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Gastbaumarten

Officia poreium
quiatus aut fuga.
Nimagnam volupta-
tem sum. Seite xx

Douglasie Seite 4 Robinie Seite 12

Roteiche Seite 6 Riesenlebensbaum Seite 14


Küstentanne Seite 8 Baumhasel Seite 16

Schwarznuss Seite 10

Unsere Wälder

Neue Baumarten
Kaum ein anderes Thema wird in der europäischen Forstwirtschaft heißer diskutiert als die Frage der Gast-
baumarten, der Fremdländer oder Neobiota, wie sie vom Naturschutz oft bezeichnet werden

Gleditschie Fotos: LK NÖ Platane Mammutbaum

Kaum ein anderes Thema wird den nur drei solche Baumarten Die Beweggründe nicht heimi- remeren Standorten statt, auf
in der europäischen Forstwirt- mit nennenswerten Vorräten in sche Baumarten zu bewirtschaf- zu nassen oder zu trockenen.
schaft heißer diskutiert als die Österreichs Wäldern genannt, ten sind meist wirtschaftliche Im (weichen) Auwald, dort wo
Frage der Gastbaumarten, der nämlich die Robinie (0,2% des Zwänge in Gebieten oder auf jährliche Überschwemmun-
Fremdländer oder Neobiota, wie Gesamtvorrates), die Hybrid- Standorten, wo mit heimischen gen normal sind, wachsen nur
sie vom Naturschutz oft bezeich- pappeln (0,2% des GV) und die Baumarten allein zu wenig Geld Schwarz,- Weiß- und Graupap-
net werden. All diese Begriffe Douglasie (0,1% des GV). An- zu verdienen ist. Zunehmend pel und Baumweide, ohne die
meinen Baumarten, die nach der dere von der heimischen Forst- wird dies auch von vielen Wald- Verwendung von Hybridpappel
Entdeckung Amerikas (1492) aus wirtschaft verwendete Baumar- besitzern und Experten als eine (Populus sp.) und Schwarznuss
anderen Erdteilen in Europa an- ten werden nicht erfasst, obwohl der wenigen Möglichkeit der Re- (Juglans nigra) wäre eine Forst-
gepflanzt wurden, hauptsächlich doch einige mit Erfolg bereits be- aktion auf die klimatischen Ver- wirtschaft nicht kostendeckend.
sind es aber amerikanische. wirtschaftet werden, wie die Rie- änderungen argumentiert. Daher werden diese Baumarten
In der neuen Österreichischen sen- oder Küstentanne, die Rot- Der Anbau von neuen Baum- schon seit Jahrzehnten erfolg-
Waldinventur (2007-09) wer- eiche und die Schwarznuss. arten findet vor allem auf ext- reich verwendet, Schwarznuss
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erzielt bei Laubholzsubmissio- auch nötig erscheint. Für die


nen regelmäßig Spitzenpreise Parketterzeugung oder für den
von über 1.000 Euro pro Fest- Ersatz von Tropenholz bei der
meter. Bei den Hybridpappeln Holzverwendung im Freien wäre
kommt es auf den richtigen Klon die Robinie eine ideale Alterna-
an, zurzeit sind dies hauptsäch- tive.
lich die Klone Pannonia und Ko- Auch die Douglasie (Pseudot-
petzky. Auf einen einzigen Klon suga menziesii) ist eher auf den
zu setzen ist jedoch sehr gefähr- trockenen Standorten zu Hau-
lich, daher bemüht man sich seit se. Diese Baumart ist der opti-
kurzem wieder neue Klone für male Ersatz für die noch 10.000e
Österreichs Auwälder zu finden. Hektar an sekundären Weißkie-
Auf trockenen, warmen Stand- fernwäldern in Niederösterreich
orten ist die Robinie oder Fal- oder für die Tieflagen, wo die
sche Akazie (Robinia pseudoa- Fichte durch den Borkenkäfer
cacia) die oft einzige Baumart, mehr und mehr verschwindet.
die mit den extremen Verhält- Einzig der Boden muss kalkfrei
nissen zu Rande kommt. Leider und darf nicht zu tonhaltig sein,
wird bei der Robinie noch viel zu sonst stellt diese Baumart keine
wenig auf die richtige Herkunft allzu großen Ansprüche an den
geachtet. Auf Grund ihrer ho- Standort. Von den vielen Her-
hen Dichte – sie ist das härteste künften der Douglasie werden
in Österreich verwendete Holz in Österreich vor allem die ver-
- wird hauptsächlich Brennholz wendet, die von der Pazifikküs-
erzeugt, obwohl in Ungarn zB te etwas entfernt sind; die drei- Götterbaum
mit dieser Baumart hervorra- stelligen Nummern beginnen
gende Werthölzer („Schiffsmast- mit 4 oder 6. Aber auch Saatgut- lich sind auf besseren, tiefgrün- heimischen Eichen verwendet
akazie“) in kurzen Umtriebszei- bestände von österreichischen digeren Standorten noch höhe- wird. Die Roteiche ist jedoch von
ten erzeugt werden. Die Robinie Douglasien, wie die vom Mann- re Zuwächse möglich als bei der der Qualität her nicht mit unse-
wird vom Naturschutz als extrem hartsberg, sind bei den Besten Fichte, auf solchen Standorten ren Eichen vergleichbar und er-
invasive Baumart eingestuft, da dabei. Bei der Baumart Dougla- kann aber die Küstentanne eine zielt nicht annähernd die Prei-
sie mit ihrer Wurzelbrut Flächen sie sind zwei Bewirtschaftungs- noch bessere Alternative sein, da se der heimischen Weißeichen.
sehr schnell in Besitz nimmt und modelle möglich, einerseits die sie zu absoluten Spitzenzuwäch- Die Roteiche sollte ähnlich wie
andere Baumarten verdrängt. Produktion von Massenware sen fähig ist. Versuchsbestände Ahorn bewirtschaftet werden,
Ihr Samen ist sehr widerstands- mit schwächeren Durchmessern mit Jahreszuwächsen von bis zu dh weitere Begründungsabstän-
fähig und überdauert Jahrzehn- wie bei der Fichte oder die Pro- 2 cm pro Jahr zeigen das enorme de als Stiel- und Traubeneiche,
te im Boden. In der Bewirtschaf- duktion von geastetem Wertholz Potential dieser Baumart. dafür aber künstliche Astung.
tung ist die Robinie aber eine mit Durchmessern von über 80 Eine ausgesprochen zuwachs- Es darf nicht unerwähnt bleiben,
sehr gut „formbare“ Baumart, da Zentimeter. Dass sich die Dou- starke Baumart ist auch die ame- dass auch neue Baumarten keine
sie in der Jugend extrem form- glasie in Österreich wohlfühlt, rikanische Roteiche (Quercus Wunder vollbringen und auch
geschnitten werden kann und zeigt sich in den vielen Natur- rubra), die von einigen Wald- nicht frei von Schädigungen sind
für gute, gerade Qualitäten dies verjüngungsbeständen. Natür- besitzern gerne als Ersatz der und bleiben. Ein Beispiel dafür
ist die Weymouthskiefer oder
Strobe (Pinus strobus), die Mit-
te des letzten Jahrhunderts nicht
mehr weiter empfohlen wurde,
da sie vom Strobenblasenrost
stark dezimiert wurde. Außer-
dem sollte natürlich der Versuch
unternommen werden, neue
Baumarten nicht großflächig
als Reinbestände einzubringen,
sondern mit heimischen Baum-
arten zu mischen und dadurch
die Bestandesleistung zu erhö-
hen. Großflächige Reinbestände
sind immer sehr anfällig gegen-
über Schädigungen, egal ob hei-
Robinie mische oder neue Baumarten.
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2015 Gastbaumarten Forstwirtschaft

Riesenlebensbaum Schwarznuss

Die Frage der Vermarktbarkeit den jetzigen Aufforstungsprojek- Spitzenpreise von Gastbaumarten bei
von Holz neuer Baumarten steht ten diese neuen Baumarten ver-
ebenfalls im Mittelpunkt der Be- wendet werden, damit bis Ende
Laubholzsubmissionen von 2005 bis 2014
trachtungen. Grundsätzlich wer- dieses Jahrhundert noch besse-
den nur Baumarten verwendet, re Aussagen über die Standorts- (Veranstalter: Landwirtschaftskammer Niederösterreich)
die in den Ursprungsländern tauglichkeit möglich sind.
vermarktbare Sortimente lie- Neben den erwähnten Baum- Baumart Preis in € pro Festmeter Verkaufsjahr
fern. Zum Beispiel wird Doug- arten könnten in Zukunft noch Gleditschie
241 2007
lasie in Nordamerika und in Ja- folgende eine gewisse Rolle spie- (Gleditsia triacanthos)
pan sehr häufig zum Hausbau len: Baumhasel (Corylus colur- Götterbaum
342 2007
verwendet. Solange natürlich na), Blauglockenbaum (Pau- (Ailanthus altissima)
geringe Mengen vom Holz einer lownia tomentosa), Gleditschie Maulbeerbaum
Baumart vorhanden sind, gibt (Gleditsia triacanthos ), Götter- 221 2008
(Morus sp.)
es meist wenige Verarbeiter, die baum (Ailanthus altissima), Ja- Platane
sich damit beschäftigen. Gera- panlärche (Larix kaempferi), 1.310 2007
(Platanus sp.)
de die Verwertung von geringen Küsten- oder Riesentanne (Abies Riesenlebensbaum
Durchmessern und schlechteren grandis), Platane (Platanus sp.), 345 2012
(Thuja plicata)
Qualitäten erfolgt dann nur über Riesenlebensbaum (Thuja plica-
Riesenmammutbaum
Fase- oder Brennholz. Dickes, ta), Riesenmammutbaum (Se- 310 2014
(Sequoiadendron giganteum)
gesundes, astfreies Holz wird quoiadendron giganteum) und
Robinie
aber von jeder Baumart auch in Tulpenbaum (Liriodendron tul- 557 2005
(Robinia pseudoacacia)
Zukunft gut absetzbar sein. pifera).
Roteiche
301 2005
(Quercus rubra)
Die Verwendung von neuen Lesen Sie auf den folgenden
Baumarten wird in Zukunft eine Seiten sieben Baumartenport- Schwarznuss
1.889 2012
(Juglans nigra)
möglicherweise immer wich- raits von wichtigen Gastbaum-
tigere Rolle spielen. Sollte die arten für Niederösterreich von
vorhergesagte Temperaturerhö- den Experten des Bundesfor-
hung von 2 bis 4 Grad in Öster- schungs- und -ausbildungszen-
reich tatsächlich bis 2100 wahr trum für Wald (kurz BFW) DI
werden, so werden einige unse- Werner Ruhm und Ing. Hannes
rer jetzigen Wirtschaftsbaumar- Schönauer.
ten ausfallen und in den tieferen
Lagen wird ohne neue Baum-
arten keine Gewinn bringende DI Karl Schuster
Forstwirtschaft mehr möglich NÖ Landwirtschaftskammer
sein. Dieser Tatsache Rechnung Forstabteilung
karl.schuster@lk-noe.at
tragend, müssen aber schon in
| 4 | Forstwirtschaft Gastbaumarten 2015

Gastbaumart Nummer eins

Douglasie, die Anpassungsfähige


VDie Douglasie wächst von Kanada bis Mexiko und von der Pazifikküste bis zu den Rocky Mountains. Des-
halb gibt es viele, an ökologische Bedingungen angepasste Lokalrassen. Die Wahl der richtigen Herkunft ist
daher einer der wichtigsten Faktoren für das erfolgreiche Wachstum dieser Baumart

Die Douglasie hat ein großes natürliches Verbreitungsgebiet. Wie groß die Leistungsunterschiede zwischen diesen Herkünften sind, zeigten Versuchsanbauten.
Fotos: BFW/Ruhm

Welche Herkunft für den je- Wurzelteller und ist dadurch an-  hohe Produktionsleistung zepte gleich.
weiligen Standort die bes- fällig für Windwurf. auch auf mittleren bis schlech- Man pflanzt zirka 2000 Dougla-
te ist, erfährt man unter Die Douglasie bevorzugt tief- teren Standorten, höher als sien pro Hektar im Verband von
www.herkunftsberatung.at. gründige, gut durchlüftete, leich- bei heimischen Baumarten, zwei mal 2,5 Meter. Die Jung-
te bis mittelschwere Böden (Sand  ökologische Verträglichkeit, wuchspflege beschränkt sich bei
bis Lehm). Sie stellt aber relativ bodenpfleglich, der oben angeführten Pflanzen-
Der Steckbrief geringe Anforderungen an die  gutes Naturverjüngungs- anzahl auf den Aushieb von star-
Douglasien gehören zu den Nährstoffversorgung und den potential, ken Protzen und Zwieseln. Erst-
höchsten Bäumen. In ihrer Hei- Wasserhaushalt. Sie mag es mä-  geringeres abiotisches und mals durchforstet man im Nor-
mat erreichen sie ein Alter von bis ßig trocken bis frisch. biotisches Gefährdungspoten- malfall bei einer Bestandshöhe
zu 700 Jahren, Höhen bis zu 100 Dichte, staunasse Böden, ausge- tial als manche heimischen von zwölf bis 15 Metern. Z-Bäu-
Metern und Stammdurchmesser prägte Flachgründigkeit, Frost- Baumarten, me sind als Zukunftsbäume die
(BHD) bis zu 3,5 Metern. In Mit- mulden, starker Nährstoffmangel  hervorragende holztechnolo- zukünftigen Wertträger des Be-
teleuropa wurden Höhen bis zu und Böden mit freiem Kalk sollte gische Eigenschaften. standes. Die Anzahl der Z-Bäu-
57 Metern und BHD bis zu 1,15 man meiden, da es sonst zu er- me und die Stärke der Durchfors-
Metern beobachtet. höhtem Windwurfrisiko, schwä- tungseingriffe sind auf das ge-
Im Idealfall, auf tiefgründigen cherem Wachstum oder chloro- Waldbauliche Behandlung wählte Erziehungskonzept und
und gut durchlüfteten Böden, bil- tischen Erscheinungen kommen Je nach Verwendung des Doug- die Verwertung abzustimmen.
det die Douglasie ein dicht ver- kann. lasienschnittholzes ergeben sich Die Verwertung kann erfolgen
zweigtes tiefreichendes Herzwur- Die Douglasie zeichnet sich aus zwei unterschiedliche Erzie-  als Bau- und Konstruktions-
zelsystem. Auf flachgründigen, durch hungskonzepte. Die Art der Be- holz
dichten und staunassen Stand-  hohe Produktionsleistung in standesbegründung und Jung- Die Anzahl der Z-Bäume soll-
orten entwickelt sie eher flache relativ kurzer Zeit, wuchspflege sind für beide Kon- te bei diesem Konzept etwa
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2015 Gastbaumarten Forstwirtschaft

Die Douglasie produziert Qualitätsholz mit hohen Festigkeitswerten, guter Witterungsbeständigkeit und guten Verarbeitungs- Produktionsziel ist Douglasienstark-
eigenschaften. Splint- und Kernholz unterscheiden sich bei der Douglasie deutlich und sind dem der Lärche sehr ähnlich. holz.

200 Stück je Hektar betragen. Gefährdungen Holzeigenschaften nige Äste und geringer Harzgehalt
Als Ziel wird ungeastete Mas-  Häufig auftretender Pflanz- Die Douglasie produziert Quali- sind allgemeine Kennzeichen für
senware mit maximal 50 Zen- schock bei der Kulturbegrün- tätsholz mit hohen Festigkeitswer- gute Holzeigenschaften.
timetern BHD angestrebt. Die dung. ten, guter Witterungsbeständigkeit
Durchforstungseingriffe führt  Ausgeprägte Vorliebe von und guten Verarbeitungseigen-
man so aus, dass die Aststär- Rehböcken, junge Dougla- schaften. Splint- und Kernholz
ken möglichst unter vier Zen- sien zu verfegen. unterscheiden sich bei der Dou-
timeter bleiben.  Eine je nach Herkunft glasie deutlich und sind dem der DI Werner Ruhm
 oder für den Innenausbau und schwankende Anfälligkeit Lärche sehr ähnlich (Abb.2). Ing. Hannes Schönauer
die Möbelindustrie auf verschiedene Formen Je nach Standort und Wuchsbedin- Institut für Waldwachstum und Wald-
bau, Bundesforschungs- und Ausbil-
Die Z-Baumanzahl soll 80 von Frostereignissen (Win- gungen können das Bild des Hol-
dungszentrum für Wald, Naturgefahren
bis 90 Stück je Hektar nicht ter-, Spätfröste, Frosttrock- zes und seine Eigenschaften stark und Landschaft
überschreiten. Das Ziel ist nis). schwanken. Feine Jahresringe, we- werner.ruhm@bfw.gv.at
– ähnlich wie bei der Wert-  Nadelschäden in Jungwüch-
holzerziehung des Laubhol- sen und Jungbeständen, zum
zes – ein möglichst kleiner Beispiel Rußige und Rostige
astiger Kern, den man durch Douglasienschütte. Vor al- Douglasien-Herkunftsempfehlungen für den Anbeu
rechtzeitige Astung erreicht lem luftfeuchte Lagen und zu in Österreich (Stand: Jänner 2008)
und anschließend ein breiter dichter Stand rufen die Pilz- Wuchsregion Samenzone Herkunft
astreiner Holzmantel. Man erkrankungen hervor. Manhartsberg, 300-600 m
strebt einen BHD von 80 bis  Wurzelfäulepilze, wie Halli- DGL 2 (9.2/sm)
Österreich ÖBf-Purksdorf, Deutschwald, < 400m **
90 Zentimetern an. masch und Rotfäule ÖBf-Kobernaußerwald, 400-900 m **
Deutschland D Sonderherkunft Südbaden
402/2.0 Concrete/W, 450-600 m
653/1.0-2.5 Mount Adams/W, 300-750 m
403/1.0-3.5 Darrington/W, 50-1.050 m
402 Concrete, Pressentin Creek/W, 100 m
042 Yacolt, Spotted Deer/W, 600 m
421/2.5 Old Baldy Mountain/W, 600-750 m
Washington 412 North Bend, Black Lake/W, 350-400 m
412/1.0-2.0 Snoqualmie River/W, 300-600 m
430/1.0-2.0 Randle/W, 300-600 m
430/2.5 Cowlitz Randle/W, 600-750 m
422/2.0 Ashford-Elbe/W, 450-600 m
422 Ashford, Nat. Forest/W, 500 m
652/2.0-3.0 Trout Lake/W, 600-900 m
030 1076-Matlock/W, 120 m
IUFRO-Herkünfte 202 1057-Granite Falls/W, 90 m
402 1050-Marblemount/W, 120 m
461/2.0 Cascadio/O, 450-600 m
Oregon
461/2.5 Abiqua Basin/O, 750 m
Britisch
1050 Centre Creek/BC, 400-500 m *
Columbia
Die Fingerprobe zur Bodenartbestimmung und der Salzsäuretest zur Kalkbestim- * Bedingte Herkunftsempfehlung
** Bedingte herkunftsempfehlung-kurzer untersuchungszeitraum
mung sind wichtige Beurteilungsparameter für den richtigen Douglasienstandort.
| 6 | Forstwirtschaft Gastbaumarten 2015

Gastbaumart Nummer Zwei

Die Roteiche, wüchsig


und attraktiv

Die Heimat der Roteiche liegt im Osten Nordamerikas. Schon 1691 wurde sie in die Schweiz importiert.
Ursprünglich als Park- und Alleebaum angepflanzt, wird sie heute in vielen Bereichen Europas forstwirt-
schaftlich genutzt.

Die Roteiche ist im Osten Nord- verträglicher und vor allem zu-  relativ geringe Ansprüche an 4.000 Stück pro Hektar im Ver-
amerikas eine der bedeutendsten wachsstärker. Sie besitzt in der Ju- die Standortsgüte band zwei mal 1,2 bis 1,5 Metern
Laubbaumarten und eine häu- gend ein Pfahlwurzel-, später ein  häufige und starke Fruktifika- ein für die natürliche Astreini-
fige Mischbaumart artenreicher stark verzweigtes Herzwurzelsys- tion. gung ausreichender Dichtstand
Laubwälder der Niederungen tem und kann als „sturmfest“ be-  besondere Robustheit und da- erzeugt werden. Sind Astungs-
und Mittelgebirge. In den Appa- zeichnet werden. mit geringes Anbaurisiko maßnahmen vorgesehen oder
lachen kommt sie bis über 1600  optische Attraktivität und da- wird brauchbare Naturverjün-
Meter vor. mit Bereicherung des Land- gung miteinbezogen, so kann
schaftsbildes auch mit geringeren Pflanzen-
Blätter sind die zahlen das Ziel der Jungbestands-
Eher geringe Ansprüche an Markenzeichen pflege, die Erziehung eines astrei-
den Boden Die Roteiche verdankt ihren Na- Reinbestand und nen Schaftes, erreicht werden.
Die Roteiche stellt an den Bo- men den Blättern, die sich im leistungsstarke Beimischung
den eher geringe Ansprüche; sie Herbst leuchtend orange bis rot Die Roteiche kann man erfolg-
liebt lockere, kalkarme Böden in verfärben. Die ansonst dunkel- reich in Reinbeständen und auch Gute Astreinigung bei
feucht mildem Klima. Selbst auf grünen Blätter sind mit zehn bis als leistungsstarke Beimischung Dichtstand
Standorten mit mäßiger Wasser- 25 Zentimetern relativ groß, sehr in Buchen- und Nadelholzbe- Die Roteiche wächst nach der
und Nährstoffversorgung zeigt sie tief eingeschnitten mit vorne ständen verwenden. Die Mi- Pflanzung gut an und zeigt von
noch bemerkenswerte Wuchs- spitz zulaufenden Lappen. Die schungsform ist maßgeblich ver- Jugend an ein lang anhaltendes
leistungen. Nur auf Lehm- oder graue Rinde bleibt lange glatt, antwortlich für den waldbauli- und starkes Wachstum, wodurch
Tonböden mit starkem Wasser- später wird eine nicht sehr tiefris- chen Erfolg und den dafür benö- sich die Kulturpflege meist nicht
stau, Vernässungen, kalkhaltigen sige Borke gebildet. tigten Pflegeaufwand. Auf Einzel- sehr aufwendig gestaltet. Die na-
oder sehr trockenen Standorten mischung sollte man verzichten. türliche Astreinigung ist bei ent-
ist von ihr abzuraten. Leistungsstark und attraktiv Gruppen-, horst- oder streifen- sprechendem Dichtstand gut.
Im Vergleich zu den heimischen  Die Roteiche zeichnet sich aus weise Mischungsformen führen Bei einer Oberhöhe von 16 bis
Eichenarten ist die Roteiche re- durch: eher zu stabilen Mischbeständen. 18 Metern erreicht die Roteiche
sistenter gegen Schädlinge und  sehr gute Qualitäts- und Mas- Bei der Begründung kann mit meist eine astfreie Schaftlänge
Krankheiten, etwas schatten- senleistung Pflanzenzahlen von 3.500 bis von fünf bis acht oder zehn Me-
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2015  Gastbaumarten Forstwirtschaft

tern. Dann werden 60 bis 80 Z- auf gleichen Standort wird also


Bäume ausgewählt und kräftig deutlich übertroffen.
freigestellt. Das Produktionsziel
mit Roteiche sollte möglichst ge-
rades und astfreies Wertholz mit Holzeigenschaften
50 bis 70 Zentimetern Brusthö- Ihr Holz wird ähnlich verwendet,
hendurchmesser (BHD) sein, wie die heimischen Stiel- und
das sich für Furnier und hoch- Traubeneichen. Der Kern ist rot-
wertiges Schnittholz eignet. Um braun mit hellem Splint. Das Holz
starkes Roteichenholz mit einer ist nicht witterungsbeständig,
Umtriebszeit von zirka 80 Jahren aber gut imprägnierbar. Verwen-
produzieren zu können, ist eine dung findet es im Innen- und im-
konsequente Kronenpflege un- prägniert im Außenbereich. Rot-
umgänglich. Schwache Durch- eiche wird als Parkettholz, für den
forstungseingriffe führen zu Treppenbau und zur Herstellung
kurzkronigen Individuen mit mä- von Fenstern und Türen verwen-
ßigem Zuwachs und reduzierter det. Roteichenholz ist elastischer
Vitalität. und fast so hart wie Stiel- oder
Traubeneiche. Sie ist den heimi-
Versuchsflächen des BFW im schen Eichen in der Biege- und
Burgenland erbrachten bereits Druckfestigkeit überlegen.
mit 80 Jahren bei einer Höhe von
30 Metern eine Gesamtwuchs-
leistung von 750 Vorratsfestme- DI Werner Ruhm
tern. Ein jüngerer Bestand in Nie- Institut für Waldwachstum und Wald- Roteiche Die Roteiche, Quercus rub- Im Vergleich zu den heimischen
derösterreich erreichte mit 25 bau, Bundesforschungs- und Ausbil- ra, gehört zu den Baumarten, die als Eichenarten ist die Roteiche resisten-
dungszentrum
Jahren eine Höhe von 16 Metern. Ergänzung des heimischen Baumar- ter gegen Schädlinge und Krankheiten.
für Wald, Naturgefahren und Land-
Die Leistung von heimischen schaft tenspektrums diskutiert wird. Foto: BFW/Ruhm
Eichen- oder Kiefernbeständen Foto: LK NÖ/Schuster

www.herkunftsberatung.at
Unter www.herkunftsberatung.at finden Sie informationen und Herkunftsempfehlungen zu allen in
Österreich vorkommenden Baumarten.
| 8 | Forstwirtschaft Gastbaumarten 2015

Gastbaumart Nummer drei

Die Große Küstentanne,


tolerant bei Trockenheit und

Die Küstentanne ist im westlichen Nordamerika heimisch, wo sie an der Pazifikküste vom südwestlichen
Kanada bis nach Kalifornien, bis in Höhenlagen von 1.600 Metern vorkommt. Meist kommt sie in Mischbe-
ständen vor, vergesellschaftet mit Nadel- und Laubbäumen.

Bei der Großen Küstentanne Eine der Schnellwüchsigsten als ausgesprochen standortstole- Schwächen auf Kremser
unterscheidet man Küsten- und und Größten rante Baumart mit feuchteren als Versuchsflächen
Inlandsherkünfte. Aufgrund die- Die Große Küstentanne ist eine auch mit trockeneren Standorten Auf den Kremser Versuchsflä-
ser Vielfalt an Lokalrassen ist für der schnellwüchsigsten und zurecht. Sehr kalkhaltige, flach- chen des Instituts für Waldwachs-
Anbauten außerhalb ihres na- größten Tannenarten weltweit. gründige Böden sagen ihr nicht tum und Waldbau des Bundesfor-
türlichen Verbreitungsgebietes Das macht sie für Waldbesitzer so zu. schungszentrums für Wald zeigte
die Herkunft von entscheidender interessant. In ihrem natürlichen die Küstentanne ein gutes Wachs-
Bedeutung. In Europa wurde die Verbreitungsgebiet sind Höhen tum. Im Alter von 42 Jahren er-
Küstentanne bereits seit Anfang bis zu 70 Metern und Durch- Verträgt trockene reichte sie maximale BHD von
des 19. Jahrhunderts angebaut; messer (Brusthöhendurchmes- Sommer gut rund 39 Zentimetern und Höhen
Ende dieses Jahrhunderts gab ser – BHD) von bis zu 1,5 Metern Untersuchungen haben erge- von 27 Metern. Diese Dimensio-
es bereits ein Netzwerk an Ver- möglich. Sie bevorzugt tiefgrün- ben, dass die Küstentanne für nen liegen im Vergleich zur öster-
suchsanbauten. dige, nährstoffreiche, frische, gut die sich abzeichnenden Bedin- reichischen Ertragstafel deutlich
durchlüftete Böden, kommt aber gungen des Klimawandels gut über den Werten der heimischen
geeignet erscheint. Die richtige Tanne. Sie erwies sich jedoch auf
Herkunft vorausgesetzt, ist sie diesem Standort als sturmgefähr-
selbst an ein Klima mit ausge- det und als sehr anfällig auf Hal-
prägter Sommertrockenheit gut limaschbefall, der zum Abster-
angepasst. ben der befallenen Bäume führte.
Aufgrund dieser Ausfälle wurden
In der Jugend ist die Rinde glatt, diese Versuchsflächen mittler-
grau und mit vielen Harzbla- weile aufgelassen.
sen bedeckt, ältere Bäume ha- Auf der einzigen noch bestehen-
ben eine rotbraune schuppen- den Fläche mit Küstentanne im
förmige Borke. Die Nadeln sind Waldviertel bei Ottenstein wur-
relativ lang und dicht und eig- de im Alter von nur 25 Jahren bei
nen sich daher zur Schmuck- einer mittleren Höhe von mehr als
reisig- und Christbaumpro- 20 Metern und einem Durchmes-
duktion; ihre Nadelstreu ist gut ser von rund 28 Zentimetern zwi-
zersetzbar. Die Baumart gilt schen 260 bis 290 Vorratsfestmeter
aufgrund ihrer Pfahlwurzel als erreicht. Im Zuge der Durchfors-
sehr sturmfest, außer auf wech- tung wurden bis dahin zwischen
selfeuchten Standorten. Auch 160 und 270 Vorratsfestmeter ent-
In der Jugend ist die Rinde der Großen Küstentanne glatt, grau und mit vielen gegen Schneebruch ist sie rela- nommen und konnten zum Tan-
Harzblasen bedeckt. tiv unempfindlich. nenpreis verkauft werden.
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2015  Gastbaumarten Forstwirtschaft

Schneedruck

Die Große Küstentanne. Abies Granis, bewährt sich auf einer Versuchsfläche bei Die Nadeln der Großen Küstentanne sind relativ lang und dicht und eignen sich
Ottenstein. Zielstärke: In 40 bis 60 Jahren mindestens 45 Zentimeter starkes Holz. daher zur Schmuckreisig- und Christbaumproduktion.
 Fotos: Ruhm

Halbschattenbaumart mit Zu stark freigestellt bildet die Holzeigenschaften nehmenden „Fichtenverfügbar-


raschem Jugendwachstum Küstentanne extrem breite Jah- Als sehr schnell wachsende keit“, bedingt durch Klimaver-
Als Halbschattenbaumart kommt resringe. Sie mindern die Holz- Baumart, vorausgesetzt sie wur- änderungen, in der Praxis stär-
sie in der Jugend mit Überschir- qualität, die nur eingeschränkt de waldbaulich richtig behan- ker beachtet werden sollte.
mung gut zurecht, verjüngt sich für höherwertige Sägeholzpro- delt, liefert sie in 40 bis 60 Jah-
auch problemlos unter Schirm. dukte geeignet ist. In der frü- ren durchaus brauchbares Holz. DI Werner Ruhm
Mit zunehmendem Alter benö- hen Stangenholzphase werden Dieses ist sehr hell, harzfrei, Institut für Waldwachstum und Wald-
tigt sie mehr Licht. Anders als vor allem grobastige, stark vor- ohne ausgeprägte Kernfärbung, bau, Bundesforschungs- und Ausbil-
dungszentrum
unsere heimische Tanne hat die wüchsige und schlecht geform- nicht witterungsfest und we-
für Wald, Naturgefahren und Land-
Küstentanne ein sehr rasches Ju- te Exemplare entnommen. Bei nig beständig gegen Pilz- und schaft
gendwachstum. Sie eignet sich einer Bestandeshöhe von zwölf Insektenbefall. Holztechnolo-
besonders als Mischbaumart mit bis 15 Metern werden zirka 200 gische Untersuchungen haben
Douglasie, Fichte und Buche. Z-Bäume ausgewählt und mäßig ergeben, dass sich das Holz nur
Gruppen- oder streifenweise Mi- stark freigestellt. Astung (grün, unwesentlich von dem unserer
schungsformen sind der Einzel- trocken) kann den Wert des Be- heimischen Tanne unterschei-
mischung vorzuziehen. standes steigern. det, aber unter dem Niveau
Zielstärke: In 40 bis 60 Jahren der Fichte liegt. Die Holzeigen-
mindestens 45 Zentimeter star- schaften werden mit zuneh-
Starke Durchforstungen kes Holz. mendem Alter und geringerer
vermeiden Jahrringbreite günstiger.
Pflanzung ist sowohl auf Frei-
fläche als auch unter Schirm Gefährdungen Das Holz der Großen Küsten-
möglich. Reihenabstände von In der Anwuchsphase empfind- tannte wird für Kisten, Verpa-
2,5 bis drei Metern und Abstän- lich gegenüber Spätfrostschäden ckungen, schichtverleimte Trä-
de in den Reihen von zwei Me- und Trockenheit. ger, Blindholz im Möbelbau,
tern haben sich bewährt. Das Konstruktionsholz im Innen-
entspricht zirka 1.600 bis 2.000 Großer Brauner Rüsselkäfer kann ausbau und Industrieholz, wie
Pflanzen pro Hektar. Bei die- zu starken Ausfällen führen. zum Beispiel für die Holzschliff-
sen Pflanzenzahlen sind Läu- Sehr anfällig gegen Stamm- und Zelluloseproduktion und für Fa-
terungen nicht notwendig. In Wurzelfäuleerreger, wie zum Bei- ser- Spanplattenholz verwen-
späteren Bestandesphasen soll- spiel Wurzelschwamm und Halli- det.
te man starke Durchforstungen masch. Mit der Küstentanne verfügen Die Broschüre „Standortge-
vermeiden, da die Küstentanne Empfindliche Schäden durch wir über eine sehr wüchsige rechte Verjüngung des Waldes“
mit ihrer langen, schmalen Kro- Verfegen und Schlagen (Reh-, Baumart, die angesichts einer erhalten Sie in Ihrer Bezirks-
ne relativ wenig Platz braucht. Rotwild). zukünftig wahrscheinlich ab- bauernkammer gratis
| 10 | Forstwirtschaft Gastbaumarten 2015

Gastbaumart Nummer Vier

Die Schwarznuss,
anspruchsvoll aber wertvoll
Sie benötigt tiefgründige, lockere, gut wasser- und nährstoffversorgte Standorte mit pH-Werten zwischen fünf und sieben.  Fotos: BFW/Werner Ruhm

Bei Laubholzsubmissionen der letzten Jahre erzielten die Nussbaumarten Walnuss und Schwarznuss in Ös-
terreich Durchschnittspreise von 500 bis 800 Euro pro Festmeter, Einzelstücke wurden um bis zu 3000 Euro
pro Festmeter verkauft

Für die Wertholzproduktion ist Sturmfest mit hohen Waldbauliches Verhalten Wenn bei solchen Weitverbän-
die Schwarznuss deshalb von be- Bodenansprüchen Auf sehr guten Standorten und den Naturverjüngung zwischen
sonderem Interesse, da sie neben Die Schwarznuss ist ein sommer- bei entsprechender Kronengröße den gepflanzten Schwarznüs-
sehr guten Wuchsleistungen vor grüner, relativ großer Baum mit erreicht die Schwarznuss ohne sen aufkommt, ist es für die er-
allem qualitativ hochwertiges weit ausladender Krone und dun- weiteres Durchmesser (BHD) von wünschte Astreinigung sehr för-
Holz erwarten lässt. Der aktuelle kelgrünen Fiederblättern. Sie ist 60 Zentimetern in 60 bis 70 Jah- derlich.
Bedarf an Nussbaumholz in Ös- eine Lichtbaumart, die eine sehr ren. Aus Kostengründen und auf-
terreich ist größer als die heimi- tiefe Pfahlwurzel ausbildet und grund der relativ guten Wuchs- Aber Vorsicht: Als Lichtbaum-
sche Produktion. als sehr sturmfest gilt. Die kuge- formen werden weite Pflanzver- art reagiert sie sehr empfindlich
lige Frucht (Nuss) hat eine gelb- bände bevorzugt. Pflanzabstände auf Seitendruck. Astungs- und
Das natürliche Verbreitungsge- grüne Außenschale, die bei län- von vier bis fünf Metern zwischen Formschnittmaßnahmen zur
biet der Schwarznuss (Juglans gerem Liegen am Boden schwarz den Reihen und drei Meter in der Produktion von Wertholz sind
nigra) erstreckt sich beinahe auf wird und einen Durchmesser von Reihe mit 650 bis 830 Pflanzen bei Weitverbänden unerlässlich.
den ganzen Osten der Vereinig- vier bis sechs Zentimetern hat. pro Hektar sind ein brauchba- Saat, mit ein bis drei Nüssen pro
ten Staaten. Dort kommt sie im Der Samenkern ist grundsätzlich rer Kompromiss, um genügend Saatplatz und ähnlichen Ver-
Auwald und auf guten Laubholz- essbar. Tiefe Wintertemperatu- Pflanzen für die Auswahl der Z- bänden wie bei der Pflanzung,
standorten selten bestandesbil- ren erträgt sie ohne Probleme, je Bäume zu haben und die Pflanz- wurde vielerorts erfolgreich
dend, meist in trupp- und grup- nach Herkunft bis minus 40°C. kosten möglichst gering zu hal- durchgeführt. Durchforstungen
penweiser Mischung vor. Sie kann Sie ist aber sehr empfindlich ten. sollten frühzeitig vorgenommen
dort Höhen bis zu 46 Metern mit gegen Spätfrost. werden, da eine optimal ausge-
langen astfreien Schäften errei- baute Krone die Voraussetzung
chen und bis zu 1,8 Meter dick Die Schwarznuss stellt hohe An- Stammzahlärmere Konzepte für starke Zuwachsleistung ist.
werden. In Österreich kam es sprüche an den Standort. Sie be- erfordern „Treibhölzer“
gegen Ende des 19. Jahrhunderts nötigt tiefgründige, lockere, gut Noch stammzahlärmere Kon- Bei einer Oberhöhe von acht
zu ersten Versuchsanbauten in wasser- und nährstoffversorgte zepte, zum Beispiel zwölf Me- Metern sollte man zwischen 100
den Donau-Auwäldern. Während Standorte mit pH-Werten zwi- ter zwischen den Reihen und bis 120 Z-Baumkandidaten pro
die Schwarznuss als Gastbaum- schen fünf und sieben. Diese ho- drei Meter in der Reihe mit 300 Hektar auswählen, freistellen
art eher wahrgenommen wird, hen Ansprüche schränken die Nusspflanzen pro Hektar, erfor- und asten. Bei einer Oberhöhe
gilt die Walnuss (Juglans regia) Anbaumöglichkeiten stark ein. dern die Pflanzung zusätzlicher von zwölf bis 15 Metern werden
als heimisch. Auch die Walnuss, Kurze Überschwemmungen ver- „Treibhölzer“. Je nach Standort 60 bis 80 Z-Bäume endgültig
ursprünglich in Westasien behei- trägt die Schwarnuss gut, lang- kommen Weiden, Erlen, Hain- ausgewählt, auf Endhöhe geas-
matet, verdankt ihr Vorkommen fristige ab zwei bis drei Monaten buchen oder Traubenkirschen tet und die Kronen konsequent
in Zentraleuropa den Römern. lassen sie absterben. in Frage. freigestellt.
| 11 |
2015 Gastbaumarten Forstwirtschaft

Fegeschutz und violettbraun. Das Holz ist hart,


Spätfrostschäden schwer, elastisch, es schwindet
Die Gefährdung durch Pilz- und nur mäßig, lässt sich mit Werk-
Bakterienbefall ist geringer als zeugen gut bearbeiten, ist aber
bei der Walnuss. Wildverbiss ist ohne Imprägnierung nicht be-
eher ein geringeres Problem, Fe- ständig gegen Pilz und Insek-
geschäden können sich bei ge- tenbefall. Es ist vergleichbar mit
ringeren Pflanzenzahlen nega- der Walnuss, daher sehr wertvoll
tiv auswirken. In Abhängigkeit und wird für Deckfurniere, Mö-
von den Pflanzenzahlen sind belholz, Vertäfelungen, Parkette
daher Zaun oder Einzelschutz- und als Spezialholz zum Drech-
maßnahmen erforderlich. Spät- seln und Schnitzen verwendet.
fröste führen zum Zurückfrieren
der Terminaltriebe. Die dadurch DI Werner Ruhm
entstehende Zwieselbildung Institut für Waldwachstum und Wald-
kann man durch Formschnitte bau, Bundesforschungs- und Ausbil-
dungszentrum für Wald, Naturgefahren
wieder korrigieren.
und Landschaft

Wertvolles Holz
Die Schwarznuss gehört auch
in ihrer Heimat zu den begehr-
testen Laubhölzern. Das Splint-
Bei einer Oberhöhe von acht Metern sollte man zwischen 100 bis 120 Z-Baum- holz ist weißlich bis hellbraun,
kandidaten pro Hektar auswählen, freistellen und asten.  das Kernholz schokoladen- bis

www.bodenlehrpfad.at

Audioguide Bodenlehrpfad
Der Waldbodenlehrpfad Taferlklause bietet seine Informationen auch in Form eines Audioguides.
Der Taferlklaussee liegt male- Besuchern über QR-Code vor
risch in etwa 800 Meter Seehöhe Ort bei den jeweiligen Stationen
an der Verbindungsstraße zwi- zusätzlich Wissenswertes be-
schen Traun- und Attersee am züglich Boden und Umgebung.
Fuß des Höllengebirges. Anhand Die Informationen kann man
von Bodenprofilen und Schau- auch zu Hause abhören oder
tafeln werden verschiedene As- für den Fall eines schlechten
pekte des Waldbodens beleuch- Datenempfangs vor Ort schon
tet. Wasser, Humus, Bodenleben, vorab auf einem mobilen Ab-
Baumwurzeln und Bodenschutz spielgerät, zum Beispiel Smart-
sind Themen, die einen Spazier- phone oder mp3-Player, spei-
gang durch die schöne Land- chern.
schaft begleiten.
Mehr zum Audioguide und den
Hören, sehen und verstehen Downloads unter www.boden-
Im Rahmen des Waldbodenlehr- lehrpfad.at tian.lackner@bfw.
pfades werden Inhalte auch in gv.at
Form eines Audioguides darge-
boten: Wie ist der Taferlklaussee Der Waldbodenlehrpfand wurde
entstanden? Wie sind die Böden vom Bundesforschungszentrum
aufgebaut? Wie hat die letzte Eis- für Wald (BFW) mit Unterstüt-
zeit die Landschaft gestaltet? zung des Landes OÖ eingerichtet.
Der Audioguide vermittelt den
| 12 | Forstwirtschaft Gastbaumarten 2015

Gastbaumart Nummer fünf

Die Robinie, schnell wachsend bei geringen


Ansprüchen, aber nicht unumstritten
Weltweit betrachtet hat die Robinie einen hohen Stellenwert: Sie ist neben den Eukalyptus- und Pappel-
arten die am häufigsten in Plantagen kultivierte Laubbaumart. Sehr geringe Ansprüche an die Boden-
verhältnisse, ein schneller Wachstumsverlauf und ein vielseitig einsetzbares Holz kennzeichnen die
Baumart. Trotz dieser positiven Eigenschaften steht die Robinie häufig im Mittelpunkt der Kritik von
Naturschutz und Teilen der Forstwirtschaft.

In Österreich beschränken sich stickstoff zu binden und ist be-


Robinienvorkommen auf die öst- sonders zur Erstbesiedelung
lichen Bundesländer. Dort besie- von Problemstandorten geeig-
delt sie vor allem trocken-warme net. Sandböden, Ödlandflächen
Waldgesellschaften und Wald- oder Bergbaufolgelandschaften
ränder. Laut der letzten österrei- erstrahlen durch die Robinie in
chischen Waldinventur macht frischem Grün. Gegen Hitze und
der Anteil der Robinie am Ge- Dürre ist die Robinie weitgehend
samtholzvorrat lediglich 0,2 Pro- unempfindlich.
zent aus. Im deutschsprachigen
Raum wird sie aufgrund der Ähn-
lichkeit ihrer Blätter mit jenen Rasches Wachstum im Test
der Akazie allgemein als „falsche Als schnell wachsende Licht-
Akazie“ bezeichnet. baumart erreicht sie in kurzer
Zeit erstaunliche Höhen. Auf
einer Versuchsfläche im Wein-
Besonders für Problem- viertel konnte das Institut für
standorte geeignet Waldwachstum und Waldbau
Die Robinie ist ein 20 bis 30 Me- des Bundesforschungszentrums
ter hoher sommergrüner Baum für Wald die Entwicklung unter-
mit wechselständig angeordne- schiedlicher Robinienherkünfte
ten, unpaarig gefiederten Blät- beobachten. Eine mittlere Höhe
tern und tief gefurchter grau- von etwa zehn Metern nach
brauner Rinde. Die Nebenblätter nur fünf Vegetationsperioden
sind zu Dornen umgewandelt. unterstreicht die Raschwüch- Aufgrund der Stammkrümmungen ist hier kein Wertholz zu erwarten.
Die weißen, angenehm duften- sigkeit in der Jugend mit einer Fotos: BFW/Ruhm
den Blüten sind in zehn bis 20 frühen Kulmination des Höhen- Heimische Baumarten in mischwaldgesellschaften betrof-
Zentimeter langen Trauben zu- wachstums. Gefahr fen. Hat sie einmal „Fuß gefasst“,
sammengefasst. Daraus entwi- Nach zehn Vegetationsperio- Obwohl die Robinie für die Forst- verdrängt sie häufig und nach-
ckeln sich fünf bis zehn Zenti- den erreichte sie eine mittlere wirtschaft als Baumart attraktiv haltig heimische Baumarten. Die
meter lange rötlich-braune Hül- Höhe von 14 Metern. Die mitt- ist und bei einer zukünftigen Kli- ganze Pflanze gilt als giftig, be-
sen mit vier bis zehn dunklen leren Brusthöhendurchmesser maerwärmung an Bedeutung ge- sonders Rinde und Früchte.
nierenförmigen Samen. Die Ro- entwickeln sich nicht so „ra- winnen könnte, kann sie aus Na-
binie bevorzugt leicht durch- sant“ wie die Höhen, sind aber turschutzsicht als problematisch
dringbare Böden ohne Staunäs- mit 9,5 Zentimetern nach fünf betrachtet werden. Gründe dafür Mit Pflegekonzept zur
se. Lockere, gut durchlüftete und Jahren und 14 Zentimetern liegen in ihrer Fähigkeit zur Stick- Wertsteigerung
eher trockene Böden kommen nach zehn Jahren noch beacht- stoffbindung, wobei der daraus Die Robinie gilt als sehr an-
dieser Baumart zugute. Dabei lich. Während sich die Höhen- resultierende Düngeeffekt die Ar- spruchslose Baumart, die kaum
stellt sie kaum Ansprüche an die und Durchmesserentwicklung tenzusammensetzung ändern Pflege benötigt. Diese Ansicht und
Nährstoffausstattung oder die zwischen den fünf Herkünften kann. Die Robinie unterwandert eine komplette Vernachlässigung
Feuchte des Bodens. Auch ein eher geringfügig unterschied, Waldbestände, begünstigt durch der Herkunftsfrage sind die Ursa-
hoher Kalkgehalt ist für die Ro- waren die Unterschiede bezüg- ihre außerordentliche vegetative chen für das überwiegend gerin-
binie kein Problem. Weiters be- lich Stammform und Zwieselbil- Vermehrungskraft durch Stock- ge Qualitätsniveau in heimischen
sitzt sie die Fähigkeit, mit ihren dung beträchtlich. ausschläge und Wurzelbrut. Da- Robinienbeständen.
Wurzelknöllchenbakterien Luft- von sind vor allem lichte Eichen- Kulturen mit geradschaftigen
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2015  Gastbaumarten Forstwirtschaft

Herkünften und einem zielge- sein. Hierbei wird auf landwirt-


richteten Pflegekonzept verspre- schaftlichen Flächen in zwei- bis
chen eine überraschend hohe vierjährigem Umtrieb gearbei-
Wertschöpfung, wenn man die tet und mit hochmechanisierten
kurze Produktionszeit berück- Verfahren geerntet.
sichtigt und als Ziel Wertholzpro-
duktion anstrebt. Holzeigenschaften und
Reihenabstände von 2,5 bis drei Verwendung
Metern und Abstände in den Rei- Die Robinie bildet einen ausge-
hen von zwei bis 1,5 Metern haben prägten Farbkern, der gelblich-
sich bewährt. Das entspricht etwa grün bis hellbraun gefärbt ist
einer Menge von 2000 bis 2200 und einen schmalen gelblich-
Pflanzen pro Hektar. Bei einer weißen Splint. Das Holz dunkelt
Höhe von etwa acht bis zehn Me- unter Sonnenlicht schnell nach
tern werden zwischen 120 und 150 und wird hell- bis mittelbraun.
Z-Bäume im durchschnittlichen Es lässt sich gut dämpfen und
Abstand von acht Metern ausge- räuchern. Robinienholz ist zäh,
wählt und von ihren Bedrängern biegsam, elastisch, sehr hart und
im Kronenraum freigestellt. in vielen technischen Eigen-
schaften selbst dem Eichenholz
Astung und Formschnitte tra- überlegen. Es lässt sich bei Ge-
gen zur Wertsteigerung bei. Ziel- radfaserigkeit aber trotzdem gut
durchmesser von 35 bis 40 Zenti- bearbeiten.
metern sind mit einer Umtriebs-
zeit von 40 bis 50 Jahren zu errei- Unschlagbar bei
chen. Vitalität und Zuwachs las- Witterungsbeständigkeit
sen nach 50 Jahren stark nach. Als eine der witterungsbestän-
digsten Holzarten Europas eig- Gerade Schäfte bilden die Voraussetzung zur Wertholzproduktion.
net sie sich besonders für den Fotos: BFW/Ruhm
Energieholz und Außenbereich. Weingartenste-
Kurzumtriebsplantagen her, Zaunpfähle, Rundholzbau- Vergleichsweise ist die Eiche Robinie sollte man sorgfältig
Extensive Bewirtschaftung im ten, Spielplatzbauten, Garten- als resistent und deshalb in die durchdenken und räumlich klar
Niederwaldbetrieb mit aus- möbel oder Grubenholz – selbst Klasse 2 eingestuft. Die Lärche begrenzen. Ein Plantagenwald-
schließlich vegetativer Vermeh- Erdkontakt ist möglich. So kann ist als mäßig resistente Art in der bau auf Grenzertragsböden oder
rung dient hauptsächlich der sie tropische Harthölzer erset- Klasse 3 zu finden und die Buche stillgelegten landwirtschaftli-
Energieholzgewinnung und er- zen. sowie die Esche sind in die Klas- chen Flächen würde sich anbie-
fordert kaum Pflege. Dabei sind Die Robinie ist die einzige Holz- se 5 der nicht resistenten Arten ten. Auf Robinienanpflanzungen
Umtriebszeiten von rund zehn art Europas, deren Holz in die einzuordnen. Als schnell nach- im Bereich gefährdeter Biotop-
Jahren möglich. Dauerhaftigkeitsklasse eins bis wachsender Rohstoff dient die typen, wie zum Beispiel Mager-
Aufgrund hervorragender zwei nach EN 350-2 eingeordnet Robinie auch zur Energiegewin- rasen-Standorte, oder im Grenz-
Wuchs- und Holzeigenschaften werden kann, wo eine Unterschei- nung. Das Holz ist durch seinen bereich zu Naturschutzgebieten
scheint die Robinie auch zur dung zwischen fünf Dauerhaftig- guten Heizwert und seine kurze sollte verzichtet werden.
Energieholzproduktion in Kurz- keitsklassen erfolgt. Sie gilt somit Trockenzeit zur energetischen
umtriebsplantagen geeignet zu als sehr resistent bis resistent. Nutzung besonders gut geeignet.
Die Robinie liefert reichhaltig DI Werner Ruhm
Nektar mit hohem Zuckergehalt Institut für Waldwachstum und Wald-
und ist wegen dem „Akazienho- bau, Bundesforschungs- und Ausbil-
dungszentrum
Robinie ist Nordamerikanerin nig“ für die Imkerei von Bedeu-
für Wald, Naturgefahren und Land-
tung. schaft
Die Robinie kommt ursprünglich aus dem östlichen Nordamerika. Zu
Beginn des 17. Jahrhunderts kam sie nach Europa, wobei sie anfänglich Standort für Robinien gut
wegen ihrer Schönheit als Zier- und Alleebaum eingesetzt wurde. Erst wählen
später entdeckte man ihre speziellen Holzeigenschaften und nutzte sie In vielen Gebieten Mitteleuro-
auch für energetische und stoffliche Zwecke. pas prägt die Robinie schon seit
Nennenswerte Robinienflächen in Europa gibt es in Ungarn, wo die langer Zeit die Kulturlandschaft.
Robinie einen Anteil von rund 20 Prozent der Waldfläche ausmacht. In jüngster Vergangenheit wur-
Hier gibt es auch gezielte Züchtung, Sortenforschung und Saatguta- de sie zum Exoten mit invasi-
nerkennung. vem Charakter „neu bewertet“.
Den forstlichen Umgang mit der
| 14 | Forstwirtschaft Gastbaumarten 2015

Gastbaumart Nummer SECHS Kanadische rotzeder

Thuja plicata, liebt Bodenfeuchte


und bietet dauerhaftes Holz
116-jähriger Thuja plicata-Altbestand
mit Naturverjüngung. Fotos: M. Schellmann

Thuja plicata gehört zu den höchsten Nadelbäumen weltweit und wird bis zu 1000 Jahre alt. In europäi-
schen Gärten ist sie als„Heckenpflanze“ weit verbreitet, aber als Waldbaum ist sie eine eher unbekannte
Größe, trotz vielversprechender Versuchsanbauten.

Der Riesenlebensbaum kommt Typisch sind die mit winzigen, rung verbessert die Stabilität und Gefährdungen
im westlichen Nordamerika vor, schuppenförmigen Blättern be- man kann bei der Erstdurchfors- Blätter, Zweige, Stämme und
von Alaska bis Kalifornien und setzten Zweige. Die eiförmigen, tung bereits lohnende Durch- Wurzeln werden von vielen Pilz-
von der Pazifikküste bis zu den etwa ein Zentimeter großen Zap- messerklassen nutzen. und Insektenarten besiedelt, je-
Rocky Mountains. Sein Haupt- fen sind im Sommer gelb, werden doch häufig ohne ernsthafte
verbreitungsgebiet liegt in British im Herbst braun und enthalten Thuja plicata ist aufgrund ihrer Schäden. Lediglich Befall durch
Columbia im Westen Kanadas. durchschnittlich 20 Samen. leicht abbaubaren Streu boden- Hallimasch (Armillaria sp.) kann
Thuja plicata besiedelt Standor- verbessernd. Auf ihr zusagenden zu gravierenden Problemen füh-
te von der Meereshöhe bis zir- Bodenfeuchte wichtiger als Standorten kann sie in den ers- ren. Bei Thuja plicata treten Ver-
ka 2000 Meter im Gebirge. Meist Nährstoffe ten 30 Jahren Höhenzuwächse biss- und Fegeschäden durch
kommt sie einzeln oder in Grup- Die Bodenfeuchtigkeit ist für von 60 bis 90 Zentimeter jährlich Reh- und Rotwild, aber keine
pen gemischt mit der Douglasie, Thuja plicata wichtiger als der erreichen. Schälschäden auf. Der Baum hat
der Riesentanne, der Sitkafichte Nährstoffgehalt. Bevorzugt wer- sich in Mitteleuropa als winter-
und anderen Baumarten vor. Mit- den frische bis feuchte, aber nicht Astung steigert Wertholz- fest erwiesen, ist aber empfind-
te des 19. Jahrhunderts wurde sie staunasse, tiefgründige Standor- anteil bedeutend lich gegen Spätfröste und ext-
erstmalig in Europa eingeführt. te mit pH-Werten zwischen 4,5 Als sehr schattentolerante reme Sommertrockenheit, was
bis 6,5. Ungeeignet sind trockene Baumart eignet sie sich zur Be- zum Absterben der Triebspitzen
Bis sechs Meter und sandige Böden. Die Wurzeln gründung unter Schirm. Sie hat führen kann. Auf feuchten Stand-
Brusthöhendurchmesser sind flach und fein verzweigt. aber eine schlechte natürliche orten besteht aufgrund des sehr
Im Optimum ihres Verbreitungs- Horst- oder gruppenweise ein- Astreinigung. Astungsmaßnah- flachen Wurzelsystems erhöhte
gebietes kann Thuja plicata bringen men können den Wertholzanteil Windwurfgefahr.
Baumhöhen von 50 bis 75 Metern Thuja plicata tritt in ihrer Heimat bedeutend steigern. Sie produ-
und Brusthöhendurchmesser bis nie in Reinbeständen auf. Des- ziert große Samenmengen und Holzeigenschaften und
sechs Meter erreichen. Sie besitzt halb sollte man der horst- oder reichlich Naturverjüngung. Wie Verwendung
einen geraden, leicht abholzigen gruppenweisen Einbringung den bei den meisten Gastbaumar- Im Nordwesten Amerikas ge-
Schaft mit faseriger rotbrauner Vorzug geben. Verbände von zwei ten ist auch bei Thuja plicata die hört Thuja plicata zu den forstlich
Rinde und eine kegelförmige Kro- mal zwei Meter oder drei mal 1,5 Frage der Herkunft von zentra- wichtigen Baumarten. Das Holz
ne mit aufrechtem Wipfeltrieb; Meter haben sich bewährt, dies ler Bedeutung und muss noch wird unter dem Namen Red Cedar
im Gegensatz zur Scheinzypresse entspricht Pflanzenanzahlen von in weiteren Versuchsanbauten gehandelt, ist besonders dauer-
(Chamaecyparis), die einen über- 2000 bis 2500 Stück pro Hektar. endgültig geklärt werden. haft, aber weich, spröde, grob-
hängenden Wipfel besitzt. Rechtzeitige Standraumregulie- fasrig und sehr leicht, im lufttro-
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2015  Gastbaumarten Forstwirtschaft

ckenen Zustand 350 bis 400 Kilo-


gramm pro Kubikmeter. Es besitzt
Vier Versuchs- Broschüre
einen angenehmen aromatischen standorte Formschnitt und Astung
Geruch und ist sehr widerstands- Das Institut für Waldwachstum
fähig gegen Insekten- und Pilz- und Waldbau des Bundesfor-
befall. Es lässt sich gut bearbeiten schungszentrums für Wald be-
und verleimen. Der gelblich-brau- treut Dauerversuche mit Thuja
ne oder rotbraune Kern wird von plicata an vier Versuchsorten.
einem schmalen weißen Splint Darunter eine 116-jährige Ver-
umgeben, es gibt im Holz keine suchsfläche im Wienerwald.
Harzkanäle. Dieser Bestand wurde 1897
begründet. Im Alter von 105
Verwendung findet es für Schin- Jahren beträgt dort die Oberhö-
deln ( 50 Prozent aller Schindeln he 30,2 Meter und der mittlere
in den USA sind aus Thuja plica- Brusthöhendurchmesser 46,1
ta), als Konstruktionsholz im In- Zentimeter, die Gesamtwuchs-
nen- und Außenbereich (Fassa- leistung bis dahin beträgt mehr
den) sowie für Fenster und Türen. als 1000 Vorratsfestmeter.
Trotz grundsätzlich guter Holz- Der Vergleich mit dem in der
eigenschaften ist aufgrund des Nähe liegenden Fichtenpflan-
sehr geringen Rundholzangebo- zweiteversuch ergab einen
tes in Österreich die Nutzung die- geringen Höhenvorsprung der
ser Baumart stark eingeschränkt. Fichte. Aber bei der Durch-
Verkauf und Verwertung unterlie- messerentwicklung und der
gen vielen Zufälligkeiten im Ange- Gesamtwuchsleistung über- Die Broschüre „Formschnitt und Astung“ erhalten
bot und können daher kaum opti- trifft Thuja die Fichte. Nach- Sie in Ihrer Bezirksbauernkammer gratis
mal gestaltet werden. dem Mitte der 1960er Jahre
eine Bestandesauflichtung
DI Werner Ruhm und Einzäunung die Voraus-
Institut für Waldwachstum und Wald- setzungen entscheidend
bau, Bundesforschungs- und Ausbil- verbesserte, kommt reichlich
dungszentrum
für Wald, Naturgefahren und Land-
Naturverjüngung auf. Broschüre
schaft
Laubholz richtig ausgeformt

Die Broschüre „Laubholz richtig ausgeformt“


erhalten Sie in der LK NÖ um 5 Euro.

Naturverjüngung im Wienerwald
| 16 | Forstwirtschaft Gastbaumarten 2015

Gastbaumart Nummer SIEBEN Baumhasel

Die Baumhasel, besonders


anpassungsfähig und wertvoll
Die gemeine Haselnuss ist ein Strauch, den jeder kennt. Doch Corylus colurna, die Baumhasel, ist ein Baum
und in forstlichen Kreisen kaum bekannt. Sie wird aufgrund ihrer Anspruchslosigkeit und Immissionsver-
träglichkeit in europäischen Städten als Park- und Straßenbaum verwendet.

Stamm, Blätter und Früchte


mit besonderem Charakter
Kurz gefasst
Die Baumhasel ist ein sommer- Die Frage der „fremdländischen
grüner, geradstämmiger Baum, Baumarten“ wird in forstlichen
der je nach Standort Höhen von Kreisen oft sehr unterschiedlich
20 bis 30 Meter und Durchmes- beurteilt. Gerade in Hinblick
ser (BHD) von 50 bis 60 Zenti- auf eine mögliche Klimaer-
meter, in Ausnahmefällen sogar wärmung scheint es sinnvoll,
bis 100 Zentimeter erreichen Baumarten mit größerer To-
kann. In der Jugend erscheint leranz gegen Dürre und Hitze
die Baumhasel als pyramiden- frei von Vorurteilen auf ihre
förmig, während sie im Alter Anbauwürdigkeit zu prüfen.
einen breitkronigeren Habi- Wenn eine Baumart wie die
tus annimmt. Eine starke sowie Baumhasel noch dazu in der
frühzeitige Borkenbildung und benachbarten Balkenregion
eine Korkschicht, die selbst die vorkommt und mit einer derart
Zweige überzieht, sind beson- vielfältigen Palette an Verwen-
dere Merkmale. Die Blätter sind dungsmöglichkeiten aufwarten
in Größe und Form denen des kann, würde es sich lohnen, sie
Haselnussstrauches sehr ähn- Mischungsformen trupp-, gruppen- oder streifenweise in drei bis fünf Reihen an- stärker in waldbauliche Überle-
lich, nur etwas größer und von geordnet, mit Verbandsweiten wie sie bei Edellaubhölzern üblich sind, führen zu gungen mit einzubeziehen.
dunklerem Grün. stabilen Mischbeständen.

Die Früchte sind einsamige


Nüsse und meist in büscheligen Intensives Wurzelsystem mit tigung“ mit dieser Baumart erst in beständen führen. Zumindest in
Fruchtständen angeordnet, von Pfahlwurzel jüngerer Zeit begonnen hat. Den- der Jugend verträgt die Baumha-
großen, stark zerschlitzten Hüll- Die Baumhasel hat ein sehr inten- noch geben die wenigen vorhan- sel Schatten, so dass eine Kultur
blättern umgeben und kleiner sives und weit reichendes Wurzel- denen Bestände Anlass zu großem auch in kleineren Bestandeslü-
als beim Strauch. Sie sind ess- system mit einer Pfahlwurzel und Optimismus. In ihrem natürlichen cken möglich ist.
bar, sehr nahrhaft und finden in vermag daher auch skelettreiche Verbreitungsgebiet kommt sie
der Süßwarenindustrie Absatz. Böden zu erschließen. Aufgrund einzeln, gruppen- und horstweise Versuchsfläche im Weinviertel
Das Laub zersetzt sich leicht der großen Standfestigkeit eig- vor, häufig mit Buchen-, Hainbu- Seit 2001 unterhält das Institut für
und verbessert den Boden. net sich diese Baumart als Wind- chen-, Ahorn- und Eichen-Arten Waldwachstum und Waldbau des
Da sie einen breit gefächerten schutz und für die Waldrandge- vergesellschaftet. Bundesforschungszentrums für
standörtlichen Anbaubereich staltung. Im Gegensatz zu ande- Wald (BFW) eine Versuchsfläche
umfasst, gehört sie zu den be- ren Haselnussarten bildet sie kei- Für stabile Mischbestände mit Baumhasel im Weinviertel. Mit
sonders anpassungsfähigen Ar- ne Wurzelbrut, da die Wurzeln Von großflächigen Reinkulturen dieser Fläche sollen waldbauliche
ten. Sie kommt sowohl auf tief- keine Adventivknospen anlegen. mit Baumhasel sollte man daher und ertragskundliche Grundlagen
gründigen, nährstoffreichen, Dadurch vermehrt sie sich in der zum jetzigen Zeitpunkt eher ab- für diese Baumart unter den kli-
frisch bis feuchten Standorten Natur aus Samen. Erntereife Be- sehen. Mischungsformen trupp-, matischen Bedingungen des pan-
vor, aber auch auf armen, tro- stände gibt es in Österreich und gruppen- oder streifenweise in nonischen Tief- und Hügellandes
ckenen und skelettreichen Bö- in Deutschland kaum und damit drei bis fünf Reihen angeord- erarbeitet werden.
den. Sie meidet lediglich stark auch keine gesicherten Angaben net, mit Verbandsweiten wie
vernässte, extrem trockene oder über Wuchsleistung und Ernte- sie bei Edellaubhölzern üblich Sommerliche Trockenperioden
ganz saure Standorte. erträge, da die „forstliche Beschäf- sind, werden zu stabilen Misch- sind dort häufiger als in allen an-
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2015  Gastbaumarten Forstwirtschaft

Mischungsformen trupp-, gruppen- oder streifenweise in drei bis fünf Reihen an- Die Baumhasel nimmt im Alter einen breitkronigen Habitus an.
geordnet, mit Verbandsweiten wie sie bei Edellaubhölzern üblich sind, führen zu Fotos: BFW/Ruhm
stabilen Mischbeständen.

deren Wuchsgebieten. Die Jah- Sehr widerstandsfähig, aus-


genommen Verbissschäden
große Mengen „türkisches Ha- ARGE
resniederschläge sind mit 450 bis
700 Millimetern die niedrigsten Sie gilt gegenüber abiotischen
selnussholz“ in Form von sehr
großen Klötzen über die Do-
Waldveredelung
in Österreich. Unter diesen klima- und biotischen Schädigungen nau nach Wien. Neben der Eibe und
tischen Bedingungen kann man
mittlere Höhen von 7,5 Metern
als sehr widerstandsfähig. Die in
Mitteleuropa möglichen Tempe-
war es das beliebteste Holz für
Möbel. Wegen der anschlie-
Flurholzanbau
und mittlere Durchmesser von raturspitzen übersteht sie aus bis- ßenden Handelsunterbrechung
6,8 Zentimetern nach zehn Vege- herigen Erfahrungen ohne Schä- verdrängten Nussbaum und Wollen Sie
tationsperioden ab Pflanzung als den und leidet auch kaum unter Kirschbaum sowie das billiger mehr über
respektabel bezeichnen. Früh- oder Spätfrösten. Verbiss- gewordene Mahagoniholz die Gastbaumar-
schäden durch Rehwild können Baumhasel aus dem Möbelbau. ten erfahren,
Genauere Aussagen über die Ge- allerdings ein Faktor sein. Das aus den Früchten gewonne- dann werden
samtwuchsleistung dieser Baum- ne Öl wird in der pharmazeuti- Sie Mitglied bei der ARGE
art sind zum jetzigen Zeitpunkt Vielfältige Palette an schen Industrie und für Ölfar- Waldveredelung und Flur-
nicht möglich. Verwendungsmöglichkeiten ben verwendet. holzanbau. Dieser Verein
Das Holz ist im Kern gleichmä- beschäftigt sich schon seit
ßig lichtbraun bis hellrötlich DI Werner Ruhm den 1970er Jahren mit die-
Viele Z-Baum-Optionen und im relativ breiten Splint Institut für Waldwachstum und Wald- ser Thematik. Interessierte
möglich gelblich. Das mittelharte Holz, bau, Bundesforschungs- und Ausbil- melden sich bei DI Werner
dungszentrum
Besonders beeindruckend und die Härte entspricht der des Ruhm, BFW, 1131 Wien,
für Wald, Naturgefahren und Land-
für Laubhölzer überdurch- Bergahorns, hat nur gering aus- schaft Seckendorff-Gudent-Weg 8
schnittlich gut sind die wert- geprägte Jahrringe und Holz- oder rufen 01 87838 2211
bestimmenden Qualitätspara- strahlen und wirkt dadurch sehr oder online-Anmeldung
meter der Stamm- und Kronen- homogen. Häufig findet sich Die Verbreitung unter
form. Zirka 80 Prozent der Bäu- eine stark ausgeprägte Mase- www.waldveredelung.at.
me fallen bei der Stammform rung von schöner Struktur. Im Das natürliche Verbreitungs-
unter „gerade“ oder „leichte Handel ist das Holz unter „türki- gebiet der Baumhasel umfasst
Krümmung“, ebenfalls 80 Pro- sche Hasel“ bekannt. Das Holz die Balkanhalbinsel, Teile Klein-
zent zählen bei der Kronenform kann man als Furnier und als asiens, das Bergland im Norden
zu „wipfelschäftig“ oder „Zwie- Vollholz im Möbelbau einset- Persiens und Afghanistan. Hier
sel mit Tendenz zur Wipfels- zen, weiters als Drechsel- und kommt sie zumeist in Höhen-
chäftigkeit“. Dieser hohe Anteil Schnitzholz, aber auch als Roh- lagen zwischen 300 und 800
an Bäumen mit guten bis sehr stoff für Span- und Faserplatten Metern vor, der Gesamtbereich
guten Stamm- und Kronenfor- sowie als Brennholz mit recht liegt zwischen 100 und 1300
men ermöglicht eine große An- hohem Brennwert. Bis zum letz- Metern.
zahl an Z-Baum-Optionen. ten Türkenkrieg 1788 kamen
| 18 | Forstwirtschaft Gastbaumarten 2015

Liste möglicher Gastbaumarten

Gastbaumarten in der
österreichischen Forstwirtschaft
Für die einen invasiv für die anderen unentbehrlich

douglasie Foto: LK NÖ/Schuster robinie Foto: LK NÖ/Schuster Götterbaum Foto: LK NÖ/Schuster

Empfehlungen über den


Anbau von Gastbaumarten
Invasivität der
Gastbaumarten
Baumarten an diese Verände- Kurz gefasst
rungen angepasst sind oder sich
Wie aus der Liste ersichtlich Im Jahr 2015 muss die EU eine anpassen werden. Ein breiteres Im Rahmen der Österreichi-
gibt es in Österreich zahlreiche Liste an invasiven Pflanzen- und Portfolio an möglichen Wirt- schen Waldinventur werden
Versuche und Erfahrungen mit Tierarten erstellen, da dies in schaftsbaumarten ist für die ös- nur drei Gastbaumarten pro-
Gastbaumarten. Bei einigen gibt einer VO über die Behandlung terreichischen Waldbesitzer vor zentmäßig überhaupt erfasst,
es schon über 100 Jahre alte Flä- von invasiven Arten gefordert allem in den Tieflagen in jedem Douglasie, Robinie und Hyb-
chen, bei manchen nur sehr jun- wird. Die Frage, ob Baumarten Fall wichtig, daher empfehlen ridpappel mit insgesamt 0,5%
ge Flächen. In Hinblick auf eine generell als invasiv einzustu- wir auch die neuen Baumarten des Gesamtvorrates in Öster-
mögliche klimatische Verände- fen sind, ist sehr umstritten und in die Konzepte einzubinden. reich bzw. 1,6% in Niederös-
rung wird der Anbau von nicht wird vor allem in Deutschland Nur so sind wir in der Lage auf terreich. Hier von einer erns-
heimischen Baumarten durch- sehr emotionell diskutiert. Krau- allfällige Veränderungen rasch ten Problematik zu sprechen,
aus empfohlen. Bei der Anlage tige Pflanzen können sich meist und effizient zu reagieren. ist leicht übertrieben.
von Flächen ist jedoch darauf wesentlich schneller verbreiten
bedacht zu nehmen, ob es be- als Bäume, vor allem können DI Karl Schuster
reits längere Erfahrungen mit die meisten Bäume in einem be- NÖ Landwirtschaftskammer
Forstabteilung
der Baumart gibt oder nicht und wirtschafteten Wald durch Pfle- karl.schuster@lk-noe.at
es werden eher kleinflächige An- gemaßnahmen sehr einfach im
bauten (bis 0,3 ha) auf möglichst Zaum gehalten werden. Vor al-
unterschiedlichen Standorten lem Baumarten wie Douglasie, Infokasten zu den Anbauempfehlungen der Gastbaumarten
empfohlen. Roteiche oder Riesentanne als
Die in Österreich verwendbaren invasive Baumarten zu bezeich-
Arten im Wald werden im An- nen, zeugt von wenig Fachver- Anbauempfehlung für die Forstwirtschaft:
hang des Forstgesetzes genannt ständnis. 1…Baumart ist in Österreich gut erforscht, wird empfohlen,
und es gibt doch einzelne Arten, 2…nur wenige Anbauten, trotzdem empfohlen,
die eigentlich nicht im Wald ge- Gastbaumarten und 3…kaum Erfahrungen, Versuchsanbauten wären nötig,
pflanzt werden dürften, nämlich Klimawandel 4…schlechte Erfahrungen, nicht empfohlen
Blauglockenbaum und Maul- Die nächsten Jahrzehnte wer-
beerbaum. Alle anderen Arten den zeigen, in welche Richtung Anmerkung: Liste ist nicht vollständig und widerspiegelt die Meinung
sind – oft als gesamte Gattung – der Klimawandel gehen wird des Autors
erlaubt. und wie unsere heimischen
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2015  Gastbaumarten Die Landwirtschaft

Mögliche Gastbaumarten für die österreichische Forstwirtschaft


Baumart Erfahrungen in Österreich Anbau im Wald laut ForstG
und Anbauempfehlung erlaubt

Deutscher Name Lateinischer Name


Baumhasel Corylus colurna 2 Ja
Blauglockenbaum Paulownia tomentosa 2 Nein
Douglasie Pseudotsuga menziesii 1 Ja
Eschenahorn Acer negundo 4 Ja
Esskastanie Castanea sativa 1 Ja
Gelbkiefer Pinus ponderosa 3 Ja
Gleditschie oder Christusdorn Gleditsia triacanthos 2 Ja
Götterbaum Ailanthus altissima 4 Ja
Hemlocktanne Tsuga heterophlylla oder canadensis 2 Ja
Hickory(nuss) Carya sp. 3 Ja
Himalayazeder Cedrus deodara 3 Ja
Hybridlärche Larix x eurolepis 2 Ja
Hybridpappeln Populus sp. 1 Ja
Japanlärche Larix kaempferi 4 Ja
Lawson Scheinzypresse Chamaecyparis lawsoniana 3 Ja
Libanonzeder Cedrus libani 3 Ja
Maulbeerbaum, schwarzer Morus nigra 2 Nein
Maximowicz-Birke Betula maximowicziana 3 Ja
Pazifische Edeltanne Abies procera oder A. nobilis 3 Ja
Pennsylvanische Esche Fraxinus pennsylvanica 3 Ja
Platane Platanus sp. 2 Ja
Riesenlebensbaum Thuja plicata 1 Ja
Riesenmammutbaum Sequoiadendron giganteum 2 Ja
Riesen- oder Küstentanne Abies grandis 1 Ja
Robinie Robinia pseudoacacia 1 Ja
Roteiche Quercus rubra 1 Ja
Schwarznuss Juglans nigra 1 Ja
Serbische Fichte Picea omorika 3 Ja
Sitkafichte Picea sitchensis 3 Ja
Stechfichte Picea pungens 4 Ja
Traubenkirsche, amerikanische Prunus serotina 4 Ja
Tulpenbaum Liriodendron tulpifera 2 Ja
Turkestanulme oder Sibirische Ulme Ulmus pumila 3 Ja
Urweltmammutbaum Metasequoia glyptostroboides 3 Ja
Weymouthskiefer Pinus strobus 4 Ja
| 20 | Die Landwirtschaft Gastbaumarten 2015

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