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LEHRPLAN

ZUR
GRUNDAUSBILDUNG

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Perspektiven.Werte.Kompetenzen
LEHRPLAN ZUR
GRUNDAUSBILDUNG
Ausgabe 2012

Perspektiven.Werte.Kompetenzen
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AUSBILDUNG
SICHERHEITSAKADEMIE
Die Sicherheitsakademie ist die Bildungs- und Forschungseinrichtung für die Bediens-
teten des Bundesministeriums für Inneres. Ihr obliegt die Bereitstellung der Grundaus-
bildung für die Polizistinnen und Polizisten und sie steuert die Tätigkeit der Bildungs-
zentren.

BILDUNGSZENTREN
Die Bildungszentren der Sicherheitsakademie legen den Grundstein für die Ausbildung
der Organe des öffentlichen Sicherheitsdienstes. Bildungsperspektive ist der Mensch,
der mit Wissen, Kenntnissen und Fertigkeiten sowie sozialer Kompetenz und Konflikt-
bereitschaft in der Gesellschaft demokratischer Rechtsstaaten Vertrauen in die staatli-
che Autorität und die öffentliche Sicherheit garantiert.

AUSBILDUNGSZIELE
Die Ausbildung soll den Organen des öffentlichen Sicherheitsdienstes durch praxis-
bezogene Lehre unter Berücksichtigung wissenschaftlicher Erkenntnisse und Metho-
den, die soziale Kompetenz sowie die berufspraktischen Fähigkeiten und Kenntnisse
vermitteln. Schwerpunkte liegen in der Vermittlung von Rechtsmaterien, Kriminalistik,
sozialkommunikativer Kompetenz und im Bereich des Handlungstrainings und Einsatz-
trainings.

BERUFSFELD
Berufsfelder für die Absolventinnen und Absolventen eines Ausbildungslehrganges fin-
den sich überall dort, wo Schwerpunkte sicherheits-, verkehrs-, und kriminalpolizeili-
cher oder ordnungsdienstlicher Einsätze liegen.

METHODIK / DIDAKTIK
Die Ausbildung zielt inhaltlich und methodisch nicht nur auf die Vermittlung von Sach-
wissen, sondern vermehrt auch auf den Erwerb von Methoden- und Handlungswissen
ab. Sachverhalts- und themenbezogene wie auch fächerübergreifende Behandlung der
Lehrinhalte soll dies ermöglichen. Der nach Fächern gegliederte Unterricht wird im
Ausbildungsverlauf durch ganzheitliche und vernetzte Themen- und Projektarbeiten
ergänzt.

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UMFELD
MENSCH
Der Mensch steht im Mittelpunkt der Exekutivausbildung. Die Menschen im sicher-
heitspolizeilichen Exekutivdienst erwerben Qualifikationen, um ihren beruflichen Alltag
in seiner Vielschichtigkeit wahrzunehmen und den Anforderungen professionell und
verantwortungsvoll nachzukommen.

GESELLSCHAFT
Bürgerinnen und Bürger wurden nach dem Platz der Polizei in der Gesellschaft und
dem Idealbild einer Polizistin und eines Polizisten befragt. Es galt herauszufinden, wel-
chen Beitrag die polizeiliche Bildung leisten kann um dem Idealbild der Polizei mög-
lichst nahe zu kommen.
Die Menschen im sicherheitspolizeilichen Exekutivdienst sollen anhand von 17 definier-
ten Leitsätzen, persönliche, kommunikative und soziale Kompetenzen entwickeln. Sie
sollen sich ihrer eigenen Situation innerhalb der Exekutive und ihrer gesellschaftlichen
Stellung bewusst werden.

RECHT
Die Menschen im sicherheitspolizeilichen Exekutivdienst sollen Verständnis und Fähig-
keiten erwerben um polizeiliches Handeln und rechtsstaatliche Grundsätze in Bezug zu
setzen. Der Schutz der Menschenrechte und der Menschenwürde bildet dafür die Basis.
Diese Leitsätze schaffen den Rahmen für die Ausbildung. Die Weite dieses Rahmens
überträgt besondere Verantwortung an die Leiter der Bildungszentren und an die Leh-
renden.

SICHER MIT BILDUNG


Welchen Platz nimmt die Polizei in der Gesellschaft ein und welche Aufgaben fallen
ihr dabei zu? In 17 Leitsätzen, die sich alle im Curriculum widerspiegeln, wurden die
Ansprüche an die Polizei und die polizeiliche Bildung zusammengefasst. Die in den
Leitsätzen formulierten Ansprüche sollen über eine vermehrte Identifikation mit der
Einrichtung Polizei zu mehr Verantwortungsgefühl jedes einzelnen Polizisten und jeder
einzelnen Polizistin sich selbst, den Menschen und der Institution Polizei gegenüber
führen.

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STRUKTUR
Die Polizeigrundausbildung gliedert sich in:

ABSCHNITT I – 12 Monate
Die Polizeibediensteten sollen ein rechtstheoretisches Basiswissen und einsatztakti-
sche- und einsatztechnische Grundfertigkeiten erwerben. Die Organisation der Sicher-
heitsverwaltung und Exekutive, die zukünftigen Aufgaben und Befugnisse sollen so
vermittelt werden, dass sich anschließende Ausbildungsteile gedanklich und praktisch
anknüpfen lassen. Der Abschnitt I soll ermöglichen, die Erfahrungen im anschließen-
den Praktikum zu verarbeiten und exekutives Handeln einzuordnen.

PRAKTIKUM I – 2 Monate
Die Ausbildung im Praktikum ergänzt die Inhalte des Abschnittes I und ist zugleich be-
sonderer Bestandteil der Grundausbildung.
Beamte des exekutiven Außendienstes begleiten die Bediensteten im Praktikum, er-
möglichen ihnen Erfahrungen im exekutiven Einschreiten und machen sie mit der Or-
ganisation und den Organisationsabläufen vertraut.
Die Bediensteten sollen ein breites Spektrum des praktischen Exekutivdienstes kennen
lernen.

ABSCHNITT II – 7 Monate
Dieser Abschnitt soll die Polizeibediensteten für exekutivdienstliche Rechtsmaterien
sensibilisieren. Sie sollen die Intentionen des Gesetzgebers kennen, Gesetze und Ver-
ordnungen ihrer Bedeutung nach erfassen, um sich im Rahmen ihrer beruflichen Tätig-
keit eigenständig orientieren und sie vollziehen zu können.
Die Bediensteten sollen darüber hinaus einsatztaktische und –technische Instrumenta-
rien kennen lernen und beherrschen.
Sie sollen soziale Spannungsfelder und menschlichen Konfliktsituationen erkennen
und damit umgehen können.

PRAKTIKUM II – 3 Monate
Dieser Abschnitt soll den Bediensteten nach erfolgreich abgelegter Dienstprüfung eine
Vertiefung der praktischen Kenntnisse und Fähigkeiten ermöglichen und so den über-
gangslosen Berufseinstieg erleichtern.

ABSCHLUSS
Nach erfolgreichem Abschluss aller für die Grundausbildung maßgeblichen Prüfungen
und der bestandenen kommissionellen Dienstprüfung, erfolgt mit der Beendigung der
Ausbildungsphase – nach 24 Monaten – die Ernennung in die Verwendungsgruppe E2b.
Der Amtstitel „Inspektor“ wird verliehen.

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BILDUNGSZENTREN DER SICHERHEITSAKADEMIE

BZS Burgenland BZS Steiermark


Neusiedler Straße 84 Straßganger Straße 280
7000 Eisenstadt 8021 Graz
059133/10/6666 059133/60/6666

BZS Kärnten BZS Tirol


Hauptstraße 193 Walder Straße 26
9201 Krumpendorf 6067 Absam Wiesenhof
059133/20/6010 059133/70/6302

BZS Niederösterreich BZS Vorarlberg


Kirchengasse 12-14 Hämmerle Straße 4
3370 Ybbs / Donau 6805 Feldkirch-Gisingen
059133/30/6666 059133/80/6110

BZS Oberösterreich BZS Wien


Liebigstraße 30 Marokkanergasse 4
4010 Linz 1030 Wien
059133/40/6113 01/71722/99/51002

BZS Salzburg BZ Traiskirchen


Kneippstraße 318 Akademiestraße 3
5084 Großgmain 2514 Traiskirchen
059133/50/6001 059133/92/2220

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STUNDENTAFEL
LEHRGEGENSTAND I II GESAMT

1. Einführung 20
- Einführung 8 0 8
- Reflexion 0 12 12
2. Persönlichkeitsbildung 206
- Angewandte Psychologie 24 16 40
- Kommunikation und Konfliktmanagement 24 24 48
- Berufsethik 8 4 12
- Gesellschaftslehre 25 25 50
- Menschenrechte 40 16 56
3. Rechtsmaterien 966
- Dienstrecht 46 20 66
- Privatrecht 20 10 30
- Sicherheitspolizeiliche Handlungslehre 160 110 270
- Strafrecht 110 60 170
- Verfassungsrecht und Europäische Union 35 23 58
- Verkehrsrecht 130 62 192
- Verwaltungsrecht 125 55 180
4. Einsatztraining 710
- Handlungstraining 40 40 80
- Einsatztechnik 48 30 78
- Einsatztaktik 30 14 44
- Schießausbildung und Waffenkunde 110 54 164
- Informationstechnik 6 0 6
- Fahrtechnik 24 0 24
- Großer Sicherheits- und Ordnungsdienst 50 40 90
- Sport 108 60 168
- Erste Hilfe 16 8 24
- Interaktives Training 8 24 32
5. Kriminalistik 194
- Kriminologie und Kriminalistik 110 84 194
6. Bürokommunikation 264
- Bürokommunikation und EDV 150 74 224
- Fremdsprachen 24 16 40
7. Methodenunterricht 84
- Themenzentrierter Unterricht und Projektarbeiten 40 44 84
8. Berufspraktikum 292

SUMME 2736

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EINFÜHRUNG 1

EINFÜHRUNG
Die Exekutivbediensteten sollen einen Überblick über ihre Ausbildung erhalten.

ABSCHNITT I – THEMA & INHALT

EXEKUTIVLAUFBAHN
- Ausbildungsablauf
- Lehrplan
- Ziele

Leitsatz 1:
Wir, die Polizei in Österreich, geben den Menschen Vertrauen in ihre Sicherheit und Freiheit.
„Unsere Aufgabe als Polizei ist es, die Sicherheit und Freiheit der Menschen zu gewährleisten.
Durch vertrauensfördernde Kommunikation stärkt die Polizei das Vertrauen der Menschen in ihre
Sicherheit und Freiheit.“

Leitsatz 2:
Wir, die Polizei in Österreich, nehmen Anliegen der Menschen ernst, sind jederzeit ansprech-
bar, gehen aktiv und offen auf die Menschen zu.
„Im Umgang mit Menschen ist die Polizei offen und zeigt, dass sie ihnen stets mit Hilfe und Schutz
zur Seite steht. Verständnis und Einfühlungsvermögen sind wichtige Voraussetzungen für unsere
kommunikative Kompetenz und unerlässlich für eine zeitgemäße Polizeiarbeit.“

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EINFÜHRUNG 1

REFLEXION
Die Exekutivbediensteten sollen im Praktikum I Erlebtes durch Erfahrungsaustausch,
Diskussion und Information aufarbeiten können.

ABSCHNITT II – THEMA & INHALT

PRAKTIKUM
- Arbeitsplatz
- Vorgesetzte und Mitarbeiter
- Arbeitsfeld

Leitsatz 10:
Wir, die Polizei in Österreich, nützen Reflexion zur persönlichen Weiterentwicklung und
organisatorischen Mitgestaltung.
„Eine ständige Weiterentwicklung ist das Ergebnis gelungener Reflexionsprozesse, denn sie
findet nur dann statt, wenn Erfolge und Misserfolge kritisch hinterfragt wurden. Jede und jeder
Einzelne ist so in die Mitgestaltung eingebunden und profitiert davon auf persönlicher Ebene.“

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PERSÖNLICHKEITSBILDUNG 2

ANGEWANDTE PSYCHOLOGIE
Die Exekutivbediensteten sollen
• sich selbst und andere besser wahrnehmen können,
• ihre Kompetenz in zwischenmenschlichen Handlungsabläufen optimieren,
• im Umgang mit psychisch kranken Menschen sensibel werden und
• mögliche Spannungsfelder des menschlichen Zusammenlebens kennen und mit
Stresssituationen umgehen lernen

ABSCHNITT I – THEMA & INHALT ABSCHNITT II – THEMA & INHALT

- Grundlagen Emotionale Ausnahmezustände


- Wahrnehmung - Umgang mit Menschen
- Macht – Autorität – Gehorsam - Sensibilität beim Einschreiten
- Entmenschlichung und mögliche
Gefahren Peer Support
- Aggression - Betreuung nach einem Schuss-
- Stress waffengebrauch und ähnlich be-
- Mobbing und Stalking lastenden Situationen
- Randgruppen - Psychische Problematik
- Umgang mit Schwerverletzten
- Überbringen schockierender Angewandte Psychologie
Nachrichten - Sicherheitspolizeiliche Handlungs-
lehre, Einsatztraining, GSOD, Krimi-
nalistik, etc.

Leitsatz 8:
Wir, die Polizei in Österreich, stellen einen hohen Anspruch an unsere persönliche, soziale
und fachliche Kompetenz.
„Die Polizei ist eng an den Wandel gesellschaftlicher Strukturen gebunden und diese Dynamik
wirkt sich auch auf die Polizeiarbeit aus. Wissensvermittlung alleine kann die neuen Herausfor-
derungen nicht bewältigen. Denn erst wenn beides – fachliche und soziale Kompetenz – aufein-
ander treffen, ist gute Polizeiarbeit möglich.“

Leitsatz 9:
Wir, die Polizei in Österreich, reflektieren kritisch unser Denken und Handeln.
„Nur die Reflexion des eigenen Denkens und Handelns führt zu Fortschritt. Deshalb ist die Be-
reitschaft zur ehrlichen und selbstkritischen Auseinandersetzung ein unverzichtbarer Bestand-
teil der Polizeiarbeit und gleichzeitig Garant für den Erfolg.“

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PERSÖNLICHKEITSBILDUNG 2

KOMMUNIKATIONSTECHNIK
UND KONFLIKTMANAGEMENT
Die Exekutivbediensteten sollen ihre sozialkommunikative Kompetenz durch Training
entwickeln und optimieren.

ABSCHNITT I – THEMA & INHALT ABSCHNITT II – THEMA & INHALT

Rhetorik Kommunikation und Konflikte


- Grundlagen - Kommunikationsmodelle
- Lernen und Prüfungsverhalten - Konfliktmanagement
- Feedbackregeln - Gesprächstechnik
- Johari-Fenster - Zeugenverhalten
- Präsentationstechnik - Interviewverhalten
- Körpersprache

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PERSÖNLICHKEITSBILDUNG 2

BERUFSETHIK
Die Exekutivbediensteten sollen
• sich mit ethischen Aspekten polizeilicher Aufgaben und Handlungen
auseinandersetzen,
• das Berufsbild des Exekutivdienstes kritisch reflektieren,
• eigene Erwartungen, spätere Aufgaben und die Erwartungen der Bevölkerung
diskutieren können.

ABSCHNITT I – THEMA & INHALT ABSCHNITT II – THEMA & INHALT

Angelobung Exekutive und Gesellschaft


- Bedeutung - Quellen unserer Legitimation

Grundlagen Rollenkonflikte
- Begriffsvermittlung - Ursachen und Handhabung
- Zielbestimmungen - Spannungsfeld verschiedener
Ansprüche
Berufsbild
- Erwartungen des Bürgers
- Erwartungen der Dienstbehörde
- Eigenerwartungen

Spannungsfeld
- Beruf – Privatbereich

Ethik des Exekutivberufes


- Allgemeine Vorstellungen

Leitsatz 17:
Wir in der polizeilichen Bildung sind uns unserer Vorbildwirkung stets bewusst und
verpflichten uns diesem gemeinsamen Berufsbild.
„Alle Maßnahmen der polizeilichen Bildung sind von der Motivation getragen, Sicherheit zu
geben. Fühlen sich die Polizistinnen und Polizisten sicher, fühlen sich auch diejenigen sicher,
die von Polizeiarbeit betroffen sind. Dafür braucht es Menschen, die die Gedanken dieses
Leitbildes glaubwürdig vorleben. Wir sind uns bewusst, dass diese Arbeit nur bei uns selbst
beginnen kann.“

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PERSÖNLICHKEITSBILDUNG 2

GESELLSCHAFTSLEHRE
Die Exekutivbediensteten sollen
• ein zeitgeschichtliches und soziologisches Grundverständnis entwickeln,
• sich der Bedeutung ihrer Rolle in einem demokratischen Rechtsstaat bewusst
werden und
• diese kritisch reflektieren können.

ABSCHNITT I – THEMA & INHALT ABSCHNITT II – THEMA & INHALT

Zeitgeschichte Gesellschaft „Heute“


- Monarchie - Medien und Meinungsbildung
- I. Republik - Werbung und Manipulation
- Österreich in der NS-Zeit - Umweltschutz und Energieeinsatz
- II. Republik - Arbeit – Freizeit – Konsum

Grundlagen der Soziologie Gesellschaftliche Veränderungen


- Begriff „Gesellschaft“ - Österreich und die EU
- Soziale Bewegungen - Erweiterung der EU
- Devianz – Extremismus – Radikalis- - Migration
mus - Sicherheitssysteme

Leitsatz 3:
Wir, die Polizei in Österreich, nehmen gesellschaftliche Verantwortung wahr und leisten
einen wichtigen Beitrag für ein friedliches Zusammenleben.
„Die Polizeiarbeit stellt sich den Herausforderungen einer dynamischen Gesellschaft, um nahe
an den Bedürfnissen der Menschen dran zu bleiben. Nur so kann die Polizei ihren Teil zu einem
friedlichen Zusammenleben beitragen.“

Leitsatz 6:
Wir, die Polizei in Österreich, sind uns unserer gesellschaftlichen Verantwortung und Vor-
bildwirkung bewusst.
„Es gibt keine höhere moralische Verantwortung als jene gegenüber den Menschen. Es sind die
Worte und Taten jeder einzelnen Polizistin und jedes einzelnen Polizisten, die unsere gesell-
schaftliche Verantwortung und Vorbildwirkung widerspiegeln.“

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PERSÖNLICHKEITSBILDUNG 2

MENSCHENRECHTE
Die Exekutivbediensteten sollen auf Grundlage eines reflektierten Berufsbildes des
Exekutivdienstes
• ein Bewusstsein über die Bedeutung der Menschenrechte als Grundlage und
Zielsetzung des Exekutivdienstes entwickeln,
• sich Wissen über Menschenrechte aneignen,
• die Fähigkeiten zur Analyse von Praxissituationen aus menschlicher Perspektive
entwickeln und
• die Menschenwürde in ihrem gesamten Handeln respektieren.

ABSCHNITT I – THEMA & INHALT ABSCHNITT II – THEMA & INHALT

Theorie der Menschenrechte - Vertiefung der Menschenrechtsanalyse


- geschichtliche Entwicklung unter Einbeziehung eigener prak-
- Menschenrechtsdokumente im tischer Erfahrungen
nationalen und internationalen Bezug - Fallbeispiele unter Anwendung des
(AMRK, EMRK) menschenrechtlichen Analyse-
- MRSG und Kontrollmechanismen im Schemas
nationalen und internationalen Bezug - Kontakt und Besuch von Zentren wie
(UNO, Europarat, EGMR, CPT, z.B. Interdisziplinäres Forum, Roma-
MR-Beirat, NGOs) Zentrum, Geschützte Werkstätten
- Zeitzeugen
Menschenrechtsanalyse
- Fallbeispiele unter Anwendung des Unterricht mit
menschenrechtlichen Analyse- Menschenrechtsbezug
Schemas - Erörterung der MR-Thematik in den
einzelnen Unterrichtsfächern. Bezug
Gastvortragende zu Verfassungsrecht, SHL, Ethik,
- Einbindung von Vertreterinnen und Gesellschaftslehre, sowie Handlungs
Vertretern von Organisationen mit training.
Bezug zum Menschenrechtsschutz
(MR-Beirat, amnesty)

Reflexion persönlicher Haltungen


- Seminar ADL (Anti-Defamation
League)

Leitsatz7:
Wir, die Polizei in Österreich, achten die Würde jedes Menschen, schützen und respektieren
die Menschenrechte.
„Einerseits dient die Wahrung der Menschenrechte stets als Kriterium für polizeiliche Hand-
lungen. Andererseits ist es Aufgabe der Polizei, die Rechte der Menschen zu schützen. In diesem
Sinne versteht sich die Polizei auch als Menschenrechtsorganisation.“

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RECHTSMATERIEN 3

DIENSTRECHT
Die Exekutivbediensteten sollen
• Rechte und Pflichten, die sich auf ihr Dienstverhältnis beziehen, wissen und
• die Bedeutung des Disziplinarrechtes erkennen.

ABSCHNITT I – THEMA & INHALT ABSCHNITT II – THEMA & INHALT

Öffentlicher Dienst Beamtenverhältnis


- Verfassungsrechtliche Grundlagen - Geltungsbereich
des österreichischen Beamtentums - Begründung des Dienstverhältnisses
- Dienst- und besoldungsrechtliche - Provisorisches und definitives
Stellung Dienstverhältnis
- Personalvertretung - Veränderungen des Dienstver-
- Gleichbehandlung hältnisses
- Dienstliche Ausbildung
Vertragsbedienstetenverhältnis - Beendigung des Dienstverhältnisses
- Geltungsbereich - Allgemeine Dienstpflichten des
- Begründung des Dienstverhältnisses Beamten
- Dienstpflichten - Sonstige Dienstpflichten
- Beendigung des Dienstverhältnisses - Dienstzeit
- Rechte des Beamten
Besoldungsrechtliche
Bestimmungen Dienstliche Beurteilung
- Gehalt - Leistungsfeststellungsverfahren
- Bezüge - Beurteilungskriterien, Kalküle
- Zulagen
- Nebengebühren Verantwortlichkeit des Beamten
- Reisegebühren - Disziplinäre Verantwortlichkeit
- Massa- und Naturalwirtschaft - Strafrechtliche Verantwortlichkeit
- Pensionsrecht – Überblick - Zivilrechtliche Verantwortlichkeit
(Amtshaftung, Organhaftung,
Sonstige dienstrechtliche Dienstnehmerhaftung)
Bestimmungen
- Mutterschutz
- Karenz
- Bundesgleichbehandlungsgesetz
- Bundesbedienstetenschutzgesetz
- Wachebediensteten – Hilfeleistungs
gesetz

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RECHTSMATERIEN 3

PRIVATRECHT
Die Exekutivbediensteten sollen
• zwischen öffentlichem Recht und Privatrecht unterscheiden und daraus ableitend
Abgrenzungen vornehmen können. Grund: Strafrecht und für den Polizeidienst
relevante Teilbereiche des Privatrechts sind eng miteinander verbunden und
somit unumgänglich im Rechtsgegenstand Strafrecht mit zu behandeln.

ABSCHNITT I – THEMA & INHALT ABSCHNITT II – THEMA & INHALT

Einführung Personenrecht
- Strafgerichtsbarkeit, Zivilgerichts- - Rechtsverhältnisse Ehe und Familie
barkeit - Namensführung
- Auslegung von Rechtsnormen
- Klagemöglichkeiten Sachenrecht
- Störung der Besitzverhältnisse
Personenrecht
- Rechts- und Handlungsfähigkeit Rechtsgeschäft
- Gesetzliche Vertreter - Grundbegriff: Was ist ein Vertrag
- Abschluss, Erfüllung, Rücktritt
Sachenrecht
- Einteilung und Begriffe
- Inhaber, Besitzer, Eigentümer
- Eigentumsbeschränkungen
- Fundvorschriften

Pfandrecht
- Rechtsmittel zur Erhaltung des
Besitzstandes bei dringender Gefahr

Rechtsgeschäft
- Grundbegriff: Was ist ein Vertrag

Schadenersatz
- Voraussetzungen
- Umfang

Verjährung, Ersitzung
- Fristen, Wirkung

Leitsatz 11:
Wir, die Polizei in Österreich, leben Wertschätzung, Achtung und Respekt in der täglichen
Zusammenarbeit.
„Respekt und Wertschätzung leiten unsere Handlungen gegenüber allen anderen Mitmen-
schen. Die Anerkennung, die wir unseren Mitmenschen entgegenbringen, erfahren wir auch
von ihnen und das wiederum stärkt unser Selbstvertrauen und festigt uns in unserer Haltung.“
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RECHTSMATERIEN 3

SICHERHEITSPOLIZEILICHE
HANDLUNGSLEHRE
Die Exekutivbediensteten sollen
• ihre sicherheitspolizeilichen Aufgaben, ihre Aufgaben im Bereich der Kriminalpo-
lizei, der Verwaltungspolizei und Aufgaben aus anderen Normen erfüllen, sowie
• Befugnisse wissen und ausüben können.

ABSCHNITT I – THEMA & INHALT

Organisation der Sicherheitspolizei, Kriminalpolizei,


Sicherheitsverwaltung Verwaltungspolizei
- Sicherheitspolizei - Aufgaben
- Besorgung der Sicherheitsverwaltung - Begriffsbestimmungen
- Aufbau Sicherheitsbehörden – - Wirkungsbereiche
Wachkörper Bundespolizei - Befugnisse
- Besorgung des Exekutivdienstes - Eingriffe in die persönliche Freiheit
- Örtlicher Wirkungsbereich - Formvorschriften
- Sprengelüberschreitung - Dokumentation
- Verwenden personenbezogener
Grundsätze des polizeilichen Daten
Einschreitens - Unmittelbare Zwangsgewalt
- Legalitätsprinzip - Verwaltungsübertretungen im Sicher
- Offizialprinzip heitspolizeigesetz
- Ultima-Ratio-Prinzip - Abgrenzungen
- Prinzip der Verhältnismäßigkeit - Vernetzungen
- Rechte von Betroffenen
- Richtlinien für das Einschreiten Waffengebrauch
- Grund- und Freiheitsrechte - Waffengebrauchsrecht
- Durchführungsbestimmungen
Anlass des Einschreitens - Maßnahmen nach einem Waffen-
- Auftrag gebrauch
- Anordnung
- Ersuchen / Anzeige
- aus eigenem Antrieb
- Einschreiten außer Dienst

Leitsatz 4:
Wir, die Polizei in Österreich, bieten Schutz in Gefahrensituationen und nehmen die Bedürf-
nisse von Opfern und Betroffenen wahr.
„Die Arbeit der Polizei zielt darauf ab, Menschen nicht zu Opfern werden zu lassen. Wird ein
Mensch dennoch Opfer einer kriminellen Handlung, so erschüttert diese Erfahrung sein Ver-
trauen in das Sicherheitsgefühl. Die Polizei stellt sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung
und bietet den Opfern Unterstützung an.“

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ABSCHNITT II – THEMA & INHALT

Eingriffe in die Gewalt in der Privatsphäre


persönliche Freiheit - Bestimmungen nach dem Sicher-
- Gesetz zum Schutz der persönlichen heitspolizeigesetz
Freiheit - Einschreiten nach der Exekutions-
- Voraussetzungen für die Zulässigkeit / ordnung
gelindere Mittel / Verhältnismäßigkeit
- Rechte von Festgenommenen Rechte von Betroffenen
- Menschenrechte
Eingriffe in das Hausrecht - Rechtsschutz
und Eigentum
- Gesetz zum Schutz des Hausrechtes Einschreiten in
- Voraussetzungen für die Zulässigkeit besonderen Fällen
- Formvorschriften - Spezifische Personen
- Dokumentation - Spezifische Örtlichkeiten
- Sicherstellung / Beschlagnahme - Spezifische Ereignisse
- Amtshilfe und Inanspruchnahme
- Verhalten gegenüber Medien

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RECHTSMATERIEN 3

STRAFRECHT
Die Exekutivbediensteten sollen
• die Bedeutung des Strafrechtes und der Strafprozessordnung in der österreichi-
schen Rechtsordnung verstehen und
• Sachverhalte den jeweiligen Tatbildern zuordnen und den Justizbehörden anzei-
gen können.

ABSCHNITT I – THEMA & INHALT

allgemeiner teil besonderer teil


- Stellung des Strafrechts im System - Gliederung
der Rechtsordnung (öffentliches - Strafbare Handlungen gegen
Recht, bürgerliches Recht) - Leib und Leben
- Geltungsbereich - Freiheit
- Begriff Strafrecht - Fremdes Vermögen
- Straftheorien - Zuverlässigkeit von Urkunden
- Gliederung des StGB und Beweiszeichen
- Nebenstrafrecht - Strafbare Handlungen gegen
- Materielles/formelles Strafrecht die Staatsgewalt
- Begriff „strafbare Handlung“ an - Strafbare Verletzungen gegen
Hand des Fallprüfungsschemas die Amtspflicht
- Willkürlichkeit (Handlungsbegriff)
- Tatbestandsmäßigkeit STRAFPROSSORDNUNG
- Rechtswidrigkeit - Organisation der Justizbehörden
- Schuld und Gerichte
- Rechtfertigungsgründe
- Schuldausschließungs- bzw.
Aufhebungsgründe
- Irrtumsregelung im StGB
- Beteiligung
- Versuch
- Rücktritt vom Versuch, tätige Reue
- Unrechtsfolgen
- Strafen
- Vorbeugende Maßnahmen
- Rechtsfolgen
- Diversion
- Konkurrenz
- Begriffsbestimmungen

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ABSCHNITT II – THEMA & INHALT

BESONDERER TEIL – Nebenstrafrecht


STRAFGESETZBUCH - Bestimmungen in anderen Gesetzen,
- Gemeingefährliche strafbare Hand- die gerichtlich strafbare Handlungen
lungen und strafbare Handlungen beinhalten
gegen die Umwelt
- Strafbare Handlungen gegen Strafprozessordnung
- Sittlichkeit - Zuständigkeiten
- Staatsgewalt - Diversion
- öffentlichen Frieden
- Rechtspflege VERBOTSgesetz
- Ehre
- Strafbare Verletzungen der Amts- NOTZEICHENgesetz
pflicht und verwandte strafbare
Handlungen
- weitere strafbare Handlungen
gegliedert nach den geschützten
Rechtsgütern

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RECHTSMATERIEN 3

VERFASSUNGSRECHT UND
EUROPÄISCHE UNION
Die Exekutivbediensteten sollen
• die Grundzüge des Verfassungsrechtes und seine Bedeutung im Stufenbau der
Rechtsordnung und
• die Organe der Europäischen Union und ihre Funktionen kennen lernen.

ABSCHNITT I – THEMA & INHALT ABSCHNITT II – THEMA & INHALT

allgemeiner teil B-VG-Vertiefung


Behördenorganisation - Grundprinzipien
- Stufenbau der Rechtsordnung - Gesetzgebung
- Sicherheitsbehörden - Stellung der Mitglieder der gesetz-
- Organe des öffentlichen Sicherheits gebenden Körperschaften
dienstes - Mitwirkung des Volkes an der Gesetz
gebung
Österreichisches - Vollziehung
Verfassungsrecht - Wahlen
- Verfassungsgeschichte - Kontrolleinrichtungen
- Staatselemente
- Aufgaben des Staates Europäische Union
- Gewaltentrennung - Zielsetzung des Zusammenschlusses
- Regierungsformen - Gremien der Europäischen Union
- Entscheidungen und Auswirkungen
Verfassungsrechtliche Garantien
der Grund- und Freiheitsrechte
- Konvention zum Schutz der
Menschenrechte
- Übereinkommen gegen Folter
- Staatsgrundgesetz
- Schutz der persönlichen Freiheit
- Schutz des Hausrechtes

Leitsatz 5:
Wir, die Polizei in Österreich, agieren stets im Sinne der Rechtsstaatlichkeit und Verhältnis-
mäßigkeit.
„Polizeiliche Arbeit, die in die Grundrechtsphäre von Menschen eingreift, wird erst dann
ausgeübt, wenn alle anderen Maßnahmen ausgeschöpft wurden. Ist ein solcher Eingriff
unabwendbar, orientiert sich die Polizeiarbeit immer an jenen Methoden, die die Rechte der
betroffenen Menschen auf geringste Weise beschneiden.“

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RECHTSMATERIEN 3

VERKEHRSRECHT
Die Exekutivbediensteten sollen
• die Grundlagen des Verkehrsrechts sowie der Verkehrspolizei kennen lernen,
• Rechtsvorschriften verknüpfen und die Überwachung und Kontrolle des Verkehrs-
raumes, der Verkehrsmittel und der Verkehrsteilnehmer präventiv und repressiv
durchführen können, und
• mit Nebenrechten und Verordnungen entsprechend ihres Zuständigkeitsberei-
ches vertraut gemacht werden.

ABSCHNITT I – THEMA & INHALT

Geltungsbereich Dienst- und Einsatzfahrten


- Gesetze und Verordnungen - Ausnahmebestimmungen für Einsatz
- Zusammenhänge fahrzeuge und KFZ im öffentlichen
Sicherheitsdienst
Organe der StraSSenaufsicht
- Behördenzuständigkeit StVO 1960 und Verordnungen
- Handhabung der Verkehrspolizei
KFG 1967 und KDV
Verkehrsregelung
- Grundsätze FSG 1997 und Verordnungen
- Zeichengebung (Arm- und Hilfszei- - Geltungsbereich
chen) - Begriffsbestimmungen
- Fahrzeuganhaltungen - Mitwirkungsbestimmungen
- Strafbestimmungen und Zwangsmittel
Unfallbearbeitung - Aufgaben und Befugnisse
- Verhalten bei Verkehrsunfällen
- Unaufschiebbare Maßnahmen EG-VO/Richtlinien
- Verkehrsunfall mit Sachschaden - Rechtsnormen und Umsetzung bzw.
- Verkehrsunfall mit Personenschaden Anwendung von EWR und EU-Recht
- Vermessen und Zeichnen
- Einsatz im Gleisbereich Nebenrechte und Verordnungen
- Sozialvorschriften (EG-VO 3820/85
Alkohol und Suchtgift und 3821/85 sowie internationale
im StraSSenverkehr Abkommen) etc.
- Besondere Sicherungsmaßnahmen
beim Lenken von Fahrzeugen unter
Einfluss von Alkohol oder Suchtgift

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ABSCHNITT II – THEMA & INHALT

- Kraftfahrliniengesetz 1952 - Eisenbahngesetz und EKVO


- Gelegenheitsverkehrs-Gesetz - Tiertransportgesetz – Straße
- Betriebsordnung für den nichtlinien - Containersicherheitsgesetz
mäßigen Personenverkehr BO 1994 - Bundesstraßenmautgesetz
- Güterbeförderungsgesetz - Mautordnung
- GGBG u. ADR

34
RECHTSMATERIEN 3

VERWALTUNGSRECHT
Die Exekutivbediensteten sollen
• die Bedeutung des Verwaltungsrechts und das Zusammenspiel von formellem und
materiellem Verwaltungsrecht im Rahmen ihrer Zuständigkeit verstehen, sowie
• Sachverhalte den jeweiligen Tatbildern zuordnen und den Verwaltungsbehörden
anzeigen können.

ABSCHNITT I – THEMA & INHALT

Einführung - Meldegesetz
- Verwaltungsrechtliche Grund- - Fremdenpolizeigesetz
prinzipien und Grundbegriffe - Schengener Durchführungsüberein
- Einteilung des Verwaltungsrechts kommen mit Visa- und Grenzkodex
- Inkrafttreten des Verwaltungsrechts - Niederlassungs- und Aufenthalts-
- Verwaltungsbehörden und Organe der gesetz
Verwaltungsbehörden - Asylgesetz
- Mitwirkung der Organe des öffent- - Ausländerbeschäftigungsgesetz
lichen Sicherheitsdienstes - Grenzkontrollgesetz
- Staatsbürgerschaftsgesetz
Formelles Verwaltungsrecht - weitere Bundesgesetze unter Berück
- Einführungsgesetz zu den Verwal- sichtigung regionaler Bedürfnisse
tungsverfahrensgesetzen - Landesgesetze unter Berücksichti
- Verwaltungsstrafgesetz gung regionaler Bedürfnisse
- Allgemeines Verwaltungsverfahrens- - Regelungsumfang
gesetz - Begriffsbestimmungen
- Verwaltungsvollstreckungsgesetz - Rechtspflichten der Normadressaten
- Zustellgesetz - Strafbestimmungen
- Regelungsumfang - Mitwirkungsbestimmungen
- Begriffsbestimmungen
- Rechtspflichten der Normadressaten

Materielles Verwaltungsrecht
- Einführungsgesetz zu den Verwal-
tungsverfahrensgesetzen (Verwal-
tungsübertretungen)
- Abzeichengesetz
- Sicherheitspolizeigesetz (Verwal-
tungsübertretungen)
- Passgesetz

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ABSCHNITT II – THEMA & INHALT

Materielles Verwaltungsrecht - Glücksspielgesetz


- Waffengesetz - Bundestierschutzgesetz
- Kriegsmaterialgesetz - weitere Bundesgesetze unter Berück-
- Sprengmittelgesetz sichtigung regionaler Bedürfnisse
- Pyrotechnikgesetz - Landesgesetze unter Berücksichti
- Mediengesetz (Verwaltungsüber- gung regionaler Bedürfnisse
tretungen)
- Vereinsgesetz - Regelungsumfang
- Versammlungsgesetz - Begriffsbestimmungen
- Gewerbeordnung - Rechtspflichten der Normadressaten
- Forstgesetz - Strafbestimmungen
- Abfallwirtschaftsgesetz - Mitwirkungsbestimmungen

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EINSATZTRAINING 4

HANDLUNGSTRAINING
Die Exekutivbediensteten sollen
• polizeiliches Handeln in praxisnahen Situationen üben und damit Sicherheit im
Einschreiten entwickeln,
• Theorie und Praxis verbinden können und
• Deeskalationsmöglichkeiten im polizeilichen Handeln anwenden können.

ABSCHNITT I UND II – THEMA & INHALT

Die im Handbuch für Handlungstraining


vorgesehenen Themenbereiche (z.B. Not-
fall, Diebstahl, Rauferei, Lärmerregung,
Minderjährige, Wohnung, Streitschlich-
tung und Straßenverkehr) sind vernetzt
(Unterricht – Videosequenz – Rollenspie-
le – Reflexion) zu bearbeiten.

Leitsatz 14:
Wir in der polizeilichen Bildung fördern die Entwicklung zur Eigenverantwortung, Selbst-
ständigkeit und Teamfähigkeit.
„Polizeiliche Bildung ist eine Arbeit mit Menschen für Menschen. Eine gute polizeiliche Aus-
bildung ist der Grundstein für kompetentes, teamorientiertes, selbstständiges und eigenver-
antwortliches polizeiliches Handeln. Lehren bedeutet deshalb nicht nur zu fördern, sondern
die Schülerinnen und Schüler auch zu fordern.“

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EINSATZTRAINING 4

EINSATZTECHNIK
Die Exekutivbediensteten sollen
• die Zwangsbefugnisse mit physischen Mitteln durchsetzen und
• die Technik der Selbstverteidigung anwenden können.

ABSCHNITT I – THEMA & INHALT ABSCHNITT II – THEMA & INHALT

Fallschule Vertiefung der Inhalte des Abschnittes I


- Rolle mit praktischen und theoretischen Über-
- Fall prüfungen.

Techniken
- Schutzstellungen
- Befreiungstechniken
- Blocktechniken
- Hebeltechniken
- Transporttechniken

Anlegen von Fesseln


- Handfesseln
- Fußfesseln
- Einwegfesseln

Einsatzstock
- Techniken

Leitsatz 15:
Wir in der polizeilichen Bildung fordern und fördern den konstruktiven Austausch zwischen
Theorie und Praxis.
„Wir legen bei der polizeilichen Bildung großen Wert darauf, dass sich die theoretischen und
die praktischen Felder in einem konstruktiven Austausch befinden. Denn nur so können wir
gemeinsam unsere Leistungen optimieren und werden den gesellschaftlichen Ansprüchen
gerecht.“

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EINSATZTRAINING 4

EINSATZTAKTIK
Die Exekutivbediensteten sollen
• nach den Grundsätzen der Eigensicherung handeln,
• die einsatztaktische Waffenhandhabung beherrschen und
• die Einsatzmittel einsetzen können.

ABSCHNITT I – THEMA & INHALT ABSCHNITT II – THEMA & INHALT

Eigensicherung Eigensicherung
- Grundsätze - Grundsätze
- Gefahreneinschätzung - Gefahreneinschätzung
- Zusammenarbeit - Zusammenarbeit
- Einsatz von technischen Hilfsmitteln - Besondere Gefahren (Sprengstoff,
psychisch kranke Menschen, Lokale,
Waffenhandhabung Dienststellen, etc.)
- Sicherungshaltung
- Schießhaltung Waffenhandhabung
- Sicherungshaltung
Einschreiten - Schießhaltung
- Personenkontrolle
- Festnahmen Einschreiten
- Kfz-Anhaltungen - Gelände, Objektannäherung, Verhalten
- Verhalten in Stiegenhäusern und in Stiegenhäusern und Räumen
Räumen - Personenkontrolle
- Diensthunde - Täteransprache
- Gelände - Kfz-Anhaltungen
- Objektannäherung - Alarm- und Großfahndungen
- Diensthunde

Einsatzmittel
- Geschoßschutzweste
- Autostoppgurte

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EINSATZTRAINING 4

SCHIESSAUSBILDUNG
UND WAFFENTECHNIK
Die Exekutivbediensteten sollen
• sich der besonderen Verantwortung als Waffenträger bewusst werden und
• Dienstwaffen handhaben und dabei Bewegungsabläufe automatisieren.

ABSCHNITT I – THEMA & INHALT ABSCHNITT II – THEMA & INHALT

Sicherheit und taktisches Basistraining


Waffenhandhabung - Automatisierte Bewegungsabläufe
- Grundsätze - Zeitstress im Parcoursschießen
- Sicherheitsbestimmungen - Situationsbewältigung mit scharfer
- Motorik Munition
- Grundanschlag mit Faustfeuerwaffen - Reaktionstraining
- Belastungstraining – Extrem-
Waffentechnik situationen
- Funktionsbeschreibung
- Wartung Praktisches SchieSSen
- Reinigung - Training mit scharfer Munition
- Störungsbehebung - Gezielte Schussfolgen
- Physiologische Wirkung – Geschoss-
Praktisches SchieSSen treffer
- Training - scharfe Munition - Beschussdemonstration
- Basisprogramm I (Schießtest- - Beschusshemmende Konstruktionen
Limit 1) - Trefferanalyse
- Variable Schusspositionen - Waffengebrauchsanalyse
- Gezielte und kontrollierte - Basisprogramm III (Schießtest-
Schussfolgen Limit 3)
- Parcoursschießen
- Waffenhandhabung mit Schutzweste Waffentechnik (Dienstwaffen)
- Waffenwirkung - Funktionsbeschreibung
- Beschussdemonstration - Wartung
- Beschusshemmende Konstruktionen - Reinigung
- Basisprogramm II (Schießtest- - Störungsbehebung
Limit 2)
Einsatzmittel
Einsatzmittel - Pfefferspray, Tränengas, Schutz-
- Pfefferspray, Tränengas, Schutz- maske, etc.
maske etc.
Fremd- und Sonderwaffen
Fremd- und Sonderwaffen - Funktion
- Funktion - Wirkung
- Wirkung

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EINSATZTRAINING 4

INFORMATIONSTECHNIK
Die Exekutivbediensteten sollen die technischen Kommunikationsmittel nützen
können.

ABSCHNITT I – THEMA & INHALT

Funkausbildung und
Funktechnik
- Gerätetypen
- Handhabung

Fernsprechwesen
- Nachrichtenübermittlung

Telefon, Alarmanlagen
- Funktion

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EINSATZTRAINING 4

FAHRTECHNIK
Die Exekutivbediensteten sollen Dienst- und Einsatzfahrzeuge auch in kritischen
Situationen beherrschen können.

ABSCHNITT I UND II – THEMA & INHALT

Dienstfahrzeuge
- Interne Vorschriften

Fahrtraining
- Überprüfung

Praktischer Ausbildungsteil
- Fahrtechnische Basisausbildung
- Überprüfung
- Exekutivspezifische Fahrausbildung
- Überprüfung

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EINSATZTRAINING 4

GROSSER SICHERHEITS-
UND ORDNUNGSDIENST
Die Exekutivbediensteten sollen sich in Uniform allgemein und in geschlossenen
Einheiten auftrags- und situationsorientiert verhalten können.

ABSCHNITT I – THEMA & INHALT ABSCHNITT II – THEMA & INHALT

Einschreiten allgemein Karten- und Geländekunde


- Auftreten und Umgangsformen - Orientierung
- Uniformierung
- Verhalten in Uniform

Einschreiten in
geschlossenen Einheiten
- Grundbegriffe und Formen
- Einsatzkräfte
- Einsatzmittel

Exerzieren
- Einheit, Ehrenformation,
Kondukt, etc.

Geschlossene Einheiten
- Grundformationen
- Einschreiten in Formation
- Besondere Überwachungsdienste,
Einsatzanalyse (Fußballveranstal-
tungen, Demonstrationen, Staats-
besuche, Konzerte, etc.)
- Räume
- Durchsuchen
- Personen- und Objektschutz
- Absperrmaßnahmen
- Vor- und Nachsicherung

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EINSATZTRAINING 4

SPORT
Die Exekutivbediensteten sollen
• ihre sportliche Leistungsfähigkeit durch gezieltes Training verbessern,
• die eigene physische Belastbarkeit einschätzen können,
• Stress, durch sportliche Betätigung als präventives und therapeutisches Mittel,
abbauen und seine schädliche Wirkungen eindämmen und
• für die Grundsätze der Trainings- und Ernährungslehre sensibilisiert werden.

ABSCHNITT I – THEMA & INHALT ABSCHNITT II – THEMA & INHALT

Theorie Ausdauer
- Ernährungslehre - Laufen
- Trainingslehre - Schwimmen
- Rad fahren etc.
Leistungsüberprüfung
- Iststandsanalyse Kraft
- Trainingskontrolle – Leistungs- - Allgemeine Kräftigung
nachweis - Kraftraumtraining
- Leistungstest – Erfüllen der Limits - Krafttraining mit und ohne
Geräten etc.
Grundlagentraining
- Verbesserung der konditionellen Schnelligkeit
Fähigkeiten - Aktionsschnelligkeit
- Kraft - Reaktionsschnelligkeit
- Schnelligkeit
- Ausdauer Koordination
- Beweglichkeit - Beweglichkeit
- Verbesserung der koordinativen - Gleichgewicht
Fähigkeiten - Komplexe Übungsformen
- Reaktion
- Orientierung Allgemeine Körperausbildung
- Rhythmus etc. - Sportspiele
- Ballspiele
Sportart - Rettungsschwimmen
- Laufen - Schifahren
- Schwimmen - Langlaufen
- Rettungsschwimmen - Wandern etc.
- Rad fahren
- Sportspiele Leistungsüberprüfung
- Schifahren etc. - Trainingskontrolle – Leistungs-
nachweis
- Leistungstests – Erfüllen der Limits

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EINSATZTRAINING 4

ERSTE HILFE
Die Exekutivbediensteten sollen
• verschiedene Notfälle erkennen,
• in Unfallsituationen Erstmaßnahmen ergreifen,
• lebensrettende Sofortmaßnahmen setzen und
• bei der Anwendung einsatzbezogener Körperkraft auf eingeschränkte
Atembeweglichkeit Betroffener reagieren können.

ABSCHNITT I – THEMA & INHALT ABSCHNITT II – THEMA & INHALT

Notfälle Notfallsituationen – Szenarien


- Arten - Bewusstlosigkeit
- Notruf - Atemstillstand
- Rettungskette (Rettungs-, Notarzt- - Kreislaufstillstand
wagen, Rettungshubschrauber) - Starke Blutungen
- Schock
Gefahrenstelle - Szenarien - Positionelle Asphyxie
- Absicherung - Vergiftungen
- Lagerung von Verletzten - Verätzungen
- Kontrolle der Vitalfunktionen - Unfälle mit gefährlichen Stoffen
- Lebensrettende Sofortmaßnahmen
- Sturzhelmabnahme Rettungsmittel
- Bergetechnik - Beatmungshilfsmittel
- Stabilisierungsbehelfe bei Verdacht
von Wirbelsäulenverletzungen
- Verbandsmaterialien
- Erste Hilfe Koffer

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EINSATZTRAINING 4

INTERAKTIVES TRAINING
Die Exekutivbediensteten sollen durch realitätsnahe Szenarien auf Einsatzsituatio-
nen vorbereitet werden.

ABSCHNITT I – THEMA & INHALT ABSCHNITT II – THEMA & INHALT

Szenarientraining Vertiefung der Inhalte des Abschnittes I


- Selbstwahrnehmung mit praktischen und theoretischen Über-
- Umgebungskontrolle prüfungen.
- Eigensicherung
- Einsatztaktik
- Motorik
- Waffenhandhabung
- Täteransprache
- Teamverhalten
- Aufgabenerfüllung
- Rechtmäßigkeit
- Reflexion
- Scheibenszenario/Videoanalyse

Leitsatz 12:
Wir in der polizeilichen Bildung vermitteln die notwendigen Kompetenzen und Haltungen für
die professionelle Erfüllung der Aufgaben.
„Polizeiliche Bildung bedeutet nicht nur den Transfer von Wissen. Denn nur, wenn den ange-
henden Polizistinnen und Polizisten Kompetenzen und Werte vermittelt werden, entwickeln sie
die notwendige Handlung, um auf die umfassenden Anforderungen der Polizeiarbeit vorbereitet
zu sein.“

Leitsatz 13:
Wir in der polizeilichen Bildung entwickeln gemeinsam diese Kompetenzen und Haltungen
fächerübergreifend, handlungsorientiert und praxisnah.
„Polizeiliche Bildung versteht sich als Zusammenwirken von ineinander greifenden Disziplinen,
die auf ein gemeinsames Ziel zusteuern. Polizeiliche Bildung orientiert sich am polizeilichen
Handeln und schafft praxisnahe Gelegenheiten, um Kompetenzen und Werte zu erleben und zu
hinterfragen.“

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KRIMINALISTIK 5

KRIMINOLOGIE UND KRIMINALISTIK


Die Exekutivbediensteten sollen
• Grundzüge der Kriminologie und der Kriminalistik kennen lernen,
• kriminaltechnische Methoden einsetzen und
• sich bei der Vorbeugung, Bearbeitung und Klärung von Straftaten kriminaltaktisch
richtig verhalten können.

ABSCHNITT I – THEMA & INHALT

Kriminologie Kriminalpolizeiliche
- Ursachen Kommunikation
- Entstehung - Wesen der Berichterstattung

Kriminalistik Erkennungsdienst
- Kriminaltaktik - Gesetzliche Grundlagen
- Kriminaltechnik - Aufgaben, Organisation, Einrichtung
- Allgemeine Beweislehre - Daktyloskopie
- Ermittlungsverlauf - DNA, MHA
- Personenfeststellung
Tatort
- Bedeutung Kriminaltechnik
- Spurenkunde - Schusswaffen
- Erster Angriff - Urkunden
- Werkzeugspuren
Ermittlungen - Brand
- Eigentumskriminalität - Verkehrsunfälle
- Kriminalität gegen Leib und Leben - Diebsfallen
- Sittlichkeitskriminalität - Umwelt
- Suchtmittelkriminalität
Fahndung
Fahndung - SDÜ
- Wesen und Zweck - SIRENE
- Personenfahndung - EUROPOL
- Sachenfahndung - INTERPOL
- EKIS-Applikationen
- Sofortfahndung
- Großfahndung
- Alarmfahndung
- Sirene
- SDÜ

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ABSCHNITT II – THEMA & INHALT

Vernehmung Gerichtsmedizin
- Vernehmungstechnik und -taktik - Obduktion
- Sonderformen der Vernehmung
- Verhalten vor Gericht Kriminalprävention
- Zeugenschutz - Kriminalpolizeiliche Beratung
- Eigentumsprävention
Tatort - Gewaltprävention
- Sachverhaltsmappe - Suchtprävention
- Fotografie - Prävention – Sexualdelikte
- Fotogrammetrie
- Tatort - Vermessen und Zeichnen Staatsschutz
- Grundsätze
Ermittlungen - Extremismus
- Betrugs-, Wirtschafts-, Fälschungs- - Terrorismus
und Umweltkriminalität
- Computerkriminalität
- Organisierte Kriminalität
- Illegale Migration
- Korruption

Assistenzdienste
- Analysen
- Kriminalstatistik
- VICLAS – Täterprofiling
- Datensicherung
- Verdeckte Ermittlung –
Vertrauensperson
- Observation

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BÜROKOMMUNIKATION 6

BÜROKOMMUNIKATION
Die Exekutivbediensteten sollen
• die Grundzüge der Bürokommunikation verstehen und anwenden können,
• das EDV-System unter Beachtung des Datenschutzes nützen lernen und
• den fachspezifischen Schriftverkehr führen können.

ABSCHNITT I – THEMA & INHALT ABSCHNITT II – THEMA & INHALT

KANZLEIORDNUNG BAKS UND SCHRIFTVERKEHR


- Aktenbestehung - Persönliche Ansuchen
- Aktenbezeichnung - Anzeigenerstattung
- Aktenanlage - Verwaltungsanzeigen
- Aktenverwaltung - Gerichtsanzeigen
- Aktenablage - Verkehrsunfallsanzeigen
- Berichtverfassung
SCHRIFTVERKEHR - Meldungslegung
- Anzeige - Berichterstattung
- Bericht - PAD
- Aktenvermerk - EDD
- Amtsvermerk
- Protokoll
- Meldung
- Mitteilung
- Niederschrift
- Ansuchen

ELEKTRONISCHE DATENVERABEITUNG
- Windows 7
- Word
- BAKS/PAD
- Datenschutz
- VStV

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BÜROKOMMUNIKATION 6

FREMDSPRACHEN
Die Exekutivbediensteten sollen
• in der jeweiligen Fremdsprache Dialoge führen,
• Auskünfte erteilen und
• Befragungen durchführen können.

ABSCHNITT I – THEMA & INHALT ABSCHNITT II – THEMA & INHALT

Englisch Englisch
- Auskunftsbegehren - Fremdenwesen
- Verkehrsangelegenheiten - Dokumente
- Kriminalität - Erste Hilfe

Andere Sprachen

Leitsatz 16:
Wir in der polizeilichen Bildung setzen Impulse für eine nachhaltige Weiterentwicklung der
Organisation.
„Polizeiliche Bildung erzeugt Impulse für die Zukunft der Polizei. Wir scheuen uns nicht vor der
Konfrontation von Traditionen mit dem Neuen, denn dadurch entstehen Ideen und Innovationen,
die der Polizei nützlich sein können.“

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IMPRESSUM:
Herausgeber: Bundesministerium für Inneres, Abteilung I/9 – Sicherheitsakademie – Zentrum für Grundausbil-
dung – 1014 Wien, Herrengasse 7 • Verantwortlicher: Karl-Heinz Grundböck • Redaktion: Beate Lorenz • Kontakt:
http://siak.bmi.gv.at – www.siak.gv.at – grundausbildung@bmi.gv.at • Coverfoto: BMI-Abteilung I/8 – Alexander Tuma
• Grafik und Layout: BMI-Abteilung I/8 – Bernhard Pucher • Druck: Paul Gerin GmbH & Co KG, 2120 Wolkersdorf,
Gerinstraße 1-3.

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LEHRPLAN
ZUR
GRUNDAUSBILDUNG

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Perspektiven.Werte.Kompetenzen