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pioneers

of ChaNge
Going
Public
Menschen und projekte 2016
3

Teilnehmer*innen des 6. LERNgangs


Pioneers of Change
13 Ursula Strobl
Die Kremplerei – Wege öffnen zu Kreativität und Lebendigkeit

14 Maria Oberwinkler
How to handle my Weltschmerz? Theatercamp zur ökologischen Krise

15 Fabian Fratzscher
Politische Aufstellungen – ein Jahr jeden Monat

16 Monika Els
In Outdoor-Seminaren den eigenen Rhythmus finden – für Teams und Einzelpersonen

17 Markus Vonach
Wesentliches in wenigen Worten – Aphorismen von Markus Vonach

18 Stephanie Steyrer & Hanna Grubhofer


EMPATHY NOW: WERTSCHÄTZUNG FÜR ALLE
WiR-ZUSAMMEN: Begleitung von Integrationsprozessen

Die Transformation
20 Lisa Haller
Hautnah – Bio-faire Unterwäsche

der Gesellschaft
21 Renate Sanyang
Vernetzt Wohnen Innsbruck und Umgebung

ist unweigerlich die 


22 Marc Neureiter
Meta-Online-Zeitung und InnovationsGenossenschaft

Transformation
23 Eva Hödlmoser
Mein Weg zur selbstständigen Filmemacherin

unseres eigenen Lebens.


24 Gudrun Zecha
ERDpapiere – für eine nach­haltige und gerechte Wirtschaft

25 Harald Hummer
WENDIG – Spiel-Workshops zu Geld und Lebensstil
Harald Welzer
26 Stefanie Winkler
s’Gschropp – 3 Hebammen 1 Kaffeehaus

27 Constantin Ehrenstein
Holistic School of Life – ganzheitliches Lernen
für die jungen Menschen der modernen Welt
28 Anna Geiger
ECHT.IM.BISS – REVOLUTION AM SCHULBUFFET

29 Jürgen Eibensteiner
Mann-Sein, Sexualität, Partnerschaft, Netzwerk

30 Simon Kornhäusl
MACHT SINN BILDUNG – FÜR EINEN PARADIGMENWECHSEL IN DER PÄDAGOGiNNENBILDUNG

31 Katja Schöner
Upcyclingdesign und Mode mit Arfrican Touch
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ABENTEUER
TRANSFORMATION
Martin Kirchner & Franziska Kohler
über Pioneers of Change
Wir befinden uns als Gesellschaft mitten in einer großen Transformation.
Wie navigieren wir durch solch eine abenteuer­liche Zeit?
Wie können wir die Herausforderungen, vor denen wir stehen, als
Chance sehen und die darin liegenden Handlungsmöglichkeiten nutzen,
um jetzt die Welt von morgen zu gestalten?

Seit 2010 begleitet Pioneers of Change Menschen in persönlicher und


gesellschaftlicher Transformation. Wir bringen Menschen zusammen, die
sich mit Herz, Hirn und Hand für eine nachhaltige Gesellschafts­gestaltung
einsetzen – und so zu Pionier*innen des Wandels zu werden. Mit LERN­
gängen, Workshops und Coaching unterstützen wir sie, dem eigenen Ruf
zu folgen, ihre Potentiale zu entfalten und soziale Inno­vationen zu ent­
wickeln, die echt Sinn machen: Für uns und unsere Mitwelt.

Werde auch du Teil dieser Bewegung. Lebe dein Ändern. Jetzt.


„Pioniere des Wandels sind die zentralen Akteure in
2010 wurde Pioneers of Change unter dem Dach der plenum Gmbh von der großen Transformation zur Nachhaltigkeit.
Martin Kirchner, Sylvia Brenzel und Alfred Strigl gestartet. 2015 hat sich Sie verbreiten Innovationen, indem sie eine Politik
Pioneers of Change als eigenständige Organisation neu gegründet, um des ‚Weiter-so-wie-bisher‘ hinterfragen und mit ihren
die Arbeit der Pioneers of Change weiterzuentwickeln und zu ver­breiten.
Im Fokus dieser Entwicklung steht, unsere Arbeit in die Regionen,
Veränderungsideen eine alternative Praxis schaffen.
die Flüchtlingsarbeit und weitere Institutionen zu bringen. Mit einer Sie vernetzen sich und gewinnen so kritische
Buchveröffentlichung, einer Train the Trainer-Ausbildung, einer Online- Masse für Veränderung.“
Vernetzungsplattform und verbessertem Service für unsere Alumnis
Aus „Gesellschaftsvertrag für eine GroSSe Transformation“
bringen wir unsere Organisation auf eine nächste Stufe, und schaffen Wissenschaftlicher Beirat der deutschen Bundesregierung
mehr Möglichkeit zur Teilnahme und Vernetzung.
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Willkommen, Das Abenteuer eines


Pionier*innen des Wandels! Entwicklungsjahrs
ALFRED Strigl Birgit Rossmanith
Es war auf einer Autofahrt vor mehr als sechs Jahren. Am 28. April 2015 war es so weit. Zum ersten Mal sitzen die
Sylvia, Martin und ich waren am Heimweg vom Teilnehmer*innen des 6. „Lern- und Werdegangs“ im Kreis und ich bin
vierten Modul unseres plenum-Lehrgangs für Nach­ fasziniert. Welche kraftvolle und bunte Runde von Menschen!
haltigkeitsmanagement. Martin stellte sein Lehr­ Zu den bisherigen mehr als 100 Teilnehmer*innen der letzten 5 Lern­gänge
gangsprojekt vor, die Changemaker Academy. Schnell gesellen sich 22 „Neue“ dazu.
war uns klar: Das machen wir gemeinsam! Ein lust­volles Brainstorming begann:
was tun, wen dabei haben und wie dies alles die Welt verändern wird. Für mich war Die Spannbreite ihrer geplanten Projekte ist groß: von der Idee Geld
das die Geburtsstunde der Pioneers of Change. Heute schreibe ich als Obmann des „be-greifbar“ zu machen über das erste Hebammencafé Wiens bis hin
Beirats und Mit­gründer dieser Bewegung. Bin tief erfüllt mit Dankbarkeit. Denn wir zur Revolution am Schulbuffet. Während der ersten vier Module steht die
haben Geschichte geschrieben. persönliche Klärung im Vordergrund. Es wurden Projekte konkretisiert,
Wir haben Hoffnung geweckt. Und er­wecken weiter. Haben Menschen auf ihre verworfen, verändert – Kopf und vor allem auch das Herz befragt, ob
Spur gebracht. Und spüren laufend neue Lebensspuren auf. Wir verraten Wahres es wirklich DAS ist, wie man in der Welt wirken möchte. Und dann drei
und stiften dabei Wunder. Verschenken Schönes und lernen die Welt entdecken. weitere Module bei denen sich die Projekte formen und reifen. Marketing­
Ver­schwenden Gutes und entfalten Wandel. Und richten nicht. Und brechen nicht strategien wurden überlegt, Businesspläne geschrieben, Verkaufs­
den Stab. Sind Freunde und Freude zugleich. Kühn im Wagen, edel im Scheitern gespräche und Präsentationen geübt, Flyer, Homepages, Visitenkarten
und heilig im Verrücken. Im Vaganten halten wir das Leben fest. Das Leben, das uns entworfen. Die Zeit war reif, um ins konkrete TUN zu kommen.
selbst das Höchste ist.
Ich erinnere mich an die vielen fröhlich-leichten Momente, bin aber
Willkommen, Pioniere, ihr gestaltet die Gesellschaft neu, auf dass ich wahrlich hoffen kann! auch besonders dankbar für die die zutiefst berührenden. Im Nachhinein
Willkommen Pionierinnen, ihr ladet wieder und wieder ins Leben ein das Schöne! betrachtet waren diese stets Vorboten von (großen) Veränderungen…
Willkommen Pionier*innen, ihr wagt im Heute schon das Abenteuer Zukunft! Heute bleibt mir nicht mehr als DANKE zu sagen, für das wundervolle,
gemeinsame Jahr. Einige TeilnehmerInnen stehen voll in ihrem neuen
Und ob dir auch Dein schönster Traum gefalle, und alle Träume, Business, andere haben ihr Leben völlig umgekrempelt und machen
die vorübergehn, – das Leben, wenn wir es nur recht verstehn, das Leben erste Schritte hinaus ins Neue. Alles ist gut, alles darf sein.
kommt und übertrifft sie alle. Rainer Maria Rilke
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Das Team LERNgang


des Lerngangs 2015/16 Pioneers of Change
Martin Kirchner – Initiator und LERNgangsleiter Pioneers of Change ist ein Lern- und Werdegang, ein herausfordernder und trans­
Martins Lebensthemen drehen sich um den Aufbau von formativer Prozess für engagierte Menschen. Ein intensives Jahr zur persönlichen
„Gemein­schaft für den Wandel“. Er entwickelte und wohnt mit Klärung und Entfaltung – und zur Entwicklung von Zukunftsprojekten.
seiner Familie im Cohousing-Projekt „Pomali“. Begeistert von
dem, was sich im Rahmen von Pioneers of Change entfaltet, –– Neun Seminarmodule (34 Tage)
arbeitet er mit viel Freude und Energie an der Weiterentwicklung. –– plus individuelle Begleitung, Coaching,
–– Peergruppen, Vermittlung von ExpertInnen
–– 22 TeilnehmerInnen
Birgit Rossmanith – LERNgangsleiterin –– 30 ECTS-Punkte für Studium/Bildungskarenz
Als Trainerin und Beraterin arbeitet Birgit im Aus- und –– von der UNESCO prämierter Bildungsansatz
Weiterbildungsbereich und in der Persönlichkeitsentwicklung.
Sie studierte Soziale Arbeit, Bildungswissenschaften und www.pioneersofchange.at/lerngang
Integrative Outdoor Aktivitäten … Durch „Bewegung und
Begegnung in der Natur“ unterstützt sie Menschen dabei,
mit sich und anderen authentisch in Kontakt zu kommen.

Franziska Kohler – Trainerin und Mitgründerin PoC


Franziska erforscht und entwickelt Wege, wie Menschen ihre
Einzigartigkeit entfalten und zum Wohle der Gesellschaft
einbringen können. Als Trainerin und Coach für Berufs­
orientierung und Projektentwicklung unterstützt und bestärkt
sie Menschen auf ihrer Suche nach sinnstiftendem Tätigsein.

Simon Schwarz – Trainee


Simon beschäftigt sich seit seinem Pioneers-Jahr 2014 mit dem
eigenverantwortlichen und lebenslangen Lernen in der Zukunft.
Neben seinem Soziologie-Studium wirkt er bei dem Startup
„evolution at work“ mit das Menschen in „selbst­gesteuerten
Organisationen“ auf dem Weg zu eigenverantwortlichem
Bildungsträger für den Lerngang Pioneers of Change In Kooperation mit
Handeln begleitet - interdisziplinär und auf Augenhöhe.
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warum wir tun, was wir tun


Auf welche Problematiken wir reagieren Unsere lösungsansätze mit den pioneers

Potenziale liegen brach sinnstiftend beitragen: Potenzial entdecken und entfalten


Das leben ist zu kostbar, um Ausbildungen und Jobs zu machen, Wir begleiten und bestärken Menschen beim Finden und Entwickeln des eigenen
die weder uns noch der Welt gut tun. Dabei gibt es in der Gesellschaft ein Beitrags und wie sie ihr Potential ins Leben bringen bzw. in die Gesellschaft
unglaubliches Potenzial, das nicht gewürdigt und entwickelt wird. ein­bringen können.

Menschen bleiben bei guten Absichten und Ideen stecken yes we do: Aktiv werden für den Wandel
Viele wollen sich „eigentlich“ engagieren, wissen aber nicht wo und wie. Wir begleiten und bestärken Menschen beim Finden und Entwickeln des eigenen
Viele haben Ideen, ihnen fehlt aber nötiges Know-How und der Beitrags und wie sie ihr Potential ins Leben bringen bzw. in die Gesellschaft
unter­stützende Rahmen, um diese auch tatsächlich ins Leben zu bringen. einbringen können.

Wir sind Teil des Problems be the change: Ein neues Paradigma leben
Viele engagierte Menschen kämpfen verbissen und in oftmals Für einen echten Wandel braucht es eine tiefe Transformation in uns, eine Erwei-
feindlicher Haltung gegen die Auswirkungen eines terung unserer Weltsicht, heilsame kulturelle Praktiken und eine ansteckende
kranken Systems, beuten sich selbst dabei aus und brennen aus. Orientierung an der Freude.

engagement darf nicht nur Luxus sein social Entrepreneurship: Vom Ruf zum Beruf
Die meisten zerstörerischen Tätigkeiten sind besser bezahlt als nachhaltiges Wir unterstützen Menschen auf dem Weg, mit ihren Ideen und sozialen
Wirken. Sich zu engagieren und sinnstiftende Ideen zu verfolgen ist oft eine Innovationen auch angemessenes Einkommen zu erzielen.
ökonomische Herausforderung u. bringt Menschen in finanziell prekäre Lagen.

es mangelt an Gemeinschaft und den richtigen Kontakten We are many: Pionier*innen des Wandels vernetzen
Einzelkämpfer*innen verlieren leicht den Mut, alleine die gewohnten Bahnen Wir entwickeln ein lebendiges Netzwerk von Pionier*innen des Wandels,
des Umfelds zu verlassen. Ihnen fehlen inspirierende und bestärkende das sich gegenseitig bestärkt, inspiriert und unterstützt.
Weggefährt*innen und die richtigen Kontakte für ihre Vorhaben.

tina: „There is no alternative“ there are many alternatives: Inspiration für den Wandel verbreiten
Massenmedien berichten uns tagtäglich von der Alternativlosigkeit eines Wir inspirieren, mutmachende Wege in ein Gutes Leben für alle zu sehen,
lebens­bedrohlichen, ausbeuterischen Systems. Die vielen Alternativen, zu entwickeln und zu gehen.
Ideen und Möglichkeiten bleiben dabei unbenannt.
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Neugierig ...
... auf lebensbejahende & kulturtransformierende
Sichtweisen & Projekte!?
Ursula Strobl
Die Kremplerei
Mal- und Gestaltungstherapeutin,
Kreativtrainerin, lernende
und wiss­begierige Entdeckerin
Gänge
Grenz LustAngst
Weg mit dem Krempel! Ärmel auf­
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n Krempel dein Leben um! Mehr
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Kreativität und Lebendigkeit!


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Hung , Freiler ärten Heft 04, zWäR weiten Heft 07,
2015
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Lernw ng, Buc REGio rprojekte
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Durch­atmen und Neues erschaffen!


Projek VERn

Kreativität stellt für mich den Mittel­ Ich biete in meinem Atelier IDA Raum für
Dein TAU-Abo um 24 €: punkt meines Lebens dar. Seit Jahren bin
ich auf der Suche, wie ich sie (wieder) –– Krempel-Coaching
www.tau-magazin.net/bestellen
in mein Leben integrieren kann, um es –– offene Malnachmittage für freies
bunter und lebendiger zu gestalten. Malen und kreatives Austoben
Wir danken auch unseren großartigen TrainerInnen, Mut­macherInnen, Coaches und Unterstützerinnen In meinem Jahr bei den Pioneers of –– regelmäßige maltherapeutische
in diesem Jahr: Alfred Strigl, Sylvia Brenzel, Andreas Schelakovsky, Alexis Eremia, Christian Lechner, Change bin ich diesen Fragen nachge­ Gruppen- und Einzeltermine für
Stefan Stockinger, Michael Gassner, Christian Felber, Heini Staudinger, Georg Tarne, Lilian Pardun, Doris Rasshofer,
gangen, habe Höhen und Tiefen und Selbsterfahrung-, -erforschung
Harald Katzenschläger, Mike und Moriz von Gebrüder Stitch, Ira Mollay, Gerald Laufer, Reinhard Herok,
sehr intensive Prozesse erlebt, bin nun und -entfaltung
Martin Neitz, Irma Pelikan, Lukas Brunbauer, Julia Fabich, Christian Findeisen, Annemarie Schallhart, Ruth Spitzer,
Florian Heiler, Christiane Seuhs-Schöller, Toni Rohrmoser, Constanze Hoyer, Astrid Sperk, Joschi Sedlak,Tom Strasser. gestärkt und inspiriert. Daraus wurden –– Frauentreffen
mehrere Ideen und Angebote unter Was bedeutet Weiblichkeit für mich?
dem Namen „Die Kremplerei“ geboren. Wie kann ich mein Frau-Sein leben?

Die Zukunft gehört denen, IDA steht für „Inspiration durch


Ausdruck“ und „Ich darf alles“.
die an die Schönheit
ihrer Träume glauben. „Wenn wir kreativ leben,
gibt es keine Langeweile und
Eleanor Roosevelt jeder Moment trägt
das Versprechen auf neue
Entdeckungen.“

www.facebook.com/die.kremplerei
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Fabian Fratzscher
Politische Diskussion ist mehr
Ansatz Politische Aufstellungsarbeit im Fokus
Wir sind überzeugt, dass jeder mächtig Aufstellungsarbeit ermöglicht es den
sein kann, jede Stimme wesentlich und Teilnehmern, mit vielen Sinnen statt nur
bedeutsam ist, dass wir von innen her rational zu erleben. Dadurch wird das
beginnen müssen, uns und somit etwas Erleben intensiver. Die Dinge werden
zu bewegen. schnell sichtbar, bekommen eine
Bewegen wir uns nicht aus der Sprache. Hintergründe, Perspektiven
Komfortzone, werden wir aus ihr bewegt und Unbekanntes bekommen Raum. Die
werden. Nur mit einer breiteren Denk­ Teil­nehmer begeben sich in eine Rolle und

Maria Oberwinkler weise als der bisherigen können wir die


Herausforderungen unserer Zeit lösen.
treten etwa in die Schuhe eines Medien­
konzerns oder eines Lesers. Wie fühlt es
How to handle my Weltschmerz? Dafür bieten wir eine Plattform. sich an als solcher? Welche Beweg­gründe
und Bedürfnisse hat er? Die Rollen haben
Umgehen mit der ökologischen Krise
Themen (Auszug und Rohform) oft ver­blüffende Ähnlich­keit mit unseren
Das Thema Nachhaltigkeit und der für junge Erwachsene zum Thema „How Die Jungen interessiert es nicht und eigenen Erfahrungen – so können wir
Wandel zur nachhaltigen Gesell­ to handle my Weltschmerz? Umgehen die Alten nicht mehr. Stell dir vor, am Thema, das uns alle betrifft, an uns
schaft liegen mir sehr am Herzen. Im mit der ökologischen Krise“ organisieren. es ist Krieg. Was ist spannender als selbst wachsen. Bin ich reif zur Bewegung,
Zuge meines Studiums der Sozial- & Das Projekt hat eine dreifach positive das Kriegsführen? Macht der Medien. weil sie in mir entwickelt ist, kann ich
Human­ökologie habe ich erlebt, wie Wirkung. Erstens beschäftigen sich Sprachkurs für Journalisten? viele bewegen. Weil wir reif sind.
erdrückend die Konfrontation mit junge Menschen mit aktuellen Themen
dem jetzigen Zustand der Erde und wie Klimawandel, Umweltzerstörung
den ökologischen Herausforderungen und Nachhaltigkeit. Zweitens können
ist. Verzweiflung, Angst und Schmerz sie sich künstlerisch ausdrücken und
sind oft die vorherrschenden Gefühle, lernen Lösungen & Alternativen kennen.
die einen in der Auseinander­setzung Drittens werden die Themen durch
mit der globalen, ökologischen und die Aufführung in die Welt getragen.
sozialen Krise überkommen. Wichtig Ich befinde mich in der Planungs­ Start im Sommer 2016.
finde ich es, an diesem Punkt nicht phase des Projekts und freue mich über
stehen zu bleiben, sondern Mut zu Menschen, die mich bei der Entwicklung `
Dorothea Brozek
fassen und handlungs­fähig zu werden. und Um­setzung mit ihrem Know-how (Brozek Power Consulting Wien)
Da setzt mein Projekt an. Ich möchte und ihrer Erfahrung unterstützen. und Fabian Fratzscher
ein 2-wöchiges Tanz & Theatercamp (Budapest und Wien).

Tanz-Theatercamp@gmx.at www.fabian-fratzscher.jimdo.com
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Monika Els
Kooperation und Rhythmus leben
Vielfältig wirken als Supervisorin, Nun mache ich einen Schritt weiter und
Erlebnis­pädagogin und Sozialpädagogin gehe in die Selbstständigkeit. Ich biete:
„Im Alltag ist uns unsere größte
–– Projekte in der Natur zur Chance gegeben: Verändern
Selbst­erfahrung und Persönlich­keits­
entwicklung wir unseren Alltag, wandelt sich
–– Teambuildings für Firmen und unser ganzes Leben.“
Schulklassen
–– Supervision zur Reflexion von
beruflichen Fragestellungen
–– Seminare & Workshops

Markus Vonach
Natur & Kultur, das Eine bedingt das
Andere und muss wieder als Einheit
betrachtet werden, indem wir lernen,
uns mit unserer inneren und äußeren Wesentliches in wenigen Worten –
Natur, wieder verbunden und zuge­hörig
Aphorismen von Markus Vonach
zu fühlen. Dazu möchte ich meinen
Jeder Mensch trägt Gaben, Fähig­keiten Beitrag leisten. Das Schreiben von Aphorismen Im Rahmen der Abschluss­veranstaltung
und Talente in sich, die, wenn sie erkannt kontakt@monika-els.at be­gleitet mich bereits seit mehr des Pioneers-LERNgangs stelle ich
werden, einem Kraft geben und die als 15 Jahren – parallel zu meiner meine Aphorismen erstmals öffentlich
Richtung weisen. Durch mein Jahr bei „Vielfalt will vielfältig Aus­bildung zum Orgelbauer, Soziologen vor: Ich habe diese mit Fotos von
den Pioneers of Change ist mir meine und Mediator; während dem Auf­ meinen Reisen kombiniert und auf
Richtung immer klarer geworden: Es ist betrachtet werden“ bau von Cohousing Pomali und allen Karten gedruckt. Darüber hinaus ist ein
das wilde Leben, das Auf und Ab, das Hilarion Petzold anderen Abenteuern. Aphorismen-Band in Arbeit.
Wissen und gleichzeitig Nicht-Wissen,
die Praxis und die Theorie, die Klarheit In meinen Aphorismen wird für mich „Gedanken zu teilen bedeutet, ihnen die
und die Verschleierung, die Absicht und Wesentliches in wenigen Worten sicht­ Freiheit zu schenken, sich in anderen
das Abwarten. Diese Vielschichtigkeit bar: Durch das Schreiben reflektiere ich Menschen neue Formen geben zu lassen.“
und Vielfältigkeit des Lebens hat mich meine Perspektive(n) und Erfahrungen;
schon immer begeistert und fasziniert teile Ein- und Ansichten und schenke den Eine inspirierende Lektüre wünscht
und mich auch angetrieben, mich immer Lesenden Anregungen für Gespräche – Markus Vonach
weiterzubilden und zu lernen. oder gar für deren Wirken und Wachsen.

www.monika-els.at www.gedankenspiel.at
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Stephanie Steyrer WiR-ZUSAMMEN: Begleitung von

& Hanna Grubhofer Integrationsprozessen in Gemeinden


Begegnung versus Flüchtlingskrise! Individualität statt Masse!
EMPATHY NOW: WERTSCHÄTZUNG FÜR ALLE So viele AngstmacherInnen und Angst­
haberInnen rund herum – unsere
Unsere Vision: Frieden, Liebe und Sicherheit für alle Wesen auf Erden. Reaktion darauf ist: Mut machen und
Begleiten beim Aufnahme- und Inte­
Seit dem ersten Modul wissen wir, dass unsere Herzen grationsprozess von Schutzbedürftigen
für das gleiche und im gleichen Takt schwingen! Uns in Dorfgemeinden. So gestalten wir
berühren die gleichen Themen, Lethargie macht uns ZUSAMMEN in der jeweiligen Gemeinde
wütend, und wir können die guten Absichten hinter eine „Kultur des Miteinanders“… dabei oft wichtige erste Schritte um
Handlungen entdecken! Und so war es nur noch eine ein Sich-gegenseitige-ins-eigene-Leben
Frage der Zeit und des Abstimmens, bis wir unsere WiR-ZUSAMMEN sind ein multi­pro­ integrieren zu ermöglichen. Hier fördern
Projektideen unter einen Hut, bzw. in ein Herz packten fessionelles Team, das mit viel­fältigen wir eine reflektierte, wert­schätzende
(und folgenden Verein gründeten): Empathy now. Konzepten und Methoden arbeitet. Kommunikation sowie (inter-)kulturelle
Information und Orientierung geben Kompetenz, und stärken nachhaltiges
sowie das Hören von Wider­ständen, Engagement.
Bedenken, Ängsten, Überforderung sind ssteyrer@wir-zusammen.at
Stephanie Steyrer
Sozialarbeiterin und Sozialpädagogin Mag. Hanna Grubhofer
Psychologin, gewaltfreie
„Kultur beginnt da, wo zwei Menschen sich begegnen.“
Kommunikations-Trainerin und Mutter
Empathy for Family: Friede fängt zu Hause an! Mit der
Publikation des gleichnamigen Buches beschreibe
ich meinen 3 Säulen für ein Großteils ent­spanntes
und friedvolles Familenleben mit meinen 7 Kindern:
Hanna Grubhofer
Bärbl Weingartshofer

Achtsamkeit, Vertrauen und im Jetzt sein. Selbst üben


könnt ihr in meinen Workshops dazu!
Gino Giraffe: Die Kerne, die eigentlichen Bedürfnisse,
bei einem Konflikt zu entdecken ist die Aufgabe
von Gino Giraffe, der Kinder durch ein inter­aktives
Kinder­buch führt und mit ihnen gemeinsam Konflikt­
Guido
lösungen findet. Bald im Buchhandel erhältlich und
oder
Die Reise zu unseren Wünschen
als Workshops in Schulen und Kinder­gärten.
hanna@empathynow.at
www.empathynow.at www.wir-zusammen.at
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Lisa Haller Renate Sanyang


Hautnah – Bio-faire Unterwäsche Das gute Leben wagen
Während Bio in aller Munde ist, sollte es auch auf aller Haut Unsere Gemeinschaftsräume sind das
sein. Ökologisch produzierter Unterwäsche haftet jedoch Herz der Gemeinschaft und entlasten
nach wie vor der Ruf langweiliger Großtanten­ den individuellen Wohnraum. Hier leben,
kleidung an. Dabei müsste ein bedachter Umgang arbeiten und feiern wir gemeinsam:
mit den Ressourcen unserer Erde keines­wegs Gemeinschaftsraum mit Küche, Mehr­
zulasten ästhetischer Ansprüche gehen. Daher zwecksaal, Kinderspielräume, Ateliers,
werde ich ein Wäschelabel für Männer und Bibliothek, Musikraum, Werkstätten,
Frauen gründen, die sich beim Kauf ihrer Unter­ Gäste- bzw. Pflege-Appartements,
wäsche sowohl von modischen als auch von Dachterrasse, Garten, etc. Unsere
ökologischen Motiven leiten lassen. „Das gute Leben wagen“ bedeutet für Architektur wird auf gemein­schaftliche
uns: Diese Vision in einem Wohnprojekt Kommunikation aus­gerichtet und soll
Gemeinsam mit einer Designerin arbeite ich daran, umzusetzen, in dem wir gemeinsam diese ermöglichen. Wir werden auf
eine nachhaltige Wertschöpfungskette aufzubauen, mit­bestimmen, in gesunden Räumen der ökologischen, ökonomischen und
um Unter­wäsche anbieten zu können, die reizvoll und wohnen und arbeiten und ressourcen­ sozialen Ebene Nachhaltigkeit leben.
bio­logisch zugleich ist. Die sorgfältige Auswahl umwelt­ schonend sowie umweltverträglich, an
freundlicher Stoffe, faire Arbeitsbedingungen sowie die einer solidarischen und nachhaltigen Renate Sanyang ist Mutter eines
Stärkung regionaler Strukturen sind uns dabei ebenso wichtig Lebens­weise teilnehmen. 13-jährigen Sohnes und einer 7-jährigen
wie eine stimmige Nuancierung der Farben und Schnitte. Wir bilden eine generationen­­­ Tochter, verheiratet und tirolweit als
über­­greifende Gemein­schaft von akad. Freizeit- & Umweltpädagogin und
Uns erscheint die Gründung eines Wäsche-Labels, das lustvolle Menschen aller Altersgruppen mit als TransKulturArbeiterin selbst­ständig
und spannende Designs mit fairen und ökologischen Standards unter­schiedlichen sozialen und tätig. Sie war über ein Jahrzehnt allein­
verbindet, als logische Konsequenz unserer Vorstellung eines kulturellen Hintergründen, die einander erziehende Mutter und weiß daher aus
nachhaltigen Lebensstils. – Denn Unterwäsche berührt uns alle! unterstützen. eigener Erfahrung über die Isolations-
und Armutsfalle „allein-erziehen“ bestens
Bescheid. Aus dieser Motivation heraus
wurde sie Gründungs- und Vorstands­
mitglied des im März 2015 ge­gründeten
Vereins „Vernetzt Wohnen“.

"Um ein Kind zu erziehen


braucht es ein ganzes Dorf"
aus Afrika

haller.l@gmx.net www.vernetztwohnen.at
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Marc Neureiter Eva Hödlmoser


Meta-Online-Zeitung und Mein Weg zur selbstständigen Filmemacherin
InnovationsGenossenschaft Vor Beginn des Pioneers-LERNgangs war Ich finde es spannend, mich in ver­
mir nicht klar, worauf es hinauslaufen schiedenste Themen zu vertiefen, dabei
soll. Ich hatte einige Projektideen, aber unterschiedliche Menschen kennen zu
Nach einer langjährigen Odyssee als nicht die eine zwingende. Vielmehr lernen und diese auch unter­einander
Softwareentwickler und einem folgen­ spürte ich: „Das klingt spannend, da zu vernetzten. Natürlich habe ich
reichen Lebensschwenk mit lehrreicher gibts was zu entdecken.“ Also ließ auch Herzens­projekte: Das sind Filme,
ehrenamtlicher Selbstaufgabe mache ich mich auf den LERNgang ein und die sich als Lobby für Menschen und
ich derzeit eine HTL als leidenschaftliche bereits beim ersten Modul hat es Themen, die von der Öffentlichkeit zu
Lehrkraft unsicher. Was mich umtreibt? mich gepackt. Eine Umwälzung folgte wenig gehört werden, verstehen. Zudem
Vor allem die Frage, wie sich Individuum der nächsten – von der Kündigung möchte ich Geschichten vom Gelingen
und Gesellschaft im Getriebe des Welt­ meines damaligen Jobs, über einen erzählen, zeigen, was möglich ist, und
geschehens entwickeln. einmonatigen Aufenthalt auf einer Mut zum Anpacken machen.
Alm, über eine nicht immer einfache Die Pioneers – und damit meine ich
Der Erkenntnisprozeß ist der Neuorientierungs­phase – bis zum heute: nicht nur das Programm des LERNgangs,
Ich habe mich als Filmproducerin selbst­ sondern vor allem die Menschen, die mir
Entwicklungs­prozeß zur Freiheit. ständig gemacht. Nun recherchiere ich an im letzten Jahr begegnet sind – haben
Rudolf Steiner Dokumentationen, erstelle Konzepte für bei mir viel bewegt: Ich bin mit ihnen auf
multimediale Formate und unterstütze den Grund gegangen, ich wurde inspiriert
Das Projekt „zivilfunke“ ist eine Online- deren Umsetzung. und für meinen neuen Weg gestärkt.
Plattform, auf welcher Themen wie
Medien, Geopolitik, Gesellschafts- und
Persönlichkeitsentwicklung kritisch auf
einer Metaebene behandelt und selten
beleuchtete Zusammenhänge schnell
auf den Punkt gebracht werden.

Mein Projekt Nr. 2 besteht in der Mithilfe


am Aufbau einer Genossenschaft im
Rahmen der Gemeinwohl-Ökonomie-
Bewegung, welche Produktinnovation
durch Kooperation unter gemein­
„Wenn du Menschen bewegen willst,
wohlorientierten Unternehmen fördert. nutze die Natur und die Kunst.“
Helmut Weyh
www.marc-neureiter.at www.efilm.at
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Gudrun Zecha Harald Hummer


ERDpapiere – für eine nach­haltige WENDIG – Spiel-Workshops zu Geld und Lebensstil
und gerechte Wirtschaft
Wie entscheiden wir uns für mehr Globales lernen, Redekreis, Flipped
Lebens­zeit anstatt Konsumwachstum? Classroom und lösungsorientiert.
Seit ich denken kann, sind für mich Gerecht­ig­keit, Zu wenige Arbeitsplätze? Einkommen Wie hältst Du es so?
Ressourcen­schonung, Umwelt- und Tierschutz für mehr Menschen darf entstehen. Mein Traum ist die Entwicklung von
wichtige Themen. Während meines Physik­studiums Die Unternehmung WENDIG bietet gerechtem Geld. Als Mathematiker
mit Schwerpunkt Umweltphysik konkretisierte Angebote, um Geld zu begreifen. Die in einer soziokratischen geleiteten
sich mein Wunsch, an der praktischen Umsetzung angebotenen Spiele wecken bereits bei Gemein­schaft liegt es mir am Herzen
von Rahmen­bedingungen für eine nachhaltige Jugendlichen das Interesse und er­ das Schönste und Beste zu leben; so
und soziale Lebensweise beteiligt zu sein. möglichen einen leichten Einstieg in die wie wir es uns erträumen!
Thematik. Wie können wir leben, was Für das erste Kooperationsprojekt
wir uns global wünschen? Dazu lade ich danke ich dem Verein „actinGreen“,
Dich ein, persönliche Beziehungen zu der politisches Theater und Nach­haltige
Geld achtsam zu erforschen. Entwicklung verbindet.

„Zufrieden mit Geld? Du willst WENDIG in der Welt sehen


Zu Frieden mit Geld!“ oder dazu beitragen. Neugierig?
ERDpapiere sind eine Parallelwährung, die sich am öko­ Peter König Schreib mir gerne.
logischen Fußabdruck von Produkten und Dienst­leistungen
orientiert. Jedem Menschen soll über ein individuelles „Der Menschheit steht eine
Ressourcen­konto im gleichen Maße Ressourcen­nutzung
wunderbare, schöne Zeit
zugänglich gemacht werden. Kaufentscheidungen, die
nach­haltige Ressourcennutzung unterstützen, werden bevor. Es ist unsere
mit Hilfe dieses Systems ins tägliche Leben integriert und Aufgabe dorthin zu
stellen so eine alltagstaugliche Umsetzung von Umwelt­
gehen und den
schutz, Generationen­gerechtigkeit und Chancengleichheit
dar. Der nächste Schritt ist, die Rahmen­bedingungen zur Weg zu gestalten.“
Etablierung der an den ökologischen Fußabdruck gebundenen
Parallel­währung in einer Modellregion konkret auszuprobieren.
Besuche www.erdpapiere.org für weitere Infos!

www.erdpapiere.org www.wendig.at
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Stefanie Winkler Constantin Ehrenstein


s’Gschropp – 3 Hebammen Holistic School of Life – ganzheitliches Lernen für
1 Kaffeehaus die jungen Menschen der modernen Welt
Aufgewachsen am Land, ausgewandert in die Stadt, Reformpädagogik meets moderne Welt – geht das?
Hebamme geworden, gewachsen und nun auf der Junge Menschen individuell und stärken­orientiert
Suche nach Mehr. Seit 5 Jahren bin ich als Hebamme fördern und sie trotzdem auf die „moderne Welt“
tätig. Immer wieder zieht es mich in die Ferne auf vorbereiten? Meine berufliche Tätigkeit war als
die Suche nach neuen Erfahrungen und Inspiration. Entwickler und Trainer seit vielen Jahren von audio­
visuellen Medien, Internet und Smart Devices sowie
Gemeinsam mit zwei weiteren Hebammen möchte dem Kontakt mit Menschen dominiert. Und als
ich das Kaffeehaus s‘Gschropp, mit inte­grierter Vater von drei Jungs schaue ich sehr genau hin, was
Hebammen-Ordination, in Wien eröffnen. Die unsere gegen­wärtigen (Regel-) Schulen mit unseren
beiden Schwerpunkte liegen zum einen in der Kindern machen – und ich sehe extrem gestresste
Hebammen-Arbeit und zum anderen in der und geschwächte statt gestärkte junge Menschen.
Ver­pflegung von Schwangeren, Müttern sowie Die „Holistic School of Life“ ist daher das Bindeglied
deren Familien bzw. FreundInnen. Politisch und zwischen reform­pädagogischem Ansatz und der
gesellschaftlich betrachtet ist „Kinder kriegen“ modernen Welt. Reine Wissens­­­ver­mittlung war
eine Selbstverständlichkeit, die wenig bis gar gestern – die Schule von heute vermittelt, was es
keiner Unterstützung bedarf. Aus mehr­ bedeutet, Mensch zu sein – ganzheitlich, individuell
jähriger Berufserfahrung als Hebammen und stärken­orientiert. HSL ist sowohl eine
wissen wir jedoch, dass dies nicht stimmt. Organisation im Aufbau, die Eltern, LehrerInnen,
Besonders im städtischen Raum ist die DirektorInnen etc. informieren und Bewusstsein
familiäre Unterstützungsstruktur nicht für einen neuen Weg des Lernens schaffen will,
gegeben, und Eltern fühlen sich in ihrem als auch ein Schul­konzept, das im Entstehen ist und
neuen, noch unbekannten Lebensabschnitt zunächst in bestehenden Schulen erprobt werden
alleine gelassen. Hebammen-Betreuung setzt dem soll. Machst Du mit?
entgegen, muss jedoch in Österreich von Frauen
großteils privat bezahlt werden und wird damit
zu einem Luxusprodukt. Die adäquate Betreuung
durch Hebammen soll jedoch für möglichst alle „Reine Wissensvermittlung war gestern –
Frauen zur Verfügung stehen und leistbar sein, was die Schule des dritten Jahrtausends vermittelt,
durch die ständige Anwesenheit einer Hebamme was es bedeutet, Mensch zu sein.“
als Kellnerin und Ansprechpartnerin im Kaffee­
haus­betrieb gewährleistet wird.

www.kaffeehaus-gschropp.at www.hsl.life
28 PIONEERS16 PIONEERS16 29

Anna Geiger Jürgen Eibensteiner


echt.im.biss – Revolution Mann-Sein, Sexualität, Partnerschaft, Netzwerk
am Schulbuffet
Entscheidung, meinen Beruf als
Wer hätte das gedacht? Zu Beginn meines Pioneer-Jahres war ich völlig Physiotherapeuten hinter mir zu
ahnungslos, wie ich in Kärnten eine Tätigkeit finden sollte, die mich satt lassen. Mir fehlte die Selbst­ver­
und zufrieden machen würde. Und siehe da, im August 2015 gründeten antwortung der Menschen für den
wir (mein Freund Paul Friedrich, Politikwissenschafter, Sozialpädagoge eigenen Körper und ich zudem
und Ultra-Marathon-Läufer, und ich, Anna Geiger, Agrar­wissenschafterin davon krank wurde. In dieser
und ehemalige NGO-Mitarbeiterin) unsere eigene Firma! Mit „echt. Neuorientierungs­phase beendete
im.biss“ sorgen wir seither für ganzheitliche Verpflegung in Schulen. ich meinen Roman „Olivers
Tod“, verdaute eine zerbrochene
Beziehung und brachte mich
gesundheitlich wieder auf die
„Wer Kinder nicht gut nährt, Beine. In dieser Zeit erkannte ich,
Mein Pioneers-Jahr war von vielen dass in jedem Widerstand die
dem ist die Zukunft nicht viel wert.“ Höhen und Tiefen und mehreren Lösung liegt, mein Leben eine
leidenschaftlichen Projekt­an­läufen solide Basis braucht und nur ich
geprägt. Die Themen, die sich selbst entscheide, ob ich den
Wir verknüpfen ein regionales, saisonales stark herauskristallisiert haben, nächsten Schritt wage.
und vor allem leckeres Schulbuffet sind das Mann-Sein, Sexualität und
mit einem pädagogischen Konzept Partnerschaft. Mich faszinieren Langfristig möchte ich ein starkes
zur Förderung bewusster Ernährung. vor allem die Fragen, was einen Männernetzwerk aufbauen,
Im September übernahmen wir unser Mann ausmacht und was es damit jeder Mann in schwierigen
erstes Schulbuffet am Ingeborg-Bach­ braucht, um nicht nur der „Macho“ Momenten Unterstützung findet
mann-Gymnasium in Klagenfurt. oder der „Softie“ zu sein. Was heißt und damit ein positives Mannes­
Lang­fristig besteht unser Ziel darin, es eigentlich, authentisch zu sein bild in die Öffentlichkeit gebracht
in naher Zukunft ein zweites und und wo verstecke ich mich in wird. Ich spreche vor allem
vielleicht sogar ein drittes Buffet zu meiner Komfort­zone? Warum Männer an, die bereit sind, über
über­nehmen, jeden Tag ein bisschen funktioniert eine Partnerschaft die Komfortzone hinauszugehen
besser zu werden in dem, was wir tun und warum nicht? und sich mit sich selbst, Mann-
und weiterhin so viel wie möglich Sein, Sexualität und Partner­
selber zu machen, von A wie Apfel­­ringen Das letzte Jahr hinweg stieß ich schaft aus­einandersetzen wollen.
bis Z wie Zuckerreinkerln. auf verschiedenste Antworten Ich lade jeden ein, mit mir Kontakt
und Einsichten. Damit ver­bunden aufzunehmen, um ein starkes
fasste ich meine schwerste Männernetzwerk aufzubauen.

www.echt-im-biss.at © Daniel Sostaric www.lebenswertmann.jimdo.com


30 PIONEERS16 PIONEERS16 31

You cannot teach today the Katja Schöner


same way you did yesterday to Upcyclingdesign und Mode
prepare students for tomorrow. mit AFRICAN TOUCH
John Dewey Eine meiner größten Leidenschaften ist die
Schneiderei und ich habe eine besondere Vo­rliebe
für afrikanische Wachsdruckstoffe. Seit 2009

Simon Kornhäusl
nähe ich elegante Kleider, Dirndl und Mäntel
mit europäischen Schnitten und verwende dafür
afrikanische Stoffe, da ich 2 Kulturen miteinander
MACHT SINN BILDUNG - FÜR EINEN PARADIGMENWECHSEL verbinden möchte. Ich entwickle Kleider, die die
Geschichte der Trägerin erzählen, und möchte
IN DER PÄDAGOGiNNENBILDUNG
somit ihr inneres Licht im Außen zum Strahlen
Lernender Lehrender, Tiefenökologe, PädagogInnen als WegbereiterInnen bringen. Seit 2012 bin ich Mitglied im Kulturverein
Spielosoph, Nachhaltigkeits-Narr des Großen Wandels TrashBar. Dort habe ich mich mit dem Upcycling­
Ich möchte angehenden PädagogInnen fieber angesteckt. Von 1. Oktober 2014– 1.April 2015
Wie muss Bildung Gelegenheiten für Inspiration, Austausch habe ich ein Müllprojekt in Ghana für die NGO
ge­staltet sein, damit sie und Reflexion bieten, damit diese als Brave Aurora gestartet. Darüber hinaus habe ich
zu einer menschlicheren, MultiplikatorInnen einer zukunfts­fähigen in Accra auf der größten Elektroschrottmüllhalde
lebenswerteren, Lehr- und Lernkultur wirken können. der Welt recherchiert.
ge­rechteren Zukunft für Sie werden ermächtigt und lernen,
alle beiträgt? Andere auf ihrem Weg zu begleiten, zu
mutigen GestalterInnen des Wandels zu Es ist mir ein Herzensanliegen, für
Wie können wir im Bewusstsein werden. Gleichzeitig schaffe ich so ein das Thema „geplante Obsoleszenz“
heutiger globaler Herausforderungen Vorbild dafür, wie PädagogInnenbildung Bewusstsein zu schaffen, da es für mich
handlungs­fähig und lebendig bleiben? gelingen kann, die den Anforderungen unbe­greiflich ist, dass Dinge bewusst so
Wie führt man gute Beziehungen mit des 21. Jahrhunderts gerecht wird. produziert werden, dass sie kaputt gehen!
sich selbst, mit Anderen und der Welt? Ich habe daher Schallplattentaschen
Diese und ähnliche Fragen bilden seit entwickelt, die viele Geschichten in sich
Jahren die Basis meines Denkens und tragen. Diese Geschichten erzähle ich z.B.
Wirkens. Im Zuge des letzten Jahres in meinen Upcyclingworkshops, die ich
habe ich begonnen, Räume zu schaffen, auf Kleidertauschparties, in Schulen und
in denen Menschen gemeinsam nach auf Festivals anbiete. Oder wenn ich mal
Antworten suchen und Handlungs­ wieder in einer Bar, in einem Zug oder in
möglichkeiten erforschen können. einem Park fröhlich meine Taschen nähe.

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Euro keine 6% über all den tristen
2010 hab’ ich als Teilnehmer mit Bunkern ist. Das hat inzwischen Scharen Wir gründen eine
neue Bank.
Be­geisterung die Pioneers-Projekte von inter­nationalen Besuchern ange­
erlebt – mein Traum, ein inspiriertes zogen und zu vielen Preisen geführt,
Ökodorf aufzubauen, schien zu schwierig… unter anderem zum Staatspreis für
Fundamental verlegen dachte ich: Architektur. Max Schachinger Gründen Sie mit!
„Dann halt das super unsexy Projekt…
Ich schaue, dass die nächste Logistik­ Jetzt Zeichen setzen und Anteile an
halle zeigt, was möglich ist – technisch, der ersten ethischen Alternativbank
in Österreich zeichnen! +
architektonisch, ökologisch und bau­­­­­ g ra fi k
bio­logisch. Und das mit Pioneers-Geist, Mehr unter www.mitgruenden.at
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Texte: TeilnehmerInnen Pioneers of Change © 2016
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