents could be directed towards a multidimensional un- and the nascent National Competence-based Catalog of
derstanding of health and disease [14], [15], [16], [17]. Learning Targets [18]. Only time will tell if the concept of
However, this does not correspond to a complex modula- Clerkship Maturity (and the Internship Maturity and Pro-
tion of attitudes3 as required by the General Teaching fessional Development Maturity based upon it) can be
Principles [5] (see also [6]). So the comments made by transferred. The development of medical skills training
the physicians in the open answers can be interpreted which is adapted to local needs is still in its infancy in the
as a sign of gaps in the efforts to date to teach adequate German-speaking countries and must be further de-
doctor-patient communication. In this context the evalu-

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veloped in many ways. The idea of Clerkship Maturity can 4. Bundesministerium für Gesundheit. 9. Novelle der
Approbationsordnung für Ärzte. Bundesgesetzbl. 2002;Teil I (Nr.
at least provide a conceptual framework for this.
44):2405-2435.
5. Universität zu Köln. Amtliche Mitteilungen der Universität zu
Notes Köln. Studienordnung für den Studiengang Medizin an der
Medizinischen Universität zu Köln mit dem Abschluss der
1
Ärztlichen Prüfung vom 13.08.2008. Köln: Universität zu Köln;
In addition the questionnaire for the teaching staff in- 2008. S,67.
cluded questions about the general trainability of medical 6. Harden RM, Crosby JR, Davis MH. AMEE-Guide No. 14: Outcome-
skills and differences in the performance of students based-education: Part 1 – An introduction to outcome based
from the regular degree course (8th ÄAppO) and the education. Med Teach. 1999;21(1):569-584. DOI:
10.1080/01421599979969
model degree course (9th ÄAppO). These questions are
not discussed in this article as it apparently was not 7. Veloski J Boex J R, Grasberger MJ, Evans A, Wolfson DB.
Systematic review of the literature on assessment, feedback and
possible for the teaching staff to differentiate between
physicians’ clinical performance: BEME Guide No. 7. Med Teach.
students of the regular and the model degree course. 2006;28(2):117-128. DOI: 10.1080/01421590600622665
2
The student questionnaire also asked for an evaluation
8. Bradley, EH, Cherlin E, Busch SH, Epstein A, Helfand B, White
of their own competences in comparison to students of WD. Adopting a Competency-Based Model: Mapping Curricula
the regular degree course (students following the old and Assessing Student Progress. J Health Adm Educ.
curriculum i.e. 8th ÄAppO). The results are not discussed 2008;25(1):37-51.
in this article due to the low response rate. 9. Litzelman DK, Cottingham AH. The New Formal Competency-
3
See the training goals developed in the Study Guidelines Based Curriculum and Informal Curriculum at Indiana University
School of Medicine: Overview and Five-Year Analysis. Acad Med.
at the Medical Faculty of the University of Cologne, based
2007;82(4):410-421. DOI: 10.1097/ACM.0b013e31803327f3
on the General Teaching Principles (§1 Sect 3 „Attitudes“)
[5]: 10. Davis DJ, Ringstedt C. (2006): Accreditation of Undergraduate
and Graduate Medical Education: How Do the Standards
• Readiness to apply medical ethical principles in prac- Contribute to Quality? Adv Health Sci Educ. 2006;11(3):305-313.
DOI: 10.1007/s10459-005-8555-4
tice and research
• Respect and honesty towards patients and colleagues 11. Davis MH, Amin Z, Grande JP, O'Neill AE, Pawlina W, Viggiano
• Realistic estimation of one’s own skills, abilities and TR, Zuberi R. Case studies in outcome-based education. Med
Teach. 2007;29(7):712-722. DOI:
limits and readiness, to draw appropriate conclusions 10.1080/01421590701691429
from this;
12. Harden RM, Gleeson FA. Assessment of clinical competence
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2923.1979.tb00918.x
Acknowledgement 13. Flick U, von Kardorff E, Keupp H, von Rosenstiel L, Wolff S.
Handbuch Qualitative Sozialforschung. 2. Aufl. Beinheim:
Special thanks to Mrs Imke Wietoska, Marlen E. Sauer Psychologie Verlags Union; 1995. S 209 ff.
and Charlotte M. Schober who contributed to the creation 14. Obliers R, Heindrichs G, Köhle H. Konzeption und Evaluation
of the questionnaire databases as part of their scientific eines problemorientierten Erstsemester-Tutoriums in der
project. I would like to sincerely thank PD Dr. Jan Matthes Medizinpsychologie. In Senf W, Heuft G (Hrsg). Gesellschaftliche
for his support in bringing this Master Thesis to fruition Umbrüche - individuelle Antworten: Aufgaben für die
psychosomatische Medizin. Frankfurt: VAS - Verlag für
as part of the MME-D. Akademische Schriften; 1995. S261-282.
15. Heindrichs G, Obliers R, Köhle K. Welche Fähigkeiten fördert
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Dr. h.c. (RUS) Christoph Stosch Received: 2009-06-30
University of Cologne, Medical Faculty, Students Dean´s Revised: 2011-04-19
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